werba print & display GmbH

Am Froschbächle 23, 77815 Bühl, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 747132
Vorher
MAURITIUS 243. Vermögensverwaltungs GmbH
Eingetragen
5.12.2022
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitung
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Druckereierzeugnissen, Werbe- und Verkaufsfördermitteln, insbesondere von Displays sowie Präsentationssystemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Dannhauser
seit 21.2.2025
Prokura
Lennart Johansson
seit 22.12.2023
Geschäftsführer
Dietmar Leppert
seit 28.4.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HL Display Aktiebolag
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

HL Display Aktiebolab
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

werba print & display GmbH (vormals: MAURITIUS 243. Vermögensverwaltungs GmbH)

Bühl (vormals: Bergisch Gladbach)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der werba print & display GmbH & Co. KG für das Jahr 2023

A. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
In 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland nach ersten Berechnungen gegenüber dem Jahr 2022 preisbereinigt um 0,3 %. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde im Jahr 2023 durch das krisengeprägte Umfeld und den nach wie vor hohen Preisen in allen Wirtschaftsstufen gedämpft. Hinzu kommen die ungünstigen Finanzierungsbedingungen, aufgrund steigender Zinsen und eine geringe Nachfrage nach nationalen Produkten aus dem In- und Ausland. Insbesondere im produzierenden Gewerbe ist die Bruttowertschöpfungsquote rückläufig. Die Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten ausweiten und stützten die Wirtschaftslage in 2023. Der Rückgang der privaten Konsumausgaben um 0,8 % aufgrund gestiegener Verbraucherpreise und eine Reduzierung der Staatsausgaben um 1,7 % führten zur Schwächung der allgemeinen Wirtschaftsleistung. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar. Die Importe sanken jedoch kräftiger als die Exporte. Damit kam es zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandsprodukt stützte. (Quelle: Destatis/ Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung vom 15.Januar 2024)
Die Branche, der kunststoffverarbeitenden Industrie in Deutschland, verzeichnete im Jahr 2023 eine Umsatzreduzierung von 6,0%. Im Vorjahr war eine Steigerung um 12,6% ausgewiesen. Die verarbeiteten Mengen reduzierten sich um 1,2 Mio.t (VJ: -0,4 Mio.t). Die Branche der Hersteller von Kunststoffwaren ist in Deutschland vorwiegend von mittelständischen Unternehmen geprägt. Bei dieser Umsatzentwicklung reduzierte sich die Beschäftigtenzahl im Jahr 2023 um 2,2%, (VJ: -1,3%).
Aus den Pressemitteilungen vom Bundesverband Druck + Medien vom 20.12.2023 und vom 31.01.2024 lässt sich zudem ein sinkender Geschäftsklimaindex ableiten. Die Erwartungen für das Jahr 2024 werden in der Branche aufgrund der schwierigen Auftragslage, ausbleibender gesamtwirtschaftlicher Erholung sowie aufgrund des anhaltenden Kostendrucks eher pessimistisch eingeschätzt.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von TEuro 17.508 erzielt.
In Anbetracht der Zurechnung der Produktionsergebnisse nach Übernahme und Anwachsung der Gesellschaftsanteile von der werba print & display GmbH & Co. KG zum Stichtag 03.04.2023 haben wir in 2023 einen außergewöhnlichen Umsatzanstieg zu verzeichnen. Dazu beigetragen haben zwei Sonderprojekte Mitte 2023 mit einem überverhältnismäßigem Auftragsvolumen.
Aufgrund von unerwarteten Verzögerungen im Entwicklungsprozess neuer Ladenbauelemente eines A-Kunden entwickelte sich der geplante Umsatz des Jahres 2023, ohne Berücksichtigung der Sonderaufträge, leicht rückläufig. Die Auftragslage insgesamt erwies sich dennoch als zufriedenstellend und aufgrund der Umstände wie erwartet. Die Auftrags- und damit Umsatzentwicklung im Projektgeschäft kann stark schwanken und ist deshalb nicht prognostizierbar.

