Stammdaten

Register
Amtsgericht Marburg HRB 1575
Eingetragen
21.10.1987
Branche
Großhandel mit TextilienGroßhandel mit BekleidungEinzelhandel mit Textilien
Gegenstand
Der Groß- und Einzelhandel mit Textilien, Schreib- und Spielwaren und sonstigen ählichen Gütern des täglichen Bedarfs.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Krug
seit 12.8.2002
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Begro R. Krug GmbH

Marburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Gesellschaft ist im Textileinzelhandel - schwerpunktmäßig mit den Warengruppen Damen-, Herren- und Kinderbekleidung sowie Sporttextil und Hartware - tätig. Darüber hinaus ist sie im Fachhandel mit Schreib- und Spielwaren sowie Produkten im Bereich von Baby- und Kinderausstattung vertreten.

2. Standorte

Die Ausrichtung unserer Betätigung ist regional strukturiert. Neben unserem Haupthaus unterhalten wir weitere Filialen. An unserem Hauptstandort im Kaufpark Marburg-Wehrda befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu unserem Modehaus mit angeschlossenem Verwaltungssitz eine Sporthaus-Filiale. Weitere Sporthäuser befinden sich in Gießen, Schmallenberg und Herborn.

An den Standorten Biedenkopf, Bad Berleburg, Gladenbach und Dillenburg werden Sportabteilungen unter unserer Marke "INTERSPORT Begro" durch ein nahestehendes Unternehmen betrieben, das diese Abteilungen in seinem Modehaus integriert hat.

Am Standort Limburg wird ein weiteres Sporthaus durch eine Tochtergesellschaft betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 lag der Nettoumsatz im Bekleidungseinzelhandel in Deutschland bei rd. EUR 26,5 Mrd. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von rd.

2 %. Der Umsatz mit Textilien und Bekleidung im deutschen Einzelhandel insgesamt, beläuft sich auf rd. EUR 67,1 Mrd. gegenüber EUR 63,8 Mrd. im Vorjahr. Die Damenbekleidung nimmt mit rd. EUR 37,6 Mrd. hierbei den größten Anteil an. Danach folgen Herren- (EUR 21,4 Mrd.) und Kinderbekleidung (EUR 8,1 Mrd.) Die Umsatzentwicklung im stationären Textil- und Bekleidungseinzelhandel in Deutschland ging in den Jahren 2008 bis 2022 jeweils im Vergleich zum Vorjahr zurück, konnte sich im Geschäftsjahr 2023 aber trotz der Nichterreichung des Vor- Corona-Umsatzes wieder positiv behaupten.

Der Online-Handel mit Bekleidung und Schuhen in Deutschland hatte im Jahr 2022 insgesamt rd. EUR 21,3 Mrd. umgesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Umsatz rd. 18,5 Mrd., welches einem Rückgang von 13 % entspricht.

2. Geschäftsverlauf

Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 ist leicht angestiegen, der Wareneinsatz ist leicht rückläufig. Es wurde ein Rohergebnis von TEUR 13.832 gegenüber TEUR 14.054 im Vorjahr erwirtschaftet. Anzumerken ist, dass im Vorjahr ein Sondereffekt aus der Auflösung der Pensionsrückstellungen (TEUR 476) enthalten war. Bereinigt um diesen Effekt ist das Rohergebnis in 2023 um TEUR 254 gestiegen. Die Personalaufwendungen sind bezogen auf den Umsatz leicht angestiegen (+ 3,2 %), demgegenüber konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduziert werden (- 2,8 %).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt TEUR 2.293 gegenüber TEUR 2.473 im Vorjahr.

3. Beschaffungsmarkt

In der Zusammenarbeit mit verschiedenen Einkaufsverbänden sehen wir weiterhin die Chance, dem unverändert hohen Kostendruck in unserem Segment zu begegnen. Die Entwicklung der Einkaufsbedingungen ist insbesondere in Bezug auf die erzielbaren Konditionen für Unternehmen unserer Größenordnung günstiger als bei kleineren Betrieben.

