Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 15300
Eingetragen
6.10.2020
Branche
Großhandel mit PhotovoltaikmodulenHerstellung von Solarzellen und SolarmodulenHerstellung von Solarwärmekollektoren
Gegenstand
Die Produktion und der Vertrieb von Photovoltaik-Modulen sowie der Vertrieb sämtlicher im Zusammenhang mit dem Betrieb von Photovoltaik-Anlagen stehender Komponenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Lukas Alexander Staab
seit 29.7.2024
Geschäftsführer
Christian Laibacher
seit 6.10.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
85.00%
J***** J****** L********
15.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Laibacher Investment Group GmbH
Germany
1.487.500 €
85.00%
JALA Investment GmbH
Germany
262.500 €
15.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Solar Fabrik GmbH

Würzburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Solar Fabrik wurde bereits 1996 gegründet und trieb die Entwicklung von deutschen Solarmodulen als Pionier voran.

Mit der Übernahme durch Christian Laibacher im Jahr 2016 wurde die Marke mit neuen Inhalten gefüllt und wieder zu neuem Leben erweckt.

Die heutige Solar Fabrik GmbH (im Folgenden "Solar Fabrik") ist somit einer der traditionsreichsten und größten Solar-Hersteller in Deutschland. Nach der Übernahme der Marke "Solar Fabrik" im Jahr 2016 und der Neugründung im Jahr 2020 ist die Solar Fabrik somit ein familiengeführtes Unternehmen aus dem Landkreis Aschaffenburg.

Seitdem profitiert die Solar Fabrik von einer mehr als 25-jährigen Erfahrung aus der Produktion von Photovoltaikmodulen nach deutschem Qualitätsanspruch.

Die Solar Fabrik bietet innovative Solarstromlösungen unter deutschen Qualitätsstandards an, dabei geht sie flexibel auf den Kundenmarkt ein.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Produktion von Photovoltaik-Modulen mit geeigneten Partnern sowie der Handel von zugehörigen Komponenten wie u.a. Wechselrichter und Speicherlösungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, veröffentlicht in Wirtschaft und Statistik, verzeichnete die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 einen leichten Rückgang. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Wert der im Inland erwirtschafteten Leistungen, reduzierte sich um 0,3 %, nachdem im Vorjahr ein Wachstum von 1,8 % zu verzeichnen war.

Das Volkseinkommen ist in 2023 (+6,6 %) gewachsen. Die Arbeitnehmerentgelte konnten dabei deutlich um 6,7 % (Vorjahr 5,5 %) zulegen.

Die verfügbaren Einkommen der Privathaushalte nahmen 2023 um 5,9 % zu. Im Vorjahr konnte ein Zuwachs von 6,3 % erreicht werden. Die privaten Konsumausgaben zeigten sich ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr um 5,5 % erhöht.

Der Anteil an weltweiten Produktionskapazitäten des internationalen Photovoltaik Marktes wird deutlich von chinesischen Herstellern dominiert. Clean Energy Associates prognostiziert, dass allein in China bis Ende 2024 jährlich ein Terawatt an neuen Produktionskapazitäten für Solarmodule entstehen werden.

Die Absatz-Situation auf dem europäischen Markt bleibt weiter durch diverse Einflussfaktoren wie die Überversorgung von Solarmodulen aus China angespannt. Zudem gibt es erste Wettbewerber, die damit drohen ihre Produktionen in Europa zu reduzieren oder einzustellen, sollte seitens der Bundesregierung keine Unterstützung zugesagt werden, um eine Steigerung der Unabhängigkeit von China zu erreichen.

Im Jahr 2023 lag der globale Zubau von PV-Anlagen voraussichtlich bei 413 Gigawatt. Dies entspricht einem Wachstum des Marktes von knapp 58 % gegenüber den 260 Gigawatt im Jahr 2022. Womit bis Ende 2023 die kumulierte Leistung aller weltweit bestehenden PV-Anlagen bei über 1.500 Gigawatt, nach 1.185 Gigawatt im Jahr 2022, liegen wird. Damit zeigt sich, dass der Solarmarkt weiterhin stark wächst, insbesondere im Vergleich zu anderen Branchen.

