Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 98388
Vorher
EAC European Application Center GmbH
Eingetragen
8.11.2018
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Produktmarketing, die Entwicklung, die Produktion, der Vertrieb von und das Bereitstellen von Dienstleistungen für fortschrittliche Produkte und Lösungen wie emissionsfreie Baumaschinen, Assistenzund Flottenmanagementsysteme sowie Produkte für Spezialanwendungen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ludwig Fidelis Vetter
seit 5.10.2025
Geschäftsführer
Michael Anton Sauter
seit 11.9.2025
Geschäftsführer
Toni Christoph Kiesel
seit 8.11.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

3.85% identifiziert88.50% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
3.85%

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Hitachi Construction Machinery Co. Ltd.JPN
49.90%
18.29%
17.23%
Kiesel GmbHEigenbeteiligung
3.08%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Kiesel Technology GmbH
Germany
50.10%
Hitachi Construction Machinery Co. Ltd.
Japan
49.90%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kiesel GmbH

Baienfurt

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

der Kiesel GmbH, Baienfurt

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Folgende strategischen Geschäftsfelder werden betreut:

Handel

Vertrieb

Baumaschinen für das Bauhaupt- und Baunebengewerbe

Kompaktmaschinen

Umschlagmaschinen

für den Umschlag von Industriegütern, Schrott, Recyclingmaterial, Abfall, Holz sowie Hafenumschlag

Anbaugeräte

Mietpark

Service

Hersteller

Produktion

Sondermaschinen für die Bereiche Abbruch, Tiefbau, Spezialtiefbau, Schrott und Recycling

Entwicklung

Spezialmaschinen

Zero Emission

Digitale Services

Coreum

Ausstellung & Gelände

Akademie

Tagung/Event

Hotel

1.2 Ziele und Strategien

Das Hauptziel der Kiesel-Gruppe ist die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes bei Wahrung der Unabhängigkeit als erfolgreiches Familienunternehmen. Wir streben ein renditeorientiertes Wachstum mit vertretbarem Risiko an. Damit sichern wir den Erhalt der Kiesel-Gruppe, ermöglichen den Ausbau von Arbeitsplätzen und stellen uns somit unserer sozialen Verantwortung.

Ein wichtiger Meilenstein für die Zukunftssicherheit des Unternehmens wurde ab dem Jahr 2020 mit der Neustrukturierung der Kiesel-Gruppe gelegt. Alle Kiesel-Unternehmen befinden sich jetzt unter dem Dach der Kiesel GmbH. Durch die Zusammenfassung von untereinander möglichst homogenen Produkt/Markt-Kombinationen erfolgt eine Einteilung in 3 strategische Geschäftsfelder in Handel, Hersteller und Coreum.

Im Miteinander von Handel, Hersteller und Coreum zeigt die Kiesel-Gruppe die gesamte Bandbreite ihres Angebotes. Im Geschäftsfeld Handel wird die Aufgabe wahrgenommen, den Kunden vor Ort optimal zu betreuen. Hierzu zählen Vertrieb, Miete und Service für die gesamte Produktpalette. Die Kiesel GmbH ist als Generalimporteur für HITACHI und Exklusivpartner für Bell in Deutschland, Österreich und Polen tätig. Weiter werden als Exklusivpartner für TEREX-Fuchs viele europäische Länder betreut und für Giant der deutsche Markt bearbeitet. Die Kiesel GmbH liefert an Tochtergesellschaften, Kooperations- und Kompaktmaschinen-Partner und bietet für die Tochtergesellschaften alle zentralen Dienstleistungen an.

Im Geschäftsfeld Hersteller bietet die KTEG GmbH mit Ihrem Spezialmaschinenbau Lösungen für die Branchen Abbruch, Tiefbau sowie Schrott und Recycling. Ein Produktentwicklungsteam aus qualifizierten Ingenieuren, Technikern und erfahrenen Baumaschinenmeistern erarbeitet Lösungen, die perfekt auf die Branchenbedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Neben dem Abbruch- und Spezialtiefbau fokussiert sich die KTEG auf die Bereiche Zero Emission mit der Entwicklung und Produktion von batteriebetriebenen Raupenbaggern und auf Digitale Services mit der Entwicklung digitaler Assistenzsysteme in Baumaschinen.

Das Geschäftsfeld Coreum mit den Aufgaben Ausstellung, Training und Veranstaltungen bildet eine europaweit einmalige Plattform für Innovationen und eine einzigartige Kulisse für Events. Hier wird ein internationales Feld an Partnern und Kunden vernetzt und umsorgt. Das Coreum wird als eigenständige Marke aufgebaut und umfasst ein Forum mit 5.000 qm überbautem Raum und den Bauma-Park mit über 160.000 qm Außenfläche. Das Forum bietet Platz für attraktive Wechselausstellungen mit den Produkten und Leistungen unserer mittlerweile ca. 50 Partner, hochmoderne Schulungs- und Veranstaltungsräume und eine erstklassige Gastronomie. Im Bauma-Park werden modernste Maschinen und Anbautechnik im jeweiligen Branchenkontext präsentiert. Auf den Demoflächen und eigens angelegten Teststrecken gibt es die Gelegenheit die neueste Technik live zu erleben und zu testen.

Um weiter erfolgreich am Markt tätig zu sein, werden wir unsere klare strategische Ausrichtung mit der Fokussierung auf unsere Geschäftsfelder Handel, Hersteller und Coreum stringent weiterentwickeln. Dabei steht die konsequente Kundenorientierung im Mittelpunkt unseres Handelns und ist Kern unseres Strategieprozesses. Mit einem klaren Fokus auf die einzelnen Branchen bieten wir dem Kunden ein umfassendes Angebot an Produkten und Dienstleistungen, die konsequent am jeweiligen Bedarf orientiert sind.

Mit unseren Kunden und Lieferanten streben wir eine dauerhafte und partnerschaftliche Beziehung an. Unsere mit Nachdruck verfolgte Strategie stärkt die Marke "KIESEL" und verbessert damit unsere Zukunftschancen am Markt.

Unsere Social Media Präsenz mit eigenen Auftritten bei Facebook, Instagram, YouTube, LinkedIn, Twitter, Xing, Wikipedia und Google+ verbessert die Kommunikation über unser Unternehmen, und hilft dabei unsere Produkte und Dienstleistungen professionell zu präsentieren.

1.3 Arbeitnehmerbelange

Die Kiesel-Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Die Gewinnung, Förderung und langfristige Bindung von qualifizierten Fach- und Führungskräften sind das Fundament des Unternehmenserfolges. Die Kiesel Akademie konzipiert daher Aus- und Weiterbildungsprogramme, die die Themen Unternehmensentwicklung und Mitarbeiterförderung in den Fokus stellen. Sie garantiert ein hohes Niveau der Ausbildung im technischen und kaufmännischen Bereich und sichert die Qualität der Weiterbildung von Mitarbeitern bei technischen Schulungen, Vertriebstrainings und Förderprogrammen für Nachwuchskräfte sowie Führungstrainings.

Ein wichtiger Teil unserer Personalentwicklung im Vertrieb stellt das Kompetenzmodell Vertrieb mit den dazugehörigen Qualifizierungsstufen dar. Im Rahmen der Potential- und Entwicklungsgespräche werden Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten klar aufgezeigt und Trainingsmaßnahmen zielgerichtet und arbeitsbezogen abgeleitet.

Der Bereich Technik & Service ist bezogen auf die Mitarbeiter der größte Bereich in der Kiesel-Gruppe. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken liegt ein starker Fokus auf unserer internen Aus- und Weiterbildung. Eine zentrale Verbundausbildung für die Land- und Baumaschinenmechatroniker mit eigener Kiesel-Klasse garantiert eine qualitativ hochwertige Ausbildung. Wir bieten auch Quereinsteigern mit einem speziellen Grundlagentraining einen Einstieg bei Kiesel. Danach wird mit dem Kompetenzmodell Service eine strukturierte Weiterbildung ermöglicht. Eigene Trainer vermitteln umfassendes Wissen bei der Ausbildung und in Grundlagen-, Aufbau- und Spezialisten Trainings. Serviceinspektoren in der Zentrale und in den Regionen begleiten die Mitarbeiter dabei.

Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, die zum Unternehmen und seinen Werten passen, setzen wir unter anderem auf unser Mitarbeiterempfehlungsprogramm. Neue Mitarbeiter werden im Rahmen unseres Onboarding-Programmes schrittweise ins Unternehmen integriert. Ein Baustein des Programmes ist unsere Veranstaltung "Willkommen bei Kiesel" im Coreum. In mehrtägigen Einführungsveranstaltungen lernen die zukünftigen Mitarbeiter die Ziele und Strategien des Unternehmens kennen und erleben live unser gesamtes Produktportfolio.