4. Investitionen

Die wesentlichen Investitionen sind im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen worden. Neben neuen Böden wurden u.a. die Lichtsysteme sowie die Ladeneinrichtungen erneuert, wobei ein Teil als Erhaltungsaufwand sofort ergebniswirksam gebucht worden ist. Ein nennenswerter Teil der Maßnahmen in den Häusern in Marburg und Gießen wurde bereits im Vorjahr begonnen (geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau) und im Geschäftsjahr 2023 vollumfänglich abgeschlossen.

5. Lage

Die Vermögenssituation der Gesellschaft kann auch im abgelaufenen Geschäftsjahr als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Abschlussstichtag 80,9 % (Vorjahr: 75,9 %) und liegt damit weiterhin auf einem ansprechenden Niveau.

Die Liquidität der Gesellschaft war und ist jederzeit so bemessen, dass alle anstehenden finanziellen Transaktionen abgewickelt werden können. Die flüssigen Mittel beziffern sich auf TEUR 12.745 (Vorjahr: TEUR 12.165), so dass die Finanzlage weiterhin als stabil bezeichnet werden kann.

Auch die Ertragslage bleibt im Geschäftsjahr 2023 positiv und im Vergleich zum Vorjahr weitgehend konstant. Das positive EBIT von TEUR 2.293 hat sich in einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.657 gegenüber TEUR 1.765 im Vorjahr niedergeschlagen.

Im Vorjahreslagebericht ist die Geschäftsführung von einer vergleichbar bis leicht steigenden Umsatzentwicklung und einem dreistelligen positiven Ergebnis ausgegangen. Der Umsatz hat das Niveau von Vor-Corona auch im Geschäftsjahr 2023 noch nicht annährend erreicht. Dennoch haben sich unsere Erwartungen bzgl. der Umsatzentwicklung bestätigt. Erfreulicherweise hat sich das Jahresergebnis nicht deutlich verschlechtert, sondern konnte in absoluten Zahlen gemessen auf einem ähnlichen Niveau weitgehend gehalten werden. Ob diese Entwicklung im Jahr 2024 andauern wird, ist fraglich, dennoch wird derzeit noch von ähnlichen Ergebnissen wie im Jahr 2023 ausgegangen.

6. Nachhaltigkeit

Aktuell wird in Zusammenarbeit mit der INTERSPORT eG, Heilbronn, eine Nachhaltigkeitsstrategie für den gesamten INTERSPORT-Verbund entwickelt, welche die Standorte der Mitglieder und ihre nachhaltigen Sortimente noch stärker in den Fokus der Kunden rückt. Die Notwendigkeit des Handelns in dem Bereich wird einerseits immer drängender und bietet andererseits auch große Chancen für uns als Begro R. Krug GmbH am Markt und beim Kunden.

7. Belegschaft

In den letzten beiden Jahren hatte sich der Personalstand in Folge der Corona-Krise verringert. Dieser Trend hat sich nicht fortgesetzt, so dass sich der Personalstand im Jahresdurchschnitt um eine Person auf 183 erhöht hat. Die Ausbildungsquote ist mit neun Auszubildenden weiterhin hoch.

8. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Die Gesellschaft besitzt eine gute Marktpositionierung und positive Entwicklungschancen. Wir gehen weiterhin mittel- bis langfristig von einer stabilen Ertragslage aus.

III. Prognosebericht, Chancen und Risikobericht

1. Prognosebericht

Grundsätzlich besteht derzeit eine schwierige Gemengelage. Die aktuellen Kriege in der Welt und auch der Inflationsdruck bergen, unabhängig ob stationärer Handel oder Online, Risiken für die Modeindustrie. Hinzu kommen Konjunkturrisiken mit der Folge, dass die Bereitschaft der Kunden Geld für neue Kleidung auszugeben, sinkt. Hier besteht ein nicht zu unterschätzendes Risiko für den Handel.

