Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 2086
Eingetragen
22.2.1989
Branche
Großhandel mit TextilienGroßhandel mit BekleidungEinzelhandel mit Textilien
Gegenstand
Produktion und der Handel mit Textilien aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Maren Baumbach-Sim
seit 18.7.2018
Geschäftsführer
Jan Henrik Baumbach
seit 18.7.2018
Geschäftsführer

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Atair GmbH

Steinfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht 2022

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Atair GmbH ist heute ein führender Produzent von Legwear in Europa. Neben Private Labels und eigener Marken produziert und vertreibt das Unternehmen erfolgreich Strumpfprodukte renommierter Lizenzen.

Private Labels

Als führender Handelsmarkenproduzent kennen wir uns bestens in den Vertriebsschienen des europäischen Handels aus.

Wir erstellen Marken, maßgeschneidert für Unternehmen. Von SB-Warenhäusern über Schuhfachhändler, Verbrauchermärkte, Supermärkte, Drogeriemärkte, Kaufhäuser, Discounter, Textilfilialisten und den Versandhandel bis hin zu C+C-Märkten.

Eigene Marken

Ob Socken, Strümpfe oder Strumpfhosen: Unsere starken und beliebten eigenen Marken wie provital, disée, Fussvolk, Uandwoo oder Just sind perfekt abgestimmt auf die unterschiedlichsten Anforderungen und Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe - von Basics (NOS) über aktuelle Modeartikel bis hin zu ausgezeichneten Funktionsartikeln für jeden Anlass.

Lizenzmarken

International bekannte und etablierte Modemarken wie Tom Tailor, bugatti oder camel activ vertrauen auf unsere Leistung, unser Gespür für Trends und die erstklassige Produktqualität.

Wir konzentrieren uns seit über 35 Jahren auf das Legwear-Geschäft und die partnerschaftliche Beziehung zu unseren Kunden.

Über IT angebundene Flächen werden zur Maximierung der Flächenrentabilität von uns gesteuert.

Vom Sourcing über die eigene Produktion in Serbien bis hin zur Logistik - wir decken alle Bereiche von der Beschaffung des Rohmaterials bis hin zur Auslieferung des Endproduktes ab.

Wir verstehen uns als Servicepartner des Handels und entwickeln flexibel und schnell gemeinsam Konzepte, Designs und Innovationen. Wir sind NOS-Spezialist und stehen für die zuverlässige, bedarfsgerechte Versorgung unsere Kunden. Wir garantieren Nachhaltigkeit in allen Bereichen unseres Unternehmens. Wir sind Mitglied der BSCI und zertifiziert nach GOTS und OEKO-TEX®.

Die Unternehmensgruppe umfasst neben dem Vertriebszentraum in Steinfurt, dem Logistikzentraum in Wettringen und dem Produktionswerk in Serbien, weitere Tochtergesellschaften im In- und Ausland.

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Konjunkturzahlen des Jahres 2022 sind im Vorjahresvergleich überwiegend positiv. Allerdings haben die Coronakrise und der Ukraine-Krieg die Branche stark belastet: Die Rohstoffpreise und die Energiekosten sind massiv gestiegen. Ebenso Logistik, Inflation, steigende Zinsen und Verfügbarkeiten hatten teils massive finanzielle Auswirkungen. Zwar stiegen die Umsätze über sämtliche Teilsegmente hinweg, jedoch stehen den nominalen Umsatzsteigerungen die extremen Kostensteigerungen gegenüber. Das führte dazu, dass die Renditen stark unter Druck standen - insbesondere im Textilsegment. Die Bedeutung der Auslandsmärkte steigt weiterhin.

Die Exporte und die Umsätze mit dem Ausland haben wesentlich zu den positiven Zahlen des Jahres 2022 beigetragen. Der Ukraine-Krieg brachte weitere Verwerfungen, die die Einschätzungen und Perspektiven der Unternehmen weiter eintrübten.

Die Unternehmen bauen aktuell nur zögerlich Personal auf. Am aktuellen Rand zeigen sich die Unternehmen wieder etwas optimistischer, allerdings ist das Konjunkturklima noch nicht auf Vorkrisenniveau.

Umsatz Textilmarkt

Insgesamt schließt das Jahr 2022 im Bereich "Textil + Bekleidung" mit einem Umsatzplus von +11,7 % ab. Nominal gesehen legte der Bereich "Textil" um +7,7 %, der Bereich "Bekleidung" sogar um +19,4 % zu. Aufgrund der hohen Inflation lag die reale und saisonbereinigte Steigerung für den Bereich "Bekleidung" bei etwa +12,0 %. Im Bereich "Textil" hingegen sank der reale Umsatz um etwa -6,0 %. Dieses ist auf die Energiekostensteigerungen und Rohstoffknappheiten zurückzuführen.

In der Segmententwicklung sind im Bereich "Textil" sämtliche Segmente im Plus. Die technischen Textilien und die Vliesstoffe haben absolut und relativ stark zugelegt. Auch Teppiche und Wirk- /Strickwaren haben ihre Umsätze im Vorjahresvergleich klar ausbauen können. Kaum Veränderung gab es bei den konfektionierten Textilwaren nach den in den Corona-Jahren relativ deutlichen Zuwächsen bei den Heimtextilien. Das Teppich-Segment verzeichnete nach den zuletzt deutlichen Verlusten wieder ein Plus.

Im Bekleidungssegment können nahezu sämtliche Teilsegmente nach den Krisenjahren wieder deutlich Umsatz hinzugewinnen. Allein im stärksten Teilsegment, der sonstigen Oberbekleidung, gab es ein Plus von knapp +24,7%; die Steigerung bei den Strumpfwaren erhöhte sich um +2,4 %.

