Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
GSE gGmbH
Grabenstraße 101, 45141 Essen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tarik Bajja seit 16.10.2024 | Prokura |
Nicole Ifantidis seit 19.4.2024 | Prokura |
Ina-Ulrike Blum seit 5.3.2024 | Prokura |
Stefan Diederichs seit 19.5.2023 | Geschäftsführer |
Rolf Banner seit 5.9.2017 | Prokura |
Petra Schurna seit 3.2.2017 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (6)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Essen | 90.00% |
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Essen e.V. | 2.00% |
Caritasverband für die Essen e.V. | 2.00% |
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. | 2.00% |
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Essen e.V. | 2.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GSE gGmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Geschäft und Rahmenbedingungen Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung und Unterstützung alter, pflegebedürftiger, blinder und wohnungsloser Menschen sowie von Personen mit geistiger, psychischer, körperlicher und anderweitiger Behinderung, weiterer Menschen mit besonderem Hilfebedarf oder wirtschaftlich Hilfebedürftiger i.S. der Abgabenordnung. Der Unternehmenszweck wird verwirklicht durch die Unterhaltung und Errichtung von Heimen, Werkstätten und durch Angebote anderer Wohnformen, in denen die in Absatz 1 Satz 2 genannten Personen betreut werden. Des Weiteren erbringt die Gesellschaft ambulante Hilfe- und Unterstützungsleistungen für den zu fördernden Personenkreis, z.B. ambulante medizinische Versorgung von Menschen in schwierigen Lebenslagen (insbesondere Obdachlose und Drogenabhängige) mit mobilen Einsatzfahrzeugen, ambulante Pflege usw. Erfüllung des öffentlichen Zwecks Die Erfüllung des öffentlichen Zwecks ergibt sich aus dem Gegenstand des Unternehmens. Dieser wird durch eine entsprechende Aufgabenerledigung eingehalten. Steuerungskennzahlen Nach einer Reorganisation der Steuerungsinstrumente werden die Ergebnisse monatlich analysiert und Plan-Ist-Vergleiche für das Gesamtunternehmen, die einzelnen Unternehmensbereiche sowie die Einrichtungen vorgenommen. Zur weiteren Optimierung des Berichtswesen der GSE wurden neben den finanzielle Leistungsindikatoren weitere Kennzahlen für die Bereiche Stationäre Pflege, Werkstätten und Betreutes Wohnen definiert. Investitionen und Projekte Zum Jahreswechsel 2023/2024 standen bei der GSE zwei große Umzüge an. So bezogen die Bewohner des Seniorenheims Grabenstraße die neue Einrichtung Pflegezentrum am Hangetal, wo neben 80 stationäre Pflegeplätzen weiterhin eine Tagespflegeeinrichtung, eine Kindertagesstätte sowie eine Zentralwäscherei angesiedelt sind. Am selben Tag zogen die Bewohner des Deilbachtal 106 in die Grabenstrasse um. Die Notwendigkeit zu diesem Schritt ergab sich durch den Umstand, dass die baulichen Gegebenheiten der Einrichtung in Kupferdreh einen weiteren Betrieb hier nicht zuließen. Planungen zur Errichtung eines Neubaus an gleicher Stelle werden derzeit angestellt. Die Zentralküche der GSE soll nach einer Sanierung, insbesondere des Fußbodenaufbaus weiterhin genutzt werden. In diesem Zuge erfolgt eine konzeptionelle Überarbeitung und Optimierung der Speisenzubereitung sowie der Infrastruktur aller GSE-Küchen. Der Ausbau der Digitalisierung wird weiter fortgeführt. Schwerpunkte liegen hier auf dem Dienstplanprogramm Vivendi PEP für die die stationären Einrichtungen sowie auf der elektronischen Eingangsrechnungsverarbeitung in der Verwaltung. Im