Loushell GmbH
Selbe AdresseIndustrie- und Produktdesign
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Arne Bullan seit 8.3.2023 | Geschäftsführer |
Jan-Hendrik Kompa seit 14.12.2021 | Geschäftsführer |
Laura Regina Ullrich seit 6.1.2014 | Prokura |
Sarah Lena Ullrich seit 6.1.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 20.62% | |
| 20.62% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ullrich GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LageberichtI. Grundlagen des UnternehmensDie Ullrich GmbH mit Sitz in Berlin und Verwaltungssitz in Kaufungen bei Kassel ist ein familiengeführtes Transportunternehmen. Spezialisiert ist die Ullrich GmbH auf den Transport mit Planen- und Tankaufliegern. Das Leistungsspektrum geht jedoch weit über den bloßen Transport von Waren hinaus. Die Leistungen umfassen: • Spedition • Disposition • Transport mit eigenem Fuhrpark • Werkstätten • Tankstellen. Der Fokus des Unternehmens liegt im nationalen Fernverkehr mit Komplettladungen. Der Markt ist nach wie vor durch eine hohe Volatilität gekennzeichnet, welche vor allem auch durch externe Faktoren wie Kraftstoffpreise und Laderaumkapazitäten bedingt ist. Das Unternehmen ist für den Geltungsbereich Transport, Logistik sowie Fahrzeugwartung- und Instandsetzung nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert. Für die Beförderung von Gefahrgut sind alle Fahrzeuge nach ADR/GGVSE ausgerüstet. Das Netzwerk der Ullrich GmbH mit eigenen Stützpunkten in Hamburg, Köln Hürth, Mörsdorf, Berlin, und Kaufungen ermöglichtes, Kundenwünsche unmittelbar und kostengünstig umzusetzen. Die Fahrer sind bestens geschult in Sachen Fahrsicherheit, Ladungssicherheit und Verbrauchsökonomie. Entsprechend unterstützt unser Fuhrpark höchste Ansprüche, sowohl in Ladungssicherung, Sicherheitsausstattung als auch unter ökologischen Gesichtspunkten. 99 % aller Fahrten erfolgen mit eigenem Fuhrpark, der technisch immer auf dem neusten Stand ist. Zwei eigene LKW-Werkstätten in Kaufungen und Mörsdorf sorgen für die ständige Einsatzbereitschaft der Flotte. Fahrzeuge der Ullrich GmbH werden hier ständig gewartet und repariert. Außerdem führen wir in den Werkstätten sämtliche vom Gesetzgeber vorgesehenen Untersuchungen durch. So sorgt die Ullrich GmbH für optimale Transportbedingungen: ökologisch und ökonomisch. II. ZweigniederlassungenDie Gesellschaft führt eine Zweigniederlassung in Kaufungen. III. WirtschaftsberichtA. Entwicklung von Branche und WirtschaftDie deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2022 trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit anhaltender Corona-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine, steigenden Preisen, Friktionen in den globalen Lieferketten und Lieferengpässen bei bestimmten Waren, Bauteilen und Rohstoffen, die sich auf zahlreiche Branchen auswirkten, gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 %. Allerdings schwächte sich die Dynamik der deutschen Wirtschaft zum Jahresende deutlich ab. Zuwächsen in vielen Dienstleistungsbereichen standen im Jahr 2022 Produktionsrückgänge in energieintensiven Branchen wie der chemischen Industrie sowie der Metallerzeugung und -verarbeitung gegenüber; im Baugewerbe sank die Bruttowertschöpfung ebenfalls. Die in Deutschland im Straßen-, Schienen- und Binnenschiffsgüterverkehr beförderte Gütermenge sank im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um rund 1,6 % auf rund 3,59 Mrd. t; die Verkehrsleistung im Inland nahm um rund 1,3 % auf rund 453,8 Mrd.tkm ab (ohne Straßengüterverkehr gebietsfremder Fahrzeuge in Deutschland). Im Jahr 2022 beförderten deutsche Lastkraftwagen im In- und Ausland eine Gütermenge von insgesamt knapp 3,1 Mrd. t und damit rund 1,5 % weniger als im Jahr 2021. Der Inlandsverkehr, auf den im Jahr 2022 rund 99,6 % der gesamten Transportmenge entfielen, nahm im Vergleichszeitraum ebenfalls um rund 1,5 % ab. Die Verkehrsleistung deutscher Lastkraftwagen im In- und Ausland ging im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,1 % auf insgesamt rund 303,9 Mrd. tkm zurück. Die Verkehrsleistung im Inland sank dabei im Vergleichszeitraum um rund 1,3 % auf rund 285,1Mrd. tkm. Ihr Anteil an der gesamten Verkehrsleistung deutscher Lastkraftfahrzeuge lag im Jahr 2022 bei rund 93,8 %. Nachdem der Straßengüterverkehr mit deutschen Lastkraftwagen in der ersten Jahreshälfte 2022 im Vorjahresvergleich noch Mengen- und Leistungssteigerungen verzeichnet hatte, drehten beide Vorzeichen auf Jahressicht noch ins Minus. Maßgeblich hierfür war vor allem das schwächere 4. Quartal 2022. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verzeichnete der Wirtschaftszweig "Güterbeförderung im Straßengüterverkehr, Umzugstransporte" im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum von rund 13,5 %, im Wirtschaftszweig "Sonstige Dienstleistungen für den Verkehr" stiegen die Umsätze im Vorjahresvergleich um rund 16,9 % (siehe Abbildung 7). Treiber der Umsatzentwicklung war vor allem der hohe Anstieg der Frachtraten. Im Wirtschaftszweig "Post-, Kurier- und Expressdienste" erhöhten sich die Umsätze im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,3 % B. GeschäftsverlaufTeils sehr hohe Kostensteigerungen bei Dieselkraftstoff, Energie, weiteren Betriebsmitteln, Löhnen und Gehältern führten im Jahr 2022 zu einem hohen Anstieg der Beförderungsentgelte im Straßengüterverkehr. Befördert wurde die Frachtenentwicklung zudem durch eine vorübergehende Verknappung des Angebots an Beförderungskapazitäten. So kam es im Zuge des Ukraine-Krieges im Frühjahr und Sommer 2022 auf dem deutschen Güterkraftverkehrsmarkt zu einem spürbaren Rückgang des Laderaumangebots. Angesichts der Beschränkungen für russische und belarussische Lkw in der EU fielen überdies Transportunternehmen aus Russland und Belarus als Wettbewerber auf den Ost-West-Relationen aus. In der Folge stiegen die Erzeugerpreise im Wirtschaftszweig "Güterbeförderungen im Straßenverkehr" im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um rund 13,9 % und im Wirtschaftszweig "Kraftwagenspedition" um rund 14,4 %. Auch waren die Auftraggeber, der Ullrich GmbH, aus der verladenden Industrie vielfach bereit, angesichts der Abhängigkeit von der Transport- und Logistikwirtschaft auch deutlich höhere Frachtraten zu akzeptieren, um den eigenen Bedarf an Beförderungskapazitäten sicher decken zu können. Dennoch waren die realisierten Entgeltsteigerungen nicht in allen Fällen ausreichend, um die hohen Kostensteigerungen vollständig zu kompensieren. Hohe finanzielle Herausforderungen erwuchsen dem Unternehmen wie oben bereits erwähnt vorallem aus dem starken Anstieg der Dieselpreise. Nachdem die Preise für Dieselkraftstoff im Jahr 2020 zwischenzeitlich stark gesunken waren, wiesen sie seit dem 4. Quartal 2020 wieder eine steigende Tendenz auf, die sich im 2. Halbjahr 2021 und insbesondere im Jahr 2022 im Zuge des Krieges in der Ukraine verstärkt fortsetzte. Im März 2022 lagen die Dieselpreise um rund 70 % über dem entsprechenden Wert des Vorjahresmonats. In der Spitze erreichte der Tagesdurchschnittspreis pro Liter Diesel an öffentlichen Tankstellen 2,33 Euro. Seit dem 4. Quartal 2022 entwickeln sich die Dieselpreise tendenziell rückläufig. Insgesamt lagen die Preise für Dieselkraftstoff im Durchschnitt um rund 44,8 % über dem Jahresdurchschnitt 2021. Zwar griffen bezüglich der Preissteigerungen zumeist die vereinbarten Dieselpreisgleitklauseln, in der Regel jedoch erst mit zeitlicher Verzögerung. Unternehmensseitig entstanden so mithin oftmals hohe Vorfinanzierungskosten. C. Darstellung der Lage1. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 18.079.315,05 (im Vorjahr: EUR 18.320.199,09). Die Vermögensstruktur zum 31. Dezember 2022 ist durch den Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 38,62 % gekennzeichnet. Das kurzfristig gebundene Vermögen beträgt 25,37 % und die liquiden Mittel 30,74 % der Bilanzsumme. a) Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 842 im Sachanlagenbereich getätigt, wobei ein Schwerpunkt der Investitionen mit TEUR 443 die Anschaffung von Sattelaufliegern, mit TEUR 397 die Anschaffung von Grundstückseinrichtungen und mit TEUR 2 die Anzahlungen auf Grundstücke bildete. Diesen Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 865 gegenüber. b) Vermögenslage Die Vermögensstruktur ist durch folgende Anteile an der Bilanzsumme gekennzeichnet:
Die Erhöhung der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 3,4 beruht im Wesentlichen auf planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 8,4 und einem Zugang in Höhe von TEUR 11,8. Das Sachanlagevermögen der Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus Grundstücken, einschließlich Bauten und Betriebs- und Geschäftsausstattung. In 2022 hat sich der Bestand an Sachanlagevermögen insgesamt um TEUR 45,3 vermindert. Zugängen in Höhe von TEUR 842,5 stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 865,1 und Abgänge in Höhe von TEUR 263,8 gegenüber. Auf die Zugänge zum Sachanlagevermögen entfallen auf auf Technische Anlagen TEUR 0 und auf Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 443,0 und auf Geschäftsbauten sowie Einrichtungen für Geschäftsbauten TEUR 397,4. Außerdem entfallen TEUR 2,1 auf geleistete Anzahlungen. Der Erhöhung der Finanzanlagen in Höhe von TEUR 326,5 beruht im Wesentlichen aus der Darlehensvergabe an Höhe von TEUR 350,0. Das Darlehen wird mit 2% p.a. verzinst. Die flüssigen Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 5.685,2 um TEUR 126,9 auf TEUR 5.558,3 reduziert. Die aktiven latenten Steuern haben sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.183,90 um TEUR 226,3 auf TEUR 957,6 vermindert. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf die Verrechnung von Verlustvorträge und der unterschiedlichen Bewertung der Rückstellungen für Pensionen in Handels- und Steuerecht. c) Kapitalstruktur
Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt 52,63 % (Vorjahr 48,18 %) der Bilanzsumme. Die in 2022 getätigten Investitionen konnten fast ausschließlich aus den Zahlungsrückflüssen des Cash-flows aus Investitionstätigkeit sowie aus dem Bestand der flüssigen Mittel getätigt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten auf einen Betrag von TEUR 210,7 zurückgeführt werden. Die Tilgungen erfolgten aus dem Bestand der flüssigen Mittel . Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten ein langfristiges Darlehen mit einem Restbetrag von TEUR 210,7 mit günstigem Zinssatz. Die Tilgungsleistungen im Jahr 2022 betragen insgesamt TEUR 122,3. d) Liquidität
(Kapitalflussrechnung gem. DRS 21) Die Fremdkapitalfinanzierung setzt sich aus Annuitätendarlehen von TEUR 210,7 zusammen. Neben den Bankguthaben in Höhe von TEUR 5.553,4 hatte das Unternehmen eine freie Verfügbarkeit unter fest zugesagten Kreditlinien in Höhe von TEUR 510. Die Ullrich GmbH war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. 2. Ertragslage Das Jahresergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von EUR -484.116,52 auf EUR 689.230,04 gestiegen. a) Umsatzentwicklung Im Berichtszeitraum betrugen die Umsatzerlöse TEUR 25.963,0 (Vorjahr TEUR 21.564). Dies entspricht einer Erhöhungsrate gegenüber dem Vorjahr von 20,40%. Der Anteil folgender Leistungen am Gesamtumsatz beträgt:
b) Aufwendungen und Erträge
Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 20,40 % von TEUR 21.564,3 auf TEUR 25.963,0 gestiegen. Die Steigerung betrifft im Wesentlichen die Erhöhung der Speditionserlösen um TEUR 2.306,4, die Erhöhung der Treibstoffverkäufe um TEUR 1.790,6 sowie die Erhöhung der Erlöse aus Vermietung um TEUR 381,7. Materialaufwand Der Umsatzsteigerung stand eine Erhöhung des Materialaufwandes gegenüber dem Vorjahr in Höhe von TEUR 3.344,1 auf TEUR 10.460,7 gegenüber. Dies betrifft zum einen die Erhöhung der bezogenen Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 5,81 % sowie eine Erhöhung des sonstigen Materialaufwandes um 41,19 %. Der Rohertrag stieg somit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.302,9 auf TEUR 17.280,9. Personal- und Sozialbereich Zum Jahresende waren insgesamt 147 (im Vorjahr 160) Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) und 0 (im Vorjahr: 0) Auszubildender im Unternehmen tätig. Der Aufwand für Löhne und Gehälter betrug TEUR 4.999,8 (im Vorjahr TEUR 5.124). Dies entspricht einer Minderung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 2,43 %. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung betrugen TEUR 1.210,6 (im Vorjahr: TEUR 1.613). Dies entspricht einer Minderung gegenüber dem Vorjahr von 24,96 %. Die Minderung entfällt im Wesentlichen auf die gesetzlich sozialen Aufwendungen. Die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung betrugen TEUR 6,6. Somit sind die Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 22,35% gesunken. Sonstige betriebliche Aufwendungen Der sonstige Betriebsaufwand ist um TEUR 53,2 bzw. 0,6 % auf TEUR 9.287,3 gestiegen. Die Minderung betrifft alle Bereiche des sonstigen betrieblichen Aufwandes. Operatives Ergebnis (EBIT) Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern stieg gegenüber dem Vorjahr um 1.886,9 von TEUR -977,2 auf TEUR 909,7. Finanzergebnis Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 345,2 auf TEUR -91,1 verschlechtert. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Beteiligungserträgen von verbundenen Unternehmen im Vorjahr in Höhe von EUR 460.000,00. Ergebnis vor Steuern (EBT) Nach Zurechnung des Finanzergebnisses zum EBIT ergibt sich, dass das nach handelsrechtlichen Grundsätzen gerechnete Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 818,6 welches um TEUR 1.450,6 über dem Vorjahreswert liegt. Jahresüberschuss (EAT) Nach Abzug der Ertragsteuern verbleibt damit im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 689,2. D. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Finanzielle Leistungsindikatoren
1) Personalaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen 2) Operatives Ergebnis vor Zinsen, Beteiligungsergebnis und Steuern 3) EBIT zuzüglich Abschreibungen 4) Jahresüberschuss im Verhältnis zum Eigenkapital 5) Jahresüberschuss zuzüglich Zinsaufwand im Verhältnis zur Bilanzsumme 6) Jahresüberschuss im Verhältnis zu Umsatzerlösen 7) Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme 8) Anlagevermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme 4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Umweltschutz Die Fahrzeuge verfügten über das gesamte Berichtsjahr alle über die EURO-6 Norm. Daneben konnte der Treibstoffverbrauch gegenüber dem Vorjahr, ebenso wie der Anteil an Leerkilometern, durch Einsatz von neuer Software bei der Tourenplanung erneut gesenkt werden. IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken A. PrognoseberichtIn diesem Jahr 2022 haben sich die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven spürbar verschlechtert, was zum großen Teil durch die mittelbaren Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine zustande kam. Zwar haben die meisten Leitdaten den am Jahresanfang prognostizierten weiteren (Wieder-) Anstieg realisiert, der allerdings in aller Regel spürbar unter diesen Erwartungen und auch unter den Wachstumsraten des Jahres 2021 lag. Gegenwärtig ist die kurzfristige Entwicklung sowohl des Verkehrs als auch der Wirtschaft einerseits nach wie vor mit gravierenden Unsicherheiten behaftet, vor allem hinsichtlich der (unmittelbaren und mittelbaren) Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Andererseits sind diese Unsicherheiten deutlich geringer als vor einem Jahr, wenige Wochen nach Kriegsbeginn. Wegen der fundamentalen Bedeutung für den Prognosebericht geht das Unternehmen davon aus, dass unabhängig vom weiteren Verlauf des Kriegs um die Ukraine die Sanktionen gegen Russland bestehen bleiben und die Energierohstoffe deshalb weiterhin knapp. Erneute Eingriffe in die Preisbildung für gewerbliche Kraftstoffe wie in Gestalt des sog. "Tankrabatts" werden nicht angenommen. Derzeit sieht sich das Unternehmen mit einem außergewöhnlich hohen Gesamtkostenanstieg konfrontiert, in dem mehrere Komponenten, vor allem der Dieselkraftstoffpreis, Fahrzeuganschaffungs- und Personalkosten, zusammenwirken. In Folge dessen haben sich, wie oben beschrieben, die Erzeugerpreise des Straßengüterverkehrs (der deutschen Unternehmen) im Jahr 2022 deutlich erhöht. Allerdings wird dies durch den nach wie vor bestehenden Wettbewerb durch (preisgünstigere) ausländische Unternehmen abgeschwächt. Auf die modale Teilung hatte der Gesamtkostenanstieg im Lkw-Verkehr bisher keine spürbaren Auswirkungen. Dies wird sich im Jahr 2023 nicht verändern. Im Vergleich zum drastischen Effekt des letztjährigen Rohölpreisanstiegs auf den Kraftstoffpreis verblasste die sog. "CO 2 -Bepreisung", die de facto einer Anhebung des Mineralölsteuersatzes gleichkommt. Im Jahr 2022 wurde der CO 2 -Preis von 25 Euro pro Tonne (2021) um 5 Euro angehoben. Die für 2023 geplante Erhöhung in gleicher Höhe wurde von der Bundesregierung im September 2022 ausgesetzt und wird nach dem jetzigen Stand erst im Jahr 2024 wirksam. In den beiden folgenden Jahren wird der CO 2 -Preis um jeweils 10 Euro auf dann 55 Euro erhöht. Die nationalen und internationalen Konjunkturprognosen für das Jahr 2023 wurden im Frühjahr 2022 nach Kriegsausbruch kräftig abwärts revidiert. Die gesamtwirtschaftlichen Aussichten für das Jahr 2023 sind (im Jahresergebnis) noch schlechter als für das laufende Jahr. Wie bereits erwähnt, wird das BIP im Jahresergebnis kaum steigen und der Außenhandel vor allem auf derEinfuhrseite schwächer expandieren als im Vorjahr. Zudem wird die, für das Lkw-Verkehrsaufkommen bedeutende, Bauproduktion ins Minus drehen. Allerdings wird für die deutsche Industrie ebenfalls