aqua5 GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Erfrischungsgetränken und Mineralwässern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Sothmann seit 21.5.2010 | Geschäftsführer |
Guido Kuhn seit 24.10.2005 | Prokura |
Jakob Hornberger seit 24.10.2005 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
YARA Industrial GmbHBad HönningenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.1. bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014YARA Industrial GmbH, Bad HönningenGeschäft und Rahmenbedingungen Die YARA Industrial GmbH mit Sitz in Bad Hönningen befindet sich mittelbar im vollständigen Besitz der Yara International ASA mit Sitz in Oslo/Norwegen. Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen der YARA GmbH & Co. KG mit Sitz in Dülmen, die Obergesellschaft des deutschen YARA-Teilkonzerns ist. Yara International ist der weltgrößte Produzent von Pflanzennährstoffen. Das Kerngeschäft des Konzerns umfasst die Produktion und Vermarktung von Ammoniak und stickstoffhaltigen Düngemitteln wie Harnstoff, NPK-Mehrnährstoff-, Ammoniumnitrat- und Nitratdünger. Außerdem werden Ammoniak, Salpetersäure, Industriegase, Kohlendioxid und eine Reihe weiterer Produkte für technische Zwecke produziert und an Industriekunden vertrieben. Insgesamt vermarktet Yara International jährlich über 26 Millionen Tonnen Mineraldünger sowie 6,6 Millionen Tonnen Industriechemikalien und handelt mehr als 2 Mio. Tonnen Ammoniak pro Jahr in mehr als 150 Ländern. Für die chemisch-pharmazeutische Industrie ist das wechselhafte Geschäftsjahr 2014 mit einem schwachen vierten Quartal zu Ende gegangen. Während die Produktion im vierten Quartal 2014 um 0,8 % gegenüber dem vierten Quartal 2013 zurückging, erhöhte sich die Chemieproduktion im Jahresvergleich um 1,5 % gegenüber 2013. Der Gesamtumsatz des Jahres 2014 stieg nach Angaben des Verbands der Chemischen Industrie e.V. (VCI) um 1,4 %. Die Zunahme des Gesamtumsatzes wurde durch eine um 2,0 % höhere Nachfrage aus dem Inland getragen, bei nur einem Anstieg von 1,1 % im Ausland. Die YARA Industrial GmbH als Produzent von Kohlendioxid (CO2) am Standort Dormagen und Trockeneis am Standort Bad Hönningen sowie als Versorger von chemischen Produkten zur Abwasserbehandlung mit den Hauptprodukten Nutriox® und NitCal® konnte sich in dem schwierigen Marktumfeld behaupten. Da die Gesellschaft mehr als 60 % des Absatzes mit Kunden aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie tätigt, die nicht so starken konjunkturellen Schwankungen unterliegen, konnten die Auswirkungen konjunktureller Schwankungen abgefedert werden. Kohlensäure in flüssiger, gasförmiger oder fester Form (Trockeneis) wird in der Nahrungsmittelindustrie zum Kühlen und Frosten oder zum Produktschutz eingesetzt. CO2 ist aber auch ein wichtiges Medium in der Prozessindustrie und im Umweltbereich, beispielsweise zur Karbonisation oder bei der Wasseraufbereitung. Einer der wichtigsten CO2-Absatzmärkte für die YARA Industrial GmbH ist die Getränkeindustrie. Der Bierabsatz ist in Deutschland in 2014 erstmals seit Jahren wieder gestiegen. Gemäß Informationen des Deutschen Brauer Bundes e.V. stieg dieser auf 107 Liter pro Kopf. Nach Angaben des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM) stieg im vergangenen Jahr der Gesamtabsatz von Mineral- und Heilwässern um 2,5 %. In 2014 betrug der Anteil kohlensäurehaltiger Mineralwässer 84,2 %. Die beliebteste Mineralwasser-Variante war in 2014 die Variante mit wenig Kohlensäure mit 43,6 %, knapp gefolgt von der Variante mit viel Kohlensäure mit 40,6 %. Bezogen auf den Pro-Kopf-Verbrauch von Mineral- und Heilwasser konnte in 2014 eine neue Höchstmarke verzeichnet werden. Dieser stieg von 140 Liter auf 143,5 Liter. Seitens des VDM wurde das abgelaufene Jahr wie folgt analysiert: "Qualität und Natürlichkeit liegen stark im Trend und spielen für immer mehr Verbraucher eine entscheidende Rolle. Das positive Ergebnis zeigt, dass