Bereich der Immobilienverwaltung sollen die Prozesse geprüft und durch den Einsatz von Software optimiert werden. Gleiches gilt für die digitale Archivierung von Dokumenten sowie die Erstellung der Wirtschaftsplanung. Umweltschutz Unter dem Begriff Klima- und Umweltschutz sind die Themen Energieeffizienz und -reduktion in den bestehenden Einrichtungen, sowie im Rahmen von Um- und Neubauten gefasst. Auch wenn die GSE nur teilweise Einfluss auf den Energie- und Ressourcenverbrauch hat, können z. B. energetische Modernisierungen, moderne Beleuchtungskonzepte oder Lösungen wie digitale Steuerungstechnik zu einer deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs beitragen. So wurden für mehrere Standorte Energieausweise erstellt. Für den Neubau gelten hierbei noch deutlich höhere Maßstäbe als für den Bestand - hier wird bereits in der Planung und Realisierung auf eine emissionsarme Errichtung und energieeffiziente Betriebsführung Einfluss genommen. Die Photovoltaikanlage der WfbM in Frillendorf produzierte im Jahr 2023 ca. 70.000 KWh aus Sonnenlicht. Durch diese Maßnahme wird eine Einsparung von etwa 20 Prozent des jährlichen Stromkreislaufs erreicht. Weiterhin wurde an mehreren Standorten die Umrüstung auf energieeffizientere Lichttechniken realisiert. Personalbereich Im Jahresdurchschnitt beschäftigte das Unternehmen 1.274 Mitarbeiter/innen (Vorjahr: 1.294). Der gesamte Personalaufwand betrug T€ 62.274 nach T€ 62.859 im Vorjahr. Die durchschnittliche Anzahl der Auszubildenden/Praktikanten betrug 81 (Vorjahr: 92), die der Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst 9 (Vorjahr: 14). Das Ausbildungsplatzangebot der GSE bewegt sich weiterhin auf dem hohen Niveau der Vorjahre. Auslastung der Einrichtungen Die Auslastung der Pflegeheime betrug im Berichtszeitraum durchschnittlich 97,0 % (Vorjahr 96,8 %), die Tagespflegeeinrichtung Rellinghausen war zu durchschnittlich 94,5 % belegt (Vorjahr 87,1 %). Die durchschnittliche Belegung ist in den Stationären Pflegeeinrichtungen der GSE im Vergleich zum Vorjahr, bis auf das Seniorenheim Grabenstraße gestiegen. Hierbei ist zu betrachten, dass das Platzangebot der Einrichtung bereits im Vorfeld auf 110 Pflegeplätze aufgestockt wurde. In den Werkstätten für behinderte Menschen wurden bei 1.639 anerkannten Plätzen im Jahresdurchschnitt 1.528 schwerbehinderte Menschen in arbeitnehmerähnlichen Rechtsverhältnissen beschäftigt und betreut. Die Auslastungsquote belief sich im Berichtsjahr auf 93,3 %, nach 96,6 % im Vorjahr. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Ertragslage stellt sich zusammengefasst wie folgt dar:
Die Summe der betrieblichen Erträge konnte von T€ 99.662 im Jahr 2022 um 2,1 % auf T€ 101.844 gesteigert werden. Im Bereich Pflege und Wohnen sind die Erträge auf T€ 51.662 gestiegen (Vorjahr T€ 48.840) die Erträge von Kostenträgern für Behindertenwerkstätten konnten auf T€ 42.482 (Vorjahr T€ 40.563) gesteigert werden. Das Jahresergebnis beläuft sich auf T€ -11.800, nach T€ -2.955 im Vorjahr. Dieses verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche: Pflege und Senioren T€ -10.295, WfbM T€ 744, sonstige stationären Wohnheime T€ -223. Die übrigen Bereiche der GSE mit der Immobilienverwaltung weisen ein Defizit in Höhe von -2.026 T€ aus. Ursächlich für die deutlichen Verschlechterung im Vergleich zu 2022 ist im Wesentlichen der Umstand, dass bei sechs Pflegeeinrichtungen außerplanmäßige Sonderabschreibungen vorgenommen wurden. Ein Großteil dieser Positionen bezieht sich auf Änderungen bei der