Wir gehen derzeit dennoch von Umsatzerlösen auf dem aktuellen Niveau aus. Das Vor-Corona Niveau wird aber aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Gemengelage derzeit eher nicht zu erreichen sein. Das Jahresergebnis sollte sich nach unseren Erwartungen tendenziell ebenfalls auf einem vergleichbaren Niveau wie im Jahr 2023 bewegen.

Die Energiekosten sind zurzeit nicht weiter angestiegen, sondern werden für die Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr wieder günstiger. Da die Erwartungen an die Vertragserfüllung in der Vergangenheit mit möglichen Unsicherheiten verbunden war, wurden die Bezugspreise auf mittelfristige Laufzeiten fixiert. Die Geschäftsführung geht nun davon aus, dass die Energiekosten kurzfristig nicht wieder steigen werden. Dies wird grundsätzlich positive Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft haben.

Wesentliche Änderungen in der Geschäftspolitik sind keine geplant. Unser stetiges Ziel ist die Stärkung und Ausweitung unserer Marktposition. Neben regionalen Erweiterungen werden wir unsere Filialen dem Kundenwunsch entsprechend beständig weiterentwickeln (z.B. Shop-in-Shop-Lösungen). Bewährtes, wie die kompetente Beratung durch unsere Mitarbeiter und die exzellente Servicequalität, wollen wir erhalten.

Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens beurteilen wir bei summarischer Betrachtung weiterhin positiv.

2. Chancen und Risikobericht

Die Umsatzentwicklung im traditionellen Facheinzelhandel und die zunehmende Bedeutung des Internethandels und der sozialen Netzwerke prägen die Modebranche seit Jahren und sorgen gleichzeitig für eine fortgesetzte Intensivierung des Wettbewerbs. Das Konsumverhalten und die Wertvorstellungen der Verbraucher ändern sich in zunehmend kürzeren Zeitabständen, was den stationären Einzelhandel ständig vor neue Herausforderungen stellt.

Der bereits seit einigen Jahren anhaltende Trend zur Gesunderhaltung der Menschen stellt grundsätzlich eine wichtige Nachfragestütze und dementsprechende Chancen für das Unternehmen dar. Die Themen Gesundheit und Fitness sind weiterhin im Fokus unserer Kunden. Aufgrund der hohen Inflation im Vorjahr und der aktuell daraus folgenden höheren Lebenshaltungskosten haben unsere Kunden jedoch vielfach weniger Geld zur Verfügung. Dies schlägt sich auch im Kaufverhalten nieder.

Die Geschäftsführung aktualisiert laufend die Zielgruppendefinitionen und passt die Sortimente entsprechend an. Komparative Vorteile versucht die Begro R. Krug GmbH über erstklassige Dienstleistungen, eine hohe Kundenorientierung und über einen besonderen Sortimentsmix zu erreichen. Änderungen im Konsumentenverhalten erfordern die stetige Ausrichtung des Vertriebskonzepts an die Ansprüche der Kunden bezüglich Sortimente und Services. Dies ist naturgemäß hinsichtlich ihrer Akzeptanz mit Chancen aber auch nicht unbeachtlichen Risiken verbunden.

Neben den auch in der Unternehmensgruppe Krug & Begro zunehmend wichtigeren Online-Aktivitäten stellen unsere Bekleidungs- und Sporthäuser weiterhin das Herzstück unseres Unternehmens, und somit auch unsere wesentliche Chance für die Zukunft, dar. "INTERSPORT Begro" ist einer der bedeutendsten Sportartikel-Anbieter im Raum Mittelhessen. Wir verfolgen das Ziel, unseren Kunden ein heimatnahes und unkompliziertes Shoppingerlebnis zu bieten, welches nicht durch mühsame Verkehrswege, knappe Parksituationen und einem knappen Sortiment getrübt wird. Die großzügigen Ladenflächen unserer Filialen ermöglichen uns die Darbietung eines in der Region überdurchschnittlich umfangreichen Sortiments verschiedenster Sportarten.

