Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Roadrunner Service GmbH
Gewerbestraße 26, 58285 Gevelsberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Raschinsky seit 29.5.2024 | Prokura |
Ingo Meyer seit 23.12.2016 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (10)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 8.10% | |
| 4.46% | |
| 2.48% |
Ungelöste Beteiligungen (16)
| Name | Anteil |
|---|---|
Sprint Tank Gesellschaft mit beschränkter HaftungEigenbeteiligung | 1.86% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
15 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 15 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Roadrunner Service GmbHGevelsbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023DER ROADRUNNER SERVICE GMBHGEVELSBERGInhaltsverzeichnis I. Gesetzliche Grundlage: Allgemeine Angaben zum Unternehmen und zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz (1) Forderungen an Kreditinstitute (2) Forderungen an Kunden (3) Anlagevermögen (4) Sonstige Vermögensgegenstände (5) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (6) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (7) Sonstige Verbindlichkeiten (8) andere Rückstellungen (9) Nachrangige Verbindlichkeiten (10) Eigenkapital IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (11) Zinserträge, Provisionserträge und sonstige betriebliche Erträge (12) Zinsaufwendungen (13) Provisionserträge (14) Sonstige betriebliche Erträge (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen V. Sonstige Angaben (16) Arbeitnehmerzahl (17) Haftungsverhältnisse (18) Marktunübliche Geschäfte (19) Honorar des Abschlussprüfers (20) Sonstige finanzielle Verpflichtungen VI. Transaktionszahlen (21) Zahlungsvorgänge VII. Ergebnisverwendung VIII.Geschäftsführungsorgan I. Gesetzliche Grundlage: Allgemeine Angaben zum Unternehmen und zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Roadrunner Service GmbH mit Sitz in Gevelsberg ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Hagen unter der Nummer HRB 10531 registriert. Die Gesellschaft ist gemäß Bescheid vom 21. April 2021 der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur Erbringung von Zahlungsdiensten im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 ZAG registriert. Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des § 340a Abs. 1 HGB i.V.m. den §§ 242 bis 256a und §§ 264 bis 288 HGB und nach den jeweiligen Vorschriften des GmbHG unter besonderer Berücksichtigung des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute (RechZahlV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Formblättern 1 und 2 der RechZahlV. Im amtlichen Formblatt vorgesehene, aber nicht belegte Posten wurden nicht aufgeführt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Forderungen an Kreditinstitute, Kunden sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert, unter Berücksichtigung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt, bzw. nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungszeit der Vermögensgegenstände und entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften ausschließlich linear vorgenommen. Die Abschreibungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 3 bis 5 Jahre, die des übrigen Sachanlagevermögens 3 bis 13 Jahre. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften aktiviert und abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben; von dem Wahlrecht der §§ 340e Abs. 1 Satz 3 i.V.m. 253 Abs. 3 Satz 6 HGB zur Abschreibung auch bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung wurde im Vorjahr Gebrauch gemacht. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben im Berichtsjahr ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB für die Berücksichtigung sich ergebender Steuerentlastungen als aktive latente Steuern wird kein Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern beruhen auf dem abweichenden Ansatz im Rahmen einer Verschmelzung zugegangener immaterieller Vermögensgegenstände, die bei der übertragenden Gesellschaft selbst erstellt waren, (im Vorjahr) auf Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens, die steuerlich nicht vorgenommen wurden sowie auf steuerlichen Verlustvorträgen. Sie werden mit den geltenden Gewerbesteuer- und Körperschaftsteuersätzen von insgesamt rund 32,98 % bewertet. Bei zeitlichen Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen werden sich daraus insgesamt ergebende steuerliche Belastungen unter Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge grundsätzlich gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB als passive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen sind nach dem notwendigen Maß vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Aufwendungen und Erträge wurden periodengerecht abgegrenzt. III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz (1) Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute haben i.H.v. 4.890.000,00 EUR (i.Vj .: 970.000,00 EUR) eine Restlaufzeit zwischen 6 und 12 Monaten, die Restlaufzeit der übrigen Forderungen beträgt jeweils unter 3 Monate. (2) Forderungen an Kunden Die Kundenforderungen enthalten folgende Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
