digit49 Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
next49 Management GmbH i.Gr. | 0.00% |
THIMM Group GmbH + Co. KG | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
THIMM Holding GmbH + Co. KGNortheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021der Firmengruppe THIMM Holding GmbH + Co. KG, NortheimAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021der Firmengruppe THIMM Holding GmbH + Co. KG, Northeim(Gesamtkostenverfahren; Posten in Fremdwährung umgerechnet zu Perioden-Durchschnittskursen)
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021der Firmengruppe THIMM Holding GmbH + Co. KG, NortheimA. Vorbemerkung Die THIMM Holding GmbH + Co. KG mit Sitz in Northeim, Breslauer Str. 12, ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen (HRA 130 287) eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Änderungen der Bilanzierung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. B. Konsolidierungskreis 1. Der Konzernabschluss der THIMM Holding GmbH + Co. KG (THIMM) wurde entsprechend den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Dabei wurden in den Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses alle Gesellschaften einbezogen, bei denen die THIMM Holding GmbH + Co. KG auf ein anderes Unternehmen (Tochterunternehmen) unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, z.B. unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, bzw. ihr die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zusteht oder das Recht zusteht, die Mehrheit der die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmenden Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgans zu bestellen oder abzuberufen. In den Konzernabschluss (Konsolidierungskreis) werden gemäß § 294 Abs. 1 HGB die folgenden Gesellschaften einbezogen und vollkonsolidiert:
(1) Der Ort der Geschäftsleitung befindet
sich in Northeim.
Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses hat gemäß § 264b HGB befreiende Wirkung für die Gesellschaften Nrn. 1, 3, 5, 10, 12, 15, 19, 22, 24, 26 und 29. C. Konsolidierungsgrundsätze 1. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erfolgte bis einschließlich 2009 nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt der neuen Anteile bzw. in einem Fall auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss (§ 301 Abs. 2 HGB). Ab dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt nach der Neubewertungsmethode. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergaben sich in der Vergangenheit aktive und passive Unterschiedsbeträge. Die aktiven Unterschiedsbeträge betreffen ausschließlich Firmenwerte. Die folgenden Tabellen zeigen deren Entwicklung. Die weiteren Firmenwerte wurden bereits in den vergangenen Jahren vollständig bzw. bis auf einen Erinnerungswert abgeschrieben. Soweit aufgedeckte Mehrwerte vorhanden sind werden diese ebenfalls in den folgenden Tabellen dargestellt. Die Entwicklung der Mehrwerte aus der Erstkonsolidierung per 01.01.2014 nach der Neubewertungsmethode ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:
Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde in Anlehnung an die erwartete wirtschaftliche Restnutzungsdauer der Vermögensgegenstände mit der höchsten Relevanz für die Erzielung nachhaltiger Erfolgsbeiträge der erworbenen Gesellschaft auf 10 Jahre geschätzt. Aus der Erstkonsolidierung per 01.10.2019 der TOP Packaging S.A. (ehemals United Packaging S.A.), Polen ergaben sich folgende Unterschiedsbeträge und Firmenwert, die über die jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden:
Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde in Anlehnung an strategische Vorteile durch die Lage des neuen Standortes für die Belieferung von Kunden, der Vertriebsstruktur und des vorhandenen Produktions-know-how des Mitarbeiterstamms in Verbindung mit der Ausstattung des Betriebs auf 10 Jahre geschätzt. Ein weiterer aktiver Unterschiedsbetrag aus Erstkonsolidierungen in Vorjahren betrifft Mehrwerte im Grundvermögen, die sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelten:
Im Jahr 2015 erfolgte die Aufstockung des Anteilsbesitzes an einem in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Diese wurde gem. DRS 23 als Kapitalvorgang behandelt. Entstandene Unterschiedsbeträge in Höhe von T€ 2.963 wurden erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital als Bestandteil des erwirtschafteten Eigenkapitals verrechnet. Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung betrifft in Höhe von € 386.146,69 den Erwerb weiterer Kommanditanteile an der Konzerngesellschaft THIMM Group GmbH + Co. KG im Jahr 2004 durch die Konzernobergesellschaft. Der weitere im Jahr 2019 entstandene passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von € 1.117.641,59 resultierte aus der erstmaligen Einbeziehung der THIMM Packaging Systems GmbH (vormals ISL Schaumstoff-Technik GmbH) in diesen Konzernabschluss. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 wurde die Gesellschaft im Wege der Vollkonsolidierung erstmals in den Konzern einbezogen. Die dabei zu berücksichtigenden Zeitwerte des Vermögens und der Schulden der Gesellschaft wurden unter Anwendung von externen Wertermittlungen bestimmt. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2020 wurde der passivische Unterschiedsbetrag i.H.v. € 617.641,59 auf Grund von Restrukturierungsaufwendungen in Anspruch genommen und erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbucht. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Auflösung des verbleibenden passivischen Unterschiedsbetrags i.H.v. € 500.000,00, da die Gesellschaft einen deutlichen Jahresüberschuss erwirtschaftet hat und sämtliche Restrukturierungsmaßnahmen abgeschlossen sind. In den kommenden Jahren wird mit einer weiteren Ergebnissteigerung gerechnet. 2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Die im Jahr 2011 erworbene 20 %-ige Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen wird nach der "At Equity"-Methode gemäß §§ 311 ff. HGB bilanziert. Der Wertansatz erfolgt gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Buchwertmethode. Der Unterschiedsbetrag im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung belief sich auf T€ 952. Wegen der zwischenzeitlich eingetretenen Insolvenz wurde der bereits in 2012 vollständig abgeschriebene Beteiligungsansatz (inklusive des enthaltenen Unterschiedsbetrages) unverändert mit € 0,00 fortgeführt. Eine Anpassung an die im Konzernabschluss angewandten Bewertungsmethoden erfolgte nicht (§ 312 Abs. 5 HGB). 3. Zwischenergebniseliminierung/Schuldenkonsolidierung/Aufwands- und Ertragskonsolidierung Die Schuldverhältnisse zwischen den Unternehmen des (Voll-)Konsolidierungskreises wurden gemäß § 303 HGB im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgerechnet. Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Geschäftsvorfällen wurden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung (§ 305 HGB) eliminiert. Zwischengewinne aus konzerninternen Transaktionen wurden in Übereinstimmung mit § 304 HGB eliminiert. Sofern Maßnahmen im Rahmen der Vollkonsolidierung zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen führen und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, so wird in Übereinstimmung mit § 306 HGB eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern und eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Konzernbilanz angesetzt. Zwischengewinne sind zwischen Konzerngesellschaften angefallen und wurden im Vorratsvermögen in Höhe von insgesamt T€ 360,1 (i.Vj.: T€ 214,4) und im Anlagevermögen in Höhe von T€ 325,8 (i.Vj.: T€ 413,2) eliminiert. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften wurden ebenfalls eliminiert. 4. Steuerabgrenzung Als passive latente Steuern wird (nach Saldierung mit aktiven Steuerlatenzen) ein Betrag in Höhe von T€ 1.704,7 ausgewiesen (i.Vj.: T€ 1.832,6). Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze für die jeweils betroffenen Unternehmen individuell in Höhe von 10,5 % bis 14,5 % für die inländischen Personengesellschaften, 26,8 % bis 29,1 % für inländische Kapitalgesellschaften und 16,0 % bis 28,0 % für die ausländischen Gesellschaften berechnet. a) aus Einzelabschlüssen/Handelsbilanzen II: Aktive und passive latente Steuern gemäß § 274 HGB aus Einzelabschlüssen/Handelsbilanzen II betreffen im Wesentlichen Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei der Bewertung der Grundstücke und Gebäude bei mehreren Standorten der Gruppe, Differenzen bei der handels- und steuerrechtlichen Bewertung von Rückstellungen sowie aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge, soweit diese voraussichtlich nach den Planungsunterlagen innerhalb der nächsten 5 Jahre realisiert werden können. Insgesamt bestehen daraus im Saldo passive latente Steuern in Höhe von T€ 1.140,6 (i.Vj.: T€ 1.164,9). b) aus Konsolidierungsvorgängen: Passive latente Steuern auf zum 01.01.2010 noch bestehende Mehrwerte aus Kapitalkonsolidierungsvorgängen wurden in erstmaliger Anwendung von § 306 HGB i.d.F. nach BilMoG erfolgsneutral in Höhe von T€ 265 gegen die Gewinnrücklagen des Konzerns gebildet. Passive latente Steuern aus Kapitalkonsolidierungen seit 2010 wurden jeweils im Rahmen der Erstkonsolidierung berücksichtigt. Die Positionen werden entsprechend der Entwicklung der Mehrwerte fortgeführt (Stand zum Stichtag: T€ 678,3 (i.Vj.: T€ 769,5)). Entsprechend § 306 Sätze 3 und 4 HGB wurden keine latenten Steuern auf Firmenwerte oder passivische Unterschiedsbeträge oder Unterschiedsbeträge aus assoziierten Unternehmen gebildet. Dies schließt auch erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnete Unterschiedsbeträge gem. DRS 23.175 ein. Aktive latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen in Bezug auf erfolgte Zwischenergebniseliminierungen im Anlage- und Vorratsvermögen ergaben sich in Höhe von T€ 114,2 (i.Vj.: T€ 101,8). Sie wurden gemäß § 306 Satz 1 HGB mit dem Passivposten für latente Steuern verrechnet. Steuerabgrenzungen erfolgten nicht, wenn auf der Ebene der den Zwischengewinn realisierender Konzerngesellschaften keine Steuerzahlungen eingetreten sind oder eintreten werden oder es sich um unwesentliche Beträge handelte. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag ist insgesamt ein Ertrag in Höhe von T€ 179,1 (i.Vj.: T€ 407,5) aus der Veränderung der latenten Steuern enthalten. D. Weitere Angaben 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Rahmen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden die Vermögensgegenstände und Schulden konzerneinheitlich wie folgt bewertet: 1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände: Ansatz zu (Konzern-) Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen; Nutzungsdauer regelmäßig bis zu 5 Jahren. Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wurden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben (§ 309 Abs. 1 Satz 2 HGB). Bei Vorliegen dauerhafter Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht oder dieser bereits entstanden ist. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten sowie angemessene Teile der internen Lohn- und Gehaltsaufwendungen. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden planmäßig nach der linearen Methode pro rata temporis über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. 1.2 Sachanlagevermögen: Ansatz zu (Konzern-) Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Abschreibungen bei Gebäuden erfolgten linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren, beim beweglichen Anlagevermögen für Zugänge seit dem 01.01.2011 linear, zuvor für Zugänge seit dem 01.01.2009 degressiv mit maximal 25 % und später linear. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 14 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 3 bis 16 Jahre. Bei inländischen Gesellschaften wurde bis zum 31.12.2017 für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 in analoger Anwendung der steuerlichen Regelung in § 6 Abs. 2a EStG auch in der Handelsbilanz ein Sammelposten gebildet, der über eine fiktive Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wurde. Seit dem 01.01.2018 wird für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögensmit Anschaffungskosten bis € 800,00 in analoger Anwendung der steuerlichen Regelung in § 6 Abs. 2 EStG die Sofortabschreibung gewählt. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten € 800,00 übersteigen, werden angesetzt und über die gewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Nur nach steuerrechtlichen Vorschriften zulässige Abschreibungen sind nach den Vor-schriften des Fördergebietsgesetzes insbesondere in den Jahren 1991/1992 auf den Immobilienbesitz in Eberswalde vorgenommen worden. Diese - nach dem Wegfall des § 308 Abs. 3 HGB grundsätzlich zu korrigierenden - steuerrechtlich verursachten Minderwerte sind allerdings zum größten Teil in die auf den 01.01.1994 vorgenommene Erstkonsolidierung der Anteile der THIMM Group GmbH + Co. KG (vorm.: THIMM Verpackung GmbH + Co. KG) eingeflossen und haben bereits zu entsprechenden Mehrwerten bei den Ansätzen für die Gebäude im Konzern geführt. Eine erneute Berücksichtigung dieser Sachverhalte ist daher unterblieben. Die Effekte aus nach der Erstkonsolidierung vorgenommenen steuerrechtlichen Sonderabschreibungen sind zum Bilanzstichtag nur noch geringfügig, sodass hier unter Wesentlichkeitsaspekten eine Korrektur unterblieb. Bei Vorliegen dauerhafter Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. 1.3 Finanzanlagen: Anteile an den nicht in die Konsolidierung einbezogenen verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten - ggf. vermindert um notwendige außerplanmäßige Abschreibungen - angesetzt. 1.4 Vorräte: Die Vorräte wurden zu Konzern Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder, soweit geboten, zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen einbezogen. Zinsen werden bei der Ermittlung der Herstellkosten nicht einbezogen. Für überalterte und nicht gängige Gegenstände werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Sofern in Vorperioden abgewertete Vorräte im Berichtszeitraum verwandt wurden, ist eine Wertaufholung bis zur maximalen Höhe der Anschaffungskosten vorgenommen worden. Zur Berücksichtigung drohender Verluste aus noch nicht abgerechneten Verträgen wurden fertige Erzeugnisse auf den niedrigen beizulegenden Wert abgeschrieben, soweit dies aktivisch möglich ist. Ansonsten erfolgt die Dotierung von Rückstellungen für drohende Verluste. Das Niederstwertprinzip sowie der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. 1.5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: Bei den Forderungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend erfasst. Die Wertberichtigungen auf Forderungen wurden aktivisch abgesetzt. 1.6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten: Ansatz zum Nennwert. 