Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 34489
Vorher
TimoCom Soft- und Hardware GmbH
Eingetragen
14.4.1997
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareGroßhandel mit Tabakwaren
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von Software- und Hardwareprodukten der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) einschließlich aller hiermit in Zusammenhang stehenden Geschäfte; die außergerichtliche Einziehung von Forderungen (Führung eines Inkassobüros) und der geschäftsmäßige Erwerb von Forderungen zum Zweck der Einziehung auf eigene Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Tim Timon Thiermann
seit 14.12.2015
Geschäftsführer
Jens Thiermann
seit 29.1.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
96.54%
T** T**** T********
1.15%
1.15%

Gesellschafter
Beta

4 von 5 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
TN Holding GmbH
Germany
50.40%
Jens Gerhard Thiermann
Erkrath
46.14%
T** T**** T********
1.15%
S*** G****** T********
1.15%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TIMOCOM GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

A. Allgemeine Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft

Der Ukraine-Krieg und dessen Auswirkungen stellten Europa, und in besonderem Maße Deutschland, vor große wirtschaftliche Herausforderungen. Die Energiepreise stiegen seit Beginn des Krieges im Frühjahr 2022 kräftig. Die deutliche Einschränkung russischer Erdgaslieferungen haben die Inflation weiter angeheizt. Dies belastet Haushalte und Unternehmen massiv und trübt den konjunkturellen Ausblick deutlich ein. Zusammen mit spürbaren Fachkräfteengpässen verlangsamt dies die konjunkturelle Erholung. Aufgrund der veränderten geopolitischen Situation sind Deutschland und Europa zusätzlich mit einer neuen Realität konfrontiert. Mittel- bis langfristige Herausforderungen wie die Dekarbonisierung, die demografische Alterung und die Stabilität der Wirtschafts- und Währungsunion müssen weiter vorangetrieben werden.

Die beschriebenen Rahmenbedingungen und Herausforderungen sind auch an der Logistikbranche nicht spurlos vorüber gegangen. Als Folge des Ukraine-Krieges kam es vermehrt zu Warenverfügbarkeitseinschränkungen in allen Teilen der Welt, was Unternehmen aus Industrie und Handel dazu veranlasste, verfügbare Waren anzuhäufen und einzulagern. Dadurch stieg die Nachfrage nach Transporten und Lagerflächen.

Zudem führten die gestiegenen Treibstoffkosten sowie der weiterhin bestehende Mangel an Lkw-Fahrerinnen und -Fahrern zu höheren Lohnkosten und Laderaumknappheit, was zu deutlich gestiegenen Preisen im Straßengüterverkehr beitrug. Mit 13,4 Prozent war der Anstieg im Straßengüterverkehr 2022 am größten (2021: 2,6 Prozent). Dies war zugleich der größte Preissprung in dem Bereich seit Beginn der Datenerhebung 2006. Die bisher höchste Steigerungsrate hatte es von 2007 auf 2008 mit 3,9 Prozent gegeben. Im Schlussquartal 2022 wurde mit plus 15,5 Prozent zum Vorjahresquartal ein neuer Höchstwert erreicht. Ebenfalls stark angestiegen waren 2022 die Preise im Speditionsgewerbe (12,1 Prozent).

Diese Entwicklung schwächte allerdings im letzten Jahresviertel ab, da sich die Lieferketten normalisierten und es kam zu Preisrückgängen.

Produkte

Im Jahr 2022 wurde der TIMOCOM Roadfreight Marketplace sowohl funktional wie auch technisch weiterentwickelt. Die Modernisierung der eingesetzten Technologien wurde intensiv fortgeführt, mit dem Ziel einer einheitlichen technologischen Basis. Funktional wurde der Marktplatz kontinuierlich entlang des Transportprozesses erweitert. Hervorzuheben sind hier der Go-Live unseres Bewertungssystems sowie die fortschreitende digitale Unterstützung der Anbahnungsphase durch die Entwicklung der Preisvorschlagsfunktion. Im Rahmen einer Partnerschaft werden zusätzlich nun auch Transportversicherungen angeboten. Seit Mitte 2022 bedient TIMOCOM das neue Geschäftsfeld Real-Time-Visibility, über das am Transport beteiligte Unternehmen gemeinsam eine Live-Sendungsverfolgung in Echtzeit vornehmen können. Durch die Bereitstellung einer einheitlichen API für alle Schritte des Transportprozesses wird eine zunehmende Integration des Marktplatzes in Drittsysteme vorangetrieben. Die Entwicklung eines modernen Logins zum TIMOCOM Roadfreight Marketplace konnte abgeschlossen werden, so dass dieser allen TIMOCOM Kunden zur Verfügung steht.