Unter dem Motto "BEST IN SPORTS" greifen wir seit Jahren in unseren Sporthäusern das CI der INTERSPORT auf, um uns bewusst als führendes Einzelhandelsunternehmen der Region zu positionieren. Unserer hohen Kompetenz in den Segmenten Urban Sport (Running, Training, Fitness, Teamsport), Outdoor Sport und Wintersport soll dadurch verstärkt Ausdruck verliehen werden und uns weiter von anderen Sportanbietern der Region abgrenzen. In den damit einhergehenden Investitionen stecken naturgemäß Risiken hinsichtlich der Akzeptanz der Kunden.

Weitere Risiken liegen insbesondere in der weiteren Ausweitung des preisaggressiven Internethandels durch verschiedenste Versandhändler. Die damit einhergehende Preistransparenz erfordert eine aus Kundensicht zunehmend attraktivere Preisgestaltung unsererseits. Unserem Kostenmanagement und der Optimierung interner Prozesse kommt somit eine weiter steigende Bedeutung zu, damit wir auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben können. Besondere Risiken sind aktuell jedoch nicht ersichtlich.

Zunehmende Bedeutung im Wettbewerb bekommt das Angebot von augenscheinlich preiswerter Ware in Teilen des Sortiments, insbesondere in den Bereichen Outdoor und Fitness, bei branchenfremden Anbietern wie SB-Warenhäusern oder Lebensmittel-Discountern. Diese führen Sportartikel häufig in Form von Saisonware für einen werbeseitig begrenzten Zeitraum, teilweise aber auch dauerhaft im Sortiment. Dieser Entwicklung wollen wir weiterhin mit unserer starken Marktposition als Fachgeschäft durch die bei uns verfügbare Produktvielfalt, die ebenfalls preiswerte und auch qualitativ hochwertige Eigenmarken umfasst, begegnen. Dieses Angebot sowie die kompetente Beratung und den umfangreichen Service durch unsere Mitarbeiter sowie die verkehrsgünstig gelegenen Standorte unserer Häuser bieten dem Kunden einen echten Mehrwert.

Finanzwirtschaftliche Risiken werden keine gesehen, da die Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens derzeit sehr positiv ist. Sofern erforderlich stehen darüber hinaus ausreichende Kontokorrentlinien zur Verfügung.

 

Marburg, den 1. Oktober 2024

Renate Krug

Markus Krug

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 259.530,00 300
II. Sachanlagen 1.590.185,00 1.438
III. Finanzanlagen 2.846.759,95 2.597
4.696.474,95 4.335
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 3.585.083,00 3.457
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 694.407,54 1.032
Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 102.638,83 (102)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 12.744.985,14 12.165
17.024.475,68 16.654
C. Rechnungsabgrenzungsposten 67.445,00 57
21.788.395,63 21.046

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300
II. Gewinnvortrag 15.667.434,16 13.902
III. Jahresüberschuss 1.657.484,54 1.765
17.624.918,70 15.967
B. Rückstellungen 846.265,04 869
C. Verbindlichkeiten 3.317.211,89 4.210
Davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.967.211,89 (3.160)
Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 350.000,00 (1.050)
21.788.395,63 21.046

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 13.831.663,62 14.054
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.909.638,06 -3.812
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -795.266,74 -744
Davon für Altersversorgung: EUR -46.316,96 (-34)
-4.704.904,80 -4.556
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -445.896,11 -454
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.388.089,29 -6.571
-11.538.890,20 -11.581
2.292.773,42 2.473
5. Erträge aus Beteiligungen 13.535,16 12
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.685,00 3
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 127.032,40 50
Davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 8.869,50 (8)
148.252,56 65
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -17.586,87 -36
Davon aus Aufzinsung: EUR -2.418,87 (-13)
130.665,69 29
2.423.439,11 2.502
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -757.856,94 -732
10. Ergebnis nach Steuern 1.665.582,17 1.770
11. Sonstige Steuern -8.097,63 -5
12. Jahresüberschuss 1.657.484,54 1.765

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Begro R. Krug GmbH hat ihren Sitz in Marburg. Sie wurde in das Handelsregister beim Amtsgericht Marburg unter HR B 1575 eingetragen.