Die Forderungen an Kunden umfassen überwiegend Forderungen aus Warengeschäften. Die Restlaufzeit der Forderungen beträgt jeweils unter 3 Monaten. Die Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind gleichzeitig Gesellschafter des Instituts, so dass es sich um Forderungen i.S.d. § 42 Abs. 3 GmbHG handelt. (3) Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung der Vermögensgegenstände i.S.d. § 340e Abs. 1 HGB werden wie folgt dargestellt: historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
kumulierte Abschreibungen
Restbuchwerte
Die immateriellen Vermögenswerte betreffen insbesondere Abrechnungssysteme und Kundenportale. (4) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 71 (Vorjahr T€ 152) setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Steuern in Höhe von T€ 70,6 (Vorjahr T€ 88,0) und Aktivwerten von Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 0,0 (Vorjahr T€ 54,0) zusammen. Die Restlaufzeit beträgt jeweils unter einem Jahr. (5) Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Versicherungsbeiträge. (6) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Kundenverbindlichkeiten enthalten folgende Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden umfassen überwiegend Verbindlichkeiten aus Warengeschäften. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten beträgt jeweils weniger als 3 Monate. Die Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind gleichzeitig Gesellschafter des Instituts, so dass es sich um Verbindlichkeiten i.S.d. § 42 Abs. 3 GmbHG handelt. (7) Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten aus sonstigen Tätigkeiten enthalten Steuerverbindlichkeiten i.H.v. T€ 13,3 (Vorjahr T€ 29,4). Alle sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (8) andere Rückstellungen Die anderen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Alle Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (9) Nachrangige Verbindlichkeiten Die nachrangigen Verbindlichkeiten bestehen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und sind gleichzeitig Verbindlichkeiten gegen- über Gesellschaftern i.S.d. § 42 Abs. 3 GmbHG. (10) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 2.970 (Vorjahr T€ 2.970) und ist voll eingezahlt. IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (11) Zinserträge, Provisionserträge und sonstige betriebliche Erträge Die in den vorstehende genannten GV-Posten enthalten Erträge werden ausschließlich im Inland erzielt. Eine Aufgliederung nach geographischen Märkten innerhalb Deutschlands ist nicht erforderlich, da sich diese Regionalmärkte vom Standpunkt der Organisation des Instituts nicht wesentlich voneinander unterscheiden. (12) Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen aus sonstigen Tätigkeiten betreffen die Verzinsung der nachrangigen (Gesellschafter-)Verbindlichkeiten, die gleichzeitig Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, darstellen. (13) Provisionserträge Die Provisionserträge setzen sich wie folgt zusammen:
(14) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge aus sonstigen Tätigkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld betreffen in Höhe von T€ 0,00 (Vorjahr T€ 49.995,00) eine Umlage an Gesellschafter für durch das ZAG verursachte Aufwendungen. (15) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus sonstigen Tätigkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
V. Sonstige Angaben (16) Arbeitnehmerzahl In der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 17 (i.Vj.: 16) kaufmännische Angestellte und 2 (i.Vj.: 2) Geschäftsführer beschäftigt. (17) Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse der Gesellschaft bestehen nicht. (18) Marktunübliche Geschäfte Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. (19) Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr wurden für den Abschlussprüfer die der Tabelle zu entnehmenden Honorare als Aufwand bzw. Ertrag erfasst:
Die periodenfremden Beträge werden unter GV-Posten 4.b) ausgewiesen. (20) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind und die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung sind, bestehen nicht. VI. Transaktionszahlen (21) Zahlungsvorgänge Im Geschäftsjahr 2023 wurde folgende Zahlungsvorgänge ausgeführt:
VII. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn i.H.v. 846.913,06 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. VIII. Geschäftsführungsorgan Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Ingo Meyer, kaufmännischer Geschäftsführer und Geschäftsführer Vertrieb, und Herr Ralf Winkelmann, Geschäftsführer IT. Die Geschäftsführer sind jeweils von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Zu den Angaben der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Gevelsberg, 2. April 2024 Ingo Meyer, Geschäftsführer Ralf Winkelmann, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Roadrunner Service GmbH, GevelsbergInhaltsverzeichnis I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 5. Gesamtaussage III. Bericht über Zweigniederlassungen IV. Prognosebericht V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht a) Branchenspezifische Risiken b) Ertragsorientierte Risiken c) Finanzwirtschaftliche Risiken d) Technisch-organisatorische Risiken 2. Chancenbericht VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1. GESCHÄFTSMODELL DES UNTERNEHMENS Die Gesellschaft wurde 2003 mit dem Ziel gegründet, ein einheitliches und leistungsstarkes Tank & Service-Kartensystem unter dem Namen "Roadrunner" für alle Kunden der teilnehmenden Tankstellen zu schaffen. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt Kundenkarten und erledigt die komplette Abwicklung rund um die Roadrunner-Karten. Die Karteninhaber können bei den Akzeptanzstellen der teilnehmenden Mineralölgesellschaften bargeldlos Kraftstoffe und Shopwaren erwerben sowie Service-Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Das Karten- und Kundenmanagement rund um die Karte wird vom auf diese Aufgabenstellung spezialisierten Roadrunner Service-Center erbracht. Gegenwärtig umfasst der Kundenkreis mehr als 150 Tankstellengesellschaften mit über 1.700 Tankstellen (Akzeptanzstellen), die die Roadrunner Tank & Servicekarte für Geschäfts- und Privatkunden in mehreren Kartenvarianten in ihren Netzen akzeptieren. Das Angebot richtet sich an ca. 4.250 sogenannte freie Tankstellen bzw. B-Gesellschaften, die auch noch eigene Kartensysteme betreiben und durch die immer weiter ansteigenden rechtlichen, technischen und administrativen Anforderungen hier von einer eigenen Tankkartenadministration im eigenen Hause absehen. Hier wird ersichtlich, dass Roadrunner bereits eine erfreuliche Marktstellung innerhalb der Zielgruppe erreicht hat, für die Zukunft aber noch weitere Steigerungspotentiale vorhanden sind. Gründungsgesellschafter der Roadrunner Service GmbH sind mittelständische Mineralölunternehmen mit je einer eigenen Marke am Markt. In 2021 und 2022 wurden zudem vier weitere mittelständische Mineralölunternehmen als Gesellschafter aufgenommen. Durch Fusionierung von 2 Altgesellschaftern hat die Gesellschaft aktuell nun 12 Gesellschafter. Alle Gesellschafter sind zugleich Partner des Roadrunner - Tank & Servicekarten-Systems. Mit der Fusion der CHW Software GmbH per Anfang 2019 wurden auch die Kernkompetenzfelder der CHW übernommen, so dass die Roadrunner Service GmbH spezielle Software für den Mineralölmarkt entwickelt und vertreibt und entsprechende Dienstleistungen hierfür anbietet und das Roadrunner ERP System, als Programmierungsleistung der CHW, in Eigenregie betreut und stetig aktualisiert. 2. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Die Gesellschaft tätigt keinerlei Forschung. Produktweiterentwicklungen erfolgen zur Optimierung der Prozesse und Dienstleistungen gegenüber unseren Partnern und Kunden. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN Der von uns in Deutschland betreute Tankstellenmarkt hat im Berichtsjahr 2023 bezüglich der Netzstruktur nur unwesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erfahren. Der durchschnittliche Kraftstoffabsatz hat sich, trotz der Auswirkungen der Corona- Pandemie, der Ukraine-Krise, der Klimadiskussion auf Bundesebene und die hierdurch fortschreitende Unterstützung der Elektromobilität, im Bereich der Ottokraftstoffe robust mit 0,1 % gegenüber dem Vorjahr leicht positiv entwickelt. Im Bereich Dieselkraftstoff ist der Absatz im Jahr 2023 insgesamt um 4,2 % zurückgegangen. Die Wirtschaftlichkeit der Tankstellen resultiert weiter zunehmend aus den ergänzenden Aktivitäten im Wasch-, Shop- und Bistro-Geschäft; im Allgemeinen aus dem Convenience-Bereich. In Deutschland agieren weiterhin ca. 23 überregionale Tankkartenanbieter. Im Fokus der marktführenden Wettbewerber stand bisher der Schwerlastverkehr bzw. der Flottenkunde mit einem Fahrzeugbestand von mehr als 50 Fahrzeugen. Mittlerweile erkennen die Wettbewerber das Potenzial im Bereich der Kleinflotten-Betreiber, auch im Hinblick auf die immer weiter anwachsende Akzeptanz der E-Mobilität und