Josef Ziegler GmbH
Stein 6, 95703 Plößberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl Gerhard Ziegler seit 13.8.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 66.00% | |
| 34.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Josef Ziegler GmbHStein, Gemeinde PlößbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die Josef Ziegler GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen der Sägeindustrie. Wir produzieren Säge- und Hobelwerksprodukte, wie Latten - vorallem hochwertig sortierte S-10 Latten -, Bauholz, Dielen, Rahmen, Kreuzholz usw. Die anfallende Seitenware wird größtenteils im eigenen Hobelwerk weiterverarbeitet. In der KVH-/BSH-Anlage stellen wir Produkte im Konstruktionsvollholz- und Brettschichtholzbereich her. Durch den Kanaltrocker sind wir in der Lage komplette S-10 Lattenladungen trocken anzubieten. Unsere Hauptabnehmer sind Holzgroßhändler, Dachdecker-Einkaufsgenossenschaften, sowie Betriebe der Bau- und Bauzulieferbranche. 2. Forschung und Entwicklung Für Forschung und Entwicklung kommt der Gesellschaft keine Bedeutung zu. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank 2023 preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Bei der für die Sägeindustrie so wichtige Baubranche führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung. Das statistische Bundesamt stellte in seiner Pressemitteilung vom 23.02.2024 folgendes fest: "Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Jahr 2023 um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken." Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind geprägt durch die Weltwirtschaftslage, der Stabilität des Euro und der Entwicklung am Bausektor, der für die Sägeindustrie ein wichtiger Indikator ist. Der Russland-Ukraine-Konflikt, die steigenden Preise vor allem bei Energie und Rohstoffen und der Anstieg der Inflation sind weitere Indikatoren. Laut Destatis reduzierte sich der Umsatz der Großsägewerke (>50 Beschäftigte) im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 2,35 Mrd. Euro oder 27%. Die Berichte des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbandes e.V. für das Geschäftsjahr 2023 kommen zu folgendem Ergebnis: Der Produktionsindex liegt im Jahr 2023 insgesamt um 5,9 % unter dem Vorjahreswert. Diese Zahlen sind allerdings im Verhältnis zum absoluten Umsatzrekordjahr 2021 in der deutschen Sägeindustrie zu sehen. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statischen Bundesamtes. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen hätten die Konjunktur gedämpft. Hinzu seien ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland gekommen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 habe sich somit nicht fortgesetzt, so Brand. Diesem negative Trend konnte sich im Geschäftsjahr 2023 auch unsere Gesellschaft nicht entziehen. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Geschäftsverlauf wird als nicht zufriedenstellend eingestuft. Das Rohergebnis der Gesellschaft ist erheblich gesunken. Dieser Abwärtstrend war auch in der Branche erwartet worden und wir konnten uns diesem Trend nicht entziehen. Die nochmal erheblich schlechtere zweite Jahreshälfte 2023 hat dazu geführt, dass sich für das gesamte Geschäftsjahr ein Jahresfehlbetrag ergibt. Die übrigen Kostenarten haben sich nur geringfügig erhöht. Die Hauptursache liegen vor allem im Auftragsrückgang und den Preisreduzierungen am Markt; bei gleichzeitig gestiegenen Rohstoffpreisen. Die Lage des Unternehmens entsprach nicht den Erwartungen der Gesellschaft. a. Ertragslage Das Rohergebnis betrug im Geschäftsjahr 11,9 Mio. Euro (Vorjahr 24,1 Mio. Euro) und ist damit deutlich um 12,2 Mio. Euro gesunken. Nach den beiden herausragend guten Jahren 2021 und 2022 konnten wir im Geschäftsjahr 2023 nicht annähernd an die Ergebnisse der Vorjahre anknüpfen. Im Wesentlichen ist dies darauf zurückzuführen, dass die Verkaufspreise für Schnittholz im I. Quartal zwar noch leicht anstiegen, aber ab dem II. Quartal kontinuierlich bis zum Jahresende stetig, zum Teil stark fielen und dabei das notwendige Preisniveau zeitweise unter ein akzeptables Niveau sank.. Die Rundholzpreise bewegten sich Anfang des Jahres auf einem sehr hohen Niveau für das Leitsortiment. Im II. und III. Quartal fielen diese nur leicht ab, bevor sie im IV. Quartal wieder leicht nach oben gingen. Der Verfall der Schnittholzpreise konnte, vor allem im IV. Quartal (steigende Rundholzpreise bei weiterhin fallenden Schnittholzpreisen) nicht kompensiert werden. Die Restholzpreise, die seit dem 3. Quartal 2022 deutlich angestiegen sind, führten im Geschäftsjahr 2022 dazu, das der Preisrückgang beim Schnittholz zum erheblichen Teil aufgefangen werden konnte. Das hohe Preisniveau beim Restholz setzte sich noch in den Monaten Januar und Februar 2023 fort. Ab März 2023 brachen die Preise für Sägenebenprodukte erheblich ein. Dabei reduzierte sich das hohe Preisniveau am Anfang des Jahres fast um die Hälfte. Die Preise für die Sägenebenprodukte stiegen ab der zweiten Jahreshälfte wieder an. Eine Verbesserung der Gesamtsituation ergab sich daraus kaum. Die Personalkosten sind um 117,2 TEuro (2,7 %) gestiegen. Die Abschreibungen erhöhten sich um 37,8 TEuro (2,4 %), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 25,1 TEuro (0,4 %). Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr von -125,9 TEuro um 217,4 TEuro auf 91,5 TEuro verbessert. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen im Geschäftsjahr -210 TEuro (Vorjahr 2.803 TEuro). Das Ergebnis nach Steuern ist gegenüber dem Vorjahr um 9.106,9 TEuro auf -1.078,6 TEuro gesunken. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 1.131,1 TEuro gegenüber einem Jahresüberschuss von 7.969,4 TEuro im Vorjahr b. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur ist weiterhin gut. Wesentlichen Anteil an der guten Kapitalausstattung trägt unsere Unternehmenspolitik bei, wonach wir die erwirtschafteten Ergebnisse im Unternehmen belassen. Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 62,5 % (Vorjahr 71,0 %) gekennzeichnet. 4,9 % (Vorjahr 5,5 %) der Bilanzsumme entfallen auf Rückstellungen und 32,6 % (Vorjahr 23,5 %) auf Verbindlichkeiten. Die Nettofinanzverbindlichkeiten (Bankverbindlichkeiten abzüglich liquide Mittel) betrugen zum Bilanzstichtag 4.772,8 TEuro. Zum Vorjahresbilanzstichtag überwogen die liquiden Mittel in Höhe von 16.473,1 TEuro die Bankverbindlichkeiten von 3.147,0 TEuro. Dieser Rückgang ist darin begründet, dass die in 2023 begonnenen Investitionen zu einem erheblichen Teil aus Eigenmitteln finanziert wurden. c. Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt 48.314,1 TEuro und liegt damit um 4.193,5 TEuro über der Bilanzsumme des Vorjahres von 44.120,6 TEuro. Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen auf der Aktiva den Anstieg des Anlagevermögens um 17.811,9 TEuro (davon Investitionen in Höhe von 19.492,3 TEuro abzüglich Abschreibungen von 1.639,6 TEuro und Anlagenabgängen von 40,8 TEuro) auf 33.558,9 TEuro, der Rückgang der Vorräte um 255,1 TEuro auf 1.172,3 TEuro, die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 474,6 TEuro auf 6.001,0 TEuro bei einem Rückgang der festverzinslichen kurzfristigen Wertpapiere um 4.941,3 TEuro auf 0,0 TEuro, der Guthaben bei Kreditinstituten um 8.893,0 TEuro auf 7.580,1 TEuro und der Rechnungsabgrenzungsposten um 3,6 TEuro auf 1,8 TEuro. 3. Gesamtaussage Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir als zufriedenstellend ein. Die Ertragslage ist unbefriedigend. Die Ergebnisentwicklung nach den äußerst positiven Vorjahren ist erstmals wieder negativ. III. Zweigniederlassungsbericht Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. IV. Prognosebericht Nach einem Bericht im Holzkurier erwirtschaftete die deutsche Sägeindustrie 2024 deutlich weniger Umsatz als in den Jahren 2023, 2022 und 2021. Gegenüber den "Normaljahren 2020 und 2019 - also vor dem extremen Hype in der Sägeindustrie - lag der Umsatz im vergangenen Jahr darüber. Die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen, die Konjunktur- und Energiekostenentwicklung für die Säge- und Holzindustrie beinhalten weitere nicht abschätzbare Risiken. Erst ab dem Geschäftsjahr 2025 rechnen wir mit einer Erholung der Gesamtsituation. Die bisherige Geschäftspolitik hat sich bewährt und wird weiter eingehalten. Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Erweiterung unserer bisherigen Produktion und auf der Optimierung der bestehenden Anlagen. Alle Anlagen werde auf dem neuesten technischen Stand gehalten, damit wir unsere Qualitätsstandards halten und den Markterfordernissen entsprechend reagieren können. Unsere derzeitigen Investitionen haben das Ziel die Energieeffizienz zu steigern und Kosten zu senken. Weitere Investitionen dienen der Erhöhung unserer Kapazitäten und der Ausweitung von Geschäftsfeldern. Durch den Ukraine-Krieg und den damit einhergehenden stark gestiegenen Kosten in vielen Bereichen insbesondere der Energiekosten bereiten der deutschen Wirtschaft große Sorgen. Derzeit besteht weiter das Risiko, dass sich die Entwicklungen im Russland-Ukraine-Konflikt negativ auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken. Dies kann auch aus Versorgungsengpässen in der Lieferkette resultieren. Die konkreten