Goodrich Lighting Systems GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Lampen und Leuchten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Zimmermann seit 12.1.2017 | Geschäftsführer |
Bernhard Müller seit 21.9.2016 | Prokura |
Wolfram Schöttler seit 4.4.2016 | Geschäftsführer |
Hartmut Frenssen seit 1.10.2014 | Prokura |
Ulrich Dr. Raab seit 24.7.2014 | Geschäftsführer |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Goodrich Lighting Systems GmbHLippstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Testatsexemplar Goodrich Lighting Systems GmbH Lippstadt Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Inhaltsverzeichnis Lagebericht für 2017 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 1. Bilanz zum 31. Dezember 2017 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 1. Dezember 2017 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2017 Anlagenspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für 2017I. Geschäft und Rahmenbedingungen1. Geschäftstätigkeit Die Geschäftstätigkeit der Goodrich Lighting Systems GmbH (GLS) erstreckt sich am Standort Lippstadt im Wesentlichen auf die Entwicklung, Herstellung und Reparatur von Luftfahrt-Beleuchtungsgeräten für die Innen- und Außen-Anwendung, sowie ihrer Bestandteile und weiterer Zubehörteile für den zivilen und militärischen Luftfahrt-Bereich. Seit 2012 ist die GLS in den US Konzern United Technologies Corporation (UTC) integriert. 2. Geschäftsentwicklung Die Umsatzsituation im Geschäftsjahr 2017 fiel im Vergleich zum Vorjahr zwar geringfügig schlechter aus, dennoch bleibt zu vermerken, dass die globalen Rahmenbedingungen im Markt nach wie vor eine positive langfristige Geschäftsentwicklung erwarten lassen. Aufgrund stetig steigender Produktionszahlen der Flugzeughersteller, stieg die Produktion im Erstausrüstungsmarkt auch 2017 an, obwohl sich bei einigen Flugzeugherstellern Verzögerungen im Hochlauf einzelner Programme einstellten. Gemessen an dem Vorjahr 2016 verlief die Geschäftsentwicklung im Bereich des Aftermarkets zwar deutlich weniger positiv, jedoch konnte die Umsatzsituation auf dem hohen Niveau der vorherigen Jahre gehalten werden. Langfristig wird aber auch in diesem Bereich ein kontinuierliches Wachstum zu erwarten sein, da die Anzahl der im Betrieb registrierten Flugzeuge im Schnitt mit ca. 5% p.a.in den nächsten Jahren zunehmen wird. 3. Forschung & Entwicklung Im Geschäftsjahr 2017 wurden im Bereich der Entwicklung die Umstellung herkömmlicher Beleuchtungstechnologie auf LED Technologie fortgesetzt. Hierbei sind insbesondere die Entwicklungsprogramme Mitsubishi MJet, COMAC C19, Boeing B787 und Airbus A330 Außenbeleuchtung, Boeing 777x Kamerabeleuchtung und EC135 Hubschrauber Suchscheinwerfer zu nennen. Bei den Entwicklungsprojekten EC135 LED Suchscheinwerfer und B777x Kamerabeleuchtung wurde die detaillierte Design Phase abgeschlossen und die Verifikationsphase mit Umwelt- und elektrischen Tests teilweise abgeschlossen. Die anderen Entwicklungsprojekte laufen planmäßig in den mit den Kunden abgesprochenen Terminplänen. Wie bereits in den letzten Jahren wurde auch in 2017 wieder ein großer Teil des Entwicklungsbudgets für Aftermarket Entwicklungen und Retrofits investiert. Im Berichtszeitraum wurde die Entwicklung der A320 Navigationsleuchten abgeschlossen und die Europäische Luftfahrtbehörde (EASA) und die Amerikanische Luftfahrtbehörde (FAA) erteilten Goodrich Lighting Systems das erste eigene Supplemental Type Certificate (STC). Mit diesem Zertifikat können diese Navigationsleuchten weltweit in alle A320 Flugzeuge eingebaut werden, ohne dafür eine Genehmigung von Airbus zu benötigen. Dies ist ein großer Erfolg für den Entwicklungsstandort in Lippstadt. Weitere Entwicklungsaufgaben für den Aftermarket wurden sowohl im Bereich