Kouneli Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mary-Kathryn Kennedy seit 5.7.2024 | Geschäftsführer |
Nicolas Loock seit 1.9.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
STUDIOCANAL SERIES SAS | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STUDIOCANAL TV GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der STUDIOCANAL TV GmbH, München1. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung 1 Durch die Corona Pandemie wurde die Weltwirtschaft in den vergangenen Jahren stark belastet. Auch die Verknappung fossiler Energieträger durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat die Inflationsrate Weltweit in kürzester Zeit explosionsartig ansteigen lassen. Dies hatte einen negativen Einfluss auf die Weltwirtschaft. Nach Einschätzung des Internationale Währungsfonds (IWF) wird sich die Weltwirtschaft jedoch erholen. Der Internationale Währungsfonds geht in seiner Prognose für 2024 weltweit von einem Wachstum von 3,1% aus. Für 2025 erwarte der IWF für die Weltwirtschaft ein Wachstum von 3,2%. Die Erholung der Weltwirtschaft von den multiplen Krisen erweist sich als erstaunlich widerstandsfähig, aber die steigende Wachstumsdynamik war bislang nicht überall zu spüren. 1 Die größten Abwärtsrisiken des vergangenen Jahres hätten sich nicht im zu befürchtenden Maße manifestiert und die meisten Wirtschaften sich ihnen gegenüber überraschend resilient gezeigt. Gleichwohl bleibt das weltwirtschaftliche Wachstum insgesamt gering und die regionalen Unterschiede bleiben hoch. Positiv bemerkt wird, dass die Maßnahmen zur Inflationseindämmung Wirkung zeigen: in den meisten Regionen zeichnen sich sanfte Landungen ab. Den IWF-Projektionen zufolge dürfte sich das Wachstum im Euroraum von 0,5 % im Jahr 2023 auf 0,9 % (2024) und 1,7 % (2025) erholen. Es wird erwartet, dass der Aufschwung durch einen stärkeren Konsum der privaten Haushalte getragen wird, da die Auswirkungen des Schocks bei den Energiepreisen nachlassen und die Inflation sinkt, was das Wachstum der Realeinkommen unterstützt. Demgegenüber ist die deutsche Wirtschaft in 2023 um -0,3% geschrumpft, so der IWF. Für 2024 rechnet der IWF dagegen mit einem Wachstum um ca. 0,5%. 1 2. Branchenentwicklung 2
2 Quelle: Statista Durchschnittliche
Fernsehdauer am Tag
3. 2019 verzeichnete der deutsche Fernsehmarkt ein gering- Die Branche des Film- und Fernsehverleihs und -vertriebs erlebte in den letzten Jahren aufgrund der aufstrebenden Streamingdienste und einer signifikanten Angebotsausweitung der Vermarkter eine starke Nachfrage nach Content. Der Konsum von Fernsehen, Radio und anderen audiovisuellen Medien bleibt die mit Abstand beliebteste Freizeitbeschäftigung der Deutschen - auch in Krisenzeiten: so lag die durchschnittliche tägliche Fernsehdauer 2023 in Deutschland bei 182 Minuten. Damit ist die Fernsehnutzung im Vergleich zum Vorjahr mit rund 13 Minuten erneut gesunken. Dabei ist die Fernsehdauer stark abhängig vom Altersdurchschnitt, so sah die Gruppe der über 14-Jährigen fast 200 Minuten am Tag. 2 Trotzdem haben sich die weltweiten Medienmärkte nach Ansicht der Geschäftsführung von der Corona Krise noch nicht endgültig erholt. Zudem hat der russische Angriffskrieg gegenüber der Ukraine die Märkte nachhaltig geschwächt. Augenblicklich kann noch nicht abgesehen werden, wie und wann sich die Märkte nachhaltig erholen werden. Die effizientere Produktion oder Koproduktion von Projekten und die Zusammenarbeit zwischen Auftragspartnern sollte ebenfalls ein Aufwärtstrend in der Branche sein. Vereinfachte und bessere Filmförderungen für die lokale Produktion könnten das Wachstum ebenfalls unterstützen. Diese Erwartung beinhaltet auch, dass neue Verbreitungswege ausgebaut bzw. geschaffen werden, wodurch die Bedeutung von Streaming Portalen wachsen wird. Dies wird nach Ansicht der Geschäftsführung dazu führen, dass die weltweiten Medienmärkte an dem möglichen Aufschwung partizipieren. Durch die Konkurrenz der VOD-Plattformen und der Kostensteigerungen durch Inflation ist ein Umdenken eingetreten. So hat z. B. der Privatsender Sky angekündigt seine Originals Abteilung in Deutschland zu schließen. Auch die Übrigen in Deutschland ansässigen Sender stehen unter zunehmendem Kostendruck und sind zu Sparmaßnahmen gezwungen. Auch die von dem Sender geschaffenen OTT-Dienste, haben ihre Investitionstätigkeit zurückgefahren, dies gilt auch für Amerikanische OTT-Dienste wie z. B. Disney+, Paramount+ und Starz. Die Hoffnung, dass das Wirtschaftswachstum in den traditionellen Wirtschaftsländern wieder ansteigt und dass OTT-Anbieter ihre Investitionstätigkeit wieder ausbauen, gibt Hoffnung zu der Annahme, dass sich dies positiv auf die Verkaufspreise auswirken wird. Die Zukunft der TV-Märkte für Content liegt nach Ansicht der Geschäftsführung weiterhin auf fiktionalen Programminhalten. Fernsehsender werden wieder vermehrt auf diese Programminhalte setzen müssen, da bei Reality und Casting Shows punktuell ein Zuschauerschwund zu verzeichnen ist. Zudem hat bei den Streaming Portalen ein Verdrängungswettbewerb eingesetzt, der den Markt bereinigen wird. Zukünftig werden auch diese auf fiktionale Programminhalte, die entweder durch eigenproduzierte Serien oder durch Zukauf von Lizenzrechten generiert werden, setzen. 