Die Umsatzsteigerungen wurden maßgeblich von der Nachfrage im Ausland getragen. Das zeigt die Übersicht zur Zielregion der Umsätze. Dieses gilt, wie schon in den Vorjahren, im besonderen Maße für Bekleidung.

Insbesondere der Umsatz mit dem Drittland legte um ein Drittel zu. In dem Bereich "Textil" fiel die Steigerungen insgesamt geringer aus, jedoch ist zu erkennen, dass das Gewicht des Auslandsumsatzes in diesem Segment sich um ein Vielfaches erhöhte. Damit steigt weiterhin die Bedeutung der ausländischen Absatzmärkte sowohl für den Bereich "Textil" und dem Bereich "Bekleidung" an.

Außenhandel

Die Exportumsätze 2022 haben sich positiv entwickelt. Insgesamt stiegen die Ausfuhren um +7,4 %. Die Europäische Union konnte als wichtigste Exportregion weiter ausgebaut werden. Demgegenüber gehörte China zu den Ländern mit rückläufigen Exportvolumen. Im vergangenen Jahr ist dieses im Wesentlichen auf die wenig wettbewerbsfähigen Preise im Vergleich zum weiteren ostasiatischen Raum begründet. In die USA und die Türkei wurde mehr exportiert; ebenso nach Großbritannien. Einziger gewichtiger Verlierer war, neben China, Russland.

Bei den Importen war das Volumen aus der Europäischen Union hingegen rückläufig. Das gilt für die Europäische Union als Ganzes, genau wie für wichtige Importländer, insbesondere Italien. Der Brexit macht sich bei den Importen aus United Kingdom sehr stark bemerkbar, allerdings ist das absolute Volumen von geringer Bedeutung. Deutschland importierte schwerpunktmäßig aus den klassischen Importländern, wie China und Bangladesch. Andere Länder aus der südostasiatischen Region, wie Vietnam, Kambodscha oder Myanmar legten teils deutlich zu. Insgesamt stiegen die Textilimporte um +4,1 %, die Importe von Bekleidung stiegen sogar um +22,0 %. Kumuliert erhöhten sich die Importe damit um +17,2 %.

Beschäftigung (Jahresdurchschnitt)

Die Beschäftigtenzahlen waren bereits unmittelbar vor der Corona-Krise rückläufig. In den Jahren 2020 und 2021 sanken die Zahlen weiter deutlich.

Im vergangenen Jahr 2022 konnte - auf niedrigem Niveau - die Beschäftigtenzahl stabilisiert werden: Die Anzahl der Beschäftigten stieg leicht, sowohl im Bereich "Textil" (+0,1 %) als auch im Bereich "Bekleidung" (+0,5 %). Insgesamt stieg die Beschäftigung im Jahresdurchschnitt leicht um +0,2 %.

Die geleisteten Arbeitsstunden sanken im Jahresdurchschnitt geringfügig um -0,3 %. Dabei gingen die geleisteten Arbeitsstunden im Bereich "Textil" um -0,7 % zurück, während sie im Bereich "Bekleidung" um +0,6 % anstiegen.

Die Lohn- und Gehaltssummen erhöhten sich demgegenüber deutlich um +5,3 % (Textil +4,3 %, Bekleidung +7,5 %).

Inländische Produktion

Die inländische Produktion entwickelte sich in den Segmenten unterschiedlich: Während im Bereich "Textil" im Gesamtjahr 2022 -7,1 % weniger Produktion meldete, legte der Bereich "Bekleidung" im selben Zeitraum um +9,9 % zu; allerdings von einem durch Corona bedingten sehr niedrigen Niveau aus.

Preise

Die Beschaffungspreise für Rohstoffe haben nach den beispiellosen Steigerungen des Jahres 2021 auch im abgelaufenen Jahr 2022 weiter mit zweistelligen Raten zugelegt. Besonders stark fielen die Zuwächse beim Gaspreis aus. Auch die Preise für die wichtigsten Vorprodukte von textilen Rohstoffen wie Kunststoffe und Chemiefasern stiegen weiter deutlich und lagen im Geschäftsjahr auf Rekordniveau.

Rohstoffpreisentwicklungen in 2022:

Allgemein:

Die Beschaffungskrise bleibt das beherrschende Thema im Jahr 2022.

In der Folge sind die Preise für die Materialien, die Logistik, für Dienstleistungen und nicht zuletzt für Energie in den vergangenen Monaten teils extrem gestiegen. Verschärfend hinzu kommen Verfügbarkeitsprobleme, lange Lieferzeiten sowie Fachkräftemangel.

Um die Lieferfähigkeit zu sichern, sind im Geschäftsjahr viele Unternehmen auf eine vorsorgliche Bevorratung übergegangen. Das führt dazu, dass eine nennenswerte Preissenkung kurzfristig nicht zu erwarten sein wird.

Im Jahr 2021 waren die Preise in Ostasien weniger stark gestiegen, oft sogar entgegen dem Trend in Europa und Nordamerika, gefallen. Wesentliche Gründe sind neben den exorbitanten Logistikkosten die hohen Energiepreise in Europa. Ebenso spielte die chinesische Industriepolitik eine wichtige Rolle. Die Preisspreizung zwischen den asiatischen und den europäischen Handelsplätzen hat daher im Jahr 2022 deutlich zugenommen.

