LHG-Landhandelsgesellschaft eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Max Philipp Knorr seit 2.7.2024 | Vorstandsmitglied |
Verena Gatz seit 6.1.2021 | Vorstandsmitglied |
Wilfried Kretzschmar seit 16.5.2006 | Vorstandsmitglied |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 7.69% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LHG-Landhandelsgesellschaft eGSchmöllnJahresabschluss zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung 2023
Anhang 2023A. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussRegistergericht: Amtsgericht Jena / Registernummer: GnR 200090 Die Genossenschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Genossenschaft. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBei der Aufstellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Sachanlagen werden, soweit abnutzbar, mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken und allgemeine Kreditrisiken werden mit entsprechenden Wertkorrekturen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird im Jahr der Zuschusszahlung gebildet und anschließend linear über die Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagengüter aufgelöst und erfolgswirksam vereinnahmt. Die Rückstellungen entsprechen in ihrer Höhe den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungI. BILANZDie Genossenschaft besitzt folgende Kapitalanteile an anderen Unternehmen:
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 942,00 (Vorjahr: EUR 942,00) enthalten. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von EUR 144.364,01 (Vorjahr: EUR 74.314,32) enthalten. Die Ergebnisrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
Im Posten Verbindlichkeiten sind enthalten:
Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeit:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden, Raumsicherungsübereignungen, Forderungsabtretungen, eine Ausfall-Bürgschaft sowie Sicherungsübereignungen besichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von EUR 266.447,13 (Vorjahr: EUR 176.338,35) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 22.660,00 (Vorjahr: EUR 22.000,00) enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 150.000,00 (Vorjahr: EUR 150.000,00) enthalten. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGIn den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 660,00 (Vorjahr: EUR 660,00) enthalten. E. Sonstige AngabenDie nicht in der Bilanz ausgewiesenen oder vermerkten sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, betragen TEUR 3.162. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug 38.
Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6.848,07 wie folgt zu verwenden.
Mitgliederbewegung
Die Geschäftsguthaben der (verbleibenden) Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um EUR 500,00 erhöht. Darüber hinaus bestehen EUR 500,00 rückständige fällige Pflichteinzahlungen. Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: COOPERATIVaudit Genossenschaftsverband e.V. Pestalozzistraße 32/34, 09456 Annaberg-Buchholz Mitglieder des Vorstandes: Verena Gatz Max Knorr - ab 01.01.2024 Andrej Rahm - bis 30.03.2023 Daniela Franke - ab 01.04.2023 bis 31.12.2023 Mitglieder des Aufsichtsrates: Lucas Petzold - Vorsitzender Uwe Rößler - Stellvertreter Matthias Schnelle Matthias Itzerott - ab 08.09.2023 Gerd Halbauer Wilfried Koch - ab 08.09.2023 Dietmar Koch - bis 08.09.2023 Steffen Fritzsche - bis 08.09.2023 Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an Mitglieder des Vorstands EUR 2.402,95.