Gemeinnütziges Engagement

TIMOCOM konnte sich auch im Jahr 2022 gemeinnützig engagieren. Unter anderem bei dem Aktionstag der Wirtschaft, der Bereitstellung des Gebäudekomplexes B als Impfzentrum der Stadt Mettmann, einem weiteren erfolgreichen Kitajahr in TIMOs Fuchsbau (eine Kindertagesstätte unweit des TiComplexes, in der Plätze für Kinder der TIMOCOM vorbehalten sind) sowie mit Spenden für ukrainische Flüchtlinge (Renovierung und Einrichtung von 23 Wohnungen).

Darüber hinaus konnten lokale Sportvereine unterstützt, Tote-Winkel-Schulungen für Kinder angeboten, Büromaterial sowie -möbel an lokale Schulen gespendet und der TiComplex als Start- und Zielbereich für den Neandertallauf zur Verfügung gestellt werden. Auch hat sich TIMOCOM weiterhin für ein DEG-Sponsoring verpflichtet.

Als besondere Highlights konnten Helfer für den Umzug der Tafel in Erkrath bereitgestellt werden, ein Tag der offenen Tür für Schüler im TiComplex sowie eine Wunschbaumaktion durchgeführt werden (Wünsche von Kindern aus der Region konnten von einem Baum gepflückt und zu Weihnachten erfüllt werden).

B. Lage der Gesellschaft

TIMOCOM blickt erneut auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurück. Alle wesentlichen Kennzahlen konnten im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Die Steigerung der Verwaltungs- und Vertriebskosten ist im Wesentlichen auf erhöhte Werbe- und Reisekosten sowie Plattform Investitionen (Programmierkosten) zurückzuführen.

Vermögen und Eigenkapital

Das Gesamtvermögen des Unternehmens beträgt T€ 10.158,4 und besteht im Wesentlichen aus Sachanlagen (43,0 %) und Sonstigen Vermögensgegenständen (18,1 %) sowie aus dem Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (19,9 %).

Die Investitionen betrafen überwiegend die Betriebs- und Geschäftsausstattung und technische Erneuerungen.

Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag T€ 924,8 (Vorjahr T€ 177,0).

Die Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr von T€ 4.260,0 auf T€ 3.798,3 vermindert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich auf T€ 1.479,1 erhöht (Vorjahr T€ 1.184,4).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten betrugen T€ 1.117,3 (Vorjahr 1.414,8 T€).

C. Chancen und Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung

Partnerschaften und Kooperationen

Durch den weiteren Ausbau von Partnerschaften und Kooperationen besteht die große Chance, den Mehrwert des TIMOCOM Roadfreight Marketplace für den Kunden weiter zu erhöhen. Dazu gehörten u. a. Pilotprojekte mit einigen Logistikdienstleistern sowie Kooperationen mit dem Zahlungsdienstleiter JITpay und ähnlichen Mehrwertdiensten.

Produktentwicklung

TIMOCOMs großes Stichwort ist der Netzwerkausbau. Der Großteil des Erfolges von TIMOCOM beruht auf der Menge an Fracht- und Laderaumangeboten im TIMOCOM Roadfreight Marketplace. Durch gezielte Vernetzung und Eigenentwicklungen mit anderen Online-Logistik-Dienstleistern wird dieser Vorteil weiter ausgebaut. Damit kann TIMOCOM sich stärker in die Geschäftsprozesse der Kunden einbinden und eine höhere Kundenbindung erreichen. Diese Vernetzung mit anderen Systemen zur Schaffung von Mehrwerten für die Kunden wird für die TIMOCOM ein wichtiger Schritt in die Zukunft sein. Eine Herausforderung wird der für die Automatisierung und Digitalisierung notwendige Umgang mit Kundendaten sein. Dazu wurden in 2022 weitere Maßnahmen umgesetzt, die den Anforderungen des EU-DSGVO entsprechen. Das Vertrauen der Kunden in die TIMOCOM und deren korrekter Umgang mit Daten sind essenziell für die Akzeptanz der Weiterentwicklungen.

