Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 49369
Eingetragen
8.4.1986
Branche
Frisör- und BarbiersalonsEinzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und KörperpflegemittelnGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Gegenstand
Organisation, Errichtung und Betrieb von Friseurgeschäften sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Kohlmann
seit 5.4.2023
Prokura
Marc Breckwoldt
seit 19.6.2008
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kommanditgesellschaft Ryf Kosmetik GmbH & Co.
Germany
461.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RYF Coiffeur GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Hinweise

Der Jahresabschluss der Ryf Coiffeur GmbH, Hamburg, Amtsgericht Hamburg, HRB 49369, wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach der Gliederung für das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 1 und 2 HGB aufgestellt.

Sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum 1. Januar 2023 aus der Bilanz des Vorjahres übernommen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurden unverändert übernommen.

Der Jahresabschluss der Ryf Coiffeur GmbH wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, hierzu verweisen wir auch auf die Erläuterungen im Risiko- und Prognosebericht des Lageberichts.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

a) Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände werden planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis 25 Jahren abgeschrieben.

Erworbene Firmenwerte werden linear über 15 Jahre abgeschrieben. Der Abschreibung der Firmenwerte über 15 Jahre liegt eine langfristige Nutzungsdauer der erworbenen Salons mit langfristig abgeschlossenen Mietverträgen zugrunde.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände bis EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

b) Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

c) Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Dem Niederstwertprinzip wurde Rechnung getragen.

d) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalbetrag oder dem niedrigeren Wertansatz gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

e) Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grund-sätzen mit dem Teilwert auf Basis der Richttafeln 2018G von Dr. Heubeck angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden dabei mit einem Zinssatz in Höhe von 1,82% berechnet. Der Abzinsungssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, wie er von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben wird. Rentendynamik und Abschläge für Fluktuation brauchten nicht berücksichtigt zu werden.

f) Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

h) Die unterjährige Umrechnung von Fremdwährungsposten erfolgt grundsätzlich mit dem Bankkurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung.

3. Erläuterungen zur Bilanz

a) Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

b) Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen folgende 100%ige Tochtergesellschaft.

Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis des Geschäftsjahres 2023
CHF CHF
Ryf Coiffure und Kosmetik AG, Horn / Schweiz (Ryf AG) 647.328,65 -150.875,33


Der Devisenkassamittelkurs betrug am 31. Dezember 2023 0,9260 CHF/EUR.

c) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter sind wie im Vorjahr vollumfänglich den sonstigen Vermögensgegenständen mitzugehörig.

d) Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 2 (Vorjahr TEUR 4) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

e) Sofern für die Ermittlung der Pensionsrückstellung ein durchschnittlicher Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre zugrunde gelegt wird, ergibt sich ein Erfüllungsbetrag von TEUR 424. Das führt zu einem Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 9).

f) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr die sonstigen Verbindlichkeiten.

g) Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 106 (Vorjahr TEUR 187) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahre. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

h) Von den sonstigen Verbindlichkeiten betreffen TEUR 55 (Vorjahr TEUR 54)

Verbindlichkeiten aus Steuern sowie TEUR 2 (Vorjahr TEUR 1) im Rahmen der sozialen Sicherheit.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung entfallen TEUR 28 (Vorjahr TEUR 30) auf Altersversorgung.

b) Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9) auf verbundene Unternehmen. Ferner betreffen TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9) die Aufzinsung von Rückstellungen.

5. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet als Trägerunternehmen aus zugunsten von Geschäftsführern abgeschlossenen Vertrag mit rückgedeckten Unterstützungskassen. Die bislang eingezahlten Beiträge betragen TEUR 171 (Vorjahr TEUR 158). Ferner haftet die Gesellschaft für zwei übernommene Versicherungsverträge der betrieblichen Altersversorgung für Mitarbeiter über insgesamt TEUR 174 (Vorjahr TEUR 162). Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen, da die Ansprüche ausreichend rückgedeckt sind.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der jährliche Aufwand aus Miet-, Lizenz- und Leasingverpflichtungen beträgt TEUR 2.438 (Vorjahr TEUR 2.676). Die Gesamtverpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 4.952.

7. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zum Bilanzstichtag bestanden mehrere Operate-Lease-Verträge, welche von der Gesellschaft als Leasingnehmer abgeschlossen wurden. Die Verträge dienen der Realisierung von Investitionsprojekten unter Berücksichtigung der Liquiditätsoptimierung.

8. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer sind

Herr Frank Breckwoldt, Kaufmann

Herr Dr. Karl-Heinz Winter, Kaufmann

Herr Marc Breckwoldt, Kaufmann

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Arbeitnehmeranzahl betrug im Geschäftsjahr 2023

286 Mitarbeiter (Vorjahr 317 Mitarbeiter), davon

17 kaufmännische Mitarbeiter (Vorjahr 18 kaufmännische Mitarbeiter)

269 gewerbliche Mitarbeiter (Vorjahr 299 gewerbliche Mitarbeiter)

Darüber hinaus waren durchschnittlich 20 Auszubildende (Vorjahr 21 Auszubildende) und 19 Aushilfen (Vorjahr 17 Aushilfen) beschäftigt.

Nachtragsbericht

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 haben sich keine wesentlichen Änderungen der Unternehmenssituation oder des Branchenumfelds ergeben.

 

Hamburg, den 30. Juli 2024

Gez. Frank Breckwoldt

Gez. Dr. Karl-Heinz Winter

Gez. Marc Breckwoldt

Sonstige Berichtbestandteile

Angabe zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 31. Juli 2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.289.359,32 73.584,97 115.717,91 1.247.226,38
2. Geschäft- und Firmenwert 140.700,00 55.000,00 0,00 195.700,00
1.430.059,32 128.584,97 115.717,91 1.430.059,32
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Grundstücke 497.944,09 0,00 120.866,64 377.077,45
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 852.249,94 151.029,09 137.091,84 866.187,19
1.350.194,03 151.029,09 257.958,48 1.243.264,64
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.481.966,69 0,00 0,00 1.481.966,69
4.262.220,04 279.614,06 373.676,39 4.168.157,71
Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.229.124,84 102.677,56 115.708,58 1.216.093,82
2. Geschäft- und Firmenwert 27.642,78 27.879,00 0,00 55.521,78
1.256.767,62 130.556,56 115.708,58 1.271.615,60
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Grundstücke 380.238,12 19.243,51 116.814,41 282.667,22
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 620.138,62 93.815,41 125.798,41 588.155,62
1.000.376,74 113.058,92 242.612,82 870.822,84
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.257.144,36 243.615,48 358.321,40 2.142.438,44
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.132,56 60.234,48
2. Geschäft- und Firmenwert 140.178,22 113.057,22
171.310,78 173.291,70
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremde Grundstücke 94.410,23 117.705,97
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.031,57 232.111,32
372.441,80 349.817,29
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.481.966,69 1.481.966,69
2.025.719,27 2.005.075,68

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB sowie nachträgliche Aufstellungserleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ryf Coiffeur GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ryf Coiffeur GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ryf Coiffeur GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsgemäßer Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Die Erteilung und somit die Unterzeichnung des Bestätigungsvermerks sind aufgrund der gesetzlichen Vorgaben außerhalb dieses Prüfungsberichts im Rahmen des sogenannten Testatsexemplares zum Jahresabschluss erfolgt. Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks zum Jahresabschluss 31. Dezember 2023 außerhalb dieses Prüfungsberichtes bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen und Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Berichts über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Hamburg, 30. Juli 2024

Moore BRL GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Christian Peters, Wirtschaftsprüfer

gez. Frank Nicolai, Wirtschaftsprüfer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 171.310,78 173.291,70
- davon entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.132.56 60.243,48
- davon Geschäfts- oder Firmenwert 140.178,22 113.057,22
II. Sachanlagen 372.441,80 349.817,29
- davon Einbauten in fremde Grundstücke 94.410,23 117.705,97
- davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.031,57 232.111,32
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.481.966,69 1.481.966,69
2.025.719,27 2.005.075,68
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 551.836,82 580.675,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 959.837,24 937.931,01
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 186.710,00 238.340,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 133.993,38 100.359,19
1.645.667,44 1.618.965,29
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 45.065,59 40.337,65
3.716.452,30 3.664.418,62

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 461.000,00 461.000,00
II. Kapitalrücklage 58.649,81 58.649,81
519.649,81 519.649,81
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.410.577,71 1.662.895,98
C. VERBINDLICHKEITEN 1.776.511,62 1.468.158,51
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.429.698,69 696.276,25
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.623,68 48.141,54
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9.713,16 13.714,32
3.716.452,30 3.664.418,62