Während sich die Preise für Solarmodule im ersten Quartal 2023 noch einigermaßen stabil hielten, fielen die Preise daraufhin deutlich ab. Insbesondere ab April 2023 fielen die Preise kontinuierlich ab. Dies zeigte sich ebenso in einem deutlich vorsichtigeren Markt in diesem Zeitraum.

Solarmodule waren zwar 2023 weiterhin gefragte Güter aber durch die deutlichen Marktpreisverwerfungen wurde der Markt belastet. Die Großhandelspreise für Solarmodule im Mainstream Bereich lagen im Dezember 2022 bei etwa 31 Cent pro Watt, während sie zum gleichen Zeitpunkt im Dezember 2023 nur noch bei 15 Cent lagen. Dies bedeutet mehr als eine Halbierung des Marktpreises und zeigt deutlich die Verwerfungen am Markt durch die hohen Produktionsmengen in China.

Für das Jahr 2023 waren im Vergleich zum Vorjahr, trotz Preisbremsen aus dem dritten Entlastungspaket der Bundesregierung, starke Steigerungen der Strompreise für Haushalskunden um 19,4% zu verzeichnen. Dies führte zu einem Anstieg des durchschnittlichen Strompreises auf 41,75 ct/kWh. Diese Entwicklung zeigte weiterhin deutliche Überlegungen mehr auf Photovoltaik Anlagen zu setzen.

2.2 Lage der Gesellschaft

Der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 war für die Gesellschaft erfreulich. Der erzielte Umsatz lag zwar unter den Erwartungen, was dem starken Preisverfall geschuldet war, der Jahresüberschuss entwickelte sich zum Vorjahr allerdings weiter positiv und lag über den Erwartungen.

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft zeigt im Vergleich zu den beiden Vorjahren folgendes Bild:

2023
T€
2022
T€
Umsatzerlöse 242.177 247.711
Betriebsergebnis 24.766 10.590
Zinsergebnis 622 160
Steuern -7.136 -2.909
Jahresüberschuss 18.252 7.841

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Solar Fabrik im Vorjahresvergleich einen leichten Umsatzrückgang von 2,2 %. Die Gesellschaft erwirtschaftete im Berichtsjahr Umsatzerlöse aus Warenverkäufen in Höhe von T€ 242.177 (Vj.: T€ 247.711). Ursächlich für den leichten Umsatzrückgang, war der starke Preisverfall für PV-Module im Jahr 2023. Die verkaufte Mengenleistung an PV-Modulen erhöhte sich hierbei von 677,62 Megawatt in 2022 auf 734,56 Megawatt in 2023. Dies spiegelt die weitere steigende Nachfrage nach PV-Modulen und deren Komponenten wider, die durch weiter steigende Strompreise getrieben wurden und durch den Ukraine-Krieg weiterhin verstärkt werden.

Die Steigerung des Umsatzes wurde bei einem überproportionalen Rückgang des Materialaufwandes um T€ 22.362 auf T€ 209.815 erreicht. Die Materialaufwandsquote im Geschäftsjahr 2023 beträgt 86,64 %. Sie hat sich damit im Vorjahresvergleich deutlich verbessert (Vj.:93,73%). Ursächlich hierfür waren die im Geschäftsjahr deutlich geringeren Einkaufspreise sowie die Funktionsverlagerung des Einkaufs im Jahr 2023 von der SIL Spessart Innovation GmbH in die Solar Fabrik.

Die Personalaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf T€ 3.527 (Vj.: T€ 1.400). Der durchschnittliche Personalaufwand je Mitarbeiter lag im Berichtsjahr mit T€ 69 unter dem Niveau des Vorjahres (Vj.: T€ 82). Im Berichtsjahr beschäftigte die Solar Fabrik durchschnittlich 51 Mitarbeiter (Vj.: 17 Mitarbeiter). Der Anstieg der Mitarbeiterzahl und der Aufwendungen geht ebenfalls einher mit der Übernahme der Mitarbeiter aus der SIL Spessart Innovation GmbH, da diverse Funktionen zum 1.1.2023 in die Solar Fabrik verlagert wurden.