Logistik:

Die Hoffnungen auf eine Normalisierung der Lieferketten aus Fernost haben sich nicht erfüllt: In den großen Häfen Europas stauten sich zu Jahresbeginn weiter Schiffe. Durch den Mangel an Lkw-Fahrern in Europa kam es über einen längeren Zeitraum nicht zu einer Entspannung.

Die Preise verharrten für den Containerfrachtverkehr von Fernost nach Mitteleuropa auf hohem Niveau. Die Probleme zu Lande nahmen zu: Überfüllte Häfen, Streiks und ein Mangel an Lkw-Kapazitäten verzögerten den Transport weiter und sorgen für weiteren Preisdruck. Hinzu kamen die aktuellen Engpässe im Luftverkehr, die diese Alternative deutlich erschweren.

Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte wurde die Logistik hinsichtlich der Container-Frachtraten günstiger und verschob zusammen mit dem aktuell starken Dollar die Nachfrage nach Asien. Allein in der letzten Septemberwoche verbilligten sich die Frachtraten aus China um oft zweistellige Raten. Grund sind nicht nur die sinkende Nachfrage und Rezessionssorgen, sondern ebenfalls ein steigendes Frachtvolumen durch neue Containerschiffe. Keine Entwarnung gab es bei Luft- und Landlogistik. Die Energiekosten und Kapazitätsprobleme durch Personalmangel und Demografie schlugen hier voll auf die Preise durch.

Zum Jahresende sanken die Kosten für Logistik weiter, teils sehr deutlich: So kostete ein 40-Fuß-Container aus China nach Nordeuropa in der Kalenderwoche 50 allein im Wochenvergleich um 18 % weniger.

Polyester:

Die europäischen Produzenten von Polyester forderten mit Blick auf die Energiepreisschocks unverändert Höchstpreise. Trotz der exorbitanten Logistikkosten und unsicheren Lieferfristen nahm das Interesse an Polyesterimporten zu.

Dabei drifteten in Asien und Europa die Polyesterpreise auseinander: Während in China aufgrund der Zero-Covid-Politik die Nachfrage und die Preise gedrückt wurden, nahm auf den anderen asiatischen Märkten der Druck auf die hohen Preise zu.

Mitte 2022 notierten die Polyester-Preise in Fernost uneinheitlich: Während in China die radikale Wende in der Covid-Politik die Nachfrage etwas stimuliert, sanken die Preise im übrigen Asien weiter. Die relative Wettbewerbsposition der europäischen Produzenten blieb zunehmend schlecht, da die weiter sinkenden Frachtraten die asiatische Ware attraktiv hielten.

Der europäische Markt stand durch hohe Energiepreise weiter unter erheblichem Preisdruck. Insgesamt drückte, trotz tendenziell sinkender Preise, die Inflation in Europa und den USA die Nachfrage.

Baumwolle:

Die Baumwollpreise blieben trotz eines leichten Rücksetzers im Dezember 2021 in der ersten Jahreshälfte auf hohem Niveau. Aufgrund der trüben Konjunkturaussichten fielen die Baumwollpreise, nach den starken Preissteigerungen der vergangenen Monate, im Juni deutlich. Ebenso wirkten die Aktivitäten der USA und der EU zur Eindämmung von Zwangsarbeit preisdämpfend. Indien senkte seine Ernteprognose weiter und der Preissog aller agrarischen Produkte dauerte an.

Zum Ende des Jahres 2022 waren die Baumwollpreise nach den unterjährigen, vor allem spekulationsgetriebenen Preishochs, wieder nahezu auf einem vergleichbaren Niveau der Vorjahre. Auch die Baumwollpreise wurden durch die Erwartungen in Verbindung mit den aufgehobenen Covid-Maßnahmen in China getrieben; allerdings kam hier die Nachfrage in Europa und Amerika nicht recht in Schwung. Im Vergleich zu Viskose und Polyesterfasern war Baumwolle jedoch im Vergleich zu den Vorjahren vergleichsweise teuer.

Entwicklung im Einzelhandel:

Die Umsätze des Bekleidungseinzelhandels stiegen aufgrund des Basiseffekts sehr deutlich an: Aufgrund der Lockdown-Maßnahmen war die Umsatzvorgabe aus den ersten Monaten 2021 extrem niedrig. Seit Mitte 2022 stagniert der Umsatz sowohl stationär als auch online.

Einzelhandel Umsatzveränderung 2022 vs. 2021

• Bekleidungseinzelhandel +31,1 %

• gesamter Einzelhandel +7,9 %

Der Versandhandel profitierte stark von den Coronamaßnahmen. Dennoch konnten die beispiellosen Verluste im stationären Einzelhandel nur sehr zögerlich im Geschäftsjahr 2022 ausgeglichen werden.

Kurzfristige Perspektiven Bereich "Textil" und "Bekleidung"

Die Umfrage des Gesamtverbandes "textil+mode" zum Anfang des Jahres 2023 zeigt, dass sich die Lageeinschätzung und die kurzfristigen Erwartungen verschlechtert haben. Allerdings wurde die Vorjahresumfrage vor der Ukraine-Invasion abgeschlossen. Dennoch kann insbesondere bei Textil nicht davon ausgegangen werden, dass die Krise bereits überwunden ist, da die Unternehmen die Situation eher etwas schlechter im Vergleich zum Vorkrisenniveau einschätzen. Bei Bekleidung waren die Belastungen durch Corona sehr groß, der Schwung der nachfolgenden Erholung ist jedoch unterbrochen.

