InFact GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henning Müller seit 17.8.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Gemüisering STUTTGART GmbH | 60.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Henning Broscheit GmbHMülheim an der RuhrJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Henning Broscheit GmbHI. Grundlagen des Unternehmens Die Henning Broscheit GmbH, Mülheim an der Ruhr ist ein Lebensmittelgroßhändler in Nordrhein-Westfalen. Neben Kliniken, Caterern und Betriebskantinen werden insbesondere auch etablierte Hotels sowie Gastronomiebetriebe beliefert. Auf einem rund 19.700 qm großen Grundstück mit Kühllagerflächen von rund 6.000 qm wird ein Vollsortiment an Frischeprodukten, u.a. Roh- und Schnittware, Feinkost-, Molkerei- und Convenience-Produkten, angeboten. Wesentliches Merkmal der Henning Broscheit GmbH ist dabei die Regionalität und Nachhaltigkeit. Es wird stets ein umfangreiches Sortiment an regionalen Erzeugnissen angeboten, die teilweise saisonal und teilweise ganzjährig zur Verfügung stehen. Ferner ist die Henning Broscheit GmbH als Lieferpartner der CF Gastro Service GmbH & Co. KG, dem nationalen Verbund von Frischehändlern, in ein engmaschiges Netzwerk eingebunden und kann somit ihre Systemlösungen sowohl auf regionaler als auch auf nationaler Ebene anbieten. Im Geschäftsjahr wie auch in Vorjahren war die Henning Broscheit GmbH als Verteilzentrum "HUB West" für die CF Gastro tätig und belieferte die Großhandelsbetriebe Abels Früchte Welt GmbH und Manss GmbH Frischeservice mit industriell gefertigten Salatmischungen, Molkerei- und Feinkostartikeln. Seit dem 01.01.2017 ist die Gemüsering Stuttgart GmbH Mehrheitsgesellschafter bei der Henning Broscheit GmbH. II. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage in Deutschland hat sich nach dem Ende der Corona-Pandemie und nach der Aufhebung sämtlicher Corona-Schutzmaßnahmen positiv entwickelt. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des anhaltenden Kriegs in der Ukraine und einhergehenden Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen noch, wenn auch sich abschwächende Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel. Das Bruttoinlandsprodukt ist gegenüber dem Jahr 2022 nach aktuellen Berechnungen des statistischen Bundesamtes um 0,3% gesunken. Obwohl die Preise im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr so stark ansteigen, hatten Preissteigerungen auf allen Ebenen eine bremsende Wirkung auf die Wirtschaft. Dies wurde zusätzlich durch ungünstige Finanzierungsbedingungen, insbesondere höhere Zinsen, verstärkt. (Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 Statistisches Bundesamt und www.destatis.de) Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Die Jahresteuerungsrate lag damit zwar unter der des Vorjahres (6,9%) weist aber immer noch ein relativ hohes Niveau auf. (Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024 Statistisches Bundesamt und www.destatis.de) Im Jahr 2023 verlangsamte sich der Anstieg der Energiepreise im Laufe des Jahres. Dennoch stiegen die Preise für Nahrungsmittel im Vergleich zu 2022 erneut deutlich um 12,4 % an, während es im Vorjahr 13,4 % waren (Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2024 Statistisches Bundesamt und www.destatis.de). Frische Lebensmittel verzeichneten im Jahr 2023 im Durchschnitt eine Preissteigerung von 8,8% im Vergleich zum Vorjahr. Gemüse verteuerte sich durchschnittlich um 9,5%, während frisches Obst eine Teuerung von 9,0% aufwies. (Pressemitteilung Nr. 041 vom 31. Januar 2024 Statistisches Bundesamt und www.destatis.de) Im Gastgewerbe liegt nach ersten Schätzungen der Umsatz über dem Vorjahresniveau. Seit den Lockerungen der Corona - Maßnahmen im März 2022 sind die Umsätze in der freien Gastronomie wieder gestiegen (preisbereinigt 2,6 % und nominal nicht preisbereinigt 9,6 %). (Pressemitteilung Nr. 029 vom 18. Januar 2024 Statistisches Bundesamt und www.destatis.de) 2. Geschäftsverlauf Mit dem Ende der Corona - Pandemie konnten wir ein sukzessives Wachstum insbesondere in der Betriebsgastronomie feststellen. Hierbei war zu beobachten, dass insgesamt die Wertigkeit des Gastronomischen Angebots durch einen zunehmenden Frischeeinsatz gesteigert werden sollte. Neben der Rückkehr der Gäste in bestehende Kundenstrukturen konnte auch durch erfolgreiche Neukundenakquisitionen der Umsatz um 15% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Der prognostizierte Umsatz in Höhe von 45-47 Mio € wurde bzgl. des oberen Wertes der erwarteten Umsatzspanne um 7,1 Mio € übertroffen.Ebenso konnte das prognostizierte Betriebsergebnis (Jahresergebnis vor Ertragsteuern, Zinsergebnis und neutralen Aufwendungen/Erträgen) übertroffen werden. Auch in diesem Geschäftsjahr haben wir bereits mit Investitionsmaßnahmen in unseren Fuhrpark begonnen. Unser Personal haben wir aufgestockt (Anzahl durchschnittlich Beschäftigter 203, Vorjahr 196). 3. Lage a) Ertragslage