Nutzungsdauer der Gebäude. Insgesamt verschlechtern die Korrekturen das Jahresergebnis um T€ 6.130. Für zwei weitere Bauten wurden Wertberichtigungen von insgesamt T€ 1.545 vorgenommen. Hierbei ist es wichtig zu beachten, dass sich keinerlei Auswirkungen auf die Liquidität der GSE ergeben und weiterhin Entlastungen für die Folgejahre umgesetzt wurden. Den betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 113.315 standen lediglich betrieblichen Erträge von T€ 101.844 entgegen. Wesentliche Erhöhungen waren mit T€ 11.207 im Bereich der Übrigen betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen. Die Personalaufwendungen beliefen sich auf T€ 62.274, wodurch sich eine Personalaufwandsquote 55,0 % nach 61,5 % im Vorjahr ergibt. Die ursprünglichen Wirtschaftspläne wurden im Oktober 2022 erstellt. Hierbei wurde ein geplanter Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ -574 ausgewiesen. Als Ursachen für die Verschlechterung sind im Wesentlichen die Bildung zusätzlicher Rückstellungen sowie Wertberichtigungen für das Pflegezentrum am Hangetal zu nennen. Im Bereich der Pflege konnten die Kostensteigerungen nicht in vollem Umfang durch die entsprechenden Refinanzierungsleistungen kompensiert werden. So konnten die Erträge aus Pflegeleistungen die Kostensteigerungen der entsprechenden Aufwendungen nicht in Gänze decken. Weiterhin fanden die diesbezüglichen Vergütungsverhandlungen für die Stationären Pflegeeinrichtungen verspätet statt, so dass hier eine Erhöhung erst im Oktober zum Tragen kam. Im Rahmen der Pflegesatzverhandlungen konnten jedoch erhebliche Steigerungen der Refinanzierungsleistungen von durchschnittlich 17% erzielt werden. Finanzlage Die Finanzierung erfolgt, neben Selbst- und Teilselbstzahlern, weitestgehend über öffentliche Kostenträger, durch die in Pflegesatzverhandlungen für die Alten- und Pflegeheime sowie Vergütungsverhandlungen mit dem LVR und der Bundesagentur für Arbeit für die Werkstätten für behinderte Menschen festgelegten Pflege- bzw. Vergütungssätze. Die GSE ist in das Cash-Pooling-System der Stadt Essen eingebunden. Zum 31. Dezember 2023 wies das Cash-Pooling-Konto ein Defizit in Höhe von -1.479 aus. Die Finanzlage verdeutlicht folgende zusammengefasste Kapitalflussrechnung:
Die GSE weist mit einem Mittelzufluss von T€ 875 weiterhin ein positives Ergebnis aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf T€ -8.476. Der Finanzmittelfonds verminderte sich auf T€ -147. ab. Derzeit sind keine Anzeichen ersichtlich, dass die GSE ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Vermögenslage Die Vermögenslage zeigt, dass das langfristige Vermögen in vollem Umfang durch das Eigenkapital, die Sonderposten sowie das mittel- und langfristige Fremdkapital gedeckt ist. Im Geschäftsjahr 2023 verminderte sich die Bilanzsumme um 11,0 % und beträgt T€ 95.114 nach T€ 106.872 im Vorjahr. Ursächlich für den Rückgang der Bilanzsumme um rd. Mio. € 11,7 ist auf der Aktivseite die Verringerung des kurzfristigen Vermögens um T€ 7.239 sowie die Verringerung des langfristigen Vermögens um T€ 4.489.Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die Berichtszeitraum getätigten Investitionen in das neue Pflegezentrum am Hangetal. Zur Sicherung der Liquidität wurde zwischenzeitlich ein Darlehn in Höhe von Mio.€ 14,2 für das "Pflegezentrum am Hangetal" aufgenommen. Somit ist die fristenkongruente Finanzierung gegeben und die Liquidität mittelfristig sichergestellt. Die GSE hatte zunächst die kompletten Baukosten des Projektes aus Eigenmitteln vorfinanziert.
