Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 17306
Eingetragen
28.2.2001
Branche
Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und NahrungsfettenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Grundstoffen, lebenden Tieren, textilen Rohstoffen und HalbwarenGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
Handel mit Eiern und Eierprodukten, Handel mit Verpackungsmaterialien, Geschäftsführung für andere Unternehmen, Betreibung von Eierpackstellen

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Interovo Trading B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Interovo Trading B.V.
Netherlands
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INTER-OVO GmbH

Emmerich am Rhein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die INTER-OVO GmbH ist im Großhandel mit Eiern und Eierprodukten tätig. Zu unseren Kunden zählen sowohl bedeutende Einzelhandelsketten als auch Lebensmittelhersteller mit Marktführerschaft. Wir vermarkten unsere Produkte im gesamten Bundesgebiet und im europäischen Wirtschaftsraum. Bereits in 2021 wurde der Geschäftszweck um die Betreibung von Eierpackstellen erweitert.

Gegenstand des Unternehmens ist

1.

Der Handel mit Eiprodukten und mit frischen Eiern

2.

Der Handel mit Verpackungsmaterialien

3.

Die Geschäftsführung für andere Unternehmen

4.

Betreibung von Eierpackstellen.

Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art pachten, übernehmen, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen; sie darf auch Zweigniederlassungen errichten. Die Gesellschaft darf darüber hinaus alle Geschäfte tätigen, die den Gegenstand des Unternehmens dienen.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 13,1 Milliarden Eier in Betrieben mit mindestens 3.000 Hennen Haltungsplätzen produziert exklusive Bruteier. Die Eierproduktion sank damit gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,7%. Die Ernährungsindustrie ist mit einem jährlichen Umsatz von 185 Milliarden Euro der viertgrößte Industriezweig in Deutschland. In der Branche arbeiten über 610.000 Beschäftigte in rund 6.100 Betrieben. Die Branche gehört dem Mittelstand an und ist geprägt durch kleine und mittelständischen Unternehmen.

Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch ist im Jahr 2023 leicht gestiegen. Nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) betrug der Verbrauch 236 Eier, statt 230 Eier im Kalenderjahr 2022. Die Erzeugung von Konsumeiern im Inland sank hingegen um 119 Millionen Eier -was unter anderem zu gut sechs Prozent mehr Importen an Schaleneiern und Eiprodukten sowie zu einem niedrigeren Selbstversorgungsgrad von 73 Prozent führte. Während der Verbrauch im Jahr 2022 auf 230 Eier pro Person gesunken war, stieg der Bedarf im Inland 2023 wieder an. Der Nahrungsverbrauch wuchs insgesamt auf 19,9 Milliarden Eier, was einem Plus von drei Prozent entspricht. Dies ist auf die gewachsene Bevölkerung zurückzuführen sowie auch auf einen höheren Bedarf.

Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) führt als mögliche Gründe für den erhöhten Bedarf sparsames Verbraucherverhalten an; so kann das Ei im Zuge der Inflation als günstiges Nahrungsmittel gedient haben. Ein weiterer Grund könnte die Ausbreitung der flexitarischen Ernährungsweise sein zu weniger Fleisch, dafür mehr Eier.

Aufgrund der Gesetzesänderung zum 01.01.2022 wurde das Töten von Eintagsküken in Deutschland verboten.

In deutschen Ställen wurden in 2023 über 50 Millionen Legehennen gehalten. Bei einem leichten Rückgang der Legeleistung von 293 auf 291 Eiern pro Henne wurden im vergangenen Jahr 14,6 Milliarden Konsumeier erzeugt. Hiermit konnte der Inlandsbedarf zu 73 Prozent aus heimischer Ware gedeckt werden.

