BIKAR Recycling GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Pascal Bikar seit 9.2.2011 | Geschäftsführer |
Claudia Bikar seit 9.2.2011 | Geschäftsführer |
Aleksandar Bikar seit 20.2.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BIKAR-METALLE GmbHBad Berleburg-RaumlandJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Finanzamt SiegenSt.Nr. 342 5882 0630InhaltsverzeichnisBilanz zum 31.12.2020 Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2020 bis 31.12.2020 Anhang Lagebericht Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers BILANZ vom 01.01.2020 bis 31.12.2020Bikar-Metalle GmbH Groß- und Einzelhandel mit Metallhalbfabrikaten, Bad BerleburgAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2020 bis 31.12.2020Bikar-Metalle GmbH Groß- und Einzelhandel mit Metallhalbfabrikaten, Bad Berleburg
ANHANG zum 31.12.2020Bikar-Metalle GmbH Groß- und Einzelhandel mit Metallhalbfabrikaten, Bad BerleburgAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Handelsgesetzbuches in der aktuellen Fassung und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind gemäß der §§ 266, 275 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Sicherungsmaßnahmen für Fremdwährungsforderungen wurden im Kalenderjahr nicht getroffen. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer (Nutzungsdauern zwischen einem und 20 Jahren) der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,- wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen, ebenso wie die Angaben zu kumulierten Abschreibungen zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres. ANLAGENSPIEGEL handelsrechtlich
Vorratsvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Angabe zu Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände
Latente Steuern Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz aufgrund abweichender Bewertung von Rückstellungen für Altersversorgung sowie abweichender Bewertung der Rückstellung für die Kosten der Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen. Die Steuerlatenzberechnung führt zu einem aktivischen Überhang. Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge gemäß § 274 HGB zu bilden wurde kein Gebrauch gemacht. Pensionsrückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) angewendet. Die Bewertung erfolgte unter Anwendung des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem zehnjährigen durchschnittlichen Marktzins. Der so ermittelte Betrag der Verpflichtung beträgt TEUR 4.591. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 408, für den nach § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre greift. Unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurde zudem eine Altersvorsorgeverpflichtung nach ausländischem Recht zum notwendigen Erfüllungsbetrag in Höhe von TEUR 62 bilanziert. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten der Größe nach absteigend enthalten: Rückstellungen für Personalkosten, Gewährleistungskosten, Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, Abschluss- und Prüfungskosten, Kundenboni und sonstige ausstehende Beiträge und Rechnungen. Die Steuerrückstellungen betreffen die noch nicht veranlagten Ertragssteuern des vorliegenden Geschäftsjahres. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten:
Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 37.464. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 521 sonstige finanzielle Verpflichtungen für ein bis fünf Jahre aus bestehenden Miet- und Leasingaufwendungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB. Davon sind TEUR 224 kurzfristig binnen eines Jahres fällig. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmer waren während des Geschäftsjahres durchschnittlich gem. §267 Abs. 5 HGB im Unternehmen beschäftigt (aufgegliedert in Arbeitnehmergruppen):
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens unverändert geführt durch die Kaufleute: Claudia Bikar, Pascal Bikar, Konstantin Bikar und Aleksandar Bikar, alle wohnhaft in Bad Berleburg. Unbeschränkte Haftung an Unternehmen Die Gesellschaft ist gemäß § 285 Nr. 11a HGB unbeschränkt haftender Gesellschafter folgender Unternehmen:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Laufe des Geschäftsjahres führte das Unternehmen keine angabepflichtigen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB durch. Vorgänge von besonderer Bedeutung Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. Unterschrift der Geschäftsführung
