Golden Interstar GmbHLiquidiert

Vordere Straße 15, 71642 Ludwigsburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 282169
Eingetragen
24.2.2005
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikHerstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikEinzelhandel mit Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit sowie die Entwicklung und Produktion von Telekommunikationsgeräten.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Golden Interstar GmbH

Rudersberg

Jahresabschluss zum 30. April 2008

Lagebericht

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

Die Golden Interstar GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2007/2008 ein Rohergebnis von 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro). Davon entfielen auf die digitalen Receiver rd. 60 % und auf die Frequenzumwandler rd. 6 % des Gesamtumsatzes.

Auf das Exportgeschäft entfielen rund 97 Prozent des Geschäftsvolumens. Die für die Golden Interstar GmbH bedeutendste Region, stellte mit einem Umsatzanteil von 36 Prozent, Nordafrika dar, Russland hatte im Geschäftsjahr 2007/2008 einen Umsatzanteil von 25 Prozent. Deutschland stellte einen Umsatzanteil von 3 Prozent dar und Europa 31 Prozent.

Der Umsatzrückgang beruht auf Veränderungen der Nachfrageseite sowie auf der Weiterentwicklung im Produktbereich. Produkte neuer Technologie konnten erst später in den Markt gebracht werden. Durch eine leichte Verschiebung im Produktmix konnte die Rohertragsmarge von 13,2 % auf 14,7 % gesteigert werden. Höhere Kosten im Personalbereich durch Stärkung des Vertriebs sowie Einsparungen in den Kostenbereichen Verwaltung und Vertrieb führen immer noch zu einem zufriedenstellenden Betriebsergebnis von € 1,3 Mio. gegenüber € 1,6 Mio. im Vorjahr. Die Betriebsergebnisrendite konnte dadurch von 5,4% auf 5,9% gesteigert werden, was uns positiv für das nächste Geschäftsjahr stimmt.

Das Finanzergebnis hat sich insbesondere durch den hohen Zinsspread iHv von ca. 8 % bei dem USD-Guthaben und der EUR-Verbindlichkeit verschlechtert.

Verantwortlich für den Jahresfehlbetrag iHv T€ 1.328 in diesem Jahr ist im Wesentlichen das außerordentliche Ergebnis iHv ./. T€ 1.892. Ohne das außerordentliche Ergebnis würde das Jahresergebnis T€ 564 (Vorjahr: 297) betragen.

Die außerordentlichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Verluste aus Devisentermingeschäften und aus der Abwertung des USD-Guthabens zum Stichtag.

Der Jahresabschluss wurde unter Going-Concern Gesichtspunkten aufgestellt. Von unserer Hausbank haben wir seit August 2005 ein Schuldscheindarlehen über € 2.000.000,00 aufgenommen. Das Schuldscheindarlehen kann auf Grund der außerordentlichen Aufwendungen und der damit einhergehenden Nichterfüllung von Finanzkennzahlen mit sofortiger Wirkung gekündigt werden. Daneben bestehen weitere Kreditlinien. Der Fortbestand unserer Gesellschaft ist unter der Prämisse der weiteren Gewährung des Schuldscheindarlehens/der Kredite gesichert.

2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2007 schwächte sich das Weltwirtschaftswachstum im Vergleich zum Vorjahr leicht ab und erreichte einen Wert von 3,6 % (2006: 3,8 %). Nach einer hervorragenden Entwicklung im ersten Halbjahr führten die Turbulenzen an den internationalen Kapital- und Kreditmärkten infolge der Krise auf dem US-Hypothekenmarkt im weiteren Jahresverlauf zu einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums.

In Europa wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Gesamtjahr um 2,9 % (2006: 3,1 %). Für dieses Wachstum waren vor allem die Schwellenländer der Region verantwortlich, deren Zuwachsraten von ca. 6 % die der westeuropäischen Volkswirtschaften erneut übertrafen. In Westeuropa schwächte sich das BIP-Wachstum in den meisten Ländern verglichen mit dem Vorjahr ab. Das Konsumklima in der EU erreichte im Mai 2007 seinen Spitzenwert und schwächte sich im weiteren Jahresverlauf konstant ab.