Unsere Aus- und Weiterbildungsprogramme kombinieren unterschiedliche Methoden und Medien. Präsenzunterricht wechselt sich mit E-Learning-Bausteinen ab. Neben einem umfangreichen Angebot an Live-Online-Trainings wird unsere E-Learning Plattform laufend um weitere Inhalte ergänzt und ermöglicht individuelles, zeit- und ortsunabhängiges Lernen für alle Mitarbeiter. Es stehen zahlreiche Lerninhalte für verschiedene Mitarbeitergruppen zur Verfügung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach den Berechnungen des EUROCONSTRUCT-Netzwerks1 ist das europäische Bauvolumen 2020 um 4,7 % geschrumpft. Im abgelaufenen Jahr konnten die Bauaktivitäten dagegen um 5,6 % ausgeweitet werden, so dass die Corona-bedingten Einbußen mehr als ausgeglichen wurden. Während einerseits die Nachfrage nach Bauleistungen im Jahresverlauf 2021 wieder Auftrieb hatte, haben andererseits Probleme bei der Materialbeschaffung und nachfolgend deutliche Preiserhöhungen beim Einkauf die Abarbeitung der hohen Auftragsbestände gebremst. In 2021 wurde im Bau eine hohe Kapazitätsauslastung verzeichnet. Die hohe Geräteauslastung hat die Investitionsbereitschaft der Unternehmen deutlich erhöht.

Der Wohnungsbau ist auch in den "Corona-Jahren" Stützpfeiler der Baukonjunktur geblieben. Die Nachfrage nach Wohnraum lässt nicht nach. Der Wirtschaftsbau zeigt je nach Gebäudetyp ein sehr differenziertes Bild. Die Investitionsbereitschaft in Handelsgebäude leidet unter den Corona Einschränkungen. Demgegenüber stützt der deutlich angezogene Onlinehandel die Nachfrage nach Lagerflächen. Der Bau von Büroflächen wurde durch die verstärkte Nutzung von Homeoffice eingebremst. Im öffentlichen Bau konnte das Vorjahresniveau nicht gehalten werden. Während es den Kommunen - Dank des von Bund und Ländern aufgespannten Rettungsschirmes - im Jahr 2020 noch gelang, ihre geplanten Investitionsbudgets umzusetzen, fehlte es an entsprechenden Sicherungsinstrumenten in 2021. Die kommunalen Bauinvestitionen stehen für immerhin 60 Prozent der Bauinvestitionen der öffentlichen Hand. Der Investitionsstau bei den Kommunen hat sich verfestigt. Im Jahr 2021 wurde der Systemwechsel bei der Autobahn vollzogen. Die Aufträge werden nicht mehr von den Ländern, sondern zentral durch die Autobahn GmbH des Bundes verwaltet.

Die Herausforderungen einer solchen Verwaltungsreform sind groß, weswegen es in 2021 noch zu einer Verzögerung bei der Auftragsvergabe kam und die Unternehmen in diesem Bereich etwas weniger Aufträge hatten als im Vorjahr (Europäische Bauleistung 2021 schon wieder über Vorkrisenniveau - Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT-Winterkonferenz 2021, Ludwig Dorffmeister in ifo Schnelldienst 2/2022 vom 16. Februar 2022).

2020 2021 Prognose 2022
Bruttoinlandsprodukt 1) - 4,6 % + 2,7 % 3,7 bis 4,8 %
Arbeitslosenquote 1) 5,9 % 5,7% 5,2 %
Verbraucherpreise 1) + 0,5% + 3,1 % + 3,3 %
Ausrüstungsinvestitionen 1) -11,2 % + 2,9 % + 5,2 %
Reale Bauinvestitionen 1) + 2,5 % + 1,3 % + 3,2 %
Wohnungsbau + 3,4 % + 2,2 % + 4,2 %
Gewerblicher Bau - 0,7 % + 1,4 % + 1,6%
Öffentlicher Bau + 4,9 % - 3,3 % + 1,4 %
Nominale Entwicklung der Umsätze des Bauhauptgewerbes 2) + 5,9 % + 0,5 % + 5,5 %
Wohnungsbau + 10,5 % + 2,0 % + 7,0 %
Gewerblicher Bau + 4,5 % + 1,0 % + 6,0 %
Öffentlicher Bau + 6,0 % ± 0% bis -9,0 %
Baumaschinenhandel 3) - 0,5 % + 9,5 % + 5,5 %
Baumaschinenvermietung 3) + 2,0 % + 5,0 % +5,5 %
Arbeitsbühnenvermietung 3) -7,5 % + 5,0 % + 5,0 %
Flurförderzeughandel 3) - 12,5% + 10,0 % +6,0 %
Vermietung allg. / ERA 4) - 1,5 % + 3,6 % + 7,0 %

1) Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent. IFO Konjunkturprognose Winter 2021 vom Dezember 2021. Download der Diagnose: https://www ifo.de/node/67010
2) Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (Pressemeldung vom 16.12.2021): Download der Pressmeldung https://www.bauindustrie.de/pm/bau-stuetzt-konjunktur-mehr-umsatz-mehr-beschaeftigte-fuer-2022
3) bbi-Umfrage vom Anfang des Jahres 2022
4) European Rental Association, Prognose für Deutschland, Oktober 2021

Laut einer bbi-Umfrage unter den Händlern und Vermietern von Baumaschinen und Baugeräten ist die Branche nach einem leichten Rückgang der Umsätze in 2020, dem ersten Jahr mit Corona, im Jahr 2021 wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der Gesamtumsatz der Branche erhöhte sich im Jahr 2021 um 9,5 %; der Branchenumsatz dürfte 2021 somit auf 12,1 Mrd. EUR geklettert sein. Der Umsatz aus der Vermietung von Baumaschinen und Baugeräten erhöhte sich im Vorjahr um 5 % auf etwa 4,5 Mrd. EUR.

90 % der teilnehmenden Branchenunternehmen meldeten gestiegene Umsätze im Jahresvergleich. Besonders der Verkauf neuer Tief- und Straßenbaumaschinen trug zum kräftigen Wachstum bei. Allerdings konnte die große Nachfrage der Kunden aus Bauhaupt- und Baunebengewerbe wegen der massiven Störungen in der Lieferkette nicht immer zeitnah und in vollem Umfang bedient werden. Der Bedarf an Maschinen konnte zudem auch nur teilweise mit gebrauchten Geräten oder Maschinen aus den Mietparks befriedigt werden (bbi - Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen e.V., Konjunkturbericht Januar 2022 - Entwicklung 2021/Prognosen 2022).

Ergebnisse der bbi-Umfrage (Nominale Veränderungen jeweils gegenüber Vorjahr in %):

Baumaschinen-/ Gerätehandel und -vermietung

2021 2022
Gesamtumsatz + 9,5 + 5,5
Baumaschinen/ Baugeräte (neu): Gesamt + 11,5 + 5
davon: Hochbau + 5 + 5
davon: Tief- & Straßenbau + 10,5 + 5
Sonstige+ + 7,5 + 5
Gebrauchtmaschinen- und Gebrauchtgeräte Gesamt + 4 + 4
Vermietung + 5 + 5,5
Technischer Service + 4,5 + 6
Teile + 4,5 + 6
Schulungen ± 0 + 10

2.2 Geschäftsverlauf

Die Prognose für den Umsatz und die Umsatzrendite wurde für das Geschäftsjahr 2021 erfüllt, beide Kennzahlen lagen über den Vorjahreswerten. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich geringfügig und erfüllte damit ebenfalls die Prognose aus dem Vorjahr, die von einer konstanten Entwicklung ausging.

Der Umsatz der Kiesel-Gruppe stieg im Geschäftsjahr um 5,6 % auf TEUR 517.155 (2020: TEUR 489.680). Der stärkste Umsatzzuwachs wurde im Bereich Handel verzeichnet. Alle Handelswaren trugen zu diesem positiven Ergebnis bei. Insbesondere der Industriebereich profitierte von den starken Märkten für Schrott-, Kunststoff- und Papier und die Kunden zeigten eine hohe Investitionsbereitschaft. Die große Nachfrage der Kunden aus Bauhaupt- und Baunebengewerbe konnten wegen der Störungen in der Lieferkette nicht immer zeitnah und in vollem Umfang bedient werden. Miete und Service lagen im Umsatz über dem Vorjahr.

Die Aufgliederung des Umsatzes nach Regionen ergibt für Deutschland TEUR 415.288 (2020: TEUR 415.761), für übrige EU-Länder TEUR 77.186 (2020: TEUR 59.780) und für Drittländer TEUR 24.681 (2020: TEUR 14.139).