1.7 Pensionsverpflichtungen: Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Dezember 2019 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,52 % (i.Vj.: 1,94 %). Die auf Basis eines 7-jährigen durchschnittlichen Marktzinssatz anzusetzenden Vergleichszinssätze betragen 1,04 % (i.Vj.: 1,26). Als Differenz der mit den jeweiligen Marktzinssätzen berechneten Pensionsrückstellungen zum 31.12.2021 ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von € 114.572,00 (i.Vj.: € 164.710,00). Rechtsformbedingt unterliegt der ermittelte Unterschiedsbetrag nicht der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden Rentensteigerungen von jährlich 1,5 % (i.Vj.: 1,5 %) zugrunde gelegt. Für einen weiteren, nicht wertpapiergebundenen Bestand an Zusagen erfolgte die Wertermittlung ebenfalls unter Anwendung der neuen Richttafeln Heubeck 2018 G sowie dem Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von 1,87 % (i.Vj.: 2,3 %). Rückgedeckte Pensionszusagen wurden nach § 246 Abs. 2 HGB in Höhe von T€ 2.995 (i.Vj.: T€ 3.020) mit den entsprechenden Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Die Bewertung der verrechneten Vermögensgegenstände erfolgte zum Aktivwert einschließlich der Überschussanteile. Dabei wurden Aufwendungen und Erträge in Höhe von T€ 152 (i.Vj.: T€ 208) verrechnet. Die Erfüllung der verrechneten Pensionsrückstellungen erfolgt durch die jeweiligen Deckungsguthaben nicht bzw. nicht voll rückgedeckte Pensionszusagen werden weiterhin in Höhe des versicherungsmathematischen Werts ausgewiesen. 1.8 Steuerrückstellungen: Ausgewiesen sind nur laufende Steuerverbindlichkeiten. 1.9 sonstige Rückstellungen: Es wurden alle erkennbaren Risiken, alle der Höhe nach noch nicht feststehenden Verbindlichkeiten erfasst. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt für erwartete Restlaufzeiten mit mehr als einem Jahr zum Barwert, ansonsten mit der erwarteten Inanspruchnahme. Verrechnungen nach § 246 Abs. 2 HGB erfolgten für Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von T€ 394 (i.Vj.: T€ 227) sowie für Sabbatical-Vereinbarungen in Höhe von T€ 4 (i. Vj. T€ 0) mit den Guthaben. Die Guthaben entsprechen in dieser Höhe den Anschaffungskosten und dem Zeitwert. 1.10 Verbindlichkeiten: Die Bewertung erfolgte mit dem Rückzahlungsbetrag. Der Verbindlichkeitenspiegel ist diesem Anhang angefügt. 2. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Jahresabschlüssen in fremder Währung erfolgt gemäß § 308a HGB für Vermögensgegenstände einschließlich Anlagevermögen und Schulden mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Stichtagsmittelkurs (Devisenkassamittelkurs). Das Eigenkapital wurde gemäß § 308a HGB zu historischen Kursen umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus erworbenen Kapitalbestandanteilen, die aus der Kursentwicklung zwischen dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung und dem Bilanzstichtag resultieren sowie auf Ergebnisvorträge entfallende Differenzen, wurden erfolgsneutral (Erfassung als Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung) behandelt. Die Umrechnung der Aufwendungen und Erträge der Jahresabschlüsse in ausländischer Währung erfolgt zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die Umrechnungsdifferenzen werden ebenfalls erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung eingestellt. Die bei der Darstellung des Anlagevermögens entstehenden Umrechnungsdifferenzen bei den historischen Anschaffungskosten, den kumulierten Abschreibungen sowie den Vorjahresbuchwerten wurden ebenfalls erfolgsneutral behandelt. Im Berichtsjahr erfolgte die Umrechnung der Zu- und Abgänge bzw. Umbuchungen bei den Anschaffungskosten sowie der Zuschreibungen und Abgänge im Rahmen der kumulierten Abschreibungen zum Periodendurchschnittskurs. Die Abschreibungen wurden ebenfalls zum Periodendurchschnittskurs dargestellt. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung erfolgt für langfristige Darlehen mit Beteiligungscharakter ab dem Berichtsjahr eine erfolgsneutrale Erfassung der Währungskursdifferenzen. Im Übrigen erfolgt eine erfolgswirksame Erfassung von Kursdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung. 3. Besondere Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Der Anlagespiegel weist auch die Aufteilung der Abschreibungen des Geschäftsjahres aus. Die Abgänge des "GWG Sammelposten" innerhalb der "anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" werden komplett im Jahr nach der vollständigen Abschreibung des betreffenden Postens angesetzt. Weder unter den sonstigen Vermögensgegenständen noch unter den Verbindlichkeiten sind antizipative Abgrenzungsposten größeren Umfanges enthalten. Zum Bilanzstichtag verringerten sich die nicht beherrschenden Anteile bei Konzernunternehmen durch das Ausscheiden von zuvor beteiligten Fremdgesellschaftern. Das anteilige Jahresergebnis 2021 wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den "anderen Gesellschaftern zustehenden Ergebnisanteilen" ausgewiesen. Die notwendige sonstige Anpassung wird im Eigenkapitalspiegel analog der in IDW RS HFA 7 n.F. getroffenen Regelung zum Ausscheiden von Gesellschaftern von Personengesellschaften erfolgsneutral zu Lasten des Eigenkapitals des Mutterunternehmens dargestellt. Zum 31.12.2021 erfolgt bereits der Ausweis als Verbindlichkeit. Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden Rückstellungen in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei den Verpflichtungen aus Dienstjubiläen handelt es sich um Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese Position ist unter Anwendung der Regelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB abgezinst. Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,35 % (i.Vj.: 1,60 % p.a). und auf der Grundlage unternehmensinterner Erwartungen zur Eintrittswahrscheinlichkeit. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung von laufzeitkongruenten Rechnungszinssätzen und nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Vereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Absicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel. 4. Besondere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Unsere Umsatzerlöse teilten sich auf folgende Regionen auf:
Wesentliche periodenfremde Erträge betreffen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 269 (i.Vj.: T€ 246). Sonstige periodenfremde Erträge sind nur in einem Umfang vorhanden, der für die Beurteilung der Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung gem. § 277 (5) S. 2 HGB in Höhe von T€ 1.153 (i.Vj.: T€ 1.688) enthalten. Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung ergaben sich i.H.v. T€ 500 aus der Auflösung des in 2019 aufgedeckten passivischen Unterschiedsbetragsbei der THIMM Packaging Systems. Darüber hinaus lagen keine weiteren Erträge ausgewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung vor. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Frachtkosten in Höhe von T€ 43.589 (i.Vj.: T€ 37.149), sonstige Logistikkosten in Höhe von T€ 18.854 (i.Vj.: T€ 20.231) sowie Leasing- und Mietaufwendungen in Höhe von T€ 20.189 (i.Vj.: T€ 18.361). Ferner sind in diesem Posten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung gem. § 277 (5) S. 2 HGB in Höhe von T€ 1.353 (i.Vj.: T€ 1.554) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind nur in einem Umfang vorhanden, der für die Beurteilung der Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung betreffen Kosten für die Neugestaltung der Finanzierungsstruktur in Höhe von T€ 389 sowie Beratungskosten für die Restrukturierung in Höhe von T€ 291. Darüber hinaus lagen keine weiteren Aufwendungen ausgewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung vor. Im Zinsergebnis sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 130,1 (i.Vj.: T€ 156,8) enthalten. Das anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis (umgerechnet zum Periodendurchschnittskurs) teilt sich wie folgt auf:
5. Geschäftsführung und Beirat 5.1 Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin der Muttergesellschaft, der THIMM Holding Management GmbH, waren:
5.2 Im Geschäftsjahr 2021 bestand für die Unternehmensgruppe ein Verwaltungsrat. Die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben an die Mitglieder des Verwaltungsrats gewährten Gesamtbezüge betrugen T€ 150. 6. Bestimmte Sachverhalte Miet- und Leasingverhältnisse Als sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag solche aus Miet- und Leasingverträgen, von denen im Geschäftsjahr 2022 T€ 18.438 (davon für sonstige Mieten: T€ 4.389 für Leasingverpflichtungen: T€ 14.049) und in den sich daran anschließenden vier Geschäftsjahren insgesamt rd. T€ 42.414 (davon für sonstige Mieten: T€ 9.302 für Leasingverpflichtungen: T€ 33.112) fällig werden. Die Vorteile und Zwecke der Miet- und Leasingverträge liegen in der geringeren Kapitalbindung bei Abschluss der Verträge und in der flexibleren Anpassung der benötigten Ressourcen an die Geschäftsentwicklung. Leasingverträge erlauben im Vergleich zum Bankkredit eine einfachere Finanzierung von Sachanlageinvestitionen mit Absicherung über das Investitionsgut. Nachteilig sind bei längerfristigen Miet- und Leasingverträgen die künftigen Abflüsse liquider Mittel sowie die geringere Dispositionsfreiheit bis zum Ablauf der Verträge. Factoring Einzelne Konzernunternehmen bedienen sich zu Finanzierungszwecken des Forderungsverkaufs/Factoring in unterschiedlichen Ausprägungen. Es bestehen Verträge für ein sog. unechtes Factoring, der Ausweis der Verbindlichkeiten erfolgt als sonstige Verbindlichkeiten. Bei den sog. echten Factoringvereinbarungen können unklare oder mangelbehaftete Forderungen an THIMM vom Factor rückübertragen werden. Zum 31.12.2021 war kein solcher Fall bekannt. Bestellobligo Das Bestellobligo aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hält sich im durchschnittlichen Jahresrahmen. 7. Beschäftigte Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 3.472 Mitarbeiter zzgl. 114 Auszubildende beschäftigt. Davon entfielen auf
8. Einsatz derivativer Finanzinstrumente/Bildung von Bewertungseinheiten Als derivative Finanzinstrumente werden Zinssatzswaps im Rahmen von Makro-Hedges eingesetzt, um das Risiko steigender Zinsen aus variabel verzinsten Finanzierungen zu begrenzen. Es handelt sich um klassische Swaps, mit denen variable, auf Euribor und Wibor lautende Zinsaufwendungen in Festzinsaufwendungen getauscht werden. Dem Nominalbetrag der Zinsswaps stehen zu jedem Zeitpunkt betraglich mindestens in gleicher Höhe bestehende oder gemäß der aktuellen Mehrjahresplanung erwartete variable verzinste Finanzierungen gegenüber. Die Zinsswaps bewirken, dass Zinssatzänderungen des Basiszinssatzes bei den zinsgesicherten Finanzierungsgeschäften nicht zu veränderten Zinsaufwendungen führen. Die Kontrakte werden nur über Banken abgewickelt, die über höchste Bonität verfügen. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen mit negativen Marktwerten, die als Drohverlustrückstellung bilanziert wurden:
Des Weiteren bestanden zum Bilanzstichtag folgende derivative Finanzpositionen, für die Bewertungseinheiten gebildet wurden:
Die Zinsswaps entfalten ihre Wirksamkeit zur Absicherung von variabel verzinslichen Bankdarlehen. Die bestehenden Verträge weisen Laufzeiten bis zum 30.12.2022 auf. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte zum Stichtag nach anerkannten Bewertungsmethoden (mark-to-market). Der Marktwert gibt an, wie sich eine Glattstellung am Bilanzstichtag auf das Ergebnis ausgewirkt hätte. Positive Marktwerte stehen für nicht realisierte Gewinne, negative Marktwerte für nicht realisierte Verluste. Durch den Bewertungszusammenhang werden weder negative noch positive Marktwerte erfolgswirksam im Jahresabschluss berücksichtigt. 9. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen für 2021 beträgt T€ 318,6. 10. Nachtragsbericht Mit dem Ende Februar 2022 begonnenen Angriff Russlands auf die Ukraine und dem zum Erstellungsdatum anhaltenden Krieg in weiten Landesteilen ist eine Verunsicherung bei Verbrauchern und Unternehmen in Europa eingetreten. Zudem sind in bestimmten Wirtschaftsbereichen Unterbrechungen in Lieferketten und in vielen Bereichen steigende Energie- und Rohstoffkosten zu beobachten. In den vom Krieg betroffenen Gebieten besitzt unsere Unternehmensgruppe keine Produktions-, Verwaltungs- oder Vertriebsstandorte. THIMM hat ferner durch die vorausschauende Beschaffungsstrategie für Rohpapier, Gas und Strom eine hohe Versorgungssicherheit bei wesentlichen Rohstoffen und Produktionsmitteln für das aktuelle Jahr geschaffen. Allerdings können die gesamtwirtschaftlichen Folgen und der Einfluss auf unsere Unternehmensgruppe noch nicht abschließend bewertet werden. Für eine ausführlichere Darstellung der Auswirkungen der Ukraine-Krise auf THIMM verweisen wir auf unseren Lagebericht. 11. Ergebnisverwendung Über die weitere Verwendung des Ergebnisses der Konzernobergesellschaft entscheidet die Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens im Folgejahr. Ein Verwendungsvorschlag liegt noch nicht vor. Anlagenspiegel
Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
(1) nach Verrechnung mit erfolgsneutral behandelten Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung gem. DRS 23 und Beträgen aus der Umstellung auf die Rechnungslegungsgrundsätze nach BilMoG. (2) Bestände in Fremdwährung umgerechnet zu Perioden-Durchschnittskursen 2021. (3) Bestände in Fremdwährung umgerechnet zu Stichtagskursen per 31.12.2021. Konzernergebnisverwendungsrechnung für 2021:
Northeim, 04. April 2022 THIMM Holding GmbH + Co. KG THIMM Holding Management GmbH Kornelius Thimm, Geschäftsführer Kristof Thimm, Geschäftsführer Karola Schliep, Geschäftsführerin Klaudia Benary-Redlefsen, Geschäftsführerin KAPITALFLUSSRECHNUNG (DRS 21)
(2) Beträge in fremder Währung
umgerechnet zu Periodendurchschnittskursen 2021;
12. Verbindlichkeitenspiegel
(1) Es bestehen die üblichen
Eigentumsvorbehalte.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die THIMM Holding GmbH + Co. KG, Northeim Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der THIMM Holding GmbH + Co. KG, Northeim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der THIMM Holding GmbH + Co. KG, Northeim, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 04. April 2022 Westerfelhaus
Audit GmbH
Bernd Jelen, Wirtschaftsprüfer Michael Rogalski, Wirtschaftsprüfer Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021GrundlagenDie THIMM Gruppe ist führender Lösungsanbieter für Verpackung und Distribution von Waren. Das Lösungsportfolio umfasst Transport- und Verkaufsverpackungen aus verschiedenen Materialkombinationen, Verkaufsaufsteller (Displays) und Dekorationen für den Point of Sale sowie Druckprodukte für die industrielle Weiterverarbeitung in der Wellpappindustrie. Eine breite Palette verpackungsrelevanter Dienstleistungen entlang der Lieferkette ergänzt das Angebotsspektrum. Mit unseren ganzheitlichen Lösungen helfen wir unseren Kunden sich im Markt zu differenzieren und zu individualisieren. Dafür investieren wir konsequent in den Ausbau unserer Marktpräsenz für mehr Kundennähe sowie in innovative Technologien, um den zukünftigen Anforderungen des Marktes schon heute gerecht zu werden - und das seit mehr als 70 Jahren an heute 22 Standorten weltweit. Die Unternehmensgruppe ist in drei selbständig am Markt agierende Geschäftsbereiche gegliedert, die ihren heutigen wirtschaftlichen Kern bilden. In ihren Marktsegmenten sind diese Geschäftsbereiche jeweils Marktführer oder zählen zu den Top-5 Anbietern. Mit einem vierten Geschäftsbereich THIMM digit49 ergänzen wir die Gruppe um neue, zukünftige Geschäftsmodelle und Produkte.
