KATHREIN Financial Services GmbHLiquidiert

83026 Rosenheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 25267
Eingetragen
30.5.2016
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Unterstützung der Steuerung der Liquidität einschließlich der Finanzierung in der KATHREIN-Gruppe und Übernahme sonstiger damit im Zusammenhang stehender Geschäfte. Die Gesellschaft kann sich zur Unterstützung ihrer geschäftspolitischen Ziele und Aktivitäten an anderen Unternehmen beteiligen und Geschäftsstellen an anderen Orten errichten. Die Gesellschaft kann sich auf verwandten Gebieten betätigen und alle Geschäfte betreiben und Maßnahmen vornehmen, die geeignet erscheinen, den Gegenstand des Unternehmens unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihre Geschäftstätigkeit auch durch Tochter-, Beteiligungs- und Gemeinschaftsunternehmen auszuüben, deren Geschäftsführung zu übernehmen sowie Unternehmens- und Kooperationsverträge mit anderen Gesellschaften abzuschließen.

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Blank
seit 24.5.2017
Prokura
Peter Dreischhoff
seit 24.5.2017
Geschäftsführer
Sabrina Gasteiger
seit 30.5.2016
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

KATHREIN Financial Services GmbH (vormals: ERSTE ROSENHEIMER FINANZSERVICE AG)

Rosenheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz

AKTIVA

Euro Gesamtjahr/Stand
Euro
Euro Vorjahr
Euro
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen und Lizenzen   65.766,00   66.860,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 3,00   8,00  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.018,00 57.021,00 78.785,00 78.793,00
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 0,00   200.000,00  
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.546.649,69 4.546.649,69 28.394.062,58 28.594.062,58
B. Umlaufvermögen        
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.855,38   57.499,05  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 276.183.481,26   179.238.610,06  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 35.210,71 276.267.547,35 15.244.772,96 194.540.882,07
II. Wertpapiere        
1. Sonstige Wertpapiere   0,00   5.084.530,99
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   4.365.619,03   32.723.481,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten   2.457.563,31   778.778,49
D. Aktive latente Steuern   930.810,00   2.679.000,00
Summe Aktiva   288.690.976,38   264.546.388,98

PASSIVA

       
  Euro Gesamtjahr/Stand
Euro
Euro Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00   10.000.000,00  
II. Kapitalrücklage 40.786.892,29   40.786.892,29  
III. Gewinnrücklagen        
1. Gesetzliche Rücklagen 1.000.000,00   654.878,22  
2. Andere Gewinnrücklagen 2.473.627,38   2.143.935,47  
IV. Bilanzgewinn 29.881.222,22 84.141.741,89 21.439.790,89 75.025.496,87
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.566.668,00   1.503.625,00  
2. Steuerrückstellungen 755.150,27   23.797,75  
3. Sonstige Rückstellungen 413.955,00 2.735.773,27 211.450,00 1.738.872,75
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 107.447.508,52   95.880.814,38  
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 94.214.710,13   90.698.584,86  
3. Sonstige Verbindlichkeiten 151.242,57 201.813.461,22 1.202.620,12 187.782.019,36
- davon aus Steuern Euro 321,63 (Vorjahr Euro 2.149,16)        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 0,00 (Vorjahr Euro 0,00)        
Summe Passiva   288.690.976,38   264.546.388,98
1. Eventualverbindlichkeiten        
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   133.644,72   189.830,62

Anhang

Allgemeine Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Das Bilanzgliederungs-Schema des HGB ist für ein auf Finanzdienstleistungen ausgerichtetes Unternehmen wie die Erste Rosenheimer Finanzservice AG nur bedingt geeignet. Die einzelnen Konten werden jeweils den am besten passenden Bilanzpositionen zugeordnet. In den Erläuterungen zur Bilanz sind die Zuordnungen angegeben.

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

- Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben.

- Sachanlagen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden vorgenommen, soweit am Abschlussstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen war. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Abgang gezeigt.

- Die Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von € 4.546.649,69 wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Kurswerten zum Bilanzstichtag angesetzt. Dabei wurde das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet.