Eiprodukte spielen dank ihrer guten funktionellen und geschmacklichen Eigenschaften eine wichtige Rolle in zahlreichen Speisen. Geänderte Verzehrgewohnheiten weg vom Fleisch hin zu vegetarischer Kost und die wachsende Rolle von Convenience-Produkten lassen sie in ihrer Bedeutung weiterwachsen. Marktexperten sehen eine Abhängigkeit zwischen vermehrter Vollbeschäftigung bzw. steigenden Einkommen und zunehmendem Außerhausverzehr bzw. dem Konsum von Fertigprodukten. Somit wird von einer Verschiebung weg vom Schaleneiverbrauch hin zur vermehrten Verwendung von Eiprodukten ausgegangen. Diese stammen vermehrt aus Bodenhaltungsware.

Geschäftsverlauf und Lage

Der Umsatz ist im aktuellen Wirtschaftsjahr um 0,9 % gesunken. Unser Rohertrag ist um 3,8 % Prozentpunkte gesunken von 8,3% in 2022 auf 4,5% in 2023. Eine wesentliche Ursache hierfür ist, dass nachdem wir Verträge mit unseren Lieferanten abgeschlossen hatten, sich die Preise der Eier erhöhten und das weniger Eier vorhanden waren. Ab Juli lag die Eiererzeugung wieder über dem jeweiligen Niveau. Die geplanten Investitionen konnten getätigt werden, wodurch sich die Produktionskapazität positiv entwickeln konnte. Unseren Personalbereich konnten wir weiter mit eigenem Personal ausbauen.

Ertragslage

Ergebnisquellen 2023 Vorjahr Veränderung
in T€ in T€ in T€ in %
Betriebsergebnis -3.927 433 -4.360 -1.006,93
Finanzergebnis -64 -13 -51 392,31
Ergebnis nach Steuern -2.768 287 -3.055 1.064,46
Jahresergebnis -2.770 285 -3.055 -1.071,93

Das Betriebsergebnis hat sich um T€ 4.360 verschlechtert. Ursächlich hierfür war der gestiegene Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 %. Dies resultiert u.a. auch aus den gestiegenen Erzeugerpreisen.

Durch die weiteren Einstellungen im Personalbereich sind die Personalkosten um T€ 359 gestiegen.

Die sonstigen betriebliche Aufwendungen haben sich um T€ 380 erhöht. Wesentliche Ursache hierfür sind die erhöhten Kosten für die Warenabgabe (T€ 534) und die Reduzierung der Raumkosten (T€ 86).

Seit Herbst 2015 deckt die Interovo Financial Services B.V. unser Wechselkursrisiko im Wesentlichen ab.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ - 13 auf T€ -64 verschlechtert.

Das Jahresergebnis hat zum im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.055 verschlechtert.

Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als gut aufgestellt zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur ist solide. Wesentlichen Anteil daran hat unsere Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse im Unternehmen belassen.

Die Finanzierung der von uns gewährten Zahlungsziele erfolgt üblicherweise über den Konzernverbund. Ferner bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken, welche jeweils nur kurzfristig in Anspruch genommen werden.

Die Forderungen im Konzernverbund betragen 1,8 % (31.12.2022: 0,9 %), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 71,1 % (31.12.2022: 78,2 %) der Bilanzsumme.

Die Lieferantenverbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschafter betragen 76,4 % (31.12.2022: 57,9 %).

Umfangreiche Investitionstätigkeiten sind derzeit nicht vorgesehen.

Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 111 118 -7 -5,9
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.435 1.289 146 11,3
Kundenforderungen 10.662 13.432 -2.770 -20,6
Ford. verbundene Unternehmen 276 152 124 81,6
kurzfristige Vermögenswerte/RAP 1.667 802 865 >100,0
liquide Mittel 839 1.382 -543 -39,3
Bilanzsumme 14.990 17.175 -2.185 -12,7
Passiva
Eigenkapital 1.525 4.295 -2.770 -64,5
Bankverbindlichkeiten 0 0 0 0,0
Lieferantenverbindlichkeiten 1.445 1.774 -329 -18,5
Verb. verbundene Unternehmen und Gesellschafter 11.455 9.943 1.512 15,2
Sonstige Verbindlichkeiten/ Rückstellungen. 565 1.163 -598 -51,4
Bilanzsumme 14.990 17.175 -2.185 -12,7

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 7 gesunken. Investitionen wurden im Wesentlichen im Fuhrparkbereich der Gesellschaft vorgenommen. Das Anlagevermögen wurde planmäßig abgeschrieben.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbezogen um T€ 2.770 gemindert. Wir sind weiterhin bemüht aufgrund eines aktiven Debitorenmanagement die Wertberichtigungen niedrig zu halten. Das durchschnittliche Kundenzahlungsziel beträgt 47 Tage und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 13 Tage verbessert.