THIMM pack'n'display ist Spezialist für Verpackungen und Displaykonzepte im Konsumgüterbereich. Produziert und vermarktet werden handelsgerechte Point-of-Purchase-Verpackungen, hochwertig bedruckten Verkaufsverpackungen, schützenden Transportverpackungen und ansprechenden E-Commerce-Verpackungen sowie Displaykonzepte und Dekorationselemente als Marketingtool zur Verkaufsförderung im Einzelhandel. THIMM pack'n'display erzielte in 2021 einen Umsatz von 506 Mio. € (Vorjahr: 445 Mio. €) und bildet den umsatzstärksten Geschäftsbereich der Gruppe. Der Bereich ist mit Standorten in Deutschland (6), Tschechien (1), Polen (2) und Rumänien (1) vertreten. Die Kunden sind sowohl regional als auch international agierende Unternehmen überwiegend aus der Branche der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) - Hersteller.
THIMM Packaging Systems ist Spezialist für Verpackungssysteme im Industriegüterbereich. Unter Berücksichtigung der kundenindividuellen Anforderungen werden ganzheitliche Verpackungssysteme zum Schutz und Transport der Produkte des Kunden realisiert, wobei ein Mix aus verschiedenen Materialien genutzt wird, um eine optimale Lösung der Kundenanforderung zu erzielen. Verwendung finden u.a. Wellpappe, Holz, Kunst- und Schaumstoffe, Faserguss, ESD-Beschichtungen sowie Korrosionsschutzlösungen. Zum Kundenkreis zählen Hersteller aus der Automobil- und Zulieferindustrie sowie aus Technologiebranchen wie Medizin-, Mess- und Regeltechnik, Solar und Maschinenbau. THIMM Packaging Systems erzielte in 2021 einen Umsatz von 187 Mio. € (Vorjahr: 157 Mio. €) und produziert an sieben Standorten in Deutschland sowie einem weiteren Standort in Tschechien.
Christiansen Print bedruckt Wellpappendeckpapiere zur industriellen Weiterverarbeitung zu Wellpappen-Verpackungen und ist damit Lieferant für die europäische Wellpappenindustrie. Unser Unternehmen ist europäischer Marktführer in diesem Segment. Der Geschäftsbereich verfügt über zwei Standorte in Deutschland und einen Standort in Frankreich. Als einer von wenigen Anbietern in Europa produziert Christiansen Print (auch) auf einer Digitaldruckanlage in industriellem Maßstab. Der Umsatz betrug in 2021 50 Mio. € (Vorjahr: 36 Mio. €).
Mit THIMM digit49 wollen wir wir neue, teils digitale, Geschäftsmodelle und Produkte erschließen. Durch die Gründung von Start-ups sollen u.a. digitale Prozesse und alternative Produkte erprobt und zur Marktreife geführt werden, um uns zukunftsfähig aufzustellen. Der in 2018 gestartete Online-Shop kartonara.de ist hier das erste Unternehmen der THIMM Gruppe im Bereich e-commerce. Wir bedienen sowohl Business- als auch Endkunden. THIMM Holding GmbH + Co. KG ist die Obergesellschaft der Unternehmensgruppe. Die operative Leitung der Firmengruppe wird von der Geschäftsführung der THIMM Group GmbH + Co. KG, einer 100 %-igen Tochtergesellschaft der THIMM Holding wahrgenommen. Ein Verwaltungsrat, der sich aus den Kommanditisten der THIMM Holding GmbH + Co. KG, der Geschäftsführung der THIMM Group sowie zwei externen Fachleuten zusammensetzt, ist das oberste Entscheidungsgremium der THIMM Gruppe. Die THIMM Group übernimmt als operative Obergesellschaft die bereichsübergreifende Steuerung, Koordinierung und Beratung sowie die strategische Ausrichtung der Gruppe. Ferner nimmt sie mit den Zentralfunktionen, Finanzen, Marketing, People und Einkauf zentrale und bereichsübergreifende Funktionen für die einzelnen Geschäftsbereiche wahr. Die bereichsübergreifende Steuerung und Koordinierung der IT-Aufgabenstellungen, der Betrieb zentraler IT-Prozesse wie z.B. Netzwerk, Kommunikation, IT-Sicherheit sowie der Betrieb der vollständigen IT-Prozesse für die deutschen Standorte der Unternehmensgruppe wird seit 2019 durch die Konzerngesellschaft THIMM Corporate Services GmbH + Co. KG wahrgenommen. Die THIMM Consulting GmbH + Co. KG als weitere Zentralgesellschaft agiert als Inhouse-Consultant für die Gesellschaften der THIMM Gruppe und optimiert für Kunden deren Verpackung und Verpackungsprozesse, indem ungenutzte Potenziale zur Prozess- und Kostenoptimierung identifiziert werden. Zugleich beschäftigt sich THIMM Consulting mit dem Einsatz neuer Rohstoffe und der stetigen Verbesserung unserer nachhaltigen Produkte und Lösungen. Unsere Produkte werden überwiegend auftragsbezogen entwickelt und gefertigt. Eine vom Einzelauftrag losgelöste Entwicklung wird darüber hinaus getätigt. Wir beschäftigen uns dabei mit der Optimierung von Verpackungslösungen ebenso wie mit dem Einsatz neuer Rohstoffe zur stetigen Verbesserung unserer nachhaltigen Produkte und Lösungen. Neben Einzelentwicklungen erfolgt die Grundlagenforschung und -entwicklung zentral in der Gruppe durch die Mitarbeiter von THIMM Consulting GmbH + Co. KG. Hier verfügen wir über ein eigenes, hochspezialisiertes Team für die Forschung und Entwicklung. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach einem schwachen ersten Quartal 2021 vollzog die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Europäischen Union (EU) im 2. Quartal einen Sprung mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 14,4% zum Vorjahresquartal, angetrieben besonders vom privaten Konsum aber auch von hohen Investitionen, Exporten und Staatsausgaben. Bereits im 3. Quartal gelang es in der EU, das wirtschaftliche Niveau vor der Covid-19-Pandemie wieder zu erreichen. Im zweiten Halbjahr erhielt die konjunkturelle Entwicklung dann spürbaren Gegenwind. Der schnelle Nachfrageanstieg verursachte Lieferschwierigkeiten und Engpässe bei vielen Materialien, Energiepreise zogen spürbar an, die Inflationsrate erreichte im Dezember die Marke von 5,0%, die Covid-19-Infektionsraten stiegen zum Jahresende durch die Omikron-Variante auf Rekordwerte an und führten zu staatlichen Restriktionen mit Bremswirkungen auf die Konjunktur. Für das Gesamtjahr 2021 erwartet Eurostat Stand 02/2022 ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes in der EU in Höhe von 5,2%. Die beschriebene Entwicklung zeigte sich ähnlich auch in Deutschland. Hier schoben Ausrüstungsinvestitionen, der Export und staatliche Konsumausgaben die Konjunktur an, während der private Konsum unter den Restriktionen der Covid-Pandemie litt und auf Vorjahresniveau verharrte. Demgegenüber zeigte die Automobilindustrie - kommend von einem niedrigen Vorjahresniveau - einen starken Anstieg. Für das Gesamtjahr 2021 weist das Statistische Bundesamt ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 2,9% aus. Das vor der Covid19-Krise existierende Niveau konnte in Deutschland allerdings in 2021 noch nicht wieder erreicht werden. Der Verband der Deutschen Wellpappenindustrie (VDW) erwartet für 2021 einen Anstieg des arbeitstäglichen Absatzes um 8,1% - deutlich oberhalb des konjunkturellen Wachstums in Deutschland. Der Einzelhandel als wichtiger Bedarfsträger von Konsumgüterverpackungen steigerte seinen Umsatz preisbereinigt nach vorläufigen Angaben um 0,9% gegenüber 2020. Der e-Commerce-Sektor entwickelte sich dagegen mit einem Umsatzwachstum von ca. 12% weiterhin sehr dynamisch. Die Kapazitätsauslastung der Wellpappindustrie bewegte sich nach VDW-Angaben im gesamten Jahr deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 90% nahe der Vollauslastung. Schwer zu schaffen machte der Branche in gesamten Jahr 2021 ein deutlicher und in der Form nicht vorhersehbarer Preisanstieg beim Rohstoff Papier, der beginnend Ende Q3/2020 in einem steilen und kontinuierlichen Anstieg bis zum Jahresende 2021 andauerte. Ausgelöst wurde diese Entwicklung durch erhebliche Preiserhöhungen bei Altpapier, dem wichtigsten Vorprodukt der Papierherstellung, und verstärkt durch eine deutlich überdurchschnittliche Nachfrage nach Papier, die teilweise zu Versorgungsproblemen in der Wellpappenbranche geführt hat. Nach Angaben des VDW verteuerte sich der Rohstoff Papier bereits bis November 2021 um durchschnittlich 79%. Die Wellpappindustrie konnte diesen Preisanstieg in den eigenen Verkaufspreisen weitestgehend nur mit zeitlicher Verzögerung und somit zu Lasten der eigenen Ertragskraft an ihre Kunden weiterreichen. Lieferkettenprobleme führten bei auch bei Holz zu erheblichen Preissteigerungen und Versorgungsengpässen im Markt, die sich erst im Schlussquartal wieder normalisierten. Steigende Preise bei Energie und Logistik belasteten die Ertragslage der Wellpappindustrie zusätzlich. Die osteuropäischen Länder der EU nahmen in 2021 wieder das hohe Wachstumstempos der Vor-Corona-Zeit auf. Für Tschechien erwartet die Europäische Kommission in ihrem Herbst-Forecast für 2021 ein Wirtschaftswachstum von 3,0%, für Polen von 4,9% und für Rumänien von 7,0%. Nach Angaben der International Corrugated Case Association (ICCA) entwickelte sich die Absatzmenge der Wellpappindustrie in 2021 in Tschechien mit +8%, in Polen mit + 19% und in Rumänien mit +18% deutlich stärker als das konjunkturelle Wachstum in den Ländern. Ein wesentlicher Grund hierfür dürfte die starke Verbesserung beim privaten Konsum in 2021 sein, der die Einzelhandelsumsätze und damit auch und die Nachfrage nach Wellpappverpackungen überproportional ansteigen ließ. 2. Geschäftsverlauf
1) Rohmarge = (Rohergebnis - sbE) / Gesamtleistung
Umsatzentwicklung Die THIMM Gruppe erzielte in 2021 einen Konzernumsatz von 698,0 Mio. €, der zu Vorjahr um -93,1 Mio. € bzw. 15% angestiegen ist. Der Planwert für das Geschäftsjahr in Höhe von 649,8 Mio. € wurde deutlich übertroffen. Ausschlaggebend hierfür sind:
Entwicklung der Geschäftsbereiche
