Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 100169
Eingetragen
26.7.2006
Branche
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenGroßhandel mit TabakwarenGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Gegenstand
Der Import, die Verarbeitung und der Großhandel mit Produkten aus ökologischer Wirtschaftsweise, hauptsächlich Kräuter, Gewürze, Tee und Kaffee sowie die Herstellung und der Vertrieb von Heilmitteln. Der Gesellschaft ist jede Betätigung gestattet, die geeignet ist, mittelbar oder unmittelbar den Gegenstand des Unternehmens zu fördern.

Historie

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Management

NameRolle
Claudia Strasda
seit 17.1.2024
Prokura
Christian Geis
seit 9.11.2018
Prokura
Hans-Ulrich Schatz
seit 2.11.2018
Geschäftsführer
Thore Quednau
seit 1.9.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Pure Taste Group GmbH & Co KG
Germany
300.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ulrich Walter GmbH

Diepholz

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

1. Branchenumfeld

Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist in allen Bereichen der Gesellschaft angekommen. Zukunftsorientiertes, ethisches und moralisches Handeln wird in der Wirtschaft gefordert und am ehesten durch die Bio-Branche erfüllt.

Bio-Lebensmittel stellen weiterhin ein wachsendes Geschäftsfeld dar. Dies belegt eine Studie des von der Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) koordinierten Arbeitskreises Biomarkt, an dem sich führende Marktforschungsinstitute beteiligt haben. Nach der angepassten Erhebungsmethode stieg der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln im Jahr 2011 um 9% auf 6,59 Milliarden Euro. Der Naturkostfachhandel hat daran einen Anteil von 31%, der konventionelle Lebensmitteleinzelhandel 54%. Als Wachstumsmotor bei Bio-Lebensmitteln ist der Fachhandel zu sehen. Der Gesamtnettoumsatz der Naturkost-Fachgeschäfte (Fachhandel mit 100% Bio-Anteil) ist um 10% auf 2,07 Mrd. Euro gewachsen. Dies ist zum einen auf eine Absatzsteigerung durch neue Verwender zurückzuführen, die Bioprodukten mehr Vertrauen entgegenbringen und zum anderen wurden Preissteigerungen im Markt umgesetzt. Im Vergleich zu den Naturkost-Fachgeschäften ist der Umsatz von Bio-Artikeln im konventionellen Lebensmittel-Einzelhandel lediglich um 8% gewachsen.

Diese Entwicklung deckt sich auch mit den Zahlen des Naturkost-Fachgroßhandels. So ist nach Angaben des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel (BNN) der Gesamtumsatz des Naturkost-Fachgroßhandels im Jahr 2011 um rund 12% gewachsen.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2011 konnte die Ulrich Walter GmbH ein gutes zweistelliges Umsatzwachstum im Markengeschäft und im Handelsmarkengeschäft realisieren. Die Ulrich Walter GmbH ist mit der Marke LEBENSBAUM im Bio-Fachhandel seit über 30 Jahren etabliert und besetzt in den Sortimentsbereichen Kräuter/Gewürze, Tee und Kaffee eine marktführende Position. Mittlerweile wird die Marke LEBENSBAUM in über 10 Ländern verkauft. Aus Sicht der Verbraucher und des Fachhandels wird mit der Marke LEBENSBAUM feinste Bio-Qualität und purer Bio-Genuss verbunden. Und bei LEBENSBAUM gilt das Pur Prinzip, d.h. alle Produkte sind reine Naturprodukte aus 100% ökologischem Landbau, frei von Zusatzstoffen, Aromen und Geschmacksverstärkern. Die positive Umsatzentwicklung der Marke LEBENSBAUM beruht auch auf dem seit Frühjahr 2011 begonnenen Markenrelaunch und auf einer Innovationsquote von ca. 10%. Im laufenden Geschäftsjahr wurde das Unternehmen mit dem 2. Preis "Ideenfeuer, Kooperationspreis der Land- und Ernährungswirtschaft" ausgezeichnet.

