HUK-COBURG Asset Management GmbH

Bahnhofsplatz, 96450 Coburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 4482
Eingetragen
22.7.2008
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: 1. Erbringung folgender Wertpapierdienstleistungen: a. Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nr. 3 WplG) b. Anlageberatung (§2 Abs. 2 Nr. 4 WplG) c. Finanzportfolioverwaltung (§ 2 Abs. 2 Nr. 9 WplG) 2. Betrieb des Eigengeschäfts gemäß § 15 Abs. 3 WplG 3. Durchführung grenzüberschreitender Wertpapierdienstleistungen (§ 70 Abs. 3 S. 2 WplG) 4. Erbringung von sonstigen Dienst-, Vermittlungs- und Serviceleistungen im Zusammenhang mit der Verwaltung von Kapitalanlagen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Nico Dr. Zachert
seit 1.2.2022
Prokura
Heike Baetz
seit 1.2.2022
Geschäftsführer
Mario Lothar Oppmann
seit 20.1.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HUK-COBURG Asset Management GmbH

Coburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Beirat

Thomas Sehn Vorstandsmitglied, HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Großheirath, Vorsitzender
Detlef Frank Vorstandsmitglied, HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Bamberg, bis 30.06.2023
Dr. Anne von Häfen Vorstandsmitglied, HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Niederfüllbach, ab 01.07.2023
Dr. Uwe Stuhldreier Vorstandsmitglied, HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
Christian Zöller Vorstandsmitglied, HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg

Geschäftsführung

Heike Baetz Geschäftsführerin Marktfolge
Mario Oppmann Geschäftsführer Markt

Lagebericht

HUK-COBURG Asset Management GmbH

Berichtsjahr im Überblick

Das Berichtsjahr war geprägt durch volatile Marktzinsen, die sich in einem Korridor von 100 Basispunkten bewegt haben, sowie durch negative konjunkturelle Entwicklungen in Verbindung mit einer weiterhin hohen Inflation.

Im Berichtsjahr erhöhten sich die Assets under Management um 7,2 % auf rd. 39,7 Mrd. €. Bei den Provisionserträgen verzeichnete die HUK-COBURG Asset Management GmbH (kurz: HAM) eine Erhöhung von 15,1 % auf 20.527 Tsd. €, die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beliefen sich auf 18.265 Tsd. €.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit betrug 2.239 (Vorjahr: 1.479) Tsd. €. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstiger Steuern verblieb ein Bilanzgewinn von 1.534 (Vorjahr: 1.077) Tsd. €.

Tatsächliche Entwicklung im Berichtsjahr im Vergleich zur Prognose des Vorjahres

Im Folgenden wird die tatsächliche Entwicklung wesentlicher Leistungsindikatoren im Berichtsjahr den im Vorjahr berichteten Prognosen im Rahmen des qualifiziert-komparativen Abgleichs gemäß des Deutschen Rechnungslegungs Standards 20 (DRS 20) gegenübergestellt. Die Aussagen leiten sich aus dem Orientierungsrahmen mit definierten Schwellen zur Einschätzung der Wesentlichkeit von Änderungen ab. Im Falle signifikanter Abweichungen werden die Einflussgrößen unter der Tabelle dargestellt.

Tatsächliche Entwicklung im Berichtsjahr im Vergleich zur Prognose des Vorjahres 1)

Tatsächliche Entwicklung im Berichtsjahr im Vergleich zur Prognose des Vorjahres 1)
Leistungsindikatoren Prognose Vorjahr Ist Berichtsjahr
Assets under Management leichter Anstieg Vorjahresniveau
Provisionserträge deutlicher Anstieg leichter Anstieg
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen deutlicher Anstieg Vorjahresniveau
Bilanzgewinn deutlicher Anstieg leichter Anstieg

Bei den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ist sowohl ein Anstieg der Personalaufwendungen als auch der Fremdberatungs- und EDV-Kosten als Anteil der anderen Verwaltungsaufwendungen zu verzeichnen.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Umfang des Geschäftsbetriebes

Die HAM hat bis zum 25.06.2021 Finanzportfolioverwaltung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG, Anlageberatung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG sowie Eigengeschäft gemäß § 32 Abs. 1a KWG betrieben. Ab 26.06.2021 gilt für die Erlaubnis die Übergangsvorschrift nach § 86 Abs. 1 i. V. m. § 15 WplG. Danach liegt bei unverändertem Geschäftsmodell der Schwerpunkt der HAM im Betrieb von Finanzportfolioverwaltung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 9 WplG, Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WplG sowie Eigengeschäft gemäß § 15 Abs. 3 WplG.

Die seit 2009 operativ tätige Gesellschaft ist in den Assetklassen Anleihen, Aktien, Private Equity und Private Debt sowie in der Betreuung von Immobilieninvestments tätig. Im Bereich der Finanzportfolioverwaltung war die Gesellschaft im Berichtsjahr im Wesentlichen für konzerninterne Vermögen der Unternehmen der HUK-COBURG Versicherungsgruppe (kurz: HUK-COBURG) verantwortlich.