Die Verpackungswerke des Geschäftsbereichs pack'n'display erzielten in 2021 ein Absatzwachstum über 55,9 Mio. m 2 bzw. 6,4% auf insgesamt 923,0 Mio. m 2. Die Absatzplanung für das Geschäftsjahr 2021 wurde damit um 2,5% übertroffen. Die kontinuierlich über den gesamten Jahresverlauf ansteigenden Papierpreise prägten Geschäftsverlauf und Ertragslage in 2021. Wenngleich der Papiermarkt aufgrund hoher Nachfrage zeitweise sehr eng war, sicherten die vertragliche Vereinbarungen mit den Lieferanten und die langfristig angelegte Beschaffungsstrategie die jederzeitige Versorgung sämtlicher THIMM Werke mit den benötigten Papiersorten und -mengen. Die Weitergabe der gestiegenen Beschaffungspreise beim Rohstoff Papier durch kontinuierliche Steigerung der Verkaufspreise sorgte für einen Umsatzanstieg im Vergleich zu 2020 um 60,5 Mio. € bzw. 13,6% auf 505,6 Mio. € (konsolidierter Umsatz Geschäftsbereich). Dabei sorgten die Produktumsätze, die im Vergleich zum Vorjahr um +50,0 Mio. € bzw. +13,6% anstiegen neben den Umsätzen für Nebenleistungen und hier insb. den Erlösen aus Altpapierverkauf, die um +11,2 Mio. € zum Vorjahr anstiegen, für die wichtigsten Veränderungen. Die Erlösminderungen gingen hingegen leicht zurück. Die Steigerung der Verkaufspreise konnte im Berichtsjahr aufgrund vertraglicher Vereinbarungen mit wesentlichen Schlüsselkunden nur mit zeitlicher Verzögerung im Nachgang zu den Erhöhungen der Papierpreise und aufgrund der vereinbarten Preisanpassungsmechanismen teilweise nur anteilig erfolgen. Preiserhöhungen auf Kundenseite - vertraglich oder aufgrund von Verhandlungen - wurden im Jahresverlauf aufgrund der kontinuierlich deutlich weiter ansteigenden Papierpreise unmittelbar wieder überkompensiert, so dass die Rohergebnismarge in 2021 zu Vorjahr um -7,4 Prozentpunkte sank. Dieser Rückgang der Rohergebnismarge führte trotz steigender Absatzmenge zu einem unterdurchschnittlichen Rohergebnis, so dass die gestiegenen Papier- und Energiepreise sich bis in das operative Ergebnis (EBITDA) negativ ausgewirkt haben. Das EBITDA, liegt um -38% unterhalb des Vorjahres und beläuft sich auf 23,7 Mio. € (Vorjahr: 38,2 Mio. €). Die Umsatzrendite (EBITDA / Umsatz) beläuft sich auf 4,7% im Geschäftsbereich pack'n'display, nach 8,6 % im Vorjahr. Deutschland: Die deutschen Wellpappwerke steigerten ihre Absatzmenge um 11,3 Mio. m 2 bzw. +2,1% zu Vorjahr. Der Umsatz wuchs preisbedingt stärker um 9,8% auf 313,9 Mio. €. Die Nachfrage auf dem deutschen Markt war im Berichtsjahr sehr stark und übertraf die bei THIMM verfügbare Produktionskapazität, die zudem durch Umbaumaßnahmen und auch Corona-bedingte Schichtausfälle reduziert war. Die Rohergebnismarge sank im Vergleich zum Vorjahr als Folge der ansteigenden Papierpreise deutlich ab und trug damit wesentlich zu einem zum Vorjahr stark rückläufigen EBITDA bei. Tschechien: Mit dem Anlauf der modernen Wellpappanlage im Januar 2021 wurde der Kapazitätsengpass am Standort Vsetaty beseitigt, die Chancen im wachsenden tschechischen Markt konnten wieder genutzt werden. Die Absatzmenge wurde um 9,5% im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, die Planmenge um +3,1% übertroffen. Die Papierpreissteigerungen schlugen sich auch in Tschechien in einem deutlichen Rückgang der Rohergebnismarge nieder. Die schnelle Umsetzung von Verkaufspreiserhöhungen und die überplanmäßige Absatzmenge bewirkten hier allerdings, dass das EBITDA in Tschechien zwar unter Vorjahr aber deutlich über Plan ausfiel. Die Planüberschreitung des Ergebnisses ist auch durch eine erfolgreichere Anlaufkurve der neu installierten Wellpappanlage zu Beginn des Geschäftsjahres begründet. Polen: In Polen wurde die Absatzmenge im Berichtsjahr um +12,1% gegenüber Vorjahr gesteigert, die Planmenge für 2021 wurde um +6,2% übertroffen. Das starke Mengenwachstum wurde zusammen mit unterjährigen Preissteigerungen auf der Kundenseite erreicht, so dass trotz der steigenden Papierpreise, die zu einem erheblichen Rückgang der Rohergebnismarge führten, ein EBITDA nahe dem Vorjahr und deutlich über Plan erzielt werden konnte. Eine weiter gesteigerte Produktivität an beiden polnischen Standorten hat die Mengensteigerung und damit die Ergebnissicherung ermöglicht. Rumänien: Dem rumänischen Standort in Sibiu gelang in 2021 eine Steigerung der Absatzmenge um 26% im Vergleich zum Vorjahr, der Planansatz wurde um 17% übertroffen. Wie auch in Polen und Tschechien gelang es dem rumänischen Standort, die Ergebnisbelastung aus einer sinkenden Rohergebnismarge aufgrund der Papierpreiserhöhungen durch eine massive Mehrmenge und die erfolgreiche Durchsetzung eigener Preissteigerungen aufzufangen. Der Standort erzielte in 2021 ein überplanmäßiges operatives Ergebnis, das allerdings 20 % hinter dem hervorragenden Vorjahresergebnis zurückblieb. Display:. Im Vorjahr wurde die Marktstrategie für den Produktbereich Display dahingehend überarbeitet, das Geschäft mit Standard-Displays insbesondere bei Großkunden auszubauen und sich im Projektgeschäft auf mittlere bis größere Auflagenvolumen zu fokussieren. Im Zuge dessen war die Organisation im Vorjahr entsprechend angepasst worden. Aufgrund dieser neuen Fokussierung war in der Jahresplanung ein Umsatz leicht unter Vorjahr geplant worden. Diese Planung wurde mit einer Umsatzabweichung von -7,0% verfehlt. Insbesondere das Geschäft mit Standard-Displays bei Großkunden blieb hinter den Erwartungen zurück. Grund hierfür war die anhaltende Corona-Pandemie sowie das veränderte Konsumverhalten, so dass sich Display-relevante Aktionen und Absatzkanäle auch im Berichtsjahr weiter negativ entwickelten. Die Überlegungen zur Anpassung der Organisation und die Fokussierung auf einzelne Produktsegmente reichten nicht aus, um die negative Unternehmensentwicklung umzukehren. Das EBITDA hat sich im Jahresvergleich aufgrund der ergriffenen Maßnahmen um 2,0 Mio. € verbessert, dennoch blieb die Ertragslage weiter unbefriedigend. Die kontinuierlichen Preiserhöhungen beim Papier in 2021 konnten auch hier im Großkundengeschäft nur zeitverzögert weitergegeben werden, die Rohergebnismarge ging zurück. Die im Vorjahr entschiedenen und eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen ließen die Kosten des Unternehmens deutlich sinken. Das operative Ergebnis (EBITDA) des Standortes drehte ins Positive und erreichte damit eine erhebliche Verbesserung zum Vorjahr. Trotz der Verbesserungen wird auch im Berichtsjahr ein Jahresverlust ausgewiesen. Der Standort bedarf weiterer Impulse, um nachhaltig positive Jahresgewinne zu erzielen.
THIMM Packaging Systems baute im Jahr 2021 den Umsatz von 157,3 Mio. € in 2020 auf 186,8 Mio. € in 2021 um +18,8 aus. Die Planung wurde um +18,4 % übertroffen. Die Nachfrage der Kunden war nach dem Corona-bedingten Einbruch in Q2 und Q3 2020 zum Jahresende 2020 wieder auf das Niveau vor der Corona-Krise angestiegen. Hieran knüpfte das Jahr 2021 an, die Nachfrage war über das gesamte Berichtsjahr auf einem sehr gutem Niveau. Die Preiserhöhungen auf dem Papiermarkt ließen die Preise für Wellpapptafeln im Jahresverlauf zwar kontinuierlich und massiv ansteigen. Die Preise für Schäume und insbesondere für Holz erreichten ebenfalls in 2021 Höchstwerte bei den Einkaufspreisen. Die Weitergabe der stark erhöhten Beschaffungspreise in den eigenen Verkaufspreisen gelang auch in diesem Geschäftsbereich aufgrund der Kundenstruktur und bestehenden Vertragsvereinbarungen zeitverzögert Die Rohergebnismarge sank von durchschnittlich 47,7% im Vorjahr auf 43,3% im Durchschnitt des Berichtsjahres. Die erfolgreiche Anhebung der eigenen Verkaufspreise und die im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbesserte Auslastung ließen das EBITDA des Geschäftsbereichs auf 7,1 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €) ansteigen, die Planung wurde deutlich übertroffen. Belastet wurde das operative Ergebnis EBITDA durch erhebliche Mehraufwendungen im Personalbereich, um die hohe Mehrnachfrage unter den schwierigen Beschaffungssituationen sicherzustellen.
Christiansen Print konnte seine Absatzmenge im Vorjahresvergleich um 4,7% erhöhen. Die für 2021 geplante Menge wurde allerdings um -13,7% verfehlt, da die Umsätze mit Eigenkunden noch deutlich hinter dem Plan zurückblieben. Der Digitaldruck entwickelte sich nahezu im Plan, die Absatzmenge konnte um 75% zum Vorjahr gesteigert werden, da immer mehr Kunden die Vorteile des Druckverfahrens im Gesamtprozess erkannt haben und auch die Kosten des Produkts weiter gesenkt werden konnten. Dabei trug auch die Verlagerung von Kleinaufträgen von den analogen Flexo-Druckanlagen auf die Digitaldruckanlage bei. Die Produktivität der Flexoanlagen wurde auf diesem Weg deutlich gesteigert. Der in 2021 erzielte Umsatz in Höhe von 50,2 Mio. € ist nicht mit dem Vorjahr (35,6 Mio. €) vergleichbar, da erst in Q3/2020 auf die heute genutzte Weiterfakturierung der eingesetzten Papiere anstelle einer Gestellung der Papier bei Konzernkunden ungestellt worden war. Preisänderungen beim Papier werden in der Branche sofort im Verkaufspreis weitergegeben. Die Preisanstiege am Papiermarkt hatten daher keine Auswirkungen auf das Rohergebnis des Geschäftsbereichs, das sich im Vergleich zum Vorjahr um +4,5 Mio. € verbesserte. Die Personalaufwendungen konnten aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen des Vorjahres deutlich gesenkt werden. Das EBITDA des Geschäftsbereichs verbesserte sich im Berichtsjahr um 5,2 Mio. € auf 3,4 Mio. €, der Ergebnisplan wurde um 2,1 Mio. € übertroffen.