In den USA verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2007 auf 2,2 % (2006: 2,9 %). Hier wirkte sich die Krise am Immobilienmarkt auch auf andere Bereiche der Wirtschaft aus. Das Vertrauen der US-Konsumenten ging ab den Sommermonaten bis zum November 2007 stetig zurück und fiel auf den niedrigsten Wert seit Ende des Jahres 2005. Hauptgründe für den Rückgang waren der steigende Ölpreis, die Kreditverknappung und ein schwacher Dollar infolge der Immobilienkrise.

Die Konjunktur in den meisten asiatischen Ländern setzte ihren kontinuierlichen Aufschwung fort. Das BIP für die Gesamtregion legte im Jahr 2007 nochmals um 8,6 % zu (2006: ca. 8,5 %). Das Wirtschaftswachstum in China erreichte 11,5 %, während Japan lediglich einen Wert von 1,9 % verzeichnen konnte. Die anderen Schwellenländer der Region erzielten aufgrund einer florierenden Exportwirtschaft Zuwachsraten im zweistelligen Bereich. Das asiatische Konsumklima entwickelte sich mit Ausnahme von Japan positiv.

3. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Aufgrund des gesunkenen Umsatzes und des Abbaus der Vorräte ist die Bilanzsumme deutlich von T€ 14.111 auf T€ 8.021 gesunken. Die Eigenkapitalquote beträgt daher trotz des durch außerordentlichen Aufwendungen belasteten Jahresfehlbetrages 20,3 % (Vorjahr : 20,9 %). Der Cashflow beträgt T€ 616 (Vorjahr: T€ 383). Neben der planmäßigen Tilgung von Krediten (T€ 250) konnte der kurzfristige Finanzmittelbestand (Saldo aus Guthaben und kurzfristigen Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten) um T€ 386 reduziert werden. Neben dem Schuldscheindarlehen über € 2.000.000,00 bestehen weitere Kreditlinien. Die Ertragslage ist im Geschäftsjahr 2007/2008 geprägt durch das außerordentliche negative Ergebnis von T€ 1.892.

4. Risikomanagement und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Golden Interstar GmbH ist aufgrund seiner weltweiten Aktivitäten und rascher Veränderungen im Unternehmensumfeld in den Bereichen Technologie, Markt und Wettbewerb naturgemäß einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Risikopolitik zielt darauf ab, vorhandene Chancen optimal zu nutzen und die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, wenn damit ein entsprechender Mehrwert geschaffen werden kann. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen, die finanzielle Folgen auf Liquidität, Finanzanalyse und Ertragssituation begrenzen und eine existenzgefährdende Situation ausschließen.

Die Golden Interstar GmbH vertreibt ihre Produkte in nahezu allen Regionen der Welt. Darunter befinden sich Märkte, deren Länderrisiko aufgrund von wirtschaftlichen oder auch politischen Aspekten sehr ausgeprägt ist. Sobald diese Risiken in einzelnen Ländern, sei es durch wirtschaftliche Entwicklung oder aber aus politischen Beweggründen heraus eintreten, hat dies unmittelbar Einfluss auf den Absatz der Golden Interstar GmbH. Das Unternehmen arbeitet daran, die Kunden- und damit die Marktbasis ständig zu erweitern, so dass die Abhängigkeit von einzelnen Märkten bzw. Ländern innerhalb gewisser Grenzen verbleibt. Der Markt für die Produkte der Golden Interstar GmbH zeichnet sich durch einen schnellen Technologiewandel, sich ändernde Bedürfnisse der Kunden, der fortlaufenden Einführung neuer Produkte sowie sich ständig neu entwickelnden Produktstandards aus. Durch die Einführung neuer Produkte seitens des Unternehmens oder seiner Wettbewerber sowie durch neue Produktstandards, können bestehende Produkte veralten und unverkäuflich werden. Die Golden Interstar GmbH hat für diese Risiken Abschläge im Rahmen der verlustfreien Bewertung vorgenommen.