der Außenbeleuchtung, A330 Navigationsleuchte und Abbiegelicht, A320 Beacon Light, Flügel-Blitzleuchte und Rückwärts-Navigationsleuchte, als auch im Bereich Innenbeleuchtung, Wash Lights für B737 und A330 gestartet bzw. weitergeführt. Im Bereich Advanced Product Development wurden auch in diesem Geschäftsjahr weitere Bausteine für zukünftige innovative Produkte gelegt. Insgesamt wurden 19 Erfindungsmeldungen eingereicht - die neue Wege zu intelligenten und robusten Beleuchtungsanwendungen auf LED bieten. Eines der bearbeiteten Technologieprojekte hatte ein Dynamisches Landelicht zum Thema. Bei diesem Projekt wird das Landelicht automatisch immer zur Landebahn ausgerichtet auch wenn das Flugzeug durch Seitenwind schräg zur Landebahn anfliegt. Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Forschungsaufgabe hierzu mit dem Technology Readiness Level 6 erfolgreich abgeschlossen. Das Besondere an diesem neuen Produkt ist, dass es vollständig auf bewegliche Teile verzichtet und durch eine besondere Optik und verschieden zuschaltbarer LED Segmente die Beleuchtung der Landebahn erreicht. Außerdem wurde das Technologie Projekt Distributed Beacon Light ebenfalls erfolgreich mit einem bestandenen TRL6 Review abgeschlossen. Die gesamten Aufwendungen für den F & E-Bereich beliefen sich auf 9,6 Mio. EUR bei einer diesem Unternehmensbereich zugeordneten Mitarbeiterzahl von 90 per 31.12.2017. 4. Mitarbeiterentwicklung In 2017 beschäftigte das Unternehmen durchschnittlich 328 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 287). Die Fluktuation im Berichtsjahr lag bei 0,9% (Vorjahr: 4,2 %), die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bei 11,40 Jahren (Vorjahr: 14,42 Jahre). In 2017 wurden 53 Mitarbeiter neu eingestellt (Vorjahr: 19), was hauptsächlich auf die Übernahme von Zeitverträgen zurückzuführen ist. Die Aufwendungen für Weiterbildungsmaßnahmen sind im Berichtsjahr mit TEUR 253 ein weiteres Mal angestiegen (TEUR 173 in 2016), hauptsächlich aufgrund einiger kostenintensiver Leadership-Programme. Der Umsatz je Beschäftigten hat sich augrund der umfangreichen Personaleinstellungen und dem verringerten Umsatzvolumen auf TEUR 469 (Vorjahr: TEUR 578)verringert. 5. Investitionen Das immaterielle Vermögen und das Sachanlagevermögen sanken von 24,3 Mio. EUR auf 23,6 Mio EUR. Hauptbestandteile der Sachanlageninvestitionen von TEUR 2.037 waren der weitere Aufbau des EFSS Testers (TEUR 161) und die Errichtung einer weiteren Lagerhalle (316 TEUR). Es gab Abgänge in Höhe von etwa 162 TEUR (Vorjahr: 23 TEUR) aus dem Anlagevermögen im Berichtsjahr. Hauptbestandteil war hier die Anpassung von 125 TEUR des Geschäfts- o. Firmenwertes der Page Ltd. Geschäftsübernahme aus dem Jahr 2014 durch die Betriebsprüfung 2011 -2014. 6. Leistungsindikatoren Unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren stellen Eigenkapitalquote, EBIT, Umsatzrendite und Cash-Flow dar. Als wesentlichen nicht finanziellen Leistungsindikator ist die Quote der Cost of Poor Quality (COPQ) vom Umsatz mit 0,41% zu nennen. Die Cost of Poor Quality setzen sich aus Kosten für Garantie, Ausschuss, Reparatur und Ingenieursleistungen nach der Zertifizierung zusammen. II. ErtragslageErgebnisentwicklung Die Geschäftsentwicklung war im Kalenderjahr 2017 wie folgt: Die Umsatzerlöse sanken um 12,3 Mio. auf 153,9 Mio. EUR (Vorjahr: 166,2 Mio. EUR). Neben einem leichten Anstieg im Erstausrüstungs-Sektor, sind hier vor Allem die zurückgegangenen Umsätze im Ersatzteilgeschäft zu nennen. Der Anteil der Umsätze im Militär-Sektor ist stabil geblieben: 94,8 % zivil und 5,2% militärischen Ursprungs (Vorjahr: 94,6% zu 5,4 %). Von den gesamten Umsatzerlösen entfielen 56,3% (Vorjahr: 55,9 %) auf Serienprodukte (OEM). Das für das Ergebnis wichtige Ersatzteilgeschäft (Aftermarket /Retrofit) ging