vsquadrat GmbH
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smartclip AGDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015 und LageberichtLagebericht für das Geschäftsjahr 2015smartclip AG, Düsseldorf1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die smartclip AG ist zum Bilanzstichtag eine 100%-ige Tochtergesellschaft der smartclip Holding AG. Die smartclip Holding AG hat zusätzlich zur smartclip AG weitere Tochtergesellschaften im europäischen Ausland. Seit 2011 besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der smartclip AG und der smartclip Holding AG, der die smartclip AG verpflichtet, den erwirtschafteten Gewinn an die smartclip Holding AG abzuführen. Die smartclip Holding AG wiederum ist 100%-ige Tochtergesellschaft der AMG Advertising Topco Ltd., London (Vormals: Adconion Media Group Ltd., London). Die smartclip AG unterhält Standorte in Hamburg, Düsseldorf, Berlin und Gütersloh. Die smartclip AG ist ein führender Multiscreen-Bewegtbildvermarkter in Deutschland. Kernbestandteil der Unternehmensgruppe ist die eigen entwickelte programmatische Advertising-Plattform, durch die Bewegtbild-Werbekampagnen der Werbetreibenden vertriebskanalunabhängig - manuell oder per Real Time Advertising je nach Kunde, Kundenwunsch und Strategie - auf Publisher-Inhalten und allen internetfähigen Geräten im stationären Web, in allen mobilen Kanälen sowie im Bereich Connected TV als auch im Addressable TV platziert werden. Durch die Verbindung von Technologie, Vermarktungs- und Bewegtbildexpertise bietet smartclip als "Multiscreen Video & Brand Advertising Plattform" seinen Kunden den Zugang zu jedem Bewegtbildkanal nach neusten Marktstandards und darüber hinaus. 1.2. Ziele und Strategien Ziel der smartclip AG ist es, kontinuierlich neue digitale Werbelösungen für Bewegtbild auf Basis internetbasierter Technologien zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Werbeindustrie - der Nachfragerseite (Demand) - nach Effektivität und Effizienz für Bewegtbild-Werbekampagnen Rechnung tragen, als auch der Notwendigkeit für Publisher - der Anbieterseite (Supply) - nach bestmöglicher Monetarisierung/ Vermarktung ihrer Bewegtbildinhalte auf allen Mediengeräten. Mit der Verknüpfung ihrer Multiscreen-Strategie und der technischen Möglichkeiten IP-basierter Adressierbarkeit ("Addressable TV") unterstützt die smartclip AG das Bedürfnis der Werbetreibenden, die jeweiligen Zielgruppen genau dort anzutreffen, wo diese sich im Internet bewegen, sei es über Spielekonsolen, Smartphones oder Hybrid-Fernsehgeräte ("Smart TV" oder "Connected TV"). Agenturen und Werbetreibende können ihre Bewegtbild-Kampagnen von In-Stream- (z. B. Pre-, Mid- und Post-Roll- Videoformate) und Out-Stream-Werbeformaten (z. B. In-Text-Videoformate) bis hin zu spezialisierten, interaktiven Werbemöglichkeiten im Bewegtbild auf unterschiedlichen Endgeräten (Tablet-PCs, internetfähige TV-Geräte, Spielkonsolen, PCs oder Smartphones) umsetzen. Alle Bewegtbild-Kampagnen werden zielgruppenspezifisch und in höchster Auflösung bis hin zu HD-Qualität sowie in Echtzeit optimiert auf allen internetfähigen Geräten ausgeliefert. Publisher profitieren dabei von den smartclip eigenen innovativen technologischen Lösungen. Mit der erfolgreichen Markeinführung der eigen entwickelten RTB Plattform "SmartX" im Jahre 2013 gelang es der Gesellschaft neben dem traditionellen Vermarktergeschäft Publishern sowie Werbetreibende, Agenturen und Trading Desks eine innovative Technologie anzubieten, die es erlaubt Videoinhalte in Echtzeit zu monitarisieren und die Umsetzung datengetriebener Werbestrategien über programmatische Interfaces zu erleichtern. Die Aussteuerung ist dabei über mehrere Kanäle, inklusive Mobile und Connected TV, möglich. Dies führt zu stark skalierbaren und effizienten Einkaufsprozessen für die Nachfrager-Seite. Um dem innovativen Anspruch der Gesellschaft gerecht zu werden, wurde 2014 mit der Neuentwicklung einer Technologie zur gezielten Steuerung von Bewegbildformaten im klassischen Fernsehen begonnen und in 2015 im Markt eingeführt (Adressable TV). Auf der Basis der HbbTV-Standards und über internetfähige Fernseher ermöglicht diese Plattform Werbetreibenden und Agenturen die Auslieferung digitaler Bewegtbildwerbung im linearen TV in Echtzeit. Mittel- und langfristig ist es erklärtes Ziel der smartclip AG, die Allokation der TV-Marketinggelder nicht nur in die digitale Welt der mobilen und Desktopgeräte zu beschleunigen, sondern auch im klassischen TV diese digitalen IP-basierten Vermarktungslösungen zu etablieren und davon zu profitieren. Die beiden Ökosysteme TV und Internet werden weiter zusammenwachsen. Die smartclip AG hat sich seit Gründung der Führerschaft diesem disruptiven Marktwandel verschrieben. 