Grüner Hildburghausen GmbHLiquidiert
98646 Hildburghausen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grüner Hildburghausen GmbHHildburghausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Lagebericht der Grüner Hildburghausen GmbH, Hildburghausen, für das Geschäftsjahr 2018Grundlage des Unternehmens Die Grüner Hildburghausen GmbH ist ein Tochterunternehmen der Grüner Systemtechnik GmbH & Co. KG (kurz: Grüner Systemtechnik), Bad Überkingen-Hausen, mit Sitz in Hildburghausen. Der Fokus der Grüner Systemtechnik liegt in der Produktion von Zulieferteilen für die Automobilindustrie im Bereich Motor, Antriebsstrang, Lenkung und Strukturbauteile in verschiedenen Werkstoffen. Die Qualität der Bauteile, die notwendige Produktivität und die erforderliche Wettbewerbsfähigkeit werden ausschließlich dadurch erreicht, dass sowohl die Maschinen wie auch die sonstigen Produktionsmittel produktspezifisch durch die Grüner Systemtechnik selbst entwickelt und gefertigt werden. Die Grüner Hildburghausen GmbH ist im Wesentlichen mit der Herstellung und Verarbeitung von Bauteilen für die Grüner Unternehmensgruppe verantwortlich und nutzt hierzu die von ihr erworbenen Maschinen und Produktionsmittel. Zudem übernimmt die Gesellschaft die Materialbeschaffung und Lagerung für die Grüner Produktions GmbH, Hildburghausen. Markt- und Branchenentwicklung Die internationale Automobilkonjunktur hat sich im Laufe des Jahres 2018 weltweit sehr unterschiedlich entwickelt. In Europa konnte das hohe Vorjahresniveau mit 15,6 Mio. Einheiten trotz widriger Umstände wie WLTP-Umstellung sowie der Einführung von ersten Fahrverboten für Dieselfahrzeuge in Deutschland gehalten werden, allerdings zeigte sich zum Jahresende eine deutliche Abschwächung der Verkäufe (bspw. fast minus g Prozent im Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Der US-Markt wuchs mit einem leichten Plus von o,5 Prozent sogar auf 17,2 Mio. verkaufte PKW und Light Vehicles. In China sank das Volumen des PKW-Marktes dagegen erstmals seit Jahrzehnten wieder; hier wurden 23,3 Mio. Neufahrzeuge (minus 3,8 Prozent) verkauft, als zentraler Grund ist hier der Handelskonflikt mit den USA zu nennen. Die anderen BRIC-Staaten mit Brasilien (plus 13,8 Prozent), Indien (plus 5,1 Prozent) und Russland (plus 12,8 Prozent) entwickelten sich positiv. Das Neuwagengeschäft in Japan entsprach dem des Vorjahres. Für 2019 sind die Prognosen von großen Unsicherheiten geprägt. Ein möglicherweise harter Brexit, die US-Handelspolitik sowie die konjunkturellen Entwicklungen in China wirken zu Jahresbeginn eher belastend im Hinblick auf die Automobilkonjunktur. Nach wie vor sind die dominierenden automobilen Trends die Elektrifizierung des Antriebsstrangs, die Konnektivität, das autonome Fahren sowie das Wachstum von Mobilitäts-Sharing-Plattformen. Vor diesem Hintergrund mahnen Konzernlenker und Branchenexperten stets zur Veränderungsbereitschaft bei Herstellern und Zulieferern. Vor dem Hintergrund dieser Trends haben bspw. die Daimler AG und die BMW Group jüngst ihre bislang getrennten Car-Sharing-Dienste fusioniert, um mit gebündelten Diensten und einem breiteren Angebot am Markt auftreten zu können. Ebenfalls haben die beiden Automobilkonzerne beschlossen, im Bereich des autonomen Fahrens zu kooperieren. Des Weiteren ist in den nächsten Jahren mit einer enormen Produktoffensive an E-Mobility-Fahrzeugen zu rechnen, da die Automobilhersteller die äußerst ambitionierten CO 2-Flottenziele erreichen müssen, um horrende Strafzahlungen zu vermeiden. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden auch in den nächsten Jahren weiterhin die Hauptrolle bei der weltweiten Fahrzeugproduktion spielen - gemäß dem "LMC Global Engine and Transmission Fo-recast" (Release 04 2018) werden auch im Jahr 2025 über 90 Prozent der weltweit über 111 Mio. produzierten Fahrzeuge einen Verbrennungsmotor haben. Es ist jedoch eine Veränderung hinsichtlich der Hybridisierung zu verzeichnen. Hatten im Jahr 2018 noch knapp 95 Prozent der knapp 94 Mio. produzierten Fahrzeuge ausschließlich einen reinen Verbrennungsmotor, reduziert sich dieser Anteil bis 2025 auf 76,7 Prozent. Der Anteil an Fahrzeugen, welche zusätzlich zum Verbrennungsmotor einen Hybridantrieb besitzen, steigt von 3,7 Prozent in 2018 auf 17,4 Prozent in 2025. Die Produktion von Elektrofahrzeugen (inkl. E-Fahrzeugen