ein Vorzeichenwechsel, aber ins Plus, erwartet. Zusammen deutet das auf eine sehr ähnliche Entwicklung wie im laufenden Jahr hin. B. ChancenChancen ergeben sich für die Ullrich GmbH durch die bereits erfolgte Positionierung im straßengebundenen Gütertransport von Komplett- und Teilladungen. Den Wettbewerbsvorsprung durch die Größe des Unternehmens und die sich hieraus ergebenden Synergieeffekte gilt es zu halten. Die Gewinnung von Nachwuchskräften im Berufsbild des Kraftfahrers stellt das Unternehmen vor große Herausforderungen. In der jüngsten Vergangenheit gelang es trotz diverser Marketingkampagnen und Teilnahmen an Jobmessen im In- und Ausland noch nicht, genügend junge Nachwuchskräfte für das Berufsbild zu begeistern. C. RisikenDer Eintritt eines oder mehrerer der in der Folge beschriebenen Risiken kann nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ullrich GmbH haben. Die nachstehend beschriebenen Risiken sind nicht die einzigen, denen die Ullrich GmbH ausgesetzt ist. Weitere Risiken und Unsicherheiten, die der Gesellschaft gegenwärtig nicht bekannt sind, könnten den Geschäftsbetrieb ebenfalls beeinträchtigen und nachhaltige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Die Reihenfolge, in welcher die beschriebenen Risiken aufgeführt werden, enthält keine Aussage über die Wahrscheinlichkeit ihres Eintrittes und den Umfang der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen. Gleichzeitig beruhen die Auswahl und der Inhalt der Risikofaktoren auf Annahmen, die sich nachträglich als falsch erweisen können. Wesentlich für die Berichtsgesellschaft sind Marktrisiken, Betriebsrisiken, finanzwirtschaftliche Risiken und allgemeine Risiken. Marktrisiken resultieren aus dem Wechselspiel von Laderaumangebot und - nachfrage auf dem nationalen Markt und der Kostenentwicklung im Einkauf, insbesondere den Treibstoff und die Fahrzeuge betreffend. Die Berichtsgesellschaft wurde und wird insbesondere durch die Unsicherheit der Produktions- und Handelsunternehmen stark beeinträchtigt. Wenn diese ihre wirtschaftlichen Aktivitäten zurückfahren, resultiert daraus naturgemäß eine enorm gesunkene Nachfrage nach Laderaumkapazität. Um in dieser Marktumgebung bestehen zu können, wurden entsprechende Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzverbesserung eingeleitet. Diese beinhalten vor allem die Standardisierung des Fuhrparkes und die Anpassung des Personalbestandes an die Auftragslage sowie die Straffung der internen Prozesse. Die Betriebsrisiken der Berichtsgesellschaft betreffen einerseits die Infrastruktur, die für die Dienstleistungserbringung benötigt wird. Da die Ullrich GmbH straßengebundenen Gütertransport betreibt, ist sie vor allem auf eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur sowie IT-Infrastruktur angewiesen, die im Wesentlichen durch die öffentliche Hand, bzw. deren (ehemaligen) Tochterunternehmen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung gestellt wird. Andererseits wird die Qualität der Leistungserbringung insbesondere durch die laufende Schulung aller Mitarbeiter, durch die systematische Instandhaltung der Fahrzeuge in den eigenen Werkstätten sowie den rechtzeitigen Austausch erreicht. Möglichen Qualitätsmängeln (Unpünktlichkeit, Transportschäden, o.ä.) wird durch das eingesetzte Qualitätsmanagement begegnet. In diesem Rahmen werden die Zielabweichungen dokumentiert, analysiert und minimiert. Zu den Zins- und Preisänderungsrisiken und den Forderungsausfallrisiken, siehe unter Ziff.IV.D. Der straßengebundene Gütertransport - obwohl de facto unverzichtbar - wird von der Politik seit jeher sehr kritisch gesehen. Nach dem Willen des Gesetzgebers soll entgegen der tatsächlichen Möglichkeiten der Transport von Gütern vom LKW auf die Bahn verlagert werden. Dies soll dadurch erreicht werden, dass der Transport mit dem LKW durch staatliche Interventionen (z.B. Erhöhung der Maut, erdrosselnde Besteuerung von B100-Treibstoff, Straßendurchfahrtverbote) möglichst verteuert werden. Diesem Risiko begegnet die Ullrich GmbH mit einem permanenten, konsequenten Kostenmanagement. Risiken im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus Die gesamte Weltbevölkerung ist weiterhin der Ausbreitung des Corona-Virus ausgesetzt. Welche gesundheitlichen Risiken für die Bevölkerung hieraus erwachsen können, ist noch nicht absehbar. Zwar wurden im Jahr 2022 sämtliche Schutzmaßnahmen aufgehoben, jedoch ist eine Rückkehr zu den Schutzmaßnahmen bei einer Mutation des Coronavirus nicht auszuschließen. Aus Sicht der Ullrich GmbH sind die folgenden Risiken hervorzuheben: Es besteht das Risiko, dass es zu einer Abschwächung der weltweiten und insbesondere der nationalen Konjunktur kommt. Dies würde sich in der Konsequenz auf die Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen auswirken. Die Logistikbranche ist auch in Zeiten von weltweiten Krisen unabkömmlich. Daher geht die Geschäftsführung davon aus, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht gravierend für die Ullrich GmbH sein werden. Eine negative Auswirkung auf den Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 ist allerdings unwahrscheinlich. Risiken im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg Der Ukraine-Krieg sowie die daraus resultierenden Sanktionen dauern weiterhin an. Inwieweit sich durch den Krieg bedingte Risiken für die Wirtschafts-, Finanz- und Investitionsplanung ergeben, die die weitere Entwicklung und Strategien der Gesellschaft wesentlich beeinflussen, hängt vor allem davon ab, ob die bekannten Beeinträchtigungen enden, weiterbestehen oder neue hinzukommen. Seriöse Annahmen hierzu können auf Grund der nicht vorhersehbaren Entwicklungen nicht getroffen werden. Zu den bereits absehbaren Effekten zählen unter anderem die Auswirkungen der Sanktionen auf den Rohölpreis, auf die Lieferkettenproblematik und auf die Importe von Energiestoffen, wie im Prognosebericht unter A beschrieben. D. Grundsätze und Ziele des FinanzmanagementsZiel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die Gesellschaft eine konservative Risikopolitik. Zu dem im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Das Finanzmanagement umfasst das Kapitalstrukturmanagement, das Cash- und Liquiditätsmanagement sowie das Management von Marktpreisen (Zinsen) und von Kreditausfallrisiken. Das Kapitalstrukturmanagement gestaltet die Kapitalstruktur der Ullrich GmbH. Die Kapitalausstattung von Produktions-, Dienstleistungs- und Vertriebsgesellschaften wird nach den Grundsätzen kosten- und risikooptimaler Finanz- und Kapitalausstattung vorgenommen. Zentrales Ziel ist insbesondere die Steigerung der Eigenkapitalquote, die weiter verbessert werden konnte. Im Cash-Management werden alle Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren der Zahlungsmittelbedarfe und -überschüsse wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert und somit Transaktionskosten gespart als auch zeitlich Vorteile erzielt. Das Saldieren erfolgt durch Cash-Pooling-Verfahren. Die Gesellschaft hat zur Steuerung seiner Bankkonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge standardisierte Prozesse und Systeme etabliert. Das Liquiditätsmanagement stellt die jederzeitige Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft sicher. Hierzu werden in der Liquiditätsplanung die Zahlungsströme aus dem operativen Geschäft sowie aus Finanzierungsgeschäften in unterschiedlicher Auflösung für einen definierten Zeitraum (zwischen einem und zwölf Monaten) erfasst. Die entsprechenden Finanzierungsbedarfe werden mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung gedeckt. Vorhandene Liquiditätsüberschüsse werden renditeoptimal im Geldmarkt angelegt. Zusätzlich zur operativen Liquidität unterhält die Gesellschaft weitere Liquiditätsreserven, die kurzfristig verfügbar sind. Bestandteil dieser Liquiditätsreserve ist eine zugesagte Kreditlinie. Das Management von Marktpreisrisiken hat die Aufgabe, die Auswirkungen von Schwankungen bei Zinssätzen und Lieferpreise auf das Ergebnis der Geschäftsfelder der Gesellschaft zu begrenzen. Es handelt sich hierbei insbesondere um die Versorgung der Gesellschaft mit Betriebsmitteln und Kapital. Hierzu werden von der Geschäftsleitung nach der Ermittlung des zu sichernden Volumens und des abzusichernden Zeitraumes möglichst längerfristig Verträge abgeschlossen, die der Berichtsgesellschaft entsprechende Planungssicherheit verschaffen. Das beim Management von Kreditausfallrisiken betrachtete Risikovolumen umfasst die Gläubigerpositionen von Kunden aus dem Liefer- und Leistungsgeschäft, dass durch die Einräumung von Zahlungszielen entsteht. Das Ausfallrisiko wurde durch ein aktives, abgestuftes Kunden- und Forderungsmanagement im Konzern minimiert. E. NachtragsberichtZu den berichtspflichtigen Ereignissen nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Anhang des Jahresabschlusses zum 31.12.2022.
Berlin Ullrich GmbH Marc Andreas Ullrich, Geschäftsführer Arne Bullan, Geschäftsführer Karl Michael Ullrich, Geschäftsführer Jan-Hendrik Kompa, Geschäftsführer HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden Allgemeine Angaben Die Ullrich GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (HRB 3876). Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Ullrich GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages zu beachten. Die Gliederung erfolgte nach den Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die Abschreibung angesetzt. Sie werden linear über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Zugänge werden im Jahr der Anschaffung monatsgenau abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffung- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei werden die Zugänge monatsgenau (pro rata temporis) abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear bzw. degressiv vorgenommen. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren unter Beachtung des stengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Nennwert. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 1,5 % ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestanden am Abschlusssstichtag nicht. Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände sind zum Nennwert angesetzt. Der Posten aktive latente Steuern wurde auf Grund der erstmaligen Anwendung des BilMoG im Geschäftsjahr 2010 gebildet. Dieser Posten entfällt auf die unterschiedliche Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie Rückstellung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen im Handels- und Steuerrecht. Der betriebsspezifische Ertragsteuersatz beträgt 31,15 %. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert ausgewiesen und voll eingezahlt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projekt Unit Credit Methode" ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2022 mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven latenten Steuern resultieren aus Abweichungen der Handelsbilanz gegenüber der Steuerbilanz. Der betriebsspezifische Ertragsteuersatz beträgt 31,15 %. II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2022 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen enthalten 240.005,65 € Forderungen gegen Gesellschafter. Es handelt sich dabei um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Steuerrückzahlungen in Höhe von EUR 42.429,44 enthalten, die rechtlich erst im Folgejahr entstehen. Aktive latente Steuern Die Entwicklung der aktiven latenten Steuern stellt sich folgendermaßen dar:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpfichtungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet ("Projected-Unit-Credit" Methode bzw. Barwertmethode) gemäß IFRS/IAS Bewertung. Für die Berechnung wurden folgende Annahmen getroffen:
Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 274.959,00 bzw. EUR 2.537,00. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bzw. zum abgezinsten Barwert bilanziert. Bei der Archivierungsrückstellung wurde mit einer Preissteigerungsrate von 1,5 % und den Abzinsungssätzen der Deutschen Bundesbank gem. § 253 Abs. 2 HGB gerechnet. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten
Sicherheiten Von den Verbindlichkeiten sind insgesamt EUR 210.672,97 durch Grundpfandrechte gesichert, davon EUR 210.672,97 aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Weiterhin bestehen Sicherungsübereignungen. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten sind unbesichert. Mitzugehörigkeit Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen sind in Höhe von EUR 0,00 den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zugehörig und in Höhe von EUR 199.572,34 den sonstigen Verbindlichkeiten. Passive latente Steuern Die Entwicklung der passiven latenten Steuern stellt sich folgendermaßen dar:
Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse Bürgschaften Die Bürgschaften wurden aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten nahestehender Unternehmen übernommen. Diese valutieren per 31.12.2020 mit Euro 1.560.560,22. Aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monotorings der Liquiditätssituation der betreffenden Gesellschaften ist das Risiko einer Inanspruchnahme nach Einschätzungen der Ullrich GmbH als äußerst gering anzusehen. Eine Passivierung der Haftungsverhältnisse erscheint somit als nicht gegeben. Neben den Bürgschaften bestehen Grundschuldbestellungen zu Gunsten verbundener Unternehmen in Höhe von Euro 550.000,00. III. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse (Euro 25.963.018,75) wurden zum überwiegenden Teil im Inland erzielt und verteilen sich auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche wie folgt:
In den Umsatzerlösen sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 42.000,00 (Vorjahr Euro 42.000,00) enthalten. Sonstige betriebliche Erträge Ein wesentlicher Posten sind Versicherungsentschädigungen und Schadensersatz in Höhe von T€ 68 (Vorjahr T€ 85) sowie Erträge aus Maut T€ 1.343 (Vorjahr T€ 1.1.236). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von Euro 239.771,61 (Vorjahr Euro 139.072,07) enthalten. Darin enthalten sind Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von T€ 194 (Vorjahr T€ 28). Insgesamt sind in dieser Position Erträge gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr Euro 0,00) enthalten. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren In dieser Position sind Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr Euro 0,00) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von Euro 58.658,69 (Vorjahr Euro 6.763,72) enthalten. Darin enthalten sind Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr Euro 3.628,42) enthalten. Daneben sind in dieser Position Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr Euro 0,00) enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen Steuerzahlungen in Höhe von Euro 10.202,55 (Vorjahr Euro 147.910,30). Davon betreffen frühere Veranlagungszeiträume Euro 10.202,55 (Vorjahr Euro 0,00). IV. Ergänzende Angaben Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften gem. § 285 Nr. 3 HGB
sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr.3a HGB
Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen bestehen solche gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,00. Mit Datum vom 19.12.2022 wurde das Kaufangebot für das betrieblich genutztes Grundstück in Berlin, Siegfriedstraße 60 angenommen. Der Kaufpreis beträgt 2,192 Mio. EUR. Dieser ist im Jahr 2023 zur Zahlung fällig. Zur Kaufpreiszahlung wurde ein Darlehen in Höhe von 2,1 Mio. EUR aufgenommen und mit einer Grundschuld auf das Grundstück abgesichert. Die Laufzeit des Darlehens beträgt 8 Jahre und 11 Monate. Mitarbeiter Im Jahr 2022 waren durchschnittlich 151,75 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beschäftigt.
Geschäftsführer Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung der Ullrich GmbH durchfolgende Geschäftsführer: Erich Ullrich; Dipl.- Wirtschaftsingenieur, bis 08.03.2023 Karl-Michael Ullrich, Kfz Mechatroniker-Meister, Marc-Andreas Ullrich; Speditionskaufmann. Jan Hendrik Kompa, LL.M.SC. Real Estate, Arne Bullan, Rechtsanwalt, seit 08.03.2023 Die Geschäftsführer sind, mit Ausnahme des Herrn Marc-Andreas Ullrich, von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Geschäftsjahr betragen EUR 417.900,00. Ausschüttungsgesperrte Beträge Der Ausschüttungssperre unterliegt zum 31. Dezember 2022 ein Betrag in Höhe von EUR 1.162.380,00. Dieser Betrag setzt sich folgendermaßen zusammen:
Anteilsbesitz Im folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Ullrich GmbH zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 Aneile von mehr als 20 % besitzt:
V. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführer der Ullrich GmbH schlagen vor, das Jahresergebnis der Gesellschaft in die Gewinnrücklagen einzustellen. VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres (Nachtragsbericht) Der Ukraine-Krieg sowie die daraus resultierenden Sanktionen dauern weiterhin an. Inwieweit sich durch den Krieg bedingte Risiken für die Wirtschafts-, Finanz- und Investitionsplanung ergeben, die die weitere Entwicklung und Strategien der Gesellschaft wesentlich beeinflussen, hängt vor allem davon ab, ob die bekannten Beeinträchtigungen enden, weiterbestehen oder neue hinzukommen. Seriöse Annahmen hierzu können auf Grund der nicht vorhersehbaren Entwicklungen nicht getroffen werden. Zu den bereits absehbaren Effekten zählen unter anderem die Auswirkungen der Sanktionen auf den Rohölpreis, auf die Lieferkettenproblematik und auf die Importe von Energiestoffen. Im Wesentlichen können diese Kosten weiterberechnet werden, so dass dieAuswirkung bei der Gesellschaft als gering einschätzt werden kann. Mit Einführung des CO 2 -Zuschlages zum 01.12.2023 auf die Maut kommt es zu einer Doppel- und Mehrbelastung für Spediteure, da der CO 2 -Zuschlag auf Diesel weiterhin besteht. Ein Umstieg auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge, deren Anschaffung bis zum Jahr 2025 gefördert wird, ist nicht möglich, da es derzeit an entsprechenden Fahrzeugangeboten mangelt. Die Kosten können zwar im Wesentlichen an die Kunden weitergegeben werden, es ist jedoch zu erwarten, dass die Auftragslage negativ beeinflusst wird beziehungsweise sich die Marge verringert. Weitere Ereignisse, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Ullrich GmbH auswirken könnten, lagen nicht vor.
Berlin, den 29. Dezember 2023 Ullrich GmbH Marc-Andreas Ullrich, Geschäftsführer Arne Bullan, Geschäftsführer Karl-Michael Ullrich, Geschäftsführer Jan Hendrik Kompa, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 17.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersBestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An die Ullrich GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir habe den Jahresabschluss der Ullrich GmbH, Berlin - bestehend aus Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ullrich GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir habe die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unserre Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilenwir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter und unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen u. a. den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erfurt, den 17. Mai 2024 Drescher
Dersch Partnerschaft (mbB)
Dersch, Wirtschaftsprüfer |
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