Der Konzernjahresüberschuss stieg um 45,1 % auf TEUR 19.562 (2020: TEUR 13.485) und damit deutlich stärker als erwartet. Die hohen Einbußen im Jahr 2020, zurückzuführen auf die Coronapandemie, schwache Märkte im Industriesektor und die Betriebsunterbrechung durch die Cyberattacke wurden mehr als wettgemacht. Die Geschäftsfelder Bau-, Umschlag- und Gebrauchtmaschinen profitierten von den starken Märkten im Jahr 2021 und einer starken Nachfrage nach Investitionsgütern.

Zu den Einzelheiten der Entwicklung wird auf die Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1 Ertragslage

Der Umsatz der Kiesel-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 27.475 bzw. 5,6 % auf TEUR 517.155 (2020: TEUR 489.680). Die Umsatzrendite entwickelte sich im Geschäftsjahr 2021 mit 3,8 % deutlich positiv gegenüber dem Vorjahr (2,8 %). Die Verteilung der Umsätze nach Sparten stellt sich wie folgt dar:

Umsatzerlöse nach Sparten 2021 2020
Handel 434.018 414.507
Dienstleistung 71.643 62.886
Sonstiges 11.494 12.287
517.155 489.680

Der Personalaufwand ist bedingt durch den Mitarbeiteraufbau sowie die Erhöhung der erfolgsabhängigen Vergütungen um TEUR 7.460 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Personalaufwandsquote liegt in 2021 bei 12,8 % und damit leicht über dem Vorjahr (2020: 12,0 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 5.488 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Zuge des Umsatzanstieges haben sich insbesondere die Vertriebsaufwendungen erhöht. Daneben haben sich in dieser Position die Aufwendungen für den Ausbau der digitalen Arbeitswelt niedergeschlagen. Prozentual zum Umsatz waren die Aufwendungen mit 5,7 % in 2021 über Vorjahresniveau (2020: 4,9 %).

Das Jahresergebnis verbesserte sich auf TEUR 19.562 (2020: TEUR 13.485). Wesentliche Ursache hierfür war neben den gestiegenen Umsatzerlösen insbesondere die deutliche Margenverbesserung infolge des positiven Marktumfeldes.

2.3.2 Finanzlage

Die finanziellen Anforderungen an die Kiesel-Gruppe sind durch das längerfristig gebundene Anlagevermögen in Höhe von 62,1 % der Bilanzsumme sowie durch die für den Handel mit Baumaschinen erforderlichen Vorräte und Forderungen, die einen vergleichsweise schnellen Umschlagprozess aufweisen, geprägt. Der langfristigen Bindung der Finanzmittel in Sach- und Finanzanlagen soll eine möglichst fristenkongruente Finanzierung aus Eigen- und Fremdmitteln auf der Passivseite der Bilanz entsprechen. Hierbei ist die Bildung von Eigenkapital aus einbehaltenen Gewinnen eine wichtige Finanzierungsquelle.

Die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kiesel-Gruppe wird grundsätzlich durch den im Jahr 2016 abgeschlossenen Konsortialkreditrahmen sichergestellt. Ferner stehen ausreichend Linien für sale-and lease-back Transaktionen insbesondere zur Finanzierung des Mietparks zur Verfügung.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2021 TEUR 3.870 (2020: TEUR 26.800). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Vorräte und der Vorführ- und Mietmaschinen in Höhe von insgesamt TEUR 41.552. Gegenläufig wirkte die Abnahme des Forderungsbestandes im Zuge der ABS-Transaktion, die den wesentlichen Grund für den Rückgang der operativen Aktiva um insgesamt TEUR -15.228 darstellt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt mit TEUR -18.045 über Vorjahr (TEUR -12.530). Der Grund liegt hauptsächlich in den höheren Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (ohne Vorführ- und Mietmaschinen). Um das Vertriebs- und Servicenetzwerk weiter zu verbessern, wurden Neubauten für Niederlassungen an den Standorten Neudrosselfeld, Ansbach, Knüllwald und Lingen in Auftrag gegeben. Des Weiteren entsteht auf unserem Grundstück in Stockstadt ein Hotel, welches das Gesamtkonzept unseres Coreums abrunden soll.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt bei TEUR 16.046 (2020: TEUR -12.960). Wesentliche Ursache hierfür ist die Erhöhung der Bankverbindlichkeiten von TEUR 147.409 im Vorjahr um TEUR 20.600 auf TEUR 168.009 zum Bilanzstichtag (Vj. Verminderung um TEUR 8.238). Die Ausschüttungen an die Gesellschafter des Mutterunternehmens haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 201 verringert.

Zum Bilanzstichtag betragen die freien Kreditlinien TEUR 45.676.

Die Kiesel-Gruppe ist damit jederzeit in der Lage, die für den Betrieb des operativen Geschäfts notwendige Liquidität vorzuhalten.

2.3.3 Vermögenslage

Durch die Integration der Makineo GmbH, der Kiesel Invest GmbH und der Visutek 3D GmbH mit deren Beteiligungen in die Kiesel GmbH ist der Geschäfts- und Firmenwert um TEUR 581 auf TEUR 4.099 (2020: TEUR 3.518).

Der Ausbau des Mietparks in der Kiesel Gruppe hat wesentlichen Einfluss auf den Anstieg der Sachanlagen um 21,1 % von TEUR 177.468 in 2020 auf TEUR 214.996 im laufenden Jahr.

Der Vorratsbestand hat sich von TEUR 89.488 um TEUR 16.013 (17,9 %) auf TEUR 105.501 erhöht. Wesentlicher Grund hierfür ist der Aufbau des Bestandes an Neumaschinen und Zubehör, um die Lieferfähigkeit durchgehend gewährleisten zu können. Die Corona-Pandemie führte zu einer nachhaltigen Störung der Lieferketten und somit zu Produktions- und Lieferengpässen unserer Hauptlieferanten. Die Lieferzeiten für Bau- und Umschlagmaschinen sowie von Anbaugeräten haben sich stark erhöht. Durch die Übernahme der KTEG GmbH als Hersteller von Sondermaschinen in die Kiesel-Gruppe haben sich die erstmals in 2020 im Vorratsbestand ausgewiesenen unfertigen Erzeugnisse in 2021 von TEUR 9.002 um 61,1 % auf TEUR 14.501 erhöht.

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 152.285 (2020: TEUR 134.121). Die Eigenkapitalquote hat sich damit, hauptsächlich bedingt durch das positive Jahresergebnis, auf 38,0 % verbessert (2020: 37,3 %).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 20.600 (14,0 %) auf TEUR 168.009 (2020: TEUR 147.409) gestiegen, was in direktem Zusammenhang mit dem Aufbau der Sachanlagen und Vorräte steht.

Per Saldo hat sich die Bilanzsumme zum Abschlussstichtag um insgesamt TEUR 40.963 (11,4 %) auf TEUR 401.053 (2020: TEUR 360.090) erhöht.

2.3.4 Gesamtaussage

Zusammenfassend hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr sehr gut entwickelt.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen der Rechnungslegung werden folgende finanzielle und nicht finanzielle Kennzahlen für die Steuerung der Gesellschaft verwendet. Die Details zu den finanziellen Kennzahlen werden in den Abschnitten Ertrags-, Finanz-, und Vermögenslage erläutert.

Finanzielle Kennzahlen 2021 2020 Veränderung
Umsatz (TEUR) 517.156 489.680 5,6 %
Umsatzrendite 3,8 % 2,8 % 1,0 % Punkte
Eigenkapitalquote 38,0 % 37,3 % +0,7 % Punkte
Nichtfinanzielle Kennzahlen 2021 2020 Veränderung
Fluktuationsrate 7,9 % 5,5 % +2,4 % Punkte
Fehlzeitenquote 7,2 % 6,0 % +1,2 % Punkte
Ausbildungsquote 9,4 % 10,3 % -0,9 % Punkte

Der Arbeitsmarkt hat sich insbesondere im Fachkräftebereich zu einem Arbeitnehmer-Markt entwickelt, was sich auch in unserer Unternehmensgruppe auf die Fluktuationsrate ausgewirkt hat. Dennoch bewegen wir uns in einem für unsere Branche üblichen Zielkorridor. Die Folgen der Corona-Pandemie zeigen sich in der gestiegenen Fehlzeitenquote.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Eine zentrale Frage für die Konjunkturprognose ist, welche Auswirkungen der Krieg in der Ukraine auf die Wirtschaft haben wird und wie lange die Probleme bei der Beschaffung von Rohstoffen und Vorprodukten noch anhalten werden.

