Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Hersfeld HRB 2142
Eingetragen
22.9.2006
Branche
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörGroßhandel mit TextilienGroßhandel mit Bekleidung
Gegenstand
Der Handel mit modischen Bekleidungsartikeln aller Art und deren artverwandten Produkten, sowie mit Sportartikeln und Sportgeräten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Klaus Marx
seit 16.6.2022
Prokura
Thomas Vockeroth
seit 11.2.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Thomas Schaumlöffel
Weilstraße 1, 61273 Wehrheim
20.000 €
80.00%
G******** K*****
5.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sauer Modehandels GmbH

Bad Hersfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Sauer Modehandels GmbH, Bad Hersfeld

INHALTSVERZEICHNIS

Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs, Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a. Vermögenslage

b. Finanzlage

c. Ertragslage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Gesamtaussage

Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Chancen- und Risikobericht)

I. Prognosebericht

II. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht)

Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs, Geschäftsergebnisses und der Lage des Unternehmens

I. Grundlage des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Rechtliche und organisatorische Struktur

Das Unternehmen wird in der Rechtsform der GmbH geführt. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in Bad Hersfeld. Hier befindet sich auch die Verwaltung der Gesellschaft. Die Gesellschaft unterhält im Geschäftsjahr darüber hinaus unselbständige Betriebsstätten in den Orten Treysa und Homberg.

Überblick über die Geschäftstätigkeit

Die Sauer Modehandels GmbH vertreibt als Einzelhändler Modeartikel, modische Accessoires, und sonstige artverwandte Produkte. Der Vertrieb erfolgte im Geschäftsjahr 2023 an den o.g. Orten in mehreren Filialen. Die Gesellschaft positioniert sich im Wesentlichen im umsatzstarken, mittleren Preissegment, so dass eine breite Zielgruppe erreicht wird. Die Sortimente umfassen ein breit angelegtes Markenportfolio. Mit den Stilgruppen Kids, Young Fashion, Modern Women, Casual, Sportswear, Modern Man, Modern Classic Woman, Accessoires und Sports werden alle wichtigen und entscheidenden Segmente angesprochen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 stand unter der Normalisierung der in 2022 stark gestiegenen Inflation und den damit einhergehend stark gestiegenen Verbraucherpreisen, was sich in einer Kaufzurückhaltung der Kunden widerspiegelte. Der Bekleidungs- und Textilhandel in Deutschland hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatzplus von 1% gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen. Allerdings liegt der Gesamtumsatz damit noch um 0,3% unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. (Pressemitteilung Fashion United)

Für das Wirtschaftsjahr 2024 sind eine Reihe von Kriterien heranzuziehen, die wesentlichen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des stationären Einzelhandels hatten. Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung haben:

Ø Grad und weitere Dauer des Ukrainekriegs und dessen wirtschaftliche Auswirkungen

Ø Onlineaffinität der Konsumentinnen und Konsumenten

Ø Frequenz und Verweildauer in stationären Geschäften und Innenstädten

Ø Weitere Rahmenbedingungen: Konjunktur, Arbeitsmarkt, Beschaffungsmärkte, Einzelhandelspreise sowie Insolvenzen

Es ist davon auszugehen, dass der tiefgreifende Strukturwandel im stationären Textileinzelhandel anhalten wird. Dem können Unternehmen mit angepassten Strukturen, hoher Reaktionsgeschwindigkeit, angepasster Kostenstruktur und klugen Unternehmensentscheidungen begegnen, indem Sie die Kundinnen und Kunden von sich überzeugen bzw. begeistern und somit eine wichtige und richtige Alternative zum reinen Onlinehandel darstellen und somit den stationären Textileinzelhandel stärken.

2. Geschäftsverlauf

Bezogen auf alle Warengruppen und Standorte hat sich der Gesamtumsatz der Gesellschaft um rd. T€ 2.873,6 auf T€ 15.471,9 verringert, dies entspricht einem Minus von 15,7%. Der Umsatzrückgang resultiert aus dem Verkauf des Handels mit Sportartikeln an die Sauer Sport GmbH im Wirtschaftsjahr 2022 sowie der Schließung des Standortes in Neukirchen.