Neben der operativen Kapitalanlage der Direktbestände der Gesellschaften der HUK-COBURG verwaltete die HAM drei konzernexterne Mandate zur Finanzportfolioverwaltung einer luxemburgischen und einer deutschen Kapitalverwaltungsgesellschaft sowie eines konzernexternen Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit.

Die Assets under Management (kurz: AuM) geben das Volumen an Kundengeldern in Marktwerten an, welches durch die HAM verwaltet wird. Zum Ende des Berichtsjahres hatte die HAM ein Volumen von 39,7 (Vorjahr: 37,0) Mrd. € AuM.

Es bestehen weiterhin Dienstleistungsvereinbarungen mit zentralen Funktionsbereichen der HUK-COBURG.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im letzten Jahr leicht geschrumpft und hat sich daher schlechter als der Euro-Raum entwickelt. Nach der ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes gab die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr 2023 um 0,3 % nach. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.

Mehrere Faktoren führten zu dieser unterdurchschnittlichen Entwicklung in Deutschland. Aufgrund des hohen Exportanteils an der Wirtschaftsleistung Deutschlands belastete insbesondere die weiterhin zurückhaltende Nachfrage nach Industrieprodukten aus dem Ausland. Ferner lasteten die hohen Energiekosten auf der Industrie. Vor allem betroffen waren die energieintensiven Branchen. Das Baugewerbe war ebenfalls unter merklichem Druck, da neue Investitionen, insbesondere im Wohnungsbau, vielfach aufgrund gestiegener Finanzierungskosten und hohen Baukosten ausblieben. Dass der Auftragspuffer im Bausektor spürbar zurückgeht, zeigt die schwache Entwicklung im zweiten Halbjahr. Hingegen positiv wirkte der private Konsum, da sich der Arbeitsmarkt weiterhin äußerst stabil zeigte und höhere Löhne die Kaufkraft bei einer nachlassenden Inflation wieder leicht verbesserten. Die Arbeitslosenquote ist im Jahr 2023 lediglich um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 % gestiegen. Die Teuerungsrate hat in den letzten Monaten der Berichtsperiode wieder spürbar nachgegeben, lag jedoch weiterhin merklich über dem EZB-Ziel. Im Dezember 2023 stieg der Harmonisierte Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vorjahresmonat insgesamt um 3,8 % an.

1) Die Entwicklung der Leistungsindikatoren kann unter Berücksichtigung der definierten Schwellen folgende Ausprägungen annehmen: deutlicher Rückgang, leichter Rückgang, Vorjahresniveau, leichter Anstieg, deutlicher Anstieg.

In den USA wuchs die Wirtschaft trotz der Bankenkrise im März auch im Jahr 2023 kräftig. Obwohl die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) im Berichtsjahr ihren Zins vier weitere Male auf 5,25 - 5,50 % erhöhte, wurden bisher lediglich einzelne Geschäftszweige belastet. Vor allem der private Konsum stützte die US-Wirtschaft weiterhin kräftig. Im Euro-Raum, speziell in Deutschland, fiel das Wachstum hingegen kraftlos aus. Aufgrund der weiterhin über Ziel liegenden Inflation war aber auch die Europäische Zentralbank (EZB) gezwungen, den Leitzins weiter deutlich von 2,5 % auf 4,5 % zu erhöhen. Gleichzeitig verringerten sich die Anleihebestände der Zentralbanken beidseits des Atlantiks, da fällig werdende Titel teilweise nicht wieder angelegt wurden.

Am Rentenmarkt führten die Leitzinserhöhungen sowie das konjunkturell positive Umfeld in den USA temporär zu merklich höheren Renditen bei US-Staatsanleihen. Kurzfristig rentierten 10-jährige Treasuries im Oktober sogar über 5 %. Zum Ende des Jahres setzte sich allerdings die Markterwartung durch, dass die Inflation stärker zurückgeht und die Zentralbanken im Jahr 2024 merklich die Leitzinsen senken könnten. Dadurch rentierten US-Treasuries zum Jahresende 2023 mit 3,9 % unverändert gegenüber dem Vorjahr. Bei Bundesanleihen fiel der Jahresverlauf ähnlich aus, wenngleich der Zinsanstieg über den Sommer weniger stark ausgeprägt war. Der sich anschließende Rückgang brachte die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen auf 2,0 % zurück, was gegenüber dem Jahresbeginn eine Verringerung von annähernd 0,6 %-Punkte bedeutet.

