Curanus GmbH & Co KGLiquidiert
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Curanus GmbH & Co KGElsoffJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007Bilanz zum 31. Dezember 2007Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007
Anhang für das Geschäftsjahr 2007I. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 der Curanus GmbH & Co. KG gemäß § 264a HGB ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften (HGB) aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Form des Gesamtkostenverfahrens beibehalten. Die Gesellschaft gilt als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Aufstellungserleichterung für die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 276 HGB und für den Anhang nach § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Als verbundene Unternehmen gelten im vorliegenden Abschluss die folgenden Unternehmen der Reclay Group: Redual GmbH & Co. KG, Köln, Reclay GmbH & Co. KG, Elsoff, Reclay Holding GmbH, Herborn und die liz AG, Herborn. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode mit den steuerlich zulässigen Sätzen ermittelt. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die geringwertigen Sachanlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. 2. Finanzanlagen Finanzanlagen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen waren im zu betrachtenden Zeitraum nicht erforderlich. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 5. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe gebildet, mit der die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird oder die sie zur Abdeckung der Risiken benötigt. 6. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbunden Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 5.544 Lieferungs- und Leistungsforderungen. Ferner werden dort Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 736 gegen die Redual GmbH & Co. KG ausgewiesen, die mit einem Rangrücktritt versehen sind. In den sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 1.683. 3. Eigenkapital Mit Gesellschafterbeschluss vom 20. Dezember 2007 ist der Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von TEUR 14.200 an die Gesellschafter ausgeschüttet worden. 4. Rückstellungen Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für ausstehende Eingangsrechnungen. 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 2 Leistungsverbindlichkeiten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungIn den Zinserträgen betreffen TEUR 10 Zinserträge von verbundenen Unternehmen. V. Sonstige Angaben1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Zum 31. Dezember 2007 hat die Gesellschaft sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 15, davon TEUR 5 im kommenden Geschäftsjahr. 2. Rangrücktritt Zur Vermeidung einer möglichen Überschuldung bei der Redual GmbH & Co. KG hat die Gesellschaft am 01. Januar 2007 der Redual GmbH & Co. KG einen Betriebsmittelrahmenkredit i. H. v. EUR 2 Mio gewährt. Zum 31. Dezember 2007 waren TEUR 736 davon abgerufen. Zur Vermeidung einer drohenden Überschuldung hat die Curanus GmbH & Co. KG ferner erklärt, dass sie mit ihrer Darlehensforderung in vollem Umfang im Rang zugunsten aller gegenwärtigen und künftigen Schuldnern zurücktritt. Der in Anspruch genommene Darlehensbetrag ist mit 4 % p. a. zu verzinsen. 3. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (alles Angestellte) im Geschäftsjahr betrug zehn (i. Vj. sieben). 4. Angaben zu Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von 20 % und mehr besteht
Ein Jahresabschluss für das zum 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr liegt noch nicht vor. 5. Geschäftsführung Persönlich haftende Gesellschafterin der Curanus GmbH & Co. KG ist die Reclay Holding GmbH, Herborn. Eine Einlage wurde nicht geleistet. Das gezeichnete Kapital der Komplementärin beträgt TEUR 25. Die Geschäftsführer der Reclay Holding GmbH waren im Geschäftsjahr die Herren
Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Januar 2008 und mit Wirkung vom 01. Februar 2008 wurde Jens Nießmann als Geschäftsführer abberufen. Die Reclay Holding GmbH erhielt im Geschäftsjahr eine Haftungsvergütung in Höhe von EUR 1.500. Darüber hinaus werden der Reclay Holding GmbH alle Aufwendungen ersetzt, die ihr bei Erfüllung der Geschäftsführungsaufgaben erwachsen. Da nur zwei der Geschäftsführer Bezüge von der Reclay Holding GmbH erhalten, wird auf die Angabe der Geschäftführerbezüge verzichtet. Mit Darlehensvereinbarung vom 23. November 2007 hat die Gesellschaft Herrn Raffael A. Fruscio ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.050 eingeräumt, das innerhalb von 72 Monaten in gleichmäßigen Annuitätsraten von TEUR 16 und erstmalig am 01. April 2008 zurückzuzahlen ist. Das Darlehen wird mit 4 % p. a. verzinst. Im Geschäftsjahr fielen Zinserträge in Höhe von TEUR 4 an.
Herborn, den 21. April 2008 Reclay Holding GmbH Geschäftsführung Lagebericht für das Geschäftsjahr 2007Die Curanus GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen der Reclay Group, zu der weitere Unternehmen wie die Redual GmbH & Co. KG, die Reclay GmbH & Co. KG und die liz AG gehören. 1. Geschäft und Rahmenbedingung1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2007 erneut kräftig gewachsen. Um 2,5 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr. Bei kalenderbereinigter Betrachtung - im vergangenen Jahr standen 1,6 Arbeitstage weniger zur Verfügung als in 2006 - ergibt sich eine Wachstumsrate von 2,6 % für 2007 (vgl. Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Januar 2008, S. 7). Auf der Verwendungsseite kamen die Wachstumsimpulse sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland. Die preisbereinigten Exporte legten mit einem Plus von 8,3 % deutlich stärker zu als die Importe, die um 5,7 % zunahmen. Der gestiegene Exportüberschuss (Außenbeitrag) steuerte 1,4 %-Punkte zum BIP-Wachstum bei. Der Wachstumsbeitrag der inländischen Verwendung belief sich auf einen Prozentpunkt. Bestimmend dafür waren in erster Linie die Ausrüstungsinvestitionen: Die Unternehmen investierten auch 2007 wieder deutlich mehr (+ 8,4 %) in neue Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge als im Vorjahr. Die Konsumausgaben trugen 0,2 %-Punkte zum Wirtschaftswachstum bei. Positive Impulse gingen allerdings ausschließlich von den Konsumausgaben des Staates aus, die preisbereinigt um 2,0 % zulegten. Die realen privaten Konsumausgaben waren demgegenüber um 0,3 % niedriger als im Vorjahr (vgl. Presseportal des Statistischen Bundesamtes, Stand 21.02.2008). Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2007 von gut 39,88 Millionen Erwerbstätigen erbracht: Das waren 617 000 Personen mehr (+ 1,6 %) als ein Jahr zuvor. Die Erwerbstätigkeit erreichte damit den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Zahl der Erwerbslosen sank nach vorläufigen Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung um 602 000 auf 3,51 Millionen Personen. Die Arbeitslosenquote belief sich im Jahresdurchschnitt 2007 auf 9,0 %, verglichen mit 10,8 % ein Jahr zuvor (vgl. Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Januar 2008, S. 7). Im Jahresdurchschnitt belief sich die Teuerung im Hinblick auf die Verbraucherpreise auf 2,2 % gegenüber 1,7 % im Jahr 2006. 1.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Recycling- und Entsorgungsbranche ist im Jahr 2007 stark gewachsen. Eine Bilanzumfrage unter kleinen und mittelständischen Unternehmen ergab ein durchschnittliches Wachstum von sieben Prozent. Dieser Wert erklärt sich vor allem durch die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise. Allerdings gab es je nach Wertschöpfungskette sehr unterschiedliche Entwicklungen; während der Bereich "Transport und Sammlung" weiterhin nicht kostendeckend wirtschaftete, präsentierten sich die Sekundärrohstoffmärkte nach Menge und Preis positiv. Für den Altpapiermarkt war 2007 ein Rekordjahr; es sind 15,75 Millionen Tonnen Recyclingpapier und damit mehr als je zuvor eingesetzt worden. Das Aufkommen stieg nur gering um etwa 60 000 Tonnen auf 15,6 Mio. Tonnen. 2008 ist jedoch mit einer Abkühlung des wirtschaftlichen Wachstums der Branche auf knapp zwei Prozent zu rechnen. Die Abkühlung ist auf den enormen Verdrängungswettbewerb der großen nationalen Unternehmen gegen die regionalen Unternehmen zurückzuführen. Insbesondere der Bereich "Technik und Logistik" leidet unter dem übermächtigen Konkurrenzdruck und der anhaltenden Fusionswelle (Quelle: ddp djn). Das bundesdeutsche Abfallaufkommen ist weiter gesunken (Angaben für 2007 sind gegenwärtig - soweit ersichtlich - nicht vorhanden, weshalb im Folgenden die Werte für 2005 zugrunde gelegt werden). Vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge sank das Gesamtabfallaufkommen gegenüber 2004 um 2,2 % auf knapp 332 Mio. Tonnen. Die Verwertungsquote aller Abfälle ist um ein Prozent auf 66 % gestiegen. Die Menge der beseitigten Abfälle verminderte sich um über sechs Prozent auf etwa 112 Mio. Tonnen, während die Gesamtmenge verwerteter Abfälle in etwa gleich blieb. Insgesamt wurden 2005 knapp 220 Mio. Tonnen Abfälle verwertet, davon 95 % behandelt und stofflich verwertet. Etwa 10,4 Mio. Tonnen wurden verbrannt. Pro Einwohner betrug das Aufkommen an Haushaltsabfällen im Jahr 2005 etwa 502 kg: Das sind 21 kg oder 4 % weniger als 2004. Innerhalb dieser Fraktion erfuhren Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle den stärksten Rückgang von 189 kg auf 169 kg pro Einwohner. Auch Sperrmüll sowie Garten- und Parkabfälle gingen von 31 kg auf 26 kg beziehungsweise von 51 kg auf 48 kg zurück. Kompostierbare Abfälle stiegen hingegen um zwei Kilogramm auf 46 kg pro Einwohner an. Um fünf Kilogramm höher lagen ebenfalls die anderen getrennt gesammelten Fraktionen mit 210 kg pro Einwohner. Insgesamt stieg die Verwertungsquote von Haushaltsabfällen um 4 % auf 64 %. Abfälle aus Produktion und Gewerbe beliefen sich auf etwas mehr als 48 Mio. Tonnen. Das sind 10 % weniger als im Jahr 2004. Die Verwertungsquote stieg hier um 6 % auf 64 % oder 30,7 Mio. Tonnen. Davon gingen etwa 70 % in die Behandlung und in die stoffliche Verwertung, während der Rest thermisch verwertet wurde. Fast 86 % der beseitigten Produktions- und Gewerbeabfälle wurden deponiert, der Rest zu etwa gleichen Teilen verbrannt oder behandelt (vgl. EUWID vom 22.05.2007, S. 9 "Wirtschaft"). Was den Sammeleifer der Bundesbürger angeht, war dieser auch in 2006 ungebrochen: Mit 5,24 Mio. Tonnen warfen sie sogar mehr Verpackungen in Glas- und Papier-Container in Gelbe Tonnen und Säcke als 2005 mit 5,17 Mio. Tonnen. Dies entspricht einer Sammelmenge von 63,6 kg pro Einwohner. Die Fehlwurfquote lag bei 36 %, in 2005 lag diese bei 40 % (vgl. U.T.A. vom 14.05.2007). Allgemein gesprochen, ist die deutsche Entsorgungswirtschaft im Vergleich zu anderen EU-Staaten immer noch stark zersplittert: Circa 3000 Unternehmen konkurrieren untereinander und mit der kommunalen Abfallwirtschaft um das Geschäft. Die drei größten Entsorger - Remondis aus Lünen, Veolia und die Berliner Alba AG - kommen gerade auf einen Marktanteil von ca. 7 % (vgl. FAZ v. 02.05.2007, S. 13). 2007 war für die Curanus GmbH & Co. KG ein gutes Geschäftsjahr: So konnten u.a. erfreuliche Vertriebserfolge bei der Gewinnung weiterer Unternehmen, die Verkaufsverpackungen in den Markt bringen, verbucht werden. Damit setzte sich auch in 2007 das Wachstum des Unternehmens fort. Die Entwicklung des Geschäftsverlaufs in 2007 ist dem Kapitel 2 zu entnehmen. 1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen Die Curanus GmbH & Co. KG organisiert derzeit eine Selbstentsorgergemeinschaft für die Industrie und befasst sich mit der Rücknahme und Verwertung von Verkaufsverpackungen ihrer Kunden. Zur Erfüllung der vertraglich und gesetzlich geregelten Aufgaben greift die Curanus GmbH & Co. KG auf die Dienstleistungen der angeschlossenen Entsorgungspartner und die bestehende Sammellogistik zurück. Die Curanus GmbH & Co. KG bietet verpackungsvertreibenden Unternehmen eine Beteiligung an einer Selbstentsorgerlösung auf der Basis von § 11 Verpackungsverordnung an. Dabei erstreckt sich die Erfassungs- und Entsorgungstätigkeit im Wesentlichen auf den Außer-Haus-Verbrauch von Lebensmittelverpackungen (z.B. bei Hotels, Kantinen, Gaststätten). Sofern Verpackungen von Unternehmen zu einem relevanten Anteil in diesem Bereich anfallen, besteht die Möglichkeit, die Dienstleistung der Curanus GmbH & Co. KG als günstige Alternative zur Entsorgung durch ein duales System in Anspruch zu nehmen. Die Erfassung, Sortierung und Verwertung der Verpackungen wird von den beauftragten Entsorgungsunternehmen anhand von Wiegescheinen lückenlos dokumentiert. Auf deren Basis wird nach Ende eines Geschäftsjahres ein sog. Mengenstromnachweis von der Curanus GmbH & Co. KG erstellt und von einem unabhängigen Sachverständigen geprüft. Die dafür bei der autorisierten Stelle hinterlegte Sachverständigenbescheinigung sowie die dazugehörige Dokumentation (so genannter Mengenstromnachweis) gilt als Beleg, dass die beteiligten Unternehmen ihren verpackungsrechtlichen Pflichten nachgekommen sind. Die Curanus GmbH & Co. KG hat im Jahr 2008 für das Jahr 2007 das vierte Jahr in Folge eine Bescheinigung ohne Einschränkungen von einem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen erhalten. Dem Tätigkeitsbereich der Curanus liegen das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG) und die Verpackungsverordnung zugrunde. Die Verpackungsverordnung zählt zu einer Reihe von Rechtsverordnungen des KrW-/AbfG, das den grundlegenden Umgang mit Abfällen regelt. Die Rechtsverordnungen dienen dazu, die Bestimmungen des KrW-/AbfG zu konkretisieren und zu vervollständigen. Laut Verpackungsverordnung soll die Rücknahme der Verpackungen am Ort der tatsächlichen Übergabe oder in dessen unmittelbarer Nähe erfolgen. Dies sind in der Regel "dem Endverbraucher gleichgestellte" Anfallstellen des Kleingewerbes, also überall dort, wo im gewerblichen Bereich leere Verkaufsverpackungen anfallen. Die Curanus GmbH & Co. KG bedient sich der vorhandenen Erfassungssysteme, die Anfallstellenstruktur wird kundenspezifisch aufgebaut. Unmittelbare Rechtsgrundlage ist die Verpackungsverordnung von 1991. Diese wurde am 28.05.2005 durch die dritte Verordnung zur Änderung der Verpackungsverordnung insbesondere im Bereich der Pfandvorschriften für Getränkeverpackungen und am 30.12.2005 mit der vierten Änderungsverordnung hauptsächlich in Umsetzung der Richtlinie 2004/12/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11.02.2004 (ABL. EG Nr. L 47 v. 18.02.2004, S. 26) novelliert. Durch diese vorerwähnte Richtlinie wurden die Begriffsbestimmungen für Verpackungen ergänzt und neue Zielvorgaben für die Verwertung insgesamt sowie für die einzelnen Verpackungsmaterialien festgelegt. Die Umsetzung der Begriffsbestimmungen für Verpackungen in nationales Recht erfolgte dabei durch Anfügen eines neuen Anhangs V. Hinsichtlich des Geschäftsmodells der Curanus GmbH & Co. KG bleibt diese 4. Novelle ohne Auswirkungen, so dass die Aktivitäten der Curanus --ceteris paribus-- uneingeschränkt fortgeführt werden können. 1.4 Wettbewerbliches Umfeld Bis August 2003 war im Bereich der dualen Systeme nach § 6 Abs. 3 VerpackungsV allein das den "Grünen Punkt" als Kennzeichnung verwendende System der DSD tätig. Auf Grund der Entscheidungen der EU-Kommission vom 20.04.2001 (ABl. EG Nr. L 166 vom 21.06.2001, S. 1) und vom 17.09.2001 (ABL. EG Nr. L 319 vom 04.12.2001, S. 1) treten nunmehr vermehrt Systembetreiber auf, die gleichfalls eine Befreiung von den unmittelbaren Rücknahme- und Verwertungspflichten der VerpackungsV anbieten. Dennoch verfügte das DSD in 2006 noch über einen Marktanteil von ca. 70 % in seinem Geschäftsbereich (vgl. FAZ v. 03.05.2007, S. 18). Es ist jedoch von einem erheblichen mittelfristigen Umsatzrückgang bei der DSD auszugehen, mit der Folge, dass die verlorenen Marktanteile zur Verteilung an den Wettbewerb zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang ist von Relevanz, dass der von der EU-Kommission und dem Bundeskartellamt erzwungene Wettbewerb weder politisch noch von den Marktteilnehmern selbst grundsätzlich in Frage gestellt wird. Insoweit sind auch die wettbewerblichen Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung der Curanus GmbH & Co. KG als günstig anzusehen. 1.5 Wesentliche Wettbewerber Die Curanus GmbH & Co. KG steht mit der selbstentsorgungsfähigen Menge auch im Wettbewerb mit allen Firmen, die ein duales Entsorgersystem anbieten, vor allem mit der DSD u.a. Im Bereich der Selbstentsorgung sind die wesentlichen Wettbewerber Interseroh, VfW, Belland Vision etc. Zu den Kunden der Curanus GmbH & Co. KG zählen derzeit namhafte Hersteller aus dem Lebensmittelindustrie. Die Beurteilung der rechtlichen Rahmenbedingungen, der Wettbewerbssituation und der relevanten Wettbewerber zeigt, dass auf Grund des bei DSD freigewordenen Marktvolumens kurz- und mittelfristig relativ gute und stabile Wachstumsmöglichkeiten für die Curanus GmbH & Co. KG gegeben sind. 2. Geschäftsverlauf und Lage2007 war für die Curanus GmbH & Co. KG ein gutes Geschäftsjahr. Das Geschäftsjahr 2007 konnte die Curanus GmbH & Co. KG mit den geplanten Werten abschließen. Mit einer Steigerung des Rohergebnisses von TEUR 18.073 auf TEUR 19.358 und einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von rund 6 % auf TEUR 18.238 bleibt die Curanus GmbH & Co. KG weiterhin auf Wachstumskurs bei gleichzeitiger Steigerung der Ertragskraft. Operativ wurde ein Umsatzwachstum von rund 19 % erreicht. Die Fokussierung auf unsere strategischen Ziele wurde auch 2007 konsequent verfolgt. Im Geschäftsjahr 2007 wurden wichtige Weichen für die zukünftige Entwicklung der Curanus GmbH & Co. KG gestellt. 2.1 Mitarbeiter Zum Jahresende 2007 wurden 10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 1 mehr als im Vorjahr. 2.2 Investitionen Im Geschäftsjahr 2007 wurden von der Curanus GmbH & Co. KG Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 10 vorgenommen, vornehmlich für Software. 2.3 Unternehmensergebnis Im Geschäftsjahr 2007 erzielte die Curanus GmbH & Co. KG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 18.238 (2006: TEUR 17.138). Nach Berücksichtigung der Gewerbesteuer ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 14.932 (2006: TEUR 14.200). 2.4 Vermögens- und Finanzlage Das Vermögen der Gesellschaft besteht, entsprechend ihrer Tätigkeit als Dienstleisterin, vornehmlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen Kommanditisten sowie liquiden Mitteln. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 4.575 (2006: TEUR 3.161). Das Eigenkapital der Gesellschaft besteht aus dem Kommanditanteilen in Höhe von EUR 2.000 und dem Jahresüberschuss vor Verteilung an die Gesellschafter in Höhe von TEUR 14.932 (2006: TEUR 14.200). Weiterhin werden Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.866 (2006: TEUR 3.450) sowie Rückstellungen in Höhe von TEUR 7.448 (2006: TEUR 5.112) auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. 3. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungDie Gesellschaft erwartet für 2008 die Fortsetzung des Wachstumstrends mit einer weiteren Steigerung des Marktanteils der Curanus GmbH & Co. KG bei gleichzeitiger Verschärfung der Wettbewerbssituation und Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen durch die 5. Novelle der Verpackungsverordnung. Deren Inkrafttreten zum Jahresanfang 2009 steht nach fast zweijähriger Planungs- und Diskussionsphase mit den Beschlüssen des Bundesrates vom 20. Dezember 2007 und des Bundestags vom 21. Februar 2008 sowie der Veröffentlichung der Verordnung im Bundesgesetzblatt vom 04. April 2008 nichts mehr entgegen. Von der Ausgestaltung der 5. Novelle ist die Entwicklung der Curanus GmbH & Co. KG mit Blick auf die von ihr angebotenen Dienstleistungen wesentlich abhängig. Mit der fünften Novelle der Verpackungsverordnung wird angestrebt, die derzeit noch bestehenden Vollzugs- und Trittbrettfahrerprobleme zugunsten der Sicherung eines fairen Wettbewerbs einer Lösung zuzuführen. Zu diesem Zweck ist nach der Novelle eine klare Trennung der Entsorgung von privaten Endverbrauchern, also von Haushaltungen und vergleichbaren Anfallstellen, einerseits und von gewerblichen sowie industriellen Endverbrauchern andererseits vorgesehen ("Trennungsmodell"). Demnach sieht die Verordnung nunmehr vor, dass Hersteller und Vertreiber, die Verkaufsverpackungen, die typischerweise beim privaten Endverbraucher anfallen, erstmals in den Verkehr bringen, sich zur Gewährleistung der flächendeckenden Rücknahme dieser Verkaufsverpackungen an einem oder mehreren Dualen Systemen zu beteiligen haben. Praktisch nicht mehr möglich ist damit die Querverrechnung von Verpackungsmengen. Die Novelle schließt zudem die Möglichkeit der bislang teilweise praktizierten Handelslizenzierung aus. Die Kennzeichnungspflicht für an dualen Systemen beteiligte bzw. lizenzierte Verkaufsverpackungen soll entfallen. Eine Ausnahme vom Trennungsmodell sieht die Novelle für Verkaufsverpackungen vor, die bei Anfallstellen anfallen, die dem privaten Endverbraucher gleichgestellt sind, wie z.B. Gaststätten, Hotels, Kantinen, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen etc. Nach dieser Ausnahme entfällt die Pflicht zur Beteiligung an dualen Systemen im Falle von Verpackungen, die im Rahmen eines durch eine Sachverständigenbescheinigung anerkannte Branchen-Entsorgungskonzepts zurückgenommen und verwertet werden. Einzelheiten der administrativen Umsetzung werden derzeit in der Fachöffentlichkeit und unter den Ländern diskutiert. Da die Curanus GmbH & Co. KG bereits derzeit schon ihr Geschäftsmodell auf Verkaufsverpackungen ausgerichtet hat, die in das so genannte Kleingewerbe gelangen, und damit korrespondierende Anfallstellen entsorgt, besteht eine realistische Wahrscheinlichkeit, auch nach Inkrafttreten der Novelle der Verpackungsverordnung den Geschäftsbetrieb ohne Einbußen fortzusetzen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen aber für das Geschäftsjahr 2008 keine außerordentlichen Risiken vor, so dass wir davon ausgehen, ein ähnliches Rohergebnis und einen ähnlichen Ertrag der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wie im Geschäftsjahr 2007 zu erreichen. 4. NachtragsberichtNach Ablauf des Jahres 2007 sind keine über die bereits dargestellten Entwicklungen hinausgehenden Ereignisse eingetreten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.
Elsoff, den 21. April 2008 Reclay Holding GmbH Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Curanus GmbH & Co. KG, Elsoff, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 21. April 2008 KPMG
Deutsche Treuhand-Gesellschaft
Zender, Wirtschaftsprüfer Ellbracht, Wirtschaftsprüfer |
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