VR Bank Nord eGLiquidiert
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VR Bank eGNiebüllJahresabschluss zum 31. Dezember 2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016VR Bank eG, NiebüllI. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften 1.1 Konjunktur in Deutschland Wirtschaft weiterhin im Aufschwung Die deutsche Wirtschaft blieb im Jahr 2016 auf Wachstumskurs. Nach ersten amtlichen Angaben legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um kräftige 1,9 Prozent zu, nach 1,7 Prozent in 2015. Der Zuwachs hätte allerdings noch höher ausfallen können, wenn das weltwirtschaftliche Umfeld weniger ungünstig gewesen wäre. Über das gesamte Jahr betrachtet blieben die Konsumausgaben der zentrale Treiber der konjunkturellen Entwicklung. Vom Außenhandel und den Investitionen gingen hingegen nur begrenzt Impulse aus. Preisbereinigtes Wirtschaftswachstum in Deutschland
Quelle: Statistisches Bundesamt, Stand: 23.02.2017. Wachstumsbeiträge: Mögliche Differenzen in den Summen ergeben sich durch Rundung der Zahlen. Konsumausgaben legen merklich zu Bei den privaten Konsumausgaben hielt das solide Wachstum an. Sie wurden im Zuge eines weiteren Beschäftigungsaufbaus, der niedrigen Arbeitslosigkeit und der vielfach deutlichen Reallohnzuwächse um 2,0 Prozent ausgeweitet und damit genauso stark wie im Vorjahr. Darüber hinaus gaben die steigenden staatlichen Transfers, wie etwa die außergewöhnlich kräftige Rentenanhebung zur Jahresmitte, dem Privatkonsum zusätzlichen Schub. Die Konsumausgaben des Staates (+4,0 Prozent) wurden ebenfalls erheblich ausgeweitet. Gründe hierfür waren unter anderem höhere Personalausgaben im Bildungs- und Sicherheitsbereich sowie die Mehrausgaben für Flüchtlinge. Insgesamt trug der Staatsverbrauch mit einem Wachstumsbeitrag von 0,8 Prozentpunkten jedoch etwas weniger stark zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts bei als der Privatkonsum (+1,1 Prozentpunkte). Verhaltenes Außenhandelsgeschäft Das Außenhandelsgeschäft der deutschen Wirtschaft entwickelte sich eher verhalten. Die Exporte und Importe stiegen mit Wachstumsraten von 2,6 und 3,7 Prozent weniger deutlich als im Vorjahr (+5,2 und +5,5 Prozent), wofür vor allem das schwierige internationale Umfeld verantwortlich war. Kraftlose Investitionsdynamik Die globalen Rahmenbedingungen wirkten sich auch in Hinblick auf das Investitionsklima in Deutschland dämpfend aus. Viele Unternehmen stellten wegen der hohen Unsicherheiten über die wirtschaftspolitische und konjunkturelle Entwicklung in Europa und in der Welt ihre geplanten Investitionsprojekte zurück. Die Ausgaben für Ausrüstungen (+1,1 Prozent) wurden daher vergleichsweise nur wenig ausgeweitet. In Bauten (+3,0 Prozent) wurde hingegen deutlich mehr investiert. Stimulierend wirkten hier Faktoren wie die nach wie vor sehr günstigen Finanzierungsbedingungen, die gute Arbeitsmarktlage, die aufgestockten kommunalen Infrastrukturmittel und der erhöhte Bedarf zur Unterbringung von Flüchtlingen. Öffentliche Hand mit Rekordüberschuss Der staatliche Gesamthaushalt schloss das dritte Jahr in Folge mit einem Finanzierungsüberschuss ab. Es handelt sich mit 23,7 Mrd. Euro um den höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung. Hierfür waren einerseits die Steuereinnahmen und die Sozialbeiträge verantwortlich, die angesichts des anhaltenden Konjunkturaufschwungs gestiegen sind. Andererseits blieb das Ausgabenwachstum trotz der migrationsbedingten Mehrausgaben noch im Rahmen, wozu auch die erheblichen Einsparungen bei den Zinsausgaben im Niedrigzinsumfeld beitrugen. Die Staatsschuldenquote sank von 71,2 Prozent in 2015 auf 68,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Kräftiger Beschäftigungszuwachs Wie bereits in den Vorjahren wurde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2016 bedeutend durch die günstige Arbeitsmarktlage unterstützt. Die Erwerbstätigenzahl nahm gegenüber 2015 um 418.000 auf rund 43,5 Mio. Menschen zu. Getragen wurde der Stellenaufbau alleine durch einen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse. Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten, der Beamten und der Selbständigen ging dagegen zurück. Im Jahresdurchschnitt wurden knapp 2,7 Mio. Arbeitslose registriert, was einer Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent entspricht. Damit lag die Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand seit 1992. Inflationsrate durch Ölpreis gedämpft Die Verbraucherpreise sind 2016 um 0,5 Prozent gestiegen und somit geringfügig stärker als im Vorjahr (+0,3 Prozent). Ihr Verlauf wurde abermals stark durch die Energiepreise beeinflusst. Im April hatte der Ölpreisrückgang vom Winterhalbjahr 2015/2016 die Inflationsrate sogar vorübergehend unter die Null-Prozent-Marke sinken lassen. In den Folgemonaten ist die Teuerungsrate allerdings wieder gestiegen, da sich die dämpfende Wirkung der Energiepreise mehr und mehr abschwächte. Zum Jahresende lag die Inflationsrate mit 1,7 Prozent so hoch wie seit Sommer 2013 nicht mehr. Über das gesamte Jahr betrachtet sind die Preise für Energieprodukte um 5,4 Prozent gesunken. Für Nahrungsmittel (+0,8 Prozent) und Dienstleistungen (+1,3 Prozent) mussten die Verbraucher hingegen etwas mehr Geld aufwenden. Spürbare Belebung im Baugewerbe Die Bauaktivitäten haben in 2016 deutlich an Fahrt aufgenommen. Nachdem sie sich im Vorjahr kaum verändert hatte (-0,2 Prozent) stieg die Bruttowertschöpfung des Baugewerbes im Jahr 2016 um 2,8 Prozent. Die Belebung der Bauaktivitäten war breit angelegt. Demnach lag der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe in den ersten drei Quartalen um 7,1 Prozent über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Besonders günstig entwickelte sich der Wohnungsbau mit einem Umsatzwachstum von 10,7 Prozent. Aber auch im gewerblichen Bau (+4,0 Prozent) und im öffentlichen Bau (+6,1 Prozent) konnten erhebliche Umsatzsteigerungen realisiert werden. Im Ausbaugewerbe (+4,3 Prozent) nahm der baugewerbliche Umsatz ebenfalls merklich zu. Handwerk im Aufwind Das Handwerk zeigte sich weiterhin in einer guten Verfassung. Die bisher vorliegenden Daten der amtlichen Handwerksberichterstattung deuten darauf hin, dass sich das Umsatzwachstum 2016 beschleunigt haben dürfte. So legte der betriebliche Gesamtumsatz in den ersten drei Quartalen des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent zu, nachdem er im gesamten Jahr 2015 um 2,5 Prozent gestiegen war. Deutliches Umsatzplus im Einzelhandel Der Einzelhandel konnte auch in 2016 vom guten Konsumklima profitieren. Den aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge legte der Gesamtumsatz der Einzelhandelsfirmen preisbereinigt um merkliche 1,6 Prozent zu. Im Vergleich zum außergewöhnlich hohen Anstieg von 2015 (+2,5 Prozent) hat sich das Wachstum allerdings etwas vermindert. Stagnation im Großhandel Ähnlich wie bereits im Vorjahr präsentierte sich der Großhandel zweigeteilt. Gemäß den bisher vorliegenden Daten stellte sich die Absatzlage in den ersten drei Quartalen von 2016 für die als Lieferanten des Einzelhandels und gastronomischer Betriebe tätigen Unternehmen grundsätzlich positiv dar. Sie wurden durch die steigenden Konsumausgaben der Privathaushalte begünstigt und konnten ihren preisbereinigten Umsatz erneut erhöhen (+0,9 Prozent). Im Gegensatz dazu war der Absatz im Produktionsverbindungshandel nochmals rückläufig (-1,2 Prozent). Offenbar wegen der verhaltenen Investitionsdynamik und der schwierigen Situation in der Landwirtschaft kam es insbesondere im Großhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (-5,9 Prozent) und im Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren (-5,0 Prozent) zu deutlichen Umsatzeinbußen. Insgesamt kam der Großhandel abermals nicht über eine stagnierende Umsatzentwicklung hinaus (-0,2 Prozent). Mehr Jobs im Dienstleistungssektor Der Dienstleistungssektor erwies sich im Jahr 2016 erneut als Hauptmotor des Arbeitsmarktaufschwungs. Die Anzahl der Erwerbstätigen ist im tertiären Sektor um 1,3 Prozent auf 32,3 Mio. Menschen gestiegen. Maßgeblich hierfür war die merkliche Beschäftigungsausweitung bei den Unternehmensdienstleistern (+2,3 Prozent) und im Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit (+1,9 Prozent). In anderen Bereichen verlief die Entwicklung dagegen weniger günstig. Schlusslicht bildeten die Finanz- und Versicherungsdienstleister (-1,3 Prozent), die im Zuge des andauernden Niedrigzinsumfelds sowie der hohen Wettbewerbsintensität einen weiteren Rückgang der Erwerbstätigenzahl erfuhren. Die im Dienstleistungssektor als Ganzes erzielte Bruttowertschöpfung stieg um 1,9 Prozent und somit leicht stärker als im Vorjahr (+1,7 Prozent). Am deutlichsten fiel der Wertschöpfungszuwachs abermals im Bereich Information und Kommunikation (+3,1 Prozent) aus, was aus der voranschreitenden Digitalisierung und Vernetzung der Wirtschaft resultieren dürfte. Angespannte Ertragslage in der Landwirtschaft Für die Landwirtschaft blieb die wirtschaftliche Situation insgesamt schwierig. Gemäß den Daten des Deutschen Bauernverbandes gaben die Betriebsergebnisse im Wirtschaftsjahr 2015/2016 nochmals nach, wenn auch weniger stark als im vorherigen Jahr. Demnach verminderte sich der Gewinn der landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebe im Durchschnitt um 8,4 Prozent auf knapp 39.700 Euro. Verantwortlich für den Rückgang waren nicht zuletzt die Erzeugerpreise, die vielfach erheblich sanken. Die Bruttowertschöpfung des gesamten primären Sektors, zu dem neben der Landwirtschaft auch die Forstwirtschaft und die Fischerei gezählt werden, ist im Kalenderjahr 2016 leicht um 0,3 Prozent gestiegen. Die Erwerbstätigenzahl gab hingegen gegenüber 2015 um 3,0 Prozent auf 593.000 Menschen nach. 1.2 Finanzmarkt Finanzmärkte in 2016 unter