dehnen ihr Angebot entsprechend aus. Der verstärkte Eintritt internationaler, insbesondere osteuropäischer, Kartenanbieter in den deutschen Markt ist weiterhin spürbar. Auch die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie schneller fortschreitende Entwicklung des kontaktlosen und digitalen Bezahlens durch den Endkunden hat verstärkt neue Anbieter aus dem IT-Sektor in den Markt kommen lassen, die digitale Zahlungsmöglichkeiten "Pay per Pump" über Handy-App Lösungen und für das In Car-Payment anbieten. Auch die klimapolitisch bis 2050 vereinbarte CO 2 -Neutralität der EU, das Zulassungsverbot für neue Verbrennermotoren ab dem Jahr 2035, sofern sie nicht mit CO 2 -neutralen Kraftstoffen betrieben werden, und die damit verbundene und gewollte Verkehrswende hin zu einer größeren Akzeptanz der E-Mobilität, auch durch steuerliche Anreize und weitere Subventionen, führt zu einem Wandel auf dem Tankstellenmarkt und auch zu einer mittel- bis langfristig notwendigen Strategieänderung im Tankkartengeschäft. 2. GESCHÄFTSVERLAUF Aufgrund der im Jahresverlauf im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr deutlich gefallenen Kraftstoffpreise konnte der Umsatz des Vorjahres in Höhe von 153.475 T€ nicht wieder erreicht werden und fiel um 8.840 T€ auf 144.635 T€. Der für das Ergebnis wesentlich wichtigere Faktor der Absatzmenge stieg hingegen um 5,3 Mio. Liter von 95,2 Mio. Liter im Jahr 2022 inkl. der Roadrunner cargoXL/fleetXL-Mengen (Abrechnung Kunden & Teilnehmer auf Basis ArgusOMR) auf 100,5 Mio. Liter im Jahr 2023. Im Jahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss nach Steuern von 68,1 T€ (i.Vj.: -4,7 T€) erwirtschaftet. Der für 2023 geplante Überschuss in Höhe von 4,5 T€ konnte somit deutlich übertroffen werden. Der erreichte Jahresüberschuss 2023 ist auf die angestiegenen Roherträge und auf die zusätzlichen Erträge aus den Zinserlösen in den letzten Monaten zurückzuführen. Roadrunner hat im Berichtsjahr den Großteil seiner Stammkapitaleinlagen in Unternehmensanleihen angelegt und im Laufe des Jahres 2023 diese Anleihen verkauft und das freiwerdende Kapital in Termingeldanlagen mit einer Anlagedauer von max. 12 Monaten angelegt und daraus entsprechende Zinserträge generiert. 3. LAGE Unsere wirtschaftliche Lage kann weiterhin insgesamt als gut und stabil bezeichnet werden. a) Ertragslage Die kumulierte Ertragslage kann als weiterhin positiv bezeichnet werden, da ein signifikant positives operatives Ergebnis und ein positiver Jahresüberschuss in Höhe von 68,1 T€ erzielt wurde. Der deutliche Absatzzuwachs in Höhe von 5,2 Mio. Liter gegenüber dem Vorjahr und der damit verbundene Zuwachs an Rohertragseinnahmen im Bereich der Roadrunner Tank- und Servicekarte, speziell im Bereich Roadrunner cargoXL / Roadrunner fleetXL sowie die aus den Termingeldanlagen generierten Zinseinnahmen in Verbindung mit einer Unterschreitung der budgetierten Gesamtkosten, führen zu dem positiven Gesamtergebnis 2023. Die Absatzentwicklung 2023 ist umso erfreulicher, da der Gesamtmarkt im Bereich der Kraftstoffabsätze gegenüber den Vorjahren weiterhin insgesamt rückläufig war. Durch die in 2018 beschlossene und begonnene Arbeit zur Erlangung der ZAG-Lizenz zur Erfüllung der Umsetzung der Richtlinie (EU) 2015/2366 (Umsetzung in deutsches Recht: Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz / ZAG) wurden bereits rund 650 T€ Kosten seit Aufnahme der Arbeiten zur Lizenzerlangung (Lizenzerhalt per 21. April 2021) aufgewendet. Diese zusätzlichen Kosten zur kontinuierlichen Erfüllung der verbundenen Lizenzauflagen entsprechen ca. 10 % der jährlich auflaufenden Gesamtkosten. Die Personalkosten wurden gegenüber dem Vorjahr um 64 T€ überschritten. Grund hierfür ist hauptsächlich die unterjährige Einstellung einer Assistentin der Geschäftsführung und des Leiters IT, der in 2024 die Verantwortung im Bereich IT von dem Geschäftsführer IT, Herrn Ralf Winkelmann, übernehmen wird. b) Finanzlage Unsere Finanzlage ist weiter als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Alle finanziellen Verpflichtungen konnten aus dem laufenden Geschäft beglichen werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betragen 72,2% (Vorjahr: 76,6%) der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden im Berichtsjahr nicht. Eine vorhandene Kontokorrentlinie bei der UniCredit Bank AG in Höhe von 500.000 € musste zu keiner Zeit zu Finanzierungszwecken genutzt werden. Die Gesellschaft legte im Jahr 2022 die Stammkapitaleinlagen der Gesellschafter in Höhe von 2.970.000 € in nationale und internationale Unternehmensanleihen an, welche im Laufe des Jahres 2023 komplett wieder verkauft wurden; die hieraus generierten Erlöse wurden ausnahmslos in Termingeldanlagen mit Laufzeiten von bis 12 