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 38,1 % nach 45,0 % zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Ursächlich für die Veränderung ist maßgeblich die Vorfinanzierung des Neubauprojektes "Pflegezentrum am Hangetal". Entsprechend erhöhte sich die Fremdkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 48,4 %, nach 42,6 % im Vorjahr Mit einem Angebot von derzeit rd. 90 Ausbildungsplätzen liegt der Schwerpunkt hier weiterhin in dem Bereich der Pflege. So konnten im vergangenen Jahr 10 Auszubildende übernommen werden, wodurch auch die vorgeschriebene Fachkraftquote für die Pflegeeinrichtungen weiterhin übertroffen werden konnte. Aktuell weist die GSE eine Fachkraftquote von durchschnittlich rd. 59 % auf. Ein weiterer Aspekt, der die GSE zu einem interessanten Arbeitgeber, nicht nur für junge Menschen macht stellt auch der öffentliche Dienst und die damit verbundene Anwendung des TVöD dar. So erhalten die Mitarbeiter der GSE nicht nur eine Jahressonderzahlung, sondern haben beispielsweise Anspruch auf 30 Urlaubstage im Jahr und eine vom Arbeitgeber finanzierte betriebliche Altersvorsorge. Berichterstattung zum konzerninternen Leistungsaustausch Stadt Essen
Prognosebericht Mittelfristig plant die GSE weiterhin mit Jahresfehlbeträgen, die jedoch erheblich unter dem Niveau des Jahres 2023 liegen werden. Spätestens ab dem Geschäftsjahr 2026 sollen wieder moderate Überschüsse erwirtschaftet werden. Naturgemäß können Abweichungen zwischen den erwarteten und den tatsächlichen Ergebnissen eintreten, jedoch ist es das erklärte Ziel, zukünftig wieder eine kostendeckende Finanzierung der Einrichtungen zu gewährleisten. Am 1. Juli 2023 wurde die Fachkraftquote von einem neuen Personalbemessungsverfahren (PeBeM) abgelöst. Die neuen Regelungen nach § 113 c SGB XI sehen vor, dass Pflegeleistungen gestaffelt nach diesen Qualifikationsstufen erbracht werden. Das heißt in der Praxis, dass die examinierten Pflegekräfte nur noch Aufgaben übernehmen, für die eine Fachkraft erforderlich ist. Dies führt zu einer effektiven Absenkung der Fachkraftquote und einer Anhebung der Hilfskraftquote. Mit der hinreichenden Anzahl an Pflegenden, welche sich am qualitativen und quantitativen Bedarf ausrichtet, sollen zudem bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Arbeitszufriedenheit erreicht werden. Auch wenn mit der Personalbemessung ein geringerer Bedarf an Pflegefachkräften als mit der Fachkraftquote einhergeht, wird die Mitarbeitergewinnung bei dem vorherrschenden Mangel weiterhin herausfordernd sein. Chancen-/Risikobericht Die GSE nutzt zur Überwachung von Risiken eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehören strukturierte Planungs-, Berichts- und Controlling Prozesse. Im Jahr 2023 startete eine strategische und strukturelle Reorganisation, unter Verschriftlichung aller Prozesse und Verantwortlichkeiten. Die Planung und Umsetzung der Reformen wurden und werden in bestimmten Bereichen von externen Beratern begleitet. Auch der im Bereich der WfbM eingeleitete Change-Management-Prozess stand hier im Fokus. Im Rahmen der neuen GSE- Organisationsstruktur "Unternehmer*in im Unternehmen" wurden im Bereich der Stationären Pflege Arbeitsgruppen zur Erarbeitung von Stellenbeschreibungen gebildet. Diese wurden zwischenzeitlich erarbeitet und freigegeben. Weiterhin werden hier im Laufe des Jahres 2024 Zielvereinbarungen mit den Einrichtungsleitungen abgeschlossen. Zur Sicherstellung der Beteiligung aller Mitarbeitenden an den Veränderungsprozessen wurde unter der Leitung der Stabsabteilung Unternehmensentwicklung ein neues Ideenmanagement implementiert. Die Beschäftigten haben hierdurch jederzeit die Möglichkeit aktiv an der Verbesserung der Arbeitsabläufe, Dienstleistungsqualität und des Arbeitsklimas mitzuarbeiten. Externe Einflüsse wie Konjunktureintrübungen können die Rahmenbedingungen der Gesellschaft negativ beeinflussen. So führte die Ukraine-Krise zu erheblichen Kostensteigerungen. Insbesondere in den Bereichen Energie, Lebensmittel und den Aufwendungen für Instandhaltungen waren erhebliche Mehrkosten zu verzeichnen. Weiterhin beinhalten Folgen für die öffentlichen Haushalte ein nicht unerhebliches Risikopotential für die Entwicklung zukünftiger Refinanzierungsmittel. Der Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitswesen spitzt sich weiter