Die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung der Rohwaren über deren Weiterverarbeitung bis zur Verpackung der Fertigwaren wird von der Ulrich Walter GmbH im Sinne ihres Leitspruchs "Natur und Mensch" geführt. Dabei bilden langjährige partnerschaftliche Lieferanten-Beziehungen die Grundlage für die hohe Qualitäts- und Versorgungssicherheit. Durch ein eigens entwickeltes Lieferantenbewertungssystem werden nicht nur die ökologischen und sozialen Kriterien bei bestehenden Lieferanten erfasst und geprüft, es bildet auch eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Aufnahme neuer Lieferanten-Beziehungen. Zudem sind die wichtigsten Lieferanten durch anerkannte neutrale Zertifizierungsorganisationen ökologisch und sozial auditiert.

3. Produktion

In dem Produktionsbereich werden kontinuierlich bauliche und organisatorische Maßnahmen angestoßen, um eine Ausweitung der Produktionsmengen in Korrelation zum Absatzwachstum und um eine permanente Verbesserung der operativen Effizienz zu erzielen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 wurden rd. 1,1 Mio. Euro in Sachanlagen investiert, von denen der größte Anteil auf eine neue Gewürze-Abfüllanlage entfiel. Damit kann eine zuverlässige Belieferung der Kunden gewährleistet werden. Zur Abdeckung fehlender Kapazitäten in der Saisonspitze werden aufgrund des Absatz- und Umsatzwachstums weiterhin externe Abfüllbetriebe benötigt und beauftragt.

4. Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und das Schonen von Ressourcen ist nicht erst eine Strategie der Gesellschaft, seit es in der öffentlichen Debatte steht, sondern von je her eine Grundfeste der Organisation. Alle Abläufe des Unternehmens und die Investitionen sind auf einen optimalen Umweltschutz ausgerichtet. So entstand das Verwaltungsgebäude bereits 2001 als Niedrigenergiehaus, die Lager- und Produktionshallen wurden mit einer hochwertigen Wärmedämmung versehen, um einen hohen Standard in der Energie-Effizienz zu realisieren. Seit 2005 stammen 100 % des Stroms aus regenerativer Energie - und das Firmengelände ist standortgerecht als Ökotop konzipiert. Durch den Bau einer Geothermie-Anlage im Jahr 2009 ist es gelungen, den gesamten Produktionsbereich mit Erdwärme zu klimatisieren.

Bereits 1997 hat das Unternehmen das betriebseigene Umweltmanagementsystem nach der EG-Öko-Audit-Verordnung validiert. Im Frühjahr 2004 wurden die Bereiche Qualitäts- und Umweltmanagement zum Integrierten Managementsystem zusammengefasst, und die Umwelterklärung wurde nach EMAS II (Environmental Management and Audit Scheme) validiert. Das Unternehmen erfüllt darüber hinaus alle zentralen Qualitäts- und Sicherheitsnormen im Lebensmittelbereich, wie das "Hazard Analysis Critical Control Point" (HACCP) und den "International Food Standard" (IFS), der von Beginn an mit der Bewertung "auf höherem Niveau" erfüllt wurde.

Auf dem Wege zu einer CO2-neutralen Produktion ermittelt das Unternehmen seit 2009 die verbleibenden CO2-Emissionen als sogenannten CO2-Fußabdruck ("carbon-footprint"). Ebenfalls im Jahr 2009 veröffentlichte die Ulrich Walter GmbH ihren zweiten Nachhaltigkeitsbericht, in dem die Handlungsschwerpunkte in allen Bereichen transparent gemacht werden.

Für die Ulrich Walter GmbH ist es wichtig, die gesellschaftlichen Herausforderungen, wie die Nachhaltigkeitsdebatte, die CSR Diskussion und die Fragen der demographischen Entwicklung aufzugreifen, im Unternehmen zu reflektieren und praktische Lösungen zu entwickeln. Es wurde in verschiedenen Bereichen aktiv daran gearbeitet, dieses gesellschaftliche Engagement in einen allgemeinen Diskurs zu führen und neue Lösungen zu entwickeln. Die Unternehmensaktivitäten zur Corporate Social Responsibility (CSR) wurden bereits seit 2010 durch ein externes Zertifikat durch das Insitut für Marktökologie (IMO) zertifiziert und mit dem Prädikat "for life" ausgezeichnet.

