Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 252635
Eingetragen
14.9.1998
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von sonstigen Dienstleistungen für den Landverkehr a. n. g.
Gegenstand
die Erbringung von allgemeinen logistischen Dienstleistungen auf nationaler und internationaler Ebene. Hierzu zählen u.a. die Lagerhaltung von Waren und deren Distribution, die Steuerung von Transporten, Erbringung von Serviceleistungen bei Import- und Exportaufgaben im Rahmen eines grenzüberschreitenden Verkehrs sowie Koordinationsaufgaben zwischen Lieferanten und deren Kunden unter Bereithaltung von logistischen Informationssystemen .

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jana Russ
seit 27.1.2026
Geschäftsführer
Ulrich Zimmerer
seit 30.8.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KS-Logistik GmbH

Renningen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Datum der Feststellung: 28. Juni 2022

Bilanz zum 31. Dezmeber 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.387,00 1.768,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 281.354,00 306.413,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.885,00 3.657,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 832.393,33 1.118.478,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.861,05 0,00
1.120.493,38 1.428.548,00
III. Finanzanlagen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0,07 0,07
1.122.880,45 1.430.316,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
- Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 75.000,00 75.000,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 108,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.840.130,06 2.483.381,16
3. Sonstige Vermögensgegenstände 483.938,39 213.688,93
2.324.068,45 2.697.178,67
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 613.279,19 805.611,78
3.012.347,64 3.577.790,45
4.135.228,09 5.008.106,52

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 51.150,00 51.150,00
II. Bilanzgewinn 879.707,66 2.492.123,41
930.857,66 2.543.273,41
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.732,32 12.490,27
2. Sonstige Rückstellungen 522.628,29 395.527,25
525.360,61 408.017,52
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 123.416,99 68.543,94
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.038,22 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.033.803,30 1.325.834,81
4. Sonstige Verbindlichkeiten 32.149,31 36.282,84
davon aus Steuern: 31.12.2021: € 32.149,31 31.12.2020: € 36.282,84
2.209.407,82 1.430.661,59
D. Rechnungsabgrenzungsposten 469.602,00 626.154,00
4.135.228,09 5.008.106,52

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
1. Umsatzerlöse 21.025.148,61 17.313.662,77
2. Sonstige betriebliche Erträge 167.550,07 168.830,40
davon aus Währungsumrechnungen: 2021: € 4.043,92; 2020: € 19,90
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -81.831,14 -58.823,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.845.225,97 -7.630.755,04
-9.927.057,11 -7.689.578,83
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.786.413,88 -3.863.685,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -779.027,90 -806.049,56
davon für Altersversorgung: 2021: € -27.778,63; 2020: € -22.442,81
-4.565.441,78 -4.669.734,92
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -320.478,86 -346.269,67
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.821.938,28 -4.336.505,60
davon aus Währungsumrechnungen: 2021: €-1.672,01; 2020: €-4.471,97
7. Erträge aus Beteiligungen 15,78 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen: 2021: € 15,78; 2020: € 0,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 809,00 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.750,94 -13.269,23
davon an verbundene Unternehmen: 2021: € -9.750,00; 2020: € -13.003,28
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -161.272,24 -137.305,15
11. Ergebnis nach Steuern 387.584,25 289.829,77
12. Jahresüberschuss 387.584,25 289.829,77
13. Gewinnvortrag 2.492.123,41 2.202.293,64
14. Ausschüttungen an Gesellschafter -2.000.000,00 0,00
15. Bilanzgewinn 879.707,66 2.492.123,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Unsere Gesellschaft ist auf Grund der Größenmerkmale des § 267 Abs. 1 und Abs. 4 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

2. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

3. Gemäß § 42 GmbHG wird in der Bilanz der Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gesondert ausgewiesen.

4. Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Kromberg & Schubert GmbH, Wuppertal, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt und im elektronischen Bundesanzeiger offenlegt.

5. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wird teilweise, von der Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB vollständig Gebrauch gemacht.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), soweit diese mit den Vorschriften des HGB vereinbar sind.

2. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen und richten sich nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Zugänge des Geschäftsjahres werden ab dem der Anschaffung folgenden Monat abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei beweglichen Anlagen beträgt meist 5 oder 10 Jahre, vereinzelt länger, bei gebrauchten Anlagen in der Regel 3 Jahre.

3. Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert.

4. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt; die niedrigeren beilzulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt, aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.

5. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

6. Die Bewertung des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

7. Das Stammkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

8. In den Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen und Risiken erfasst und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

9. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

10. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem Nennwert angesetzt.

C. Angaben zur Bilanz

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist auf Seite 3 dargestellt.

2. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe von T€ 182 (Vorjahr: T€ 166) für noch ausstehende Eingangsrechnungen gebildet worden.

3. Unsere Forderungen und Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

4. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen/Gesellschaftern resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit diesen Unternehmen.

5. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält einen privaten Investitionszuschuss im Zusammenhang mit dem Erwerb des Güterverkehrszentrums in Ingolstadt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs-/ Herstellkosten
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.124 1.714 0 12.837
II. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 395.176 0 0 395.176
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.161 0 0 6.161
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.489.104 7.468 1.323 2.495.249
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 3.861 0 3.861
2.890.441 11.329 1.323 2.900.448
III. Finanzanlagevermögen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 448.215 0 0 448.215
3.349.780 13.043 1.323 3.361.500
Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.356 1.095 0 10.450
II. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.763 25.059 0 113.822
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.504 772 0 3.276
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.370.626 293.553 1.323 1.662.856
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
1.461.893 319.384 1.323 1.779.954
III. Finanzanlagevermögen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 448.215 0 0 448.215
1.919.464 320.479 1.323 2.238.620
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.387 1.768
II. Sachanlagevermögen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 281.354 306.413
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.885 3.657
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 832.393 1.118.478
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.861 0
1.120.493 1.428.548
III. Finanzanlagevermögen
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
1.122.880 1.430.316

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 10 (Vorjahr: T€ 12) aperiodische Erträge erfasst.

Personalaufwand

Die Erstattungen aus Kurzarbeitergeld wurden mit den Löhnen und Gehältern (T€ 155) und die erstatteten Sozialversicherungsbeiträge mit den sozialen Abgaben (T€ 122) verrechnet.

E. Finanzlage

Zur Erläuterung der Finanzlage haben wir die nachstehende Kapitalflussrechnung gemäß DRS 21 mit entsprechendem Vorjahresausweis erstellt.

2021 2020
T€ T€
Jahresüberschuss 388 290
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 320 346
- Auflösung des Rechnungsabgrenzungspostens Investzuschüsse -157 -156
+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen 0 3
+ Saldo aus Zinsaufwendungen(+) und Zinserträgen (-) 9 13
+ Ertragsteueraufwand 161 137
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 127 -30
+/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 373 -662
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 779 481
- Ertragsteuerzahlungen -171 -158
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.829 264
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -13 -18
+ erhaltene Zinsen 1 0
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -12 -18
- gezahlten Zinsen -10 -13
- Ausschüttungen an Gesellschafter -2.000 0
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.010 -13
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -193 233
+ Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 806 573
= Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 613 806
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungsmittel 613 806

F. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen:

2021 2020
T€ T€
Miete Räume Renningen und Ingolstadt 1.383 2.401
Kfz-Leasing 3 6

2. Geschäftsführung

Geschäftsführer im Jahr 2021 waren:

Herr Jochen Schlimme, Personalleiter, Bad Abbach

Herr Uwe Stecher, Logistikleiter, Sinzing (Bis 23. August 2021)

Herr Ulrich Zimmerer, Logistikleiter, Regensburg (Ab 23. August 2021)

Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Personalbestand

Unsere Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 104 (im Vorjahr: 108) Arbeitnehmer.

4. Angaben zum Beteiligungsbesitz

Unsere Gesellschaft hält eine Stammeinlage in Höhe von MXN 1,00 (€ 0,07) bei der KS Servicios S.A. de C.V., Irapuato/Mexiko. Der Anteil am Kapital beträgt weniger als 1 %.

