Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 136490
Eingetragen
29.3.2001
Branche
Herstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Repräsentanz führender Hersteller von elektronischen Bauelementen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephanie Mahrenholz
seit 16.12.2022
Prokura
Reiko Winkler
seit 4.8.2021
Geschäftsführer
Dieter Bundfuß
seit 11.10.2001
Geschäftsführer
Peter Lutter
seit 11.10.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
31.00%
Dieter Bundfudf
31.00%
Frank Dring
31.00%

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 5 angezeigt

Lindau
77.500 €
31.00%
Burgdorf
77.500 €
31.00%
Petershagen
77.500 €
31.00%

Beteiligungen

NameAnteil
12.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Finepower GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Finepower GmbH mit Sitz in München liefert Produkte für Applikationen der modernen Leistungselektronik und leistungselektronische Systeme. Neben der Entwicklung und Herstellung von Geräten leistet das Unternehmen auch vertriebstechnischen Service im nationalen und internationalen Markt.

2. Wirtschaftsbericht

1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2023 hatte sich nach Jahren von Corona-Einflüssen entspannt. Die Lieferengpässe nahmen ab, Kosten/Inflation, sowie Zinsen stiegen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,3 Prozent.

2 Entwicklung der Branche

Finepower ist auf die Applikationen der Leistungselektronik spezialisiert. Um die definierten internationalen Klimaziele zu erreichen, wird weltweit an effizienten Lösungen zur Energieumwandlung gearbeitet. Die Leistungselektronik und unsere Kernbranchen Automobilelektronik, Industrieelektronik und erneuerbare Energie weisen ein stabiles Wachstum im oberen einstelligen Bereich auf.

3 Geschäft und Rahmenbedingungen

2022 war ein besonderes Jahr, welches durch Sondereffekte überproportional positiv abschloss. Dazu gehörten u.a. ein starker USD/EUR-Wechselkurs, umsatzwirksame Sondertransportkosten, Aufholen von Lieferungen aus 2021. Entsprechend wurde gemäß langfristigem Trend ein positives aber dennoch schwächeres Jahr als 2022 erwartet.

Finepower konnte im Jahr 2023 die Ziele aus dem langfristigen Trend erreichen.

Die Einflüsse durch die Trennung von einem wichtigen Lieferanten werden in 2023 noch nicht wirksam.

3. Geschäftsverlauf

1 Entwicklung des Rohergebnisses

Das Rohergebnis lag mit € 15,4 Mio. unter Vorjahresniveau. Der Rückgang beträgt € 3,0 Mio.

Geschäftsentwicklung im Vergleich zur Prognose 2023:

In den Bereichen Umsatzentwicklung und Auftragseingang konnten die geplanten Werte für 2023 in allen Bereichen erreicht werden.

2 Verwaltung, Produktion

Finepower unterscheidet sich vom klassischen Distributor. Neben reinen Distributions- und Logistikleistungen bieten wir unseren Kunden tiefgehenden technischen Support. Unsere hochqualifizierten Mitarbeiter unterstützen unsere Kunden von der frühen Projektphase bis zur Produktion. Damit wird eine optimale Lösung basierend auf den Produkten unserer Lieferanten erreicht. Sowohl bei neuen Produktentwicklungen unserer Lieferanten als auch bei spezifischen Anforderungen bei unseren Kunden bringen unsere Mitarbeiter ihr fundiertes Fachwissen ein.

3 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Ersatzinvestitionen von Betriebsmitteln in Höhe von T€ 164 getätigt. Die Finanzierung erfolgte aus Eigenmitteln. Zusätzlich wurden T€ 15 in eine unter den Finanzanlagen ausgewiesene Beteiligung investiert.

4 Personal- und Sozialbereich

Die Aufgaben des Unternehmens wurden im Geschäftsjahr von durchschnittlich 39 Mitarbeitern (inkl. Geschäftsführern) bewältigt. Das Betriebsklima ist sehr gut.