Bad Berleburg, 30. Juni 2021 gez. Pascal Bikar, Geschäftsführer gez. Claudia Bikar, Geschäftsführerin Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020der BIKAR-METALLE GmbH1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1.1. Allgemeine wirtschaftliche Lage Die Weltwirtschaft stand im vorliegen Geschäftsjahr 2020 unter dem massiven Einfluss der Covid19-Pandemie. Nachdem sich im ersten Quartal die gute konjunkturelle Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt hatte, brach die Weltwirtschaft im Zuge der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen im zweiten Quartal, verursacht durch erhebliche Einschränkungen des wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Lebens durch weltweite Lockdowns massiv ein. Im ersten Halbjahr 2020 führte die Covid19-Pandemie zu einer globalen Rezession von historischem Ausmaß. Dieser Einbruch betraf nahezu alle Sektoren der Wirtschaft unter anderem durch die Behinderung von nationalen wie internationalen Lieferketten. Im Verlauf des dritten Quartals konnte sich die Wirtschaftsleistung in Folge der schrittweisen Rücknahme von Einschränkungen wieder erholen. Die Erholung wurde allerdings durch erneute Lockdowns im letzten Quartal wieder stark eingebremst. Auf Gesamtjahressicht verbleibt ein erheblicher Rückgang der Wirtschaftsleistung. Die europäische Wirtschaft schrumpfte im Gesamtjahr 2020 laut Schätzung des Europäischen Statistikamts Eurostat um 6,8 Prozent. Der Wachstumsschub im dritten Quartal sowie das mäßige vierte Quartal konnten den massiven Einbruch zu Beginn der Corona-Krise nicht ausgleichen. Damit fiel der Konjunktureinbruch in Europa heftiger aus als in den USA, wo die Wirtschaft um 3,5 Prozent schrumpfte. Nur China erzielte im Jahr 2020 als einzige große Volkswirtschaft ein Wirtschaftswachstum. Das chinesische Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Gesamtjahr 2020 pandemiebedingt um 5,0 Prozent zurückgegangen. Die Bereiche Einzelhandel, Gastronomie und Fremdenverkehr waren insbesondere durch die harten Maßnahmen im Lockdown mit Schließungen und Kundenbeschränkungen am stärksten betroffen. Die Industrie und das Baugewerbe sind vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. So lagen die Auftragseingänge des verarbeitenden Gewerbes zum Jahresende deutlich über dem Vorkrisenniveau. Auch der Arbeitsmarkt litt unter den Folgen der Pandemie, wenn auch die erweiterten Zugangsmöglichkeiten zur Kurzarbeit in Deutschland einen starken Anstieg der Arbeitslosenzahl wie im Ausland abwenden konnten. Dennoch ist die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vorjahr zeitweise um über 600.000 gegenüber dem Vorjahr gestiegen auf eine Arbeitslosenquote von deutlich über 6 Prozent. Auf Gesamtjahresbasis fällt die Entwicklung der Arbeitslosenzahl mit einem Zuwachs von rund 429 Tausend Personen nicht ganz so erheblich aus. Für das Jahr 2021 wird seitens des BMWi ein globales Wirtschaftswachstum von rund 5,3 % prognostiziert. Für Deutschland liegt die Konjunkturprognose lt. Sachverständigenrat bei 3,7 %, das Bundeswirtschaftsministerium geht von einem Wachstum von nur 3,0 % aus. In Anbetracht der Pandemie, welche noch nicht abgeschlossen ist, stehen jedoch alle Prognosen unter erheblichem Vorbehalt. 1.2. Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen NE-Metallindustrie in Deutschland Die NE-Metallindustrie in Deutschland wird von wenigen großen Gesellschaften dominiert - darunter Alcoa Inc., Rio Tinto Plc., Trimet Aluminium SE, Thyssen-Krupp Schulte GmbH. Daneben bestehen viele kleine bis mittelständische, oft familiengeführte Unternehmen, darunter auch unsere Gesellschaft. Wettbewerbsstruktur, Beschaffungsmarkt und Absatzmarkt haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Deutschland gehört international zu den größten Herstellern und Abnehmern von NE-Metallerzeugnissen. Die NE-Metallindustrie beliefert Kunden der Investitions- und Konsumgüterindustrien, darunter Fahrzeugindustrie, Elektrotechnik, Bauwirtschaft, Luft- und Raumfahrtindustrie, der Maschinen- und der Schiffbau, die feinmechanische und die optische Industrie, der Verpackungssektor und die chemische Industrie. Im Geschäftsjahr 2020 entwickelte sich die NE-Metallindustrie rückläufig. So ist in der Aluminiumindustrie, die einen dominanten Teil der NE-Metallindustrie darstellt, die weltweite Primäraluminiumproduktion und die Recyclingaluminiumproduktion gegenüber dem Vorjahr zwar stabil geblieben, die Sekundärproduktion von Aluminium - Aluminiumhalbzeuge mit den Sparten Walzprodukte, Strangpressprodukte, Drähte und Schmiedeteile - jedoch um rund 20 % gegenüber dem Vorjahr stark zurückgegangen. Die Produktion von Aluminiumhalbzeug ist quantitativ der bedeutendste Bereich der deutschen Aluminiumindustrie. Im europäischen Vergleich hat die deutsche NE-Metallindustrie zwar erneut ihre Wettbewerbsfähigkeit bewiesen. Für das kommende Jahr ist der Ausblick in der Branche jedoch unsicher, insbesondere vor dem Hintergrund der noch nicht abgeschlossenen Pandemie und den nicht kalkulierbaren Folgeauswirkungen.