Die Begro R. Krug GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Sie nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des HGB für die Aufstellung und Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben.

Für den erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert wurde eine Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt, welche der Laufzeit des Mietvertrags der genutzten Immobilie entspricht.

2. Die Bewertung der Gegenstände des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren für das bewegliche Sachanlagevermögen sind die Abschreibungen nach der degressiven mit Übergang zur linearen und der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen worden. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

3. Der Ansatz der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Von der Gesellschaft gewährte Darlehen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Tilgungszahlungen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

4. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Lifo-Methode angewendet. Zur verlustfreien Bewertung und zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind entsprechende Abschläge berücksichtigt.

5. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag bilanziert. Den in den Forderungen und den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Risiken ist durch Bildung von angemessenen Wertberichtigungen Rechnung getragen worden.

6. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält kurz- mittel- und langfristige Abgrenzungen.

7. Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet worden. Die zugrundeliegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Bewertungsverfahren Projected-Unit-Credit Methode
Rechnungsgrundlagen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck
Rechnungszins 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %)

Ein Renten- und/oder Gehaltstrend war nicht zu berücksichtigen.

Als Rechnungszins für die Pensionsrückstellungen wurde der von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichte Zehn-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2023 bei einer Laufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt (Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 5. Hieraus ergibt sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 5.

Die Gesellschaft macht von der Möglichkeit des Wahlrechts aus der Veränderung des Rechnungszinses Gebrauch und hat den Differenzbetrag aus Dienstzeitaufwand und den im Geschäftsjahr erbrachten Leistungszahlungen im operativen Ergebnis als Personalaufwand erfasst.

Die gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Vermögensgegenstände (sog. verrechenbares Planvermögen) und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge sind aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich:

Rückstellungen für Pensionen EUR
Anschaffungskosten der verrechneten Beteiligung 419.993
Anschaffungskosten der verrechneten Rückdeckungsversicherung 245.737
(davon verrechnet mit Rückstellungen) 665.730
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Beteiligung 1) 419.993
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Rückdeckungsversicherung 245.737
(davon verrechnet mit Rückstellungen) 665.730
Erfüllungsbetrag der Rückstellung 824.716
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen 14.846
Ertrag aus der verrechneten Rückdeckungsversicherung 12.777

1) Der beizulegende Zeitwert der Beteiligung konnte nicht ermittelt werden, da die Beteiligung (Fondanteile) nicht aktiv gehandelt wird. Hilfsweise wurden daher die Anschaffungskosten zugrunde gelegt.

Für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist. Die Bewertung erfolgte zum notwendigen Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2023 abgezinst worden.

8. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 284 Abs. 3 HGB nach der sog. Bruttomethode und ist aus der Anlage zum Anhang ersichtlich.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Enthalten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 101).

Des Weiteren besteht eine einzelwertberichtigte Darlehensforderung an ein verbundenes Unternehmen, für welches ein Rangrücktritt erklärt worden ist.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind noch nicht verrechenbare Vorsteuern, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen, in Höhe von TEUR 95 ausgewiesen.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 2 gegenüber Gesellschaftern.

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren.

4. Haftungsverhältnisse

(Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen)

Im Rahmen einer abgeschlossenen Kreditrahmenvereinbarung über EUR 1 Mio. haftet die Gesellschaft gesamtschuldnerisch für die Inanspruchnahme der Kontokorrentkreditlinie durch nahestehende Unternehmen. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Inanspruchnahmen aus dem Kontokorrentkredit.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen resultiert bis 2030 ein Gesamtobligo von TEUR 14.624, das wie folgt fällig wird:

TEUR
2024 2.848
2025 - 2028 10.633
2029 f. 1.143
14.624

Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken aus diesen Verträgen.

