Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Kayoom GmbH
Otto-Brenner-Straße 26, 52353 Düren, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ahamad Jawid Lalee seit 6.1.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 33.33% | |
| 33.33% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kayoom GmbHDürenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022Kayoom GmbH, DürenI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Es handelt sich bei der Gesellschaft um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde teilweise ein Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder aber teilweise im Anhang gewählt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss ist gemäß der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und - sofern sie der Abnutzung unterliegen - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen sind zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind zu Nominalwerten aktiviert. In die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Verpflichtungen und Ansprüche der Gesellschaft eingestellt, deren Aufwendungen und Erträge einem folgenden Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gem. § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. III. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung der Anschaffungskosten, der Abschreibungen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf TEUR 2.592 (31. Dezember 2021: TEUR 2.451) und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 658 (31. Dezember 2021 TEUR 508) enthalten und haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die weiteren sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 1.789 (31. Dezember 2021: TEUR 369) handelt es sich im Wesentlichen um Rückerstattungsansprüche an Lieferanten (TEUR 608) sowie Steuer-Erstattungen (TEUR 474). Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 30 und ist in voller Höhe eingezahlt. Aufgrund des steuerlichen Verlustes betragen die Steuerrückstellungen TEUR 0 (31. Dezember 2021: TEUR 771). Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 137 (31. Dezember 2021: TEUR 152) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Zusammenhang mit Personalkosten (TEUR 30) sowie Rückstellungen für Jahresabschluss- und Beratungskosten (TEUR 74) sowie für Prozesskosten (TEUR 20). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 10.239 (31. Dezember 2021: TEUR 7.779) haben in Höhe von TEUR 0 (31. Dezember 2021: TEUR 142) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren und in Höhe von TEUR 1.337 (31. Dezember 2021: TEUR 1.758) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 6.243 (31. Dezember 2021: TEUR 5.078) durch Sicherungsübereignung des Warenlagers gesichert und betreffen vollumfänglich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.013 (31. Dezember 2021: TEUR 109) enthalten. Davon haben TEUR 400 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die weiteren sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 191 (31. Dezember 2020: TEUR 120) bestehen im Wesentlichen aus Steuer-Verbindlichkeiten (TEUR 188) und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 4.194 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen resultieren aus diversen laufenden Miet- und Leasingverträgen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen Miet- und Leasingverträge mit Restlaufzeiten bis zu fünf Jahren:
IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kursgewinne aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von TEUR 50 (31. Dezember 2021: TEUR 58). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von TEUR 187 (31. Dezember 2021: TEUR 155). V. Sonstige Angaben Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Herrn Ahamad Jawid Lalee, Geschäftsführer, Nörvenich Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft mit sich in eigenem Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Die Angabe zu § 285 Nr. 9 Buchst. a) und b) HGB wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 61.886,46 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Düren, 15. März 2024 Anlagengitter
Verbindlichkeitenspiegel