Die kurzfristigen Vermögenswerte und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten haben sich im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbezogen um T€ 865 erhöht.

Unsere Kapitalstruktur hat sich verschlechtert. Die Eigenkapitalquote ist von 25,0% gesunken auf 10,2%.

Die Verbindlichkeiten im Konzernverbund haben sich stichtagsbezogen um T€ 1.512 auf T€ 11.455 erhöht und machen 76,4 % (31.12.2022: 57,9 %) der Bilanzsumme aus.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Umsatzentwicklung

Handelsvolumen

Der Gesamtumsatz des Jahres 2023 ist gegenüber dem Vorjahr um 0,9 % gesunken. Ursächlich hierfür war die weniger Verkauf von Eier von 817,6 Million Eier in 2022 nach 769,3 Million Eier in 2023 eine Senkung von 0,6%.

Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir weiterhin als gut ein.

Unsere Ergebnisentwicklung in Relation zum Umsatz hat sich aufgrund der Erhöhung der Kosten in allen Bereichen verschlechtert.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gedeckt.

Das Anlagevermögen ist durch unser Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

3. Hinweise auf wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem gleichbleibenden Umsatz und mit einer Verbesserung des Jahresergebnisses.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind aus dem folgenden Gründen nicht erkennbar:

1.

Die Ware geht nicht mehr direkt vom Erzeuger bzw. der Packstelle zum Kunden, sondern wird in unserer Packstelle gesammelt und dann weiter verfrachtet. Es besteht seit dem Frühjahr 2021 ein Lagerhaltungsrisiko, aber dies ist beschränkt, da die Vorräte nur kurz im Lager sind. Andererseits haben wir Einsparungen durch die eigenen Verpackungsleistungen und Logistikleistungen.

2.

Ein Gewinnausfall bei einer Epidemie kann nicht entstehen, da dies eher das Gegenteil bewirkt. Bei geringerem Angebot können höhere Preise erzielt werden.

3.

Das Preisrisiko versuchen wir weitestgehend durch Einkaufskontrakte abzudecken.

4.

Das Kursrisiko auf Lieferungen außerhalb der Eurozone wird durch Terminkontrakte beschränkt.

5.

Die neue Krankheit COVID 19 wurde im aktuellen Kalenderjahr eingedämmt und sämtliche staatliche Beschränkungen aufgehoben. Da die INTER-OVO GmbH in der Lebensmittelindustrie aktiv ist und damit zu den lebenswichtigen Wirtschaftsbetrieben gehört, wurden unsere Aktivitäten von der Regierung weitestgehend nicht eingeschränkt.

6.

Der Ukraine-Russland Konflikt hat indirekt Einfluss auf die Geschäfte der Gesellschaft. Wir haben keine Kundenbeziehungen in der Ukraine oder Russland. Der Ukraine-Russland Konflikt hat erheblichen Einfluss auf den Marktpreis vieler Güter. Dies verursacht eine Preissteigerung bei Eiern und Eiprodukten. Die Interovo GmbH erwartet diese Steigerung auf die Kunden weiterzureichen. Dies führt zu einer Umsatzsteigerung, die das Ergebnis beeinflussen kann.

Um in den folgenden Jahren erfolgreich zu bleiben, wird die Inter-Ovo GmbH die Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern der Interovo Gruppe verbessern um die Warenströme zu optimieren. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen im Personalbestand. Zusätzlich intensivieren wir in die Arbeitssicherheit. In 2024 ist im 4. Quartal der Baubeginn für ein Kühllager für Eier geplant.