mit Range-Extender) steigt von 1,5 Prozent in 2018 auf 5,9 Prozent in 2025. Umsatz-, Absatz- und Auftragsentwicklung Der Verlauf des Geschäftsjahres 2018 war zweigeteilt - im ersten Halbjahr konnte die enorm hohe Nachfrage teilweise nur durch Zusatzschichten und Sonntagsarbeit bedient werden. Dagegen kühlte sich der Markt im zweiten Halbjahr merklich ab. Als wesentliche Einflussgröße ist hier die Umstellung auf den WLTP-Fahrzyklus zu nennen. Der Umsatz 2018 reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,5 Mio. € (- 1,2 %) auf rd. 39,3 Mio. €. Nach Bereinigung der Umsatzerlöse um die an die Grüner Produktions GmbH getätigten Rohteilweiterberechnungen, ergibt sich eine Steigerung des selbst produzierten Umsatzes um rd. 17,2 % auf 33,4 Mio. €. Die Absatzmengen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um rd. + 10,5 % auf ca. 1,944 Mio. Stück. Die Steigerung des bereinigten Umsatzes ist primär auf die höhere Absatzmenge im Jahr 2018 zurückzuführen. Realisiert wurde diese Absatzsteigerung durch drei neue Bearbeitungszentren der Bauart HCV KB, die im Vergleich zum Jahr 2017 das ganze Jahr in Betrieb waren. Im Geschäftsjahr 2019 wird mit einer leicht rückläufigen Ausbringungsmenge gerechnet. Investitionen Die gesamte Investitionssumme im Geschäftsjahr 2018 betrug TEUR 708. Schwerpunkt lag auf der Nachrüstung eines NC Rundtisches sowie der Erstellung von produktunabhängigen Vorrichtungen für die Produktion. Mitarbeiter Die Anzahl an Stammmitarbeitern im Unternehmen belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf durchschnittlich 82 und damit auf Vorjahresniveau. Die Anzahl an Leiharbeitskräften betrug durchschnittlich 18 Mitarbeiter und lag damit ebenfalls auf Vorjahresniveau. Die Summe der Aufwendungen für Personal lag unter Einschluss aller Fremdarbeitskräfte 2018 mit rd. 4,3 Mio. € auf dem Vorjahresniveau. Umweltschutz Die Schwerpunkte im Berichtsjahr lagen wie schon in den Vorjahren auf der kontinuierlichen Verbesserung aller internen Medienkreisläufe, auf einem optimierten Energiemanagement sowie auf den innerbetrieblichen Schulungen und Unterweisungen aller Beschäftigten sowohl im Umweltschutz als auch im Bereich Arbeitssicherheit. Analog zum Vorjahr konnte das Unternehmen auch im Berichtsjahr den Anforderungen nach DIN 150 TS 16949 und DIN EN 150 14001 entsprechen und sich dies durch die externe Zertifizierungsgesellschaft bestätigen lassen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme reduzierte sich leicht gegenüber dem Vorjahr auf 6,5 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Sachanlagevermögen um od. Mio., dagegen verringerte sich das Umlaufvermögen um 0,2 Mio. auf 2,8 Mio. €, hauptsächlich durch die Verringerung der Vorräte. Das Eigenkapital hat sich durch das positive Ergebnis im Geschäftsjahr 2018 um rd. 2,0 Mio. € erhöht. Auf der Passivseite verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um rd. 1,6 Mio. € auf 1,8 Mio. €. Aufgrund geringerer Rohteilweiterverrechnungen an die Grüner Produktions GmbH verbleiben die Umsatzerlöse auf dem Vorjahresniveau. Nach Bereinigung der Umsatzerlöse um eine Weiterberechnung der Rohteile ergibt sich eine Steigerung des selbst produzierten Umsatzes um rd. 17,2 0/c auf 33,4 Mio. €. Realisiert wurde diese Absatzsteigerung durch drei neue Bearbeitungszentren der Bauart HCV KB, die im Vergleich zum Jahr 2017, nach ihrem Hochlauf mit voller Kapazität zur Verfügung standen. In Folge der höheren Absatzmenge erhöhte sich der Materialeinsatz gegenüber dem Vorjahr. Im Ergebnis konnte produktmixbedingt eine deutlich höhere Wertschöpfung gegenüber dem Vorjahr von 1,6 Mio. € (Rohertrag I) erwirtschaftet werden. Die Kosten für das Personal (ohne Leiharbeitsnehmer) und die Abschreibungen erhöhten sich jeweils nur leicht um insgesamt od. Mio. Die Aufwendungen für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich gegenüber 2017 leicht um o,3 Mio. €. Die Erhöhung ist insbesondere auf den erhöhten Leasingaufwand für die neuen Bearbeitungszentren zurückzuführen. Insgesamt haben sich unsere Erwartungen hinsichtlich der angestrebten Gesamtleistung und der Ergebnisentwicklung, welche einen Rückgang der Gesamtleistung und ein negatives Jahresergebnis vorsahen, nicht erfüllt. Vielmehr trugen eine Erhöhung der Absatzahlen und Produktmixänderungen zu einer Gesamtleistung auf Vorjahresniveau