3. Grundlage des Unternehmens Geschäftsmodell der STUDIOCANAL TV GmbH Alleingesellschafter der STUDIOCANAL TV GmbH (auch "STUDIOCANAL TV" oder die Gesellschaft") ist zu 100% die Euromedien Beteiligungs GmbH, Berlin. Die Euromedien Beteiligungs GmbH ist eine 100% Tochter der Vivendi SA, Paris, Frankreich, die wiederum von der Bolloré Group SA, Paris, Frankreich, kontrolliert wird. Die STUDIOCANAL TV GmbH ist von Vivendi SA innerhalb der STUDIOCANAL SAS, Paris, Frankreich, als Vermarktungs- und Vertriebsfirma für alle TV-Produktionsfirmen der STUDIOCANAL-Gruppe eingeordnet. Insgesamt ist die TV-Gruppe der STUDIOCANAL SAS an 14 Fernsehproduktionsfirmen in Europa (inklusive der eigenen Tochtergesellschaft STUDIOCANAL Series GmbH) beteiligt. Die STUDIOCANAL SAS in Paris, Frankreich, wiederum ist ebenfalls eine 100 % Tochter der Vivendi SA. Die STUDIOCANAL TV GmbH konzentriert sich auf die internationale Vermarktung und den internationalen Vertrieb audiovisueller Rechte an hochwertigen, überwiegend für die Prime-Time geeigneten und zumeist europäischen TV-Produktionen im fiktionalen Bereich. Um die Abhängigkeit von den Beschaffungsmärkten zu reduzieren, entwickelt und produziert die STUDIOCANAL TV-Gruppe in Zusammenarbeit mit anderen Produktionsfirmen der Gruppe Serien, Miniserien und TV-Movies hauptsächlich für die Prime-Time Sendeplätze nationaler und internationaler Sender. Manche dieser Produktionen sind für regionale Märkte in der jeweiligen Landessprache produziert und manche sind für den internationalen Markt auf Englisch gedreht. Diese werden in der Regel durch STUDIOCANAL TV GmbH weltweit vertrieben. Manche der englischsprachigen Produktionen, die größere Budgets benötigen, sind Ko-finanzierungen bzw. Koproduktionen zwischen mehreren - in der Regel 2 bis 3 - Ländern. Dies ermöglicht es nationalen Sendern, Produktionskosten für hochwertiges fiktionales Programm mit anderen Sendern im internationalen Markt zu teilen. Dies ist vor allem im Rahmen des durch die vorangegangene Krise entstandenen Kostendrucks ein relativer Wettbewerbsvorteil von STUDIOCANAL TV im Vergleich zu anderen überwiegend national agierenden Produktionsfirmen. Andererseits produzieren VOD-Anbieter (Netflix, Amazon Studios...) immer mehr eigene Serien und TV-Filme, die unter dem Begriff "Originals" als Streaming Dienst angeboten werden, so dass dieser Marktbereich auch für die Gesellschaft noch Steigerungspotential hat. Zusätzlich beschafft die STUDIOCANAL TV GmbH auch Rechte an Produktionen außerhalb der STUDIOCANAL TV-Gruppe durch Einkauf und Übernahme von Vertriebsmandaten. Ziel von STUDIOCANAL TV GmbH ist es auch weiterhin Serien zu vermarkten und zu vertreiben, das nachhaltige Potential haben und eine entsprechende Library aus Serien und TV-Movies weiter aufzubauen. 4. Wirtschaftbericht Allgemein Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren nach Ansicht der Geschäftsführung sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Der Umsatz der STUDIOCANAL TV ist im Berichtsjahr auf EUR 22,7 Mio. (i. Vj. EUR 36,3 Mio.) gesunken. Der Rückgang des Umsatzes hängt mit der Einstellung der Serie War of the Worlds zusammen, die 2022 den größten Beitrag leistete. Größter Umsatzbringer im Jahr 2022 waren insgesamt: "Dos Vidas", "All those things we never said" und "War of the Worlds Season 3". Im Jahr 2023 konnten mit folgenden Projekten wesentliche Umsatz- und Ertragsbeiträge erzielt werden:
Ertragslage Unter anderem wegen der gesunkenen Umsatzerlöse um EUR 13,6 Mio. auf EUR 22,7 Mio. (i. Vj. EUR 36,3 Mio.), sowie einer weiteren Sonderabschreibung auf die Rechte des Projektes "Django", einer Wertberichtigung von Forderungen (minus EUR 0,5 Mio.) und gestiegener Fixkosten hat STUDIOCANAL TV das Wirtschaftsjahr 2023 mit einem negativen Jahresergebnis abgeschlossen. Der Jahresfehlbetrag für das Jahr 2023 beläuft sich auf EUR -1,9 Mio. (i. Vj. Jahresfehlbetrag EUR -3,2 Mio.). Die absolute Rohertragsmarge (Umsatzerlöse - Materialaufwand) ist im Vergleich zum Vorjahr auf 18,5% gestiegen. Dies lag an geringeren Wertberichtigungen auf Rechte in Höhe von EUR 0,6 Mio. (i. Vj. EUR 3,1 Mio.) die den Materialaufwendungen zugerechnet wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 0,3 Mio. gesunken (i. Vj. EUR 1,4 Mio.). Dies resultierte im Wesentlichen aus um EUR 1,2 Mio. geringeren Währungserträgen. Im Materialaufwand für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Synchronisationen und Sendematerial ausgewiesen. Bei den Aufwendungen aus Filmvermögen handelt es sich um Abschreibungen, Wertberichtigungen und Lizenzgeberabgeltungen für verwertete Filmrechte. Der geringere Materialaufwand mit EUR 18,5 Mio. (i. Vj. EUR 35,4 Mio.) erklärt sich neben geringeren umsatzbezogenen Aufwendungen (z. B. Abschreibungen auf Filmrechte sowie Lizenzaufwendungen) durch geringere außerplanmäßige Wertberichtigungen auf Filmrechte auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Diese sind in 2023 in Höhe von EUR 0,6 Mio. (i. Vj. EUR 3,1 Mio.) angefallen und stellen damit einen Grund für das negative Jahresergebnis dar. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr auf EUR 1,5 Mio. leicht gestiegen (i. VJ. EUR 1,3 Mio.). Dies wird durch außergewöhnliche Gehaltserhöhungen aufgrund der Inflation erklärt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl lag bei 12 (i. Vj. 12 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr auf ca. EUR 3,7 Mio. gestiegen (i. Vj. EUR 3,5 Mio.). Aufgrund der Wiederaufnahme der Aktivitäten im Bereich Festivals und Märkte ergaben Kostensteigerungen sich im Wesentlichen bei den Werbekosten (Nettoerhöhung um EUR 0,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahr) und den Reisekosten (Nettoerhöhung um EUR 0,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr). Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr auf EUR 0,7 Mio. (i. Vj. EUR 0,3 Mio.) gestiegen. Die Erhöhung wird durch höhere Zinssätze erklärt. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der STUDIOCANAL TV beläuft sich auf EUR 37,8 Mio. und liegt damit rund EUR 3,6 Mio. unter dem Vorjahr. Das Eigenkapital ist leicht positiv am Ende 2023. Die Finanzanlagen sind mit EUR 1 Mio. vergleichbar mit dem Jahr davor. Der Nettobuchwert des Filmvermögen ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit rund EUR 4,7 Mio. gegenüber EUR 16,3 Mio. auf EUR 11,6 Mio. gesunken. Aufgrund eines verringertem Umsatzvolumens sind auch die offenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesunken. EUR 4,6 Mio. der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Fremdwährung, wobei der Großteil davon US-Dollar und Britische Pfund betrifft. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 0,1 Mio. betreffen im Wesentlichen Mietkautionen. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,1 Mio. resultiert überwiegend aus der Tilgung von in Vorjahren gewährten Produktionsdarlehen. Die liquiden Mittel beliefen sich im Berichtsjahr auf EUR 0,2 Mio. und lagen damit um rund EUR 0,3 Mio. unter dem Vorjahr. Zur Finanzierung verschiedener Projekte besteht eine Finanzierungszusage von Vivendi S.A. Die STUDIOCANAL TV GmbH ist damit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zum Bilanzstichtag wurde die Finanzierungszusage von Vivendi S.A. in Höhe von EUR 18,1 Mio. in Anspruch genommen. Die Finanzierung von Vivendi S.A. wird marktüblich verzinst. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung im Prognosezeitraum verweisen wir ergänzend auf Abschnitt "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung", Unterabschnitt "Liquiditätsrisiko". Die latenten Steuern aufgrund der Unterschiede der handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätze verringerten sich um EUR 0,1 Mio. durch das Abschmelzen der zeitlichen Wertdifferenzen. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich auf EUR 15,4 Mio. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Auszahlung der Rückstellungen für Lizenzgeberanteile und Lizenzkosten. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 3,8 Mio. (i. Vj. EUR 0,6 Mio.) gestiegen. Der Grund für die Erhöhung liegt im Wesentlichen an den Deals RTI (La Promesa) und ARD/Degeto (Families like ours). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 18,1 Mio. (i. Vj. EUR 24,7 Mio.) gesunken. Der Grund für die Reduzierung liegt an einer schnelleren Rückzahlung der Finanzierung an Vivendi S.A. und erfolgte im Wesentlichen aus der Zuführung von liquiden Mittel im Zusammenhang mit der Reduzierung von o. g. Produktionsdarlehen. Weitere Informationen sind im Anhang unter den Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. STUDIOCANALTV GmbH hat im Jahr 2023 einen operativen Cashflow in Höhe von EUR +4.0 Mio. generiert. Zudem hat die Euromedien Beteiligungs GmbH eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 4 Mio. getätigt. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Geschäftsverlauf des Jahres 2023 konnten die erwarteten Ziele grundsätzlich nicht erreicht werden. Durch die Geopolitischen Veränderungen haben sich antizipierte Projekte verschoben und weitere a.o. Abschreibungen auf Verwertungsrechte mussten vorgenommen werden. Die Beschaffung von Distributionsrechten wurde auch in 2023 weiter fortgeführt, dabei liegt das Augenmerk darauf in den Folgejahren, verstärkt eigene Projekte zu generieren. 5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Risiken beim Filmeinkauf Im Bereich Lizenzhandel steht STUDIOCANAL TV mit anderen Lizenzrechtehändlern im Wettbewerb um den Erwerb von lukrativen Verwertungsrechten. Darüber hinaus besteht beim Filmeinkauf sowohl ein quantitatives (Einkaufspreis) als auch ein qualitatives Risiko (Inhalt). Risikomindernd wirkt hier in der Regel die Erfahrung des Einkäufers und STUDIOCANAL TV's Positionierung als Koproduktionsfirma, die es STUDIOCANAL TV ermöglicht, bereits während der Entwicklungsphase die Risiken auf verschiedene Koproduktionspartner, d. h. internationale Sender und VOD Anbietern zu verteilen. Als zweites Standbein entwickelt und realisiert die STUDIOCANAL TV-Gruppe zunehmend Eigenproduktionen von Fernsehfilmen und Serien, um Bedürfnisse europäischer Sender zu bedienen, die durch Einkäufe aus dem amerikanischen Markt nicht gedeckt werden können. Nach risikobegrenzenden Maßnahmen wird das Risiko als moderat eingeschätzt. Vermarktungsrisiken Bei der Herstellung von Fernsehproduktionen kann es passieren, dass gewisse Rechte oder Territorien nicht zu den kalkulierten Preisen veräußert werden können. Dies hat zur Folge, dass sich hieraus Wertberichtigungen der bilanzierten Rechte ergeben können. STUDIOCANAL TV tritt diesen Risiken entgegen, indem in den wirtschaftlich ertragsreichsten Territorien, mit Lizenznehmern bereits vor Produktionsbeginn Lizenzverträge abgeschlossen werden (Presales), um dieses Risiko weitestgehend zu minimieren. Das verbleibende Risiko wird als moderat eingeschätzt. Forderungsausfallrisiko Für die Forderungen gegen Kunden sowie Darlehen zur Finanzierung von Serien besteht das Risiko, dass die Kunden mit Zahlungen in Rückstand geraten oder ausfallen. Die Geschäftsführung schließt keine Kreditversicherungen ab, achtet jedoch bei den Kunden auf ausreichende Bonität. Bei Eintritt dieses Risikos werden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflusst. Insgesamt wird das Risiko jedoch als gering eingeschätzt, da diese Risiken fortlaufend aktualisiert eingeschätzt werden und die Vertragspartner sorgfältig ausgesucht werden. Währungsrisiken Für das operative Geschäft gilt: ein überwiegender Teil der auf den internationalen Filmmärkten erworbenen Lizenzen wird in US-Dollar und teilweise in Britischen Pfund bezahlt. Die bei der Auswertung erzielten Umsätze fallen sowohl in US-Dollar als auch in Euro an. Schwankungen des Euro / US-Dollar Wechselkurses können Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage und die operative Marge der Gesellschaft haben. Diese Wechselkursschwankungen können sowohl zu Wechselkursverlusten als auch zu Wechselkursgewinnen führen. STUDIOCANAL TV begegnet diesen Risiken einzelfallbezogen mit Devisentermin- und ähnlichen Absicherungsgeschäften in Form von Microhedging. Zum Stichtag bestanden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalbetrag in Höhe von US-Dollar 1,5 Mio. und Britische Pfund 3,4 Mio. Das Risiko wird durch die angewandte Hedgingstrategie insgesamt als gering eingeschätzt. Liquiditätsrisiko Es besteht, wie unten weiter ausgeführt, grundsätzlich ein Finanzierungsbedarf. Der Vivendi-Konzern hat bereits durch die Einzahlung in die freie Kapitalrücklage in 2022 und 2023 von jeweils EUR 4 Mio. ein klares Bekenntnis zum Deutschland-Geschäft abgegeben und verfügt über die Mittel, das auch weiterhin zu tun. Gemäß der aktuellen Liquiditätsplanung besteht im Prognosezeitraum (in den nächsten 12 Monaten) voraussichtlich zeitweise ein Liquiditätsbedarf, der eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von bis zu EUR 13 Mio. erforderlich macht. Die Deckung des Liquiditätsbedarfs erfolgt grundsätzlich über das zentrale Group Cash Management Agreement mit der Vivendi S.A., Paris, Frankreich, welches jedoch grundsätzlich kurzfristig kündbar ist. Ergänzend wurde am 4. April 2023 zwischen der Vivendi S.A., Paris, Frankreich, und der STUDIOCANAL TV GmbH, München, vereinbart, dass die betragsmäßig nicht begrenzte Kreditlinie bis Ende des Jahres 2025 weder reduziert noch gekündigt werden kann, damit die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die Kreditlinie ist per 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 18,1 Mio. ausgeschöpft. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist somit von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Vivendi S.A., Paris, Frankreich, abhängig. Dies stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar. Rechtliche Risiken Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft zur Einhaltung einer Vielzahl von Gesetzen verpflichtet. Ein Verstoß gegen Rechtsvorschriften beinhaltet per se ein Risiko für die Geschäftstätigkeit, den Geschäftserfolg sowie die Reputation des Unternehmens. Zur Vermeidung von rechtlichen Risiken hat die Vivendi Gruppe ein Compliance Management System etabliert. Bestandteile dieses Managementsystems sind die geltenden Geschäftsgrundsätze, eine Reihe von Richtlinien sowie die fortlaufende Schulung von Mitarbeitern bezüglich der wesentlichen Rechtsvorschriften und Vorgaben. In Ergänzung dazu sind rechtliche Risiken, soweit zulässig, durch Versicherungen abgedeckt. Wie jedes Unternehmen sind wir regelmäßig Gegenstand von Steuerprüfungen. Solche beinhalten per se das Risiko, dass Steuernachzahlungen für vorherige Besteuerungszeiträume festgesetzt werden könnten, falls die Steuerbehörden eine abweichende Meinung zu den unserer Steuererklärung zugrunde liegenden Auslegungen und Zahlen vertreten. Chancen STUDIOCANAL TV vertreibt für internationale Produktionspartner hochwertige Prime Time fähige Fernsehfilme und Serien nach amerikanischem Vorbild. Durch diese, nicht national, ausgelegte Strategie sind die Vermarktungschancen international erheblich besser. Die Geschäftsführung erwartet, dass die STUDIOCANAL TV in den wirtschaftlich wieder in den sich erholenden Industrienationen zukünftig höhere Lizenzeinnahmen generieren kann. Des weiteren ergeben sich neue Absatzkanäle durch Investitionen in den Europäischen VOD und OTT Markt. Durch diese Chancen können die Vermarktungserlöse und dementsprechend auch ein künftiges Jahresergebnis noch höher als geplant ausfallen. Risikomanagement Grundlage des Risikomanagement-Systems hinsichtlich der Finanzinstrumente der Gesellschaft ist die systematische Identifikation und Bewertung der unterschiedlichen Risikoarten und -profile. Diese erfolgt mit Hilfe von Frühwarn-, Berichts- und Controlling-Instrumenten. Das Frühwarnsystem ist Teil der strategischen Planung, die quantitative Ziele formuliert. Abweichungen von langfristigen Vorgaben erkennt das Management durch strategische Analysen sowie im Rahmen der Jahresplanung und des Monats-Reportings. Die monatliche Berichterstattung des Auftragsbestandes, der Umsätze, Kosten und der Ergebnisse bilden die Grundlage des Systems. Abweichungen werden festgestellt und analysiert; sie dienen als Entscheidungshilfen für mögliche Korrekturmaßnahmen. Es bestehen über die oben genannten Risiken hinaus keine wesentlichen Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken; dies schließt auch ein, dass auf Basis der aktuellen COVID-19 und der Geopolitischen Entwicklungen keine weiteren signifikanten Beeinträchtigungen aktuell erwartet werden. 6. Ausblick und voraussichtliche Entwicklung Die Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft 2024 hat der IWF von 3,1% kalkuliert. Für Deutschland geht der IWF nur von einem Wachstum in Höhe von 0,5% aus. Der IWF geht für die folgenden Jahren von einem weiteren Wachstum der Weltwirtschaft und Steigerungen des BIP aus (siehe 1. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung). Für das Jahr 2024 sind bisher folgende Projekte in Bearbeitung:
Die zukünftige Geschäftsentwicklung von STUDIOCANAL TV wird als positiv angesehen, da mehr Projekte aus eigener Produktion sowie aus Distribution in Form von Serien und Miniserien geplant sind und diese gegenüber von Fernsehfilmen von der Geschäftsführung als lukrativer eingestuft werden. Zudem wurde durch die im März 2022 und im März 2023 erfolgte Zuführung von Eigenkapital in Höhe von jeweils EUR 4,0 Mio. die Eigenkapitalausstattung verbessert. Bezüglich bestandsgefährdender Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung im Prognosezeitraum verweisen wir ergänzend auf Abschnitt "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung", Unterabschnitt "Liquiditätsrisiko". Für das Jahr 2024 wird mit folgenden Zahlen gerechnet: das Umsatzvolumen wird bei ca. EUR 35 Mio. betragen, der EBIT wird mit ca. EUR 1 Mio. kalkuliert. Das voraussichtliche Investitionsvolumen wird ca. EUR 32 Mio. betragen. Insgesamt hängt dies allerdings von der Entwicklung der aktuellen TV-Projekte ab und den tatsächlichen Ergebnissen, diese können von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Die Finanzierung erfolgt auf Basis der mit dem Vivendi-Konzern getroffenen Kreditvereinbarung. Es wird diesbezüglich auf die Ausführungen im Abschnitt Chancen- und Risikobericht verwiesen.
