AEG Hausgeräte GmbH
Selbe AdresseHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Grönhardt seit 8.1.2025 | Prokura |
Leonhard Werner Gundel seit 19.1.2024 | Geschäftsführer |
Birgit Pohl seit 7.12.2011 | Prokura |
Kirstin Ackel seit 20.7.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
AB Electrolux (publ.) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Electrolux Deutschland GmbHNürnbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021Electrolux Deutschland GmbH, NürnbergGrundlagen der Gesellschaft und des Konzerns Alleinige Gesellschafterin der Electrolux Deutschland GmbH ist die AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden. Die Electrolux Deutschland GmbH erstellt einen befreienden Konzernabschluss nach HGB für die deutschen Gesellschaften der Electrolux Gruppe. Der Konzern ist einbezogen in den Konzernabschluss der AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden, der dort auch erhältlich ist. Geschäftsmodell Die Electrolux Deutschland GmbH fungiert als Holding für den deutschen Konzern. Die Umsetzung der Maßnahmen zur strukturellen Veränderung des Konzerns und dessen zielorientierte Ausrichtung innerhalb der Electrolux Gruppe gehört neben dem Halten von Finanzanlagen zu den wesentlichen Aufgaben der Gesellschaft. In den Konzernabschluss einbezogen sind, wie im Vorjahr, die 100%igen Tochtergesellschaften Electrolux Hausgeräte GmbH, Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development, beide mit Sitz in Nürnberg sowie die OPERATEC Service GmbH mit Sitz in Cottbus. Die Electrolux Hausgeräte GmbH ist am Standort Nürnberg für den Vertrieb der in den Werken von Electrolux hergestellten Geräte sowie der zugekauften Handelswaren über die entsprechenden Händlerorganisationen zuständig. Es werden sowohl Haushaltsgroßgeräte, Staubsauger und Kleingeräte in Deutschland als auch Staubsauger und Kleingeräte in das Ausland vertrieben. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Betreuung und Schulung der Händler zur Vermarktung unserer Produkte, als auch der nachgelagerte Kunden- und Reparaturservice sowie der Verkauf von Ersatzteilen, ferner Dienstleistungen auf den vorbezeichneten Gebieten, insbesondere im Bereich Marketing, elektronische Datenverarbeitung/IT sowie sämtliche andere administrative Tätigkeiten. Die Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development produziert am Standort Rothenburg o.d.T. Herde und Kochmulden. Dort befindet sich außerdem das Entwicklungszentrum für hochwertige Einbaukochgeräte. Auf Basis des Manufacturing Agreements mit der Electrolux Appliances AB, Stockholm, Schweden (im Folgenden: EF), produziert die Gesellschaft in Rothenburg in eigener Verantwortung und verpflichtet sich, die Geräte an die EF zu verkaufen, während sich die EF im Gegenzug zur Abnahme dieser verpflichtet. Dabei wird der EF von der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development der Aufwand für die laufende Produktion unter Berücksichtigung eines Gewinnaufschlages in Rechnung gestellt. Die OPERATEC Service GmbH ist zuständig für Reparaturen von Haushaltsgeräten und Geräten der Unterhaltungselektronik sowie die Installation von Telekommunikations-, Sat- und BK-Anlagen. Die Gesellschaft hat keine relevanten Auswirkungen auf die VFE-Lage des Konzerns. Wesentliche Leistungsbeziehungen zwischen den o.g. Konzernunternehmen bestehen nicht. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung wird im deutschen Konzern ausschließlich von der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development betrieben. Seit Jahren betreibt Electrolux in Rothenburg eine konsequente Innovations- und Qualitätspolitik. Im Mittelpunkt steht dabei, dem Endverbraucher Produkte zur Verfügung zu stellen, die durch intelligente Technik, größere Leistungsfähigkeit, mehr Komfort und Bedienerfreundlichkeit überzeugen und gleichzeitig aktiv zur Schonung unserer Umwelt beitragen. Weiterhin konzentriert sich unser Unternehmen auf die Einhaltung eines hohen Qualitätsstandards sowie höchste Betriebssicherheit und Servicefreundlichkeit unserer Erzeugnisse. Die neue Electrolux-Range wurde Anfang 2019 anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Electrolux auf den Markt gebracht. Neben der neuen Range wurden neue Interfaces entwickelt. Der Schwerpunkt hier ist, die Bedienerfreundlichkeit und die Interaktion mit dem Nutzer zu verbessern. Der Schwerpunkt lag weiterhin in 2021 auf der Erweiterung WLAN-fähiger Geräte im mittleren Preissegment. In diesem Preissegment wurde auch das Angebot an Backöfen mit Dampfgarfunktion erweitert. Ebenso wurde für den Verbraucher an erweiterten Nutzungsmöglichkeiten der Sensorik speziell für Induktionskochfelder gearbeitet. Nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen Informationen im Bereich Forschung und Entwicklung auf:
Die entstandenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden von der EF nach der Cost-Plus-Methode im Rahmen des Manufacturing Agreements übernommen. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Situation Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat" (Zitat Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes). Die Corona-Pandemie hinterließ zwar im Jahr 2021 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen in Bezug auf Logistik und Beschaffung, aber Industrie und Dienstleistungen haben sich leicht erholt. Ebenso trat eine Erholung im Außenhandel und bei Investitionen ein. Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 % zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück. Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 % unter dem Niveau von 2019. Die sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, waren besonders stark von der anhaltenden Corona-Pandemie beeinträchtigt. Hier lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2021 sogar noch 9,9 % unter dem Vorkrisenniveau. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation konnten sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 %. Der Staat gab vor allem mehr Geld aus, um die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests und die Corona-Impfstoffe zu beschaffen sowie Test- und Impfzentren zu betreiben. Die Bauinvestitionen legten im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um 0,5 % zu, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge stärker gewachsen waren. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 3,2 % mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020. Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2 %), im Bereich Information und Kommunikation (+2,4 %) sowie im Baugewerbe (+1,2 %). Dagegen kam es im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im Jahr zuvor zu Beschäftigungsverlusten (-1,8 %). Die Zahl geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger nahm 2021 weiter ab, während mehr Erwerbstätige sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren. Die Ausgaben des Öffentlichen Gesamthaushalts sind im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 5,0 % auf 1.762,4 Mrd. EUR gestiegen. Gleichzeitig stiegen die Einnahmen etwas stärker als die Ausgaben um 9,4 % auf 1.629,3 Mrd. EUR. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, errechnet sich daraus in Abgrenzung der Finanzstatistiken ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 133,2 Mrd. EUR. Im Jahr 2020 hatte das Finanzierungsdefizit 189,2 Mrd. EUR betragen, während im Vorkrisenjahr 2019 ein Überschuss von 45,2 Mrd. EUR realisiert worden war. Das Finanzierungsdefizit des Öffentlichen Gesamthaushalts im Jahr 2021 erklärt sich zum größten Teil aus dem Finanzierungsdefizit des Bundes, das im Zusammenhang mit den Kosten der Corona-Pandemie nochmals leicht gestiegen ist. Die Angaben beziehen sich auf vorläufige Ergebnisse der Kern- und Extrahaushalte der vierteljährlichen Kassenstatistik. Branchenentwicklung Der deutsche Markt für Technische Konsumgüter erzielte über das Jahr insgesamt ein Umsatzminus von -1,8 %. Das in 2021 generierte Umsatzvolumen belief sich auf rund 61,5 Mrd. EUR. Wachstumsspitzenreiter in 2021 war der Markt für Elektrogroßgeräte (+5,0 %), gefolgt von Telekommunikation (+4,6 %) und Elektrokleingeräten (+2,3 %). Der Onlinehandel ist 2021 zweitstellig gewachsen (+17,3 %). Hierzu trugen alle Sektoren bei, insbesondere: Telekommunikation (+24,4 %), Elektrogroßgeräte (+19,1 %), Informationstechnologie (+17,0 %), Elektrokleingeräte (+16,7 %) sowie Imaging (+11,6 %). Die Umsätze im traditionellen Handel waren 2021 insgesamt rückläufig (-11,3 %). Im Vergleich zum Vorjahr konnte nur der Sektor Elektrogroßgeräte leicht wachsen (+0,4 %). Alle anderen Märkte entwickelten sich rückläufig. 2021 wuchsen nur Warenhäuser/Versender (+15,9 %), während alle anderen Absatzkanäle hinter ihren Vorjahresergebnissen zurücklagen: Elektrofachmärkte und -ketten (-11,6 %), Verbrauchermärkte/Cash&Carry/Supermärkte/ Baumärkte (-4,8 %), Unabhängige und kooperierende Elektrofachhändler (-4,1 %) sowie Sonstige Spezialisten (-2,8 %). Haushaltsgroßgeräte (Major Domestic Appliances): Im Monat Dezember 2021 zeigt der Haushaltsgroßgerätemarkt eine negative Wertentwicklung (-10,6 %) bei gleichzeitiger negativer Mengenentwicklung (-21,9 %) im Vergleich zum Dezember 2020. Für die kumulierte Periode Januar bis Dezember 2021 liegt die wertmäßige Steigerung bei +5,0 % während die Mengenentwicklung zum Vorjahreszeitraum mit -3,5 % negativ ausfällt. Das Gesamtumsatzvolumen mit 791 Mio. EUR ist deutlich schwächer als das des Vormonats. Den stärksten Rückgang, sowohl absatz- als auch umsatzmäßig, zeigen die Gefriergeräte (-46,0 % und -38,3 % respektive). Der Anteil der Warengruppe im Gesamtmarkt der Haushaltsgroßgeräte geht im Vergleich zum kumulierten Vorjahreszeitraum um -0,9 % pts. auf 4,1 % zurück. Haushaltskleingeräte (Small Domestic Appliances): Im letzten Monat des Jahres 2021 schließt der Markt für Elektrokleingeräte in Deutschland mit einem tiefroten Minus zur Vorjahresperiode ab. (- 25 % in Menge und Wert). Die deutlichen, zweistelligen Verluste sind über alle Produktkategorien zu beobachten. Durch die Verluste im Oktober und Dezember schrumpft das Umsatzwachstum für das Gesamtjahr 2021 auf knappe +2 %. Als Kategorie mit dem höchsten Umsatzplus für das Gesamtjahr sind die Heißgetränkezubereiter zu nennen. Über das Gesamtjahr wächst die Kategorie Homecomfort in Wert leicht mit +2 % zum Vorjahr. Allerdings sind es nicht die Akku-Stielstaubsauger, die den Markt treiben, sondern Nass-Trockensauger sowie Luftreiniger. Im Dezember 2021 ist das Umsatzminus für das Onlinegeschäft (-33 %) prozentual höher als das, für den traditionellen Handel (-12 %). Das Gesamtjahr betrachtet ist der Onlinehandel mit einer Änderungsrate von + 17 % jedoch Wachstumstreiber. 56 % des Gesamtumsatzes sind dem Internethandel zu zuschreiben - im Vorjahr waren es noch 49 %. Ein Blick auf die einzelnen Vertriebsschienen zeigt, dass vor allem der Elektrohandel 2021 zu kämpfen hatte (-10 % in Wert) Der langanhaltende Negativtrend von Bügelhilfen zieht sich auch über das Jahr 2021 durch. Die Gesamtkategorie schrumpft auf Wertbasis um -9 %. Zwar kann die Kategorie Homecomfort ihren Umsatz zu 2020 leicht steigern, allerdings wird dieses Wachstum deutlich geschmälert durch den Negativtrend der umsatzstarken Akku-Stielsauger. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Steuerung der operativen Gesellschaften des Konzerns sind Umsatzerlöse und EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Ergebnisabführung) nach IFRS. Für die Holding-Gesellschaft Electrolux Deutschland GmbH ist der finanzielle Leistungsindikator das Jahresergebnis nach IFRS. Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich für die Gesellschaften des Electrolux Konzerns wie folgt dar. Die Abweichung der im Vorjahr getroffenen Konzernprognose, hinsichtlich Umsatzerlöse die in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen und eines leicht verschlechterten EBIT nach IFRS sowie eines leicht negativerem Ergebnis vor Ergebnisabführung bzw. vor Steuern, ergibt sich aus den einzelnen Abweichungen der unten aufgeführten Gesellschaften. Electrolux Deutschland GmbH Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:
Der Jahresüberschuss nach IFRS verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr. Ausschlaggebend hierfür ist die Veränderung im Bereich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (3.325 TEUR Aufwand nach 2.781 TEUR Ertrag im Vorjahr) sowie die im Folgenden beschriebene Entwicklung der IFRS Ergebniszurechnung der Tochterunternehmen, mit denen ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Die IFRS Ergebniszurechnung der Tochterunternehmen, mit denen ein Gewinnabführungsvertrag besteht, welche den Jahresüberschuss nach IFRS der DEL im Wesentlichen beeinflusst, beträgt 22.059 TEUR nach 19.627 TEUR im Vorjahr. Die Erträge aus Gewinnabführung nach HGB betragen 4.487 TEUR nach 4.276 TEUR im Vorjahr. Electrolux Hausgeräte GmbH Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:
Die Überleitung der handelsrechtlichen Umsatzerlöse auf die Steuerungsgröße Umsatzerlöse (IFRS) ergibt sich wie folgt:
Die Überleitung des handelsrechtlichen Ergebnisses vor Steuern auf die Steuerungsgröße EBIT (IFRS) ergibt sich wie folgt:
Obwohl auch das zurückliegende Jahr von der Corona-Pandemie und Lieferengpässen bestimmt war, konnte das Jahr 2021 insgesamt trotzdem erfolgreich und besser als prognostiziert gestaltet werden. Die Gründe werden im Punkt Umsatzentwicklung näher erläutert. Das Ergebnis vor Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Hierfür ist insbesondere die im Vergleich zum Vorjahr positive Entwicklung des CTA/der Effekte aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen ausschlaggebend. Das EBIT (IFRS) in 2021 lag über dem EBIT (IFRS) des Vorjahres. Unterschiede zwischen IFRS und HGB im Bereich der Pensionsrückstellung/CTA resultieren aus der unterschiedlichen ergebnisneutralen bzw. ergebniswirksamen Darstellung der Bewertungsunterschiede nach IFRS und HGB. Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:
Die Überleitung der handelsrechtlichen Umsatzerlöse auf die Steuerungsgröße Umsatzerlöse (IFRS) ergibt sich wie folgt:
Die Überleitung des handelsrechtlichen Ergebnisses vor Ergebnisabführung auf die Steuerungsgröße EBIT (IFRS) ergibt sich wie folgt:
Wie prognostiziert, ist der Umsatz (IFRS) aufgrund der höheren Produktionsstückzahlen und der Mixverschiebung hin zu den Herden gegenüber 2020 gestiegen. Das EBIT (IFRS) lag im Geschäftsjahr 2021 unter dem EBIT (IFRS) des Vorjahres, was durch die gestiegenen Materialpreise, Frachtkosten und durch kurzfristige Beschaffung von Materialen aufgrund von Materialknappheit zu schlechteren Konditionen begründet ist. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung liegt entsprechend leicht unter dem Niveau des Vorjahres und leicht unter den Erwartungen. Der Unterschied im Bereich Pensionsrückstellung/CTA erklärt sich aus der unterschiedlichen ergebnisneutralen bzw. ergebniswirksamen Darstellung der Bewertungsunterschiede nach IFRS und HGB. Der Unterschied bei den Abschreibungen begründet sich aus der abweichenden Nutzungsdauer der Anlagegüter. OPERATEC Service GmbH Die finanziellen Leistungsindikatoren stellen sich wie folgt dar:
Die Gesellschaft hat keine relevanten Auswirkungen auf die VFE-Lage des Konzerns. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns Umsatz- und Produktionsentwicklung Der Electrolux Deutschland GmbH - Teilkonzern erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 927,5 Mio. EUR (Vorjahr 858,7 Mio. EUR) und liegt damit um 68,8 Mio. EUR (+8,0 %) über dem Vorjahresniveau. Bei der Electrolux Hausgeräte GmbH wurde der Fokus auf den Absatz höherwertigerer Geräte gelegt um die angestrebten Profitabilitätssteigerungen zu erreichen. Nach einem von der Pandemie geprägten Jahr 2020 und einer daraus resultierenden außergewöhnlich großen Nachfrage ist auch im Jahr 2021 die Nachfrage nach Haushalts- Groß- und -Kleingeräten auf etwas abgeschwächtem Niveau ungebrochen hoch geblieben, so dass das Jahr 2021 erfolgreich und über den Erwartungen abgeschlossen werden konnte. Zu schaffen machte die anhaltende Materialknappheit. Ohne die vorhandenen Lieferengpässe und Logistikprobleme hätte der Umsatz 2021 noch deutlich höher ausfallen können. In einigen Bereichen wie z.B. Waschen und Trocknen konnten die Durchschnittspreise gegenüber Vorjahr deutlich gesteigert werden, was vor allem am Verkauf höherwertigerer Geräte festzumachen ist, aber auch an bereits durchgeführten Preiserhöhungen. Darüber hinaus hat die angespannte Liefersituation den Fokus Profitabilität vor Umsatz sowohl auf Produkt- als auch auf Kundenlevel verstärkt. Nichtsdestotrotz bleibt der Großgerätemarkt sehr angespannt und der Kosten- und Wettbewerbsdruck wird auch weiter zunehmen. Erfreulicherweise konnte die Electrolux Hausgeräte GmbH in der profitablen Kundengruppe der Onlineunternehmen wieder ein starkes Wachstum erzielen. Der Onlinehandel wird auch zukünftig eine sehr große und wichtige Rolle als Absatzkanal spielen. Im Geschäftsjahr 2021 betrug der Umsatz der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development 364,9 Mio. EUR (Vorjahr 330,3 Mio. EUR). Im Umsatz ausgewiesen werden hierbei die Erträge aus den weiterbelasteten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 36,5 Mio. EUR (Vorjahr 33,9 Mio. EUR) sowie 7,8 Mio. EUR (Vorjahr 5,5 Mio. EUR) insbesondere aufgrund von Umlagen. Die Produktionsstückzahlen im Werk Rothenburg entwickelten sich wie folgt:
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns Ertragslage Die Ertragslage des Electrolux Deutschland Konzerns für das Geschäftsjahr 2021 stellt sich wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2021 stieg der Umsatz um 68,8 Mio. EUR (+8,0 %) auf 927,5 Mio. EUR. Zu der positiven Entwicklung trägt die gestiegene Produktion im Werk Rothenburg bei. Insgesamt ist der Umsatz der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development in 2021 gegenüber dem Vorjahr um 34,6 Mio. EUR (+10,5 %) gestiegen. Bei der Electrolux Hausgeräte GmbH führten die in der Position Umsatzentwicklung geschilderten Gründe zu einem Anstieg der Umsatzerlöse um 33,4 Mio. EUR (+6,4 %). Der Konzernjahresüberschuss belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,5 Mio. EUR nach einem Konzernjahresfehlbetrag von -1,3 Mio. EUR im Vorjahr. Er setzt sich zusammen aus einer Umsatzspanne (Umsatz minus Materialaufwand) von 255,2 Mio. EUR (= 27,5 % vom Umsatz) nach 221,9 Mio. EUR bzw. 25,8 % im Vorjahr. Hierbei erhöhte sich der Materialaufwand unterproportional zu den gestiegenen Umsätzen insbesondere bedingt durch die Aufwendungen für bezogene Leistungen bei der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development welche in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um 4,1 Mio. EUR auf 8,7 Mio. EUR verringert, im Wesentlichen bedingt durch die Erträge aus Währungsumrechnungen von 0,4 Mio. EUR nach 4,6 Mio. EUR im Vorjahr. Demgegenüber stehen sonstige betriebliche Aufwendungen von 95,9 Mio. EUR nach 84,6 Mio. EUR im Vorjahr. Der Anstieg ist hierbei im Wesentlichen bedingt durch die um 3,1 Mio. EUR gestiegenen Werbeaufwendungen, durch die um 2,8 Mio. EUR gestiegenen Handlingkosten sowie durch die um 2,5 Mio. EUR gestiegenen Aufwendungen aus weiterbelasteten Personalkosten. Der Personalaufwand von 149,3 Mio. EUR hat sich zum Vorjahr um 15,7 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg ist primär durch die im Vorjahresvergleich höhere durchschnittliche Mitarbeiteranzahl bedingt. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen verringerten sich um 1,0 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR. Hierbei entfallen 0,2 Mio. EUR auf Abschreibungen für Geschäfts- oder Firmenwerte. Der Anstieg des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr resultiert in hohem Maße aus dem Finanzergebnis, welches im Vergleich zum Vorjahr verbessert ist. Der Ertrag aus der stichtagsbedingten Bewertung des Deckungsvermögens zum beizulegenden Zeitwert (23,6 Mio. EUR, Vorjahr 13,7 Mio. EUR) und die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (26,6 Mio. EUR, Vorjahr 24,3 Mio. EUR) ergeben in Summe einen Aufwand von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr 10,6 Mio. EUR) und sind im Finanzergebnis in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Die Verteilungskosten im Zusammenhang mit der Neubewertung der Pensionsrückstellung gemäß BilMoG und der Übergangsregelung stehen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr mit einem Aufwand von 3,9 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zeigen einen Aufwand von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr 2,7 Mio. EUR). Finanzlage Die Finanzlage des Konzerns stellt sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:
Die Konzernunternehmen nehmen am europaweit durchgeführten Cash-Pooling der AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden, teil. Die Forderung des deutschen Teilkonzerns gegen die AB Electrolux (publ.) aus dem Cash-Pooling beträgt 340,7 Mio. EUR (im Vorjahr 352,0 Mio. EUR). Die Veränderung des Cash-Pools resultiert im Wesentlichen aus der Ausschüttung an die AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden für das Vorjahr in Höhe von 45,8 Mio. EUR sowie aus den Einzahlungen im Zusammenhang mit der Ergebnisabführung des Vorjahres der Electrolux Hausgeräte GmbH, Nürnberg in Höhe von 2,3 Mio. EUR sowie der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development, Nürnberg in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Liquidität Nach Kategorien gegliedert ergibt sich für das Jahr 2021 folgender Cashflow:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8.705 TEUR verringert. Die Verschlechterung resultiert im Wesentlichen aus einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Zunahme der Rückstellungen. Gegenläufig wirkt sich das positive Konzernjahresergebnis aus. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthält wie im Vorjahr insbesondere Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert nahezu ausschließlich aus der Auszahlung der Dividende für das Vorjahr an die Gesellschafterin. Der Finanzmittelfonds in Höhe von 343.564 TEUR setzt sich im Wesentlichen aus der Cash-Pool-Forderung gegen die AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden, (340.719 TEUR) und dem Bankguthaben zum 31. Dezember 2021 zusammen. Der deutsche Teilkonzern ist in den Cash-Pool des weltweiten Electrolux Konzerns eingebunden. Dieser betreibt eine rollierende Liquiditätsplanung und dadurch ist die jederzeitige Liquiditätsversorgung der deutschen Konzerngesellschaften sichergestellt. Vermögenslage Zum 31. Dezember 2021 erhöhte sich die Bilanzsumme des deutschen Teilkonzerns um 12,8 Mio. EUR auf 590,9 Mio. EUR. Die gesamten Zugänge des Geschäftsjahres im Bereich Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich auf 8,4 Mio. EUR. Die gesamten Abgänge des Geschäftsjahres im Bereich Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände liegen bei 184 TEUR (abzüglich bereits aufgelaufene kumulierte Abschreibungen in Höhe von 9,7 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen in Höhe von 7,6 Mio. EUR gegenüber. Demzufolge liegt das Anlagevermögen mit 40,2 Mio. EUR um 0,6 Mio. EUR über dem Vorjahr. Von den Gesamtforderungen (inkl. der sonstigen Vermögensgegenstände) in Höhe von 511,0 Mio. EUR betreffen 389,0 Mio. EUR Forderungen gegen verbundene Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises. Hierin sind die Cash-Pool-Forderung in Höhe von 340,7 Mio. EUR und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4,0 Mio. EUR gegen die AB Electrolux (publ.) enthalten, die restlichen 44,3 Mio. EUR betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden sinken um 9,3 Mio. EUR auf 97,5 Mio. EUR, im Wesentlichen durch größere Vorabzahlungen eines Kunden bedingt. Die sonstigen Vermögensgegenstände steigen um 21,5 Mio. EUR auf 24,4 Mio. EUR, was insbesondere auf die um 21,9 Mio. EUR gestiegenen Rückerstattungsansprüche aus Steuern zurückzuführen ist. Die mit dem CTA saldierten Pensionsrückstellungen wiesen für den Konzern insgesamt einen passiven Unterschiedsbetrag auf und sind mit 37,0 Mio. EUR unter dem Posten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in den Passiva dargestellt (im Vorjahr 32,7 Mio. EUR). Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens ist zum Vorjahr unverändert. Der Rückgang im Eigenkapital um 44,3 Mio. EUR auf 124,3 Mio. EUR ist primär auf die Ausschüttung der Dividende für das Vorjahr an die Gesellschafterin zurückzuführen, gegenläufig wirkt sich das positive Konzernjahresergebnis aus. Die Eigenkapitalquote fiel dementsprechend auf 21,0 %, nach 29,2 % im Vorjahr. Die Rückstellungen haben sich von 176,6 Mio. EUR auf 182,5 Mio. EUR erhöht, vor allem aufgrund der Rückstellungen für Kundenboni und -skonti (89,7 Mio. EUR im Vorjahr 85,8 Mio. EUR) und der Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (6,6 Mio. EUR im Vorjahr 5,6 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 26,5 Mio. EUR auf 131,8 Mio. EUR erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um 11,2 Mio. EUR auf 44,2 Mio. EUR erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 13,7 Mio. EUR auf 31,3 Mio. EUR gestiegen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns Die gesetzlichen Vertreter beurteilen den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt als zufriedenstellend. Die Gesellschaften des Konzerns konnten die finanziellen Ziele für das Geschäftsjahr im Wesentlichen erreichen. Mit Blick auf die Bilanz sind die gesetzlichen Vertreter der Ansicht, dass der Konzern über eine solide Kapitalausstattung verfügt. Der Konzern verfügt zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts über eine insgesamt gute Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Darüber hinaus beurteilen die gesetzlichen Vertreter die mittelfristige Geschäftsentwicklung der Gesellschaften des Konzerns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als positiv. Kurzfristig sind die Auswirkungen der Pandemie nicht vollumfänglich abschätzbar. Auch der Krieg in der Ukraine kann negative Effekte auf die Geschäftsentwicklung haben, welche zurzeit nicht abschätzbar sind. Auch die anhaltende Versorgungskrise mit Halbleitern und sonstigen Rohstoffen kann negative Auswirkungen auf die Geschäftslage des Konzerns haben. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Electrolux Deutschland GmbH Ertragslage Die Ertragslage der Electrolux Deutschland GmbH zum Ende des Geschäftsjahres 2021 stellt sich wie folgt dar:
Die Electrolux Deutschland GmbH weist im Geschäftsjahr 2021 ein Jahresergebnis von 0,0 Mio. EUR nach -1,6 Mio. EUR im Vorjahr aus. Das Ergebnis nach Steuern hat sich um 1,6 Mio. EUR auf 0,0 Mio. EUR verbessert. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen der Tochtergesellschaften betragen 4,5 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR). Dabei gleicht sich der Anstieg der Ergebnisabführung des Tochterunternehmens Electrolux Hausgeräte GmbH, Nürnberg mit dem Rückgang der Ergebnisabführung des Tochterunternehmens Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development, Nürnberg in etwa aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge von 1,1 Mio. EUR liegen auf Vorjahresniveau, den größten Anteil haben hier wie im Vorjahr die Erträge aus Konzernumlagen (0,6 Mio. EUR, Vorjahr 0,8 Mio. EUR). Demgegenüber stehen sonstige betriebliche Aufwendungen von 2,2 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR) die ebenso nahezu auf Vorjahresniveau liegen. Das Finanzergebnis verbessert sich von 2,7 Mio. EUR in 2020 auf 4,3 Mio. EUR im laufenden Jahr. Der Ertrag aus der Bewertung des Deckungsvermögens liegt im laufenden Jahr bei 3,1 Mio. EUR nach einem Ertrag im Vorjahr von 1,8 Mio. EUR und stellt hier die Hauptursache dar. Der Ertrag aus Gewinnabführung in 2021 liegt bei 4,5 Mio. EUR nach einem Ertrag von 4,3 Mio. EUR im Vorjahr. Die Verteilungskosten im Zusammenhang mit der Neubewertung der Pensionsrückstellung gem. BilMoG und der Übergangsregelung stehen wie im Vorjahr mit einem Aufwand von 0,7 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft stellt sich zum 31. Dezember 2021 wie folgt dar:
Die Gesellschaft nimmt am europaweit durchgeführten Cash-Pooling der AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden, teil. Die Forderungen gegen die AB Electrolux (publ.) aus dem Cash-Pooling betragen 49,5 Mio. EUR (Vorjahr 100,5 Mio. EUR) und verringern die Bilanzsumme entsprechend gegenüber dem Vorjahr. Die Veränderung des Cash-Pools resultiert im Wesentlichen aus der Ausschüttung an die AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden für das Vorjahr in Höhe von 45,8 Mio. EUR sowie aus den Einzahlungen im Zusammenhang mit der Ergebnisabführung des Vorjahres der Electrolux Hausgeräte GmbH, Nürnberg in Höhe von 2,3 Mio. EUR sowie der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development, Nürnberg in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Vermögenslage Zum 31. Dezember 2021 reduziert sich die Bilanzsumme der Electrolux Deutschland GmbH um 27,3 Mio. EUR auf 265,7 Mio. EUR. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres im Bereich Sachanlagevermögen beliefen sich auf 1 TEUR nach 0 TEUR im Vorjahr. Dem stehen ebenso Investitionen im Bereich Sachanlagen von 1 TEUR gegenüber. Demzufolge ist das Anlagevermögen mit 163,0 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Von den Gesamtforderungen (inkl. der sonstigen Vermögensgegenstände) in Höhe von 77,6 Mio. EUR (Vorjahr 106,8 Mio. EUR) betreffen 54,7 Mio. EUR (Vorjahr 105,8 Mio. EUR) Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen durch die oben erläuterte negative Entwicklung des Cash-Poolings. Die Forderungen aus Gewinnabführung betragen 4,5 Mio. EUR (Vorjahr 4,3 Mio. EUR). Die Gesellschaft finanziert sich grundsätzlich über den europäischen Cash-Pool der AB Electrolux (publ.). Dieser weist zum Jahresende einen deutlich positiven Saldo von 49,5 Mio. EUR (Vorjahr 100,5 Mio. EUR) aus und repräsentiert einen Anteil an der Bilanzsumme von 18,6 % nach 34,2 % im Vorjahr. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um 22,0 Mio. EUR auf 23,0 Mio. EUR entstand aufgrund der Forderungen aus Steuern in Höhe von 22,6 Mio. EUR nach 0,6 Mio. EUR im Vorjahr. Der Aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beläuft sich auf 5,1 Mio. EUR (Vorjahr 2,0 Mio. EUR). Der Zeitwert der Wertpapiere des Anlagevermögens wird mit der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Wertentwicklung der Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die gutachterliche Wertermittlung für die Pensionsverpflichtung führen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr zu einem aktiven Überhang. Das gezeichnete Kapital ist zum Vorjahr unverändert. Der Rückgang im Eigenkapital um 45,8 Mio. EUR auf 161,9 Mio. EUR ist im Wesentlichen durch die Ausschüttung an die AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden für das Vorjahr bedingt. Zudem fand eine Einstellung in die Gewinnrücklagen von 0,9 Mio. EUR statt, sodass der Bilanzgewinn 0,0 Mio. EUR nach dem Bilanzgewinn von 46,8 Mio. EUR im Vorjahr beträgt. Die Sonstigen Rückstellungen liegen mit 6,7 Mio. EUR um 0,6 Mio. EUR über dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um 18,2 Mio. EUR auf 19,2 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch die Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 19,0 Mio. EUR nach 0,9 Mio. EUR im Vorjahr bedingt. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um 0,3 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR reduziert, primär bedingt durch den Rückgang der Verbindlichkeit im Zusammenhang mit bereits vereinnahmten Zuschüssen für das Mietobjekt in der Fürther Straße (Electrolux-Haus). Die Geschäftsführung bewertet die VFE-Lage als zufriedenstellend. Investitionen Die Gesamtinvestitionen im Konzern in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 8,4 Mio. EUR (Vorjahr 8,6 Mio. EUR). Die Schwerpunkte der Investitionen im Werk Rothenburg lagen im Jahr 2021 im Produkt- und Fertigungsbereich wie auch in der Infrastruktur des Standortes. Der Fokus im Produkt- und Fertigungsbereich lag 2021 in der Beschaffung von Produktionsanlagen für neue Produkte und dem Fertigstellen der Großinvestitionen im Bereich der Vorfertigung. In 2021 wurde weiter in die Infrastruktur des Standortes investiert. So wurde im Entwicklungsbereich der Ausbau der Bürobereiche weiter vorangetrieben. Für 2022 sind Investitionen in Höhe von 28,4 Mio. EUR geplant. Absatz- und Beschaffungspolitik Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurde ein Distribution Agreement mit der Electrolux Appliances AB, Stockholm, Schweden (EF), vereinbart. Die EF verpflichtet sich, Waren an die Vertriebseinheit der Electrolux Hausgeräte GmbH (DEV) zu verkaufen, soweit diese für den deutschen Markt bestimmt sind. Die DEV ist dagegen zur Abnahme der Waren verpflichtet. Die EF stellt der DEV die monatlich verkauften Waren mit einem Transferpreis in Rechnung. Dabei wird der DEV beim Absatz der Produkte eine Marge für den Verkauf der Waren auf dem Inlandsmarkt zugesagt. Hinsichtlich der Produktion und der Absatzpolitik im Bereich Herde und Mulden im Rahmen des Manufacturing Agreements wird auf die zuvor gemachten Ausführungen verwiesen. Umweltschutz Seit über 30 Jahren ist der Schutz der Umwelt wesentlicher Bestandteil aller Handlungen in unserem Unternehmen. Die strategische Bedeutung der Umweltbemühungen ist einer der Schlüsselwerte der Unternehmenskultur der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development, denn die Umweltpolitik beeinflusst alle unternehmerischen Tätigkeiten. Ökonomie und Ökologie bilden dabei keinen Gegensatz. Vielmehr bietet der Umweltschutz für unsere Gesellschaft eine unternehmerische Chance. Electrolux nimmt für sich in Anspruch, Vorreiter für ökologisch orientierte Technologien, Produkte und Prozesse zu sein. Dazu befinden sich in unserem Unternehmen entsprechende Umweltmanagementsysteme und Umwelthandbücher, die für unsere Mitarbeiter verbindlich sind. Insbesondere für den Herstellungsprozess unserer Produkte legen wir Wert auf eine jährliche, kontinuierliche Verbesserung unserer Energieeffizienz und des Umweltschutzes. Im Folgenden einige Beispiele, die zeigen, wie ökologisch und ökonomisch optimierte Prozesse im Unternehmen eingesetzt werden: - Stufenweise Dachsanierung für einen besseren Wärmeschutz. - Im Rahmen des Verbesserungsvorschlagswesens "Suggest & Win" wurden zahlreiche Verbesserungsvorschläge für die Bereiche Umwelt & Energie eingebracht. - Weg von einmal Plastik Verpackungen - Umstellung auf Mehrweg-Verpackungen. - Betreiben von hochmodernen, energieoptimierten Entfettungs- und Emaillier-Anlagen. - Upcycling unserer Holzabfälle, die vorher einer thermischen Verwertung zugeführt urden. Im neuen Prozess werden diese geschreddert und daraus Spanplatten hergestellt. - Betreiben eines Blockheizkraftwerkes. - Ständige Überwachung der Energieverbräuche der Produktionsanlagen. - Nutzung einer Software zur genauen Datenanalyse im Bereich Strom-Gas-Wasser-Verbrauch, um weitere Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen. - Ständige konsequente Suche nach Energieverlusten und deren Beseitigung, insbesondere im Bereich der Druckluft sowie aller Energieverbräuche während der produktionsfreien Zeit. - Umweltaudits in den einzelnen Bereichen. - Umweltschutzunterweisung der Mitarbeiter im Rahmen der Jahresschulung. - Im Rahmen des "Green Spirit"-Programms von Electrolux wurden zusätzliche Aktivitäten zur weiteren Energiereduzierung eingeleitet und mit einem 4 Sterne Zertifikat des Konzerns ausgezeichnet. - Stufenweiser Austausch der konventionellen Beleuchtung durch stromsparende LED-Beleuchtungen. Im Bereich der Abfallwirtschaft stellen wir sicher, dass der überwiegende Teil unseres Abfalls recycelt wird. Der nicht recycelbare Teil wird energetisch verwertet. Die Getrenntsammelquote des Abfalls beträgt am Standort 98 % und liegt somit weit über den gesetzlichen Vorgaben. Um die Bestrebungen im Bereich Umweltschutz noch weiter zu untermauern, hat die Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development neben dem bereits zertifizierten Umweltmanagementsystem nach ISO 14 001 eine Zertifizierung des Energiemanagement Systems nach ISO 50 001 2018 erfolgreich absolviert. Mitarbeiter Im Konzern der Electrolux Deutschland GmbH waren zum 31. Dezember 2021 1.938 Mitarbeiter/innen, davon bei der Electrolux Deutschland GmbH drei Mitarbeiter/innen, beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2021 lag die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Konzern bei 1.880 Mitarbeitern. Die Electrolux Deutschland GmbH beschäftigte durchschnittlich drei Mitarbeiter. Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der zum Konzern der Electrolux Deutschland GmbH gehörenden Unternehmen für ihre Leistung und ihren tatkräftigen Einsatz. Den Arbeitnehmervertretern danken wir für die sachliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Chancen und Risikobericht Risikomanagementsystem Als Konzerngesellschaften der Electrolux Gruppe, Schweden, sind die Electrolux Gesellschaften in Deutschland in deren Risikomanagementsystem (Electrolux Control System ECS) zur systematischen Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken integriert. Das Chancenmanagement ist nicht Teil des Risikomanagements. Die Durchführung von diesem Risk Assessment findet jährlich statt. Unter Risiken werden künftige Entwicklungen verstanden, die zu einer negativen Abweichung von den Planwerten der Folgejahre führen können. Hierzu werden potenzielle Risiken erfasst. Darüber hinaus erfolgen rollierende Umsatzplanungen für wichtige Kunden (Plan Level Customer). Außerdem werden kontinuierlich Einschätzungen aufgrund von Marktdaten von GfK und ZVEI sowie eine regelmäßige Beobachtung von Konsumparametern vorgenommen. Im Bereich der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development erfolgt die Erfassung der Risiken in dem sogenannten Blue Risk Report. Die Einstufung der Gesellschaft erfolgt anhand von Punktwerten. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für das Unternehmen aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen in die drei Risikokategorien "hoch", "mittel" und "gering" eingestuft. Chancenbericht Um weiter profitabel zu wachsen, legt das deutsche Team den Fokus weiterhin klar auf die Marke AEG. Bei den Geräten wird der Fokus in 2022 weiterhin stark auf die sogenannten "Star Produkte" gelegt. Diese überdurchschnittlich wettbewerbsfähigen und profitablen Geräte werden marketingmäßig besonders unterstützt. Generell wird der Fokus 2022 sowohl auf den Bereich der Einbaugeräte als auch auf Waschen und Trocknen gelegt. Über eine Kundensegmentierung werden ausgewählte profitable Kunden in Form einer verbesserten Warenverfügbarkeit und eines verbesserten Service gezielt unterstützt. Digitale Tools und innovative POS-Lösungen werden den aktiven Abverkauf bei unseren Kunden unterstützen. Chancen für die zukünftige Unternehmensentwicklung bestehen sowohl im Bereich der Entwicklung als auch der Produktion. Bedingt durch die Investitionen der letzten Jahre im Bereich Vorfertigung und Fertigungsanlagen für neue Produkte, hat die Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development die Basis für die Wettbewerbsfähigkeit gelegt. Für die kommenden Jahre wird eine große Chance in der Vernetzung, der Analyse und der damit einhergehenden Optimierungen in der Effizienz durch die Auswertung der Fabrikdaten gesehen. Weiterhin wird konsequent an der Umsetzung weiterer Automatisierungsprojekte gearbeitet. Darüber hinaus ist geplant die grundlegende Modernisierung des Presswerkes auch in den kommenden Jahren fortzusetzen. Chancen bestehen auch im Entwicklungsbereich, den Entwicklungsstandort Rothenburg als Kompetenzzentrum für die Entwicklung hochwertiger Einbaugeräte weiter auszubauen. So sind neben den Produktentwicklungen für Herd und Mulde auch die global agierenden Entwicklungsteams für Elektronik, Mikrowelle und Grundlagenentwicklung sowie ein Kompetenzzentrum für globale Produktarchitektur angesiedelt. Der Chancen- und Risikobericht erfolgt auf Basis der wesentlichen operativen Gesellschaften des Electrolux Konzerns. Die OPERATEC Service GmbH hat keinen wesentlichen Einfluss auf Chancen und Risiken des Konzerns. Risikobericht Absatz- und Marktrisiken Langfristige Wachstumstreiber wie ein immer noch hoher Ersatzbedarf und die Baukonjunktur stützen den Hausgerätemarkt weiterhin. Jedoch ist die Prognose für das Jahr 2022 aktuell aufgrund von gestörten Lieferketten, weiteren Logistikproblemen und damit verbunden Versorgungsengpässen bei Komponenten, Bauteilen und manchen Rohstoffen sowie der aktuellen Krisensituation und dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie mit großen Unsicherheiten verbunden. Sorge bereitet auch die schwer vorhersagbare Entwicklung des Konsumklimas sowie die hohe Inflationsrate. Noch geht man aber von einer stabilen Entwicklung für 2022 aus. Mit einer Entspannung der Lieferproblematik wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Darüber hinaus wird der Wettbewerb in Deutschland auch in 2022 weiter zunehmen. In den größten Hausgerätemarkt in Europa drängen Unternehmen wie Samsung aber auch Haier hinein und wollen sich entsprechende Marktanteile mit energieeffizienten und innovativen Produkten sichern. Die Folgen der oben genannten Effekte sind schwer abschätzbar, aber aufgrund unserer guten Marktposition, der geplanten Fokussierung auf Profitabilität und den geplanten Preiserhöhungen zur Kompensation der Kostenanstiege wird das Risiko - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als "gering" eingestuft. Im Bereich der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development bestehen nach wie vor Risiken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit durch den Lohnnachteil gegenüber internen Schwesterfabriken. Dies wird durch die Tatsache verschärft, dass es sich in der Region Rothenburg als schwierig gestaltet flexibel Personal zu rekrutieren, sodass mit einem weiteren Nachteil der Wettbewerbsfähigkeit gerechnet werden muss. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als "mittel" eingestuft. Beschaffungsrisiken An den Beschaffungsmärkten kann es vor dem Hintergrund verschiedener krisenhafter Entwicklungen zu Engpässen kommen. Die Risiken können die Gesellschaft selbst, aber auch Kunden bzw. die EF und Lieferanten betreffen und bei der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development zu Produktionsverzögerungen, Lieferengpässen, Herausforderungen für die Lieferfristen oder Unstetigkeiten in der Produktion führen. Die Risiken sind bei der Beschaffung von relevanten Zukaufteilen, denen ein hohes Schadensausmaß beigemessen wird, und Rohstoffen, denen ein mittleres Schadensausmaß zugeordnet ist, bereits eingetreten und schlagen sich in signifikant höheren Einkaufspreisen nieder. Das Management dieser Risiken, die ebenfalls als hoch eingestuft werden, wird teilweise durch eine eigene Beschaffungsabteilung aber auch durch eine konzernweite Beschaffungsorganisation auf den internationalen Märkten und dem teilzentralisierten Einkauf von Rohstoffen übernommen. Finanz- und Wechselkursrisiken Wesentlichen Risiken aus Finanzinstrumenten (Zinssatzänderung, Währungskursrisiken, Ausfallrisiken, Zahlungsstromschwankungsrisiken) ist die Gesellschaft auf Grund der Einbindung in das diesbezügliche Risiko-Management-System der Electrolux Gruppe kaum ausgesetzt. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als "gering" eingestuft. Ausfallrisiken Darüber hinaus sind wesentliche Teile der Liefer- und Leistungsforderungen kreditversichert. Außerdem haben die Electrolux Hausgeräte GmbH und die Electrolux Rothenburg GmbH ein dezidiertes Kreditmanagement installiert. Das Risiko wird - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als "gering" eingestuft. Betriebsrisiken Potenzielle Großrisiken mit weitreichenden Auswirkungen wie ein längerer Stillstand in dem Werk Rothenburg oder der Ausfall der Rechenzentren durch Brand, Stromunterbrechung oder Naturkatastrophen, sind durch eine sehr niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit gekennzeichnet und zudem über Versicherungs- und Notfallmaßnahmen gemindert, sodass das Restrisiko als beherrschbar eingeschätzt wird. Personalrisiken Der absehbare, gravierende demografische Wandel in Europa wird zu einer deutlichen Verschiebung der Altersstruktur der Electrolux-Mitarbeiter führen. Damit verbunden ist einerseits ein Mangel an qualifizierten Nachwuchskräften und andererseits eine weitere Herausforderung für die Personalführung und Personalpolitik vor dem Hintergrund alternder Belegschaften. Das Risiko, das sich aus dem demografischen Wandel ergibt, ist nicht hinreichend quantifizierbar, wird aber als "mittel" eingestuft. Konstante eigene Ausbildung wirkt diesen Risiken entgegen. Geopolitische Risiken Die globale Klimaerwärmung beeinflusst unternehmerisches Handeln weltweit bereits heute und wird auch zukünftig Entscheidungen wesentlich steuern. Pandemien globalen Ausmaßes, wie Covid-19, können ebenfalls und sehr kurzfristig das Arbeitsleben verändern. Solche globalen Krisen haben zur Folge, dass gerade auch politische Einflussnahme das Geschehen in Unternehmen entscheidend mitbestimmt und teilweise nur schwer abschätzbar machen. Durch aktives Krisenmanagement durch entsprechend geschulte Teams kann bei Electrolux auch kurzfristig auf geänderte Situationen eingegangen werden. Hieraus abgeleitete Maßnahmen werden sofort umgesetzt und Risiken reduziert bzw. vermieden. Gezielte Investitionen wie beispielsweise in nachhaltige Technologien, besseres Energiemanagement und Umweltschutz sollen einerseits unseren Anteil zum Klimaschutz darstellen und dienen anderseits dem proaktiven Klimamanagement zur Risikominimierung in diesem Bereich. Trotz allem schätzen wir mögliche, oft schwer abschätzbare geopolitische Risiken als mögliche wesentliche Einflussfaktoren auf unser zukünftiges Geschäft ein. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risiko hieraus werden langfristig als "mittel" eingestuft. Die dargestellten geopolitischen Risiken für das Geschäftsjahr 2022 berücksichtigen noch nicht die am 24. Februar 2022 begonnenen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, was weitere etwaige negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Gesellschaft haben kann. IT-Risiken Die fortschreitende Digitalisierung des Unternehmensumfeldes hält für Electrolux Risiken im Bereich der Informationstechnik bereit. Wichtige Geschäftsabläufe und Prozesse können durch den Ausfall von IT-Systemen und Netzwerken empfindlich gestört werden und externe Angriffe (Cyber-Attacken) oder fehlerhaftes Verhalten der Mitarbeitenden können zum Verlust vertraulicher und sensibler Daten sowie zu hohen Kosten, Umsatzeinbußen und Rufschädigungen führen. Um diesen Risiken zu begegnen, führen wir kontinuierlich technische und organisatorische Maßnahmen durch und tätigen Investitionen in die Erneuerung und Sicherheit der IT-Landschaft. Unsere IT-Systeme werden regelmäßig überprüft, gewartet und Sicherheitstests unterzogen. Zudem werden alle Mitarbeitende mit Hilfe von Richtlinien, Schulungen und Informationskampagnen fortlaufend sensibilisiert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risiko hieraus werden langfristig als "mittel" eingestuft. Risiken aus der Corona-Pandemie Obwohl die Gesundheitsexperten weltweit mit einem allmählichen Abflauen rechnen, stellt die noch nicht überwundene Pandemie weiterhin auch für die Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development eine wirtschaftliche und organisatorische Herausforderung dar. Die Szenarien zum weiteren Verlauf der Pandemie sowie zur Dauer und zum Umfang der Beschränkungen und Schutzmaßnahmen sind unverändert von einem hohen Grad der Unsicherheit geprägt. Ein neuerliches Aufflammen der Pandemie im Herbst 2022 ist vor dem Hintergrund neuer Mutanten nicht gänzlich auszuschließen. Auf die Herausforderungen wird mit flexibler Szenarientechnik und einer vorsichtigen Budgetplanung reagiert. Dem Infektionsrisiko für die Mitarbeiter wurde vorrangig durch die konsequente Umsetzung von Hygienemaßnahmen im Fertigungsbereich und durch kurzfristig stark ausgebaute Modelle für mobiles Arbeiten in administrativen Bereichen sowie die hierfür notwendige IT-Infrastruktur begegnet. Die Modelle werden bis auf Weiteres fortgeführt. Flankierend unterstützt die Gesellschaft die Mitarbeiter hinsichtlich der Herausforderungen, die sich im Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie während der Lockdowns oder der Quarantäneverordnungen ergeben. Die Erfahrungen aus den vergangenen Phasen der Pandemie ermöglichen eine gezielte Vorbereitung auf mögliche zukünftige Verschärfungen der Infektionslage. Risiken aus CTA Risiken im Hinblick auf das Jahresergebnis bestehen aus der vom Kapitalmarkt abhängigen Entwicklung der als Deckungsvermögen klassifizierten Fondsanteile aus dem CTA. Da diese mit dem Zeitwert zu berücksichtigen sind, kann bei einer negativen Entwicklung im Vergleich zum Bilanzstichtag 2021 das Geschäftsjahresergebnis negativ beeinflusst werden. Das Risiko ist schwer vorhersehbar, wird aktuell jedoch - entsprechend unserer Risikokategorisierung - als "gering" eingeschätzt. Gesamtbild zur Risikolage Wir haben unsere Aktivitäten und Systeme zur Erkennung und Überwachung von geschäftsspezifischen Risiken überprüft. Wir haben dabei festgestellt, dass diese zur Erkennung und Gegensteuerung von Risiken geeignet sind, die die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich keine wesentliche Veränderung in der Einschätzung der Risiken ergeben. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen finanziellen Auswirkung der ermittelten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der operativen Planung werden zum heutigen Zeitpunkt keine gravierenden Risiken für die zukünftige Entwicklung festgestellt, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken die Entwicklung und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Aufgrund der zu Beginn des Jahres 2020 aufgetretenen COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) Pandemie werden derzeit laufend die auftretenden Risiken für Beschaffung, Absatz, Liquidität und Personalverfügbarkeit durch die Geschäftsführung überwacht. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichtes hat sich die Einschätzung zu den oben beschriebenen Risiken nicht signifikant geändert, derzeit ist jedoch schwer einzuschätzen, wie sich die Risikoeinschätzung im Laufe des Geschäftsjahres entwickelt und daher sind Änderungen in der Risikoeinschätzung derzeit nicht auszuschließen. Angaben zur Frauenförderung In der Gesellschaft Electrolux Deutschland GmbH hat die Gesellschafterversammlung am 30. Juni 2017 beschlossen, das bis zum 30. Juni 2022 zu erreichende Ziel des Frauenanteils im Aufsichtsrat - entsprechend dem zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bereits erreichten Anteil - mit 16,66 % und in der Geschäftsführung mit 0,0 % festzulegen; die Geschäftsführung hat am 30. Juni 2017 des Weiteren beschlossen, das bis 30. Juni 2022 mindestens zu haltende Ziel des Frauenanteils in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft mit 0,0 % festzulegen. Ein Geschäftsführerbeschluss zur Zielquote für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft entfällt, da in der Electrolux Deutschland GmbH keine zweite Führungsebene besteht. Ausblick Insgesamt setzt man in 2022 zwar auf ein Ende der Corona-Krise und damit verbunden besseren Erwartungen, aber die Zuspitzung des Krieges in der Ukraine ist ein sehr großer Risikofaktor. Das Jahr 2022 wird nichtsdestotrotz vom weiteren Verlauf der Covid-Pandemie, der Verfügbarkeit von Halbleitern und Vormaterialien und der Entwicklung in der Lieferproblematik abhängen. Auch die stark steigenden Energiepreise und die insgesamt hohe Inflationsrate dürften dämpfend auf das Konsumklima wirken und das Budget der privaten Haushalte schmälern. Eine seriöse Prognose ist daher aufgrund der vielen Unsicherheiten für das Jahr 2022 schwierig. Vor diesem doch sehr unsicheren marktwirtschaftlichen Hintergrund rechnet die Electrolux Hausgeräte GmbH nicht mit steigenden, sondern eher mit stagnierenden bzw. leicht rückläufigen Absatzmengen und Umsatzerlösen. Darüber hinaus wird durch den zunehmenden Wettbewerb und der weiter steigenden Rohstoffpreise und Kostensteigerungen mit einem verstärkten Margendruck gerechnet. Aus diesem Grund liegt der Fokus auch weiter verstärkt im Absatz von "Starprodukten", um die Gesamtprofitabilität zu steigern. Aber darüber hinaus ist die Durchsetzung von zusätzlichen Preiserhöhungen zur Abfederung der Kostenerhöhungen unumgänglich. Aufgrund des Distribution Agreements mit der Electrolux Appliances AB, Stockholm / Schweden (EF) wird somit mit einem operativen EBIT nach IFRS gerechnet, welches leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2021 liegen wird. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung der Electrolux Hausgeräte GmbH wird im Wesentlichen durch den Zinseffekt aus der Anpassung des Rechnungszinssatzes für die Pensionsrückstellung sowie durch den beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres beeinflusst. Für das Geschäftsjahr 2021 verlief die Entwicklung beim CTA positiver als im Geschäftsjahr 2020. Die Entwicklung der als Deckungsvermögen klassifizierten Fondsanteile aus dem CTA ist vom Kapitalmarkt abhängig. Seit Jahresbeginn haben sich die Märkte nach unten entwickelt, zunächst aufgrund von Sorgen bezüglich steigender Inflation bzw. steigender Zinsen und später aufgrund des Ausbruchs des Ukraine Kriegs. Aktuell scheinen sich die Märkte etwas zu stabilisieren. Eine Prognose zur weiteren Entwicklung des Kapitalmarkts im Jahr 2022 ist aufgrund der genannten Unsicherheiten nur schwer möglich. Es wird insgesamt mit einem Ergebnis vor Ergebnisabführung 2022 gerechnet, welches auf einem ähnlichen Niveau liegt als im Jahr 2021. Es wird erwartet, dass sich im Werk Rothenburg für das Jahr 2022 die Nachfrage auf einem ähnlichen Niveau wie 2021 bewegt. Insgesamt setzt man in 2022 zwar auf ein Ende der Corona-Krise und damit verbunden besseren Erwartungen, aber der anhaltende Krieg in der Ukraine ist ein sehr großer Risikofaktor. Das Jahr 2022 wird nichtsdestotrotz vom weiteren Verlauf der Covid-Pandemie, der Verfügbarkeit von Halbleitern und Vormaterialien und der Entwicklung in der Lieferproblematik abhängen. Auch die stark steigenden Energiepreise und die insgesamt hohe Inflationsrate dürften dämpfend auf das Konsumklima wirken und das Budget der privaten Haushalte schmälern. Eine seriöse Prognose ist daher aufgrund der vielen Unsicherheiten für das Jahr 2022 schwierig. Durch die vergleichbaren Produktionsvolumen wird mit ähnlichen Umsatzerlösen (IFRS) wie im Vorjahr gerechnet. Aufgrund des Manufacturing Agreements mit der EF wird für das operative EBIT nach IFRS auch hier mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung der Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development wird im Wesentlichen durch den Zinseffekt aus der Anpassung des Rechnungszinssatzes für die Pensionsrückstellung sowie durch den beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres beeinflusst. Für das Geschäftsjahr 2021 verlief die Entwicklung beim CTA positiver als im Geschäftsjahr 2020. Die Entwicklung der als Deckungsvermögen klassifizierten Fondsanteile aus dem CTA ist vom Kapitalmarkt abhängig. Seit Jahresbeginn haben sich die Märkte nach unten entwickelt, zunächst aufgrund von Sorgen bezüglich steigender Inflation bzw. steigender Zinsen und später aufgrund des Ausbruchs des Ukraine Kriegs. Aktuell scheinen sich die Märkte etwas zu stabilisieren. Eine Prognose zur weiteren Entwicklung des Kapitalmarkts im Jahr 2022 ist aufgrund der genannten Unsicherheiten nur schwer möglich. Es wird insgesamt mit einem Ergebnis vor Ergebnisabführung 2022 gerechnet, welches auf einem ähnlichen Niveau liegt als im Jahr 2021. Das Jahresergebnis (IFRS) der Electrolux Deutschland GmbH wird im Wesentlichen durch die Gewinnabführung der Tochtergesellschaften Electrolux Hausgeräte GmbH und Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development beeinflusst. Auf Basis der oben beschriebenen Annahmen wird mit einem Jahresergebnis (IFRS) 2022 gerechnet, welches leicht unter dem Niveau von 2021 liegt. Der Ausblick erfolgt auf Basis der wesentlichen operativen Gesellschaften des Electrolux Konzerns. Die OPERATEC Service GmbH hat keinen wesentlichen Einfluss auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns. Basierend auf den zuvor beschriebenen Annahmen, erwarten wir im Electrolux Deutschland GmbH Teilkonzern für das Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse, welche leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2021 liegen werden. Insbesondere aufgrund des mit der Electrolux Appliances AB, Stockholm, Schweden, bestehenden Distribution, Service und Manufacturing Agreements ist mit einem operativen Ergebnis im nächsten Geschäftsjahr zu rechnen welches leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2021 liegen wird. Das Bilanzergebnis wird im Wesentlichen durch den Zinseffekt aus der Anpassung des Rechnungszinssatzes für die Pensionsrückstellungen sowie durch den beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres geprägt. Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet die Gesellschaft, nach der im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 positiveren Entwicklung beim CTA in 2021, mit einer weniger positiven Entwicklung und somit mit einem leicht negativerem Jahresergebnis 2022.
Nürnberg, den 31. Mai 2022 Electrolux Deutschland GmbH Kilian Knorr-Held Birgit Pohl Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021der Electrolux Deutschland GmbH, NürnbergAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021der Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Electrolux Deutschland GmbH, NürnbergI. Vorbemerkung Die Electrolux Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Nürnberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Nürnberg (HR B Reg. Nr. 20635). Beim Konzernabschluss der Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg, werden die Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und die ergänzenden Vorschriften des GmbHG angewendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Alle Zahlenangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro. II. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind die 100%igen Tochtergesellschaften der Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg (kurz: DEL), mit ihren Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2021 einbezogen. In 2021 ergaben sich keine Änderungen mit Auswirkungen auf die Anzahl der voll zu konsolidierenden Unternehmen. Die Electrolux Deutschland GmbH hält zum 31. Dezember 2021 drei 100%ige Tochtergesellschaften, auf welche Sie beherrschenden Einfluss ausübt. Diese drei Tochtergesellschaften sind im Sinne einer Vollkonsolidierung zum 31. Dezember 2021 in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anteilsbesitzliste der Electrolux Deutschland GmbH ist dem Konzernanhang als Anlage 2 beigefügt. III. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2010 erworbenen Tochterunternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode. Für diese Tochtergesellschaften wurden die zum Erstkonsolidierungszeitpunkt aus der Verrechnung der Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital resultierenden passivischen Unterschiedsbeträge im Eigenkapital im Gewinnvortrag einbezogen, da sie sich realisiert haben. Erstkonsolidierungszeitpunkt ist grundsätzlich der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. Auf die Eliminierung der in den Vorräten aufgrund von gruppeninternen Lieferungen befindlichen Zwischenergebnisse (§ 304 HGB), wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet. Die Bildung von aktivischen und/oder passivischen Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB für ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge, die sich in späteren Geschäftsjahren ausgleichen, war wegen Geringfügigkeit im laufenden Geschäftsjahr nicht erforderlich. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Grundlagen und Methoden Der AB Electrolux Konzern hat mit Beginn des Jahres 2000 für die Electrolux Gesellschaften in Europa eine einheitliche Organisation für die "Weiße Ware" aufgebaut. Zu diesem Zweck wurde 1999 die Gesellschaft "Electrolux Home Products Corporation N.V.", Brüssel, Belgien (EHP), gegründet. Wesentliche Aufgabe der EHP ist die strategische und operative Ausrichtung der Bereiche Marketing, Vertrieb, Verwaltung, Produktion sowie Materialbeschaffung. Hierdurch werden Kosteneinsparungen im Rahmen konzerneinheitlicher Entwicklungs- und Einkaufsaktivitäten erreicht. Außerdem wird die Vertriebs- und Markenpolitik zentral durch die EHP für Europa koordiniert. Die damit eingeführte Struktur - das sogenannte EHP-Business-Modell - hat auf die Geschäftsabwicklung der größten Einzelgesellschaften im Electrolux Deutschland Konzern - die Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development, Nürnberg ("Electrolux Rothenburg GmbH"), und die Electrolux Hausgeräte GmbH, Nürnberg ("Electrolux Hausgeräte GmbH"), - bedeutende Auswirkungen. So wurden paneuropäische Prozesse ab dem Jahr 2000 von EHP übernommen. Dies betrifft zum Beispiel die Forschung und Produktentwicklung. Der hierdurch entstehende Aufwand wird EHP vom jeweiligen Dienstleister nach der "Cost-plus-Methode" unter Berücksichtigung eines Gewinnaufschlages in Rechnung gestellt. Rechtliche Basis hierfür ist das "Service Agreement". Im Geschäftsjahr 2005 erfolgte die Erweiterung des EHP-Business-Modells auf das -System (Call of Distribution). Hierbei wird das Eigentum an den jetzt der EHP gehörenden Geräte von der Vertriebsorganisation erst unmittelbar vor dem Zeitpunkt des Weiterverkaufs an Dritte erworben. Weiterhin führt das EHP-Business-Modell zu einem Fakturasystem, wobei die Electrolux Rothenburg GmbH die produzierten Geräte an die EHP verkauft, die diese wiederum an die Electrolux Hausgeräte GmbH bzw. an andere Electrolux-Gesellschaften im Ausland veräußert. Diese Verfahrensweise ist im "Contract Manufacturing Agreement" und im "Distribution Agreement" geregelt. Mit Übernahme der Geschäftstätigkeit der EHP durch die Electrolux Appliances AB, Stockholm, Schweden (EF), zum 1. Januar 2013, wird das bisherige EHP-Business-Modell seit diesem Zeitpunkt mit dieser abgewickelt. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und über ihre Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen pro rata temporis. Den immateriellen Vermögensgegenständen liegt überwiegend eine Nutzungsdauer von einem Jahr zugrunde. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich über zehn Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer basiert dabei auf Einschätzungen der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Geschäfts- oder Firmenwerts. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten, einschließlich Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde: Technische Anlagen und Maschinen sechs bis zehn Jahre und andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zwei bis sieben Jahre. Technische Anlagen und Maschinen werden sowohl linear als auch degressiv (bei Anschaffung vor dem 1. Januar 2008 und Zugänge in 2009) abgeschrieben. Es wird planmäßig dann von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode übergegangen, wenn die gleichmäßige Verteilung des Restbuchwerts auf die verbleibende Nutzungsdauer zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände niedriger ist als der sich zum Abschlussstichtag ergebene Buchwert und diese Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 800 werden als Sammelposten gebildet und im gleichen Monat voll abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit einem Wert ab EUR 800 werden zu Anschaffungskosten bewertet und über die zugrunde gelegte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Wertpapiere des Anlagevermögens erfüllen die Kriterien des Deckungsvermögens nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Sie wurden daher zum 31. Dezember 2021 mit dem beizulegenden Zeitwert gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB und § 255 Abs. 4 Satz 1 HGB bewertet und mit der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der dabei entstehende Überhang aus beiden Positionen ist gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB in der Bilanz unter der Position "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" passiviert. Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht nach dem Niederstwertprinzip eine niedrigere Bewertung vorzunehmen war. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Für Risiken in der Lagerhaltung durch überhöhte Lagerdauer oder verminderte Verwertbarkeit sind bei den entsprechenden Erzeugnissen ausreichende Abschläge vorgenommen worden. Auf die Eliminierung der in den Vorräten aufgrund von gruppeninternen Lieferungen befindlichen Zwischenergebnisse (§ 304 HGB) wurde wegen Geringfügigkeit verzichtet. Übriges Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel wurden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Die Rückdeckungsversicherung wurde mit dem Aktivwert angesetzt. Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen werden als Deckungsvermögen klassifiziert und zum 31. Dezember 2021 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Der Ausweis des Überhangs erfolgt wie bereits beschrieben. Für das akute und allgemeine Kreditrisiko werden Wertberichtigungen (Einzel- und Pauschalwertberichtigungen) von den Forderungen abgesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen oder Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwendungen oder Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das Gezeichnete Kapital betrifft das Mutterunternehmen und ist zum Nennwert angesetzt. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Es werden dabei die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Es wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein Rechnungszinsfuß des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre von 1,87 % zugrunde gelegt. Die Dynamik der anrechenbaren Bezüge kommt mit 2,00 % zum Ansatz. Für die Anpassung der laufenden Renten werden 1,90 % zugrunde gelegt. Die aufgrund der geänderten Bewertung des BilMoG notwendige Zuführung wird nach den Bestimmungen des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Jahresraten von mindestens einem Fünfzehntel über maximal 15 Jahre bis zum 31. Dezember 2024 der Rückstellung zugeführt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen (Blockmodell) wurde unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G durchgeführt. Die Rückstellung umfasst die bereits abgeschlossenen Verträge und das Risiko der potenziellen Inanspruchnahme. Es wurde ein Rechnungszinsfuß des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre von 1,34 % zugrunde gelegt. Dies gilt auch für die vereinbarten Abfindungszahlungen. Die Dynamik der anrechenbaren Bezüge kommt mit 2,00 % zum Ansatz. Die Rückstellungen für Überbrückungs- und Sterbegeld wurden unter Anwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G durchgeführt. Es wurde ein Rechnungszinsfuß des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre von 1,87 % zugrunde gelegt. Die Dynamik der anrechenbaren Bezüge kommt mit 2,00 % zum Ansatz. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sofern es sich um eine Rentenverpflichtung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB handelt, werden sie mit ihrem Barwert angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. V. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens, unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres, ist im Anlagengitter (Anlage 1 zum Konzernanhang) dargestellt. Zugänge zum Anlagevermögen Bei den Zugängen zum Sachanlagevermögen handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in Produktionseinrichtungen für neue Gerätebaureihen. Beteiligungen Die Beteiligungen der Electrolux Deutschland GmbH gehen aus einer gesonderten Aufstellung über den Beteiligungsbesitz hervor, die dem Konzernanhang als Anlage 2 beigefügt ist. Vorräte
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände über TEUR 24.415 (i. Vj. TEUR 2.887) beinhalten u.a. Ansprüche aus Steuerrückforderungen von TEUR 22.724 (i. Vj. TEUR 861) und Aktivwerte aus unverpfändeten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 342 (i. Vj. TEUR 323). Flüssige Mittel Von dem Bankguthaben über TEUR 2.845 (i. Vj. TEUR 4.875) sind Guthaben in Höhe von 2.147 (i. Vj. TEUR 2.148) aufgrund des Verkaufs von Anteilen in 2009 zur Sicherung der Deckungszusage für die Übernahme der Zahlungsverpflichtungen für Pensionsansprüche und Altersteilzeitleistungen an den Unternehmenserwerber abgetreten. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 17.820 (i. Vj. TEUR 19.125) betrifft nahezu vollumfänglich vorausbezahlte Zinsen (TEUR 17.732; i. Vj. TEUR 18.977) auf eine Anleihe mit einer ursprünglichen Laufzeit von 40 Jahren (Restlaufzeit 14 Jahre). Aktive und passive latente Steuern Zum 31. Dezember 2021 bestanden bei der Electrolux Deutschland GmbH als Organträgerin aktive latente Steuern von TEUR 56.033 (i. Vj. TEUR 47.394) sowie passive latente Steuern von TEUR 18.367 (i. Vj. TEUR 11.142). Der angewandte Steuersatz beträgt 30,49 % (i. Vj. 30,42 %). Der Überhang an aktiven latenten Steuern wird in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Die ermittelten latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den zwischen Handels- und Steuerbilanz unterschiedlichen Wertansätzen der Pensions- und sonstigen Rückstellungen sowie des Deckungsvermögens. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital entspricht dem Posten der Electrolux Deutschland GmbH. In 2021 wurden TEUR 45.818 an die Gesellschafterin AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden ausgeschüttet. Der Zeitwert der in der DEL als Deckungsvermögen zu qualifizierenden Wertpapiere des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2021 von TEUR 38.578 beinhaltet nicht realisierte Gewinne in Höhe von TEUR 7.026. Dieser Betrag ist nach den Bestimmungen des § 298 Abs. 1 HGB i. V. m. § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Der ebenfalls ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB im Zusammenhang mit Pensionsrückstellung und Sterbegeldrückstellung beläuft sich auf TEUR 1.712. Diesen ausschüttungsgesperrten Beträgen stehen andere Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 8.449 gegenüber. Daher besteht in Bezug auf den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 27 insgesamt eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 8.738 welche mit den bestehenden Gewinnrücklagen von TEUR 8.449 verrechnet wird. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Wertpapiere des Anlagevermögens erfüllen die Kriterien des Deckungsvermögens nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Sie wurden daher zum 31. Dezember 2021 mit dem beizulegenden Zeitwert gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB und § 255 Abs. 4 Satz 1 HGB bewertet und mit der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der passive Überhang ist gemäß § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB in der Bilanz als Posten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" ausgewiesen. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere des Anlagevermögens betragen zum 31. Dezember 2021 insgesamt TEUR 245.159.
Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009. Der Konzern macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Mehraufwand aus der geänderten Bewertung über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2021 beläuft sich der Betrag auf TEUR 3.840. Zum Abschlussstichtag liegt die verbleibende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen bei TEUR 11.670. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Altersversorgungsverpflichtungen (Rückstellungen für Pensionen, Sterbegeld und Überbrückungsgeld) im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre bewertet worden. Der gegenüber dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz rechnerisch bestehende Unterschiedsbetrag beläuft sich auf TEUR 26.508. Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 145.540 (i. Vj. TEUR 143.872) enthalten im Wesentlichen Beträge für Boni und Skonti (TEUR 89.680; i. Vj. TEUR 85.790), Gewährleistungsrisiken (TEUR 21.791; i. Vj. TEUR 23.526), Urlaubs- und Personalansprüche (TEUR 17.397; i. Vj. TEUR 17.163), für ausstehende Rechnungen (TEUR 7.225; i. Vj. TEUR 7.439), Werbung (TEUR 1.315; i. Vj. TEUR 1.798) sowie für sonstige Verpflichtungen. Verbindlichkeiten
Die vertragliche Laufzeit der Anleihe beträgt insgesamt 40 Jahre, die Restlaufzeit ist 14 Jahre und dauert bis zum 27. März 2036. Darüber hinaus betreffen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 834) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. In den sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 31.302; i. Vj. TEUR 17.593) sind u.a. Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 17.587 sowie Kaufpreisverpflichtungen aufgrund einer Earn-out-Klausel in Höhe von TEUR 475 aus dem in 2018 stattgefundenen Erwerb der OPERATEC Service GmbH enthalten. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern sichert Fremdwährungsverbindlichkeiten in USD durch Kurssicherungsgeschäfte ab. Die Sicherungsgeschäfte werden über die AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden, abgewickelt. Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert von TUSD 62.284. Deren negativer Marktwert wurde im Rahmen der Bildung einer Drohverlustrückstellung mit TEUR 60 (i. Vj. TEUR 1.241) im Konzernabschluss berücksichtigt. Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wurden nicht gebildet. Die Nominalbeträge der währungsbezogenen Geschäfte lauten zum Stichtag wie folgt:
VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Der Umsatz des Konzerns teilt sich auf folgende Bereiche auf:
Der Umsatz mit der Electrolux Gruppe beinhaltet nicht die Innenumsätze innerhalb des Electrolux Deutschland Konzerns in Höhe von TEUR 15.574 (i. Vj. 13.924). Die Umsätze verteilen sich auf die Geschäftsbereiche wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 8.749 (i. Vj. TEUR 12.756). Die darin enthaltenen periodenfremden Erträge betreffen u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.508; i. Vj. TEUR 3.261). Weiterhin sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 372 (i. Vj. TEUR 4.629) enthalten. Materialaufwand
Personalaufwand
Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 95.935 (i. Vj. 84.631) sind im Wesentlichen Werbe- und Messekosten über 14.240 (i. Vj. TEUR 11.119), Frachtkosten von 20.101 (i. Vj. TEUR 18.867), Handlingkosten von TEUR 16.390 (i. Vj. TEUR 13.549), Miet- und Pachtaufwendungen von 3.543 (i. Vj. TEUR 4.058), Kundendienst- und Garantieleistungen von TEUR 2.163 (i. Vj. TEUR 3.121), weiterbelastete Personalkosten in Höhe von TEUR 7.474 (i. Vj. TEUR 5.004), Aufwendungen aus der linearen Verteilung des Mehraufwands aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB TEUR 3.840 (i. Vj. TEUR 3.840), Instandhaltungsaufwendungen von TEUR 3.277 (i. Vj. TEUR 2.940) sowie Aufwendungen für Reisespesen und Bewirtung, Verwaltungs- und Vertriebskosten, Honorare und Provisionen und für die Bildung von Rückstellungen enthalten. Daneben sind Aufwendungen aus der Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 852 (i. Vj. TEUR 59) erfasst. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 3.118 (i. Vj. TEUR 2.424) enthalten. Zinsergebnis
Der Ertrag aus der Bewertung des Deckungsvermögens (TEUR 23.614; i. Vj. TEUR 13.675) und die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (TEUR 26.579; i. Vj. TEUR 24.321) sind in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zeigen einen Aufwand von TEUR 2.253 (i. Vj. Aufwand TEUR 2.702) und beinhalten den Körperschaftsteueraufwand für das laufende Jahr (TEUR 1.185; i. Vj. TEUR 1.109) und einen Ertrag für Vorjahre (TEUR -146; i. Vj. Aufwand TEUR 156) sowie den Gewerbesteueraufwand für das laufende Jahr (TEUR 1.214; i. Vj. TEUR 1.194) und einen Aufwand für Vorjahre (TEUR 0; i. Vj. Aufwand TEUR 243). VII. Sonstige Angaben Gesellschafter und Konzernverhältnisse Alleinige Gesellschafterin der Electrolux Deutschland GmbH ist die AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden. Der Konzernabschluss wird in den Konzernabschluss der AB Electrolux (publ.), Stockholm, Schweden, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Homepage der Gesellschaft erhältlich. Der Konzernabschluss der Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg, wird für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufgestellt. Für alle Tochterunternehmen (vgl. Anlage 2 zum Konzernanhang, Nr. 1 bis 3), bei denen die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind, wird hinsichtlich der Offenlegung von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Geschäftsführung und Aufsichtsrat Die Liste der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats ist dem Konzernanhang als Anlage 3 beigefügt. Es fanden Sitzungen des Aufsichtsrats am 30. Juni und 19. November 2021 statt. Organbezüge Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine Bezüge an den Aufsichtsrat der Electrolux Deutschland GmbH gezahlt. Die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen gewährten Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrats für laufende Pensionen und Hinterbliebenenrenten beliefen sich für das Geschäftsjahr 2021 auf insgesamt TEUR 619 (i. Vj. TEUR 610). Der Betrag der für diese Personengruppe gebildeten Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf insgesamt 10.802 (i. Vj. TEUR 10.100). Die für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2021 auf insgesamt TEUR 952 (i. Vj. TEUR 813). Factoring Es existieren Verträge mit Factoring-Gesellschaften über den Verkauf von Forderungen, die aus Umsatzgeschäften mit bestimmten Kunden resultieren. Die Übertragung erfolgt in Form eines stillen Factorings. Zum Bilanzstichtag wurden die zur Verfügung stehenden Rahmen mit einer Gesamtsumme von TEUR 55.000 (i. Vj. TEUR 55.000) durch die Konzerngesellschaften nicht in Anspruch genommen. Weitere Angaben zur Kapitalflussrechnung Im Geschäftsjahr 2021 wurden Ertragsteuererstattungen in Höhe von Mio. EUR 0,1 (i. Vj. Mio. EUR 7,1) vereinnahmt und Ertragsteuerzahlungen in Höhe von Mio. EUR 2,9 (i. Vj. Mio. EUR 8,1) geleistet. Weiterhin wurden Mio. EUR 0,1 periodenfremder Steuerertrag (i. Vj. Mio. EUR 7,1) und Mio. EUR 0,6 periodenfremder Steueraufwand (i. Vj. Mio. EUR 5,5) erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 wurden Zinsen in Höhe von Mio. EUR 0,1 (i. Vj. Mio. EUR 0,3) vereinnahmt und Zinszahlungen in Höhe von Mio. EUR 0,0 (i. Vj. Mio. EUR 0,1) geleistet. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und Sonstige finanzielle Verpflichtungen; Haftungsverhältnisse a) Miet- und Leasingverpflichtungen Es bestehen folgende Miet- und Leasingverpflichtungen:
Das Bestellobligo aus schwebenden Geschäften beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 TEUR 1.520. Davon bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und aus Altersversorgung. b) Haftungsverhältnisse Daneben bestehen folgende Haftungsverhältnisse:
Für die angeführten, zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird. Arbeitnehmer Im Konzern betrug die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:
Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 sind als Aufwand erfasst für:
Andere Leistungen sind vom Konzernabschlussprüfer im Geschäftsjahr nicht erbracht worden. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Die am 24. Februar 2022 begonnenen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine können unter Umständen erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Tochterunternehmen des Konzerns haben, insbesondere wenn dadurch die Lieferketten unterbrochen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies eintritt, kann derzeit nicht vollständig abgeschätzt werden. Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nicht ergeben.
Nürnberg, den 31. Mai 2022 Electrolux Deutschland GmbH Kilian Knorr-Held Birgit Pohl Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg
*1)Es bestand im Geschäftsjahr 2021 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg. Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg Aufsichtsrat (2021) nach dem Drittelbeteiligungsgesetz Der Aufsichtsrat nach dem Drittelbeteiligungsgesetz setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Peter Greiner Vorsitzender Controller Transformation & Group Leverage AB Electrolux (publ.) Carsten Franke Stellvertretender Vorsitzender Chief Operations Officer Electrolux Hausgeräte GmbH Guillaume de Noinville Head of Holding Europe Electrolux France S.A.S. Chris Braam Senior Vice President Sales Electrolux Home Products Corp. N.V. Ralf Bitter Arbeitnehmervertreter Freigestellter Betriebsrat Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development Carsten Kuhnke Arbeitnehmervertreter Sales Representative Betriebsrat Standort Nürnberg Electrolux Hausgeräte GmbH Es fanden Sitzungen des Aufsichtsrates am 30. Juni und 19. November 2021 statt. Die im Geschäftsjahr an den Aufsichtsrat gezahlten Bezüge betrugen TEUR 0. Geschäftsführung Kilian Knorr-Held Vorsitzender Geschäftsführer, Diplom Ingenieur, Nürnberg Geschäftsführer Electrolux Rothenburg GmbH Factory and Development, Nürnberg Birgit Pohl Geschäftsführerin, Diplom Kauffrau, Nürnberg Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzerneigenkapitalspiegel für die Geschäftsjahre 2021 und 2020Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg
1) Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31.12.2020 T€ 45.819 (Vorjahr T€ 48.540) zur Ausschüttung an die Gesellschafterin durch das Mutterunternehmen zur Verfügung. T€ 8.449 des erwirtschafteten Konzerneigenkapitals sind gemäß § 298 Abs 1 HGB i.V.m. § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt.
1) Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31.12.2021 T€ 0 (Vorjahr T€ 45.819) zur Ausschüttung an die Gesellschafterin durch das Mutterunternehmen zur Verfügung. T€ 8.738 des erwirtschafteten Konzerneigenkapitals sind gemäß § 298 Abs 1 HGB i.V.m. § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der Electrolux Deutschland GmbH, Nürnberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im zusammengefassten Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben des zusammengefassten Lageberichts oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 31. Mai 2022 Deloitte
GmbH
Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer Stefan Otto, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 15. Juli 2022 festgestellt. Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2021 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Es fanden im Geschäftsjahr 2021 Aufsichtsratssitzungen am 30.06.2021 und 19.11.2021 statt. Der Jahresabschluss der Electrolux Deutschland GmbH per 31.12.2021 wurde von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, geprüft. Es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Wir haben von dem Ergebnis dieser Prüfung Kenntnis genommen, auch unsererseits den Jahresabschluss der Electrolux Deutschland GmbH geprüft und haben nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung keine Einwendungen. Die Gesellschaft war für 2021 verpflichtet, einen Konzernabschluss gemäß §§ 290 ff HGB zu erstellen und prüfen zu lassen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde ebenfalls von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Nürnberg, geprüft. Es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben uns vorgelegen. Wir haben von dem Ergebnis dieser Prüfung Kenntnis genommen, auch unsererseits den Konzernabschluss geprüft und haben nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung keine Einwendungen. Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2021, Herr Kilian Knorr-Held sowie Frau Birgit Pohl. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammen: Herr Dr. Peter Greiner (Vorsitzender) Herr Carsten Franke (stellv. Vorsitzender) Herr Guillaume de Noinville Herr Chris Braam Herr Ralf Bitter (Arbeitnehmervertreter) Herr Carsten Kuhnke (Arbeitnehmervertreter) Der Aufsichtsrat dankt den Geschäftsführern der Gesellschaft sowie den Geschäftsführungen der Unternehmen des Konzerns, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Belegschaftsvertretern für ihren Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Nürnberg, 30.06.2022 Dr. Peter Greiner, Vorsitzender |
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