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Geschäftsgrundlagen Die Kayoom GmbH wurde gemäß Beschluss der Satzung vom 19.10.2010 gegründet und hat ihren Firmensitz in 52353 Düren, Otto-Brenner-Str. 26. Seit ihrer Gründung liegt der Fokus der Kayoom GmbH auf der Teilnahme am stetig wachsenden Online-Handel. Die Kayoom GmbH bietet ihren Kunden mit Hilfe ihrer B2Bc-Konzepte eine umfassende Lösung für den erfolgreichen Verkauf sowohl im Internet als auch im stationären Handel an. Um den Herausforderungen im stetig wachsenden und an Bedeutung gewinnenden E-Commerce gerecht zu werden und somit im Wettbewerb, um Wachstum konkurrenzfähig zu bleiben, sind in der Regel erhebliche Investitionen erforderlich, die jedoch die Liquidität erheblich einschränken können. Insbesondere Warenvorfinanzierungen für ein großes Produktsortiment, Lagerhaltung, Mitarbeiter für den Warenversand und Support sind nur einige der kostspieligen Hürden. Diese sind jedoch allein kein Garant für wirtschaftlichen Erfolg. Dieser kommt erst durch die Säulen Marketing, PR und Kundenbindung zustande, die jedoch erneut Kosten verursachen und Ressourcen binden. Die Kapitalbindung durch Waren und Struktur wirkt sich in der Regel negativ auf schnelles und vor allem risikoarmes Wachstum für den Partner aus. Aus diesem Grunde ermöglicht die Kayoom GmbH es, ihren Online-Partnern, ein breites Warensortiment aus Teppichen, Home & Deko sowie Heimtextilien mit sofortiger Verfügbarkeit anzubieten, ohne dieses vorfinanzieren zu müssen. Die damit einhergehende Kapitalentlastung der Partner steht dann zur Wachstumsfinanzierung (z.B. durch ein verstärktes Marketing) zur Verfügung. In enger Kooperation zwischen Kayoom und ihren Partner werden die Produkte von Kayoom in die Webseite des Partners implementiert. Der Partner betreibt das Marketing und verkauft die Waren an seine Endkunden. Nach Abverkauf übermittelt der Partner die notwendigen Daten an Kayoom weiter, und Kayoom übernimmt den Versand dieser verkauften Waren im Namen des Partners an dessen Kunden - direkt aus dem Kayoom-Lager heraus - je nach Absprache an den Endkonsumenten, eine Filiale oder ein Zentrallager. In einer mehrjährigen Entwicklungs- und Optimierungsphase wurden zunächst die notwendigen technischen Systeme für den automatisierten elektronischen Datenaustausch durch hauseigene IT-Spezialisten aufgesetzt. Marketingexperten, Produktmanager und Designer von Kayoom erstellen sämtliche produktspezifische Daten, professionelle, detailgetreue Fotos sowie emotionale Textbeschreibungen. Diese sind insbesondere für den Online-Handel zwingend notwendig, um die hohen Erwartungen der Kunden zu erfüllen und die Retourenquote niedrig zu halten. Zudem ermöglicht die Kayoom GmbH dem stationären Kunden die Möglichkeit des Omni-Channels/Multichannels, bei dem ein großes Mustersortiment auf kleiner Fläche physisch dargestellt und durch den End-Konsumenten digital erworben werden kann. Hierbei handelt es sich um Bestellartikel, welche nach dem Auftragseingang via Kayoom an den Endkonsumenten des Partners versendet werden. Die Kayoom GmbH verfügt über ein breites und trendiges Warenportfolio im Bereich abgepasste Teppiche, Kleinmöbel, Dekorationsartikel und Heimtextilien, welches keinerlei wirklichen "Verfall" unterliegt. Ein wesentlicher Vorteil ist die für das Onlinegeschäft unerlässliche permanente Warenverfügbarkeit, welche eine schnelle Lieferfähigkeit gewährleistet und somit die Listung bei Händlern/Partnern fördert. Als Folge kann die Kundenbindung sowohl deutschlandweit als auch international stark ausgebaut werden. Der Warenimport erfolgt über Produktionsländer wie China, Türkei, Indien, Indonesien und Polen, um eine günstige und dennoch qualitativ hochwertige Warenbeschaffung zu garantieren. Ihre Produktionsstätten verfügen über die erforderlich anspruchsvolle Qualität, Qualitätskontrolle und Standards, die für den europäischen Markt benötigt werden. Die Gesellschaft ist hauptsächlich im Handel mit Teppichen, Möbeln und Dekorationsartikeln im Bereich Business-to-Business (B2B) bzw. Business-to-Business-to-Customer (B2B2C) tätig. Zu den Kunden der Kayoom GmbH gehören neben großen, namhaften Top-Sellern des Online-Handels mit ihren etablierten Webshops auch Discounter, Baumärkte, Filialisten und Möbelhäuser bis hin zu Fachhändlern und Grossisten im In- und Ausland. Dabei werden die Waren europaweit vertrieben. B. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2022 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 3,87 Billionen Euro. Preisbereinigt wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren, was jedoch durch den Krieg in der Ukraine, steigende Energiepreise und Rekordinflation im Jahr 2022 geringer ausfiel. Die Auswirkungen der Energiekrise und der Inflation auf den Einzelhandel wurden bereits im Weihnachtsgeschäft 2022 beobachtet, welches wechselhaft verlief und nur wenige Händler wirklich zufriedenstellte. Kundinnen und Kunden überdachten ihre Kaufentscheidungen genauer. Daher wird es für Einzelhändler zukünftig umso wichtiger, digitale Lösungen wie Smart Data Capture einzusetzen, um interne Abläufe effizienter zu gestalten, Preissteigerungen im Rahmen zu halten und Margen zu sichern. Zugleich müssen sie ihre Investitionen in neue Technologien auf den Prüfstand stellen und sich auf diejenigen konzentrieren, die einen hohen Return on Investment bieten. Der Anteil der privaten Konsumausgaben am Bruttoinlandsprodukt ist von 49,2 % in 2021, auf 51,2 % in 2022 gestiegen. Das Konsumverhalten der privaten Haushalte in Deutschland war dabei stark von der hohen Inflation beeinflusst. Nach Auswertungen des Statistischen Bundesamts stiegen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland in jeweiligen Preisen um 10,7 % gegenüber dem Vorjahr. Preisbereinigt lagen sie jedoch nur noch um 3,4 % über denen des Vorjahres. Die Differenz ergibt sich aus den hohen Steigerungen der Verbraucherpreise, die sich in 2022 um 6,9 % erhöhten. Getrieben wurden die Preissteigerungen insbesondere durch hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise seit Beginn des Krieges in der Ukraine. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich im Jahr 2022 in jeweiligen Preisen um 7,0 % und somit weniger stark als die Konsumausgaben (10,7 %). Hierdurch fiel die Sparquote um knapp 4 % auf 11,4 %, die Corona-bedingt bis 2021 um fast 6 % gestiegen war. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort (gem. Destatis) Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Besonders kräftig fiel das Umsatzminus im Internet- und Versandhandel aus (-8,1 %), der allerdings im Jahr 2021 pandemiebedingt einen Umsatzzuwachs von 12,3 % erzielt hatte Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Unter Unternehmen und Haushalten ist die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich herabgesetzt (0,7 Prozentpunkte) und für das Jahr 2025 leicht angehoben (0,2 Prozentpunkte). Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein (ifo Konjunkturprognose vom 6.3.2024). Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar: Das Bruttoinlandsprodukt ist zum Jahresende nach ersten, vorläufigen Informationen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um rund 1⁄4 % gegenüber dem Vorquartal gesunken. Für das Gesamtjahr ergibt sich damit ein Rückgang des BIP um 0,3 %. Dieses Ergebnis war weitgehend erwartet worden. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Im Jahr 2023 erzielte das Onlinegeschäft in Deutschland einen Umsatz mit Waren in Höhe von rund 79,7 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz erstmals zweistellig um knapp zwölf Prozent gesunken. Nach jahrelang konstantem Wachstum und seinem Höhenflug während der Corona-Pandemie erlebte der deutsche E-Commerce zuletzt eine durch Konsumflaute und Inflation bedingte Talfahrt. Selbst standfeste Cluster wie das Bekleidungssegment mussten im deutschen Online-Handel zuletzt erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Experten blicken jedoch zuversichtlich auf die Zukunft des E-Commerce: der Preisauftrieb hat sich im Laufe des Jahres 2023 bereits deutlich verlangsamt und im Oktober 2023 konnten real wie nominal erstmals seit über einem Jahr wieder positive Umsatzentwicklungen verzeichnet werden. Das Weihnachtsgeschäft bewertete der Einzelhandel vor den Feiertagen zuletzt als enttäuschend.Während sich die Konsumstimmung bei den privaten Haushalten also