Druck Für die Finanzmärkte war 2016 kein leichtes Jahr. In den ersten drei Quartalen überwog die Unsicherheit. Während zu Jahresbeginn die Furcht vor einem nachhaltigen Abflauen der Weltwirtschaft die Zuversicht an den Märkten dämpfte, fachte ab dem zweiten Quartal die Debatte um einen möglichen Brexit die Sorgen um die Zukunft der Europäischen Union an. Das überraschende Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union sorgte im Sommer für einen Höhepunkt an Verunsicherung an den Finanzmärkten. Zur Belastungsprobe für Anleger und Investoren wurde auch der Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Die unversöhnlich geführte politische Debatte im Vorfeld der US-Wahl und der überraschend starke Zuspruch für den zunächst als Außenseiter gehandelten Donald Trump sorgten für Ratlosigkeit an den Märkten. Paradigmenwechsel zum Jahresende Mit dem überraschenden Wahlsieg Donald Trumps kam es aber zu einem Paradigmenwechsel. Nach einem kurzen Innehalten hielt ein spürbar optimistischerer Geist Einzug an den Märkten. Die Ankündigungen Donald Trumps, für die USA ein Investitionsprogramm auflegen und die Unternehmenssteuern senken zu wollen, steigerten die Konjunktur- und Inflationserwartungen für die USA. Neben den politischen Turbulenzen waren die Finanzmärkte aber auch dem Spannungsfeld der gegenläufigen Geldpolitiken dies- wie jenseits des Atlantiks ausgesetzt. Während die Europäische Zentralbank (EZB) im März und Dezember ihre ultra-lockere Geldpolitik noch einmal verschärfte, nahm die US-Notenbank zum Ende des Jahres ihren Kurs einer schrittweisen Normalisierung der US-Geldpolitik wieder auf, indem sie den Leitzins im Dezember erstmals seit Ende 2015 wieder anhob. Leitzins auf Null Die EZB hat im vergangenen Jahr ihre extrem expansive Geldpolitik vor dem Hintergrund eines niedrigen Inflationsdrucks im Euroraum weiter ausgebaut. Im März 2016 beschloss der Rat unter anderem eine erneute Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes, zu dem sich die Banken des Währungsraums im Austausch gegen Sicherheiten bei der EZB Geld leihen können, um 5 Basispunkte auf ein neues historisches Tief von 0,0 Prozent. Der Zinssatz für die Einlagefazilität senkte die EZB ebenfalls um 10 Basispunkte auf ein neues Allzeittief von -0,40 Prozent. Der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität sank derweil um 5 Basispunkte auf 0,25 Prozent. Neben der Senkung der Leitzinsen für den Euroraum beschloss der geldpolitische Rat der EZB auch eine Ausweitung des EZB-Wertpapieraufkaufprogrammes, indem er das monatliche Aufkaufvolumen von Wertpapieren um 20 auf 80 Mrd. Euro anhob. Auf seiner Dezembersitzung verlängerte der EZB-Rat dann die Laufzeit des Kaufprogramms um vorerst neun Monate bis zum Jahresende 2017. Das monatliche Kaufvolumen wurde aber wieder auf 60 Mrd. Euro für die Zeit nach März 2017 gesenkt. Durch die Verlängerung steigt das vorläufige Gesamtvolumen des Programms auf voraussichtlich 2.280 Mrd. Euro. Um weiterhin genügend Anleihen kaufen zu können, lockerte der EZB-Rat im März wie auch im Dezember die Regeln für das Wertpapieraufkaufprogramm. Geldpolitische Straffung zum Jahresende in den USA Die US-Notenbank Fed hat die Finanzmärkte lange auf die erste Zinserhöhung in 2016 warten lassen. Im Laufe des Jahres hatten die US-Notenbanker einige Male einen Zinsschritt für die USA in Aussicht gestellt, dann aber im Zuge der immer wieder nicht eindeutigen Wirtschaftslage auf eine restriktivere Zinspolitik verzichtet. Erst auf der letzten geldpolitischen Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed beschlossen die führenden US-Notenbanker eine Erhöhung des Zielbandes für den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,5 bis 0,75 Prozent. Grund für die Zinserhöhung war nach Angaben der Notenbankchefin Janet Yellen in erster Linie die deutlich gestiegenen Inflations- und Konjunkturerwartungen in den USA. Getrieben wurden die Erwartungen in erster Linie von den wirtschaftspolitischen Versprechen des designierten US-Präsidenten Donald Trump. Unter anderem kündigte er nach der Präsidentschaftswahl an, für die USA milliardenschwere Infrastrukturinvestitionen sowie spürbare Steuersenkungen für Unternehmen zu planen. Erstmals negative Renditen zehnjähriger Bundesanleihen Die unübersichtliche Lage in Europa, den Schwellenländern aber auch den USA ließen die Anleger in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres vorsichtig agieren. Sichere Anlageformen wie Bundesanleihen waren daher besonders gefragt. Darüber hinaus sorgte der Wertpapieraufkauf durch die EZB für eine erhöhte Nachfrage nach Staatspapieren aus dem Euroraum. Bundesanleihen konnten davon profitieren. Bis in den Oktober hinein wurden Bundesanleihen an den Rentenmärkten stark nachgefragt. Die Renditen von Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit fielen von Jahresbeginn bis zum Ende des dritten Quartals um rund 78 Basispunkte auf -0,15 Prozent. Ihr Jahrestief von -0,18 Prozent, das zugleich ein neues Allzeittief war, erreichten zehnjährige Bundesanleihen im Anschluss an das Votum der Briten zum Austritt aus der EU in der ersten Julihälfte 2016. Moderater Renditeanstieg im Herbstquartal Erst im letzten Jahresviertel sank das Interesse der Anleger an Bundesanleihen, wodurch deren Renditen zulegten. Getrieben wurden die Renditen von den steigenden Renditen in den USA und Spekulationen über den geldpolitischen Kurs der EZB in 2017. Hier trieben neue Konjunkturhoffnungen und höhere Inflationserwartungen das Renditeniveau deutlich an. Der Renditeanstieg im letzten Jahresviertel konnte den Rückgang aus den ersten neun Monaten des Jahres aber nicht mehr ausgleichen. Das war auch darauf zurückzuführen, dass die EZB ihr Wertpapieraufkaufprogramm bis Ende 2017 verlängerte. Zum Jahresende notierte die Rendite von Bundesanleihen mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren bei 0,21 Prozent. Das waren 43 Basispunkte weniger als zum Vorjahresultimo. Euro sinkt auf 1,05 US-Dollar Der Euro hat im vergangenen Jahr ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Meist war er dabei ein Spielball der geldpolitischen Erwartungen dies- wie jenseits des Atlantiks. Der Dollar-Kurs konnte bis Mai deutlich zulegen. Sein Jahreshoch zum Greenback von knapp 1,16 US-Dollar je Euro erklomm die europäische Gemeinschaftswährung am 3. Mai 2016. Die Brexit-Furcht sowie die erneute Lockerung der EZB-Geldpolitik konnten den Euro dabei in den ersten Monaten des vergangenen Jahres nicht nachhaltig ausbremsen. Grund für die gute Performance des Euro war die zurückhaltende Gangart der US-Notenbank, die mit einer weiteren Zinsanhebung angesichts der unsicheren konjunkturellen Lage zögerte. Dies änderte sich allerdings zum Sommer hin. Der Ausblick auf noch weiter auseinanderlaufende Geldpolitiken dies- wie jenseits des Atlantiks sowie das überraschende Votum der Bürger des Vereinigten Königreiches, aus der Europäischen Union austreten zu wollen, drückten den Euro-Dollar Kurs in den Sommermonaten zwischenzeitlich unter die Marke von 1,10 US-Dollar. Zwar konnte sich der Euro zwischenzeitlich wieder zurückkämpfen. Im Nachgang zur US-Wahl drehte aber die Stimmung. An den Devisenmärkten verdichteten sich im November die Anzeichen, dass sich die Geldpolitiken im Euroraum und den USA weiter voneinander entfernen werden. Die Verlängerung des EZB-Aufkaufprogrammes sowie die Leitzinsanhebung in den USA bestätigten im Dezember diese Erwartungshaltung. Der Euro-Dollar Kurs sank bis zum Jahresende auf 1,05 US-Dollar. Damit lag er mehr als 3 US-Cent unter seinem Vorjahresultimo. DAX mit Jahresendspurt Für die Aktienmärkte begann das Jahr mit einem deutlichen Kursrutsch. In den ersten sechs Wochen des Jahres kam es zu einem massiven Aktienausverkauf, der zwischenzeitlich an die Herbstturbulenzen des Jahres 2008 erinnerte. In erster Linie belasteten wirtschaftliche Probleme in China und einigen Schwellenländern die Stimmung an den Aktienmärkten. Zudem wurde der sinkende Ölpreis als ein Zeichen für ein Einknicken der Weltkonjunktur gedeutet. Diese Gemengelage wirkte sich negativ auf den DAX aus, der bis Mitte Februar um rund 2.000 Punkte auf rund 8.750 Punkte sank. Im weiteren Jahresverlauf konnte sich der Dax aber wieder im Zuge steigender Konjunkturerwartungen und einer lockereren Geldpolitik im Euroraum erholen. Einen vorübergehenden Rückschlag erfuhr der DAX allerdings im Sommer im Anschluss an das überraschende Brexit-Votum des Vereinigten Königreiches. Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Geldpolitik und den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl dämpften bis November den Optimismus an den Aktienmärkten. Erst im Nachgang zur US-Wahl änderte sich das Klima an den Börsen. Steigende Konjunkturerwartungen in den USA sowie die Verlängerung des EZB-Anleiheaufkaufprogramms beflügelten den DAX zum Jahresausklang. Besondere Beachtung fand an den Börsen die Ankündigung des designierten US-Präsidenten Donald Trumps, einerseits die Regulierung der Finanzindustrie zu lockern und andererseits ein Konjunkturprogramm für die US-Wirtschaft auflegen zu wollen. Die protektionistischen Tendenzen Donald Trumps konnten die Stimmung hingegen nicht trüben. In dieser Gemengelage stieg der deutsche Leitindex allein im Dezember um knapp 1.000 Punkte. Das Jahr beendete der DAX mit einem Stand von 11.481 Punkten. Das waren 6,9 Prozent mehr als zum Vorjahresultimo. 