LKW Center Petersen Stralsund GmbH

Platz des Friedens, 18437 Stralsund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stralsund HRB 20701
Vorher
K.P.-DE Transport Hamburg-Stavenhagen GmbH
Eingetragen
23.3.2000
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerGroßhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Ankauf, Verkauf und Reparatur von Kraftfahrzeugen, speziell Lkw ́s, einschließlich Zubehör sowie die Durchführung aller in diesem Zusammenhang stehenden Geschäfte mit Ausnahme erlaubnispflichtiger Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lisa Petersen
seit 27.7.2022
Geschäftsführer
Ulrike Borg
seit 27.7.2022
Prokura
John Kenneth Petersen
seit 20.2.2018
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OHH Ostsee Hanse Holding GmbH

Stavenhagen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht

Inhalt

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

1.2. Steuerungssystem

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2. Geschäftsverlauf

2.3. Lage: Ertragslage, Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität), Vermögenslage

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

3.2. Risikobericht

3.3. Chancenbericht

3.4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell des Konzerns

Der OHH-Konzern umfasst eine Gruppe von 12 deutschen, dänischen und einem polnischen Unternehmen, die unter der Führung der OHH Ostsee Hanse Holding GmbH, Stavenhagen, stehen. Neben der Muttergesellschaft befinden sich die folgenden Unternehmen im Konzern:

KP Logistik Stavenhagen GmbH, Stavenhagen

KP Logistik Wustermark GmbH, Stavenhagen

LKW-Center-Petersen GmbH, Stavenhagen

LKW Center Petersen Rostock GmbH, Rostock

LKW Center Petersen Stralsund GmbH, Stralsund

Reuterstädter Immobilien und Grundstücksverwaltungs GmbH, Stavenhagen

KP Logistik Szczecin Sp. z o.o., Stettin (Polen)

OHH Danmark A/S, Köge (Dänemark)

• KP Logistik Köge A/S, Köge (Dänemark)

• KP Ejendomme A/S, Köge (Dänemark)

• Lastvogncenter 24-7 A/S, Køge (Dänemark)

• 24-7 MAT A/S, Køge (Dänemark)

Die Kerngeschäfte des Konzerns der Ostsee Hanse Holding GmbH sind der Verkauf und die Reparatur von schweren LKW einschließlich Sattelzugmaschinen in Deutschland sowie Logistikdienstleistungen in Deutschland und Dänemark. Die 2021 in Polen errichtete Gesellschaft hat in 2021 noch keine Geschäftstätigkeit aufgenommen. Zu den Logistikdienstleistungen gehören insbesondere die Planung, Steuerung, Kontrolle und Durchführung von Transporten und Lagerhaltung, die Disponierung und Konfektionierung von Warenströmen sowie das Management und die Durchführung von Just-in-Time Lieferungen mit Schwerpunkt im Lebensmitteleinzelhandel.

Mit unseren Gesellschaften haben wir im Logistikbereich Niederlassungen an den Standorten Stavenhagen und Wustermark in Deutschland sowie Køge in Dänemark. Der Konzern ist als SCANIA-Vertragshändler für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern am Standort Stavenhagen tätig. LKW-Reparaturwerkstätten werden weiterhin in Rostock und Stralsund betrieben. Weiterhin hat das Unternehmen die Vertriebstätigkeit für Schwarzmüller Auflieger im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern übernommen und verkauft Fahrzeuge des Herstellers Iveco von 3,5-Tonnen- bis 7-Tonnen-Klasse am Standort Stralsund.

1.2 Steuerungssystem

Die Steuerung der Unternehmen des Konzerns erfolgt im Wesentlichen mithilfe von Budgets in Form der kurzfristigen Erfolgsrechnung mit einem monatlichen Soll-Ist-Abgleich. Dieses wird im Logistikbereich ergänzt durch die Überwachung der Deckungsbeiträge für eigene Transporte und mit Subunternehmern realisierte Transporte sowie der durchschnittlichen Lohnkosten pro Stunde für eigene Fahrer und Umlader und Fremdarbeiter.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Logistik-Branchen in Deutschland und Dänemark sind geprägt durch viele kleine und mittelständische Fuhrunternehmen sowie wenige Großunternehmen mit großer Marktmacht.

Im Rahmen der "Gleitenden Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr" hat Intraplan Consort im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur die "Mittelfristprognose Winter 2021/22" veröffentlicht. Danach war der Güterverkehr im Jahr 2021 zum großen Teil geprägt von dem Rückgang im Vorjahr aufgrund der Corona-Pandemie bzw. der, durch die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung ausgelösten, schweren gesamt- und branchenwirtschaftlichen Einbrüche. Ausgehend von dem gedrückten Vorjahresstand haben mit Ausnahme der Luftfracht alle Verkehrsträger nur mehr oder minder große Teile des vorangegangenen Rückgangs wettgemacht. Das gesamtmodale Güterverkehrsaufkommen stieg um lediglich 1,2 %, die Transportleistung dagegen wegen der hier höheren Bedeutung der grenzüberschreitenden Verkehre mit 4,4 % deutlich stärker. Der Straßengüterverkehr stieg mit 0,8 % bzw. 3,7 % etwas schwächer, vor allem weil die Baustofftransporte gebremst haben.

Im Jahr 2021 hat die wirtschaftliche Aktivität in nahezu allen bedeutenden Regionen der Weltwirtschaft die massiven coronabedingten Vorjahresverluste großteils bis vollständig ausgeglichen. Weltweit ist das BIP nach dem derzeitigen Datenstand um fast 6 % gewachsen (2020: - 3,0 %). Das deutsche BIP ist im Jahr 2021 gemäß den derzeitigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts um 2,9 % gewachsen und hat damit gut die Hälfte (60 %) des drastischen pandemiebedingten Einbruchs im Vorjahr wettgemacht. Gebremst wurde der Aufholprozess zum einen vom Wiederaufflammen der Pandemie und den damit verbundenen neuerlichen Eindämmungsmaßnahmen sowie zum anderen von den weltweiten Lieferengpässen und Logistikproblemen.

Die privaten Konsumausgaben sind im Jahr 2021 nach dem Einbruch im Vorjahr, der mit fast 6 % noch stärker als beim BIP ausfiel, nur minimal gestiegen.

Der Güterverkehr wurde zuletzt im Jahr 2019 durch die Senkung der Trassenpreise für den Schienengüterverkehr und die Anhebung der Mautsätze für den Lkw-Verkehr spürbar beeinflusst. Derzeit sieht sich das Güterkraftverkehrsgewerbe mit einem außergewöhnlich hohen Gesamtkostenanstieg konfrontiert, in dem mehrere Komponenten, vor allem der Dieselkraftstoffpreis, Personal- und Fahrzeuganschaffungskosten, zusammenwirken. Offensichtlich kann dieser Anstieg nicht oder nur teilweise in den Transportpreisen weitergegeben werden.

Ein spürbarer Einfluss auf die Verkehrsentwicklung kann vom Rohölpreis ausgehen. Der in US-Dollar fakturierte Weltmarktpreis hat bereits im Verlauf des Jahres 2021, nach dem pandemiebedingten Einbruch um 35 % im Jahresdurchschnitt 2020, eine ungeahnte, mehr oder minder stetige Aufwärtsbewegung von 50 US-Dollar pro Barrel (Brent, Jahresende 2020) auf 84 USD (Oktober 2021) an den Tag gelegt, bevor er bis zum Jahresende auf 74 USD sank.

In dem BGL-Positionspapier zur Kraftstoffpreisexplosion vom 14. März 2022 (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.) wird ausgeführt:

Die aktuelle Preisexplosion bei den Kraftstoffen gefährdet in einem bisher nicht gekannten Ausmaß die Existenzen im mittelständischen Transport- und Logistikgewerbe. Die Unternehmer stehen unmittelbar vor der Aufgabe ihrer Geschäfte. Sie haben mit in dieser Dynamik nie gekannten Preissteigerungen bei Diesel und Gas (LNG, CNG) innerhalb kürzester Zeit zu kämpfen. Da diese Preissprünge in der Lieferkette nicht in derselben Dynamik weitergegeben werden können, steht nicht nur die Liquidität und Existenz der Transportunternehmer auf dem Spiel, sondern zugleich die Versorgungssicherheit für Bevölkerung und Wirtschaft.