5. Personalsituation

Die Ulrich Walter GmbH versteht sich als ein Ausbildungsbetrieb und beschäftigte im Jahr 2011 für die Ausbildungsberufe zum Industriekaufmann, Fachkraft für Lebensmitteltechnik und Fachkraft für Lagerlogistik zusammen 10 Auszubildende und 2 duale Studenten. Um auch Nachwuchskräfte von Hochschulen gewinnen zu können, wurde weiterhin sehr intensiv mit Hochschulen zusammengearbeitet und verschiedene Berufsmessen organisiert. Außerdem wurde Praktikanten in verschiedenen Bereichen des Unternehmens die Möglichkeit gegeben, einen ersten Einstieg in die Praxis zu bekommen.

Für das bestehende Personal wurde im Jahr 2009 ein strategischer Weiterbildungsplan erarbeitet: Neben der Förderung von Fachkompetenzen steht auch das spezielle Coaching von Führungs- und Sozialkompetenzen im Fokus. Begonnen wurden die Weiterbildungsaktivitäten mit dem Coaching der Vertriebsabteilung und der Führungskräfte der ersten Ebene. Im Jahr 2010 folgten die Fortbildungen im technisch-betriebswirtschaftlichen Bereich sowie für die Führungsnachwuchskräfte und vertiefende Trainings der Führungskräfte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Maßnahmen zum Aufbau der individuellen Kompetenz von Führungskräften angestoßen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Coachings ist die Sensibilisierung für Diversity und dessen Management, schließlich hat ein großer Anteil der Belegschaft einen nicht aus Deutschland stammenden kulturellen Hintergrund. In einem Unternehmen mit jährlich zweistelligen Wachstumsraten ist die Offenheit für Unterschiedlichkeit und der gegenseitige Respekt, sei es gegenüber neuen Kollegen und Praktikanten, neuen Lieferanten aus allen Kulturkreisen der Erde und Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen sehr wichtig. Eine zur Monokultur neigende Organisation würde diese Herausforderungen nicht adäquat meistern können. Die praktische Umsetzung der theoretischen Ansätze kann auch anhand der Quote von Frauen in Führungspositionen aufgezeigt werden, die auf der ersten Führungsebene bei 25 % und unter Einbezug der zweiten Führungsebene bei einem Drittel liegt.

Im Verwaltungsbereich wird sachorientiert über Zielvereinbarungen geführt. Die Vergütung erfolgt gemäß eines mit dem Betriebsrat vereinbarten Entlohnungssystems.

Um den Erfordernissen des steigenden Geschäftsvolumens gerecht zu werden, erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Personalaufbau von 10 MitarbeiterInnen (inklusive Auszubildende). Die Personalpolitik der Ulrich Walter GmbH beinhaltet die grundsätzliche Besetzung von Stellen mit eigenen MitarbeiterInnen, so dass lediglich saisonale oder krankheitsbedingte Ausfälle mit LeiharbeitnehmerInnen abgedeckt werden müssen.

Stammpersonal 31.12.2011 31.12.2010
  Personen F.T.E. Personen F.T.E.
Angestellte 57 48,9 49 45,8
Gewerbliche 41 38,9 41 36,6
Summe 98 87,8 90 82,4
Auszubildende 12   10  
Gesamt 110   100  
(F.T.E. = Full Time Equivalent)        

Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres ist die Geschäftsleitung insgesamt sehr zufrieden. Die Gesellschaft geht weiterhin von kontinuierlichem Wachstum und dadurch bedingten steigenden Mitarbeiterzahlen aus.

II. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 erzielte die Ulrich Walter GmbH mit einem Gesamtumsatz von T€ 36.709 (VJ: T€ 32.419) eine Umsatzsteigerung von T€ 4.290 (+13,2 %) gegenüber Vorjahr. Insbesondere innovative Produkteinführungen und der Produktrelaunch bei Kaffee trugen maßgeblich zur Umsatzsteigerung bei. Ein weiterer Umsatzanstieg beruht auf Preiserhöhungen, da aufgrund der allgemeinen Steigerung der Rohwarenpreise und insbesondere der Rohkaffees im Jahr 2011 eine Preiserhöhung unverzichtbar wurde.