1.3 Kreditgenossenschaften: Stabiles Wachstum in 2016 Angesichts der guten konjunkturellen Lage in Deutschland konnten die 972 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter kräftig zulegen. Die positive Geschäftsentwicklung zeigt einmal mehr, dass es den Kreditgenossenschaften gelungen ist, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell weiter zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. Die addierte Bilanzsumme stieg um 33 auf 851 Milliarden Euro (+4,1 Prozent). Kreditgeschäft weiter gestärkt - gerade im langfristigen Bereich Angesichts der robusten Konjunktur in Deutschland vergaben die Volksbanken und Raiffeisenbanken im Jahr 2016 weiterhin mehr Kredite an den Nichtbankensektor. Dabei wurde das Wachstum der Buchkredite wie schon in den Vorjahren vor allem von Ausleihungen an private Haushalte getragen. Treiber hierfür war die nach wie vor rege Nachfrage nach langfristigen Wohnungsbaukrediten, die durch die extrem niedrigen Kreditzinsen, den moderaten Verschuldungsgrad sowie die guten Einkommenszuwächse der Haushalte und das hohe Maß an Arbeitsplatzsicherheit bedingt sein dürfte. Neben den Buchkrediten an private Haushalte weiteten die Banken überdies ihre Kreditvergabe an Unternehmen aus. Entscheidend hierfür dürften neben der noch einmal gesunkenen Verzinsung langfristiger Buchkredite vor allem die in der Grundtendenz positiven Konjunktur- und Geschäftserwartungen gewesen sein. Der Zuwachs im Kreditgeschäft der Kreditgenossenschaften lag bei 4,5 Prozent (ein Plus von 23 Milliarden Euro). Insgesamt haben die Kreditgenossenschaften per Ende 2016 Kredite in Höhe von 528 Milliarden Euro herausgegeben. Liquide und sichere Einlagen besonders gefragt Das Einlagengeschäft der Genossenschaftsbanken zeigt ebenfalls ein stabiles Wachstum. Im Umfeld der Niedrigzinsphase fällt die Entwicklung jedoch ausgesprochen heterogen aus. Während liquide, kurzlaufende Einlagen nachgefragt werden, sind länger laufende, weniger liquide Einlagen rückläufig. Angesichts der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank nahmen die Sichtguthaben der Kunden weiter deutlich zu. Weniger liquide Bankprodukte wie Termineinlagen, Spareinlagen und Sparbriefe waren kaum gefragt. Dieser Trend dürfte sich im kommenden Jahr fortsetzen. Die Kreditgenossenschaften steigerten ihre Kundeneinlagen im letzten Jahr um 29 Milliarden Euro oder 4,8 Prozent auf 637 Milliarden Euro. Treiber dieses starken Zuwachses waren die täglich fälligen Verbindlichkeiten, die insgesamt um 35 Milliarden Euro (oder 9,6 Prozent) auf 395 Milliarden Euro stiegen. Mehr als sechs Zehntel der Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften sind somit kurzfristige Sichteinlagen. Erstmals weniger als 1.000 Institute Der Konsolidierungsprozess unter den Volksbanken und Raiffeisenbanken setzte sich gegenüber den Vorjahren in einem leicht gesteigerten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2016 bei 972 Banken. Die Zahl der Kreditgenossenschaften sank fusionsbedingt um 49 Banken im Vorjahresvergleich. Die durchschnittliche Bilanzsumme je Institut beträgt 876 Millionen Euro (im Vorjahr 801 Millionen Euro). Deutlicher Ausbau des Eigenkapitals Unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik der Volksbanken und Raiffeisenbanken ist neben einer jederzeit ausreichenden Liquidität eine angemessene Eigenkapitalausstattung und -bildung. Den Kreditgenossenschaften ist es im Jahresverlauf 2016 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem deutlichen Plus von 4,5 Prozent auf 48,4 Milliarden Euro zu steigern. Deutlich zulegen konnten die Rücklagen um 4,5 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro, auch die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,3 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. Mit der im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht gesteigerten Eigenkapitalquote - berechnet als bilanzielles Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme - in Höhe von 5,7 Prozent verfügen die Kreditgenossenschaften über ausreichende Wachstumsspielräume, um den Kreditwünschen von Privat- und Firmenkunden gleichermaßen gerecht zu werden. 18,4 Millionen Mitglieder - 152.000 neue Mitglieder Das stabile und solide Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften wird auch von neuen Kunden und Mitgliedern stark nachgefragt. Die Mitgliederzahlen der Volksbanken und Raiffeisenbanken boomen weiter. Ende 2016 konnten die Volksbanken und Raiffeisenbanken 18,4 Millionen Personen und Unternehmen zu ihren Mitgliedern zählen. Das sind 152.000 Mitglieder und damit knapp 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der stetige Mitgliederzuwachs der Kreditgenossenschaften beruht auf den zahlreichen Leistungen, die sie ihren Mitgliedern anbieten. Hierzu zählen u.a. der genossenschaftliche Anteilsbesitz mit seiner auch angesichts der historischen Niedrigzinsphase nach wie vor attraktiven Dividende. Der durchschnittliche Dividendensatz in 2016 wird voraussichtlich 4,6 Prozent (Vorjahr 4,9 Prozent) betragen. 2. Entwicklung der VR Bank eG Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in 2016 waren von einigen unerwarteten Ereignissen, wie z.B. dem Ausgang der Abstimmung zum Ausstieg der Briten aus der EU oder dem Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA, geprägt. Andere wesentliche Einflussfaktoren, wie das Niedrigzinsumfeld und die Regulatorik, wirken nach wie vor belastend auf Kreditinstitute im Allgemeinen und natürlich auch auf uns im Speziellen. In der Wirtschaftsregion Nordfriesland fand im Berichtsjahr weitestgehend eine Fortsetzung der Entwicklungen aus 2015 statt. Gewerbe- und Handwerksbetriebe verzeichnen weiterhin eine gute Auftragslage, das Umfeld für landwirtschaftliche Betriebe bleibt herausfordernd und es werden weitere Windparks projektiert und umgesetzt. In der Landwirtschaft litten insbesondere die Milchviehbetriebe im ersten Halbjahr unter den zu geringen Absatzpreisen, so dass hier Überbrückungskredite nachgefragt waren. In der zweiten Jahreshälfte haben sich die Märkte in der Landwirtschaft positiv entwickelt. Dieser Trend setzt sich auch zu Beginn des Jahres 2017 fort. Die Branche Windenergieerzeugung konnte im Berichtsjahr noch viele Projekte über das sogenannte Ausnahmegenehmigungsverfahren zur Umsetzungsreife bringen. Deren Umsetzung dürfen wir mit einem erfreulich hohen Finanzierungsanteil in 2017 begleiten. Bemerkenswert ist nach wie vor auch das ansprechende Investitions- und damit Finanzierungsvolumen in Immobilien, sei es über Neubau, Kauf oder Renovierung. Dem entsprechend konnte die VR Bank eG ein großes Neukreditvolumen platzieren und ein hohes Wachstum beim Kundenkreditgeschäft verzeichnen. Auch die uns von Kunden anvertrauten Geldvermögen konnten weiter ausgebaut werden. Die kurzfristigen Einlagen, d.h. sowohl Sichteinlagen als auch kündbare Spareinlagen, bleibt dabei nach wie vor die bevorzugte Anlageform. Grund hierfür bleibt das sehr niedrige Zinsniveau. Im Kundengeschäft setzen wir verstärkt auf bedarfsgerechte und kontinuierliche Beratung. Dies trifft sowohl für das Privatkundengeschäft als auch für das Geschäft mit Selbständigen und Firmenkunden zu. Die von uns angebotenen Lösungen beinhalten sowohl bankeigene als auch Verbundprodukte. Im Berichtsjahr haben wir uns ebenfalls intensiv mit den Auswirkungen des sich schnell verändernden Umfeldes von Banken beschäftigt, z.B. mit den Themen Digitalisierung, verändertem Kundenverhalten oder steigende Anforderungen an die Fachkompetenz in der Beratung. In der Konsequenz verlagern wir unsere Kapazitäten verstärkt von Service- auf Beratungstätigkeiten und verbinden dies mit einem höheren Spezialisierungsgrad. Dabei spielt das Thema Digitalisierung in verschiedensten Facetten eine Rolle. Als innovatives Unternehmen stellen wir uns dem sich verändernden Zeitgeist und sondieren das Angebot unserer Unternehmens-Balanced-Score-Card entsprechend nach Vorteilen für Kunden, Mitarbeiter, Prozesse und dem wirtschaftlichen Erfolg der VR Bank eG. Das im September 2016 begonnene Projekt "Umstellung auf das Bankenverfahren agree21" wird unsere Mitarbeiter auch in 2017 noch in besonderem Maße fordern. In ihrer Tagesarbeit betroffen sind alle Mitarbeiter bzw. alle Bereiche der Bank. Als Umstellungszeitpunkt ist der 22. Juli 2017 fest vereinbart. Dank ständiger Optimierung unserer internen Prozesse konnte das gestiegene Geschäftsvolumen mit leicht reduzierten Mitarbeiterkapazitäten bewältigt werden. Hiervon unabhängig legen wir weiterhin hohen Wert auf eine qualifizierte Aus- und Fortbildung unseres Personals. Mit dem betriebswirtschaftlichen Erfolg des Jahres 2016 sind wir zufrieden, auch wenn unser Planergebnis nicht in allen Bereichen erreicht werden konnte. Die begründenden Faktoren für die Abweichung sind uns bekannt und waren durch uns nicht zu beeinflussen. Ein Beispiel hierfür ist die verzögerte Genehmigung von Windkraftprojekten und das damit erst spät im Jahr bzw. erst im Jahr 2017 eintretende Kreditwachstum. Durch die intensive Geschäftstätigkeit mit unseren Mitgliedern und Kunden konnten wir im Berichtsjahr wiederum eine große Anzahl neuer Mitglieder gewinnen und die Geschäftsanteile wesentlich erhöhen. Auch im Jahre 2017 werden wir intensiv weiter an der Zukunftsfähigkeit unserer VR Bank eG arbeiten. Trotz nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen sind wir dennoch zuversichtlich, dass es uns gelingt unser Geschäftsmodell laufend erfolgreich an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungn) und Derivatgeschäfte. Wie in den Vorjahren war auch im Berichtsjahr die Kreditnachfrage und die damit verbundenen Einzelrefinanzierungen durch Programmkredite der öffentlichen Förderbanken ein maßgeblicher Faktor für die erneute Ausweitung der Bilanzsumme. Hinzu kam im Berichtsjahr ein gestiegenes Volumen an Einlagen durch unsere Kunden. Die überschüssige Liquidität haben wir bei der DZ BANK AG und in Depotwerten angelegt. Die Entwicklung der außerbilanziellen Geschäfte ist durch eine stark erhöhte Nachfrage nach Bürgschaften und Finanzierungszusagen aus der Finanzierung von Investitionen in Erneuerbare Energien, insbesondere in Bürgerwindparks, geprägt.