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 12.491.106,76 13.178.339,27
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.428.827,79 -6.129.938,79
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.403.721,66 -1.348.240,56
-7.832.549,45 -7.478.179,35
3. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -243.615,48 -271.303,35
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.122.205,83 -4.462.629,12
5. Erträge aus Beteiligungen 3,00 3,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.621,44 6.778,64
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -114.200,99 -109.421,98
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,79 -0,79
9. Ergebnis nach Steuern 184.158,66 863.586,32
10. Sonstige Steuern -4.219,00 -2.934,66
11. aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn -179.939,66 -860.651,66
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Wirtschaftliches Umfeld

Laut Statistischem Bundesamt sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2023 preisbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Auch die Friseurbranche ist von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung betroffen. Die Anzahl der Betriebsstätten (Salons) ist laut Zentralverband der Deutschen Handwerks weiter rückläufig (-56 zum Vj.).

Bemerkenswert ist weiterhin, dass rd. ein Drittel aller Salons bei einem Jahresumsatz von bis zu 22.000 EU überlebensfähig sind. Die Preise dieser Mikrobetriebe werden nicht durch Umsatzsteuer belastet, so dass sie mit einem deutlichen Preisvorteil am Markt agieren können. Der steigende Anteil von Schwarzarbeit, der nach Schätzungen diverser Branchenverbände bei mehr als 20 % des Branchenumsatzes liegt, erhöht den Wettbewerbsdruck immens, und es ergeben sich Wettbewerbsverzerrungen am Markt.

Nach unserer Einschätzung kristallisieren sich zwei Marktsegmente heraus. Zum einen ein Billigsegment, welches sich über den Preis differenziert, und zum anderen ein hochpreisiges Marktsegment, welches sich über die Dienstleistungsqualität differenziert.

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2023 wurde, trotz erschwerter gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen, mit einem positiven Ergebnis i.H.v. 180 TEU abgeschlossen.

Den größten Kostenfaktor bilden bei Ryf weiterhin die Personalkosten. Durch die mehrfachen Erhöhungen des Mindestlohns stiegen alle Löhne im unteren Stundenlohnsegment analog, um den Abstand zum Mindestlohn zu halten. Dies spiegelt sich auch in Anpassungen von Tarifverträgen wider. Durch einen deutlichen Rückgang von sozialversicherungspflichtig Beschäftigen in der Branche, entsteht zudem eine wettbewerbsbedingte Lohndynamik.

Durch indexierte Mieten, die in einem Großteil der Mietverträge vereinbart sind und die Mieten an die Inflationsrate koppeln, stiegen auch die Raumkosten. Zudem stiegen die Mietnebenkosten. Auch die Haarkosmetiklieferanten haben im Jahr 2023, zum Teil mehrfach, ihre Preise erhöht, um die steigenden Kosten für Energie sowie für Rohstoffe und Vorprodukte weiterzugeben.

Die Kostensteigerungen konnten nur begrenzt durch Kosteneinsparungen kompensiert werden. Neben einem konsequenten Kostencontrolling und Anpassungen des Personalstammes wurden die Preise erhöht, um die steigenden Kosten zu kompensieren.

Die Preiserhöhungen spiegeln sich in der Entwicklung des Bons (durchschnittlicher Umsatz pro Gast) wider. Der Umsatz pro Gast konnte im Laufe des Jahres um 9% gesteigert werden. Die Qualitätsstrategie von RYF macht sich hier bezahlt. Die Firma WELLA führ ein monatliches Benchmarking unter seinen filialisierten Kunden durch. Hier zeigt sich, wie weit sich RYF preislich vom Wettbewerb absetzen konnte. Im 4. Quartal lag unser Bon mehr als 50% über dem der Wettbewerber.

Allerdings hat jede Preiserhöhung auch zur Folge, dass manche Gäste sich einen günstigeren Anbieter suchten oder Ihre Besuche streckten. Allerdings gelang es RYF auch immer wieder, neue Gäste zu gewinnen.

Die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen hat sich im Jahr 2023 stabilisiert. Allerdings hat sich gezeigt, dass sich die Nachfrage nach Friseurdienstleistungen nach der Coronapandemie nachhaltig verändert hat. Der Abstand zwischen Besuchen bei Damen hat sich verlängert. Der Anteil der männlichen Gäste hat sich reduziert.