Unsere Gesellschaft ist mit 10 % des Nennkapitals an der Kromberg & Schubert Argentina SRL, Buenos Aires/Argentinien, beteiligt. Die vereinbarten Kapitaleinlagen betragen ARS 1.200 sowie weitere Kapitaleinlagen im Gegenwert von € 447.998. Die Kapitaleinlagen sind voll eingezahlt.

5. Nachtragsbericht

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht in der Ukraine Kriegszustand. Die mittelbaren und unmittelbaren Folgen des Kriegsausbruches in der Ukraine auf den geplanten Geschäftsverlauf sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht belastbar abzuschätzen. Eine fundierte Aussage zur Ergebnisentwicklung lässt sich vor diesem Hintergrund derzeit nicht treffen.

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 in Höhe von € 879.707,66 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Renningen, den 17. März 2022

gez. Ulrich Zimmerer, Geschäftsführer

gez. Jochen Schlimme, Geschäftsführer

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

1. Geschäftsmodell und Struktur

Gegenstand des Unternehmens (nachfolgend "KS Logistik") ist die Erbringung von allgemeinen logistischen Dienstleistungen auf nationaler und internationaler Ebene ausschließlich für Unternehmen der Kromberg & Schubert Gruppe. Hierzu zählen unter anderem die Lagerhaltung von Waren und deren Distribution, die Steuerung von Transporten sowie die Erbringung von Serviceleistungen bei Im- und Exporten im Rahmen eines grenzüberschreitenden Verkehrs. Ferner nimmt die Gesellschaft Koordinationsaufgaben zwischen Lieferanten und den Gruppenunternehmen wahr und stellt hierzu benötigte logistische Informationssysteme bereit. Die operativen Tätigkeiten lassen sich wie folgt untergliedern:

a)

Logistische Dienstleistungen im Logistikcenter Renningen, hier insbesondere die Abwicklung der Rohmaterialversorgung der Überseestandorte der Gruppe mit Material von europäischen Lieferanten.

b)

Logistische Dienstleistungen im Güterverkehrszentrum Ingolstadt der Audi AG für die Kromberg & Schubert Austria GmbH & Co. KG als Auftragnehmer der Audi AG, hier insbesondere die Just-in-time Anlieferung von Kabelsätzen und Bordnetzsystemen für den Kunden Audi.

c)

Logistische Dienstleistungen im Werk Oxford der BMW AG für die Kromberg & Schubert Austria GmbH & Co. KG als Auftragnehmer der BMW AG, hier insbesondere die Koordination und Unterstützung hinsichtlich des Einbaus angelieferter Kabelsätze und Bordnetzsysteme für den Kunden BMW. Die KS Logistik ist Teil des Kromberg & Schubert Konzerns. Außerdem ist sie Mitgesellschafterin der KS Servicios S.a. de C.V., Irapuato/Mexico sowie der Kromberg & Schubert Argentina SRL, Buenos Aires/Argentinien.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Vorjahr hatte die weltweite Wirtschaftsleistung unter dem Einfluss der Corona-Pandemie einen außergewöhnlich starken Rückgang von rund minus 4 % verzeichnet. Die Prognosen für 2021 waren im Auslauf der Krise zunächst verhalten, wurden jedoch vor dem Hintergrund der unerwartet raschen Erholungstendenzen bis ins 1. Quartal 2021 hinein kontinuierlich angehoben. Die ab dem 2. Quartal zunehmenden Probleme der Versorgung der Wirtschaft mit Rohstoffen und Vorprodukten führte letztlich zu einer deutlichen Verteuerung dieser Waren und einer spürbaren Abschwächung des Aufwärtstrends, sodass sich für das weltweite BIP nur ein Zuwachs von 5,9 % ergab.