1.3. Entwicklung der Rohstoffmärkte Kupfer Im Kupfermarkt erfolgte nach einer wellenförmigen Abwärtsbewegung zu Beginn des Jahres 2020 ein signifikanter Einbruch mit einem Preisverfall von fast 30 % gegenüber dem Jahresauftakt mit dem Einsetzen der Covid19-Pandemie. Am absoluten Tiefpunkt notierte der Kupferpreis bei nur 4.500 USD/t. Mit der Erholung der Konjunktur im dritten Quartal erholte sich die Kupfernotierung jedoch schnell, sodass sie bereits im Juli den Wert vom Jahresbeginn überstieg und zum Jahresende mit einer erheblichen Steigerung auf 7.750 USD/t schloss. Für die weitere Entwicklung der Kupfernotierung wird erwartet, dass der Preis angesichts der prognostizierten weiteren wirtschaftlichen Erholung weiter steigen wird. Die Impulse aus der zunehmenden Elektrifizierung des Straßenverkehrs und die Erneuerbaren Energien werden die Nachfrage und die Preisentwicklung zusätzlich fördern. Das weltweit starke Wachstum der Erneuerbaren Energien führt für sich alleine schon zu erhöhten Kupferverbräuchen. Das gleiche gilt für Elektrofahrzeuge, die zirka doppelt bis viermal so viel Kupfer wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor benötigen. Prognostiziert wird unter anderem auch in einer aktuellen Analyse der Boston Consulting Group aus 2020, dass der Anteil der verkauften Elektrofahrzeuge bis 2025 weltweit auf bis zu 33 % steigt. Aluminium: Mit Beginn der Pandemie brach auch der Aluminiummarkt stark ein. In dem Zuge war im zweiten Quartal 2020 ein Rückgang der Produktion des Rohmetalls und vor allem bei der Weiterverarbeitung und Halbzeugproduktion zu verzeichnen. Der Aluminiumpreis ist dabei mit Beginn der Covid19-Pandemie um über 20 %, ausgehend von einem Wert von rund 1.800 $/t zu Beginn des Jahres, auf fast 1.400 USD/t gefallen. Beginnend im dritten Quartal 2020 hat sich der Kurswert jedoch zusehends erholt, sodass er schließlich bei Jahresende fast 2.000 USD/t erreicht hat. Der Dollarkurs hat sich im gleichen Zeitraum um 1,7 % von 1,18 USD/ EUR auf 1,20 USD/ EUR erhöht und damit nur unwesentlich verändert. Für das Folgejahr wird mit einer Steigerung des Aluminiumpreises durch die weitere Erholung der Konjunktur nach Ende der Pandemie gerechnet. Aufgrund der steigenden Produktionskosten, welche die mittelfristige Preisuntergrenze des Rohaluminiums markieren, ist die Volatilität des Kurses nach unten nach wie vor begrenzt. Zunehmende Probleme bereitet der schwelende Handelskonflikt zwischen Europa und China. So hat China in den letzten Jahren große Überkapazitäten aufgebaut, von denen erhebliche Teile in den europäischen Markt exportiert werden. Die EU hat daher in 2020 Antidumpinguntersuchungen zu Aluminium- Strangpressprodukten und Aluminium-Walzprodukten mit Ursprung in China eingeleitet., welche den größten Teil der Aluminiumimporte ausmachen. Die mittelfristige Perspektive für die Aluminiumindustrie bleibt jedoch weiterhin gut aufgrund der global weiter zunehmenden Nachfrage nach dem Werkstoff durch den vermehrten Einsatz von Aluminium in der PKW-Herstellung, durch die Steigerung des Aluminiumeinsatzes in der Baubranche sowie auch durch eine steigende Nachfrage in der Luftfahrtindustrie. Somit gewinnt der Werkstoff Aluminium weltweit weiter an Bedeutung. 2. Grundlagen des Unternehmens 2.1. Geschäftsmodell und Aufbau Die Gesellschaft betreibt den Groß- und Einzelhandel mit Metallhalbfabrikaten und branchenverwandten Artikeln. Sie ist zudem im Bereich der Be- und Verarbeitung von NE-Metallen tätig. Die vollumfängliche Geschäftstätigkeit erfolgt am Sitz der Gesellschaft in Bad Berleburg. Der primäre Absatzmarkt ist das gesamte Inlandsgebiet. Daneben gehört auch das europäische Ausland zum Absatzmarkt, welches jedoch für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft von nachrangiger Bedeutung ist. Das Betriebsgrundstück und die Betriebsgebäude befinden sich nicht im Vermögen der Gesellschaft, sondern werden zu einem Teil im Rahmen einer steuerlichen Betriebsaufspaltung gepachtet. Daneben wird ein weiteres Betriebsgebäude von einer Grundstücksgemeinschaft gemietet. Externe Einflussfaktoren sind neben der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung im Inland vor allem strukturelle Marktveränderungen im Bereich Lieferanten, Wettbewerb und Kunden. Wesentliche Veränderungen der Grundlagen gegenüber dem Vorjahr sind nicht zu nennen. 