1.3. Forschung und Entwicklung Entwicklungsaktivitäten werden gruppenweit von der Muttergesellschaft smartclip Holding AG durchgeführt. Die eigene Technologie für die Auslieferung der Bewegtbildwerbung wird laufend optimiert und weiterentwickelt, um einen vereinfachten Buchungsprozess für Online-Bewegtbildwerbung durch Standards in der Werbemittelauslieferung und im Reporting über alle Plattformen zu ermöglichen. Die smartclip-Gruppe verfolgt dabei einen technologieunabhängigen Ansatz und arbeitet daneben mit den globalen Video-Standards VAST und VPAID in den jeweils neusten Ausbaustufen. Auch die Entwicklung der zuvor erwähnten Private Exchange SmartX Plattform, durch die den Kunden auf beiden Seiten - Nachfrager und Anbieter - zusätzlich die neuen Möglichkeiten des Real-Time-Advertising für Bewegtbildwerbung und der Bewegtbildinhalte-Monetarisierung angeboten werden kann, wurde von der smartclip Holding AG durchgeführt. Zusätzlich wurde eine eigene Addressable TV Plattform entwickelt, die TV Sendern über eine HbbTV-Applikation die Auslieferung von Bewegtbildwerbung im klassischen TV ermöglicht. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1. Weltwirtschaftliche Entwicklung 2015 Die Dynamik der Weltwirtschaft hat zuletzt vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften etwas zugenommen. Frühindikatoren signalisieren, dass sich die wirtschaftliche Erholung fortsetzen wird. Eine Rückkehr zu einer längeren Phase sehr kräftiger weltwirtschaftlicher Expansion, wie sie im vergangenen Jahrzehnt verzeichnet worden war, ist vorerst nicht zu erwarten. Der Anstieg der Weltwirtschaft lag im Gesamtjahr 2015 bei ca. 3,5%. Laut statistischem Bundesamt hat sich die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt 2015 als stabil erwiesen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 1,7% [1] höher als im Vorjahr. 2.1.2. Werbebranche Laut MAGNA GLOBAL [2] zeigte sich die Konjunktur in der Werbebranche in 2015 im Wesentlichen stabil, blieb jedoch hinter den Möglichkeiten zurück. Für 2015 ging MAGNA GLOBAL von einem globalen Marktwachstum von 4,8% aus, korrigierte diese Prognose im Juni 2015 zuerst auf 3,9% und zuletzt auf 3,2% aufgrund der Verlangsamung des Wachstums aufgrund fehlender Großereignisse, die zusätzliche Werbeausgaben stimuliert hätten. Für 2016 geht MAGNA GLOBAL von einem steigenden globalen Marktwachstum von 4,6% aus. Das Wachstum soll durch wirtschaftliche Stabilisierung und Großereignisse wie der Präsidentschaftswahl in den USA, der UEFA Fußball-Europameisterschaft und der Sommerolympiade in Brasilien angekurbelt werden. Auch in 2015 liegt laut MAGNA GLOBAL das stärkste Wachstum mit über 17% bei den digitalen Medien. Traditionelle Medien verlieren dagegen leicht an Umsatz. Bis 2017 sollen die digitalen Medien auf Nummer eins der globalen Werbung stehen. Während klassische Anzeigenwerbung in 2015 kaum gewachsen ist, zeigt sich bei der digitalen Anzeigenwerbung im Rahmen von mobilen Kampagnen durch die Verschiebung der Mediennutzung von klassischen PCs und Laptops auf Smartphones und Tablets ein starker Anstieg. 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2015 konnte aus Sicht des Vorstandes erneut erfolgreich abgeschlossen und die Ziele erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2015 hatte die smartclip AG mit einem leichten Umsatzwachstum und einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 8-12% gerechnet. Die Erwartung der Umsatzentwicklung hat sich mit einem Umsatz von EUR 20,8 Mio. und somit einem Umsatzwachstum von 2% erfüllt. Die Ergebniserwartung wurde mit einem Anteil des positiven Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit am Umsatz von 11% erreicht. Im Jahr 2015 wurden die technischen Entwicklungen und Plattformerweiterungen im Bereich Addressable TV der Öffentlichkeit präsentiert und bereits praktisch im Markt eingesetzt. Die Auslieferung digitaler Bewegtbildwerbung im linearen TV wird nach Studien von BLM und Goldbach enorm an Bedeutung gewinnen. Auf Basis der HbbTV Standards und über internetfähige Fernseher kann bereits jeder vierte Haushalt in Europa erreicht werden. Zudem konnte das Geschäftsfeld Addressable TV auch mit weiteren HbbTV Publishern erweitert werden. Mit