Cartonara, der e-commerce Shop für Verpackungsbedarfe, überarbeitete im Berichtsjahr seine Prozesse und führte einen Wechsel des Logistik- und Fulfillment-Partners durch. Die Verkaufspreise wurden angehoben und insb. in Q2 und Q3 auf Umsatzfördermaßnahmen verzichtet. Ein Umsatzrückgang in den mittleren Quartalen wurde bewusst zur Stärkung der Rohergebnismarge akzeptiert. Der Umsatz des e-commerce Shops erreichte in 2021 1,7 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €), die Planung wurde deutlich unterschritten, da die Veränderung der Preisstrategie sich unmittelbar rückläufig auf den Absatz auswirkte. Die Rohergebnismarge konnte aufgrund der geänderten Preisstrategie angehoben werden. Im operativen Ergebnis wird weiter ein Verlust ausgewiesen, der mit -0,7 Mio. € um +0,4 Mio.€ besser als im Vorjahr ausfällt. Investitionen und Projekte Die THIMM Gruppe tätigte in 2021 Investitionen in Höhe von 23 Mio. €. In die neue Wellpappenanlage in Tschechien, die dem Standort durch zusätzliche Produktionskapazität wieder Wachstumsmöglichkeiten eröffnet, wurden 12 Mio. € investiert, davon entfielen 6 Mio. € auf Anzahlungen im Vorjahr. Am Standort wurde ebenfalls in eine Laserstanze, eine FKM und in die Optimierung der Lagerhaltung investiert. Am polnischen Standort Skabimiercz wurden 2,8 Mio. € investiert. Schwerpunkte bildeten die Automatisierung bestehender Verarbeitungsmaschinen und die Erweiterung und Erneuerung der Sozialräume. Am Standort Rumänien wurde eine moderne HQPP-Druckanlage installiert. An den deutschen Standorten wurden Optimierungen an den bestehenden Wellpappanlagen vorgenommen und am Standort Eberswalde eine modernes Palettierzentrum errichtet. 3. Wirtschaftliche Lage a. Ertragslage
Die Ertragslage der THIMM Gruppe wurde in 2021 bestimmt von den stark steigenden Beschaffungspreisen für Rohstoffe allgemein und insbesondere beim Rohstoff Papier. Die Beschaffungspreise für Papier sind von einem Tiefpunkt in September 2020 bis Dezember 2021 bei Wellenstoff 100g/m 2 als Beispiel für Recycling-Papiere um 83 % und bei Kraftliner 175 g/m 2 als Beispiel für frischfaserbasierte Papiere um 63% (Quelle: Euwid) nahezu kontinuierlich im Jahresverlauf angestiegen. Die Weitergabe der gestiegenen Beschaffungspreise in Erhöhungen der Verkaufspreise startete unverzüglich, wirkte aber erst zeitverzögert, da mit vielen Kunden vertragliche Preisvereinbarungen bestanden. Die Umsätze der THIMM Gruppe stiegen vor allem preis- aber auch mengenbedingt in 2021 mit +15,4% stark an und übertrafen den Jahresplan um +7,4%. Der starke Preisanstieg bei den Rohstoffen sorgte dafür, dass die Rohergebnismarge auf 44,1% (Vorjahr: 49,5%) gegenüber geplanten 47,2% deutlich abrutschte. Trotz eines erhöhten Mengen-Outputs insb. im Bereich Pack'n'Display stieg der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,2% an. Um diese Mengensteigerung zu erreichen, wurden insb. im Bereich Packaging Systems verstärkt Leiharbeitnehmer eingesetzt (+3,8 Mio. € Anstieg zum Vorjahr). Bei den Verwaltungs- und Vertriebskosten stiegen die IT-Kosten im Zusammenhang mit der Implementierung neuer Software deutlich an (+2,5 Mio. € zu 2020). Erhöhte Preise für Frachten, Lagermiete und -handling sowie Lademitteln führten bei den Logistikkosten der Gruppe zu einem Anstieg um 5,1 Mio. € im Vorjahresvergleich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wuchsen in Summe um 12,8 Mio. € zum Vorjahr an. Die THIMM Gruppe erwirtschaftete in 2021 ein EBITDA in Höhe von 30,7Mio. € (Vorjahr 35,5 Mio. €), die Planung in Höhe von 34,9 Mio. € wurde nicht erreicht. Im Unterschied zu früheren Perioden mit langen und starken Preisanstiegen beim Rohstoff Papier gelang es in 2021 trotz der schwierigen Marktsituation einen Jahresüberschuss in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr 5,7 Mio. €) zu erzielen. b. Vermögenslage AKTIVA
PASSIVA
Das langfristig gebundene Vermögen erhöhte sich im Berichtsjahr leicht um 0,9 Mio. € auf 192,1 Mio. €. Die Investitionen des Jahres überschritten mit 22,8 Mio. € das Abschreibungsvolumen in Höhe von 20,5 Mio. €. Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich in Folge der Preissteigerungen bei den Rohstoffen, die sich in der Bewertung von Vorräten und Forderungen niederschlugen, im Berichtsjahr erheblich von 109,6 Mio. € im Vorjahr auf 163,5,6 Mio. €. Die Preissteigerungen beim Rohstoff ließen parallel die Lieferantenverbindlichkeiten um 13,5 Mio. € auf 58,7 Mio. € anstiegen. Das Working Capital (= Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ./. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) der Gruppe stieg um 38,3 Mio. € auf 92,0 Mio. € an. Die Bilanzsumme der Gruppe erhöhte sich durch diesen Anstieg des kurzfristigen Vermögens um 40,6 Mio. € auf 375,2 Mio. €. Liquide Mittel standen zum Bilanzstichtag in Höhe von 19,6 Mio. € zur Verfügung, ein Rückgang von -14,1 Mio. € zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Zugleich wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 13,4 Mio. € auf 101,4 Mio. € (Vorjahr: 88,0) erhöht, um den Anstieg im Working Capital zu finanzieren. Die Liquidität 1. Grades (Liquide Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten) betrug zum Bilanzstichtag 14 % nach 29 % im Vorjahr. Die Liquidität 2. Grades (= (kurzfristige Forderungen + liquide Mittel) / kurzfristige Verbindlichkeiten) belief sich wie im Vorjahr auf 77 %, die Liquidität 3. Grades (= (kurzfristige Forderungen + Vorräte + liquide Mittel) / kurzfristige Verbindlichkeiten) erhöhte sich leicht auf 130 % (Vorjahr:123 %). Der Anlagendeckungsgrad 1 (= Eigenkapital / langfristiges Vermögen) betrug 76 % (Vorjahr 71 %), der Anlagendeckungsgrad 2 (= (Eigenkapital + langfristiges und mittelfristiges Fremdkapital) / langfristiges Vermögen) belief sich auf 122 % (Vorjahr 113 %). Das Eigenkapital der Gruppe stieg um 9,9 Mio. € auf 145,8 Mio. € an. Die Gesellschafter der Gruppe nutzten ihre Gesellschafterkonten weitgehend dazu, mit einer Zuführung zu den Kapitalrücklagen das Eigenkapital der THIMM Gruppe zu stärken. Die Eigenkapitalquote (= Eigenkapital / Bilanzsumme) sank dennoch aufgrund des starken Anstiegs der Bilanzsumme auf 38,9 % (Vorjahr: 40,6 %). Infolge von Wechselkursschwankungen, die in Summe zu einer Abschwächung des EUR gegenüber den osteuropäischen Währungen führte, erhöhte sich die Position Eigenkapitaldifferenz aus "Währungsumrechnung" gegenüber Vorjahr um +1,8 Mio. €. Der Ausgleichsposten für Fremdgesellschafter reduzierte sich im Berichtsjahr um 3,8 Mio. € auf 25,4 Mio. €, da aufgrund der Kündigung einer bis dato langfristig bestehenden Stillen Beteiligung in der THIMM Group zum 31.12.2021 die bisherige Einlage des Stillen Beteiligten in die Sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert wurde. Nach den Regelungen des Vertrages zur Stillen Gesellschaft wird das Auseinandersetzungsguthaben über 10 Jahre in gleichbleibenden Jahresraten, beginnend 2022, getilgt und in dieser Zeit verzinst. Die Sonstigen Verbindlichkeiten stiegen zudem aufgrund einer technischen Umstellung des Ankauftermins für einen Factoringvertrag, der vom Monatsende auf die Monatsmitte verändert wurde. Der Umfang der Kundenzahlungen in der Zeit zwischen letztem Forderungsankauf und Bilanzstichtag auf Forderungen, die an den Factor verkauft wurden, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 11,9 Mio. €, die Verbindlichkeiten gegenüber dem Factor stiegen entsprechend an. c. Finanzlage
Die THIMM Gruppe erzielte in 2021 einen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -2,6 Mio. € (Vorjahr: +43,9 Mio. €). Ausschlaggebend hierfür war die deutlich erhöhte Kapitalbindung in Working Capital als Folge der stark gestiegenen Rohstoffpreise und der erhöhten Herstellkosten für Fertigwaren, für die Finanzmittel in Höhe von -28,5 Mio. € (Vorjahr: +11,3 Mio. €) eingesetzt wurden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit blieb mit -19,4 Mio. € (Vorjahr -19,7 Mio.€) auf Vorjahresniveau. Der Free Cash Flow nach operativen Geschäft und Investitionen zeigte einen Finanzierungsbedarf von -22,0 Mio. € (Vorjahr: +24,2 Mio. €) auf. Weitere Finanzmittel wurden in Höhe von 2,5 Mio. € ( Vorjahr: -0,9 Mio. €) für Auszahlungen an die Gesellschafter der THIMM Holding und in Höhe von -3,6 Mio. € (Vorjahr: -3,5 Mio. €) für Zinszahlungen verwandt. Der Finanzierungsbedarf wurde zum einen aus der Neuaufnahme von Finanzkrediten (saldiert mit Tilgungen) in Höhe von +12,0 Mio. € (Vorjahr: -4,7 Mio. €) sowie aus dem Finanzmittelfonds gedeckt, der sich um -15,6 Mio. € nach Berücksichtigung von 0,3 Mio. € wechselkursbedingter Änderungen auf 18,1 Mio. € zum Bilanzstichtag reduzierte. Die Liquidität der THIMM Gruppe war wie im Vorjahr zu jedem Zeitpunkt des Geschäftsjahres sichergestellt. Unsere Zusammenarbeit mit einem Bankenkonsortium, die im Geschäftsjahr 2019 vereinbart wurde, sieht ein Finanzierungsvolumen von 150,0 Mio. € zzgl. weiterer unter bestimmten Bedingungen zu ziehender Akquisitionsmittel in Höhe von 30,0 Mio. € vor. Kreditnehmer der Konsortialfinanzierung sind die deutschen Gesellschaften der Gruppe. Die Finanzierung erlaubt darüber hinaus auch eine Einbeziehung der ausländischen Gesellschaften der Gruppe. Zum Bilanzstichtag wurden aus dem Konsortialkredit Darlehen in Höhe von 93,4 Mio. € (Vorjahr 80,0) in Anspruch genommen. Weitere Linienzusagen bestanden aus dem Konsortialkredit in Höhe von 10,5 Mio. €, die zum Bilanzstichtag nicht genutzt wurden. Der Finanzierungsvertrag weist nach Ziehung einer Verlängerungsoption eine Laufzeit bis zum 24.01.2025 auf und verfügt über eine weitere Verlängerungsoptionen zu Gunsten THMM über ein Jahr, so dass die THIMM Gruppe auch künftig stabil und verlässlich finanziert ist. Außerhalb des Konsortialkredits wurden im Wesentlichen von den ausländischen Gesellschaften der Gruppe zum Bilanzstichtag Darlehen und Kreditlinien in Höhe von 8,0 Mio. € (wie Vorjahr) in Anspruch genommen. Als außerbilanzielles Finanzierungsinstrument nutzen wir Leasing für die Finanzierung von Kfz und IT-Hardware und fallweise für die Finanzierung von Maschinen. An vielen Standorten werden die genutzten Gebäude angemietet, wobei teilweise mit den Vermietern Optionen für die Übernahme der Objekte nach der Grundmietzeit bestehen. Langfristige Miet- und Leasingaufwendungen fielen in der THIMM Gruppe im Berichtsjahr über 20,2 Mio. € (2019: 18,4) an. Weiterhin nutzen wir das Finanzierungsinstrument Factoring sowohl als sogenanntes echtes Factoring, bei dem der Factor das Delkredererisiko übernimmt und ein Bilanzausweis damit entfällt, wie auch als unechtes Factoring, das unter der Bilanzposition Sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen ist. Beim echten Factoring stehen THIMM Linien in Höhe von 70,1 Mio. € (Vorjahr 62,0) für Teile der Unternehmensgruppe zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag mit 48,6 Mio. € (Vorjahr 60,6), genutzt wurde. Beim unechten Factoring wurde die Linie über 2,2 Mio. € in Höhe von 2,0 Mio.€ zum Bilanzstichtag in Anspruch genommen. Factoring und Leasing bieten zusätzliche Finanzierungsmittel. Sie unterstützen die Liquiditätssituation der Gesellschaft und ermöglichen die weitere Entwicklung der Gesellschaft. Den weiteren Betrieb der Unternehmensgruppe sehen wir mit diesem Finanzierungsmix als gesichert an. 4. Corporate Responsibility / ESG (Environmental Social Governance ) Die THIMM Gruppe beschäftigte zum 31.12.2021 3.626 Mitarbeiter, darunter 118 Auszubildende. Zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 250 Mitarbeiter. Die THIMM Gruppe setzt auf das Prinzip der ganzheitlichen Verantwortung in allen Unternehmensbereichen und in allen Aspekten der Wertschöpfung. Langfristig zu denken, nachhaltig zu handeln und damit ein verlässlicher Partner zu sein: das ist unser Leitgedanke. Um unserem Anspruch gerecht zu werden, ein verantwortungsvolles Familienunternehmen und gleichzeitig ein führender Lösungsanbieter für Verpackung und Distribution von Waren zu sein, legen wir einen großen Wert auf nachhaltiges Wirtschaften und einen entsprechenden Umgang mit Rohstoffen. Unser nachhaltiges Handeln haben wir bereits frühzeitig in der THIMM Gruppe etabliert. Corporate Responsibility (CR) ist seit 2011 fest in der THIMM Gruppe verankert. Als modernes Familienunternehmen wollen wir Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte übernehmen. Deshalb haben wir die Auswirkungen, die unsere Unternehmenstätigkeit mit sich bringt, über die komplette Wertschöpfungskette betrachtet und sie den aus unserer Sicht relevantesten UN Sustainable Development Goals (SDG) im Zusammenspiel aus Wertschöpfungskette und ursprünglicher Triple Bottom Line (Ökonomie, Ökologie, Soziales) zugeordnet. Ganz aktuell überführen wir unsere CR-Vision 2030 in eine CR-Strategie. Diese Strategie bestimmt unsere operationalisierbaren langfristigen CR-Ziele und die Wege, auf denen diese erreicht werden sollen. Die CR-Strategie soll mit der Unternehmensstrategie 2030 verzahnt werden, so dass CR und damit Nachhaltigkeit integraler Bestandteil unserer Marke und für unser nachhaltiges wirtschaftliches Handeln wird. Unser Anspruch ist es, ökonomische, ökologische und soziale Herausforderungen frühzeitig zu identifizieren und sie zu lösen. Wir investieren in neue, moderne Technologien, um unsere Innovationskraft im Sinne unserer Kunden zu stärken. Wir setzen Ressourcen verantwortungsbewusst, nachhaltig und transparent in Kreisläufen ein. Wir fördern unsere Mitarbeitenden und bieten ihnen viel Gestaltungspielraum, weil wir wissen, dass sie es sind mit ihrem Engagement und ihren Ideen, die unsere Kunden begeistern. Unsere CR-Organisation werden wir gruppenweit ausbauen und Schritt für Schritt in allen Organisations- und Geschäftsbereichen verankern. Auch die Themen Integrität und Compliance werden operativ noch stärker im Unternehmen verankert. Die regelmäßige, offene und transparente Berichterstattung über unsere nachhaltigen Leistungen und Maßnahmen ist für die THIMM Gruppe selbstverständlich. Seit 2014 erstellen wir deshalb ausführliche Nachhaltigkeitsberichte. 