Die handwerkliche Aus- und Weiterbildung ist von großer strategischer Bedeutung für Ryf. Mit Ausklang der Pandemie, wurden die Aktivitäten auf diesem Gebiet wieder verstärkt aktiviert. Trotz erschwerter Rahmenbedingungen halten wir an unserer Qualitätsstrategie fest. Das Ryf Junior College (Ausbildung) sowie die Ryf Akademie (fachliche/handwerkliche Weiterbildung) sind weiterhin fester Bestandteil dieser Strategie.

Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden 5 Salons geschlossen bzw. mit anderen Salons zusammengelegt. Per Jahresende wurden 43 Salons betrieben.

Ertragslage

Ausgewählte Ergebniszahlen

2023 2022 Δ
Umsatzerlöse 13.419 T€ 13.068 T€ 351 T€
Materialaufwand 1.317 T€ 1.179 T€ 138 T€
Materialaufwandsquote 9,8 % 9,0 % 0,8 %
Personalaufwand 7833 T€ 7.478 T€ 354 T€
Personalaufwandsquote 58,4 % 57,2 % 1,1 %
Sonstiger betrieblicher Aufwand 4.122 T€ 4.463 T€ -340 T€
Erträge aus Beteiligungen 0 T€ 0 T€ 0 T €
Jahresergebnis vor Ergebnisabführung 180 T€ 861 T€ -681 T€
Umsatzrentabilität 1,3 % 6,6 % -5,2 %
Anzahl der Salons 43 48 -5

Der Umsatz konnte in 2023 um 351 TEU gesteigert werden. Damit konnte das Ziel eines Umsatzzuwachses von 5% (653 TEU) aufgrund der erschwerten Rahmenbedingungen nicht erreicht werden. Dennoch konnte wie geplant das Jahr 2023 mit einem positiven Jahresergebnis der Gesellschaft abgeschlossen werden.

Finanzlage

Ausgewählte Finanzzahlen

2023 2022 Δ
Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten
- aus Darlehen 302 T€ 332 T€ - 30 T€
- übrige 1.128 T€ 364 T€ 764 T€
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände 134 T€ 100 T€ 34 T€

Die Kapitalflussrechnung ist nachfolgend dargestellt:

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
1. Jahresüberschuss (vor Ergebnisabführung) 180 861 -681
2. Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 244 267 -24
3. Veränderung der langfristigen Rückstellungen -252 -109 -144
4. Zinsaufwendungen / -erträge sowie Beteiligungserträge 109 103 6
5. Zunahmen/ Abnahme (Saldo) der sonstigen Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 186 -66 252
6. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3 37 -39
7. sonstige Beteiligungserträge 0 0 0
8. Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 463 1.093 -630
9. Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -256 -160 -96
10. Auszahlung an Unternehmseigner -792 -190 -602
11. Auszahlung aus der Tilgung von Krediten -109 -141 32
12. Gezahlte Zinsen -114 -109 -5
13. Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -936 -441 496
14. zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -730 492 -1.221
15. Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -264 -756 492
16. Finanzmittelbestand am Ende der Periode -994 -264 -730

Die Liquiditätssicherung hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr eine hohe Priorität. Die tägliche Liquiditätsplanung der Ryf Coiffeur GmbH und die daraus abzuleitenden Maßnahmen stellten die Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft und notwendige Investitionen sicher. Die bestehenden Kreditlinien waren ausreichend, um den Liquiditätsbedarf zu decken.

Die Zahlungsfähigkeit der Ryf Coiffeur GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gesichert.

