Binder GmbHLiquidiert
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Konzern- und Jahresabschlüsse
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Binder GmbHTuttlingenJahresabschluss zum 31.12.2006ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2006(1) Allgemeine GrundsätzeDer Jahresabschluss der Binder GmbH wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die Angaben im Anhang erfolgen, sofern nichts anderes vermerkt, in T€. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. (2) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeIn den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem letzten Geschäftsjahr, mit Ausnahme bei den Pensionsrückstellungen, keine Änderungen vorgenommen. Aktivposten Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die planmäßige Abschreibung. Das Sachanlagevermögen ist auf der Grundlage der Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, auch steuerlichen Grundsätzen entsprechenden Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen, soweit zulässig, nach der degressiven Methode; der Übergang auf die lineare Methode wird vorgenommen, sobald dies zu höheren Abschreibungen führt. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert bzw. bei Ansprüchen gegen Versicherungen mit dem versicherungstechnischen Deckungskapital. Umlaufvermögen Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit steuerlich zulässigen Wertansätzen. Hierbei sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten abzüglich angemessener Abschläge bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten gemäß R 6.3 EStR angesetzt. Abschläge wurden im Hinblick auf Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und Vertriebsrisiko in angemessenem Umfang berücksichtigt. Andere Gegenstände des Umlaufvermögens werden jeweils zum Nennbetrag oder Barwert aktiviert. Erkennbaren Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen. Passivposten Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag oder dem höheren beizulegenden Wert passiviert. Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem abgegrenzten Erfüllungsbetrag angesetzt. (3) WährungsumrechnungFremdwährungsverbindlichkeiten (T€ 24) wurden mit dem Devisen-Geldkurs umgerechnet. Guthaben und Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Fremdwährung (T€ 189) wurden mit dem Briefkurs umgerechnet. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(4) AnlagevermögenDie Entwicklung und Aufteilung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen Die Binder GmbH war 2006 an folgenden Gesellschaften zu mehr als 20 % beteiligt:
Hinsichtlich der Beteiligung an einem weiteren Unternehmen, über das wegen sonst der Gesellschaft drohender Nachteile keine Angaben gemacht werden, wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB Gebrauch gemacht. (5) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Steuererstattungsansprüche, Sonstige Forderungen sowie Kreditoren mit Sollsalden. Die Restlaufzeiten liegen sämtlich unter einem Jahr. (6) RechnungsabgrenzungspostenHierbei handelt es sich im Wesentlichen um Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschluss-Stichtag darstellen. (T€ 25), um einen Unterschiedsbetrag gem. § 250 Abs. 3 HGB in Form eines Disagios (T€ 10) sowie um Umsatzsteuer auf erhaltene Anzahlungen (T€ 4). (7) RückstellungenHier sind Rückstellungen für Pensionsanwartschaften, für Steuern des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie Sonstige Rückstellungen ausgewiesen. Die Sonstigen Rückstellungen wurden nach § 249 Abs. 1 HGB gebildet. Sie betreffen Rückstellungen für Personalkosten (T€ 605), sonstige Vertriebsrisiken (T€ 402) sowie weitere Verbindlichkeiten die dem Grunde und/oder endgültigen Höhe nach nicht feststehen (T€ 315). (8) VerbindlichkeitenVon dem Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten haben € 2.400.058,36 eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. (9) HaftungsverhältnisseZum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von T€ 12. (10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
(11) Sonstige AngabenIm Jahresdurchschnitt wurden 243,25 Mitarbeiter beschäftigt. Im Einzelnen:
Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2006 war Herr Dipl. Ing, Peter Michael Binder. Bei der Gesellschaft wurde von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB betreffend den Bezügen der Geschäftsführer Gebrauch gemacht.
Tuttlingen, den 28. März 2007 Dipl. Ing, Peter Michael Binder Protokoll über die Gesellschafterversammlung für das Geschäftsjahr 2006Auf Vorschlag des Geschäftsführers wird
Tuttlingen, 27. Juli 2007 Wilhelm Binder GmbH & Co. KG BESTÄTIGUNGSVERMERKBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Binder GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Tuttlingen, den 27. Juli 2007 Kanzlei Dr. Martin Dr. jur. Hermann Martin, Wirtschaftsprüfer Hinweis gem. § 328 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 HGB: Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Bilanz zum 31. Dezember 2006Aktiva
Bruttoanlagenspiegel zum 31. Dezember 2006
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006Darstellung des GeschäftsverlaufesEntwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Die Weltwirtschaft expandierte in 2006 in einem hohen Tempo. Die höchsten Wachstumsraten hatten Asien, gefolgt von Osteuropa und Amerika. Das Euro-Währungsgebiet konnte ebenfalls eine real wachsende Wirtschaft verzeichnen. Dies stimulierte den Weltmarkt für Laborgeräte. Umsatz und Auftragsentwicklung Im Geschäftsjahr 2006 konnte das Rohergebnis durch dynamisches Wachstum deutlich um T€ 5.561 auf T€ 24.787 gesteigert werden. Der hohe Anstieg des Jahresergebnisses um T€ 1.921 auf T€ 2.565 beruht im Wesentlichen auf den deutlich gestiegenen Umsatzerlösen einerseits und der prozentualen Absenkung der Material-, Personal- und Sachkosten andererseits. Der Auftragsbestand lag bei T€ 3.628. 2006 war für die Binder GmbH ein Jahr der Konsolidierung, d.h. begonnene Projekte wurden erfolgreich zu Ende geführt. Die Rentabilität wurde weiter gesteigert. In 2007 wird die Herstellung der Geräte sukzessive auf eine schlanke Produktion, das neue Binder Produktionssystem, unter Anschaffung neuer Maschinen, umgestellt. Weiterhin wird ein hohes Wachstum mit einem Umsatzziel von ca. T€ 45.000 angestrebt. Produktion Die voll ausgelastete Produktion wurde in der zweiten Jahreshälfte mit einer Prozessoffensive optimiert. Beschaffung Die gestiegenen Beschaffungspreise konnten im Allgemeinen kompensiert werden. Trotz des Anstieges der Rohstoffpreise konnte der Materialaufwand gesenkt werden. Investitionen 2006 wurden hauptsächlich Optimierungsinvestitionen durchgeführt. Der Entwicklungsbereich bekam leistungsfähigere Hard- und Software. In der Produktion wurden weitere Vorrichtungen bzw. Formen für den Kesselbau angeschafft. Die Planung für das Binder Produktionssystem wurde begonnen. Die Sachanlageintensität sank leicht auf 9,59%. Finanzierungsmaßnahmen bzw. Vorhaben Die angeführten Investitionen konnten aus dem laufenden Cash Flow bezahlt werden. In Amerika wurde eine 100%ige Vertriebstochter gegründet sowie eine Vertriebsgesellschaft zu 70% erworben. Personal und Sozialbereich Per 31.12.2006 gab es mit 255 Mitarbeitern einen neuen Höchststand. Der Mitarbeiterbestand wurde hauptsächlich in der Produktion sowie der Forschungs- und Entwicklungsabteilung aufgebaut. Als besonders schwierig erwies sich die Gewinnung neuer Ingenieure. Aus diesem Grund wurde die erfolgreich gestartete Imagekampagne weitergeführt. In 2006 absolvierten 25 Auszubildende eine Ausbildung bei der Binder GmbH. Alle ausgelernten Auszubildenden konnten übernommen werden. Die Personalintensität betrug in 2006 29,97%, was einen Rückgang um absolut 0,11% bedeutet. Wichtige Vorgänge Es wurde in 2006 die Umstellung der Produktion auf das Binder Produktionssystem geplant. Hierfür wurden 2 neue Mitarbeiter eingestellt. Darstellung der LageDer Ertrag steigerte sich deutlich, so dass das Niveau der vergangenen Jahre überschritten werden konnte. Der Cash Flow aus lfd. Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr um mehr als das Doppelte auf T€ 2.535. Vermögenslage Aufgrund des Jahres der Konsolidierung sank die Sachanlageintensität um 2,99% auf 9,59%. Das Vorratsvermögen sank ebenfalls leicht auf T€ 4.711. Hierfür ist vor allem der Abbau der fertigen Erzeugnisse verantwortlich. Die Eigenkapitalquote verminderte sich infolge der im Berichtsjahr durchgeführten Ausschüttung auf 55,38%. Finanzlage Der Finanzmittelbestand (liquide Mittel abzüglich kurzfristiger Bankverbindlichkeiten) am Ende des Geschäftsjahres stieg um T€ 666 auf T€ 150. Ertragslage Wie bereits erwähnt konnte die Ertragskraft in 2006 im Vergleich zu 2005 deutlich gesteigert werden. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweis auf die wesentlichen Chancen/Risiken In 2007 soll die Produktion sukzessive auf das Binder Produktionssystem umgestellt werden. Diese schlanke Produktion ermöglicht es, mit attraktiven Preisen äußerst flexibel auf dem Markt aufzutreten. Hierfür werden neue Maschinen angeschafft und neue Produktionshallen bezogen. Eine weiter expandierende Weltkonjunktur wird erwartet. Dementsprechend wird sich die Nachfrage nach Simulationsgeräten entwickeln. Die klammen Staatsfinanzen werden sich in Nachfragen nach preiswerten Produkten widerspiegeln. Belastend können sich die weiter steigenden Rohstoffpreise auswirken. Durch weitere Internationalisierung spielen die Wechselkursänderungen eine immer größere Rolle. Neue Produkte und verbesserte Qualität verstärken das Wachstum. 30 Produktinnovationen jährlich sind geplant. Auf diese Weise sollen Marktanteile gewonnen werden und dem Risiko vermehrter Zusammenschlüsse im Handel gegenüber getreten werden. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GJ Es ergaben sich keine besonderen Vorgänge nach dem Abschluss des GJ 2006. Verwendung von Finanzinstrumenten Die Liquidität wird durch eine konsequente Überwachung und aktive Einholung der Forderungen sichergestellt. Die Abgabe eines Forecastes durch den Vertrieb und tägliche Kontrolle des Auftragseinganges stellen Risikoinstrumente in diesem Bereich dar. Es wurden keine Kursabsicherungsgeschäfte mit Finanzinstrumenten durchgeführt. Forschung und Entwicklung Die Zahl der Mitarbeiter in der FuE Abteilung wurde weiter erhöht und liegt derzeit bei über 10% der Gesamtbeschäftigtenzahl. Weiterhin werden händeringend qualifizierte Ingenieure gesucht.
Tuttlingen, im März 2007 Die Geschäftsleitung Dipl.-Ing. Peter Michael Binder |
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