Allen vertretbaren Kreditwünschen von privaten Haushalten und wirtschaftlich selbstständigen Privat- und Gewerbekunden konnte entsprochen werden. Das Wachstum der Kundenforderungen fand sowohl verteilt auf kurz- und langfristige wie auch verteilt auf eigene und einzelrefinanzierte Forderungen statt. Ergänzend wurden weitere wesentliche Kreditabschnitte nicht bilanzwirksam an Verbundunternehmen (14 Millionen Euro Bestandswachstum) vermittelt. Das Konsortialkreditvolumen ging leicht um 6 Millionen Euro zurück. Die im Vorjahresvergleich in etwa gleich gebliebene Liquidität haben wir in Depotwerten und bei der DZ BANK AG angelegt. Die Wertpapieranlagen bestehen fast ausschließlich aus Anleihen öffentlicher Emittenten, Anleihen national und international tätiger Banken sowie aus Renten- und Immobilienfonds für institutionelle Anleger. Die Forderungen an Banken bestehen zum überwiegenden Teil aus täglich fälligen Einlagen und zeichnen sich somit durch eine hohe Verfügbarkeit aus.
Das Volumen der Bankrefinanzierungen hat sich differenziert entwickelt. Die Einzelrefinanzierungen (öffentliche Fördermittel) konnten weiter gesteigert werden und haben zum Jahresende einen neuen Höchststand erreicht. Dagegen haben sich die Globalrefinanzierungen durch Tilgungen reduziert. Zusätzlich haben wir im Geschäftsjahr ein längerfristiges Refinanzierungsgeschäft bei der Deutschen Bundesbank aufgenommen. Insgesamt konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden deutlich ausgeweitet werden. In der Entwicklung der einzelnen Teilbereiche sind allerdings auch sehr deutlich die Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB zu erkennen. Die klassischen Spareinlagen werden aufgrund der geringen Zinsaufschläge zu den täglich fälligen Anlagen verhältnismäßig weniger nachgefragt. Die neu hinzugekommenen Kundeneinlagen werden möglichst liquide, d.h. in täglich fällige Anlageformen oder in Kündigungsgelder mit kürzeren Kündigungsfristen, angelegt. Daneben sind einige Kundeneinlagen in das von uns angebotene Produkt der Nachrangigen Verbindlichkeiten umgeschichtet worden. Hier können die Kunden aufgrund der Nachrangabrede und der längeren Laufzeiten von vergleichsweise hohen Zinsen profitieren. Zudem wurde wiederum ein nennenswertes Volumen in die Zeichnung von Geschäftsguthaben unserer Genossenschaft umgeschichtet. Daneben haben unsere Kunden Geldanlagen außerhalb unserer Bilanz, z.B. bei unseren Verbundpartnern oder im Immobiliensektor, genutzt und so beispielweise das im Verbund platzierte Anlagevolumen um 20 Millionen Euro erhöht.
Die Erträge aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft konnten auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau deutlich erhöht werden. In dieser Tatsache spiegelt sich die stärker werdende Bereitschaft unserer Kunden ihre Zurückhaltung bei direkten Depotanlagen aufzugeben, und so eine Maßnahme gegen die Niedrigzinsen zu ergreifen, wider. Im klassischen Vermittlungsgeschäft mit Krediten, Bausparverträgen, Versicherungen, Fondsanlagen u.a. konnte der vorhandene Bedarf unserer Kunden erfüllt werden. Dies führte allerdings nur bei der Vermittlung von Fondsanlagen zu einer geringen Ausweitung der Erträge. In allen anderen Bereichen mussten wir, teilweise sogar deutliche, Rückgänge der Erträge hinnehmen. Hierfür war z.B. die ebenfalls durch die Niedrigzinsphase zu begründende Zurückhaltung unserer Kunden bei dem Abschluss von Bausparverträgen und eine veränderte Auszahlung von Provisionen für vermittelte Lebensversicherungen verantwortlich. Außerdem haben wir zur Jahresmitte die geschäftspolitische Entscheidung umgesetzt, nicht mehr soviel Kreditgeschäft an Verbundpartner zu vermitteln, sondern aus eigenen Mitteln zu vergeben. Weiterhin hat das Zahlungsverkehrsangebot einen wesentlichen Stellenwert im Rahmen unseres Dienstleistungsgeschäfts. Die Erträge hieraus konnten auf einem hohen Niveau leicht erhöht werden. Insgesamt äußert sich der Zuspruch unserer Kunden in einer breit gestreuten Nutzung unserer Produkte und Dienstleistungen. Durch die in 2015 umgesetzte und in 2016 weiter optimierte Einführung der "Genossenschaftlichen Beratung" wurde die bedarfsgerechte Beratung gestärkt und der Grundstein für einen Zukunftsfähigkeit des gesamten Dienstleistungsgeschäfts gelegt. Personal- und Sozialbereich Der Personalbestand unseres Hauses entspricht den betrieblichen Anforderungen. Die Qualität der Beratung und der Sachbearbeitung wurde durch intensive externe und interne Schulungsmaßnahmen laufend gesichert und verbessert. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr für extern durchgeführte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen 210 TEUR aufgewendet. Wie in den Vorjahren unterstützen wir eine berufsbegleitende Qualifizierung unser Mitarbeiter. Derzeit besuchen 5 Mitarbeiter einen Kurs zum Bankfachwirt in Niebüll. Zusätzlich wird ein Mitarbeiter zum Personalfachkaufmann qualifiziert. Der Aufwand für Personal- und Sozialleistungen orientiert sich an den im Tarifvertrag für Volksbanken und Raiffeisenbanken getroffenen Vereinbarungen. Für alle Arbeitnehmer/innen mit einer Betriebszugehörigkeit von mehr als zwei Jahren bestehen Altersversorgungsregelungen. Insgesamt bestehen zum Jahresende 2016 mit 303 Arbeitnehmer/innen Arbeitsverträge. Hierin sind 26 Auszubildende zur/m Bankkauffrau/-mann, 3 Auszubildende zum Informatikkaufmann, 2 Studenten/innen zum Bachelor of Arts in Banking and Finance sowie aufgrund von Elternzeit (15 Personen) freigestellte Mitarbeiter enthalten. Mit unterschiedlichen und modernen Arbeitsplatzkonzepten und Arbeitszeitmodellen reagieren wir laufend einerseits auf die sich wandelnden individuellen Bedürfnisse unserer Mitarbeiter und andererseits auf die sich ändernden betriebliche Belange. So ist z.B. im Rahmen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine betrieblich organisierte Kinderbetreuung für Kinder im Alter bis zu drei Jahren entstanden. II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der VR Bank eG 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement Als Kreditinstitut haben wir angemessene Strategien festgelegt und angemessene Interne Kontrollverfahren eingerichtet. Bestandteil der Internen Kontrollverfahren ist neben der Internen Revision das Interne Kontrollsystem, das wiederum Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation und geeignete Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse sowie eine Risikocontrolling- und eine Compliance-Funktion umfasst. In unserer Geschäftsstrategie haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Fragen unserer Dienstleistungspalette sicherstellt. Die Erreichung unserer strategischen Geschäfts- und Risikoziele steuern wir mit Hilfe eines Limit- und Steuerungssystems. Die Ausgestaltung unserer Limitsysteme ist an der Risikotragfähigkeit unseres Hauses ausgerichtet. Durch die Funktionstrennung in den Abläufen und die Tätigkeit der Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt. Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund einer wachsenden Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung. Per 01.01.2014 sind die geänderte Bankenrichtlinie (CRD IV) und die neue Bankenverordnung (CRR I) in Kraft getreten. Damit stehen einige Regelungen bereits fest, andere bedürfen noch einer näheren Konkretisierung. Die Capital Requirements Regulation (CRR) ist eine europäische Verordnung und stellt damit geltendes Recht dar. Einer Umsetzung in nationales Recht bedarf es nicht. Insbesondere von Bedeutung sind die geänderten Anforderungen an die Eigenmittel sowie an das Meldewesen. Die an uns gestellten Anforderungen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben umgesetzt und eingehalten. Risikomanagementziele und -methoden Neben allgemeinen Risikofaktoren durch Veränderung in den externen Rahmenbedingungen bestehen spezifische Bankgeschäftsrisiken. Die Kontrolle und das Management der Risiken sind für uns eine zentrale Aufgabe und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu vermeiden oder zu begrenzen und zu überwachen sowie negative Abweichungen von den Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Die Berichterstattungspflichten (regelmäßig und ad hoc) des für das Risikocontrolling zuständigen Bereiches an den Vorstand, die Fachabteilungen und an die Innenrevision sind festgelegt und wurden wahrgenommen, wie auch das Verfahren bei Limitüberschreitung. Regelmäßige Informationspflichten des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat werden eingehalten. Die Interne Revision überwacht durch regelmäßige Prüfungen die vorhandenen Abläufe. Die unabhängige Überwachung und Kommunikation der Risiken wurde von der zuständigen Risikocontrolling-Funktion wahrgenommen. Zur Unterstützung der Zielerreichung wurde ein IT-gestütztes Risikosteuerungskonzept installiert, das teilweise auch Berücksichtigung bei der Chancenbewertung findet. Auf der Grundlage von Risikotragfähigkeitsberechnungen wurden Limit- und Steuerungsgrößen für die einzelnen Risikoarten inklusive Ziel- und Warnwerte definiert. Das Risikodeckungspotenzial setzt sich zusammen aus den verfügbaren und nicht gebundenen (SolvV) Eigenkapitalteilen, dem aufgelaufenen und ansetzbaren Stichtagsergebnis und dem ansetzbaren Planergebnis der kommenden Periode. Die Feststellung des Risikodeckungspotenzials erfolgt grundsätzlich zum Jahreswechsel für die nächste Planperiode auf Beschluss des Vorstandes. Dabei wird als begrenzender Faktor für die Höhe des Deckungspotenzials das Prinzip der Unternehmensfortführung