Die Henning Broscheit GmbH hat im Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung von 15% gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Per 31.12.2023 ergibt sich ein Jahresumsatz in Höhe von TEUR 53.401 und liegt mit TEUR 7.071 über dem Vorjahreswert. Die Aufwendungen für bezogene Waren haben sich im Jahr 2023 entsprechend der Umsatzsteigerung von TEUR 30.798 auf TEUR 36.351 erhöht. Das entspricht einer Steigerung von 18% zum Vorjahr. Die Personalkosten haben sich um TEUR 640 auf TEUR 7.718 (2022: TEUR 7.078) u.a. durch Aufstockung der Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten (203, 2022: 196) erhöht. Kurzarbeitergeld wurde nicht bezogen (2022: TEUR 12). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 533 beruht u.a. auf erhöhten Kosten der Warenabgabe im Zusammenhang mit unserem Geschäftspartner CF Gastro GmbH & Co. KG in den Bereichen Werbekostenzuschüsse und Provisionen vor dem Hintergrund des gestiegenen Umsatzvolumens. Die Henning Broscheit GmbH zeigt im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 2.090. Im Vorjahr lag der Jahresüberschuss bei TEUR 1.868. Das geplante Ergebnis vor Steuern (2 Mio. €) wurde um rd. 1,3 Mio € übertroffen. b) Vermögens- und Finanzlage
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Investitionen betrugen in dem laufenden Geschäftsjahr TEUR 613. Die durch Warenbestände geprägten Vorräte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 8%. Die Forderungsbestände aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 240 erhöht. Die Liquidität in Form der Kassen- und Bankbestände hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 376 erhöht. Das Eigenkapital der Henning Broscheit GmbH ist im Geschäftsjahr auf TEUR 5.271 (2022: TEUR 5.049) gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich von rd. 54% im Vorjahr auf rd. 52% im Geschäftsjahr bei erhöhter Bilanzsumme vermindert. Steuerrückstellungen für 2023 wurden in Höhe von TEUR 133 (2022: TEUR 784) gebildet. Die Erhöhung der Pensionsrückstellung auf TEUR 430 basiert auf einem versicherungsmathematischen Gutachten. Diese Rückstellung betrifft die betriebliche Altersvorsorge von einem ehemaligen Geschäftsführer der Henning Broscheit GmbH. Die Pensionsverpflichtung wurde mit dem zugehörigen Deckungsvermögen saldiert. Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen von TEUR 523 auf TEUR 537 resultiert aus höheren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 2.091 auf TEUR 2.258 korrespondiert mit der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch vor dem Hintergrund des gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Geschäftsvolumens. c) Gesamtaussage Die Gesellschaft beendet das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.090. Aufgrund der hohen Eigenkapitalquote und der guten Liquiditätslage hat die Henning Broscheit GmbH die erheblichen Auswirkungen der Corona Pandemie und die Auswirkungen des Ukraine-Russland-Konflikts insgesamt gut überstanden. Zusammenfassend erachten wir die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage als sehr gut. III. Prognosebericht Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts liegen keinerlei Einschränkungen in Hinblick auf COVID19 vor. Es herrscht nach wie vor Krieg in der Ukraine. Die Preissituation bei den Energiekosten hat sich erheblich entspannt. Die Inflationsrate im Januar 2024 liegt bei 2,9% (3,8% bei Nahrungsmitteln) so dass sich der auch der Rückgang der Konsumausgaben in der Gastronomie abgeschwächt hat. (Pressemitteilung Nr. 051 vom 9. Februar 2024 Statistisches Bundesamt) Für das Jahr 2024 planen wir auf Grund unserer Erfahrungen und Einschätzungen sowie der Entwicklung unseres Geschäfts in den ersten Wochen des neuen Jahres mit einem Umsatz ungefähr auf Vorjahresniveau in Höhe von rd. 53 Mio. € und einem Ergebnis (vor Steuern) in Höhe von rd. 3 Mio. €. IV. Chancen- und Risikobericht Das Chancen- und Risikomanagement ist ein Bestandteil der Geschäftspraxis und integraler Bestandteil der Geschäftsplanung sowie der Controlling-Prozesse unseres Unternehmens. Es befasst sich mit der Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken, die den Fortbestand und die Entwicklung des Unternehmens beeinflussen können. Unser Unternehmen hat spezifische Risikomanagementziele festgelegt (z.B. operative Ziele durch Kennzahlen wie Umsatz, Marge oder Ergebnis bzw. Ziele bzgl. der Unternehmensführung wie Einhaltung von Gesetzen und regulatorischen Rahmenbedingungen). Die Überwachung von Zielen erfolgt durch monatliches Reporting an die Geschäftsleitung bzw. Gesellschafter. Besprechungen zwischen Geschäftsführung und Abteilungen dienen der