Die Liste der zu bewältigen Bauaufgaben ist lang, die Auftragsbücher der Kunden sind weiterhin sehr gut gefüllt und auch 2022 wird die Nachfrage nach Maschinen, Geräten und den begleitenden wichtigen Serviceleistungen vorhanden sein. Laut bbi gehen die Erwartungen der Unternehmen klar in Richtung weiteres Wachstum. Die Wachstumserwartungen werden jedoch von den geopolitischen Risiken und den immer noch vorhandenen Engpässen deutlich gedämpft. Der Krieg in der Ukraine, anhaltende Lieferprobleme, steigende Preise und voll ausgelastete Fachkräfte - um nur einige Faktoren zu nennen - machen Planungen und Prognosen derzeit sehr schwierig. Im Durchschnitt sagen die Befragungsteilnehmer bei der Verbandsumfrage nominale Zuwächse von 5,5 % für das Jahr voraus. Die Vermietung dürfte in ähnlicher Größenordnung zulegen können (bbi - Bundesverband der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen e.V., Konjunkturbericht Januar 2022 - Entwicklung 2021/Prognosen 2022).

Auch eine aktuelle Verbandsumfrage des ZDB (Zentralverband deutscher Baugewerbe) zeigt einen verhaltenen Optimismus zur Geschäftsentwicklung in 2022. Die hohen Auftragsbestände lassen Raum für Umsatzsteigerungen. Die Nachfrage ist weiterhin ungebrochen und mit dem Koalitionsvertrag der neuen deutschen Bundesregierung nimmt auch die Modernisierung öffentlicher Infrastruktur, der Wohnungsbau und klimaneutrales Bauen Fahrt auf. Dabei geht der ZDB davon aus, dass die neue Bundesregierung mit ihrem Ziel der Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene die bisherigen Planungen zu den steigenden Investitionen bei der Bahn beibehalten wird. Dies stützt den Wirtschaftstiefbau. Außerdem wird begrüßt, dass die Bundesregierung die Investitionen in die Infrastruktur weiter erhöhen und langfristig absichern will. Das gibt den Unternehmen die notwendige Planungssicherheit zum Ausbau der Kapazitäten (Zentralverband Deutsches Baugewerbe - Konjunkturprognose 2022).

Aufgrund der zahlreichen Unsicherheiten an den Märkten rechnen wir für die Kiesel-Gruppe mit einem stagnierenden Gesamtumsatz und einer moderat sinkenden Umsatzrendite in 2022. Für das Geschäftsjahr 2022 erwarten wir ein Konzernergebnis, das zwischen dem Jahr 2020 und 2021 liegt. Aufgrund des prognostizierten positiven Jahresergebnisses für 2022 und einer Bilanzsumme auf Vorjahresniveau rechnen wir mit einer leichten Verbesserung der Eigenkapitalquote.

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnen wir mit einer sinkenden Fluktuationsrate. Es wurden neue, attraktive Vergütungsmodelle in Technik und Vertrieb eingeführt. Flexible Arbeitsmodelle gehen auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. Und Weiterbildungsmaßnahmen für Fach- und Führungskräfte sorgen dafür, dass die Werte unseres Familienunternehmens einheitlich umgesetzt werden. Mit dem Abklingen der Corona-Pandemie wird auch die Fehlzeitenquote rückläufig sein.

Im umsatzstärksten Geschäftsfeld "Handel" rechnen wir im Vergleich zum Vorjahr in 2021 mit Umsätzen auf Vorjahresniveau. Der Vertrieb von Bau- und Kompaktmaschinen profitiert von den weiterhin guten Rahmenbedingungen wie Finanzierungskonditionen, Baukonjunktur und Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand im Breitbandausbau, Straßen- und Schienenbau, jedoch droht eine Stagnation durch fehlende Baubescheide, Corona-Verschärfungen und geringere Einnahmen seitens unserer Städte und Gemeinden. Lange Lieferzeiten auf bestimmte Produktgruppen, verursacht durch die Unterbrechung der Lieferketten, können sich auch negativ auf den Umsatz auswirken.

Der Vertrieb von Umschlagmaschinen ist von der Stimmung im Industriebereich abhängig, die wiederum stark auf Angebots- und Nachfrageeinbrüche in den Volkswirtschaften der nördlichen Hemisphäre reagiert. Aktuell sehen wir stark steigende Schrott-, Kunststoff- und Papierpreise an den Märkten, die bei den Unternehmen die Nachfrage nach Neuinvestitionen beflügeln und somit im Umschlagbereich zu steigenden Umsätzen führen sollte.

Negativ auf die Investitionsbereitschaft kann sich auch der nach wie vor bestehende Fachkräftemangel in den Unternehmen auswirken.

Für den Mietpark in Deutschland sind wir weiterhin optimistisch, auch wenn die erwarteten Wachstumsraten geringer ausfallen werden als in den Vorjahren.

Im Bereich Technik / Service erwarten wir leichte Umsatzsteigerungen. Unsere Maschinenpopulation ist über die Jahre stark angewachsen und unser Service genießt einen ausgezeichneten Ruf. Hier wirkt sich das nationale Konzept der Kiesel GmbH mit dem zentralen Logistikzentrum in Stockstadt bei Frankfurt positiv aus. Ein hoher Lagerbestand an Teilen zu allen vertriebenen Maschinen im Wert von über 10 Millionen Euro sorgt für eine hohe Ersatzteilverfügbarkeit in allen Regionen. Die Arbeit im Zweischichtbetrieb verbessert die Reaktionszeit im Servicebereich über alle vertretenen Hersteller hinweg. Begrenzend wirkt sich auch hier der Fachkräftemangel im Bereich Technischer Service aus, dem wir durch die duale Ausbildung und Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch die Kiesel Akademie begegnen.

Im Geschäftsfeld Hersteller rechnen wir mit moderat steigenden Umsätzen im Jahr 2022. Die KTEG hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Innovationen entwickelt, die exakt auf die jeweilige Branche und Ihren individuellen Einsatz zugeschnitten sind. Die dadurch erreichte Prozessoptimierung beim Kunden spart Geld und Zeit und sichert der KTEG den Ruf als kompetenter Partner rund um den Spezialmaschinenbau. Abbruch und Spezialtiefbau weisen eine stabile Entwicklung auf in 2021, die Auftragsbücher unserer Kunden sind gut gefüllt. Zusätzlich engagiert sich die KTEG in den zwei Zukunftsfeldern, die großes Potential haben, "Zero Emission" mit der Entwicklung und Produktion von batteriebetriebenen Raupenbaggern und "Digitale Services" mit der Entwicklung digitaler Assistenzsysteme in Baumaschinen.

Im Geschäftsfeld Coreum mit den Aufgaben Ausstellung, Training und Veranstaltungen werden die Konzepte laufend weiterentwickelt. In den Corona-Jahren wurden Ersatzformate entwickelt, insbesondere digitale Events mit Firmenpräsentationen, online-Seminaren und virtuellen Rundgängen oder die Coreum Expo, bei der sich einen ganzen Monat lang alles um ein spezielles Thema dreht. Sonderausstellungen, Produktpräsentationen, individuelle Beratung und Seminare, online oder vor Ort, runden das Programm ab und werden von unseren Kunden gerne angenommen. Zur Ergänzung des Gesamtkonzeptes entsteht auf dem Coreum Gelände ein Hotel, dessen Fertigstellung für Frühjahr 2023 geplant ist.

3.2 Risikobericht

Das Risikomanagement als Führungsinstrument und das Erkennen und Beeinflussen von Einzelrisiken ebenso wie die Nutzung von Chancen haben im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Das Risikomanagement wurde in den vergangenen Jahren den wachsenden Anforderungen angepasst und laufend verbessert. Kern des Risikomanagements ist ein detailliertes, alle Unternehmen des Konzerns umfassendes Planungs- und Berichtswesen.

Grundsätzlich ist jedoch immer darauf hinzuweisen, dass selbst bei einem ausgereiften Früherkennungs- und Steuerungsinstrumentarium die Möglichkeit besteht, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf durch Veränderungen im politischen oder wirtschaftlichen Umfeld von in diesem Geschäftsbericht dargestellten Erwartungen abweicht.

Die Gefahr vor Cyber-Angriffen stellt weiterhin ein großes Risiko dar. Daher stand die IT-Security auch im vergangenen Jahr wieder im Fokus. Neben der Einführung des "Informations Sicherheits Management Systems" wurde auch das Team personell verstärkt. Wir erwarten damit das Risiko reduzieren zu können und im Falle eines Incidents die Auswirkungen möglichst gering zu halten.

Durch das breite Spektrum der Branchen und Aktivitäten, in denen die Kiesel GmbH mit ihren Beteiligungsgesellschaften engagiert ist, ergibt sich eine Streuung der gesamtwirtschaftlichen wie auch branchenbezogenen Risiken. Dem Risiko der grundsätzlich volatilen Bauwirtschaft und dem volatilen Bereich der Industrie wird mit einem laufend verbesserten Leistungsangebot sowie einem großen Produkt-Portfolio begegnet. Zusätzlich bieten wir im Coreum Dienstleistungen in Form von Trainings und Seminaren für unsere Kunden an.