Die Entwicklung der Zahlungsausfälle zeigt, dass die Risiken im globalen Handel wieder zunehmen. Das gelte insbesondere für die Industrieländer, in denen der von Coface ermittelte Risiko-Index im ersten Quartal 2008 um 23,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal anstieg. Weltweit stiegen die Ausfälle um 13,4 Prozent. Sollten sich die aus der Subprime-Krise entstandenen Probleme in den USA verschärfen, könnte sich der Risikoindex nach Einschätzung der Coface im laufenden Jahr um bis zu 20 Prozent verschlechtern. Die Golden Interstar GmbH schützt sich durch Vorauskasse bei Neukunden und Bonitätsprüfung.

Von unserer Hausbank haben wir seit August 2005 ein Schuldscheindarlehen über € 2.000.000,00 aufgenommen. Das Schuldscheindarlehen kann auf Grund der außerordentlichen Aufwendungen und der damit einhergehenden Nichterfüllung von Finanzkennzahlen mit sofortiger Wirkung gekündigt werden. Daneben bestehen weitere Kreditlinien. Der Fortbestand unserer Gesellschaft ist unter der Prämisse der weiteren Gewährung des Schuldscheindarlehens/der Kredite gesichert.

5. Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag ergaben sich durch einer bei uns durchgeführten Zollprüfung für die Jahre 2005-2007. Die zum Teil fehlerhaften Zollanmeldungen seitens unserers Spediteurs belasten zusätzlich das diesjährige Ergebnis. Die Belastungen in Höhe von T€ 409 sind in den außerordentlichen Aufwendungen enthalten.

6. Mitarbeiter

Die Golden Interstar GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2007/2008 im Jahresdurchschnitt 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

7. Chancen- und Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2009 wird Golden Interstar GmbH den deutschen Markt weiter stärken. Hierzu sind Kooperationen mit größeren Kaufhäusern (z. B. Karstadt), sowie mit Katalogversendern (z. B. Quelle) und Einkaufsverbünden (Euronics, EP, u.ä.) geplant. Erste Gespräche werden hierzu in Kürze stattfinden. Hiermit wird die Golden Interstar GmbH ihren Tätigkeitsbereich sowie auch den Absatz auf dem Deutschen Markt weiter stärken und ausbauen können. Dieser Schritt, vor allem die Kooperation mit den Einkaufsverbünden, wird zudem die Position der Golden Interstar GmbH auf dem europäischen Markt verstärken, da Gruppen wie Euronics und EP auch außerhalb Deutschlands über Niederlassungen verfügen und auch hier eine flächendeckende Distribution sichergestellt werden kann.

Zusätzlich werden verstärkt potenzielle OEM-Kunden (Original Equipment Manufacturer) auf dem deutschen und weltweiten Markt angesprochen um die Verkäufe über die eigenen Marken hinaus zu verstärken und auszubauen.

Des Weiteren wird derzeit eine neue Gerätegeneration entwickelt. Diese neue Generation soll über einen USB 2.0 Anschluss verfügen, an den beliebige Speichermedien (USB-Stick, USB-Festplatten, usw.) angeschlossen werden können um dort Filme aufnehmen zu können. Mit dieser Funktion wird aus einem Standardreceiver zusätzlich ein vollwertiger Videorekorder mit dem auch zeitversetztes Fernsehen ermöglicht wird. Zusätzlich können über die USB-Schnittstelle verschiedene Bild-, Video- und Audioformate über den Receiver auf dem Fernseher dargestellt oder abgespielt werden.