Sicherheit innerhalb des Roadfreight Marketplace

Das Risiko des Betrugs innerhalb des Systems besteht immer. Die Jahre haben gezeigt, dass dieses Risiko, durch das von TIMOCOM durchgeführte Sicherheitskonzept, so gut wie möglich eingedämmt wird. Ebenfalls wurden durch neue personalisierte Funktionen innerhalb des Systems die Möglichkeiten eines Betruges reduziert (u. a. Firmenlogos, Firmendokumente, Benutzerbilder). Projekte und daraus abgeleitete Maßnahmen zur Fraud Detection sollen das Unternehmen und seine Daten zusätzlich schützen.

Externe Risiken - Internet

Der Erfolg von TIMOCOM ist abhängig von der Nachfrage nach Fracht- und Laderaumangeboten und die Nutzung der weiteren Funktionen des angebotenen Systems. Die hohe Akzeptanz des Systems kann nicht mit letzter Sicherheit für die Zukunft unterstellt werden. TIMOCOM ist als online-basierter Softwareanbieter vom Internet abhängig. Ein instabiles Internet oder eine schwindende Akzeptanz könnte das Geschäftsmodell der TIMOCOM nachhaltig schädigen.

Betriebliche Risiken - Wettbewerb und Markt

Neben der immer bestehenden Gefahr neuer Frachtenbörsen- und Systemkonkurrenten, vor allen auf den nationalen Märkten, besteht vor dem Hintergrund Logistik 4.0 die Gefahr der Konkurrenz durch Internet-Logistik-Dienstleister mit ähnlichen Geschäftsschwerpunkten. Diese könnten über ihre Services ein ähnlich großes Netzwerk an allen am Transport beteiligten Unternehmen aufbauen und dem Kerngeschäft der TIMOCOM gefährlich werden. Dies könnte sich negativ auf den Marktanteil, Neukunden, die Wachstumschancen und/oder auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. TIMOCOM versucht diese Risiken durch Kundenbindung zu erhöhen, unter anderem durch Kooperationen, Vernetzungen und der weiterführenden Integration in die Kundenprozesse.

Infrastruktur/Softwaresysteme

Die Dienste der TIMOCOM sowie die internen Geschäftsprozesse basieren auf einer technischen Infrastruktur und einer Vielzahl erfolgskritischer Softwaresysteme wie Datenbanken, Servern, Kundenverwaltungsdatenbanken oder Statistiksystemen. Diese Infrastruktur kann vielfältigen Störungen oder Angriffen von innen und außen unterliegen. Es besteht das Risiko durch Angriffe, z. B. durch Hacker oder Schadprogramme, die die Verfügbarkeit, Sicherheit und Integrität von Daten beeinträchtigen können. Ausfälle oder Verschlechterungen unserer Services könnten das Image und das operative Geschäft von TIMOCOM nachhaltig schädigen. Es werden verschiedene Sicherheitsvorkehrungen genutzt, die auf dem neuesten Stand der Technik sind, um die Infrastruktur von TIMOCOM zu schützen. Durch die Teilung von Aufgaben werden risikobehaftete Handlungen oder Geschäftsvorfälle nicht von einem Mitarbeiter allein ausgeführt. Zugriffsbeschränkungen stellen sicher, dass Mitarbeiter nur in ihren Bereichen tätig sind. Um im Fehlerfall schnellstmöglich reagieren zu können hat TIMOCOM neben eigenem Fachpersonal auch Verträge mit Sicherheitsunternehmen. Zusätzlich arbeitet ein spezielles IT Security Team mit allen Mitarbeitern kontinuierlich an der Sensibilisierung und Sicherstellung der Umsetzung der Sicherheitsvorgaben.

Gegen Angriffe von außen schützt TIMOCOM sich mit Firewalls, aktuellen Virenscannern, Zugriffskontrollen und Penetrationstests. Als Sicherheitsmaßnahme vor Datenverlust werden die vorhandenen Datenbestände, in mehreren regional voneinander getrennten Rechenzentren, regelmäßig gespeichert.