und dem positiven, deutlich über Vorjahr liegenden Jahresergebnis bei. Erkennen und managen von Risiken der künftigen Entwicklung Markt-, Konjunktur- und Betriebsrisiken sowie alle sonstigen für das Unternehmen relevanten Anforderungen werden durch das unternehmenseigene Prozessmodell abgebildet. Dieses betriebliche Prozessmodell, das der aktuellsten Norm der international gültigen Zertifizierung nach DIN TS 16949 entspricht und auf allen Unternehmensebenen vollständig umgesetzt ist, dient der Durchsetzung und Aufrechterhaltung unseres umfassenden Managementsystems in Form von geschlossenen Regelkreisen. Es sind alle Systeme zur frühzeitigen Erkennung und Einschätzung von Risiken sowie die entsprechenden Planungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme enthalten. Die für das Unternehmen maßgeblichen operativen Risiken werden durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt. Dieser wird jährlich sowohl in Höhe als auch in Reichweite und auf Risikopotential hin angepasst. Nicht versicherbare Risiken im Bereich des Liefer- und Leistungsverkehrs mit Dritten werden durch entsprechende Vertragsgestaltungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen minimiert. Alle wesentlichen Kunden werden aktualisierten Überprüfungen und Recherchen hinsichtlich ihrer Bonität und ihres Zahlungsverhalten unterzogen. Die ausstehenden Forderungen werden regelmäßig durch aktives Forderungsmanagement überprüft und konsequent verfolgt. Unter Berücksichtigung der individuellen Kundenbonitäten werden die entsprechenden Zukunftsumsätze durch Ausfallversicherungen rückgedeckt. Bei entsprechenden Abstufungen einzelner Kunden durch unser Kreditversicherungsunternehmen wurden interne Regelungen für entsprechende Höchstgrenzen unseres Leistungs- bzw. Forderungsobligos umgesetzt und unterliegen der permanenten Überwachung durch die Geschäftsleitung. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen in der Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung der Automobilindustrie sowie in der Abhängigkeit von wenigen Großkunden. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht) Wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens sehen wir primär in der Abhängigkeit von wenigen Großkunden, dem stetigen Anwachsen des Kerngeschäftes der Gesellschaft mit nur einer begrenzten Anzahl an großen Tier-One Kunden oder OEMs, und in der Verfügbarkeit von qualifizierten Fachpersonal. Auf die sich verändernden Rahmenbedingungen reagiert die Grüner Unternehmensgruppe mit verstärkten Vertriebsaktivitäten bei Elektromobilitätsbauteilen - als Folge wurden im Laufe des Jahres 2018 sowie zu Jahresbeginn 2019 verschiedene Aufträge für Elektromotorengehäuse und Lenkgehäuse für Elektrofahrzeuge an die Grüner Unternehmensgruppe vergeben. Chancen ergeben sich insbesondere aus einer weiterhin positiven konjunkturellen Entwicklung im Bereich der Automobilindustrie, insbesondere die Elektrifizierung/Hybridisierung bietet hier Potenzial. Die prognostizierte Nachfrageverschiebung, weg vom reinen Verbrennungsmotor und hin zu Mild-Hybrid-, Plug-ln-Hybrid- und Full-Hybrid-Fahrzeugen, ist für die Grüner Unternehmensgruppe als äußerst positiv zu bewerten. Bei diesen Konzepten findet die Elektrifizierung/Hybridisierung über das Getriebe statt, was komplexere Getriebegehäuse mit einer entsprechend anspruchsvollen Gehäusebearbeitung zur Folge hat. Jedoch besteht weiterhin bei allen Produkten ein hoher Margendruck. Die aufgezeigten Unsicherheiten, wie bspw. der ungeregelte Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union oder auch die US-Handelspolitik (mögliche Strafzölle auf deutsche Autos), führten bereits zu Jahresbeginn 2019 zu einem Rückgang von Kundenabrufen und Kostensenkungsprogrammen der OEMs. Für das Jahr 2019 kann somit festgehalten werden, dass das Marktumfeld als durchaus schwierig eingeschätzt werden kann - hierauf hat die Geschäftsleitung frühzeitig mit entsprechenden Maßnahmen reagiert, um die vorhandenen Kapazitäten bestmöglich der reduzierten Nachfrage anzupassen. Voraussichtliche Entwicklung Auf Basis unserer überarbeiteten Unternehmensplanung für das Jahr 2019 erwarten wir einen deutlichen Rückgang der Gesamtleistung. Wir erwarten ein insgesamt positives Jahresergebnis von rd. 0,5 Mio. € und damit eine deutliche Verschlechterung des Jahresergebnisses gegenüber 2018.
Hildburghausen, 27. Mai 2019 Grüner Hildburghausen GmbH Geschäftsführung Stefan Grüner Bilanz der Grüner Hildburghausen GmbH, Hildburghausen, zum 31. Dezember 2018Aktiva
Gewinn-
und Verlustrechnung
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| 2018 | 2017 | |
| EUR | EUR | |
| 1. Rohergebnis | 9.783.529,77 | 8.179.051,57 |
| 2. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 2.851.203,79 | 2.804.589,50 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 708.218,57 | 693.578,96 |
| 3.559.422,36 | 3.498.168,46 | |
| 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 598.976,81 | 553.980,01 |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.402.718,72 | 3.120.470,03 |
| 2.222.411,88 | 1.006.433,07 | |
| 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 46,00 | 79,60 |
| 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 53.288,71 | 51.577,76 |
| 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 195.098,76 | 1.080,36 |
| -248.341,47 | -52.578,52 | |
| 8. Ergebnis nach Steuern | 1.974.070,41 | 953.854,55 |
| 9. Sonstige Steuern | 4.255,35 | 5.104,36 |
| 10. Jahresüberschuss | 1.969.815,06 | 948.750,19 |
Anhang der Grüner Hildburghausen GmbH, Hildburghausen, für das Geschäftsjahr 2018
A. Rechnungslegungsgrundsätze
Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der Grüner Hildburghausen GmbH, Hildburghausen (Amtsgericht Jena, HRB 306141) die Vorschriften des HGB und die ergänzenden Vorschriften des GmbHG angewandt worden. Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden in Anspruch genommen.
Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahres-grundsätzen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige kumulierte Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zwei und 33 Jahren und orientieren sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen. Ab-nutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 wurden bis 2013 gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2018 werden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,0o und EUR 800,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen werden.
Fertige und unfertige Erzeugnisse sind zu den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten, höchstens jedoch zu ihren voraussichtlichen Veräußerungserlösen abzüglich noch anfallender Kosten bewertet. In die Herstellungskosten werden Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten, Sonder-einzelkosten der Fertigung sowie Materialeinzel- und Materialgemeinkosten eingerechnet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.
Der Sonderposten zum Anlagevermögen beinhaltet einen um Abschreibungen geminderten Investitionszuschuss.
Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Heubeck-Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftige erwartete Entgeltsteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,0 % bei den Entgelten ausgegangen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 3,29 %.
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31.12.2018 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von EUR 276.880,00 (Unterschiedsbetrag).
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzgesichert sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden und Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Verpflichtungen verrechnet.
Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).
Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuererstattungsansprüche und Erstattungsansprüche für Stromsteuern in Höhe von EUR 132.808,46 (i.V. EUR 128.578,65) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.
3. Flüssige Mittel
Der Posten enthält den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.
4. Eigenkapital
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 276.880,00. Dieser ist nach 5 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.
5. Sonderposten zum Anlagevermögen
Die gewährten Zuschüsse für Investitionen in das Anlagevermögen wurden in einen Sonderposten zum Anlagevermögen eingestellt und parallel zu den Abschreibungen des Anlagevermögens aufgelöst.
6. Pensionsrückstellungen
Zum Bilanzstichtag wurden Pensionsverpflichtungen von EUR 1.230.05400 mit Deckungsvermögen in Höhe von 671.506,20 saldiert.
7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben bzw. hatten im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.641.401,57 (i. V. EUR 1.122.815,55) enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.441.521,57 (i. V. EUR 1.122.815,55).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 132.388,80 (i. V. EUR 2.225.632,56) enthalten in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (i. V. EUR 25.632,56).
