Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 60943
Eingetragen
8.9.2006
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Verkauf von Leistungshalbleitern (Semiconductoren) und hiermit verbundenen Komponenten sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Roman Tabor
seit 4.10.2024
Geschäftsführer
Lisa Tintera
seit 4.10.2024
Prokura
Prokura
Thomas Dr. Spann
seit 21.4.2017
Prokura
Alexander Ortmann
seit 23.9.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hamlin Electronics GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hamlin Electronics GmbH
Germany
5.000.000 DM
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IXYS Semiconductor GmbH

Lampertheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.128,55 4.740,32
2.128,55 4.740,32
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 12.137.230,08 13.653.644,69
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.344.622,89 1.190.457,66
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.620.520,51 2.421.271,85
18.102.373,48 17.265.374,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 601.856,36 601.856,36
2. Beteiligungen 283.539,78 283.539,78
885.396,14 885.396,14
18.989.898,17 18.155.510,66
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.460.739,00 14.753.874,57
2. unfertige Erzeugnisse 18.097.631,55 18.378.003,71
3. fertige Erzeugnisse und Waren 305.733,12 377.286,43
33.864.103,67 33.509.164,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.344.395,70 15.625.626,09
2. Forderungen gegen Gesellschafter 26.263.148,87 19.430.994,70
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.265.601,83 2.074.411,99
45.873.146,40 37.131.032,78
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.942.198,91 16.260.108,11
87.679.448,98 86.900.305,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 169.136,09 214.204,71
106.838.483,24 105.270.020,97

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
€ €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.556.459,41 2.556.459,41
II. Kapitalrücklage 7.637.404,26 7.637.404,26
III. Gewinnrücklage 71.383.026,31 71.383.026,31
IV. Jahresüberschuss 0,00 0,00
81.576.889,98 81.576.889,98
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.417.644,00 6.472.283,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
3. sonstige Rückstellungen 7.376.442,11 7.611.818,38
13.794.086,11 14.084.101,38
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.019.692,79 4.147.958,14
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.868.683,00 4.696.541,14
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 16.637,21
4. sonstige Verbindlichkeiten 579.131,36 747.893,12
davon aus Steuern € 11.868,75 (Vj.: T€ 42,9) 11.467.507,15 9.609.029,61
106.838.483,24 105.270.020,97

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

01.01.2022 -31.12.2022 01.01.2021-31.12.2021
1. Umsatzerlöse 106.281.514,05 122.790.595,96
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.730.058,43 3.264.854,05
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 109.011.572,48 126.055.450,01
4. sonstige betriebliche Erträge 1.444.104,08 8.342.021,72
- davon aus Währungsumrechnung € 168.614,35 (Vj. T€ 7.745)
5 Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -50.482.228,94 -59.601.910,79
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -19.597.163,81 -21.892.054,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.068.845,04 -4.235.242,19
- davon für Altersversorgung € 350.264,44 (Vj. T€ 337)
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.195.885,78 -3.260.319,24
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -44.680.517,08 -50.810.933,85
- davon aus Währungsumrechnung € 809.103,96 (Vj. T€ 7.639)
9. Erträge aus Beteiligungen 208.470,44 197.109,18
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 707.325,89 844.251,62
- davon aus verbundenen Unternehmen € 25.620,66 (Vj. T€ 26)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -185.962,47 -243.075,86
- davon an verbundenen Unternehmen € 24.746,52 (Vj. T€ 37)
- davon aus Abzinsung € 0,00 (Vj. T€ 0)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -40.459,27 2.016,00
13. Ergebnis nach Steuern -10.879.589,50 -4.602.687,95
14. Erträge aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages 10.879.589,50 4.602.687,95
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Sitz: Lampertheim, Amtsgericht: Darmstadt HRB 60943

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

(vom 01.01.2022 - 31.12.2022)

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2022 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften entsprechend den Bestimmungen des HGB und GmbHG sowie den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden über folgende gruppeneinheitliche Nutzungsdauern vorgenommen. Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Anlagegüter bis zu einem Wert von € 250 wurden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 800 wurden bei Zugang vollständig abgeschrieben.

Anlagengruppe Nutzungsdauer
Know-how und Software 3 bis 5 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 14 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und sonstige Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden zu Anschaffungskosten, die nach der Durchschnittsmethode ermittelt wurden, bewertet. Soweit erforderlich wurden Abschläge wegen Ungängigkeit sowie Abwertungen auf einen niedrigeren Einkaufs- und/oder Verkaufspreis vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie angemessene Zuschläge für Fertigungsgemeinkosten und darin enthaltene Materialgemeinkosten, sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, unter Berücksichtigung einer Normalkapazität. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Soweit erforderlich, wurden Abschläge im Rahmen der verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennwert abzüglich angemessener Einzelabwertungen angesetzt. Sämtliche Forderungen sind zum Stichtag wertberichtigt.

Forderungen im Verbundbereich und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel

Die Ansätze erfolgten zu Nennwerten.

Rückstellungen für Pensionen und mittelbare Pensionsverpflichtungen aus der Unterdeckung bei Unterstützungskassen

Die Pensionsverpflichtungen und -anwartschaften sind zum 31. Dezember 2022 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Erfüllungsbetrag gemäß dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften, unter Verwendung des durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,78 %, einer angenommenen Dynamik hinsichtlich der anrechenbaren Bezüge, eines Rententrends von jeweils 3,25 % sowie einer Fluktuationsrate von 2% gebildet worden und betragen 6.418 T€ (Vorjahr: 6.472 T€).