- Fremdwährungsforderungen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

- Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert und soweit erforderlich - abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen, angesetzt.

- Die Wertpapiere mit mittelfristiger Laufzeit des Umlaufvermögens wurden Ende 2015 in vollem Umfang veräußert. Bis dahin wurde das strenge Niederstwertprinzip angewandt.

- Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert.

- Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

- Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beläuft sich auf € 930.810,00. Er resultiert aus der Aktivierung latenter Steuern.

- Das Grundkapital beträgt unverändert € 10.000.000,00. Es war zum 31. Dezember 2015 in 20.000 auf den Namen lautenden Stammaktien im Nennbetrag von je € 500,00 eingeteilt. Für die Übertragung ist die Zustimmung der Gesellschafter erforderlich. Die Kapitalrücklage beläuft sich auf € 40.786.892,29.

- Die Pensionsrückstellungen wurden nach der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) versicherungsmathematisch ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck verwendet. Für die Handelsbilanz wurde gemäß den Regelungen im § 253 Absatz 2 HGB der zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 von der deutschen Bundesbank vorgegebene Rechnungszins (durchschnittlicher Marktzinssatz) in Höhe von 3,89 % berücksichtigt.

- Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

- Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

- Die Währungsumrechnung erfolgt analog zu den Vorschriften des § 256a HGB. Insbesondere wurden auf ausländische Währungen lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

- Finanzinstrumente werden jeweils mit dem vom Kontrahenten ermittelten Marktpreis zum Bilanzstichtag bilanziert. Soweit bis zur Erstellung des Jahresabschlusses wesentliche Wertänderungen auftreten, werden diese berücksichtigt. Grundsätzlich sind alle Finanzinstrumente entweder in einer Bewertungseinheit mit Forderungspositionen oder im Risiko eines Auftrag gebenden verbundenen Unternehmens.

- Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

- Die Gesellschaft haftet nachrangig in voller Höhe für ein amortisierendes Aval zwischen der KATHREIN-Werke KG und der PTG Projekt- und Transfergesellschaft gemeinnützige GmbH i. H. v. € 4.328.726,73.

-Die Gesellschaft hat einen Balance-Zinsswapvertrag mit einem Volumen von € 10.000.000,00 abgeschlossen, der als schwebendes Geschäft nicht bilanziert wurde, da er zur Absicherung des Konsortialkreditvertrages vom 12. September 2013 dient und mit diesem zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst wurde.