Die Lieferfähigkeit und Termintreue unserer Hauptlieferanten HITACHI und TEREX-Fuchs gilt als Hauptrisiko der Leistungserbringung. Durch die infolge der Corona-Pandemie ausgelöste Unterbrechung der Lieferketten erwarten wir auch noch weit ins Jahr 2022 hinein Lieferengpässe und -verzögerungen bei einzelnen Produktgruppen.

Die maßgeblich durch den Ukraine-Konflikt bedingten erheblichen Erhöhungen bei den Rohstoffpreisen und Logistikkosten führen zu Preissteigerungen unserer Produkte, die sich negativ auf Materialaufwand und Rohertrag auswirken können.

Personellen Risiken setzten wir die Stärkung der Arbeitgebermarke KIESEL entgegen. Die Kiesel Akademie bietet im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung, lokale, digital und hybride Lerninhalte und -formate für verschiedenste Teilnehmergruppen und sichert so ein hohes Maß an Professionalität in der Aus- und Weiterbildung. Die TOPJOB Teilnahme im Jahr 2022 wird unsere Qualität als mittelständischer Arbeitnehmer weiter verbessern und unsere Sichtbarkeit als Arbeitgeber erhöhen.

Risiken, die den Fortbestand der Kiesel-Gruppe oder seiner Beteiligungsgesellschaften gefährden könnten, bestanden weder im Berichtszeitraum noch sind sie derzeit für die Zukunft erkennbar.

3.3 Risikoberichterstattung in Bezug auf Finanzinstrumente

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Finanzielle Risiken werden u.a. durch eine gute und solide Eigenkapitalausstattung begrenzt. Im Geschäftsjahr 2021 beläuft sich die Eigenkapitalquote auf 38,0 % (Vj. 37,3 %).

Die finanzielle Handlungsfähigkeit wird grundsätzlich durch den im Jahr 2016 abgeschlossenen Konsortialkreditrahmen sichergestellt, dessen Bedingungen im Jahr 2020 im Rahmen einer Änderungsvereinbarung angepasst wurden. Es wurde eine Erhöhungsoption für die Kreditlinie B eingeführt, der Kreditvertrag wurde bis zum 04.09.2024 verlängert.

In 2021 wurde als weiterer Finanzierungsbaustein eine ABS-Transaktion mit der Commerzbank als Vermittler abgeschlossen. Ferner stehen ausreichende Linien für sale-and-lease-back Transaktionen, insbesondere zur Finanzierung des Mietparks zur Verfügung.

Währungsrisiken aus einzelnen Geschäften werden - soweit dies wirtschaftlich vertretbar erscheint - durch kongruente Devisenkurssicherungen abgesichert.

Die Bonitätsprüfung der Kunden wird online oder telefonisch in Zusammenarbeit mit Auskunfteien laufend aktualisiert, der Forderungseinzug mit einem effizienten Mahnwesen und der Einschaltung von Inkassoinstituten konsequent gehandhabt. Zur Absicherung der finanziellen Folgen von großen Haftungsrisiken und hohen Schadensfällen sind Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungsumfang regelmäßig überprüft und bedarfsgerecht angepasst wird. Darüber hinaus erfolgen eine konzernweite Koordination und ein gruppenweites Management des Versicherungsschutzes.

Die Kiesel-Gruppe verfügt über ein monatliches Reporting. Mittels Budgetvorgaben ist eine monatliche Kostenkontrolle möglich. Ferner werden die Werthaltigkeiten von Forderungen sowie die freie Liquidität laufend überwacht. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung nicht nur über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird, sondern auch die Erfolgskontrolle der umgesetzten Maßnahmen unmittelbar kontrollieren kann.

3.4 Chancenbericht

Kernpunkt unserer Unternehmens-Strategie "KIESEL Mein Systempartner" ist es, Kiesel konsequent als Systempartner für die Bereiche Baggern, Laden, Transportieren und Heben weiterzuentwickeln und unsere Position als einer der führenden Anbieter von Handels- und Service-Dienstleistungen zu festigen und weiter auszubauen. Kiesel bietet dem Kunden nicht nur Produkte, sondern vollumfängliche Systemlösungen für die jeweilige Anwendung an, die sich bei Bedarf auch erheblich vom Standard abheben.

Im Miteinander der Geschäftsfelder Handel, Hersteller und Coreum zeigt sich die gesamte Bandbreite des Angebots und die konsequente Kundenorientierung. Im Coreum ist dies für alle sichtbar und greifbar. 160.000 qm Fläche bilden die ideale Plattform für Premiumhersteller um ihre Produkte rund um das Thema Bau und Umschlag zu zeigen und im live Einsatz zu demonstrieren.

Aktuell sind über 50 Unternehmen, die Lösungen für die Branchen Bau, Umschlag und Recycling anbieten, Partner des Coreum. Sie nutzen die Plattform für ihre eigene Präsentation, um ihr Netzwerk auszubauen und Synergieeffekte zu nutzen.

Das Coreum bietet echte Alternativen zu konventionellen Messen. So findet beispielsweise 3 x jährlich die Coreum Expo statt, bei der sich einen Monat lang alles um ein spezielles Thema dreht. Sonderausstellung, Produktpräsentationen, individuelle Beratung, Online-Seminare sowie Live-Übertragungen aus dem Coreum wechseln sich ab.

Auch in Sachen Aus- und Weiterbildung setzt das Coreum Maßstäbe. Die Engpässe am Arbeitsmarkt rücken eine Investition in die Qualifizierung von Arbeitskräften und in gezielte Weiterbildung ins Zentrum der Unternehmenspolitik. Das Coreum ist ein Ausbildungszentrum für uns und unsere Kunden sowie für die Branchen, in denen wir tätig sind. Neben kaufmännischen Schulungen bieten wir Technikerschulungen, Fahrerschulungen und Anwendungsseminare für unsere Kunden an.

Der digitale Wandel stellt für Kiesel eine der zentralen Herausforderungen dar und steht mit im Zentrum unserer strategischen Entwicklung. Der in 2021 gegründete Bereich "Digitales" vereint bei Kiesel die Teildisziplinen IT-Infrastruktur, Prozessmanagement, Unternehmenssoftware, Security, E-Commerce, Support und Business Intelligence unter einem Dach. Im Schulterschluss und disziplinübergreifend wird damit gruppenweit die Digitalisierung vorangetrieben.

Auch in 2021 wurden wieder umfangreiche Investitionen in die digitale Arbeitswelt vorgenommen. Wir verfolgen damit das Ziel, sowohl das mobile Arbeiten zu vereinfachen wie auch die technischen Grundlagen bereit zu stellen, um das Konzernwachstum zu unterstützen.

Den eingeschlagenen Weg hin zur zunehmenden Nutzung von Cloud-Services wurde in 2021 konsequent umgesetzt. Damit erhöhen wir die Verfügbarkeit unserer IT-Systeme und versetzen uns in die Lage flexibler auf neue Rahmenbedingungen eingehen zu können. Wir bieten unseren Mitarbeitern eine digitale Arbeitsumgebung, welche ihnen die Chance eröffnet, innovativer und effizienter in virtuellen Teams zusammenzuarbeiten und zu kommunizieren.

 

Baienfurt, den 23. Mai 2022

Kiesel GmbH

gez. Toni Kiesel

gez. Kathrin Kiesel

gez. Maximilian Schmidt

gez. Ludwig Vetter

gez. Maik Spindler

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2021

der Kiesel GmbH,

Baienfurt

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Kiesel GmbH, Baienfurt, ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Baienfurt und wird im Handelsregister Ulm unter HRB 551087 geführt.

Der Konzernabschluss der Kiesel GmbH zum 31.12.2021 wurde nach den Konzernrechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Gemäß § 299 Abs. 1 HGB ist der Konzernabschluss auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufzustellen. Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens entspricht dem Kalenderjahr.

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

B. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss wurden gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die Kiesel GmbH, Baienfurt, sowie dreizehn inländische und fünf ausländische Tochtergesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.