Die Materialaufwendungen haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres vermindert und belaufen sich auf T€ 7.698,4 gegenüber T€ 9.823,0 im Vorjahr. Dies ist eine Verringerung in Höhe von T€ 2.124,6. Fremdleistungen wurden i.H.v T€ 42,5 im Geschäftsjahr in Anspruch genommen. Der Rohgewinn verringerte sich (als Verhältnis von Umsatzerlösen zum Materialaufwand) auf T€ 7.773,5 (i.V.: T€ 8.522,5).

Das Jahresergebnis in 2023 stellt sich mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 546,0 gegenüber dem Jahresverlust 2022 von T€ 219,8 deutlich besser dar.

Insgesamt sind wir der Meinung das Unternehmen für die nahe Zukunft grundsätzlich gut aufgestellt zu haben. Dies zeigt sich auch im Jahresergebnis 2023.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung

a) Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag beträgt die Bilanzsumme T€ 7.329,6 (i.V.: T€ 7.560,1) . Dies bedeutet eine stichtagsbedingte Verringerung gegenüber dem Vorjahr um T€ 230,5 (3,0%).

Auf der Aktivseite ist besonders auf den Rückgang des Anlagevermögens um T€ 335,2 hinzuweisen. Das Vorratsvermögen T€ 1.630,2 hat sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 1.512,3) um T€ 117,9 erhöht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die erstmals ausgewiesenen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtsjahr auf T€ 3.597,5 gegenüber dem Vorjahr T€ 3.760,5 um T€ 163,0 verringert.

Die Eigenkapitalquote hat sich auf 13,5% erhöht. Dies stellt eine Erhöhung um 7,7%-Punkte gegenüber dem Vorjahr dar.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 344,3 auf T€ 1.544,0 verringert. Sämtliche Verbindlichkeiten wurden ordnungsgemäß bedient.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um T€ 662,2 verringert. Diese belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 717,5 gegenüber T€ 1.379,7 im Vorjahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 283,4 und haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 18,5 verringert.

Wie im Vorjahr ist unter den Verbindlichkeiten die Einlage des stillen Gesellschafters i.H.v. T€ 721,6 ausgewiesen. Da mit dem stillen Gesellschafter, der Karl Vockeroth GmbH & Co. KG (ab 25.1.2019 Alleingesellschafter) keine Nachrangigkeit vereinbart wurde, erfolgt der Bilanzausweis unter den Verbindlichkeiten.

Der Deckungsgrad des Anlagevermögens (Eigenkapital dividiert durch Anlagevermögen) beläuft sich auf 130,0% (i.V.: 40,2%).

Als Geschäftsführung sehen wir die geringe Eigenkapitalausstattung als problematisch an und werden in der Zukunft weiter daran arbeiten, diese durch die Thesaurierung nachhaltig zu erzielender Gewinne sowie ggf. weitere Maßnahmen zu verbessern. Gegenüber dem Vorjahr konnte eine Erhöhung des Eigenkapitals von 7,7% erreicht werden.

b) Finanzlage

Zur Beurteilung der Finanzlage wurde von uns die nachstehende Kapitalflussrechnung auf der Grundlage des Finanzmittelfonds (= kurzfristig verfügbare flüssige Mittel) gemäß DRS 2 zur Kapitalflussrechnung erstellt:

2023
TEUR
2022
TEUR
1. Jahresergebnis 546,0 -219,8
2. Abschreibungen auf immaterielle VG + Sachanlagen 378,1 459,5
3. Gewinn(-)/Verlust(+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 6,8 54,4
Netto Cash-flow 917,3 294,1
Veränderung der Aktiva gegenüber dem Vorjahr (- Zunahme / + Abnahme)
4. Vorräte -117,9 321,1
5. Kundenforderungen 2.417,9 -2.400,8
6. Forderungen/Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen
verbundenen Unternehmen - 2.225,4 0,0
7. Sonstige Vermögensgegenstände -29,4 -2,7
8. aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 1,1 -3,2
Veränderung der Passiva gegenüber dem Vorjahr (+ Zunahme / - Abnahme)
9. Rückstellungen -148,5 537,5
10. Einlage stiller Gesellschafter 13,1 0,0
12. Lieferantenverbindlichkeiten -662,2 365,8
13. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 383,9 10,6
13. sonstige Verbindlichkeiten -18,5 -303,5
14. passiver Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 0,0
A. Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 531,4 -1.181,1
15. Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 6,8 461,1
16. Auszahlungen für Investitionen in das
Anlagevermögen -40,1 -9,8
B. Cash-flow aus der Investitionstätigkeit -33,3 451,3
17. Ein- / Auszahlungen Gesellschafter 0,0 0,0
18. Einzahlungen aus Aufnahme von Krediten 0,0 0,0
19. Auszahlungen zur Tilgung von Krediten -344,3 -327,8
C. Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -344,3 -327,8
20. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes A. + B. + C. 153,8 -1.057,6
21. Finanzmittelbestand 31.12. Vorjahr 1.181,3 2.238,9
D. Finanzmittelfonds (Kasse, lfd. Bank) 31.12. 1.335,1 1.181,3

Der Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres beträgt T€ 1.335,1 (Vj.: T€ 1.181,3) und beinhaltet die auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel. Die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds resultieren aus dem positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 531,4, dem negativen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit mit T€ - 33,3 und dem Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von T€ - 344,3.

Aufgrund der z.T. bereits durchgeführten Umfinanzierungsmaßnahmen und durch die Zugehörigkeit zur "Vockeroth-Gruppe" eröffneten zusätzlichen Möglichkeiten, sehen wir als Geschäftsführung unsere Finanzlage als für die nahe Zukunft unter vorhersehbaren Umständen als gesichert an.

c) Ertragslage

Geschäftsergebnis

Das Geschäftsjahr 2023 endet mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 546,0.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Ergebnis um T€ 765,8 verbessert.

Das Jahresergebnis 2023 setzt sich aus den folgenden Ergebniskomponenten zusammen:

2023 2022 Veränderung
Rohergebnis T€ 7.836,2 8.626,7 -790,5
Finanzergebnis T€ -45,4 -61,4 +16,0
Jahresergebnis T€ 546,0 -219,8 765,8

Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 790,5 verschlechtert.

Bezogen auf alle Warengruppen und Standorte hat sich der Gesamtumsatz der Gesellschaft um rd. T€ 2,873,6 verringert.

Die Materialaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.124,6 verringert.

Der Personalaufwand hat um T€ 407,6 verringert und beläuft sich nun auf T€ 3.825,6.

Die Abschreibungen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 378,1 und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr mit T€ 459,5 um T€ 81,4 gemindert.

Eine Reduzierung ist ebenfalls bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 1.164,8 auf T€ 2.932,1 (i.V.: T€ 4.096,9) festgestellt worden. Enthalten sind hier vor allem die Raumkosten i.H.v. T€ 1.446,8 (i.V.: T€ 1.792,9) und die Werbekosten i.H.v. T€ 146,2 (i.V.: T€ 172,6). Ebenfalls enthalten sind Provisions- und Portoaufwendungen im Zusammenhang mit dem Onlineshop i.H.v. T€ 995,4 (i.V.: T€ 1.194,3).

Für uns als Geschäftsführung stellt sich die Ertragslage des Berichtsjahres als zufriedenstellend dar.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Kennzahlen haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

2023 2022
Umsatzrendite (vor Ertragssteuern) 4,19 % -1,22 %
Cashflow laufende Geschäftstätigkeit 531,4 T€ T€ -1.181,1
Eigenkapitalrendite (vor Ertragsteuern) 55,3 % -50,8 %
EBITDA T€ 1.071,3 T€ 306,8
EBIT T€ 693,1 T€ -152,7
Gesamtkapitalrendite (vor Ertragsteuern) 8,8 % -2,1 %

5. Gesamtaussage

Für uns als Geschäftsführung stellt sich die Ertragslage des Berichtsjahres als - unter den gegeben äußeren Bedingungen - zufriedenstellend dar.

