armacon - systems GmbHLiquidiert

39110 Magdeburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 114479
Eingetragen
16.9.2004
Branche
Herstellung von sonstigen ArmaturenHerstellung von Dampfkesseln und Kesseln zum Erzeugen von überhitztem WasserHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Fertigung von Armaturen-Grundtypen Schieber, Ventile, Klappen, Kugelhähne; Konstruktion, Entwicklung und Auslegung von Sonderarmaturen; triexzentrische Stellklappen, triexzentrische Stellklappen mit freien Durchgang und Sonderventile; Ringkolbenventile, Düsenrückschlagventile mit den erforderlichen Zulassungen für die fördernde und bearbeitende Industrie und für die Bereiche der Energiewirtschaft und Wasserwirtschaft; Herstellung von pneumatischen, hydraulischen und elektrischen Antrieben und dem dazugehörigen Equipment; Bereitstellung und Durchführung des Services der dazugehörenden Dienstleistungen; Bereitstellung von Fertigungs-, Büro-, Prüf-Konstruktions- und Berechnungsleistungen in Hard- und Software-Form in den Bereichen der chemischen Industrie; Erdgas fördernde und verarbeitende Industrie; Kraftwerks- und Energiewirtschaft und Wasserwirtschaft.

Historie

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Management

NameRolle
Frank Wenig
seit 26.3.2026
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

23.000 €
95.83%

Konzern- und Jahresabschlüsse

armacon - systems GmbH

Magdeburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz

Aktiva

31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR
A. Anlagevermögen 1.482.524,29 1.428.723,65
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 92.264,00 6.686,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 92.264,00 6.686,00
II. Sachanlagen 1.390.260,29 1.422.037,65
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 605.073,23 620.628,23
2. technische Anlagen und Maschinen 418.983,00 445.419,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 293.048,00 315.500,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.156,06 40.490,42
B. Umlaufvermögen 6.148.734,75 6.010.847,65
I. Vorräte 1.239.943,15 5.736,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.593.193,06 2.644.038,10
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.593.193,06 2.644.038,10
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 395.079,09 65.692,46
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.315.598,54 3.361.073,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.941,00 40.242,96
D. Aktive latente Steuern 9.251,47 45.839,35
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.644.451,51 7.525.653,61

Passiva

   
  31.12.2015 31.12.2014
  EUR EUR
A. Eigenkapital 167.248,10 204.767,87
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 142.248,10 179.767,87
davon Gewinnvortrag 179.767,87 178.136,23
B. Rückstellungen 144.473,37 305.161,50
C. Verbindlichkeiten 7.332.730,04 7.015.552,43
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 14,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 14,70
2. sonstige Verbindlichkeiten 7.332.730,04 7.015.537,73
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.318.822,75 1.343.799,30
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 171,81
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.644.451,51 7.525.653,61

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2015 - 31.12.2015 1.1.2014 - 31.12.2014
EUR EUR
1. Rohergebnis 1.920.769,71 8.690.556,48
2. Personalaufwand 728.590,72 787.995,75
a) Löhne und Gehälter 625.426,31 694.666,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 103.164,41 93.329,53
davon für Altersversorgung 0,00 -102,25
3. Abschreibungen 341.389,88 291.196,03
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 341.389,88 291.196,03
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 817.253,70 6.795.105,47
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 40.060,72 45.534,58
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.015,45 18.877,50
davon aus Abzinsung 16,00 684,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.954,77 202.416,92
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 63.596,09 632.719,81
8. außerordentliche Aufwendungen 0,00 592.000,00
9. außerordentliches Ergebnis 0,00 -592.000,00
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 78.714,98 13.912,14
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 3.587,79 78.908,57
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 40.175,67 49.525,00
11. sonstige Steuern 22.400,88 25.176,03
12. Jahresfehlbetrag 37.519,77 -1.631,64

Ergebnisverwendung

1.1.2015 - 31.12.2015 1.1.2014 - 31.12.2014
EUR EUR
12. Jahresfehlbetrag 37.519,77 -1.631,64
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 179.767,87 178.136,23
14. Bilanzgewinn 142.248,10 179.767,87

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Bei der armacon-systems GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und 264 ff. HGB sowie ergänzender Vorschriften des GmbHG und der Satzung. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgte nach den handelrechtlichen Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für die Aufstellung des Jahresabschlusses gemäß § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibung auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgte grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden sofort abgeschrieben und es wird ihr Abgang aus dem Anlagevermögen unterstellt.

Bewegliche sowie immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu 1.000 Euro werden in den Vorjahren in analoger Anwendung des § 6 Abs. 2 a EStG angesetzt. Hiernach wurden solche Vermögensgegenstände mit einem Wert bis zu 150 Euro im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Bei einem Wert zwischen 150,01 Euro und 1.000 Euro wurde ein Sammelposten gebildet, der im Jahre des Zugangs sowie in den folgenden vier Jahren zu je einem Fünftel abgeschrieben wird.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt worden. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Zins- und Beitreibungsrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Ausweis der Guthaben bei den Kreditinstituten und der Kassenbestände erfolgte zum Nominalwert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte nach dem Brief- bzw. Geldkurs des jeweiligen Tages.

3. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Summe der Abschreibungen auf das Anlagevermögen weicht um 2.059,73 Euro von den in der Finanzbuchhaltung ausgewiesenen Abschreibungen ab. Ursache hierfür sind technische Probleme bei einem Datenübertrag in 2013.

In den Guthaben bei Kreditinstituten sind nicht frei verfügbare Guthaben in Höhe von 435,12 Euro enthalten. Diese Guthaben dienen als Sicherheiten im Rahmen von Garantievereinbarungen. Die Gesellschaft kann hierüber erst nach Ablauf des Garantiezeitraums verfügen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Ansprüche aus Umsatzgeschäften, deren Gegenleistung durch den Schuldner zum Bilanzstichtag noch aussteht. Von den zum 31. Dezember 2015 bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 39.289,16 Euro eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Es bestehen innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 142.517,53 Euro. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 1.497.220,89 Euro eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Der Geschäftsführerin wurde ein auf unbestimmte Zeit geschlossener Kontokorrentkredit ohne Gestellung von Sicherheiten gewährt. Der Zinssatz beträgt 4%. Der Saldo darf zum Abschluss der Abrechnungperiode 60.000 Euro nicht übersteigen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Kosten für Gewährleistungen, für noch nicht genommenen Urlaub und für die Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen.

Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr in Höhe von 1.318.822,75 Euro.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben Verbindlichkeiten in Höhe von 6.013.907,29 Euro eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle restlichen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern werden gemäß § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB in Höhe von 9.251,47 Euro verrechnet angesetzt. Die ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB belaufen sich auf 9.251,47 Euro.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen des Anlagevermögens allein nach steuerlichen Vorschriften in Höhe von 458,00 Euro vorgenommen.

Die Ertragsteuern haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 78.714,98 Euro belastet.

5. Sonstige Angaben

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, der sich nicht aus der Bilanz zum 31. Dezember 2015 ergibt, beträgt 57.000 Euro und resultiert aus künftigen Zahlungsverpflichtungen aus Verträgen unter Berücksichtigung der Kündigungsfristen.

Mit der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, besteht ein Vertrag über einen Avalrahmen von 500.000 Euro, aus dem die Gesellschaft zugunsten Dritter Bürgschaften und Garantien stellt. Der Vertrag ist bis zum 30. Oktober 2017 befristet.

Die durchschnittliche Beschäftigtenanzahl betrug 15 Arbeitnehmer, davon 14 in der Gruppe Angestellte und eine leitende Angestellte.

Es gilt der Gesellschaftsvertrag vom 16. Februar 2006. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Stendal - Zentrales Registergericht -, Hansestadt Stendal, unter HRB 114479 geführt.

Gesellschafter: EUR %
1. PeWe Immobilienverwaltungsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Magdeburg 24.000,00 96,0
2. Tim Wenig, Magdeburg 1.000,00 4,0
  25.0000,00 100,0

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführerin der Gesellschaft war Petra Wenig, Dipl.-Ing., geschäftsansässig in Magdeburg, bestellt. Die Geschäftsführerin hat Einzelvertretungsbefugnis und ist von den Beschränkungen des § 181BGB befreit.

 

Berlin, 12. April 2017

Petra Wenig, Geschäftsführerin / Manager

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten
01.01.2015 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.604,46 118.014,40 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 12.604,46 118.014,40 0,00 0,00
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Land Technische Anlagen und Maschinen 637.017,59 633.952,72 0,00 128.437,53 0,00 0,00 0,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 625.770,31 119.201,36 73.137,64 897,86
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.490,42 33.563,50   -897,86
Summe Sachanlagen 1.937.231,04 281.202,39 73.137,64 0,00
Summe Anlagevermögen 1.949.835,50 399.216,79 73.137,64 0,00
         
  kumulierte Abschreibungen 31.12.2015 Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2015 Abschreibungen Geschäftsjahr
  Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen        
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.354,86 0,00 92.264,00 32.436,40
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 38.354,86 0,00 92.264,00 32.436,40
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Land 31.944,36 0,00 605.073,23 15.555,00
Technische Anlagen und Maschinen 343.407,25 0,00 418.983,00 154.873,53
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.683,89 0,00 293.048,00 136.465,22
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 73.156,06 0,00
Summe Sachanlagen 755.035,50 0,00 1.390.260,29 306.893,75
Summe Anlagevermögen 793.390,36 0,00 1.482.524,29 339.330,15

sonstige Berichtsbestandteile

 

Magdeburg, 20. April 2017

Petra Wenig, Geschäftsführerin

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.09.2017 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die armacon-systems GmbH, Magdeburg.

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der armacon-systems GmbH, Magdeburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfling so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Der Jahresabschluss ist verspätet aufgestellt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Magdeburg, den 4. April 2018

Dr. Klemm, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor meiner erneuten Stellungnahme, sofern hierbei mein Bestätigungsvermerk zitiert oder auf meine Prüfung hingewiesen wird; ich weise insbesondere auf § 328 HGB hin.

Lagebericht 2015

armacon-systems GmbH, Hansapark 1, 39116 Magdeburg

- mittelgroße GmbH nicht kapitalmarktorientiert -

Gliederung

I.
Grundlagen des Unternehmens
1.

Geschäftsmodell des Unternehmens

2.

Forschung und Entwicklung

II.
Wirtschaftsbericht
1.

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.

Geschäftsverlauf

3.

Lage

4.

Finanzielle Leistungsindikatoren

III.

Nachtragsbericht

IV.

Prognosebericht

V.
Chancen- und Risikobericht
1.

Risikobericht

2.

Chancenbericht

3.

Gesamtaussage

VI.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VII.

Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die armacon-systems GmbH ist ein mittelständiges Unternehmen, welches sich mit der Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Armaturen für den industriellen Einsatz beschäftigt.

Die Tätigkeit der armacon-systems GmbH beschränkt sich hierbei nicht nur auf die Lieferung der Armaturen und den dazugehörigen Antrieben, sondern es umfasst auch den Consultingbereich und die Inbetriebnahme, sowie den After Sales Service.

Die Herstellung der Armaturen erfolgt in einem Verbundsystem, hierzu gehören die armacon-steel GmbH, die armacon GmbH und weitere Firmen der Region Magdeburg.

Auf Grund der Spezialisierung der armacon-systems auf Armaturen für die erdölproduzierende und -verarbeitende Industrie und deren speziellen Anforderungen, ist das Geschäftsmodell der armacon-systems GmbH darauf ausgerichtet, diese Armaturen nur aus Materialien (vorwiegend Gusswerkstoffen), welche in der Europäischen Union hergestellt werden, zu fertigen und damit zu werben.

Organisation

Die Leitung und Kontrolle der armacon-systems GmbH erfolgt durch eine Geschäftsleitung, welche aus einem Geschäftsführer und einem Technischen Direktor besteht.

Alle Bereiche der armacon-systems GmbH werden durch Leitende Angestellte geführt, welche der Geschäftsleitung direkt rechenschaftspflichtig sind.

Märkte und Standorte

Der Hauptumsatz der armacon-systems GmbH wird getätigt durch Armaturen für die erdölproduzierende und -verarbeitende Industrie. Die Armaturen der armacon-systems GmbH verfügen über die für den Einsatz erforderlichen Zulassungen nach API (American Petroleum Institut). Die Hauptmärkte befinden sich in Saudi Arabien, Russland und China.

Ein weiteres Marktsegment der armacon-systems GmbH ist der Markt der Armaturen für Wasser. Hierbei handelt es sich aber um Armaturen für Meerwasserentsalzungsanlagen. Aus diesem Grund ist auch hier der Absatzmarkt auf der arabischen Halbinsel gelegen mit den Ländern Saudi Arabien, UAE und Abu Dhabi.

Durch die verlängerten Sanktionen gegen Russland ist der Umsatz in Russland im Bereich der Armaturen für die erdölfördernde und - verarbeitende Industrie bei null geblieben. Eine Erholung des Marktes in Russland in 2016 und 2017 ist nicht zu erwarten.

2. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung nimmt weiterhin in der armacon-systems GmbH einen großen Stellenwert ein.

Es wurden 2 Baureihen Absperrventile und Absperrschieber als API-Ausführung gemäß Kundenanforderungen überarbeitet.

Der Anteil der Neuentwicklungen vom Umsatz lag im Berichtszeitraum bei 18 % des Umsatzes.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der armacon-systems GmbH erweitert. Es wurde das Geschäftsfeld der strömungstechnischen Untersuchungen von Rohrleitungssystemen neu eingeführt. Hierbei handelt es sich um ein Reinigungssystem zur Abscheidung von "Black Powder" aus Rohrleitungen der Erdgas- und Erdölindustrie. Hierzu wurde eine Kooperation mit einem Hauptkunden eingegangen.

Es ist vorgesehen im Geschäftsjahr 2016 hierzu eine schutzfähige Lösung zu erarbeiten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Einschätzung des VDMA ist der globale Umsatz des Maschinenbaues, wozu auch die Produkte der armacon-systems GmbH gehören, um 4 % gewachsen. Die Branche hat sich entsprechend der Erwartungen in 2015 entwickelt.

Es ist allerdings auszuführen, dass dies nicht auf den Armaturenmarkt zu beziehen ist. Für die armacon-systems GmbH ist international nur der Markt im Mittleren Osten interessant.

Durch den Preisverfall des Erdöls erfolgte in den Ländern der arabischen Halbinsel eine Investitionsverlangsamung. Dies betraf im Berichtszeitraum besonders die Investitionen in Meerwasserentsalzungsanlagen mit den dazugehörigen Wasserleitungssystemen. Zum Ende des Berichtszeitraumes ist eine Erholung des Marktes für Rohrleitungsarmaturen in diesem Geschäftsfeld zu verzeichnen. Allerdings ist auszuführen, dass das Umsatzvolumen der in Deutschland tätigen Hersteller von Industriearmaturen um 9% im Vergleich zu 2014 zurückgegangen ist.

Wettbewerbssituation

Die Wettbewerbssituation auf dem Markt der Armaturen für die Öl-und Gasindustrie hat sich weiter verschärft durch das Fehlen von Großprojekten. Durch diese Situation ist ein besonderer Preisdruck für Standardarmaturen, wie Kugelhähne, Schieber und Ventile, entstanden.

Durch die Zulassung von Herstellern aus China hat sich das Bieter-verfahren verlängert.

Dies führt wiederum zu einer verlängerten Angebotsphase und erhöhten Aufwendungen im verkaufsseitigen ingenieurtechnischen Bereich.

Auf Grund der Tatsache, dass die Lieferungen an Marktführer im Ölsegment nur durch Firmen erfolgen können, welche auf den Bieterlisten stehen, ist dieser Markt in sich abgeschlossen. Die armacon-systems GmbH ist auf den "Bieterlisten" etabliert; hierdurch hat die Gesellschaft die Möglichkeit für die Großprojekte, wie Raffinerien und Transmission-Pipelines, direkt zu bieten.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2015 war geprägt von der Auftragsabwicklung und dem Auftragseingang für das Geschäftsjahr 2016 von Großprojekten auf der arabischen Halbinsel, vorrangig im Erdgasgeschäft. Im Geschäftsjahr 2015 war ein starker Einbruch im Wassergeschäft, besonders in den Meerwasserentsalzungsanlagen, zu verzeichnen.

Es wurden im Geschäftsjahr vorrangig Aktivitäten im Servicebereich für Wasserarmaturen zur Vorbereitung von Serviceaufträgen in 2016 durchgeführt.

In 2015 erfolgte ein Aufbau von unfertigen Erzeugnissen, welche im Geschäftsjahr 2016 zu liefern sind. Dieser Aufbau ist begründet in der Abnahme der jeweiligen Fertigungsstufen durch Abnahmegesellschaften der Endkunden.

Die Vorgabe, den Materialaufwand entsprechend der Umsatzgröße auf unter 32 % zu senken, wurde nicht erreicht, bedingt durch die Einführung von neuen Fertigungsverfahren und den Einsatz spezieller Legierungen für die Einbauteile.

Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 59 T€ verringert bei einem unveränderten Personalbestand von 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Im Geschäftsjahr 2015 waren keine gesonderten Aufwendungen zur Finanzierung der Projekte, wie im Geschäftsjahr 2014, notwendig.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verminderte sich auf 64 T€.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist geprägt von dem operativen Geschäft in dem Hauptmarkt der Öl-und Gasindustrie in Saudi Arabien.

a) Ertragslage

Die wesentlichen Ergebnisquellen stellen die Umsätze im Projektgeschäft dar. Hierbei handelt es sich um Großprojekte in Saudi-Arabien. Aus diesen Projekten wurde ein Umsatz von 88 % erzielt. Bei den weiteren Umsätzen handelt es sich um Ersatzteilgeschäfte für Armaturen der armacon-systems GmbH.

Von besonderer Bedeutung ist die Beauftragung der armacon-systems GmbH als Generalauftragnehmer von Armaturen für den Endkunden in Golf-Ländern.

Wie schon unter II. 1. ausgeführt ist in den Ländern der arabischen Halbinsel eine Investitionsverlangsamung eingetreten. Der Sparkurs hatte auf die Umsatzerlöse 2015 der Gesellschaft Auswirkungen, weil erwartete Folgeaufträge nicht in 2015 ausgelöst, sondern in Folgejahre verschoben wurden.

Die Ausgaben für den Materialaufwand im laufenden Geschäftsjahr sind um 2.755 T€ geringer als im Vorjahr.

Der Auftragseingang in 2015 für das Geschäftsjahr 2016 ist gekennzeichnet von einem Aufwärtstrend. Die Aufträge in Russland sind weiterhin auf Hold, in den Golfstaaten hingegen ist ein Aufwärtstrend zu verzeichnen. Für 2016 ist ein Auftragsvolumen von 4.811 T€ durch Verträge gesichert, für 2017 beträgt es 8.000 T€; davon sind 4.600 T€ vertraglich gesichert.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der armacon-systems GmbH ist als sehr stabil zu bezeichnen. Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr verbessert und schließt zum 31. Dezember 2015 mit einem Liquiditätsüberschuss von 1.352 T€. Die Liquidität ist ausreichend, weil kurzfristiges Kapital von 1.463 T€ durch vorhandene Mittel von 4.625 T€ gedeckt sind. Die kurzfristigen vorhandenen Mittel, überwiegend aus Forderungen, Bankbeständen und Vorräten bestehend, übersteigen die somit um 216 % die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Das Vereinnahmen der Forderungen wird dadurch abgesichert, dass die Zahlungen der Debitoren durch Letter of Credit zu erfolgen haben.

Unsere Kapitalstruktur hat sich weiter verbessert. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Unternehmen belassen.

Gegenüber dem 1. Januar 2015 hat sich der Finanzmittelbestand um 1.045 T€ auf 2.316 T€ verringert durch den Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 695 T€, aus der Investitionstätigkeit von 342 T€ und aus der Finanzierungstätigkeit von 9 T€.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Finanzierung der Absatzgeschäfte erfolgt durch Anzahlungen seitens der Kunden, welche durch Garantien abgesichert werden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen insgesamt 94,4% (Vorjahr: 90,3 %) der Bilanzsumme. Sämtliche kurzfristigen Verbindlichkeiten wurden 2015 stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen.

Die erforderlichen Investitionen zur Modernisierung des Standortes sind abgeschlossen. In 2015 ist der Bau des Bersttunnels abgeschlossen worden.

Bei Geschäften in anderen Währungen wird eine Kursabsicherung durchgeführt.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dabei verminderte sich das langfristig gebundene Vermögen aus Anlagevermögen und langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um 1.047 T€, während sich das Umlaufvermögen um 1.166 T€ erhöhte. Das langfristige Kapital nahm um 305 T€ zu, während sich das kurzfristige Kapital um 186 T€ verringerte. Die Intensität des langfristig gebundenen Vermögens beträgt 39,5 % (Vorjahr: 54,0 %), die Umlaufintensität hat sich von 46,0 % im Vorjahr auf 60,5 % des Vermögens am 31. Dezember 2015 erhöht. Die Eigenkapitalquote hat sich von 2,7 % im Vorjahr auf 2,1 % am 31. Dezember 2015 vermindert und die Fremd-kapitalquote von 97,3% im Vorjahr auf 97,9 % des Kapitals am 31. Dezember 2015 erhöht. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Brutto cash flow heran.

Bei den Mitarbeitern ist 1 Geschäftsführer mitgezählt. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den cash flow aus der Summe aus Jahresergebnis und der Abschreibungen.

Der Umsatz pro Mitarbeiter in 2015 beträgt 136 T€ und ist damit um 89,7 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Es ist aber zu beachten, dass der Branchendurchschnitt im Maschinenbau gemäß VDMA mit 100 T€ angegeben ist.

Die wirtschaftliche Lage der armacon-systems GmbH ist als gut zu bezeichnen.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

IV. Prognosebericht

Die positive Entwicklung des Unternehmens hat sich in 2015 fortgesetzt durch eine stärkere Publizierung des "armacon valves" während des "Round Table Meeting Pipelines in ARAMCO 2015" und verstärkten Serviceaktivitäten in der SWCC.

Zur Verstärkung der Vertriebsaktivitäten in Saudi Arabien ist im Geschäftsjahr 2015 der Abschluss eines Vertrages mit einem Saudischen Vertriebspartner erfolgt.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens in den Geschäftsjahren 2016 und 2017 als weiterhin positiv, gleichwohl getrübt durch die Sanktionen gegen Russland und den niedrigen Ölpreis.

Die Umsatzerlöse in 2015 betragen 2.038 T€ und entsprechen damit nicht der prognostizierten Leistung von 3.300 T€, welches aber in Anbetracht der weltwirtschaftlichen Situation, niedriger Ölpreis und Russlandsanktionen, ein gutes Ergebnis darstellt.

In unserer Planung für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir von einer Steigerung der Umsatzerlöse auf 4.800 T€ aus, dies entspricht einer Steigerung gegenüber 2015 um 245 %. Diese Aussage ist basierend auf der Bewertung der Angebote, welche wir unseren Kunden für Projekte bereits in 2015 übersandt haben. Entsprechende Verträge mit den Kunden liegen vor. Durch die Übernahme des Produktionsstandortes "Liebknechtstrasse 79" und den Abschluss der notwendigen Investitionen in die Produktionseinrichtungen erwarten wir einen weiteren positiven Einfluss auf die Jahresergebnisse 2016 und 2017.

Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken:

Die von dem VDME erwarte Umsatzsteigerung von Industriearmaturen kann nach unserer Einschätzung nicht bestätigt werden. Zurzeit sind die Großprojekte für Anlagen des Kraftwerksbaues, der Raffinerien und der Trinkwasserproduktion und -verteilung in den Ländern China, Saudi Arabien, Brasilien und Russland auf Hold bzw. werden nicht weiter verfolgt. Die Gründe sind basierend auf dem Überangebot von Rohstoffen und Energie oder sind politischer Natur.

Ertragsorientierte Risiken

Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund der deutlichen Überkapazitäten von Industriearmaturen in der Branche zugenommen. Auf Grund der Tatsache, dass die armacon-systems GmbH das arm-convalve, welches für Großprojekte der Erdgas-und Erdölindustrie zugelassen wurde und dem Endkunden echte Kostenersparnisse bietet, besitzt, haben wir einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Mitbewerbern. Aus diesem Grund gehen wir davon aus, dass wir unsere Marktanteile mittelfristig ab 2018 wieder auf das Niveau von 2014 aufstocken können.

Um dieses Ziel jedoch erreichen zu können, sind möglicherweise erhebliche Zusatzkosten zu erwarten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditätssituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Werthaltigkeit der zum 31. Dezember 2015 bilanzierten Forderungen aus Großprojekten von 261 T€ ist abhängig von der Durchführung dieser Projekte.

Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, kompensieren wir durch Sicherungsgeschäfte.

Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Die armacon-systems GmbH ist auf Grund ihres Produktspektrums an Armaturen breit aufgestellt und so in der Lage ein komplettes Sortiment dem Kunden zu liefern. In der Breite können dies nur sehr wenige Mitwettbewerber.

Die Produkte der armacon-systems besitzen alle notwendigen Zulassungen (API und GOST) für die Öl- und Gasindustrie.

Die zur Herstellung der Armaturen verwendeten Materialien werden nur von auditierten Zulieferern aus der EU bezogen.

Die armacon-systems GmbH besitzt ein auditiertes Qualitätssicherungssystem mit eigenen Laboren. Hierdurch können die höchsten Qualitätsansprüche des Kunden erfüllt werden.

Durch die ständige Innovation der Produkte der armacon-systems GmbH entsprechend der Forderungen der Kunden haben wir einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Herstellern von Standardarmaturen.

Unser Wettbewerbsvorteil ist, dass wir Spezialarmaturen komplettiert liefern zusammen mit Standardarmaturen aus einer Fertigung für jedes Projekt.

3. Gesamtaussage

Das Risiko sehen wir in der weltweiten Entwicklung der Investitionspolitik in unseren Hauptmärkten.

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Wir gehen von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit aus, weil aus heutiger Erkenntnis weder tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten dem Fortbestand der Gesellschaft entgegenstehen, wie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Planungsrechnungen zu entnehmen ist.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind nicht zu verzeichnen und auch künftig nicht zu erwarten. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und aus dem Cash Flow.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, hat mit Vertrag vom 28. April 2014 der Gesellschaft einen Avalkreditrahmen in Höhe von 500.000,00 € zur Verfügung gestellt, unter dem sie im Auftrag der Gesellschaft zugunsten Dritter Bürgschaften und Garantien ("Avale") stellt. Der Avalkreditrahmen hat eine Laufzeit bis zum 31. Oktober 2017.

Als Sicherheit dienen der Commerzbank AG bereits von der Gesellschaft bestellte oder noch zu bestellende Sicherheiten:

Verpfändung von sämtlichen bei der Bank unterhaltenen Festgeldern nebst Verpfändung des auf dem Abwicklungskonto Nr. 2505279 08, Bankleitzahl 81040000, gegenwärtig und zukünftig bestehenden Guthabens des Auftraggebers in Höhe von 100 % der Avalinanspruchnahme, die über eine entsprechende Versicherung bei der R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden, gesichert ist.

Die in Anspruch genommenen Avale belaufen sich zum 31. Dezember 2015 auf 282.100,75 €.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jede nennenswerte Bestellung ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Magdeburg, 12. April 2017

armacon-systems GmbH

Petra Wenig, Geschäftsführerin

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