Das Betriebsergebnis liegt somit im Jahr 2023 um T€ 14.176 über dem Vorjahresergebnis. Hier wirkt sich insbesondere die deutlich bessere Materialaufwandsquote auf das Ergebnis aus.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Vorräte erhöhten sich, aufgrund der Funktionsverlagerungen von der Schwestergesellschaft SIL Spessart Innovation GmbH auf die Solar Fabrik, deutlich auf T€ 21.397 am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2023. Dies resultierte aus der kompletten Bestandsübernahme der SIL Spessart Innovation GmbH zum Jahresbeginn.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Kunden reduzierten sich stichtags- und preisbedingt um T€ 2.195 auf T€ 1.589.

Im Wesentlichen aufgrund des erwirtschafteten Jahresüberschusses im Berichtsjahr 2023 erhöht sich das Eigenkapital auf T€ 20.002. Weiterhin wurde das gezeichnete Kapital um T€ 1.250 erhöht. Gegenläufig wurden Ausschüttungen in Höhe von T€ 8.042 aus dem Gewinnvortrag und dem Jahresüberschuss des Vorjahres an die Muttergesellschaft getätigt. In Summe entspricht dies einem Rückgang der Eigenkapitalquote von 62,7 % im Vorjahr auf 41,2 %.

Die sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 1.980 zeigen sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 102) höher. Dies ist im Wesentlichen dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben geschuldet sowie einem erhaltenen Darlehen.

Finanzlage

Die Solar Fabrik verfügt am Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von T€ 22.703 (Vj.: T€ 5.743).

Bei Bedarf tragen die zur Liquiditätssicherung geführten Verrechnungskonten innerhalb der Laibacher Unternehmensgruppe der Versorgung mit ausreichend liquiden Mitteln bei.

Das bilanzierte Anlagevermögen ist in vollem Umfang durch das vorhandene Eigenkapital finanziert. Die Vermögens- und Finanzstruktur der Gesellschaft ist geordnet. Die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität, um jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 41,2 % nach 67,2 % i Vorjahr.

2.3 Mitarbeiter

Am Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2023 beschäftigt die Solar Fabrik 55 Mitarbeiter als Voll- und Teilzeitkräfte sowie Aushilfen und Auszubildende. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 51 Mitarbeiter (Vj.: 17 Mitarbeiter).

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Geschäftsführung mit einem Umsatz von T€ 150.000 sowie mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 15.000.

Der Umsatzrückgang ist auf die deutlich niedrigeren Preisen zurückzuführen, die im Zusammenhang mit den Überproduktionen in China hängen. Das Jahr 2024 wird stark von der weiteren Preisentwicklung abhängig sein. Aktuell ist noch nicht von wieder steigenden Preisen auszugehen.

Die Preisrückgänge zeigen sich aber auch in deutlich niedrigeren Einkaufspreisen, so dass nur ein moderater Rückgang des Jahresüberschuss zu erwarten ist.

Im Fokus der Strategie steht dabei weiterhin, den internationale Vertrieb auszubauen sowie die Vertriebsprozesse zu optimieren und Kostenersparnisse zu erreichen. Weiterhin sollen mit Lieferanten die Möglichkeit von kurzfristigen Preisanpassungen bei weiterhin volatilen Marktpreisen verhandelt werden, um diese im Sinne unserer Kunden kurzfristig weiterleiten zu können.

3.2. Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft setzt zur Risikoüberwachung und zur Unternehmenssteuerung adäquate, der Unternehmensgröße und -komplexität angemessene betriebswirtschaftliche Instrumente ein.

Risikomanagement ist die gezielte Sicherung bestehender und zukünftiger Erfolgspotenziale. Durch den kontrollierten Umgang mit Risiken wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Solar Fabrik gesichert und das Management in die Lage versetzt, ungünstige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls gegensteuernde Maßnahmen zu ergreifen.

