Monopharma GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexandros Zacharopoulos seit 19.5.2014 | Geschäftsführer |
Konstantinos Zacharopoulos seit 19.5.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Zacharopoulos GbR | 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
A.R.C.O.-Chemie GmbHHerdeckeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft
2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff.), des GmbH-Gesetzes sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden. In Anwendung der Regelung des § 265 Abs. 5 HGB wurde zum Zwecke der Klarheit und Übersichtlichkeit der Bilanz der Posten "Verbindlichkeiten" durch "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern" weitergehend untergliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren) bewertet. Die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgt nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei Jahren (z. B. EDV-Hardware) bis zu 50 Jahren (z. B. Gebäude) unter Verwendung der linearen Methode. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Soweit Bestandsrisiken aufgrund der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit, gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. Verkaufspreise o. ä. feststellbar waren, sind sie durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Material- und Fertigungseinzelkosten sowie den Sondereinzelkosten der Fertigung zuzüglich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, sind Einzelwertberichtigungen vorgenommen worden. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Die Rückstellung für Aufbewahrungsverpflichtungen wurde unter Berücksichtigung der individuellen Restlaufzeiten mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Aufbewahrungsverpflichtungen wurden Preis- und Kostensteigerungen in Höhe von 1 % berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. 4. Angaben zur Bilanz Zur Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (vgl. Anlage 1 zum Anhang). Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Monopharma GmbH, Herdecke. Die Monopharma GmbH weist zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 216 aus. Sie hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 74 erzielt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme (TEUR 179), Rückstellungen für Urlaub und Überstunden (TEUR 278) und Rückstellungen für Garantien/Schadensfälle (TEUR 30) enthalten. Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie enthalten in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 23) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, dabei handelt es sich um kurzfristige Darlehen. 5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die erwirtschafteten Erlöse teilen sich wie folgt auf:
Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen und den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Erträge in Höhe von EUR 122,00 (Vorjahr: EUR 80,00) und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 4,00) enthalten. 6. Sonstige Angaben Die am 31. Dezember 2023 bestehenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB belaufen sich auf TEUR 177. Davon bestehen TEUR 74 gegenüber verbundenen Unternehmen. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug 2023 78 Personen. Davon entfielen auf
Die Geschäftsführung wird von Herrn Alexandros Zacharopoulos und Herrn Konstantinos Zacharopoulos wahrgenommen. Den Mitgliedern der Geschäftsführung werden Darlehen in Höhe von TEUR 208 mit einer Verzinsung von 1,0 % gewährt. Ausgehend von einem Vortrag in Höhe von TEUR 178 erfolgte ein Zugang in Höhe von TEUR 30. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Herdecke, den 6. Mai 2025 A.R.C.O.-Chemie GmbH gez. Alexandros Zacharopoulos, Geschäftsführer gez. Konstantinos Zacharopoulos, Geschäftsführer Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 09.05.2025 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt und beschlossen, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die A.R.C.O.-Chemie GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der A.R.C.O.-Chemie GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der A.R.C.O.-Chemie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 8. Mai 2025 dhpg
Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Kissel, Wirtschaftsprüfer Mählmann, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der A.R.C.O.-Chemie GmbH, Herdecke1. Darstellung der Rahmenbedingungen und des Geschäftsverlaufs 1.1 Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war weiterhin von dem Ukraine-Konflikt, der damit verbundenen Energiekrise und weiteren Konfliktherden (Gazastreifen) geprägt. Die in dem Zusammenhang ansteigende Inflation und Rohstoffverfügbarkeit stellte die Wirtschaft vor große Herausforderungen. In 2023 betrug das BIP in Deutschland 4.121,2 Mrd. Euro (Vorjahr 3.876,1 Mrd. Euro), was zu einem numerischen Anstieg von 1,1 % führt, preisbereinigt (Inflation) allerdings um 0,3 % leicht zurück ging. Der Umsatz in Deutschland mit Nahrungsergänzungsmitteln, stofflichen Medizinprodukten und Diätetika scheint im Gegensatz zu den Jahren davor stagnierend zu sein. Zahlen von IQVIA zeigen ein niedrigeres Wachstum von 1 %. Auch weitere Daten (Marktanalyse NEM Deutschland) berichten nur über eine moderate positive Umsatzentwicklung, welche durch höhere Durchschnittspreise an dem Endverbraucher zustande kommt. Somit wird eine stagnierende sowie eher leicht abnehmende Absatzmenge festgestellt. Das Wachstum scheint sich somit in Deutschland leicht abzuschwächen. Hingewiesen sei allerdings darauf, dass die letzten Zuwächse der letzten Jahre erheblich auf die Covid 19-Pandemie zurückzuführen sind, ein Effekt, der in 2023 nicht zum Tragen kam. Europa ist einer der führenden Märkte für Nahrungsergänzungsmittel. Das europäische Marktvolumen wird für die kommenden Jahre als positiv eingeschätzt mit jährlichen Wachstumsraten von 5,9 % bzw. 6,5 % (Grandview Research, Mordor Intelligence). Auch EMR (Expert Market Research) und Fortune Business Insight geben allgemein eine deutlich positive Einschätzung für das Marktvolumen für Nahrungsergänzungsmittel. Inwiefern die prognostizierten jährlichen Wachstumsraten im Rahmen des Ukraine-Konfliktes, der damit verbundenen Energiekrise, der Inflation und zusätzlich der weltpolitischen Instabilität zutreffen, wird die Praxis zeigen. Wir sehen weiterhin die Tendenz zu einem allgemein angestiegenen Gesundheitsbewusstsein bei Verbrauchern und das Bedürfnis, einen Ausgleich von Ernährungsdefiziten aufgrund hektischer Lebensstile zu schaffen, als weiter bekräftigt. Konkret werden folgende Wachstumstreiber identifiziert: • Weiterer Zuwachs der Nahrungsergänzungsmittel über Internet-Vertriebswege mit zielgerichteter Endverbraucheransprache, konvenienter Bestell- und Zahlungsweise sowie schnellster Verfügbarkeit; • Kontinuierliches Anwachsen der zahlungskräftigen Klientel der "über 50-jährigen" durch die bevölkerungsstarke Baby-Boomer-Generation und deren hohe Bereitschaft, in die eigene Gesundheitsvorsorge zu investieren; • Der sich zunehmend verstärkende Trend, auch bei der jüngeren Generation, sich gesund und fit zu erhalten und auch entsprechende Gesundheitsvorsorge über den Kauf von Nahrungsergänzungsmitteln zu betreiben. Unseres Erachtens wird der Trend hin zu nachhaltigen, hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln weiter zunehmen. Auch werden Verbraucher vermehrt nach neuen Produkten in den Bereichen Erhaltung der Vitalität, Immunabwehr, Augengesundheit nachfragen. Ein weiterer Trend, der zu beobachten ist, sind Produkte, welche kosmetische Ansätze verfolgen und oral eingenommen werden ("beauty from within!). Wir beobachten auch den Trend hin zu mehr Eigenmarken (Private Label). Da sich viele Anbieter auf Vermarktung ihrer Produkte konzentrieren möchten, werden Dienstleistungen von Lohnherstellern weiterhin in Anspruch genommen. Wie sich nun die Wirtschaft in naher Zukunft entwickelt, lässt sich nur schätzen. Steigende weltpolitische Unsicherheiten, die wir vor allem in der Ukraine, internationalen Handelskonflikten und steigender Inflation sehen, führen dazu, Bisheriges zu hinterfragen und zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Weiterhin gilt, dass unsere Chancen unsere Risiken überwiegen. 1.2 Markt und Geschäftsverlauf Die A.R.C.O.-GmbH ist Experte in der Herstellung von komplexen Weichgelatinekapseln bis hin zum vertriebsfertigen Produkt für den Gesundheitsmarkt. Als Lohnhersteller entwickelt und fertigt die A.R.C.O.-Chemie GmbH nach Kundenanforderungen Weichgelatinekapseln, die den hohen Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit und dem GMP-Arzneimittelrecht entsprechen. Die Kombination aus fortschrittlicher Abfüll-Technologie und jahrzehntelange Erfahrung (seit 1959) in der Produktion und Verpackung von Weichgelatinekapseln bis hin zum vertriebsfertigen Produkt macht die A.R.C.O.-Chemie zu einem heute weltweit bekannten, etablierten Unternehmen in diesem Bereich. Im Rahmen der positiven Entwicklung des Bereichs Gesundheit konnten wir unsere stetig positive Entwicklung weiter fortsetzen. Unsere jährlichen Kapazitäten von ca. 1,3 Milliarden Kapseln, 60 Millionen Blister sowie 10 Millionen Fertigpackungen waren gleich ausgelastet wie im Vorjahr. Angesichts der hohen Kapazitätsauslastung haben wir kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen für eine optimierte Produktionskapazität durchgeführt. Verbesserungen, die es uns ermöglichten, in Zukunft weiterhin schnelle, flexible Lieferzeiten zu gewährleisten. Diese Entwicklungen und Maßnahme spiegeln sich auch positiv im Geschäftsjahr 2023 wider. Allerdings wurde ein um ca. 4 % gesunkenes Rohergebnis im Vergleich zu 2022 erzielt. Als Grund kann hier die außerordentliche Erhöhung der Rohstoffkosten/Energiekosten genannt werden; Kosten, die durch die Ukraine-Krise direkt oder indirekt zustande gekommen sind. Unsere Planung für 2024 geht von einer Normalisierung dieser gestiegenen Kosten und somit von einer Rohertragsteigerung von 5 % aus. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 2.1 Vermögenslage Das Anlagevermögen reduzierte sich um 118 TEUR im Gegensatz zum Vorjahr auf 1.034 TEUR, welches auf nicht getätigten Investitionen und weitere laufende Abschreibungen zurückzuführen ist. Die in den letzten Jahren getätigten Investitionen trugen dazu bei, unsere Effektivität/Flexibilität weiter zu steigern, um unser Produktionsvolumen an sich ändernde Rahmenbedingungen anzugleichen. In 2024 planen wir weitere Investitionen in Höhe von 500 TEUR im Bereich der Kapazitätsoptimierung sowie Modernisierung des Betriebsgebäudes. Sie werden wie auch im vergangenen Jahr durch unseren laufend erwirtschafteten Cashflow finanziert. Das Umlaufvermögen ist in 2023 um 392 TEUR auf 11.240 TEUR (2022: 10.848 EUR) gestiegen. Die Vorräte fielen um 735 TEUR auf 4.652 TEUR (2022: 5.387 TEUR). Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betrugen 2.358 TEUR gegenüber 1.192 TEUR in 2022 und die Guthaben bei Kreditinstituten lagen bei 4.227 TEUR (2022: 4.264 TEUR) Die Bilanzsumme der A.R.C.O.-Chemie ist im Berichtszeitraum um 274 TEUR auf 12.274 TEUR gestiegen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt zu 81,3 % durch Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht reduziert, aufgrund des leichten Bilanzsummenanstiegs (2,3 %). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 782 TEUR um 287 TEUR auf 495 TEUR vermindert. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhalten Anzahlungen (-236 TEUR) steht im Einklang mit den Geschäftsentwicklungen. Die Entwicklung der übrigen Verbindlichkeiten ist unauffällig. Die Rückstellungen decken alle derzeit erkennbaren Risiken ab. 2.2 Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch erwirtschaftete Gewinne. Eine fristenkongruente Finanzierung ist gegeben. Wesentliche Veränderungen des Zinsniveaus oder der Kreditkonditionen sind zu erwarten durch den Zuwachs der Inflation und somit neuen EZB-Zinspolitik. Die Liquiditätsreserven haben im Geschäftsjahr jederzeit ausgereicht, die fälligen Verbindlichkeiten zu tilgen. Zahlungsein- und -ausgänge werden auf Wochenbasis für einen Drei-Monats-Horizont rollierend geplant. Externe Bankverbindlichkeiten bestehen nicht. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich geblieben mit 4.225 TEUR (Vorjahr: 4.264 TEUR). 2.3 Ertragslage Als finanziellen Leistungsindikator nutzt die A.R.C.O.-Chemie GmbH das Rohergebnis. Das Rohergebnis fiel um 307 TEUR im Vergleich zum Vorjahr und konnte somit die geplante Rohertragssteigerung von 5 % nicht erreichen. Dies liegt im Wesentlichen im Vergleich zum Vorjahr an deutlichen Kostensteigerungen trotz einer Umsatzsteigerung von 12,3 %. Das Geschäftswachstum wurde durch die Faktoren Lieferzeiten, besserer Kundenservice und wachsen unserer Kunden generell ermöglicht. Auch der Trend zu komplexen Zusammensetzungen, welches ein hohes Maß an technischem Know-how voraussetzt und ein Wettbewerbsvorteil der A.R.C.O.-Chemie GmbH ist, trug zur neuen Kundengewinnung bei. A.R.C.O.-Chemie GmbH hat eine solide, diversifizierte Kundenbasis. In Deutschland wurden 53,8 % Prozent des Geschäfts generiert, die weiteren 33,9 % in Europa und restlichen 12,3 % im nicht EU-Raum. Um das Geschäft weiter auszubauen sind neben geplanten Marketingaktivitäten Kapazitätserweiterungen geplant welche Lieferzeiten und den Service der A.R.C.O-Chemie GmbH gegenüber den Kunden weiterhin im Vordergrund stehen lassen. Im Geschäftsjahr 2023 fiel das Ergebnis nach Steuern niedriger aus als im Vorjahr (2023: 931 TEUR, 2022: 1.268 TEUR) trotz eines erneut deutlich um 12,3 % gestiegenen Umsatzes. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf: - Kostensteigerungen für den weiteren Personalaufbau (170 TEUR höher als im Vorjahr), der notwendig war, um das Wachstum darzustellen. - Inflationsbedingte Preissteigerungen, welche die Materialaufwandquote um 4 % verschlechterten. - Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (53 TEUR höher als im Vorjahr). 3. Mitarbeiter Unseren langjährigen Erfolg und unsere Stellung im Markt verdanken wir dem Handeln unserer Mitarbeiter. Im Bewusstsein dieser Verantwortung fördern wir unsere Talente. Im Berichtsjahr haben wir im Durchschnitt 78 Mitarbeiter beschäftigt, welche im Durchschnitt 44 Jahre alt sind. Besonders erfreut uns die langjährige Mitarbeiterbindung von durchschnittlich 15 Jahren, die wir als Erfolg unserer positiven Unternehmenskultur werten. 4. Umwelt und Qualitätsmanagement Unsere Geschäftsprozesse werden gem. GMP, HACCP, MSC und FOS regelmäßig internen und externen Audits unterworfen. Sie werden durch ein integriertes Managementsystem, welches u. a. die Bereiche Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Qualitätsmanagement abdeckt, gesteuert und überwacht. Die Audits verifizieren und bestätigen den hohen Standard und die Funktionalität des von uns gelebten Managementsystems. 5. Risikomanagementsysteme In Bezug auf unser bestehendes Risikomanagementsystem mit seinen integrierten Informations- und Controllingsystemen sind wir davon überzeugt, dass diese die Kontrolle des laufenden Geschäftes jederzeit und umfassend gewährleisten. Oberstes Ziel ist dabei immer, etwaige entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Veränderungen wie auch mögliche Potentiale rechtzeitig zu erkennen, um frühzeitig adäquat zu agieren bzw. reagieren zu können, um so den wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens sicherzustellen. Dies umfasst die laufende Bearbeitung zum Umgang mit den identifizierten Risiken. Auf Basis der grundsätzlichen Unternehmensrisiken wurden um Rahmen des Risikomanagements konzerneinheitliche Schlüsselkontrollen identifiziert und einem Management-Testing unterzogen. Unser Risikobetrachtungszeitraum entspricht dem Prognosezeitraum. 6. Risiken und Chancen: Für die weitere Geschäftsentwicklung sind wir in Verbindung mit den getätigten Investitionen und Kapazitätserweiterungen optimistisch und erwarten, am positiven Marktgeschehen überproportional partizipieren zu können. Gleichwohl kann eine Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Rahmen des Krieges in der Ukraine und weiterhin ansteigende Inflation zu einer Abschwächung des Wachstums oder gar der Umsatztätigkeit führen. Weitere Risiken sind der Kundenverlust durch intensiven Wettbewerb sowie die Nachfrage nach sehr kurzen Lieferzeiten im Rahmen der "on demand" Mentalität des Onlinehandels und der heutigen Gesellschafft. Aus diesem Grund wurden die Vertriebsstrukturen in den letzten Jahren gestärkt und ausgebaut. In diesem Zusammenhang wurde Bestandskunden eine gewisse Produktionskapazität zur Verfügung gestellt, um schnell flexibel reagieren zu können. Durch die getätigten Investitionen in der Produktionskapazität konnte diese Maßnahme zusätzlich unterstützt werden. Auch wurden gezielt strategische Vorräte angelegt, um Engpässe im Supply Chain zu minimieren und unsere Kunden stetig bedienen zu können. Der zunehmende Einsatz verschiedener IT-Systeme und die Verarbeitung personenbezogener Daten in der Gesellschaft führt dazu, dass dem Aspekt der Cyber-Security eine immer stärker steigende Bedeutung zukommt. Um das Risiko von Cyber-Attacken auf unsere Systeme künftig besser steuern und überwachen zu können sind entsprechende Maßnahmen und Vorkehrungen implementiert worden. Für das kommende Geschäftsjahr ist es vorgesehen, durch eine bessere Ressourcen-Planung und die getätigten Investitionen in der Weichgelatinekapselherstellung und -konfektionierung eine Kapazitätserweiterung von 10 % zu erzielen. Der Preisdruck auf Material Marktpreise und Arbeitskosten sowie die Verfügbarkeit von gutem Personal ist weiterhin eine Herausforderung für das Geschäft. Diesem Risiko soll durch die Bindung unserer Kunden und Mitarbeiter an das Unternehmen entgegengewirkt werden. Für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken sind Versicherungen abgeschlossen worden, die sicherstellen, dass sich negative finanzielle Folgen im Eintrittsfall in Grenzen halten bzw. ganz ausgeschlossen werden. Signifikante Wechselkursrisiken aus dem Einkauf von Waren in Fremdwährung liegen nicht vor. Darüberhinausgehende oder bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen. 7. Ausblick Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir erneut eine gute Auftragslage mit steigendem Rohertrag über 5 %. Die Umsätze des ersten Quartals verbunden mit den bereits vorliegenden Auftragseingängen bestätigen diese Erwartungshaltung. Eine Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingung im Rahmen des Krieges in der Ukraine und der steigenden Inflation kann jedoch die Erreichung dieser Ziele jederzeit gefährden. Die A.R.C.O.-Chemie GmbH ist aufgrund ihrer guten Marktpositionierung, der erweiterten Produktpalette und dem hohen Bekanntheitsgrad weiterhin zuversichtlich, Marktanteile zu gewinnen. Unsere Planung geht auch für das Jahr 2024 von positiven Zuwächsen aus.
Herdecke, den 6. Mai 2025 Die Geschäftsführung Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
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