Mineralwasser als reines Naturprodukt diese Verbraucherwünsche bedienen kann." Im Vergleich zum Vorjahr sank im Geschäftsfeld Gas die Gesamtabsatzmenge um 9 Tausend Tonnen auf 220 Tausend Tonnen. Durch kundenseitige Prozessanpassungen im Bereich Prozess- und Umweltbereich (28 % vom Gesamtabsatz in Bezug auf das Geschäftsfeld Gas) war ein Absatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Des Weiteren war auch der Umsatz in diesem Geschäftsfeld gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 leicht rückläufig, was u.a. auf die Umstellung eines Großkunden im Prozessbereich auf einen "Ex Work Preis" und einen damit verbundenen geringeren Durchschnittspreis zurückzuführen ist sowie auf den anhaltenden Wettbewerbsdruck im Markt. Die Absatzmenge im Geschäftsfeld Nitrates mit den Produkten Nutriox®, Nitcal® und Nutriol® stieg um 2,4 Tausend Tonnen auf rund 22 Tausend Tonnen. Der höhere Bedarf ergab sich zum einen durch das sehr trockene Frühjahr. Zum anderen konnte auch der Absatz bei den Bestands-Kunden weiter ausgebaut werden. Die hohen nationalen und internationalen Standards zur Produktions- und Arbeitssicherheit bildeten weiterhin die Grundlage für alle Produktionsaktivitäten, den Umschlag und die Lagerung aller Materialien und Endprodukte sowie für Serviceleistungen. Alle vorgegebenen gesetzlichen Auflagen wurden eingehalten. Der Umgang mit Gefahrgütern erfolgte ordnungsgemäß nach den ADR Richtlinien (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße). Die Gesellschaft nimmt im Bereich der Arbeits- und Produktionssicherheit im internationalen Vergleich zu vergleichbaren Unternehmen wie auch zu anderen Unternehmen im Yara-Konzern eine Spitzenposition ein. Die Förderung des Sicherheitsbewusstseins der eigenen Mitarbeiter sowie der Angestellten der für Yara arbeitenden Fremdfirmen wurde in erweitertem Umfang durch die in 2014 eingeführte neue Yara " Safe by Choice" Sicherheitskultur mit hoher Qualität weitergeführt. Im Februar 2014 wurde die YARA Industrial GmbH, Bad Hönningen, erneut durch den Industrie Gase Verband e.V. (IGV) für Sicheres Arbeiten ohne Ausfallzeiten ausgezeichnet. Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Überwachungsaudit für das Qualitätssicherungssystem nach ISO 9001:2008 durch den Zertifizierer Nemko AS erfolgreich durchgeführt. Die bevorstehende Rezertifizierung wurde seitens des Zertifizierer für September 2015 avisiert. Zur Steuerung, Dokumentation und Verbesserung unserer Geschäftsabläufe von CO2-Lieferungen in die Lebensmittelindustrie wurden die eingeführten HACCP-Konzepte (Hazard Analysis Critial Control Points-Konzepte) für die Produktion, die Lagerung, den Umschlag sowie die Distribution an den Produktionsstandorten Bad Hönningen, Dormagen und Hamburg auch in 2014 erfolgreich fortgeführt. Die Geschäftsabläufe sind gemäß der ISO 22000:2005/FSSC 22000:2010 zertifiziert. Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Überwachungsaudit für das Managementsystem nach ISO 22000:2005/FSSC 22000:2010 durch den Zertifizierer TÜV-Rheinland erfolgreich durchgeführt. Die bevorstehende Rezertifizierung ist für Mai 2015 geplant. Des Weiteren besteht für die Produktionsstandorte Bad Hönningen, Dormagen und Hamburg seit 2012 ein zertifiziertes Energiemanagementsystem gemäß ISO 50001:2011. Hierin wird insbesondere auf den umweltbewussten Einsatz von Energieträgern wie Strom, Wasser und Heizöl geachtet. Die Kontrollaudits werden regelmäßig im Jahresrhythmus durch den Zertifizierer TÜV-Rheinland anhand einer energetischen Bewertung mit entsprechenden Kennzahlen durchgeführt. Auch für das Energiemanagementsystem ist eine Rezertifizierung im Mai 2015 vorgesehen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Leistungsindikatoren