Identifizierung, Abstimmung und dem Treffen von Maßnahmen. Unser Unternehmen tätigt seine Umsätze mit Kunden im Bereich des Außer-Haus-Verzehrs, dem sogenannten Foodservice. Die nachfolgenden Chancen sehen wir für die Gesellschaft im folgenden Jahr. Waren die ersten beiden Monate des Geschäftsjahres 2022 im Bereich Foodservice noch von der Corona-Pandemie beeinflusst, haben sich die Umsätze im Jahr 2023 auf Normalniveau bewegt. Gleichzeitig ist der Außer-Haus-Verzehr auf stabilem Niveau geblieben, trotz inflationsbedingter Kaufzurückhaltung. Allerdings hat hier der Preisdruck, bei gleichzeitigen Kostensteigerungen weiter zugenommen. Hier sehen wir dennoch die Chance, dass der Foodservice-Bereich über das Jahr 2023 hinaus weiter zulegt und gleichzeitig der Konsum zu Hause nicht auf das alte Niveau zurückgeht. Frische und Nachhaltigkeit sind Themen, die in unserer Gesellschaft weiter an Bedeutung gewinnen. Fleischkonsum wird aus gesundheitlichen- und aus Gründen des Klimaschutzes zunehmend kritisch gesehen, zudem wird die Diskussion rund um das Tierwohl breit geführt. Vegane und vegetarische Lebensweisen nehmen zu. Davon sollte der Bereich Obst- & Gemüse profitieren. Große Chancen sehen wir durch unsere starke regionale Position, auch zukünftig in diesem Bereich eine wichtige Rolle zu spielen. Wir sehen bei den Themen Regionalität und Bio, aber auch in selektiven Sortimentserweiterungen und im Ausbau der ultrafrischen Convenience großes Potential. Auch unser direkter Bezug aus der konzerneigenen Produktion, sowohl im Bereich Obst und Gemüse, aber auch bei Produkten wie Schnittware und Feinkost sind Vorteile, die wir unseren Kunden bieten können. Mit diesen Sortimenten haben wir gute Chancen, uns gegenüber dem Wettbewerb zu positionieren. Mit unserer eigenen Logistik sehen wir bei regionalen Kunden weiter viel Potential. Mittlere Chancen liegen in der gegenüber dem Wettbewerb höheren Lieferfrequenz und dem Ausbau der Sortimente zur Erzielung höherer Umsätze je Belieferung. Mit beleglosem Warenfluss, digitalem Informationsfluss sowie der Möglichkeit der Bestellannahme und Kommunikation mit unseren Kunden über App und Webshop sehen wir uns im Bereich Digitalisierung gut für die Anforderungen der Zukunft aufgestellt. Zumindest in Teilen stellt dies eine gute Chance im Wettbewerb dar, da sich kleinere Wettbewerber hier schwertun. Die nachfolgenden Risiken sind vor Risikobegrenzungsmaßnahmen dargestellt. Der zunehmende Konzentrationsprozess, sowohl auf Anbieter- als auch auf Abnehmerseite erhöht den Wettbewerbsdruck. Diesem Risiko stellen wir uns durch intensiven Austausch in der Gemüsering-Gruppe und durch das Schaffen von Effizienzen in unserer Zusammenarbeit. Insofern sehen wir dieses Risiko als gering an. Neben den Kostensteigerungen in der Gastronomie (Energie, Mindestlohn, Wareneinsatz) trifft auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19% insbesondere die freie Gastronomie hart. Hier kann es zu Umsatzausfällen kommen. Dies sehen wir als mittleres Risiko an. Das Risiko von Zahlungsausfällen haben wir über entsprechende Versicherungen größtenteils abgedeckt, so dass hier nur von einem sehr geringen Risiko auszugehen ist. Zudem sehen wir aufgrund unserer Kundenstruktur das Risiko von gravierenden Umsatz- und Ertragsausfällen als gering an. Im Bereich von Obst und Gemüse haben wir es immer wieder mit kurzfristigen Ernte- und Preisschwankungen zu tun. Auch hier hilft uns unser großes Netzwerk, mit diesen Situationen umzugehen und die daraus entstehenden Risiken abzumildern. Deshalb sehen wir dieses Risiko als gering an. Aufgrund einer möglichen inflationsbedingten Kaufzurückhaltung sehen wir ein mittleres Risiko möglicher Umsatzrückgänge in den höherpreisigen Bio-Sortimenten. Ein weiteres Risiko unserer Geschäftstätigkeit stellt die Entwicklung von Rohstoff- und Energiepreisen insbesondere vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges dar. Dies kann sich auf die Kostenstruktur des Unternehmens auswirken. Wir versuchen hier mit einer Mischung aus Terminkontrakten und der Nutzung von Spotmärkten die bestmöglichen Preise zu erzielen. Auch die Personal- und Logistikkosten steigen weiter. Es bleibt ein gewisses Risiko, dass wir Kostensteigerungen nicht immer sofort und in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben können. Wir lassen uns regelmäßig zertifizieren, unter anderem nach IFS (International Featured Standard) und seit November 2023 zum Beispiel auch nach ZNU (Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung). Damit sind unsere Prozesse und die Anforderungen an unsere Produkte definiert. Unsere Risiken im Bereich der Lebensmittelhygiene sehen wir damit als gering an. Mitarbeitende sind für unsere Dienstleistung ein entscheidender Faktor. Der Wettbewerb um qualifizierte und motivierte Mitarbeitende ist auch in unserer Branche ausgeprägt. Dies kann zu einem Risiko für unser Geschäft werden. Die Bereitschaft in Bereichen zu arbeiten, in denen Sonntags- und Nachtarbeit üblich sind, nimmt in der jüngeren Generation ab. Wir sehen es weiterhin als unsere Aufgabe, durch Ausbildung und Qualifikation aber auch durch ein gutes Miteinander unsere Mitarbeitenden zu binden und neue Mitarbeitende für uns zu gewinnen. Deshalb sehen wir dieses Risiko als gering bis mittel an.
