IBA GmbH
51mBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Thoma seit 19.10.2017 | Prokura |
Jürgen Kirstein seit 9.8.2004 | Geschäftsführer |
Detlef Gopon seit 9.8.2004 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Pharma-Zentrale GmbHHerdecke (Ruhr)Konzernabschluss zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31.12.2021AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021
Kapitalflussrechnung
Eigenkapitalspiegel
KonzernanhangI. AllgemeinesDer Konzernabschluss zum 31.12.2021 ist nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht im Wesentlichen den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren angewandt worden. Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Vorgaben des DRS 21 erstellt, der Eigenkapitalspiegel gemäß DRS 22. Die Pharma-Zentrale GmbH hat ihren Sitz in Herdecke und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hagen (HR B Reg, Nr. 5005). Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts für den Konzern der Pharma-Zentrale GmbH, Herdecke, besteht nicht, da die Größenkriterien des § 293 HGB nicht überschritten sind. Die Pharma-Zentrale hat freiwillig einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht nach den §§ 290 ff. HGB aufgestellt. II. KonsolidierungskreisIn den Konsolidierungskreis (§ 294 Abs. 1 HGB) des Pharma-Zentrale Konzerns wurden folgende unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungen einbezogen: Mutterunternehmen Pharma-Zentrale GmbH, Herdecke Tochterunternehmen An den einbezogenen Tochterunternehmen werden 100 % der Anteile gehalten. Inländische Unternehmen: Dr. Poehlmann & Co. GmbH, Herdecke Ardeypharm GmbH, Herdecke BBT Biotech GmbH, Baesweiler Dr. Ponsold GmbH, Oschersleben Polamin-Werk GmbH, Herdecke Sanoreform GmbH Naturheilmittel, Diätprodukte, biologische Kosmetik, Herdecke Dr. Ponsold Pharma GmbH, Herdecke Kauf-Werbung Werbeagentur GmbH, Hagen Ausländische Unternehmen:Emonta B.V., Drachten/ Niederlande Emonta Pharma Ges.m.b.H., Wien/ Österreich Es liegen für alle aufgeführten inländischen Konzerngesellschaften mit Ausnahme der Dr. Ponsold GmbH, Oschersleben Beschlüsse der Gesellschafter vor, für das Geschäftsjahr 2021 die Befreiungsvorschrift § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch zu nehmen und den Jahresabschluss nicht offenzulegen. Nicht konsolidiertes Unternehmen
Von der Einbeziehung dieses Unternehmen wurde abgesehen, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist (Anwendung des § 296 Abs. 2 S. 1 HGB). III. KonsolidierungsgrundsätzeDie folgenden Konsolidierungsgrundsätze werden - soweit nicht anders aufgeführt - gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. a) Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wird für Altfälle unverändert nach der Buchwertmethode nach den §§ 300, 301 HGB a. F. durchgeführt. Hierbei werden die Wertansätze der Anteile an verbundenen Unternehmen mit den hierauf entfallenden Anteilen am Eigenkapital des Unternehmens verrechnet. Die Konsolidierung erfolgte auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs. Soweit sich bei der Konsolidierung aktive Unterschiedsbeträge ergaben, wurden sie mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Insgesamt wurden € 61.315,44 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Im Falle einer erstmaligen Konsolidierung neuer Tochterunternehmen ab 2009 wird die Neubewertungsmethode nach §§ 300, 301 HGB n. F. angewandt. b) Währungsumrechnung Währungsumrechnungen waren nicht erforderlich, da alle einbezogenen Unternehmen in Euro bilanzieren. c) Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung werden in der konsolidierten Bilanz die sich entsprechenden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzernunternehmen aufgerechnet. d) Aufwands- und Ertragskonsolidierung In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind bei den Umsatzerlösen die Erlöse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegen die entsprechenden Aufwendungen für bezogene Waren aufgerechnet worden. Die anderen Erträge aus Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind ebenfalls mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. e) Zwischengewinneliminierung Zwischengewinne aus konzerninternen Veräußerungsvorgängen sind nicht entstanden. IV. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Konzernabschluss der Pharma-Zentrale GmbH werden die folgenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Die entgeltlich erworbenenimmateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen richten sich nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern und werden linear verrechnet. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei eingeschränkter Verwertbarkeit werden entsprechende Abschläge vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu durchschnittlichen Herstellungskosten unter Berücksichtigung von anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen bewertet bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Forderungenundsonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Risiken im Forderungsbestand werden durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von unverändert 1 % gebildet. Kurzfristige Währungsforderungen/ -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Aktive latente Steuern würden sich aus den Abweichungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz ergeben. Sie wurden in Ausübung des Wahlrechts des § 298 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. V. Erläuterungen zur KonzernbilanzAnlagevermögen Gliederung und Entwicklung des Konzernanlagevermögens sind im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.
Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Pharma-Zentrale GmbH beträgt T€ 3.000, wobei die Pharma-Zentrale GmbH eigene Anteile in Höhe von T€ 375 hält. Insgesamt wurden in der Vergangenheit im Rahmen der Konsolidierung aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von T€ 61 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen Urlaubsverpflichtungen mit T€ 405 (Vorjahr T€ 418) und sonstige Verpflichtungen mit T€ 334 (Vorjahr T€ 123). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreswert in Klammern)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 1.650 sind durch Grundpfandrechte gesichert. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 19 (Vorjahr T€ 15). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 47 (Vorjahr T€ 33). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Ausweis betrifft den Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von T€ 92 (Vorjahr T€ 27) für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. VI. Sonstige AngabenRisiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Betrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen beträgt T€ 291 (Vorjahr T€ 372). Davon sind T€ 120 in 2022 und T€ 171 ab 2023 fällig. Der Zweck und Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb. Besondere Risiken ergeben sich hieraus nicht. Arbeitnehmer Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende) betrug im Jahresdurchschnitt:
Mitglieder der Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Konzernmuttergesellschaft sind bzw. waren bestellt Frau Sabine Haarmann, Hagen, (Geschäftsführerin) Herr Martin Proppert, Hagen, (Geschäftsführer) Herr Detlef Gopon, Sprockhövel, (Geschäftsführer) Herr Jürgen Kirstein, Schwerte, (Geschäftsführer) Gesamthonorare des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer i. S. des § 314 Abs.1 Nr.9 HGB beträgt für Abschlussprüfungsleistungen T€ 52 (Vorjahr T€ 52). Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensEs wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen einzustellen. Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses Der vorliegende Konzernabschluss hat befreiende Wirkung im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB für die folgenden Gesellschaften: Dr. Poehlmann & Co. GmbH, Herdecke Ardeypharm GmbH, Herdecke BBT Biotech GmbH, Baesweiler Polamin - Werk GmbH, Herdecke Sanoreform GmbH Naturheilmittel, Diätprodukte, biologische Kosmetik, Herdecke Dr. Ponsold Pharma GmbH, Herdecke Kauf - Werbung Werbeagentur GmbH, Hagen Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Im Zeitraum zwischen Jahresende 2021 und Aufstellung des Konzernabschlusses ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung.
Herdecke, den 23.11.2022 Die Geschäftsführung Sabine Haarmann Martin Proppert Detlef Gopon Jürgen Kirstein Konzernlagebericht1 Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell Die Pharma-Zentrale GmbH hält als Konzernobergesellschaft 100% der Anteile an den Firmen • Dr. Poehlmann & Co. GmbH, • Ardeypharm GmbH, • BBT Biotech GmbH, • Dr. Ponsold Pharma GmbH, • Sanoreform GmbH, • Polamin-Werk GmbH, • Kauf-Werbung GmbH. Mit diesen Unternehmen wurden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Weitere 100% der Anteile werden gehalten an den Firmen • Dr. Ponsold GmbH, • Emonta B.V./Niederlande, • Emonta Pharma Ges.m.b.H./Österreich Weitere 74,50% der Anteil werden gehalten an der Loerfelder Ökonomie Hans Proppert GmbH. Gegenstand dieser Unternehmen ist die Herstellung und der Vertrieb von Arzneimitteln, Wirkstoffen, Nahrungsergänzungsmitteln sowie von Tierarznei- und Tierfuttermitteln, wobei die Produkte sowohl im nationalen wie in internationalen Märkten vertrieben werden. Die wesentlichen Tochterunternehmen haben folgende Arbeitsschwerpunkte: Die Dr. Poehlmann & Co. GmbH vertreibt Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel. Die Ardeypharm GmbH hat ihre Arbeitsschwerpunkte im Wesentlichen in der Entwicklung und Herstellung von mikrobiologischen und pflanzlichen Arzneimitteln unter verschiedenen Markenbezeichnungen. Die BBT Biotech GmbH ist ein pharmazeutischer Wirkstoffhersteller. Die Herstellung umfasst Enzyme und Hormonpräparate. Die Dr. Ponsold GmbH ist Produzent und Vertreiber von Futtermitteln. Die Pharma-Zentrale GmbH fungiert als Holding-, Besitz- und Betriebsgesellschaft für die Tochtergesellschaften und ist auf dem Gebiet der Lohnherstellung tätig. 