Dazu werden die folgenden Angaben gemacht:

• Seit Januar 2022 Steigerung der Dieselpreise um 48 %

• Verdreifachung der Preise für klimafreundlicheren LNG-Kraftstoff

• Gesamtkostensteigerung um 34 %!

• AdBlue massiv verteuert

• Fahrerlöhne um 20 % gestiegen

• Preise für Lkw und Anhänger um 25 % - 40 %

• acht Preiserhöhungen allein bei Lkw-Reifen im letzten Jahr

Dänemarks Wirtschaft ist vergleichsweise glimpflich durch das Pandemiejahr 2020 gekommen. Den dänischen Rückgang der Wirtschaftsleistung von real 2,7 % konnten 2020 gerade einmal drei Mitglieder der Europäischen Union (EU) unterbieten. Die dänische Wirtschaft ist nach vorläufigen Zahlen der dänischen Statistikbehörde im vergangenen Jahr 2021 um 3,9 % gewachsen. Dänemark belegt Platz 1 in einem Ranking des Economist über die Performance von Volkswirtschaften während der Pandemie. Das Wachstum wurde getrieben vom privaten Verbrauch und der Industrie.

Der Post-Corona Aufschwung Dänemarks ist vorbei, und die Kapazitäten sind angesichts starker Konjunktur und niedriger Arbeitslosigkeit gut ausgelastet. Die Danske Bank prognostiziert in ihrem Nordic Outlook vom 05.04.2022 jedoch eine Konjunkturverlangsamung für die kommenden Jahre.

Die steigende Inflation trifft die dänischen Verbraucher und wird zu einem Nachfragerückgang führen. Die Exporte sind robust und unterdurchschnittlich vom Krieg betroffen. Der Mangel an Arbeitskraft und Rohstoffen sind die größten Herausforderungen für dänische Unternehmen. Auch im Hinblick auf den Flüchtlingsstrom wird daher diskutiert, ausländischer Arbeitskraft den Zugang zum dänischen Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Im Lkw-Bereich, in dem wir insbesondere für die Hersteller SCANIA und Schwarzmüller im Verkaufsgebiet Mecklenburg-Vorpommern tätig sind, haben 2021 insgesamt 57.394 Neufahrzeuge in Deutschland einen Käufer gefunden. Die Abweichung zum Vergleichszeitraum 2020 beträgt +4.145 Einheiten, was einer Veränderung von +7,78 % entspricht. Die Nachfrage ist im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen.

An der Spitze bleibt Mercedes-Benz mit 19.103 Verkäufen bei einer Abweichung von +930 Fahrzeugen. Mit dem Ergebnis erreicht Mercedes-Benz einen Marktanteil von 33,28 %. Die absatzstärksten Modellfamilien von Mercedes-Benz sind MB Atego, MB Arocs und MB Actros.

Hinter Mercedes-Benz auf dem zweiten Rang folgt MAN mit 17.567 Neuzulassungen und einer Abweichung von +1.475 Einheiten. Der Marktanteil der Marke liegt bei 30,61 %. Die absatzstärksten Modellfamilien von MAN sind MAN TGM, MAN TGS, MAN TGX.

Auf Position drei reiht sich Scania mit 9,98 % Marktanteil ein. Bei +555 Einheiten Abweichung kommt Scania auf insgesamt 5.726 Fahrzeuge. Die absatzstärksten Modellfamilien von Scania sind die P-Serie, S-Serie und R-Serie.

Die Schwarzmüller Gruppe konnte in Deutschland den Absatz halten und in einem schrumpfenden Markt die Marktanteile steigern.

Der Kfz-Handel mit Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t war 2021 stark von den Auswirkungen zur Bekämpfung der Corona-Krise betroffen, der stationäre Handel war weitgehend geschlossen, nur die Instandhaltung lief - zum Teil in einer Art Notbetrieb - weiter. Die weitere Umsatzentwicklung ist sowohl von etwaigen Lockdowns als auch von wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der damit verbundenen Sanktionen abhängig.

2.2 Geschäftsverlauf

Logistikbereich

Die vorstehende Entwicklung in der gesamten Logistikbranche hat sich in unserer Gesellschaft nur zum Teil ausgewirkt. Die Logistik zu den Filialen von Supermarkt-Ketten erwies sich gerade auch während der Corona-Pandemie als sehr stabil. Allerdings sind wir von den aufgezeigten Kostensteigerungen ebenso betroffen, insbesondere weil wir überwiegend den klimafreundlicheren LNG-Kraftstoff verwenden.

In Deutschland konnten wir 2021 einen Umsatzzuwachs von ca. 15,2 % (Vorjahr ca. 1,6 %) erzielen. Insgesamt entfällt knapp 35 % (Vorjahr 35 %) des Gesamtumsatzes des Konzerns auf den Logistikbereich in Deutschland.

Abgesehen von typischen saisonalen Schwankungen entwickelte sich der Umsatz nach einem starken Anstieg im März für den Rest des Jahres recht konstant. Der Umsatzzuwachs ergab sich trotz einer kaum gestiegenen Transportmenge durch die teilweise Weitergabe der Kostensteigerungen bei den Kraftstoffen und Personalkosten an die Kunden. Die Kostensteigerungen ergaben sich insbesondere aus den stark gestiegenen Gaspreisen (LNG), die sich ab Mitte 2021 negativ auf die Ertragslage ausgewirkt haben.

Zur Abwicklung unserer Transportleistungen haben wir in 2021 verstärkt Subunternehmer eingesetzt, während wir in 2020 fehlende eigene Kraftfahrer im größeren Umfang durch Fremdarbeiter ersetzt haben. Dieses hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Materialaufwendungen stark erhöht haben (+85 %). Insbesondere sind die Kraftstoffkosten um 58,9 % gestiegen und die Aufwendungen für Subunternehmer um 179,3 %.

Vor diesem Hintergrund haben sich der betriebliche Rohertrag um 10,6 % und die Betriebsaufwendungen um 7,6 % gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Steigerungen bei den Personalaufwendungen (+5,2 %) wurden vom Rückgang der Aufwendungen für Fremdarbeiter überkompensiert. Da die Betriebsaufwendungen insgesamt unterproportional im Vergleich zum betrieblichen Rohertrag rückläufig waren, hat sich das Betriebsergebnis um ca. 1/3 reduziert, während es sich im Vorjahr noch wesentlich verbessert hat.

Da der Zinsaufwand in diesem Bereich um 9,2 % höher als im Vorjahr ausgefallen ist, hat der Logistikbereich in Deutschland seinen positiven Beitrag zum Konzernergebnis um ca. 33 % vermindert und trägt zu ca. 50 % zum Konzernergebnis vor Steuern bei.

Der Logistikbereich in Dänemark trägt in 2021 zu ca. einem Viertel, im Vorjahr zu ca. 30 % der Konzernumsätze bei. Nachdem sich der positive Ergebnisbeitrag in 2020 gegenüber dem Vorjahr fast vervierfacht hatte, hat er sich in 2021 gegenüber dem Vorjahr um ein Viertel reduziert. Er trägt zu gut 20 % im Jahr 2021 zum Konzernergebnis vor Steuern bei.

Im dänischen Logistikbereich haben sich die Umsätze im Jahresverlauf mit den üblichen saisonalen Schwankungen relativ kontinuierlich entwickelt. Insgesamt blieben die Umsatzerlöse mit einem Zuwachs von ca. 0,8 % recht stabil, nachdem im Vorjahr ein Zuwachs von 5,5 % erzielt werden konnte. Der Umsatzanstieg ist aber nicht auf einen Transportmengenzuwachs zurückzuführen, sondern auf Preiserhöhungen. Die Rentabilität ist dabei in Dänemark unter Druck geraten, weil zur Erbringung der Transportleistungen weniger auf Subunternehmer zurückgegriffen werden konnte, die bisher ca. 50 % der Transporte mit einem guten Deckungsbeitrag erbracht wurden. Stattdessen musste in einem durch Arbeitskräftemangel geprägten Markt verstärkt auf eigenen Arbeitnehmer zurückgegriffen werden. Hierdurch erhöhten sich die Personalkosten in Dänemark um ca. 14 %. Die Rentabilität war daneben auch durch die Dieselpreissteigerungen beeinträchtigt, da viele Fahrzeuge in Dänemark mit CNG betrieben werden, dessen Preisentwicklung mit dem Dieselpreis verknüpft ist.

KFZ-Handel und Reparatur

Der Konzern ist als SCANIA-Vertragshändler am Standort Stavenhagen tätig und betreibt Verkauf und Reparatur von schweren LKW einschließlich Sattelzugmaschinen. Weiterhin wird eine LKW-Reparaturwerkstatt in Rostock betrieben sowie ab 2018 ebenfalls in Stralsund.

Die Zulassungszahlen an Fahrzeugen mit mehr als 16t zulässigem Gesamtgewicht entwickelten sich wie folgt:

Jahr Fahrzeuge gesamt davon SCANIA
2015 1.555 309
2016 1.804 331
2017 1.560 348
2018 1.573 319
2019 1.671 380
2020 1.251 122
2021 1.265 197

Im Verkaufsgebiet haben insgesamt 1.265 Neufahrzeuge einen Käufer gefunden.

An der Spitze bleibt Mercedes-Benz mit 322 Verkäufen. Mit diesem Ergebnis erreicht Mercedes-Benz einen Marktanteil von 25,45 %. Hinter Mercedes-Benz auf dem zweiten Rang folgt MAN mit 265 Neuzulassungen. Der Marktanteil der Marke liegt bei 20,95 %. Auf Position drei reiht sich Volvo mit einem Marktanteil von 16,13 % und 204 verkauften Fahrzeugen ein.

Mit SCANIA haben wir 197 Einheiten und einem Marktanteil von 15,57 % nur Rang 4 der Zulassungsstatistik 2021 erreicht.

Die positive Entwicklung hat sich im Auflieger-Bereich nicht fortgesetzt. Hier konnten die Verkaufszahlen nicht weiter gesteigert werden:

Jahr Schwarzmüller
2018 29
2019 41
2020 61
2021 35

Als recht stabil zeigte sich die Entwicklung des Verkaufs der Fahrzeuge Iveco Daily in der 3,5-Tonnen- bis 7-Tonnen-Klasse (Klassischer Kastenwagen für Handwerker, Möbeltransporte oder Paketdienstleister) am Standort Stralsund.

Jahr IVECO
2018 28
2019 31
2020 25
2021 30

Im Verkaufsbereich ergab sich der stärkste Umsatzanstieg im Neuwagengeschäft mit einem Anstieg von 63 %, während im Vorjahr noch ein Rückgang von 68 % hingenommen werden musste. Coronabedingte Einschränkungen, sowie wiederkehrende Produktionsdrosselungen des Herstellers SCANIA führten zu einem andauernden Lieferverzug. Das Ergebnis konnte jedoch durch mehrere Großkundengeschäfte stabilisiert werden.

Weiterhin ergab sich 2021 im Gebrauchtwagenbereich ein Umsatzanstieg von 43 %, während im Auflieger-Bereich ein Umsatzrückgang von 58 % hingenommen werden musste. Allerdings sind die beiden letztgenannten Bereiche vom Volumen her kleiner, sodass im Verkauf insgesamt ein Umsatzanstieg von ca. 45 % zu verzeichnen war.

Im Mietgeschäft wurde ein Umsatzrückgang von 15 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet, der auf den Abbau des Fuhrparks zurückzuführen ist. Dabei wurde die Mietflotte aufgrund sinkender Auslastung um insgesamt 10 Fahrzeuge reduziert.

Die Werkstattleistungen konnten etwas gesteigert werden. Besonders positiv wirkte sich das gesteigerte Neuwagengeschäft auf die Auslastung aus. Im Ersatzteilbereich war ein Umsatzrückgang von ca. 30 % zu verzeichnen. Dieser ist auf die sinkende Nachfrage nach hochpreisigen Anbauteilen im Lkw-Zubehörbereich zurückzuführen.

Der Lkw-Bereich erreichte einen Umsatzzuwachs von 33 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Beitrag des Bereichs KFZ-Handel und -Reparatur sowie Vermietung zum Konzernumsatz hat sich entsprechend erhöht und beträgt fast 40 % nach einem Drittel im Vorjahr.

In dieser Situation hat sich der betriebliche Rohertrag um ca. 11,6 % verbessert. Die ordentlichen Betriebsaufwendungen konnten demgegenüber um 4,5 % reduziert werden. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Abschreibungen zurückzuführen, die sich aufgrund des Abbaus des Fuhrparks im Vorjahr reduziert haben.

Durch diese Entwicklung und die fast vollständige Reduzierung der Anlaufverluste des Standortes Stralsund hat sich das im Vorjahr negative Betriebsergebnis von -1,6 % der ordentlichen Betriebsleistung auf +1,3 % der ordentlichen Betriebsleistung verbessert.

Zusätzlich ist das Ergebnis 2021 durch ein per Saldo positives neutrales Ergebnis von T€ 456 erhöht, in dem sich insbesondere periodenfremde Erträge aus der Anpassung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgrund der Feststellungen im Rahmen einer steuerlichen Außenprüfung in Höhe von T€ 412 niederschlagen.

Während im Vorjahr der Bereich KFZ-Handel und -Reparatur das Konzernergebnis vor Steuern mit ca. 32 % belastete, trägt der Lkw-Bereich in 2021 zu fast einem Drittel zum positiven Konzernergebnis vor Steuern bei.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass wir die Geschäftsentwicklung im Logistikbereich in Deutschland in 2021 als ungünstig betrachten, obwohl der Vorjahressumsatz nicht nur erreicht, sondern überschritten wurde, weil die aufgrund der guten Entwicklung im ersten Halbjahr 2021 erwartete Stabilisierung des Ergebnisses auf Vorjahresniveau nicht erreicht wurde.

In Dänemark haben wir im Logistikbereich die erwarteten Transportmengensteigerungen nicht erreicht und konnten auch nicht wie erwartet das Ergebnis auf dem Niveau von 2020 halten.

Im Bereich KFZ-Handel und -Reparatur ist der von uns erwartete starke Umsatzanstieg eingetreten, ebenso wie die Ergebnisverbesserung.

Da die Ergebnisverbesserungen im Lkw-Bereich die Ergebnisverschlechterungen im Logistikbereich mehr als ausgleichen konnten, kommen wir zur Beurteilung, dass die Geschäftsentwicklung im Konzern insgesamt günstig verlaufen ist.

2.3 Lage: Ertragslage, Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität), Vermögenslage

Ertragslage

Insgesamt haben sich die Umsatzerlöse im Konzern mit € 99 Mio. gegenüber dem Vorjahr mit € 85 Mio. um 17,2 % erhöht. Dieses ist insbesondere auf das Neu-Fahrzeuggeschäft im Lkw-Bereich zurückzuführen.

Entsprechend schlagen sich insbesondere die höheren Aufwendungen für Neufahrzeuge, aber auch die höheren Treibstoffkosten im starken Anstieg der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren nieder, die insgesamt um 39,9 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen sind.

Zur Abwicklung unsere Transportleistungen haben wir in Deutschland in 2021 verstärkt Subunternehmer eingesetzt, während wir in 2020 fehlende eigene Kraftfahrer im größeren Umfang durch Fremdarbeiter ersetzt haben. Dieses hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöht haben (25,6 %), während die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 30,6 % zurückgegangen sind. Letztere haben sich gegenüber dem Vorjahr auch durch den Wegfall der periodenfremden Aufwendungen des Vorjahres vermindert.

Der Anstieg der Personalkosten ist auf den Logistik Bereich und hier insbesondere auf die Entwicklung in Dänemark zurückzuführen.

Da sich das negative Zinsergebnis durch planmäßige Tilgungen um 5,3 % verminderte, hat sich das Ergebnis vor Ertragsteuern gegenüber dem Vorjahr um ca. 22,8 % verbessert, nachdem es sich im Vorjahr um ca. 94,7 % verbessert hatte. Aufgrund dieser Entwicklung erhöhte sich der Konzern-Jahresüberschuss von T€ 2.856 in 2020 auf T€ 3.638 in 2021.

Kapitalstruktur

Das bilanzielle Eigenkapital des Konzerns hat sich zum Bilanzstichtag 31.12.2021 um T€ 2.404 (ca. 16,2 %) erhöht und die Verbindlichkeiten haben sich um € 4,6 Mio. (ca. 17,4 %) vermindert. Dabei haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten kaum verändert, während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 4,4 Mio. abgebaut wurden. Die Finanzierung des Fuhrparks erfolgte in Deutschland neben Bankkrediten durch Mietkaufverbindlichkeiten, die unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen werden. In Dänemark werden Lkw auch zum Teil geleast.

Investitionen

In 2021 hat sich das Anlagevermögen um 2,9 % reduziert. Dabei konzentrierten sich die Investitionen neben dem üblichen Austausch bei Vorführ- und Miet-LKW sowie im Wesentlichen auf die Erneuerung des Fuhrparks sowie in Dänemark auf dessen Erweiterung. Weiterhin haben wir die Digitalisierung vorangetrieben. Die Abschreibungen betragen ca. 6,7 % der Umsatzerlöse (Vorjahr 8,6 %). Sie haben sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 8,8 % auf € 6,6 Mio. vermindert.

Liquidität

Die Liquiditätslage des Konzerns hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der Investitionen und Abbau der Verbindlichkeiten um € 4,6 Mio. als stabil erwiesen. Zum Bilanzstichtag standen dem Konzern liquide Mittel in Höhe von ca. € 5,7 Mio. (Vorjahr ca. € 8,6 Mio.) zur Verfügung.

Die Finanzierung der laufenden Geschäfte sowie die Durchführung der geplanten Investitionen waren zu jeder Zeit sichergestellt. Im Einzelnen verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung des Konzerns, in der ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € 7,5 Mio. (Vorjahr € 13,3 Mio.) ausgewiesen wird.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzernabschlusses verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,1 % auf € 45,6 Mio. Das Sachanlagevermögen hat sich mit € 0,8 Mio. (2,9 %) durch die Abschreibungen und den Abbau von Vermiet-Lkw vermindert. Das Umlaufvermögen reduzierte sich um € 4,5 Mio. (-25,0 %). Dabei haben sich sowohl das Vorratsvermögen (-25,1 % / Vorjahr +49,3 %) als auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-17,0 % / Vorjahr -32,4 %) sowie die liquiden Mittel (-33,1 % / Vorjahr +21,8 %) reduziert.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Gesamtkapital) erhöhte sich durch die Zunahme des Eigenkapitals von € 2,4 Mio. sowie wegen der Verminderung der Bilanzsumme von 30,3 % auf 37,8 %.

Die Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss x 100/ Umsatzerlöse) hat sich von 3,4 % im Vorjahr auf 3,7 % erhöht und die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss x 100/ Eigenkapital) hat sich von 19,3 % im Vorjahr auf 21,1 % verbessert. Das EBITDA (Ergebnis nach Steuern + Ertragsteuern - sonstige Steuern + Zinsergebnis + Abschreibungen) erhöhte sich von € 11,7 Mio. in 2020 auf € 12,0 Mio. in 2021.

Die Anlagenintensität (Anlagevermögen x 100 / Gesamtvermögen) erhöhte sich von 62 % auf 69 % zum 31.12.2021. Die Anlagendeckung II (Eigenkapital + lang- und mittelfristiges Fremdkapital / Anlagevermögen) erhöhte sich von 82 % auf 86 %. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass ein Teil der Lkw planmäßig ausgetauscht wird und die entsprechenden Fahrzeugfinanzierungen aufgrund der kurzen Restlaufzeit den kurzfristigen Verbindlichkeiten zugeordnet werden.

Die Zielgewährung an Kunden (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen x 360 / Umsatz) hat sich zum Bilanzstichtag von 15 Tagen auf 11 Tagen vermindert.

Nichtfinanzielle Aspekte

Wir sind uns bei unserem Handeln unserer Verpflichtung zur Schonung der Umwelt bewusst. Durch die regelmäßige Wartung und den regelmäßigen Austausch unseres Fuhrparks und den Einsatz neuester Technik versuchen wir, den Schadstoffausstoß gering zu halten. In Deutschland wurden fast sämtliche Lkw zusätzlich auf Gasbetrieb umgestellt. Unsere Kühlmaschinen sind mit einem Start- Stopp-System ausgestattet, das die Kühlmaschine ausschaltet, wenn keine Kühlung benötigt wird.

Der Bereich KFZ-Handel und -Reparatur wendet zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistungen ein Umweltmanagementsystem nach der EG-Verordnung 761/2001 an. Einmal pro Jahr wird die Umwelterklärung aktualisiert, von einem zugelassenen Umweltgutachter validiert und anschließend veröffentlicht.

In unserer Waschhalle setzen wir Regenwasser und ein Wasserrückgewinnungssystem ein.

Unsere Fahrer werden einmal jährlich in einem speziellen Kraftstoff-Spar-Lehrgang geschult, um einen möglichst schadstoffarmen Fahrstil zu erreichen. Die Mitarbeiterfluktuation in unseren Betrieben ist im Branchenvergleich grundsätzlich recht gering. Dies gilt insbesondere für Mitarbeiter mit Führungsaufgaben, aber auch für unsere Fahrer und andere gewerbliche Logistikmitarbeiter sowie Monteure.

Den Krankenstand während der Corona-Pandemie konnte wir u.a. mit unserem Hygienekonzept niedrig halten. So werden dem Personal Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt und die Lkw bei jedem Fahrerwechsel desinfiziert.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Corona-Pandemie hatte bisher eher einen positiven Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit im Logistikbereich in Deutschland, weil sie durch den Lockdown den Konsum in den Supermärkten gefördert hat. Dagegen ergeben sich aus dem Krieg in der Ukraine, die damit verbundenen Sanktionen und insbesondere die damit einhergehenden enormen Preissteigerungen im Energiebereich erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit im Logistikbereich.

Zum einen sind wir durch unsere weitgehend mit LNG-betriebenen Fahrzeuge sehr stark durch die gegenüber den Dieselpreissteigerungen stark überproportional gestiegenen Preise für LNG betroffen. Die damit verbundenen Preissteigerungen konnten nicht in ausreichendem Umfang an unsere Kunden weitergegeben werden, sodass wir seit einigen Monaten Verluste in diesem Bereich hinnehmen mussten. Durch teilweise Umstellung des Fuhrparks von LNG auf CNG oder Diesel, andere Preisanpassungsklauseln und dem Ziel, durch verstärkte Nutzung von Biogas und geänderte Preismodalitäten stabilere Einkaufpreise zu erreichen, stellen wir uns auf diese Herausforderungen ein und erwarten spätestens ab dem 1. Januar 2023 erhebliche Kostenreduktionen. Hier fällt positiv ins Gewicht, dass die Preise für Logistikleistungen weiterhin recht hoch sind.

Zum anderen sind in der Logistikbranche in Deutschland rückläufige Transportmengen festzustellen. Als Logistikpartner mit Schwerpunkt im Verteilerverkehr für Discounter sind wir hier von ebenfalls betroffen, allerdings in weit geringerem Umfang als Logistiker in anderen Branchen wie z. B. der Bauindustrie. Inwieweit sich die Kaufzurückhaltung der Konsumenten vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Kosten für Energie (Heizung, Strom, Benzin) auf die Discounter auswirken wird, ist für uns nicht vorhersehbar. In der Vergangenheit haben sich die niedrigpreisigen Discounter aber eher als weniger konjunkturabhängig erwiesen.

Insgesamt sind unsere Erwartungen vor der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland mit vielen Fragenzeichen versehen. Unsere Erwartung für 2022 ist es, dass wir das Umsatzniveau des Vorjahres nicht halten können und im Logistikbereich in Deutschland für 2022 Verluste hinnehmen müssen.

Unter den Voraussetzungen, dass Lohn- und andere Kostensteigerungen sich in Grenzen halten und wir die Kostenentwicklung bei den eingesetzten Treibstoffen wie beschrieben gestalten können, erwarten wir, dass sich in einem wieder positiven Ergebnis für 2023 die Früchte unserer Zukunftsinvestitionen in die Hard- und Software und in die Personalentwicklung zeigen werden.

Für den Logistikbereich in Dänemark gehen wir ebenfalls davon aus, dass sich das konjunkturelle Umfeld durch die Auswirkungen des Ukrainekrieges verschlechtern wird. Vor diesem Hintergrund und dem Umstand, die Transportleistungen weniger mit Subunternehmern und mehr mit eigenem teurerem Personal erbringen müssen, erwarten wir bei einer eher konstanten Transportmenge und höheren Kosten einen weiteren Rückgang der Rentabilität. Trotz allem erwarten wir für 2022 in Dänemark ein zwar gegenüber 2021 geringeres, aber weiterhin positives Ergebnis.

Für 2023 sehen wir uns grundsätzlich gut aufgestellt. Eine Prognose zur weiteren Entwicklung ist aber vor dem Hintergrund der Unsicherheiten in der wirtschaftlichen Entwicklung in Dänemark zurzeit nicht möglich.

Die Entwicklung für das Jahr 2022 gestaltet sich aus jetziger Sicht im Lkw-Bereich positiv. Im Neuwagengeschäft rechnen wir jedoch aufgrund der Auswirkungen von Corona und gestörten Lieferketten und damit einhergehenden Produktionsausfällen und Lieferengpässen der Hersteller mit im Vergleich zum Vorjahr geringeren Stückzahlen, sowie hohen Preise und langen Lieferzeiten. Dieses hat dazu geführt, dass der Gebraucht-Lkw-Markt boomt und höhere Margen ermöglicht. Da auch die Auslastung der Werkstätten und der Ersatzteilverkauf stabil sind und sich durch steigende Preise auszeichnen, erwarten wir für 2022 bei geringeren Umsätzen eine Verbesserung des Ergebnisses gegenüber 2021.

Inwieweit die erwartete Ergebnisverbesserung im Lkw-Bereich die zu erwartenden Verluste im Logistik-Bereich in Deutschland ausgleichen kann, lässt sich noch nicht voraussehen. Insgesamt erwarten wir aktuell für den gesamten Konzern für 2022 ein ausgeglichenes Ergebnis. Für 2023 wird die Situation für den Lkw-Bereich schwieriger eingeschätzt, weil die Belastungen der Fuhrunternehmer mit hohen Treibstoffpreisen zu einem Rückgang der Nachfrage und einer Verschlechterung der Zahlungsmoral führen kann.

3.2 Risikobericht

Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Risiken, die sich aus der Corona-Krise und den Folgen des Krieges in der Ukraine ergeben könnten und deren Art und Auswirkungen sich kaum abschätzen lassen, berichten wir im Folgenden über die darüber hinaus bestehenden konzernspezifischen Risiken.

Der Konzern ist sehr stark im Bereich des Transports von Lebensmitteln von Auslieferungslagern zu den einzelnen Lebensmittelfilialen tätig. Hieraus ergibt sich eine starke Abhängigkeit von der Entwicklung im Lebensmittelbereich. Hier ist ein starker Preiskampf bei den Lebensmittelketten festzustellen und daneben eine gewisse Kaufzurückhaltung bei den Konsumenten, die in unserem Einzugsgebiet in Deutschland durch die negative Kaufkraftentwicklung in einem strukturschwachen Gebiet verstärkt wird. Eine Verschlechterung des Preis-/Leistungsverhältnisses in diesem Bereich kann sich auch auf den Konzern auswirken.

Die Absätze der Lebensmittelbranche gingen letzten Jahren vor der Corona-Pandemie zurück. Dies wird weiterhin zu Verschmelzungen und Übernahmen in diesem Sektor führen. Hier besteht das Risiko, dass selbst langjährig bestehende Verträge dann unter Umständen zur Diskussion stehen. KP Logistik sieht dies jedoch auch als Chance, mit dem bestehenden Vorladesystem auch neue Kunden gewinnen zu können.

Ein wesentlicher Teil des Umsatzes im Bereich der Logistik entfällt auf einen Auftraggeber. Hieraus erwächst das Risiko starker Umsatzrückgänge für den Fall, dass der Kunde die Zusammenarbeit stark vermindert oder beendet. Zur langfristigen Sicherung dieses Umsatzes und zur dauerhaften Kundenbindung schließen wir längerfristige Verträge ab und bieten genau auf den jeweiligen Kunden zugeschnittene Logistikdienstleistungen, die weit über die reine Fuhrtätigkeit hinausgehen und so in seine logistischen Abläufe eingebunden sind, dass ein kurzfristiger Wechsel des Logistikpartners nicht zu erwarten ist.

Ein weiteres Risiko ergibt sich aus der Preisentwicklung beim LNG (liquefied natural gas) sowie auch beim Rohöl, weil durch den Rohölpreis auch die Preise für Schmierstoffe, Reifen und andere Kfz-relevante Teile negativ beeinflusst werden können. Hier wirkt sich auch die Verteuerung aufgrund der "CO 2-Bepreisung" aus. Im Falle einer wesentlichen Preissteigerung besteht das Risiko, dass diese nur zeitversetzt und unzureichend an die Kunden weitergegeben werden können und dann die Ertragslage belasten.

Zusätzliche Risiken können sich für uns daraus ergeben, dass in der jüngeren Vergangenheit der Preisanstieg bei LNG wesentlich höher war als bei Diesel. Dieses verschlechtert unsere Kosten- und Wettbewerbssituation.

Für die weitere Entwicklung stellt die Gewinnung von ausreichend qualifiziertem Personal einen Engpass dar. Von besonderer Bedeutung bleibt die Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Berufskraftfahrerqualifikation. Es besteht das Risiko, die für die Erbringung der Aufträge und die weitere Entwicklung erforderliche Zahl an Kraftfahrern und anderen Mitarbeitern nicht zu beschäftigen und deshalb auf teurere Fremdarbeiter und/oder Subunternehmer zurückgreifen zu müssen. Diesem Risiko sind wir durch die Einstellung von Mitarbeitern im Bereich Human Relation entgegengetreten. Wir sehen hierin die Chance neuen und bestehenden Mitarbeitern durch bessere Ausbildung und Entwicklung der Personalkompetenzen attraktive und entwicklungsfähige Arbeitsplätze bieten zu können und diese so langfristig an unser Unternehmen zu binden. Zusätzliche Risiken sehen wir derzeit in dem Beschluss über einen Mindestlohn von 12 €, dessen Einführung zu einem erheblichen Anstieg unserer Personalkosten führen wird.

Die zukünftige Entwicklung des Konzerns im Lkw-Bereich hängt nicht unwesentlich von der Entwicklung der Branche der Fuhrunternehmen in der Region Mecklenburg-Vorpommern ab. Aus dem Kontakt zu unseren Kunden zeigt sich, dass aufgrund der zunehmend fehlenden Kraftfahrer die möglicherweise vorhandenen Aufträge nicht bedient werden können. Dies beschränkt die Expansionsmöglichkeiten unserer Kunden und reduziert unsere Chancen auf Neufahrzeugverkäufe.

Für den Konzern ist auch die Entwicklung auf dem Lkw-Neufahrzeugmarkt von besonderer Bedeutung. Für die Gesellschaft spielt deshalb die Preis- und Marketingstrategie von SCANIA und der Konkurrenzmarken eine erhebliche Rolle.

Bei einem Konjunkturrückgang können sich Risiken aus der Vermarktung der Gebrauchtwagen sowie im Mietgeschäft ergeben. Dies müssen wir im Auge behalten, um evtl. Verluste zu vermeiden bzw. zu minimieren. Die erforderliche Erweiterung dieses Dienstleistungsangebotes zur Kundenbindung, stellt gleichzeitig ein erhebliches Risiko in der Kurzzeitvermietung dar.

Es bestehen gewisse Risiken durch den Vertragsabschluss mit Kunden beim Antriebsstrang- Reparaturvertrag, Service-Verträgen sowie mit Rückkaufverpflichtungen. Ein Verlustausgleich findet hier nach Vertragsende durch den Hersteller nicht statt. Im Jahr 2021 ist kein Risiko dazu aufgetreten.

3.3 Chancenbericht

Unsere Chancen sehen wir im Logistikbereich in unserem ständigen Bemühen, bessere Qualität als unsere Mitbewerber bieten zu können. Dazu setzen wir im Logistikbereich nicht nur aktuelle Technik ein (jungen Fuhrpark, DV- und GPS-gestütztes Flottenmanagement, ständige Temperaturüberwachung der Ladung), sondern entwickeln für unsere Kunden optimierte Logistiklösungen und versuchen ständig durch günstige Touren- und Routenplanung eine bessere Wettbewerbsfähigkeit zu erlangen.

Während wir früher die weitere Erhöhung der Mautgebühren und insbesondere auch die Ausdehnung der Lkw-Maut auf vier- und mehrspurige Bundesstraßen als Unsicherheitsfaktor angesehen haben und das Risiko sahen, dass Innenstädte oder gewisse Ballungszentren für die Anlieferung mit großen und schweren Lkw aufgrund von Schadstoffbelastungen durch Dieselmotoren, gesperrt werden, sehen wir darin nunmehr eine besondere Chance für unser Unternehmen, weil wir unseren Diesel- LKW-Fuhrpark ab 2019 durch LKW mit dem umweltfreundlicheren Antrieb mit LNG (Erdgas) ersetzt haben. Ab dem 1. Januar 2021 müssen für Gas-Lkw nur die Mautteilsätze für die Infrastrukturkosten und den Lärm entrichtet werden; von der Komponente Luftverschmutzung bleiben sie befreit. Unsere Chancen sehen wir neben der Schonung der Umwelt und der Sicherstellung des Zugangs zu den Innenstädten in der Einsparung der Mautkosten.

Welche Chancen oder Risiken aus einer etwaigen Verlängerung der Mautbefreiung für mit CNG oder LNG angetriebenen Fahrzeugen ergeben können, ist zurzeit völlig unklar, da weder absehbar ist, ob die Verlängerung kommt und wie sie ggfls. ausgestaltet sein wird.

In 2020 haben wir unsere Logistik-Dienstleistungen um LNG-Transporte mit dafür speziell ausgestatteten Fahrzeugen und speziell ausgebildeten Fahrern erweitert. Neben der Absicherung der Versorgung unserer eigenen LNG-Tankstelle sehen wir hierin auch die Chance, ein neues Geschäftsfeld zu erschließen und unsere Kundenstruktur zu erweitern.

In der für 2020 geplanten Digitalisierung weiterer Prozesse sehen wir die Chance, die Verwaltung und Abrechnung der Leistungserbringung zu optimieren. Neben der Umstellung unseres Fuhrparks auf LNG betriebene Lkw ist die durch die Digitalisierung verbundene Einsparung von Papier ein weiterer Schritt hin zu umweltgerechten und ressourceneffizienten Logistikprozessen (Grüne Logistik).

Weitere Chancen sehen wir für unsere Gesellschaft in unserer konsequenten Serviceorientierung. Die SCANIA-Notdienstzentrale genießt europaweit einen hervorragenden Ruf und unsere Werkstattleistungen haben einen anerkannten Ruf in Mecklenburg-Vorpommern. Unser hohes Niveau in allen Abteilungen beruht auf eine konkrete Einhaltung aller Parameter der DOS Vorgaben durch SCANIA, Dealer-Operating-Standard, und zeigt sich in der Erreichung der Zertifizierungsurkunden für ISO 9001 und Umwelt.

Eine große Chance sehen wir in der Vermarktung von alternativen Antrieben. SCANIA bietet mit seinem ganzheitlichen Ansatz umweltschonende Transportlösungen, die sich auf drei Grundpfeiler stützen: alternative Kraftstoffe, Energieeffizienz und intelligenteren Transport. Daneben setzt auch SCANIA in Zukunft auf Elektro-Lkw, die speziell für verschiedene Einsatzfelder ausgestattet werden. Durch unsere Bereitschaft, die dafür erforderliche Lade-Infrastruktur zu schaffen, die notwendigen Anpassungen im Werkstattbereich vorzunehmen und unser Personal entsprechend auszubilden, sehen wir uns hier auf einem guten Weg.

3.4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Verbindlichkeiten. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik.

Die Risiken im Forderungsbestand versuchen wir durch eine wöchentliche Abrechnung der Leistungen im Logistik-Bereich sowie kurzen Zahlungszielen von 20 bis 25 Tagen zu vermindern. Forderungen mit weit darüberhinausgehenden Zahlungszielen werden zum Teil auch im Rahmen eines echten Factorings verkauft. Bei von uns als gefährdet eingestuften Auftraggebern werden Leistungen nur gegen Vorauszahlung erbracht.

Zur Vermeidung von Ausfallrisiken im Forderungsbestand im Bereich KFZ-Handel und -Reparatur erfolgt die Kurzzeitvermietung von Fahrzeugen nur gegen Vorauszahlungen und Langzeitvermietung nur an Kunden mit guter Bonität mit Einzugsermächtigung oder gegen Kaution. Neufahrzeug-Bestellungen werden nur bei bestehender Finanzierungszusage angenommen. Werkstattleistungen an Neukunden erfolgen nur bei Barzahlung oder bei Absicherung mit einer Zahlungsgarantie.

Die Finanzierungen erfolgten zu festen Zinssätzen, so dass sich keine Zinsänderungsrisiken mehr ergeben.

 

Stavenhagen, 15.08.2022

gez. John Kenneth Petersen, Geschäftsführer

gez. Lars Kenneth Petersen, Geschäftsführer

gez. David Kenneth Brokholm, Geschäftsführer

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 31.357.163,38 30.481.565,16
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 372.395,17 339.185,91
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 372.395,17 339.185,91
II. Sachanlagen 30.984.768,21 30.142.379,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.126.534,96 10.816.307,00
2. technische Anlagen und Maschinen 82.525,70 97.945,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.775.707,55 19.228.126,97
B. Umlaufvermögen 13.429.885,92 17.918.157,28
I. Vorräte 3.321.696,72 4.436.595,31
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.000.319,91 896.086,31
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 36.013,71 90.499,88
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.285.363,10 3.450.009,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.359.843,56 4.894.793,26
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.965.360,66 3.571.445,29
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.394.482,90 1.323.347,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.748.345,64 8.586.768,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 178.610,33 338.758,81
D. Aktive latente Steuern 606.491,89 293.673,18
Bilanzsumme, Summe Aktiva 45.572.151,52 49.032.154,43

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 17.242.574,94 14.838.662,16
I. gezeichnetes Kapital 51.200,00 51.200,00
II. Gewinnrücklagen 6.514.755,14 5.950.047,83
1. satzungsmäßige Rücklagen 6.514.755,14 5.950.047,83
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -23.308,76 10.533,87
IV. Bilanzgewinn 10.699.928,56 8.826.880,46
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 454.289,00 476.890,00
C. Rückstellungen 3.694.267,84 3.615.247,63
1. Steuerrückstellungen 1.140.936,48 891.029,16
2. sonstige Rückstellungen 2.553.331,36 2.724.218,47
D. Verbindlichkeiten 21.767.671,86 26.356.522,87
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.054.775,29 9.054.002,11
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.414.742,00 2.400.789,68
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.640.033,29 6.653.212,43
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.378,95 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.082.291,04 15.469.318,19
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.880.213,91 11.978.008,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.202.077,13 3.491.309,81
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.625.226,58 1.833.202,57
davon aus Steuern 80.421,36 151.061,57
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.067,90 7.025,73
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.625.226,58 1.833.202,57
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.633.050,49 2.884.439,31
F. Passive latente Steuern 780.297,39 860.392,46
Bilanzsumme, Summe Passiva 45.572.151,52 49.032.154,43

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 99.407.606,67 84.829.524,27
2. Verminderung (Vorjahr Erhöhung) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -54.486,17 33.001,14
3. andere aktivierte Eigenleistungen 103.999,62 638,42
4. sonstige betriebliche Erträge 1.118.651,20 1.266.596,45
davon Erträge aus Währungsumrechnung 4.873,99 2.230,53
5. Materialaufwand 61.288.789,09 45.555.722,82
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.883.897,81 28.508.282,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 21.404.891,28 17.047.440,34
6. Personalaufwand 20.634.601,45 19.238.307,49
a) Löhne und Gehälter 17.586.518,56 16.138.586,11
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.048.082,89 3.099.721,38
davon für Altersversorgung 8.865,59 18.520,34
7. Abschreibungen 6.617.310,47 7.259.095,94
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.617.310,47 7.259.095,94
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.443.140,97 9.282.481,01
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 7.465,37 10.710,69
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 947,20 3.830,27
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 502.114,31 533.121,12
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.207.477,02 1.089.719,58
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern 392.913,78 0,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern 0,00 143.744,66
12. Ergebnis nach Steuern 3.883.285,21 3.175.142,59
13. sonstige Steuern 245.529,80 318.699,09
Jahresüberschuss 3.637.755,41 2.856.443,50

Ergebnisverwendung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Jahresüberschuss 3.637.755,41 2.856.443,50
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.626.880,46 6.434.104,06
3. Einstellungen in Gewinnrücklagen 564.707,31 463.667,10
a) in satzungsmäßigen Rücklagen 564.707,31 463.667,10
4. Bilanzgewinn 10.699.928,56 8.826.880,46

Konzernkapitalflussrechnung

KAPITALFLUSSRECHNUNG 31. Dezember 2021

OHH Ostsee Hanse Holding GmbH

Kapitalflussrechnung nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS)

(indirekte Methode)

2021
TEuro
2020
TEuro
Periodenergebnis 3.638 2.856
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 6.617 7.259
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen (ohne Steuern) -171 -447
- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -927 -23
+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 0 207
-/+ Zunahme/ Abnahme der Vorräte 1.115 -1.464
-/+ Zunahme/ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 606 1.709
-/+ Zunahme/ Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 89 697
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.902 1.722
+/- Zunahme / Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.459 279
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -356 -754
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 25 188
+ Zinsaufwendungen 502 533
- Zinserträge -1 -4
+ Ertragsteueraufwand 1.207 946
-/+ Ertragsteuerzahlungen -531 -403
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 7.453 13.302
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -185 -82
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.147 3.927
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.085 -4.372
+ Erhaltene Zinsen 1 4
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.121 -524
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 387
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten und Mietkauffinanzierungen -6.448 -10.304
- Gezahlte Zinsen -502 -533
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.200 -800
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -8.150 -11.250
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) -2.819 1.528
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 8.567 7.039
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.748 8.567
  5.748  
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds zum Stichtag    
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.748 8.587
- kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 -20
  5.748 8.567

Konzerneigenkapitalspiegel

EIGENKAPITALSPIEGEL für das Geschäftsjahr 2021

OHH Ostsee Hanse Holding GmbH

Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals
gezeichnetes erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Konzern-
Kapital
Euro
Gewinnrücklagen satzungsmäßige
Euro
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Euro
Bilanzgewinn
Euro
eigenkapital
Euro
Saldo am 31.12.2019 51.200,00 5.486.380,73 -385,87 7.234.104,06 12.771.298,92
Ausschüttung in 2020 0,00 0,00 0,00 -800.000,00 -800.000,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 463.667,10 10.919,74 2.392.776,40 2.867.363,24
Saldo am 31.12.2020 51.200,00 5.950.047,83 10.533,87 8.826.880,46 14.838.662,16
Ausschüttung in 2021 0,00 0,00 0,00 -1.200.000,00 -1.200.000,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -33.842,63 0,00 -33.842,63
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 564.707,31 0,00 3.073.048,10 3.637.755,41
Saldo am 31.12.2021 51.200,00 6.514.755,14 -23.308,76 10.699.928,56 17.242.574,94

Konzernanhang

Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Konzernabschluss

1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht:  
Firmensitz laut Registergericht: Stavenhagen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Neubrandenburg
Register-Nr.: HRB 2853

2. Anwendung des Handelsgesetzbuches

Der Konzernabschluss der OHH Ostsee Hanse Holding GmbH, Stavenhagen ist für das Geschäftsjahr 2021 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden.

Ergänzend zu den Vorschriften des HGB werden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten deutschen, dänischen und polnischen Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

3. Angaben zum Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis besteht neben der OHH Ostsee Hanse Holding GmbH, Stavenhagen, aus folgenden Unternehmen:

KP Logistik Stavenhagen GmbH, Stavenhagen

KP Logistik Wustermark GmbH, Stavenhagen

Lkw-Center-Petersen GmbH, Stavenhagen

LKW Center Petersen Rostock GmbH, Rostock

Reuterstädter Immobilien und Grundstücksverwaltungs GmbH, Stavenhagen

LKW Center Petersen Stralsund GmbH, Stralsund

KP Logistik Szczecin Sp. z o.o., Stettin (Polen)

OHH Danmark A/S, Køge (Dänemark)

KP Logistik Køge A/S, Køge (Dänemark)

KP Ejendomme A/S, Køge (Dänemark)

Lastvogncenter 24-7 A/S, Køge (Dänemark)

24-7 MAT A/S, Køge (Dänemark)

Die OHH Ostsee Hanse Holding GmbH, Stavenhagen, hält direkt oder indirekt 100 % der o. g. Unternehmen. Da ihr die Mehrheit der Stimmrechte zustehen, fließen alle Unternehmen in den Konsolidierungskreis ein.

Die folgenden Tochterunternehmen der OHH Ostsee Hanse Holding GmbH, Stavenhagen, erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB und sind daher von den dort geregelten Pflichten zur Anwendung der ergänzenden Vorschriften zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung von Jahresabschluss und Lagebericht befreit:

KP Logistik Stavenhagen GmbH, Stavenhagen

KP Logistik Wustermark GmbH, Stavenhagen

Lkw-Center-Petersen GmbH, Stavenhagen

LKW Center Petersen Rostock GmbH, Rostock

LKW Center Petersen Stralsund GmbH, Stralsund

Reuterstädter Immobilien und Grundstücksverwaltungs GmbH, Stavenhagen.

Das Tochterunternehmen KP Logistik Szczecin Sp. z o.o., Stettin (Polen) wurde am 29.07.2021 neu gegründet. Die werbende Tätigkeit wird erst im Jahr 2022 aufgenommen.

4. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte in der Vergangenheit nach der Buchwertmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgte auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Aus der Erstkonsolidierung ergaben sich Firmenwerte in Höhe von € 597.811,39, die im Anlagenspiegel in den historischen Anschaffungskosten der Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten, zwischenzeitlich aber vollständig abgeschrieben sind. Diese Methode wird für Altfälle, bei denen die erstmalige Einbeziehung vor der Anwendung des BilMoG lag, fortgeführt.

Die Kapitalkonsolidierungen ab 2010 nach Anwendung des BilMoG erfolgen nach der Neubewertungsmethode. Als Zeitpunkt für die Einbeziehung in den Konzernabschluss gilt der Tag der Anschaffung des jeweiligen Tochterunternehmens. Aus der Erstkonsolidierung ergaben sich Firmenwerte in Höhe von € 3.145.323,91, die im Anlagenspiegel in den historischen Anschaffungskosten der Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten, zwischenzeitlich aber vollständig abgeschrieben sind.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

Die Zwischenergebniseliminierung erfolgt gemäß § 304 HGB dergestalt, dass in den Konzernabschluss Vermögensgegenstände, die ganz oder teilweise auf Lieferungen oder Leistungen zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen, in der Konzernbilanz mit einem Betrag angesetzt werden, zu dem sie in der auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellten Jahresbilanz dieses Unternehmens angesetzt werden könnten, wenn die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen auch rechtlich ein einziges Unternehmen bilden würden.

5. Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgte nach der modifizierten Stichtagsmethode. Die Währungsumrechnung erfolgte für die Aktiv- und Passivposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro und für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs in Euro. Ermittelt wurden die Kurse von der Europäischen Zentralbank, wobei die Durchschnittskurse auf Basis der täglichen Euro-Referenzkurse der Europäischen Zentralbank errechnet wurden. Alle sich daraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen wurden unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst.

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der OHH Ostsee Hanse Holding GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Hinsichtlich der latenten Steuern wird im Einzelabschluss der OHH Ostsee Hanse Holding GmbH die Abrechnungsspitze aus den gesamten Steuerbe- und -entlastungseffekten saldiert ausgewiesen. Nach § 306 S. 2 HGB werden latente Steuern in der Konzernbilanz wahlweise unsaldiert ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2021 werden keine Geschäfts- oder Firmenwerte mehr aus Konsolidierungen ausgewiesen, da die Buchwerte in der Vergangenheit bereits vollständig abgeschrieben wurden. Aus dem Erwerb einer Lkw-Werkstatt in Stralsund resultiert ein Geschäfts- und Firmenwert, welcher bereits abgeschrieben wurde, so dass der Geschäfts- oder Firmenwert einen Restbuchwert von TEuro 0 aufweist.

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften vorgenommen. Die lineare Abschreibungsmethode wird auf die immateriellen Vermögensgegenstände und die beweglichen Wirtschaftsgüter angewandt. Bei Fahrzeugen, die als Vorführfahrzeuge und/oder für die Vermietung eingesetzt werden, wird ab 2010 die degressive Abschreibung verwendet, um der wirtschaftlichen Entwertung der Fahrzeuge in den ersten Jahren besser Rechnung zu tragen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Daneben werden bei diesem Posten individuelle Einzelrisiken durch Wertabschläge sowie das allgemeine Kreditrisiko durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert.

Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Der anzuwendende Marktzinssatz wird von der Deutschen Bundesbank vorgegeben. Die Zuführung zu den Rückstellungen erfolgt mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Unter den Passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Einnahmen aus Wartungs- und Reparaturverträgen abgegrenzt, die erst in den Folgejahren mit der tatsächlichen Erbringung der Wartungs- und Reparaturleistungen erfolgswirksam werden.

7. Anlagevermögen

Zur Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen im Geschäftsjahr siehe den Anlagenspiegel auf nachfolgendem Blatt.

8. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 26 ausgewiesen.

9. Sonderposten

Zusammensetzung Geschäftsjahr
Vorjahr
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 454.289,00 476.890,00

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse enthält die eingestellten Investitionszuschüsse. Sie werden entsprechend den Abschreibungen der begünstigten Vermögensgegenstände zeitanteilig aufgelöst.

10. Latente Steuern

Die in der Abgrenzung latenter Steuern aktivierten Beträge betreffen in Höhe von T€ 87 zeitliche Ergebnisdifferenzen aus der Zwischengewinneliminierung und in Höhe von T€ 519 Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerrecht beim Sachanlagevermögen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nicht angesetzt, weil nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit belegt werden kann, dass die bestehenden Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Jahre steuermindernd genutzt werden können.

Die Passiven latenten Steuern (T€ 780) betreffen Bewertungsunterschiede bei Gebäude sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderung Stand am Ende des Geschäftsjahres
Aktive latente Steuern 293.673,18 312.818,71 606.491,89
Passive latente Steuern 860.392,46 -80.095,07 780.297,39

Die latenten Steuern werden mit unternehmens- und betriebsstättenindividuellen Steuersätzen ermittelt, die zwischen 23 % und 31 % liegen.

Aus der Veränderung der zeitlichen Ergebnisdifferenzen wurden in 2021 latente Steuererträge saldiert in Höhe von T€ 393 erfasst. Darin enthalten sind Erträge aus Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe von T€ 11.

11. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten haben T€ 863 eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. In Höhe von T€ 15.316 sind Verbindlichkeiten durch Sicherungsübereignung an Kfz besichert. Ferner wurden Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 2.465 durch Grundschulden besichert.

12. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen in Höhe von T€ 313 p. a. und insgesamt T€ 354. Daneben bestehen Bestellobligo aus Einkaufskontrakten in Höhe von T€ 12.007 zum Bilanzstichtag, davon sind Posten in Höhe von T€ 10.536 zum Bilanzstichtag bereits verkauft.

13. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse des Konzerns (€ 99,4 Mio.), die zu 25,84 % im europäischen Ausland und ansonsten im Inland erzielt wurden, verteilen sich auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche wie folgt:

Geschäftsjahr Vorjahr
Logistik 61,1% 65,6%
Fahrzeughandel 25,3% 19,5%
Werkstattleistungen/Ersatzteile 11,3% 12,0%
Vermietungen, Übrige 2,3% 2,9%

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 499 enthalten. In diesen sind im Wesentlichen Erträge aus Anpassungen des Passiven Rechnungsabgrenzungspostens aufgrund der Feststellungen im Rahmen einer steuerlichen Außenprüfung in Höhe von T€ 412 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus der Zuführung zu Rückstellungen für etwaige Haftung für Sozialabgaben für Fremdarbeiter (T€ 116) enthalten. In der GuV-Position "Steuern vom Einkommen und Ertrag" werden Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von T€ 570 auf Grund einer durchgeführten steuerlichen Außenprüfung ausgewiesen.

Das von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 250 und entfällt mit T€ 139 auf Abschlussprüfungsleistungen und mit T€ 111 auf Steuerberatungsleistungen.

14. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode dargestellt. Für die im vorliegenden Konzernabschluss enthaltene Kapitalflussrechnung wurde das Regelwerk des Deutschen Rechnungslegungs Standards Nr. 21 (DRS 21) angewendet.

In den Finanzmittelfonds wurden die Kassenbestände, die täglich fälligen Guthaben bei Kreditinstituten sowie Termin- und Festgelder mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als 3 Monaten einbezogen. Diese unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Ferner werden, wenn vorhanden, jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, in den Finanzmittelfonds einbezogen.

Zahlungsunwirksame Investitionen in das Anlagevermögen in Form von Mietkäufen in Höhe von T€ 1.942 (Vorjahr: T€ 1.205) wurden in die Kapitalflussrechnung nicht einbezogen.

Der Finanzmittelfonds setzte sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt zusammen:

2021
T€
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.748
kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
  5.748

15. Konzerneigenkapital

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von T€ 7.627 enthalten.

Die Veränderung der Posten des Konzerneigenkapitals ist im Eigenkapitalspiegel dargestellt.

Aus dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital (Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn) unterliegen die in die satzungsmäßige Gewinnrücklage eingestellten Beträge in Höhe von T€ 6.515 einer Ausschüttungssperre gemäß Satzung. Aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 stehen den Gesellschaftern T€ 5.082 zur Ausschüttung zur Verfügung.

16. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren bestellt:

Herr John Kenneth Petersen, CFO, Maxfelde,

Herr Lars Kenneth Petersen, CIO, Haslev/Dänemark,

Herr David Kenneth Brokholm, COO, Potsdam.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen 2021 T€ 1.070.

17. Mitarbeiter

Die Gesamtzahl der beschäftigten Arbeitnehmer beträgt im Geschäftsjahr im Jahresdurchschnitt 412 Personen, die sich wie folgt zusammensetzen:

2021
Disposition, Administration 76
Fahrer und sonstige gewerbliche Arbeitnehmer 336
Gesamt 412

18. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs

Es gibt keine besonderen Vorgänge in 2022.

19. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von € 10.699.928,56 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Stavenhagen, den 28. Juni 2022

gez. John Kenneth Petersen, Geschäftsführer

gez. Lars Kenneth Petersen, Geschäftsführer

gez. David Kenneth Brokholm, Geschäftsführer

Konzernanlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
Euro
Anlagevermögen            
Immaterielle Vermögensgegenstände            
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.795.541,18 184.681,24 0,00 242.723,59 0,00 2.737.498,83
Geschäfts- oder Firmenwert 3.844.457,34 0,00 0,00 0,00 0,00 3.844.457,34
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.639.998,52 184.681,24 0,00 242.723,59 0,00 6.581.956,17
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.900.480,98 786.298,33 0,00 0,00 0,00 17.686.779,31
technische Anlagen und Maschinen 151.253,92 0,00 0,00 0,00 0,00 151.253,92
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.150.712,56 9.261.455,58 0,00 5.780.694,08 0,00 56.631.474,06
Summe Sachanlagen 70.202.447,46 10.047.753,91 0,00 5.780.694,08 0,00 74.469.507,29
Summe Anlagevermögen 76.842.445,98 10.232.435,15 0,00 6.023.417,67 0,00 81.051.463,46
kumulierte Abschreibungen 01.01.2021
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2021
Euro
Anlagevermögen            
Immaterielle Vermögensgegenstände            
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.456.355,27 151.470,48 0,00 242.722,09 0,00 2.365.103,66
Geschäfts- oder Firmenwert 3.844.457,34 0,00 0,00 0,00 0,00 3.844.457,34
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 6.300.812,61 151.470,48 0,00 242.722,09 0,00 6.209.561,00
Sachanlagen            
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.084.173,98 476.070,37 0,00 0,00 0,00 6.560.244,35
technische Anlagen und Maschinen 53.308,64 15.419,58 0,00 0,00 0,00 68.728,22
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.922.585,59 5.974.350,04 0,00 3.041.169,12 0,00 36.855.766,51
Summe Sachanlagen 40.060.068,21 6.465.839,99 0,00 3.041.169,12 0,00 43.484.739,08
Summe Anlagevermögen 46.360.880,82 6.617.310,47 0,00 3.283.891,21 0,00 49.694.300,08
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2021
Euro
Buchwert 31.12.2020
Euro
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände      
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 372.395,17 339.185,91
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 372.395,17 339.185,91
Sachanlagen      
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 11.126.534,96 10.816.307,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 82.525,70 97.945,28
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 19.775.707,55 19.228.126,97
Summe Sachanlagen 0,00 30.984.768,21 30.142.379,25
Summe Anlagevermögen 0,00 31.357.163,38 30.481.565,16

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernabschluss wurde am 21.11.2022 gebilligt.

Bestätigungsvermerk

Zu dem vorstehenden Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die OHH Ostsee Hanse Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der OHH Ostsee Hanse Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern- Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OHH Ostsee Hanse Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 7. Oktober 2022

Kreston Basedow GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Basedow, Wirtschaftsprüfer"

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