tendenziell verbessert, wird die Geschäftslage im Einzelhandel nach Umfragen von ifo und Handelsverband HDE eher als unbefriedigend bewertet. Bei weiter steigenden Einkommen und rückläufigen Inflationsraten dürfte aber mit einer Erholung des privaten Konsums im Verlauf dieses Jahres zu rechnen sein. Für viele Händler wird es in nächster Zeit darum gehen, diese schwierige Zeit nicht nur zu überdauern, sondern auch Grundlagen für neues Wachstum zu schaffen. Unternehmen, die jetzt ihre Prozesse verschlanken, Kosten optimieren und sich noch stärker auf die Kundenbedürfnisse fokussieren, haben gerade jetzt die Chance, stärker aus der Krise zu kommen und über dem Gesamttrend in Handel zu wachsen (Quelle: EHI Retail Institute). Marktexperten sind davon überzeugt, dass insbesondere Möbeleinzelhändler, die Online- und Offline-Angebote geschickt miteinander verzahnen, punkten können. Als Beispiele werden Click & Collect-Angebote und (virtuelle) Showrooms, in denen die Verbraucher:innen Optik und Haptik erfassen können, während der Kauf selbst online abgewickelt wird, genannt.. Auch digitale Angebote wie 3D-Visualisierungen können die Customer Experience verbessern. E-Commerce-Anbieter müssen den Konsumenten maximal transparent darstellen, wie es um aktuelle Verfügbarkeiten bestellt ist, und neue Einkaufsformen wie Same Day Delivery anbieten. Dies bedingt jedoch die ausreichend Warenbevorratung. b) Unternehmensspezifische Sicht Aufgrund der äußerst positiven Umsatzentwicklung in den Vorjahren hat die Kayoom GmbH das Warenportfolio weiter ausgebaut, ohne die bevorstehenden Ereignisse ab Mitte 2022 (wie oben beschrieben) zu ahnen. Dies führte zwangsläufig zu einer weiteren Expansion des Warenlagers, was mit zusätzlichen Kosten verbunden war. Da die meisten Produkte in Fernost hergestellt werden, erfordert dies eine vergleichsweise lange Vorlaufzeit von 3 bis 4 Monaten. Diese lange Vorlaufzeit begrenzt den Handlungsspielraum im Falle unvorhergesehener Ereignisse, wie ab Mitte 2022 eingetreten. Bereits in Produktion befindliche Ware muß abgenommen werden, was bei einbrechender Nachfrage unweigerlich zu Liquiditätsengpässen führt. Zur Unterstützung der Liquidität wurden seitens des Gesellschafter-Geschäftsführers die notwendigen Mittel bereitgestellt, wodurch die Liquidität der Gesellschaft zu jeder Zeit in dem erforderlichen Maße gegeben war. Im Jahr 2022 hatten geopolitische Ereignisse, steigende Zinsen und die zunehmende Inflation einen Umsatzrückgang und ein leicht negatives Ergebnis zur Folge. Die Beendigung der Corona-Maßnahmen wirkte sich ebenfalls negativ auf den Online-Handel aus, da die Verbraucher vermehrt öffentliche Aktivitäten wie Restaurantbesuche, Urlaube und Einkäufe im stationären Einzelhandel bevorzugten. Die anhaltende Dauer des Ukraine-Konflikts verstärkte die Verunsicherung der Verbraucher weiter und führte zu einem anhaltend rückläufigen Konsumverhalten im Jahr 2023. Diese Faktoren, kombiniert mit den bereits erwähnten, verschärften den Umsatzrückgang und führten zu einem Ergebnisverlust auch im Jahr 2023. Dies stellte eine besondere Herausforderung dar, da die Kostenreduktionen und Umstrukturierungsmaßnahmen nicht in gleichem Maße angepasst werden konnten, sondern sukzessive erfolgten. C. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Ertragslage Das Rohergebnis der Gesellschaft verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 9.193 um TEUR 1.952 auf TEUR 7.240. Dieser Rückgang ist vor allem auf den starken Umsatzrückgang zurückzuführen. Das Betriebsergebnis sank im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 1.217 um TEUR 955 auf TEUR 262. Die wesentlichen Gründe für diese Minderung war der verminderte Rohgewinn, der durch die Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den verminderten Abschreibungen und geringfügig veränderten Personalkosten nicht kompensiert werden konnte. Die Abschreibungen verringerten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR 299 um TEUR 205 auf TEUR 94. Dieser signifikante Rückgang ist insbesondere auf Sondereffekte im Vorjahr zurückzuführen. Finanzlage Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Abschlussstichtag TEUR 37. Die