Abhängigkeit von Lieferanten

Die Internet-Zugangsprodukte von TIMOCOM beruhen zum großen Teil auf Vorleistungen Dritter. Hauptsächlich werden derzeit Leistungen von der Deutschen Telekom AG, EU Networks, Cogent sowie HERE Europe B.V. bezogen. Insofern ist TIMOCOM auch von der Leistungsfähigkeit und den Ressourcen ihrer technischen Lieferanten abhängig. TIMOCOM minimiert dieses Risiko durch Inanspruchnahme gleichartiger Dienstleistungen parallel von mehreren Anbietern oder erarbeitet Alternativkonzepte, um im Streitfall schnellstmöglich einen Wechsel des Vorleisters durchführen zu können. TIMOCOM arbeitet bei den Prozessoptimierungen mit den Lieferanten zusammen und erhält so fortlaufend Einblicke in die Unternehmen.

Rechtliche Risiken - Geschützte Rechte

Durch Copyrights, Warenzeichen oder Patente versucht TIMOCOM Rechte und Eigentum zu schützen. Da diese Rechte nicht immer von staatlicher Seite abgesichert sind, kann ein Missbrauch von Rechten und eigenen Technologien nicht ausgeschlossen werden. Gleichermaßen könnten auch gegen TIMOCOM Ansprüche wegen Verletzung von Rechten oder Patenten geltend gemacht werden, z. B. falls Ansprüche auf intellektuelles Eigentum auf eingesetzte Technologien erhoben werden, von deren Schutz TIMOCOM keine Kenntnis hatte.

Datenschutz

TIMOCOM verwaltet die Daten von mehreren tausend Kunden auf ihren Servern. Datenschutz hat für TIMOCOM einen hohen Stellenwert und soll durch Beachtung aller rechtlichen Regelungen und den Einsatz der neuesten Technologie sichergestellt werden. Ebenfalls handelt TIMOCOM nach dem Gesetz EU-DSGVO. Um dessen Einhaltung sicherzustellen, gibt es bei TIMOCOM ein Datenschutz- und ein IT-Security-Team. Beide Teams können auf die Unterstützung eines externen Datenschutzexperten zurückgreifen.

Falls es Dritten gelingen sollte, die vielfältigen Sicherheitsmaßnahmen (siehe den Punkt Infrastruktur/Softwaresysteme) zu durchbrechen und persönliche Daten zu entwenden, könnte TIMOCOM allerdings für damit betriebenen Missbrauch haftbar gemacht werden.

Sonstige Risiken - Mitarbeiter

Die Leistungen der Mitarbeiter stellen einen wesentlichen Faktor des Erfolgs von TIMOCOM dar. Angesichts des intensiven Wettbewerbs um qualifizierte und leistungsbereite Fach- und Führungskräfte ist es nicht gesichert, dass TIMOCOM auch zukünftig in der Lage sein wird, genügend qualifizierte Fachkräfte anzuwerben, zu integrieren und zu halten. TIMOCOM begegnet diesen Risiken mit einem professionellen Recruiting und einer aktiven Personalentwicklung. Darüber hinaus hat sich TIMOCOM in der Einstellung von Fachkräften flexibler aufgestellt - die Vollzeitarbeit aus dem Homeoffice ermöglicht die Einstellung von Personal bundesweit, teilweise sogar über die Landesgrenzen hinaus.

Auch wird vermehrt darauf geachtet, Fach- und Führungskräfte in ausreichender Zahl im Unternehmen zu beschäftigen, um negative Folgen im Falle des Ausfalls von Personal in Schlüsselpositionen zu minimieren.

Qualitative und quantitative Angaben zum Gesamtrisiko

Von den erwähnten Einzelrisiken haben derzeit die Risiken in Bezug auf Wettbewerb/Markt sowie Infrastruktur/Softwaresysteme die höchste Relevanz. Sie werden durch die verantwortlichen Führungskräfte sorgfältig überwacht. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden als mittel eingestuft. Die externen und rechtlichen Risiken werden für die TIMOCOM als relevant eingeschätzt. Auf der Analyse der einzelnen Risikopositionen beruht die Aussage, dass das Geschäft der TIMOCOM derzeit keinen existenzgefährdenden Einflüssen unterliegt und das Fortbestandsrisiko für TIMOCOM folglich derzeit als eher gering einzustufen ist.