1.2 Forschung und Entwicklung Dieser Bereich bezieht sich auf die Mikrobiologie, biologische Forschung, galenische Forschung, analytische Forschung und klinische Forschung. Unsere Anstrengungen, sowohl in der klinischen Forschung als auch in der Produktweiterentwicklung, werden wir nach den bisher erreichten Ergebnissen weiterhin mit unverändertem Einsatz vorantreiben. Um auch zukünftig den hohen Anforderungen der Märkte gerecht zu werden ist es von hoher Bedeutung, dass unsere Produkte und Produktionsprozesse ständig optimiert werden. Dabei ist es Aufgabe der Forschung alte Indikationsgebiete abzusichern und neue Indikationsgebiete herauszuarbeiten sowie neue Testverfahren zu entwickeln. Im Berichtsjahr sind Aufwendungen in Höhe von T€ 740 angefallen. Im Wesentlichen handelt es sich um Personalkosten. 1.3 Finanzielle Leistungsindikationen Die finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern sind die Umsatzerlöse, die Gesamtleistung und das Rohergebnis sowie das EBITDA, das Ergebnis vor Steuern und vor Ertragsteuern und das Jahresergebnis. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2021 hat sich die Weltwirtschaft nach dem durch die COVID-19-Pandemie verursachten Einbruch 2020 erholt. Laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs die Weltwirtschaft um 5,9 %. Nach einem deutlichen Aufschwung in der ersten Jahreshälfte verlor das Wachstum allerdings aufgrund von Lieferengpässen, beschränkten Transportkapazitäten und ein wieder ansteigendes Infektionsgeschehen in der zweiten Jahreshälfte an Schwung. Die Pharmaindustrie zeigte sich im Vorjahr relativ krisenfest und verzeichnete im Jahresverlauf ein deutliches Wachstum. Zum einen reagiert die Pharmabranche weniger stark auf konjunkturelle Schwankungen und zum anderen funktionierten die pharmazeutischen Lieferketten im Jahresverlauf weitestgehend reibungslos. Aufgrund der Tatsache, dass die pharmazeutische Industrie auch im zweiten Jahr der Pandemie in der Lage war ihren Wachstumskurs fortzuführen, ist davon auszugehen, dass die Pharmaindustrie auch zukünftig diese Entwicklung fortsetzt. Die Pharmaindustrie verzeichnete im Jahr 2021 zwar nur 3,2 Prozent mehr Auftragseingänge als im Vorjahr, doch blieb die Branche zuvor von massiven Nachfrageeinbrüchen weitgehend verschont. Die pharmazeutische Industrie steigerte ihren Produktionswert im Jahr 2021 um 5,8 % und ihren Umsatz sogar um 8,5 % gegenüber dem Vorjahr. 2.2 Geschäftsverlauf Der Konzern Pharma-Zentrale GmbH blickt auf einen sehr erfolgreichen Geschäftsverlauf 2021 zurück. So wurde der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 31,8 % auf T€ 52.226 gesteigert und das Ergebnis um 221,6% auf T€ 1.729 verbessert und damit das Umsatzziel übertroffen und das Ergebnisziel erreicht. Geschäftsentwicklung der Pharma-Zentrale GmbH anhand wesentlicher Kennzahlen
(1) EBITDA = Ergebnis vor Steuern + Zinsaufwendungen - Zinserträge + Abschreibung Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Pharma-Zentrale GmbH ihre Erlöse aus Warenverkäufen um 11,6 % und aus dem Lohnherstellungsgeschäft um 12,5 % steigern. Die übrigen Konzerntöchter hatten bis auf die BBT Biotech GmbH, die sich positiv entwickelte, eine stabile Geschäftsentwicklung zu verzeichnen. Die Dr. Poehlmann GmbH hatte erneut einen leichten Umsatzrückgang von 3,1 % zu verzeichnen, was aber für das Konzernergebnis nur eine untergeordnete Rolle spielt. Das Geschäft der Ardeypharm GmbH stabilisierte sich und es konnte gegenüber dem Vorjahr eine Umsatzsteigerung von 1,9 % erzielt werden. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten einiger Mitbewerber erhielt die BBT Biotech GmbH ein Alleinstellungsmerkmal für ihr Hauptprodukt. Auf diesem Hintergrund erhöhten sich die Umsatzerlöse um 84,3 %. Trotz des weiterhin schwierigen Marktumfeldes konnte die Dr. Ponsold GmbH eine Umsatzsteigerung von 13,8 % erzielen. Bei den Auslandtöchtern verlief die Umsatzentwicklung unterschiedlich. Während die Emonta B.V. einen Umsatzrückgang von -4,4 % hinnehmen musste, erzielte die Emonta Pharma Ges.m.b.H. eine Umsatzsteigerung von 2,0 %. Insgesamt erhöhte sich der Konzernumsatz um 31,8 %. Zusammen mit einer Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, der durch im, Wesentlichen aus einem höheren Vorratsbestand der BBT Biotech GmbH resultiert, verbesserte sich das Rohergebnis um 15,6 %. Der Personalaufwand ist mit 1,1 % leicht gestiegen, genauso wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 2,8 %. Im Ergebnis konnte das Konzernergebnis nach einem Konzernjahresverlust im Vorjahr von T€ 1.422 auf einen Konzernjahresüberschuss von T€ 1.729 verbessert werden. 3 Darstellung der Lage der Gesellschaft 3.1 Vermögenslage AKTIVA
Zum 31.12.2021 erhöhte sich die Bilanzsumme um T€ 4.237 auf T€ 27.879. Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um T€ 597, da es bei Anlagenzugängen von T€ 1.521 und Abschreibungen von T€ 810 zu Abgängen im Buchwert von T€ 114 kam. Im Umlaufvermögen erhöhten sich die Vorräte um T€ 3.249 und die Forderungen und sonstigen Aktiva um T€ 710. Die liquiden Mittel verringerten sich dagegen um T€ 319. Durch den Jahresüberschuss i.H.v. T€ 1.729 erhöhte sich das Eigenkapital auf T€ 19.365, was einer Eigenkapitalquote von 69,5 % entspricht. Durch die Neuaufnahme von zwei Darlehen i.H.v. insgesamt T€ 1.650 sowie die planmäßige Tilgung eines Altdarlehens erhöhte sich das langfristige Fremdkapital um T€ 1.403. Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich gleichzeitig um T€ 1.105. Dabei erhöhten sich die Rückstellungen um T€ 282. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten verringerten sich um T€ 218, während die übrigen Verbindlichkeiten um T€ 1.046 anstiegen. Die größte Position waren dabei die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen i.H.v. T€ 743. 3.2. Finanzlage Ausgehend vom Konzernjahresüberschuss von T€ 1.729 wurde ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von T€ 47 erwirtschaftet. Mit dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ 1.379 wurde dieser zur Finanzierung der Investitionstätigkeit (T€ 1.498) eingesetzt. Zum 31.12.2021 verfügt der Konzern über Finanzmittel i.H.v. T€ 1.321 bei jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten in Höhe von T€ 51. 3.3. Ertragslage Die Konzernumsatzerlöse erhöhten sich um 31,8 % auf T€ 52.226. Dabei betrug der Inlandsumsatz T€ 34.067 und der Auslandsumsatz T€ 18.159. Zusammen mit den sonstigen betrieblichen Erträgen i.H.v. T€ 284 und einer Bestandserhöhung von T€ 2.178 erhöhte sich die Gesamtleistung um 38,5 % auf T€ 54.688. Der Materialaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 11.846 auf T€ 27.565. Dabei betrugen der Materialaufwand T€ 25.193 und die Aufwendungen für bezogene Leistungen T€ 2.372. Die Materialeinsatzquote lag mit 50,7 % um 9,8% Punkte höher als im Vorjahr. Das Rohergebnis verbesserte sich um 15,6 % und lag bei T€ 27.123. Durch eine geringfügige Erhöhung des Personalbestandes stieg der Personalaufwand um T€ 152 auf T€ 13.299 an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen mit T€ 11.028 um T€ 297 höher aus. Der Ertragsteueraufwand in 2021 beträgt für den Konzern T€ 92. Alle Auflagen im Bereich Umweltschutz wurden von den Konzerngesellschaften eingehalten. 4 Chancen- und Risikobericht Nachfolgende Chancen und Risiken sind in absteigender Reihenfolge entsprechend der Bedeutung für die Pharma-Zentrale GmbH aufgeführt: 4.1. Risikobericht Branchenrisiken Eine große Herausforderung stellen für mittelständische Unternehmen die ständig neuen EU-Verordnungen dar, deren Umsetzungen mit hohen Kosten verbunden sind und somit die Ergebnisentwicklung beeinflussen. Mit seinen Produkten agiert die Pharma-Zentrale GmbH im Inland fast ausschließlich im nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittelmarkt (OTC-Markt). Nur ein geringer Umsatzanteil wird über die Ausnahmeregelungen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Markt) generiert. Dadurch sind die Risiken, die durch die ständigen gesetzlichen Veränderungen der Rahmenbedingungen hervorgerufen werden, von untergeordneter Bedeutung. Absatzrisiken Durch die