Ein guter Mix aus erfahrenen älteren Mitarbeitern und jüngeren Ingenieuren ist die Basis für ein weiteres Wachstum. Studenten und Hochschulabgängern bieten wir Praktika an, mit der Option nach Studienabschluss übernommen zu werden. Alle Mitarbeiter nehmen regelmäßig an internen und externen Weiterbildungen und Trainings teil. Neben einer leistungsgerechten Entlohnung werden alle Mitarbeiter zusätzlich im Rahmen eines erfolgsabhängigen Prämiensystems motiviert.

5 Umweltschutz

Mit der Forschung und Entwicklung im Bereich der Leistungselektronik und der Effizienzsteigerung leistungselektronischer Systeme trägt das Unternehmen maßgeblich dazu bei, die globale Erwärmung zu reduzieren, Energie einzusparen, Ressourcen zu schonen und die moderne Mobilität zu fördern.

6 Entwicklung und Aktivitäten

Die Einflüsse durch die Trennung von einem wichtigen Lieferanten werden in 2024 wirksam.

Die Gesellschaft plant für 2024 Investitionen in Ersatzgeschäft im europäischen und asiatischen Markt mit Wirkung in den Folgejahren.

7 Vermögenslage

Das Eigenkapital setzt sich aus dem gezeichneten Kapital, dem Gewinnvortrag und dem Jahresergebnis zusammen. Der Jahresüberschuss beträgt € 5,1 Mio. (i. Vj. € 8,0 Mio.). Das Eigenkapital beläuft sich auf € 14,4 Mio. (i. Vj. € 13,3 Mio.). Es beträgt 56,3 % (i. Vj. 48,5 %) des Gesamtkapitals in Höhe von € 25,6 Mio. (i. Vj. € 27,5 Mio.).

8 Finanzlage

Die Liquiditätslage im Geschäftsjahr war gut. Der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit war mit T€ 9.588 positiv. Der Finanzmittelbestand beträgt zum Bilanzstichtag T€ 7.480 (i. Vj. T€ 2.071).

9 Ertragslage

Das Rohergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug T€ 15.367. Es liegt um T€ 3.054 unter dem Vorjahreswert von T€ 18.421.

Die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres stiegen um 4,9 % auf T€ 4.153. Die Abschreibungen betrugen T€ 106 und befanden sich damit über Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich insbesondere aufgrund von niedrigeren Frachtkosten von T€ 3.291 auf T€ 2.901. Durch die beschriebenen Effekte ergibt sich ein Betriebsergebnis von T€ 8.204, das unter dem Vorjahreswert von T€ 11.078 liegt. Erzielte Zinserträge von T€ 205 beeinflussen das Finanzergebnis, das mit T€ 154 positiv ist und deutlich über dem Vorjahr liegt (-T€ 10).

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von T€ 5.111 ab, der unter dem Jahresüberschuss des Vorjahres (T€ 7.967) liegt. Nichtfinanzielle Leistungsfaktoren besitzen für das Unternehmen nur eine untergeordnete Bedeutung als Steuerungsgrößen.

10 Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hat sich 2023 aus Sicht der Geschäftsführung insgesamt sehr gut entwickelt.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1 Prognosebericht

Um die internationalen Klimaziele zu erreichen, wird weltweit an effizienten Lösungen zur Energieumwandlung gearbeitet. Für die Leistungselektronik ist deshalb ein stabiles Wachstum im hohen einstelligen Bereich für die kommenden Jahre prognostiziert. In unseren Kernbranchen Automobilelektronik, Industrieelektronik und erneuerbare Energie sind diese Wachstumsaussichten teilweise noch erheblich größer.

Das Produktportfolio der Finepower GmbH wurde strategisch weiterentwickelt. Im Jahr 2016 wurde ein Distributionsvertrag mit einem namhaften Hersteller von Netzteilen geschlossen. Mit dieser Linie sind mittlerweile signifikante Umsätze zu verzeichnen. Im Jahr 2018 wurde ein Distributionsvertrag mit einem namhaften Hersteller von Halbleitern unterzeichnet. 2020 und 2021 wurden drei weitere Verträge mit Herstellern von Leistungshalbleitern und 2022 wurden Verträge mit Herstellern im Bereich Thermal Management abgeschlossen.