Schmölln, den 27.06.2024 LHG-Landhandelsgesellschaft eG gez.: Verena Gatz gez.: Max Knorr Vorstand Dieser Jahresabschluss wurde in der Generalversammlung am 09.08.2024 festgestellt. Lagebericht 2023I. Darstellung des GeschäftsverlaufsEntwicklung von Branche und GesamtwirtschaftDer Jahresverlauf (branchenbezogen)Die Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten, die Witterungen und die zunehmenden Wetterextreme verschärfen die Versorgungslage weltweit. Aufgrund dessen sind die Märkte sowohl bei Düngemitteln als auch beim Getreide immer noch sehr volatil. Die nach wie vor hohen Exportmengen der Ukraine und die außerordentlich gute Weizenernte in Russland und daraus folgende ebenfalls hohe Exportmengen ziehen den Weltmarktpreis nach unten. Dies darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die globale Versorgungsbilanz bei Weizen und Mais nach wie vor knapp ist, gerade wegen der eher unterdurchschnittlichen Maisernte in den USA. Die Erwartungen der Branche von höheren Preisen an den Terminmärkten auf Grund der angespannten Lage auf dem Weltmarkt werden dennoch bisher nicht erfüllt (DBV, 2023). Insgesamt bleibt die Lage angespannt. In Deutschland lag die diesjährige Erntemenge beim Getreide mit 42,2 Millionen Tonnen nach den bisher vorliegenden Zahlen damit deutlich unter der des Vorjahres (43,4 Mio t). Die Mengen und Qualitäten insbesondere beim Weizen haben unter dem wochenlangen Regen teilweise stark gelitten. Sowohl national in Deutschland als auch international wird auch im kommenden Jahr hauptsächlich die Witterung über die Versorgungslage entscheiden. Genauso wie bei den Erzeugerpreisen sind die Unsicherheiten also weiterhin groß und schwer zu kalkulieren (DBV, 2023). Im Bereich des Düngerhandels konnten starke Preisrückgänge verzeichnet werden. So sanken die Preise für Kalkammonsalpeter zur Frühjahrsaison auf annähernd Vorkriegsniveau (DBV, 2023). Auch im Bereich Mischfutter konnte ein Preisrückgang aufgrund von sinkenden Rohstoffpreisen wie Futtergetreide verzeichnet werden. Bei Pflanzenschutzmitteln hielten sich die Preise auf Vorjahresniveau. Der Bereich der Energieversorgung (Gas, Strom) glich sich im Jahr 2023 wieder einem Vorkriegsniveau an. Die Preise sanken und eine sichere Versorgungslage entspannte die Märkte. Der Jahresverlauf (unternehmensbezogen) Zum Stichtag 31.12.2022 wurden Vorratsbestände an Getreide von 5.900 t sowie an Ölfrüchten von 1.660 t gelagert. Etwa 65 % der zum Verkauf stehenden Bestände wurden bis zum 30.06.2023 mittels kontraktlicher Bindung veräußert. Die erzielten Preise für Wintergerste lagen im Durchschnitt bei 225 €/t, für Weizen bei 260 €/t sowie für Raps bei 500 €/t. Die verbleibende Getreidemenge wurde als Futtermittel eingesetzt. Die ersten Kontraktabschlüsse von Wintergetreide für die Ernte 2023 erfolgten bei Winterweizen ab Herbst 2022 und für Wintergerste bereits ab Juli 2022. Die Vorkontraktpreise für Wintergerste lagen bei 170 €/t und Winterweizen wurde für 220 €/t gebunden. Bedingt durch unsichere Ernteprognosen stieg der Preis bis hin zur Ernte auf 180 €/t und 228 €/t der Weizen. Nach den ersten Ernteergebnissen sanken die Preise für Futtergetreide aufgrund des hohen Angebotes an Futterweizen und Futtergerste. Zudem trugen Einfuhren von Getreide- und Ölsaaten aus der Ukraine zu einem starken Preisverfall bis ins Jahr 2024 bei. Es wurden Kontrakte bis zum Beginn der Ernte für 1.800 t Winterweizen und für 2.000 t Wintergerste abgeschlossen. Das sind 31 % weniger Vorkontrakte gegenüber 2022. Grund hierfür waren die Hoffnungen der Landwirte auf ein steigendes Niveau der Preise. Die Landhandelsgesellschaft eG erfasste ca. 4.200 t Winterweizen mehr und annähernd die gleiche Menge an Wintergerste, wie im Vorjahr. Aufgrund von Niederschlägen während der Weizenernte gab es hohe Mengen an Futterweizen und sehr inhomogene Partien in den Beständen. Die Erträge waren durchschnittlich über alle Kulturen gesehen. Die Feldfrüchte, die vor allem an Bedeutung durch die neue GAP gewonnen haben, sind die Leguminosen, bei denen 600 t mehr zur Ernte an Erbsen angeliefert wurden, als in den Jahren zuvor. Zudem sind auch Sonnenblumen über 400 t mehr, als 2022 zur Ernte erfasst worden. Beim Winterraps erfolgten die ersten Kontraktabschlüsse bereits im Februar 2022 zu 500 €/t. Bis zum 31.12.2022 waren insgesamt 1.000 t Raps mit durchschnittlich 450 €/t kontraktiert worden. Die Erfassungsmengen beim Raps im Jahr 2023 lag auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Im Allgemeinen konnten zur Ernte ca. 8.000 t mehr erfasst