Die Aktienmärkte starteten überaus erfreulich in den Berichtszeitraum und konnten sich auch während der US-Bankenkrise im März über dem Jahresanfangsniveau halten. Höhere US-Zinsen und die Krise im Nahen Osten führten zu einer weiteren Schwächephase im Herbst. Die kräftigen Kursgewinne in den letzten beiden Monaten, sorgten allerdings bei vielen Indizes für neue Rekordmarken und eine insgesamt sehr gute Performance im Jahr 2023.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Erträge der HAM beliefen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 20.648 (Vorjahr: 17.974) Tsd. €. Diese setzten sich im Wesentlichen aus Provisionserträgen in Höhe von 20.527 (Vorjahr: 17.830) Tsd. € und Zinserträge in Höhe von 75 (Vorjahr: 43) Tsd. € zusammen. Die gestiegenen Provisionserträge resultieren im Wesentlichen aus gestiegenen AuM und höheren Provisionssätzen aus der Finanzportfolioverwaltung.

Die Aufwendungen der Gesellschaft betrugen insgesamt ohne Steueraufwand 18.409 (Vorjahr: 16.495) Tsd. €. Diese beinhalteten im Wesentlichen Zinsaufwendungen in Höhe von 133 (Vorjahr: 103) Tsd. € und allgemeine Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 18.265 (Vorjahr: 16.291) Tsd. €. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen teilten sich auf in Personalaufwand mit 7.562 (Vorjahr: 6.552) Tsd. € und andere Verwaltungsaufwendungen mit 10.703 (Vorjahr: 9.739) Tsd. €. Die Erhöhung der anderen Verwaltungsaufwendungen war auf höhere Fremdberatungs- und EDV-Kosten zurückzuführen.

Nach Berücksichtigung der Steueraufwendungen erzielte die Gesellschaft einen Bilanzgewinn von 1.534 (Vorjahr: 1.077) Tsd. €.

Finanzlage

Im Berichtsjahr standen der Gesellschaft ausreichende finanzielle Mittel durch Einbindung in den Zahlungsverbund der HUK-COBURG zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 17.659 auf 18.860 Tsd. €. Der Rechnungsabgrenzungspostenstieg um 91 auf 442 Tsd. € und die Forderungen an Kunden um 2.930 auf 3.349 Tsd. €. Der Bestand an Anleihen und Schuldverschreibungen sank um 1.507 auf 14.777 Tsd. € und die Sonstigen Vermögensgegenstände um 322 auf 236 Tsd. €.

Das harte Kernkapital betrug 8.616 (Vorjahr: 8.616) Tsd. €. Die Gesamtkapitalquote, bezogen auf die Gesamtkosten, betrug 223,5 (Vorjahr: 245,1) %.

Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die HAM beschäftigte zum Jahresende 2023 insgesamt 53 (Vorjahr: 53) fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die HAM nutzte folgende finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung:

Entwicklung der verwalteten Volumina in % (Assets under Management):

Im Berichtsjahr war ein Marktwertzuwachs der verwalteten Volumina um 7,2 % von 37,0 Mrd. € auf rd. 39,7 Mrd. € zu verzeichnen.

Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind Mitarbeiterförderung, Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung sowie effiziente Prozesse mit ständiger Weiterentwicklung der Digitalisierung.

Die Gesellschaft entwickelte sich im Berichtsjahr nach Einschätzung der Geschäftsführung aufgrund der leicht gestiegenen Verwaltungsvolumina und den höheren Assetmanagement-Gebühren positiv.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement

Das Berichtsjahr war geprägt durch volatile Marktzinsen, die sich in einem Korridor von 100 Basispunkten bewegt haben, sowie durch negative konjunkturelle Entwicklungen in Verbindung mit einer weiterhin hohen Inflation.

Im Berichtsjahr erhöhten sich die Assets under Management um 7,2 % auf rd. 39,7 Mrd. €. Die Risikotragfähigkeit war zu jedem Zeitpunkt gegeben. Die Eigenmittel des Unternehmens gingen über die Kapitalanforderungen hinaus, gewährleisten ein hohes Sicherheitsniveau und ermöglichen auch im Hinblick auf die Zukunft unternehmerische Handlungsspielräume.

Beschreibung des Risikomanagementsystems

Die HAM ist in das Risikomanagementsystem der HUK-COBURG eingebunden, wodurch insbesondere die Interessen der Kunden der HAM gesichert werden. Außerdem bildet die Geschäfts- und Risikostrategie neben den aufsichtsrechtlichen, gesetzlichen und vertraglichen Vorgaben den Rahmen für die Implementierung eines Risikosystems, das darauf ausgerichtet ist, die Unternehmensexistenz der HAM zu sichern. Die HAM hat die Interne Revision vollständig auf die HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg ausgelagert.

Die Geschäftsführung erhielt durch einen quartalsweise erstellten Risikobericht Informationen über die wesentlichen Risiken, denen die HAM ausgesetzt war. Die Risiken wurden quantitativ und qualitativ bewertet und mit Verantwortlichkeiten und ggf. Maßnahmen versehen. Durch die integrierte Zusammenführung verschiedenster Risikobereiche in einer Darstellungsform wurde ein schneller Überblick über die Gesamtrisikosituation ermöglicht.