Der ifo-Geschäftsklimaindex hat sich für Textil in Folge des Ukraine-Krieges bis September tendenziell verschlechtert und sich seitdem wieder etwas erholt. Bei Bekleidung verlief die Einschätzung des Konjunkturklimas ähnlich. Insgesamt waren und sind die Bekleidungsunternehmen etwas positiver und zuversichtlicher gestimmt als die Textilunternehmen. Durch die stärkere Verflechtung mit anderen Industriebranchen ist bei Textil der Verlauf der Einschätzungen ähnlich zu dem der Industrieunternehmen insgesamt.

(Quelle: textil + mode, Konjunkturbericht 02/2023; destatis-Zahlen 2022, GermanFashion Verband 2022)

Entwicklung Strumpfmarkt

Wir möchten nicht unerwähnt lassen, dass der Strumpfmarkt grundsätzlich als Teil des Textil- und Bekleidungsmarktes eingeordnet wird. Jedoch gelten bei der Nachfrage nach Strumpfwaren andere Gesetzmäßigkeiten als bei Bekleidung. Die Kaufentscheidung nach Strümpfen ist krisensicher und belastet nicht stark aufgrund des im Durchschnitt geringen Stückpreises das verfügbare Einkommen der Verbraucher.

Der Strumpfmarkt war im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr sowohl in der Menge als auch im Wert weiter stark auf Wachstumskurs.

Das Mengenvolumen lag im Jahr 2022 bei 653 Millionenpacks (MPacks) und wuchs im Geschäftsjahr um 9,3%. Wertmäßig konnte eine erfreuliche Steigerung von 8,4 % auf eine Summe von 1.587 MEUR erreicht werden.

Treiber des Wachstums war der Feinbereich und die dort im Jahr 2022 gestiegene Nachfrage sowie die Preisentwicklungen im Handel.

Im Feinbereich stieg das Mengenvolumen um 4,1% auf 46,4 MPacks und verzeichnete wertmäßig einen ebenso erfreulichen zweistelligen Wachstum i.H.v. +18,3% auf 158 MEUR.

Parallel dazu stieg das Volumen im Strickbereich in der Menge um 9,7% auf 606,2 MPacks und im Wert um 7,4% auf 1.428 MEUR.

In den einzelnen Segmenten bei den Damen-, Herren- und Kinderstrumpfwaren war die Entwicklung sehr unterschiedlich:

Damenstrumpfwaren

Segment Fein:

Die Kategorie Damenstrumpfwaren verzeichnete gegenüber dem Vorjahr ein starkes Wachstum um +16,2% auf 154 MEUR, während das Volumen eine stabile, leicht wachsende Nachfrage i.H.v. 1,1% auf 44,7 MPacks aufzeigt.

Diese Entwicklung zeigte sehr deutlich, dass durchgesetzte Preisanpassung am Markt im Bereich Fein von den Verbrauchern angenommen wurden.

Die Notwendigkeit von Preisanpassungen in diesem Bereich ergaben sich durch die Kostensteigerungen im Bereich Energie und Rohstoff.

Segment Strick:

Auch der Bereich "Strick" entwickelt sich kumuliert im Geschäftsjahr 2022 positiv. Der Umsatz stieg um 9,6% auf insgesamt 624 MEUR, während die Menge als Indikator für die Nachfrage, eine sogar noch positivere Entwicklung i.H.v. von 12,1% auf 240 MPacks zu verzeichnete.

Herrenstrumpfwaren

Bei den Herrenstrumpfwaren stieg das Volumen sowohl im Werte- als auch im Mengenbereich auf ähnlichem Niveau. Der Wertebereich gegenüber dem Vorjahr lag bei 534 MEUR und stiegt entsprechend um 9,0%. In der Menge stieg das Volumen auf ähnlichem Niveau um 8,3% gegenüber dem Vorjahr auf 218,6 MPacks.

Kinderstrumpfwaren

Der Umsatz bei den Kinderstrumpfwaren verzeichnet ein geringes Wachstum gegenüber dem Vorjahr i.H.v. + 1,2% auf 273 MEUR. Die Entwicklung des Absatzes zeigt mit + 9,0% ein deutliches Wachstum auf.

Der positive Effekt wird in erster Linie durch einen Einbruch bei den Kinderkniestrümpfen gedämpft: - 39,8% Umsatz und - 30,1% Absatz im Vergleich zum Vorjahr.

Der Rückgang bei Kinderkniestrümpfen wurde durch den Anstieg bei Kindersocken kompensiert. Die Umschichtung der Nachfrage erfolgt aufgrund von durchschnittlich wärmeren Temperaturen in den kälteren Monaten im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr.

(Quelle: GfK Consumer Panel Fashion)

Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Nach einem Jahr mit deutlichen Einschränkungen aufgrund von Corona, konnte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 erholen und gegenüber dem Vorjahr um + 32,4% gesteigert werden.

Ein Treiber dieser Entwicklung war der Verkauf der Markenrechte für provital und disée von Atair GmbH an AB Holding. Dieser Verkauf basiert auf eine strategische Entscheidung der Atair Gruppe: Die Atair GmbH konzentriert sich auf den Vertrieb von Produkten unter Private Label der Kunden und Lizenzmarken. Die Vermarktung der eigenen Marken wird ab 2022 von der AB Holding übernommen und entwickelt.

Würde der Umsatz bereinigt, der durch den Verkauf der Markenrechte generiert wurde (32.861 TEUR), so verbleibt gegenüber dem Vorjahr eine starke Umsatzentwicklung von + 19,8 %.

Für das Berichtsjahr ist eine Steigerung der Ertragslage gegenüber 2021 zu verzeichnen. Das Geschäftsjahr 2022 wurde mit einem Jahresüberschuss von 319,4 TEUR abgeschlossen.