In 2021 hat sich der Konsolidierungskreis durch den Erwerb der Kiesel Invest GmbH (Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.01.2021), der Visutek 3D GmbH (Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.01.2021) und der Makineo GmbH (Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.07.2021) erweitert. Die folgende Aufstellung zeigt den Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

Inland Beteiligung in %
Kiesel GmbH, Baienfurt Muttergesellschaft
Kiesel West GmbH, Baienfurt 90,00
Kiesel Mitte GmbH, Baienfurt 100,00
Kiesel Süd GmbH, Baienfurt 100,00
Kiesel Ost GmbH, Baienfurt 100,00
KIESEL BAUMA-RENT GmbH, Baienfurt 94,50
Kiesel Nord GmbH & Co. KG, Baienfurt 100,00
Kiesel Worldwide Machinery GmbH, Baienfurt 100,00
Coreum GmbH, Stockstadt 100,00
TJ Invest GmbH, Baienfurt 100,00
KTEG GmbH, Baienfurt 100,00
Kiesel Invest GmbH, Baienfurt 100,00
Visutek 3D GmbH, Baienfurt 100,00
Makineo GmbH, Stockstadt am Rhein 100,00
Ausland
Kiesel Austria GmbH, Österreich 100,00
Kiesel Poland Sp.z.o.o., Polen 100,00
Kiesel Scandinavia A/S ,Dänemark 100,00
Kiesel Scandinavia Oy, Finnland 100,00
Kiesel Scandinavia AB, Schweden 100,00

Die Erstkonsolidierung der neu in den Konzernabschluss aufgenommenen Gesellschaften hat zu folgenden Zugängen von Vermögensgegenständen und Schulden in der Konzernbilanz geführt (jeweils zu Zeitwerten im Rahmen der Neubewertung):

Bilanzposten Betrag in TEUR
Geschäfts- oder Firmenwert 1.721
Sonstiges Anlagevermögen 68
Umlaufvermögen 1.958
Rückstellungen (189)
Verbindlichkeiten (52)
Zugang Nettovermögen 3.506

Die Auswirkungen der Erweiterung des Konsolidierungskreises auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns sind nicht wesentlich.

Die AKS GmbH wurde per 01.01.2021 auf die Kiesel GmbH verschmolzen. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Auf die Einbeziehung folgender Tochterunternehmen wurde gem. § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet:

Beteiligung
in %
Kiesel Trade CS s.r.o., Brno, Tschechien 100,00
Kiesel Verwaltungs GmbH, Baienfurt 100,00
Visutek 3D Italia s.r.l., Mailand, Italien 100,00
Kiesel Firmenzentrale GbR (Einnahmenüberschussrechnung) 94,90

Folgende Beteiligungen sind als assoziierte Unternehmen i.S.d. § 311 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode in der Konzernbilanz fortgeschrieben:

Kapitalanteil in %
Kiesel Finance GmbH & Co. KG, Baienfurt 100,00
Kiesel Finance Management GmbH, Baienfurt 10,00
KV-Invest GmbH & Co. KG, Ravensburg 50,00
KV-Invest Verwaltungs GmbH, Ravensburg 50,00
Kiesel Skandinavia AS C/o, Norwegen 49,90
AFL Mobilien Leasing GmbH, Göppingen 41,00
EAC European Application Center GmbH, Stockstadt 50,10
Suncar HK AG, Oberbüren/Schweiz 50,00
Kiesel Engineering GmbH, St. Wendel 50,00
Kocurek Holding Ltd., Ipswisch UK 50,00
TPH Group GmbH, Limburg a. d. Lahn 49,00
ROCK.ZONE GmbH, Langenburg 49,00

Die TPH Group GmbH und die ROCK.ZONE GmbH wurden erstmalig zum 01.07.2021 als assoziierte Unternehmen einbezogen.

Der aus der erstmaligen Einbeziehung als assoziierte Unternehmen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert beträgt TEUR 894.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden in einer Nebenrechnung über einen Zeitraum von 4-6 Jahren linear aufgelöst und in die Fortschreibung der at equity-Wertansätze einbezogen.

Bei der Kiesel Finance GmbH & Co. KG besteht aufgrund des abweichenden Stimmrechtsanteils in Höhe von 25 % kein beherrschender Einfluss nach § 290 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft ist daher kein verbundenes Unternehmen i.S.v. § 271 Abs. 2 HGB. Bei den übrigen assoziierten Unternehmen entspricht der Kapitalanteil dem Stimmrechtsanteil.

Die Kiesel Finance Management GmbH, Baienfurt, und die KV-Invest GmbH, Ravensburg, werden wegen untergeordneter Bedeutung gem. § 311 Abs. 2 HGB nicht nach der Equity-Methode bilanziert.

Zum 31.12.2021 beträgt die Summe der positiven Buchwerte der assoziierten Unternehmen TEUR 26.096.

Die Summe der in der Nebenrechnung fortgeführten Geschäfts- oder Firmenwerte und passiven Unterschiedsbeträge für sämtliche assoziierte Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 6.036 bzw. TEUR 195.

Von der Erleichterungsvorschrift des § 313 Abs. 3 S. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht.

C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE UND WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zugrunde.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag der Einzelabschlüsse mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31.12.2021. Die assoziierten Unternehmen AFL Mobilien Leasing GmbH und Suncar HK AG haben ein abweichendes Geschäftsjahr. Für Zwecke der Fortschreibung des Beteiligungsansatzes gem. § 312 Abs. 4 HGB wurde ein Zwischenabschluss der AFL Mobilien Leasing GmbH und der Suncar HK AG zum 31.12.2021 zugrunde gelegt.

Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte grundsätzlich unter Anwendung der Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) gem. § 301 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Die skandinavischen Tochtergesellschaften wurden abweichend von ihrem Erwerbszeitpunkt erstmalig zum 01.01.2017, die Kiesel Invest GmbH und die Visutek 3D GmbH jeweils zum 01.01.2021 vollkonsolidiert. In diesem Fall wurden die Wertverhältnisse im späteren Erstkonsolidierungszeitpunkt zugrunde gelegt.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden gem. § 303 HGB eliminiert. Die ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen die nicht konsolidierten Tochtergesellschaften.

Bei der Konzerngewinn- und -Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den konsolidierten Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen, einschließlich der Gewinnausschüttungen von Konzernunternehmen, voll konsolidiert. Zwischenergebnisse im Anlage- und Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert.

Auf Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen werden gem. § 306 HGB latente Steuern gebildet. Differenzen aus dem Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Kapitalkonsolidierung bleiben unberücksichtigt.

Die in Fremdwährung erstellten Bilanzen der einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden gem. § 308a HGB mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird, zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals unter einem Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung ausgewiesen.

D. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die inländischen Einzelabschlüsse wurden nach den deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurden beachtet. Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit den Wertansätzen in der Schlussbilanz des vergangenen Geschäftsjahres überein.

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurde der nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellte Jahresabschluss der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Jahresabschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung werden grundsätzlich in den Handelsbilanzen II vorgenommen.

Das Jahresergebnis umfasst das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres einschließlich der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter. Das Konzernjahresergebnis umfasst den Anteil am Jahresergebnis, der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden unter Anwendung des Ansatzwahlrechts gem. § 248 Abs. 2 S. 1 HGB aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3-5 Jahren linear abgeschrieben.

Die aus der Erstkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells der Tochtergesellschaften linear über einen Zeitraum von 5-15 Jahren abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Konzernanschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3-5 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Konzernanschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1-50 Jahren vermindert.

Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden gem. § 312 Abs. 4 HGB um den Betrag der Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben, der dem Anteil der Mutter- oder Tochtergesellschaft am Kapital des assoziierten Unternehmens entspricht.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Handelsware erfolgt zu Konzernanschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Alle erkennbaren Risiken die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt. Die an die Ergebnisse der steuerlichen Außenprüfung angepassten pauschalierten Abschläge für Neu- und Gebrauchtmaschinen führen zu einer Erhöhung des Ergebnisses um TEUR 2.514.

Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird daneben durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Die Bilanzierung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitpunkt nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern auf Ebene der Einzelabschlüsse, aus der Überleitung auf die Handelsbilanz II sowie latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbe- bzw. -entlastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Aktive latente Steuern umfassen auch latente Steuern aus steuerlichen Verlustvortragsmöglichkeiten, soweit mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten fünf Jahre zu rechnen ist.

Die Ermittlung der latenten Steuer erfolgt auf Basis unternehmensindividueller Steuersätze. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Gemäß § 306 Satz 6 HGB werden die latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen mit den latenten Steuern aus den handelsrechtlichen Einzelabschlüssen zusammengefasst.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Der Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile wird entsprechend der Eigenkapitalentwicklung der betreffenden Tochtergesellschaften fortgeschrieben.

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Anwartschaftsbarwertmethode berechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitpunkt nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens; bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung in diesen Fällen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

E. ERLÄUERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

1. Anlagevermögen

Die Darstellung der Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens geht aus dem beigefügten Anlagenspiegel hervor. Dieser ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Vom Geschäfts- oder Firmenwert entfallen TEUR 3.266 (Vj.: TEUR 2.518) auf die Kapitalkonsolidierung. Davon wiederum resultieren TEUR 1.366 aus der Erstkonsolidierung der Visutek 3D GmbH in 2021.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1.567 (Vj.: TEUR 0) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

3. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten".