B. Erläuterungen der Bilanz

31.12.2015
31.12.2014
Beteiligungen 0,00 200.000,00
Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 17. Dezember 2014 wurde die pv-i GmbH & Co. KG Nr.1 i. L. mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Von der bereits eingezahlten Kommanditeinlage in Höhe von T€ 1.260 wurden im Jahr 2014 T€ 1.060 und im Jahr 2015 T€ 200 an die Gesellschaft zurück bezahlt.    
Wertpapiere des Anlagevermögens 4.546.649,69 28.394.062,58
Der seit Mitte 2010 im Rahmen eines Spezialfonds, d.h. Miteigentumsfonds gemäß § 2a InvFG, nach Österreichischem Recht geführte Bestand an langfristigen Wertpapieren beträgt € 3.755.825,92. Durch den Verkauf von 2.349 Anteilen hat sich der Bestand auf 371 Anteile verringert. Der Verkauf umfasst die Segmente B und C in vollem Umfang und die Verringerung des Segment A. Das Ziel des Spezialfonds ist weiterhin das Erreichen eines Mehrertrags über dem erwarteten Ertrag einer risikolosen Anlage. Ein weiteres Ziel ist die Gewährleistung des Substanzerhaltes von mindestens fünf Jahren. Die Depotbank des Fonds ist die Bank Gutmann AG, Wien. Für die einzelnen Segmente wurden unterschiedliche Anlageberater/-verwalter (Fondsmanager) eingesetzt, welche die gleichen Vorgaben und Ziele für das Management der Segmente erhalten haben. Die Segmente des Fonds Sirius 91 können direkt oder indirekt über Kapitalanlagefonds oder strukturierte Wertpapiere, insbesondere Zertifikate, in Geldmarktinstrumente, Anleihen, Aktien und Alternative Investments (z.B. Immobilien, Rohstoffe) investieren. Anteile können jeweils zum errechneten Wert erworben werden. Außerdem ist seit 2012 eine maximale Aktienquote von 50 % für alle Segmente festgelegt.    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.855,38 57.499,05
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um verbliebene Ausleihungen aus dem Altbestand der Kundenforderungen vor Rückgabe der Banklizenz.    
Forderungen gegenüber verb. Unternehmen 276.183.481,26 179.238.610,06
Die Forderungen gegenüber der KATHREIN-Werke KG haben sich im Kalenderjahr 2015 aufgrund diverser zusätzlicher Geldabrufe (Zwischenfinanzierung über die KATHREIN-Werke KG für Erbschaftsteuerzahlungen und für Baumaßnahmen sowie Abfindungszahlungen aufgrund des Personalabbaus in Rosenheim), sowie den Rückkauf des Forderungsbestands (siehe sonstige Vermögensgegenstände) deutlich erhöht. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Nachrangdarlehen in Höhe von € 5.500.000,00 enthalten.    
Sonstige Vermögensgegenstände 35.210,71 15.244.772,96
Mit Vertrag vom 02./03. Dezember 2008 hat die Gesellschaft von der KATHREIN-Werke KG zu Finanzierungszwecken einen Forderungsbestand i.H.v. € 15.000.000,00 angekauft. Der Vertrag wurde im beidseitigen Einvernehmen vorzeitig zum 30. September 2015 gekündigt und taggleich der KATHREIN-Werke KG belastet.    
Rechnungsabgrenzungsposten 2.457.563,31 778.778,49
Durch den Abschluss des neuen Konsortialkredits vom 21. Dezember 2015 i. H. v. € 350.000.000,00 sind diverse Einmalkosten (Arrangeur-/Beteiligungsprovision und Verwaltungsstellen-/Sicherheitenagentenprovision) über die Laufzeit von fünf Jahren zu verteilen.    
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 107.447.508,52 95.880.814,38
Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die Inanspruchnahme der bestehenden Rahmen-Kreditlinien im Zusammenhang mit einer Konsortialfinanzierung über insgesamt € 150.000.000,00 vom 12. September 2013. Die Erhöhung ergibt sich durch den erhöhten Finanzierungsbedarf der KATHREIN-Firmengruppe (siehe Punkt: Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen).    
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 94.214.710,13 90.698.584,86
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute eine weitere grundlegende Refinanzierungsquelle der Gesellschaft dar. Dabei handelt es sich um Geldanlagen überschüssiger Liquidität von Gruppenunternehmen innerhalb der KATHREIN-Firmengruppe.    
Sonstige Verbindlichkeiten 151.242,57 1.202.620,12
Die sonstigen Verbindlichkeiten verringern sich durch die Rückzahlung der atypisch stillen Beteiligung der Erbengemeinschaft Anton und Julia Kathrein i. H. v. € 1.119.284,93.    

C. Sonstige Angaben

Organe der Aktiengesellschaft

Vorstand

-Norbert Schindler, Diplom-Kaufmann, Vorsitzender des Vorstandes

Aufsichtsrat

- Rudolf W. Schmitt, Ministerialdirektor a.D., Vorsitzender des Aufsichtsrats

- Werner Zettl, Steuerberater/vereidigter Buchprüfer, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

- Anton Kathrein, Diplom-Ingenieur

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben für Ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt € 64.260,00 erhalten.

31.12.2015
31.12.2014
Kredite an Organe    
Vorstand/Prokuristen 0,00 0,00
Aufsichtsrat 0,00 0,00

 

Rosenheim, 05. April 2016

ERSTE ROSENHEIMER FINANZSERVICE AKTIENGESELLSCHAFT

Norbert Schindler, Vorstand

 

Rosenheim, den 05. April 2016

gez. Norbert Schindler

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 10.05.2016

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