3. Geschäftsergebnis

Die Gesellschaft hat im aktiven Geschäftsjahr 2023 ein handelsrechtliches Ergebnis vor Steuern i. H. v. TEuro 2.933 (Vj: TEuro 0,00) erreicht. Mit 23,8 % (Vj: 0,0 %) vom Umsatz wurde der erwartete Ergebniskorridor stark übertroffen. Die übertroffene Umsatzerwartung in Verbindung mit der Reduzierung der laufenden Fixkosten hat zu dem außergewöhnlich guten Geschäftsergebnis beigetragen.

4. Produktion

Wesentliche Änderungen in der Produktion ergeben sich nach der Fortführung der Prozesse der bisherigen werba print & display GmbH & Co. KG nicht.
Firmenweit hängt die Auslastung der Produktion nach wie vor direkt an den akquirierten Projektaufträgen. Die Produktion im Bereich Siebdruck sowie in der Weiterverarbeitung verlief weitgehend im 1-Schichtbetrieb, teilweise je nach Auftragslage auch im 2- bzw. 3-Schichtbetrieb. In der Konfektion und Weiterverarbeitung sind die Beschäftigungsschwankungen je nach Produkt sehr deutlich und wurden 2023 kontinuierlich über Zeitarbeit aufgefangen. Wir können im Jahr 2023 über eine dauerhafte Auslastung der Produktion berichten.

5. Beschaffung

Die Beschaffung folgt der auftragsbezogenen Fertigung. Nachdem sich der überproportionale Anstieg der Materialpreise im Jahr 2023 wieder weitgehend beruhigt hat, haben sich gegen Ende des Jahres die Beschaffungszeiten reguliert. Die Preise stagnierten weiterhin auf hohem Niveau. In der Beschaffung der Verpackungsmaterialien sind erstmals Preissenkungen zu verzeichnen, ebenso vernehmen wir eine schrittweise Reduzierung der Einkaufspreise für Kunststoffplatten. Grundsätzlich lagen keine Engpässe bei der Beschaffung unserer Rohmaterialien vor und sind nicht zu erwarten.

6. Investitionen

Die größte Investition des Jahres 2023 entfiel auf den Erwerb der Kommanditanteile der werba print & display GmbH & Co. KG zu einem Kaufpreis von TEuro 7.000. Mit anschließender Anwachsung sind hieraus Anlagegüter zu Buchwerten in Höhe von TEuro 448 sowie ein erworbener Firmenwert in Höhe von TEuro 3.203 dem Anlagevermögenzugegangen. Daneben waren Neuinvestitionen in Maschinen und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEuro 327zu verzeichnen.

7. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Der Kauf der Geschäftsanteile an der werba print & display GmbH & Co. KG wurde durch die Gesellschafterin im Wege einer Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB finanziert. Anschließende produktionsbedingte Investitionen und die Finanzierung der laufenden Ausgaben konnten mit der vorhandenen Liquidität erfüllt werden. Finanzierungsinstrumente wie Leasingverträge oder Bankdarlehen wurden, bis auf einen Fahrzeugleasingvertrag, nicht eingesetzt.

8. Personal- und Sozialbereich

Im gewerblichen und kaufmännischen Bereich gibt es nur geringe Schwankungen im Beschäftigungsstand. Auf die Angaben im Anhang wird verwiesen.

9. Umweltschutz
Durch die Verarbeitung von Kunststofffolien fallen für einen verarbeitenden Betrieb vergleichsweise wenige Schadstoffe an. Abfälle werden in eigenen Containern getrennt erfasst und über Fachbetriebe entsorgt und im Kreislauf gehalten. Die hergestellten Produkte aus den genannten Rohstoffen stellen aus heutiger Sicht keine Gefährdung der Umwelt dar.

10. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Die Gesellschaft wurde als MAURITIUS 243. Vermögensverwaltungs GmbH, Sitz Bergisch Gladbach, in 2022 gegründet und mit Wirkung vom 30.01.2023 zur werba print & display GmbH mit Sitz in Bühl umfirmiert.
Zum 03.04.2023 erfolgte der Kauf der Kommanditanteile an der werba print und display GmbH & Co. KG mit anschließender Anwachsung des gesamten Vermögens, nach Austritt der Komplementärin, und Fortsetzung der bisherigen Produktionsprozesse. Die bisherige KG ist aufgelöst. Gesellschafter der werba print & display GmbH ist die HL Display AB in Schweden.