4. Latente Steuern

Die latenten Steuern wurden unter Zugrundelegung unternehmensindividueller Steuersätze berechnet. Die latenten Steuersalden und die Veränderungen im Lauf des Geschäftsjahres ermitteln sich wie folgt:

2021 2020 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
latente Steuern aus Einzelabschlüssen
aus Sachanlagen 5 0 5
aus Finanzanlagen 24 261 -237
aus Vorräten 13 1.188 -1.175
aus Forderungen 13 3 10
aus Rückstellungen 769 849 -80
aus Verbindlichkeiten 65 0 65
latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen
aus Eliminierung von Zwischengewinnen 665 330 335
aus Eliminierung passive latente Steuern Vj 0 109 -109
aus Kapitalkonsolidierung KIESEL BAUMA-RENT -166 -168 2
aus Kapitalkonsolidierung KTEG GmbH -131 -220 89
aus Kapitalkonsolidierung TJ Invest GmbH -334 -334 0
Aktive latente Steuern gesamt 923 2.018 -1.095

5. Eigenkapital

Die Gewinnrücklage resultiert aus thesaurierten Gewinnen der skandinavischen Tochtergesellschaften seit dem Zeitpunkt des Erwerbs bis zur erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Der Betrag des Eigenkapitals, der am Bilanzstichtag zur Gewinnausschüttung an die Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung steht, beträgt TEUR 113.773.

6. Rückstellungen

Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wird das versicherungsmathematische Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Als biometrische Rechnungsgrundlage werden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutsche Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,87 % (Vj.: 2,30 %). Der Zinsanteil an dem Zuführungsbetrag zur Pensionsrückstellung beträgt TEUR 8. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt TEUR 9. Zukünftige Rentensteigerungen bestehen nicht und sind somit bei der Ermittlung der Verpflichtung nicht berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021
TEUR
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 5.929
Garantie und Rücknahmeverpflichtung 3.891
Prozesskosten 32
Sonstiges 1.533
Gesamt 11.385

7. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in dem nachfolgend aufgeführten Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
31.12.2021 bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 168.009 57.858 99.178 10.973
Vorjahr 147.409 49.612 88.252 9.545
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.645 2.645 0 0
Vorjahr 3.022 3.022 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49.791 49.791 0 0
Vorjahr 40.314 40.314 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 21 21 0 0
Vorjahr 90 90 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 1.323 1.323 0 0
Vorjahr 81 81 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 10.711 9.391 480 840
Vorjahr 20.768 19.328 480 960
Summe 232.500 121.029 99.658 11.813
Vorjahr 211.684 112.447 88.732 10.505

Die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Darlehen sind durch Grundschulden, Globalzessionen und Sicherungsübereignungen gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 6.754 (Vj.: TEUR 13.469) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 62 (Vj.: TEUR 44).

F. ERLÄUERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen in Höhe von TEUR 434.018 (Vj.: TEUR 414.507) auf den Handel, in Höhe von TEUR 71.643 (Vj.: TEUR 62.886) auf Dienstleistungen sowie in Höhe von TEUR 11.494 (Vj.: TEUR 12.287) auf übrige Erlöse.

Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 415.288 (Vj.: TEUR 415.761) auf das Inland, EUR 77.186 (Vj.: EUR 59.780) auf die weiteren Länder der Europäischen Union und EUR 24.681 (Vj.: EUR 14.139) auf Drittlandstaaten.

2. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 84. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 122.

3. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von TEUR 80 (Vj.: TEUR 79) enthalten.

4. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.417 enthalten. Diese beinhalten Gewinne aus Anlagenabgängen (TEUR 189), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 836), Zahlungseingänge auf einzelwertberichtigte Forderungen (TEUR 88) sowie sonstige periodenfremde Erträge (TEUR 304).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 1.216 ausgewiesen. Sie beinhalten Buchverluste aus Anlagenabgängen (TEUR 160), Forderungsverluste (TEUR 741) sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen (TEUR 315).

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 32 enthalten.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 28 (Vj.: TEUR 30).

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten Aufwendungen aus der Auflösung der aktiven Steuerlatenz in Höhe von TEUR 1.033 (Vj.: Erträge in Höhe von TEUR 1.414).

G. SONSTIGE ANGABEN

1. Offenlegungserleichterungen

Folgende Gesellschaften nehmen die Offenlegungserleichterungen nach § 264 b HGB bzw. § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

Kiesel West GmbH

Kiesel Mitte GmbH

Kiesel Süd GmbH

Kiesel Ost GmbH

KIESEL BAUMA-RENT GmbH

Kiesel Nord GmbH & Co. KG

Kiesel Worldwide Machinery GmbH

Coreum GmbH

AKS GmbH

Kiesel Invest GmbH

Visutek 3D GmbH

Kiesel Verwaltungs GmbH

KTEG GmbH

TJ Invest GmbH

EAC GmbH

Makineo GmbH

Die Kiesel GmbH hat sich bereit erklärt, für die von den Tochterunternehmen bis zum Abschlussstichtag eingegangenen Verpflichtungen im folgenden Geschäftsjahr einzustehen.

2. Personal

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf 1.112. Die Mitarbeiter verteilen sich wie folgt:

Anzahl
gewerbliche Arbeitnehmer 345
Angestellte 659
Auszubildende 108
Gesamt 1.112

3. Haftungsverhältnisse

Es bestehen gesamtschuldnerische Mithaftungen aufgrund eines Rahmenleasingvertrages in Höhe von TEUR 53.135. Hiervon entfallen TEUR 52.099 auf Verpflichtungen gegenüber assoziierten Unternehmen. Des Weiteren bestehen Haftungsverhältnisse im Rahmen eines ABS-Vertrages für den Bestand aus eigenen verkauften Forderungen (TEUR 22.510).

Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Mithaftungen aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

4. Außerbilanzielle Geschäfte gem. § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Zweck der Realisierung von Liquiditätsvorteilen wurden Leasingvereinbarungen sowohl für Bau- und Umschlagmaschinen, als auch für Kfz und Bürogeräte abgeschlossen. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen.

Hieraus resultieren folgende künftige finanzielle Verpflichtungen:

TEUR
Leasingverpflichtungen Kfz und Geräte 1.347
Leasingverpflichtungen Maschinen 8.571
Rückkaufverpflichtung Maschinen 15.979
Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen 2.240
28.137

Von den künftigen finanziellen Verpflichtungen bestehen gegenüber assoziierten Unternehmen TEUR 7.673 aus Leasingverpflichtungen Maschinen und TEUR 8.037 aus Rückkaufverpflichtungen Maschinen.

5. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 schlüsselt sich wie folgt auf:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 147
Steuerberatungsleistungen 160
Sonstige Leistungen 8
315

6. Derivative Finanzinstrumente

Im Berichtsjahr sind Darlehen in Höhe von TEUR 7.000 durch zwei Zinsswaps in Höhe von jeweils TEUR 3.500 abgesichert. Die aus den variablen Zinszahlungen der Darlehen resultierenden Zinsrisiken werden durch die zu erhaltenden variablen Zinszahlungen aus den Swaps eliminiert. Beide Swaps haben eine Laufzeit bis Mitte 2024. Die beizulegenden Werte der Zinsswaps betragen zum Bilanzstichtag TEUR 652. In dieser Höhe wurde die Bildung einer Drohverlustrückstellung vermieden. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen ist durch die critical terms match-Methode belegt.

7. Organmitglieder und Organkredite des Mutterunternehmens

Geschäftsführer der Kiesel GmbH sind Herr Toni Kiesel, Dipl. Betriebswirt (FH), Herr Maik Spindler, Herr Maximilian Schmidt, Herr Michael Küchen (bis 07.11.2021), Herr Ludwig Vetter (mit Wirkung zum 27. Dezember 2021) und Frau Kathrin Kiesel (mit Wirkung zum 31. Januar 2022).

Die Angaben zur Vergütung der Geschäftsführer unterbleiben gemäß §§ 314 Abs. 3 S. 2 i. V. m. 286 Abs. 4 HGB. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Organmitgliedern.