Zur internen Steuerung und Überwachung des Unternehmens zieht die Geschäftsführung nach Geschäftsbereichen unterschiedene finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren heran. Die finanziellen Leistungsindikatoren wie z.B. Absatzmenge, Capacity Related Costs, Selling & General Administration Costs und Investitionen in das Sachanlagevermögen werden anhand der im Konzern vorherrschenden IFRS Rechnungslegungsstandards ermittelt und sind daher nicht direkt auf den handelsrechtlichen Abschluss übertragbar. Als finanzielle Leistungsindikatoren im Rahmen der Steuerung der Geschäftstätigkeit nutzt die Gesellschaft neben den Absatzmengen und Deckungsbeiträgen einzelner Produktbereiche auch ein strenges Fixkostenmanagement. Die Arbeitssicherheit stellt für die Geschäftsführung ein bedeutsames Ziel dar. Daher wurden als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren für den Bereich Arbeitssicherheit spezielle Kennzahlen definiert. Diese sind zum einen die TRI-Rate (Total Recordable Injury Rate = rollierender 12 Monatsdurchschnitt; Anzahl Arbeitsunfälle mit Arbeitsausfall> 24 Stunden in Bezug auf 1.000.000 Arbeitsstunden) sowie zum anderen die Krankheitsrate. Der Zielwert der TRI-Rate beträgt Null. Dieses Ziel konnte in 2014 mit einer Rate von 1 (Vorjahr: 0) nicht erreicht werden. Die Krankheitsrate betrug 2,98 % (Vorjahr: 1,95 %). Im Folgenden werden die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dargestellt: Vermögens- und Finanzlage Die Gesellschaft investierte im Berichtszeitraum insgesamt Mio. EUR 1,2. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine 33%ige Steigerung. Dies entspricht einer Investitionsquote bezogen auf die kumulierten Anschaffungskosten von 2,4 %. Neben Investitionen in die Produktionsanlagen in Dormagen und Bad Hönningen wurde der überwiegende Teil der Investitionssumme für Kundeninstallationen bei Industriegase- und Nutriox®-Applikationen verwendet. YARA Industrial GmbH nimmt an einem Cash-Pooling der Yara International ASA teil. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Cash-Pool-Guthaben belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf TEUR 12.238 (Vorjahr: TEUR 10.302). Überschüssige Finanzmittel werden innerhalb des Konzernverbundes zu Marktkonditionen angelegt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden in 2014 nicht. Zur fristgerechten Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen ist jederzeit ausreichend Liquidität vorhanden. In 2014 stagnierte die Bilanzsumme bei Mio. EUR 35,1. Der Anteil des Sachanlagevermögens am Gesamtvermögen sank auf 36,0 % (Vorjahr: 39,6 %). Stichtagsbezogen sanken die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % auf Mio. EUR 2,5 und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen dagegen um 24,9 % auf Mio. EUR 14,0. Dies resultiert einerseits aus dem Anstieg der Forderung aus Verlustübernahme und ist andererseits stichtagsbedingt. Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital betrug am Bilanzstichtag 48,5 % (Vorjahr: 48,6 %). Ein gewährter Investitionszuschuss für eine Kälteanlage wird als Sonderposten ausgewiesen. Dieser wird ratierlich über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Maschine aufgelöst. Der Free Cashflow fiel im Geschäftsjahr 2014 mit Mio. EUR 0,4 positiv aus. Aus laufender Geschäfts- und Finanzierungstätigkeit wurde ein positiver Cashflow von Mio. EUR 3,0 erwirtschaftet, diese wurden um den Cashflow aus Investitionstätigkeit von Mio. EUR 1,0 gemindert. Ertragslage Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz in 2014 um rund 7 % auf Mio. EUR 39,0. Dabei macht das Geschäftsfeld Gas einen Anteil von 84 % an den Umsatzerlösen aus. Sowohl im Geschäftsfeld Gas als auch im Geschäftsfeld Nitrates konnten die Erlöse gesteigert werden. Die Umsatzsteigerung im Geschäftsfeld Gas beruht im Wesentlichen auf dem Geschäftsbereich Engineering und Trockeneis. Aufgrund dieser Entwicklung konnte der Rückgang im Bereich CO2 und Industrial Gases mehr als kompensiert werden. Die Hauptabsatzgebiete lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland, den skandinavischen Ländern, der Benelux-Region und in Italien.
