Cavotec Germany GmbH
Zum Schlingenbach 17, 51491 Overath, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Marsch seit 27.9.2024 | Prokura |
Markus Haas seit 26.3.2024 | Geschäftsführer |
Alexej Deck seit 6.11.2023 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cavotec Germany GmbHOverathJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des UnternehmensAllgemeines/Organisatorisches/Veränderungen Die Cavotec Germany GmbH ist Teil der an der schwedischen Nasdaq notierten Cavotec Gruppe (Ticker: CCC / A1JNUY) und unterhält in Deutschland zwei Fertigungsstätten an den Standorten Hausen (Niederbayern) und Overath. Die Cavotec Gruppe ist ein führender Cleantech-Konzern, der Fernsteuerungs-, Verbindungs- und Elektrifizierungslösungen für Industrie und Schifffahrt entwickelt und herstellt, um die Dekarbonisierung von Häfen und Industrieanwendungen zu ermöglichen. Die Fachabteilungen Buchhaltung, HR, Einkauf sind als sogenannte Shared-Services organisiert, die standortübergreifend in einer Matrixorganisation zusammenarbeiten. Durch die Shared-Services sind Prozesse und Strukturen deutschlandweit homogenisiert, um die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft zu stärken. Zweck der Gesellschaft Gesellschaftszweck ist der weltweite Vertrieb, das Marketing, die Projektierung und der Handel mit Apparaten für die Energieübertragung und elektrischen Geräte für die Energiezuführung rotierender Systeme sowie industrieller Sicherheitsfunkfernsteuerungen zum Produktportfolio. Diese werden von den Produktionsstätten der Cavotec-Gruppe hergestellt. Des Weiteren unterhält das Unternehmen Produktionseinheiten, die für die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Installation, Inbetriebnahme und Wartung von vorgenannten Investitionsgütern für in- und ausländische Märkte verantwortlich sind. Die Cavotec Germany GmbH ist in den Branchen Port & Maritime, Mining & Tunneling sowie General Industry mit den Niederlassungen in Hausen und Overath (Zentrale) tätig. Die Gruppe ist organisatorisch in die drei Bereiche Ports & Maritime, Industry & Mining und Services unterteilt. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2023 lag der Schwerpunkt der Forschung und Entwicklungsaktivitäten weiterhin in der Anpassung bestehender Produkte an die gestiegenen Anforderungen der immer stärker werdenden Digitalisierung und Vernetzung von Industriesystemen im Bereich Industry & Mining. In den Jahren 2022 und 2023 wurden zahlreiche Innovationen der Funkfernsteuerung MC-2100 zur Marktreife gebracht. Zusätzlich wurde in ein umfangreiches Update der zentralen Steuereinheit dieser Funkfernsteuerung investiert, welches neue Maßstäbe bezüglich Sicherheitsstandards setzen wird. Wir gehen davon aus, unseren Marktanteil in diesem Marktsegment kontinuierlich auszubauen. Weitere Entwicklungsziele liegen in dem Bereich industrielle Elektromobilität, in dem wir eine führende Position anstreben. Hier geht es um die Weiterentwicklung flexibler Ladesysteme für Industriefahrzeuge auf dem nationalen sowie dem internationalen Markt. In diesem Produktsegment wurde die Entwicklung unseres Megawatt Charging System (MCS) Steckers, mit einer Ladeleistung von 4,5MW für schwere Industriefahrzeuge, erheblich vorangetrieben und die ersten Konfigurationen an unsere Kunden ausgeliefert. Personal- und Sozialbereich Durch die Abspaltung des Flughafenbereichs verminderten sich die Personalaufwendungen um weitere 15,5% auf € 7,71 Mio. (Vorjahr -23,2%, € 9,13 Mio.). In Höhe von € 0,59 Mio. (Vorjahr € 0,82 Mio.) wurden Personalkosten für Mitarbeiter mit globalen Rollen an die Cavotec International Ltd., UK weiterbelastet. Die entsprechenden Erträge sind unter den Sonstigen Betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 betrug insgesamt 118 Mitarbeiter (Vorjahr 134) und wird im Jahr 2024 nach heutigen Prognosen etwas ansteigen. 2. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen (Quelle: Bundesbank Monatsbericht Dezember 2023) Konjunkturelle Entwicklung "Nach einem leichten Anstieg im zweiten Quartal fiel das saisonbereinigte reale BIP im dritten Quartal wieder in gleichem Umfang zurück. Damit stagnierte die deutsche Wirtschaft im vergangenen Sommerhalbjahr lediglich. In der Projektion vom Juni 2023 war hingegen eine durchgängige, sich schrittweise leicht verstärkende Expansion erwartet worden. Dass diese Erholung vorerst ausblieb, lag zum einen an einer schwächer als erwarteten Auslandsnachfrage in der Industrie. Diese drückte deren Produktion und die Exporte. Zum anderen zeigten sich die privaten Haushalte zögerlicher als erwartet hinsichtlich zusätzlicher Ausgaben. Obwohl ihre realen verfügbaren Einkommen im Sommerhalbjahr sogar etwas stärker stiegen als im Juni angenommen, hielten sie ihren Konsum lediglich stabil. Damit erhöhte sich ihre Sparquote. Die Unternehmen weiteten ihre Investitionen indes im Einklang mit der Projektion vom Juni verhalten aus. Die Wohnungsbauinvestitionen gingen zurück, allerdings weniger stark als projiziert. Die Bauwirtschaft schlug sich insgesamt überraschend gut. Die noch recht gut gefüllten Auftragsbücher stützten die Produktion wohl stärker als erwartet." Rohstoffpreise "Die Rohstoffpreise für Energie gaben zuletzt deutlich nach. Ein Fass der Sorte Brent kostete zum Abschluss dieses Berichts mit 74 US-$ knapp 20 % weniger als im Oktober. Preisdämpfend wirkten Sorgen über die zukünftige Ölnachfrage. Zudem ließen Befürchtungen über eine regionale Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten nach. Die Marktteilnehmer zweifelten darüber hinaus an der vollständigen Umsetzung neuerlicher Förderkürzungen einiger OPEC-Länder und ihrer Partner. Auch die europäischen Gas- und Strompreise sanken spürbar. Maßgeblich dafür dürften stabile Gaslieferungen nach Europa, die insgesamt günstige Witterung sowie gut befüllte europäische Gasspeicher gewesen sein." Perspektiven der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 "Zu Beginn des kommenden Jahres dürfte die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Expan-sionspfad einschwenken. Denn es gibt erste Anzeichen für eine leichte Besserung. Die ifo Geschäftserwartungen hellten sich im Oktober und im November etwas auf. Vor allem der Handel und das Verarbeitende Gewerbe zeigten sich weniger pessimistisch. In der Industrie könnte die Auslandsnachfrage ihren Tiefpunkt erreicht haben. Die Exporterwartungen stiegen zuletzt an. Außerdem sollte sich die Einkommenssituation der privaten Haushalte weiterverbessern. Denn der Arbeitsmarkt bleibt robust, die Löhne steigen kräftig, und die Inflation lässt noch etwas nach. Daher dürfte der private Konsum im ersten Quartal etwas stärker zulegen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2024 nimmt die Expansion gemäß der Projektion nach und nach Fahrt auf. In den beiden Folgejahren setzt sie sich noch ein wenig verstärkt fort. Die Wirtschaftserholung stützt sich auf zwei wesentliche Pfeiler: Erstens steigen infolge wachsender Nachfrage auf den Absatzmärkten der deutschen Exporteure die Ausfuhren. Und zweitens weiten die Privathaushalte ihre Konsumausgaben mit steigenden Realeinkommen aus." Die Kunden der Gesellschaft kommen aus den Branchen General Industry, Port & Maritime sowie Mining & Tunneling. Die Entwicklung dieser Branchen zusammengenommen entspricht in etwa der oben beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Produktion der Cavotec