Zur Überwachung besteht bei der Solar Fabrik ein umfangreiches Steuerungsinstrumentarium von täglichen Liquiditätsübersichten und -analysen, monatlichen Erfolgsrechnungen, monatlichen Kostenanalysen sowie monatlichen Lager- und Bestandskennzahlen. Diese werden im Rahmen des eingerichteten Management-Informations-Systems der Geschäftsleitung regelmäßig vom Controlling zur Verfügung gestellt.

Ergänzend werden Jahresplanungen in der Struktur einer monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertung im Rahmen des jeweiligen Jahresbudgets erstellt.

Alle wichtigen Entscheidungen und Ergebnisse über den jeweiligen Geschäftsverlauf werden in regelmäßigen Geschäftsleitungsbesprechungen diskutiert, analysiert und aufgearbeitet.

3.3. Risiken und Chancen

Die Solar Fabrik ist als GmbH den allgemein bestehenden Unternehmens- und Geschäftsrisiken ausgesetzt. In der Photovoltaik-Branche besteht aufgrund der Preisorientierung der Verbraucher ein erheblicher Wettbewerbsdruck, dem die Gesellschaft ausgesetzt ist. Folgende Risiken werden von der Solar Fabrik eingeschätzt:

Absatzrisiken

Die Solar Fabrik ist von den weiteren Entwicklungen der Förderbedingungen in wichtigen Absatzländern und der Relation von Angebot und Nachfrage abhängig. Deutschland als unser wichtigster Einzelmarkt betreibt mittlerweile rund 12 % des heimischen Stromverbrauchs aus PV-Anlagen. Die Bundesregierung hat sich mit dem Solarpaket I zum Ziel gesetzt, die in Deutschland installierte Solarstromkapazität bis 2030 von derzeit rund 63 GW auf 215 GW auszubauen und künftig alle geeigneten Dachflächen für die Solarenergie-Erzeugung zu nutzen. Hierfür sollen auch insbesondere bürokratische Marktbarrieren fallen. Die Ziele der Bundesregierung und das positive Image von PV, lassen die Solar Fabrik, auf große Chancen für die kommenden Jahre blicken.

Die Solar Fabrik versucht diese Chancen durch das Angebot von innovativen und qualitativ höherwertigen Produkten mit einem sehr guten Kosten/Nutzen-Relation an ihre Kunden zu nutzen, um sich vom Wettbewerb abzuheben. Dies stellt auch eine besondere Herausforderung dar, den die Solar Fabrik muss mit Energie-Effizienzen vergleichbarer Wettbewerbsprodukte mithalten können.

Weiterhin haben wir einen Risikomanagementprozess entwickelt, um frühzeitig Abnahmeprobleme unserer Kunden zu erkennen und mit ihnen gemeinschaftlich eine Lösung zu finden.

Beschaffung

Auf dem Beschaffungsmarkt ist die Solar Fabrik im Wesentlichen von den allgemeinen Preis- und Kostenentwicklungen im Solarmarkt abhängig. Risiken aufgrund von Lieferverzögerungen bzw. Lieferausfällen werden durch eine enge Abstimmung mit den Produktionspartnern, durch Nutzung alternativer Transportwege und einer möglichst entsprechenden Bevorratung entgegengewirkt.

Weitere Risiken ergeben sich aus Wechselkursen, diese schätzen wir aber als gering ein, weil der Einkauf auf Euro-Basis erfolgt und die Preise auf die aktuellen Kurse angepasst werden.

Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung obliegen im Wesentlichen unseren Produktionspartnern, daher ist das Risiko aufgrund fehlender kontinuierlicher Weiterentwicklungen und innovativer Lösungen gegenüber dem Wettbewerb ins Hintertreffen zu geraten sehr gering. Die Solar Fabrik prüft stetig den aktuellen Markt und entscheidet sich für die Produktionspartner, die qualitativ nach Vorgaben der Solar Fabrik sehr hochwertig produzieren und technisch "state of the art" sind. Wichtig sind der Solar Fabrik die aktuellen technischen Standards in der Serienreife vor Ort zu überprüfen und die Massenproduktion zu besichtigen. Auch die Fertigungsprozesse prüft die Solar Fabrik auf ihren Wirkungsgrad sowie auf Kosteneinsparpotentiale.