zu. Bereits heute liegt der Versorgungsengpass bei rund sieben Prozent. Besonders betroffen vom Personalnotstand ist die Alten- und Krankenpflege. Die GSE setzt hier weiterhin in hohem Maße auf eigenen Nachwuchs und bietet entsprechend attraktive Ausbildungsplätze an. Durch gezielte Maßnahmen konnte die notwendige Personaldecke in den letzten Jahren stabil gehalten werden. Um dies auch weiterhin zu gewährleisten, startet aktuell in Zusammenarbeit mit dem "Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung" ein neues Konzept zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Angebote für Bewohner mit spezifischen Bedürfnissen bieten die Chance eine hohe Auslastung in den Einrichtungen zu gewährleisten. Hier sind die punktuelle Ausrichtung auf Suchtkranke sowie Konzepte einer kultursensiblen Pflege mit dem Focus auf die Integration muslimischer Mitbürger zu nennen. Für die Zukunft sind weitere Spezialisierungen in Planung. Gleichzeitig besteht verschärft die Notwendigkeit veraltete Angebote und Konzepte auf deren Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen. So wird der Bauernhof in Essen-Kupferdreh als Betreuungseinrichtung Anfang 2024 geschlossen. Weiterhin stehen Standorte im Bereich der Behindertenwerkstätten auf dem Prüfstand. Ende April 2023 wurde Herr Heribert Piel als Geschäftsführer der GSE gGmbH in den Ruhestand verabschiedet. Im Mai 2023 trat Herr Stefan Diederichs seine Tätigkeit als neuer alleiniger Geschäftsführer an. Strukturell betrachtet kann die Risikolage der Gesellschaft als überschaubar beurteilt werden. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft grundsätzlich gefährden.
Essen, den 15. Mai 2024 GSE gGmbH Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
AnhangAllgemeine Angaben Die GSE gGmbH mit Sitz in Essen wird beim Amtsgericht Essen unter HRB-Nr. 576 geführt. Die Gesellschaft erstellt ihren Jahresabschluss unter Berücksichtigung der Gliederungsvorschriften der Pflegebuchführungsverordnung (PBV) und den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederungsvorschriften nach der PBV finden aufgrund der Prägung der Tätigkeit der Gesellschaft durch pflegerische und pflegenahe Dienstleistungen Anwendung. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um die für den Betrieb von Werkstätten für behinderte Menschen besonderen Posten ergänzt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt vor Ergebnisverwendung. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag von € 11.800.187,36 den Gewinnrücklagen zu entnehmen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind mit folgenden Ausnahmen gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. - Beim Anlagevermögen im Bereich der Altenhilfe wurden bei den Gebäuden der Altenhilfe die Nutzungsdauern angepasst. Weiterhin wurden Sonderabschreibungen (7,2 Mio. €) und Abgänge (1,5 Mio. €) vorgenommen. Insgesamt ergab sich hieraus eine Ergebnisauswirkung von rd. 8,7 Mio. € - Beim Vorratsvermögen (Fahrräder) wurde ein pauschaler Abschlag von 20 % angesetzt. Hieraus ergibt sich eine Ergebnisauswirkung von T€ 114. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer nach den amtlichen steuerlichen Tabellen entsprechend linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich linearer Abschreibungen unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach den amtlichen steuerlichen Tabellen bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Herstellungskosten umfassen neben Einzelkosten für Material und Lohn auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Bewegliche Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst. Von den jährlichen Sammelposten werden analog den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Der Ermittlung der Anschaffungskosten liegen die letzten Einstandspreise zugrunde (strenges Niederstwertprinzip). Forderungen und liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird dem in den einzelnen Forderungen liegenden Risiko durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde in Höhe der Ausgaben des Berichtszeitraumes angesetzt, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Der Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens erfasst Zuschüsse, die analog den Abschreibungen der Sachanlageinvestitionen aufgelöst werden. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen wurde versicherungsmathematisch nach der Projected Unit Credit-Methode (PUC-Methode) unter Verwendung der Richttafeln von 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 1,82 % ermittelt. Als Zinsfuß wurde der von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bekannt gegebene Prozentsatz verwendet. Von der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB (Ermittlung des Zinsfußes unter der Annahme einer Restlaufzeit der Pensionsrückstellungen von 10 Jahren und eines durchschnittlichen Marktzinssatzes von zehn Jahren wurde Gebrauch gemacht. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde eine Lohn-/Gehaltsdynamik von 2,75 % p.a. und ein Rententrend von 2,25 % p.a. berücksichtigt. Bei Zugrundelegung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes von sieben Jahres hätte sich ein Rückstellungsbetrag von T€ 4.986 ergeben. Für den Unterschiedsbetrag von T€ 44 besteht eine Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigten alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Als Zinsfuß wurde der von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung bekannt gegebene laufzeitindividuelle Prozentsatz, bei Rückstellungen für Jubiläum der Prozentsatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (1,74 %), verwendet. Preis- und Kostensteigerungen bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden berücksichtigt. Die mit T€ 821 (Vj. T€ 833) angesetzten Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit den Wertpapieren, die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit dienen und mit den Kurswerten zum 31. Dezember 2023 von T€ 541 (Vj. T€ 582) angesetzt wurden, gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet (Deckungs- bzw. Planvermögen), da diese Fondsbestände zur Sicherung von Altersteilzeitansprüchen abgetreten und verpfändet wurden, so dass der saldierte Bilanzausweis T€ 280 (Vj. T€ 250) beträgt. Die Buchwerte der Wertpapiere betrugen zum 31.12.2023 ebenfalls T€ 541. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde in Höhe der Einnahmen des Berichtszeitraums angesetzt, soweit diese Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Erläuterungen zur Bilanz Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf das als Anlage beigefügte Anlagengitter. Im Bestand der immateriellen Vermögensgegenstände befinden sich EDV-Programme, die entgeltlich erworben wurden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
Die Forderungen gegen Gesellschafter enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Stadt Essen aus Pflegeleistungen (T€ 788). Bei den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen liegt die Restlaufzeit unter einem Jahr. Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital von € 110.000,00 setzt sich wie folgt zusammen:
Die Kapitalrücklage beinhaltet mit T€ 10.690 den Gegenwert der Sacheinlage der ehemaligen Städtischen Heime, die im Anlagevermögen ausgewiesen sind. Der weitere Betrag von T€ 217 betrifft den im Rahmen der Verschmelzung mit der Christophorus Werkstätten gGmbH über die gesellschaftsrechtliche Einlage hinausgehenden Betrag. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Leistungsentgelte mit € 1.041.315,70 (Vj. € 1.033.885,51), tarifvertragliche Gehaltsnachzahlungen € 504.456,53 (Vj. € 226.397,55), nicht genommenen Urlaub mit € 472.405,79 (Vj. € 1.061.092,52), Rückstellungen für Überstunden mit € 408.490,28 (Vj. € 846.524,36), Altersteilzeit mit € 272.015,39 (Vj. € 210.215,30), Drohende Rückzahlungsverpflichtungen € 257.283,45 (Vj. € 303.839,29), Archivierungskosten mit € 255.316,00 (Vj. € 148.747,12), Jubiläumsgeldzahlungen mit € 240.402,00 (Vj. € 204.712,00), Jahresabschlusskosten mit € 84.700,00 (Vj. € 84.700,00), Rückzahlungsrisiko Covid-19 mit € 82.963,54 (Vj. € 172.760,90), Rechtsstreit € 0,00 (Vj. € 76.830,00), Unterlassene Instandhaltung € 62.500,00 (Vj. € 0,00). Den Rückstellungen für Altersteilzeit € 820.849,99 sind mit einem Deckungsvermögen in Höhe von € 541.172,85 verrechnet. Die nachstehende Übersicht zeigt die Art und Fristigkeit der Verbindlichkeiten.