2.2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft beschäftigt sich damit, neue Einsatzmöglichkeiten für ihre Produkte zu erkunden und so neue Marktsegmente zu erschließen. Zudem werden stetig neuartige Produkte eruiert und auf ihre Markttauglichkeit überprüft. Auch wird fortlaufend das Potential neuer Märkte und deren wesentliche Änderung analysiert. In diesem Bereich sind fortlaufend mindestens drei Personen beschäftigt. Wesentliche Ergebnisse mit nennenswertem Einfluss auf das Unternehmen sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu berichten. 3. Wirtschaftsbericht 3.1. Entwicklung und Ereignisse Die Entwicklung der Gesellschaft im vorliegenden Geschäftsjahr war beeinflusst von den dargelegten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zuge der Pandemie. Mit einer gewissen Zeitverzögerung brach im zweiten Quartal auch das Geschäft der Gesellschaft ein. Die Erholung begann langsam Ende des dritten Quartals des Jahres. Im Zuge des Einbruchs brachen auch die Preise der wichtigsten NE-Metalle in starkem Umfang ein in Folge dessen auch Erlöse und Gewinnmargen zurückgingen. Die Erholung der Preise war erst zum Geschäftsjahresende zu verzeichnen. In Anbetracht dieser Entwicklungen konnte die Gesellschaft noch gute Ergebnisse erzielen, die jedoch in erster Linie auf ein sehr vitales erstes Quartal zurückzuführen sind. Sonstige Entwicklungen oder Ereignisse mit nennenswertem Einfluss auf den Geschäftsverlauf haben sich nicht ergeben. 3.2. Vermögenslage und Kapitalstruktur Im Geschäftsjahr 2020 ist die Bilanzsumme der Bikar Metalle GmbH gegenüber dem 31.12.2019 von 81,3 Mio. EUR auf 91,5 Mio. EUR gestiegen. Die wesentlichen Veränderungen im Aktivvermögen der Gesellschaft lagen im Anstieg der liquiden Mittel um 11,2 Mio. EUR, den Netto-Investitionen ins Anlagevermögen mit 1,6 Mio. EUR. und Anstieg der Vorräte mit 1,2 Mio. EUR bei gleichzeitiger Abnahme der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen um 3,8 Mio. EUR. Das Umlaufvermögen (Anlagevermögen) betrug 89,9 % (10,1 %) des Vermögens der Gesellschaft. Im Bereich der Mittelherkunft haben sich die Verbindlichkeiten insgesamt um 5,2 Mio. EUR erhöht. Dies ist zum Teil auf die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 4,3 Mio. EUR, zum Teil auf die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,2 Mio. EUR und die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,4 Mio. EUR bei gleichzeitigem Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um 2,8 Mio. EUR zurückzuführen. Wesentliche Veränderungen bei den Konditionen bestehender Verbindlichkeiten sind nicht zu nennen. Die Rückstellungen haben sich mit 0,3 Mio. EUR ebenfalls geringfügig erhöht, was im Wesentlichen auf die Steuerrückstellungen für vorliegendes Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Das Eigenkapital macht mit 47,1 Mio. EUR 51,4 % der Bilanzsumme aus. Vom Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2020 erfolgte keine Einstellung in die Gewinnrücklagen. Die Aufstellung erfolgte vor Verwendung des Jahresergebnisses. 3.3. Ertragslage Der Rohertrag war mit 34,9 Mio. EUR zufriedenstellend und ist damit sehr nah am Vorjahreswert. Die Betriebsaufwendungen ohne Materialaufwand sind im Geschäftsjahr 2020 mit 27,7 Mio. EUR gegenüber 28,6 Mio. EUR im Vorjahr jedoch zugleich gesunken. Dies ist größtenteils auf niedrigere Vertriebskosten zurückzuführen bei gegenläufigen Effekten aus gestiegenen Aufwendungen für Kursdifferenzen und dem Anstieg der Personalkosten durch weitere Personaleinstellungen. Bei den Betriebsaufwendungen in 2020 entfielen insgesamt 7,6 Mio. EUR auf die Personalkosten gegenüber 7,4 Mio. EUR im Vorjahr. Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter ist dabei im Durchschnitt gemäß 267 Abs. 5 HGB von 107 auf 118 gestiegen. Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 1,2 Mio. EUR und auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfielen insgesamt 18,8 Mio. EUR. Hieraus ergibt sich ein Betriebsergebnis vor Steuern (EBIT) über dem Vorjahresniveau mit 7,3 Mio. EUR. Aufgrund dieses Betriebsergebnisses in Verbindung mit einem negativen Zinsergebnis erzielte die Gesellschaft in 2020 insgesamt ein gutes Ergebnis vor Steuern. 3.4. Finanzlage und Liquidität Die Finanzlage im Wirtschaftsjahr 2020 stellt sich wie folgt dar: Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2020 war mit 9,8 Mio. EUR positiv. Dieser Cashflow resultiert aus dem Jahresüberschuss von 4,7 Mio. EUR in Verbindung mit der Abnahme der Vorräte, Forderungen und sonstigen Aktiva mit 2,6 Mio. EUR, den Abschreibungen mit 1,2 Mio. EUR, der Zunahme der Verbindlichkeiten mit 0,9 Mio. EUR und der Zunahme der Rückstellungen um 0,3 Mio. EUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -2,8 Mio. EUR durch Erweiterungsinvestitionen in das Sachanlagevermögen der Gesellschaft. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 3,4 Mio. EUR und resultierte aus der Neuaufnahme von Investitionsdarlehen bei gleichzeitig gegenläufigen Effekten aus der planmäßigen Tilgung bestehender Investitionsdarlehen. Die Gesellschaft war jeder Zeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nach zu kommen. Im Einzelnen stellt sich der Cashflow wie folgt dar:
3.5. Investitionen Im folgenden Geschäftsjahr werden die begonnen Investitionen in den Maschinenpark abgeschlossen. Weitere Neuinvestitionen sind im kommenden Geschäftsjahr nicht geplant. 3.6. Leistungsindikatoren Folgende Indikatoren sind maßgebliche Steuerungsgrößen für die Gesellschaft. Die Wertangaben der Indikatoren betreffen das vorliegende Berichtsjahr:
Weitere Indikatoren sind nicht zu nennen. Veränderungen gegenüber dem Vorjahr bestehen nicht. Unter den extremen externen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zuge der Pandemie, ist der Geschäftsverlauf positiv zu beurteilen. 4. Prognosebericht Durch die drohende Knappheit im Rohstoffmarkt in Folge der steigenden Konjunktur - gesamtwirtschaftlich wie auch branchenwirtschaftlich-mit starkem Nachfragezuwachs bei gleichzeitigem Produktionsrückgang bei den Rohstoffproduzenten im Zuge der seit 2020 grassierenden COVID-19-Pandemie, ist mit erheblichen Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite und Lieferausfällen und in Folge dessen mit einem Rückgang der Rohmargen unter das Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres zu rechnen. Die Gesellschaft ist aufgrund ihrer Ausgangslage gut am Markt positioniert, rechnet jedoch mit sinkenden Ergebnissen (EBIT). 5. Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement der Bikar Metalle GmbH umfasst die Identifikation, Steuerung und Überwachung der mit dem NE-Metallhandel verbundenen Chancen und Risiken. Dabei erfolgt eine permanente Überwachung der erfolgskritischen Key Performance Indikatoren, um jederzeit rechtzeitig und zielorientiert auf wesentliche Veränderungen ökonomischer Grundlagen reagieren zu können. Risiken: Das Unternehmen befindet sich im Wettbewerb mit anderen europäischen wie auch internationalen Gesellschaften. Die Angebote des Wettbewerbs sind beeinflusst durch geringere Transportkosten an Abnehmer in den Wirtschaftsballungszentren mit Autobahnanbindung und Flughafennähe. Die Auswirkung des Risikos besteht auf die Renditeerwartungen der Gesellschaft. Ein weiteres Risiko besteht im Personalbereich in der Verknappung des Angebots von qualifizierten Fachkräften am Arbeitsmarkt im ländlichen Raum durch den Wegzug qualifizierter Arbeitnehmer in die städtischen Ballungsgebiete. Das Risiko hat jedoch keine unmittelbare Auswirkung auf die Ergebnisse der Gesellschaft. Dem Risiko wird mit kontinuierlichen innerbetrieblichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen begegnet. Ein weiteres Risiko der Gesellschaft ist das Marktrisiko. In vielen Produktgruppen herrscht ein spürbarer Verteilungskampf, welcher sich in reduzierten Marktpreisen und daraus resultierenden Margen niederschlägt. Im Markt ist zudem aktuell ein starker Rückgang der Absatzvolumen im Bereich Automobil- und Luftfahrindustrie zu befürchten. Den Marktrisiken begegnet die Gesellschaft mit einer stärkeren Diversifikation. Zudem besteht das latente Risiko des Wertverlustes im Vorratsvermögen durch mögliche Preisrückgänge im Bereich der Rohstoffe und auch der Endprodukte. Das Risiko der Wertverluste wird jedoch nur als temporär eingestuft. Eine messbare Auswirkung auf die Lage der Gesellschaft besteht nicht. Neu hinzugetreten ist das Beschaffungsrisiko durch weltweite Ressourcenknappheit, Lieferengpässe und Handelsbarrieren durch Ausfuhrbeschränkungen einerseits und Einfuhrabgaben (Strafzölle) andererseits. Dem Risiko begegnet die Gesellschaft soweit möglich mit der weiteren Diversifikation der Lieferbeziehungen. Aus diesem Risiko sind Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft wahrscheinlich. Chancen: Die hervorragenden Eigenschaften des Werkstoffs Aluminium, welcher einen maßgeblichen Anteil an den Produkten der Gesellschaft ausmacht, werden auch zukünftig einen signifikanten Anstieg des Gebrauchs garantieren. Insbesondere die Notwendigkeit, die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich zu reduzieren, führen nebst anderen noch sehr aufwendigen und daher teuren Materialen wie Kohlefasern zu immer umfangreicheren Aluminiumanwendungen im Transportbereich. Chancen bieten sich für die Gesellschaft auch durch eine hohe Liefertreue und Qualität, die durch das Zusammenwirken verschiedener Maßnahmen vom Eingehen strategischer Kooperationen bis hin zu selektiver Lagerhaltung möglich werden. Weitere Chancen der Gesellschaft liegen in den potentiellen größeninduzierten Synergieeffekten. Fazit: Die Weltwirtschaft wurde in 2020 durch die Covid19-Pandemie auf den Kopf gestellt mit massiven konjunkturellen Einbrüchen, von denen erst langsam eine Erholung eintritt. Weitere Risiken durch politische Krisen in den Schwellenländern, der Währungsverfall in wichtigen Exportländern und protektionistische Maßnahmen seitens der Vereinigten Staaten und Großbritannien aber auch China bestehen daneben fort. Die Verhandlungen über Außenhandelsabkommen mit Großbritannien haben bisher noch nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen geführt und der Zoll-Streit mit den Vereinigten Staaten wurde trotz politischer Veränderungen noch nicht nachhaltig gelöst. Die europäische Schuldenkrise schwelt weiterhin: Die weiterhin massiv steigende Staatsverschuldung in der EU birgt enorme Risiken. Für 2021 ist zwar mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu rechnen, die Prognosen sind jedoch noch mit starken Unsicherheiten belastet, weil die Entwicklung sowohl der Ressourcen- und Lieferengpässe als auch der inflationären Tendenzen nicht absehbar ist. Die Effekte hieraus können zu einer erheblichen Eintrübung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft führen. Unterschrift der Geschäftsführung
Bad Berleburg, 30. Juni 2021 gez. Pascal Bikar, Geschäftsführer gez. Claudia Bikar, Geschäftsführer Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den geprüften Jahresabschluss und den Lagebericht der BIKAR-METALLE GmbH in der aufgestellten Form. Zu dem geprüften Jahresabschluss und dem Lagebericht der BIKAR-METALLE GmbH haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BIKAR-METALLE GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BIKAR-METALLE GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BIKAR-METALLE GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Biedenkopf, 30. September 2021 JPLH
Treuhand AG
gez. Lenz, Wirtschaftsprüfer gez. Heß, Wirtschaftsprüfer |
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