B. Lage der Gesellschaft

Die vor Übernahme am 03.04.2023 bestehende Gesellschaft verfügte vorher über keinen aktiven Geschäftsbetrieb. Aus diesem Grunde können keine Vergleichszahlen mit dem Vorjahr herangezogen werden.

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt TEuro 13.477.
Die Gesellschaft verfügt zum Stichtag über eine Eigenkapitalquote von 83 %.
Das Verhältnis Verbindlichkeiten zur Bilanzsumme weist einen Wert von 5% aus.
Die Anlagenintensität beträgt 27 %. Die Gesellschaft nutzt fremde Immobilien. Das Anlagevermögen ist in Höhe von 311 % mit Eigenkapital gedeckt.
Die Intensität der Vorräte liegt bei 24 % und die Forderungsquote bei 17%.
Die Summe der flüssigen Mittel macht fast ein Drittel der Bilanzsumme aus. Diese liegt bei 32%.
Die Vermögenslage wird insgesamt als sehr gut eingeschätzt.

2. Finanzlage / Liquidität

Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch Gesellschafterfinanzierungen und aus dem laufenden Cashflow. Der einfache Cashflow beträgt zum Stichtag TEuro 3.309. Die Liquidität 2. Grades errechnet sich flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen x 100 / kurzfristige Verbindlichkeiten = 990 %
Die Liquidität des Unternehmens im Jahr 2023 war außerordentlich stabil und zu keiner Zeit in Gefahr.

3. Ertrags- und Erfolgslage
Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEuro 2.933 abgeschlossen.
Der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung beträgt 40,74 %.
Die Personalaufwandsquote ist mit 23,16 % zu beziffern.
Die Rentabilitäten und Renditen stellen sich wie folgt dar:

Umsatzrentabilität: Betriebsergebnis / Umsatzerlöse = 16,75%
Eigenkapitalrentabilität: Jahresüberschuss x 100 / Eigenkapital = 26,22%
Gesamtkapitalrendite: Jahresüberschuss + Zinsen x 100 / Bilanzsumme = 21,93 %

Die Ertragslage für 2023, einschränkend ab Beginn 03.04.2023, stellt sich als überdurchschnittlich erfolgreich dar. Hierzu haben die 2 Sonderaufträge und die Reduzierung der laufenden Fixkosten beigetragen.

4. Entwicklung und Lage des Unternehmens

Die Umsatzentwicklung des Unternehmens hat alle Erwartungen für 2023 übertroffen. Gleiches gilt für die sich daraus ableitende Ergebnisentwicklung der Gesellschaft. Um weiterhin stabile Umsätze zu generieren, setzen wir verstärkt auf die Entwicklung neuer Artikel und Produkte sowie auf einen aktiven Vertrieb, der ab Mitte 2024 auch noch verstärkt in den Ländern Schweiz, Frankreich und in den Benelux-Staaten zum Einsatz kommt. Die zukünftige Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft stufen wir daher weiterhin als solide und stabil ein.

C. Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Voraussichtliche Entwicklung
Die Entwicklung des Unternehmens im Berichtsjahr zeigte außergewöhnlich hohe Umsätze und Erträge. Diese werden sich voraussichtlich in 2024 nicht in diesem Maße wiederholen. Aufgrund der Neuausrichtung des Vertriebs in die angrenzenden Nachbarländer und den langjährig guten Geschäftsbeziehungen zu namhaften Firmen rechnen wir für 2024 jedoch mit stabilen Umsätzen auf einem Niveau von ca. 10% unter dem des Jahres 2023. Entsprechend planen wir auch beim Jahresüberschuss mit zufriedenstellenden aber leicht rückläufigen Erträgen.
Für das Jahr 2024 gehen wir von einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung aus.
2. Risiken der künftigen Entwicklung
Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir nicht. Durch die gute Bekanntheit am Markt, der ständigen Entwicklung und Verbesserungen neuer und altbewährter Produkte sowie unserer Flexibilität, sich schnell an das Wirtschaftsgeschehen anzupassen, erarbeiten wir uns stets neue Chancen. Eine der größten Aufgaben für die Zukunft ist es, dem bekannten Fachkräftemangel entgegenzuwirken, um die zukünftige Weiterentwicklung des Unternehmens sicherzustellen.
3. Chancen der künftigen Entwicklung
Wir bewerten die Chancen der künftigen Entwicklung des Unternehmens vor dem Hintergrund der Vielseitigkeit der entwickelten Kundenlösungen, wie auch der organisatorischen Entwicklung und Eingliederung in die Konzernstrukturen der HL- Gruppe als positiv.
Da das Hauptkundenklientel in dem funktionierenden und systemrelevanten Handel (Lebensmittel und Drogerien) angesiedelt ist, sehen wir hier weiteres Entwicklungspotential und eine gute Basis für die Zukunft.

D. Sonstige Angaben

1. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Weitere Angaben zu Vorgängen nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht veranlasst.

2. Verwendung von Finanzinstrumenten

Angaben zur Verwendung von Finanzierungsinstrumenten sind nicht veranlasst.
3. Forschung und Entwicklung

Auf die Neu-Eintragung von Geschmacksmustern für Neuentwicklungen wurde wegen der geringen Schutzwirkung meist verzichtet.

4. Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Bühl, den 28. Februar 2024

gez.Lennart Johansson, Geschäftsführer

gez. Dietmar Leppert, Commercial Direktor, Prokurist

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.601.922,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.994.186,45
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2.962.867,07
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 31.319,38
II. Sachanlagen 607.735,73
1. technische Anlagen und Maschinen 240.653,36
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 367.082,37
B. Umlaufvermögen 9.796.765,88 12.523,62
I. Vorräte 3.214.839,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.281.080,28
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.260,52
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.261.819,76
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 99.773,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.300.846,46 12.523,62
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.511,92
D. Aktive latente Steuern 24.023,25
Aktiva 13.477.223,23 12.523,62

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.187.829,35 12.500,00
I. eingefordertes Kapital 25.000,00 12.500,00
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen 0,00 -12.500,00
II. Kapitalrücklage 8.229.554,00
III. Jahresüberschuss 2.933.275,35
B. Rückstellungen 1.623.249,17 23,62
C. Verbindlichkeiten 664.686,39
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 104.142,01
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 104.142,01
2. sonstige Verbindlichkeiten 560.544,38
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 560.544,38
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.458,32
Passiva 13.477.223,23 12.523,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 10.841.421,15
2. Personalaufwand 4.223.918,70
a) Löhne und Gehälter 3.470.907,54
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 753.011,16
davon für Altersversorgung 173,80
3. Abschreibungen 376.420,33
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 376.420,33
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.111.264,29
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 116,73
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 56.815,62
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.537,35
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.230.820,75
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 24.023,25
8. Ergebnis nach Steuern 2.933.275,35
9. Jahresüberschuss 2.933.275,35

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma: werba print & display GmbH
Sitz: Bühl
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 747132

Die Gesellschaft ist verpflichtet, einen Jahresabschluss im Sinne des § 264a HGB geltenden Vorschriften zu erstellen. Sie weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Abweichungen in der Darstellungsform aufeinander folgender Jahresabschlüsse sind nicht gegeben.
Angaben zur betragsmäßigen Unvergleichbarkeit von Abschlussposten des laufenden Geschäftsjahres mit denen des Vorjahres und zu notwendig gewordenen betragsmäßigen Anpassungen von Abschlussposten des Vorjahres sind nicht veranlasst. Ergänzungen des Jahresabschlusses um für zusätzlich vorhandene Geschäftszweige vorgesehene Gliederungen sind nicht erforderlich. Abschlussposten sind nicht aus Gründen der Klarheit zusammengefasst worden. Besondere Umstände, auf Grund derer der Jahresabschluss trotz Beachtung der GoB kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt, liegen nicht vor.