werden. Auftrags- und Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse sanken gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 258 T€ = 1,0 % auf 26.215 T€. Zur Ernte 2023 lasteten wir unsere Annahme- und Lagerkapazitäten zu 100% aus. Aus der Ernte heraus wurden 1.850 t Winterweizen, 2.600 t Wintergerste und 2.500 t Rapssaaten sofort wieder verladen und abtransportiert. Insgesamt wurden 2023 im Getreide sowie bei Leguminosen 4.285 T€ umgesetzt, das sind 573 T€ mehr und bei Ölfrüchten 2.636 T€, das sind 813 T€ mehr gegenüber 2022. Die für die eigene Mischfutterproduktion benötigten Futtergetreidemengen (insgesamt 8.700 t) wurden nicht verkauft. Alle anderen Getreide- und Ölsaatenpartien wurden gekauft und durchgehandelt. Die Umsatzerlöse beim Dünger lagen um 977 T€ niedriger als 2022, bei 1.254 T€. Es wurden im Geschäftsjahr 2023 4.294 t Dünger verkauft, das sind 1.349 t weniger als im vorigen Jahr. Bei Heizöl lagen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 um 29,4 % und bei Dieselkraftstoff um 19,4 % niedriger als 2022. Die Menge an Diesel reduzierte sich zum Vorjahr um 79 T Liter und die Heizölmenge um 228 T Liter. Im Bereich Pflanzenschutz ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 65 T€ auf 1.497 T€ gestiegen. Der Umsatz im Bereich der Saatgutproduktion und dem Saatguthandel fiel um 78 T€ geringer aus. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf den Rückgang der Grundpreise. In dem Bereich Haus-Hof-Gartenmarkt erzielte die Landhandelsgesellschaft Schmölln eG einen Umsatz in Höhe von 1.733 T€ und damit 116 T€ weniger als im Vorjahr. Im Bereich Futtermittelproduktion konnten Umsatzerlöse in Höhe von 4.559 T € erwirtschaftet werden. Das sind 411 T€ mehr als im Vorjahr. Beschaffung Der Getreide- und Ölsaateneinkauf erfolgte immer nach den aktuellen Börsennotierungen bzw. nach den Angeboten der Getreide- und Ölmühlen oder von Mischfutterwerken. Beim Einkauf von Düngemittel konnte die Ware nur bedingt terminlich und preislich nach Anfrage bzw. nach Abstimmung mit den Landwirtschaftsbetrieben geordert werden. Das gesamte Geschäftsjahr 2023 war in der Rohstoffbeschaffung mit Schwankungen versehen. Aufgrund der sinkenden Preise wurden Kontrakte nur kurzfristig abgeschlossen und Rohstoffeinkäufe nach Bedarf getätigt und nicht lange Zeit im Voraus. Investitionen und FinanzierungsmaßnahmenIm Geschäftsjahr 2023 wurden notwendige Ersatzinvestitionen durchgeführt. Im März 2023 wurde hierfür ein neues Tankfahrzeug gekauft. Zudem wurde die geplante Installation der Software im Mischfutter durchgeführt und mit 60.000 € Abschusszahlung beglichen. Die Ernteeinkäufe, die Waren sowie Betriebsmittel, finanziert mittels kurz- und mittelfristiger Kontokorrentlinien (Valuta zum 30.06.2026 2 Mio. EUR), bilden wie in jedem Jahr den Schwerpunkt des Geldbedarfes. Die Tilgung der bestehenden Darlehen erfolgte mit 204 T € planmäßig. Personal- und SozialbereichAm 31.12.2023 waren 42 Personen einschließlich Vorstand beschäftigt. Es erfolgen regelmäßig Weiterbildungen für unsere Mitarbeiter. Außerdem werden jährlich Mitarbeitergespräche durchgeführt. Bei zwei Arbeitsschutzunterweisungen durch ein externes Gefahrgutbüro wurden alle Mitarbeiter und Mitarbeiterin auf dem Gebiet des Arbeits-, Brand- und Gesundheitsschutzes unterwiesen. Mit dem Betriebsarzt erfolgte gemeinsam mit dem Sicherheitsbeauftragten der LHG eine Arbeitsausschusssitzung. Sonstige wichtige Vorgänge im GeschäftsjahrIm Geschäftsjahr 2023 fand zum 31.03.2023 die Beurlaubung des Vorstandes Herrn Andrej Rahm statt. Zum 30.09.2023 wurde Herr Andrej Rahm als Vorstand abberufen und schied aus dem Unternehmen aus. Ab 01.04.2023 wurde Frau Daniela Franke übergangsweise als Vorstand eingesetzt. Gleichzeitig wurde Herr Max Knorr als Prokurist ernannt. Beurteilung der Entwicklung durch den VorstandDie unkalkulierbaren Energiepreise, die sehr großen Preisschwankungen bei landwirtschaftlichen Kulturen und auch die Wetterextreme durch den Klimawandel führten zu vielen Unsicherheiten im Geschäftsverlauf des Jahres 2023. Infolge dieser Unsicherheiten durch die größer werdenden volatilen Märkte kam es in Teilbereichen zu Verwerfungen zwischen Einkaufs- und Verkaufsgeschäft, wodurch die Erzielung eines stabilen Roherlöses nicht immer zu erreichen war. Insgesamt wurde der Jahresplan 2023 weitestgehend eingehalten. II. Lage der GenossenschaftVermögenslage und FinanzlageDie Vermögenslage blieb stabil. Die Finanzlage ist weiter angespannt, wird aber durch eingeräumte Kreditlinien gesichert. Wesentliche Kennziffern entwickelten sich wie folgt:
1) Sachanlagen lt. Bilanz / Gesamtkapital lt. Bilanz * 100 2) Eigenkapital lt. Bilanz / Gesamtkapital lt. Bilanz * 100 3) Netto-Finanzschulden / Jahres-Cashflow lt. Kapitalflussrechnung ErtragslageDie Ertragslage war durch ein verbessertes Rohergebnis bei insgesamt unterproportional gestiegenen Personal- und Sachkosten geprägt. Dies wirkte sich erhöhend auf das Betriebsergebnis aus. Die Zinsbelastung ist jedoch stark gestiegen. Es konnte aufgrund der erzielten Erträge ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden. Die Rentabilitätszahlen haben sich wie folgt entwickelt:
1) Betriebsergebnis / Umsatz * 100 2) Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsaufwand / Bilanzsumme * 100 III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)RisikomanagementDie Genossenschaft besitzt ein Risikohandbuch, das die wesentlichen Risiken in den einzelnen Unternehmensbereichen identifiziert, bewertet und Maßnahmen zur Früherkennung, Kommunikation und Risikominderung festlegt. Bedeutsame Risiken sind Preis- und Qualitätsrisiken im Marktfruchthandel, der Mischfutterproduktion, der Saatgutaufbereitung und in dem Handel mit Düngemitteln. Wesentliche Maßnahmen im Rahmen des Risikomanagements sind: - Ständige Marktbeobachtung und Preisinformation - Abschluss von Kontrakten bei günstigen Einkaufs- und Verkaufspreisen - Abschluss von Preisabsicherungsgeschäften an der Warenterminbörse - Ständige Liquiditäts- und Finanzplanung und Disposition zur Finanzierung der Umlaufmittel - monatliche Gesamt- und Bereichsauswertung zu Umsatz und Rohertrag - monatliche Warengruppenauswertung im Haus-Hof-Gartenmarkt - Ständige Überwachung der Forderungen mit Mahnwesen und Limit Überwachung Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale und wirtschaftliche Gefährdungspotentialebestehen nicht Sonstige Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslagebestehen nicht IV. Voraussichtliche EntwicklungPrognoseberichtUnsere Kerngeschäfte konzentrieren sich weiter auf den klassischen Landhandel. Dabei steht der Kunde in allen Bereichen im Mittelpunkt. Durch den immer stärker umkämpften Markt gilt es effektiv zu produzieren, um entsprechende Margen erzielen zu können. Die weiterhin hohen Allgemeinkosten müssen an den Endkunden weitergeben werden. Um die Kosten der Getreidewirtschaft so kostendeckend wie möglich zu gestalten, wird weiter angestrebt, die Lagerkapazität der LHG-Landhandelsgesellschaft eG auszunutzen. Unsere Saatgutaufbereitungsanlage soll weiter ausgelastet werden in der Produktion von Z-Saatgut und Nachbauaufbereitung. Die hohen Anforderungen an die Saatgutbeizung können weiterhin in hohem Maß erfüllt werden. Zudem können durch die Quality Plus Zertifizierung spezielle Sorten vermehrt und aufbereitet werden. Die enge Zusammenarbeit in der Saatgut 2000 GmbH bleibt bestehen und sichert Produktion und Vertrieb von Z-Saatgut. Um eine Auslastung auch in der Frühjahrssaison zu gewährleisten, wird ab der Saison 2024/25 auch Sommergerste ins Portfolio der Vermehrung und Aufbereitung genommen. Dies soll die gestiegene Nachfrage an Sommerkulturen besser decken und die Anlage im Frühjahr voll auslasten. Die EU-Düngemittelverordnung stellt neue und höhere Anforderungen an die Landwirtschaft, um die Nitratbelastung weiter zu senken. Hierzu müssen weiterhin die Kundenbeziehungen gepflegt werden, um trotz sinkenden Einsatz von Düngemittel, den Absatz halten zu können. Gleichzeitig müssen die ungebundenen Mengen im Düngerhandel, so klein wie möglich gehalten werden, um den Rohertrag