Ein weiteres Gerät an dem derzeit entwickelt wird ist die sogenannte "MPEG-4 SD"-Plattform. Derzeit strahlen die meisten Sender im MPEG-2 Format aus. MPEG-2 ist dabei ein Komprimierungsverfahren mit dem die Übertragungsdaten gebündelt werden um Bandbreiten zu sparen. Durch die Umstellung auf das MPEG-4 Format ist es möglich, die Übertragungsdaten in noch kleinere Formate zu komprimieren. Den Netzbetreibern ist es somit möglich anstatt z. B. 5 Sender auf einer Frequenz, nun ca. 8-10 Sender auf der gleichen Bandbreite zu übertragen. Dies sorgt dafür, dass in Zukunft eine größere Vielfalt an Programmen bereit gestellt werden kann. Aus diesem Grund müssen auch die Endgeräte für den Kunden neu angepasst werden. Um diesem neuen Formattrend zu folgen und auch sicherzustellen, dass die Golden Interstar GmbH weiterhin zukunftsorientierte und zukunftssichere Produkte anbieten kann, werden einige neue Geräte entwickelt die dieses neue Komprimierungsformat unterstützen. Diese Geräte werden zunächst in den osteuropäischen Ländern angeboten werden, da hier bereits ein Markt für diese Produkte besteht und dieser auch stark wächst. Im Vergleich zu Deutschland und vielen weiteren Europäischen Ländern sind diese Länder hinsichtlich neuer Technologien bereits fortgeschrittener und innovativer. Es wird erwartet, dass in diesen Märkten durch das Angebot dieser Geräte der Marktanteil beträchtlich gesteigert werden kann.

 

Rudersberg, 16.07.2008

gez. Bouchaib Chakir

Bilanz

AKTIVA

  30.04.2008
30.04.2007
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.088,28 7.735,57
II. Sachanlagen 157.435,25 184.986,72
- davon Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken: € 63.005,95 (Vorjahr: € 65.060,08 )    
- davon technische Anlagen und Maschinen: € 6.301,00 (Vorjahr: € 8.722,00 )    
- davon andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: € 88.128,30 (Vorjahr: € 111.204,64 )    
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 3.617.321,83 9.127.593,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.110.184,23 4.754.389,95
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 89.801,29 1.158,87
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.840,00 35.040,00
  8.020.670,88 14.110.904,54

PASSIVA

   
30.04.2008
30.04.2007
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 2.460.435,91 2.163.181,93
III. Jahresfehlbetrag /-überschuss - 1.328.408,95 297.253,98
  1.632.026,96 2.960.435,91
B. Rückstellungen 878.353,25 2.041.900,00
C. Verbindlichkeiten 5.510.290,67 9.108.568,63
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: € 3.118.885,50 (Vorjahr: € 3.665.978,04 )    
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern: € 384.089,25 (Vorjahr: € 840.902,33 )    
  8.020.670,88 14.110.904,54

Gewinn- und Verlustrechnung

  2007/2008 2006/2007
 
1. Rohergebnis   3.381.664,76   4.050.011,73
2. Personalaufwand        
a Löhne und Gehälter - 732.547,11   - 662.370,00  
b soziale Abgaben - 129.590,43 - 862.137,54 - 137.630,93 - 800.000,93
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   - 51.752,94   - 86.048,54
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   - 1.428.672,15   - 2.218.211,39
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   137.072,63   7.843,16
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   - 697.851,19   - 403.382,82
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   478.323,57   550.211,21
8. außerordentliche Erträge 1.218.400,00   0,00  
9. außerordentliche Aufwendungen - 3.110.454,42   0,00  
10. außerordentliches Ergebnis   - 1.892.054,42   0,00
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   87.480,13   - 250.136,00
12. sonstige Steuern   - 2.158,23   - 2.821,23
13. Jahresfehlbetrag /-überschuss   - 1.328.408,95   297.253,98

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die zur Erläuterung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Angaben sind in den Anhang übernommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und in 3 Jahren linear abgeschrieben bzw. auf die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge verteilt.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibungen bei Gebäuden erfolgen linear. Die zugrunde liegende Nutzungsdauer beträgt 50 Jahre. Die beweglichen Anlagen werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt 2 bis 11 Jahre. Bei dem beweglichen Anlagevermögen werden Abschreibungen auf Zugänge handelsrechtlich analog zu den steuerlichen Vorschriften monatsgenau vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bei den Vorräten erfolgt der Ansatz der unfertigen Erzeugnisse mit den steuerlichen Herstellungskosten (Materialeinzel- und -gemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und -gemeinkosten unter Einbezug der Sondereinzelkosten der Fertigung). Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt.