Die Geschäftsführung strebt nach ständiger Verbesserung der Zell-Effizienz und schnellen Einführung neuer Produkte.

Weiterhin wird die Solar Fabrik das Thema sustainability und ESG immer mehr in den Fokus rücken. Dazu wird sie ihre Lieferanten auf die Einhaltung diverser Standards wie die ROHS-Richtlinien und REACH Verordnungen kontrollieren, auch vor dem Hintergrund des Lieferantenkettensorgfaltsgesetz.

Gewährleistungsansprüche

Da die Solar Fabrik sehr große Bedeutung auf Produktionspartner mit einem hohen Qualitätsmanagement legt, wurde die Solar Fabrik bisher von größeren Gewährleistungsansprüchen verschont. Im Jahr 2023 lag die aktuelle Mängelquote bei unter 0,003 %. Große Bedeutung wird ebenfalls auf die Beschaffung hochwertiger Rohmaterialien, eng definierter Sortierkriterien für kristalline Solarzellen bis zu einer umfassenden Qualitätskontrolle der Produktion gelegt. Der enge und stetige Dialog mit den Kunden, sowie Kundenbefragungen und -events sind weitere wichtige Bestandteile für weitere Qualitätsverbesserungen. Den Gewährleistungsrisiken wird besondere Bedeutung beigemessen.

Finanzielle Risiken

Als ein international tätiges und stark wachsendes Unternehmen ist die Solar Fabrik im Rahmen der Geschäftstätigkeit finanziellen Risiken ausgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die VFE Lage haben können.

Es stehen hierzu ausreichend flüssige Mittel zur Verfügung und wir sind in der ständigen Analyse für etwaige nötige neue Finanzbeschaffungsmöglichkeiten, die aktuell aber nicht benötigt werden.

Zudem arbeiten wir an einer ständigen Optimierung des Working-Capital und versuchen Zahlungsziele bei unseren Lieferanten zu optimieren, sowie Anreize bei unseren Kunden zu schaffen per Vorkasse oder kurzfristig zu zahlen.

Liquiditätsrisiken

Für die Ermittlung des Liquiditätsbedarfs und -bestandes erstellen wir eine rollierende Liquiditätsplanung. Hierdurch wird die Zahlungsfähigkeit durch Vorhalten entsprechender liquider Mittel und durch Steuerung von Ein- und Auszahlungen im Unternehmensverbund gesichert. Sollte die zukünftige Geschäftsentwicklung weiterhin sehr positiv verlaufen und durch exponentielles Wachstum geprägt sein, könnte die Solar Fabrik zusätzlichen Finanzbedarf aus externen Finanzierungen benötigen. Eine Bestandsgefährdung ist zu keiner Zeit zu erkennen.

Forderungsrisiken

Zur effektiven Steuerung der Forderungsausfallrisiken haben wir einen einheitlichen Risikomanagementprozess etabliert. Ein zeitnahes und leistungsfähiges Forderungscontrolling in Verbindung mit regelmäßigen Altersstrukturanalysen reduziert die Wahrscheinlichkeit von Forderungsausfällen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos wird ein Großteil der Forderungen aus Produktverkäufen durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Zudem werden bei nahezu allen Kunden nur innerhalb des Kreditlimits Waren geliefert, um das Ausfallrisiko zu minimieren. Wenn Kunden oberhalb ihres Limits Ware benötigen, so sind diese per Vorkasse zu bezahlen. Zudem besteht ein geregeltes Mahnwesen innerhalb der Finanzbuchhaltung in enger Kommunikation mit Geschäftsführung und Vertrieb.