Bedingt durch die erhöhten Rohwarenkosten lag das Rohergebnis bei T€ 15.063 (T€ 14.491 im Jahr 2010). Der Rohertrag konnte damit nur weit unterproportional zum Umsatzwachstum gesteigert werden, und zwar um + T€ 572 oder +3,9 %.

Der Personalaufwand ist durch Aufstockung des Personalbestandes insbesondere im Verwaltungsbereich und wegen der Anpassung der Löhne und Gehälter um T€ 352 (+8,3 %) zum Vorjahr gestiegen. Der Anstieg der Werbekosten resultiert insbesondere aus erhöhten Aufwendungen für den Produktrelaunch und erhöhter betrieblicher Kosten zur Optimierung des Markenkerns der Marke LEBENSBAUM.

Im Jahr 2011 wurde ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Abschreibung und Steuern) in Höhe von T€ 3.838 erzielt, das um T€ 91 unter dem Vorjahreswert lag. Im Verhältnis zur Gesamtleistung liegt das EBITDA bei 10,5 % (VJ: 11,9 %).

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde, wo möglich, weiter degressiv abgeschrieben. Nach Einrechnung der Abschreibungen hat die Gesellschaft ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) in Höhe von T€ 2.855 erzielt. Das EBIT liegt damit um T€ 120 über dem Vorjahr. Im Verhältnis zur Gesamtleistung liegt das EBIT im Jahr 2011 bei 7,8 % der Umsatzerlöse (VJ: 8,3 %).

2. Vermögenslage

Das Gesamtvermögen erhöhte sich von T€ 14.732 im Jahr 2010 um +T€ 3.159 (+21,4 %) auf T€ 17.891 im Jahr 2011. Die wesentlichen Investitionen im Jahr 2011 betrafen diverse Technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Software mit einem gesamten Investitionsvolumen (Aktivierung) von T€ 1.134.

Darüber hinaus stiegen die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an fertigen Erzeugnissen von T€ 7.092 auf T€ 8.208 (+T€ 1.116) an, was wichtig ist, um in der Hauptsaison für Tee sichere Lieferfähigkeit auch im ersten Quartal des Folgejahres gewährleisten zu können.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von T€ 3.226 im Jahr 2010 auf T€ 5.769 im Jahr 2011 an. Hierin enthalten ist eine sonstige Forderung im Wert von ca. T€ 784, die eine Ausleihung betrifft, die in den ersten vier Monaten im Jahr 2012 ausgeglichen werden wird.

3. Finanzlage

Das Unternehmen konnte auf Grund des positiven Ergebnisses das Eigenkapital zum 31. Dezember 2011 von T€ 7.265 um T€ 380 auf T€ 7.645 steigern. Nach einer Ausschüttung in Höhe von T€ 1.475 liegt die Eigenkapitalquote des Jahres 2011 damit bei 42,7 % (Vj: 49,3 %). Der positive Cashflow aus der Aufnahme von Finanzkrediten wurde im Wesentlichen durch die Auszahlung einer Ausschüttung sowie die Gewährung eines Darlehens an die Muttergesellschaft überkompensiert und führt zu einer Verringerung des Finanzmittelfonds um T€ 600 zum Bilanzstichtag.

Den größten Anteil am Fremdkapital haben unverändert die Bankkredite. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens ist durch uneingeschränkte Bereitstellung der bisherigen Kreditlinien bei den Hausbanken zu jeder Zeit gewährleistet.

Von der Deutschen Bundesbank ist das Unternehmen nach Maßgabe des für die Entwicklung des Eurosystems entwickelten Bonitätsbeurteilungsverfahrens ausgewertet und wiederholt als "notenbankfähig" eingestuft worden.

III. Nachtragsbericht

Es liegen keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres vor.

IV. Risikobericht

1. Risikomanagement

Das Unternehmen hat Kontroll- und Steuerungssysteme installiert, die die Geschäfte und die damit verbundenen Risiken messen, bewerten und steuern. Das Management wird über das monatliche Berichtswesen über Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung informiert und kann zeitnah Risiken, die den Erfolg des Unternehmens gefährden, identifizieren.

2. Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken in der zukünftigen Entwicklung

Die Finanzkrise hat keine negativen Auswirkungen auf das Unternehmen gezeigt, aber die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung spielt natürlich auch im Bio-Lebensmittelbereich eine wichtige Rolle. Insbesondere durch die weltweit steigenden Rohwarenpreise werden auch die Herstellkosten der Produkte der Ulrich Walter GmbH steigen und die Ergebnissituation stärker belasten. Durch Preissteigerungen bei den besonders betroffenen Produkten wird versucht, dies zumindest zum Teil auszugleichen.

Durch die Wettbewerbssituation mit dem klassischen LEH werden auch die Produkte der Gesellschaft preislich stärker angegriffen, sodass die Margen der Produkte sinken. Da sich die Produktwertigkeit der Bio-Produkte der Ulrich Walter GmbH auch in höheren Preisen der Produkte gegenüber konventionellen Lebensmitteln ausdrückt, bleibt weiter die Hauptaufgabe, die deutliche Abgrenzung zu "Bio-Billig-Marken" durch Verdeutlichung eines ganzheitlichen nachhaltigen Qualitätskonzeptes darzustellen. Für das weitere Wachstum des Bio-Segmentes spielt auch die Preisstellung der Produkte eine wichtige Rolle; dabei wird ein höherer Preisabstand von Bio zu konventionellen Produkten dann eher von den Konsumenten akzeptiert, wenn die Produkte besondere ökologische, soziale und Qualitätsaspekte aufweisen.

Für die Produkte der Marke LEBENSBAUM bürgt die Ulrich Walter GmbH entsprechend mit ihrer Qualitätsgarantie, die in vielen Punkten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen der EG-Öko-Verordnung und damit des Bio-Siegels hinausgeht:

100% Bio-Anbau

ohne Gentechnik

ohne Aromazusätze

klimafreundlich produziert

faire Partnerschaften.

Die Ulrich Walter GmbH begegnet möglichen Qualitätsrisiken mit einem Höchstmaß an Qualitätssicherung, sofortiger Recherche und offener Kommunikation mit den Kunden sowie schneller Information an die Öffentlichkeit. Durch die Implementierung eines Labordaten-Informations-Management-Systems (LIMS) wurden Grundlagen geschaffen, für eine noch bessere risikoorientierte Prüfung der beschafften Materialien.

Bestehenden Risiken durch Nichtverfügbarkeit von Rohwaren (hervorgerufen z.B. durch Ernteausfälle), wird mit langjährigen verbindlichen Handelspartnerschaften mit Lieferanten in der ganzen Welt begegnet. Bezüglich Ausfallrisiken aufgrund klimatischer Veränderungen und deren Folgen, hat das Unternehmen entsprechende Strategien entwickelt. Es wirkte zudem mit an einem vom BMBF geförderten Projekt "Klimaanpassungsstrategien von Unternehmen", publiziert im gleichnamigen Band im Verlag Metropolis.

Es bestehen keine nennenswerten Zinsrisiken oder Währungsrisiken, weil für die Finanzierungen der Investitionen langfristige Zinsbindungen vereinbart sind und die Gesellschaft vorwiegend in Euro einkauft.

Chancen bestehen für die Gesellschaft in der weiter wachsenden Affinität der Verbraucher für Bio-Produkte. Lebensmittel-Skandale (z.B. der Dioxin-Fall Anfang des Jahres 2011) fördern die Sensibilität der Endverbraucher und schaffen neue Käuferpotentiale für Bio-Sortimente.

Um die Attraktivität des angebotenen Sortimentes weiter zu steigern, wurde im Jahr 2011 der Produktbereich Kaffee und Gewürze ausgebaut und das komplette LEBENSBAUM-Sortiment im Layout überarbeitet.