 

Baienfurt, 23. Mai 2022

Kiesel GmbH

gez. Toni Kiesel

gez. Kathrin Kiesel

gez. Maximilian Schmidt

gez. Ludwig Vetter

gez. Maik Spindler

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2021

der Kiesel GmbH

Baienfurt

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 100.804,40 99.980,40
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 78.106,29 118.521,11
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.099.171,47 3.517.909,10
4.278.082,16 3.736.410,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grund 90.137.648,45 90.892.196,05
2. Vorführ- und Mietmaschinen 101.379.869,07 75.262.918,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.866.521,94 10.101.548,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.611.809,95 1.211.068,21
214.995.849,41 177.467.731,60
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.818.762,46 7.023.636,83
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 26.096.257,78 22.157.695,97
3. Sonstige Beteiligungen 0,00 142.461,02
29.915.020,24 29.323.793,82
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 42.783,00 31.181,10
2. Unfertige Erzeugnisse 14.500.870,72 9.001.915,44
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 89.188.502,76 76.114.471,46
4. Geleistete Anzahlungen 1.768.648,60 4.340.321,83
105.500.805,08 89.487.889,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.749.226,87 44.182.084,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 160.179,50 9.102,13
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 1.529.323,08 611.383,77
4. Sonstige Vermögensgegenstände 8.879.302,14 5.791.967,06
35.318.031,59 50.594.537,57
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.968.465,32 6.700.641,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.154.383,23 760.861,23
D. Aktive latente Steuern 922.582,60 2.018.107,70
401.053.219,63 260.089.974,14

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 400.815,00 400.815,00
II. Kapitalrücklage 11.465.700,91 11.465.700,91
III. Gewinnrücklage 2.059.030,61 1.832.858,22
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -199.924,74 76.975,67
V. Konzerngewinnvortrag 117.646.402,58 105.689.705,05
VI. Konzernjahresüberschuss 19.562.182,75 13.485.195,85
VII. Nicht beherrschende Anteile 1.350.551,77 1.169.561,91
152.284.758,88 134.120.812,61
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 348.610,04 383.226,05
2. Steuerrückstellungen 3.730.276,43 4.507.587,92
3. Sonstige Rückstellungen 11.385.278,08 9.027.692,31
15.464.164,55 13.918.506,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 168.009.265,36 147.409.400,48
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.645.402,97 3.021.722,55
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49.790.882,02 40.313.927,91
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.728,64 89.453,18
5. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 1.322.948,61 81.190,02
6. Sonstige Verbindlichkeiten 10.710.792,42 20.768.136,26
232.500.020,02 211.683.830,40
D. Rechnungsabgrenzungsposten 804.276,18 366.824,85
401.053.219,63 360.089.974,14

KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

der Kiesel GmbH

Baienfurt

2021 2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 517.155.534,66 489.680.257,12
2. Verminderung (Vj.: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.421.703,72 412.709,00
3. Gesamtleistung 514.733.830,94 490.092.966,12
4. Sonstige betriebliche Erträge 3.760.175,03 4.384.179,01
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 343.994.487,57 347.222.317,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.635.438,12 24.720.766,74
366.629.925,69 371.943.083,96
6. Personalaufwand 55.611.903,10 49.371.565,77
a) Löhne und Gehälter 10.778.285,07 9.558.336,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 66.390.188,17 58.929.902,31
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 26.211.287,86 20.751.289,75
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.667.148,57 24.178.676,82
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.742.920,38 1.664.731,12
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 521.867,65 343.432,82
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.571.195,94 3.048.136,67
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.945.267,76 3.681.074,49
13. Ergebnis nach Steuern 20.343.780,01 13.953.145,07
14. Sonstige Steuern 600.607,40 283.133,61
15. Jahresüberschuss 19.743.172,61 13.670.011,46
16. Ergebnisanteil nicht beherrschende Anteile -180.989,86 -184.815,61
17. Konzernjahresüberschuss 19.562.182,75 13.485.195,85

KONZERNANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2021

der Kiesel GmbH,

Baienfurt

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am Zugänge aus Erweiterung Konsolidierungskreis Stand am
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 108 0 10 0 118
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.348 66 27 2 2.439
3. Geschäfts- oder Firmenwert 11.194 1.722 0 0 12.916
13.650 1.788 37 2 15.473
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 110.307 0 2.505 330 112.482
2. Vorführ- und Mietmaschinen 93.133 0 102.803 71.128 124.808
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 25.685 74 3.267 2.364 26.662
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.211 0 12.401 0 13.612
230.336 74 120.976 73.822 277.564
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.024 27 0 3.232 3.819
2. Anteile an assoziierten Unternehmen * 22.157 0 3.939 0 26.096
3. Sonstige Beteiligungen 142 0 0 142 0
29.323 27 3.939 3.374 29.915
273.309 1.889 124.952 77.198 322.952
Abschreibungen
Stand am Zugänge aus Erweiterung Konsolidierungskreis Stand am
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8 0 9 0 17
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.229 18 114 0 2.361
3. Geschäfts- oder Firmenwert 7.677 0 1.140 0 8.817
9.914 18 1.263 0 11.195
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.415 187 2.809 67 22.344
2. Vorführ- und Mietmaschinen 17.870 0 19.169 13.611 23.428
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 15.583 74 2.970 1.831 16.796
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 0 0 0 0
52.868 261 24.948 15.509 62.568
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen * 0 0 0 0 0
3. Sonstige Beteiligungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
62.782 279 26.211 15.509 73.763
Buchwerte
Stand am Stand am
31.12.2020 31.12.2021
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 100 101
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 119 78
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.517 4.099
3.736 4.278
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.892 90.138
2. Vorführ- und Mietmaschinen 75.263 101.380
3. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 10.102 9.866
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.211 13.612
177.468 214.996
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.024 3.819
2. Anteile an assoziierten Unternehmen * 22.157 26.096
3. Sonstige Beteiligungen 142 0
29.323 29.915
210.527 249.189

* Die At Equity Fortschreibung der Anteile an assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 1.100 ist in der Spalte "Zugänge" enthalten

KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG vom 01. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

der Kiesel GmbH

Baienfurt

2021 2020
TEUR TEUR
Jahresüberschuss 19.743 13.670
+ Abschreibungen auf Anlagevermögen (ohne Vorführ- und Mietmaschinen) 7.042 5.851
+ Zunahme der Rückstellungen (ohne Steuern) 2.285 -1.292
-/+ Gewinn /Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -29 -118
+/- Abnahme / Zunahme der Vorräte -15.435 27.621
- Zunahme der Vorführ- und Mietmaschinen -26.117 -19.383
+ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 15.228 3.818
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 148 -5.004
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 3.049 2.705
+/- sonstige Beteiligungsaufwendungen/Beteiligungserträge -2.743 -1.665
+ Ertragsteueraufwand 8.945 3.681
- Ertragsteuerzahlungen -8.246 -3.084
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.870 26.800
+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen (ohne Vorführ- und Mietmaschinen) 839 629
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände -37 -136
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (ohne Vorführ- und Mietmaschinen) -18.173 -8.010
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -2.839 -1.747
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -4.054
+ Erhaltene Zinsen 522 343
+ Erhaltene Beteiligungserträge 1.643 445
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -18.045 -12.530
+ Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0 33
- Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.349 -1.650
- Dividenden an andere Gesellschafter -180 -140
-/+ Auszahlungen/Einzahlungen aus der Tilgung/Aufnahme von Finanzkrediten 20.600 -8.238
- Gezahlte Zinsen -3.025 -2.965
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 16.046 -12.960
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.871 1.310
+/- Wechselkurs-, konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 396 183
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.701 5.208
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.968 6.701

KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

der Kiesel GmbH,

Baienfurt

Eigenkapital des Mutterunternehmens (MU)
Stammkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Gewinnvortrag
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2020 368 0 1.833 91.096
Gewinnausschüttung -1.790
EK-Zuführung Gesellschafter MU 33 11.465
Verrechnung mit Gewinnvortrag 16.384
Währungsumrechnung
Konzernjahresüberschuss
Stand 31.12.2020 401 11.465 1.833 105.690
Gewinnausschüttung -1.528
Verrechnung mit Gewinnvortrag 13.485
Erweiterung Konsolidierungskreis 226
Währungsumrechnung
Konzernjahresüberschuss
Stand 31.12.2021 401 11.465 2.059 117.647
Eigenkapital des Mutterunternehmens (MU)
Währungsumrechnung Konzernjahresüberschuss Summe Eigenkapital MU Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2020 -90 16.384 109.591 985 110.576
Gewinnausschüttung -1.790 -1.790
EK-Zuführung Gesellschafter MU 11.498 11.498
Verrechnung mit Gewinnvortrag -16.384
Währungsumrechnung 167 167 167
Konzernjahresüberschuss 13.485 13.485 185 13.670
Stand 31.12.2020 77 13.485 132.951 1.170 134.121
Gewinnausschüttung -1.528 -1.528
Verrechnung mit Gewinnvortrag -13.485
Erweiterung Konsolidierungskreis 226 226
Währungsumrechnung -277 -277 -277
Konzernjahresüberschuss 19.562 19.562 181 19.743
Stand 31.12.2021 -200 19.562 150.934 1.351 152.285

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kiesel GmbH

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der Kiesel GmbH und ihrer Tochtergesellschaften- bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngewinn- und -Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Kiesel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführung des Mutterunternehmens für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen im Geschäftsjahr nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neu-Ulm, 30. Mai 2022

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Gez. Bohnert, Wirtschaftsprüfer

Gez. Käfferlein, Wirtschaftsprüfer

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