Politische Risiken

Risiken auf politisch-rechtlicher Ebene entstehen durch Rahmenbedingungen, die durch die Aktivitäten des Staates, insbesondere der Gesetzgebung, sowie durch die allg. Rechtsprechung vorgegeben werden. Neben klimapolitischen Vorgaben stellen auch verbraucherrechtliche Vorgaben die Unternehmen zunehmend vor Herausforderungen, die einen erheblichen Einfluss auf Vertrieb und Beschaffung haben können. Dazu wird auch die Energiewirtschaft vor erhebliche Herausforderungen gestellt werden. Gleichzeitig kann ein politischer Wille zu einem beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien ein enormes Chancenpotential zeigen, das Solar Fabrik versuchen wird zu nutzen.

Geopolitische Veränderungen wie der Krieg in der Ukraine, die Unruhen am Gazastreifen oder die Piraterie vor der Küste Somalias stellen ebenfalls eine enorme Unsicherheit dar. Dies betrifft auch die Verfügbarkeit von Rohstoffen und die damit verbundene Unterbrechung der Lieferketten. Wir sind aber nicht direkt vom Ukraine-Krieg betroffen, da die Ukraine bislang kein Absatzgebiet von uns ist und wir keine Vor- oder Endprodukte beziehen. Gleichwohl sind wir aber indirekt betroffen hinsichtlich des gesamtwirtschaftlichen Einflusses, der steigenden Energiepreise sowie der Verzögerungen in der Lieferkette, ebenso durch die allgemein steigende Inflationsrate.

Mit den Unruhen am Gazastreifen und der Piraterie vor der somalischen Küste verlängern sich für uns die Lieferzeiten, denen wir aber durch enge Absprachen und Vereinbarungen mit unseren Lieferanten entgegenwirken und bei unsere Bestellplanung berücksichtigen.

Schadensrisiken

Für eventuelle Schadensfälle und Haftungsrisiken wurden Versicherungen abgeschlossen, um sicherzustellen, dass Schadensfälle keine wesentlichen Auswirkungen auf die Liquiditäts-, Finanz- und Ertragslage der Solar Fabrik haben.

Unter Zugrundelegung der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen sind derzeit keine Bestandsgefährdungspotenziale für die Gesellschaft absehbar.

 

Laufach, den 22. April 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 330.763,00 221.124,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 282,00 897,00
II. Sachanlagen 328.981,00 218.727,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 328.981,00 218.727,00
III. Finanzanlagen 1.500,00 1.500,00
B. Umlaufvermögen 48.059.693,78 13.292.550,50
I. Vorräte 23.258.514,89 1.212.427,37
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.516.678,54
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.098.034,89 6.336.771,55
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 2.530.244,39
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.098.034,89 3.806.527,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 22.703.144,00 5.743.351,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 131.838,07 106.906,60
Summe Aktiva 48.522.294,85 13.620.581,10

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 20.001.508,83 8.541.607,05
I. Gezeichnetes Kapital 1.750.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 0,31 200.924,68
III. Jahresüberschuss 18.251.508,52 7.840.682,37
B. Rückstellungen 11.703.660,54 3.592.157,83
C. Verbindlichkeiten 16.761.625,48 1.486.816,22
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.931.880,60 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 11.931.880,60 0,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.829.744,88 1.486.816,22
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.828.407,53 1.486.816,22
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.337,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten 55.500,00 0,00
Summe Passiva 48.522.294,85 13.620.581,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 33.567.072,98 15.789.203,87
2. Personalaufwand 3.526.497,46 1.399.889,01
a) Löhne und Gehälter 2.957.375,54 1.221.225,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 569.121,92 178.663,98
davon für Altersversorgung 25.332,73 9.912,35
3. Abschreibungen 95.390,15 61.446,03
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 95.390,15 61.446,03
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.179.498,63 3.738.185,79
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 46.540,10 1,70
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 651.179,97 256.721,38
davon aus verbundenen Unternehmen 466.669,76 256.713,88
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.191,12 96.879,04
davon an verbundene Unternehmen 96.879,04
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.130.451,07 2.904.075,01
8. Ergebnis nach Steuern 18.257.224,52 7.845.450,37
9. sonstige Steuern 5.716,00 4.768,00
10. Jahresüberschuss 18.251.508,52 7.840.682,37

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Solar Fabrik GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Solar Fabrik GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Würzburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Würzburg
Register-Nr.: HRB15300

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Genossenschaftsanteile wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Für die Forderungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5% der Nettoforderungen vorgenommen. Für Forderung gegenüber Unternehmen innerhalb des Konzerns wurde keine Pauschalwertberichtigung vorgenommen.