V. Prognosebericht

Die Strategie der Gesellschaft ist weiterhin auf profitables Wachstum ausgelegt. Es werden auch in den kommenden zwei Jahren bzw. darüber hinaus stetige Umsatzsteigerungen zwischen 8% und 13 % erwartet, trotz eines zunehmenden Wettbewerbs. Die bereits eingetretenen und weiter zu erwartenden Rohwarenpreissteigerungen werden in Teilen zu Preiserhöhungen führen, um für die Gesellschaft langfristig Geschäftsergebnisse wie auch in der Vergangenheit erzielen zu können und damit Investitions- und Standortsicherheit zu erhalten. Nicht zuletzt wurde in die Erweiterung der Produktionskapazitäten am Standort Diepholz investiert, um auch zukünftig durch erhöhte Effizienz die Wettbewerbsposition weiter zu verbessern. Die ökologischen und ethisch-moralischen Herausforderungen der modernen Gesellschaft in Hinblick auf eine nachhaltige Ökonomie, wird die Ulrich Walter GmbH auch weiterhin durch unternehmensinterne Reflektion und durch Diskussionsbeiträge in der öffentlichen Debatte aufgreifen und unterstützend voran treiben.

 

Diepholz, 22.03.2012

Ulrich Walter

Dr. Achim Mayr

ppa. Dr. Christina Radons

Bilanz

Aktiva

  31.12.2011
31.12.2010
A. Anlagevermögen    
I. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 77.607,00 76.023,50
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 34.769,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.058.704,00 2.714.562,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 571.794,51 609.871,26
4. Geleistete Anzahlungen 800.261,61 0,00
  3.465.529,12 3.324.433,76
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 20.000,00 11.789,52
  30.000,00 21.789,52
  3.573.136,12 3.422.246,78
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 8.208.368,42 7.091.876,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen Gesellschafter 1.328.325,22 74.200,88
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 4.440.250,35 3.152.244,49
  5.768.575,57 3.226.445,37
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten    
und Schecks 254.860,77 854.761,50
  14.231.804,76 11.173.083,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 86.428,30 137.077,98
  17.891.369,18 14.732.408,30

Passiva

   
  31.12.2011
31.12.2010
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Kapitalrücklage 76.693,78 76.693,78
III. Bilanzgewinn 7.268.762,18 6.888.042,44
  7.645.455,96 7.264.736,22
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 151.300,00 170.600,00
C. Rückstellungen 815.389,10 1.364.866,74
D. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.195.300,24 3.458.949,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 762.968,05 129.557,73
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.320.955,83 2.343.698,61
  9.279.224,12 5.932.205,34
  17.891.369,18 14.732.408,30

Gewinn- und Verlustrechnung

  2011
2010
1. Rohergebnis 15.260.456,38 14.598.290,43
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 3.861.687,32 3.653.754,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters- versorgung und für Unterstützung 715.981,34 639.504,51
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 981.485,16 1.204.654,13
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.897.134,32 6.358.703,47
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 55.549,98 51.738,46
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.789,52 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 276.325,11 275.742,35
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.581.603,59 2.517.670,08
9. Außerordentliche Aufwendungen/ Außerordentliches Ergebnis 0,00 -66.801,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 723.597,85 696.665,29
11. Sonstige Steuern 2.536,00 2.511,83
12. Jahresüberschuss 1.855.469,74 1.751.691,96
13. Gewinnvortrag 6.888.042,44 5.936.350,48
14. Ausschüttung 1.474.750,00 800.000,00
15. Bilanzgewinn 7.268.762,18 6.888.042,44

Anhang

1. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze

Bei der Gesellschaft handelt es sich zum Stichtag um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB, die für das Geschäftsjahr 2011 prüfungspflichtig ist.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (in der Fassung des vom Bundesrat verabschiedeten Gesetzes vom 3. April 2009 (BilMoG)) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH- Gesetzes aufgestellt. Die Ausweis- und Gliederungsvorschriften wurden den gesetzlichen Vorschriften entsprechend befolgt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgte unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und bewegliche Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt, die unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear vorgenommen werden. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert von mehr als 150,00 Euro bis 1.000,00 Euro wurde im Jahr der Anschaffung ein Sammelposten gebildet und auf 5 Jahre linear abgeschrieben. Ein Anlagenspiegel ist als Anlage zu diesem Anhang beigefügt (Anlage 1 zum Anhang).