Darüber hinaus wird die Geschäftsführung mittels Ad-hoc-Meldungen zeitnah durch die Risikocontrolling-Funktion über Veränderungen in der Risikosituation informiert.

Des Weiteren wurde ein Stresstest durchgeführt und im Rahmen des Risikoberichts an die Geschäftsführung berichtet. Ziel des Stresstests war es, Worst-Case-Betrachtungen aller Risiken vorzunehmen, denen die HAM ad-hoc ausgesetzt sein könnte. Es wurden hypothetische Risikoszenarien betrachtet und die Folgewirkungen für die HAM analysiert.

Durch das implementierte Risikomanagementsystem ist nach Einschätzung der Geschäftsführung sichergestellt, dass die unvorhergesehene Realisation von Risiken und die damit einhergehenden Verluste von der HAM getragen werden können. Das oben beschriebene Vorgehen im Rahmen des Risikomanagementsystems wird durch die Interne Revision infolge des risikoorientierten Prüfungsplans geprüft.

Risikobereiche

Folgende wesentliche Risikoarten hat die HAM im Rahmen der Risikoinventur identifiziert:

Marktrisiken

Das Marktrisiko umfasst die nicht geplanten Wertveränderungen, die sich aus der Höhe oder der Volatilität der Marktpreise von Finanzinstrumenten ergeben, die den Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Unternehmens beeinflussen.

Die Marktrisiken resultieren aus den Eigenanlagen der HAM. Kapitalmarktschwankungen bestimmen die Wertentwicklung der Eigenanlagen. Hierbei ist festzuhalten, dass die Eigenanlagen in Rententitel investiert sind und im Durchschnitt eine sehr gute Bonität ausweisen.

Schwankungen der Erträge oder Aufwendungen

Die Erträge der HAM bestanden überwiegend aus Provisionen für die Verwaltung der Kapitalanlagen von Gesellschaften innerhalb der HUK-COBURG. Abhängig von der Entwicklung dieser Kapitalanlagen schwanken somit auch die Erträge der HAM.

Auch die größten Aufwandspositionen der HAM bestehen gegenüber der HUK-COBURG: Für die Auslagerung von Funktionen der HAM an die HUK-COBURG werden Kosten in Rechnung gestellt. Schwankungen in diesen Kosten wirken direkt auf das Ergebnis der HAM. Über die Höhe der Gemeinkosten wird außerdem auch die Eigenkapitalanforderung der HAM beeinflusst.

Die erwarteten Erträge und Aufwendungen werden im Rahmen der Unternehmensplanung für die nächsten fünf Jahre prognostiziert. Nach aktueller Planung übersteigen die Erträge die Aufwendungen und es werden keine Kapitalmaßnahmen notwendig.

Operationelle und rechtliche Risiken

Das operationelle Risiko umfasst das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt.

Verluste durch ein Versagen des Internen Kontrollsystems (IKS) können z. B. entstehen durch unabsichtlich oder absichtlich falsch abgewickelte Handelstransaktionen, durch fehlerhafte Bewertung von Kapitalanlagen oder durch die Aufnahme eines nicht aufsichts- rechts- oder kapitalanlagenstrategiekonformen neuen Finanzprodukts in das Produktportfolio.

Schadenersatzpflicht für die HAM könnte bei Verstößen gegen die Anlagebedingungen in einem von der HAM gemanagten Fonds entstehen. Ein Versagen des IKS soll durch detaillierte Arbeitsanweisungen, Vertretungsregelungen, Implementierung von Kontrollmechanismen und die konsequente Anwendung des Vieraugenprinzips soweit wie möglich ausgeschlossen werden. Für Fonds, die von der HAM gemanagt werden, erfolgt zusätzlich die Überwachung durch die KVG.

Darüber hinaus besteht zur Absicherung gegen Risiken aus kriminellen Handlungen eigener Angestellter (Betrug, Veruntreuung, Computerkriminalität o. ä.) zugunsten der HAM eine Vertrauensschadenversicherung.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels stellt es eine große Herausforderung dar, geeignetes Personal am Standort Coburg zu finden bzw. zu gewinnen. Dem begegnet die HAM durch Personalmarketingmaßnahmen innerhalb der HUK-COBURG.

Für weitere operationelle Risiken (z. B. IT- und Immobilienbetrieb) bedient sich die HAM der Systeme der HUK-COBURG.

Das rechtliche Risiko besteht zum einen im Bereich der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, zum anderen im Rahmen vertraglicher Vereinbarungen.

Den vertraglichen Rechtsrisiken begegnet die HAM durch juristische Prüfungen der entsprechenden Vertragswerke mittels hausinterner und auch externer Juristinnen und Juristen.