Die Trennung von einem wichtigen Lieferanten wird ab 2024 zu deutlichem Umsatzrückgang führen. Mittel-/langfristig wird Finepower dies durch das zusätzliche Produktportfolio kompensieren können.

Projekte im Automotive- und erneuerbare Energien - Bereich weisen seit Ende 2023 gemäß Markttrend ein geringeres Volumen auf und haben teilweise erhebliche Terminverzögerungen.

Die Ertragslage im Engineering-Bereich entwickelt sich planmäßig. Aufgrund der bereits erarbeiteten technischen Lösungen können im Markt weitere Einnahmepotentiale erschlossen werden. Der Bereich Repräsentanz wird ohne strategischen Fokus weiter betrieben.

2 Risikobericht

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten und liquide Mittel sowie geplante Transaktionen in einer anderen als der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Dieses ist bei uns für den USD der Fall, da wir den überwiegenden Wareneinkauf in USD tätigen. Dabei versuchen wir, durch möglichst weitgehende Fakturierung unserer Umsätze in USD oder alternativ Vereinbarung von USD-Gleitklauseln das Währungsrisiko gering zu halten. Im Rahmen unseres Risikomanagementsystems werden Währungsrisiken systematisch erfasst und analysiert.

Bonitäts- und Ausfallrisiken ergeben sich aus der Gefahr, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen können und wir dadurch finanzielle Verluste erleiden. Zur Vermeidung von Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wir ein aktives Forderungsmanagement eingerichtet, welches neben einem regelmäßigen und zeitnahen Mahnsystem vor allem auch die Einholung von Kreditauskünften bei Neukunden und die Bewertung der Debitoren und darauf aufbauend die Festlegung kundenspezifischer Kreditlimite umfasst. Daneben haben wir wesentliche Teile unseres Forderungsbestandes kreditversichert, so dass das Ausfallrisiko hier auf die üblichen Selbstbehalte beschränkt ist.

Es bestehen nur sehr geringe Zinsänderungsrisiken auf Grund der hohen Eigenfinanzierung.

Liquiditätsrisiken bestehen darin, dass ein Unternehmen nicht in der Lage ist, zeitgerecht Finanzmittel beschaffen zu können bzw. dass Vermögensgegenstände nicht ausreichend schnell zu einem angemessenen Preis veräußert werden können, um den finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Unsere wesentlichen Verbindlichkeiten bestehen vor allem gegenüber Lieferanten. Ein Liquiditätsrisiko würde sich ergeben, wenn unsere Liquiditätsreserven für die zeitgerechte Erfüllung dieser Verpflichtungen nicht mehr ausreichen sollten. Durch unsere hohe Eigenkapitalausstattung und die Vereinbarung einer flexiblen Kreditlinie bei der Commerzbank wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft.

Marktpreisrisiken ergeben sich dort, wo der Wert eines Wirtschaftsgutes aufgrund von Veränderungen des Marktpreises oder preisbeeinflussender Parameter schwankt. Bei uns bestehen die wesentlichen Marktpreisrisiken vor allem bei den Verkaufspreisen unserer Lieferanten. Wir bemühen uns, durch langfristige Verträge sowie durch Weitergabe von Preisschwankungen an unsere Kunden den Umfang derartiger Marktpreisrisiken möglichst gering zu halten. Durch die aktuelle Rohstoffverknappung ergeben sich Preissteigerungen, die allerdings vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden.