Die größten Volkswirtschaften der Welt USA (+5,7 %) und China (+8,1 %) verzeichneten im abgelaufenen Jahr ein zunächst unerwartet kräftiges Wachstum. Auch die Euro-Zone konnte das BIP um rund 5 % steigern. Deutschland war von den Versorgungsproblemen im Lieferkettenbereich besonders schwer betroffen und konnte deshalb nur um 2,7 % zulegen.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der bereits im 4. Quartal 2020 einsetzende Aufwärtstrend des Automobilmarktes hat sich zunächst auch im 1. Quartal 2021 fortgesetzt. Die unerwartet schnelle Erholungstendenz hat offensichtlich auch viele Rohstoff- und Komponenten-Lieferanten im Automobilsektor überrascht. Sie waren kurzfristig nicht mehr in der Lage, die hohe Nachfrage in der benötigten Quantität zu befriedigen. Dadurch kam es ab dem 2. Quartal branchenübergreifend vermehrt zu Unterbrechungen in den eng abgestimmten logistischen Lieferketten. Diese Engpässe hatten mit zunehmender Tendenz gravierende Auswirkungen auf die weitweite Fahrzeugproduktion. Sie schlug sich in teilweise mehrwöchigen Produktionsunterbrechungen in vielen Automobilwerken nieder. Als determinierender Engpass für die Fahrzeugproduktion kristallisierte sich schnell die Versorgung mit elektronischen Bauteilen heraus ("Halbleiter-Krise"). Die Fahrzeugproduktion des Jahres 2021 weist dadurch einen besonders atypischen saisonalen Verlauf auf. Ein zunächst starkes erstes Halbjahr und eine deutlich schwächere zweite Jahreshälfte. Auch die größten Kunden im Konzern konnten sich dieser allgemeinen Entwicklung nicht entziehen. Da die KS Logistik ausschließlich für die verbundenen Unternehmen der Kromberg & Schubert Gruppe im Geschäftsbereich Bordnetzsysteme tätig ist, unterliegt auch sie dieser Entwicklung der Automobilbranche.

2.3 Ertragslage

Im Berichtsjahr war ein Umsatzanstieg um 3.711 T€ auf 21.025 T€ zu verzeichnen. Hierbei wirkten höhere Umsätze im Güterverkehrszentrum Ingolstadt infolge des starken Anstiegs der Automobilproduktion, insbesondere in der ersten Hälfte des Berichtsjahres nach dem Beginn der Pandemie 2020. Dies wiederum führte auch zu einem Wiederanstieg der logistischen Dienstleistungen im Logistikcenter Renningen, welches die Überseestandorte beliefert. Da die Gesellschaft ihre Dienstleistungen ausschließlich für Unternehmen der Kromberg & Schubert Gruppe erbringt und diese mit einer fixen Marge abrechnet, hat eine Veränderung des Umsatzes nur eine moderate Auswirkung auf die Ertragslage. In Verbindung mit der höheren Umsatzentwicklung konnte ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 549 T€ (Vorjahr 427 T€) erzielt werden. Hiervon entfielen anteilig 333 T€ (Vorjahr 236 T€) auf das Logistikcenter in Renningen und 201 T€ (Vorjahr 181 T€) auf das Güterverkehrszentrum in Ingolstadt. Der Ergebnisanteil der Betriebsstätte in Oxford war hingegen mit 15 T€ (Vorjahr 10 T€) nur gering. Die Gesellschaft verzeichnete insgesamt einen Jahresüberschuss in Höhe von rund 388 T€ (im Vorjahr 290 T€).

2.4 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verzeichnete eine Reduzierung um -873 T€ (-17%) auf nunmehr 4.135 T€. Hierbei verminderte sich das Anlagevermögen im Wesentlichen aufgrund von Abschreibungen um 307 T€ (-22%) auf 1.123 T€ und das Umlaufvermögen notierte mit 3.012 T€ um 565 T€ (-16%) niedriger als im Vorjahr. Wesentlich hierzu beigetragen haben sowohl der Rückgang der Forderungen an verbundene Unternehmen (-643 T€) als auch die Reduzierung des Bankguthabens (-192 T€). Demgegenüber erhöhten sich die sonstigen Vermögensgegenstände (+270 T€). Die liquiden Mittel betrugen am Bilanzstichtag 613 T€. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich infolge einer Ausschüttung an die Gesellschafterin auf 22,5% (Vorjahr 50,8%). Bankverbindlichkeiten bestanden zum Stichtag nicht. Vor diesem Hintergrund kann die Finanzierung der Gesellschaft auch für das Geschäftsjahr 2022 als gesichert bezeichnet werden. Zur detaillierten Erläuterung der Finanzlage unserer Gesellschaft im Einzelnen verweisen wir auf die gemäß DRS 21 erstellte Kapitalflussrechnung im Anhang.