beachtet. Die Identifizierung und Bewertung der Wesentlichkeit pro Risikoart und pro Risikokonzentration (Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts-, operationelles und sonstiges Risiko) wird in der jährlich durchgeführten Risikoinventur festgestellt. Die Angemessenheit der Messmethoden und Ableitung der Steuerungsgrößen wird ebenfalls mindestens jährlich überprüft. Die Risikomessung erfolgt grundsätzlich in der Unterscheidung des erwarteten und unerwarteten Verlustes. Der erwartete Verlust wird dabei gegen das geplante Ergebnis geprüft, der unerwartete Verlust gegen die Risikotragfähigkeit. Das Risikodeckungspotential wird laufend auf Realisierbarkeit überprüft. Bei einer Planabweichung wird eine Korrektur vorgenommen. Überschreiten die erwarteten Verluste im Bewertungsergebnis die Planwerte, so erfolgt eine Hinzurechnung des Überschreitungsbetrages zu den Risikomesswerten des unerwarteten Verlustes. Die Stress-Tests berücksichtigen Risiken in unterschiedlicher Ausprägung. Als Steuerungskreis haben wir ein Risiko-Szenario definiert mit Berücksichtigung der wesentlichen Risiken in "normaler" Ausprägung. Als weitere Sensibilisierung werden Stress-Tests der Risikoarten auf Basis historischer, hypothetischer und inverser Annahmen durchgeführt. Auch werden kombinierte Stress-Tests in Form der Simulation eines "schweren konjunkturellen Abschwunges" sowie eines "Risikoarten übergreifenden, inversen Zinsszenarios" durchgeführt ebenfalls mit Prüfung der möglichen Auswirkung gegen die Risikotragfähigkeit. Im Bereich der inversen Stress-Test-Überlegungen gibt es zusätzlich rein qualitativ gewürdigte Szenarien. Hinzu kommen weitere Risikosimulationen in speziellen Branchensegmenten zur Erlangung weiterer Risiko-Steuerungsimpulse. Der Betrachtungszeitraum der Stressszenarien überschreitet dabei die Planperiode des aktuellen Geschäftsjahres. Adressenausfallrisiken Für das Kreditgeschäft haben wir, unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit sowie der Einschätzung der mit dem Kreditgeschäft verbundenen Risiken, eine Strategie zur Ausrichtung des Kreditgeschäfts festgelegt. Die Ermittlung struktureller Kreditrisiken (Adressenausfallrisiken) basiert auf Einstufungen aller Kreditnehmer in Risikogruppen nach bankinternen Beurteilungskriterien. Die Einstufungen werden jährlich bzw. anlassbezogen überprüft. Das aggregierte Ergebnis wird über unser Controlling-Bericht-System nach Volumen und Blankoanteilen, nach Branchen, Größenklassen und Sicherheiten ausgewertet. Zudem erlaubt es eine separate Sicht auf alle, auch in anderen Branchen enthaltenen Finanzierungen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Zur Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts besteht ein Limit- und Kennzahlensystem. Limitiert wird die Höhe des unerwarteten Verlustes (CVaR). Zu den Steuerungs- und Beobachtungskennziffern gehören u.a. die Risiko- und Verlustquote, die Höhe des Wachstums, die Qualität des Neugeschäftes sowie die Branchenanteile. Als Ergänzung zum Risikocontrolling übernimmt ein operatives Kreditmanagement die Risikosteuerung im Einzelengagement. Den Adressenausfallrisiken in unseren Wertpapieranlagen begegnen wir durch Vermeidung von Risikokonzentrationen über Qualitätsanforderungen im Rating sowie Mengenbegrenzungen nach Wertpapierart und Emittenten. Limitiert ist hier der unerwartete Verlust. Den Adressenausfallrisiken gilt aufgrund des hohen Anteils am Geschäftsumfang unsere besondere Aufmerksamkeit in der Steuerung. Risikokonzentrationen in Unverträglichkeit mit unserer Risikotragfähigkeit sind derzeit nicht erkennbar. Entsprechende Sonderstresstests werden laufend vorgenommen. In 2016 wurden diese z.B. für Engagements in den Bereichen Landwirtschaft und Immobilien mit einem Schwerpunkt in der Betrachtung unterschiedlicher Bewertungsansätze durchgeführt. Marktpreisrisiken Ebenfalls Bestandteil des Limit- und Steuerungssystems sind die zu den Marktpreisrisiken gehörenden Zins-, Währungs-, Aktien- und Kursrisiken. Limitiert wird das erwartete (soweit vorhanden) und das unerwartete Risiko. Die Quantifizierung der Zins- und Kurswertrisiken erfolgt über die Simulation von Zinsänderungsszenarien (DGRV) mittels einer dynamischen Zinselastizitätsbilanz. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis und darüber hinaus ermittelt. Das Risiko unserer Fondsanlagen und der sich möglicherweise aus Wandelanleihen ergebenden Aktienanlagen wird gesondert mittels Value at Risk-Ansatz gemessen und im Limitsystem berücksichtigt. Die hier unterstellte Haltedauer ist kompatibel mit dem Betrachtungshorizont. Zusätzlich wird die von der Bankenaufsicht geforderte barwertige Zinsänderungsbetrachtung nach § 25a Abs. 2 KWG vorgenommen. Für die Devisenkassa- und Devisentermingeschäfte mit unseren Kunden bestehen jeweils entsprechende Gegengeschäfte mit der Zentralbank. Gemäß ihrer Ausprägung stellen die Marktpreisrisiken, insbesondere das Zinsänderungsrisiko, eine untergeordnete Rolle dar. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko ist Teil des Steuerungssystems. Neben der aufsichtsrechtlich einzuhaltenden Liquiditätskennziffer (alt und neu) wurden sowohl der Tatbestand eines Liquiditätsengpasses definiert, als auch kurzfristig verfügbare Liquiditätsquellen festgelegt. Zur Prüfung einer ausreichenden Liquidität im Stressfall werden bankeigene und marktweite Stressszenarien durchgeführt. Zudem wird ein ständig aktualisierter Überblick über die Fälligkeitsstruktur der Eigenanlagen vorgehalten. Bei Geldanlagen bei Korrespondenzbanken bzw. in Wertpapieren berücksichtigen wir neben entsprechenden Ertrags- auch Liquiditätsaspekte. Es werden Berechnungen zur Ermittlung der Liquiditätskosten und -risiken sowie des Liquiditätsnutzens durchgeführt. Seit dem 1. Oktober 2015 ist die neue aufsichtsrechtliche Kennziffer zur Steuerung der kurzfristigen Liquidität, die Liquidity Coverage Ratio (LCR), einzuhalten. Die unter Stressbedingungen täglich einzuhaltende Quote von 70% (gilt für 2016) wurde von uns ausreichend erfüllt. Zur Gewährleistung der jederzeitigen Handlungsfähigkeit, auch bei äußerst ungünstigen Umständen, wurde eine Liquiditätsmanagementfunktion mit Ausstattung entsprechender Kompetenzen installiert. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken bestehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten um unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können. Aus der Liquidität ergeben sich keine wesentlichen Risiken. Operationelle Risiken Operationelle Risiken, die im Zusammenhang mit Adressenausfall- und Marktpreisrisiken auftreten, werden bei diesen Risikoarten erfasst. Die verbleibenden operationellen Risiken werden auf Grund interner Kontrollverfahren möglichst begrenzt bzw. im Eintrittsfall auf Grund eines zum Teil bestehenden Versicherungsschutzes in der Auswirkung abgeschirmt. Unsere internen Kontrollverfahren gewährleisten, dass wesentliche operationelle Risiken regelmäßig identifiziert und beurteilt werden. Zur Bewertung der operationellen Risiken führen wir eine jährliche Risikoinventur durch, angelehnt an das BVR-Konzept zur "Steuerung der operationellen Risiken". Die Berücksichtigung der Operationellen Risiken im Limitsystem erfolgt über einen pauschalen Ansatz. Sonstige Risiken Alle weiteren nicht als wesentlich eingestuften Risiken, wie z.B. das Vertriebsrisiko, Risiken aus Beteiligungen, der Produktivität, aus Sachwerten, aus Reputation, aus strategischen Entscheidungen, aus Tochtergesellschaften und aus Outsourcing, werden im Limit- und Steuerungssystem nicht berücksichtigt. Risikoberichterstattung Zum Zwecke der Risikoberichterstattung sind feste Kommunikationswege und Informationsempfänger bestimmt. Die für die Risikosteuerung relevanten Daten werden vom Risikocontrolling zu einem internen Berichtswesen aufbereitet und verdichtet. Die Informationsweitergabe erfolgt dabei entweder im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung oder in Form einer ad hoc-Berichterstattung. 2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR wurden von uns im Geschäftsjahr 2016 stets eingehalten. Unsere durch Gewinnthesaurierung, Gewinnung neuer Mitglieder/Geschäftsguthaben und Platzierung Nachrangiger Verbindlichkeiten weiterentwickelte Eigenmittelausstattung ist angemessen. Nach unserer Unternehmensplanung ist von einer Einhaltung der Kapitalquoten bei dem erwarteten Geschäftsvolumenszuwachs durch die geplanten Rücklagenzuführungen und die vorgesehene Einwerbung von Geschäftsguthaben und Nachrangigen Verbindlichkeiten auch zukünftig auszugehen. Kundenforderungen Der prozentuale Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme hat sich aufgrund einer überproportionalen Ausweitung des Kreditgeschäfts auf ca. 82 Prozent (Vorjahr ca. 80 Prozent) erhöht. Die Größenstruktur des Kreditgeschäfts ist ausgewogen und beinhaltet kein strukturelles Risiko. Die Kreditnehmergruppen Sonstiges Gewerbe (ca. 16 Prozent Anteil am gesamten Kundenkreditvolumen), Industrie/Energiegewinnung (ca. 53 Prozent), Privatpersonen (ca. 14 Prozent) und Landwirtschaft (ca. 17 Prozent) sind jeweils mit bedeutenden Anteilen am gesamten Kundenkreditvolumen vertreten. Finanzierungen von Investitionen in Erneuerbaren Energien sind als Teilengagement auch in anderen Branchen (z.B. Landwirtschaft) vorhanden. Der Gesamtanteil der Finanzierungen im Bereich Erneuerbare Energien beträgt, verteilt auf die Bereiche Photovoltaik (10 Prozent), Windenergie (40 Prozent) und Biogas (6 Prozent), insgesamt 56 Prozent. Zuwächse konnten wir vor allem in der