4. Angaben nach § 289 II HGB

Das Unternehmen tätigt keine eigene Forschung und Entwicklung (F&E) und ist auch nicht produzierend tätig.

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft im Kalenderjahr 2024 nicht unterhalten.

 

Emmerich am Rhein, 28. März 2024

INTER-OVO GmbH,

Herr J.A.M. van Loon, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2023

INTER-OVO GmbH

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 42.545,83 59.695,83
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.449,28 58.400,48
110.995,11 118.096,31
Summe Anlagevermögen 110.995,11 118.098,31
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 465.080,57 413.466,26
2. fertige Erzeugnisse und Waren 969.484,00 875.728,00
1.434.564,57 1.289.194,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.662.480,76 13.431.625,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 275.292,88 153.026,04
3. sonstige Vermögensgegenstände 749.993,84 785.673,77
11.687.767,48 14.370.325,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 839.706,11 1.381.975,19
Summe Umlaufvermögen 13.962.038,16 17.041.494,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 15.200,63
D. Aktive latente Steuern 917.022,93 0,00
14.990.056,20 17.174.793,51

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 4.195.199,70 3.910.205,22
III. Jahresfehlbetrag 2.770.129,86 284.994,48-
Summe Eigenkapital 1.525.069,84 4.295.199,70
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 68.081,00 390.180,42
2. sonstige Rückstellungen 149.000,00 140.232,28
217.081,00 530.412,70
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 96,18
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 0,00 (EUR 96,18)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.444.947,52 1.774.441,23
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.444.947,52 (EUR 1.774.441,23)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.403.719,07 9.943.141,28
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 7.403.719,07 (EUR 9.943.141,28)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.050.968,00 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.050.968,00 (EUR 0,00)
5. sonstige Verbindlichkeiten 348.270,77 631.502,42
- davon aus Steuern EUR 115.032,45 (EUR 33.798,24)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.067,32 (EUR 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 348.270,77 (EUR 631.502,42)
13.247.905,36 12.349.181,11
14.990.056,20 17.174.793,51

Handelsrecht

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

INTER-OVO GmbH

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 4.906.120,79 8.527.126,67
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.730.860,73 1.401.468,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 347.693,84 318.124,85
2.078.554,57 1.719.593,28
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 37.784,22 36.207,05
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.715.790,53 6.336.079,73
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (EUR -96,44)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 893,59 12.797,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 65.757,78 26.193,21
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.222.007,75- 134.472,19
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR 917.022,93 (EUR 0,00)
8. Ergebnis nach Steuern 2.768.864,97- 287.378,21
9. sonstige Steuern 1.264,89 2.383,73
10. Jahresfehlbetrag 2.770.129,86 284.994,48-

Handelsrecht

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

INTER-OVO GmbH

Emmerich

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die INTER-OVO GmbH hat ihren Sitz in Emmerich am Rhein. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter HRB 17306 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB).

Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB. Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend der wirtschaftlichen Bedeutung die Gliederungsschemata nach § 266 HGB und § 275 HGB gewählt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Interovo Trading B.V. wurden in 2023 unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (§ 42 III GmbHG) ausgewiesen. Zu besseren Vergleichbarkeit wurde die Position im Vorjahr angepasst.

Die maßgeblichen Rechnungslegungsgrundsätze ergeben sich aus dem HGB.

III. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten bilanziert.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert (§§ 253, 255 I HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 III 5 HGB) waren nicht erforderlich. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis sechs Jahren abgeschrieben.

Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Der Anlagespiegel ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips gemäß § 253 IV HGB in Verbindung mit § 252 I Nr. 4 HGB bewertet.