Der Materialeinsatz ist durch gestiegene Rohstoffkosten, insbesondere Lohn- und Energiekosten für Produktion und Transport im Verhältnis zum bereinigten Umsatz um 7,4 %-Punkte angestiegen. Ein Treiber war der deutliche Anstieg der Container-Kosten für den Warenimport aus China.

Das Jahr 2022 stand grundsätzlich im Zeichen der Konsolidierung und der Einsparung von Kosten, ohne an Effizienz und Durchsetzungskraft am Markt zu verlieren:

• Die Personalkosten sind im Vergleich zu 2021 leicht um 1,3% gesunken.

• Die Investitionen in Marketing sind um 38,0 % im Vergleich zu 2021 reduziert worden.

• Dadurch dass die Betreuung der strategischen A-Kunden, die im Jahr 2022 im Umsatz stark gewachsen sind, ausschließlich von internen Vertriebsmitarbeitern erfolgt, sanken gegenüber dem Vorjahr die Provisionszahlungen um 32,3%.

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird auch weiterhin als stabil eingeschätzt. Atair GmbH verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind selten und gemessen am Gesamtumsatz in geringer Höhe.

Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden in den vereinbarten Zahlungszielen beglichen.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft über Lieferantenkredite sowie durch Inanspruchnahme von Kreditlinien bei Banken.

c) Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 219 TEUR (- 7,7%) gesunken.

Zugänge bei immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 10,7 TEUR, Sachanlagen in Höhe von 57,9 TEUR und Finanzanlagen in Höhe von 17,0 TEUR, stehen Abschreibungen in Höhe von 304 TEUR gegenüber.

Eine sehr positive Entwicklung verzeichnen die Vorräte, die gegenüber dem Vorjahr um 1.621 TEUR auf 3.834 TEUR (= - 29,7%) gesunken sind. Diese Minderung ist auf eine Optimierung der Einkaufspolitik zurückzuführen. Die Einführung einer bedarfsgerechten Einkaufsbudgetierung mit dem Ziel ein Optimum aus Bestand und LUG zu erzielen, zeigt hier erste Erfolge.

Der Barmittelbestand ist im Berichtsjahr auf 3,4 TEUR gesunken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 1,2 MEUR gestiegen. Dieses ist dadurch begründet, dass die Umsätze in Q4 2022 mit + 1,9 MEUR entsprechend deutlich über dem Vorjahr lagen. Aufgrund von Zahlungszielen der Kunden ergibt sich durch diese positive Umsatzentwicklung ein erhöhter Forderungsbestand über den Bilanzstichtag.

Im Geschäftsjahr sah sich das Unternehmen Proleter mit einem erhöhten Cash-Abfluss, als Beispiel die Rückführung von Coronahilfen, konfrontiert. Das führte dazu, dass gegenüber dem Vorjahr diese Forderungen um 1,6 MEUR stiegen. Diese werden, beginnend mit dem Geschäftsjahr 2023, ratierlich abgebaut.

Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements im Geschäftsjahr, wie auch in den letzten Jahren, sehr niedrig gehalten werden.

Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 3.334 TEUR. Durch den Verkauf der Markenrechte von Atair GmbH an AB Holding steigen die Forderungen an verbundene Unternehmen, so dass die Bilanzsumme um 5.926 TEUR ansteigt. Die Eigenkapitalquote im Jahr 2022 sank trotz Steigerung des Eigenkapitals von 23,3% auf 17,7%. Dieses ist auf eine höhere Bilanzsumme zurückzuführen.

Durch die Erweiterung des KfW-Darlehens sowie die planmäßige jährliche Verlängerung eines Eurokredites, in diesem Jahr über den Bilanzstichtag hinaus, sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 893 TEUR zum Bilanzstichtag gegenüber 2021 gestiegen.

Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns einerseits der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen über höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Zudem ist es Atair im Jahr 2022 gelungen, die Zahlungsziele mit den ausländischen Lieferanten neu zu verhandeln und auszubauen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 45,2 % der Bilanzsumme. In der Summe macht das zum Bilanzstichtag einen Wert von 8.515 TEUR aus.

Die Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 225 TEUR gestiegen. In der Hauptsache ist dies auf ausstehende Verbindlichkeiten im Rahmen von Vertragsvereinbarungen und Tantieme-Vereinbarungen zurückzuführen.

d. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wie auch in den Vorjahren ziehen wir für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite, Eigenkapitalquote und den Cashflow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung längerfristiger Rückstellungen. Das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme gibt insbesondere den Kreditinstituten Auskunft über unsere Kapitalstruktur und dient als Indikator für die Stabilität des Unternehmens.

Kennzahl 2022 2021
Umsatzrendite (bereinigt) 1,5% (1,7%) -1,3%
Eigenkapitalquote 17,7% 23,3%
Cashflow 623,4 TEuro -166,4 TEuro

Gesamtaussage

Insgesamt lässt sich positiv festhalten, dass die Atair GmbH trotz Nachwirklungen der Corona-Krise einen Jahresüberschuss in Geschäftsjahr 2022 realisieren konnte. Die Umsätze konnten sich vor Veräußerung der Markenrechte beinahe auf das Vor-Corona-Niveau erholen und gleichzeitig waren Kostenanstiege auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette zu verzeichnen. Vorräte und Bestände sanken. Hier konnte gebundenes Kapital freigesetzt werden. Das Eigenkapital konnte gesteigert werden.