Finanzierung von Windenergieanlagen erzielen. Den relativ hohen Anteil der Finanzierungen im Bereich von Erneuerbaren Energien im Portfolio werten wir im Sinne der Risikobetrachtung als positiv und stabilisierend, da unabhängig von der Bewertung der operativen Risiken im Einzelgeschäft das EEG die Beurteilung der Einnahmen für die Investoren und Kreditgeber berechenbar macht. Kreditsicherheiten wurden im banküblichen Umfang hereingenommen und vorsichtig bewertet. Ein größerer Teil des Kreditvolumens ist durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen abgesichert. Wie in den Vorjahren registrieren wir die Wertentwicklung der gehandelten landwirtschaftlichen Nutzflächen in unserem Geschäftsgebiet anhand der Veröffentlichungen des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein. Nach einem Rücksetzer sowohl bei der gehandelten Fläche als auch bei dem durchschnittlich erzielten Preis im Jahr 2014 konnten für das Berichtsjahr 2015 deutlich höhere Werte festgestellt werden. Der durchschnittlich erzielte Verkaufspreis stieg um 18 Prozent und die gehandelte Fläche sogar um 111 Prozent. Grundsätzlich gehen wir aufgrund der Nachfragesituation von weiterhin stabilen Preisen aus. Im qualifizierten Kreditgeschäft werden systemgestützte Ratingverfahren angewandt, wodurch eine laufende Beurteilung der Bonitätsgruppenstruktur ermöglicht wird. Alle akuten Ausfallrisiken sind durch gebildete Einzelwertberichtigungen abgeschirmt. Darüber hinaus wurde das latente Kreditrisiko nach bankinternen und allgemein anerkannten Grundsätzen durch eine ausreichend hohe Dotierung der Vorsorgereserve nach § 340f HGB und des offen ausgewiesenen Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB) gedeckt. Aufgrund des weiter gewachsenen Kreditgeschäftes wird das Zinsergebnis auch zukünftig von hohen Konditionsbeiträgen aus dem Forderungsgeschäft profitieren. Die Zuwächse im Kreditgeschäft werden aufgrund der zwar guten aber dennoch rückläufigen Potenziale sowie eines in den letzten Jahren erheblich gestiegenen Tilgungsvolumens sehr viel moderater ausfallen als in den vorhergehenden Jahren. Zur Vermeidung von Risikokonzentrationen werden wir weiterhin die vorhandenen Möglichkeiten des Risikosplittings (z.B. durch Konsortialanteile oder Risikobeteiligung) nutzen. Zu diesem Zweck ist sowohl mit 5 benachbarten Genossenschaftsbanken eine Kooperation sowie auch eine Mitwirkung der DZ BANK AG und der Investitionsbank Schleswig-Holstein vereinbart worden. Insbesondere die Konsortialbeteiligung der DZ BANK AG bei größeren Engagements ist für die Einhaltung der aufsichtsrechtlich geforderten Normen wichtig. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Der Anteil der Wertpapieranlagen an der Bilanzsumme beträgt knapp 9 Prozent. Im Rahmen der verfügbaren Liquidität wurden ergänzende Portfolioanlagen in unterschiedlichen Assetklassen, unter Berücksichtigung der Anrechung als Liquiditätsreserve gemäß den Anforderungen aus der LCR, getätigt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden alle nach dem Niederstwertprinzip bewertet. Das Kurswertrisiko wird im Zusammenhang mit dem Zinsänderungsrisiko ermittelt und dargestellt. Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen Die Bilanz der VR Bank eG weist eine nahezu ausgeglichene Struktur auf. Die Kundeneinlagen decken die nicht durch Einzelrefinanzierungen abgedeckten Kundenforderungen zu 104 Prozent ab. Unser Kreditgeschäft zeichnet sich durch einen hohen Anteil mit Zinsbindung (88 Prozent) aus. Ein sich daraus ableitbares und wesentliches Zinsänderungsrisiko entsteht dennoch nicht, da von dem Anteil mit Zinsbindung wiederum 60 Prozent fristenkongruent refinanziert sind. Dies gilt insbesondere für die langen Laufzeiten. Im Einlagengeschäft bleibt aufgrund der niedrigen Zinsen die Tendenz zur starken Nachfrage nach hoch liquiden Anlageformen erhalten. Der Anteil der Sichteinlagen, inklusive der Tagesgelder, an den Einlagen ist im Vorjahresvergleich unverändert bei 63 Prozent geblieben. Zusätzlich wurden, aufgrund der besseren Anrechnung bei der Berechnung der LCR-Quote, täglich fällige Einlagen von Firmenkunden verstärkt in Kündigungsgelder mit einer Kündigungsfrist von 35 Tagen umgewandelt. Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen unwiderruflichen Kreditzusagen haben sich um ca. 51 Prozent auf nunmehr 189 Millionen Euro erhöht. Wesentlichen Anteil an der Ausweitung haben auch hier Projektfinanzierungen aus dem Bereich der Investitionen insbesondere in Windparks. Zinsänderungsrisiko Die Zinsänderungsrisiken und -chancen, gemessen mit Hilfe einer dynamischen Zinselastizitätsbilanz sowie auf Basis der aufsichtsrechtlich geforderten barwertigen Zinsschocksimulation, stellen in allen Varianten ein Ergebnis von untergeordneter Bedeutung dar. Währungsrisiko Aus den eingegangenen Währungsgeschäften entstehen der Bank keine bedeutenden Risiken. Operationelle und sonstige Risiken Darüber hinaus bestehende Risiken aus Beteiligungen, der Produktivität, aus Sachwerten, aus Reputation, aus strategischen Entscheidungen, aus Tochtergesellschaften, aus Outsourcing und im rechtlichen Bereich, die wesentlichen Einfluss auf die Lage der Genossenschaft haben, sind derzeit nicht erkennbar. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank der BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG-Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig. 3. Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsfähigkeit unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gegeben. Die Liquiditätskennzahl gemäß § 2 Abs. 1 LiqV sowie die Liquidity Coverage Ratio (LCR) haben wir eingehalten. Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsfähigkeit zu rechnen ist. 4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,26 % (Vorjahr 0,36 %). Der Zinsüberschuss konnte im Berichtsjahr wiederum gesteigert werden. Der positive Einfluss des wiederum hohen Wachstums der Kundenvolumen hat die negative Einflussnahme des anhaltend niedrigen Zinsniveaus überkompensiert. Durch einen hohen Anteil fristenkongruent weitergegebener Kreditfördermittel hat der Konditionsbeitrag aus dem Kundengeschäft mit 97,9 Prozent den entscheidenden Anteil am Zinsergebnis. Der Provisionsüberschusses ging im Jahresvergleich deutlich um 14,7 Prozent zurück. Trotzdem stellt der in 2016 erreichte Provisionsüberschuss einen zufriedenstellenden Wert dar. Insbesondere unter Berücksichtigung, dass durch die späte Genehmigung vieler Windkraftprojekte die Erträge nicht weggefallen, sondern nur in das Jahr 2017 verschoben sind. Das Ergebnis konnte aufgrund einer sehr intensiven Geschäftstätigkeit mit unseren Kunden erreicht werden und zeigt die insgesamt sehr gute Vertriebsleistung unserer Mitarbeiter. Die Zusammensetzung des Provisionsergebnisses lässt sich in drei etwa gleich große Bereiche gliedern: Den Zahlungsverkehr, das klassische Vermittlungsgeschäft und den sonstigen Bereich. Dieser besteht u.a. aus den Bürgschaftsprovisionen, dem Auslands-, Sorten- und Devisengeschäft sowie den Provisionen für die Kreditabwicklung. Während die Erträge aus dem Zahlungsverkehr um ca. 2,5 Prozent gesteigert werden konnten, mussten wir bei den Erträgen aus dem Vermittlungsgeschäft einen Rückgang um ca. 21 Prozent und bei den sonstigen Provisionserträgen einen Rückgang um ca. 23 Prozent hinnehmen. Beim Vermittlungsgeschäft wirken sich insbesondere zwei Gründe aus. Zum einen haben wir zur Jahresmitte entschieden, Baufinanzierungen verstärkt aus eigenen Mitteln zu vergeben, und nicht mehr an Verbundunternehmen zu vermitteln, so dass die Erträge aus der Kreditvermittlung deutlich rückläufig sind. Zum anderen wurde die Provisionszahlung bei Lebensversicherungen von der bisher üblichen Abschluss- auf eine erhöhte jährlich zu zahlende Bestandsprovision umgestellt, was in den Anfangsjahren zu einem Rückgang bei den gezahlten Provisionen führt. Bei den sonstigen Provisionserträgen zeigen sich insbesondere die Auswirkungen der verzögert erteilten Genehmigungen für die Windkraftprojekte durch einen Rückgang der Bürgschaftsprovisionen und der Entgelte für das gewerbliche Kreditgeschäft. Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig reduziert. Bei den Personalkosten konnte der Mehraufwand durch Tarif- und Gehaltsgruppenanpassungen nahezu durch reduzierte durchschnittliche Kapazitäten im Geschäftsjahr aufgefangen werden. Die Reduzierung der anderen Verwaltungsaufwendungen beruht im Wesentlichen auf den nachfolgend beschriebenen Ursachen. Aufgrund der Einführung der gesetzlichen Institutssicherung wurde in den letzten zwei Jahren die Insitutssicherung innerhalb des Genossenschaftlichen Verbundes umstrukturiert. Dies hat im Berichtsjahr zu einem deutlichen Rückgang der zusammengefaßten Kosten für die Institutssicherung geführt. Außerdem haben wir keine größeren Instandhaltungsmaßnahmen in den bankeigenen Objekten durchgeführt, so dass die Instandhaltungskosten im Jahresvergleich geringer ausgefallen sind. Zusätzlich haben sich die Ausbildungs- und Schulungskosten ebenfalls deutlich reduziert. Dies liegt zum einen daran, dass viele Themen inzwischen mit kostengünstigen Webinaren vermittelt werden. Zum anderen liegt es daran, dass wir uns seit der zweiten Jahreshälfte 2016 auf die Migration des neuen Bankenanwendungsverfahrens agree21 im Sommer 2017 konzentrieren und die hiermit verbundenen Schulungen mit keinen direkten Kosten für uns verbunden sind. Zusätzlich ist festzustellen, dass alle weiteren Positionen weitestgehend stabil geblieben sind. Einzig bei den Kosten für individuelle Softwarelösungen, und somit für gewollte Prozessoptimierungen, haben wir einen nennenswerten Anstieg des Aufwandes zu verzeichnen. Den Vorteil aus der kostensenkenden Vorsteuerabzugsquote konnten wir im Berichtsjahr erneut steigern. Der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der unserer Kreditnehmer haben wir durch Bildung einer Risikovorsorge Rechnung getragen. Alle derzeit erkennbaren Risiken sind durch entsprechende Wertberichtigungen abgeschirmt worden. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Die Vermögenslage unseres Hauses ist durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung geprägt. Die gebildeten Wertberichtigungen für die erkennbaren und latenten Risiken in den Kundenforderungen sind angemessen. Für erhöhte latente Risiken im Kreditgeschäft besteht ein ausreichendes Deckungspotenzial in Form von Vorsorgereserven und des Fonds für allgemeine Bankrisiken. Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Die Ertragslage des Berichtsjahres war gut, entsprach allerdings nicht vollständig dem Planwert. Auf Grund unserer soliden und risikobewussten Geschäftspolitik sowie der installierten Instrumente zur Risikosteuerung und -überwachung bewegen sich die derzeit erkennbaren Risiken der künftigen Entwicklung in einem überschaubaren und für unser Haus tragbaren Rahmen. III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Die wirtschaftspolitische Lage für Deutschland, Europa und die Welt ist für das Jahr 2017 schwer zu kalkulieren. So sind einige Problemstellungen scheinbar abgehakt, ohne sie tatsächlich gelöst zu haben. Die Brexit-Verhandlungen werden sich noch lange hinziehen, in Italien herrscht politisches Chaos, Griechenland ist weiterhin auf Hilfe angewiesen, es stehen Wahlen und die damit verbundenen Unsicherheiten in Deutschland und weiteren europäischen Ländern an und die konkreten Ziele und Maßnahmen von US-Präsident Trump sind teilweise noch unklar. Derzeit ist zu mindestens die US-Wirtschaft diesbezüglich noch optimistisch. Ein niedriges aber durchaus robustes Weltwirtschaftswachstum ist also vielen Einflussfaktoren ausgesetzt und dementsprechend fragil. Insbesondere die Europäische Union bzw. der Zusammenhalt der Mitgliedsstaaten steht auf dem Prüfstand, damit verbunden auch die Steuerung unseres Finanzsystems. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen arbeitet die VR Bank eG intensiv an einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Die Einhaltung der regulatorischen Eigenmittel- und Meldewesenanforderungen ist für uns eine gesetzte Bedingung. Ebenso müssen wir uns mit den Folgen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auseinandersetzen, u.a. in Form von Negativzinsen. Es gehört aber auch dazu, sich auf veränderte und sich ständig verändernde Kundenbedürfnisse und -verhalten einzustellen, die Chancen des weiterhin bestehenden Beratungsbedarfs der Kunden zu erkennen und mittels entsprechender Produkte und Dienstleistungen in zufriedene Kunden münden zu lassen. Dabei stehen unsere Kunden und die VR Bank eG gleichermaßen vor der Herausforderung, sich auf die zunehmende Digitalisierung der Geschäftswelt einzustellen. Wir haben dazu diverse Maßnahmen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Aufbau- und Ablauforganisation ergriffen. Hierzu gehören z.B. eine Neustrukturierung der vertrieblichen Bereiche, die Zusammenlegung von Geschäftsstellen, die Bekanntgabe neuer Serviceöffnungszeiten sowie die stärkere Trennung zwischen Service- und Beratungszeiten. Bei der für das Jahr 2017 erwarteten Geschäftsentwicklung der VR Bank eG bauen wir auf die Fortsetzung der guten Ausgangslage aus den letzten Wochen des Jahres 2016. Wir erwarten eine weiterhin gute Auftragslage für unsere Gewerbebetriebe, sich weiter festigende Preise für Agrarerzeugnisse und eine nach wie vor verhältnismäßig hohe Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen. Der für unsere Region wichtige Sonderfaktor "Erneuerbare Energien" bleibt als Investitionsquelle grundsätzlich erhalten und wird insbesondere im Prognosejahr für ein hohes Kreditwachstum sorgen. Die im Zuge des Ausnahmegenehmigungsverfahrens Ende 2016 ausgesprochenen Baugenehmigungen werden ab Beginn des Jahres 2017 umgesetzt. Die VR Bank eG kann in den vergangenen Jahren nicht nur auf eine sehr positive Entwicklung der Kundenvolumen verweisen, auch die für Banken sehr wichtige Ausstattung mit Eigenkapital konnte entsprechend erhöht werden. Insofern besteht zwischen der Kreditvergabemöglichkeit und der prognostizierten Nachfrage keine Diskrepanz. Wir gehen von einem Wachstum des bilanziellen Kreditgeschäftes von 17 Prozent aus. Insbesondere das zu erwartende Kreditwachstum nimmt Einfluss auf die Entwicklung des geplanten Zinsergebnisses. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein nicht geringer Teil des Wachstumseffektes durch Margenreduzierungen im Vergleich zwischen dem Neu- und dem getilgten Altgeschäft kompensiert wird. Als Folge der von uns für Guthaben bei der DZ BANK AG zu zahlenden Negativzinsen kommen auch wir nicht umhin, unseren Firmenkunden ab einem Freibetrag ein Verwahrgeld zu berechnen. Die Geldanleger leiden unter der aktuellen Niedrigzinsphase besonders. Bei geringer Attraktivität hinsichtlich der Verzinsung wird der Verfügbarkeit von Kundenseite eine gesteigerte Bedeutung beigemessen. Zudem rechnen wir mit einer Umschichtung der Liquidität seitens unserer Firmenkunden, insbesondere aus der Branche Erneuerbaren Energien. Aufgrund der Null- bzw. Negativverzinsung für kurzfristige Einlagen und der Annahme, noch länger mit relativ niedrigen Zinsen umgehen zu müssen, rechnen wir mit einer höheren Diversifizierung in der Produktnachfrage durch unsere Kunden. Im bilanziellen Einlagengeschäft gehen wir von einem Wachstum von 0,6 Prozent und im Verbundgeschäft von deutlich höheren Steigerungsraten aus. Neben dem Wachstum sind die Auswirkungen aus der Weiterentwicklung unseres Beratungskonzeptes "Genossenschaftliche Beratung" sowie auch weiterer Maßnahmen zur Optimierung unserer Aufbau- und Ablauforganisation Garanten für die Einhaltung unserer Planung. Im Detail planen wir Überschüsse aus dem Zinsgeschäft von 34,8 Millionen Euro und aus dem Provisionsgeschäft von 10,6 Millionen Euro sowie Verwaltungskosten in Höhe von 26,6 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung des erwarteten Bewertungsergebnisses (inklusive einer angemessenen Dotierung der Vorsorgereserve nach § 340f HGB) und der neutralen Erträge und Aufwendungen gehen wir von einem geplanten Betriebsergebnis vor Steuern in Höhe von 13,5 Millionen Euro aus. Unsere strategischen Ziele, ein qualifiziertes Wachstum von 4-6% des Kundenwertvolumens, eine Kosten- Ertrags-Relation (Cost-Income-Ratio) von unter 60%, ein Risiko nicht über den erwarteten Umfang hinaus und eine stetige Verbesserung unseres Betriebsergebnisses verfolgen wir mit den Planwerten für 2017 und darüber hinaus konsequent weiter. Dabei ist uns bewusst, und nur soweit erkennbar eingepreist, dass die materiellen und formellen Anforderungen der Regulatorik sowie des Verbraucherschutzes zunehmenden Einfluss auf unseren betriebswirtschaftlichen Erfolg haben werden und für sich eine Belastung bzw. ein Risiko darstellen. Begünstigt durch unsere gute Ausgangslage und innere Stärke werden wir uns den Herausforderungen der Zukunft mit dem entsprechenden Engagement stellen. IV. Zweigniederlassungen Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
Niebüll, 17. Mai 2017 VR Bank eG Der Vorstand Klaus Sievers Torsten Jensen 1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016VR Bank eG, Niebüll Genossenschaftsregisternummer 23 NI beim Amtsgericht FlensburgAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
3. Anhang für das Geschäftsjahr 2016VR Bank eG, NiebüllA. Allgemeine Angaben In der Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert oder den Anschaffungskosten angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag, sofern Zinscharakter vorliegt, in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig und zwar zeitanteilig aufgelöst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurde das gemilderte Niederstwertprinzip angewandt. Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. den Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Den Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientieren, zugrunde. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen. Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert, mit den Anschaffungskosten oder unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips zum beizulegenden Wert bilanziert. Das in den Jahren 2006 und 2014 aktivierte Körperschaftsteuerguthaben ist weiterhin abgezinst und mit dem Barwert bilanziert. Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.). Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 4,01 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,67 % p.a. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 2 Jahren ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die Richttafeln Heubeck 2005 G zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 4,01 % abgezinst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 445. Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % und bei den Pensionsverpflichtungen zusätzlich eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt. Ein abweichender Rententrend in Höhe von 1,7 % liegt jeweils bei der Berechnung einer Rente und einer Zusatzrente zu Grunde. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Außerdem erfolgte die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode). Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung nach Maßgabe des IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenüber gestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2016 war keine Rückstellung zu bilden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit den Kassa- oder Devisenkassamittelkursen des Bilanzstichtages umgerechnet. Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2016