Monaten Anlagedauer reinvestiert, um weiterhin entsprechende Zinseinnahmen zu generieren. Das Zinsniveau für Termingelder entwickelte sich im Laufe des Jahres 2023 positiv für Anleger, so dass hier im Durchschnitt ca. 30 T€ mehr Zinseinnahmen als geplant eingenommen werden konnten. Dies resultiert auch daraus, dass Roadrunner für die Deckung der als Zahlungsinstitut gegenüber der BaFin vorzuweisende Eigenkapitalquote gemäß ZAG mit den 12 Gesellschaftern langfristige Nachrangdarlehen über einen Gesamtwert von 750 T€ (i.Vj.: 0 T€) vereinbart hat und auch dieses Kapital per Termingeldanlage zinsgünstig angelegt hat. Weitere Termingeld- und Tagesgeldanlageformen für nicht benötigte und vorhandene Liquidität (1,70 Mio. €) wurden ebenfalls getätigt. c) Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr durch das positive Jahresergebnis verbessert. Durch den deutlich positiven Cash-Flow des Geschäftsjahres hat sich die Nettoliquidität des Unternehmens nochmals verbessert. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil. Unsere Kapitalstruktur ist weiterhin als sehr solide einzuschätzen. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse in der Vergangenheit im Unternehmen belassen haben. Der vorhandene kumulierte Bilanzgewinn beträgt 846,9 T€ (i.Vj.: 778,8 T€) zum Ende des Geschäftsjahres. Die kurzfristigen Forderungen und die Eigenkapitalbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich. Die Eigenkapitalquote ist mit 20,6 % (i.Vj.: 20,6 %) gleich geblieben. Die liquiden Mittel betragen 97,4 % (i.Vj.: 97,7 %) der Bilanzsumme. 4. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Der Gesamtumsatz der Roadrunner Service GmbH verlor 8,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr 2022. Der maßgeblichere Faktor - der Gesamtabsatz, der über die Roadrunner Tank- und Servicekarte realisiert wurde - stieg im gleichen Zeitraum um ca. 5,5 % gegenüber dem Vorjahr 2022. Der in 2023 erwirtschaftete Jahresüberschuss erreichte ein um 72,8 T€ verbessertes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt weiterhin als gut bezeichnet werden. 5. GESAMTAUSSAGE Das Geschäftsjahr 2023 konnte trotz anhaltender weltpolitischer Unruhen und der daraus resultierenden Folgen und Sanktionen grundsätzlich stabil gestaltet werden. Durch die weitere Akquisition von neuen Teilnehmern und Cardholdern konnten die vorhandenen negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie und des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine auf ein Minimum begrenzt werden. Im Jahr 2023 fielen die in 2022 historisch gestiegenen Energiepreise für Gas, Strom und Kraftstoffe, so dass auch die stark gestiegene Inflation wieder im Laufe des Jahres nachließ. Die Preise in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens bewegten sich wieder auf ein volkswirtschaftlich verträgliches Niveau bis Ende 2023. Die ab Mitte 2022 deutlich veränderte Zinspolitik der internationalen Währungsbanken mit fast monatlich ansteigenden Leitzinsen, um die Auswirkungen der Inflation zu bekämpfen, fand Ihren Höhepunkt im ersten Halbjahr 2023. Per Ende 2023 waren erste Tendenzen erkennbar, dass die massive Erhöhung der Leitzinsen der federführenden, internationalen Notenbanken sich nicht weiter fortsetzt. Unter diesen doch geschäftlich weiterhin sehr volatilen Rahmenbedingungen ist die derzeitige positive Absatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr ein großer Erfolg. Durch die in 2023 erfolgten Verkäufe der Unternehmensanleihen und der Anlage der Stammkapitaleinlagen und der nicht für das Tagesgeschäft benötigten freien Liquidität in Termingeldanlagen, konnte Roadrunner entsprechend mehr Zinserträge generieren, als bereits für das Jahr 2023 eingeplant wurden. Weiter führte die nochmalige Steigerung der Roherträge, speziell im Bereich der sonstigen Leistungen gegenüber den Endkunden und im Bereich Roadrunner XL, zu einer deutlichen Steigerung der Gesamterlöse. Diese beiden Faktoren führten im Wesentlichen zu dem deutlich verbesserten Jahresergebnis in Höhe von 68,1 T€. III. BERICHT ÜBER ZWEIGNIEDERLASSUNGEN Es werden keine Zweigniederlassungen unterhalten. IV. PROGNOSEBERICHT Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens weiterhin positiv. Sowohl der Ausbau der Anzahl der teilnehmenden Mineralölgesellschaften als auch die Steigerung der Kundenzahlen im Bereich Cardholder erscheinen aufgrund der vorhandenen Potenziale und des gewachsenen Vertrauens möglicher Partner in unser Unternehmen und unsere Produkte realistisch. Wir erwarten im Geschäftsjahr 2024 einen Rückgang im Bereich der Umsätze wegen weiterhin sinkender Kraftstoffpreise gegenüber dem Jahr 2023, aber eine steigende Anzahl an Neukunden und eine Absatzsteigerung um ca. 5 %, bedingt durch den geplanten