sehr stark auf 38,0 % (Vorjahr: 44,1 %) zurück. Die Auslandsquote bei den Umsatzerlösen betrug 70,9 % (Vorjahr: 71,7%). Die Erlöse mit Kunden im Inland stellten dementsprechend 29,1% (Vorjahr: 28,3%) des Gesamtumsatzes dar. Die regionale Struktur der Umsatzerlöse ist hier also weitestgehend unverändert. In 2017 wurden Aufträge in Höhe von 181,7 Mio. USD (Vorjahr: 184,4 Mio. USD) akquiriert. Dies bestätigt die bereits erwähnte Reduzierung des Geschäftes durch geringere Aftermarket-Erlöse. Der Luftfahrtsektor-Markt selbst war in 2017 geprägt durch gute bis sehr gute Rahmenbedingungen. Es gab keine Umwelteinflüsse, großflächige Arbeitsniederlegungen oder Epidemien und Katastrophen, die den Flugverkehr massiv beeinflusst hätten. Auch setzt sich der gesamtwirtschaftliche positive Wachstumstrend im Bereich der Luftfahrt fort. Das Ergebnis 2017 war negativ vom Rückgang der Umsätze im Ersatzteilgeschäft und dem damit verbundenen Rückgang der Ertragsquote sowie positiv von der Erstattung von Umlagebeiträgen aus den USA geprägt. Somit konnte trotz dieser Einflüsse außerordentlich guter Jahresüberschuss von TEUR 32.391 verbucht werden. Im Jahr 2017 gab es eine Trendwende in Sachen USD, vergleicht man die Devisen-kassamittelkurse per Dezember 2016 (1,0541 $/EUR) mit dem Dezember 2017 (1,1993 VEUR), fort. Die GLS-Umsätze wurden zu rund 87% in USD generiert (Vorjahr 86%). Während der Netto-Währungseffekt im Vorjahr -2,3 Mio. EUR betrug, ergab sich im Berichtsjahr ein Netto-Währungseffekt in Höhe von +4,3 Mio. EUR, hauptsächlich verursacht durch die Neubewertung der Hedging-Verträge und damit verbundenen Reduzierung der entsprechenden Rückstellung von 3,7 Mio. EUR auf 650 TEUR. Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozentpunkt auf 44% verringert und ist somit sehr stabil geblieben. Der gesamte Personalaufwand betrug 22,2 Mio. EUR (Vorjahr: 19,5 Mio. EUR). Die Steigerungsrate beim Entgelt war mit rund 3% im üblichen Rahmen. Außerdem ist der Anstieg mit erheblichem Personalaufbau (Übernahme von Mitarbeitern aus Zeitarbeitsverträgen) zu begründen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Sachanlagen liegen mit TEUR 2.635 knapp über dem Vorjahr (TEUR 2.630). Das EBIT lag bei TEUR 45.630 (Vj: 37.259 TEUR) und die Umsatzrendite bei 21,05% (Vorjahr: 19,77%). Diese verbesserte Ertragssituation konträr zu dem negativen Einfluss der geringeren Aftermarket-Umsätze ist hier auf den einmaligen Sondereinfluss der Rückerstattung von 5.769 TUSD (4.025 TEUR) Umlagen 2017 der Interiors Headquarters und einer Berechnung von TEUR 3.450 an Goodrich Corporation aus der Betriebsprüfung 2011 - 2014 zurückzuführen. III. VermögenslageVermögensstruktur Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug rund 154 Mio. EUR per 31.12.2017 und lag somit rund 20 Mio. EUR über der Bilanzsumme des Vorjahres. Dies ist in erster Linie durch eine Aktiv-Passiv-Mehrung mit der Erhöhung der Einlagen bei der UTPV (United Technologies Park View) (+15,0 Mio. EUR) und der Eigenkapitalerhöhung (+32 Mio. EUR) bei gleichzeitiger Reduktion der Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen (-12,0 Mio EUR Tilgung gegenüber Interiors) sowie der Rückzahlung der weiteren Tranche von 5,8 Mio. EUR an The Boeing Company zu erklären. Das Vorratsvermögen stieg um TEUR 60 auf 29,1 Mio. EUR - begründet in einem vermehrten Einkaufteile-Bedarf. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Dritte) sanken um etwa 3,1 Mio. EUR. Sie sind währungskursbereinigt mit 25,0 Mio. EUR (Vorjahr: 28,1 Mio. EUR) ausgewiesen. Dies ist vornehmlich durch die Verringerung des Aftermarket-Umsatzes und der leichten Reduzierung des Prozentsatzes ausstehender überfälliger Zahlungen durch unser Shared Services Center in Birmingham/Großbritannien von 11% per 31.12.2016 auf etwa 9% ein Jahr später gelungen. Für 2017 wird ein dauerhafter Wert von 10% in diesem Bereich angestrebt. Die Proportion von Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen (Dritte) und Umsatz verringerte sich von 16,9% auf 16,2%. IV. Finanzlage1. Kapitalstruktur Insgesamt konnte das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss massiv um 32,4 Mio. EUR erhöht werden. Dabei stieg die Eigenkapitalquote von 42,9% auf 58,3% an. Die sonstigen Rückstellungen sind insgesamt um 2,7 Mio. EUR gesunken. Gründe hierfür sind die reduzierten Rückstellungen für Drohverluste aus Währungskursgeschäften zu nennen. Die Reduzierung der Rückstellungen für Drohverluste aus Kurssicherungsgeschäften auf TEUR 650 (Vorjahr TEUR 3.693) hat ebenfalls wesentlich zum guten Ergebnis beigetragen. Die USD-Hedging-Verträge (48 Monate in die Zukunft) mit einem Kurs von 1,2027 mussten per 31.12.2017 auf den Devisenkassamittelkurs von 1,1993 nur noch leicht abgewertet werden. Die Rückstellung für Drohverluste aus Kundenaufträgen sind mit ca. 7,9 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (8,1 Mio. EUR) relativ stabil geblieben. Die sonstigen Verbindlichkeiten aus dem Buyout-Vertrag mit Boeing konnten durch die Rückzahlung von 5,8 Mio. EUR auf 26,8 Mio. EUR getilgt werden. 2. Finanzierungsmaßnahmen Zum Stichtag bestehen insbesondere Fremdwährungsverbindlichkeiten in US-Dollar. Währungskurssicherungsgeschäfte in Höhe von rund 71,4 Mio. USD (60,5 Mio. EUR) wurden bis zu einer Vorausschau von 48 Monaten bis Dezember 2021 abgeschlossen. 3. Liquiditätslage Die Liquidität war das ganze Geschäftsjahr gesichert. Auftretende Finanzbedarfe werden von der konzerneigenen Finanzierungsgesellschaft UTPV gedeckt, Finanzmittelüberschüsse bei dieser angelegt. Von der Hausbank ist eine Kreditlinie von insgesamt 5,5 Mio. EUR eingeräumt worden. 500 TEUR davon für Avalgeschäfte. 4. Cash-Flow Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit entwickelte sich mit -3,3 Mio. EUR negativ. Zur Ermittlung wurde die indirekte Methode angewendet. V. Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und LageDer Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens insgesamt ist als stabil auf hohem Niveau zu bewerten. Der Markt entwickelt sich kontinuierlich in Richtung Wachstum, was sich auch in den Planzahlen widerspiegelt. Dabei werden die steigendenden Bauraten bestehender und neuer Flugzeugplatformen, sowie die Erfolge in den geplanten Retrofit Programmen zu einer deutlichen Umsatzsteigerung führen. Die Retrofit Programme wirken sich kurzfristig aus, die Beteiligungen an den oben genannten neuen Projekten sukzessive in den nächsten 5 bis 10 Jahren. Der Plan wies für das Jahr 2017 eine Umsatzerwartung von 195,8 Mio. EUR bei einem operativen Ergebnis (EBIT) von 45,9 Mio. EUR aus. Die Umsatzerwartung wurde verfehlt, hingegen konnte die EBIT Erwartung aufgrund von Sondereffekten fast erreicht werden. Für das Jahr 2018 liegen diese Zielwerte bei 162,8 Mio. EUR und 39,9 Mio. EUR. Nach Ablauf der ersten vier Monate des laufenden Geschäftsjahres sind diese Kennzahlen für 2018 erreichbar. VI. Risikomanagementziele und -methodenDie Risiken hinsichtlich Währungskurse und Marktentwicklung sind überschaubar und auch bis zu einem gewissen Grade abschätzbar. Durch Währungskurs-sicherungsgeschäfte versucht man hier entsprechend gegenzusteuern und das Risiko zu minimieren. Dem Marktrisiko kann man nur durch kurzfristige Reaktionen auf eingetroffene Situationen gemeinsam im gesamten UTC-Konzern entgegentreten. Ein funktionierendes und jährlich intern überprüftes Kontrollsystem der Prozesse garantiert außerdem die Prozesssicherheit und Einhaltung der Abläufe (Standard Work), um eventuellen Risiken in diesem Bereich zu begegnen. VII. Risikobericht / Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungDie Chancen der zukünftigen Beleuchtungs-Entwicklung im zivilen wie auch im militärischen Erstausrüstungsbereich sind weiterhin von der Innovationsgeschwindigkeit der LED Technik abhängig. Die Fortschritte auf diesem Gebiet und die Leistungsfähigkeit der neuesten LEDs haben in den letzten Jahren die Entwicklungen bestimmt. Jetzt ist aber der Zenit absehbar; deutliche Steigerungen der Effizienz werden nicht mehr erwartet. Details, wie die bessere thermische Anbindung und Lebensdauerverbesserungen, sind die unmittelbaren Aufgaben der LED-Entwicklungen. Der Hauptschwerpunkt der zukünftigen Evolution der Geräte wird aber über eine bessere Sensorik und Intelligenz zu einer nächsten Generation von Beleuchtungssystemen führen, die sich der Umgebung, den Lichtverhältnissen und den optimalen Einbauorten anpassen wird. Durch den Umstand, dass GLS auf nahezu allen großen kommerziellen Flugzeugplattformen vertreten ist, wirken sich die steigenden Produktionszahlen -speziell der Airbus A320 und A330 Familien sowie der Boeing 787 Varianten -langfristig von Vorteil aus. Kritisch muss allerdings an dieser Stelle die aktuelle Standortkapazität zu bewerten sein, da dieses zukünftige Wachstum nur mit erheblichen Investitionen in den Standort bewerkstelligt werden kann. Das erwartete Wachstum aus dem Aftermarketgeschäft - speziell das Retrofitgeschäft - wird diese Situation weiter anspannen. Glücklicherweise besitzt der Standort Lippstadt noch ausreichend Fläche, so dass die notwendigen Kapazitätserweiterungen ohne unnötige Komplexitäten am gleichen Standort umgesetzt werden können. Weniger erfreulich ist aus heutige Sicht die Zukunft des Airbus A380 Programmes zu bewerten, da weder die erwarteten Stückzahlen, noch die Dauer des Flugzeugprogrammes als zufriedenstellend zu bezeichnen sind. Insofern ist zu erwarten, dass geplante Umsätze der GLS auf diesem Programm langfristig erheblich hinter der Planung zurückbleiben werden. Im September 2017 wurde seitens UTC verkündet, dass der US Konzern plant, den Luftfahrtkonzern Rockwell-Collins aufzukaufen. Nach jetziger Planung werden nach erfolgter kartellbehördlicher Prüfung beide Konzerne ab ca. Mitte 2018 zu einem neuen Konzern fusioniert. Die Auswirkungen dieser Fusion auf die Geschäftsentwicklung von GLS können aus heutiger Sicht noch nicht eindeutig definiert werden. Auf der einen Seite gibt es zwar in einigen Marktsegmenten heute noch eine gewisse Konkurrenzlage, jedoch können sich aus der Zusammenlegung der beiden Lichtsparten auch erhebliche Synergien ergeben, die sich langfristig vorteilhaft auf die GLS am Standort Lippstadt auswirken können. VIII. PrognoseberichtDie Umsatzerlöse in 2018 werden in der Größenordnung von 162,3 Mio. EUR geplant, wobei sich das Ergebnis vor Steuern (EBIT) um 39,0 Mio. EUR bewegen soll. Als Schwerpunkt der Umsatzerhöhung werden zusätzliche Umsätze im Ersatzteilgeschäft durch die Zusammenarbeit mit Distributoren gesehen, ein weiterhin starkes erwartetes Wachstum im Retrofit-Markt für Kabinen-Beleuchtungs-Systeme und der Austausch der herkömmlichen Außenbeleuchtungs-Geräte durch neue LED Geräte auf allen wichtigen Single-Aisle Programmen. Zusätzlich steigern die beiden großen Hersteller Boeing und Airbus weiterhin ihre Produktionsraten, welches direkt Einfluss auf den OEM Umsatz hat. Die Anzahl von Flugzeugen im Service, die mit GLS Equipment ausgerüstet sind, steigt kontinuierlich, welches sich wiederum in einem daraus resultierenden erhöhten Ersatzteilgeschäft niederschlägt. Die Umsatzentwicklung im 1. Quartal 2018 kann als sehr positiv bewertet werden, so dass aus heutiger Sicht die geplanten Ergebnisse für das Gesamtgeschäftsjahr 2018 als sehr realistisch eingestuft werden dürfen. Der Hauptfokus der GLS wird ab Mitte 2018 jedoch auf der Zusammenlegung der Lichtsparten der beiden fusionierenden Konzerne UTC und Rockwell-Collins sein. Dank der sehr guten strategischen Ausgangssituation der GLS wird langfristig davon auszugehen sein, dass sich diese Fusion von Vorteil für den Standort Deutschland und somit auch für den Standort Lippstadt auswirken wird.