D. Erläuterungen zur Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 104.232.726 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten. In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 32.284.691 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
In folgenden Posten sind enthalten:
Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:
Mit dem unter Buchstabe a) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 20.102.514 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 2.825.281 enthalten. In dem Posten sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 205.364 (Vorjahr EUR 348.825) enthalten. In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
Bei den nachrangigen Vermögensgegenständen in dem Posten 4 handelt es sich in Höhe von TEUR 2.512 (Vorjahr TEUR 2.394) um durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau haftungsfrei gestellte Kredite. In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 1.101.004 enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 241.044.892 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 560.139 (Vorjahr EUR 655.057) enthalten. Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Die passiven latenten Steuern beruhen auf nachfolgend genannten Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichem Wertansatz: In der Aktivposition Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sind bei einer Gesellschaft Substanzausschüttungen und bei den Personengesellschaften steuerliche Ergebnisse berücksichtigt worden. Ebenfalls Substanzausschüttungen führen in der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere bei drei Immobilienfonds zu passiven Latenzen. Außerdem ergeben sich durch die handelsrechtlich nicht mehr erlaubten aber steuerrechtlich geltend gemachten Sonderposten mit Rücklageanteil passive Latenzen im Anlagevermögen. Dem stehen aktive latente Steuern aus Differenzen aufgrund unterschiedlicher handels- und steuerrechtlicher Berechnungen von Rückstellungen entgegen. Außerdem ergeben sich aktive latente Steuern aus unterschiedlichen Ansätzen für mehrere Depotwerte und für die Bilanzposition Forderung gegenüber Kunden. Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 29,07 % zu Grunde gelegt. Zu den nachrangigen Verbindlichkeiten (Passivposten 9) ergeben sich folgende Angaben: Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 651.099 an. Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Eine vorzeitige Kündigung der nachrangigen Verbindlichkeiten ist nicht vorgesehen. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 0 und 10 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 1,00 % bis 4,25 % (durchschnittliche Verzinsung 2,27 %) ausgestattet. Es bestehen keine Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 2.049.081 enthalten. Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Kapital- und Ergebnisrücklagen (P 12b und c) haben sich wie folgt entwickelt:
Der aus der Neuregelung zur Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 445.497. Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind nicht erkennbar. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden. Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 3.557 (Vorjahr EUR 8.870) vermindert. Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 137.651 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 14.753 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten. Die Summe der Provisionserträge ist gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig. Dies resultiert insbesondere aus Rückgängen bei den Erträgen aus der Vermittlung von Versicherungen und Krediten, aus Bürgschaftsprovisionen und aus Bearbeitungspreisen für Kreditgeschäfte. Dem gegenüber konnten andere Erträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen, insbesondere für die die Kontoführung inklusive Zahlungsverkehr, dem Sortengeschäft und der Vermittlung von Wertpapiergeschäften, erhöht werden. In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV-Posten 8) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (GuV-Posten 12) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 2.359.577 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.918.848 enthalten. Hiervon entfallen auf:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen zu 100,0 % auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. F. Sonstige Angaben Die Bezüge der früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen betrugen EUR 372.996. Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen EUR 104.819. Auf die Angabe der übrigen Organbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2016 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 4.432.942. Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 47.985 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 6.137.284. Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 5.063.620. Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH eine Beitragsgarantie gegenüber derselben. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Die Zahl der 2016 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Abweichend zum Vorjahr werden die Teilzeitbeschäftigen als Personenanzahl und nicht als Vollzeitäquivalente angegeben. Außerdem wurden durchschnittlich 29 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung
In den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien der nachfolgenden großen Kapitalgesellschaften nehmen Vorstandsmitglieder oder Mitarbeiter unserer Bank Mandate wahr:
Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten, wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt, aufgeschlüsselt in das Honorar für
Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Genossenschaftsverband e.V. Hannoversche Straße 149 30627 Hannover G. Vorschlag für die Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 4.577.491,51 - sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 2.500.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 2.077.491,51) - wie folgt zu verwenden:
Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf Sievers, Klaus, - Vorsitzender - , Bankvorstand Jensen, Torsten, Bankvorstand Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf Paulsen, Hans-Jakob, - Vorsitzender - , selbstständiger Landwirt Mussack, Uwe, - stellvertretender Vorsitzender - , geschäftsführender Gesellschafter der Mussack Unternehmung GmbH, Niebüll Böckenholt, Mark, Diplom-Ingenieur und geschäftsführender Gesellschafter beim Böckenholt GmbH Fliesenabholmarkt, Süderlügum Friedrichsen, Jörg, selbstständiger Landwirt Kinsky, Björn, geschäftsführender Gesellschafter der Kinsky Fleischwaren GmbH, Bredstedt, (seit 24.5.2016) Martensen, Hans Ulrich, selbstständiger Landwirt Nagel, Ricklef, Verwaltungsfachangestellter beim Amt Südtondern Nommensen, Stephan, selbstständiger Steuerberater Petersen, Günther, Verwaltungsfachangestellter im Ruhestand, (bis 24.5.2016) Volquardsen, Sabine, kfm. Angestellte beim Steinmetzmeister Niels Volquardsen, Langenhorn
Niebüll, 17. Mai 2017 VR Bank eG Der Vorstand Klaus Sievers Torsten Jensen Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung Die Vertreterversammlung vom 06.06.2017 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2016 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 4.577.491,51 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen. Bestätigungsvermerk des PrüfungsverbandesWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der VR Bank eG, Niebüll, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Rendsburg, 17. Mai 2017 Genossenschaftsverband e.V. Möller-Boldt, Wirtschaftsprüfer Peters, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesVR Bank eG, NiebüllDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Der vorliegende Jahresabschluss 2016 mit Lagebericht wird vom Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2016 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr die Herren Jörg Friedrichsen, Ladelund, Hans Ulrich Martensen, Sönnebüll, und Ricklef Nagel, Risum-Lindholm, aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Martensen ist wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder wählbar. Die Wiederwahl der Herren Friedrichsen und Nagel ist zulässig. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.
Niebüll, 17. Mai 2017 Der Aufsichtsrat Hans-Jakob Paulsen, Vorsitzender Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2016 ("Länderspezifische Berichterstattung")VR Bank eG, NiebüllDie VR Bank eG, Niebüll, hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR Bank eG, Niebüll, besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die VR Bank eG, Niebüll, definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2016 TEUR 45.398. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 208,5. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 13.271. Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 5.196 und betreffen laufende Steuern. Die VR Bank eG, Niebüll, hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. |
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