München, den 03.12.2024 STUDIOCANAL TV GmbH Mary-Kathryn Kennedy, Geschäftsführerin Nicolas Loock, Geschäftsführer Anhang für das Geschäftsjahr 2023der STUDIOCANAL TV GmbH, München1. Allgemeine Angaben Gegenstand des Unternehmens STUDIOCANAL TV GmbH, München, (eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB126733) ist die Betreuung und Herstellung internationaler Fernseh- und Kinoprojekte, internationaler Koproduktionen, internationale Programmakquise- und Vertrieb, Programm- und Finanzierungskoordination. Die Gesellschaft ist berechtigt, Urheberrechte oder sonstige Schutzrechte aller Art zu erwerben, zu verkaufen oder in sonstiger Weise wirtschaftlich zu verwerten. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens dienen. Sie kann zu diesem Zweck im In- und Ausland andere Unternehmen gründen erwerben und sich an ihnen beteiligen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz nach § 266 HGB ist um den Posten Filmvermögen im Umlaufvermögen erweitert worden, der wie im Vorjahr als separater Posten in der Bilanz ausgewiesen wird. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Insbesondere auf Grundlage der im März 2022 und März 2023 erfolgten Kapitalerhöhungen sowie der Vereinbarungen zum Cash-Pool-Vertrag, welche regeln, dass bis Ende 2025 die bestehende Kreditlinie weder reduziert noch gekündigt wird, ist der vorliegende Jahresabschluss unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt. Hinsichtlich bestandsgefährdender Risiken wird auf die Ausführungen im Abschnitt "Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung", dort Unterabschnitt "Liquiditätsrisiko" des Lageberichts verwiesen. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungsdauer wird nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Sachanlagen sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Abschreibungen auf bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen 1 und 12 Jahren. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wird in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG im Jahr des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der im Jahr des Zugangs und in den folgenden vier Jahren linear abgeschrieben wird. Die in den Vorjahren in Anlehnung an § 6 Abs. 2a EStG gebildeten Sammelposten wurden unter Ausnutzung des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB fortgeführt. Finanzanlagen werden zu den Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Filmvermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um die Abschreibung aus Verkaufserlösen, angesetzt. In der Bilanzposition Filmvermögen werden branchentypisch gesammelte entgeltlich erworbene Verwertungsrechte und geleistete Anzahlungen auf Lizenzrechte ausgewiesen, die punktuell auch als aktive Rechnungsabgrenzungsposten kategorisiert werden können. Die Abschreibung bzw. Auflösung bemisst sich dabei nach dem Verhältnis der im jeweiligen Geschäftsjahr erzielten Verwertungserlöse im Verhältnis zu den geplanten Gesamtverwertungserlösen. In der Regel wird davon ausgegangen, dass die Verwertungsrechte nach dem ersten Verwertungszyklus keine Werthaltigkeit mehr besitzen. Erforderlichenfalls werden auf Basis aktueller Erlösschätzungen über das künftige Verwertungspotenzial des Filmvermögens Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die im Filmvermögen enthaltenen geleisteten Anzahlungen werden zum Nominalwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder ihren niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Es wurde vom Wahlrecht zum Ansatz eines Überhangs aktiver latenter Steuern auf Grund sich ergebener Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag vorhandenen ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet, sofern sie nicht durch Derivate gesichert und mit diesen in einer Bewertungseinheit zusammengefasst sind. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs unter Beachtung der Anschaffungskosten und des Imparitätsprinzips. Soweit Bewertungseinheiten gebildet werden, werden diese unter Anwendung der Einfrierungsmethode bilanziert. Umsatzerlöse werden in der Regel bei Materialabnahme durch den Kunden und bei Materiallieferung oder Lizenzzeitbeginn des Lizenznehmers realisiert. Eventuellen Risiken aus Materiallieferungen wird mit entsprechenden Rückstellungen Rechnung getragen. 3. Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang verwiesen. Finanzanlagen Mit Darlehensvertrag vom 9. April 2011 und Nachtrag vom 7. Oktober 2015 stellte die Gesellschaft der Studiocanal Series GmbH, München, ein Darlehen von bis zu EUR 3,5 Mio. zum Abruf bereit. Zum 31. Dezember 2023 bestand keine Darlehensforderung (i. Vj. TEUR 10). Beim Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen handelt es sich um die Beteiligung an der Studiocanal Series GmbH, München.
1) Für diese Gesellschaften liegen
Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023
vor.