2022 werden wir im Herbst unseren vierten Bericht veröffentlichen, der die Geschäftsjahre 2020 und 2021 betrachten wird, und damit erneut die wesentlichen ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklungen in der THIMM Gruppe transparent zusammenfassen. Unser aktueller Nachhaltigkeitsbericht steht auf unserer Website zum Download bereit. Chancen- und Risikobericht 1. Risiken a. Risikomanagement Unternehmerisches Handeln ist ständig Risiken ausgesetzt. Wir definieren Risiko als die Gefahr, dass Ereignisse oder Entscheidungen und Handlungen das Unternehmen daran hindern, definierte Ziele zu erreichen bzw. Strategien erfolgreich zu realisieren. Das heißt für uns, Chancen nur dann zu nutzen, wenn dadurch ein angemessener Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswertes zu erwarten ist. Jedes Unternehmen geht dazu auch bewusst Risiken ein, um die sich bietenden Chancen auf den Märkten wahrnehmen zu können. Dazu ist aber ein wirksames, auf die Belange der Geschäftsaktivitäten ausgerichtetes Kontrollsystem unabdingbar. Um Entwicklungen, die den Fortbestand der THIMM Gruppe gefährden, aber auch Chancen früh zu erkennen, bedienen wir uns einer Reihe von Kontrollsystemen. Im Mittelpunkt stehen hier die Unternehmensplanung und das interne Berichtswesen. Die strategische Planung unterstützt uns, potenzielle langfristige Risiken frühzeitig einzuschätzen, um die notwendigen Entscheidungen zu fällen. Unser monatliches Berichtswesen ist dabei ein fester Bestandteil dieses Überwachungsprozesses und trägt dafür Sorge, dass bei unternehmerischen Entscheidungen Chancen und Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis zueinanderstehen. Durch die regelmäßige Berichterstattung ist sichergestellt, dass die Informationen über Geschäfts- und Markttrends stets aktuell sind. Neben einer jährlichen Budgetplanung werden im Unternehmen stets zeitnahe Prognosen zur laufenden Überprüfung und Aktualisierung der Unternehmensplanung herangezogen. Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Zahlen werden im Rahmen des Unternehmenscontrolling laufend identifiziert und analysiert und sind damit Grundlage für die Entwicklung von notwendigen Korrekturmaßnahmen und bilden die Grundlage zur Steuerung der Unternehmensgruppe mit Blick auf Ertrag, Investition, Liquidität und Finanzierung. b. Strategische Risiken
Unsere Produkte und Dienstleistungen sind im Wesentlichen auf den lokalen Märkten für Wellpappverpackungen und Transportverpackungslösungen aktiv. Die Nachfrage ist von der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung abhängig und kann in der Folge die Fähigkeit zur Begleichung von Konzernverpflichtungen beeinträchtigen. Die Produkte finden in unterschiedlichen Industrien und Branchen Anwendung und bedienen unterschiedliche Kundengruppen. Darunter befinden sich Kunden, die in zyklischen Branchen bzw. in solchen Branchen tätig sind, die stark auf Veränderungen der wirtschaftlichen Lage sowie globaler und regionaler Trends reagieren. In diesem Zusammenhang sind insbesondere die Kunden aus Automobilindustrie und Handel zu nennen. Der Zyklizität in diesen Märkten begegnen wir mit der stetigen Überprüfung unserer Aktivitäten und der ständigen Investition in effizienzsteigernde Maßnahmen an den Standorten sowie der weiteren Fokussierung auf die Digitalisierung von Prozessen, um die internen Abläufe zu optimieren und die Verbindung zu unseren Kunden stetig zu intensivieren. Bezüglich der geschäftlichen Entwicklung der osteuropäischen Märkte hegen wir weiterhin positive Erwartungen. Gemeinsam mit unserem Minderheitsgesellschafter sind wir in Polen, das seit Jahren überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten in der EU ausweist, gut aufgestellt, um auch weitere Expansionsschritte erfolgreich umsetzen zu können. Mit Ausweitung der Geschäftstätigkeiten insgesamt besteht stets das Risiko der grundsätzlichen oder zeitnahen Verfügbarkeit hinreichend qualifizierter Mitarbeiter. Diese Herausforderung kann insbesondere in den osteuropäischen Standorten zu Wachstumsbeschränkungen führen. Wir begegnen diesem Risiko durch intensive Einbindung der Zentralfunktionen der Gruppe bei Fragen der strategischen Ausrichtung, laufender Investitionen in Effizienzsteigerungen sowie verschiedener Angebote zur Mitarbeiterbindung. In unserem Geschäftsbereich Christiansen Print haben wir in den vergangenen Geschäftsjahren erhebliche Investitionen zum Aufbau einer Digitaldrucktechnik getätigt, die nun durch ansteigende Umsatzerlöse entsprechende Erträge erwirtschaften sollen. Wir sehen diese Technik als Schlüsseltechnologie für unseren künftigen Erfolg in der Unternehmensgruppe. Bis zur abschließenden Marktdurchdringung und Überzeugung unserer Schlüsselkunden, mit dem Digitaldruck eine zukunftsweisende Technologie anzubieten, müssen wir die Finanzierung dieses Produktbereichs sicherstellen, was in Abhängigkeit der Geschwindigkeit des Wachstums dieses Produktbereichs zu zusätzlichen Belastungen führen kann. Wir begegnen diesem Risiko durch eine hohe Managementaufmerksamkeit sowie die Verbindung der Drucktechnologie mit unseren Wellpappaktivitäten im Geschäftsbereich THIMM pack'n'display. Der Geschäftsbereich THIMM Digit49 mit seinem e-commerce-Geschäft kartonara entwickelt sich aufgrund der Verbindung in das Business- und Endkundengeschäft in Abhängigkeit von der konjunkturellen Lage. Das Geschäft wird auch in 2022 aus heutiger Sicht weitere finanzielle Ressourcen erfordern, um die Strategie umzusetzen. Wir begleiten die Entwicklung durch regelmäßige Management-Diskussionen und laufende Überprüfungen des Businessmodells. c. Operative Risiken
Nachteilige Auswirkungen können sich bei Rohstoffpreisveränderungen aus der in der THIMM Gruppe nicht vorhandenen eigenen Papierherstellung ergeben. Bei stark steigenden Rohstoffpreisen können diese Preissteigerungen unter Umständen nicht an Kunden vollumfänglich weitergereicht werden, Preisgleitklauseln oder Marktmacht können die Absatzmöglichkeiten und die Ertragssituation der Gesellschaft dann negativ beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem internen Kostenmanagement sowie einer differenzierten Beschaffungsstrategie zur Reduzierung von kurzfristigen Kostensteigerungen. Ferner werden Vertriebsanstrengungen zur Erschließung und Erweiterung anderer Absatzmärkte unternommen. Dazu gehört der weitere Ausbau des Digitaldrucks als USP (Unique Selling Point) mit deutlichen Vorteilen gegenüber Wettbewerbsangeboten. Des Weiteren bieten wir dem Kunden aufgrund der Unabhängigkeit von einzelnen Papiersorten stets die Objektivität, die aus unserer Sicht bestmögliche Lösung anbieten zu können, verbunden mit den Vorteilen bei Papiereinsatz und damit verbundener Kosten. Einen Teil unseres Umsatzes erzielen wir mit Großkunden. Bei Störungen in den Kundenbeziehungen oder gar Ausfall dieser kann dies zu Ertragseinbrüchen führen. Anzeichen dieser Art sind derzeit nicht ersichtlich.
Ein potenzielles Risiko für das Ergebnis der THIMM Gruppe sind die Bezugspreise für Rohstoffe insbesondere in Form verschiedener Rohpapiere sowie deren Verfügbarkeit auf den Rohstoffmärkten. Insbesondere der Papierpreis bedarf damit ständiger Beobachtung und Reaktion. Die THIMM Gruppe verfügt über keine Rohstoffversorgung aus eigenen Papierfabriken. Ein strategischer Mix aus Lieferanten und Fristigkeiten von Lieferantenverträgen sorgen aus unserer Sicht für die ausreichende Rohstoffversorgung zu marktgerechten und wettbewerbsfähigen Preisen. Die Preisentwicklungen werden ständig von der verantwortlichen Einkaufsabteilung beobachtet und Veränderungen in der gesamten Unternehmensgruppe zu Informations- und Planungszwecken verteilt. Sollte es zu Lieferausfällen oder -verzögerungen bei Rohpapieren einzelner Lieferanten kommen und es uns kurzfristig nicht gelingen, vergleichbare Rohpapiere anderweitig zu beziehen, könnte dies zu Produktionsausfällen und Lieferverzögerungen führen. Ein Risiko besteht auch darin, wenn es nicht gelingt, bei einem Ausfall einzelner Lieferanten Ersatzlieferungen zu wirtschaftlich vergleichbaren Konditionen zu erhalten. Darüber hinaus können Lieferverzögerungen und Qualitätsprobleme bei den von Zulieferern bezogenen Papieren auftreten und zu einer Beeinträchtigung unseres Fertigungsprozesses führen. Mit unseren Lieferanten stehen wir in regelmäßigem Kontakt. Anzeichen, dass diese ihren Lieferverpflichtungen nicht nachkommen, sind derzeit nicht ersichtlich.
Ohne eine hoch qualifizierte Fach- und Führungsmannschaft ist unser wirtschaftlicher Erfolg nicht möglich. Unsere Chancen sehen wir in der Qualität und der Kreativität unserer Mitarbeiter, die in der Lage sind, unsere Produkte fortlaufend auf die Bedürfnisse unserer Kunden abzustimmen sowie unsere Prozesse zu verbessern. Risiken sehen wir einerseits in dem sich abzeichnenden Mangel an Fach- und Führungspersonal, welches unseren Anforderungen entspricht. Aufgrund des Wettbewerbs um qualifizierte Mitarbeiter besteht ein Risiko in Form von Know-How-Verlust durch Fluktuation. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen mittels leistungsbezogener Vergütung und verschiedenen Qualifizierungsmöglichkeiten. Umfangreiche Fortbildungsangebote für Fach- und Führungskräfte werden zur Weiterentwicklung der jeweiligen Mitarbeiter durchgeführt, um neben einer fachlichen Qualifikation auch einen Austausch auf der jeweiligen Führungsebene zu fördern und gemeinsame Werte zu vertreten. Vor dem Hintergrund des wettbewerbs- und preissensitiven Marktes ist ein potentiell zu hoher Personalbestand ein deutliches Ergebnisrisiko, welches bei längerem Anhalten eines wirtschaftlichen Abschwungs den Bestand der Gesellschaft gefährden kann. Vor dem Hintergrund des neutralen Marktausblicks steuern wir den Prozess, den Personalaufwand dem Geschäftsumfang anzupassen, um das Verhältnis des Personalaufwandes zur Gesamtleistung marktgerecht zu halten. Ein stetiges Hinterfragen der Besetzung neuer Stellen bzw. die kritische Untersuchung der Notwendigkeit von Wiederbesetzungen gehört ebenso zu der Unternehmensstrategie wie die Absicherung künftigen Arbeitsanfalls durch eine zunehmende Digitalisierung von Arbeitsprozessen.
Um die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse aktuell und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme ständig überprüft und weiterentwickelt. Zur Begrenzung von Ausfallrisiken bei anwendungskritischen Systemen werden industrietypische Standards wie Backups, redundante Netzverbindungen und getrennte Rechenzentren gehalten und es wird in zukunftsgerichtete Cloud-Lösungen investiert. Eine detaillierte IT-Dokumentation unterstützt darüber hinaus eine sichere Handhabung der IT-Umgebung bei Systemausfällen. Externe Service-Level-Agreements sichern die jederzeitige Verfügbarkeit externer Berater für die verschiedenen Software-Applikationen sowie im Zusammenhang mit den verschiedenen IT-Sicherheitsthemen ab. Die gesamten IT-Services werden zentral, gemeinsam mit externen Dienstleistern erbracht.
Für eine marktführende, Papierhersteller-ungebundene Unternehmensgruppe bestehen grundsätzlich Risiken durch die Aktivitäten von Konkurrenten. Die Beobachtung der Wettbewerber lässt den Schluss zu, dass sich der Wettbewerb in dem Produktbereich der Wellpappverpackungen weiter verstärkt hat und sich weiter verstärken wird. Diesen Risiken begegnen wir durch abgeleitete strategische Maßnahmen in den Bereichen Produkte, Fertigung, Preispolitik und Marktbearbeitung. Deutliche und anhaltende Preiserhöhungen beim Rohstoff Papier können von uns nur zeitverzögert über eine Erhöhung der Verkaufspreise weitergereicht werden. Preisrückgänge beim Rohstoff Papier führen zu einem erhöhten Wettbewerbsdruck und geringeren Verkaufspreisen. Ein befristeter Rückgang der Absatzmengen kann durch bestehende Arbeitszeitkonten oder Kurzarbeit aufgefangen werden.
Die THIMM Gruppe ist in Märkten tätig, die von einem intensiven Wettbewerb geprägt sind und in denen teilweise erheblicher Preisdruck herrscht, der durch Preissensitivität auf Kundenseite auch durch teilweise Überkapazitäten auf Herstellerseite hervorgerufen werden. Dieser Preisdruck ist sowohl in den aufstrebenden (beispielsweise e-commerce) als auch insbesondere in den etablierten Märkten zu beobachten. Dort werden bei Kaufentscheidungen produktseitige Vorteile nicht immer angemessen berücksichtigt. Um dennoch Wettbewerbsvorteile weiter auszubauen und aufrecht zu erhalten, investiert die THIMM Gruppe gezielt in die individuelle Produktentwicklung sowie die Erweiterung der Produktionskapazitäten in den für uns interessanten Ländern und Absatzmärkten. Ferner fokussiert sich das Unternehmen weiter auf Produkte, bei denen die Lösungskompetenz von THIMM eine wichtige Rolle spielt und einen Beitrag zur Steigerung der Produktivität auf Kundenseite beitragen kann. Exemplarisch genannt seien komplexe Verpackungslösungen oder papieroptimierte Angebote, die für den Kunden Logistikkosten senken können.