Der Materialaufwand stieg um 18,6 % gegenüber dem Vorjahr, bei gleichzeitiger Erhöhung des Anteils von Handelswaren am Gesamtumsatz von 46,6 % auf nun 63,5 % aufgrund des Revisionsstillstandes des Rohgas-Vorlieferanten in Dormagen. Demgegenüber sank der Anteil der Energiekosten am Materialaufwand auf 9,2 % (Vorjahr: 13,8 %). Die Materialaufwandsquote betrug 48,4 % (Vorjahr: 44,0 %) und ergibt sich anhand des Materialaufwands im Verhältnis zur Gesamtleistung. Handelswaren beschafft die Gesellschaft vorwiegend von dem mit anderen Geschäftseinheiten bestehenden Verbund innerhalb des Konzerns der Yara International ASA. Der lange Stillstand in der Produktionsstätte in Dormagen ließ die Aufwendungen für bezogene Waren um 26,8 % stark ansteigen. Zur Sicherung einer hohen Anlagenverfügbarkeit und Anlagensicherheit wurden entsprechende Aufwendungen für die Instandhaltung und Ersatzinvestitionen im Bereich der Produktionsanlagen aufgewandt. Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2014 durchschnitt lich 64 (Vorjahr: 64) Mitarbeiter am Standort Bad Hönningen. Sie wurden nach dem für die Chemische Industrie in Rheinland-Pfalz geltenden Tarifvertrag entlohnt. Der bundeseinheitliche Tarifabschluss von 3,7 % mit einer Laufzeit für 13 Monate nach einem Leermonat wurde in 2014 umgesetzt und ist bis Anfang 2015 gültig. Aufgrund des Anstiegs der Aufwendungen für Löhne und Gehälter und insbesondere der Aufwendungen für Altersversorgung stieg der Personalaufwand in 2014 um 8,0 %. Zum Teil II des Tarifvertrages "Lebensphasengerechte Arbeitszeitgestaltung" (Demographiefonds II für 2013 bis 2015) wurde die 2013 abgeschlossene Betriebsvereinbarung angewandt. Für die Mitarbeiter wurden Teilzeitmodelle für bestimmte Lebensphasen gefördert. Am Standort Dormagen wird kein eigenes Personal beschäftigt. Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 wurde bereits vollständig im Geschäftsjahr 2010 berücksichtigt, so dass sich zum Bilanzstichtag keine Unterdeckung ergibt. Das für die deutschen YARA Standorte bestehende Bonussystem wurde auch in 2014 fortgeführt. Infolge der im Berichtsjahr erzielten Resultate erhielten die Mitarbeiter der YARA Industrial GmbH im April 2014 eine Bonuszahlung. Dieses Bonussystem gilt für alle Beschäftigten in Abhängigkeit des Erreichens unternehmensspezifischer Kennziffern. Durch Beteiligung der Mitarbeiter am jeweils erzielten Unternehmensergebnis wird versucht, die Motivation zur Erreichung der Unternehmensziele zu fördern. Diese Bonusregelung wird auch im Jahr 2015 modifiziert weitergeführt. Das Geschäftsjahr 2014 schloss mit einem Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von Mio. EUR 1,6 (Vorjahr: Mio. EUR 0,9) ab. Dabei wurde das Ergebnis insbesondere durch den Stillstand in Dormagen durch erhöhte Kosten der Materialbeschaffung von November bis einschließlich Dezember 2014 in Höhe von rund Mio. EUR 2 negativ beeinflusst. Der Jahresfehlbetrag wurde im Rahmen eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages vollständig von der Muttergesellschaft YARA GmbH & Co. KG in Dülmen übernommen. Es ist geplant, den bestehenden Ergebnisübernahmevertrag unverändert fortzuführen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist stabil und geordnet. Die prognostizierten Umsatzziele wurden trotz gesunkener Verkaufspreise und Absatzrückgänge im Bereich CO2 und Industrial Gases aufgrund der guten Ergebnisse im Bereich Engineering, Trockeneis und Nitrates sogar übertroffen. Das Ergebnisziel wurde insbesondere durch den verlängerten Stillstand der Produktion in Dormagen verfehlt. Zum Berichtszeitpunkt wird die gesamtwirtschaftliche Lage insgesamt als positiv für die Gesellschaft beurteilt. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Chancen- und Risikobericht Aufgrund der Marktprognosen in den wichtigen Absatzmärkten (Getränke- und Lebensmittelindustrie) ist mit leichten Steigerungen im CO2 Bereich zu rechnen. Im Transportbereich (Kühlkette - Trockeneis) sind die Risiken im Bereich der Umstellung auf anderen Kühlmedien in diesem Bereich zu beachten. Für das Segment der Cateringunternehmen muss man die weitere Entwicklung hinsichtlich der Anzahl der Fluggäste berücksichtigen. Durch Optimierung der Verkaufs- und Abwicklungsprozesse sowie eine neue Kundensegmentierung wird dem Preisdruck durch die Wettbewerbssituation auf dem deutschen Markt begegnet. Eine strikte Kostendisziplin wird fortgeführt. Mit den in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in die Produktionsanlagen für CO2 in Dormagen und Trockeneis in Bad Hönningen wurden gute Voraussetzungen geschaffen, um die Marktposition in den beiden kommenden Jahren weiter auszubauen. YARA Industrial GmbH setzt wesentliche Mengen im Geschäftsfeld Gas mit Kunden aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie ab, die nicht so starken Schwankungen beim Absatz unterliegen. Im Geschäftsfeld Nitrates liegt der Hauptabsatz im Bereich städtischer und kommunaler Betriebe mit einer stabilen Erlössituation. Aus diesem Grund wird die Gefahr des finanziellen Ausfalls von Kunden in diesem Bereich als eher gering angesehen. Zur Erreichung der gesteckten Klimaziele in Deutschland, gemessen in CO2-Emissionen und durch