D. Sonstige Angaben

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Wachstum im Logistiksegment

Das Geschäftsklima der Verlader und Logistiker insgesamt hat sich zu Beginn 2023 auf den besten Wert seit Ausbruch des Ukraine-Krieges verbessert und befindet sich in etwa auf dem Niveau von Ende 2019. Seither liefen die Geschäfte für die Logistiker und Verlader etwas besser als in 2022. Vor allem aber hellten sich die Geschäftserwartungen auf, auch wenn die Stimmung vielerorts noch von Pessimismus geprägt ist. Die Schere zwischen der Einschätzung der aktuellen Lage und den Zukunftserwartungen schließt sich zunehmend.

Die Geschäftserwartungen der Logistikdienstleister liegen zwar unter denen der Verlader, die Logistiker äußern sich mit Blick auf die kommenden sechs Monate aber seltener wirklich besorgt. Die Geschäftslage zu Beginn des Jahres 2023 hat sich im Vergleich zum Ende des Vorjahres leicht verbessert. Für die nächsten Monate rechnen die Teilnehmenden mit einer gleichbleibenden Nachfrage.

Mit Hilfe des TIMOCOM Transportbarometers, kann die oben beschriebene Entwicklung nachvollzogen werden. Hatte sich seit September 2022 die Nachfrage nach Frachtraum stetig verringert, zeigte sich in den ersten Monaten des neuen Jahres ein leichter Aufwärtstrend. Nach Höchstwerten von über 80 Prozent Nachfrage nach Frachtraum im Sommer 2022 folgte der Abstieg auf unter 30 Prozent im Januar. Inzwischen pendeln sich Angebot und Nachfrage bei ca. 50:50 Prozent ein und es ist zu erwarten, dass das auch vorerst so bleibt. Für TIMOCOM bedeutet dies, dass sowohl auf Seiten der Auftraggeber als auch bei den Auftragnehmern wieder leichter neue Kunden geworben werden können.

Zum dritten Mal in Folge erwarten die befragten Dienstleister für 2023 zudem seltener Preissteigerungen. Der Indikatorwert für die Preisplanungen hat das niedrigste Niveau seit etwa zwei Jahren erreicht, liegt aber immer noch über dem langfristigen Durchschnitt.

Auch dies lässt sich durch Zahlen aus dem TIMOCOM Datenpool bestätigen. Die zuletzt hohen Preise für Transportdienstleistungen sind zwar deutlich gefallen, liegen aber immer über denen aus dem Jahr 2021.

Die Lagerbestände in Industrie und Handel steigen seit drei Quartalen deutlich und liegen erstmals seit 2020 wieder über dem Normalwert des Logistikindikators. In vielen Wirtschaftsbereichen gehörten der Mangel an Materialien ebenso wie die Lieferkettenschwierigkeiten der Vergangenheit an.

Insgesamt sieht man bei Nachfragern und Anbietern logistischer Leistungen einen leichten Aufwärtstrend auf verhaltenem Niveau.

Die voraussichtlich nun eintretende Erholung der europäischen Wirtschaft wird sich positiv auf die Geschäfte der TIMOCOM-Kunden auswirken. Daher ist mit einem weiteren Wachstum der Kundenzahl zu rechnen.

Unternehmensinsolvenzen

Nach zwei Jahren mit deutlichen Rückgängen mussten 2022 wieder mehr Unternehmen des Güterverkehrssektors Insolvenz anmelden als im Vorjahr. 272 Unternehmen mussten den Gang zum Amtsgericht antreten, 22 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dieser Anstieg überrascht vor dem Hintergrund, dass die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht Ende April 2021 ausgelaufen ist, nicht. Im langjährigen Vergleich ist es eine moderate Trendwende auf sehr niedrigem Niveau. 2019, dem Jahr vor der Corona-Pandemie, wurden 476 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingereicht. Der Anteil der Branche an den Insolvenzen des Gesamtmarktes hat sich im Berichtsjahr 2022 aber nochmals leicht auf 6,9 Prozent erhöht. Im Jahr zuvor lag der Anteil branchenübergreifend bei 6,7 Prozent und 2019 bei 6,4 Prozent. Der Güterverkehr hat also damit etwas schlechter als der Durchschnitt abgeschnitten. Wesentlich besser sieht die Entwicklung im Jahresverlauf 2022 aus. Während die Insolvenzen insgesamt in der zweiten Hälfte mehrere Jahreshöchststände erreichten, blieben die Anträge der Branchenunternehmen in dieser Zeit hinter denen der ersten sechs Monate zurück.