Auswirkungen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen. V. Risikobericht 1. Risikomanagement Die Bedeutung des Risikomanagement für die Josef Ziegler GmbH ergibt sich aus der unternehmerischen Tätigkeit, die untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden ist. Der Erfolg der Josef Ziegler GmbH wird wesentlich durch das Erkennen dieser Chancen und Risiken sowie einem bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Ein wirksames Risikomanagement ist ein Kernbestandteil für die langfristige Sicherung des Unternehmens und dessen erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft. 2. Konjunkturelle Risiken Die Gesellschaft verfügt über Berichts- und Kontrollmechanismen, um die Risiken des operativen Geschäfts rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Zur nachwievor schwierigen Gesamtsituation führte das ifo-Institut zum Ende des Jahres 2024 folgendes aus. "In diesem Jahr wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 0,1% gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Damit tritt die deutsche Wirtschaft seit nunmehr fünf Jahren auf der Stelle. Konjunkturell belastet die schlechte Auftragslage der Unternehmen und damit die fehlende Güternachfrage. Die Straffung der Geldpolitik zur Bekämpfung der hohen Inflation und der inflationsbedingte Kaufkraftverlust in Deutschland und in vielen deutschen Absatzmärkten haben dazu beigetragen. Doch während sich die Volkswirtschaften weltweit allmählich erholen und die Nachfrage anzieht, profitiert die exportorientierte deutsche Industrie davon nur wenig. Vielmehr entkoppelt sich der deutsche Warenexport zunehmend von der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Hier treten zunehmend strukturelle Ursachen in den Vordergrund. Insbesondere die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes leiden unter dem spürbaren Verlust an Wettbewerbsfähigkeit vor allem auf den außereuropäischen Märkten." Dadurch ergeben sich konjunkturelle Risiken aus einer anhaltenden Marktabschwächung in der Säge- und Holzindustrie. Dabei ist die konjunkturelle Entwicklung in der Baubranche von entscheidender Bedeutung. Risiken bestehen auch darin, wenn sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken sollten. Dies könnte die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Steigende Umsatz- und Ergebnisrisiken wären die Folgen für unsere Gesellschaft. 3. Produktrisiken Dass wir den Anforderungen des internationalen Marktes und den eigenen Qualitätsansprüchen gerecht werden, zeigt sich durch die langjährige Kundentreue. Die Holzproduktion ist aber abhängig von der Menge des Holzeinschlags. Wir gehen davon aus, dass der Holzeinschlag im Geschäftsjahr 2024 auf einem niedrigern Niveau wie in den Vorjahren liegen wird. Für die Holzbeschaffung können wir auf zuverlässige und qualitätsbewusste Zulieferer zurückgreifen. Eine wichtige Größe ist dabei die bayerische Staatsforsten, AöR und die verschiedenen Forstbetriebsgemeinschaften mit denen wir seit langen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten. Rahmenverträge helfen uns die mengenmäßige Rundholzversorgung sicher zu stellen. 4. Währungs- und Finanzrisiken Aufgrund der Liquiditätslage unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht zu erwarten. Es besteht nur ein geringfügiges Währungsrisiko, da der Geschäftsverkehr überwiegend im Inland, mit Euro-Ländern bzw. EG-Ländern abgewickelt wird. Liquiditätsrisiken können aus einem geänderten Zahlungsverhalten der Kunden entstehen. Weitere Risiken können durch die Krise der Finanzmärkte und der damit verbundenen restriktiveren Kreditvergabepolitik der Banken entstehen. 5. Gesamtrisiko In der Gesamtbeurteilung der Erkenntnisse aus den Risiken sehen wir weiterhin in steigenden Rohstoffpreisen und stagnierenden oder rückläufigen Preisniveau bei den Schnittholzprodukten. Aufgrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Es sind keine hinreichend wahrscheinlichen Risiken oder Risiko-Kombinationen erkennbar, die den Fortbestand der Josef Ziegler GmbH gefährden. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den Finanzinstrumenten der Gesellschaft zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen guten Kundenstamm. Mit einem Großteil der Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Forderungsausfälle sind bisher die Ausnahme. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Kreditlinien verschiedener Banken und Lieferantenkrediten. Unser Ziel ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeder Art. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein Debitorenmanagement. Desweiteren besteht eine Warenkreditversicherung.