Gofresh wurde zum Beispiel ein Kooperationspartner gewonnen, der auf HbbTV Services spezialisiert ist und mit dem Produkt itsmy.tv ganze Applikationcenter für Smart TV Portale und die HbbTV-Angebote der TV Sender umsetzt. Die Partnerschaft trägt zur weiteren Reichweitensteigerung von smartclip auf Smart TVs im Bereich HbbTV bei. Des Weiteren wurde durch eine Kooperation mit HMS Media Solutions, einem führenden Anbieter von TV- Sendeautomationslösungen dem Markt eine vollständig integrierte End-to-End Lösung von Live-TV Sendeplanungsautomation und digitaler Werbelogistik zur Verfügung gestellt. Die smartclip AG hat in dem zukunftsträchtigen Wachstumsfeld "Addressable TV" somit eine herausragende Marktstellung und Positionierung. Die ausgeprägte Erfahrung in diesem Bereich verspricht in der Verbindung mit der technologischen Plattformentwicklung eine positive Entwicklungsmöglichkeit. Auch das klassische Vermarktungsgeschäft im Web ist weiterhin marktführend. Als Beispiel kann hier aufgeführt werden, dass sich mit Antenne Bayern Deutschlands größte Radiostation für die digitale Bewegtbildvermarktung exklusiv für smartclip entschieden hat, der v.a. auch das deutschlandweite Webradio-Angebot anführt. Die Kooperation umfasst sowohl die Web-Angebote, als auch die mobilen Angebote des Portfolios von Antenne Bayern auf Smartphones und Tablets und umfasst sämtliche In-Stream- und Out-Stream-Werbeformate in der Vermarktung über die SmartX Plattform. Letztere Gattung, die im zweiten Halbjahr von smartclip neu eingeführt wurde, wird bspw. über In-Text-Videowerbung in Artikeln auf den digitalen Angeboten der Redaktion umgesetzt. SmartX wurde als eine marktführende Video-Advertising-Plattform etabliert. Sie löst für den Werbemarkt im fokussierten Bereich Video-Advertising die Herausforderungen, die in einer hochkomplexen und fragmentierten Angebotswelt entstehen. Das Wachstum bei diesem Produkt lag mit 255% zum Vorjahreszeitraum über den Erwartungen. 2.3. Lage des Unternehmens 2.3.1. Ertragslage Die smartclip AG konnte im Geschäftsjahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 20,8 Mio. erzielen. Dies entspricht einem Zuwachs von 2% gegenüber dem Vorjahr. Es handelt sich dabei um Umsätze aus Dienstleistungen. Der Umsatz mit Bewegbildinhalten im traditionellen Web gab gegenüber dem Vorjahr etwas nach, wurde aber durch den signifikanten Umsatzanstieg von Kampagnen, die über die SmartX Plattform ausgeliefert wurden, kompensiert. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Personalkostenweiterbelastungen an das Mutterunternehmen smartclip Holding AG enthalten für Mitarbeiter, die Leistungen für die smartclip Gruppe erbringen (EUR 1,3 Mio.; Vorjahr: ebenfalls EUR 1,3 Mio.). Der Aufwand für bezogene Leistungen - im Wesentlichen Publisher- und Targetingkosten - steigen aufgrund angepasster Prozesse auf EUR 14,2 Mio. an. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 13,8 Mio.). Die Materialeinsatzquote beträgt in 2015 ebenfalls zum Vorjahr 68% der Umsatzerlöse. Die Personalkosten betrugen EUR 2,98 Mio., was eine Reduzierung von TEUR 25 entspricht (Vorjahr: EUR 3,0 Mio.). Die Reduzierung in den Personalkosten resultiert im Wesentlichen aus dem Abgang von Mitarbeitern im letzten Quartal des Jahres. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl erhöhte sich von 50 auf 51. Die Personalquote fällt leicht von 14,7% im Vorjahr auf 14,3% und liegt im prognostizierten Rahmen. Bereinigt um die Personalkostenweiterbelastung an die smartclip Holding AG für Mitarbeiter, die Leistungen für die smartclip Gruppe erbringen, beträgt die Personalquote 2015 8,2% (Vorjahr: 8,8%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei EUR 3,1 Mio. Dies stellt einen Anstieg von EUR 0,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr dar (Vorjahr: EUR 2,8 Mio.). Für diesen Anstieg sind im Wesentlichen Kosten für die Vertrieb und Vermarktung unserer neuen Produkte Adressable TV (ATV) und Connected TV (CTV) verantwortlich. Die Einsparung bei den Personalkosten sowie der zusätzliche Aufwand für bezogene Leistungen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, insbesondere die erhöhten Aufwendungen an die smartclip Holding AG für die Nutzung der Technologie, führen zu einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.). Damit liegt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei ca. 11% der Umsatzerlöse (Vorjahr 12%). Als finanzielle Leistungsindikatoren messen wir vor allem die Umsatzerlöse (2015: EUR 20,8 Mio.; 2014: EUR 20,5 Mio.), den Rohertrag (2015: EUR 6,6 Mio.; 2014: EUR 6,6 Mio.), die betrieblichen Aufwendungen bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen auf Vermögensgegenstände und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2015: EUR 6,4 Mio.; 2014: EUR 5,9 Mio.) und die Umsatzrentabilität (2015: 11%; 2014: 12%). Der Auftragsbestand ist in der Regel sehr niedrig, da Auftragseingänge sehr kurzfristig erfolgen. Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren überwachen wir die Kundenzufriedenheit durch regelmäßige Befragungen und die Mitarbeiterzufriedenheit durch strukturierte Mitarbeitergespräche. Wechselkursänderungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage in 2015. 2.3.2. Vermögenslage Zum 31.12.2015 beläuft sich die Bilanzsumme der smartclip AG auf EUR 13,7 Mio. und liegt damit um EUR 0,1 Mio. über dem Vorjahreswert (EUR 13,6 Mio.). Im Anlagevermögen reduzieren sich die immateriellen Vermögensgegenstände auf EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,9 Mio.), was durch die planmäßige Abschreibung des Kundenstamms der Schwestergesellschaft smartclip UK Ltd. begründet ist. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen reduzieren sich auf Grund getätigter Rückzahlungen des Mutterunternehmens smartclip Holding AG auf EUR 3,3 Mio. (Vorjahr: EUR 5,5 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen EUR 3,6 Mio., dies entspricht einem Anstieg von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch die Umgliederung von Forderungen gegen verbundene Unternehmen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu begründen. Die Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag EUR 5,0 Mio., was eine Reduzierung von EUR 0,1 Mio. im Vergleich zum Vorjahr bedeutet (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.). Sie beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen für Agentur- und Publisherkosten in Höhe von EUR 4,6 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.) sowie Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 227). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen steigen auf EUR 1,5 Mio., was einer Erhöhung um EUR 0,4 Mio. im Vergleich zum Vorjahr entspricht (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.). Die Veränderungen sind stichtagsbedingt. 2.3.3. Finanzlage Der Bestand an finanziellen Mitteln ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 1,4 Mio. auf EUR 3,4 Mio. gestiegen. Grund war die Rückzahlung der Ausleihung des Mutterunternehmens. Das Eigenkapital blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags belief sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2015 wie bereits im Vorjahr auf TEUR 630. Zum 31.12.2015 betrug die Eigenkapitalquote wie im Vorjahr 4,6%. Die wirtschaftliche Kapitalquote nach Einbeziehung der Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft smartclip Holding AG (EUR 6,5 Mio.) beträgt 52,2% (Vorjahr: 52,8%). Der Anteil der Summe aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten, sonstigen Rückstellungen und sonstigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme betrug zum 31.12.2015 47,8% (31.12.2014: 47,2%). Aufgrund des positiven operativen Cash Flows der Gesellschaft und der positiven Geschäftsprognose kann die Liquidität als gesichert angenommen werden. Die gesamte Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft wird aus Sicht des Vorstandes als stabil und gesichert gesehen. Die smartclip AG ist jederzeit in der Lage alle Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. 2.3.4. Investitionen Im Anlagevermögen sind unter den immateriellen Vermögensgegenständen keine Entwicklungskosten ausgewiesen, da sämtliche laufende Entwicklungskosten für immaterielle Vermögensgegenstände der smartclip Gruppe gebündelt von der smartclip Holding AG getragen werden. 2.4. Gesamtaussage Der Umsatz hat sich planmäßig entwickelt und befindet sich auf dem prognostizierten Niveau. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die smartclip AG vor allem auf die Schaffung neuer Geschäftsfelder (Adressable TV und Private Exchange) fokussiert. Da diese Initiative nicht kurzfristig Umsätze generiert, lag das Umsatzwachstum von Jahr zu Jahr nur bei 1-2%. Die erwartete Umsatzrentabilität von 8-12% konnte durch ein konsequentes Yield Management erreicht werden und liegt bei 11% (Vorjahr:12%). 