Durch den Anstieg der Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber 2021 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sind gestiegen. Zurückzuführen ist dieses auf neu verhandelten längeren Zahlungszielen. Ebenso stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, teilweise aufgrund von Verlängerungen über den Bilanzstichtag hinaus.

Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir auch weiter als gut ein. Die Auftragslage und die Umsatzentwicklung zeigen weiterhin einen deutlich positiven Trend.

Die Kombination von NOS- und Order-Geschäft schafft uns hier eine gute Planbasis und Stabilität durch stetigen Umsatzeingang. Factoring sorgt für einen kontinuierlichen Cash-Zufluss. Die seit Ende des Jahres 2021 etablierte Einkaufsbudgetierung führt weiterhin zu einer Liquiditätsstabilität.

Wir werden unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Kosteneffizienz und die Umsetzung unserer strategischen Initiativen weiter vorantreiben. Das Erreichen einer gesteigerten Rendite und ein stabiler Cashflow sowie Liquiditätsaufbau haben Priorität.

Prognosebericht

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar.

Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Zwar hatte die Ausbreitung der Coronavirus-Variante in vielen Staaten zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfte der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres an Einfluss verlieren.

Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen. Der Sachverständigenrat prognostiziert im Euro-Raum für das Jahr 2023 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,9 %. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch nicht zu einem Stopp russischer Energielieferungen kommt. Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2023 um 3,6 % zulegen.

Der Sachverständigenrat erwartet für Deutschland im Jahr 2023 eine Inflationsrate i.H.v. 4 % (VPI). Die große Abhängigkeit von russischen Energielieferungen birgt das erhebliche Risiko einer geringeren Wirtschaftsleistung bis hin zu einer Rezession bei gleichzeitig deutlich höheren Inflationsraten.

Aus diesem Grunde verzeichnet der Konsumgütermarkt in vielen Bereichen eine Nachfrageverschiebung hin zu Produkten mit günstigeren VK-Preisen. In diesem Segment, dem sog. Private-Label-Bereich, ist Atair mit seinen Produkten Leg- und Underwear stark vertreten. Zudem erweisen sich Strümpfe und Wäsche als ein krisensicheres Produkt.

Für 2023 gehen wir von einer gleichbleibenden bis steigende Nachfrage aus. Atair profitiert von den Nachfrageverschiebungen. Wir planen für das Jahr 2023 daher mit einem weiteren Umsatzausbau in Höhe von 10%.

Preissteigerungen in Beschaffung und Produktion werden wir einerseits durch Kosteneinsparungen entgegenwirken. Zudem sourcen wir zukünftig Baumwoll-Strümpfe mit zunehmendem Volumen an weitere ausländischen Unternehmen aus, die gleiche Qualität zu günstigeren Einkaufspreisen bieten. Als weitere Maßnahme werden wir dort, wo möglich, Preissteigerungen an den Handel weitergeben. Basierend auf den Erfahrungen werden wir zukünftig langfristige Lieferverträge mit fixierten Preisen mit unseren Handelspartnern vermeiden. Wir werden uns weiter aktiv von unterdurchschnittlich rentablen Sortimenten trennen.

Lieferengpässe durch unsere Lieferanten sind derzeit nicht zu erwarten. Wir halten weiterhin, wie schon in den Vorjahren, die Mehrheit der Aktienanteile an einer Produktionsgesellschaft in Serbien. Durch diese Produktionsfirma können wir noch immer über 50 % des Beschaffungsvolumens im Bereich "Fein" abdecken.

Die Liquiditätslage ist für 2023 als gut zu bewerten.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die Konkurrenz in unserem Segment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Chancen und Risiken

a. Chancenbericht

Im Jahr 2023 wird die Corona-Pandemie Historie sein. Das Management von Atair hat gelernt, welche Steuerungselemente während einer derartigen Pandemie bedient werden können und müssen, um den Fortbestand des Unternehmens in derartigen Ausnahmesituationen zu sichern.

Handelsmarkenprodukte erleben aufgrund von Inflation, der Senkung des verfügbaren Einkommens und der damit einhergehenden Preissensibilität der Verbraucher einen kontinuierlichen Nachfrageanstieg.

Die Lieferkettenproblematik insb. Asien / Europa hat dazu geführt, dass der Handel verstärkt Produkte aus Europa nachfragt, was unsere Stellung als europäischer Strumpfproduzent stärkt.

Kurze Lieferwege und Rohstoffe aus Europa sind teurer, gewährleisten dafür eine stetige Verfügbarkeit. Diese können wir als NOS-Lieferant insbesondere im deutschen Handel somit sicherstellen.

Trotz der vorhandenen hohen Nachfrage nach günstigen und qualitativ wertigen Produkten, steigt auch die Nachfrage insbesondere beim Handel nach nachhaltigen Produkten. Diese Entwicklung ist getrieben von Politik und einem wachsenden Bewusstsein hinsichtlich Klimakrise. Aktuell ist es so, dass der Verbraucher noch wenig bereit ist, für nachhaltige Produkte mehr zu zahlen. Discounter suggerieren dem Verbraucher zudem, dass Nachhaltigkeit auch für ein geringes Preisniveau erkauft werden kann.

Nachhaltige Garne und Verpackungen sowie ein CO 2 armer Transport sind teuer und erfordern höhere Preise. Hier liegt sicher eine Möglichkeit, sich weiter vom Wettbewerber zu differenzieren und USPs zu schaffen, um die Marktposition von Atair weiter zu sichern. Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten sowie Garnherstellern zusammen, um über aktuellen Themen und Trends frühzeitig informiert zu sein.

b.Risikobericht

Für die Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2022 keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Bestandsgefährdende Risiken und sonstige Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand ebenfalls nicht für den Prognosezeitraum sowie die überschaubare Zukunft.