Die wirtschaftliche Wirtschaftslage im Umfeld unserer Unternehmung bleibt nach wie vor sehr anspruchsvoll.

Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Chancen- und Risikobericht)

I. Prognosebericht

Der Rückgang der Besucherfrequenzen in den Innenstädten, der sich auch im Wirtschaftsjahr 2023 fortgesetzt hat, können wir mit einem einzigartigen Einkaufserlebnis begegnen, um die Kunden zu begeistern, damit diese in unsere stationären Einzelhandelsfläche kommen und unsere Waren kaufen. Der Wettbewerb um den Kunden wird weiterhin einer der zentralen Aspekte des stationären Textileinzelhandels sein, da sich das Kundenverhalten in den letzten 3 Wirtschaftsjahren doch entscheidend verändert hat. Ein Rückbesinnen auf die wesentlichen Erfolgsfaktoren unserer stationären Einzelhandelsflächen wird hierbei der Schlüssel zum Erfolg sein, damit wir unsere Unternehmung wirtschaftlich und nachhaltig aufstellen können.

Durch die Auswahl unserer Standorte und einer stetigen Überprüfung werden wir auch im Wirtschaftsjahr 2024 weitere Konzentrationen und ständige Überprüfungen vornehmen, um diese nachhaltig und wirtschaftlich betreiben zu können. Weiterhin muss es uns gelingen, den Fokus auf den Kunden zu legen, damit dieser das gewünschte Einkaufserlebnis in unseren stationären Einzelhandelsflächen vorfinden kann, um weiterhin bei uns einzukaufen.

Die Herausforderung wird sein, das Betriebsergebnis in den kommenden Geschäftsjahren nachhaltig zu stabilisieren, damit uns eine dauerhafte Trendumkehr beim Betriebsergebnis gelingen kann. Weiterhin wird es unser vorrangiges Ziel sein das Eigenkapital weiter aufzubauen, um das Unternehmen mittelfristig auf eine gesunde Basis zu stellen.

Einschätzung

Für ein gelungenes Einkaufserlebnis müssen die Innenstädte für den Kunden attraktiv sein und ein besonderes Erlebnis bieten. Hierfür müssen alle beteiligten Parteien vor Ort auf Zusammenarbeit setzen und den Kunden mit nachhaltigen und durchdachten Konzepten in die Innenstädte locken. Nur durch diese gezielten Maßnahmen kann die Verweildauer der Kunden in den Innenstädten erhöht werden und die Kunden nach der Corona-Pandemie wieder in die Innenstädte zurückgeholt werden. Damit die Kundentreue wieder erhöht werden kann, muss der Modehandel wieder in Emotionalität investieren, um den Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis zu bieten. Hierbei ist es wichtig, ebenfalls in Zukunftstechnologien sowie in nachhaltige Konzepte zu investieren, damit man sich von der Konkurrenz abheben kann. Themen wie Nachhaltigkeit, gelebtes und nach Außen dokumentiertes Umweltbewusstsein, aber auch die schnelle, im Idealfall jederzeitige Verfügbarkeit, spielen zumindest im Modehandel bei der Einkaufsentscheidung die entscheidende Rolle. Zukünftig werden die Kunden vermehrt diese Aspekte in ihre Kaufentscheidung einfließen lassen.

Hierdurch sehen wir für unser Unternehmen einen weiteren Konzentrationsprozess, um unseren Kunden dieses Einkaufserlebnis auch weiterhin bieten zu können.