Beschaffungsrisiken liegen dann vor, wenn sowohl die Gefahr marktbedingter Lieferunterbrechungen als auch die betriebliche Anfälligkeit gegenüber Lieferstörungen hoch sind. Unsere Beschaffungsrisiken treten vornehmlich auf der Lieferantenseite auf. Dieses einerseits bei der Produktqualität und andererseits hinsichtlich der Lieferzeiten aufgrund verstärkter Nachfrage bei den Kunden oder aufgrund von Produktionsengpässen, bedingt durch fehlende Materialien oder Produktionskapazitäten beim Hersteller. In Zeiten allgemeiner wirtschaftlicher Krisen können Beschaffungsrisiken gerade auch durch den wirtschaftlichen Ausfall eines wichtigen Lieferanten auftreten. Diesem Risiko können wir nur durch ständige Marktbeobachtung und intensive Kontaktpflege zu den Lieferanten begegnen, da es durch uns nicht zu beeinflussen ist. Ferner sind wir produktseitig breit genug aufgestellt, um nicht auf einen Lieferanten angewiesen zu sein. Wir sehen derzeit auch keine Hinweise auf den wirtschaftlichen Wegfall eines unserer wichtigen Lieferanten. Soweit für unsere Kunden wichtige Artikel herstellerseitig abgekündigt werden, nutzen wir gemeinsam mit unseren Kunden die angekündigten Restbelieferungszeiten, um die End-Of-Life-Problematik bei wichtigen Artikeln für unsere Kunden zu lösen.

Durch den Abschluss langfristiger Rahmenverträge mit unseren Kunden und Lieferanten stellen wir die Versorgung unserer Kunden sicher. Die Corona-bedingten Laufzeitverzögerungen und Preissteigerungen in der weltweiten Logistik entspannen sich. Die Geschäftsleitung sieht im Moment keine Einzelrisiken, welche den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Durch ein zeitnahes Berichtswesen und die laufende Beobachtung relevanter Umfeldbedingungen können ggf. notwendige Korrekturmaßnahmen schnell umgesetzt und Prognoserisiken reduziert werden.

Unternehmerisches Handeln und die Erzielung wirtschaftlicher Erfolge sind notwendigerweise mit Risiken verbunden. Daher ist das Ziel eines Risikomanagement-Systems, die Risiken zu beherrschen und gleichzeitig die sich bietenden Chancen zu erkennen, so dass insbesondere keine Handlung oder Entscheidung ein existentielles Risiko nach sich ziehen kann. Nicht vermeidbare Risiken müssen, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, versichert werden.

Die Unternehmensplanung wird durch einen quartalsmäßig rollierenden Forecast begleitet. Auf diese Weise sollen zukünftige Entwicklungen in positiver oder negativer Hinsicht rechtzeitig erkannt werden, um entsprechende unterstützende oder vermeidende Maßnahmen ergreifen zu können.

Die organisatorischen Ressourcen des Unternehmens ermöglichen ein detailliertes und sehr zeitnahes Berichtswesen. Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen werden zeitnah quartalsmäßig erstellt und den Entscheidungsträgern vorgelegt. Das Berichtswesen wird ergänzt durch aussagefähige Kennziffern sowie Abweichungsanalysen und Erläuterungen durch das Controlling.

Wirtschaftliche und rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale liegen zum heutigen Stichtag nicht vor und werden auch nicht erwartet. Die Geschäftsführung sieht keine Hinweise auf mögliche Faktoren, die geeignet wären, den Fortbestand des Unternehmens möglicherweise zu gefährden. Das Risiko, welches zu einer Erfolgsstörung führen könnte, ist der wachsende asiatische Wettbewerbsdruck und reduzierte Margen. Die neue Vertriebsstrategie eines wichtigen Lieferanten kann zu Umsatzrückgang und aktuell unvorhersehbaren Kosten führen. Sonstige nicht bestandsgefährdende Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht bekannt. Hinsichtlich des zukünftigen Personalbedarfs steht das Unternehmen vor der Herausforderung gut ausgebildetes Personal zu finden. Positiv wirkt sich hierbei aus, dass die Fluktuation gering ist.

3 Chancenbericht

Bei einem großen Teil unserer breiten Kundenbasis ist Finepower als Spezialist für Leistungselektronik bestens bekannt und gut eingeführt. Um diese hervorragende Marktstellung noch besser nutzen zu können, haben wir Distributionsverträge mit namhaften Herstellern von Leistungshalbleitern abgeschlossen.

Durch den hohen Innovationsgrad in unserer Branche und die immer kürzer werdenden Produktzyklen sehen wir bei unseren Kunden den Trend, dass Entwicklungs- und Produktionsleistungen ausgelagert werden. Durch strategische Kooperationen mit anderen Unternehmen bieten wir unseren Kunden ein breites Spektrum an Entwicklungs- und Produktionsdienstleistungen. Der Kunde profitiert von unserem fachspezifischen Know-how und erhält sein passgenaues Produkt zu genau definierten Konditionen. Durch den hohen Mehrwert für den Kunden erreichen wir eine überproportional starke Kundenbindung in einem Wachstumsmarkt.

Für Finepower ergeben sich auch Chancen aus der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ungeachtet der Weltwirtschaft entwickelt sich unser Unternehmen sehr positiv. Basierend auf den Prognosen von Marktforschungsinstituten und im Hinblick auf verstärkte Investitionen in e-Mobility und Ladeinfrastruktur gehen wir davon aus, dass Finepower auch in den nächsten Geschäftsjahren eine deutlich steigende Umsatzentwicklung aufweisen wird.

4 Zusammenfassung und Ausblick

Neben den national politischen Entwicklungen ist in 2024 die allgemeine Stimmung aufgrund des Krieges in der Ukraine und den damit verbundenen Sanktionen getrübt. Während die erhöhte Cyber-Gefahr und der Fachkräftemangel die Führungskräfte ebenfalls stark beschäftigen, verliert die Corona-Pandemie als Risikofaktor an Bedeutung.

Geopolitische Risiken wie Handelsrisiken bleiben hoch. Gestiegene Inflation und Zinsen können die Nachfrage abschwächen und das BIP negativ beeinflusst.

Die Entwicklung in China ist aufgrund diverser Sanktionen mit vielen Unsicherheiten behaftet. Trotzdem wirkt sich der chinesische Markt für einen großen Prozentsatz unserer Kunden sehr positiv aus. Die Wachstumsprognosen für Deutschland wirken sich aktuell nicht negativ auf unsere Geschäftsentwicklung aus, jedoch die Trennung von einem wichtigen Lieferanten.

Daraus ableitend erwarten wir in 2024 einen moderaten Rückgang des Ergebnisses aber dennoch auf hohem Niveau, sofern wir von größeren Wechselkursschwankungen verschont bleiben.

Eines unserer wichtigsten Ziele wird in diesem Jahr sein, den Verlust des Lieferanten mittel-/langfristig zu kompensieren und unsere Marktposition als Komplettanbieter im Bereich Leistungselektronik weiter auszubauen. Neue Technologien in diesen Bereichen werden wir zügig einführen und unseren Kunden zur Verfügung stellen. Insgesamt sehen wir eine weiterhin positive Entwicklung unseres Unternehmens.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 587.243,77 477.072,97
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,25 392,36
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,25 392,36
II. Sachanlagen 228.124,97 132.562,06
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 228.124,97 132.562,06
III. Finanzanlagen 359.118,55 344.118,55
1. Beteiligungen 359.118,55 344.118,55
B. Umlaufvermögen 25.017.314,17 26.936.594,14
I. Vorräte 10.958.400,30 16.033.357,42
1. fertige Erzeugnisse und Waren 10.949.960,30 16.033.357,42
2. geleistete Anzahlungen 8.440,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.578.458,63 8.832.203,08
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.177.493,56 8.618.711,37
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -12.558,54 -44.666,75
2. sonstige Vermögensgegenstände 400.965,07 213.491,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.480.455,24 2.071.033,64
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.171,72 59.766,69
Aktiva 25.647.729,66 27.473.433,80

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 14.443.437,64 13.332.216,35
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnrücklagen 0,00 0,00
1. andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
III. Gewinnvortrag 9.082.216,34 5.114.829,06
IV. Jahresüberschuss 5.111.221,30 7.967.387,29
B. Rückstellungen 2.534.781,19 3.002.811,27
1. Steuerrückstellungen 1.952.059,78 2.401.411,27
2. sonstige Rückstellungen 582.721,41 601.400,00
C. Verbindlichkeiten 8.639.345,26 11.138.406,18
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 56.049,16
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 56.049,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.850.206,19 8.697.154,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.850.206,19 8.697.154,89
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.733.089,91 2.441.251,29
davon aus Steuern 3.693.188,89 2.407.743,91
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.681,68 10.163,47
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.733.089,91 2.441.251,29
D. Rechnungsabgrenzungsposten 30.165,57
Passiva 25.647.729,66 27.473.433,80

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 56.313.448,29 65.324.307,45
2. sonstige betriebliche Erträge 2.560.614,98 2.237.047,54
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 1.062.060,48 1.080.853,78
3. Materialaufwand 43.506.964,72 49.139.951,51
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 43.502.071,58 49.137.051,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.893,14 2.900,39
4. Personalaufwand 4.153.395,93 3.960.049,38
a) Löhne und Gehälter 3.665.082,94 3.576.357,84
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 488.312,99 383.691,54
davon für Altersversorgung 12.811,77 5.340,64
5. Abschreibungen 106.339,01 85.957,76
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 68.918,72 78.283,88
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 37.420,29 7.673,88
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.900.638,57 3.291.436,16
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.256.702,38 1.264.605,36
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 205.213,68 5.916,61
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.973,56 15.628,15
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.247.072,42 3.101.300,82
10. Ergebnis nach Steuern 5.113.892,74 7.972.947,82
11. sonstige Steuern 2.671,44 5.560,53
12. Jahresüberschuss 5.111.221,30 7.967.387,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Hartmann Valves GmbH

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3. Angaben zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

3.2. Umlaufvermögen

3.3. Eigenkapital

3.4. Rückstellungen

3.5. Verbindlichkeiten

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Gliederung

4.2. Umsatzerlöse

4.3. Sonstige betriebliche Erträge

4.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

5. Sonstige Angaben

5.1. Generalnorm

5.2. Nachtragsbericht

5.3. Pflichtangaben zu Beteiligungsverhältnissen

5.4. Organe

5.5. Zahl der Beschäftigten

5.6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

5.7. Ergebnisverwendung

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Finepower GmbH mit Sitz in München weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Sie wird beim Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 136490 geführt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Aufwendungen und Erträge. Saldierungen von Aktiv- und Passivposten sowie von Aufwendungen mit Erträgen und Lasten mit Rechten werden nicht durchgeführt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsvorschriften werden stetig angewendet. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (ein bis fünf Jahre) bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Soweit die Vermögensgegenstände der Abnutzung unterliegen werden sie linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (ein bis 15 Jahre) abgeschrieben. Sofern bei den Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens mit einem Wert von € 250,00 bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel werden zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Auflösung dieses Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 136.493,05 2.835,00 0,12 139.327,93
136.493,05 2.835,00 0,12 139.327,93
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 610.369,27 161.254,89 0,25 771.623,91
610.369,27 161.254,89 0,25 771.623,91
Finanzanlagen
Beteiligungen 344.118,55 15.000,00 0,00 359.118,55
344.118,55 15.000,00 0,00 359.118,55
1.090.980,87 179.089,89 0,37 1.270.070,39
Abschreibungen kumuliert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 139.327,68 0,25 392,36 3.226,99
139.327,68 0,25 392,36 3.226,99
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 543.498,94 228.124,97 132.562,06 65.691,73
543.498,94 228.124,97 132.562,06 65.691,73
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 359.118,55 344.118,55 0,00
0,00 359.118,55 344.118,55 0,00
682.826,62 587.243,77 477.072,97 68.918,72

Die Abschreibungen zeigten folgende Entwicklung:

Abschreibungen kumuliert Stand 01.01.2023
Änderung der Abschreibungen in Zusammenhang mit Zugängen
Änderung der Abschreibungen in Zusammenhang mit Abgängen
verbleibende Abschreibungen des Geschäftsjahres
Abschreibungen kumuliert Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 136.100,69 0,00 0,00 3.226,99 139.327,68
136.100,69 0,00 0,00 3.226,99 139.327,68
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.807,21 0,00 0,00 65.691,73 543.498,94
477.807,21 0,00 0,00 65.691,73 543.498,94
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
613.907,90 0,00 0,00 68.918,72 682.826,62

3.2. Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen T€ 448 gegen verbundene Unternehmen.

3.3. Eigenkapital

Als Eigenkapital der Gesellschaft wird das Stammkapital zuzüglich Gewinnvortrag und Jahresüberschuss gezeigt.

3.4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Bonuszahlungen an Mitarbeiter und für nicht genommenen Urlaub sowie für Kosten im Zusammenhang mit der Pflicht zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, kalkulierte Zinsen aus Steuernachzahlungen und der Jahresabschlussprüfung.

3.5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Gliederung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

4.2. Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielt ihre Umsatzerlöse insbesondere durch die Lieferung von Leistungselektronik und leistungselektronischer Systeme. Von der Erleichterung nach § 288 Abs. 2 Satz 1 HGB wird Gebrauch gemacht.

4.3. Sonstige betriebliche Erträge

Unter diesem Posten werden insbesondere Forschungszuschüsse und Erträge aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen T€ 1.058 (i. Vj. T€ 1.081).

4.4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierunter werden u.a. Kosten der Warenabgabe (T€ 454, i.Vj. T€ 1.085) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (T€ 1.256, i.Vj. T€ 1.265) ausgewiesen.

5. Sonstige Angaben

5.1. Generalnorm

Zusätzliche Angaben zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erforderlich.

5.2. Nachtragsbericht

Es haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind.

5.3. Pflichtangaben zu Beteiligungsverhältnissen

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile der Finepower HKG Corp. Limited mit Sitz in Hong Kong. Im Geschäftsjahr wurden keine Gewinnausschüttungen vereinnahmt. Das Eigenkapital der Finepower HKG Corp. Limited zum 31. Dezember 2023 beträgt 29.651 THKD. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 beträgt 33 THKD. Die Finepower HKG Corp. Limited hält wiederum folgende weitere Anteile:

Gesellschaft Sitz Anteil
in %
Eigenkapital Jahresergebnis
Finepartner International (HK) Corp. Limited Hong Kong 100,0 -6.526 THKD 4.428 THKD

Die Finepartner International (HK) Corp. Limited hält Anteile an folgender Gesellschaft:

Finepartner International China Corp. Limited Shenzhen, China 100,0 -5.934 THKD 115 THKD

Die Angaben beziehen sich jeweils auf die Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2023.

5.4 Organe

Geschäftsführer der Gesellschaft:

Herr Dieter Bundfuß, Geschäftsführer und Vertriebsleitung, Burgdorf,

Herr Peter Lutter, Geschäftsführer und Marketingleitung, Lindau, Herr Reiko Winkler, Geschäftsführer, Bondorf.

5.5. Zahl der Beschäftigten

Zum 31. Dezember 2023 gehörten der Belegschaft 37 Angestellte an, im Jahresdurchschnitt waren es 36 Angestellte. Gewerbliche Arbeitnehmer wurden nicht beschäftigt.

5.6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die jährliche finanzielle Verpflichtung aus einem unbefristeten Mietvertrag mit sechsmonatiger Kündigungsfrist beträgt T€ 41. Aus einem halbjährlich kündbaren Mietvertrag bestehen derzeit jährliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 7 sowie aus zwei weiteren, mit dreimonatiger Frist kündbaren Mietverträgen in Höhe von T€ 113.

Die Zahlungsverpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 48.

5.7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ismaning, 28. November 2024

Geschäftsführer

Geschäftsführer

Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Dieter Bundfuß

gez. Peter Lutter

gez. Reiko Winkler

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.01.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

5. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks und Schlussbemerkung

Nach dem abschließenden Ergebnis meiner Prüfung habe ich dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 4) der Finepower GmbH, Ismaning, unter dem Datum vom 17. Dezember 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Finepower GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Finepower GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Finepower GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatte ich in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und dem IDW Prüfungsstandard für weniger komplexe Einheiten: Prüfungsurteil, Berichterstattung und Archivierung (IDW PS KMU 7 (09.2022)).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt meine vorherige Zustimmung voraus.

 

Burgdorf, den 17. Dezember 2024

Ingo Willardt, Wirtschaftsprüfer

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