Der Erfüllungsbetrag bei Anwendung des durchschnittlichen Marktzinses von 1,44 % für einen Zeitraum von 7 Jahren und sonst gleichen Kriterien beträgt 6.665 T€. Aus der Umstellung des angewandten Zinssatzes für einen Zeitraum von 10 Jahren statt 7 Jahren ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 247 T€ (Vorjahr: 392 T€).

Als Bewertungsmethode wurde die in der internationalen Rechnungslegung verwendete projizierte Einmalbeitragsmethode (Projected-Unit-Credit-Method gem. IAS 19)) angewendet, die biometrische Rechnungsgrundlage bilden die Richttafeln 2018 G nach Klaus Heubeck.

Die Rückstellungen für Direktzusagen umfassen ausschließlich Verpflichtungen, für die leistungskongruente Rückdeckungsversicherungen bestehen und die daher wie wertpapiergebundene Altersversorgungsverpflichtungen bilanziert werden. Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag übersteigt. Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung entspricht den Anschaffungskosten.

Rückstellungen die einen Erfüllungsbetrag in Höhe von 308 T€ (Vorjahr: 303 T€) zum Bilanzstichtag aufweisen, wurden mit den zugehörigen Zeitwerten von rückgedeckten, verpfändeten Versicherungen in Höhe von 308 T€ (Vorjahr: 303 T€) gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Die Bewertung der Verpflichtung der IXYS Semiconductor-Unterstützungseinrichtung GmbH durch ein versicherungsmathematisches Gutachten zum 31. Dezember 2022 ergab eine Unterdeckung in Höhe von 2.010 T€, für die die IXYS Semiconductor GmbH als Trägerunternehmen haftet.

Sonstige Rückstellungen

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden; der Ansatz erfolgte nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem jeweils notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für bestehende Verträge gebildet. Sie wurden nach versicherungsmathematischen Methoden unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Der Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzins von 1,44 % für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt (/-Jahresdurchschnitt).

Die Bewertung von Rückstellungen für Garantieaufwendungen zum Bilanzstichtag erfolgte auf Grundlage einer Analyse der tatsächlich angefallenen Garantieaufwendungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger, wurden gemäß § 256a HGB, die Vorschriften in § 253 Abs. 1, S. 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 nicht angewendet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

Latente Steuern

Latente Steuern werden nur auf Ebene des Organträgers (Hamlin Electronics GmbH, Bremen) und nicht auf der Gesellschaft als Organgesellschaft ermittelt und ausgewiesen.

Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die 100%-ige Tochtergesellschaft IXYS Global Services GmbH, Lampertheim, hatte ein voll eingezahltes Stammkapital von 25 T€. Der von der IXYS Semiconductor GmbH laut Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag vom 26. Oktober 2000, geändert am 26. September 2013, übernommene Gewinn für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr betrug 208 T€. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt 25 T€.

Am 02. August 2016 wurde die 100%-ige Tochtergesellschaft IXYS Investment Holdings GmbH, Lampertheim, gegründet. Die Gesellschaft hat ein voll eingezahltes Stammkapital von 25 T€. Für das Geschäftsjahr, welches am 31. Dezember 2022 endet, liegt das vorläufige Ergebnis bei einem Gewinn von 48 T€, das Eigenkapital betrug 82 T€.

Es wurde unverändert eine 45%-ige Beteiligung an der Powersem Gesellschaft für Halbleiterbauelemente und Elektronik mbH, Schwabach, gehalten. Der uns vorliegende endgültige Jahresabschluss dieser Gesellschaft weist zum Geschäftsjahresende 31. März 2023 ein Eigenkapital von 4.564 T€ aus, darin ist ein Jahresüberschuss von 386 T€ enthalten.

Mit Wirkung zum 21. Juli 2017 hat die Gesellschaft 60% der Anteile an der CSP - Componentes Semicondutores de Portugal, Lda., Almada, Portugal, direkt und 40% der Anteile indirekt über die Tochtergesellschaft IXYS Investment Holdings GmbH erworben. Das Stammkapital der Gesellschaft betrug bei Erwerb 49 T€ und wurde am 28. Dezember 2017 um 1.800 T€ erhöht. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation voraussichtlich zum 31. Dezember 2023.Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt 904 T€, darin ist ein Jahresverlust von (119 T€) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren alle innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind voll wertberichtigt.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen basieren im Wesentlichen auf Lieferungen und Leistungen und sind innerhalb eines Jahres fällig (18.344 T€). Darüber hinaus bestehen Forderungen gegen den Gesellschafter, die einerseits auf gewährte Darlehn (10.050 T€) und daraus resultierenden Zinsen (239 T€) zurückzuführen sind sowie auf dem durch Ergebnisabführungsvertrag vom 14.10.2019 definierten Ausgleich aufgelaufener Verluste (11.278 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen hauptsächlich Ertragsteuer Forderungen (192 T€) sowie Umsatzsteuerforderungen (785 T€) und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt DM 5.000.000,00 (EUR 2.556.459,41).

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags (71.383 T€) im Geschäftsjahr 2022, ergab sich zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von 81.577 T€.

Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr 2022 nicht verändert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (7.376 T€, Vorjahr: 7.612 T€) enthielten

Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (3.651 T€, Vorjahr: 4.103 T€)

Personalbezogene Rückstellungen (3.118 T€, Vorjahr: 2.827 T€)

Rückstellungen für Garantieaufwendungen (607 T€, Vorjahr: 682 T€).

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten bezüglich der im Jahresabschluss enthaltenen Verbindlichkeitspositionen sind dem folgenden Verbindlichkeitsspiegel zu entnehmen:

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeiten bis zu 1 Jahr Von mehr als 1 Jahr über 5 Jahre Insgesamt
T€ T€ T€ T€
aus Lieferungen und Leistungen 4.020 0 0 4.020
(4.147) (0) (0) (4.147)
gegenüber verbundenen Unternehmen 6.419 450 0 6.869
(4.248) (450) (0) (4.698)
gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 0 0 0
(17) (0) (0) (17)
sonstige Verbindlichkeiten 445 0 0 445
(485) (0) (0) (485)
Gesamt 10.884 450 0 11.334
(8.897) (450) (0) (9.347)

Angaben in Klammern betreffen das Vorjahr

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis basieren im Wesentlichen auf Lieferungen und Leistungen (T€ 2.879, Vorjahr T€ 2.586). Darüber hinaus bestehen Darlehensverbindlichkeiten (T€ 450, Vorjahr T€ 450) und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 3.540, Vorjahr T€ 1.660).

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

• Geographische Aufteilung

2022 2021
Mio. € % Mio. € %
Inland 49,6 46,8 62,2 50,7
Ausland 56,5 53,2 61,0 49,7
106,2 100,0 123,2 100,3
Erlösschmälerungen 0,0 0,0 -0,4 -0,3
106,2 100,0 122,8 100,0

• Gruppenaufteilung

2022 2021
Eigene Erzeugnisse Mio. € % Mio. € %
Diskrete Leistungshalbleiter und Chips 67,3 63,4 68,1 55,5
Module und Sätze 32,6 30,7 53,4 43,5
99,9 94,1 121,5 99,0
Handelswaren 0,6 0,6 12,6 10,3
Sonstige 5,7 5,4 -11,3 -9,2
106,2 100,0 122,8 100,1
Erlösschmälerungen 0,0 0,0 -0,1 -0,1
106,2 100,0 122,7 100,0

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalteten im Wesentlichen Kursgewinne (923 T€, Vorjahr 8.073 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten als wesentliche Posten

Aufwendungen für Subunternehmer 14.071 T€ (17.516 T €)

Kursverluste 877 T€ (7.639 T€)

Kosten der Infrastruktur 5.079 T€ (4.330 T€)

Instandhaltungsaufwand 4.100 T€ (3.657 T€)

Aufwendungen für Provisionen 0 T€ (141 T€)

Versicherungen 1.026 T€ (900 T€)

Der Steueraufwand/ Steuerertrag betrug 40 T€ (Vorjahr -2 T€).

Gewerbeertragsteuer 0 T€ (0 T€)

Körperschaftsteuer 0 T€ (-2 T€)

Solidaritätszuschlag 2 T€ (0 T€)

Kapitalertragsteuer 38 T€ (0 T€)

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Die Verpflichtungen der IXYS Semiconductor GmbH aus bestehenden Miet- und Leasingverträgen betragen für das folgende Geschäftsjahr (01. Januar bis 31. Dezember 2023) 1.270 T€, davon entfallen auf verbundene Unternehmen 1.215 T€. Vom 01. Januar 2023 bis zum 31. März 2025 bestehen Verpflichtungen von 1.254 T€, davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.145 T€.

Die IXYS Semiconductor GmbH hat Ihre Verpflichtungen aus Leasingverträgen im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter reduziert. Neuinvestitionen wurden aus eigenen Mittel finanziert; bestehende Leasingverträge endeten planmäßig, neue Leasingverträge in nennenswertem Umfang wurden nicht abgeschlossen.

Ausschüttungssperre

Der Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahresdurchschnittszins und dem 7-Jahresdurchschnittszins in Höhe von T€ 308 unterliegt einer Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

Personalbestand

Im Jahresdurchschnitt waren 373 (Vorjahr: 386) Mitarbeiter zzgl. 5 Auszubildende beschäftigt. Von den beschäftigen Arbeitnehmern entfielen auf die Gruppe Angestellten 62, auf die Gruppe der gewerblichen Arbeitnehmer 311.

Geschäftsführer der Gesellschaft:

Herr Roman Tabor, Eppstein, Syndikusrechtsanwalt (ab 15. August 2019)

Herr Dr.- Ing. Axel Walter, Radebeul, Managing Director (ab 1. Dezember 2019- 31.12.2022)

Herr Matthew Stockwin, Managing Director (ab 01. November 2023)

Die Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder der Geschäftsführung und deren Hinterbliebene betragen 942 T€. Die geleisteten Rentenzahlungen an ehem. Geschäftsführer betrugen 70 T€ im Geschäftsjahr 2022.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da im Geschäftsjahr nur zwei Geschäftsführer durch die Gesellschaft vergütet wurden.

Alleingesellschafterin ist die Hamlin Electronics GmbH, Bremen. Mit Beschluss vom 15.11.2018 wurden 100% der Geschäftsanteile von der Littelfuse Netherlands B.V., Amsterdam, an sie übertragen.