Soweit die Wertansätze den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet.

Bei den Waren erfolgt die Bewertung mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag.

Die erhaltenen/geleisteten Anzahlungen werden entsprechend dem Wahlrecht zu Nettowerten (ohne Umsatzsteuer) bilanziert. Erhaltene Anzahlungen werden nicht auftragsbezogen offen von den Vorräten abgesetzt, soweit sie diese nicht übersteigen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Einzelwertberichtigungen für erkennbare Risiken - und bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Abzug einer Pauschalwertberichtigung - ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Offene Währungsforderungen sind zum Tageskurs zum Zeitpunkt der Forderungsbegründung oder zum niedrigeren Kurs des Bilanzstichtages angesetzt. Währungsverbindlichkeiten sind mit dem Tageskurs des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem höheren Stichtagskurs bewertet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Anlagepositionen im Jahr 2007/2008 ist in Abschnitt E. dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

      Restlaufzeit
  Stand
30.04.2008
T€
Stand
30.04.2007
T€
mehr als 1 Jahr
30.04.2008
T€
mehr als 1 Jahr
30.04.2007
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.482 3.453 0 0
sonstige Vermögensgegenstände 628 1.301 0 0
  4.110 4.754 0 0

3. Verbindlichkeiten

Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten ist in Abschnitt F. dargestellt.

4. sonstige finanzielle Verpflichtungen

  30.04.2008
T€
30.04.2007
T€
Jahresbetrag der Verpflichtungen aus    
langfristigen Miet- und Leasingverträgen 139 156

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. periodenfremde Erträge von nicht unerheblicher Bedeutung

  2007/2008
T€
2006/2007
T€
Aktivierung Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag aus Verlustrücktrag 118 0

2. periode nfremde Aufwendungen von nicht unerheblicher Bedeutung

  2007/2008
T€
2006/2007
T€
Forderungsverluste einschließlich    
Einstellungen in Einzel- und Pauschalwertberichtigungen 291 227
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 0 451
  291 678

3. außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Die außerordentlichen Erträge und Aufwendungen betreffen:

  2007/2008
T€
2006/2007
T€
außerordentliche Erträge    
Auflösung der Rückstellungen 1.030 0
Auflösung der Rückstellung für Umsatzsteuer    
Nachzahlungsrisiko 2003-2005 188 0
  1.218 0
außerordentliche Aufwendungen    
Kursdifferenzen aus Devisentermingeschäften 1.603 0
Kursdifferenzen aus USD-Termingeschäften 764 0
Zuführung zur Rückstellung Zollrisiko 409 0
Schuldübernahme aufgrund Schließung Chakir Mediatronic 334 0
  3.110 0
außerordentliches Ergebnis -1.892 0

E. Entwicklung des Anlagevermögens

  A n s c h a f f u n g s - b z w . H e r s t e l l u n g s k o s t e n
  Stand
01.05.2007
Zugänge
Abgänge
Stand
30.04.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte 81.369,48 0,00 0,00 81.369,48
2. DV-Software 23.718,36 1.400,00 0,00 25.118,36
  105.087,84 1.400,00 0,00 106.487,84
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten        
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71.412,90 0,00 0,00 71.412,90
2. technische Anlagen und Maschinen 13.031,90 0,00 0,00 13.031,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 278.707,32 5.095,90 11.625,86 272.177,36
  363.152,12 5.095,90 11.625,86 356.622,16
I n s g e s a m t 468.239,96 6.495,90 11.625,86 463.110,00
  A b s c h r e i b u n g e n
  Stand
01.05.2007
Zugänge
Abgänge
Stand
30.04.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte 77.406,48 3.955,00 0,00 81.361,48
2. DV-Software 19.945,79 3.092,29 0,00 23.038,08
  97.352,27 7.047,29 0,00 104.399,56
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten        
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.352,82 2.054,13 0,00 8.406,95
2. technische Anlagen und Maschinen 4.309,90 2.421,00 0,00 6.730,90
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 167.502,68 40.230,52 23.684,14 184.049,06
  178.165,40 44.705,65 23.684,14 199.186,91
I n s g e s a m t 275.517,67 51.752,94 23.684,14 303.586,47
  R e s t b u c h w e r t e
  Stand
30.04.2008
Stand
30.04.2007
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Gewerbliche Schutzrechte 8,00 3.963,00
2. DV-Software 2.080,28 3.772,57
  2.088,28 7.735,57
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten    
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.005,95 65.060,08
2. technische Anlagen und Maschinen 6.301,00 8.722,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.128,30 111.204,64
  157.435,25 184.986,72
I n s g e s a m t 159.523,53 192.722,29

F. Aufgliederung der Verbindlichkeiten

      Restlaufzeit Restlaufzeit
  Bilanzwert bis 1 Jahr mehr als 5 Jahre
30.04.2008
T€
30.04.2007
T€
30.04.2008
T€
30.04.2007
T€
30.04.2008
T€
30.04.2007
T€
Verbindlichkeiten            
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.119 3.666 994 1.291 0 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.318 3.878 1.318 3.878 0 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 384 841 384 841 0 0
4. sonstige Verbindlichkeiten 689 723 689 723 0 0
Gesamt 5.510 9.108 3.385 6.733 0 0
       
  Gesicherte Beträge  
30.04.2008
T€
30.04.2007
T€
Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 713 1.031 Sicherungsübereignung
Warenlager, Globalzession
Kundenforderungen,
Verpfändung Festgelder
nebst EUR- sowie
USD-Abwicklungskonten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 ./.
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 ./.
4. sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0
Gesamt 713 1.031 0

G. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

  Jahresdurchschnitt
  2007/2008 2006/2007
gewerbliche Arbeitnehmer 12 12
Angestellte 7 7
  19 19

2. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Bouchaib Chakir, Geschäftsführer.

3. Derivative Finanzinstrumente

Währungsrisiken werden durch den Abschluss eines Optionsgeschäftes auf das bestehende USD-Guthaben begrenzt. Das Optionsgeschäft wurde im laufenden Geschäftsjahr bis zum 19.12.2008 abgeschlossen. Der Marktwert der Option zu Gunsten der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag T€ 114. Aufgrund der Bildung einer Bewertungseinheit (geschlossene Position) werden die Anschaffungskosten der Optionsprämie im laufenden Geschäftsjahr als Aufwand erfasst, im Gegenzug dazu wird der gesicherte Teil des USD-Guthabens i.H.v. USD 6,7 Mio. zum Sicherungskurs bewertet. Der übersteigende Betrag von TUSD 745 ist ungesichert (offen) und wird zum Stichtagskurs bewertet.

Die Bewertung des Derivats erfolgte durch das Kreditinstitut, über welches das Derivat abgeschlossen wurde. Das Kreditinstitut bewertet das Derivat nach anerkannten Methoden und Modellen der Finanzmathematik.

 

Rudersberg, 16.07.2008

gez. Bouchaib Chakir

Bestätigungsvermerk

Bei dem nachfolgenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Golden Interstar GmbH, Rudersberg, für das Geschäftsjahr vom 01.05.2007 bis 30.04.2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist im Abschnitt Risiken der künftigen Entwicklung ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft unter der Prämisse der weiteren Gewährung des Schuldscheindarlehens/der Kredite gesichert ist."

 

Stuttgart, 16.07.2008

BW PARTNER
Bauer Wulf Schätz Hasenclever Stiefelhagen Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Martin Wulf, Wirtschaftsprüfer

gez. i.V. Ralph Setzer, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Angabe zur Feststellung nach § 328 Abs. 1 HGB

Feststellung des Jahresabschlusses zum 30.04.2008

Der Jahresabschluss der Golden Interstar GmbH zum 30.04.2008 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 01.10.2008 festgestellt worden.

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