Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamm HRB 8140
Eingetragen
14.4.2014
Branche
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugersatzteilen und Kraftfahrzeugzubehör sowie der Betrieb einer Reparaturwerkstatt und einer Lackiererei.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Anna-Linda Potthoff
seit 19.2.2019
Geschäftsführer
Simone Weber
seit 25.4.2014
Prokura
Christoph Maaßen
seit 14.4.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

83.67% identifiziert16.33% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
67.34%
K******** L*****
16.33%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
W. Potthoff GmbHEigenbeteiligung
16.33%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Anna-Linda Potthoff
Hamm
841.800 €
67.34%
K******** L*****
204.100 €
16.33%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

W. Potthoff GmbH

Hamm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023

Bilanz zum 31. August 2023

AKTIVA

31.8.2023 31.8.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 36.549,53 4.901,53
36.549,53 4.901,53
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9,00 9,00
2. Technische Anlagen und 106.312,16 141.994,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 778.744,57 634.688,57
4. Geschäfts- und Vorführwagen 9.644.109,51 7.713.927,51
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 16.000,00
10.529.175,24 8.506.619,24
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.050,80 1.050,80
2. Sonstige Ausleihungen 750.000,00 750.000,00
751.050,80 751.050,80
11.316.775,57 9.262.571,57
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 47.644.610,89 32.640.399,67
47.644.610,89 32.640.399,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.387.096,73 10.217.902,87
2. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 27.456,53 16.780,82
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.664.320,12 1.723.943,86
16.078.873,38 11.958.627,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 14.276.267,81 29.445.294,56
77.999.752,08 74.044.321,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.623,65 40.491,62
89.377.151,30 83.347.384,97

PASSIVA

31.8.2023 31.8.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.045.900,00 1.250.000,00
Gezeichnetes Kapital: EUR 1.250.000,00 (Vj: EUR 1.250.000,00)
Eigene Anteile: EUR -204.100,00 (Vj: EUR 0,00)
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 24.527.862,35 0,00
24.527.862,35 0,00
IV. Gewinnvortrag 0,00 39.188.454,34
V. Jahresüberschuss 0,00 10.514.054,36
VI. Bilanzgewinn 18.192.746,18 0,00
46.766.508,53 53.952.508,70
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 4.787.350,00 3.016.850,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.164.000,00 2.015.800,00
6.951.350,00 5.032.650,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.250.516,54 3.740.080,38
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 481.455,30 618.176,68
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.219.379,95 8.029.177,47
4. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 4.944.971,62 4.041.108,91
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.528.811,59 5.500.750,06
6. Sonstige Verbindlichkeiten 15.234.157,77 2.335.932,77
davon aus Steuern: EUR 1.272.569,37 (Vj: EUR 1.790.740,45)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
35.659.292,77 24.265.226,27
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 97.000,00
89.377.151,30 83.347.384,97

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2022 bis 31. August 2023

2022/23 2021/22
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 227.080.403,53 195.214.397,58
2. Sonstige betriebliche Erträge 606.320,33 733.451,80
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -178.198.261,42 -150.642.987,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.512.818,56 -2.925.282,20
-181.711.079,98 -153.568.270,04
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.124.512,01 -13.311.464,84
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.728.414,21 -2.482.963,75
davon für Altersversorgung: EUR 0,00 (Vj: EUR 0,00)
-16.852.926,22 -15.794.428,59
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.173.945,76 -1.881.803,33
-2.173.945,76 -1.881.803,33
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.101.260,24 -8.727.607,63
7. Ordentliches Betriebsergebnis 15.847.511,66 15.975.739,79
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5,90 9,44
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -523.662,93 -248.560,35
10. Finanzergebnis -523.657,03 -248.550,91
11. Ergebnis vor Steuern 15.323.854,63 15.727.188,88
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.979.583,74 -5.088.713,75
13. Ergebnis nach Steuern 10.344.270,89 10.638.475,13
14. Sonstige Steuern -121.287,19 -124.420,77
15. Jahresüberschuss 10.222.983,70 10.514.054,36
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 49.702.508,70 0,00
17. Einstellungen in Gewinnrücklagen -35.973.762,35 0,00
18. Gewinnausschüttungen -5.758.983,87 0,00
19. Bilanzgewinn 18.192.746,18 10.514.054,36

Anhang zum 31. August 2023 der W. Potthoff GmbH Hamm

eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hamm unter HRB 8140

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der W. Potthoff GmbH, Hamm wurde gem. den §§ 242ff und 264 ff HGB sowie den Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum 31. August 2023 die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind davon- Vermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Wesentlichen im Anhang ausgewiesen. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zu Haftungsverhältnissen (§ 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB) sowie die Angaben zur Mitzugehörigkeit (§ 265 Abs. 3 HGB) zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls im Anhang gemacht.

Der Jahresabschluss ist unter Berücksichtigung einer teilweisen Ergebnisverwendung aufgestellt worden. Die Geschäftsführung schlägt vor, den nach einer Vorabausschüttung verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden als Sammelposten pauschal über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden Abschreibungen vorgenommen.

Die Waren werden mit den Anschaffungskosten sowie den Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Bei Fahrzeugen, die bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses bereits veräußert waren, erfolgte die Bewertung retrograd durch Abschlag von Vertriebs- und Verwaltungskosten auf den Verkaufspreis, maximal jedoch mit den Anschaffungskosten. Bei Neufahrzeugen wurde ein Abschlag auf den Verkaufserlös in Höhe von 9% (Vorjahr: 9%) berücksichtigt. Im Rahmen der retrograden Bewertung der Gebrauchtfahrzeuge ist ein Abschlag für Vertriebs- und Verwaltungskosten in Höhe von 9,0% (Vorjahr 9,0%) vorgenommen worden. Gebrauchtfahrzeuge mit Standzeiten länger als 90 Tage wurden gestaffelt nach der Standzeit mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Ersatzteile werden mit gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Zur Anpassung an den niedrigeren beizulegenden Wert werden angemessene Abschläge vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Für anteilige Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, wurde ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Innerhalb der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden TEUR 3.631 (Vorjahr: TEUR 3.849) aus Rückkaufoptionen bzw. Kosten der Restwertbeteiligungen im Zusammenhang mit Leasing- und Finanzierungsverträgen ausgewiesen.

III. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

1. Posten der Bilanz

a) Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Entwicklung des Anlagevermögens 2022/23

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.9.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.8.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und 431.605,74 43.740,88 0,00 475.346,62
431.605,74 43.740,88 0,00 475.346,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.646,94 0,00 0,00 30.646,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.155.534,45 0,00 0,00 1.155.534,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.482.044,87 407.018,82 0,00 3.905.063,69
4. Geschäfts- und Vorführwagen 8.559.767,43 17.210.324,05 15.258.621,56 10.511.469,92
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.000,00 0,00 0,00 0,00
13.243.993,69 17.617.342,87 15.258.621,56 15.602.715,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.050,80 0,00 0,00 1.050,80
2. Sonstige Ausleihungen 750.000,00 0,00 0,00 750.000,00
751.050,80 0,00 0,00 751.050,80
14.426.650,23 17.661.083,75 15.258.621,56 16.829.112,42
Abschreibungen
Stand 1.9.2022 Abschreibungen Berichtsjahr Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen Stand 31.8.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und 426.704,21 12.092,88 0,00 438.797,09
426.704,21 12.092,88 0,00 438.797,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.637,94 0,00 0,00 30.637,94
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.013.540,29 35.682,00 0,00 1.049.222,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.847.356,30 278.962,82 0,00 3.126.319,12
4. Geschäfts- und Vorführwagen 845.839,92 1.847.208,05 1.825.687,56 867.360,41
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.737.374,45 2.161.852,87 1.825.687,56 5.073.539,76
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.164.078,66 2.173.945,75 1.825.687,56 5.512.336,85
Buchwerte
Stand 31.8.2023 Stand 31.8.2022
EUR EUR
I. Immaterielle
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und 36.549,53 4.901,53
36.549,53 4.901,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9,00 9,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 106.312,16 141.994,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 778.744,57 634.688,57
4. Geschäfts- und Vorführwagen 9.644.109,51 7.713.927,51
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 16.000,00
10.529.175,24 8.506.619,24
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.050,80 1.050,80
2. Sonstige Ausleihungen 750.000,00 750.000,00
751.050,80 751.050,80
11.316.775,57 9.262.571,57

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungsspiegel

Stand 31.8.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr
EUR EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.387.096,73 13.387.096,73 0,00
(10.217.902,87) (10.217.902,87) (0,00)
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 27.456,53 27.456,53 0,00
(16.780,82) (16.780,82) (0,00)
Sonstige Vermögensgegenstände 2.664.320,12 2.664.320,12 0,00
(1.723.943,86) (1.723.943,86) (0,00)
16.078.873,38 16.078.873,38 0,00
(11.958.627,55) (11.958.627,55) (0,00)

Unter dem Posten "sonstige Vermögensgegenstände" werden Bonusforderungen, die kalenderjährlich abgerechnet werden und erst nach mit Abschluss des Geschäftsjahres rechtlich entstehen, in Höhe von TEUR 2.475 (Vorjahr: TEUR 1.636) bezogen auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

c) Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 13.081 enthalten.

d) Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Posten mit nicht unerheblichem Umfang enthalten.

Zusammensetzung 31.8.2023 31.8.2022
EUR EUR
Personalkosten 1.680.000,00 1.578.600,00
Gewährleistungen und Kulanz 340.000,00 295.100,00
Weitere Rückstellungen 144.000,00 142.100,00
Gesamt 2.164.000,00 2.015.800,00

e) Verbindlichkeiten

Stand 31.08.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.250.516,54 2.250.516,54 0,00 0,00
(3.740.080,38) (3.740.080,38) (0,00) (0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 481.455,30 481.455,30 0,00 0,00
(618.176,68) (618.176,68) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.219.379,95 8.219.379,95 0,00 0,00
(8.029.177,47) (8.029.177,47) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 4.944.971,62 4.944.971,62 0,00 0,00
(4.041.108,91) (3.822.918,49) (218.190,42) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.528.811,59 4.528.811,59 0,00 0,00
(5.500.750,06) (5.500.750,06) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 15.234.157,77 15.234.157,77 0,00 0,00
(2.335.932,77) (2.335.932,77) (0,00) (0,00)
35.659.292,77 35.659.292,77 0,00 0,00
(24.265.226,27) (24.047.035,85) (218.190,42) (0,00)

Besicherung der Verbindlichkeiten:

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte die Sicherungsübereignung von Lager- und Vorführwagen sowie finanzierter Gebrauchtfahrzeuge.

f) Haftungsverhältnisse

Zusammensetzung 31.8.2023 31.8.2022
TEUR TEUR
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 390 677
Gesamt 390 677

Das Risiko einer Inanspruchnahme wird zum Bilanzstichtag als gering eingeschätzt, da die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen vom Hauptschuldner erfüllt werden.

g) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen mit folgenden Belastungen, die für den Zeitraum 2023/2024 - 2028/2029 ohne die Berücksichtigung zukünftiger Indexveränderungen hochgerechnet wurden.

jährlich im WJ 2023/24 gesamt 2024/25 bis 2027/28 jährlich nach 2028/29
TEUR TEUR TEUR
Pachtverträge 3.059 12.234 3.059
Gesamt 3.059 12.234 3.059

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Umsatzerlöse

Zusammensetzung 31.8.2023 31.8.2022
EUR EUR
Fahrzeugverkäufe 218.033.688,41 186.018.799,50
Ersatzteile, Kundendienst, sonstige 11.052.649,76 11.309.274,44
abzgl. Rabatte und sonstige Preisnachlässe -2.005.934,64 -2.113.676,36
Gesamt 227.080.403,53 195.214.397,58

b) Außerordentliche oder periodenfremde Erträge gem. § 285 Nr. 31/32 HGB

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung wurden im Berichtsjahr nicht vereinnahmt.

Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind, wurden im Berichtsjahr nicht vereinnahmt.

c) Außerordentliche oder periodenfremde Aufwendungen gem. § 285 Nr. 31/32 HGB

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung wurden im Berichtsjahr nicht gebucht.

Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind, sind im Berichtsjahr nicht gebucht.

3. Sonstige Pflichtangaben

a) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl im Geschäftsjahr:

2022/23 2021/22
Lohnempfänger 88,25 86,50
Angestellte 160,50 170,50
Auszubildende 25,75 28,00
Geringfügig Beschäftigte 14,75 15,00
Gesamt 289,25 300,00

b) Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge

Geschäftsführer der Gesellschaft im Wirtschaftsjahr 2022/23 waren:

- Christoph Maaßen, Hamm Kaufmann
- Anna-Linda Potthoff, Hamm Kauffrau

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge wird von der Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

c) Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2021/22wird aufgeschlüsselt wie folgt.

31.8.2023
TEUR
a) Abschlussprüferleistungen 40
b) Andere Bestätigungsleistungen 0
c) Steuerberatungsleistungen 0
d) Sonstige Leistungen 0
Gesamt 40

d) Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen, insbesondere das Pachtverhältnis zur Potthoff Grundstücksverwaltungs GmbH, werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

e) Nachtragsbericht - Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben nicht stattgefunden.

 

Hamm, den 20. Dezember 2023

W. Potthoff GmbH

gez. Christoph Maaßen, Geschäftsführer

gez. Anna-Linda Potthoff, Geschäftsführerin

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23

der W. Potthoff GmbH

Hamm

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Gesamtwirtschaftliche Situation.

DEUTSCHE WIRTSCHAFT WEITER IN DER STAGNATION

Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach wie vor in einer Stagnation. Laut Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts vom 30.Oktober ist das BIP im dritten Quartal 2023 preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber Vorquartal um 0,1 Prozent geringfügig zurück gegangen. Gleichzeitig hat das Statistische Bundesamt die Ergebnisse für das erste und zweite Quartal um jeweils 0,1 Prozentpunkte auf 0,0 % bzw. +0,1 % aufwärts revidiert, was das Bild der derzeitigen wirtschaftlichen Schwächephase aber nicht grundsätzlich ändert.

Nach ersten, vorläufigen Informationen dämpfte der private Konsum angesichts der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der anhaltenden Konsumentenunsicherheit weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung auch im dritten Quartal. Der Außenhandel dürfte angesichts der anhaltenden weltwirtschaftlichen Schwäche im Quartalsvergleich ebenfalls rückläufig gewesen sein; sowohl Exporte als auch Importe waren zuletzt deutlich schwächer. Erfreulich ist, dass die Ausrüstungsinvestitionen erneut zugenommen haben und das Wachstum weiter stützen. Neben der Industrie war auch die Wertschöpfung im Bau und im Handel wohl weiter rückläufig. Die unternehmensnahen Dienstleistungsbereiche dürften sich dagegen günstiger entwickelt haben. Der Rückgang des BIP im dritten Quartal war auf Basis der vorliegenden Indikatoren (Industrieproduktion, Auftragseingänge) erwartet worden.

Die wirtschaftliche Schwächephase macht sich weiter auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar; der Beschäftigungsaufbau ist zu einem Stillstand gekommen und die Arbeitslosigkeit steigt in saisonbereinigter Rechnung weiter leicht an. Aktuelle Frühindikatoren deuten darauf hin, dass die wirtschaftliche Schwäche den Arbeitsmarkt noch über den Winter belasten dürfte und eine Erholung ist erst im Frühjahr zu erwarten ist. Auch wenn einzelne Stimmungsindikatoren wie ifo Geschäftserwartungen und ZEW Konjunkturerwartungen auf eine Bodenbildung am aktuellen Rand hindeuten und sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen im Zuge spürbar rückläufiger Inflationsraten und wieder steigender Reallöhne verbessern, wird die Aussicht auf das Jahresendquartal durch die ungünstige statistische Ausgangslage zum Ende des dritten Quartals belastet.

UMSÄTZE IM EINZELHANDEL WEITERHIN SCHWACH

Die realen Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz sind im September gegenüber dem Vormonat um 0,6 % erneut gefallen, nachdem sie bereits in den drei vorangegangenen Monaten abwärtsgerichtet waren. Im Vergleich zum Vorjahresmonat meldete der Einzelhandel im September ein reales Umsatzminus von 4,1 %, vor allem aufgrund der hohen Preissteigerungen. Der Handel mit Lebensmitteln nahm im September im Vergleich zum Vormonat real um 2,6 % zu. Gegenüber dem Vorjahr blieben die Umsätze in dieser Sparte des Einzelhandels zum ersten Mal seit über zwei Jahren stabil, nachdem sie zuvor vor allem aufgrund der starken Verteuerung von Lebensmitteln zurückgegangen waren. Der Umsatz im Internet- und Versandhandel reduzierte sich im September um 3,6 % (-6,6 % ggü. Vj).

Die Neuzulassungen von Pkw durch Privatpersonen sind im Oktober um 9,1 % gestiegen, nachdem sie im September um 0,7 % zurückgegangen waren. Die Pkw-Neuzulassungen insgesamt erhöhten sich im Oktober mit 1,1 % deutlich schwächer. Ursächlich hierfür war vor allem die schwache Entwicklung der Pkw- Neuzulassungen von Unternehmen und Selbstständigen, die sich im Oktober im Gefolge des Auslaufens der "Umweltprämie" Ende August erneut um 2,8 % verringerten.

Frühindikatoren für die weitere Entwicklung des privaten Konsums sendeten zuletzt gemischte Signale: Laut Prognose der GfK wird sich das Konsumklima im November erneut etwas eintrüben, nachdem es sich bereits im September und Oktober leicht verschlechtert hatte. Alles in allem übertrifft das Konsumklima aber aufgrund einer spürbaren Erholungsphase im Winterhalbjahr 2022/2023 sein Niveau vom Oktober 2022 immer noch deutlich. Die ifo Geschäftserwartungen im Einzelhandel haben sich im Oktober zum dritten Mal in Folge verbessert, liegen jedoch weiterhin im negativen Bereich. Die Beurteilung der aktuellen Lage hat sich weiter eingetrübt. Insgesamt sprechen die Frühindikatoren am aktuellen Rand für eine zunächst weiterhin verhaltene Entwicklung der privaten Konsumausgaben. Bei steigenden Reallöhnen und rückläufigen Inflationsraten dürfte aber mit einer Erholung des privaten Konsums zur Jahreswende zu rechnen sein.

INFLATIONSRATE SINKT SPÜRBAR

Die Inflationsrate (Preisniveauanstieg binnen Jahresfrist) belief sich im Oktober auf 3,8 %. Das ist der niedrigste Wert seit August 2021, was vor allem auf einen Basiseffekt (sehr hohes Energiepreisniveau im Vorjahr) zurückzuführen ist. Im September hatte die Rate noch bei 4,5 % gelegen. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrung) lag im Oktober bei 4,3 % (Sept.: +4,6 %) und damit erneut höher als die Inflationsrate. Nahrungsmittel verteuerten sich im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat nochmals überproportional (+6,1 %), allerdings ließ der Preisauftrieb hier ebenfalls weiter nach (Sep.: +7,5 %). Erstmals seit Januar 2021 ist ein Rückgang der Energiepreise gegenüber dem Vorjahresmonat zu konstatieren (-3,2 %). Maßgeblich hierfür war vor allem ein Basiseffekt aufgrund des hohen Energiepreisniveaus im Vorjahr. Im Bereich der Dienstleistungen blieb der Preisauftrieb mit +3,9 % nahezu unverändert (Sep.: +4,0 %). Für die nächsten Monate ist - auch mit Blick auf die Preiserwartungen der Unternehmen - von einer weiter erhöhten, aber langsam abflauenden Preisdynamik auszugehen. Der Preisdruck vergangener Kostensteigerungen und Lieferkettenstörungen ist weitgehend überwälzt worden. Die Energiepreise liegen auf moderatem Niveau. Die geldpolitische Straffung wirkt dämpfend auf die Nachfrageseite. Vor diesem Hintergrund geht die BReg in ihrer Herbstprojektion von einer Inflationsrate im Jahr 2023 von 6,1 % aus und für die Jahre 2024 und 2025 von +2,6 % bzw. 2,0 %.

INSOLVENZEN STEIGEN WEITER AN

Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen ist nach endgültigen Ergebnissen im Juli 2023 ggü. dem Vormonat Juni leicht um 2,5 % gestiegen (Juli: 1.586; Juni: 1.548). Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (+37,4 % ggü. Juli 2022) stellt indes nicht eine Insolvenzwelle dar (aber: manche Branchen deutlich stärker betroffen als andere), sondern kann (noch) als Normalisierung eingeordnet werden. Aufgrund der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowie umfassender staatlicher Stützungsmaßnahmen gab es bis Mitte 2022 historisch niedrige Insolvenzzahlen. Insofern lassen sich die derzeitigen hohen Anstiege ggü. 2022 auch durch einen Basiseffekt erklären. Gleichzeitig stellt das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld mit einer schwächelnden Nachfrage, hohen Energiepreisen, gestiegenen Finanzierungskosten sowie geopolitischen Risiken zweifellos eine große Belastung für viele Unternehmen dar. Im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau, hier bezogen auf den Mittelwert der Jahre 2016-2019, zeigt sich im Betrachtungszeitraum von Januar bis Juli, dass die Unternehmensinsolvenzzahlen der amtlichen Statistik in 2023 noch im niedrigen zweistelligen Bereich unter dem früheren Niveau liegen. Am aktuellen Rand nähern sich die Zahlen dem Mittelwert 2016-2019 aber an (Januar 2023: -23,7 %; Juli 2023: -5,4 %). Allerdings: Bezogen auf von Insolvenzverfahren betroffene Arbeitnehmer/-innen (+54,4 %) sowie voraussichtliche Forderungen (+21,7 %) liegen die Zahlen von Januar bis Juli 2023 bereits jetzt erkennbar über dem Vor-Corona-Niveau.

Aktuelle Frühindikatoren wie der IWH-Insolvenztrend zeigen für Oktober 2023 (+2,1 % ggü. September 2023) eine Fortsetzung der Stabilisierung der Insolvenzzahlen, die seit Juli zu beobachten ist, auf dem aktuellen, leicht erhöhten Niveau. Laut Aussage des IWH wird für die nächsten Monate mit schrittweise steigenden Insolvenzzahlen gerechnet.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Pressemitteilung 14.11.2023 https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/PressemitteilungenWirtschaftliche-Lage/2023/20231114-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-november-2023.html

WIRTSCHAFT IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens wird weiterhin erheblich von den stark gestiegenen Preisen, insbesondere für Energie, verbunden mit einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Nachfrage belastet. Im ersten Halbjahr 2023 sank das BIP gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 1,3%. Dieser Rückgang ist deutlich stärker als der in Deutschland insgesamt (-0,3%). Für das dritte Quartal zeichnet sich nochmals ein deutlicher Rückgang des BIP ab, der in NRW stärker sein dürfte als in Deutschland insgesamt.

Der Grund für die schwache Wirtschaftsentwicklung in NRW ist vor allem, dass die Grundstoffindustrie besonders stark von dem Energiepreisschock getroffen wurde. Dies liegt daran, dass in NRW die wirtschaftliche Bedeutung der chemischen Industrie deutlich höher ist als im Bund. Daher besteht besonders für die Wirtschaftsentwicklung in NRW das Risiko, dass die wirtschaftliche Erholung verhaltener ausfällt.

Die Belastungen für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen dürften sich im Prognosezeitraum zwar verringern, aber nicht vollständig verschwinden. Die Energiepreise, vor allem die Gaspreise, dürften über den Werten von vor dem Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine liegen, so dass die Kostenbelastung für die energieintensiven Unternehmen weiter hoch bleibt.

Daher dürfte die konjunkturelle Erholung in NRW vor allem vom privaten Konsum getragen werden. Die Investitionen werden sich nicht zuletzt auch wegen der schwachen internationalen Nachfrage verhalten erholen. Die zu erwartende Zinssenkung im Verlauf des kommenden Jahres werden die Investitionstätigkeit aber wohl anregen und die Bautätigkeit zumindest stabilisieren.

Insgesamt dürfte das BIP in NRW in diesem Jahr deutlich stärker zurückgehen als in Deutschland insgesamt. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Produktion in NRW in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr um 1,1% zurückgehen. Dabei dürfte sich die Produktion zum Ende des Jahres stabilisieren und im kommenden Jahr wieder etwas ausgeweitet werden. Im Jahresdurchschnitt ist mit einem Anstieg des BIP um 0,8% zu rechnen. Aktuell macht sich die schwache Konjunktur auf dem Arbeitsmarkt zunehmend bemerkbar. Seit Beginn dieses Jahres gab es eine weitere Beschleunigung des Anstiegs der Arbeitslosigkeit. In diesem und im kommenden Jahr dürfte die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt jeweils 7,2% betragen. Dabei dürfte die Beschäftigung ebenfalls weitgehend stabil bleiben. In diesem und im kommenden Jahr dürfte die SV-pflichtige Beschäftigung um etwa 20 Tsd. Personen steigen.

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Konjunkturbericht Nordrhein-Westfalen Oktober 2023

https://www.wirtschaft.nrw/system/files/media/document/file/konjunkturbericht_nrw_2023_3.pdf

Branchensituation

Die Volkswagen Group hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2023 ein kräftiges Wachstum bei Auslieferungen und Umsatzerlösen erzielt. Die Auslieferungen stiegen im Vorjahresvergleich um 11 Prozent auf 6,7 Millionen Fahrzeuge (Q3 2023: 2,3 Millionen Fahrzeuge; +7,0 Prozent). Die Umsatzerlöse wuchsen um 16 Prozent auf 235,1 Milliarden Euro (Q3 2023: 78,8 Milliarden Euro; +12 Prozent). Der Auftragsbestand zum Ende des dritten Quartals 2023 lag mit 1,4 Millionen Fahrzeugen allein in Westeuropa weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Nettoliquidität im Konzernbereich Automobile war mit 36,7 Milliarden Euro weiterhin sehr solide.

Arno Antlitz, CFO & COO Volkswagen Group: "Wir sind in Summe robust unterwegs und haben auch im dritten Quartal Absatz und Umsatz gesteigert. Nicht zufrieden sein können wir mit unserer Profitabilität, die im dritten Quartal hinter unseren ambitionierten Zielen zurückgeblieben ist. Wir konzentrieren uns jetzt auf die Implementierung des 10-Punkte-Plans und die konsequente Umsetzung unserer markenübergreifenden Performance-Programme."

Robuste Ergebnisse in den ersten 9 Monaten

Das Operative Ergebnis des Konzerns seit Jahresbeginn ging um 7 Prozent auf 16,2 Milliarden Euro zurück bei einer Operativen Umsatzrendite von 6,9 Prozent (Operatives Ergebnis Q3 2023: 5 Milliarden Euro; +17 Prozent; Operative Umsatzrendite Q3 2023: 6,2 Prozent). Hintergrund für diesen Rückgang waren negative Bewertungseffekte, insbesondere aus Rohstoffsicherungsgeschäften außerhalb des Hedge Accounting, in Höhe von -2,5 Milliarden Euro (2022: +0,8 Milliarden Euro). Um die entsprechenden Bewertungseffekte bereinigt, stieg das Operative Ergebnis in den ersten neun Monaten 2023 um 2 Milliarden auf 18,7 Milliarden Euro. Die entsprechende Operative Umsatzrendite lag mit 8,0 Prozent fast auf Vorjahresniveau.

Im dritten Quartal wirkte sich unter anderem ein deutlicher Volumenanstieg im Bereich Pkw positiv aus. Dem gegenüber standen jedoch Belastungen im Zusammenhang mit dem Produktionsausfall eines Zulieferers infolge der Überschwemmungen in Slowenien sowie höhere Produktkosten, von der insbesondere die Markengruppe Core betroffen war.

Der Netto-Cashflow der ersten neun Monate von 4,9 Milliarden Euro, davon allein 2,5 Milliarden Euro im dritten Quartal, lag trotz Engpässen in den Logistikketten nur leicht unter dem Vorjahr. Zusätzliche Belastungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro ergaben sich im dritten Quartal aus Steuernachzahlungen für frühere Veranlagungszeiträume.

Finanzieller Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 aktualisiert

Die Volkswagen AG hat am 20. Oktober 2023 ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt aktualisiert: Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass die Auslieferungen an Kunden zwischen 9 und 9,5 Millionen Fahrzeugen liegen werden. Für den Konzernumsatz erwartet Volkswagen unverändert einen Anstieg in der Bandbreite von 10 bis 15 Prozent.

Die weitere Entwicklung der Rohstoffmärkte bleibt nicht vorhersagbar. In Bezug auf die Effekte aus Fair- Value-Bewertungen von Sicherungsinstrumenten auf das Operative Ergebnis geht das Unternehmen aus heutiger Sicht nicht mehr davon aus, die in den ersten neun Monaten aufgelaufenen Effekte von -2,5 Milliarden Euro bis zum Jahresende kompensieren zu können. Insofern erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr 2023 nun ein Operatives Ergebnis in der Größenordnung des Vorjahres vor Sondereinflüssen, das bei rund 22,5 Milliarden Euro lag (vorher: Operative Umsatzrendite in der Bandbreite von 7,5 bis 8,5 Prozent). Diese Prognose berücksichtigt die im bisherigen Jahresverlauf aufgelaufenen Effekte aus Fair- Value-Bewertungen von Sicherungsinstrumenten.

Quelle: Pressemitteilung Volkswagen AG, 26.10.2023 https://www.volkswagen-group.com/de/pressemitteilungen/volkswagen-mit-solidem-neun-monats-ergebnis-in-herausforderndem-umfeld-produktionsausfaelle-und-hoehere-produktkosten-belasten-das-dritte-quartal-17840

Neuzulassungen steigen an, Oktober im Plus, Vorkrisenniveaus bei Produktion und Markt weiterhin unerreicht.

Im Oktober erreichte die Pkw-Inlandsproduktion 338.800 Einheiten. Das waren 19 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den ersten zehn Monaten stieg die Fertigung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf knapp 3,5 Mio. Pkw. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag die Produktion der ersten zehn Monate des aktuellen Jahres jedoch um 13 Prozent unter dem damaligen Wert.

Der Export stieg im abgelaufenen Monat ebenfalls: Im Oktober wurden 255.800 fabrikneue Pkw aus Produktionsstätten in Deutschland exportiert, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Betrachtet man die Entwicklung seit Jahresbeginn, so ist ein Zuwachs von 22 Prozent auf 2,6 Mio. Pkw zu verzeichnen, die an Kunden in aller Welt ausgelieferte wurden. Aber auch der Export befindet sich nach den ersten zehn Monaten des Jahres noch 12 Prozent unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden im Oktober dieses Jahres 12 Prozent weniger Bestellungen aus dem Inland registriert. In den ersten zehn Monaten gaben die Inlandsaufträge um 21 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum nach. Der ausländische Auftragseingang lag im Oktober 4 Prozent unterhalb des Vorjahresniveaus. Im bisherigen Jahresverlauf ging er im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 5 Prozent zurück. Insgesamt wurden in den ersten zehn Monaten dieses Jahres 7 Prozent weniger Aufträge registriert als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Im Oktober stiegen die Neuzulassungen auf dem deutschen Pkw-Markt nach Stagnation im Vormonat wieder an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden mit 219.000 Einheiten 5 Prozent mehr neue Pkw zugelassen. Von Januar bis Oktober registrierten die deutschen Zulassungsstellen insgesamt knapp 2,4 Mio. Fahrzeuge. Im aktuellen Jahresverlauf liegt der deutsche Pkw-Markt damit weiterhin knapp 14 Prozent im Plus. Der Vergleich zum Vorkrisenniveau fällt allerdings weiterhin deutlich negativ aus: Der deutsche Pkw- Markt liegt aktuell noch gut 22 Prozent hinter dem Volumen von 2019 zurück.

Nachdem sich der ausgelaufene Umweltbonus für gewerbliche Fahrzeuge im September auf dem Markt für Elektrofahrzeuge deutlich bemerkbar gemacht hatte, stiegen die Verkäufe von rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) im Oktober wieder leicht an: 37.300 neu registrierte Einheiten entsprechen einem Plus von gut 4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Währenddessen setzte sich der Absturz auf dem Markt für Plug-In-Hybride (PHEV) im abgelaufenen Monat weiter fort. Im Oktober 2023 wurden 16.400 PHEV neu zugelassen und damit 49 Prozent weniger als noch im Oktober 2022. Der Elektromarkt insgesamt schrumpfte dementsprechend im abgelaufenen Monat um knapp 21 Prozent auf ein Niveau von 53.700 Fahrzeugen. Ein ähnliches Bild ergibt sich mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf. Während die BEV in den ersten zehn Monaten insgesamt um 38 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zulegten, schrumpfte der Markt für PHEV um 44 Prozent. Aus diesen gegensätzlichen Entwicklungen resultiert von Januar bis einschließlich Oktober insgesamt noch ein kleines Wachstum des Elektromarkts um gut 1 Prozent auf rund 564.600 Einheiten.

Quelle: VDA (Verband Deutscher Automobilindustrie), 03.11.2023

https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2023/231103_PM_Pkw-Produktion_in_Deutschland_im_Oktober_im_Plus-

Zulassungen von alternativen Antrieben steigen im Oktober leicht an

Die Neuzulassungen von Pkw mit alternativen Antrieben sind im Oktober um 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. 112.427 Fahrzeuge wurden vom Kraftfahrt-Bundesamt registriert. In den ersten zehn Monaten seit Beginn dieses Jahres wurden damit 18,2 Prozent mehr neue Elektrofahrzeuge, Hybride mit und ohne Stecker sowie Gas-Pkw als im Vorjahreszeitraum neu zugelassen, insgesamt 1.125.182 Einheiten. Die alternativen Antriebe kamen seit Januar auf einen Gesamtmarktanteil von 47,7 Prozent.

Unter den alternativen Antrieben verzeichneten insbesondere die Hybride ohne Stecker einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen. 57.575 Einheiten rollten im Oktober 2023 neu auf die Straßen, das entspricht einem Plus von 57,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Darunter waren 8.253 Voll-Hybride, bei denen die VDIK-Marken einen Marktanteil von 94 Prozent haben.

Im Gegensatz dazu wurden im vergangenen Monat nur 4,3 Prozent mehr batterieelektrische Pkw (BEV) und 49 Prozent weniger Plug-In-Hybride als noch im Vorjahresmonat zugelassen. Insgesamt wurden im Oktober damit 37.334 neue BEV und 16.361 neue Plug-In-Hybride registriert. Das schwache Wachstum der BEV im Oktober steht weiterhin im Zusammenhang mit vorgezogenen gewerblichen Zulassungen im August. Die Förderung für gewerbliche Elektroauto-Zulassungen endete am 31. August. In den ersten zehn Monaten 2023 wurden 424.623 batterieelektrische Pkw neu zugelassen (plus 37,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Zudem wurden 139.706 Plug-in-Hybride neu zugelassen (minus 43,6 Prozent).

Bis einschließlich Oktober wurden 2023 außerdem 10.914 mit Flüssiggas angetriebene Pkw neu zugelassen (minus 11,5 Prozent), sowie 255 Brennstoffzellen-Pkw.

Der VDIK aktualisiert regelmäßig die Liste der Elektrofahrzeuge von internationalen Herstellern. Die VDIK- Mitgliedsunternehmen bieten aktuell über 200 Elektro-Modelle (Pkw und Nutzfahrzeuge) an, die Kunden in Deutschland bestellen können. Die VDIK-Elektroliste kann hier abgerufen werden.

Im gesamten Pkw-Markt kamen die alternativen Antriebe seit Jahresbeginn auf einen Anteil von 47,7 Prozent. Die Benziner erreichten einen Marktanteil von 34,9 Prozent, Diesel lagen bei nur noch 17,4 Prozent.

Quelle: VDIK (Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller), 15.11.2023

https://www.vdik.de/2023/zulassungen-von-alternativen-antrieben-steigen-im-oktober-leicht-an/

Geschäftsverlauf

Zum Abschluss des Jahres 2022 verzeichnete die Automobilindustrie einen beispiellosen Höhepunkt im Auftragsvolumen für Neufahrzeuge. Diese Entwicklung betraf nicht ausschließlich die Marken innerhalb des Volkswagen-Konzerns - vielmehr war sie eine allgemeine Erscheinung, welche die gesamte Branche gleichermaßen traf. Die Ursachen hierfür sind in den Lieferengpässen der Produzenten zu finden, die bereits im Jahr 2021 im Zuge der globalen Corona-Pandemie begannen und durch den nachfolgenden Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine weiter verschärft wurden.

Für unser Unternehmen kam hinzu, dass wir mit einer großen Anzahl von Lagerbeständen gearbeitet haben, die ebenfalls im Jahre 2022/2023 geliefert wurden. Somit war eine sofortige Lieferfähigkeit gegenüber unseren Kunden gewährleistet. Im Laufe des Jahres 2023 entspannte sich die Lieferfähigkeit der Hersteller und es kam zu massiven Anlieferungen der Auftragsbestände von Kunden und Lagerfahrzeugen. Unser zurückliegendes Geschäftsjahr wurde immens von der Tatsache getragen, dass der Gebrauchtwagenmarkt eine äußerst stabile Preisentwicklung aufzeigte.

Die Anlieferung von Kundenfahrzeugen und die hohen Lagerbestände, sowohl im Neu- als auch im Gebrauchtwagenbereich, haben dazu geführt, dass sich die Umsatzerlöse unseres Unternehmens um 13,79 % erhöht haben. Hinzu kamen deutlich erhöhte Auslieferungen im Großkundengeschäft, die sich um 58 % erhöht haben.

Auf Grund der hohen Auftragsbestände sah der Hersteller keine Notwendigkeit, Absatzförderungen ins Leben zu rufen, die im Laufe des Jahre 2023 die Auftragseingangssituation verbessert hätten. Hier war der Volkswagen-Konzern als Hersteller aber auch die Volkswagen Bank als Stütze des Handels, nicht bereit, die Auftragseingangssituation durch weitere Fördermaßnahmen positiv zu aktivieren. Relevante und realistische Fördermaßnahmen wurden im 4. Quartal eingesetzt, um die fehlenden Auftragseingänge, welche sich nun durch das Abschmelzen der Auftragsbestände durch die hohen Auslieferungen abzeichneten, noch zu kompensieren.

Insgesamt sind wir mit der geschäftlichen Entwicklung im Jahre 2022/2023 sehr zufrieden. Der Umsatz lag mit 227 Mio. EUR um 8,1% über unserer Planung mit 210 Mio. EUR. Ebenso liegt das Jahresergebnis mit 10,2 Mio. € deutlich über unserem Plansatz von 5,6 Mio. EUR.Das Unternehmensergebnis des Jahres 2023 ist trotz der Einstellung von weiteren Mitarbeitern, der betriebsweiten Auszahlung der Inflationsprämie sowie der zur Verfügungstellung von Vorführwagen für die gesamte Belegschaft nahezu gleich geblieben.

Auf Grund der hohen Lagerbestände und des Erwerbs eigener Anteils aufgrund des Ausscheidens eines Gesellschafters sank die Eigenkapitalquote von 64,7 auf 52,3 %.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die gegenwärtige Ertrags-, Finanz- und Vermögenssituation des Unternehmens ermöglicht eine positive Prognose im Hinblick auf das Finanzmanagement und die Vermögensbildung. Dies führt zu der Einschätzung, dass die wirtschaftliche Verfassung des Betriebs weiterhin als äußerst stabil betrachtet werden kann. Der fortlaufende Geschäftsprozess ist für die Zukunft gesichert und es bestehen gute Bedingungen für anhaltendes Wachstum in Bezug auf Umsatz und Ertrag. Mit einer stabilen finanziellen und bilanziellen Basis ist das Unternehmen gut aufgestellt und für zukünftige Herausforderungen gerüstet.

Darstellung der Lage anhand bedeutsamer finanzieller Leistungsindikatoren

Vermögenslage (Bilanz)

Nachfolgend erläutern wir den Vermögens- und Kapitalaufbau der Gesellschaft zum 31. August 2023 und vergleichen ihn mit den Daten der Bilanz zum 31. August 2022. Die sachlich zusammengehörenden Bilanzposten werden zusammengefasst. Betriebswirtschaftliche Korrekturen wurden angebracht. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sahen wir als langfristig an.

Zur Darstellung der Vermögensstruktur werden die Bilanzposten der Aktivseite dem langfristig (Fälligkeit größer als ein Jahr) bzw. dem mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögen zugeordnet.

Zur Darstellung der Kapitalstruktur werden die Bilanzposten der Passivseite dem Eigen- bzw. Fremdkapital zugeordnet, wobei innerhalb des Fremdkapitals eine Zuordnung nach langfristigen (Fälligkeit größer als ein Jahr) bzw. mittel- und kurzfristiger Verfügbarkeit erfolgt.

31.8.2023 31.8.2022
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 37 0,0 5 0,0
Sachanlagen 10.529 11,8 8.507 10,2
Finanzanlagen 751 0,8 751 0,9
Anlagevermögen 11.317 12,6 9.263 11,1
Langfristig gebundene Mittel 11.317 12,6 9.263 11,1
Vorräte 47.645 53,3 32.640 39,2
Lieferforderungen 13.387 15,0 10.218 12,3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27 0,0 17 0,0
Sonstige Vermögensgegenstände 2.664 3,0 1.724 2,1
Liquide Mittel 14.276 16,0 29.445 35,3
Kurzfristiges Umlaufvermögen 77.999 87,3 74.044 88,9
Rechnungsabgrenzungsposten 61 0,1 40 0,0
Kurzfristig gebundene Mittel 78.060 87,4 74.084 88,9
AKTIVA 89.377 100,0 83.347 100,0
Veränderung
TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 32 640,0
Sachanlagen 2.022 23,8
Finanzanlagen 0 0,0
Anlagevermögen 2.054 22,2
Langfristig gebundene Mittel 2.054 22,2
Vorräte 15.005 46,0
Lieferforderungen 3.169 31,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10 58,8
Sonstige Vermögensgegenstände 940 54,5
Liquide Mittel -15.169 -51,5
Kurzfristiges Umlaufvermögen 3.955 5,3
Rechnungsabgrenzungsposten 21 52,5
Kurzfristig gebundene Mittel 3.976 5,4
AKTIVA 6.030 7,2
31.8.2023 31.8.2022
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 46.767 52,3 53.953 64,7
Rückstellungen 6.951 7,8 5.032 6,0
Bankverbindlichkeiten 2.251 2,5 3.740 4,5
Lieferantenverbindlichkeiten 8.219 9,2 8.029 9,6
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 4.945 5,5 4.041 4,9
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.529 5,2 5.501 6,7
Übrige Verbindlichkeiten 15.715 17,5 3.051 3,6
Kurzfristiges Fremdkapital 42.610 47,7 29.394 35,3
PASSIVA 89.377 100,0 83.347 100,0
Veränderung
TEUR %
Eigenkapital -7.186 -13,3
Rückstellungen 1.919 38,1
Bankverbindlichkeiten -1.489 -39,8
Lieferantenverbindlichkeiten 190 2,4
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 904 22,4
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern -972 -17,7
Übrige Verbindlichkeiten 12.664 415,1
Kurzfristiges Fremdkapital 13.216 45,0
PASSIVA 6.030 7,2

Finanzlage

Der nachstehend ermittelte Cash Flow gibt den Überschuss der regelmäßigen Betriebseinnahmen über die regelmäßigen Betriebsausgaben an, der für Investitionen, Darlehenstilgung und Ausschüttungen zur Verfügung steht:

Cash-Flow

2022/23 2021/22
TEUR TEUR
Jahresergebnis 10.223 10.514
Abschreibungen 2.174 1.882
Cash-Flow 12.397 12.396

Ertragslage (Gewinn- und Verlustrechnung)

2022/23 2021/22
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 227.080 100,0 195.214 100,0
Gesamtleistung 227.080 100,0 195.214 100,0
Sonstige Erträge 606 0,3 733 0,4
Materialaufwand -181.711 -80,0 -153.568 -78,7
Personalaufwand -16.853 -7,4 -15.794 -8,1
Abschreibungen -2.174 -1,0 -1.882 -1,0
Sonstige Aufwendungen -11.101 -4,9 -8.728 -4,5
Sonstige Steuern -121 -0,1 -124 -0,1
Betriebsergebnis (bereinigt) 15.726 6,9 15.851 8,0
Finanzergebnis -524 -0,2 -249 -0,1
Ertragsteuern -4.979 -2,2 -5.088 -2,6
Ergebnis nach Ertragsteuern 10.223 4,5 10.514 5,3
Jahresergebnis 10.223 4,5 10.514 5,3
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse 31.866 16,3
Gesamtleistung 31.866 16,3
Sonstige Erträge -127 -17,3
Materialaufwand -28.143 18,3
Personalaufwand -1.059 6,7
Abschreibungen -292 15,5
Sonstige Aufwendungen -2.373 27,2
Sonstige Steuern 3 -2,4
Betriebsergebnis (bereinigt) -125 -0,8
Finanzergebnis -275 110,4
Ertragsteuern 109 -2,1
Ergebnis nach Ertragsteuern -291 -2,8
Jahresergebnis -291 -2,8

2. Chancen- und Risikobericht

Das Geschäftsjahr 2022/2023 hat weiterhin mit den Folgen der Kriege zu tun, wirtschaftliche Hiobsbotschaften für den privaten Käufer aber auch für die gesamte mittelständische Wirtschaft prägen den Alltag. Sehr hohe Inflationsraten, Preissteigerungen sowohl im Energiesektor als auch bei den Lebensunterhaltungskosten führten zu Unsicherheiten, aus diesem Grunde konnte eine gewisse Kaufzurückhaltung im Bereich der Konsumgüter festgestellt werden. Die politische Lage in Deutschland befindet sich auf dem Tiefpunkt, da inzwischen das Verfassungsgericht eine weitere Aussetzung der Schuldenbremse als verfassungswidrig eingestuft hat und gegenwärtig ein Haushaltsloch von 60 Mrd. EUR die Politik und die Menschen beschäftigt. Es stellt sich sogar die Frage, ob es noch zu weiteren Neuwagenverkäufen insbesondere im Bereich der E-Mobilität kommen wird. Aktionistische Maßnahmen gehen einher, in denen von heute auf morgen Zuschüsse gestoppt werden, mit denen die Verbraucher gerechnet haben. Gleichzeitig ist das Zinsniveau nicht förderlich für den Absatz von Automobilen, da der Zinsanstieg in sehr kurzer Zeit auf ein hohes Niveau angestiegen ist. Hier ist es von elementarer Bedeutung, dass die Zusammenarbeit mit dem Hersteller und insbesondere der Financial Services AG funktioniert.

Zu dem abgelaufenen Wirtschaftsjahr wurden die hohen Auftragsbestände zur Auslieferung gebraucht, worauf sowohl unser Autohaus als auch die Hersteller ihr größtmögliches Augenmerk gelegt hatten.

Die Gefahren dieser Maßnahmen tauchten in der zweiten Jahreshälfte auf, bei dem alle Beteiligten erkannten, dass das Neugeschäft auf der Strecke blieb. Bis zu diesem Zeitpunkt sind keinerlei Fördermaßnahmen der Hersteller oder der Bank gelaufen. Dieses wurde erst im 4. Quartal korrigiert, so dass wieder Auftragsbestände aufgebaut werden konnten.

Die Bemühungen zum Schutz des Unternehmens haben sich im Wesentlichen nicht verändert - wir arbeiten weiterhin mit einer sehr stabilen Führungsmannschaft, welche dauerhaft im Austausch mit der Geschäftsleitung steht.

Sämtliche Entscheidungen zu veränderten Marktgegebenheiten werden sofort umgesetzt und angepasst.

Die Personalsteigerung hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen hohen Stellenwert und die vorhandene Mannschaft wurde neu strukturiert, in wesentlichen Bereichen bis hin zur Verwaltung konnten neue Verantwortlichkeiten vergeben werden. In der neu geschaffenen Abteilung Personalmarketing und -Recruiting sind die ersten Erfolge spürbar, ca. 20 Planstellen konnten besetzt werden. Nichtsdestotrotz sehen wir uns auf dem Arbeitsmarkt weiterhin mit komplexen Herausforderungen konfrontiert.

Die Risikovorsorge bleibt für das Management unseres Autohauses von höchster Bedeutung. Wir bewältigen diese Aufgabe durch zeitnahe Ergebnisrechnungen, die Durchführung von Soll-/Ist-Vergleichen, Absatzanalysen und die Etablierung wöchentlicher Führungskräfte-Meetings. In diesen regelmäßigen Treffen analysieren die Geschäftsführung und die Führungsebene Planungs- und Controllingaufgaben. Dies bildet die Grundlage für die Festlegung von Zielgrößen, die Unternehmensentscheidungen beeinflussen, sowie für einen verstärkten Fokus auf unsere Einkaufspolitik.

Auch das Forderungsmanagement hat große Priorität und manifestiert sich in einem effizienten Mahnwesen sowie der zeitnahen Beauftragung von Anwälten für rechtlich komplexe Forderungen.

Prognosebericht

Zur Prognose 2024 erklärte der Präsident des Verbandes der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Reinhard Zirpel, zuletzt am 5. Dezember 2023 auf dem VDIK-Jahrespressegespräch: "Für 2024 rechnen wir mit etwa 2,85 Millionen neuen Pkw, das entspricht dem Niveau dieses Jahres. Nach der ordentlichen Erholung 2023 wird der Markt nächstes Jahr also sein Niveau halten. Die alternativen Antriebe werden 2024 leicht zulegen. Wir rechnen nächstes Jahr mit etwa 620.000 vollelektrischen Pkw. Das wäre ein Plus von 14 Prozent gegenüber diesem Jahr. Die reinen Stromer würden damit nächstes Jahr einen Anteil am Gesamtmarkt von 22 Prozent erreichen. Es gibt bei den E-Fahrzeugen noch Wachstum, aber die Dynamik wird 2024 wie in diesem Jahr deutlich gebremst sein."

Die politische Unsicherheit wird sich wahrscheinlich auf dem Gesamtmarkt negativ auswirken. Hier wird es die Aufgabe der Hersteller sein müssen, die fehlenden staatlichen Subventionen, vor allem im Elektrobereich, auszugleichen. Dies ist von entscheidender Bedeutung, um Stabilität und Erfolg in diesem Geschäftssegment zu gewährleisten. Es muss dem Hersteller daran gelegen sein, da sonst das neu eingeführte Agenturgeschäft im Elektrosektor in Frage zu stellen wäre.

Prognose 2024

Wir als Unternehmen setzen weiterhin auf die kontinuierliche Verfügbarkeit der Ware, ein Prinzip welches sowohl im Segment der Neufahrzeuge als auch im Gebrauchtwagenangebot konsequent verfolgt wird. Sollten die Fördermaßnahmen der Hersteller nicht ausbleiben gehen wir von einem stabilen Absatz der Ware aus und werden die Ertragssituation konstant halten.

Wir werden uns auch nicht, wie im vergangenen Geschäftsjahr mit den Themen der Auslieferung beschäftigen müssen, da nicht mehr gleichzeitig ca. 500 Fahrzeuge angeliefert werden, was organisatorisch herausfordernd, aber mehr noch vor allem problematisch personalbindend war.

Wir gehen davon aus, dass eine gleichmäßige Belieferung stattfinden wird, die im normalen Tagesgeschäft abzuarbeiten sein wird. Die Lieferzeiten der Hersteller haben sich deutlich reduziert.

Durch zusätzliche Personalgewinnung werden die Prozesse nochmals verbessert und wir gehen davon aus, dass dieses dazu führen wird, dass höhere Marktanteile gewonnen werden können. Dieses bezieht sich auf den Service und Vertrieb gleichermaßen.

Im markenübergreifenden Service-Segment gehen wir von einer Steigerung in Höhe von 10 % aus, da die Marktgegebenheiten im letzten Geschäftsjahr ebenfalls darauf hingedeutet haben.

Die Umsatzentwicklung im nächsten Geschäftsjahr würden wir mit 221 Mio. € beziffern, was ein Ergebnis von 6,4 Mio. Euro ausweisen würde.

 

Hamm, den 20.12.2023

W. Potthoff GmbH

gez. Christoph Maaßen, Geschäftsführer

gez. Anna-Linda Potthoff, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

an die W. Potthoff GmbH Hamm

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der W. Potthoff GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der W. Potthoff GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Varel, den 20. Dezember 2023

HSM Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Dr. Bernd Sundermeier, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 19. Februar 2024 festgestellt.

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