IV. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 unter Einbeziehung des bestehenden Gewinnvortrags auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 174 172
Auszubildende 9 10
183 182

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023

 

Frau Großhandelskauffrau Renate Krug, Breidenbach, und

 

Herr Einzelhandelskaufmann Markus Krug, Breidenbach.

3. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist an folgenden Unternehmen unmittelbar beteiligt:

Eigenkapital zum 31.12.2023 Ergebnis 2023 Kapital-Anteil
EUR EUR %
Begro Sport Limburg GmbH, Marburg 918.556,67 -31.525,20 100,00
Begro Online Shop GmbH & Co KG, Marburg -774.409,57 -118.027,86 100,00
Begro Online Shop Verwaltungs GmbH, Marburg 25.894,89 506,31 100,00
duo schreib & spiel Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vertriebs KG, Berlin 3.191.416,14 141.896,55 0,36
Gießen 46ers GmbH & Co KG, Gießen * 407.957,50 k.A. k.A

* Eigenkapital zum 30. Juni 2022

 

Marburg, den 1. Oktober 2024

Renate Krug

Markus Krug

Brutto - Anlagengitter

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
U = Umbuchung
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 494.575,57 29.558,54 0,00 524.134,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 357.000,00 0,00 0,00 357.000,00
851.575,57 29.558,54 0,00 881.134,11
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 169.213,01 0,00 0,00 169.213,01
U 440.469,09
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.622.078,75 527.806,48 415.963,13 10.174.391,19
U 440.469,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 440.469,09 0,00 0,00 0,00
U 440.469,09 U 440.469,09
10.231.760,85 527.806,48 415.963,13 10.343.604,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 420.099,44 0,00 0,00 420.099,44
2. Beteiligungen 361.821,19 0,00 0,00 361.821,19
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 250.750,00 250.000,00 0,00 500.750,00
4. Sonstige Ausleihungen 2.411.806,51 0,00 0,00 2.411.806,51
3.444.477,14 250.000,00 0,00 3.694.477,14
U 440.469,09 U 440.469,09
Insgesamt 14.527.813,56 807.365,02 415.963,13 14.919.215,45
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 414.563,57 34.490,54 0,00 449.054,11
2. Geschäfts- oder Firmenwert 136.850,00 35.700,00 0,00 172.550,00
551.413,57 70.190,54 0,00 621.604,11
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 169.211,01 0,00 0,00 169.211,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.624.442,75 375.705,57 415.940,13 8.584.208,19
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.793.653,76 375.705,57 415.940,13 8.753.419,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.999,00 0,00 0,00 24.999,00
2. Beteiligungen 309.468,19 0,00 0,00 309.468,19
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 13.250,00 0,00 0,00 13.250,00
4. Sonstige Ausleihungen 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
847.717,19 0,00 0,00 847.717,19
Insgesamt 10.192.784,52 445.896,11 415.940,13 10.222.740,50
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen 75.080,00 80.012,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 184.450,00 220.150,00
259.530,00 300.162,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2,00 2,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.590.183,00 997.636,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 440.469,09
1.590.185,00 1.438.107,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 395.100,44 395.100,44
2. Beteiligungen 52.353,00 52.353,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 487.500,00 237.500,00
4. Sonstige Ausleihungen 1.911.806,51 1.911.806,51
2.846.759,95 2.596.759,95
Insgesamt 4.696.474,95 4.335.029,04

Bescheinigung zum offenzulegenden Jahresabschluss und Lagebericht

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Begro R. Krug GmbH, Marburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Begro R. Krug GmbH, Marburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Begro R. Krug GmbH, Marburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dillenburg, den 2. Oktober 2024

WESTTREU GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Droste, Wirtschaftsprüfer

Schlappig-Klockhaus, Wirtschaftsprüferin"

Eine Verwendung oder Weitergabe der obigen Bescheinigung zum offenzulegenden Jahresabschluss und Lagebericht bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bescheinigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unsere Bescheinigung zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 22. November 2024 festgestellt.

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