Lippstadt, 06. Juni 2018 Stefan Zimmermann, Geschäftsführer Wolfram Schöttler, Geschäftsführer Dr. Ulrich Raab, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017
Anhang für 2017Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § 264 HGB ff. aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einige Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss der Goodrich Lighting Systems GmbH wurde nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt, die unverändert zum vorherigen Geschäftsjahr zur Anwendung kommen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 15 Jahre abgeschrieben. Dies entspricht der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angenommenen Nutzungsdauer. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Grundsätzlich werden bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen im Anlagevermögen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Ein-standspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem handelsrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen und Verwaltungskosten werden nicht aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für drohende Verluste aus Lieferverpflichtungen werden, sofern erforderlich, grundsätzlich zunächst Abwertungen auf der Aktivseite vorgenommen und anschließend in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung "der Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt. Die in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung für Pensionen berücksichtigt die Änderungen des §253 (2) HGB, wonach die Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre abzuzinsen ist. Der angewandte Rechnungszinsfuß beträgt 3,68 % (Vorjahr: 4,01 %). Unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 7 Jahre (2,80 %) ergibt sich eine Altersversorgungsverpflichtung i. H. v. TEUR 4.601. Der Unterschiedsbetrag gem. §253 (6) HGB beträgt damit TEUR 685. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Vorsichts- und Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) und das Anschaf-fungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage A zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf. Forderungen gegen Gesellschafter bestanden in Höhe von TEUR 4.702 (Vj. TEUR 2.181). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten darüber hinaus solche aus einer kurzfristigen Darlehensgewährung auf EUR-Basis TEUR 58.694 (TEUR 41.988 in 2016) an die UT Park View Inc., Delaware, Ohio/USA, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der United Technologies Corporation, Hartford, Connecticut/USA. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Latente Steuern Der resultierende Aktivüberhang an latenten Steuern aus temporären Differenzen (insbesondere aufgrund einer steuerlich nicht anzuerkennenden Drohverlustrückstellung bei der Goodrich Lighting Systems GmbH) wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB nicht zum Ansatz gebracht. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 31,23% (Vorjahr 31,23 %) verwendet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften TEUR 7.933 (Vorjahr TEUR 8.849), für ausstehende Rechnungen TEUR 817 (Vorjahr TEUR 1.081) und personalbezogene Rückstellungen gebildet TEUR 1.219 (Vorjahr TEUR 873). Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden in Höhe von TEUR 146 (Vj. TEUR 2.407). Sicherheiten wurden nicht gestellt. Die im Rahmen eines Buyout-Vertrages vom 23.12.2015 mit dem Kunden The Boeing Company eingegangenen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 43,8 Mio. USD (40,2 Mio. EUR) haben sich entsprechend des Zahlungsplanes und aufgrund von Wechselkurseinflüssen per 31.12.2017 auf TEUR 26.782 reduziert. Außerbilanzielle Geschäfte Die Gesellschaft tätigte keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Beurteilung der Finanzlage wesentlich sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 366, die zwischen 2018 und 2022 fällig sind. Derivative Finanzinstrumente