Gesellschaft verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 3.322. Dies ist insbesondere auf den Aufbau des Vorratsvermögens (TEUR 1.751) sowie den Abbau der Rückstellungen (TEUR 786) und Verbindlichkeiten (TEUR 792; ohne Bankverbindlichkeiten) zurückzuführen. Vermögenslage Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 30. Das Eigenkapital verminderte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ergebnisbedingt um TEUR 62 auf TEUR 5.656 inklusive Rücklagen/Gewinnvorträge und aktuellen Jahresfehlbetrag. Die Eigenkapitalquote zum Abschlussstichtag beträgt 30,7 % und ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken (Vorjahr: 34,2 %). Die Bilanzsumme der Gesellschaft stieg zum 31. Dezember 2022 um 10,2 % auf TEUR 18.472 (Vorjahr: TEUR 16.752). Dabei blieb die Vermögensstruktur nahezu unverändert. Das langfristig gebundene Vermögen machte zum 31. Dezember 2022 1,5 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 2,1 %). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 87 in das Anlagevermögen getätigt. Dem stehen TEUR 83 aus Anlagenabgängen gegenüber. Das Vorratsvermögen erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr geringfügig von TEUR 12.918 um TEUR 127 auf TEUR 13.045. Finanzielle Leistungsindikatoren Ein wesentlicher Leistungsindikator ist das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände). Im Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft ein EBITDA in Höhe von TEUR 357 (Vorjahr: TEUR 1.321), was einem deutlichen Rückgang um TEUR 964 bzw. 72,9 % entspricht. Diese Minderung des EBITDA ist hauptsächlich auf den starken Umsatzrückgang bei nahezu gleichen Fixkosten zurückzuführen. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a. Prognosebericht Die weiterhin bestehenden Unsicherheiten, die sich im Laufe der letzten Jahre infolge der Corona Krise und des Kriegs in der Ukraine, hoher Rohstoff- und Energiekosten in Europa sowie steigender Preise und Zinsen eingestellt haben, werden aus unserer Sicht auch in 2024 fortbestehen. All diese Faktoren werden die weltweite Nachfrage belasten, weshalb wir nur ein moderates Wachstum in unseren Absatzmärkten im Jahr 2024 erwarten. Wir gehen von einer sukzessiven Verbesserung der Situation innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre aus. Wir arbeiten weiterhin daran, den Bekanntheitsgrad der Kayoom GmbH auf dem Markt weiter auszuweiten und durch die Integration neuer Vertriebszweige die Umsätze anzukurbeln. Dies durch die Hinzunahme von weiteren großen und namhaft solventen Partnern, ebenso kleinerer Dropship-Kunden, welche aufgrund unserer bisherigen Kundenkonzentrations-Strategie und starker Auftragslage bislang unberücksichtigt blieben, sowie die Belieferung von starken Partnern des stationären Handels - vorzugsweise von Handelsketten. Zudem werden wir zusätzlich zu den bisherigen Verkaufsstrategien vermehrt den Multichannel (wie oben bereits beschrieben) ausbauen. In 2023 konnte wir unsere avisierten Ergebnisse leider nicht erreichen. Es wurden weiterhin Verluste geschrieben. Für 2024 rechnen wir aber mit einem deutlich verbesserten Ergebnis gegenüber 2022 und 2023. Wir rechnen mit einem deutlich verbesserten EBITDA und einem wieder positiven Ergebnis beim Jahresüberschuss 2024. b. Potentielle Risiken 1. Krieg zwischen Russland und der Ukraine: Der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hat zu einer erhöhten geopolitischen Instabilität geführt. Die Unsicherheit über die Entwicklungen in dieser Region kann Auswirkungen auf den internationalen Handel haben, insbesondere auf den Handel mit Russland und den umliegenden Ländern. 2. Unsicherheit im Zusammenhang mit China und Taiwan: Die angespannte Beziehung zwischen China und Taiwan hat potenzielle Auswirkungen auf den internationalen Handel. Die Möglichkeit von Embargos oder Handelsbeschränkungen erhöht die Unsicherheit für Unternehmen, die Geschäftsbeziehungen mit China und Taiwan haben. 3. Angriffe auf Containerfrachten im Roten Meer durch die Huthi-Rebellen: Die Huthi-Rebellen haben wiederholt Angriffe auf Containerfrachten im Roten Meer durchgeführt. Diese Angriffe führen zu erhöhten Frachtkosten und Verzögerungen in den Lieferketten. Unternehmen müssen zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit ihrer Fracht zu gewährleisten und Verzögerungen zu minimieren. 