die Umsetzung des beschlossenen Atomausstiegs in Deutschland, werden die erneuerbaren Energien einen nachhaltigen Wachstumsmarkt darstellen, an dem die Gesellschaft mit den Nitrates-Produkten partizipieren möchte. Die in den letzten Jahren entwickelten Konzepte für die Anwendung von Nitrates-Produkten im Bereich der erneuerbaren Energien versprechen für die Jahre 2015 und 2016 neue Absatzmärkte. Die in 2013 gestarteten acht großtechnischen Versuche in verschiedenen Anlagen in Deutschland wurden in 2014 fortgeführt bzw. teilweise beendet. Dabei konnte durch gezielte Dosierung von Calciumnitrat als Hilfsmittel für die Biogasproduktion eine Steigerung zwischen 1 % bis 4 % der Biogasproduktion beobachtet werden. Zwei dieser Anlagen haben sich bereits für den permanenten Einsatz unseres Produktes "Biogas Production Optimizer" entschieden. Auch in den kommenden Jahren plant die Gesellschaft die Weiterentwicklung des Behaviour-Based-Safety-Programms mit dem Ziel, verhaltensbasierten Gefahrenpotentialen in der Arbeitssicherheit entgegenzuwirken und das hohe Niveau in der Arbeitssicherheit weiter zu festigen. Grundsätze des Risikomanagements Die YARA Industrial GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Yara International ASA integriert. Dabei geht die Yara International ASA (Yara) von dem Grundsatz aus, dass Risikobewertung ein wesentlicher Bestandteil jeder wirtschaftlichen Betätigung ist. Yara hat Verfahren für die Ermittlung eines angemessenen Risikoniveaus für die Hauptrisiken und zur Überwachung dieser Risiken etabliert. Auf der Grundlage umfassender Risikobewertungen kann Yara derivative Instrumente wie zum Beispiel Terminkontrakte, Optionen und Swaps zur Reduzierung der Risiken einsetzen. Die globale Positionierung und das Geschäftsmodell von Yara bieten natürliche Absicherungen gegen inhärente Marktrisiken. Die wichtigsten sind die Qualität und Effizienz der Produktionsanlagen, welche die Wettbewerbsfähigkeit von Yara gewährleisten. Außerdem ist durch die geographische Reichweite der Yara die Gasversorgung auf eine breite Basis gestellt, was die Auswirkungen regionaler Preisänderungen und jahreszeitlicher Schwankungen dämpft. Auch das beträchtliche Absatzvolumen an differenzierten Produkten, von Spezialdüngern bis zu Industrieprodukten, trägt zur Stabilisierung der Margen für das Gesamtunternehmen bei. Das Kapitalmanagement der Yara International ASA soll sicherstellen, dass die Unternehmen der Gruppe fortführungsfähig bleiben und dabei die Rendite der Anteilseigner durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- und Fremdkapital maximiert wird. Zu den Hauptelementen der Finanzierungsstrategie gehören für Yara die Absicherung der langfristigen Verschuldung und die Kapitalbeschaffung aus unterschiedlichen Quellen, um die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu vermeiden. Yara strebt eine gleichmäßige Schuldentilgung an und besitzt finanzielle Flexibilität durch nicht in Anspruch genommene fest zugesagte Kreditfazilitäten. Yara's zentrale Finanzfunktion erbringt Leistungen für den Geschäftsbetrieb, koordiniert den Zugang zu heimischen und internationalen Finanzmärkten, überwacht und steuert die finanziellen Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft der Gruppe durch interne Risikoberichte, die Grad und Umfang der Risiken analysieren. Zu diesen Risiken gehören Marktrisiko (einschließlich Währungsrisiko, Zinsrisiko und Rohstoffpreisrisiko), Kreditrisiko und Liquiditätsrisiko. Kreditrisiko Yara hat ein bewährtes System des Debitorenmanagements mit festen Limits sowohl auf Kunden- wie auf Landesebene. Durch Yara's geographisch gestreutes Portefeuille reduziert sich das Gesamtrisiko für die Gesellschaft. Liquiditätsrisiko Yara beherrscht das Liquiditätsrisiko durch adäquate Rücklagen und Bankfazilitäten und durch eine ständige Überwachung prognostizierter und tatsächlicher Zahlungsströme sowie die Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Rohstoffpreisrisiko Yara bezieht Energien und andere Verbrauchsgüter. Die Preise hierfür können schwanken, und dies kann wiederum zu Ertragsschwankungen führen. Zur Begrenzung dieses Risikos bevorzugt Yara in ihrer Finanzstrategie einen niedrigen Verschuldungsgrad und die Aufrechterhaltung von Liquiditätsreserven. Währungsrisiko Sowohl die Preise für die wichtigsten Produkte der YARA Industrial GmbH als auch für die eingesetzten Rohstoffe lauten auf Euro. Aus diesem Grunde bestehen nur unwesentliche Währungsrisiken. Alle getroffenen Maßnahmen sind geeignet, Entwicklungen, die den Fortbestand der YARA Industrial GmbH gefährden könnten, frühzeitig zu erkennen. Im Berichtsjahr waren sämtliche Risiken beherrschbar und nicht bestandsgefährdend. Seitens der Gesellschaft werden für bekannte Risiken in ausreichendem Umfang Rückstellungen gebildet. Alle wesentlichen betrieblichen Risiken sind über entsprechende Versicherungen gedeckt. Prognosebericht Der Verband der Chemischen Industrie e.V. rechnet für das Jahr 2015 mit einem Wachstum der Produktion (+1,5 %) bei gleichzeitiger Preissenkung von 2,0 %. Für das Jahr 2015 haben wir im Endkundenbereich für die beiden Produkte CO2 und Trockeneis leichte Steigerungen im Vergleich