Das Liquiditätsrisiko - das Risiko, dass das Unternehmen auf Grund mangelnder Fungibilität nicht in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen - wird als nicht wesentlich eingeschätzt, weil bei dem stabilen Geschäftsmodell der HAM die laufenden Einnahmen die Aufwendungen in der Regel übersteigen. Darüber hinaus sind Kapitalanlagen vorhanden, die kurzfristig liquidiert werden könnten. Ein Refinanzierungsrisiko besteht nicht, da aufgrund der komfortablen Eigenkapitalsituation keine Refinanzierung durch Fremdkapital nötig ist.

Reputationsrisiken entstehen, wenn das Wertpapierinstitut negative öffentliche Wahrnehmung, Vertrauensverlust oder Kundenabwanderung erfährt. Dies kann aufgrund schlechter Performance, Missverständnissen, fehlender Transparenz oder möglichen Compliance-Verstößen entstehen.

Risikotragfähigkeit

Die HAM ermittelt quartalsweise ihre Risikotragfähigkeit. Damit soll sichergestellt werden, dass das Gesamtrisikoprofil aller wesentlichen in der Risikoinventur identifizierten und quantifizierten Risiken kleiner ist als die Risikodeckungsmasse der Gesellschaft.

Bei der Ermittlung der Risikodeckungsmasse wird eine bilanzorientierte Ableitung verwendet. Die Risikodeckungsmasse entspricht dabei dem bilanziellen Eigenkapital abzüglich der Mindestkapitalanforderung.

Das Gesamtrisikoprofil stellt eine Aggregation aller in der Risikoinventur als wesentlich identifizierten Risiken dar. Im Bereich der Eigenanlagen werden die Marktpreisrisiken auf Basis von Value-at- Risk-Kennzahlen über einen Zeitraum von einem Jahr zum Quantil 95 % quantifiziert. Zum 31.12.2023 wurde folgende Risikoauslastung ermittelt.

Risikoauslastung

31.12.2023
Gesamtrisiko in Tsd. € 3.325,90
Risikodeckungsmasse in Tsd. € 4.761,75
Auslastung in % 69,85

Bei einer Beanspruchung der Risikodeckungsmasse von 69,9 % konnte festgehalten werden, dass nach Einschätzung der Geschäftsführung die HAM über ausreichend Kapital verfügte, um die eingegangenen Risiken abzudecken und die Mindestkapitalanforderung auch nach Stress sicherzustellen.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Das Vermögen der HAM ist in konservativen Rententiteln investiert, die im Durchschnitt eine sehr gute Bonität aufweisen. Das mit den getätigten Eigenanlagen verbundene Risiko wird als gering eingeschätzt. Interne Regelungen zur entsprechenden Steuerung etwaiger Neuanlagen werden dokumentiert. Auf den Einsatz von Finanzinstrumenten zur Absicherung ökonomischer oder bilanzieller Risiken wird vor diesem Hintergrund verzichtet.

Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und Risikolage

Das implementierte Risikomanagementsystem der HAM ist nach Einschätzung der Geschäftsführung geeignet, um den Ansprüchen sowohl der Stakeholder als auch des Regulators gerecht zu werden. Das Gesamtrisiko machte 69,9 % der Risikodeckungsmasse aus.

Die Eigenmittel des Unternehmens gingen über die Kapitalanforderungen hinaus, das harte Kernkapital betrug gem. Art. 9 IFR i. V. m. Art. 26 CCR 8.616 Tsd. € (Vorjahr: 8.616 Tsd. €). Die Gesamtkapitalquote gem. Art. 11 IFR, bezogen auf die Gesamtkosten, betrug 223,5 % (Vorjahr 245,1 %).

Es bleibt zu erwähnen, dass ein Klumpenrisiko darin besteht, dass der überwiegende Anteil der verwalteten Mittel der HUK-COBURG zuzurechnen ist. Jedoch wird dieses Risiko seitens der HAM als gering eingeschätzt.

Die Versicherungsunternehmen in der HUK-COBURG und insbesondere die HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg als Muttergesellschaft des Konzerns haben nach Einschätzung der Geschäftsführung eine sehr komfortable Kapitalausstattung, so dass ein Ausfall und damit ein vom Konzern nicht beeinflusster Wegfall des Mandates der HAM sehr unwahrscheinlich ist. Die langfristige Betreuung der Kapitalanlagen des Konzerns ist aufbauorganisatorisch und vertraglich festgelegt und aufgrund von Kosten- und Know-How-Vorteilen auch im Interesse der HUK-COBURG, so dass die Erwirtschaftung der Managementgebühren nachhaltig gesichert ist. Der Beitrag zur Wertschöpfung für die HUK-COBURG ist primäres Ziel der HAM - dies kann aktiv dazu beitragen, den Eintritt dieses Szenarios "Wegfall des Mandates" zu verhindern.