4. Verteuerung und wirtschaftliche Situation: In einer Zeit der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit führen steigende Kosten zu einer Verteuerung von Produkten und Dienstleistungen. Diese Kosten können teilweise nicht an die Verbraucher weitergegeben werden, was zu finanziellen Herausforderungen für Unternehmen führt. c. Risiko-Controlling Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wird es für Unternehmen im Onlinehandel immer wichtiger, Backup-Lieferanten im europäischen Raum zu haben. Durch die Diversifizierung der Lieferketten und die Zusammenarbeit mit zuverlässigen europäischen Lieferanten können Unternehmen das Risiko von Lieferunterbrechungen und Unsicherheiten verringern. Trotz der aktuellen Unsicherheiten bietet der Onlinehandel im Jahr 2024 weiterhin großes Potenzial für Wachstum und Innovation. Unternehmen müssen agil sein und sich an die sich schnell verändernden Bedingungen anpassen, um erfolgreich zu sein. Durch eine strategische Planung und Investitionen in Technologie und Sicherheit können Unternehmen die Herausforderungen meistern und Chancen in einem zunehmend globalisierten Onlinehandelsmarkt nutzen. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat die Kayoom GmbH vorsorglich ihre Einkaufsstrategie auf über 35 Lieferanten international diversifiziert und backup-basiert aufgestellt. Die Kayoom GmbH beobachtet kontinuierlich die Preisentwicklung ihrer Produkte und passt diese bei Änderungen der Regulierungen oder des Marktumfelds entsprechend an. Um die gestiegenen Herausforderungen bei der Beschaffung zu bewältigen, wurde im Geschäftsjahr in den Aufbau des Vorratsvermögens investiert. Liquiditätsrisiken wurden durch die Lagerhaltungsdauer und die Finanzierung mittels Bankdarlehen minimiert. Die Liquidität der Gesellschaft wird durch Eigenkapital, Lieferantenkredite, Erträge aus dem operativen Geschäft und vorhandene Kreditlinien nebst Gesellschafterdarlehen gewährleistet. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch die Überwachung und Vereinbarung von Eigentumsvorbehalten begrenzt. Die Gesellschaft hat bisher eine geringe Ausfallquote von weniger als 0,25% verzeichnet und behält zweifelhafte Kunden im Blick. Wechselkursentwicklungen können das Geschäftsergebnis beeinflussen, daher überwacht die Kayoom GmbH kontinuierlich die Wechselkurse. Cyberangriffe stellen im E-Commerce-Handel ein kontinuierlich erhöhtes Risiko dar, da sie darauf abzielen, die Geschäftstätigkeit zu beeinträchtigen oder sensible Kundendaten zu kompromittieren. Solche Angriffe könnten langfristige Schäden für das Unternehmen und die Marke Kayoom verursachen, was letztendlich zu Umsatzeinbußen führen könnte. Um ein Höchstmaß an IT-Sicherheit zu gewährleisten, ist unsere erfahrene interne IT-Abteilung in Zusammenarbeit mit externen Beratern stets darauf bedacht, die neuesten Technologien und Softwarelösungen zu implementieren. Sie sind in der Lage, im Falle eines IT-Problems schnellstmöglich die Betriebsbereitschaft wiederherzustellen und Ausfallzeiten zu minimieren. Es ist wichtig, dass Unternehmen in Zeiten von Umsatzrückgängen und geopolitischen Unsicherheiten proaktiv handeln, um ihre langfristige Stabilität zu gewährleisten. Durch die Implementierung von Kostenreduktionen und Umstrukturierungsmaßnahmen können Unternehmen ihre betriebliche Effizienz verbessern und sich an veränderte Marktbedingungen anpassen. Es ist auch entscheidend, dass Unternehmen ihre Strategien kontinuierlich überprüfen und anpassen, um flexibel auf externe Herausforderungen reagieren zu können. Dies kann die Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen, die Erschließung neuer Märkte oder die Optimierung der betrieblichen Abläufe umfassen. Indem Sie proaktiv auf die Herausforderungen reagieren und sich an veränderte Marktbedingungen anpassen, können Sie die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität Ihres Unternehmens sicherstellen. d) Weitere Maßnahmen Die derzeitige Konzentration liegt eindeutig auf der Verschlankung des