Wir betreiben in der THIMM Gruppe ein systematisches Vertragsmanagement, um Haftungsrisiken zu reduzieren. Es besteht eine zentrale Haftpflichtversicherung mit einer dem Geschäftsumfang angemessenen Deckungssumme, die über lokale Deckungen um die jeweiligen Besonderheiten der Rechtssysteme der Standorte erweitert ist. Darüber hinaus wird ein optimaler Ausgleich zwischen Kapazitätsbindung durch Lieferzusagen und frei verfügbarer Produktionskapazität angestrebt. Vertragsregelungen, die von den Standardregelungen abweichen, sind durch die interne Vertragsprüfung, unterstützt durch externe Anwälte, zu beurteilen. Vertragsgestaltungen mit erhöhtem Risikopotential sind durch die Geschäftsführung der THIMM Gruppe zu genehmigen.
Der Schutz der Werke vor Ausfällen beispielsweise durch Brand wird durch regelmäßige Begehungen und organisatorische Vorkehrungen gewährleistet. Die Wellpappfabriken der THIMM Gruppe sind zum Schutz vor Feuer durch Sprinkleranlagen abgesichert. Innerhalb der Geschäftsbereiche sind die Werke mit ähnlicher Produktionstechnologie ausgestattet, so dass ein befristeter Ausfall eines Werkes durch Verschiebung der Aufträge in die übrigen Werke aufgefangen werden kann. Zur Absicherung der allgemeinen Betriebsrisiken besteht eine All-Risk-Versicherung bei einem namhaften Versicherer. d. Finanzielle Risiken
Das Unternehmen ist mittelfristig zu guten Konditionen durchfinanziert. Der mit einem Bankenkonsortium geschlossene Finanzierungsvertrag enthält bestimmte Beschränkungen hinsichtlich der Aufnahme weiterer Finanzmittel, des Erwerbs oder der Veräußerung von Vermögensgegenständen sowie der Gewährung von Sicherheiten an Dritte. Der abgeschlossene Konsortialkredit der THIMM Gruppe sieht die Einhaltung bestimmter finanzwirtschaftlicher Kennzahlen vor (z.B. Verschuldungsgrad und Eigenmittelquote), die die Kreditnehmerinnen quartalsweise rollierend nachzuweisen haben. Bei einer Verletzung der vereinbarten Covenants sind die Kreditgeber grundsätzlich zu einer Kündigung und Fälligstellung der ausgereichten Finanzierungsmittel berechtigt. Die THIMM Gruppe verfügte per 31. Dezember 2021 über eine bereinigteEigenmittelquote in Höhe von 38,0 % (Vorjahr: 39,6 %), die oberhalb der vereinbarten Mindest-Eigenmittelquote liegt, so dass zum Bilanzstichtag keine Anhaltspunkte für die Nichteinhaltung dieser Finanzkennzahl erkannt werden. Das vertraglich vereinbarte maximale Leverage-Ratio, d.h. die Verschuldung im Verhältnis zum definierten Ertrag, wird auf Konzernebene während des Geschäftsjahres und zum Bilanzstichtag deutlich unterschritten.
Risiken aufgrund der Änderung von Marktzinsen oder in Folge bonitätsmäßigen Änderungen von Finanzierungszinssätzen können insbesondere aus der in Teilen zu variablen Zinssätzen geschlossenen Bankenfinanzierungsvereinbarung resultieren und sich negativ auf Zahlungsströme (Cash-Flow-Risiko) auswirken. Die Auswirkungen einer Veränderung des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme werden regelmäßig und sorgfältig untersucht und führen bei einer entsprechenden Veränderung des Zinsniveaus und entsprechenden Konditionen ggfs. zu einer Zinssicherung. Per 31.12.2021 bestanden Swaps zur Absicherung gegen Zinsrisiken im Umfang von 55,0 Mio. € (Vorjahr: 55,0 Mio. €)
Liquiditätsrisiken können dazu führen, dass die THIMM Gruppe insgesamt möglicherweise nicht in der Lage ist, eingegangene finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen. Die Liquiditätssicherung des Unternehmens ist deshalb fester Bestandteil der laufenden Liquiditätssteuerung. Hierfür besteht ein Berichtssystem, aus dem der aktuelle und zukünftige Liquiditätsbedarf ersichtlich wird. Die langfristige Finanzplanung wird dabei durch eine revolvierende Finanzplanung über einen Zwölfmonatszeitraum ergänzt. Die Unternehmensgruppe verfügt über einen Zugriff auf Konzernfinanzierungslinien in Höhe von insgesamt 150,0 Mio. €, die zum Bilanzstichtag insgesamt mit 93,0 Mio. € (Vorjahr: 80,0 Mio. €) ausgeschöpft wurden. Die noch freien Mittel hieraus zusammen mit den liquiden Mitteln in Höhe von 19,6 Mio. € (Vorjahr: 33,8) ergeben zum Bilanzstichtag verfügbare Mittel über 76,6 Mio. € (Vorjahr: 103,8).
Ausfallrisiken ergeben sich, wenn Kunden oder andere Vertragspartner ihren Verpflichtungen aus einem Geschäft nicht oder nicht fristgerecht nachkommen und dadurch finanzielle Verluste verursacht werden. Diesem Ausfallrisiko begegnet die THIMM Gruppe auf der einen Seite durch interne Beschränkungen auf Vertragspartner mit guter Bonität. Unternehmensintern wird in Abhängigkeit vom Volumen des beabsichtigten Geschäfts eine individuelle Einzelfallentscheidung getroffen, unterstützt durch die Vereinbarung geeigneter zur Sicherung künftiger Ansprüche einsetzbarer Zahlungsbedingungen wie Vorauskassen und Anzahlungen. Ein aktives Forderungsmanagement sorgt dafür, dass säumige Kunden unverzüglich auf Lieferstopp gesetzt und überfällige Forderungen eingefordert werden. Eine weitergehende Absicherung von Ausfallrisiken ergibt sich aus der Versicherung der Kundenforderungen. Die versicherte Höhe der maximalen Forderungen dient bei der Beurteilung des internen Forderungslimits als Entscheidungsgrundlage. Die Nutzung von echtem Factoring als Finanzierungsinstrument sichert uns darüber hinaus gegen Forderungsausfälle im Umfang der Nutzung dieser Finanzierungsalternative ab.
Die Geschäftsvorfälle in der Unternehmensgruppe werden überwiegend in EUR abgewickelt, mit dem Wachstum der osteuropäischen Gesellschaften der THIMM Gruppe wächst aber der Anteil, der in lokalen Währungen geführten Geschäfte. Da die Wellpappwerke der Gruppe ihren Bedarf an Rohpapier in EUR beschaffen, entstehen bei der Fakturierung gegenüber den Kunden in abweichender lokaler Währung Wechselkursrisiken. Wechselkursänderungen können damit sowohl absatz- als auch beschaffungsseitig das Ergebnis der Unternehmenstätigkeit nachhaltig beeinflussen. Sie werden regelmäßig hinsichtlich Umfang und Volatilität überprüft, Vor- und Nachteile von Devisenkurssicherungsinstrumenten werden bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Instrumente zur Devisenkurssicherung. e. Sonstiges
Die Coronavirus-Pandemie bestimmt das Leben in Europa seit Februar 2020. Die europäischen Regierungen versuchten in 2020 und 2021 über die Verhängung von Lockdowns, mit denen das wirtschaftliche wie auch das private Leben eingeschränkt wurden, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. In 2020 führte dies zu einem schweren weltwirtschaftlichen Konjunktureinbruch. Mit der Impfung breiter Bevölkerungsteile ist das Infektionsrisiko oder zumindest das Risiko eines schweren Verlaufs einer Erkrankung in 2021 deutlich abgesenkt worden. Dennoch bremsten neue Covid19-Infektionswellen auch in 2021 die konjunkturelle Erholung ab. Die Ausbreitung des Virus könnte durch die Infektion von Teilen der Belegschaft unsere Ausbringungsmenge deutlich reduzieren oder Standorte vollständig stilllegen. Verzögerte Lieferungen können empfindliche Schadensersatzforderungen unserer Kunden nach sich ziehen. Aufgrund der Impfung breiter Teile unserer Belegschaft ist das Risiko der gleichzeitigen Infektion größerer Teile unserer Mitarbeiter deutlich reduziert. Durch den engen Verbund der THIMM Werke können wir in einem solchen Fall zudem kurzfristig Aufträge auf andere THIMM Werke verlagern. Dies ist ein Vorgehen, das zum Auffangen von temporären Kapazitätsspitzen regelmäßig genutzt wird und daher geübt ist. Ein Ausfall eines Hauptlieferanten in der Lieferkette könnte zu gleichzeitigen, temporären Stillständen von mehreren unserer Werke führen. Da sich die Mitglieder des Verbandes der Wellpappindustrie in Deutschland (VDW) verpflichtet haben, bis zu 10 % der verfügbaren Kapazität für Mitgliedsunternehmen bereit zu stellen, die vom Coronavirus betroffen sind, bestehen auch hier für uns Reaktionsmöglichkeiten, um einen längerfristigen Versorgungsausfall von Kunden zu vermeiden. Die Pandemie kann ebenso bei unseren Kunden zu Absatzeinbrüchen, Produktionsdrosselungen oder -stillständen führen, was zu entsprechend negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis unserer Standorte führen würde. In den Ländern, in denen die rechtliche Möglichkeit besteht, sind wir in solchen Fällen auf die Nutzung des Instruments Kurzarbeit vorbereitet, um die Ergebniswirkungen von möglichen Umsatzeinbrüchen abzumindern. Umsatz- und damit Ergebniseinbrüche auf Kundenseite können auch die Fähigkeit der Kunden zur Zahlung unserer Forderungen aus Lieferung und Leistungen reduzieren. Im Rahmen unseres Forderungsmanagements erhalten wir laufend Bonitätsinformationen unserer Kunden und erkennen die mögliche Verschlechterung des Zahlungsverhalten, um geeignete risikomindernde Maßnahmen einzuleiten.
Der Ende Februar begonnene Angriff von Russland auf die benachbarte Ukraine wird Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und insbesondere in den Anrainerstaaten der Ukraine wie Polen und Rumänien haben. Der Krieg in Europa führt in einem hohen Maße zu einer Verunsicherung bei Unternehmen und Verbrauchern, steigende Kosten für Energie und Materialien werden erwartet und haben sich zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses bereits materialisiert. Aktuelle Konjunkturprognosen reduzieren bedingt durch den Ukraine-Krieg ihre Wachstumserwartungen für Europa.. Größere kostenseitige Auswirkungen des Krieges erwarten wir auf der Beschaffungsseite bei Papier, Energie, Logistik und Stärke. Ein Energie-Embargo und die damit verbundenen Folgen für produzierende Unternehmen können dabei negative Auswirkungen auf die Ertragssituation haben. Der Bezug von Papier aus Russland wird kurzfristig branchenweit massiv reduziert werden, da mit dem Ausschluss russischer Banken aus dem SWIFT-System der Zahlungsverkehr erheblich erschwert wird. Die Bedarfe werden sich daher auf andere Anbieter konzentrieren. Für alle bei THIMM betroffenen Papiersorten (ca. 2,3% des Gesamtbedarfes) wurden alternative Quellen identifiziert, die Belieferung wird in Q1 2022 auf Lieferanten außerhalb Russlands umgestellt werden. Die Energiekosten für Gas und Strom sind mit Kriegsbeginn deutlich angestiegen. Die THIMM Gruppe ist hiervon an den Standorten in Deutschland nicht betroffen, da die Bedarfe frühzeitig mengen- und preismäßig weitestgehend für das Geschäftsjahr 2022 vertraglich abgesichert wurden. Zulieferer und hier insb. Papierlieferanten, die ihrerseits keine Eigenversorgung und/oder keine langfristig angelegte Beschaffungsstrategie haben, werden von diesen Mehrkosten belastet und daher versuchen, diese über Preiserhöhungen an ihre Kunden weiterzureichen. Einzelne Papierhersteller können aufgrund hoher Energiepreise gezwungen sein, ihre Produktion einzustellen, um Verluste zu reduzieren. Dies kann zu einer weiter angespannten Versorgungslage und weiteren Preisanstiegen bei Papier führen. THIMM hat die budgetmäßig für 2022 benötigten Papiermengen durch langfristige Kontrakte Ende des Jahres 2021 gesichert. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung liegen keine Anhaltspunkte vor. dass diese Verträge von den Lieferanten mengenmäßig nicht eingehalten werden, oder die Produktion von einzelnen oder mehreren Papierlieferanten temporär eingestellt wird. Erste Preissteigerungen wurden im März 2022 durch die Papierhersteller mit Hinweis auf die im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg erheblich gestiegenen Energiepreise für April 2022 angekündigt. Ein wesentlicher Anteil der in Polen und Deutschland tätigen LKW-Fahrer soll aus der Ukraine stammen, die zum Armeedienst abberufen sind. Engpässe sind zu erwarten und in Folge auch Preiserhöhungen. Ukraine und Russland sind wesentliche Anbieter auf dem Weizen-Markt und realisieren ca. 25% der weltweiten Weizenexporte. Es ist davon auszugehen, dass die Verknappung durch den Ausfall beider Länder als Anbieter auf dem Weltmarkt erheblich auf die Preise wirkt. THIMM ist für seinen Bedarf an Stärke für 2022 mit Kontrakten mengen- und preismäßig abgesichert. Der Blick auf die Absatzseite zeigt Risiken durch Kunden, deren Geschäftsbeziehung zu Russland oder die Ukraine massiv gestört ist. Das Absatzvolumen mit diesen Kunden könnte erheblich zurück gehen und die Auslastung insb. der THIMM Standorte in Polen und Rumänien, die direkt an die Ukraine angrenzen, belasten. Die wirtschaftliche Situation dieser Kunden könnte sich erheblich verschlechtern, so dass die Forderungen gegenüber diesen Kunden ausfallen könnten. Unsere Analyse des THIMM-Kundenportfolio hat keine Kunden aufgezeigt, die von Geschäftsbeziehungen mit Kunden in Russland oder Ukraine abhängig sind. Die Entwicklung des Zahlungsverhaltens unserer Kunden steht unter verstärkter Beobachtung, um Zahlungsstockungen sofort zu erkennen und hierauf frühzeitig durch den gezielten Abbau von Forderungspositionen reagieren zu können. 2. Chancen Die Produkte der THIMM Gruppe zeichnen sich durch hohe Innovationskraft aus, was durch viele verschiedene Auszeichnungen dokumentiert ist. Damit heben wir uns vom wettbewerbsintensiven Umfeld ab und positionieren uns entsprechend im Markt. Entsprechende Befragungen bei Kunden und Lieferanten bestätigen diese Innovationskraft. Damit werden wir immer wieder Ansprechpartner bei anspruchsvollen Verpackungslösungen, die sich von der Standardverpackung unterscheiden. Die Produkte der THIMM Gruppe zeichnen sich ferner dadurch aus, dass Transportwege aufgrund von Volumen und Logistikkosten nicht unbegrenzt möglich sind. Damit agieren wir auf überwiegend regionalen Märkten. Gleichzeitig können wir aufgrund unserer Größe und der verschiedenen Standorte im In- und Ausland die großen, internationalen Kunden bedienen, die in unterschiedlichen Ländern aktiv sind und Verpackungsbedarf haben, aber nur einen Ansprechpartner rund um die Verpackung wünschen. Damit unterscheiden wir uns von vielen kleinen Anbietern und können so auch Teil der weiter erwarteten Konzentration des Marktes sein. Die Unabhängigkeit von der eigenen Papierherstellung ermöglicht es uns darüber hinaus, glaubhaft als Lösungsanbieter mit dem Ziel der besten Verpackungslösung auf dem Markt aufzutreten, der nicht das primäre Interesse hat, das eigene Papier zu veräußern. Diese Unabhängigkeit, verbunden mit der Innovationskraft des Unternehmens, eröffnet uns vielfache Möglichkeiten der Kundengewinnung. Die Corona-Pandemie hat die Entwicklung des Handelsgeschäfts hin zum e-commerce beschleunigt. Verpackungen aus Wellpappe werden überwiegend für den Transport vom Versender zum Kunden eingesetzt und sind daher Nutznießer dieses Trends. Insgesamt ist die Wellpappenverpackung als nachhaltige Verpackung zu verstehen, die Rohstoffe bestmöglich schont und so einen Beitrag zum Umweltschutz leistet. In der heutigen Zeit ist dies bei vielen Kaufentscheidungen unserer Kunden ein wichtiges Kriterium. Wir beschäftigen uns darüber hinaus fortwährend auch mit neuen Rohstoffen, die in dieses Konzept passen und unsere Positionierung in diesem Markt stärken.