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Im aktuellen Wirtschaftsjahr wurden aktive latente Steuern nach § 274 I Satz 4 HGB in Höhe von 917.022,93 Euro gebildet. Bei der Bewertung wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,7 % berücksichtigt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

IV. Angaben zur Bilanz

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugang 2023 Umbuchung Zuschreibung 2023 Abgang 2023 Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 9.781,52 0,00 0,00 9.781,52 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlage und Maschinen 85.750,00 0,00 0,00 0,00 85.750,00
2. Andere Anlagen / BGA 154.515,90 47.000,00 0,00 80.800,76 120.715,14
240.265,90 47.000,00 0,00 80.800,76 206.465,14
250.047.42 47.000.00 0,00 90.582.28 206.465,14
Entwicklung der Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugang 2023 Umbuchung Zuschreibung 2023 kumuliert Zugang 2023 Abgang 2023 Abgang kumuliert 2023 Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 9.779,52 0,00 0,00 0,00 9.779,52 9.779,52 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlage und Maschinen 26.054,17 17.150,00 0,00 17.150,00 0,00 0,00 43.204,17
2. Andere Anlagen / BGA 96.115,42 20.634,22 0,00 20.634,22 64.483,78 64.483,78 52.265,86
122.169,59 37.784,22 0,00 37.784,22 64.483,78 64.483,78 95.470,03
131.949.11 37.784.22 0.00 37.784.22 74.263,30 74.263.30 95.470,03
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 0,00 2,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlage und Maschinen 42.545,83 59.695,83
2. Andere Anlagen / BGA 68.449,28 58.400,48
110.995,11 118.096,31
110.995.11 118.098,31

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Euro
Rückständigen Urlaub 111.000,00
Jahresabschluss, Prüfung, Offenlegung 23.000,00
Berufsgenossenschaft 15.000,00
Gesamt 149.000,00

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wird ein Ertrag in Höhe von 917.022,93 Euro durch die Zuführung zu den aktiven latenten Steuern ausgewiesen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt:

Angestellte Vollzeit 52
Angestellte Teilzeit 0
Summe 52

Für das Jahr 2024 wird prognostiziert dass die Mitarbeiterzahl stabil bleibt oder leicht wächst.

Mitglieder der Geschäftsführung

Jan Heijn, kaufmännischer, Geschäftsführer, Kevelaer (bis zum 20.07.2023)

Jasper Albertus Maria van Loon, Geschäftsführer, Doetinchem (ab dem 20.07.2023)

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Unsere Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der INTEROVO EGG GROUP B.V., Ochten, Niederlande.

Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Interovo Beheer B.V., Niederlande 4051 CG Ochten einbezogen.

Der Konzernabschluss wird bei der Kamer van Koophandel voor Midden Nederland, NL 3500 AA Utrecht hinterlegt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB betrugen 360.000,00 Euro p.a. für Mieten Gebäude und 300.000,00 Euro p.a. für diverse Maschinen etc. Sämtliche finanzielle Verpflichtungen bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.770.129,86 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Interovo GmbH prognostiziert dass das Nettoergebnis des Unternehmens im Jahr 2024 erneut positiv sein wird. Sowohl der Umsatz als auch die Rentabilität des Unternehmens hängen stark von der Entwicklung des Marktpreises für Schaleneier im Laufe des Jahres ab.

Interovo GmbH ist derzeit keine Umstände oder Ereignisse bekannt die sich negativ auf den Umsatz oder die Rentabilität des Unternehmens im Jahr 2024 auswirken könnten.

Der Ukraine-Russland Konflikt hat indirekt Einfluss auf die Geschäfte der INTER-OVO GmbH. Wir haben keine Kunden oder wichtige Lieferanten in der Ukraine oder Russland.

Der Ukraine-Russland Konflikt hat erheblichen Einfluss auf den Marktpreis von vielen Gütern. Dies verursacht eine Preissteigerung bei Eiern und Eiprodukten. Die Interovo GmbH erwartet diese Steigerung im 2024 auf die Kunden abwälzen zu können. Aus diesem Grund wird der Umsatz steigen und wird wieder Gewinn gemacht.

 

Emmerich am Rhein, 28.03.2024

Geschäftsführer

Feststellungsbeschluss:

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 01.07.2024 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die INTER-OVO GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der INTER-OVO GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INTER-OVO GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Goch, 27. Juni 2024

RTU Euregio
Revisions-, Treuhand- und Unternehmensberatungs-GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klemm, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

3 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.