fortschreitende Erschließung der Auslandsmärkte, insbesondere in Osteuropa und Asien, verstärken sich für die Pharma-Zentrale GmbH die Risiken in den entsprechenden Ländern. Die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen sind in einigen Regionen schwer einschätzbar. Marktbezogene Risiken Für einige Produkte werden die Rohstoffe aus dem asiatischen Raum bezogen, da keine anderen Bezugsquellen zur Verfügung stehen. Zusammen mit der besonderen Art der Bereitstellung dieser Stoffe führt dies zu Mengenverknappungen. Geschickte Vertragsvereinbarungen sowie enge Bindungen zu den Lieferanten verringern zwar das Risiko eines Engpasses, ein Restrisiko bleibt aber bestehen. Weitere Risiken Währungskursschwankungen können aus den Verkaufskontrakten der BBT Biotech GmbH resultieren. Risiken, die sich aus personellen Engpässen ergeben, werden als nicht bedeutend angesehen. 4.2. Chancenbericht Marktbezogene Chancen Große Chancen bieten das Auslandsgeschäft. Hier sollte die große Nachfrage nach den Produkten der BBT Biotech GmbH sowie der Ardeypharm GmbH den Anteil des Auslandsgeschäftes weiter steigern. Ebenfalls gute Chancen sieht die Geschäftsführung im weiteren Ausbau des Geschäftsfeldes der Lohnherstellung. 4.3 Gesamtrisikoposition Die Gesamtrisikoposition des Konzerns ist aufgrund der Volatilität auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten größer als die Gesamtrisikoposition des Vorjahrs. Durch die aktuell gegebene Risikotragfähigkeit bestehen zum Abschlussstichtag aus unserer Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken und diese sind auch momentan für den Prognosezeitraum nicht erkennbar. 5 Prognosebericht Zu Beginn des Jahres 2022 wurde damit gerechnet, dass sich der Erholungskurs der Wirtschaft fortsetzen wird. Diese Hoffnung hat sich im Laufe des ersten Halbjahres 2022 zerschlagen. Neben dem weiterhin bestehenden Corona Infektionsgeschehen hat sich mit dem Kriegsausbruch in der Ukraine eine weitere Krise aufgetan, die die Wirtschaft vor große Herausforderungen stellt. Material-, Transport- und Personalengpässe behindern massiv die Produktionsprozesse. Zudem gesellt sich eine stetig steigende Inflation und die Sorge um zukünftige Energieengpässe. Trotz dieser Schwierigkeiten rechnet die Geschäftsführung der Pharma-Zentrale GmbH mit einem weiterhin positiven Verlauf. Aufgrund der weiterhin funktionierenden Lieferketten sowie der ungebrochenen Nachfrage nach den Produkten kalkuliert die Geschäftsleitung mit einem Konzernumsatz i.H.v. T€ 54.000. Für die Umsatzerlöse der Pharma-Zentrale GmbH wird im Auslandsgeschäft ein moderater Anstieg erwartet, während das Lohnherstellungsgeschäft sich auf Vorjahresniveau bewegen wird. Die Ardeypharm GmbH und die Dr. Poehlmann GmbH werden sich mit ihren Umsätzen auf Höhe des vorangegangenen Geschäftsjahres bewegen. Da mit einem Wiedereintritt der Mitbewerber in den Markt in 2022 und 2023 nicht gerechnet werden kann, wird für die BBT Biotech ein weiterer Umsatzanstieg erwartet. Das Jahresergebnis wird durch die gegenüber dem Vorjahr stark gestiegenen Beschaffungs- und Produktionskosten belastet. Deshalb rechnet die Geschäftsführung, trotz gestiegener Umsatzerwartung, mit einem gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr niedrigeren Jahresergebnis i.H.v. T€ 1.300. Aufgrund der Ergebnisse der abgelaufenen Monate des Geschäftsjahres 2022 ist kann mit einer leicht über der Prognose liegende Umsatz- und Ergebnisentwicklung für 2022 gerechnet werden.
Herdecke, den 23. November 2022 Die Geschäftsführung Sabine Haarmann Martin Proppert Detlef Gopon Jürgen Kirstein Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Pharma-Zentrale GmbH, Herdecke Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der Pharma-Zentrale GmbH, Herdecke, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Pharma-Zentrale GmbH, Herdecke, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hagen, den 20. Dezember 2022 WUP
Treuhand GmbH
Weischede, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Yilmaz, Wirtschaftsprüfer Sonstiger BerichtsteilSonstige AngabenDer Konzernabschluss wurde am 01.03.2023 gebilligt. |
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