Größenabhängige Erleichterungen wurden in Anspruch genommen. In Aufbau und Gliederung folgen Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt (§ 275 Abs. 2 HGB).

Die Gesellschaft wurde als MAURITIUS 243. Vermögensverwaltungs GmbH, mit Sitz in Bergisch Gladbach, am 05.12.2022 in das Handelsregister eingetragen und mit Urkunde vom 30.01.2023 zur werba print & display GmbH mit Sitz in Bühl umfirmiert. Zum 03.04.2023 erfolgte der Kauf der Kommanditanteile an der werba print und display GmbH & Co. KG. Nach Austritt der Komplementärin aus der Tochtergesellschaft ist deren gesamtes Vermögens nach § 738 Abs. 1 Satz 1 BGB angewachsen. Die Übernahme der Vermögensgegenstände und Schulden des vorherigen Rechtsträgers wurden nach Erstellung einer Schlussbilanz als laufender Geschäftsvorfall in der Buchführung der Gesellschaft erfasst. Die Bewertung der Posten erfolgte dabei zu Buchwerten. Die Gesellschaft hat zudem die Bilanzierungsentscheidungen und Bewertungseinheiten des übertragenden Rechtsträgers in dessen Schlussbilanz in seine zu berichtende Schlussbilanz im Sinne des § 254 HGB übernommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des HGB, sie wurden stetig angewendet. Für steuerliche Zwecke wurde eine gesonderte Steuerbilanz erstellt. Bewertungserhebliche Umstände nach dem Abschlussstichtag sind nicht bekannt geworden.

Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die aus der Übernahme der werba print & display GmbH & Co. KG stammenden Anlagegüter wurden zu Buchwerten fortgeführt. Die Aufnahme dieser Wirtschaftsgüter in die Anlagenbuchführung wurde als Zugang erfasst. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen worden. Die Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode unter Beachtung der allgemeinen Abschreibungsgrundsätze berechnet. Bei Anlagenzugängen und noch nicht vollständig abgeschriebenen Anlagenabgängen wurde die zeitanteilige Abschreibung verrechnet. Die voraussichtliche Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerts konnte nicht verlässlich geschätzt werden. Die planmäßige Abschreibung erfolgt dehalb über einen Zeitraum von 10 Jahren gem. § 253 Abs. 3 HGB. Bei Geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden die Vorschriften gem. § 6 (2) EStG angewandt. Sofern die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens dauerhaft im Wert gesunken sind, wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Warenposten und Erzeugnisse mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, die den Nominalbeträgen entsprachen, bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos, von Zahlungsabzügen und notwendigen Mahn- und Beitreibungskosten wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Einzelwertberichtigungen waren nicht zu veranlassen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Anschaffungskosten, die den Nennbeträgen entsprachen, bilanziert.

Aktive Rechnungsabgrenzung

Die Aktive Rechnungsabgrenzung betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen (transitorische Abgrenzungsposten).

Aktive latente Steuern
Vom Wahlrecht der Bildung aktiver latenter Steuern wurde Gebrauch gemacht. Ursächlich dafür ist der Ansatz unterschiedlichen Nutzungsdauern in der Handelsbilanz und Steuerbilanz für den entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerts und das damit differierende Abschreibungsvolumen.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen der Gesellschaft. Sie wurden mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet.

Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Erhaltene Anzahlungen
Die erhaltenen Anzahlungen wurden zum vereinnahmten Betrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzung
Die Passive Rechnungsabgrenzung betrifft Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

III. Angaben zu den Posten der Bilanz

Angaben zu AKTIVA

1. Anlagevermögen

Bezüglich der Aufgliederung der Anlagepositionen und ihrer Entwicklung verweisen wir auf den Bruttoanlagenspiegel (Anlage zum Anhang).

2. Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgte mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigen beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen folgende Restlaufzeiten auf.