Unser Unternehmen hat sich durch die Präsenz im Onlinehandel ein zusätzliches Standbein aufgebaut. Hierbei wird es zukünftig nicht ausschließlich um Wachstum in diesem Markt gehen, sondern darum, den Onlinehandel ebenfalls nachhaltig und wirtschaftlich zu betreiben. Wir sehen diesen Handelszweig als Chance, um zu diversifizieren und für Krisen besser aufgestellt zu sein.

Für die folgenden Wirtschaftsjahre steht unser Unternehmen in einem Spannungsfeld zwischen steigenden Kosten und einem möglichen Rückgang der Nachfrage bei den Kunden. Daher wird es weiterhin unser Bestreben sein, positive Betriebsergebnisse zu erzielen, um auch zukünftig nachhaltig erfolgreich wirtschaften zu können.

Konkret erwarten wir für das Jahr 2024 folgende Entwicklung:

Planungsrechnung 2024

Planjahr TEUR
Roherlös 6.400
Personalkosten 3.200
Abschreibungen 390
Sonstige betriebliche Kosten 2480
Finanzergebnis - 30
Ergebnis vor Steuern 300

Im Jahr 2025 gehen wir von einem Überschuss von mindestens 100 TEURO aus.

II. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht)

Risikomanagementziele und -methoden

Unser Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken.Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt:

Zu unserem internen Überwachungssystem gehören:

- engmaschiges finanzwirtschaftliches Controlling

- die Anwendung einheitlicher Handlungsrichtlinien im Sinne eines QM-Systems

- der Einsatz zuverlässiger Software

- die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

- Arbeitsanweisungen für einheitliches Handeln

Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

Wir haben dabei die Risiken in Gruppen eingeteilt und diese entsprechend beurteilt:

Risiken aus operativer Tätigkeit

Wesentliche Risiken aus der operativen Tätigkeit unserer Unternehmung sehen wir aktuell darin, dass sich das Marktgeschehen und die politischen Rahmenbedingungen schnell verändern und dies maßgeblichen Einfluss auf das Kundenverhalten hat. Hierdurch können äußere negative Einflüsse zu einer negativen Stimmungslage der Kundschaft führen, was zu einer Kaufzurückhaltung führen kann. Hieraus können sich weitreichende Auswirkungen auf die Umsätze und die Ertragslage unserer Unternehmung ergeben.

Liquiditätsrisiken, das operative Geschäft unterjährig finanzieren zu können, sehen wir aus heutiger Sicht nicht. Größere Investitionen sind derzeit nicht geplant und auch nicht notwendig.

Marktrisiken

Als Problem der zukünftigen Entwicklung stellen sich für unser Unternehmen die Erhöhungen der Verbraucherpreise (Inflation) sowie der Energiekosten (Strom, Gas und Heizöl) für Verbraucher und Unternehmen dar. Diese werden auch im Wirtschaftsjahr 2024 die Kosten- und Absatzseite unseres Unternehmens belasten.

Dem können wir nur mit einem einzigartigen Einkaufserlebnis begegnen, um die Kunden zu begeistern damit diese in unsere stationären Einzelhandelsfläche kommen und unsere Waren kaufen. Der Wettbewerb um die Kunden wird, wie bereits dargestellt, weiterhin einer der zentralen Aspekte des stationären Textileinzelhandels sein, da sich das Kundenverhalten in den zurückliegenden Wirtschaftsjahren doch entscheidend verändert hat. Schlüssel zum Erfolg wird die Rückbesinnung auf die wesentlichen Erfolgsfaktoren unserer stationären Einzelhandelsflächen sein, um unser Unternehmen wirtschaftlich und nachhaltig aufzustellen.

Beurteilung sonstiger wesentlicher Risiken Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken, wie Liquiditätsrisiken, Bonitätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Unternehmung ist grundsätzlich ausreichend mit Liquidität ausgestattet und kann somit Schwankungen und mögliche Nachfragerückgänge ausgleichen.

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Neben den bereits oben dargestellten Risiken könnte eine weitere Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden.

Kaufkraftverluste bei unseren Kunden durch Preissteigerungen - insbesondere im Energiebereich - können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit nochmals negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken.

Als wesentliches Risiko aus der laufenden Geschäftstätigkeit sehen wir die Änderung des Konsumentenverhaltens im Hinblick auf den stationären Einzelhandel. Generell muss durch gezielte Kaufanreize (z. B. aktuelle und moderne Warenpräsentation und Events) dem stärker werdenden Druck des Onlinehandels und dem nachlassenden Konsumverhalten der Verbraucher begegnet werden. Diesem Risiko begegnen wir mit gezielten Marketingmaßnahmen, durch Ausbau und Anpassung der Produktpalette sowie dem Einsatz eines konsequenten Vertriebs- und Kostenmanagements sowie dem weiteren Ausbau eines eigenen effizienten Onlinevertriebs.

Durch den Einsatz eines effizienten Warenwirtschafts-Systems ist unsere Gesellschaft in der Lage, auf eine veränderte Nachfragesituation flexibel zu reagieren.

Weitere wesentliche Risiken aus dem operativen Bereich sind aktuell nicht erkennbar.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, bestehen derzeit nicht, da größere Investitionen nicht geplant und auch nicht notwendig sind. Sollten Ersatzinvestitionen notwendig werden, könnten diese aber durch vorhandene liquide Mittel bzw. Eigenmittel bestritten werden. Sollte dies nicht der Fall sein, werden diese Investitionen aufgeschoben.

Personalrisiken

Unsere Gesellschaft ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

Um langfristig den Personalbedarf in der erforderlichen Qualität- und Serviceorientierung zu sichern, bilden wir aus und bieten für unsere Mitarbeiter eine dauerhafte Weiterbildung durch interne Schulungsmaßnahmen an.

Im laufenden Geschäftsjahr können wir feststellen, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter schwieriger gestaltet, so dass es für unsere Unternehmung zukünftig herausfordernd bleibt, passendes qualifiziertes Personal zu finden, um unserem qualitativen Anspruch zu genügen.

Bestandsgefährdende Risiken

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sehen wir weiterhin durch die Auswirkungen des Ukrainekrieges mit den schon mehrfach beschriebenen Risiken. Die endgültigen Auswirkungen dieses extremen Risikos lassen sich noch nicht abschließend beurteilen, wesentliche Auswirkungen auf unsere Unternehmung bestehen zweifelsfrei.

Andere bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar.

Chancen

Im derzeit schwierigen Marktumfeld sehen wir Expansionschancen hinsichtlich der Umsatzerlöse in den vorhandenen Filialen durch konsequente Orientierung am Kundenwunsch vor Ort, als auch dem gezielten Ausbau unseres Vertriebsnetzes durch genaueste Auswahl möglicher neuer Standorte. Im stationären Modehandel sehen wir unsere besondere Chance zum weiteren Ausbau der bei unseren Kunden seit Jahren bekannten Service- und Beratungsqualität. Eine weitere Verbesserung unserer Einkaufskompetenz und der Einkaufskonditionen (durch den gebündelten Einkauf mit Beteiligungsunternehmen) halten wir ebenfalls für eine Chance in der Zukunft. Durch den weiteren Ausbau unseres Onlinevertriebes wollen wir uns unabhängiger und zukunftsgerichtet aufstellen. Des Weiteren gilt es unter den gegebenen Bedingungen ein stringentes Kostenmanagement umzusetzen, um weiterhin nachhaltig erfolgreich am Markt tätig zu sein.

 

Bad Hersfeld, den 30. November 2024

Sauer Modehandels GmbH

gez. Thomas Vockeroth, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 760.111,55 1.098.112,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 684,00 3.419,00
II. Sachanlagen 724.877,55 1.060.143,55
1. technische Anlagen und Maschinen 9.190,53 14.273,53
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 715.687,02 1.045.870,02
III. Finanzanlagen 34.550,00 34.550,00
B. Umlaufvermögen 6.562.778,92 6.454.124,54
I. Vorräte 1.630.192,25 1.512.285,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.597.467,39 3.760.519,88
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.225.442,76
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.372.024,63 3.760.519,88
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 8.206,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.335.119,28 1.181.319,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.730,45 7.829,64
Summe Aktiva 7.329.620,92 7.560.066,73

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 987.190,49 441.188,16
I. Gezeichnetes Kapital 33.400,00 33.400,00
II. Kapitalrücklage 1.132.100,61 1.132.100,61
III. Verlustvortrag 724.312,45 504.481,94
IV. Jahresüberschuss 546.002,33 -219.830,51
B. Rückstellungen 896.280,23 1.044.785,10
C. Verbindlichkeiten 5.446.150,20 6.074.093,47
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.544.047,13 1.888.274,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.544.047,13 1.888.274,11
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.179.549,72 1.795.682,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.179.549,72 1.795.682,86
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.722.553,35 2.390.136,50
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.722.553,35 2.390.136,50
Summe Passiva 7.329.620,92 7.560.066,73

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.836.213,83 8.626.723,89
2. Personalaufwand 3.825.583,74 4.233.249,27
a) Löhne und Gehälter 3.088.318,56 3.371.620,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 737.265,18 861.628,48
davon für Altersversorgung 1.903,52 2.421,88
3. Abschreibungen 378.145,72 459.509,05
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 378.145,72 459.509,05
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.932.072,57 4.096.875,21
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.084,84 5.701,45
davon aus verbundenen Unternehmen 6.144,39 2.367,69
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 63.471,47 67.102,32
davon an verbundene Unternehmen 11.890,64 10.590,82
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 88.654,86
8. Ergebnis nach Steuern 566.370,31 -224.310,51
9. sonstige Steuern 7.267,98
10. Erträge aus Verlustübernahme 4.480,00
11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 13.100,00
12. Jahresüberschuss 546.002,33 -219.830,51

Anhang 2023

Sauer Modehandels GmbH, Bad Hersfeld

I. Allgemeine Erläuterungen

Die Sauer Modehandels GmbH mit Sitz in Bad Hersfeld ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Hersfeld unter HRB 2142 eingetragen.

Der Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang - zum 31. Dezember 2023 der Sauer Modehandels GmbH ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften, sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes in Euro aufgestellt worden. Dabei wurde für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für den Anhang werden alle größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch genommen.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wird beachtet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert gegenüber dem Vorjahr angewendet.

Der Lagebericht wurde gemäß § 289 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Saldenvorträge zum 01.01.2023 entsprechen den Ansätzen zum 31. Dezember des Vorjahres. Die Bilanzidentität ist gewahrt.

Der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden liegt die Annahme über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit zugrunde (going-concern-Prämisse). Dieser Annahme stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegen.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, ggf. vermindert um planmäßige Abschreibungen, aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear mit steuerlichen Höchstsätzen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis einschließlich 800,00 € werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Darüber hinaus erfolgen gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert.

Der Ausweis der Genossenschaftsanteile unter den Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Umlaufvermögen

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungskosten, bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel enthalten regelmäßig die Nominalwerte. Besondere Ausfallrisiken, die durch Wertberichtigungen zu berücksichtigen gewesen wären, waren nicht erkennbar.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert ausgewiesen.

Rückstellungen

In den Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden in der Höhe bewertet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtungen zum jeweiligen Erfüllungszeitpunkt notwendig sind (Erfüllungsbetrag).

Die Rückstellungen für Personalkosten werden anhand der vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.

Verbindlichkeiten

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

III. Erläuterungen zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Umlaufvermögen

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel enthalten regelmäßig die Nominalwerte.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten i.H.v. 530,3 TEuro Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Hier ausgewiesen sind im Voraus geleistete Versicherungsbeiträge und Wartungsleistungen für Folgejahre.