Die Atair GmbH sieht sich als international tätiges Unternehmen regelmäßig mit Risiken und Chancen konfrontiert. Die zielorientierte Steuerung dieser Größen ist eine wesentliche Voraussetzung für den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Deshalb besitzt das Risikomanagement einen hohen Stellenwert im Rahmen der Unternehmensführung.

Grundsätzliches Ziel unserer Risikopolitik ist es, sich bietende Chancen konsequent zu nutzen und Risiken nur dann einzugehen, wenn ein angemessener Beitrag zum Unternehmensertrag erwartet werden kann.

Generell definieren wir Risiken und Chancen als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen oder positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Die Einschätzung der Risiken erfolgt über die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die zu erwartenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Höhere Risikoklassen, die vorab definierte Schwellen überschreiten, werden gesondert beobachtet und bewertet.

Das Risiko aus Fremdwährungstransaktionen sichern wir durch rechtzeitige Devisentermingeschäfte.

Die wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten des Unternehmens umfassen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit.

Das Ausfallrisiko ist weitestgehend auf den Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschränkt. Dies wird aber als sehr gering eingestuft, denn zur Minimierung der Ausfallrisiken besteht hinter den Geschäften eine Warenkreditversicherung.

Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Es werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen, soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind.

Die Gesellschaft begegnet ihren Liquiditätsrisiken sowie möglichen kurzfristigen Zahlungsstromschwankungen durch ein striktes Cash-Management.

Einkäufe werden geplant und unter Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätsgesichtpunkten geprüft und entsprechend zugesagt oder neu terminiert. Zudem überwacht das Unternehmen das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels einer täglich geführten und aktualisierten Liquiditätsplanung ergänzt um eine monatliche Planung für das gesamte Geschäftsjahr.

Die Auswirkungen der Zinsentwicklung werden im Jahr 2023 deutlich. Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements der Gesellschaft nicht nur für 2023 ist es, das Eigenkapital weiter auszubauen und die entsprechende Eigenkapitalquote als zentrales Steuerungselement zu steigern, um so die Abhängigkeit vom Fremdkapital stetig weiter zu reduzieren. An der Finanzierung sind aktuell drei Banken beteiligt.

 

Steinfurt, 05.09.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 2.627.025,54 2.846.090,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 346.674,90 488.695,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 346.674,90 488.695,00
II. Sachanlagen 661.901,00 752.814,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.569,00 17.103,00
2. technische Anlagen und Maschinen 12.488,00 18.201,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 628.844,00 717.510,00
III. Finanzanlagen 1.618.449,64 1.604.581,92
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.618.123,64 1.604.255,92
2. sonstige Finanzanlagen 326,00 326,00
B. Umlaufvermögen 16.206.062,26 10.050.444,07
I. Vorräte 3.951.612,38 5.545.777,46
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.251.045,90 4.498.748,89
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.652.009,51 527.335,71
2. sonstige Vermögensgegenstände 7.599.036,39 3.971.413,18
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.403,98 5.917,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.538,54 29.143,02
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.851.626,34 12.925.678,01

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 3.334.361,87 3.014.984,66
I. gezeichnetes Kapital 65.000,00 65.000,00
II. Kapitalrücklage 387.000,00 387.000,00
III. Gewinnvortrag 2.562.984,66 3.022.605,57
IV. Jahresüberschuss 319.377,21 -459.620,91
B. Rückstellungen 406.120,00 203.539,00
C. Verbindlichkeiten 15.085.005,53 9.692.375,78
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.485.352,83 4.591.989,39
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69.127,34 44.107,81
3. sonstige Verbindlichkeiten 9.530.525,36 5.056.278,58
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.272,94 9.306,57
E. Passive latente Steuern 21.866,00 5.472,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.851.626,34 12.925.678,01

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 8.197.729,90 6.699.170,03
2. Personalaufwand 1.515.331,61 1.510.433,64
a) Löhne und Gehälter 1.247.204,24 1.235.177,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 268.127,37 275.256,08
3. Abschreibungen 304.067,13 293.195,18
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 304.067,13 293.195,18
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.820.614,49 5.248.281,00
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 137.479,75 17.936,86
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63.354,74 61.164,01
davon aus verbundenen Unternehmen 20.489,83 16.956,72
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 273.192,93 207.630,35
davon an verbundene Unternehmen 1.221,88 1.185,87
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 26.738,31 -41.567,91
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 16.394,00 770,00
8. Ergebnis nach Steuern 321.140,17 -457.638,22
9. sonstige Steuern 1.762,96 1.982,69
Jahresüberschuss 319.377,21 -459.620,91

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Atair GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft nimmt für Zwecke der Offenlegung des Jahresabschlusses die Erleichterungen des § 326 HGB in Anspruch. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 276 HGB und § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma: Atair GmbH
Sitz: Steinfurt
Registergericht: Amtsgericht Steinfurt
Register-Nr.: HRB 2086