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 kleiner 1 Jahr größer 1 Jahr
TEuro TEuro TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 2.105,4 2.105,4 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 19,3 19,3 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 156,4 56,6 99,8
Summe 2.281,1 2.181,3 99,8


4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Lizenz- und Software-Wartungsverträge, Versicherungen sowie Werbeaufwand soweit diese auf einen Zeitraum nach dem Stichtag entfallen.

5. Aktive latente Steuern


Handelsbilanz
Steuerbilanz
Unterschied
Geschäfts- u. Firmenwert



Buchwert 31.12.2023
2.962.867,07 €
3.042.944,56 €
80.077,49 €
davon 30 % Steueraufwand


24.023,25 €


Angaben zu PASSIVA

1. Eigenkapital / Ergebnisverwendung

Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgte gem. § 272 HGB.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt Euro 25.000,00 und ist vollständig einbezahlt.

Mit Beschluss vom 30.03.2023 hat die Gesellschafterin eine freiwillige Zahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von Euro 8.229.554,00 beschlossen und geleistet.

2. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEuro 1.113,5 beinhalten die zu erwartende Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuernachzahlung für den Erhebungszeitraum 2023.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus Urlaubs- und Zeitguthaben von Mitarbeitern, Bonus- und Tantiemevereinbarungen sowie Rückstellungen für Bonusvereinbarungen mit Kunden, ausstehende Frachkosten und Energieverbrauchskosten.

Sonstige
3. Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023

kleiner 1 J.
1 bis 5 J.
größer 5 J.

TEuro
TEuro
TEuro
TEuro
erhaltene Anzahlungen
23,2
23,2
0,0
0,0
aus Lieferungen und Leistungen
423,5
423,5
0,0
0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen
104,1
104,1
0,0
0,0
sonstige Verbindlichkeiten
113,9
113,9
0,0
0,0
Summe
664,7
664,7
0,0
0,0


Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEuro 106,3.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen § 285 S.1 Nr. 3a HGB

Sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung, soweit nicht bereits in der Bilanz enthalten, bestanden zum Bilanzstichtag aus Miet- und Pachtverträgen mit Laufzeiten bis maximal zum Jahr 2028 in Höhe von ca. TEuro 1.193,0. Daneben bestanden Verpflichtungen aus Lieferverträgen über Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren.

IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt. Diese enthält im wesentlichen das Ergebnis des operativen Geschäftsbetriebs ab 03.04.2023. Die Umsatzserlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. § 285 Nr. 4 HGB wurde unter Bezug auf § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEuro 1.230,8 belasten in vollem Umfang das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

V. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 133 Arbeitnehmer beschäftigt.

Heimarbeiter 32
Arbeitnehmer Aushilfskräfte 15
Arbeitnehmer Angestellte + Arbeiter 86
Arbeitnehmer Summe 133

2. Organe der Gesellschaft

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer der Gesellschaft sind / waren :

Frau Sandra Bott, geb. 25.09.1973, Bergisch Gladbach vom 26.09.2022 bis 30.01.2023
Herr Reinhard Rollet, geb. 24.11.1961, Mödling / Österreich vom 30.01.2023 bis 22.12.2023
Herr Lennart Johansson, geb. 15.01.1974, Akersberga / Schweden ab 22.12.2023

mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschliessen. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.

Herrn Dietmar Leppert, geb. 26.06.1963, Hügelsheim wurde Einzelprokura erteilt.

3. Beteiligungen

Es bestanden keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

4. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge eingetreten, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst haben.

5. Gewinnverwendung

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen den Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von Euro 2.933.275,35 auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Bühl, 28. Februar 2024

gez. Lennart Johansson, Geschäftsführer

gez. Dietmar Leppert, Commercial Direktor, Prokurist

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 08.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die werba print & display GmbH, Bühl
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der werba print & display GmbH, Bühl, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der werba print & display GmbH, Bühl, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ulm, den 28. Februar 2024


Dr. Werdich Wirtschaftstreuhand GmbH

gez. Prof. Dr. Hans Werdich, Wirtschaftsprüfer

gez. Alexander Grohe, Wirtschaftsprüfer

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