Aktuell weist also nichts darauf hin, dass signifikant viele TIMOCOM-Kunden von Insolvenz bedroht sind. TIMOCOM wird dies aber intensiv beobachten, insbesondere auch in den europäischen Ländern. Die Partnerschaft mit JITpay wird inzwischen auf immer mehr Länder in Europa ausgeweitet, so dass diese Maßnahme dabei helfen kann, Insolvenzen zu vermeiden, indem die Liquidität erhöht wird und sich damit das Konkursrisiko verringert.

Arbeitswelt

Die Digitalisierung der Arbeitswelt hat durch die Corona-Pandemie einen deutlichen Schub bekommen und Homeoffice und mobiles Arbeiten wird für weite Teile der Angestellten in der Welt eine etablierte alternative Arbeitsform bleiben. Aber auch die Arbeitsumgebung der direkt produktiven Bereiche in Industrie- und Handel werden zunehmend durch digitale Tools und Unterstützung durch Roboter verändert. Zusätzlich unterstützt wird diese Entwicklung durch den anhaltenden Mangel an Arbeitskräften in nahezu allen Bereichen und Branchen. Auch im Transportwesen fehlen mit zunehmender Tendenz Fachkräfte, insbesondere Kraft- und Busfahrer sowie Lokführer. Hier ist die Digitalisierung, sprich autonomes Fahren, welches den Lenker gänzlich ersetzen könnte, aber noch nicht so weit fortgeschritten, dass dies Entlastung auf dem Arbeitsmarkt bringen würde. Erste Versuche mit autonomen Fahrzeugen, z.B. auf abgesicherten Wegen, einzelnen Nahverkehrszügen und im direkten Umfeld logistischer Anlagen sind vielversprechend, eine Übertragung auf den öffentlichen Verkehr scheint aber noch in weiter Ferne zu liegen. Ein ähnliches Bild zeigt sich innerhalb der Logistikzentren und Lagereinrichtungen. Vieles kann mit großem Aufwand automatisiert und maschinell gesteuert werden, aber oftmals stehen die Investitionen in keinem Verhältnis zu den möglichen Einnahmen. Außerdem sind sie meist unflexibel und erst nach Jahrzehnten profitabel. Menschliche Arbeitskraft ist hier häufig immer noch die erste Wahl.

Aus diesen Gründen wird die Arbeitswelt in der Logistik auch in den nächsten Jahren stark geprägt sein von der Suche nach Fachkräften und dem Konkurrenzkampf um den Nachwuchs. Experten gehen davon aus, dass sich auch die Führungskultur und die Anforderungen der Arbeitskräfte signifikant verändern wird. Das Vorurteil, dass die weitgehend isolierte Art des Arbeitens von Angestellten zu verminderter Arbeitsleistung führe, ist längst widerlegt. Im Home/Mobile Office wird inzwischen mindestens gleich viel, wenn nicht sogar mehr gearbeitet. Der Trend zum Arbeiten außerhalb des Büros wird auch die zukünftige Organisation von Arbeitsprozessen und die Kommunikationsebenen erheblich verändern. Insbesondere wird sich die Führungskultur von Kontrolle hin zu Vertrauen wandeln. Darüber hinaus erwarten immer mehr Mitarbeiter eine größere Varianz in ihren Arbeitszeitmodellen, flexiblere Urlaubsregelungen und die Möglichkeiten auch längerfristig an anderen Orten remote arbeiten zu können.

TIMOCOM kann dieser Entwicklung gelassen entgegensehen, da bereits vor Jahren für alle Mitarbeiter die technischen und kommunikativen Rahmenbedingungen geschaffen wurden, von zuhause aus zu arbeiten. Außerdem besteht die Möglichkeit für alle, mehrere Wochen pro Jahr zum Beispiel aus dem Urlaubsort heraus zu arbeiten. Für diejenigen, die ihre Arbeit in den Räumlichkeiten der TIMOCOM verrichten möchten, wurden neue attraktive Bürobereiche geschaffen, in denen Kommunikation und Teamworking im Vordergrund stehen. Weitere Aktivitäten rund um "New Ways of Working" werden die Arbeitsbedingungen noch attraktiver machen und TIMCOM dabei helfen, die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden sowie neue Fachkräfte für sich zu gewinnen.

TIMOCOM ist bisher gut durch die Krise gekommen und musste lediglich kurz leicht erhöhte Kündigungsaufkommen sowie leichte Umsatzrückgänge verzeichnen. Dadurch begründet, wird TIMOCOM weiterhin konsequent die strategischen Handlungsfelder - Wachstum im Ausland, Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Optimierung der Geschäftsprozesse - verfolgen. Damit will TIMOCOM langfristig die Marktführerschaft bei den europäischen Frachtenbörsen sichern.

Stetige Produktverbesserungen sollen auch in 2023 die Kundenzufriedenheit steigern und die Kundenzufriedenheit erhöhen, sowie dabei helfen weitere Kundenkreise zu erschließen. Das Marketing-Budget soll in gleicher Höhe für den Neustart nach Corona genutzt werden. Insgesamt plant TIMOCOM mit einem entsprechenden Budget auf Vorjahresniveau.

TIMOCOM erwartet für 2023 einen leichten Anstieg der Umsätze und einen Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau.

 

Erkrath, den 24. August 2023

gez. Jens Thiermann

gez. Tim Thiermann

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 4.664.689,00 3.645.013,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 242.393,00 276.882,00
II. Sachanlagen 4.378.696,00 3.324.531,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.378.696,00 3.324.531,00
III. Finanzanlagen 43.600,00 43.600,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.600,00 43.600,00
B. Umlaufvermögen 3.467.693,41 3.411.826,08
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.354.882,31 2.970.689,97
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 112.811,10 441.136,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.026.011,40 1.898.183,43
Aktiva 10.158.393,81 8.955.022,51

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 924.826,56 176.998,27
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Bilanzgewinn 898.826,56 150.998,27
davon Gewinnvortrag 150.998,27 1.211.085,77
B. Rückstellungen 3.798.278,01 4.259.961,87
C. Verbindlichkeiten 5.435.289,24 4.518.062,37
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.479.116,31 1.184.408,18
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.479.116,31 1.184.408,18
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.956.172,93 3.333.654,19
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.956.172,93 3.333.654,19
Passiva 10.158.393,81 8.955.022,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 67.030.971,99 60.525.554,00
2. Abschreibungen 2.244.160,27 2.194.159,77
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.244.160,27 2.194.159,77
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 26.923.045,43 19.351.762,28
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 360,00 23.404,55
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.725,00
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.610.152,00 11.960.243,00
7. Ergebnis nach Steuern 26.250.249,29 27.042.793,50
8. sonstige Steuern 2.421,00 2.881,00
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 20.000.000,00 18.000.000,00
10. Jahresüberschuss 6.247.828,29 9.039.912,50
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 150.998,27 1.211.085,77
12. Ausschüttung 5.500.000,00 10.100.000,00
13. Bilanzgewinn 898.826,56 150.998,27

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der TIMOCOM GmbH, mit Sitz in Düsseldorf, eingetragen beim Handelsregister Düsseldorf unter der Register-Nr. HRB 34489 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und der Satzung zu beachten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 276 S. 1 HGB und § 288 S. 2 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren i.S.v. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Seit dem 01. Dezember 2015 führt die TIMOCOM NG GmbH auf der Grundlage eines Betriebsführungsvertrages den operativen Geschäftsbetrieb der TIMOCOM GmbH im Namen und auf Rechnung der TIMOCOM GmbH.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Geschäftsjahr erfolgte die Bilanzierung und Bewertung nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind, soweit entgeltlich erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich linear und zeitanteilig. Alle Zugänge von geringwertigen Wirtschaftsgütern von mehr als EUR 250,00 aber weniger als EUR 800,00 werden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert ausgewiesen. Allen risikobehafteten Posten ist, soweit sie der Höhe nach wesentlich sind, durch die Bildung angemessener Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewisse Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von einem Jahr, Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens nach Anlagengruppen wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr betrugen insgesamt TEuro 2.244,2 die kumulierten Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres betrugen TEuro 17.047,1. und am Endes Geschäftsjahres TEuro 19.096,9. Zinsen für Fremdkapital sind nicht aktiviert worden und werden deshalb im Anlagenspiegel nicht gesondert je Posten des Anlagevermögens ausgewiesen.

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.733.332,51 114.846,66 0 4.848.179,17
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.733.332,51 114.846,66 0 4.848.179,17
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 18.256,88 0 0 18.256,88
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.896.917,04 3.171.069,61 216.405,06 18.851.581,59
Summe Sachanlagen 15.915.173,92 3.171.069,61 216.405,06 18.869.838,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 43.600,00 0 0 43.600,00
Summe Finanzanlagen 43.600,00 0 0 43.600,00
Summe Anlagevermögen 20.692.106,43 3.285.916,27 216.405,06 23.761.617,64
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
Euro
Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.456.450,51 149.335,66 0 4.605.786,17
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 4.456.450,51 149.335,66 0 4.605.786,17
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 7.430,88 1.052,00 0 8.482,88
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.583.212,04 2.093.772,61 194.325,06 14.482.659,59
Summe Sachanlagen 12.590.642,92 2.094.824,61 194.325,06 14.491.142,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 17.047.093,43 2.244.160,27 194.325,06 19.096.928,64
Buchwerte
Stand 31.12.2022
Euro
Stand 31.12.2021
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 242.393,00 276.882,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 242.393,00 276.882,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 9.774,00 10.826,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.368.922,00 3.313.705,00
Summe Sachanlagen 4.378.696,00 3.324.531,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 43.600,00 43.600,00
Summe Finanzanlagen 43.600,00 43.600,00
Summe Anlagevermögen 4.664.689,00 3.645.013,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind zum Nominalwert angesetzt; das Kreditrisiko wird durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 26.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt.

Posten der Ergebnisverwendung

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von EUR 150.998,27 beträgt der Bilanzgewinn zum Ende des Geschäftsjahres EUR 898.826,56, der auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen sind in der erforderlichen Höhe gebildet worden.

In den sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren, der Höhe und Art nach ungewissen, Verpflichtungen entsprechende Rückstellungen enthalten. Sie wurden im Wesentlichen für Personalverpflichtungen und Betriebsführungsentgelte gebildet. Darüber hinaus wurden Sonstige Rückstellungen für Jahresabschlusskosten, IHK-Beiträge, Kosten für die Aufbewahrung der Geschäftsunterlagen sowie für ausstehende Rechnungen gebildet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen und Erträge sind auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

V. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr wurden neben den Geschäftsführern keine Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführer:

Jens Thiermann, Speditionskaufmann, Erkrath

Tim Thiermann, Kaufmann, Düsseldorf

VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen der Gesellschaft aus Mietverträgen und sonstigen Verträgen, für Internet, Wartung, Werbung, Versicherungen sowie für Qualitätssicherung und sonstigen Dienstleistungsverträgen. Der Gesamtbetrag der nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB beträgt rd. EUR 19,9 Mio., davon sind rd. EUR 2,8 Mio. innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einer Verpflichtung von mehr als fünf Jahren sowie außerbilanzielle Geschäfte mit Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach § 285 Nr. 3 HGB bestehen in Höhe von rd. EUR 5,6 Mio.

VII. Anteilsbesitz

Tochterunternehmen i.S.v. § 271 Absatz 2 HGB i.V.m. § 290 HGB sind:

Anteil Eigenkapital
in TEUR
Jahresergebnis
in TEUR
TimoCom S.A.S Frankreich 100,0% 884,1 85,1
TimoCom Logistica S.L. Spanien 100,0% 666,8 66,6

VIII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, und über die gemäß § 289 Abs. 2 HGB zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Erkrath, den 24. August 2023

gez. Jens Thiermann

gez. Tim Thiermann

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.08.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TIMOCOM GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der TIMOCOM GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der TIMOCOM GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen/dolosen Handlungen oder Unrichtigkeiten/Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil meines Bestätigungsvermerks.

 

Düsseldorf, 24. August 2023

Dipl.-Kfm. Mike-Alexander Tenbeck, Wirtschaftsprüfer

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