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als Euro 250,00 aber nicht mehr als Euro 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Zahlungen vor dem Abschlussstichtag abgesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Fremdwährungsvorgänge werden mit dem am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Umrechnungskurs unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.412.593,30 10.752,67 0,00 0,00 0,00 1.423.345,97
geleistete Anzahlungen 7.600,00 0,00 0,00 7.600,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.420.193,30 10.752,67 0,00 7.600,00 0,00 1.423.345,97
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.500,00 4.747,90 0,00 0,00 0,00 24.247,90
technische Anlagen und Maschinen 103.076,71 0,00 0,00 0,00 0,00 103.076,71
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.400.767,05 53.078,56 0,00 0,00 0,00 2.453.845,61
Summe Sachanlagen 2.523.343,76 57.826,46 0,00 0,00 0,00 2.581.170,22
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.604.255,92 17.000,00 0,00 3.132,28 0,00 1.618.123,64
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.321,61 0,00 0,00 0,00 0,00 1.321,61
Genossenschaftsanteile 300,00 0,00 0,00 0,00 0,00 300,00
Summe Finanzanlagen 1.605.877,53 17.000,00 0,00 3.132,28 0,00 1.619.745,25
Summe Anlagevermögen 5.549.414,59 85.579,13 0,00 10.732,28 0,00 5.624.261,44
kumulierte Abschreibungen 01.01.2022
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 931.498,30 145.172,77 0,00 0,00 0,00 1.076.671,07
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 931.498,30 145.172,77 0,00 0,00 0,00 1.076.671,07
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.397,00 1.281,90 0,00 0,00 0,00 3.678,90
technische Anlagen und Maschinen 84.875,71 5.713,00 0,00 0,00 0,00 90.588,71
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.683.257,05 141.744,56 0,00 0,00 0,00 1.825.001,61
Summe Sachanlagen 1.770.529,76 148.739,46 0,00 0,00 0,00 1.919.269,22
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.295,61 0,00 0,00 0,00 0,00 1.295,61
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.295,61 0,00 0,00 0,00 0,00 1.295,61
Summe Anlagevermögen 2.703.323,67 293.912,23 0,00 0,00 0,00 2.997.235,90
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Buchwert 31.12.2021
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 346.674,90 481.095,00
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 7.600,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 346.674,90 488.695,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 20.569,00 17.103,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 12.488,00 18.201,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 628.844,00 717.510,00
Summe Sachanlagen 0,00 661.901,00 752.814,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 1.618.123,64 1.604.255,92
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 26,00 26,00
Genossenschaftsanteile 0,00 300,00 300,00
Summe Finanzanlagen 0,00 1.618.449,64 1.604.581,92
Summe Anlagevermögen 0,00 2.627.025,54 2.846.090,92

Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 150.001,45 (Vorjahr: Euro 150.001,05).

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf Euro 4.565.961,32 (Vorjahr: Euro 439.534,33).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2022
TEuro
Stand zum 31.12.2021
TEuro
Berufsgenossenschaft 7,3 7,6
Archivierungskosten 2,6 2,5
Tantiemen 42,8 0,0
Abschluss- und Prüfungskosten 73,0 24,0
nachträgliche Vergütungen 102,8 82,2
Urlaubsansprüche 21,6 7,8
Gehaltsansprüche 70,0 50,0
Rechtsberatung 31,2 7,2
Ausstehende Rechnungen 55,0 0,0
Sonstige Rückstellungen 406,3 181,3

Restlaufzeitvermerke zu Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 12.971.030,33 (Vorjahr: Euro 7.773.624,27).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt Euro 2.113.975,20 (Vorjahr: Euro 1.918.751,51).

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und beträgt Euro 5.485.352,83.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden: Sicherungsübereignung des Warenlagers, Sicherungsübereignung des Inventars, Sicherungsübereignung der bei Drittfirmen lagernden Halbfertigprodukte, Abtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden, die nicht am Factoring teilnehmen.

Latente Steuern

Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt Euro 21.866,00.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: Zuführung Euro 16.394,00.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Betrag
Euro
aus Bürgschaften, Unternehmensgarantien 464.000,00
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 464.000,00
Summe 464.000,00

Diese Verpflichtungen gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 338.479,45 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasinggeschäften. Diese betreffen im Wesentlichen PKW, Büroausstattung, Hubwagen, Telefonanlage und Kopiergeräte.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um: Verkauf der Markenrechte "disee" und "provital" für 3.420 TEuro

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
kaufmännische Arbeitnehmer 29
Auszubildende 4
Aushilfen 2

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Dipl.-Kffr. Maren Baumbach-Sim

Jan Henrik Baumbach

Vergütungen der Geschäftsführer

Es wird die Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB in Anspruch genommen.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
TEuro
Eigenkapital
TEuro
Hosiery Company GmbH 100% 0,8 43,0
Atair Logistics GmbH 100% 9,1 17,4
UANDWOO GmbH & Co. KG 75% -5,6 5,1
trusted socks GmbH & Co. KG 90% -68,6 -66,6
Proleter AD (Serbien) 71% 20,4 266,5
International Hosiery Company d.o.o. (Serbien) 100% 1,2 152,7

Unbeschränkte Haftung an Unternehmen

Die Gesellschaft ist unbeschränkt haftender Gesellschafter folgender Unternehmen:

Firmenname Sitz Rechtsform
trusted socks Gmbh & Co. KG Steinfurt GmbH & Co. KG
UANDWOO GmbH & Co. KG Steinfurt GmbH & Co. KG

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 319.377,21 und ist auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Steinfurt, 5. September 2023

gez. Dipl.-Kffr. Maren Baumbach-Sim

gez. Jan Henrik Baumbach

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.09.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Atair GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Atair GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Atair GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Wir haben bestimmt, dass es keine besonders wichtigen Prüfungssachverhalte gibt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, deruunsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rheine, 15. September 2023

DWL GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Tobias Wigger, Wirtschaftsprüfer

gez. Ernst-August Lührmann, Wirtschaftsprüfer

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss (§ 328 ABs. 1 Nr. 1 HGB)

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