Durch die Zugehörigkeit zur HUK-COBURG sieht die Geschäftsführung auch für die Zukunft Möglichkeiten zum Ausbau der Geschäftstätigkeit. Zudem ergeben sich durch den Ausbau der mit den Lebensversicherungen der HUK-COBURG verbundenen kapitalmarktorientierten, modernen Produkte weitere Einsatzmöglichkeiten für die HAM. Ein Ausbau des Geschäfts mit institutionellen Anlegern außerhalb der HUK-COBURG befindet sich in der Umsetzungsphase und würde die Chance ermöglichen, auf Basis von vorhandenem Know-how zusätzliche Erträge zu generieren. Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind damit gute Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens gegeben.

Voraussichtliche Entwicklung

Die Gesellschaft erwartet für das Jahr 2024 bei Provisionserträgen in einer Größenordnung von 22,3 Mio. € und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 18,6 Mio. € einen Bilanzgewinn von etwa 2,8 Mio. €.

Der Prognose für das Jahr 2024 liegt die Kontinuität der Geschäftstätigkeit hinsichtlich der Verantwortung für die Betreuung der Kapitalanlagen der HUK-COBURG zugrunde. Im Planungszeitraum wird von moderat steigenden Aktienkursen und Zinsen auf konstantem Niveau ausgegangen. Gestiegene Risiken ergeben sich im Beurteilungszeitraum hinsichtlich des weiteren Verlaufs geopolitischer Krisen, insbesondere des Ukraine-Konflikts, und der konjunkturellen Entwicklung in Verbindung mit einer weiter hohen Inflation. Die Prognosen sind mit einer sehr hohen Unsicherheit behaftet. Bedingt durch umsichtige Annahmen werden für 2024 Assets under Management auf konstantem Niveau prognostiziert.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für den auch im Jahr 2023 gezeigten, engagierten Einsatz.

Bestätigung des Lageberichts

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im vorgelegten Lagebericht der HUK-COBURG Asset Management GmbH dargestellte Geschäftsverlauf und das Geschäftsergebnis sowie die Lage der Gesellschaft den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Gleiches gilt für die Beschreibung der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft.

 

Coburg, den 21. März 2024

Die Geschäftsführung

Baetz

Oppmann

Jahresbilanz zum 31.12.2023

der HUK-COBURG Asset Management GmbH

Aktivseite

2023 2022
Euro Euro Euro
1. Forderungen an Kunden 3.349.065,92 419.560,27
2. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten 14.777.300,43 16.284.410,98
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 12.758.982 € (Vorjahr: 14.266 Tsd. €) 14.777.300,43 16.284.410,98
3. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 50.336,41 41.232,85
4. Sachanlagen 5.553,96 4.141,68
5. Sonstige Vermögensgegenstände 235.716,61 557.821,79
6. Rechnungsabgrenzungsposten 442.305,62 351.410,47
18.860.278,95 17.658.578,04

Passivseite

2023 2022
Euro Euro Euro Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden andere Verbindlichkeiten
täglich fällig - 171.741,17
2. Sonstige Verbindlichkeiten 77.199,04 77.083,39
3. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.099.024,00 5.674.537,00
b) Steuerrückstellungen 204.808,24 9.016,00
c) andere Rückstellungen 2.328.595,80 2.033.152,26
8.632.428,04 7.716.705,26
4. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
b) Kapitalrücklage 4.250.000,00 4.250.000,00
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 4.266.185,84 4.266.185,84
4.266.185,84 4.266.185,84
d) Bilanzgewinn 1.534.466,03 1.076.862,38
10.150.651,87 9.693.048,22
18.860.278,95 17.658.578,04

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023

2023 2022
Euro Euro Euro Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 17.890,87 -
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 57.029,45 42.558,08
74.920,32 42.558,08
2. Zinsaufwendungen 133.448,05 103.277,83
3. Laufende Erträge aus
Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.740,75
4. Provisionserträge 20.527.265,91 17.830.176,46
5. Sonstige betriebliche Erträge 25.136,16 100.843,63
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 6.161.607,19 5.491.292,94
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.400.692,16 1.060.311,79
darunter: 7.562.299,35 6.551.604,73
für Altersversorgung 576.701 € (Vorjahr: 314 Tsd. €)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 10.702.666,84 9.739.069,37
18.264.966,19 16.290.674,10
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.141,13 1.570,49
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.719,15 26.562,42
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 72.521,41
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 18.931,87
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 2.238.720,49 1.478.971,92
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 704.254,46 402.099,54
13. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8 ausgewiesen - 10,00
14. Jahresüberschuß 1.534.466,03 1.076.862,38
15. Bilanzgewinn 1.534.466,03 1.076.862,38

Anhang

Die Gesellschaft wird als "HUK-COBURG Asset Management GmbH" beim Amtsgericht Coburg im Handelsgericht unter der Nummer "HRB 4482" mit Sitz in Coburg geführt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB sowie unter Beachtung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Soweit ergänzende Angaben aus der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung ersichtlich waren, wurden diese im Anhang nicht gesondert erläutert.

Leerposten wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Bilanzierung und Bewertung der Aktiva und Passiva wurden die Grundsätze des HGB angewendet.

Forderungen an Kunden wurden zum Nennwert bilanziert.

Die Bewertung der Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere erfolgte nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Für die Zeitwerte wurde der Börsenkurs am Abschlussstichtag herangezogen.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden gemäß § 253 Abs. 3 HGB bewertet. Die Zeitwerte wurden auf Basis von Rücknahmewerten bestimmt.

Investmentanteile wurden als Deckungsvermögen für Verpflichtungen aus Zeitwertkonten gehalten. Nach § 253 Abs.1 Satz 3 HGB wurden die Rückstellungen mit dem Zeitwert der Investmentanteile bewertet, da sich die Höhe der Verpflichtungen aus Zeitwertkonten ausschließlich nach deren beizulegendem Zeitwert bestimmt. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte die Verrechnung der Investmentanteile mit dem korrespondierenden Posten unter den anderen Rückstellungen.

Die Anschaffungskosten der verrechneten Investmentanteile beliefen sich auf 522 Tsd. €. Deren beizulegender Zeitwert, der mit dem Kurswert am Bilanzstichtag identisch war, wies eine Höhe von 525 Tsd. € auf. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Verpflichtungen aus Zeitwertkonten belief sich auf 525 Tsd. €.

Sachanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich linearer und außerplanmäßiger Abschreibung bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgt über eine Nutzungsdauer von 13 bis 23 Jahren.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den Nominalbeträgen bewertet.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Sonstige Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Pensionsrückstellung wurde nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Es fanden die Richttafeln RT 2018 G der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln, in der Fassung vom Oktober 2018 Verwendung. Als weitere Parameter sind in die Berechnung eingeflossen: eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 0,5 % bzw. 1,5 %, ein Gehaltstrend von 4,0 % bzw. eine entsprechende Karrierematrix sowie angenommene Rentenanpassungen von 2,5 %. Es kam ein Rechnungszins von 1,83 % zur Anwendung. Dabei wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen der bilanzierten Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Wertansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren betrug 97 Tsd. €.

Der Wertansatz der Steuerrückstellungen und der anderen Rückstellungen erfolgte nach dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,74 %. Zum Bilanzstichtag wurden unter den anderen Rückstellungen für die Zeitwertkonten eine Rückstellung für den Freistellungsbonus für ruhestandsnahe Inanspruchnahmen sowie eine Rückstellung für zusätzliche Arbeitgeberanteile an der Sozialversicherung ausgewiesen. Diese wurden auf Basis der gleichen biometrischen Annahmen wie bei der Jubiläumsrückstellung und unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeiten der Wahl der ruhestandsnahen Freistellung bzw. unter Berücksichtigung gestiegener Beitragssätze zur Sozialversicherung mit einem Zinssatz von 1,74 % bewertet. Außerdem wurde unter den anderen Rückstellungen eine Rückstellung für Übergangsgeld ausgewiesen, die mit einem Zinssatz von 0,77 % über die Laufzeit abgezinst wurde.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betrugen 123 Tsd. €.

Zugehörigkeit zu Konzernen

Das gezeichnete Kapital der HUK-COBURG Asset Management GmbH befand sich zu 100 % im Besitz der HUK-COBURG-Holding AG in Coburg. Nachzahlungsverpflichtungen bestanden nicht.

Die Gesellschaft ist nach § 271 Abs. 2 HGB mit der HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg, Coburg (HUK-COBURG) verbunden.

Der Jahresabschluss der HUK-COBURG Asset Management GmbH wird in den Konzernabschluss (befreiender Konzernabschluss und Konzernlagebericht) der HUK-COBURG einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt.

Bilanzerläuterung

Aktivseite

Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 in €

Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01. Zugänge Abgänge 31.12.
1. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1) 16.342.753,00 1.465.260,00 14.877.493,00
2. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 471.050,00 101.560,00 572.610,00
3. Sachanlagen 73.731,60 2.553,41 - 76.285,01
Insgesamt 16.887.534,60 104.113,41 1.465.260,00 15.526.388,01
Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 Kumulierte Abschreibungen
01.01. Zugänge Abgänge 31.12.
1. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1) 84.961,00 41.500,00 - 126.461,00
2. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 25.691,87 - - 25.691,87
3. Sachanlagen 69.589,92 1.141,13 70.731,05
Insgesamt 180.242,79 42.641,13 - 222.883,92
Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 Kumulierte Zuschreibung
01.01. Zugänge Abgänge 31.12.
1. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1) 6.450,00 6.450,00
2. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - 25.691,87 25.691,87
3. Sachanlagen - -
Insgesamt 6.450,00 25.691,87 - 32.141,87
Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 Bilanzwerte
31.12.2022 31.12.2023
1. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1) 16.284.410,98 14.777.300,43
2. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 41.232,85 50.336,41
3. Sachanlagen 4.141,68 5.553,96
Insgesamt 16.329.785,51 14.833.190,80

1) Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere wurden über ihrem Zeitwert in Höhe von 10.163.568,00 € ausgewiesen (Buchwert: 11.572.015,00 €). Auf Abschreibungen wurde wegen vorübergehender Wertminderung aufgrund Zinsanstieg verzichtet.