Mülheim an der Ruhr, den 16.02.2024 Henning Müller, Geschäftsführer 1 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 1.1 Angaben zum Unternehmen Die Henning Broscheit GmbH hat ihren Sitz in Mülheim an der Ruhr. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Duisburg unter HRB 15572 eingetragen. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. 1.2 Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt soweit sie nicht in der Bilanz gemacht wurden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 1.3 Konzernzugehörigkeit Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Gemüsering Stuttgart GmbH, Stuttgart. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Gemüsering Stuttgart GmbH, Stuttgart, vollkonsolidiert. Der Konzernabschluss der Gemüsering Stuttgart GmbH ist nach seiner Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger abrufbar. Als verbundene Unternehmen (§ 271 Abs. 2 HGB) werden diejenigen Gesellschaften behandelt, die im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss nach §§ 290 ff. HGB der Gemüsering Stuttgart GmbH, Stuttgart, einzubeziehen sind. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegüter wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagenvermögens und auf die Sachanlagen erfolgen linear über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 14 Jahren. Anlagenzugänge werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung pro rata temporis linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Angeschaffte abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten EUR 800,- nicht überschreiten, werden im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung sofort abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen hieraus betragen TEUR 56 (Vj. TEUR 15). Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessende Pauschalwertberichtigung von 0,25% des Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Vor dem Hintergrund der Zugehörigkeit der Gesellschaft zum Konzern Gemüsering Stuttgart GmbH, Stuttgart, werden Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, das sind die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber der Mehrheitsgesellschafterin und deren verbundenen Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen und vollkonsolidiert werden - in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Ebenso werden Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen mittelbar über den Konzern Gemüsering Stuttgart GmbH ein Beteiligungsverhältnis besteht, in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Ausgaben im Geschäftsjahr 2023, die zeitraumbezogenen Aufwand einer späteren Periode darstellen. Die unterschiedliche Bilanzierung bzw. Bewertung von Pensionsverpflichtung und Deckungsvermögen in Handels- und Steuerbilanz führt zu einem Unterschiedsbetrag von TEUR 264, die der Rückstellungen für Urlaub und Mehrarbeit zu einem Unterschiedsbetrag von TEUR 26. Die Abweichung führt zu aktiven latenten Steuern. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastungen und -entlastungen sind mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 30 % im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen zu bewerten und werden nicht abgezinst. Es wurde von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB, einen Aktivüberhang nicht zu aktivieren, Gebrauch gemacht. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Der Teil der Pensionsverpflichtung, der durch die RDV abgedeckt ist, wurde mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung (Aktivwert) bewertet (Aktivprimat). Insoweit fand eine kongruente Bewertung statt (faktorbasierte Erfüllungsmethode). Der nicht durch die Rückdeckungsversicherung abgedeckte Teil der Pensionsverpflichtung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB nach allgemeinen Grundsätzen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. In Bezug auf diesen Teil der Altersversorgungszusage ist die Bewertung inkongruent. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Jahren abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit nicht dargetellt, wurden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten. 3. Angaben zur Bilanz 3.1 Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten ist aus dem Anlagenspiegel (Seite 19) zu entnehmen. 3.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 419). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einer Beteiligungsgesellschaft der Konzernmutter Gemüsering Stuttgart GmbH in Höhe von TEUR 3.568 (Vorjahr: TEUR 3.495). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3.3 Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden größere Beträge debitorischer Kreditoren in Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 358), im Wesentlichen für Lieferanten-Boni, Lieferantengutschriften sowie Verpackungs- bzw. Pfandgutschriften erfasst. Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen den Minderheitsgesellschafter in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 30) und debitorische Kreditoren gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8). Daneben sind debitorische Kreditoren gegenüber Unternehmen, mit denen mittelbar über die Muttergesellschaft ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 31). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Pfandansprüche TEUR 190 (Vorjahr: TEUR 207). Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 300,00); im übrigen beträgt die Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3.4 Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 263 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt Euro 5.952,00. Im Einzelnen gliedert sich dieser wie folgt:
3.5 Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen für ein früheres Geschäftsführungsmitglied wurde die Projected Unit Credit (PUC) Methode angewandt. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
3.6 Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden
3.7 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen mit TEUR 537 (Vorjahr TEUR 523) enthalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen mit TEUR 434 (Vorjahr TEUR 451), hauptsächlich für nicht in Anspruch genommenen Urlaub und Überstunden. Die Rückstellung für Archivierung wurde abgezinst (Zinsertrag hieraus EUR 442,01 in Zinsen und ähnlichen Erträgen). 3.8 Angaben zu Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Diese beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 87). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Beteiligungsgesellschaften der Konzernmutter Gemüsering Stuttgart GmbH in Höhe von TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 369). Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte bei Warenlieferungen von Lieferanten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sie beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 1.263 (Vorjahr: TEUR 194) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0). 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Zinsen und Ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden Zinsaufwendungen aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 11) mit den Erträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von Euro TEUR 7 (Vorjahr TEUR 6) saldiert ausgewiesen. 5. Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.698 (i. Vj. TEUR 3.772) mit folgenden Fälligkeiten:
* davon größer 5 Jahre Laufzeit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 480) Es besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 414 im Zusammenhang mit Investitionen in den Fuhrpark im Folgejahr. 6. Sonstige Angaben 6.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 203 Arbeitnehmer (Vorjahr 196) beschäftigt.
6.2 Honorar des Abschlussprüfers § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB wird in Anspruch genommen. 6.3 Kurzarbeitergeld Im Geschäftsjahr wurde kein Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen (Vorjahr: TEUR 12). 6.4 Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: - Henning Müller, Kaufmann, Essen, einzelvertretungsberechtigt Für die Angabe der Organbezüge wurde von der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 6.5 ErgebnisverwendungsbeschlussDie Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis (TEUR 2.090) vorzutragen.
Unterschrift der Geschäftsführung
Mülheim, den 16.02.2024 gezeichnet Henning Müller sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer nachfolgende wiedergegebene Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers erging zum vollständigen Jahresabschluss und betrifft nicht die Fassung des offengelegten Jahresabschlusses, weil Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen werden. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Henning Broscheit GmbH, Mülheim an der Ruhr Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Henning Broscheit GmbH, Mülheim an der Ruhr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Henning Broscheit GmbH, Mülheim an der Ruhr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Hirschhorn am Neckar, 29. Februar 2024 Michael Fleischer, Wirtschaftsprüfer |
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