Für die vor dem 1. Januar 2010 zugegangenen beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens wurde soweit steuerlich zulässig bisher die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Mit Inkrafttreten des BilMoG ist die umgekehrte Maßgeblichkeit der Steuerbilanz für die Handelsbilanz zwar entfallen, es wurde von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 4 EGHGB zur Fortführung der bisherigen Wertansätze unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG geltenden Vorschriften Gebrauch gemacht.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind mit den Material- und Fertigungseinzelkosten zuzüglich angemessener Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Zweifelhafte Forderungen wurden auf den erwarteten Eingangsbetrag abgewertet. Für nicht erkennbare Risiken wie Ausfallwagnis, Mahn- und Einzugskosten sowie für Zinsverluste erfolgt eine Pauschalwertberichtigung von 1 % vom Netto-Nennwert auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen.

Flüssige Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen sind mit dem Betrag zum 31. Dezember 2011 angesetzt, der Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellt. Die ausgewiesenen Beträge werden planmäßig aufgelöst bzw. weiterentwickelt.

Das gezeichnete Kapital betrifft das Stammkapital der Gesellschaft.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/ PuC-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Entwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Der Zinssatz beträgt zum Bilanzstichtag 5,14 %. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Richttafeln 2005G von Prof. Klaus Heubeck Anwendung. Des Weiteren wurde eine Rentenentwicklung von 2,0 % berücksichtigt. Von dem Saldierungswahlrecht mit dem Deckungsvermögen wird Gebrauch gemacht, so dass in der Bilanz nur der saldierte Betrag ausgewiesen wird.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem Betrag angesetzt, der der voraussichtlichen Inanspruchnahme entspricht. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung der Rückstellungen berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst.

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren (PUC-Methode) sowie grundlegenden Annahmen der Berechnung gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und unter Anwendung des pauschalen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank für Restlaufzeiten von 6 Jahren in Höhe von 5,14 % bewertet.

Das Sicherungsguthaben zur insolvenzrechtlichen Absicherung von Altersteilzeitverpflichtungen wurde nach Maßgabe des § 246 Abs. 2 S.2 HGB mit der Altersteilzeitverpflichtung saldiert. Das Sicherungsguthaben ist an die Altersteilzeitmitarbeiter verpfändet. Die Anschaffungskosten betrugen zum 31. Dezember 2011 T€ 103.

Die Ulrich Walter GmbH hat gemäß den Vorschriften des § 274 HGB keine latenten Steuern bilanziert. Passive latente Steuern aufgrund eines nur steuerlich zulässigen Ansatzes (Angabe des Entstehungspostens) wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerlich voneinander abweichenden Wertansätze (Angabe des Entstehungspostens) verrechnet.

Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz in Höhe von 27,03 % herangezogen worden. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Gliederungen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den gesetzlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§ 267 HGB).

2. Erläuterungen zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011 ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich (Anlage 1 zum Anhang).

b) Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Die Forderungen gegenüber den Gesellschaftern betreffen im wesentlichen Darlehen.

c) Eigenkapital

Im Geschäftsjahr 2011 erfolgte eine Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag in Höhe von 1.474.750,00 Euro.

d) Sonderposten für Zulagen und Zuschüsse

Für den Zuschuss des Landeskreises Diepholz, zur Erweiterung der Produktionskapazitäten in einer Gesamthöhe von 200.000,00 Euro wurde ein Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen gebildet. Dieser Posten wird seit dem Jahr 2009 entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der geförderten Anlagen aufgelöst.

e) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Überstunden und nicht genommenen Urlaub der Arbeitnehmer (T€ 171), für Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen (T€ 137) sowie für Altersteilzeitaufwendungen (T€ 63).

f) Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang).

g) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind folgende Mitzugehörigkeiten zu anderen Bilanzposten enthalten:

  31.12.2011
31.12.2010
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 762.968,05 129.557,73
  762.968,05 129.557,73

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen per 31.12.2011 sind erstmalig Verbindlichkeiten (T€ 675) gegenüber einem neu hinzugekommenen verbundenen Unternehmens enthalten.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Aufgliederung der Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 36.709 entfallen T€ 35.126 auf Lieferungen in das Inland und T€ 1.583 auf Lieferungen in das Ausland.

b) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit T€ 724.

c) Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens in Höhe von T€ 19 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 109.

d) In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung der Pensions- und Altersteilzeitrückstellung in Höhe von T€ 24 sowie T€ 1 für Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten

e) Der Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Zinserträge aus verbundenen Unternehmen i.H.v. T€ 52.