Warenportfolios, beschränkt unter anderem auf Topseller mit hoher Umschlagshäufigkeit und geringer Lagerdauer. Ferner wird ein großer Wert auf die allgemeine Kostenstruktur nebst Kostenreduktion gelegt. Hierzu haben wir eigens ein erweitertes Controlling-Team aufgesetzt, welches die Strukturen der Organisation verschlankt und Prozesse weiterhin optimiert. Es ist zu beachten, dass unsere Produkte sich überwiegend im niedrigen-mittleren Preissegment befinden, was eine breite Kundenbasis anspricht. Unser Risikomanagement zielt darauf ab, Chancen und Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu nutzen bzw. zu begrenzen. Dabei verstehen wir unter Chancen potenzielle Erfolge, die über unsere definierten Ziele hinausgehen, während Risiken als Ereignisse betrachtet werden, die das Erreichen unserer kurz- und langfristigen Ziele negativ beeinflussen können. Wir bewerten und steuern Chancen und Risiken anhand ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen im Falle ihres Eintritts. Darüber hinaus werden wir verstärkt auf neue Vertriebsstrategien via Social-Media sowie gewisse Verbrauchsartikel setzen. Die Kayoom GmbH hat bereits seit Mitte 2023 verstärkt damit begonnen, stationäre Händler und Partner zu beliefern dies u.a mittels Cash & Carry Märkten. Im zweiten Schritt wird diesen Partnern die Möglichkeit geboten, ihr Sortiment durch Multichannel-Ansätze stark zu erweitern. Dies ermöglicht dem Händler im stationären Handel auf einer geringen Fläche nebst geringem Kapitaleinsatz eine Vielzahl an Produkten dem Endverbraucher zugänglich zu machen. Dies kann beispielsweise durch moderne Apps für Self-Scanning und Self-Checkout sowie durch neue Angebote wie Click & Collect, Click & Reserve und "Buy Online, Return In-Store" geschehen. Künstliche Intelligenz: Der Einsatz von KI-Technologien wird im Jahr 2024 weiter zunehmen. Chatbots, virtuelle Assistenten und personalisierte Produktempfehlungen werden den Kundenservice verbessern und das Einkaufserlebnis individualisieren. Dies setzen wir ebenso verstärkt ein. Wir sind zuversichtlich, dass all diese Maßnahmen eine solide Grundlage für die stabile Geschäftsentwicklung bilden. e) Gesamtbewertung Unsere Einschätzung ist, dass weiterhin keine signifikanten Einzelrisiken bestehen, die die langfristige Stabilität der Kayoom GmbH gefährden könnten. Dies gilt auch für die Gesamtbewertung aller identifizierten Risiken.
Düren, den 15. März 2024 Ahamad Jawid Lalee BescheinigungMit Datum vom 19. März 2024 haben wir über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 und den Lagebericht 2022 der Kayoom GmbH, 52353 Düren ausführlich berichtet. Dem Auftrag liegen die beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 01. Januar 2024 zugrunde. Soweit in den für den Auftrag geltenden gesetzlichen Vorschriften eine Haftungshöchstsumme nicht festgelegt ist, bestimmt sich diese nach Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen. Im Verhältnis zu Dritten sind Nr. 1 Abs. 2 und Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen maßgebend. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 326 HGB und § 266 Satz 3 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt.
RKP
Pelzer Vogt & Partner
Rita Vogt, Wirtschaftsprüfer Jochen Pelzer, Wirtschaftsprüfer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Kayoom GmbH, Düren Eingeschränktes Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Kayoom GmbH, Düren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kayoom GmbH, Düren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des imAbschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von TEUR 13.044 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten konnten und keine alternativen Prüfungshandlungen durchgeführt haben. Somit können wir keine hinreichend gesicherte Aussage zum Wertansatz der Vorräte in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 treffen. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düren, 19. März 2024 RKP
Pelzer Vogt & Partner
Rita Vogt, Wirtschaftsprüfer Jochen Pelzer, Wirtschaftsprüfer FeststellungDer Jahresabschluss wurde am 27. März 2023 festgestellt. |
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