3. Personal Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Jahresdurchschnitt 51 (Vorjahr: 50) festangestellte Mitarbeiter beschäftigt. Die Vergütung der meisten Mitarbeiter besteht aus einem fixen Grundgehalt sowie einer variablen, von individuellen Zielen abhängigen Komponente. Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre herausragenden Leistungen, ihr Engagement und ihre hohe Flexibilität. 4. Vorstand Die bisherigen Vorstände der smartclip AG Jean-Pierre Fumagalli und Roland Schaber sind zum 25.02.2015 in den Aufsichtsrat gewechselt. In den Vorstand der smartclip AG wurden die langjährigen Management-Direktoren Thorsten Schütte-Gravelaar und Dr. Oliver Vesper berufen. Die beiden smartclip Gründer, CEO Jean-Pierre Fumagalli und COO Roland Schaber, bislang Vorstände der smartclip AG als auch der smartclip Holding AG, bleiben alleinige Vorstände der smartclip Holding AG. 5. Einkauf Die smartclip AG agiert als Vermarktungsdienstleister für die Bewegtbildvermarktung der Publisher. Dafür werden Kooperationen mit den Werbetreibenden geschlossen. Der Einkauf von Video-Inventar bei Publishern erfolgt dann kampagnenbezogen, nachdem eine Bewegtbild-Werbekampagne durch die Werbetreibenden beauftragt wurde. Anhand der ausgelieferten Menge erfolgt die Vergütung der Publisher in den überwiegenden Fällen mit dem vereinbarten Anteil am Auftragsvolumen (Revenue Share Model). Durch die Fokussierung auf die Profitabilität konnte, wie auch im Vorjahr, eine Materialeinsatzquote von 68% der Umsatzerlöse erreicht werden. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. 7. Risikobericht Der Markt für digitales Bewegtbild (Inhalte, Technologie, Vermarktung) unterliegt aufgrund seines Potenzials, welches im Kern aus den disruptiven Prozessen im klassischen linearen TV resultiert, stetigen Marktveränderungen und einem intensiven Wettbewerb. Wir sind operativ und strategisch gut positioniert, um von der Dynamik der Märkte zu profitieren und diese als Wachstumschancen für unser Geschäft nutzen zu können. Gleichzeitig ist unser unternehmerisches Handeln darauf ausgerichtet, stets mögliche Risiken zu erfassen und aktiv zu steuern. Marktrisiken Der rasante technologische Wandel der Werbemärkte im Internet, sich neu etablierende Branchenstandards, regelmäßige Einführungen von neuen Produkten und Dienstleistungen und sich schnell ändernde Anforderungen seitens der Kunden kennzeichnen den Werbemarkt im Internet. Dieser ist zusätzlich geprägt durch einen starken Wettbewerb, da der deutsche Werbemarkt zu den größten der Welt zählt und als eine der ersten Anlaufstationen für Expansionen aus dem anglo-amerikanischen Raum gilt. Die Wettbewerbsintensität könnte sich durch den Markteintritt von neuen großen Wettbewerbern daher weiter erhöhen. In der Folge könnten das Wachstum und/oder die erzielbaren Margen negativ beeinflusst werden. Wir versuchen, unsere Position als führender digitaler Bewegtbildvermarkter in Deutschland weiter auszubauen und damit diese Risiken zu verringern. Unsere internationale Positionierung und Präsenz der smartclip Gruppe unterstützt unsere Marktposition und Wahrnehmung bei den Markteilnehmern dabei aber zusätzlich. Technologie- und Produktentwicklung Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist es, neue Technologien und Produkte zu entwickeln, um die Anzahl der Kunden weiter zu steigern und die Kundenbindung zu stärken. Dabei besteht das Risiko, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder seitens der Zielgruppe nicht angenommen werden. Diesen Risiken begegnen wir durch eine aktive und intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtung sowie eine ständig auf das Feedback der Kunden reagierende Technologie- und Produktentwicklung. Finanzielle Risiken Finanzielle Risiken liegen vor allem in der Fähigkeit, den Bestand an Werbeplätzen von Publishern im Rahmen der für ein positives Geschäft definierter Preis-Mengen-Tableaus zu erhalten und auszubauen sowie die Geschäftsbasis zu den Agenturkunden und Werbetreibenden zu halten bzw. zu steigern. Ebenso muss auf Herausforderungen reagiert werden, die sich aus der großen und steigenden Zahl von Wettbewerbern in der Branche ergeben. Durch konsequentes Forderungsmanagement versucht die smartclip AG das Risiko von Forderungsausfällen zu minimieren. Personelle Risiken Der Unternehmenserfolg hängt maßgeblich von der Qualifikation und Motivation seiner Mitarbeiter ab. Sollte es der smartclip AG nicht gelingen, qualifizierte Fach- und talentierte Nachwuchskräfte in ausreichendem Umfang zu adäquaten Kosten zu akquirieren und an sich zu binden, können das weitere Wachstum und der wirtschaftliche Erfolg signifikant beeinträchtigt werden. Wir bieten unseren Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsumfeld, eine leistungsgerechte Vergütung, Zusatzleistungen und Weiterbildungsmöglichkeiten, um diese Risiken zu minimieren. Im Rahmen unserer HR-Strategie hat in 2014 ein aktives Hochschulmanagement Einzug erhalten, um frühzeitig Kooperationen für unmittelbaren Nachwuchs aufzubauen, als auch ein kontinuierliches Marktscreening für junge Talente zu etablieren. Rechtliche Risiken Aus laufenden oder anstehenden rechtlichen Auseinandersetzungen erwarten wir keine wesentlichen Risiken. Risiken aus der Bereitstellung erforderlicher Software durch die smartclip Holding AG Die von der smartclip AG genutzte Software wird von der Muttergesellschaft smartclip Holding AG bereitgestellt und weiterentwickelt. Der Geschäftsbetrieb der Gesellschaft ist daher mit dem Mutterunternehmen verbunden. Der reibungslose Geschäftsbetrieb der Gesellschaft wäre gefährdet, wenn die genutzte Software aufgrund der Entwicklung der Muttergesellschaft nicht mehr durch diese bereitgestellt werden könnte. Bewertung der Risikokategorien Die Einstufung der Risiken hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung auf die Ertragslage erfolgt mittels einer Bewertungsmatrix. Die dabei verwendeten Definitionen werden nachstehend erläutert. Erläuterung der Definitionen Grad der Auswirkungen:
Eintrittswahrscheinlichkeiten:
Bewertungsmatrix
H: Hohes Risiko M: Mittleres Risiko G: Geringes Risiko Einstufung der Risikokategorien
Aktuell sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. 8. Prognose- und Chancenbericht Der Vorstand geht von grundsätzlich weiterhin positiven Rahmenbedingungen innerhalb der Werbebranche aus und rechnet mit einer positiven Geschäftsentwicklung für das Jahr 2016. Der Trend einer Verschiebung des Werbebudgets von den klassischen Medien hin zu IP-basierter digitaler Werbung ist ungebrochen. Laut MAGNA GLOBAL war 2014 in Deutschland der Umsatz mit Werbung in digitalen Kanälen erstmalig höher als der Umsatz mit klassischer Fernsehwerbung. Auch in 2015 zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Bis 2017 sollen die digitalen Medien laut MAGNA GLOBAL auf Nummer eins der globalen Werbung stehen. Bewegtbild-Inhalte sind ein wesentlicher Trend und der Wachstumsmotor im Online-Werbemarkt. Die Nutzung von Bewegtbild-Inhalten im Netz findet überall und zu jeder Zeit statt. Laptop- und Computer-Monitor sind nur noch eine Option in der langen Reihe der internetfähigen Geräte. Durch ihre Strategie hat die smartclip AG optimale Voraussetzungen, um ihre Position, als führender digitaler Bewegtbildvermarkter in Deutschland, in den nächsten Jahren weiter ausbauen zu können. Aufgrund der technologischen Weiterentwicklungen, insb. im Bereich Connected TV und Smart TV, geht es darum die beiden Welten TV und Digital miteinander zu verzahnen. Mit dem Addressable TV Plattform stellt smartclip TV Sendern eine Lösung zur Verfügung, mit der lineares Fernsehprogramm mit digitalen Vermarkterlösungen monetarisiert werden kann. Fernsehsender können über diese Werbemodelle unmittelbar von neuen Werbeinvestitionen profitieren. Mit Entwicklung der SmartX Platform reagiert die smartclip-Gruppe auf die gestiegene Nachfrage der Kunden, Premium-Videoinventar über Real-Time Advertising (RTA) automatisiert zu buchen und bietet durch die flexibel auf den Publisher-internen Arbeitsprozess anzupassende Technologielösung einen echten Mehrwert sowohl für Werbetreibende als auch Webseitenbetreiber. Mit der SmartX Platform bringt smartclip Publisher sowie Werbetreibende, Agenturen und Trading Desks zusammen. In einer Private Exchange Umgebung erhalten Premium Publisher damit zusätzliche Möglichkeiten der Monetarisierung ihrer Videoinhalte in Echtzeit. Im Vergleich zu reinen Technologieanbietern bringen wir unsere gesamten Multiscreen- und Addressable TV-Angebote auf die Plattform sowie unser Know-How aus dem Bereich Markt und Vermarktung mit ein. Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir von deutlich steigenden Umsätzen gegenüber dem Vorjahr aus. Auf Grund der Erschließung neuer Geschäftsfelder wird eine Investition im Personalbereich notwendig. Die betrieblichen Aufwendungen werden in diesem Zusammenhang moderat steigen. Wir erwarten die Rohertragsmarge auf Vorjahresniveau. Damit prognostizieren wir wiederum ein positives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einer Umsatzrentabilität von 8-12%.
Düsseldorf, 31.03.2016 gez. Dr. Oliver Vesper gez. Thorsten Schütte-Gravelaar [1]) https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/VGR/Inlandsprodukt/Tabellen/Gesamtwirtschaft.html [2] "MAGNA GLOBAL Forecasts Global Advertising Revenues to grow by +4,6% to $526 Billion in 2016" Pressemitteilung vom 07.12.2015, zu finden unter: http://www.magnaglobal.com/category/press-release/ " Bilanz zum 31.12.2015AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 2015A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB in Verbindung mit rechtsformspezifischen Sondervorschriften des AktG aufgestellt. Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind, soweit gesetzlich zulässig, in den Anhang übernommen. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von ± einer Einheit (€, % usw.) auftreten. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (3-5 Jahre) abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt. Das Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB wird nicht wahrgenommen. Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Computer, für die eine Nutzungsdauer von 3 Jahren angenommen wird. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Zugänge mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken - und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzung wurden gem. § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Stichtag der Schlussbilanz, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sind mit dem Kurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit dem niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs im Zeitpunkt ihres Zugangs oder mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Hiervon abweichend werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Umsatzrealisierung erfolgt entsprechend der Leistungserbringung, die auf Basis der tatsächlich ausgelieferten Videos ermittelt wird. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 ist in Abschnitt G. dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen EUR 3,6 Mio., dies entspricht einem Anstieg von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,5 Mio.). Die Erhöhung ist im Wesentlichen durch eine Umgliederung von Konten aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu erklären. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen EUR 2,6 Mio., was eine Reduzierung von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 3,2 Mio.) darstellt. Die Reduzierung ist durch eine Umgliederung von Konten aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu erklären. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Weiterbelastung von Publisherkosten. Dabei ist die smartclip AG Vertragspartner für das internationale Portfolio eines Publishers. Nutzen smartclip Gesellschaften aus dem Ausland diesen Publisher, werden die dafür anfallenden Publisherkosten von der smartclip AG an die jeweiligen smartclip Gesellschaften weiterbelastet. In geringerem Umfang besteht auch der umgekehrte Fall, bei dem die smartclip AG das internationale Portfolio eines Publishers nutzt, dessen Vertragspartner eine andere smartclip Gesellschaft ist. Die anteiligen Kosten werden dann von der smartclip Gesellschaft an die smartclip AG in Rechnung gestellt. Diese Weiterbelastungen wurden saldiert, sodass sich folgende wesentliche Forderungen der smartclip AG ergeben: Die Forderungshöhe gegenüber smartclip Benelux B.V. beträgt EUR 1,6 Mio. Gegenüber smartclip Nordics AB besteht eine Forderung in Höhe von EUR 0,9 Mio. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. EUR 2,6 Mio. (Vorjahr: EUR 3,2 Mio.), die mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. EUR 0 Mio. (Vorjahr: TEUR 297) saldiert wurden. 3. Eigenkapital Bei dem gezeichneten Kapital handelt es sich um das Grundkapital der Gesellschaft. Es beträgt zum 31.12.2015 TEUR 50 und ist in 50.000 auf den Inhaber lautende und mit gleichen Stimmrechten ausgestattete Stückaktien mit einem Nennbetrag von 1 € je Aktie eingeteilt. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von EUR 574.758,27 (Vorjahr: Gewinnvortrag von EUR 574.758,27) enthalten. Dabei handelt es sich um den Gewinnvortrag aus dem Jahr 2010. Seit 2011 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der smartclip Holding AG. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen für Agentur- und Publisherkosten i.H.v. EUR 4,6 Mio. (Vorjahr: EUR 4,6 Mio.) sowie Personalkosten i.H.v. TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 227). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben sämtlich, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen EUR 6,5 Mio., was eine Reduzierung von EUR 0,1 Mio. entspricht (Vorjahr: EUR 6,6 Mio.). Gegenüber der smartclip Holding AG bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 7,2 Mio., die mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. saldiert wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber der smartclip Holding AG setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2,6 Mio., Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag (EUR 1,6 Mio.), Verbindlichkeiten aus der Steuerorganschaft (EUR 1,6 Mio.) sowie Verbindlichkeiten aus einem Darlehen (EUR 1,5 Mio.) zusammen. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Im Geschäftsjahr 2015 konnte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von EUR 20,8 Mio. erzielen. Dies entspricht einem Zuwachs von 2% gegenüber dem Vorjahr. Es handelt sich dabei um Umsätze aus Dienstleistungen im Online-Werbemarkt. 89% des Umsatzes wurde mit Geschäftspartnern aus Deutschland generiert, die verbleibenden 11% entfallen auf Geschäftspartner aus England (EUR 1,48 Mio.) und Österreich (TEUR 73). 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 16). E. Sonstige Angaben 1. Arbeitnehmer Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren im Jahresdurchschnitt 51 (Vorjahr: 50) festangestellte Mitarbeiter beschäftigt (davon in den Bereichen Management: 2, Administration: 4, Beschaffung: 7, Vertrieb: 24 und Entwicklung: 14). 2. Vorstände Vorstände der Gesellschaft sind bzw. waren: Herr Jean-Pierre Fumagalli, Hamburg (bis 25.02.2015), Chief Executive Officer bei der smartclip Holding AG, Vorstandsvorsitzender Herr Roland Schaber, Hamburg (bis 25.02.2015), Chief Operating Officer bei der smartclip Holding AG Herr Thorsten Schütte-Gravelaar, Hamburg (seit 25.02.2015), Managing Director bei der smartclip AG Herr Dr. Oliver Vesper, Hamburg (seit 25.02.2015), Managing Director bei der smartclip AG Bezüglich der Angabe von Vorstandsbezügen verweisen wir auf § 286 Abs. 4 HGB. 3. Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats sind bzw. waren: Herr Bart Markus, München, Partner emeritus bei Wellington Partners, Vorsitzender - ab dem 30.09.2014 bis zum 25.02.2015 Herr Jean-Pierre Fumagalli, Hamburg, Chief Executive Officer bei der smartclip Holding AG, Vorsitzender - ab dem 25.02.2015 Herr Patrick Meininger, München, Chief Financial Officer bei der AMG Advertising TopCo Ltd., stellvertretender Vorsitzender, - bis zum 25.02.2015 Herr Roland Schaber, Hamburg, Chief Operating Officer bei der smartclip Holding AG, stellvertretender Vorsitzender, - ab dem 25.02.2015 Herr Thomas Falk, Düsseldorf, Chief Executive Officer der eValue AG, - ab dem 30.09.2014 bis zum 25.02.2015 Herr Michael Viereck, Hamburg, Head of Finance bei der smartclip Holding AG, - ab dem 25.02.2015 Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für Ihre Tätigkeit keine Vergütung. 4. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird zu 100% von der smartclip Holding AG, Hamburg, gehalten. Die smartclip AG wird zusammen mit der smartclip Holding AG in den Konzernabschluss der AMG Advertising Topco Ltd., London, Großbritannien, einbezogen und kann über das Companies House unter der Company Registration No. 05833659 eingesehen werden (http://www.companieshouse.gov.uk). 5. Vorschlag für die Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, 31.03.2016 gez. Dr. Oliver Vesper gez. Thorsten Schütte-Gravelaar F. Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersBei dem nachfolgenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der smartclip AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 31.03.2016 PKF
WULF & PARTNER
gez. Ralph Setzer, Wirtschaftsprüfer gez. Julian Wenninger, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Angaben zur Feststellung nach § 328 Abs. 1 HGB Der Jahresabschluss der smartclip AG, Düsseldorf, zum 31.12.2015 ist durch den Aufsichtsrat am 28.04.2016 gebilligt worden. Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015Der Aufsichtsrat hat entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung gestellten Aufgaben den Vorstand der Gesellschaft im Berichtsjahr regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Er hat sich regelmäßig und ausführlich über den Gang der Geschäfte sowie die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung der Gesellschaft, über die Geschäftsplanung sowie über bedeutsame einzelne Geschäfte und Maßnahmen mündlich und schriftlich unterrichten lassen und diese mit dem Vorstand erörtert. Im Geschäftsjahr 2015 fanden regelmäßig ordentliche Aufsichtsratssitzungen oder fernmündliche Abstimmungen statt, insbesondere am 25. Februar, 08. Mai, 09. September und 03. Dezember 2015. Ausschüsse sind nicht gebildet worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrates Herr Jean-Pierre Fumagalli, Herr Roland Schaber und Herr Michael Viereck haben ihr Amt ab dem 25. Februar 2015 ausgeübt. Das Geschäftsjahr 2015 war insbesondere geprägt von einer Konzentration auf die profitablen Märkte und den deutlichen Ausbaus des Technologiebereichs. Im Zusammenhang mit dieser Arbeit sowie zu sonstigen wichtigen Entscheidungen fand ein enger und kontinuierlicher Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand statt. Für alle Entscheidungen und Maßnahmen des Vorstandes, die zustimmungspflichtig waren, erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats ausführliche schriftliche und mündliche Informationen und haben die entsprechenden Beschlussvorlagen in den Sitzungen geprüft und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten PKF WULF & PARTNER Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft worden. Nach dem vom Abschlussprüfer erteilten Bestätigungsvermerk entsprechen Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht Gesetz und Gesellschaftsvertrag. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 sowie den Lagebericht selbst eingehend geprüft sowie mit den Wirtschaftsprüfern und dem Vorstand erörtert und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwendungen.
Hamburg, 28.04.2016 gez. Jean-Pierre Fumagalli |
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