Vermögenslage

Ausgewählte Vermögenszahlen

2023 2022 D
Bilanzsumme 3.716 T€ 3.665 T€ 52 T€
Anlagevermögen 2.026 T€ 2.005 T€ 21 T€
Anlagendeckung 25,7% 25,9% -0,3%
Eigenkapital 520 T€ 520 T€ 0 T€
Eigenkapitalquote 14,0% 14,2% -0,2%
Vorräte 552 T€ 581 T€ -29 T€
Vorratsintensität 14,8% 15,8% -1,0%
Rückstellungen 1.411 T€ 1.663 T€ -252 T€
hiervon Pensionsrückstellungen 423 T€ 448 T€ -26 T€

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ausgewählte Beschäftigtenzahlen

2023 2022 Entw.
Personalbestand per 31.12. 247 246 1
hiervon Vollzeit 131 135 -4
hiervon Teilzeit 116 111 5
hiervon Auszubildene 22 19 3
Frauenquote 94,7% 94,2% 0,5%

Personalstrategie

Ryf hat sich als Qualitätsführer für anspruchsvolle und hochwertige Dienstleistungen im deutschen Friseurmarkt positioniert. Hierdurch entstehen auf Seiten der Gäste an die Mitarbeiter ein entsprechender Anspruch an Leistung, Umgang und Können. Dies und der im Verlaufe 2023 angehobene Mindestlohn spiegeln sich in der Preisgestaltung unserer Dienstleistungen wider.

Ausreichend motiviertes und qualifiziertes Personal ist deshalb eine Schlüsselressource für Ryf, die es zu erschließen gilt. Durch eigene Aus- und Fortbildung sowie durch eine attraktive leistungsorientierte Entlohnung versuchen wir, unsere Mitarbeiter langfristig an uns zu binden. Für Bewerber geben wir ein attraktives Bild als innovatives und interessantes Unternehmen ab. Auszubildende werden in unserem Ryf Junior College weit über die Anforderungen der Gesellenausbildung hinaus qualifiziert. So durchlaufen diese innerhalb des ersten Jahres eine Zusatzausbildung von insgesamt 43 Tagen.

Chancen- und Risikobericht

Das Chancen- und Risiko-Management (CRM) ist ein wichtiges Element zur erfolgreichen Unternehmenssteuerung. Die Geschäftsführung der Ryf Coiffeur GmbH berücksichtigt sämtliche relevanten Risiken und Chancen, die sich ergeben können. Dies wird sichergestellt, indem ein Risiko- und Chancen-Managementsystem als Instrument der Unternehmenssteuerung etabliert ist. Mit dem innovativen Score-Card-System zur Unternehmenssteuerung erreichen wir eine hohe, zeitnahe Transparenz hinsichtlich aller wesentlichen Steuerungsgrößen in unseren Salons. Mit Unterstützung durch dieses Controllingsystem sind wir in der Lage, Risiken und Probleme unmittelbar zu erkennen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Im Ergebnis soll erreicht werden, dass potenziell wesentliche bzw. bestandsgefährdende Bedrohungen aus Risiken ebenso wie ein mögliches Versäumen von Chancen rechtzeitig erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um dadurch das Unternehmensergebnis insgesamt zu verbessern.

Aktuell zählen die Verfügbarkeit von Personal sowie der Lohndruck, verursacht durch Tarifabschlüsse, die Steigerung des gesetzlichen Mindestlohns und dem Wettbewerb um Mitarbeiter, zu den operativen Risiken.

Wie einleitend erwähnt, sind die Beschäftigungszahlen im Friseurhandwerk rückläufig. Dies hat eine Vielzahl von Gründen. Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte verlassen die Branche (Rente/Ruhestand, Mutterschutz und Elternzeit und aus gesundheitlichen Gründen). Hinzu kommen die Mitarbeiter, die aus anderen Branchen, in denen ebenfalls Fachkräftemangel herrscht, abgeworben werden. Außerdem wünschen sich Mitarbeiter verstärkt kürze Arbeitszeiten ("Work-Life-Balance"), was ebenfalls zu Kapazitätsrückgängen führt.

Mitarbeiterzugänge in die Branche können die Abgänge aktuell nicht kompensieren. So sind die Zahlen der Auszubildenen in den letzten Jahren drastisch gesunken. 2008 bildete die Branche noch über 40.000 Auszubildene aus. Im Jahr 2022 gab es nur noch 13.509 aktive Auszubildene (Quelle: Statistika 2024). Wiedereinsteiger (z.B. nach der Elternzeit) kommen meist in Teilzeit zurück. Auch kann die Migration die Lücken nicht füllen, da Sprachkenntnisse im Friseurhandwerk so wichtig sind, aber oftmals nicht ausreichend gegeben sind.