Aktivseite

Forderungen an Kunden

Im Berichtsjahr bestanden Forderungen an Kunden in Höhe von 3.349 (Vorjahr: 420) Tsd. €, die innerhalb von drei Monaten fällig waren. Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestanden nicht.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere waren börsennotiert und der Zeitwert betrug am Jahresende 13.424 Tsd. €. Sie umfassten noch nicht fällige Zinsen in Höhe von 20 (Vorjahr: 20) Tsd. €. Im Geschäftsjahr 2024 werden Wertpapiere i. H. v. 1.959 Tsd. € fällig.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere waren nicht börsennotiert und der Zeitwert betrug am Jahresende 66 Tsd. €.

Sachanlagen

Die Sachanlagen beinhalteten nur Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände umfassten Forderungen aus Steuern in Höhe von 4 (Vorjahr: 336) Tsd. € und Forderungen aus Rückdeckungsversicherung in Höhe von 217 (Vorjahr: 218) Tsd. €.

Passivseite

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bestanden in Höhe von - (Vorjahr: 172) Tsd. €, die innerhalb von drei Monaten fällig waren. Unverbriefte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen - (Vorjahr: 172) Tsd. €. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden nicht.

Sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Behörden in Höhe von 69 (Vorjahr: 66) Tsd. € und Lieferantenverbindlichkeiten in Höhe von 8 (Vorjahr: 11) Tsd. € waren unter den Sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen.

Rückstellungen

In den anderen Rückstellungen waren Rückstellungen für Mitarbeiterboni in Höhe von 1.478 (Vorjahr: 1.377) Tsd. € und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 221 (Vorjahr: 186) Tsd. € enthalten.

Eigenkapital

A. Eigenkapital

Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 01.01. Zuführung Entnahme 31.12.
a) Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
b) Kapitalrücklage 4.250.000,00 - - 4.250.000,00
c) Gewinnrücklagen 4.266.185,84 - - 4.266.185,84
d) Bilanzgewinn 1.076.862,38 1.534.466,03 1.076.862,38 1.534.466,03
Insgesamt 9.693.048,22 1.534.466,03 1.076.862,38 10.150.651,87

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge

Bei den Provisionserträgen waren 307 (Vorjahr: 251) Tsd. € aus Luxemburg enthalten. Die übrigen Erträge wurden im Inland erzielt.

Zinsaufwendungen

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen betrugen 107 (Vorjahr: 103) Tsd. €.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthielten Erträge aus der Auflösung anderer Rückstellungen 4 (Vorjahr: 69) Tsd. €. Die Erträge aus Währungsumrechnung betrugen 5 (Vorjahr: 3) Tsd. €.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Jubiläumsrückstellungen betrugen 3 (Vorjahr: 3) Tsd. €, die Aufwendungen aus Währungsumrechnung 5 (Vorjahr: 10) Tsd. €.

Sonstige Angaben

Personalbericht

Während des Berichtszeitraums wurden durchschnittlich 53 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon zwölf in Teilzeit und 41 in Vollzeit, beschäftigt.

Organe

Geschäftsführung

Heike Baetz Geschäftsführerin Marktfolge
Mario Oppmann Geschäftsführer Markt

Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung, früherer Mitglieder der Geschäftsführung und von Hinterbliebenen wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Übrige Angaben

Die HUK-COBURG Asset Management GmbH fällt aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum HUK-COBURG Konzern grundsätzlich in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen für die globale Mindestbesteuerung (GloBE). Diese kommt ab 2024 verpflichtend zur Anwendung, daher resultiert im Berichtszeitraum keine tatsächliche Ertragsteuerbelastung aus diesen Vorschriften.

Die Gruppenträgerin (HUK-COBURG Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. in Coburg) evaluiert derzeit die zu erwartenden Auswirkungen der Mindestbesteuerung.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 1.534.466,03 € an die Gesellschafterin auszuschütten.

Bestätigung des Jahresabschlusses

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der vorgelegte Jahresabschluss der HUK-COBURG Asset Management GmbH gemäß den geltenden Rechnungslegungsgrundsätzen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft darstellt.

 

Coburg, den 21. März 2024

Die Geschäftsführung

Baetz

Oppmann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HUK-COBURG Asset Management GmbH, Coburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HUK-COBURG Asset Management GmbH, Coburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HUK-COBURG Asset Management GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so dar-stellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 22. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

ppa. Anna Seifert, Wirtschaftsprüferin

Beschluss über die Gewinnverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat in der Sitzung vom 15.04.2024 beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 1.534.466,03 € an die Gesellschafterin auszuschütten.

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