Germany GmbH ist nicht energieintensiv. Lage des Unternehmens Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Wir sind mit dem Geschäftsverlauf 2023 sehr zufrieden. Es ist uns gelungen, wichtige Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen an beiden deutschen Standorten umzusetzen. Kosteneinsparungen wurden durch eine Überarbeitung der Einkaufsprozesse erreicht, die wir zusammen mit unseren Key-Lieferanten erarbeitet haben. Effizienzsteigerungen konnten durch die Einführungen eines neuen internen Materialflusses und durch Änderungen am Produktionsprozess umgesetzt werden. Die für die Unternehmenssteuerung relevanten Kennzahlen Umsatz und operatives Ergebnis (EBIT) haben sich im Geschäftsjahr positiv entwickelt. Der Umsatz für das Jahr 2023 liegt mit € 26,55 Mio. (Vorjahr € 28,20 Mio.) um 5,8% unter dem des Vorjahres. Dies ist aus Sicht der Gesellschaft ein sehr gutes Ergebnis, da das Umsatzvolumen des im Jahr 2022 abgespaltenen Flughafengeschäfts ca. 13,1 % des Umsatzes des Vorjahres ausmachte. Die Umsatzerlöse liegen trotzdem unter den Erwartungen, was im Wesentlichen auf die etwas geringeren Umsatzerlöse mit Konzernunternehmen zurückzuführen ist. Im Ergebnis ergab sich ein um 2,8% gesunkenes Rohergebnis von € 13,41 Mio. (Vorjahr 13,80 Mio.). Für das Jahr 2024 wird ein moderater Umsatz- und Ergebnisanstieg erwartet. Die nach der Ausgliederung der Aktivitäten des Flughafengeschäfts vorgenommenen Anpassungen im Bereich der Fixkosten und der Organisationstrukturen haben im Geschäftsjahr Früchte getragen. Im Jahr 2023 wurde ein internes Projekt zur Harmonisierung beider deutscher Standorte gestartet, um bestehende Synergieeffekte besser zu nutzen. Erste Erfolge sind bereits sichtbar. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 ist Vergleich zum Vorjahr um über 37,8% auf € 9,52 Mio. (Vorjahr € 6,91 Mio.) angestiegen. Der Anstieg betrifft vor allem den Bereich General Industry, welcher um mehr als 20% gewachsen ist. Das starke Wachstum und der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 bestätigen eindrucksvoll die erfolgreiche Neuausrichtung der Gesellschaft nach der Abspaltung des Flughafenbereichs Mitte 2022. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresfehlbetrag von € 1,81 Mio. (Vorjahr € 7,42 Mio.) erzielt. Dieser ergab sich im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für das langfristige konzerninterne Darlehen. Im operativen Geschäft (EBIT) wurde ein neutrales Ergebnis erreicht, was eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (€ - 3,59 Mio.) darstellt, aber unter den Vorjahreserwartungen liegt. Im Vorjahr waren im Jahresfehlbetrag zudem durch den Verkauf des Flughafengeschäfts verursachte außergewöhnliche Aufwendungen von € 3,83 Mio. enthalten. Der Jahresfehlbetrag bzw. die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ergibt sich im Wesentlichen aus den folgenden Effekten:
Finanzlage & Finanzierungsmaßnahmen Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen über ein langfristiges konzerninternes Darlehen. Zum 31. Dezember 2023 betrug der Saldo diese Darlehens € 14,72 Mio. (Vorjahr € 23,65 Mio.). Demgegenüber stand ein Nettosaldo von Forderungen und Verbindlichkeiten an Konzernunternehmen von € 1,94 Mio. (Vorjahr € 3,84 Mio.). Die Gesellschaft ist von der Zuführung von Fremdkapital abhängig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag € 18,69 Mio. (Vorjahr € 24,75 Mio.) und machen 85,1% (Vorjahr 85,1%) des Fremdkapitals aus. Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit hat die Muttergesellschaft, die Cavotec SA, mit Datum vom 02. Februar 2024 eine bis 01. Juni 2025 befristete Patronatserklärung abgegeben. Investitionen In 2023 erfolgten neben den üblichen Ersatzinvestitionen weitere Investitionen auf dem Sektor Funkfernsteuerungen. Insgesamt sind Investitionen bezogen auf die Gesamtaufwendungen jedoch von untergeordneter Bedeutung. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 5,25 Mio. (-18,1 %). Hierzu trug im Wesentlichen der Wegfall des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages in Höhe von € 6,32 Mio. bei. Das Anlagevermögen reduziert sich im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen um € 0,20 Mio. (-4,4 %). Der Vorratsbestand erhöhte sich um € 2,00 Mio. (21,6 %). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind aufgrund deutlich gesunkener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie gesunkener Vorsteuerforderungen um € 0,96 Mio. (-11,2 %) auf € 7,61 Mio. zurück gegangen. Die Vorsteuerforderungen betrugen zum Stichtag € 0,31 Mio. (Vorjahr € 0,85 Mio.). Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital aufgrund einer Kapitalerhöhung insgesamt um € 8,19 Mio. Die Kapitalerhöhung erfolgte durch Einlage von Darlehen in Höhe von € 10 Mio. in die Kapitalrücklage. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die im Wesentlichen aus einem langfristigen Darlehen resultierten, verminderten sich aufgrund der Kapitalerhöhung um € 6,06 Mio. (-24,5%). Die Rückstellungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund geringerer Personalrückstellungen um € 0,27 Mio. (-22,5%). 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsleitung mit einem Umsatz von € 29,1 Mio. (+ 9,7 %). Es soll aufgrund der Umsatzsteigerung und Maßnahmen zur Kostensenkung ein positives operatives Ergebnis (EBIT) erreicht werden, das moderat über den Jahr 2023 liegt. Durch die andauernde Überarbeitung der Einkaufsprozesse sollen wichtige Kosteneinsparungen weiter vorangetrieben werden. Die bereits umgesetzten Effizienzsteigerungen werden durch die geplanten Verbesserungsmaßnahmen weiter ausgebaut werden. Gemäß der 5 Jahres Planung wird längerfristig der nötige Cashflow erzeugt, um die Verbindlichkeiten der Cavotec Germany zu reduzieren. Kurzfristig muss die Cavotec SA weiterhin die Liquidität der Cavotec Germany GmbH sicherstellen. Produktion Von an den zwei deutschen Standorten in 2023 eingeführten Verbesserungen, in Anlehnung an Lean Manufacturing Produktionssysteme versprechen wir uns unverändert gute Erfolge. Die eingeführten Meeting-Routinen und Key Performance Indikatoren haben sich aus unserer Sicht bewährt und sollen kontinuierlich erweitert werden. KPI-Boards in den Werken und in den Produktionsabteilungen ermöglichen ein effizientes und agiles Produktionsmanagement. Arbeitssicherheit steht an erster Stelle. In der Reihenfolge Safety first, Quality always werden die aktuellen Themen in den Morgenmeetings besprochen und gemeinsame Entscheidungsprozesse gefördert. Beschaffung Die Fertigungswerke der Cavotec Germany GmbH bezogen auch 2023 erhebliche Mengen an Maschinenbaukomponenten. Diese sind zum größten Teil aus den Rohstoffen Kupfer, Nickel, Aluminium, Zink, Gold, Silber (in Elektronik), unterschiedlichsten Stählen und vermehrt auch aus diversen Kunststoffen gefertigt. Der Einkauf ist überwiegend konstruktionsgetrieben, dabei ist ein Großteil der Produktkosten bereits mit der Spezifikation determiniert. Die Preise der Mehrzahl der Rohstoffe haben sich über das Jahr 2023 gesehen auf hohem Niveau konsolidiert. Bei den Kabellieferanten zeigt sich in Bezug auf Lieferzeiten eine leichte Entspannung. Für Elektronikkomponenten wie Platinen müssen immer wieder Alternativen gefunden werden, um die Versorgung unserer Kunden sicher zu stellen. Wir erwarten in der zweiten Jahreshälfte für 2024 entsprechend den Ausführungen der Bundesbank, eine weitere Entspannung im Rohstoffbereich und damit einhergehende leichte Preissenkungen. Umweltschutz Es liegen keine erkennbaren Anhaltspunkte für Umweltrisiken vor. Eine Zertifizierung der Standorte Overath und Hausen nach ISO 14001 wird in den folgenden Jahren angestrebt. 3.2 Chancenbericht Die Aktivitäten im Bereich Manufacturing Excellence in der Cavotec Gruppe sollen erhebliche Potentiale erzeugen:
Die Standardisierung im Bereich Konstruktion und Produktion im Projektgeschäft wird weiter vorangetrieben. Für die Expansion des Servicegeschäftes wurden im Jahre 2023 die nötigen Ressourcen geschaffen. Ziel ist eine nachhaltige Umsatz- und Margensteigerung sowohl im Service als auch im Projektbereich. Mit modularen Produktionszellen soll die Ausbringung mit dem bestehenden Personal im direkten Bereich weiter gesteigert werden. In dem innovativen Produkt MC-2100 (Hausen) sowie im Bereich industrielle Elektromobilität sehen wir weiterhin sehr großes Umsatzpotential. 3.3 Risikobericht Die nachfolgend beschriebenen Risiken führen wir in der Reihenfolge der Bedeutung für das Unternehmen auf, wobei das bedeutsamste Risiko zuerst genannt wird. Beschaffungsmarktrisiken (Rohstoffe, Personal) Wir beobachten die Entwicklung an den weltweiten Beschaffungsmärkten in Bezug auf Rohstoffe und elektronische Bauteile sehr genau. Risiken ergeben sich hier insbesondere aus Preissteigerungen für Metalle und elektronische Bauteile sowie aus der Beschaffbarkeit von benötigten Bauteilen und Materialien. Die Lieferzeiten und die Verfügbarkeit bspw. von Microchips und Kabeln hat einen direkten Einfluss auf das Wachstum des Unternehmens. Wir begegnen dem Risiko durch gestiegene Lagerhaltung, eine langfristige Produktionsplanung und eine entsprechend langfristig orientierte Einkaufsstrategie. Für das Jahr 2024 sehen wir bezüglich Lieferzeiten und Verfügbarkeit eine leichte Entspannung der Situation. Die Beschaffung von Facharbeitern ist weiterhin schwierig. Nichtsdestotrotz ist es uns im Jahr 2023 gelungen, sehr wichtige Positionen mit Fachkräften zu besetzen. Die Initiative, Interim- und Zeitarbeitskräfte in dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse zu überführen, hat sich sehr positiv auf das Personalrisiko und weitere unternehmerische Aspekte ausgewirkt. Absatzmarktrisiken Für die Standorte Overath und Hausen liegen langfristige Bestellungen in erheblichem Umfang vor. Es besteht jedoch das Risiko, dass weltweite geopolitische Entwicklungen, Rohstoff und Preisentwicklungen auch die Absatzmärkte nachhaltig schädigen. Bonitätsrisiken Es bestehen die üblichen Bonitätsrisiken und Wechselkursrisiken im Bereich der Forderungen. Deutlich erhöhte Ausfallrisiken bei unseren bestehenden Kunden infolge aufgrund globaler wirtschaftlicher Entwicklungen haben wir bisher nicht beobachtet. Bei jedem neuen Kunden wird Bonität und Compliance mit Exportrichtlinien geprüft und entsprechend eingerichtet. Bestandsgefährdende Risiken Die Gesellschaft ist kurzfristig auf die Finanzierung durch Konzernunternehmen angewiesen. Da diese durch langfristige Darlehen gesichert ist, sieht die Geschäftsführung keine den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken und schätzt die Lage der Gesellschaft insgesamt als gut ein. Die hier beschriebenen Risiken sowie das Gesamtrisiko der Gesellschaft haben sich durch den Verkauf des Flughafengeschäftes deutlich verringert. 4. Dank an die MitarbeiterWie in den Jahren zuvor galt es auch in 2023, den hohen Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. Dazu beigetragen haben nicht zuletzt das Know How, die Kreativität und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dafür gilt allen unser herzlicher Dank!