II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens zum Anlagevermögen
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind wie im Vorjahr Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens zum Anlagevermögen in Höhe von EUR 14.458,57 enthalten.
2. Personalaufwand
Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 109.834,00 (i. V. EUR 106.507,00) enthalten.
3. Finanzergebnis
Das Finanzergebnis enthält Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens.
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 39.180,00 (i. V. EUR 38.370,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 39.180,00 wurde mit Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 1 saldiert ausgewiesen.
C. Sonstige Angaben
1. Personal
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
| Anzahl | |
| Angestellte | 9 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 73 |
| 82 |
2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft haftet als Garantierende für einen Konsortialkreditvertrag der Grüner Systemtechnik GmbH & Co. KG über EUR 30,0 Mio. Die Inanspruchnahme aus dem Konsortialkreditvertrag beträgt zum Stichtag EUR o,00.
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 3.129.
3. Organ der Gesellschaft
Geschäftsführer ist:
|
Stefan Grüner, Bad Überkingen |
Die Angaben nach 5 285 Nr. 9 a und b unterbleiben gemäß g 286 Abs. 4 HGB.
4. Konzernzugehörigkeit
Der vorliegende Jahresabschluss ist in den Konzernabschluss der Grüner Systemtechnik GmbH & Co. KG, Bad Überkingen-Hausen, einzubeziehen. Die Hinterlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger, er ist außerdem am Sitz der Gesellschaft in Bad Überkingen-Hausen erhältlich.
5. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers
Die Angaben zu dem Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers gemäß 5 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der Grüner Systemtechnik GmbH & Co. KG, Bad Überkingen-Hausen, in welchen das Unternehmen einbezogen wird, enthalten.
6. Nachtragsbericht
Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2018 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
D. Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.558.276,56 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hildburghausen, 27. Mai 2019
Grüner Hildburghausen GmbH
Geschäftsführung
Stefan Grüner
Entwicklung des Anlagevermögens
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|
Stand am
1.1.2018 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge |
Stand am
31.12.2018 |
|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 108.281,87 | 18.382,03 | 0,00 | 0,00 | 126.663,90 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 2.852.360,24 | 126,28 | 0,00 | 0,00 | 2.852.486,52 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 7.656.407,67 | 631.254,09 | 102.774,07 | 0,00 | 8.390.435,83 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung | 1.062.757,52 | 58.580,66 | 0,00 | 0,00 | 1.121.338,18 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 102.774,07 | 0,00 | -102.774,07 | 0,00 | 0,00 |
| 11.674.299,50 | 689.961,03 | 0,00 | 0,00 | 12.364.260,53 | |
| 11.782.581,37 | 708.343,06 | 0,00 | 0,00 | 12.490.924,43 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|
Stand am
1.1.2018 |
Zugänge | Abgänge | Stand am 31. 12.2018 | |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 83.842,27 | 4.868,03 | 0,00 | 88.710,30 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.148.056,90 | 78.366,28 | 0,00 | 1.226.423,18 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 6.081.230,67 | 449.472,92 | 0,00 | 6.530.703,59 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung | 869.837,51 | 66.269,58 | 0,00 | 936.107,09 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 8.099.125,08 | 594.108,78 | 0,00 | 8.693.233,86 | |
| 8.182.967,35 | 598.976,81 | 0,00 | 8.781.944,16 | |
| Buchwerte | ||
| Stand am 31.12.2018 | Stand am 31.12.2017 | |
| EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 37.953,60 | 24.439,60 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.626.063,34 | 1.704.303,34 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.859.732,24 | 1.575.177,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung | 185.231,09 | 192.920,01 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 102.774,07 |
| 3.671.026,67 | 3.575.174,42 | |
| 3.708.980,27 | 3.599.614,02 | |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
Zum Zwecke der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterungen nach § 326 ff. HGB gekürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht.
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Grüner Hildburghausen GmbH, Hildburghausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bi-lanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grüner Hildburghausen GmbH, Hildburghausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| - | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| - | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §327 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreterfür den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit 5 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| - | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| - | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| - | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| - | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren, Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| - | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| - | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| - | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 28. Mai 2019
Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Frank Strohm, Wirtschaftsprüfer
Janina Poppe, Wirtschaftsprüfer
Feststellung gemäß § 328 HGB:
Mit Gesellschafterversammlungsbeschluss vom 10.12.2019 wurde der Jahresabschluss der Grüner Hildburghausen GmbH, Hildburghausen, zum 31. Dezember 2018 festgestellt.
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