Die liquiden Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) werden zum Nominalwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger, kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungsätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die pauschale Ermittlung der Gewährleistungsrückstellungen erfolgte mit einem einheitlichen Prozentsatz von 0,5 % der garantiebehafteten Umsätze.

Es wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zu Währungsumrechnung

Durch Währungsumrechnung sind in 2023 Aufwendungen in Höhe von 46.540,10 € und Erträge von 1.257,19 € entstanden.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.845,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.845,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 330.622,70 204.043,86
Summe Sachanlagen 330.622,70 204.043,86
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 1.500,00
Summe Finanzanlagen 1.500,00
Summe Anlagevermögen 333.967,70 204.043,86
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.845,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.845,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 534.666,56
Summe Sachanlagen 534.666,56
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 1.500,00
Summe Finanzanlagen 1.500,00
Summe Anlagevermögen 538.011,56
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 948,00 615,00 1.563,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 948,00 615,00 1.563,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 111.895,70 93.789,86 205.685,56
Summe Sachanlagen 111.895,70 93.789,86 205.685,56
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 112.843,70 94.404,86 207.248,56
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 282,00 897,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 282,00 897,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 328.981,00 218.727,00
Summe Sachanlagen 328.981,00 218.727,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 1.500,00 1.500,00
Summe Finanzanlagen 1.500,00 1.500,00
Summe Anlagevermögen 330.763,00 221.124,00

Sonstige Rückstellungen

Ein wesentlicher Teil entfällt hiervon auf Rückstellungen für Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von1.224.719,00 € (Vorjahr 399.273,00 €)

Angaben zu Restlaufzeitvermerken

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 J.
TEuro
1-5 Jahre
TEuro
größer 5 J.
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 2.850,0 2.850,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (292,6) (292,6) (0,0) (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 11.931,9 11.931,9 0,0 0,0
(Vorjahr) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.979,7 1.979,7 0,0 0,0
(Vorjahr) (101,7) (101,7) (0,0) (0,0)
Summe 16.761,6 16.761,6 0,0 0,0
(Vorjahr) (394,3) (394,3) (0,0) (0,0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern belaufen sich auf 11.931,9 TEuro (davon mit einer Restlaufzeit kleiner 1 Jahr: 11.931,9 TEuro) und sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer: 50,75 (Vorjahr 16,75)

Davon waren 14,75 Arbeitnehmer weiblich und 36 Arbeitnehmer männlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen 271.120,73 €.

Davon 135.107,99 € mit einer Fälligkeit innerhalb eines Jahres und 136.012,74 € mit einer Fälligkeit zwischen ein und fünf Jahren.

Im Übrigen wurden zum Bilanzstichtag bereits Bestellungen getätigt, für die eine Abnahmeverpflichtung besteht. Hieraus ergibt sich ein Bestellobligo in Höhe von 14.255.682,27 €.

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalt Euro
Verbindlichkeiten 11.931.880,60

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Christian Laibacher

ausgeübter Beruf:

Kaufmann

Von der Schutzklausel des §286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Angaben zum Mutterunternehmen

Der Jahresabschluss der Solar Fabrik GmbH, Laufach, wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens Laibacher Investment Group GmbH, Wiesen, einbezogen. Die Laibacher Investment Group GmbH, Wiesen, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Laibacher Investment Group GmbH, Wiesen, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

 

Laufach, 3. Februar 2025

Solar Fabrik GmbH

gez. Christian Laibacher, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Solar Fabrik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der dort dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Solar Fabrik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes"unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaft geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lagebericht getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellten.

 

Jena, 06. Mai 2024

Brammertz & Lau GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Astrid Brammertz, Wirtschaftsprüferin

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