Overath, den 1. Juni 2024 Markus Haas (Geschäftsführer) Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine AngabenDie Cavotec Germany GmbH ist in das Handelsregister Köln unter der Nummer HRB 112048 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Overath (Vorjahr: Dietzenbach). Die alleinige Gesellschafterin ist die Cavotec Group Holdings N.V., Rotterdam/Niederlande. Das Geschäftsjahr der Gesellschaft läuft vom 1. Januar bis 31. Dezember. Der Abschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Dabei wurde dem Grundsatz vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung getragen. Der Abschluss wurde der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB). Unter Inanspruchnahme von den Aufstellungserleichterungen gemäß §§ 276 und 288 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurde wie im Vorjahr eine verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Des Weiteren wurde auf bestimmte Angaben im Anhang in Übereinstimmung mit den Erleichterungsregeln für mittelgroße Kapitalgesellschaften verzichtet. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Anschaffungskosten erfassen auch direkt zuordenbare Anschaffungsnebenkosten. Die Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen ab dem Zugangszeitpunkt pro-rata-temporis planmäßig nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauern für die planmäßige Abschreibung betragen:
Die im Vorjahr in den Finanzanlagen ausgewiesenen Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen sind mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital bewertet. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten 800 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung aufwandswirksam erfasst. In den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Schwergängige Bestände des Vorratsvermögens wurden mit Sätzen von 20 % bis 100 % abgewertet. Diese Abwertung führte am Stichtag zu einer Verminderung der Vorratsbestände i.H.v. T€ 588 (Vorjahr T€ 409). Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgte zu Nennwerten. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im Geschäftsjahr 2023 geleisteten Zahlungen für Wartungskosten, Softwarenutzung und Versicherungen abgegrenzt, soweit sie auf das Folgejahr entfallen. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bestehen zum 31.12.2023 nicht. Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennwert passiviert. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder zum ungünstigeren Devisenkassamittelkurs nach § 256a S. 1 HGB am Abschlussstichtag bewertet; Verluste aus Kursänderungen sind stichtagsbezogen berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern wurden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese Unterschiede in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Verlustvorträge führen ebenfalls zu aktiven latenten Steuern. Aktive werden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Ein verbleibender aktiver Überhang wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB nicht angesetzt. C. Erläuterungen zur BilanzZur Entwicklung des Anlagevermögens gem. § 284 Abs. 3 HGB wird auf die gesonderte Anlage zum Anhang verwiesen. Aufgrund des Verkaufs des Flughafengeschäfts im Vorjahr wurden im Geschäftsjahr 2023 die verbliebenen Anlagengüter neu gruppiert. Die Umgruppierung ist in der Anlage zum Anhang in den Umbuchungsspalten dargestellt. Eine Ergebnisauswirkung ergab sich hierdurch nicht. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen solche aus Lieferungen und Leistungen gegen andere verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 5.905 (Vorjahr T€ 4.937). Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht. Die flüssigen Mittel betreffen frei verfügbare Guthaben bei inländischen Kreditinstituten und den Kassenbestand. Latente Steuern resultieren aus Verlustvorträgen. Für den sich insgesamt ergebenden Aktivüberhang wird das Aktivierungswahlrecht nicht ausgeübt. Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital gemäß § 272 Abs. 1 S. 1 HGB i.V.m. § 5 GmbHG ausgewiesen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 4.000. Durch Gesellschafterbeschluss vom 1. Mai 2023 verpflichtete sich die Gesellschafterin eine Zuzahlung in Höhe von T€ 10.000 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zu leisten. Die Zuzahlung erfolgte nicht in bar, sondern auf Basis einer Einbringungs- und Abtretungsvereinbarung, gemäß welcher die Gesellschafterin einen Teil ihres gegen die Gesellschaft bestehenden Rückzahlungsanspruchs des langfristigen Gesellschafterdarlehens in die Gesellschaft einbringt und an diese abtritt. Mit Wirkung zum 1. Mai 2023 hat die Gesellschaft die Abtretung und Einbringung angenommen. Die Kapitalrücklage beträgt seit dem 1. Mai 2023 T€ 30.000. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich T€ 125 (Vorjahr T€ 575) und Gewährleistung T€ 500 (Vorjahr T€ 375) gebildet. Zu den Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen i.H.v. T€ 3.202 (Vorjahr T€ 1.039) solche aus Lieferungen und Leistungen. Ebenfalls bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von T€ 15.484 (Vorjahr T€ 23.854), welche aus dem Finanzverkehr resultieren. Davon haben Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 14.720 (Vorjahr T€ 23.650) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, der verbleibende Betrag von T€ 764 von unter einem Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht. Darüber hinaus bestehen wie im Vorjahr weder weitere Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr noch Verbindlichkeiten, die durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte besichert sind. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit T€ 327 (Vorjahr T€ 322) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und mit T€ 216 (Vorjahr T€ 0) Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen. Erträge aus Währungsumrechnung haben sich in Höhe von T€ 17 (Vorjahr T€ 20) ergeben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen überwiegend Aufwendungen für Verwaltungsumlagen, Mieten und Raumkosten sowie Fracht- und Transportkosten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 28 (Vorjahr T€ 24) enthalten. Darüber hinaus waren außerordentliche Aufwendungen aus dem Verkauf des Flughafengeschäftes in Höhe von T€13 (Vorjahr T€ 3.832) enthalten. E. Sonstige finanziellen Verpflichtungen und HaftungsverhältnisseDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 520 (Vorjahr T€ 475), davon bis zu einem Jahr T€ 461 (Vorjahr T€ 298). Sie enthalten Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 204 (Vorjahr T€ 102). Die Verpflichtungen wurden vor allem eingegangen, um die Zahlungsströme an die tatsächliche Nutzung der Miet- und Leasinggegenstände anzupassen. In allen Fällen handelt es sich um Miet- bzw. sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben hält sich im üblichen Rahmen und kann aus dem operativen Cash-Flow finanziert werden. Im Rahmen des zentralen Finanzmittelausgleichs der Cavotec Gruppe besteht eine Mithaftung für die verursachten Mittelaufnahmen. Die Gesellschaft hat im Rahmen einer weltweiten Gruppenfinanzierung unverändert zum Vorjahr zusammen mit weiteren Gruppenunternehmen eine gesamtschuldnerische Garantie mit einem Gesamtvolumen i.H.v. € 40 Mio. übernommen. Für die angeführten zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht zu rechnen ist. F. Sonstige AngabenGeschäftsführung Die Gesellschaft wird durch die Geschäftsführereinzeln vertreten:
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge gem. § 285 Nr. 9a HGB wurde unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, weil sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Geschäftsführungsmitglieds feststellen lassen. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Mitarbeiter beschäftigt:
Die Anteile an der Cavotec Germany GmbH hält zu 100 % die Cavotec Group Holdings NV, Rotterdam, Niederlande. Die Cavotec Germany GmbH ist Teil der an der schwedischen Nasdaq notierten Cavotec Gruppe (Ticker: CCC/A1JNUY). Oberstes Mutterunternehmen ist die Cavotec SA, Lugano/Schweiz, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Die veröffentlichten Konzernabschlüsse sind am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
Für den Bezug von Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen entrichtet die Gesellschaft an die Gruppe für das Jahr 2023 eine Service Fee von T€ 2.293 (Vorjahr T€ 2.342). E rgebnisverwendungsvorschlag Der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresverlust in Höhe von T€ 1.814 wird in voller Höhe in den Verlustvortrag eingestellt. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Durch Gesellschafterbeschluss vom 7./8. März 2024 verpflichtete sich die Gesellschafterin eine Zuzahlung in Höhe von T€ 5.000 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft im Sinne des § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zu leisten. Die Zuzahlung erfolgte nicht in bar, sondern auf Basis einer Einbringungs- und Abtretungsvereinbarung, gemäß welcher die Gesellschafterin einen Teil ihres gegen die Gesellschaft bestehenden Rückzahlungsanspruchs des langfristigen Gesellschafterdarlehens in die Gesellschaft einbringt und an diese abtritt. Mit Wirkung zum 15. April 2024 hat die Gesellschaft die Abtretung und Einbringung angenommen. Die Kapitalrücklage beträgt damit seit dem 15. April 2024 T€ 35.000. Anfang April 2024 kam es zu einer Cyber-Attacke gegen Unternehmen der Cavotec Gruppe. Diese wurde nach wenigen Stunden gestoppt. Aufgrund interner Sicherheitsmechanismen sind weder wesentlichen Schäden entstanden, noch kam es zu Datenabflüssen. Herr Markus Haas wurde zum weiteren Geschäftsführer bestellt. Herr Simone Sguizzardi wurde als Geschäftsführer abberufen. Die Eintragung beider Vorgänge ins Handelsregister erfolgte am 26. März 2024.
Overath, den 1. Juni 2024 Markus Haas (Geschäftsführer) Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Cavotec Germany GmbH, Overath Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der Cavotec Germany GmbH, Overath, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cavotec Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 1. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Stefan Hartwig, Wirtschaftsprüfer ppa. Markus Grave, Wirtschaftsprüfer
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