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen sind insgesamt T€ 18.841 durch Grundschulden/Grundpfandrechte und T€ 4.862 durch Ausfallbürgschaften der Stadt Essen gesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Sicherheitseinbehalte, die nach der Laufzeit von höchstens 5 Jahren an die Baufirmen ausgezahlt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden von T€ 11.256 und Ausfallbürgschaften der Stadt Essen von T€ 4.862 gesichert. Bei den erhaltenen Anzahlungen (T€ 4.623) handelt es sich um Vorschüsse des Landschaftsverbandes Rheinland für Pflegekosten bei den Heimen und für Werkstattkosten für die Behindertenbetreuung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen gegenüber der Stadt Essen aus über- und vorausgezahlten Pflegegeldern mit € 915.477,61 und aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit € 8.762,28. Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Darlehensgebern (T€ 8.386) sind vollständig durch Grundpfandrechte gesichert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Erträge aus Heimen
Eträge aus Werkstätten und Kostenerstattungen für Menschen mit Behinderung
Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB, soweit nicht in Nummer 1 bis 5 enthalten
Sonstige betriebliche Erträge
Personalaufwand
Im Rahmen der Zusatzversorgung der Arbeitnehmer besteht eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung gemäß Versorgungstarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Zur Erfüllung dieser Versorgungsverpflichtungen ist die GSE seit dem 01.01.2003 Mitglied der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK). Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
Abschreibungen
Zinsen und ähnliche Aufwendungen In diesem Posten sind Aufwendungen für die Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 92.921,80 enthalten. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge waren nur in untergeordneter Bedeutung in den jeweiligen Posten enthalten. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Kalenderjahr 2023 beträgt für Abschlussprüfungsleistungen T€ 42. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 891. Davon entfallen T€ 683 auf Mietverträge, T€ 130 auf Erbbauzinsen und T€ 78 auf IT-Verträge. Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt in Vollzeitäquivalent:
In einem arbeitnehmerähnlichen Rechtsverhältnis standen:
In Versorgung und Betreuung standen:
Sonstige AngabenDem Aufsichtsrat gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Mitglieder an:
Geschäftsführer der Gesellschaft war bis 30. April: Herr Heribert Piel, Essen, leitender städtischer VerwaltungsdirektorIn dieser Zeit erhielt der Geschäftsführer von der Gesellschaft Gesamtbezüge in Höhe von € 31.643,34 einschl. Pkw-Gestellung. Die Bezüge unterteilen sich in
* Bei den variablen Bezügen handelt es sich um die tatsächliche Auszahlung, der im Vorjahresabschluss gebildete Rückstellung. Ab 01. März bezieht Herr Piel Ruhegehalt. Geschäftsführer der Gesellschaft ist ab 01. Mai: Herr Stefan Diederichs, Remscheid, Kaufmann und Dipl. SozialpädagogeIm abgelaufenen Geschäftsjahr erhielt der Geschäftsführer von der Gesellschaft Gesamtbezüge in Höhe von € 113.602,10 einschl. Pkw-Gestellung. Die Bezüge unterteilen sich in
* Bei den variablen Bezügen handelt es sich um die im Jahresabschluss gebildete Rückstellung. Die tatsächliche Höhe der variablen Vergütung obliegt der Beschlussfassung des Aufsichtsrates. Die Vergütungen aller Art an die Aufsichtsratsmitglieder betrugen € 20.700,00, die sich wie folgt aufteilen:
Die Versorgungsbezüge der früheren Geschäftsführer betrugen in 2023 € 222.845,38 (Vj. € 173.780,82), die für sie gebildeten Pensionsrückstellungen belaufen sich zum 31.12.2023 auf € 3.738.692,00 (Vj. € 2.708.379,00). Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Berichtsjahres: Mit Datum vom 14. Mai 2024 erhielt die Gesellschaft die Zusage zu einem Investitionsdarlehen von rd. Mio. € 14,2.
Essen, den 15. Mai 2024 Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 (Anlagenspiegel)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GSE gGmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GSE gGmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GSE gGmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Ratingen, am 21. Mai 2024 CURACON
GmbH
Grabow, Wirtschaftsprüfer Grzyszczok, Wirtschaftsprüferin FeststellungsbeschlussDer Jahresabschluss 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 20. Juni 2024 festgestellt. Der Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von 11.800.187,36 € wird den Rücklagen entnommen. |
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