Bei den währungsbezogenen Geschäften handelt es sich ausschließlich um Devisentermingeschäfte zum Verkauf von USD, die eventuelle künftig auftretende Währungsrisiken pauschal antizipieren. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Grundlage aktueller Terminkurse zum Bilanzstichtag ermittelt. Drohende Verluste aus diesen Währungsgeschäften wurden in den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 650 erfasst. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es wurden im Geschäftsjahr keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Regionen und Geschäftsbereichen
Die Umsatzerlöse entfallen vor allem mit 56,3 % (Vorjahr: 55,7 %) auf Serienprodukte und mit 43,7 % (Vorjahr: 44,3 %) auf das Ersatzteil- und Reparaturgeschäft. Sonstige betriebliche Erträge Aus der Erstattung von Umlagebeiträgen 2015 und 2016 der Interiors Headquarters sind TEUR 7.651 als außergewöhnliche Erträge ausgewiesen. Für das Jahr 2017 wurden zudem TEUR 4.025 erstattet. Sonstige Angaben Goodrich Lighting Systems GmbH mit Sitz in Lippstadt ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung und wird im Handelsregister Paderborn unter der Nummer HR B 5752 geführt. Geschäftsführung und Vertretung Die Geschäftsführung und Vertretung haben folgende Personen wahrgenommen: - Stefan Zimmermann, Geschäftsführer für die Bereiche Finanzen, Personal und Vertrieb und Sprecher der Geschäftsführung (ab 1. Januar 2017) - Wolfram Schöttler, Geschäftsführer für den Bereich Production Management Electronic & Electromechanical - James Scott Erickson, General Manager der Interiors Geschäftseinheiten Propulsion, Evacuation und Lighting (bis 7. August 2017) - Dr. Ulrich Raab, Geschäftsführer bei Nord-Micro AG & Co. OHG Gesamtbezüge der Geschäftsführung In analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB entfällt die Angabe der Geschäftsführerbezüge, da nur zwei Geschäftsführer von der Gesellschaft bezahlt werden. Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:
Prüfungs- und Beratungshonorare Das Honorar des Abschlussprüfers betrug im Geschäftsjahr für Abschluss-prüfungsleistungen TEUR 47. Andere Leistungen wurden nicht erbracht. Gesellschafterin und Konzernverhältnisse Einzige Gesellschafterin ist die Goodrich Corporation, Charlotte / NC, deren voll eingezahltes Stammkapital TEUR 11.000 beträgt. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der United Technologies Corporation, Farmington, Connecticut/USA, einbezogen, die den am weitesten gehenden Konzernabschluss aufstellt. Dieser Konzernabschluss ist bei dem Mutterunternehmen erhältlich bzw. auf der Internetseite www.utc.com abrufbar. Gewinnverwendung Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, bekannt geworden.
Lippstadt, den 06. Juni 2018 Stefan Zimmermann, Geschäftsführer Wolfram Schöttler, Geschäftsführer Dr. Ulrich Raab, Geschäftsführer Anlagenspiegel
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Goodrich Lighting Systems GmbH, Lippstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Goodrich Lighting Systems GmbH, Lippstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Goodrich Lighting Systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt 'Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 06. Juni 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Thomas Angele, Wirtschaftsprüfer |
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