Neben den steigenden Lohnkosten, die durch die Gesetzgebung vorgeschrieben werden (Mindestlohn, Tarifabschlüsse), erzeugt der Wettbewerb um gutes Personal einen zusätzlichen Lohndruck. Dies stellt ein wirtschaftliches Risiko dar, da die Personalkosten den höchsten Kostenanteil in der Friseurbranche darstellen.

In der Personaldynamik liegt allerdings auch eine große Chance für die Branche. Steigende Löhne bzw. Personalkosten, die wiederum auch die Attraktivität des Berufes steigern, können nur durch höhere Preise finanziert werden, die wiederum durch steigende Qualität und Service gerechtfertigt werden müssen. Ryf investiert seit Jahren in diesen Bereichen und kann höhere Preise im Markt rechtfertigen bzw. durchsetzen. Nach unserer Auffassung kommt es zwangsläufig zu einer Bereinigung und Konsolidierung des Marktes. Zudem wächst bei einem Mangel an Angebot (gut-ausgebildete Friseur*innen) die Bereitschaft einen angemessenen, höheren Preis zu bezahlen, was der Branche guttun würde.

Die Arbeitswelt, das Handwerk eingeschlossen, wird sich in den nächsten Jahren durch die Digitalisierung und künstliche Intelligenz stark verändern. Viele Arbeitsplätze wird es in Zukunft nicht mehr geben. Darin liegt insbesondere für das Friseurhandwerk eine große Chance. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat für alle der rund 4.400 in Deutschland bekannten Berufe das Substituierbarkeitspotenzial bzw. die Automatisierbarkeit ermittelt (inwieweit die Berufe bzw. Tätigkeiten von einem Computer oder einer computergesteuerten Maschine vollautomatisch erledigt werden könnten). Dem Friseurberuf wurde die Bestnote in puncto Zukunftssicherheit, dank einer Automatisierbarkeit von 0%, attestiert. Der Friseurberuf wird dadurch wieder an Attraktivität gewinnen.

Prognosebericht

Ungeachtet der aktuellen Entwicklungen halten wir an der Fortsetzung unserer Strategie der Qualitätsführerschaft für anspruchsvolle und hochwertige Dienstleistungen im deutschen Friseurmarkt fest.

Der Weg der qualitativen Weiterentwicklung, den wir schon seit vielen Jahren beschreiten, wird konsequent fortgeführt. Hier liegt der Fokus auf der qualitativen, fachlichen Aus- und Weiterbildung unser Mitarbeiter.

Das Salonportfolio wird konsequent auf diese Strategie ausgerichtet. Zudem liegt ein weiterer Fokus auf der Verbesserung der Service-Qualität und Beratungsleistung. Bei steigenden Preisen und einer zunehmend "premium-orientierten" Strategie wird der gebotene Service immer wichtiger, da die Erwartung unserer Gäste sowohl die fachliche als auch die Servicequalität umfassen. Ziel ist es weiterhin, Ryf zu einem filialisierten Premiumanbieter für Friseurdienstleistungen zu entwickeln. Dies wird auch unterstützt durch weitergehende Investitionen im Bereich der Digitalisierung, um diese Strategie zu unterstützen (CRM, Online-Kalender usw.).

Es ist geplant, das Salonportfolio weiter zu optimieren. Standorte, die nicht der strategischen Ausrichtung entsprechen oder keine positive Perspektive bieten, werden, so es die Rahmenbedingung erlauben (z.B. Laufzeit Mietverträge), geschlossen. Für das Jahr 2024 sind zwei Schließungen geplant. Gleichzeitig sind wir immer auf der Suche nach attraktiven, neuen Standorten. Hier liegt der Fokus auf bestehenden Salons, die zur Übernahme anstehen.

Die Personalsituation auf dem Arbeitsmarkt für qualitativ gut ausgebildete Friseure wird sich, trotz der Marktkonsolidierung, unserer Einschätzung nach nicht entspannen. Im Geschäftsjahr 2024 werden verstärkt Anstrengungen unternommen und Maßnahmen eingeleitet, um geeignetes Personal zu akquirieren.

Ein weiterer Fokus wird, neben der Neukundengewinnung, auf dem Ausbau der Kundenbeziehung zu unseren Stammgästen liegen.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir, trotz der anhaltend schwierigen Marktbedingungen und geplanter Schließungen, von einem Umsatz und Ergebnis auf Vorjahresniveau aus.

 

Hamburg, den 30.07.2024

Die Geschäftsführer

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