Interdisziplinäres Therapiezentrum Weißenburg GmbH Rehabilitationklinik für Onkologie und Rheumatologie
Selbe AdresseVorsorge- und Rehabilitationskliniken
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Cyrus Dr. Bockelbrink seit 7.12.2020 | Geschäftsführer |
Thies Harbeck seit 19.8.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Acura Zahnärzte GmbHFrankfurt am MainKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021Acura Zahnärzte GmbHFrankfurt am MainI. Allgemeine Angaben Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes und den Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz, in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, sind insgesamt im Konzernanhang aufgeführt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Konsolidierungskreis Angaben zu allen Konzernunternehmen In den Konzernabschluss wurden alle Tochterunternehmen einbezogen. In den Konsolidierungskreis wurden die folgenden Unternehmen einbezogen:
Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und bei Überschreitung der Größenklasse des § 267 Abs. 1 HGB auch hinsichtlich der Aufstellung eines Lageberichts für das Geschäftsjahr 2021 Gebrauch gemacht. III. Konsolidierungsgrundsätze Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Acura Zahnärzte GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Angaben zum Konsolidierungsstichtag Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2021. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs.1 HGB sowie unter Beachtung des DRS 23 nach der Neubewertungsmethode durchgeführt.
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Zeitpunkt der Verrechnung des konsolidierungspflichtigen Kapitals i.S.d. § 301 Abs. 2 HGB ist grundsätzlich der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Acura Dental MVZ GmbH (AMD), Dr. Koch & Kollegen GmbH (Koch), Zahnzentrum Nordhorn GmbH (Nordhorn), Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Oralchirurgie Dr. Dr. Zikarsky & Kollegen GmbH (Zikarsky), Natürlichweiss MVZ GmbH (Natürlichweiss) und der Medizinisches Versorgungszentrum für Kieferorthopädie Meckenheim und Rheinbach GmbH (MVZ Meckenheim) ist gemäß § 301 Abs. 2 HGB der Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen wurden. Dieser Zeitpunkt ist im Falle der Koch der 1. April 2021, im Falle der Nordhorn und Zikarsky der 1. Juli 2021, im Falle der AMD der 6. September 2021, im Falle der Natürlichweiss der 1. Oktober 2021 und im Falle der MVZ Meckenheim der 31. Dezember 2021. Die Aufwendungen und Erträge der Gesellschaften in 2021 wurden mit Ausnahme von Zikarsky (Anteilserwerb bzw. "share deal" zum 1. Juli 2021) vollständig einbezogen, da es sich um neugegründete Gesellschaften für die im Rahmen von "Asset Deals" erworbenen Vermögens- und Schuldposten ganzer Betriebe handelt. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände und Schuldposten zum jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkt entsprach dem Buchwert. Stille Reserven und Lasten waren nicht zu realisieren. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandene aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- und Firmenwert unter den Immateriellen Vermögensgegenständen aktiviert. Schuldenkonsolidierung Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Bei der Schuldenkonsolidierung werden wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet und eliminiert. Bei den Pflichtangaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind die Positionen gegenüber einbezogenen Unternehmen eliminiert. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Konzerninterne Umsätze werden mit den entsprechenden konzerninternen Aufwendungen verrechnet. Aufwendungen und Erträge aus sonstigen Geschäftsvorfällen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden ebenfalls aufgerechnet. Entstandene Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Latente Steuern In den Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften sowie im Konzernabschluss wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht und aktive latente Steuern gemäß §§ 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. 298, 300 Abs 2 HGB nicht bilanziert. Auf Konzernebene sind gemäß § 306 HGB keine latenten Steuern angefallen. Der den Steuerverpflichtungen zugrundeliegende relevante unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 31,93 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer). Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die für den Konzernabschluss geltenden Vorschriften des § 298 HGB wurden beachtet. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern bemessen sich in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Tabellen (drei bis fünf Jahre). Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Arztpraxen bei einbezogenen Tochterunternehmen werden in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Tabellen über einen Zeitraum von vier bzw. sechs Jahren linear abgeschrieben. Dabei wird immer dann von einer Nutzungsdauer von vier Jahren ausgegangen, wenn der die Arztpraxis abgebende Zahnarzt aus der Gesellschafterstellung ausscheidet. Bleibt der Zahnarzt weiterhin als Minderheitsgesellschafter an einer Gesellschaft beteiligt, bspw. wird von einer Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts von sechs Jahren ausgegangen. Der entstandene aktive Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über einen Zeitraum von sechs Jahren linear abgeschrieben, da in diesem Fall von einer entsprechenden Nutzungsdauer ausgegangen werden kann. Anzeichen für eine außerplanmäßige Wertberichtigung aufgrund einer dauerhaften Wertminderung ergaben sich aufgrund der bisherigen Entwicklung der betreffenden Geschäftsbetriebe nicht. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern bemessen sich in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Tabellen. Die geringwertigen Anlagegüter bis EUR 800,00 werden vollständig im Zugangsjahr abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten mit dem gewogenen Durchschnittswert bewertet, soweit am Bilanzstichtag keine niedrigeren Wiederbeschaffungspreise vorliegen. Die unfertigen Leistungen werden in diesem Jahr erstmals von noch mit den KZV (kassenzahnärztliche Vereinigungen) bzw. über Dienstleister für Privatpatienten abzurechnenden Leistungen, die zum Bilanzstichtag bereits fertig gestellt waren, abgegrenzt. Hierfür wurde gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB ein gesonderter Posten innerhalb des Umlaufvermögens hinzugefügt. Auf eine Umgliederung des entsprechenden Vorjahresbetrags (1.148 TEuro) wurde verzichtet. Die noch abzurechnenden Leistungen werden zum Nennwert angesetzt. Der Gegenausweis erfolgt entsprechend bei den Umsatzerlösen. Im Krankenhausbereich (ACURA Kliniken Albstadt GmbH) werden außerdem die am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen stationären Krankenhausleistungen (sog. Überlieger) als unfertige Leistungen ausgewiesen. Die Wertansätze sind retrograd aus den Entgelten für DRG-Fallpauschalen einschließlich Zuschlägen für Überschreitungen der oberen Grenzverweildauer bzw. der vereinbarten Entgelte für Reha-Maßnahmen in Höhe der Einzelkosten unter Berücksichtigung angemessener Teile der Gemeinkosten sowie des Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Für Ausfall und allgemeine Kreditrisiken werden bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio als Differenz zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag einer Darlehensverbindlichkeit enthalten, der über die vereinbarte Laufzeit des Darlehens linear abgeschrieben wird. Die aus dem Tochterunternehmen ACURA Kliniken Albstadt GmbH herrührenden Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens wurden gemäß HFA 1/1984 idF. 1990 (Bilanzierungsfragen bei Zuwendungen, dargestellt am Beispiel finanzieller Zuwendungen der öffentlichen Hand) i.V.m. § 265 Abs. 5 HGB angesetzt und in Höhe des Buchwertes des mit Fördermitteln finanzierten Anlagevermögens ausgewiesen. Sie werden entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände ratierlich ertragserhöhend aufgelöst. Die Auflösungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht festgesetzten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Geschäftsjahresabschreibung Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Konzernbilanz ist aus dem Konzern-Anlagenspiegel zu entnehmen. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 33.471 TEuro (Vorjahr: 17.773 TEuro). Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 62.993 TEuro (Vorjahr: 33.471 TEuro). Zur Vergleichbarkeit des Anlagenspiegels 2021 mit dem Vorjahr sowie als Hinweis zu den genannten kumulierten Abschreibungen hier im Anhang: Im Rahmen eines Anteilskaufs wurde zum 1. Juli 2021 eine weitere Gesellschaft Tochterunternehmen im Konzern. Dabei wurden im Anlagespiegel die historischen Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen berücksichtigt und letztere gesondert ausgewiesen. . In den Abschreibungen des Geschäftsjahres enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen auf einen Geschäfts- und Firmenwert bei einem Tochterunternehmen in Höhe von 188 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro). BruttoanlagenspiegelDie Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Aufgliederung und Entwicklung Geschäfts- oder Firmenwert Die Zusammensetzung und Entwicklung der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte in 2021 ergibt sich wie folgt:
Die Umgliederungen resultieren aus den geleisteten Anzahlungen zum Stand 1. Januar 2021. Angaben zu Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr in Höhe von 1.826 TEuro (Vorjahr: 1.468 TEuro) enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen sonstige Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 3.441 TEuro (Vorjahr: 2.788 TEuro) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 629 TEuro (Vorjahr: 484 TEuro) Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 311 TEuro (Vorjahr: 249 TEuro) Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 2.785 TEuro (Vorjahr: 3.304 TEuro) durch Grundschulden und Hypotheken gesichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.437 TEuro (Vorjahr: 599 TEuro) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 82 TEuro (Vorjahr: 121 TEuro). Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 28.344 TEuro (Vorjahr: 15.259 TEuro) sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen sind dies folgende finanzielle Verpflichtungen: Aus Mietverträgen in Höhe von 27.405 TEuro (Vorjahr: 14.614 TEuro) Aus Leasing- und Wartungsverträgen in Höhe von 939 TEuro (Vorjahr: 644 TEuro) VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB wie folgt aufgegliedert:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens zur Finanzierung des Sachanlagevermögens in Höhe von 254 TEuro (Vorjahr: 345 TEuro) enthalten. Ebenfalls sind periodenfremde Erträge in Höhe von 1.037 TEuro (Vorjahr: 232 TEuro) enthalten, die im Wesentlichen aus den Auflösungen von Rückstellungen sowie erhaltenen Boni resultieren. Personalaufwand Aufwendungen für Altersversorgung sind in Höhe von 101 TEuro (Vorjahr: 80 TEuro) angefallen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 716 TEuro (Vorjahr: 367 TEuro) enthalten, die im Wesentlichen aus nachgelagerten Abrechnungen resultieren. VII. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs 2021 wurden die Geschäfte der Acura Zahnärzte GmbH durch folgende Personen geführt:
Die ausgeübten Berufe entsprechen der Organstellung. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß §§ 314 Abs. 3 i.V.m. 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Konzernzugehörigkeit Die Clinic Holdings (UK) Limited, London, stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Er wird am Sitz des Unternehmens offengelegt. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 138 TEuro (Vorjahr: 100 TEuro) und gliedert sich wie folgt:
Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds betrifft den Bilanzposten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten. Sonstige zahlungsunwirksame Erträge betreffen im Wesentlichen die Auflösungen des Sonderpostens aus Zuwendungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens sowie Verluste aus Wertminderungen des Umlaufvermögens. Unterschrift der Geschäftsführung
Frankfurt am Main, 7. Juni 2022 Franz Maier Dr. Markus Neuhauser Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernkapitalflussrechnung
Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2021Acura Zahnärzte GmbHFrankfurt am MainInhaltsverzeichnis Grundlagen des Konzerns Geschäftszweck Organisatorische Struktur des Konzerns Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Dentalmarkt Krankenhausmarkt Geschäftsverlauf und Lage Entwicklung der ACURA Kliniken Albstadt GmbH Erwerb weiterer Partnerpraxen Ertragslage Finanzlage Investitionen Vermögenslage Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Risiko- und Chancenbericht Risiken Gesamt- und außenwirtschaftliche Unsicherheit SARS-CoV-2 ("Corona-Virus") Branchenrisiken Regulatorische Vorschriften Personalrisiken IT-Risiken Risiken aus Akquisitionen und Integrationen Compliance- und Governance-Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken Chancen Chancen aus dem gesamtgesellschaftlichen Wandel Chancen aus Markt und regulativen Umfeld Chancen aus dem Geschäftsmodell Hoher Qualitätsstandard sichert Wettbewerbsposition Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Prognosebericht Erwartete Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Erwartete Branchenentwicklung Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung Grundlagen des Konzerns Geschäftszweck Der Acura-Konzern ist ein deutschlandweit tätiger Anbieter zahnmedizinischer und medizinischer Behandlungsleistungen. Unser Ziel ist es, in unseren Standorten flächendeckend deutschlandweit eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung anzubieten. Dazu sind wir bestrebt, einen führenden zahnmedizinischen Praxisverbund in Deutschland zu schaffen. Der Konzern beschäftigte per 31. Dezember 2021 885 (VJ.: 697) FTE (Vollzeitäquivalent) an Mitarbeitern. 1 Das Behandlungsportfolio der Acura-Gruppe erstreckt sich über alle Teilbereiche der Zahnmedizin, inkl. Kieferorthopädie, Oralchirurgie, Prothetik, Parodontologie, Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie sowie die Bereiche Chirurgie, Orthopädie, Rehabilitation und Geriatrie, in der Acura Kliniken Albstadt und den zugeordneten orthopädischen medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Zentral setzen wir hohe Qualitätsstandards, steuern das Risikomanagement und erbringen für unsere Mitarbeiter Beratungen und Dienstleistungen, welche die Prozesse optimieren, die Patientengesundheit verbessern und die Klinik- bzw. MVZ-Abläufe sicherer und effizienter gestalten. Organisatorische Struktur des Konzerns Die Acura-Gruppe besteht seit ihrer Gründung als mittelständische Unternehmensgruppe und deutschlandweiter Verbund von Partnerpraxen, welcher über Konsolidierung, Spezialisierung und Zentralisierung ihre Partner bei kaufmännischen, regulatorischen und administrativen Aufgaben entlastet. Die Acura Zahnärzte GmbH wurde am 7. September 2017
gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.
Handelsrechtlich ist der Konzern mit der Acura
Zahnärzte GmbH als Muttergesellschaft sowie dem Erwerb
der Privatklinik Schloss Schellenstein, Olsberg, als
zahnmedizinische Privatklinik und des Acura Fachklinik
Albstadt am 31. März 2018 entstanden. Die
Verpflichtung, nach den §§ 290 ff. HGB einen
Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen,
entstand mit dem Geschäftsjahr 2020. Der Konzern
besteht zum Konzernbilanzstichtag am 31.12.2021 aus der
Muttergesellschaft sowie insgesamt 19 (VJ.: 13)
Tochtergesellschaften. Die rechtliche Struktur des Konzerns
hat sich im Geschäftsjahr 2021 mit Ausnahme der
hinzugekommenen Unternehmen nicht verändert. Innerhalb
der Acura Gruppe fungiert das zugelassene Plankrankenhaus
ACURA Kliniken Albstadt GmbH (kurz "AKA") als
Trägergesellschaft, welches sich auf die medizinischen
Schwerpunkte Endoprothetik, Wirbelsäulenchirurgie und
Schulter- und Ellenbogenchirurgie konzentriert.
1 Ausschließlich im Interesse der besseren
Lesbarkeit verzichten wir an vielen Stellen im Bericht auf
geschlechtsspezifische Doppelnennungen wie ,Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen'. Auch bei Verwendung der männlichen
Form sind jedoch ausdrücklich alle Geschlechter
gemeint.
Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Jahr 2021 stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt und kalenderbereinigt um 2,7% gegenüber dem Vorjahr. 2 Dennoch hat die Corona-Pandemie weiter massiven Einfluss auf die Wirtschaftsleistung. So liegt das BIP um 2,0% unter dem Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. 3 Während die Gesundheitswirtschaft sich in der Regel sehr robust in Bezug auf typische zyklische gesamtwirtschaftliche Entwicklungen zeigt, so führte diese Wirtschafts-Rezession durch die einhergehenden Beschränkungen durch (Teil)-Lockdowns, Quarantäne- und Isolations-Vorschriften auch in der Gesundheitsbranche zu erheblichen Schwankungen und Unsicherheiten.
2 Pressemitteilung Nr. 020 Destatis vom 14.01.22
Ähnlich wie bei der letzten großen Rezession im Jahr 2009 im Zuge der Finanzmarktkrise konnte im ersten Folgejahr des Rezessionszeitraumes das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht werden. Durch den im Frühjahr 2022 begonnen Krieg zwischen Russland und der Ukraine wird auch die prognostizierte Erholung auf Vorkrisenniveau im Jahre 2022 immer zweifelhafter, so dass die Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute weiterhin von großer Unsicherheit geprägt sind. In den letzten 10 Jahren wuchs der Gesundheitssektor mit einem durchschnittlichen Wachstum von jährlich 3,3 % deutlich stärker als das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland. Im Jahr 2020 lag die Bruttowertschöpfung im Kernbereich der Gesundheitswirtschaft bei fast 365 Mrd. Euro und hatte somit einen Anteil an der volkswirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bezogen auf die bundesdeutsche Gesamtwirtschaft von rund 12,1 %. 4
Dentalmarkt Der Dentalmarkt in Deutschland ist im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern vergleichsweise groß, stabil und erzielte im Jahr 2020 eine direkte Wertschöpfung von 24,7 Mrd. EUR 5 bei einem kontinuierlichen Wachstum von 2-3 % p. a. Nach Angaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung stiegen die nominalen Ausgaben für Dentalleistungen seit dem Jahr 2000 zu 2020 um 53,1 %. 6 Der Anstieg der Gesundheitsausgaben erreichte dabei alle Leistungsbereiche von Prävention, zahnärztlicher Grundleistung, Prohektik/KFO und Zahnersatz. Der Wertschöpfungsanteil der Zahnarztpraxen von 0,8% am deutschen BIP erreicht im Vergleich mit dem europäischen Ausland einen Spitzenplatz. Ebenso bei den Ausgaben pro Kopf für die Leistungen der Zahnarztpraxen. 7
5 BZÄK Statistisches Jahrbuch 2020/2021
Der deutsche Dentalmarkt steht vor enormen strukturellen Veränderungen. In den kommenden 10 Jahren werden rund 50 % der rund 40.000 in Deutschland ansässigen Zahnarztpraxen einen Nachfolger suchen. Erst durch die Novelle des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes bietet sich seit 2015 die Möglichkeit, Zahnarztpraxen mit MVZ-Strukturen zu überregionalen Zahnarztverbänden zusammenzuführen. Der deutsche Dentalmarkt ist dabei vergleichsweise fragmentiert, so waren in 2021 65,8% aller zahnärztlich tätigen Zahnärzte in einer eigenen Praxis tätig. 8 Krankenhausmarkt Gemäß Krankenhaus Rating Report 2021 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser im Jahr 2019 erneut. 13 % der Krankenhäuser befanden sich im "roten Bereich" erhöhter Insolvenzgefahr, 27 % im "gelben" und 60 % im "grünen Bereich". Im Jahr zuvor lagen noch 63 % im "grünen Bereich". Ausschlaggebend für die schlechte wirtschaftliche Lage dürfte die seit 2017 anhaltende Stagnation der Leistungsmenge gewesen sein. Aufgrund der COVID-19-Pandemie sank im Jahr 2021 die stationäre Fallzahl zudem um 13 %, in den ersten Monaten der Pandemie vorübergehend um 30 %. Insgesamt wurden 2021 rund 10,2 Milliarden Euro für die Einnahmeausfälle der Krankenhäuser in Form von Ausgleichszahlungen ausgezahlt, was zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Kliniken beitrug. Die Auslagerung der Pflegepersonalkosten ab dem Jahr 2021 führte schon 2019 zu einem erheblichen Aufbau des Pflegediensts in den Krankenhäusern. Der Wettbewerb um die Pflegekräfte auf dem Arbeitsmarkt nimmt zudem zu, womit bereits vor 2019 die Fluktuation des Pflegepersonals stieg. Die Fördermittel nach dem Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) beliefen sich im Jahr 2019 auf 3,16 Milliarden Euro, was 3,5 % der Krankenhauserlöse entspricht (1991: rund 10 Prozent). Zum Erhalt der Unternehmenssubstanz sollten jährlich 7 bis 8 Prozent der Erlöse in Investitionen fließen. Krankenhäuser schließen diese Lücke teilweise aus eigener Kraft, was ihnen aufgrund der sich verschlechternden Ertragslage immer weniger gut gelingt. In einem Basisszenario wird der Status quo des Jahres 2019 im Krankenhaus Rating Report unter Berücksichtigung der Erkenntnisse während der COVID-19-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 sowie der demografischen Entwicklung und bereits beschlossener Gesetzesänderungen bis 2030 fortgeschrieben. Annahme ist eine Rückkehr zum Vor-Krisen-Niveau im Jahr 2022 und eine Zunahme der Fallzahl.
8 BZÄK Statistisches Jahrbuch 2020/2021
Als wesentliche Handlungsempfehlungen für eine zukunftsorientierte Ausrichtung werden im Report enge regionale, trägerübergreifende Kooperationen in der Krankenhausversorgung, die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung sowie die Schaffung von Anreizen, um langfristig Pflegepersonal zu binden, genannt. Geschäftsverlauf und Lage Das Geschäftsjahr 2021 ist maßgeblich von den Auswirkungen und den regulatorischen Maßnahmen in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie geprägt. Im Coronajahr 2020 konnten die Einflüsse auf Leistungserbringung durch Schutzmaßnahmen und -vorrichtungen in den Praxen reduziert werden. Anhand von Impfungen ab dem Frühjahr 2021 hat sich die Situation weiter stabilisiert. Gleichzeitig erzeugte die Mitte März 2022 in Kraft getretene Impfpflicht weiteren Druck auf die Arbeitnehmer. Planungsgemäß wurde in 2021 das weitere Wachstum der Acura Gruppe durch den Erwerb bzw. Neugründung weiterer Gesellschaften und durch den weiteren Zukauf von Zahnarztpraxen geprägt. In diesem Zusammenhang wurden über 118 FTE (Vollzeitäquivalent) an Mitarbeitern und Führungskräfte übernommen und erfolgreich in den Konzern integriert werden (Steigerung um 26,9 % zum Vorjahr). Auf der Leistungsseite ist gegenüber dem Vorjahresabschluss (65,5 Mio. EUR) in 2021 eine Steigerung von 49,8% auf 98,2 Mio. EUR) zu verzeichnen. Das Jahresergebnis (Konzernjahresfehlbetrag) belief sich im Geschäftsjahr 2021 für die gesamte Gruppe auf -20,2 Mio. EUR (VJ.: -13,0 Mio. EUR) und ist von hohen Einmaleffekten im Zusammenhang mit der Ausweitung unseres Beteiligungsportfolios sowie hohen Abschreibungen auf die durch Erwerb entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte geprägt. Das für die Steuerung des Konzerns erhebliche Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist positiv und belief sich für die Gruppe auf 8,5 Mio. EUR (VJ.: 4,1 Mio. EUR) und konnte somit im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt werden. Entsprechend sind auch unsere im Vorjahr berichteten Prognosen für das Jahr 2021 zur voraussichtlichen Leistungs- und Ergebnisentwicklung eingetroffen bzw. übertroffen. Trotz aller Herausforderungen des Jahres 2021 und der sich daraus ergebenden Effekte auf die wirtschaftliche Lage des Acura Konzerns bewertet die Geschäftsleitung den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend. Entwicklung der ACURA Kliniken Albstadt GmbH Nachdem sich die wirtschaftliche Lage der AKA im vergangenen Jahr 2020, trotz der medizinischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Pandemie, positiv entwickelte, ging es in der Jahresphase 2021 darum, die Geschäfte der AKA im Zuge der anhaltenden Pandemie aufrechtzuerhalten. Im Vordergrund stand es personellen Einschränkungen - insbesondere im ärztlichen und pflegerischen Bereich - entgegenzuwirken und den operativen Geschäftsbereich aufrechtzuerhalten. Aufgrund der personellen Gegebenheiten war es nicht möglich, die Fallzahlentwicklung - wie geplant- im Vergleich zum Vorjahr weiter zu steigern. Hinzu kamen regulatorische Veränderungen in der akut-stationären Versorgung - Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Versorgung von hüftgelenksnahen Femurfrakturen - aus welcher eine Rückzahlungsverpflichtung bereits erbrachter Leistungen in 2021 resultieren könnte, wofür eine entsprechende Risikovorsorge vorgenommen wurde. Erwerb weiterer Partnerpraxen Im Geschäftsjahr 2021 konnten weitere Praxen als Partner gewonnen und erfolgreich in den Konzern integriert werden. Die Gruppe war zum Ende des Geschäftsjahres mit einer hohen zweistelligen Anzahl an Standorten in Deutschland aktiv und ebenso war der Erwerb einer weiteren zweistelligen Anzahl von Standorten im Jahr 2022 bereits vertraglich fixiert. Ertragslage Der Umsatz in Höhe von 98,2 Mio. EUR (VJ.: 65,5 Mio. EUR) wurde im Geschäftsjahr 2021 durch Klinikumsätze in Höhe von 15,2 Mio. EUR, ambulant orthopädische Leistungen von 1,2 Mio. EUR und zahnärztliche Leistungen sowie sonstige Leistungen in Höhe von 81,8 Mio. EUR erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2021 in Höhe von 2,9 Mio. EUR beinhalten u.a. 1,0 Mio. EUR Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens zur Finanzierung des Sachanlagevermögens und 0,3 Mio. EUR Erträge aus der Finanzierung des Sachanlagevermögens entsprechend des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG, Gesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser und zur Regelung der Krankenhauspflegesätze). Die Materialaufwendungen in Höhe von 21,4 Mio. EUR (VJ.: 14,6 Mio. EUR) sowie die Personalaufwendungen von 53,0 Mio. EUR (VJ.: 36,4 Mio. EUR) sind unterjährig vorrangig aus der Ausweitung des Geschäftsbetriebs im Dentalbereich durch neuhinzuerworbene Praxen deutlich angestiegen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 27,9 Mio. EUR (VJ.: 16,8 Mio. EUR) spiegeln die fortlaufenden Akquisitionstätigkeiten und damit verbundenen ratierlichen Abschreibungen auf Investitionen in diesen Bereichen wider. Der Anstieg der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,3 Mio. EUR auf 18,3 Mio. EUR (VJ.: 13,0 Mio. EUR) bewegt sich im Rahmen der Erwartungen und der gesteigerten Geschäftstätigkeit. Für das Geschäftsjahr 2021 ergibt sich daher ein EBITDA von 8,5 Mio. EUR (VJ.: 4,1 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus aufgenommenem Fremdkapital, laufenden Darlehensverträgen sowie angefallenen Bankgebühren. Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf 20,2 Mio. EUR (VJ.: 13,0 Mio. EUR). Finanzlage Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Konzerns gibt die zusammengefasste Kapitalflussrechnung, welche die Zahlungsmittelflüsse nach der indirekten Methode darstellt und den Grundsätzen des vom Deutschen Standardisierungsrat DSR erarbeiteten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) entspricht. Die Finanzmittel im Konzern betragen EUR 19,07 Mio. (VJ.: EUR 7,27 Mio.) und bestehen aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Die Nettozunahme entspricht 11,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr.
Gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten mit unterschiedlicher Laufzeit in Höhe von 5,2 Mio. EUR (VJ.: 3,3 Mio. EUR). Unsere Finanzierung erfolgte bis zum Jahr 2020 weitgehend aus Eigenmitteln. Um das angestrebte Wachstum der Gruppe - sowohl organisch als auch durch Akquisitionen - auf sicherer finanzieller Basis realisieren zu können, wurde in 2021 ein erweiterter Finanzierungsrahmen mit einer Investorengruppe abgeschlossen, der zum Bilanzstichtag in Höhe von 25,0 Mio. EUR (VJ.: 0,0 Mio. EUR) valutiert. Die Finanzierung der Gruppe wird somit aus dem zur Verfügung stehenden Mix aus Fremdkapital, Eigenkapital sowie aus dem operativen Cashflow sichergestellt. Zudem werden kurzfristige Fremdmittel zur Finanzierung der laufenden Betriebsaufwendungen eingesetzt. Während des Geschäftsjahres 2021 waren somit alle Konzerngesellschaften jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das Finanzmanagement des Konzerns ist zentral organisiert. Die Funktionen Kapitalbeschaffung, Kapitalanlage, konzerninternes Liquiditätsmanagement sowie Finanzabwicklung werden durch die Konzernzentrale gesteuert und der Liquiditätsbedarf der einzelnen Konzerngesellschaften über interne Darlehen/Kapitalerhöhungen gedeckt. Die Ausstattung des Konzerns mit liquiden Mitteln entspricht, auch vor dem Hintergrund des weiter angestrebten Wachstums der Gruppe, dem Bedarf der Konzerngesellschaften. Investitionen Investitionsentscheidungen werden auf Basis eines detaillierten Abstimmungs- und Evaluierungsprozesses getroffen. Dabei werden die Gesamtstrategie sowie Renditeanforderungen und -potentiale berücksichtigt. Entscheidungen werden ausgehend von Investitionsanträgen je nach Investitionsvolumen durch die Geschäftsführung oder das Investmentkomitee getroffen. Im Berichtsjahr 2021 wurden wesentliche Investitionen in immaterielle Vermögensgegestände getätigt. So beträgt die Summe der Zugänge zum Anlagevermögen 64,9 Mio. EUR (VJ.: 39,0 Mio. EUR). Dem standen ratierliche Abschreibungen mit einem Volumen von 27,9 Mio. EUR (VJ.: 16,8 Mio. EUR) gegenüber. Der wesentliche Treiber der Investitionen waren Akquisitionen von Medizinischen Versorgungszentren und Investitionen in den Markenkern und das Risikomanagement des Acura Konzerns. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betragen 9,4 Mio. EUR (VJ.: 10,7 Mio. EUR) und betreffen insbesondere die Betriebs- und Geschäftsausstattung im Rahmen von Transaktionen sowie Erweiterungen. Davon investierte die AKA rund 0,4 Mio. EUR (VJ.: 0,5 Mio. EUR) in den Ausbau der vorhandenen Kapazität und technischen Neuerungen. Vermögenslage Die Bilanzsumme beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 154,8 Mio. EUR (VJ.: 98,7 Mio. EUR) und hat sich gegenüber dem Geschäftsjahresbeginn um 56,9% (VJ.: 21,4 Mio. EUR bzw. 27,7 %) erhöht. Auf der Aktivseite sind die immateriellen Vermögensgegenstände wesentlicher Bestandteil des Anlagevermögens. Diese beinhalten mit 85,3 Mio. EUR (VJ.: 53,4 Mio. EUR) überwiegend den Geschäfts- oder Firmenwert, der sich trotz der Abschreibungen in Höhe von 23,6 Mio. EUR infolge der Investitionen des Geschäftsjahres um 32,0 Mio. EUR bzw. 59,9 % erhöhte. Daneben spiegelt sich die geplante und durchgeführte Investitionstätigkeit auch im Anstieg der Sachanlagen wider, die sich von 24,4 Mio. EUR auf 25,0 Mio. EUR erhöht haben. Die Anlagenintensität beträgt am Bilanzstichtag 73,3 % (zum 1.1.2021: 79,3 %). Das Umlaufvermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 40,0 Mio. EUR und umfasst betriebsnotwendiges und betriebsübliches Vermögen (insbesondere Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie liquide Mittel in Höhe von 19,1 Mio. EUR. Die Acura-Gruppe hat mit 51,8 % (Geschäftsjahresbeginn: 69,1 %) eine solide Eigenkapitalquote. Das Eigenkapital besteht überwiegend aus der Kapitalrücklage in Höhe 110,2 Mio. EUR (VJ.: 84,2 Mio. EUR). In Hinblick auf die Verbindlichkeiten ergab sich eine wesentliche Erhöhung der Sonstigen Verbindlichkeiten um 39,8 Mio. EUR oder 235 %. Diese steht im Zusammenhang mit dem Wachstum des Acura Konzerns und der damit verbundenen Aufnahme von Fremdkapital. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Konzerns werden Planungs- und Kontrollprozesse genutzt und ein umfangreiches wie professionelles Berichtswesen unterhalten, das die wichtigsten Kennzahlen im Konzern kommuniziert und kommentiert. Diese Kennzahlen werden monatlich im Rahmen des Berichtswesens auf Konzernebene aggregiert und aufbereitet und durch die Geschäftsführung überwacht. Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehören FTE (Vollzeit Äquivalent der Mitarbeiterzahlen), Qualitätssicherung, DRG, Mitarbeiterförderung und -entwicklung und Themen der Energie und Umwelt (ESG). Umsatz & EBITDA Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren hat die Geschäftsführung des Mutterunternehmens die Kennzahlen Umsatz und EBITDA definiert. Diese Leistungsindikatoren werden auf monatlicher Basis überwacht. Für die Steuerung der Leistung im Hinblick auf die Unternehmensziele der Acura-Gruppe wird im finanzbezogenen Bereich der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) als eine betriebswirtschaftliche Kennzahl genutzt. Das EBITDA beschreibt die operative Leistungsfähigkeit der Gruppe vor Investitionsaufwand und ist der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator. Belegung und Landesbasisfallwert Für die ACURA Kliniken Albstadt GmbH ist als nicht-finanzieller Leistungsindikator die Höhe der Bewertungsrelation (BWR) als Kennzahl zur Einstufung und Abrechnung medizinischer Leistungen relevant. Bei Multiplikation der Bewertungsrelation mit dem sogenannten Landesbasisfallwert, erhält man den Betrag, welcher dem Krankenhaus durch die Kostenträger vergütet wird. Für die AKA ist dieser Leistungsindikator sowohl für die Fallzahlen als auch die Beurteilung der Qualität und die Effektivität der Behandlungsleistung maßgeblich. Des Weiteren zählt die Belegung als nicht-finanzieller Leistungsindikator, hier wird u. a. eine tägliche Belegungsübersicht erstellt, die insbesondere einen Abgleich mit Vorjahres- und Planzahlen ermöglicht, um Schwankungen und Trends frühestmöglich zu erkennen. Ein monatlich (oder bei Bedarf häufiger) zirkuliertes sog. Management- Cockpit enthält alle wesentlichen Kennzahlen, insbesondere zu den finanziellen Leistungsfaktoren. Qualitätsmanagement Qualität, also bestmögliche Diagnostik und Therapie für eine qualifizierte medizinische Versorgung der uns anvertrauten Patienten, steht seit jeher im Mittelpunkt der Arbeit des Acura-Konzerns. Die AKA konnte als einzige Klinik im Zollernalbkreis und damit eine der wenigen in Baden-Württemberg als "EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax) ACURA Kliniken Albstadt" seit 2012 zertifiziert werden. Ebenso wurde die Klinik erfolgreich nach QMS-Reha und DIN EN ISO 9001:2015 rezertifiziert und nimmt am GeQiK-Projekt des Landes Baden-Württemberg teil. Hierbei werden die vom Land vorgegebenen Kennzahlen bezüglich bestimmter Behandlungsmaßnahmen und Operationsverfahren (im Wesentlichen Kennzahlen von Knie- und Hüftendoprothetik sowie von Behandlungen hüftnaher Oberschenkelfrakturen) erfasst und an die Zentralstelle der GeQiK weitergeleitet. Für die Dentalsparte ist das Qualitätsmanagement als mehrstufiger Prozess für die einzelnen Standorte eingeführt und wird zentral wie dezentral überwacht. Hinzu kommen einheitliche Standards für Qualitätssysteme, Umweltschutz und Arbeitssicherheit die beim Acura-Konzern in einem integrierten Managementsystem kontrolliert werden. Neue oder geänderte gesetzliche Anforderungen werden im Rahmen der bereichsübergreifenden Projekte umgesetzt und integriert. Insbesondere die neue europäische Verordnung für Medizin Produkte - die Medical Device Regulation (MDR) - wirkt sich auf zahlreiche Unternehmensbereiche aus: Der Umfang der Validierungs- und Qualifizierungsprozesse wurde ebenso ausgeweitet wie die technische Dokumentation oder die Anforderungen an die Marktüberwachung. Der Acura Konzern engagiert sich darüber hinaus als Mitglied in diversen Netzwerken und Vereinigungen und kooperiert mit anderen Gesundheitseinrichtungen, um alle Aspekte einer qualitativ führenden Einrichtung zu gewährleisten und weiterzuentwickeln. Risiko- und Chancenbericht Aufgrund der Dynamik und der Komplexität unseres Geschäfts ist der Acura-Konzern einer Reihe von Risiken ausgesetzt. Die veränderten gesundheitspolitischen, strukturellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen, die unsere Aktivitäten beeinflussen, gilt es, sicher einzuschätzen und in unser Handeln einfließen zu lassen. Die Chancen und Risiken werden sowohl auf lokaler Ebene (Krankenhaus oder MVZ) als auch auf Ebene der Gesamtgruppe auf ihre Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeit hin untersucht. Im Acura-Konzern werden alle strategischen und operativen Entscheidungen unter Berücksichtigung der damit verbundenen Chancen und Risiken getroffen, das Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Wir folgen grundsätzlich einer umsichtigen Unternehmensstrategie und meiden unkontrollierbare Gefährdungspotentiale. Risikomanagement und Controlling sind dabei zentrale Managementaufgabe und integraler Bestandteil der Konzernsteuerung. Das umfassende Risikomanagement trägt dazu bei, dass Risiken überwacht und gesteuert werden können und dass die Konzernleitung wesentliche Risikofaktoren frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Risiken, die sich unmittelbar aus der Geschäftsentwicklung ergeben, werden durch unsere systematischen Controlling-Prozesse, die konzernweit in allen Geschäftsbereichen und Gesellschaften implementiert sind, identifiziert und bewertet. Auf Basis detaillierter monatlicher und quartalsweiser Finanzberichte werden Abweichungen von den Planwerten analysiert. Zum internen Überwachungssystem zählen des Weiteren die Anwendung einheitlicher Richtlinien und Arbeitsanweisungen, der Einsatz zuverlässiger Systeme, die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals, kontinuierliche Abweichungsanalysen, Regelungen zur Vertretungsvollmacht sowie Maßnahmen zur Funktionstrennung. Vervollständigt wird unser Risikomanagement durch die Jahresabschlusserstellung sowie deren Prüfung und Auditierung. Das Risikomanagement wird zudem regelmäßig geprüft und angepasst, damit wir den Veränderungen der Märkte frühzeitig begegnen können. Neben dem medizinischen Risikomanagement stehen ESG, Datenschutz- und IT-Risiken sowie die Integration erworbener Praxen im konzernweiten Risikofokus. Risiken Die im Folgenden genannten Risiken, die Auswirkungen auf den Acura-Konzern haben können, beschreiben nicht in jedem Fall alle Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist beziehungsweise ausgesetzt sein kann. Risiken, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernlageberichts nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingeschätzt werden, können jedoch die Ergebnisse in der Finanzlage des Acura-Konzerns beeinflussen. Gesamt- und außenwirtschaftliche Unsicherheit Gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich für uns vor allem durch politische, rechtliche und steuerliche Entwicklungen. Insgesamt werden der Krankenhausmarkt und der Dentalmarkt in Deutschland kaum von konjunkturellen Zyklen beeinflusst, da er in hohem Maße reglementiert ist. Da wir nahezu ausschließlich auf dem inländischen Gesundheitsmarkt tätig sind, haben gesamt- wie außenwirtschaftliche Faktoren somit eine geringe Relevanz für die unmittelbare Entwicklung des Konzerns. Nichtsdestotrotz bestehen - falls die Konjunktur bspw. durch den Ukrainekonflikt, steigende Inflationstendenzen sich weiter eintrüben sollte - dahingehend Anpassungsbedarfe, dass Banken ihre Risikovorsorge weiter erhöhen müssten, womit im Gegenzug deren Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung steigen und schließlich die Kreditvergabemöglichkeiten beschränkt werden könnten. Ebenso sind Einkaufskonditionen und Lieferketten zu beobachten und ggf. Anpassungen im Bestellverhalten vorzunehmen. Das Eintreten einer restriktiven Kreditvergabe könnte das Wachstum der Acura-Gruppe verlangsamen. Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind jedoch - nicht zuletzt aufgrund der weitreichenden Kreditrahmen und der stabilen Eigenfinanzierungskraft - nicht erkennbar. SARS-CoV-2 ("Corona-Virus") Die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 breitete sich seit Anfang des Jahres 2020 kontinuierlich aus. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat am 30. Januar 2020 den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, zum 11. März 2020 wurde Corona als Pandemie eingestuft. Die Corona-Pandemie hat weltweit zu einem "externen Schock" für die Wirtschaft geführt. Insbesondere eine Infizierung von Mitarbeitern und/oder Patientinnen und Patienten stellte seitdem ein großes Risiko dar. Diesem begegnete der Konzern durch einen Krisenstab, der insbesondere bestehende Pandemiepläne aktualisiert und anpasst sowie diverse Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung einer Ansteckung in Gang gesetzt hat. Hierunter fallen beispielweise Zutritts- und Arbeitsbeschränkungen, erhöhte Hygienemaßnahmen, umfangreiche Informationen und Veranstaltungsabsagen. Eine zusätzliche Schwierigkeit stellt die Beschaffung von benötigten Hygieneartikeln, Medikamenten und Schutzbekleidung dar. Aus diesem Grund hat der Konzern bereits in den Anfängen der sich abzeichnenden Corona-Pandemie vorsorglich Bestellungen ausgelöst und zudem eine Bestandsübersicht wichtiger Materialien eingeführt, welche täglich aktualisiert und der optimale Bestellzeitpunkt errechnet wird. Acura befindet sich außerdem in ständigem Austausch mit anderen Unternehmen und zuständigen Behörden zur Sicherung von weiteren Bedarfen. Die zeitnah eingeleiteten, zahlreichen Maßnahmen innerhalb des gesamten Acura-Konzerns tragen einen wesentlichen Teil dazu bei, dass wir die hieraus erwachsenen Konsequenzen derzeit für beherrschbar erachten. Der Corona-Krisenstab analysiert laufend die Entwicklungen, um kurzfristig auf aktuelle Ereignisse reagieren zu können. Nach derzeitigem Stand ist daher kein bestandsgefährdendes Risiko erkennbar. Branchenrisiken Im Gesundheitswesen sind zahlreiche Wettbewerber auf lokaler und regionaler Ebene tätig. So führen beispielweise die neuen MVZ-Regelungen zum Eintritt zahlreicher neuer Wettbewerber im Dentalmarkt. Es besteht das Risiko, dass wir durch Aktivitäten bestehender Wettbewerber bzw. durch den Eintritt neuer Wettbewerber unseren Marktanteil nicht wie geplant ausbauen können. Auch Fehleinschätzungen von wichtigen Entwicklungen auf verschiedenen Marktebenen können negative Auswirkungen auf unser Geschäft haben. Daneben nimmt der orthopädische Sektor des Konzerns auf der Grundlage landeskrankenhausplanerischer Feststellungsbescheide öffentlich- rechtliche Versorgungsaufgaben wahr und ist Vertragspartner der gesetzlichen Krankenkassen mit geringer marktlicher Unterwerfung. Ein Marktrisiko besteht jedoch durch den Qualitäts- und Effizienzwettbewerb, welcher infolge der von der Bundesregierung gewünschten Verdichtung des Versorgungsnetzes zu Standortschließungen führt. Außerdem geraten Kliniken unter Druck, deren Qualität nicht mit umliegenden Einrichtungen konkurrieren kann. Mögliche Risiken bestehen auch in der naturgemäß schwankenden Belegung und Auslastung der betriebenen Standorte. Des Weiteren ist die Verfügbarkeit des Fachpersonals und die Steuerungsfähigkeit der jeweiligen Behandlung inklusive der notwendigen technischen Einrichtungen ist eine permanente organisatorische Herausforderung. Wir begegnen diesen Risiken mit umfassenden Analysen der Wettbewerbssituation, der technologischen und regulatorischen Trends und des allgemeinen Marktumfelds. Die kontinuierliche Verbesserung unserer internen Prozesse ermöglicht es uns zudem, die Qualität unserer Leistungserbringung dauerhaft auf hohem Niveau zu erbringen, flexibel auf Nachfrageschwankungen zu reagieren und unsere Wettbewerbssituation zu sichern und auszubauen. Auf der Klinikseite begegnen wir dem Effizienzwettbewerb durch klinikindividuelle Zielplanungen, dem weiteren Ausbau der Abteilungen Schulter- und Wirbelsäulenchirurgie, der Geriatrie und der Schmerzambulanz mit einer multimodalen Schmerztherapie sowie aus einer Verzahnung vorambulanter und stationärer Dienste, die wir mit flexiblen Kooperationsangeboten aktiv fördern. Eine strukturierte Ablauforganisation, kontinuierliche Mitarbeiterschulungen und eine an den Bedürfnissen der Patienten ausgerichtete Arbeitsweise verbessert zudem nachhaltig die Qualitäts- und Marktposition unserer Einrichtung. Regulatorische Vorschriften Das Gesundheitswesen allgemein und das Krankenhauswesen sowie die Dentalbranche im Besonderen sind hoch regulierte Branchen. Zudem erscheint die Gesetzgebung im medizinischen Bereich in vielen Teilen als wenig vorhersehbar und stark abhängig von tagespolitischen Strömungen. Änderungen in der Sozialgesetzgebung führen daher immer wieder zu einem oft nicht unerheblichen Anpassungsbedarf. Zuletzt wurden durch das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) im Jahr 2016 erhebliche Änderungen eingeführt, deren Auswirkungen noch nicht vollständig absehbar sind. Insbesondere die Regelungen zur Mengensteuerung (u. a. durch den Fixkostendegressionsabschlag) haben zu einer erheblichen Belastung gerade für solche Krankenhäuser geführt, die in Zukunft stärker als der Markt wachsen wollen. Ebenso ist aufgrund des seit dem 23. Juli 2015 geltenden GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes das Geschäftsmodell der Acura-Gruppe erst möglich geworden. Regulatorische Änderungen an der derzeitigen "MVZ-Regelung" stellen auch immer ein Risiko für die Acura-Gruppe dar. Das Terminservice- und Versorgungsgesetz ("TSVG"), welches am 11. Mai 2019 in Kraft getreten ist, enthält eine Quotenregelung, welche den Marktanteil von MVZs je nach Versorgungsdichte in den Planungsbereichen der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen prozentual - und damit auch strategische Investitionen - beschränkt. Die verabschiedete Quotenregelung beschränkt die Expansion der Acura-Gruppe regional vor allem in ländlichen Regionen. Regulatorische Vorschriften werden konsequent auf ihre Auswirkungen im Konzernverbund analysiert und Anpassungsmaßnahmen abgeleitet. Aus dem TSVG ergibt sich für die Acura-Gruppe das Risiko in bestimmten Versorgungsgebieten limitiert wachsen zu können. Die Möglichkeiten zur Expansion werden dadurch zwar verlagert, jedoch bisher kaum beeinträchtigt. Angesichts eines Marktanteils aller Investoren geführten MVZ an der Anzahl der Zahnarztpraxen in Deutschland von ca. 1% ist das Potential für die weitere Expansion des Geschäftsmodells weiterhin sehr bedeutend. Der Acura-Konzern sieht bisher kein bedeutendes Hindernis für das zukünftige Wachstum, wenngleich der weitere Umgang mit dem Thema zu beobachten sein wird. Personalrisiken Eine wesentliche Basis des Erfolges des Acura-Konzerns sind die Mitarbeiter. Durch einen engen Markt besteht die Herausforderung, qualifizierte Mitarbeiter in ausreichender Zahl zu gewinnen und zu halten. Die Rekrutierung von qualifiziertem medizinischem Fachpersonal stellt somit eine zentrale Herausforderung dar. Dies betrifft in besonderem Maße die Suche nach Ärzten und (fachweitergebildeten) Pflegekräften. Wenn freiwerdende Stellen mangels geeigneter Bewerber nicht zeitnah nachbesetzt werden können, kann dies dazu führen, dass im Krankenhaus die Bettenkapazitäten reduziert, werden müssen oder die Partnerpraxen nicht optimal ausgelastet werden können. Zudem verschärft die demografische Entwicklung in einem zunehmenden Wettbewerb die Gewinnung von geeigneten Fach- und Führungskräften. Der Acura-Konzern begegnet diesem Risiko durch einen klaren Fokus auf die zentrale wie dezentrale Personalfindung und -entwicklung. Ein umfangreiches Angebot sowohl regionale als auch lokale Mitarbeiterentwicklungsprogramme bieten berufliche Entwicklungsperspektiven und ermöglichen eine frühzeitige Nachfolgeplanung, die Entwicklung der Mitarbeiter wird durch unterschiedliche Lernformen unterstützt. Dem generellen Mangel an Fachpersonal begegnen wir durch gezieltes Personalmarketing, u. a. auch durch verstärkte Nutzung neuer Medien. Neben der eigenen Ausbildung und der Einstellung neuer Mitarbeiter sind auch frühzeitige Nachfolgeplanung und Weiterentwicklung der Beschäftigten ein wichtiger Bestandteil der strategischen Personalplanung, die sowohl national als auch international ausgerichtet ist. Mit den vorhandenen innovativen Personalprozessen und -initiativen begegnen wir den potenziellen Personalrisiken, sodass keine wesentliche Beeinträchtigung durch diese Risiken zu erwarten ist. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens sieht keine den Bestand des Konzerns gefährdende Risiken. IT-Risiken Die starke Vernetzung im Rahmen der Digitalisierung sowie zunehmende Hackerangriffe insbesondere auf medizinische Einrichtungen führen zu einer Zunahme der IT-Risiken. Darüber hinaus kann ein Ausfall wesentlicher IT-Systeme oder ein größerer Datenverlust zu gravierenden Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs bzw. zu signifikanten Reputationsverlusten führen. Diese Risiken werden durch beständige Investitionen in die IT-Infrastruktur und eine redundante Systemarchitektur minimiert. Regelmäßige Datensicherungen und Schulungen der Mitarbeiter sind weitere Maßnahmen, um die Risiken zu reduzieren. Der Schutz vor Datenmissbrauch wird durch ein abgestimmtes Benutzerrechtekonzept gewährleistet, dessen Einhaltung durch den Datenschutzbeauftragten überprüft wird. Wir schränken zudem lokale Administratorenrechte auf Arbeitsplatzrechner bewusst ein, um die Installation von Schadsoftware zu minimieren. Der Einsatz von unterschiedlichen Schutzprogrammen unterstützt zudem die Abwehr von Schadsoftware. Durch Sicherungsmaßnahmen, Kontrollen und Prüfungen tritt der Konzern möglichen negativ wirkenden Faktoren entgegen. Zudem sind aufgrund der implementierten Schutzmaßnahmen und organisatorischen Vorkehrungen zurzeit keine überdurchschnittlichen Risiken erkennbar. Risiken aus Akquisitionen und Integrationen Die Übernahme und Integration der Partnerpraxen in den Verbund birgt Risiken, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Acura-Gruppe auswirken können. Vollzugsbedingungen, wie zum Beispiel die Zusicherung von Garantien, die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie die Zulassung von medizinischen Versorgungszentren sind daher Bestandteil der vertraglichen Regelungen. Deren Nichterfüllung durch eine beteiligte Partei kann auch immer zu Rechtsstreitigkeiten zwischen den Parteien sowie mit Dritten und zu Ansprüchen gegen die Acura-Gruppe führen. Auch die auf eine Akquisition folgende Integration der Gesellschaft bzw. Partnerpraxis in den Verbund kann negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben. Risiken aus Akquisitionen werden durch detaillierte und standardisierte Due-Diligence-Prozesse im Vorfeld minimiert. Integrationspläne sowie dezidiertes Projektmanagement stellen zudem sicher, dass Abweichungen frühzeitig erkannt werden, um durch geeignete Maßnahmen gegenzusteuern zu können. Chancen und Risiken, die mit einem potenziellen Investitionsobjekt einhergehen, werden im Rahmen eines je nach Investitionsvolumen vorgegebenen Due-Diligence-Prozesses analysiert und bewertet. Neben der Überprüfung von Finanzkennzahlen und der Würdigung steuerlicher Sachverhalte umfasst dies auch die Analyse rechtlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen, die Qualität der vorhandenen medizinischen Ausstattung und Patientenversorgung, Knowhow des Personals und die Einhaltung von Gesetzen, Verordnungen und von Acura gesetzten Standards. Compliance- und Governance-Risiken Das Compliance-Risiko beschreibt die fehlende rechtliche und organisatorische Einhaltung aller für die Acura-Gruppe geltenden Gesetze und Normen. Aufgrund der Regelungsvielfalt besteht die Gefahr, dass die Vorgaben vorsätzlich oder fahrlässig nicht eingehalten werden. Daraus können rechtliche und wirtschaftliche Risiken für die Gruppe entstehen. Bei den Risiken kann es sich um Strafen, Schadensersatzforderungen oder ein Berufsverbot für medizinisches Personal handeln. Des Weiteren besteht in schnell wachsenden Konzernen wie bei der Acura-Gruppe das Risiko, dass Strukturen zur Führung des Konzerns und zur Etablierung von Kontrollsystemen nicht angemessen greifen bzw. die Etablierung dieser eine gewisse Zeit benötigen. Die Acura-Gruppe hat ein formelles Compliance-Management-System etabliert, um die daraus erwachsenden Risiken zu adressieren. Risiken, die sich im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ergeben, werden innerhalb des Konzerns fortlaufend identifiziert, bewertet und kommuniziert. Darüber hinaus besteht ein ausreichender Haftpflichtversicherungsschutz. Im Konzern gehen die gemeldeten Haftpflichtfälle kontinuierlich zurück, was eine positive Auswirkung auf die Versicherungsprämien hat. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Acura-Gruppe ist als Anbieter medizinischer Leistungen finanziellen Chancen in Form von Verhandlungen mit den Kassen sowie finanziellen Risiken in Form von Liquiditäts- und Kreditrisiken ausgesetzt. Trotz eines beachtlichen Anteils an Privatpatienten, stammt der überwiegende Teil der Einnahmeseite aus dem Bereich der öffentlich-rechtlichen Kostenträger. Liquiditätsrisiken entstehen aus der möglichen Unfähigkeit des Konzerns bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln zu erfüllen. Forderungen bestehen im großen Umfang gegenüber den Sozialversicherungsträgern, bei denen das Ausfallrisiko gering eingeschätzt wird. Bestehende Risiken aus möglichen Forderungsausfällen gegenüber Privatpatienten wird durch Bonitätsprüfungen und Factoring begegnet. Liquiditätsrisiken ergeben sich, wenn Finanzmittel nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, um fällige Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich und fristgerecht bedienen zu können oder ungeplante Ereignisse ungünstigere Finanzierungskonditionen bedingen. Die Steuerung der kurzfristigen Liquiditäts- und längerfristigen Finanzierungsrisiken ist zentrale Zuständigkeit des Bereichs Finanzen. Die hierfür benötigte effiziente Steuerung der kurzfristigen liquiden Mittel wird über ein etabliertes Beteiligungs- und Risikomanagement gewährleistet. Chancen Neben den Risiken identifiziert und bewertet der Acura-Konzern regelmäßig die Chancen der Unternehmensgruppe. Grundsätzlich können sich Chancen durch die Weiterentwicklung oder durch die Dynamik des Marktes ergeben als auch durch den engen Dialog mit unseren Behandlern und unseren Patienten. Als Chancen werden Ereignisse und Entwicklungen verstanden, die sich positiv auf die Erreichung der gesetzten Unternehmensziele auswirken. Für die Wahrnehmung von Chancen müssen im gewissen Umfang auch immer Risiken in Kauf genommen werden. Chancen aus dem gesamtgesellschaftlichen Wandel Unter diesen Chancen werden Entwicklungen verstanden, die sich aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen ergeben, und welche die Wachstumsstrategie der Acura-Gruppe positiv begünstigen. Aufgrund der Altersstruktur der Praxen werden derzeit immer mehr Nachfolger für die Übernahme der Praxen gesucht. Immer weniger junge Absolventen sind jedoch bereit den Schritt in die Freiberuflichkeit zu gehen, sondern möchten als angestellte Zahnärzte mit sicheren Arbeitszeiten und Einkommen arbeiten. Die Nachfrage nach Anstellungsverhältnissen dieser Art begünstigt die weitere Entwicklung der Acura-Gruppe. Aus unternehmerischer Sicht kann die Acura-Gruppe so einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit leisten und die zukünftige Versorgungslandschaft mitentwickeln. Chancen aus Markt und regulativen Umfeld Unter diese Chancen fallen positive Entwicklungen aus dem wirtschaftlichen oder regulatorischen Umfeld. Regulative Beschränkungen können sich positiv auf bestehende Marktteilnehmer auswirken, weil die Markteintrittsbarrieren für potenzielle Wettbewerber erhöht werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass sich das Preisniveau für zukünftige Erwerbe von Zahnarztpraxen aufgrund der geringeren Anzahl an Wettbewerbern nach unten entwickelt. Das dynamische Umfeld des deutschen Dentalmarktes ermöglicht die von der Acura-Gruppe angestrebte, konsequente Expansionsstrategie. Acura steigert die Attraktivität für zukünftige Partner durch eine kontinuierliche Verbesserung aller betrieblichen Abläufe und Strukturen und zentrale Unterstützungsangebote, die einen Wettbewerbsvorteil und damit eine qualitativ hochwertige Behandlung für die Patienten ermöglichen. Chancen aus dem Geschäftsmodell In einem fragmentierten Markt wie in der ambulanten zahnmedizinischen Versorgung ergeben sich Chancen aus dem operativen Geschäft. Diese betreffen Synergien die sich aus der Verbundgröße ergeben, beispielsweise in den Bereichen Abrechnungsprozesse, Digitalisierung, Einkauf sowie Verbesserungen der medizinischen Qualität, Technologien, Recruiting und Weiterbildung von Mitarbeitern. Bei der Integration der erworbenen Zahnarztpraxen stellen ein einheitliches Vertragsmanagement sowie die Integration von Finanz-, Personal- und Administrativprozessen wesentliche Potentiale dar. Hierzu werden regelmäßige Benchmarks zwischen den Zahnärzten der Partnerpraxen durchgeführt und der Austausch zwischen den Praxen gefördert. Daneben werden strategische Weiterentwicklungen zentral wie dezentral konzipiert, mit Praxen erprobt und innerhalb der Gruppe etabliert. Weitere Maßnahmen wie die Standardisierung und Optimierung der Dienstleistungsstruktur werden kontinuierlich seit Beginn des Konzernverbundes umgesetzt. Hoher Qualitätsstandard sichert Wettbewerbsposition Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung hat für den Acura-Konzern höchste Priorität. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Schulung der Mitarbeiter auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden, die bereichs- und standortfunktional übergreifende Beratung und der interne Austausch sind konzernstrategische Schwerpunkte, welche die Basis der Wettbewerbsposition der Acura-Gruppe langfristig sichern und ausbauen. Gesamtbild der Chancen- und Risikolage Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich damit für die Acura-Gruppe aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken oder Abhängigkeiten erkennbar, welche den Fortbestand des Acura-Konzerns für die überschaubare Zukunft gefährden könnten. Nach den heute bekannten Informationen wird die Nettorisikoposition als niedrig eingestuft. Trotz aller bestehenden Vorkehrungen können Risiken jedoch nicht ausgeschlossen werden, weshalb zur Deckung dieser Risikopotenziale ein angemessener und regelmäßig aktualisierter Versicherungsschutz besteht, der durch einen professionellen Versicherungsmakler permanent überwacht und angepasst wird. Prognosebericht Bei den hier getroffenen Aussagen über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und des Konzerns handelt es sich um zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich (in positiver als auch negativer Hinsicht) von den Erwartungen des Managements über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Unsere Prognosen enthalten alle wesentlichen Ereignisse, die uns bei der Erstellung des Konzernlageberichts bekannt waren und die Geschäftsentwicklung des Acura-Konzerns beeinflussen können. Die Erwartungen basieren unter anderem auf der beschriebenen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklung. Erwartete Gesamtwirtschaftliche Entwicklung "Die Folgen der Corona-Pandemie sind weiterhin spürbar und etliche Unternehmen haben damit zu kämpfen. Dennoch ist unsere Wirtschaft weiter robust, gleichzeitig müssen wir jetzt die Weichen richtig stellen, um schnell aus der Krise zu kommen." Investitionen, Effizienz und Tempo seien wichtig, betonte Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. Gemäß den Erwartungen der Bundesregierung wird die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf nach Stabilisierung der pandemischen Lage weiter an Fahrt gewinnen. Für das Jahr 2022 wird eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Entsprechend dürfte die Arbeitslosenquote im Jahr 2022 auf 5,1 Prozent zurückgehen, die Zahl der Erwerbstätigen wird laut Prognose durchschnittlich 45,3 Millionen Personen betragen. Es wird aktuell erwartet, dass der Anstieg des Verbraucherpreisniveaus in diesem Jahr auch anhand der geopolitischen Entwicklungen deutlich höher ausfällt als zuletzt. Die Soziale Marktwirtschaft hat maßgeblich zu hoher Lebensqualität in Deutschland beigetragen - angesichts der Zuspitzung der Klimakrise sowie des Biodiversitätsverlusts bedarf es jedoch eines angepassten Leitbildes im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftsmodells. 9 Vor diesem Hintergrund ist mit einer weiteren nachhaltigen Entwicklung im medizinischen wie zahnmedizinischen Bereich zu rechnen. Erwartete Branchenentwicklung Gemäß den Prognosen der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung in den kommenden 30 Jahren um fast 25 % auf rund 9,7 Mrd. Menschen anwachsen. 10 Gleichzeitig wird der Anteil der Bevölkerung über 64 Jahre um 95 % auf über 1,4 Mrd. ansteigen. Diese Entwicklung führt in den kommenden Jahren und insbesondere in Deutschland zu sehr guten Wachstumsraten für die Gesundheitsbranche, die laut Fitch Solutions im Durchschnitt jährlich 6 % erreichen können. Laut aktueller KZV-Statistik liegen die vergangenen durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten im Bereich des Dentalmarktes zwischen 2,5 und 4,0 %. Die veränderte Demographie wird jedoch auch eine Veränderung des Talentpools aufgrund der alternden Belegschaft zur Folge haben und den zunehmenden Wettbewerb um qualifiziertes Pflege- wie Behandlungspersonal verschärfen. Als weiterer Trend wird die Digitalisierung von Gesundheitsinformationen zunehmen, welche die Qualität der medizinischen Versorgung bei gleichzeitig niedrigeren Kosten durch Effizienzsteigerungen im Rahmen von E-Health verbessert. Zudem ist davon auszugehen, dass der steigende Wohlstand der Bevölkerung die Ansprüche der Patienten und damit die Anforderungen an die öffentliche und private Gesundheitswirtschaft hinsichtlich qualitativ hochwertiger (zahn-)medizinischer Behandlungen erhöhen wird. Erwartete Geschäfts- und Ertragsentwicklung Der Konzern ist mit verschiedenen Alleinstellungsmerkmalen positioniert und wird nach unserer Einschätzung das Geschäftsmodell entsprechend der Veränderungen und Herausforderungen im Gesundheitsmarkt weiterentwickeln sowie die Marktposition im Sinne der Unternehmensstrategie festigen und ausbauen. Der demografische Wandel und die damit zu erwartende steigende Anzahl von Abgeberpraxen als auch die patientenseitig spürbare Veränderung hin zu qualitativ hochwertiger (Zahn-)Medizin durch verlässliche Partner, sind kongruente Ziele der Acura-Gruppe.
9 Jahreswirtschaftsbericht 2022 BMWI
Der Acura-Konzern befindet sich weiterhin in seiner Aufbauphase. Durch die im laufenden Geschäftsjahr 2022 bereits abgeschlossenen und weiter zu erwartenden Neuakquisitionen im Praxisumfeld und die Fortsetzung der erfolgreichen Behandlungskonzeption im Konzernverbund rechnen wir im Geschäftsjahr 2022 mit einem weiter steigenden Umsatz auf einen dreistelligen Millionenbereich für den Gesamtkonzern. Die Etablierung schlanker Administrationsstrukturen und ein innovativer IT-Einsatz wird nicht nur zu einer Entlastung unseres Klinik- und Praxenverbundes führen, sondern darüber hinaus auch zu einer Effizienzsteigerung im Gesamtkonzern. Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir daher eine deutliche Steigerung des EBITDA und des normalisierten EBITDA (EBITDA vor Sonder- und Einzeleffekten). Ferner gehen wir auch über das Geschäftsjahr 2022 hinaus von einem weiterhin dynamischen Wachstum aus: Durch unsere umfangreichen Investitionen können wir das dabei angestrebte Mengenwachstum realisieren und durch die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen in Verbindung mit einer optimalen Auslastung werden wir unsere Profitabilität weiterhin signifikant verbessern.
Frankfurt am Main, 7. Juni 2022 Acura Zahnärzte GmbH Franz Maier Dr. Markus Neuhauser BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Acura Zahnärzte GmbH, Frankfurt am Main PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Acura Zahnärzte GmbH, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Acura Zahnärzte GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt " VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERN LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 7. Juni 2022 BDO
AG
Daniel Stephan, Wirtschaftsprüfer Christof-Martin Preis, Wirtschaftsprüfer |
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