3. Risiko- und Chancenbericht

Chancen und Risiken sind ein integraler Bestandteil jeder unternehmerischen Tätigkeit. Die Risikopolitik der Kromberg & Schubert Gruppe folgt dem Grundsatz, Risiken nur dann einzugehen, wenn durch das damit verbundene Geschäft ein angemessener Ergebnisbeitrag erwartet werden kann. Da die Dienstleistungen der Berichtsgesellschaft ausschließlich im Konzernverbund erbracht werden (Rohmaterialversorgung für die Überseestandorte sowie Dienstleistungen für die betreffenden Kunden) kommt es auf die Entwicklung des Konzerns im Geschäftsbereich Bordnetzsysteme an.

Nach unserer Einschätzung stellen aus heutiger Sicht die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie, die auf dem Zeitstrahl nicht absehbare Bewältigung der Halbleiter-Krise und zunehmende Inflationstendenzen mit der dann absehbaren Folge ungeplanter Kostensteigerungen die größten bekannten Risiken dar.

In den ersten zwei Monaten des nun angelaufenen Geschäftsjahres hat sich der geopolitische Konflikt zwischen Russland und der Ukraine als zusätzliches Risiko unbekannter Dimension herausgebildet. Insofern müssen wir im Vergleich zum Vorjahr von einer erhöhten Gesamtrisikolage ausgehen.

Da jedoch die Berichtsgesellschaft ihre Leistungen an die Konzerngesellschaften mit einer fixen Marge berechnet, haben diese Risiken und Chancen nur einen moderaten Einfluss auf ihr Geschäft.

4. Prognosebericht

Die Volumenplanung für das nun angelaufene Geschäftsjahr gestaltete sich im Konzern bereits vor dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine als schwierig. Hintergrund war die anhaltende Unsicherheit in Bezug auf die Dauer der Halbleiterkrise. Es wurde allgemein erwartet, dass die Automobilindustrie die starke Marktnachfrage bis weit in das Jahr 2022 hinein nicht befriedigen können würde.

Die mittelbaren und unmittelbaren Folgen des Kriegsausbruches in der Ukraine auf den geplanten Geschäftsverlauf des Konzerns als auch der KS Logistik sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht belastbar abzuschätzen.

Da die Gesellschaft ihre Dienstleistungen ausschließlich für Unternehmen der Kromberg & Schubert Gruppe erbringt und diese mit einer fixen Marge abrechnet, hat eine Veränderung des Umsatzes jedoch nur eine moderate Auswirkung auf die Ertragslage.

Für den Standort Renningen als auch für den Standort Ingolstadt gehen wir von einer mit dem Berichtsjahr vergleichbaren Mengenentwicklung aus.

Da der Standort in Oxford hingegen kostenbasiert vergütet wird, hat die Belieferungssituation aus der Ukraine keinen unmittelbaren Ergebniseinfluss.

Für die Gesellschaft insgesamt erwarten wir deshalb eine weitgehend stabile Geschäftsentwicklung ihrer Dienstleistungen auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Umsatz- und Ergebnis-Niveau.

5. Nachtragsbericht

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht in der Ukraine Kriegszustand. Die mittelbaren und unmittelbaren Folgen des Kriegsausbruches in der Ukraine auf den geplanten Geschäftsverlauf sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht belastbar abzuschätzen. Eine fundierte Aussage zur Ergebnisentwicklung lässt sich vor diesem Hintergrund derzeit nicht treffen.

 

Renningen, den 17. März 2022

Die Geschäftsführung

gez. Ulrich Zimmerer, Geschäftsführer

gez. Jochen Schlimme, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KS • Logistik GmbH, Renningen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KS • Logistik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KS • Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße

betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 23. März 2022

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (Düsseldorf)

Martin Weinand, Wirtschaftsprüfer

Marco Brokemper, Wirtschaftsprüfer

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