4. Haftungsverhältnisse

Zum 31.12.2011 bestehen Haftungsverhältnisse für verbundene Unternehmen i.H.v. T€ 1.150. Diese Haftungsverhältnisse resultieren aus einem Gesamtschuldverhältnis über Kreditverbindlichkeiten eines verbundenen Unternehmens.

Das Risiko der Inanspruchnahme wird auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung des verbundenen Unternehmens als gering eingestuft.

Im Rahmen einer genossenschaftlichen Beteiligung besteht die Verpflichtung zu einer Nachschusspflicht in Höhe von maximal T€ 5.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanziellen Verpflichtungen (Hinweis auf § 285 Nr. 3 HGB) resultieren aus Miet- und Leasingverträgen (T€ 208) sowie einem Pachtvertrag (T€ 4.950) mit der AUWA Holding GmbH (verbundenes Unternehmen). Weiterhin bestehen über den Abschlussstichtag hinaus Anzahlungsverpflichtungen aus dem Kauf diverser Maschinen und technischer Anlagen in Höhe von T€ 387.

6. Sonstige Angaben

a) Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

gewerbliche Arbeitnehmer 42
Angestellte 60
Geschäftsführer 2
  104

In 2011 wurden durchschnittlich 104 Arbeitnehmer (2010 = 93) beschäftigt.

b) Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind der Kaufmann Herr Ulrich Walter, Rehden, und der Kaufmann Herr Dr. Achim Mayr, Diepholz. In Anlehnung an § 286 Abs. 4 HGB wird die Angabe über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterlassen.

c) Beteiligungsspiegel

Firmenname Sitz Beteiligungsquote Eigenkapital
Ergebnis
Pro Naturkost GmbH Salzhemmendorf 20% 61.695,78 14.977,38*

*Ergebnis des Geschäftsjahres 2010

d) Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von 1.855.469,74 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Diepholz, den 22. März 2012

Ulrich Walter

Dr. Achim Mayr

ppa. Dr. Christina Radons

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2011
Zugang
Abgang
31.12.2011
I. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.470,00 0,00 0,00 35.470,00
2. Software 463.415,18 27.531,08 16.103,20 474.843,06
  498.885,18 27.531,08 16.103,20 510.313,06
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 36.107,27 0,00 36.107,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.987.120,99 99.671,55 0,00 6.086.792,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.711.700,55 160.882,26 62.368,17 1.810.214,64
4. Anzahlungen 0,00 800.261,61 0,00 800.261,61
  7.698.821,54 1.096.922,69 62.368,17 8.733.376,06
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
2. Genossenschaftsanteile 11.789,52 10.000,00 0,00 21.789,52
  61.789,52 10.000,00 0,00 71.789,52
  8.259.496,24 1.134.453,77 78.471,37 9.315.478,64
  Abschreibungen
  01.01.2011
Zuführung
Abgang
31.12.2011
I. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.924,50 3.222,00 0,00 23.146,50
2. Software 402.937,18 22.716,58 16.094,20 409.559,56
  422.861,68 25.938,58 16.094,20 432.706,06
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.338,27 0,00 1.338,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.272.558,49 755.530,05 0,00 4.028.088,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.101.829,29 198.678,26 62.087,42 1.238.420,13
4. Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.374.387,78 955.546,58 62.087,42 5.267.846,94
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 40.000,00 0,00 0,00 40.000,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 1.789,52 0,00 1.789,52
  40.000,00 1.789,52 0,00 41.789,52
  4.837.249,46 983.274,68 78.181,62 5.742.342,52
  Restbuchwerte
  31.12.2011
31.12.2010
I. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.323,50 15.545,50
2. Software 65.283,50 60.478,00
  77.607,00 76.023,50
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.769,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.058.704,00 2.714.562,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 571.794,51 609.871,26
4. Anzahlungen 800.261,61 0,00
  3.465.529,12 3.324.433,76
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 10.000,00 10.000,00
2. Genossenschaftsanteile 20.000,00 11.789,52
  30.000,00 21.789,52
  3.573.136,12 3.422.246,78

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Ulrich Walter GmbH, Diepholz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Geschäftsführers sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Osnabrück, den 23. März 2012

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Georg Stegemann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Melanie Huster, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses: 10.08.2012

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