Passiva

Rückstellungen

TEuro
Gewerbesteuerrückstellung 2023 63,9

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

TEuro
Verpflichtungen gegenüber Personal 104,8
Erlösschmälerung aus Kulanzumtausch 33,1
Risiken aus der Corona-Schlussrechnung 502,5
Risiken aus der Abrechnung von Umsatzmieten wären der Corona-Pandemie sowie Nebenkostenabrechnungen für diverse Mietverträge 149,0
Abschluss-, Prüfungs- und Aufbewahrungskosten 43,0
832,4

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten ergibt sich aus der nachstehenden Übersicht (die Zahlen des Vorjahres sind in Klammern angegeben).

Gesamt- davon mit einer Restlaufzeit von durch Pfand-
Verbindlichkeiten betrag
T€
bis zu einem Jahr
T€
über ein bis fünf Jahre
T€
mehr als fünf Jahre
T€
rechte oder ähnliche Rechte gesichert
1. Verbindlichkeiten aus Einlagen stiller Gesellschafter 721,6 721,6 0,0 0,0 0,0
(708,5) (708,5) (0,0) (0,0) (0,0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.544,1 344,8 1.049,3 150,0 1.544,1
(1.888,3) (344,3) (1.214,8) (329,2) (1.888,3)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 717,5 717,5 0,0 0,0 0,0
(1.379,7) (1.379,7) (0,0) (0,0) (0,0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.179,6 2.179,6 0,0 0,0 0,0
(1.795,7) (1.795,7) (0,0) (0,0) (0,0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten *) 283,4 283,4 0,0 0,0 0,0
(301,9) (301,9) (0,0) (0,0) (0,0)
5,446,2 4.246,9 1.049,3 150,0 1.544,1
(6.074,1) (4.530,1) (1.214,8) (329,2) (1.888,3)

*) davon aus Steuern: 272,6 T€ (Vj.:240,9 T€)

Die in 2017 begründete stille Gesellschaft ist jährlich kündbar.

Gegenüber Kreditinstituten wurden folgende Sicherheiten begeben:

- Sicherungsübereignung Warenbestand

- Sicherungsübereignung Betriebs-und Geschäftsausstattung

- Forderungsabtretung bestimmter Schuldner

Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht ein branchenüblicher Eigentumsvorbehalt. Sie enthalten i.H.v. 190,7 TEuro Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter i.H.v. Euro 176.100,00.

Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwand

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen in Höhe von 1,8 TEuro (Vj.: 2,3 TEuro) auf Altersversorgung.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen:

aus Miet- und Pachtverträgen für 5 Ladenlokale und Lagerstätten i.H.v TEuro 6.245,3 mit Restlaufzeiten bis zum Januar 2031. Die erwartete Miete für das Jahr 2024 beläuft sich dabei auf TEuro 993,6.

Zu Gunsten einer Versicherung, die diverse Mietbürgschaften gestellt hat, wurde ein Termingeldkonto i.H. TEuro 100,0 abgetreten.

Sonstige Angaben

Beschäftigte

Der durchschnittliche Personalbestand betrug im Geschäftsjahr:

2023
Angestellte Verwaltung (incl.Teilzeit) 10
Angestellte Verkauf (incl.Teilzeit) 140
Auszubildende 7
Zusammen 157

Geschäftsführung

Herr Kaufmann Thomas Vockeroth ist alleiniger Geschäftsführer.

Die Bezüge des Geschäftsführers werden unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben.

Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres traten keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung ein, über die zu berichten wäre.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag zu verrechnen.

 

Bad Hersfeld, den 30. November 2024

Sauer Modehandels GmbH

gez. Thomas Vockeroth, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der im Folgenden wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Sauer Modehandels GmbH, Bad Hersfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sauer Modehandels GmbH, Bad Hersfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sauer Modehandels GmbH, Bad Hersfeld, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, den 30. Januar 2025

CWP Casseler Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Peter GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Diplom-Kaufmann Frank Peter, Wirtschaftsprüfer

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