Zuwachs an Neukunden, gerade im Bereich der Roadrunner cargoXL & fleetXL Ab- und Umsätze und der zusätzlich Kunden aus der Akquisition neuer Teilnehmer und aus den Kundenumstellungen des in 2022 hinzugekommenen Gesellschafters Kempe GmbH & Co Elo-Mineralöl KG. In 2024 werden wir die weitere Entwicklung unserer eingesetzten Softwareprodukte an unserer Roadrunner Tank- und Servicekarte vorantreiben. Im Bereich der Roadrunner Tank- und Servicekarte werden wir an der Profilierung unserer Karte als Tank- und Servicekarte für den Tankstellenmittelstand arbeiten und die wachsende Bedeutung der E-Mobilität und weitere regenerative und klimafreundliche Kraftstoffe als zusätzliches Angebot in unserem Produktportfolio berücksichtigen. Auch das durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen gestiegene Interesse unserer Kunden an kontaktlosen und digitalen Zahlungsprozessen am Point of Sale wird von uns weiter ausgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Als Basis der Weiterentwicklung dient uns die hier in 2022 gestartete Roadrunner App mit digitaler Bezahlfunktion und der Ausbau der Akzeptanz der Ende des Jahres bereits realisierten kontaktlosen Roadrunner Tank- und Servicekarte. Die im April 2021 erhaltene ZAG-Lizenz als Zahlungsinstitut wird in 2024 verstärkt bzgl. deren Chancen und Risiken durch uns analysiert und eine weitere Verwendung auch hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen im Bereich Regulierung des Zahlungsverkehrs in der EU und unter der Betrachtung des Kosten- und Nutzeneffekts geprüft. Als durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassenes Zahlungsinstitut ist es uns möglich, weiterhin Shopwaren und Waren Dritter über die Roadrunner Tank- und Servicekarte an unsere Kunden zu verkaufen, was jedoch nur 0,6 % des Gesamtumsatzes ausmacht. Auch die geplante Expansion unserer Karte ins Ausland zur Steigerung der Attraktivität für z.B. die Speditions- und Transportbranche ist dann ebenso ohne ZAG-Lizenz möglich und soll weiterhin mittelfristig verfolgt werden. Der Ausbau der Roadrunner Tank- und Servicekarte zu einer Mobilitätskarte ist nicht nur durch die Aufschaltung von Lademöglichkeiten für Nutzer von E-Autos geplant, sondern auch durch die Aufschaltung weiterer Zusatzleistungen für Cardholder. V. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 1. RISIKOBERICHT Zum Zeitpunkt der Lageberichtserstellung war weiterhin die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und Ukraine aktuell und auch die wachsenden Unruhen im arabischen Raum beeinflussen die weltpolitische Wirtschaftslage zunehmend negativ. Die westliche Staatengemeinschaft reagiert weiterhin mit erhobenen Sanktionen und Beschränkungen der russischen Staatsführung und Wirtschaft auf die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine. So bezieht die Bundesrepublik Deutschland zum Erstellungszeitpunkt des Lageberichtes weiterhin kein Gas und kein Rohöl mehr auf direktem Wege aus Russland und unterstützt die Ukraine im Staatenverbund der EU durch Lieferung von militärischer Ausstattung und finanzieller Unterstützung zur Verteidigung gegen Russland. Weil die weltpolitische Lage sich weiterhin volatil und auch die deutsche Wirtschaft durch diese und innenpolitische Entwicklungen sich in Richtung einer Rezession entwickeln, hat die Roadrunner Service GmbH laufend das eigene Debitorenmanagement einer tieferen Überprüfung unterzogen und Prozessoptimierung betrieben, da durch die neue wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen die Zahlungsmoral gegenüber der Roadrunner Service GmbH als Gläubiger vermutlich leiden wird. Ein allgemein erhöhter Anstieg der Firmeninsolvenzen im 1. Quartal 2024 bestätigt die o.g. Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Die durch die Auflagen der ZAG-Lizenz durchzuführenden laufenden Prozessoptimierungen im Bereich der Kundenidentifizierung auf Grundlage des Geldwäschegesetzes und im Bereich Inkasso und Bonitätsabfrage, die Einführung eines Risikomanagements, Compliance und weiterer organisatorischer Änderungen innerhalb der Roadrunner Organisation, werden neben dem erhöhten Aufwand aber auch zu besserem und einheitlicherem Prozessdenken in der Gesamtorganisation führen. a) Branchenspezifische Risiken Im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie (EU) 2015/2366 in deutsches Recht (Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz / ZAG) per 13. Januar 2018 haben sich Einschränkungen in der Ausgestaltung von Tank- und Servicekarten ergeben, die die Roadrunner Tank- und Servicekarte mit der Erlangung der ZAG-Lizenz im April 2021 somit bereits erfolgreich vermieden hat. Durch die weiter vorhandene staatliche Subvention der E-Mobilität im Bereich der Kfz-Steuer und im