zu diesem Jahr geplant. Diese sind den Marktprognosen in den einzelnen für uns wichtigen Absatzmärkten wie Getränke- und Lebensmittelindustrie für unsere Produkte CO2 und Trockeneis geschuldet. Für 2015 erwartet die Gesellschaft insgesamt eine stagnierende bzw. leicht rückläufige Umsatzentwicklung, wie vom VCI prognostiziert (-0,5 %). Die Gesellschaft erwartet für 2015 ein ausgeglichenes Ergebnis vor Gewinnabführung bzw. Verlustübernahme. Der ursprünglich für 2013 geplante Revisionsstillstand an der CO2-Anlage am Standort Dormagen begann im September 2014, parallel zu dem vom Rohgaslieferanten geplanten zweimonatigen Stillstand. Die Ammoniak-Anlage des Rohgaslieferanten stand jedoch bis Februar 2015 still. Aufgrund dessen kam es zu ungeplanten Ergebniseinbußen in den ersten zwei Monaten des neuen Geschäftsjahres, da Handelsware zu höheren Beschaffungspreisen zugekauft werden musste. Die für das Jahr 2015 geplanten Investitionen dienen vornehmlich dazu, die geplanten Markterweiterungen in den Bereichen CO2, Trockeneis und Nutriox® zu unterstützen und sind in Höhe von rd. Mio. EUR 3,1 in Erweiterungen der Lagerkapazitäten, Revisionen im Bereich der Produktion und in Kundeninstallationen geplant. Dieser Umfang der Investitionen wird in 2016 auf das Niveau von Mio. EUR 2,0 begrenzt werden. Seitens der Geschäftsführung ist geplant, die durchschnittliche Anzahl der im Unternehmen Beschäftigt en unter der Annahme unveränderter wirtschaftlichen Bedingungen in den nächsten beiden Jahren auf dem augenblicklichen Stand fortzuführen. Dieser Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der Gesellschaft liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg und die Ergebnisse von YARA. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse und Ereignisse von den zukunftsgerichteten Aussagen abweichen.
Bad Hönningen, den 16. April 2015 YARA Industrial GmbH Die Geschäftsführung Jakob Hornberger Torsten Sothmann Bilanz zum 31. Dezember 2014YARA Industrial GmbH, Bad HönningenAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014YARA Industrial GmbH, Bad Hönningen
Anhang für das Geschäftsjahr 2014YARA Industrial GmbH, Bad HönningenI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der YARA Industrial GmbH, Bad Hönningen, wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches einschließlich des EGHGB sowie des GmbH-Gesetzes erstellt. Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß den Größenkriterien des § 267 HGB. Die Gliederung der Bilanz und der GuV erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Konzernabschluss Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der YARA Industrial GmbH einbezogen ist, ist die Yara International ASA, Oslo/Norwegen. Der Konzernabschluss der Yara International ASA wird beim Brønnøysundregister in Brønnøysund/Norwegen, unter der Organisation Nr. 986 228 608 eingereicht. Die Muttergesellschaft, YARA GmbH & Co. KG, Dülmen, nimmt bezüglich der Aufstellung eines Konzernabschlusses für den kleinsten Kreis von Konzernunternehmen die Befreiungsvorschrift gemäß § 291 HGB in Anspruch. Der Konzernabschluss der Yara International ASA wird entsprechend zum elektronischen Bundesanzeiger unter Registernummer HRA 3975 eingereicht und in deutscher Sprache offengelegt. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses der YARA Industrial GmbH ist die Offenlegung des befreienden Konzernabschlusses im elektronischen Bundesanzeiger noch nicht erfolgt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bilanz Aktiva Die Entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten ausschließlich Software und werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer beträgt bei Software drei bis zwölf Jahre. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen:
Für Geringwertige Vermögensgegenstände wird von der Bewertungsvereinfachung analog § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht. Soweit in Vorjahren ein Sammelposten analog § 6 Abs. 2a EStG gebildet wurde, wird dieser im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel aufgelöst. Ist der nach den Verhältnissen am Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger als der sich nach diesen Grundsätzen des Anlagevermögens ergebende Wert, so werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Das Niederstwertprinzip, das Prinzip der verlustfreien Bewertung sowie das Wertaufholungsgebot werden beachtet. Die Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Das Niederstwertprinzip und das Prinzip der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten und, soweit erforderlich, abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Die Liquiden Mittel werden mit den Nominalwerten aktiviert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden in Höhe des Betrages angesetzt, der Ausgabe des Berichtsjahres und Aufwand von Folgejahren darstellt. Passiva Das Gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklage sind zum Nennwert angesetzt. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde in Höhe der vereinnahmten Subventionen gebildet und wird über die Restnutzungsdauer der Vermögensgegenstände über die sonstigen betrieblichen Erträge erfolgswirksam aufgelöst. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei ist ein Anwartschaftstrend (z.B. Gehalt) von 2,75 % p.a., die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze mit 2,00 % sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2,00 % entsprechend berücksichtigt. Für das Finanzierungsendalter wurde die frühestmögliche Inanspruchnahme der gesetzlichen Rente (üblicherweise 65 Jahre) angenommen. Es wurden ein Rechnungszins von 4,54 % und die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Es wurde von der Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Die Jubiläumsrückstellungen sind nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Anwendung der versicherungsmathematischen Grundsätze auf der Basis eines Zinsfußes von 4,54 %, einer jährlichen Steigerungsrate der Beitragsbemessungsgrenze von 2,00 % sowie eines Gehaltstrends von 2,75 % bewertet. Die Berechnung der Jubiläumsrückstellungen zum 31. Dezember 2014 erfolgte auf der Grundlage der Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck ("Richttafeln 2005 G"). Die Bewertung der Altersteilzeit verpflichtungen wurde gemäß der IDW Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 18. November 1998 durchgeführt. Dabei wurden ein Rechnungszinssatz von 2,91 % sowie ein Gehaltstrend von 2,75 % zugrunde gelegt. Die Restlaufzeit der Altersteilzeitverpflichtungen liegt bei zehn Monaten. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Insbesondere sind alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen enthalten. Zukünftige Kosten- und Preisänderungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen fristadäquaten Zinssätzen abgezinst. Gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, künftig nicht mehr zulässige Rückstellungen beizubehalten. Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen, die aus der Anwendung des bilanzorientierten Temporary-Konzepts gemäß BilMoG resultieren, auf Ebene der Organträgerin YARA GmbH & Co. KG, auf Basis des Gewerbesteuersatzes von 12,39 % gebildet. Währungsumrechnung Transaktionen der Gesellschaft, die in einer Fremdwährung erfolgen, werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Zugangs umgerechnet. Sämtliche kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden, soweit sie nicht durch Termingeschäfte gedeckt sind, mit dem höheren bzw. niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Daraus resultierende Gewinne und Verluste aus Kursänderungen finden Berücksichtigung. Langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung bestanden am Bilanzstichtag nicht. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden unter Beachtung des Realisationsprinzips und nach Abzug der Umsatzsteuer sowie Erlösschmälerungen periodengerecht erfasst. Der Zinsanteil aus den Veränderungen der Pensionsrückstellungen, der Altersteilzeitrückstellung und der Jubiläumsrückstellung wird im Finanzergebnis ausgewiesen. III. Erläuterungen zur Bilanz des Berichtsjahres Für die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr verweisen wir auf die Anlage zum Anhang. Die Vorräte (TEUR 2.539; Vorjahr: TEUR 2.769) setzen sich aus fertigen Erzeugnissen und Waren (TEUR 1.171; Vorjahr: TEUR 1.256), Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (TEUR 1.244; Vorjahr: TEUR 1.070) sowie geleisteten Anzahlungen (TEUR 124; Vorjahr TEUR 443) zusammen. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 5.572; Vorjahr: TEUR 6.675) haben TEUR 122 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 14.031; Vorjahr: TEUR 11.230) resultieren im Wesentlichen aus Cash Pool-Guthaben bei der Yara International ASA (TEUR 12.286; Vorjahr: TEUR 10.302) und aus Forderungen gegen den Gesellschafter aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 1.593. Die Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 88; Vorjahr: TEUR 282) haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 47; Vorjahr: TEUR 40) enthalten im Wesentlichen Zahlungen an den Bochumer Verband für das Jahr 2015. Das Gezeichnete Kapital von TEUR 52 ist unverändert. Die Kapitalrücklage von TEUR 16.995 ist unverändert. Der Sonderposten von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 123) umfasst Investitionszuschüsse. Sie werden auf Basis der Restnutzungsdauer der Vermögensgegenstände über die Sonstigen betrieblichen Erträge erfolgswirksam aufgelöst. Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.394 (Vorjahr: TEUR 2.408) betreffen im Wesentlichen mit TEUR 1.150 (Vorjahr: TEUR 1.247) die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen, mit TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 826) den Personalbereich, eine Rückbauverpflichtung in Höhe von TEUR 330 (Vorjahr: TEUR 270), eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 0) sowie eine Gewährleistungsrückstellung in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 31). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden nicht abgezinst, Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen lagen in diesem Jahr in Höhe von TEUR 921 vor (Vorjahr: TEUR 712). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.486; Vorjahr: TEUR 1.465) bestehen im Wesentlichen gegenüber inländischen Lieferanten und sind wie im Vorjahr sämtlich vor Ablauf eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 1.465; Vorjahr: TEUR 1.936) sind, wie im Vorjahr, sämtlich vor Ablauf eines Jahres fällig. Es bestehen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Yara Gas B.V., Vlaardingen, Niederlande, mit TEUR 765 (Vorjahr: TEUR 451), der YARA Brunsbüttel GmbH, Büttel, mit TEUR 382 (Vorjahr: TEUR 364) sowie der Yara Norge AS, Porsgrunn, Norwegen, mit TEUR 190; (Vorjahr: TEUR 338). Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der YARA GmbH & Co. KG, Dülmen, bestehen in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 176). Die Sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 211; Vorjahr: TEUR 186) bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 82) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 67). Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Pensions-Sicherungs-Verein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 55) und die Verbindlichkeiten aus Steuern stellen ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lohnsteuer in Höhe von TEUR 86 dar (Vorjahr: TEUR 82). Verbindlichkeitsspiegel nach Restlaufzeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres Umsatzerlöse
Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie andere aktivierte Eigenleistungen
Die Sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.687; Vorjahr: TEUR 1.395) enthalten im Wesentlichen Erträge aus Dienstleistungen (TEUR 1.477; Vorjahr: TEUR 1.265), Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 112; Vorjahr: TEUR 42), Auflösungen aus Rückstellungen (TEUR 53; Vorjahr: TEUR 68) sowie Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 4). Materialaufwand
Personalaufwand
Die Abschreibungen (TEUR 2.456; Vorjahr: TEUR 2.439) betreffen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (TEUR 45; Vorjahr: TEUR 45) sowie Abschreibungen auf Sachanlagen (TEUR 2.411; Vorjahr: TEUR 2.394). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 13.473; Vorjahr: TEUR 13.451) beinhalten im Wesentlichen Ausgangsfrachten (TEUR 6.920; Vorjahr: TEUR 6.800), Aufwendungen für Konzerndienstleistungen (TEUR 2.303; Vorjahr: TEUR 2.815), Fremdleistungen (TEUR 2.184; Vorjahr: TEUR 1.608), Mieten und Pachten (TEUR 926; Vorjahr: TEUR 925), Beratungskosten (TEUR 270; Vorjahr: TEUR 257), Reise- und Bewirtungskosten (TEUR 257; Vorjahr: TEUR 225) sowie Kommunikationskosten (TEUR 234; Vorjahr: TEUR 205). Es fielen TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) realisierte Kursverluste an. Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen die Zinsaufwendungen für die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 542), für die Jubiläumsrückstellung in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 11) und für die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 8) sowie die sonstige Zinsen und ähnlichen Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 51). Die S onstigen Steuern betreffen im Wesentlichen Energiesteuern (TEUR 50; Vorjahr: TEUR 71). V. Sonstige Pflichtangaben Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Als einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft waren bestellt: Herr Jakob Hornberger, Dipl.-Wirtschaftsingenieur, Königswinter, ist hauptberuflich als Geschäftsführer der Gesellschaft tätig. Herr Diplom-Kaufmann Torsten Sothmann, LL.M., Prokurist der YARA Verwaltungs GmbH, Senden, ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Bezüglich der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Erleichterungsregel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Für ehemalige Geschäftsführer wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 851gebildet. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Abschlussstichtag bestand ein Haftungsverhältnis aus Mithaftung aus Pensionsverpflichtungen der Bayer Schering Pharma AG (vormals: Schering Deutschland Holding AG bzw. Asche AG) in Höhe von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 157). Aufgrund der Bonität der Verpflichteten und der Erfahrungen der Vergangenheit ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu errechnen. Aus den wesentlichen langfristigen Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die in folgender Höhe in den nachfolgenden Geschäftsjahren fällig werden:
Der Abschlussprüfer berechnet für das Geschäftsjahr 2014 ein Gesamthonorar in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 41) einschließlich einer Auslagenerstattung in Höhe von circa TEUR 2. Für andere Bestätigungsleistungen erhielt der Abschlussprüfer in 2014 TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 10).
Bad Hönningen, den 19. März 2015 YARA Industrial GmbH Die Geschäftsführung Jakob Hornberger Torsten Sothmann AnlangenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014YARA Industrial GmbH, Bad Hönningen
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der YARA Industrial GmbH, Bad Hönningen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der YARA Industrial GmbH, Bad Hönningen, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 31. Juli 2015 Deloitte
& Touche GmbH
gez. Feldhoff, Wirtschaftsprüfer gez. Neuhaus, Wirtschaftsprüferin |
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