Grundsätzlich ist die THIMM Gruppe in einem stetig wachsenden Markt - nicht zuletzt durch die verschiedenen e-commerce Entwicklungen - aktiv, was auch mittelfristig positive Wachstumsentwicklungen erwarten lässt. In der Gesamtschau aller Umstände sehen wir aus heutiger Sicht kein bestandsgefährdendes Geschäftsrisiko für unsere Unternehmensgruppe. Prognosebericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Europäische Kommission erwartet in ihrem Herbst-Forecast 2021 für das Jahr 2022 in der EU ein Wachstum von 4,3 %. Der EZB-Survey aus Januar 2022 prognostiziert, dass nach einem schwächeren ersten Quartal die Wirtschaft in der Europäischen Union ab dem 2. Quartal weiter expandieren wird, angetrieben von steigendem privatem Konsum und einer Zunahme der Ausrüstungs-Investitionen. Risiken werden produktionsseitig im Fortbestand von Lieferengpässen und zunehmenden Arbeitskräftemangel gesehen. Eine auf hohem Niveau andauernde Inflation in der EU kann den privaten Konsum abbremsen. Für Deutschland wird in Forecast der EU-Kommission ein Wachstum in Höhe von 4,6% erwartet. Nach Erhebungen des IFO-Instituts aus 01/2022 werden verbesserte Geschäftserwartungen bei Investitionsgütern, im Maschinenbau und in der Automobilindustrie gesehen. Der Verband der Deutschen Wellpappenindustrie prognostiziert für die eigene Branche in Deutschland eine Mengenwachstum von 4,1%. Die osteuropäischen Länder bleiben nach dem Forecast der Europäischen Kommission auf ihrem starken Wachstumspfad. Für Tschechien wird eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 4,4%, für Polen von 5,2% und für Rumänien von 5,1% prognostiziert. Mit dem Ende Februar 2022 begonnenen Ukraine-Krieg sind die Konjunkturrisken angestiegen. Der Krieg in Europa führt in einem hohen Maße zu einer stärkeren Verunsicherung bei Unternehmen und Verbrauchern. Steigende Kosten für Energie und Materialien belasten neben einer Zunahme von Lieferkettenproblemen die Ergebnislage der Unternehmen. Hieraus können eine verhaltene Konsumnachfrage sowie eine Investitionszurückhaltung bei Unternehmen resultieren. Die prognostizierte Erholung der europäischen Wirtschaft könnte schwächer ausfallen als bislang gedacht. Dies dürfte besonders für die Polen und Rumänien als direkte Anrainerstaaten zur Ukraine gelten. Die beiden Wirtschaftsforschungsinstitute RWI und IfW reduzierten Mitte März ihre Wachstumsprognose für Deutschland für das Jahr 2022 um -1,4 bzw. -1,9%-Punkte. Energie und Stärke sind wichtige Kostenbestandteile für die Produktion von Papier. Die Preise hierfür sind mit dem Ukraine-Krieg nochmals deutlich angestiegen. Mit Verweis insb. auf die gestiegenen Energiekosten hat die Papierindustrie im März deutliche Preissteigerungen mit Wirkung ab April 2022 angekündigt. 2. Erwarteter Geschäftsverlauf und Ertragslage
THIMM will in 2022 den konjunkturellen Aufwind nutzen und in Absatzmenge und Umsatz deut-lich wachsen. Der Umsatz soll in 2022 auf 835 Mio. € ansteigen, ein Plus von ca. 20% zum Vorjahr.
Der Geschäftsbereich Pack'n'Display plant für 2022 mit einem Umsatzwachstum von 22%. Das reine Mengenwachstum soll sich auf 5,9% belaufen. Die Verkaufspreise werden in 2022 aufgrund der in 2021 vorgenommenen sowie der in 2022 geplanten weiteren Preiserhöhungen deutlich höher ausfallen als in 2021 und den Umsatz ansteigen lassen. Der Geschäftsbereich Packaging Systems plant einen Umsatzanstieg von 5% zum Vorjahr. Auch hier führen die vorgenommenen und noch durchzuführenden Erhöhungen der Verkaufspreise zu einem höheren Niveau der Verkaufspreise als in 2021, woraus ein deutlicher Umsatzanstieg entstehen wird. Mit Blick auf die Veränderungen in der Automobilindustrie, der Hauptabnehmerbranche des Geschäftsbereichs, ist die Mengenentwicklung eher vorsichtig geplant. Christiansen Print möchte seinen Umsatz innerhalb der THIMM Gruppe und mit Eigenkunden um 26% deutlich anheben. Auch hier spielen Preiseffekte aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr angehobenen Papierpreise eine nicht unwesentliche Rolle. Mit dem Digitaldruck, dessen Output bereits im Vorjahr erheblich ausgeweitet werden konnte, verfügt Christiansen Print über einen USP im Markt, der überdurchschnittliches Wachstum erwarten lässt. Kartonara, der e-commerce Shop der THIMM Gruppe, will in 2022 wieder auf Wachstumskurs umschwenken und plant mit einem Umsatz von 3,2 Mio. € eine Steigerung zum Vorjahr um 82%. Auf der Beschaffungsseite geht die Planung 2022 davon aus, dass die Papierpreise zu Jahresbeginn 2022 ihren Höchstpunkt erreichen und auf diesem Niveau im weiteren Jahresverlauf stabil bleiben. Beim Personalaufwand ist ein erheblicher Anstieg um 15,5 Mio. € auf 159 Mio. € geplant. Neben dem geplanten Anstieg der Mitarbeiterzahl zur Abarbeitung des Umsatzwachstums werden tarifliche Steigerungen in Deutschland aber insb. in Osteuropa erwartet als Folge der hohen Inflation. Preisbedingte Kostensteigerungen erwartet die 2022er Planung ebenfalls im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die in 2022 mit einer Erhöhung von 20,5 Mio. € bzw. 14% geplant sind. Steigende Dieselpreise, eine Knappheit bei LKW-Fahrern sowie inflationsbedingt steigende Löhne werden zu einem massiven Anstieg von Fracht- und Lagerkosten führen. Die Logistikkosten wurden mengen - und preisbedingt mit einem Anstieg in Höhe von 12 Mio. € bzw. +19% geplant. Für ein Maßnahmenprogramm aus Investitionen und Modernisierungsmaßnahmen sind erhebliche Mehrbelastungen bei Instandsetzung und Reparaturen geplant, um Output und Produktivität der Werke zu erhöhen. In 2022 sind erhöhte Betriebskosten von ca, 6 Mio. € eingeplant. Auch bei den Verwaltungs- und Vertriebskosten wurden inflationsbedingte Preiserhöhungen eingeplant, die sich in Summe auf +3 Mio. € zu Vorjahr addieren. Das operative Ergebnis (EBITDA) der Unternehmensgruppe soll in 2022 auf 46,8 Mio.€ (2021: 30,7) verbessert werden. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung wird neben dem Mengenwachstum die Erholung beim Rohergebnis sein, nachdem im ersten Halbjahr 2022 die Preissteigerungen bei Material und Energie des Vorjahres in erhöhten Verkaufspreisen an die Kunden weitergegeben werden konnten. Der im Februar 2022 begonnene Ukraine-Krieg hat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erheblich geändert. Verteuerungen bei Energie, Verknappung bei Rohstoffen und Lebensmitteln haben zu einem unerwartet starken Anstieg der Inflation in Europa geführt. Lieferkettenprobleme wurden verstärkt und führen zu Produktionsunterbrechungen in der Industrie. Die führenden Wirtschaftsinstitute haben ihre positiven Wachstumsprognosen für Europa deutlich zurückgenommen. Aufgrund der durch den Ukraine-Krieg erhöhten Energiepreise sind erhebliche Preissteigerungen von den Papierherstellern mit Wirkung ab April 2022 angekündigt worden. Maßnahmen zur unverzüglichen Weitergabe dieser Kostensteigerungen in den Verkaufspreisen sind durch THIMM eingeleitet. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung ist nicht erkennbar, ob und in welchem Umfang der Ukraine-Krieg negative Auswirkungen auch auf die Nachfrageseite nehmen wird. Wir müssen aber zumindest für das Segment Industriegüterverpackungen von einem Rückgang der Nachfrage im weiteren Jahresverlauf ausgehen. Wir gehen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung davon aus, dass wir das oben beschriebene Ergebnisziel für 2022 aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen nicht erreichen werden. Weiterhin erwarten wir aber eine Ergebnisverbesserung im Vergleich zu 2021. Zu Jahresbeginn 2022 sind die Werke der THIMM Gruppe gut ausgelastet. Absatz und Umsatz bewegen sich nach 2 Monaten noch leicht unter Planniveau, das geplante operative Ergebnis (EBITDA) wird erreicht. 3. Erwartete Vermögens- und Finanzlage Die THIMM Gruppe plant in den nächsten 5 Jahren eine Investitionsoffensive in Projekte zur Modernisierung der Werke, dem Ausbau der Produktionskapazitäten und zur Digitalisierung von Prozessen, in die über 300 Mio. € bis 2026 fließen sollen. Für 2022 sieht die Planung Auszahlungen für Investitionsprojekte in Höhe von ca. 66 Mio. € vor. Zur Finanzierung dieser Investitionen soll in den kommenden Jahren die Fremdfinanzierung verstärkt in Anspruch genommen werden, die mit dem Rückfluss aus den Investitionen später dann zurückgeführt werden kann. Mit der bestehenden Konsortialfinanzierung, die mit dem Bankenkreis in 2019 neu vereinbart wurde, besteht ein Instrument, das zur Finanzierung der Investitionen im Grunde gut geeignet ist. Beim Konsortialkreditvertrag wurden zu diesem Zweck zu Jahresbeginn 2022 verschiedene Anpassungen einvernehmlich mit dem Konsortialbankenkreis vereinbart. Die Vertragslaufzeit wurde um ein weiteres Jahr bis 1/2025 verlängert, die Regelungen zum Verschuldungsgrad befristet ausgeweitet und der Factoring-Basket erhöht, um die geplanten Investitionen innerhalb der bestehenden Finanzierung realisieren zu können. In der Gesamtschau aller Umstände sehen wir aus heutiger Sicht kein bestandsgefährdendes Geschäftsrisiko für die Unternehmensgruppe. Hinweis auf Unsicherheiten im Ausblick Die zuvor beschriebenen zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb unseres Einflussbereichs liegen, beeinflussen unsere Geschäftsaktivitäten und deren Ergebnis. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass die tatsächlichen Leistungen und Ergebnisse unserer Gesellschaft wesentlich von denjenigen abweichen, über die wir Aussagen in den zukunftsgerichteten Aussagen machen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
20 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Allgemeine Gebäudereinigung
Zahntechnische Laboratorien
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen