Foxess Germany GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerd Henneveld seit 3.6.2025 | Sonstige |
Dieter Wandelt seit 3.6.2025 | Sonstige |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
OpenStorage AGWiesbadenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024Bilanz zum 30. April 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. AllgemeinesDie OpenStorage AG (kurz: OpenStorage) hat ihren Sitz in Mainz-Kastel / Stadtkreis Wiesbaden und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Wiesbaden (HRB 11823). Der Tätigkeitsbereich des Unternehmens umfasst den Import/Export und den Handel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern der Informations- und Kommunikationstechnologie. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Ergänzend zum Gliederungsschema nach § 266 HGB werden die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen/gegenüber Unternehmen, welche aktienrechtlich mit Herrn Gerd Henneveld verbunden sind, als Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen erfasst. Das Gliederungsschema des §275 Abs. 2 HGB wurde um den Posten Ergebnis vor Steuern ergänzt. Aufgrund rückläufiger Geschäftserfolge der Gesellschaft wurde die unternehmerische Entscheidung getroffen, die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft spätestens mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2024 vollständig und dauerhaft einzustellen. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird außerplanmäßig abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear und im Zugangsjahr pro rata temporis. Das bewegliche Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 (ohne Umsatzsteuer) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für die Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen wurden grundsätzlich folgende Abschreibungsmethoden und Abschreibungszeiträume angewandt:
Aufgrund der Entscheidung, die operativer Geschäftstätigkeit einzustellen, wurden die Nutzungsdauern für immaterielle Vermögensgegenstände, Betriebsausstattung und Einbauten sowie Geschäftsausstattung entsprechend verkürzt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt. Waren werden nach der Methode der Durchschnittsbewertung mit den Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Dabei wurde insbesondere die Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit zum 30. September 2024 berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden angemessen abgewertet oder abgeschrieben. Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zu Nennwerten bilanziert. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen ausgewiesen, die einen Aufwand für eine Zeit nach dem Stichtag darstellen. Der Ansatz erfolgt zum Nennwert. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Zum Stichtag ergaben sich keine Abweichungen zwischen Steuer- und Handelsbilanz, sodass keine latenten Steuern anzusetzen waren. III. WährungsumrechnungAuf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschluss-Stichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz1 HGB) beachtet. IV. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (vgl. Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr vor Ablauf eines Jahres fällig. Forderungen gegen verbundene /Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen sowie nahestehenden UnternehmenDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegen nahestehende Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr vor Ablauf eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen und sind wie im Vorjahr vor Ablauf eines Jahres fällig. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 1.820,00 (i. Vj. EUR 1.996,00) enthält zum Bilanzstichtag im Wesentlichen Vorauszahlungen für Gebühren. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 70.980,00 und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 70.980 auf den Inhaber lautende Stückaktien. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten die gesetzliche Rücklage, die 10 % des Grundkapitals beträgt. BilanzgewinnIn der Hauptversammlung am 23. November 2023 ist beschlossen worden, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.354 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personal (TEUR 80) wegen der Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit zum 30.09.2024. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind nicht besichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und LeasingverträgenDie Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge abgeschlossen, Kündigungen sind jährlich möglich. Diese wurden wegen der Aufgabe der operativen Geschäftstätigkeit fristgerecht gekündigt.
V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse werden zu 65,6 % oder TEUR 15.841 (i. Vj. 68,5 % oder TEUR 21.277) im Inland erzielt. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse zeigt folgende Übersicht:
Sonstige betriebliche ErträgeDie Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge zeigt folgende Übersicht:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus der Veräußerung von Finanzanlagen in Höhe von TEUR 158 (i. Vj. TEUR 0) enthalten sowie weitere periodenfremde Erträge von TEUR 19 (i. Vj. TEUR 0).Sonstige betriebliche AufwendungenDie Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigt folgende Übersicht:
Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit TEUR 8 Körperschaftsteuererträge einschließlich Solidaritätszuschlag sowie mit TEUR 25 Gewerbeertragsteueraufwand. Eine steuerliche Außenprüfung für den Zeitraum 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018 für Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer wurde vom 18. Mai 2021 bis 10. Juni 2024 durchgeführt. Es wurde gegen den Bescheid Einspruch eingelegt. VI. Sonstige AngabenOrgane der GesellschaftDer Vorstand umfasst folgende Mitglieder:
Der Aufsichtsrat umfasst folgende Mitglieder: Peter Karl Meurer, Limburg -Wirtschaftsprüfer und Steuerberater -Vorsitzender des Aufsichtsrats Andreas Nolte, Wiesbaden -Geschäftsführer Nolte Aktivmarkt GmbH, Wiesbaden -Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Dr. Henning Wiehe, Frankfurt am Main -Rechtsanwalt Gesamtbezüge des VorstandesGemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet die Gesellschaft auf die Angabe der Vorstandsbezüge. Gesamtbezüge des AufsichtsratesDie Vergütung für den Aufsichtsrat betrug im Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 17. Anhangangabe nach § 285 Nr. 17 HGBDas Gesamthonorar des Abschlussprüfers im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug TEUR 25. Es betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen. AbhängigkeitsverhältnisGemäß § 20 Abs. 4 AktG i. V. m. § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG wird angegeben, dass Herr Gerd Henneveld eine Mehrheitsbeteiligung an der OpenStorage AG hält. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2023/2024 waren durchschnittlich 32 (i. Vj. 32) Mitarbeiter beschäftigt, davon 29 (i. Vj. 29) Angestellte und 3 (i. Vj. 3) Auszubildende. Davon sind 5 weiblich und 27 männlich. NachtragsberichtEs ergaben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der Gesellschaft nach Schluss des Geschäftsjahres. GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn zum 30. April 2024 i. H. v. TEUR 5.922 auf neue Rechnung vorzutragen.
Mainz-Kastel / Stadtkreis Wiesbaden, den 30. August 2024 OpenStorage AG Gerd Henneveld, Vorstand Dieter Wandelt, Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024Die konjunkturelle Erholung setzte sich 2023 nicht fort (2022 1,8 %). Aufgrund der Inflation ist die deutsche (-0,2 %) und österreichische (-0,8 %) Wirtschaft 2023 real geschrumpft. Weitere konjunkturelle Hemmnisse sind der Ukraine-Krieg und weiterhin hohe Energiekosten. Die Europäische Kommission rechnet weiterhin mit einer EU-weiten konjunkturellen Eintrübung 2024 (0,9 %; für Deutschland 0,3 %). Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Mai 2024 um 25,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen und setzt somit die Entwicklung, die während unseres Geschäftsjahres anhielt, fort. Eine Entspannung ist aufgrund der trüben Konjunkturaussichten nicht absehbar. Die hohen Energiepreise und der Ukraine-Krieg überschatten weiterhin alle weiteren Konjunkturrisiken. Dazu zählen die weltweit zunehmenden Handelshemmnisse sowie die stark angestiegenen Zinsen. Das UnternehmenDie OpenStorage AG (im Folgenden kurz: "OS") ist Lieferant für Speichermedien und Druckerverbrauchsmaterial für Händler und industrielle Kunden in Deutschland, Europa und weltweit. OS vertritt namhafte Unternehmen wie HP Inc., HPE, IBM, Oracle, Quantum, Qualstar, Spectralogic, Verbatim, Brother, Canon, Epson, OKI, Xerox u.a. Vor dem Hintergrund der Marktveränderungen hatte die OS ihre Geschäftstätigkeit um branchenuntypische Geschäftsfelder arrondiert. Diese betrafen zuzeiten der Corona-Krise sogenannte "Pandemieartikel" und die Beschaffung spezifizierter Produkte für deutsche öffentliche Behörden sowie für mehrere amerikanische Institutionen der U.S. Streitkräfte in Deutschland. Durch Veränderungen im Einkaufsverhalten, im Besonderen durch die verstärkte Nutzung der industriellen Kunden über verschiedenste Einkaufsplattformen, ändert sich das Einkaufsverhalten unserer Kunden. Die Gesellschaft ist seit Jahren Marktveränderungen ausgesetzt, denen sie nicht ausreichend entgegensteuern kann. Seit über fünf Jahren sind stetige Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Wurden im Geschäftsjahr 2017/18 noch Umsatzerlöse in Höhe von EUR 57 Mio. verzeichnet, so beträgt der Umsatz für das aktuelle Geschäftsjahr 2023/24 lediglich EUR 24 Mio. Dies führt zu rückläufigen Geschäftserfolgen der Gesellschaft, die seit Oktober 2022 die Verlustzone erreicht haben. So musste die Gesellschaft im Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. April 2023 einen operativen Verlust in Höhe von TEUR 227 verzeichnen. Für den Zeitraum vom 1. Mai bis zum 31. Dezember 2023 belief sich der operative Verlust trotz der inzwischen ergriffenen Restrukturierungsmaßnahmen auf TEUR 170. Vor diesem Hintergrund wurde die unternehmerische Entscheidung getroffen, die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft spätestens mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2024 vollständig und dauerhaft einzustellen. MitarbeiterIm Geschäftsjahr ("GJ") 2023/2024 waren durchschnittlich 32 (VJ 32) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der OS beschäftigt, davon 3 als Auszubildende. InvestitionenIm GJ 2023/2024 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 9 getätigt, die im Wesentlichen für die Erhaltung und den Ausbau der IT-Infrastruktur aufgewendet wurden. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageUnsere wesentlichen Kennzahlen haben sich wie folgt entwickelt:
Der Umsatz ist im GJ 2023/2024 um 22,5 % auf TEUR 24.008 gesunken. Damit liegt die Gesellschaft rund 15,2 % unter ihrer Prognose für dieses Geschäftsjahr. Ursache hierfür war, dass ein langjähriger Kunde aus dem öffentlichen Bereich den Rahmenvertrag über die Belieferung mit Druckerverbrauchsmaterialien neu ausschreiben musste und der Zuschlag anderweitig vergeben wurde. Auch wurde durch Marktveränderungen, im Besonderen der gestiegenen Versandkosten, im Bereich Druckersupplies auf Volumengeschäfte mit niedrigen Margen verzichtet. Die fortbestehende Entwicklung bei der Nutzung von Homeoffices findet ebenso ihren Niederschlag bei der rückläufigen Entwicklung der Suppliesumsätze. Darüber hinaus ist auch das Ergänzungsgeschäft mit den Pandemieartikeln hinfällig geworden. Unter diesen Aspekten schätzen wir die Rohertragsmarge mit 13,8 % erfreulich gut ein. Auf der Aufwandsseite sind die Personalaufwendungen um TEUR 366 zurückgegangen. Die Reduzierung ergibt sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der Vorstandsbezüge und reduzierter Provisionszahlungen im Vertrieb. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um TEUR 288 reduziert werden. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der Versand- und Frachtkosten sowie der Mietaufwendungen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 49 nahezu unverändert. Diese resultieren im Wesentlichen aus einem unterjährig gewährten Betriebsmittelkredit an ein nahestehendes Unternehmen. Zum Stichtag sind keine Forderungen hieraus offen. Die Erträge aus Beteiligungen (TEUR 208) resultieren aus einer Dividendenausschüttung im Vorfeld der Veräußerung der Anteile der OpenStorage Schweiz AG. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit TEUR -416 um TEUR 588 unter dem prognostizierten Wert, hauptsächlich begründet im nicht erreichten Umsatzziel. Die Bilanzsumme reduziert sich gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % auf TEUR 7.484. Auf der Aktivseite haben sich im Wesentlichen der Kassenbestand im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.215 auf TEUR 4.238 erhöht und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 709 auf TEUR 1.324 reduziert. Ebenso ist der Bestand an Waren um TEUR 1.114 zurückgegangen. Dies liegt im Wesentlichen an einem im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Umsatzvolumen und dem Abverkauf wegen der bevorstehenden Schließung. Die Passivseite hat sich im Wesentlichen durch den reduzierten Bilanzgewinn um TEUR 509 verkürzt. Das Eigenkapital verringerte sich aufgrund des Jahresfehlbetrages in Höhe von TEUR 432 auf TEUR 5.999, die Eigenkapitalquote lag bei 80,2 % (VJ 80,5 %) und ist damit, wegen der Bilanzverkürzung, nahezu unverändert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war mit TEUR 1.127 positiv. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war mit TEUR 57 positiv. Aufgrund ausgebliebener Dividendenauszahlung lag der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei TEUR 0. Insgesamt stiegen die flüssigen Mittel um TEUR 1.215. Die Gesellschaft hat keine offenen Kreditlinien und finanziert sich aus Eigenmitteln. Am 20.10.2023 wurde die Tochtergesellschaft OpenStorage Schweiz AG verkauft. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie Umsatzerlöse und das Ergebnis liegen bedingt durch die veränderte Marktsituation unter der Planung. Der Vorstand ist mit der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zufrieden. Der operative Geschäftsbetrieb wird zum 30.09.2024 eingestellt. Chancen- & RisikoberichtIm Rahmen der Einstellung des Geschäftsbetriebs zum 30.09.2024 ergeben sich neben den folgenden Ausführungen sowohl Chancen als auch Risiken im Zusammenhang mit der Verwertung von Vermögensgegenständen für die kommenden Geschäftsjahre. Eine steuerliche Außenprüfung für den Zeitraum 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2018 für Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuer wurde vom 18. Mai 2021 bis 10. Juni 2024 durchgeführt. Es wurde gegen den Bescheid Einspruch eingelegt. Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagementsystem, dessen Bestandteile Planungs-, Genehmigungs- und Berichterstattungssysteme sind. Seine Aufgabe ist es, sowohl strategische als auch geschäftsspezifische Risiken aufzudecken, zu überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu steuern. Eine Quantifizierung der Risiken erfolgt nicht. Im Folgenden sind die Risiken in absteigender Reihenfolge hinsichtlich ihrer Bedeutsamkeit für die Gesellschaft dargestellt. Die Geschäftsentwicklung unterliegt folgenden Risiken, denen wir wie beschrieben gegensteuern: Hohes Risiko: Fallende Preise: Durch Umsatzrückgänge aufgrund fallender Preise versucht OS auch weiterhin hauptsächlich durch die Fokussierung auf margenträchtige Geschäfte und größere Absatzvolumina kompensieren zu können. Mittleres Risiko: Wechselkursänderungen: Die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses birgt im Rahmen des zeitlichen Auftragsabwicklungsprozesses das Risiko, kalkulierte Margen aufgrund kurzfristiger Wechselkursanpassungen abzuschmelzen. Rückläufige Umsätze können Änderungen für die Vertriebswege unserer Lieferanten zur Folge haben. Mit fast allen Herstellern haben wir direkte Geschäftsbeziehungen und können uns damit auf Veränderungen frühzeitig einstellen. Niedriges Risiko: Durch umfassende gesetzliche Regulierung steigt auch das Compliance-Risiko. In diesem Rahmen überprüfen und optimieren wir kontinuierlich die bestehenden Prinzipien und Maßnahmen basierend auf unserem Geschäftsmodell. Wir ergänzen kontinuierlich unsere Management-Systeme, um Compliance-Risiken zu minimieren. Die Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen verfolgen wir zunehmend systematisch. Die Bedrohung durch Cyberkriminalität nimmt weltweit zu und birgt hohes Schadenspotential für Unternehmen. Wir begegnen diesem Risiko mit kontinuierlicher Prüfung und Optimierung unserer IT-Sicherheitssysteme und unserer IT-Prozesse sowie mit Schulungen unserer Mitarbeiter. Dafür nehmen wir die Unterstützung externer Spezialisten in Anspruch. Im produktspezifischen Segment könnten Unternehmen durch den Einsatz anderer Speichertechniken als Magnetbänder (z. B. Cloud Storage) in der Langzeitspeicherung teilweise substituieren. Dennoch sind Magnetbänder weiterhin das Speichermedium mit den günstigsten Anschaffungs- und den niedrigsten Betriebskosten. Zudem haben sie den Vorteil, dass sie ausgelagert werden können und somit gegen Angriffe von außen eine zusätzliche Absicherung bieten. Wir sind der Auffassung, dass sowohl durch den in Unternehmen kontinuierlich bestehenden Kostendruck als auch die technologische Weiterentwicklung der Magnetbänder die Nachfrage nach Tapes erhalten bleibt. Industriekunden nehmen zunehmend Managed-Print-Services-Programme von Herstellern in Anspruch, um Kosten für Druckerverbrauchsmaterial nur entsprechend der Nutzung und damit variabel zu verursachen. Mit dem Angebot entsprechender Programme begegnen wir dem Risiko sinkender Umsätze durch geändertes Nachfrageverhalten. Eine Entwicklung zum langfristigen Trend ist inzwischen erkennbar. Die inflationsbedingten allgemeinen Kostensteigerungen werden sich in den Mietnebenkosten auch für uns bemerkbar machen. Wir werden hier mit Sparmaßnahmen bei den Heizkosten entgegenwirken können. In allen Bereichen des privaten und wirtschaftlichen Lebens steigt der Bedarf an sicheren Informationen und deren permanenter elektronischer Verfügbarkeit. Gleichzeitig nimmt, begünstigt durch schnellere Übertragungsraten von Netzwerken, die Größe der zu speichernden Dateien kontinuierlich zu. Exponentielles Datenwachstum ist die Folge. Dieses generiert zwangsläufig eine zunehmende Nachfrage nach Speicherplatz. Öffentliche Kunden optimieren zunehmend ihre Kosten für Verbrauchsmaterial und konzentrieren sich auf bedarfsgerechte Beschaffung über verschiedene Online-Plattformen. Wir haben daher auch die Belieferung solcher Plattformen in unser System integriert und damit weiteren Umsatzrückgang kompensieren können. PrognoseberichtIm Laufe unseres Geschäftsjahres kühlte sich die Konjunktur in Deutschland deutlich ab. Aufgrund des nach wie vor anhaltenden Ukraine-Kriegs, weiterhin hoher Energiepreise und einem relativ hohen Zinsniveau rechnen Prognosen bestenfalls mit einer Stabilisierung des BIPs für 2024 auf Vorjahresniveau. Aufgrund der Einstellung des operativen Geschäftsbetriebes zum 30.09.2024 rechnen wir mit deutlich geringeren Umsatzerlösen sowie weiteren, auch schließungsbedingten Verlusten, die durch eine solide Eigenkapitalausstattung gedeckt werden. Einige der im Lagebericht gemachten Angaben enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf Grundlage unserer Erwartungen und Einschätzungen über künftige, uns betreffende Ereignisse formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse abweichen, oder schlechter ausfallen als beschrieben. AbhängigkeitsberichtDer Vorstand der OS hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und folgende Schlusserklärung gegeben: "Bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften hat die OpenStorage AG nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen worden sind, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen sowie deren Unterlassung mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der herrschenden und/oder deren verbundenen Unternehmen wurden nicht getätigt."
Mainz-Kastel / Stadtkreis Wiesbaden, den 30. August 2024 Gerd Henneveld, Vorstand Dieter Wandelt, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die OpenStorage AG, Mainz-Kastel / Stadtkreis Wiesbaden PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der OpenStorage AG, Mainz-Kastel / Stadtkreis Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OpenStorage AG für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mainz, den 30. August 2024 KPMG
AG
Wetzel, Wirtschaftsprüfer Schwartz, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsGeschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis 30. April 2024Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und VorstandDer Aufsichtsrat nahm während des Geschäftsjahres 2023/2024 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr und überwachte fortlaufend die Geschäftsführung des Unternehmens. Er ließ sich vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung und Unternehmensplanung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle schriftlich und mündlich unterrichten und beriet mit dem Vorstand hierüber. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung wurden dem Aufsichtsrat dabei im Einzelnen erläutert. Der Aufsichtsrat hat die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge auf Basis der Vorstandsberichte erörtert. Darüber hinaus stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und unterrichtete ihn über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage sowie wesentliche Geschäftsvorfälle. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden. Soweit nach Gesetz oder Satzung erforderlich, gab der Aufsichtsrat zu den entsprechenden Vorschlägen des Vorstands nach gründlicher eigener Prüfung und Beratung sein Votum ab. Darüber hinaus war der Aufsichtsrat eingebunden in die 14. Februar 2024 getroffenen Entscheidungen von Vorstand und Gesellschaftern zur Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zum 30. September 2024. Er hat diesen Entscheidungen zugestimmt. Zu den gesetzlichen Regelungen "Compliance" betreffend, d.h. Erfüllung von Anforderungen bezüglich der Rechtskonformität und der Einhaltung von Gesetz und Recht durch die Geschäftsführung und seine Mitarbeiter sowie Integrität, Redlichkeit und Geschäftsethik standen Vorstand und Aufsichtsrat in regelmäßigem Austausch. So wurde die Weiterentwicklung eines unternehmensweiten Compliance Management Systems, ausgehend von einem Tax Compliance Management System begleitet. Darüber hinaus waren gesetzlich abgeschlossene bzw. im Entwurfsstadium befindliche Rechtsvorschriften wie beispielsweise zum Datenschutz, zum Lieferkettengesetz, zum Hinweisgebergesetz regelmäßig Gegenstand der Vorstandsberichterstattung. Sitzungen des AufsichtsratsIm Berichtszeitraum trat der Aufsichtsrat zu drei ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Im Durchschnitt aller Sitzungen nahmen 100 % der Mitglieder an den Sitzungen teil. Schwerpunkte der Beratung im AufsichtsratSchwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat waren die Geschäftsentwicklung der OpenStorage AG und ihrer Tochtergesellschaften. Dabei spielten sowohl die Wettbewerbs- als auch die Lieferantensituation sowie die Situation der Tochtergesellschaften der OpenStorage AG eine Rolle. Diese Beratungen mündeten in die Zustimmung des Aufsichtsrats zu den vom Vorstand und von den Gesellschaftern getroffenen Beschlüssen, die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zum 30. September 2024 einzustellen. Darüber hinaus war die Veräußerung der OpenStorage Schweiz AG, Wädenswil/Schweiz Gegenstand der Beratungen im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich ferner mit dem Abschluss und Lagebericht der Gesellschaft zum 30. April 2023, mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung am 23. November 2023 und den darin enthaltenen Beschlussvorschlägen. Weiter hat der Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 vorzuschlagen. Die zunehmenden regulatorischen Vorgaben verlangen von Unternehmen risikoangemessene Maßnahmen, um straf- und bußgeldbewehrte Handlungen im Zusammenhang mit der Führung ihrer Geschäfte nach Möglichkeit zu verhindern. Gemeinsam mit dem Vorstand hat sich der Aufsichtsrat über die im Unternehmen individuell angemessenen Vorkehrungen zur Vermeidung von straf- und bußgeldbewehrten Handlungen ausgetauscht, um ein angemessenes Compliance-Management-System einzurichten, dass regulatorischen Vorgaben genügt, effektiv betrieben wird sowie auf fortlaufende Optimierung angelegt ist. Prüfung des Jahresabschlusses und der Beziehungen zu verbunden UnternehmenDie KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss zum 30. April 2024 der OpenStorage AG sowie den Lagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Den Prüfungsauftrag hatte der Aufsichtsrat am 27. März 2024 entsprechend der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 23. November 2023 erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den Regelungen des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt und vom Abschlussprüfer geprüft. Die genannten Unterlagen und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sind unverzüglich an den Aufsichtsrat versandt worden. Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit diesen Unterlagen beschäftigt; der Aufsichtsrat hat sie auch selbst geprüft. Der Prüfungsbericht der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die Abschlussunterlagen lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. In der Aufsichtsratssitzung am 17. September 2024 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Abschlussprüfer hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2023/2024 geprüft und den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Berichts des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2023/2024 lag allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor. In der Aufsichtsratssitzung am 17. September 2024 stand der Abschlussprüfer für Fragen und ergänzende Auskünfte hinsichtlich des Berichts und seiner Prüfung zur Verfügung. Nach eigener Prüfung stimmt der Aufsichtsrat dem Urteil des Abschlussprüfers zu und hat keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene und in den Lagebericht aufgenommene Erklärung des Vorstands. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gemeinsamen Anstrengungen im Geschäftsjahr 2023/2024 und die erbrachten Leistungen. Er wird vor dem Hintergrund der Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit zum 30. September 2024 die folgende Auflösung, das Liquidationsverfahren und schließlich die Löschung aufmerksam beobachten.
Wiesbaden, den 17. September 2024 Peter Meurer, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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