sichern zu können. Auch die neue GAP-Reform stellt die Landwirte und auch den Handel vor neuen Herausforderungen. Die Planung von Zwischenfruchtmischungen und der Fruchtfolge wird zunehmend unvorhersehbarer. Ein Rückgang beim Absatz von Futtermitteln wird nicht erwartet, da die Nachfrage an qualitativ, hochwertigen Futtermittel weiterhin hoch ist Die Spezialisierung und individuelle Rezepturen in der Mischfutterproduktion bei Einhaltung der Qualitätsstandards gilt es weiterhin zu halten. Der Einsatz von einheimischen Eiweißträgern in der Mischfutterproduktion wie Futtererbse gilt weiterhin ein Augenmerk zu legen, um teure Zukäufe aus dem Ausland zu vermeiden. Für die weitere Entwicklung der LHG-Landhandelsgesellschaft eG, hat die Beratung der Landwirtschaftsbetriebe eine sehr große Bedeutung, dafür ist ein gut ausgebildeter und vernetzter Außendienst notwendig. Für das Geschäftsjahr 2024 ist insgesamt von einem Jahresüberschuss auszugehen, allerdings steht die Landhandelsgesellschaft Schmölln eG vor erheblichen Herausforderungen. Die Anpassung an den Klimawandel sowie völlig neue Preisverhältnisse bergen ein hohes Risiko. Des Weiteren gilt es, dass Unternehmen für die Zukunft zu wappnen, um auch weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Wir erwarten die Fertigstellung der PV-Anlage, deren Planung bereits 2023 begonnen hat. Diese Investition soll die Unabhängigkeit des Unternehmens vom Energiemarkt stärken um langfristig durch Energieeinsparung Kosten zu senken. Gleichzeitig wird eine positivere Ökobilianz erreicht, was zukünftig eine wichtige Rolle spielen wird. Zusammenfassend gilt es den Absatz weiter zu halten bzw. in genannten Bereichen zu stabilisieren und auszubauen. Jedoch muss die Effizienz gesteigert werden, um in rohertragsschwachen Bereichen weiter kostendeckend zu arbeiten bzw. eine verbesserte Gewinnabsatz generieren zu können. Chancen der künftigen Entwicklung (Chancenbericht)Chancen sehen wir in der grundsätzlichen Beibehaltung und weiteren Stärkung der Absatzstrukturen sowie Festigung der Bindungen zu unseren Lieferanten und Gewinnung weiterer landwirtschaftlicher Erzeuger. Dabei müssen wir mit unseren Beratungen und Unterstützungen den Generationswechsel in den Landwirtschaftsbetrieben begleiten. Der Landmarkt kann sich durch die Spezialisierung auf regionale Erzeugnisse und durch Produkte für den ländlichen Raum weiter positiv entwickeln. Auch im Produktionsbereich ist eine weitere Sicherung der Qualität Voraussetzung, um den steigenden Wünschen unserer Kunden nach GVO freien Futtermittel gerecht zu werden. Hier sind wir bereits seit 2018 VLOG zertifiziert. Die LHG ist außerdem für den Handel mit Mischfutter, Mineralfutter und Saatgut für ökologische und biologische Erzeugnisse zertifiziert. Wir sind außerdem Mitglied der Erzeugergemeinschaft Qualitätsgetreide und Ölsaaten Thüringen w.V. und Mitgesellschafter der Saatgut 2000 GmbH - dem Saatgutverbund dezentraler Aufbereitungsanlagen für Saatgut (für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Hessen). Diese in regelmäßig durchgeführten Überwachungsaudits bestätigten hohen Anforderungen an unser Zertifizierungssystem gilt es, bei der Kundengewinnung und Kundenbindung wirksam einzusetzen. Unsere Investitionen in die Steigerung der Effizienz der eigenen Veredlung liefern daneben den Grundstock für eine weitere positive Entwicklung. Dies hilft auch den steigenden Energiekosten erfolgreich zu begegnen. Dazu kommen Pünktlichkeit und zuverlässiges Handeln rund um unsere Tätigkeiten gegenüber unseren Kunden und Lieferanten.
Schmölln, den 27.06.2024 LHG-Landhandelsgesellschaft eG gez.: Verena Gatz gez.: Max Knorr Vorstand Bericht des Aufsichtsrats 2023Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Ergebnisverwendung geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstandes. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.
Schmölln, den 27.06.2024 gez.: Lucas Petzold, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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