Filmvermögen Lizenzrechte Bei den unter dem Filmvermögen ausgewiesenen Lizenzrechten in Höhe von TEUR 18.180 (i. Vj. TEUR 18.015) handelt es sich hauptsächlich um Rechte der Produktionen "Spotless" in Höhe von TEUR 2.496 (i. Vj. TEUR 2.537), "Families like ours" in Höhe von TEUR 2.025 (i. Vj. TEUR 0), "Of money and blood" in Höhe von TEUR 1.722 (i. Vj. TEUR 0), "Crossing Lines III" in Höhe von TEUR 1.392 (i. Vj. TEUR 1.502), "No return" In Höhe von TEUR 1.064 (i. Vj. TEUR 1.138), "Les sentinelles" in Höhe von TEUR 1.000 (i. Vj. TEUR 0), "The Lawyer" in Höhe von TEUR 944 (i. Vj. TEUR 949), "Conviction" in Höhe von TEUR 883 (i. Vj. TEUR 651), "The Brigade" in Höhe von TEUR 733 (i. Vj. TEUR 1.000) und "Paris Police 1905" in Höhe von TEUR 624 (i. Vj. TEUR 889). Geleistete Anzahlungen auf Filmvermögen Bei den geleisteten Anzahlungen auf Filmvermögen in Höhe von TEUR 629 (i. Vj. TEUR 655) handelt es sich im Wesentlichen um Anzahlungen für einen Entwicklungsvertrag mit "Spark TV" in Höhe von TEUR 200 (i.Vj. TEUR 200), für das Projekt "STHLM Requiem" in Höhe von 62 TEUR (i. Vj. TEUR 62), für das Projekt "Agoodjie" in Höhe von TEUR 190 (i. Vj. TEUR 140) und für das Project "Byzantium" in Höhe von TEUR 87 (i. Vj. TEUR 68). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Im Geschäftsjahr bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 16.974 (i. Vj. TEUR 17.148). Davon haben Forderungen in Höhe von TEUR 1.717 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Geschäftsjahr bestanden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.400 (i. Vj. TEUR 865). Bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 52 (i. Vj. TEUR 1.146) handelt es sich im Wesentlichen um Mietkautionen (bis zu einem Jahr) in Höhe von TEUR 44 (i. Vj. TEUR 44). Aktive latente Steuern Die für zeitliche Unterschiede aufgrund unterschiedlichen Werteverzehrs zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Filmvermögen gebildeten aktiven latenten Steuern betragen im Geschäftsjahr TEUR 638 (i. Vj. TEUR 736) und werden auf Basis eines Steuersatzes von rund 33% bewertet. Ausschüttungsgesperrte Beträge Aufgrund des Ansatzes aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 638 besteht für diesen Betrag eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 2 HGB. Eigenkapital Auf Grundlage des Gesellschafterbeschlusses vom 15.03.2023 erfolgte am 17.03.2023 eine Einzahlung durch den Gesellschafter in die Kapitalrücklage in Höhe von 4 Mio. €. Das Eigenkapital zum 31.12.2023 beträgt TEUR 22. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 15.399 (i. Vj. TEUR 15.724) beinhalten größtenteils Rückstellungen für abzuführende Beteiligungen an Verkaufserlösen aus Rechteverkäufen für "War of the Worlds Season 1-3" TEUR 2.078 (i. Vj. TEUR 3.719), "Years and Years" in Höhe von TEUR 1.285 (i. Vj. TEUR 1.345), für "Shadowplay" in Höhe von TEUR 1.256 (i. Vj. TEUR 1.235), für "World without End" in Höhe von TEUR 705 (i. Vj. TEUR 699), "The pillars of the Earth" in Höhe von TEUR 656 (i. Vj. TEUR 569), "Crossing Lines 2" in Höhe von TEUR 636 (i.Vj. TEUR 562), "Instinto" in Höhe von TEUR 531 (i. Vj. TEUR 479), "Crossing Lines" in Höhe von TEUR 467 (i. Vj. TEUR 443), "Safe" in Höhe von TEUR 449 (i. Vj. TEUR 146), "The Teach 1, 2 and 3" in Höhe von TEUR 334 (i. Vj. TEUR 149), "Baron Noir 3" TEUR 325 (i. Vj. TEUR 409), "Trust me" in Höhe von TEUR 270 (i. Vj. TEUR 172), "Collapse" in Höhe von TEUR 240 (i. Vj. TEUR 235), "NOX" in Höhe von TEUR 226 (i. Vj. TEUR 198) und für diverse andere Projekte. Darüber hinaus sind in den sonstigen auch Beträge für variable Vergütungen, ausstehende Rechnungen, Anwaltskosten und nicht genommenen Urlaub enthalten. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen in Höhe von TEUR 18.143 (i. Vj. TEUR 24.675) aus Cashpooling-Verbindlichkeiten gegenüber Vivendi S.A., Paris, Frankreich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Vivendi S.A., Paris, Frankreich, bestehen im Wesentlichen aus der Finanzierung für Filmprojekte. Forderungen gegenüber Vivendi S.A., Paris, Frankreich, aus der Cashpooling Vereinbarung sind saldiert in den Verbindlichkeiten aufgeführt. Bewertungseinheiten Die Gesellschaft hat Sicherungsgeschäfte zur Absicherung von Forderungen aus dem Verkauf von Filmrechten in Fremdwährung im Rahmen von Microhedgin abgeschlossen. Die Sicherungsgeschäfte beziehen sich im Wesentlichen auf US-Dollar und Britische Pfund und verpflichten zum Verkauf von USD 1,5 Mio. und zum Einkauf von GBP 3,4 Mio. ab 2024. Die Beträge entsprechen den Forderungsbeträgen, die durch die Sicherungsgeschäfte abgesichert werden. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- oder Verlustrechnung erfasst. Weiterhin heben die Grundgeschäfte und die Sicherungsgeschäfte eine nahezu identische Fristigkeit. Für die gegenläufigen Wertänderungen wurde eine Bewertungseinheit gebildet. Die Absicherungseffektivität hinsichtlich des Wechselkurses wurde prospektiv durch Anwendung der critical term match-Methode gemessen, da die bewertungsrelevanten Parameter übereinstimmen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 259 (i. Vj. TEUR 1.402) beinhalten im Wesentlichen sonstige Erträge, insbesondere Währungserträge in Höhe von TEUR 154 (i. Vj. TEUR 1.329) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 105 (i. Vj. TEUR 73). Materialaufwand In den Aufwendungen für bezogene Leistungen werden Aufwendungen und Kosten für Synchronisation, Herstellungskosten und für Überspielungsmaterial aufgeführt. In den Aufwendungen für Filmvermögen werden die Abschreibungen auf entgeltlich erworbene Filmrechte sowie die Lizenzgeberanteile ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen auf Filmvermögen wurden in 2023 in Höhe von TEUR 610 (i. Vj. TEUR 3.114) durchgeführt. Dies betraf folgende Projekte, "Django" TEUR 510 (I. Vj. TEUR 2.630) und "Michel On the Ropes" TEUR 100 (I. Vj. TEUR 0). Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind im Materialaufwand ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände sind weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Vorjahr angefallen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.715 (i. Vj. TEUR 3.518) betreffen im Wesentlichen Personalkosten Fremde TEUR 759 (i. Vj. TEUR 741), Werbekosten TEUR 704 (i. Vj. TEUR 451), Währungsaufwendungen TEUR 707 (i. Vj. TEUR 1.403), Einstellung in die Einzelwertberechtigung zu Forderung TEUR 485 (i. Vj. 139), Fremdarbeiten TEUR 238 (i. Vj. 216), Rechts- und Beratungskosten TEUR 190 (i. Vj. TEUR 139), Reisekosten TEUR 150 (i. Vj. TEUR 58), sowie Raumkosten TEUR 197 (i. Vj. TEUR 180). Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind keine angefallen (i. Vj. TEUR 0). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 98 sowie Quellensteuern in Höhe von TEUR 351. 4. Sonstige Angaben Gesellschaftsorgane Geschäftsführer der Gesellschaft sind:
Herr Nicolas Loock und Frau Mary-Kathryn Kennedy sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Frau Guyonnet und Frau Kennedy erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft. Bei dem Ausweis der Geschäftsführerbezüge wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Sonstige wichtige Vorgänge nach Abschluss des Berichtsjahres Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. Juni 2024 wurde beschlossen, Frau Francoise Guyonnet, Paris, Frankreich, mit Wirkung zum Ablauf des 30. Juni 2024 als Geschäftsführerin abzuberufen und Frau Mary-Kathryn Kennedy, London, Großbritannien, mit Wirkung zum 1. Juli 2024 als neue Geschäftsführerin zu bestellen. Weitere Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die VFE Lage der Gesellschaft sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht erfolgt. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 12 Mitarbeiter (i. Vj. 12 Mitarbeiter) beschäftigt. Davon sind 10 Mitarbeiter Vollzeit angestellt und 2 Mitarbeiter Teilzeit. Die Mitarbeiterzahl teilt sich auf folgende Gruppen auf: Management inkl. Assistenten 2 Personen, Business Affairs 3 Personen, Finance 4 Personen, Development 2 Personen, Post production/Servicing 1 Person. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/Eventualverbindlichkeiten Die zum Bilanzstichtag bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen insgesamt TEUR 203 (i. Vj. TEUR 316) und haben in Höhe von TEUR 139 eine Laufzeit von bis zu einem Jahr, in Höhe von TEUR 64 eine Laufzeit von über einem aber unter fünf Jahren und mit TEUR 0 eine Laufzeit von über fünf Jahren. 5. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Zum Bilanzstichtag wurden 100 % der Anteile der Gesellschaft von der Euromedien Beteiligungs GmbH, Berlin, gehalten. Die Vivendi S.A., Paris/Frankreich, stellt unter Einbeziehung der Gesellschaft einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist bei der Vivendi S.A., bzw. auf ihrer Website https://www.vivendi.com/en/investment-analysts/ erhältlich. Die Bolloré S.A., Puteaux/Frankreich, stellt unter Einbeziehung der Gesellschaft einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist bei der Bolloré S.A. bzw. auf ihrer Website unter http://www.bollore.com/en-us/investors/investors-relations/ erhältlich. Es werden keine wesentlichen, zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte mit nahen stehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen. Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 46. 6. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von -1,9 Mio. EUR des abgelaufenen Geschäftsjahres abzüglich des Gewinnvortrags auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 03.12.2024 STUDIOCANAL TV GmbH Mary-Kathrin Kennedy, Geschäftsführerin Nicolas Loock, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die STUDIOCANAL TV GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der STUDIOCANAL TV GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STUDIOCANAL TV GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "Allgemeine Angaben" des Anhangs sowie Abschnitt "5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung", Unterabschnitt "Liquiditätsrisiko", des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass gemäß der aktuellen Liquiditätsplanung im Prognosezeitraum voraussichtlich zeitweise ein Liquiditätsbedarf besteht, der eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von bis zu EUR 14 Mio. erforderlich macht. Die Deckung des Liquiditätsbedarfs erfolgt grundsätzlich über das zentrale Group Cash Management Agreement mit der Vivendi S.A., Paris, Frankreich, welches jedoch grundsätzlich kurzfristig kündbar ist. Ergänzend wurde am 4. April 2023 zwischen der Vivendi S.A., Paris, Frankreich, und der STUDIOCANAL TV GmbH, München, vereinbart, dass die betragsmäßig nicht be grenzte Kreditlinie bis Ende des Jahres 2025 weder reduziert noch gekündigt werden kann, damit die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft ist somit von der weiteren finanziellen Unterstützung durch die Vivendi S.A., Paris, Frankreich, abhängig. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen fa schen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 11. Dezember 2024 EY
GmbH & Co. KG
Stephan Schmidt, Wirtschaftsprüfer Philipp Canzler, Wirtschaftsprüfer |
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