Stein, den 27. März 2025 Josef Ziegler GmbH gez. Josef Ziegler, Geschäftsführer gez. Gerhard Ziegler, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Gem. Art. 93 Abs. 2 EGHGB macht die Gesellschaft von dem Wahlrecht Gebrauch die erhöhten Schwellenwerte für die Größenklassifizierung bereits für das Geschäftsjahr 2023 anzuwenden. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach dem für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff HGB). Der Jahresabschluss der Josef Ziegler GmbH, Plößberg, Ortsteil Stein vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Es sind keine Umstände erkennbar, die dazu führen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild nicht vermittelt (§ 264 Abs. 2 HGB). Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG). II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Wertansätze in der Bilanz der Firma Josef Ziegler GmbH zum 31.12.2022 wurden als Bilanzvorträge übernommen. Die Ansatz- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr - soweit es sich nicht um durch die Anpassung an die Ergebnisse der steuerlichen Außenprüfung verursachten Änderungen handelt - nicht geändert. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, bewertet. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, bewertet. Als Abschreibungsmethode kam die lineare Methode zur Anwendung. Die Zugänge des beweglichen Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten 800,00 Euro nicht übersteigen, wurden in diesem Geschäftsjahr entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Der steuerliche Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG wurde in die Handelsbilanz übernommen, da der vorliegende Sammelposten für das Unternehmen von untergeordneter Bedeutung ist. Die Nutzungsdauer der Gegenstände des Sachanlagevermögens beträgt überwiegend bei • Gebäuden zwischen 20 und 50 Jahre • technischen Anlagen und Maschinen zwischen 2 und 14 Jahren und • anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 2 und 10 Jahren Vorräte wurden mit den individuellen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit den gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Lagen niedrigere Tageswerte vor, wurden diese angesetzt. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten sowie Fremdkapitalzinsen nicht einbezogen worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, wurden angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Einzelrisiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nominalbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde zum Nennwert angesetzt und enthält kein Disagio. Die Eigenkapitalpositionen sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Pensionsrückstellungen wurden nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß der Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung auf Grund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % bei der Bewertung zugrunde gelegt. Gehalts- und Rentenanpassungen sind mit insgesamt 0,00 % p. a. eingerechnet. Die sonstige Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Es wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt und bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanzi Die Bilanzierung erfolgte vor Verwendung des Jahresüberschusses. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde zum Nennwert angesetzt. Währungsumrechnung Die im Jahresabschluss enthaltenen Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Wechselkurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gliedern sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 300.000,00 Euro (Vorjahr: 300.000,00 Euro). Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 1.539.494,61 Euro (Vorjahr: 1.598.502,49 Euro). Rückstellungen Die Pensionsrückstellung wurde entsprechend dem versicherungsmathematischen Gutachten mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 36.079,00 Euro. Dieser Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 323.600,00 Euro wurden gebildet für den Personalbereich, Gewährleistungen, Archivierungskosten, Beitragsnachforderungen sowie Prüfungs- und Steuerberatungskosten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt TEuro 5.322,1 (Vorjahr: TEuro 652,3) und betrifft ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEuro 12.352,9 und betrifft ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen Verpflichtungen, die sich für die nächsten fünf Jahre auf insgesamt TEuro 510,0 belaufen. Davon sind innerhalb eines Jahres TEuro 212,7 fällig. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. V. Sonstige Angaben Personalstand Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt (keine Umrechnung der Teilzeitkräfte auf Vollzeitkräfte) 107 Personen beschäftigt, davon 80 Arbeiter, 7 Angestellte, 18 Geringverdiener, sowie 2 Geschäftsführer. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind Herr Gerhard Ziegler, Sägewerksmeister und Herr Josef Ziegler, Sägewerksmeister. Jeder Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht. Gewährte Kredite an Gesellschafter Die gewährten Kredite an Gesellschafter betragen am Bilanzstichtag TEuro 1.539,5 (Vorjahr TEuro 1.598,5) und beinhalten die Kredite an Geschäftsführer. Der Zinssatz beträgt 1,8% Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses besteht das Risiko, dass sich die Entwicklungen im Russland-Ukraine-Konflikt negativ auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auswirken. Dies kann aus Versorgungsengpässen in der Lieferkette resultieren. Die konkreten Auswirkungen lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen.
Stein, den 27. März 2025 Josef Ziegler GmbH gez. Josef Ziegler, Geschäftsführer gez. Gerhard Ziegler, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.04.2025 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ziegler Josef GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Ziegler Josef GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Ziegler Josef GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Tirschenreuth, 31. März 2025 Reiner Rosnitschek, Wirtschaftsprüfer |
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