Die IXYS Corporation, Milpitas, Kalifornien, USA, wurde am 17. Januar 2018 von der Littelfuse, Inc., Chicago, Illinois, USA übernommen. Diese ist nun Konzernobergesellschaft und stellt einen Konzernabschluss auf. Der Jahresabschluss der IXYS Semiconductor GmbH wird in den weltweiten Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen, die für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird bei der U.S. Securities and Exchange Commission in Washington D.C., USA, offengelegt.

Der Konzernabschluss der Littelfuse, Inc., Chicago, Illinois, USA, wird nach US-GAAP aufgestellt, ist in die deutsche Sprache übersetzt und wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Unter diesen Voraussetzungen wurde von der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB hinsichtlich der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts Gebrauch gemacht.

Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 beträgt insgesamt 50 T€ und entfällt ausschließlich auf abschlussbezogene Prüfungsleistungen.

Nachtragsbericht

Im Februar 2022 verschärfte sich die Situation zwischen Russland und der Ukraine mit der Folge von kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem Gebiet der Ukraine. Auswirkungen aus dieser Entwicklung sehen wir nach wie vor bei den Beschaffungspreisen sowie der Frage nach der Aufrechterhaltung von Lieferketten. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht. Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sehen wir momentan nicht.

Fehlende Stabilität der Produktion konnte auch im laufenden Jahr 2023 nicht aufgeholt werden. Die für Ende 2022 geplante Kapazitätserweiterung konnte erst zum Ende vom 1. Quartal 2023 umgesetzt werden. Sich daran anschließende weitere technische Schwierigkeiten in der Frontend Produktion im laufenden Jahre 2023 führen insgesamt zu keiner Erhöhung der Umsatzerwartungen für 2023 im Vergleich zu 2022.

Wir verweisen auf weitere Ausführungen über Ereignisse nach dem Stichtag auf unsere Erläuterungen in Kapitel 3 der Lageberichtserstattung.

 

25.04.2024

IXYS Semiconductor GmbH

Roman Tabor

Matthew Stockwin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.659.552,42 0,00 8.766,50 422.704,00 6.245.614,92
II. Sachanlagen 6.659.552,42 0,00 8.766,50 422.704,00 6.245.614,92
1. technische Anlagen und Maschinen 49.064.808,03 0,00 1.129.297,92 -2.763.582,72 47.430.523,23
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.286.739,13 256.230,65 592.802,63 -773.756,15 6.362.016,26
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.421.271,85 3.921.349,21 1.722.100,55 0,00 4.620.520,51
57.772.819,01 3.921.349,21 0,00 -3.537.338,87 58.413.060,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.491.131,06 0,00 0,00 0,00 10.491.131,06
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.706.992,68 0,00 0,00 0,00 1.706.992,68
3. Beteiligungen 283.539,78 0,00 0,00 0,00 283.539,78
12.481.663,52 0,00 0,00 0,00 12.481.663,52
76.914.034,95 3.921.349,21 0,00 -3.114.634,87 77.140.338,44
Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.654.812,10 11.378,27 422.704,00 6.243.486,37 2.128,55
II. Sachanlagen 6.654.812,10 11.378,27 422.704,00 6.243.486,37 2.128,55
1. technische Anlagen und Maschinen 35.411.163,34 2.491.362,02 2.609.232,21 35.293.293,15 12.137.230,08
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.096.281,47 693.145,49 772.033,59 5.017.393,37 1.344.622,89
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 4.620.520,51
40.507.444,81 3.184.507,51 3.381.265,80 40.310.686,52 18.102.373,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.889.274,70 0,00 0,00 9.889.274,70 601.856,36
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.706.992,68 0,00 0,00 1.706.992,68 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 283.539,78
11.596.267,38 0,00 0,00 11.596.267,38 885.396,14
58.758.524,29 3.195.885,78 3.803.969,80 58.150.440,27 18.989.898,17
Buchwerte
Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.740,32
II. Sachanlagen 4.740,32
1. technische Anlagen und Maschinen 13.653.644,69
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.190.457,66
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.421.271,85
17.265.374,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 601.856,36
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00
3. Beteiligungen 283.539,78
885.396,14
18.155.510,66

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

IXYS Semiconductor GmbH ist Hersteller und Lieferant von Leistungshalbleiter-Bauelementen. Die Produkte bedienen einen weltweiten Markt in unterschiedlichen Wirtschaftsbranchen wie Industrie, Medizin- oder Automobilanwendungen. Aufgrund der zyklischen Wachstumsbewegungen in diesen Branchen und stetig wachsendem Wettbewerbsdruck durch Mitanbieter ist stetige Innovation und Kostensenkung in der Herstellung der Produkte eine Voraussetzung für stetiges Unternehmenswachstum.

Als oberste Muttergesellschaft der IXYS Semiconductor GmbH fungiert die Littelfuse Inc., Chicago/USA, und stellt als Konzernobergesellschaft einen Konzernabschluss auf.

Als finanzielle Leistungsindikatoren gelten die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis, es werden keine wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens herangezogen (§ 289 Abs. 3 HGB).

II. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,8% höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft wuchs somit leicht gegenüber 2021, nach dem Covid-19 basierten Einbruch in 2019 und 2020. 1 Das für die Gesellschaft ebenfalls relevante Wirtschaftswachstum in Europa - bezogen auf die Staaten der Europäischen Union (EU-27) - liegt mit rund 3,5% deutlich über dem Wert für Deutschland. 2

Die preisbereinigten Bruttoanlageinvestitionen stiegen im Vorjahresvergleich insgesamt um 0,2%. In Ausrüstungen wurde 2,5% mehr investiert verglichen zu 2021. Die deutschen Ausfuhren stiegen im Jahresdurchschnitt 2022 nur leicht (3,2%), in Relation zum starken Anstieg im Vorjahr. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum mit 6,7% zu. 3

Nach Angaben des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. (ZVEI), Frankfurt am Main, hat die Elektroindustrie im Kalenderjahr 2021 bei den Umsätzen 12,0% zugelegt. Im Inland stiegen die Umsätze um 14,2%. 4

Es ist dabei zu beachten, dass das Nachfrageverhalten in der Halbleiterindustrie typischerweise stärker schwankt als in der restlichen Elektroindustrie.

2. Geschäftsverlauf

Im absoluten Vergleich musste die Gesellschaft eine Umsatzschmälerung von rund -16,6 Mio. EUR (ca. -13,5 %) verzeichnen. Das Jahr 2022 war ebenso geprägt von den Einflüssen der Covid-19 Pandemie.

1 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-GesamtrechnungenInlandsprodukt/ Tabellen/inlandsprodukt-gesamtwirtschaft.html
2 Statista GmbH, Hamburg; EU & Euro Zone - Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis 2022 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156282/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-der-eu-und-der-eurozone/
3 Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Pressemitteilung Nr. 20 vom 13. Januar 2023 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html
4 https://www.zvei.org/fileadmin/user_upload/Presse_und_Medien/Publikationen/2023/Juli/ZVEI- Konjunkturbarometer_Juli_2023/ZVEI-Konjunkturbarometer-Juli-2023.pdf

Trotzdem konnten in den ersten beiden Quartalen im Jahr 2022 ein höherer Umsatz erzielt werden als in den beiden letzten Quartalen im Jahr 2022. Die nahezu mit Beginn der Covid-Pandemie ansteigende Nachfrage von IXYS Produkten hat sich auch in 2022 ungebremst weiterentwickelt. Die erwartete hohe Kapazitätsauslastung ist auch für das Geschäftsjahr 2022 eingetreten.

Die Umsatzreduzierung ist zum einen der Umstellung der Reorganisation der Sales Aktivitäten zwischen der IXYS Semiconductor GmbH und der Littelfuse Europe GmbH entstanden.

Auch wenn die Steigerung der Kapazität von 10% im 4. Quartal 2021 die Erwartung der Produktion von Wafer für das Jahr 2022 erhöhte, führte ein erheblicher technischer Ausfall im 2 Quartal 2022 für zunächst eine deutlich verminderte Kapazität, die dann im weiteren Verlauf von 2022 zu einer verminderten Produktion von Wafer im Vergleich zum Vorjahr führte. Erschwerend kam ebenfalls noch hinzu, dass innerhalb der Lieferkette im laufenden Jahr 2022 Schließungen und Abkündigungen erfolgten. Eine weitere geplante Kapazitätserweiterung für 2022 musste aufgrund der technischen Schwierigkeiten in das Jahr 2023 verschoben werden.

Unter den Bereich der Eigenfertigung fallen Diskrete, Leistungshalbleiter und Chips sowie Module und Sätze. Während im vorangegangenen Geschäftsjahr in diesem Bereich Umsatzerlöse in Höhe von 121,5 Mio. EUR erzielt, werden konnten, lag dieser Wert im aktuellen 12-Monatszeitraum bei etwa 100,0 Mio. EUR. Der Umsatz aus dem Verkauf von Handelswaren ging in der Vergleichsperiode um 12,0 Mio. EUR zurück.

Unter Berücksichtigung von Erlösschmälerungen und sonstigen Umsätzen konnte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von knapp 106,2 Mio. EUR erwirtschaften, nach knapp 122,8 Mio. EUR im vorangegangenen Geschäftsjahr.

Die Wechselkursentwicklung hatte über das Geschäftsjahr insgesamt einen positiven Effekt von 46 TE. EUR.

Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein negatives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 10,880 Mio. EUR erzielt. Dieses wird im Zuge eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Alleingesellschafterin, der Hamlin Electronics GmbH, Bremen, übernommen. Wesentlicher Grund für das negative Ergebnis vor Ergebnisabführung sind die gestiegenen Kosten für Produktionsmaterial und ein Personalanstieg für den Kapazitätsausbau, der im Jahr 2022 noch nicht zum Tragen kam.

3. Erläuterungen zur Vermögens- Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme von 106,8 Mio. EUR (Vorjahr 105,3 Mio. EUR) setzt sich wie folgt zusammen:

Anlagevermögen: 19,0 Mio. EUR (Vorjahr 18,2 Mio. EUR)

Umlaufvermögen: 87,7 Mio. EUR (Vorjahr 86,9 Mio. EUR)

Abgrenzungsposten: 0,2 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR)

Notwendige Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Sachanlagevermögen in Höhe von 4,5 Mio. EUR (Vorjahr 7,3 Mio. EUR) wurden in diesem Wirtschaftsjahr vorgenommen, wobei der gesamte Betrag aus eigenen Mitteln finanziert wurde.

Die Vorräte sind stichtagsbedingt um 0,4 Mio. EUR auf 33,9 Mio. EUR (Vorjahr 33,5 Mio. EUR) gestiegen.

Die Forderungen sind in Gänze um 8,6 Mio. EUR auf 45,7, Mio. EUR (Vorjahr 37,2 Mio. EUR) gestiegen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Geschäftsjahr unverändert geblieben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind stichtagsbedingt im Geschäftsjahr um 2,7 Mio. EUR auf 18,3 Mio. EUR gestiegen, die Forderungen gegen Gesellschafter sind vor allem durch die Forderung der Ergebnisabführung des laufenden Jahres von 19,4 Mio. EUR um 6,8 Mio. EUR gestiegen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 0,8 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR gesunken.

Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen beträgt 82,1% (Vorjahr 82,5%).

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Eigenkapital-Quote (Eigenkapital/Bilanzsumme) ist von 77,7% im Vorjahr aufgrund der um 1,5% gestiegenen Bilanzsumme auf 76,4% gesunken. Der Rücklagenanteil (Kapitalrücklage/Eigenkapital) ist gegenüber dem Vorjahr (9,4%) gleichgeblieben (9,4%).

Die Verbindlichkeiten entsprechen 10,7% der Bilanzsumme (Vorjahr 9,1%) und haben sich somit nicht stark verändert.

3.2 Finanzlage

Die liquiden Mittel haben sich von 16,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 7,9 Mio. EUR reduziert.

Die Liquidität 1. Grades (liquide Mittel/kurzfristige Verbindlichkeiten) beträgt 73% (Vorjahr 188%). Das Working Capital (Umlaufvermögen/kurzfristige Verbindlichkeiten) hat sich auf 804 % verringert (Vorjahr 946%). Die Finanzlage ist, analog den vergangenen Jahren, stets gut. Wir konnten unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit fristgerecht erfüllen und durch Skontozahlungen Kosteneinsparungen realisieren.

Fremdwährungsverbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen in USD. Diese stellen zum größten Teil Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar und basieren auf erhaltenen Finanzierungsmitteln.

3.3 Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern hat sich von 6,2 Mio. EUR (negativ) im Vorjahr auf ein Ergebnis vor Steuern von 10,9 Mio. EUR (negativ) verschlechtert. Bei dieser Betrachtung bleibt die Würdigung des seit 2019 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Hamlin Electronics GmbH, Bremen, ohne Berücksichtigung.

Aufgrund des Umsatzrückgangs von 16,6 Mio. EUR hat sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Dies liegt vor allem an dem technischen Ausfall im 2. Quartal und an den Schwierigkeiten innerhalb der Lieferkette. Sonstige betriebliche Erträge nehmen im Periodenvergleich, im Wesentlichen durch geringere Kursgewinne begründet, um 6,9 Mio. EUR auf 1,4 Mio. EUR ab, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nehmen um 6,1 Mio. EUR ab. Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur marginal verringert. Das Finanzergebnis der Gesellschaft hat sich in 2022 aufgrund Zinsberechnungen um 0,1 Mio. EUR auf 0,7 Mio. EUR verschlechtert.

Die Materialaufwandsquote ist auf 47,5% in diesem Jahr leicht gestiegen (Vorjahr 47,0%). Die Personalaufwandsquote ist mit 21,7% ebenfalls marginal gestiegen (Vorjahr 21,3%).

Insgesamt nahm das Rohergebnis von 74,8, Mio. EUR auf 60,0 Mio. EUR im Berichtsjahr ab, was im Wesentlichen auf die negative Umsatzentwicklung zurückzuführen ist.

Im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages wurde von der IXYS Global Services GmbH ein Gewinn in Höhe von 0,21 Mio. EUR übernommen.

Übersicht in Tabellenform (in Mio. EUR):

1.1.2022 - 31.12.2022 1.1.2021 - 31.12.2021 Veränderung in %
Umsatz 106,2 122,8 -13,5%
Auftragsbestand 112,0 138,5 -19,1%
Finanzielle Mittel 7,9 16,3 -51,5%
Ergebnis vor Steuern -10,8 -4,6 134%

Die Umsätze im Geschäftsjahr betrugen im Inland 49,7 Mio. EUR (VJ.: 62,2 Mio. EUR) und im Ausland 56,5 Mio. EUR (VJ. 61,0 Mio. EUR). Erlösschmälerungen gab es in Höhe von 0,0 Mio. EUR (VJ.: 0,4 Mio. EUR).

Die Umsatzerlöse mit Dritten lagen bei 0,0 Mio. EUR (VJ.: 16,4 Mio. EUR) und mit verbundenen Unternehmen bei 106,2 Mio. EUR (Vj.: 106,4 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist auf die Reorganisation der Sales Aktivitäten der Gesellschaft und der Littelfuse Europe GmbH zurückzuführen.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung sind mit 4,0 Mio. EUR (VJ.: 3,6 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Zum Dezember 2022 beschäftigt IXYS 15 hochqualifizierte Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Währungsgewinne von 7,7 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR verändert. Die Währungsverluste sind von 7,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 0,8 Mio. EUR gesunken. Daraus ergibt sich ein Gewinn aus Währungsumrechnung von 0,1 Mio. EUR.

Gesamtaussage

Die Geschäftsleitung beurteilt das Jahr 2022 als ein Jahr der Herausforderungen. Auch in 2022 waren neben der bestehenden Corona-Pandemie, bestand eine hohe Nachfrage nach IXYS Produkten, allerdings dem gegenüber stand die allgegenwärtige Entwicklung der Lieferketten inklusive weiterhin steigender Preise der meisten Rohmaterialen. Durch den zusätzlich entstandenen technischen Ausfall in der Produktion als auch die erforderlichen Anstrengungen in der Lieferkette konnte die Kapazität der Produktion nicht entsprechend ausgeschöpft werden, was sich im Ergebnis wieder spiegelt.

IXYS hat sich auch in 2022 der COVID-19-Pandemie aktiv entgegengestellt und diese bestmöglich gemeistert. So bestand und besteht die höchste Priorität in der Gesundheit der Mitarbeiter/-innen und der Geschäftspartner. Daneben steht die Erfüllung der Bedürfnisse unserer Kunden. Weiterhin steht die Erhaltung der langfristigen finanziellen Stabilität der Gesellschaft im Fokus.

Durch die Kapazitätserweiterung in Q4 2021 und die weitere 10%ige Erweiterung in Q1 2023 ist eine Stärkung des Produktionsstandorts erfolgt. Dieses wird sich in den Folgejahren in einem Umsatz- und Ergebniswachstums widerspiegeln. Eine Fokussierung auf den Frontend Bereich wird auch in den Folgejahren stattfinden, die mit weiteren Kapazitätserweiterungen verbunden sein kann.

III. Prognose- Chancen- und Risikobericht

1. Voraussichtliche Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 hat sich basierend auf einer 12 Monats-Periode ein Umsatzrückgang im zweistelligen Prozentbereich ergeben. Die gesamte Elektroindustrie konnte in 2022 eine Produktionssteigerung um 3,4 % und einen Umsatzanstieg um 12 % erzielen. Für das Geschäftsjahr 2022 konnte einen Anstieg der Produktion um 3,7 % (ZVEI Faktenblatt 18. Januar 2023) erzielt werden und für 2023 wurde ein Produktionswachstum von 0% prognostiziert (ZVEI Jahresauftakt Pressekonferenz 18. Januar 2023).

In 2023 lagen die Kundenbestellungen unter dem Niveau wie die Produktionskapazität. Dadurch reduzierte sich der Auftragsbestand, so dass zum Q3 2023 ein existenter Auftragsbestand von 74,7 Mio. EUR (Ende Vorjahr 112 Mio. EUR) in den Büchern der Gesellschaft ausgewiesen wird. Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Gesellschaft bis zum Ende von Q3 einen Auftragseingang in Höhe von 38,0 Mio. EUR (inkl. Intercompany) verzeichnen.

Das Auftragseingang-Umsatz-Verhältnis in Q3 2023 lag mit 0,5 unter dem Verhältnis 0,73 zu Ende 2022 auf einem niedrigen Niveau.

Die Notwendigkeit einer weiteren Kapazitätserhöhung ist dem angestiegenen Bedarf in 2022 und den Prognosen für weiteren Jahre geschuldet und ist auch der Auftragslage in 2023 gerechtfertigt. Mit den immer noch geltenden Zielen der Verbesserung von Qualität und Effizienz, wird in 2023 die Produktionskapazität um ca. weitere 10 % im Frontend (Wafer/Chip Produktion) erweitert.

Das erfolgreich umgesetzte Reorganisationsprojekt im Frühjahr 2021 ermöglichte eine umfassende Fokussierung auf die hohe Nachfrage und die Produktion im Frontend Bereich. Mit der Kapazitätserweiterung in 2023 wird das stetige Wachstum der Frontend Produktion vorangetrieben und hat ab Ende 2023 den nahezu alleinigen Fokus. Der Transfer der nahezu gesamten Modulfertigung auf die Philippinen eröffnet dem Wachstum des Frontends weitere Optionen am Standort. Allerdings wird auch ein großer Aufwand in der Stabilisierung und Zuverlässigkeit der Produktion in den kommenden Jahren erforderlich. Weitere technische Schwierigkeiten in der Frontend Produktion werden auch in 2023 dazu führen, dass eine Umsatzerhöhung nicht zu erwarten ist.

Mit höchster Priorität wird an den Lösungen der technischen Schwierigkeiten gearbeitet, so dass mit Blick auf die weiteren Kapazitätserweiterungen der Ausblick für den Umsatz in 2024, trotz der bestehenden Inflation und leichtem Rückgang der Nachfrage an IXYS Produkten, weiterhin positiv ist.

Die oben beschriebenen Schwierigkeiten im Geschäftsjahr 2023 spiegeln sich in einer leicht verschlechterten Geschäfts- und Vermögenslage wider. Die Umsatzerlöse werden sich voraussichtlich nach den vorläufigen Zahlen in 2023 auf einem ähnlichen Niveau im Vergleich zu 2022 sein. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung hat sich auf Basis vorläufiger Zahlen im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 nicht verbessert. Nach dem aktuellen Ausblick ist zu erwarten, dass die Umsatzerlöse sich in 2024 im Vergleich zu 2023 etwas erhöhen.

Am 24. Februar 2022 begann die Russische Föderation ihren Angriffskrieg gegen die Ukraine und führte die gesamte Welt, insbesondere aber Zentraleuropa, unvorhergesehen in drastisch steigende Energiepreise mit einer einhergehend stark ansteigenden Inflation. Dies, gepaart mit der sich global weiter zuspitzenden Situation an den Rohstoffmärkten, sorgt erneut für stärker zunehmende Preise als angenommen. Dies bringt negative Auswirkungen auf die Nachfrage mit sich. Die Reduzierungen der Öl- und Gasimporte aus Russland, die damit verbundene Strompreiseinwicklung verstärkt die Unsicherheiten und damit die Auswirkungen in Bezug auf das Jahr 2023. Auch wenn eine Beruhigung der Inflation eingetreten ist, wird auch in 2024 mit erhöhten Kosten für die erforderlichen Rohstoffe gerechnet.

2. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement

Risikofrüherkennung

Die Geschäftsführung kommt ihrer Verantwortung zur Risikofrüherkennung durch monatliches Reporting, Marktbeobachtung unter Verwendung von externen Datenquellen sowie quartalsmäßigen Business Reviews nach.

Weiterhin ist die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Littelfuse, Inc., Chicago, USA eingebunden, das finanzielle und nichtfinanzielle Risiken regelmäßig erfasst und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und finanziellen Auswirkungen bewertet. Die Risikoeinschätzung für die Gesellschaft bleibt gegenüber dem Vorjahr trotz der zu erwartenden Rezession für 2023 unverändert. Finanzielle Risiken die aufgrund von Wechselkursschwankungen entstehen können, da Fremdverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen überwiegend in USD bestehen werden kurzfristig grundsätzlich nicht abgedeckt.

Sarbanes Oxley Act

Im Rahmen der Section 404 des Sarbanes Oxley Acts müssen Unternehmensprozesse beschrieben, definiert und Kontrollverfahren festgelegt werden, die das Risiko wesentlicher fehlerhafter Darstellungen minimieren sollen. Ein entsprechendes Kontrollsystem ist bei uns installiert und regelt diesbezüglich alle kritischen Unternehmens-Prozesse, insbesondere für den Bereich der Rechnungslegung gelten das Vier-Augen-Prinzip und angemessene Funktionstrennungen.

Dem Ausfallrisiko wird durch geeignete Regelungen im Rahmen des Sarbanes Oxley Act begegnet.

Liquiditätsrisiken werden derzeit nicht gesehen.

Qualität, Sicherheit und Umweltschutz

Das IXYS Qualitäts-Managementsystem IATF 16949, das Umweltmanagement ISO 14001 sowie der Bereich Arbeitsschutz, OHSAS 18001 (stufenweise Umwandlung auf ISO 45001 bis 2023) und Energiemanagement ISO 50001 werden jährlich auditiert.

Chancen und Risiken

Für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 sind folgende operative Chancen und Risiken zu benennen:

Chancen

weitere Kapazitätserweiterung und Stabilisierung kann zu Marktzugewinnen führen,

Zugewinn von Marktanteilen durch bessere Fokussierung auf den operativen Sektor durch Littelfuse,

mittelfristige Kosteneffizienzsteigerung durch gezielte Entwicklungsprojekte sowie die Umsetzung von Lean-Management Methoden durch Littelfuse

langfristiges organisches Wachstum wird erwartet durch mittel- und langfristige Strategieplanung und Investitionen in Kapazitätsausbau und Aufbau von unterstützenden Ressourcen,

Einsparungen im Bereich Einkauf durch Synergieeffekte im Rahmen der Übernahme durch Littelfuse sowie

Risiken

Die begrenzten Produktionskapazitäten verhindern ein zeit- und volumengerechtes Bedienen bestehender Kundenaufträge mit dem Risiko bei einzelnen Kunden infolge von Allokationen und Lieferverzögerungen Marktanteile zu verlieren.

Der Angriffskrieg der Russischen Föderation gegen die Ukraine kann weiterhin zur Verteuerung von Rohmaterialen führen. Deutliche Verteuerungen wird sich auf die Profitabilität auswirken.

Die Verteuerung auf vielen Ebenen ist bereits deutlich spürbar und birgt somit das Risiko sinkender Profitabilität.

Fachkräftemangel erschwert die Besetzung offener Stellen

Auch die Kostenstruktur und die geplanten Neueinstellungen werden im Einzelfall geprüft.

Wir erwarten aufgrund der Marktlage gleichbleibende Vorratsbestände (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Halbfabrikate). Bestandsrisiken sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht abzusehen.

Als produzierendes Unternehmen unter oben genannten Rahmenbedingungen sind wir besonders von unseren Lieferanten abhängig. Insbesondere bei strategischen Materialien verfolgen wir daher eine Mehrlieferantenpolitik und sind bestrebt, aus der Integration in die Littelfuse Gruppe dahingehend Vorteile ziehen zu können.

Dieser Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sowie auf wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns bis zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrundeliegenden Angaben nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Lampertheim, den 25. April 2024

IXYS Semiconductor GmbH

Roman Tabor

Matthew Stockwin

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 erfolgte in der Gesellschafterversammlung vom 29. April 2024.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers zu dem Jahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2022

Anlagenverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022

Anhang für das Geschäftsjahr 2022 (vom 01.01.2022 - 31.12.2022)

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IXYS Semiconductor GmbH, Lampertheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IXYS Semiconductor GmbH, Lampertheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IXYS Semiconductor GmbH, Lampertheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 25. April 2024

Grant Thornton AG
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Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer

Arndt F. Krüger, Wirtschaftsprüfer

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