Bereich der Versteuerung des Bruttolistenpreises bei Nutzung von privat genutzten Firmenwagen, verstärkte Homeoffice-Tätigkeit und auch durch den vermehrten Einsatz von Videokonferenzsystemen (als Folge aus der Corona-Pandemie) ist zudem zu erwarten, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Kraftstoffen weiter rückläufig und somit auch die Nutzung der Roadrunner Tank- und Servicekarte auf Dauer in vielen Bereichen rückläufig sein wird. In der EU sollen zudem ab 2035 nur noch Neuwagen mit Verbrennermotor zugelassen werden, die beim Fahren CO 2 -emissionsfrei sind. Darauf hat sich der EU- Umweltrat Anfang 2023 verständigt. Diese Maßnahme erfordert in den nächsten Jahren eine komplette Anpassung des Geschäftsmodells "Tank- und Servicekarte" anhand der dann zu erwartenden Mobilitätsanforderungen der Konsumenten (privat & gewerblich). Durch den Wunsch der Konsumenten, kontaktlose Zahlungssysteme und das Smartphone verstärkt als Zahlungsmedium zu nutzen, hat die Roadrunner Service GmbH bereits zu Beginn des 2. Halbjahres 2022 mit der Veröffentlichung einer eigenen Roadrunner App mit Zahlungsfunktion und einer Aufschaltung der Roadrunner Tank- und Servicekarte als Zahlungsfunktion bei einem weiteren Zahlungsanbieter (Pace Telematics / Pace Drive App) und mit der Umstellung der eigenen physischen Tankkarten mit einer NFC-Chip-Variante seit Anfang 2024 reagiert. b) Ertragsorientierte Risiken Da unsere Dienstleistungen unseren Teilnehmern echte Kosten- und Wettbewerbsvorteile bieten, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken eher gesunken sind. Wir gehen davon aus, dass unsere Marktanteile mittelfristig durch die von uns gewählte Wachstums- und Diversifikationsstrategie weiterhin ausgedehnt werden können. Die Zusatzkosten aus der Umsetzung der Regulierungs- und Überwachungsanforderungen des ZAG betragen jährlich ca. 10 % unserer Gesamtkosten; diese zusätzlichen Aufwendungen sind in die Budgetplanungen für 2024 bereits eingepreist. Es ist zu erwarten, dass die Kosten für die Erfüllung der weiterhin ansteigenden Regulierungsvorgaben zur Erfüllung der ZAG-Lizenzauflagen weiterhin steigen werden. Eine entsprechende tiefergehendende Betrachtung des Kosten- und Nutzeneffekts der ZAG-Lizenz wurde bereits in 2023 gestartet und wird in im 1. Halbjahr 2024 vertiefend zusammen mit den Gesellschaftern geführt. Es wird hier vor allem geprüft, ob ein weiterer Erhalt der ZAG-Lizenz unter der zukünftigen Entwicklungsperspektive des Tankkartenmarktes notwendig sein wird. Auf Basis der auf nachhaltiges Wachstum und Diversifikation ausgelegten Strategie der Roadrunner Service GmbH wurde per 08/2023 ein neuer Leiter IT eingestellt, der per Juli 2024 die Leitungs- und Führungsverantwortung vom derzeitigen Geschäftsführer IT, Ralf Winkelmann, übernehmen wird. Ralf Winkelmann wird dem Unternehmen bis Ende 2026 weiterhin als Projektmitarbeiter und Geschäftsführer in einem jährlich im Bereich der Stunden abnehmenden Teilzeitmodell zur Verfügung stehen. Im Bereich der kaufmännischen Unterstützung wurde per 06/2023 eine Assistentin der Geschäftsführung in Vollzeit am Standort Gevelsberg eingestellt, die Ingo Meyer im Bereich der ZAG-Lizenz und der hiermit in Verbindung stehenden Lizenzauflagen und bei weiteren kaufmännischen und organisatorischen Aufgaben unterstützt. Im Jahr 2024 wird zudem darüber entschieden werden, ggf. eine(n) Vertriebsmitarbeiter(-in) einzustellen, der die Betreuung und Unterstützung der Akzeptanzstellenpartner, Teilnehmer und Gesellschafter im Umgang mit der Roadrunner Tank- und Servicekarte und die Vorstellung des Leistungsportfolios der Roadrunner aktiv und zentral übernehmen und ausbauen soll. Im Falle des Erhalts der ZAG-Lizenz über das Jahr 2024 hinaus, ist es zudem erforderlich, die personelle Unterstützung im Bereich Compliance und im Umgang mit dem wachsenden Regulierungsaufwand aufzustocken. c) Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Währungsrisiken bestehen - durch die Verlagerung der Kapitalanlagen in Termingelder mit bis zu 12 Monaten Laufzeit und dem Gesamtverkauf der noch in 2022 erworbenen Unternehmensanleihen -nicht mehr. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. d) Technisch-organisatorische Risiken An der Abwicklung der Roadrunner-Karte sind mehrere externe Dienstleister beteiligt. Insbesondere im Bereich IT bauen wir die Sicherheit aus und werden neben einem in 2021 durchgeführten Penetrationstest zukünftig weiterhin regelmäßig Desaster-Recovery-Tests ("DR-Tests") durchführen und diese Testszenarien sowie die gesamte IT-Infrastruktur und Prozesse weiter strukturell mit unseren Dienstleistern verbessern. Die ersten regelmäßigen DR-Tests haben gezeigt, dass wir auch im Falle eines Systemausfalls in kürzester Zeit unsere Dienstleistungen wieder zur Verfügung stellen können. Die Serverstruktur und die eingesetzte IT-Hardware wurden in 2023 komplett erneuert und an die zukünftigen technischen Herausforderungen angepasst. Diese Maßnahme dient der Erneuerung und weiteren Verbesserung der laufenden IT-Prozesse und trägt dem technischen Fortschritt Rechnung. So wurde auch eine Anpassung und Optimierung der bisher genutzten Rechenzentren vorgenommen. Per Ende 2023 wurde die vertragliche Zusammenarbeit mit den Rechenzentren in Fulda und Nürnberg beendet und stattdessen wurde die bereits seit vielen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit dem Rechenzentrum in Frankfurt verlängert und ausgebaut und um eine Zusammenarbeit mit dem Rechenzentrum in Düsseldorf ergänzt. In 2022 wurde bereits zudem die IT-Hardware am Standort Gevelsberg im Bereich ESX-Server und im Bereich VM Ware komplett erneuert und somit dem heutigen technischen Fortschritt entsprechend angepasst und viele Schwachstellen bzgl. der IT-Sicherheit beseitigt. Mit der Erlangung der ZAG-Lizenz waren und sind zur Erfüllung der Lizenzauflagen massive Änderungen in der organisatorischen Ausrichtung des Unternehmens erforderlich. Die Einführung einer internen Revision, eines Geldwäschebeauftragten (inkl. Stellvertreter), eines Risikomanagementbeauftragten und eines Compliance- Beauftragten werden nachhaltig die Organisation unseres Unternehmens verändern und vorhandene Personalressourcen aufbrauchen. Auch die hier stattfindenden stetigen Erneuerungen und Anpassungen im Bereich der Regulierung durch die BaFin und die Deutsche Bundesbank erfordern einen erhöhten personellen und technischen Einsatz, gerade bei der Geschäftsführung der Roadrunner Service GmbH. Die in 2023 getätigte Einstellung eines Leiters IT als Nachfolgeregelung und Verstärkung des IT-Bereiches und die Einstellung einer Assistentin der Geschäftsführung per 06/2023 zur Unterstützung der kaufmännischen Geschäftsführung werden hier die wachsenden Herausforderungen zukünftig neben der Geschäftsführung begleiten. 2. CHANCENBERICHT Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Mit der bereits in 2020 durchgeführten personellen Verstärkung im Bereich der Systemadministration und im Bereich Web-Programmierung sowie der Einstellung des neuen Leiters IT als Nachfolgeregelung des Geschäftsführers IT sowie einer Assistentin der Geschäftsführung, sehen wir uns für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Wir sind in der Lage, unsere organisatorischen und informationstechnischen Abläufe in der eingesetzten systemtechnischen Umgebung weitestgehend eigenständig zu programmieren und den aktuellen und zukünftigen gesetzlichen Forderungen anzupassen. Hierdurch erhalten wir uns eine schnellere Reaktionsmöglichkeit auf die immer schneller wechselnden gesetzlichen Vorgaben auch durch die Vorgaben des ZAG und können uns somit auch eher der fortschreitenden Digitalisierung anpassen. Die durchgeführte Erweiterung des Gesellschafterkreises um vier Gesellschafter und eine geplante weitere Ausweitung des Gesellschafterkreises um zwei bis drei zusätzliche Gesellschafter in 2024 wird neben dem unmittelbaren Umsatz- und Absatzzuwachs, der hieraus erwartet wird, auch die Roadrunner-Aktivitäten in der Fläche auf Dauer mit zusätzlicher Vertriebsstärke und einem zusätzlichen mittelständisch geprägten Entwicklungsimpuls unterstützen. Die geplante Einstellung eines / einer Vertriebsmitarbeiter /-in wird zudem die kaufmännische Geschäftsführung im Bereich der zunehmend zentral erforderlichen Vertriebs- und Marketingtätigkeiten entlasten und den zentralen Vertriebs- und Marketingansatz von Roadrunner bei den Akzeptanzstellenpartnern, Teilnehmern und Gesellschaftern vertiefen und ausbauen. VI. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über Lieferantenkredite. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen; trotz der großen Anstrengungen ist leider auch mit Forderungsausfällen zu rechnen, die jedoch durch die enge Zusammenarbeit mit dem in 2021 neu installierten Inkassounternehmen (Creditreform) minimiert werden. Die interne Schadensquote betrug in den Jahren 2022 und 2023 durchschnittlich geringe 12 %. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.
Gevelsberg, 8. Mai 2024 Ingo Meyer, Geschäftsführer Ralf Winkelmann, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Roadrunner Service GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Roadrunner Service GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Roadrunner Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 28. Mai 2024 VHL
Vahle & Langholz GmbH
Michael Schürmann, Wirtschaftsprüfer Carl Michael Eichler, Wirtschaftsprüfer |
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