werba print
& display GmbH (vormals: MAURITIUS 243.
Vermögensverwaltungs GmbH)
Bühl
(vormals: Bergisch Gladbach)
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
der werba print & display GmbH & Co. KG für das
Jahr 2023
A.
Geschäftsverlauf
1.
Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft
In 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland
nach ersten Berechnungen gegenüber dem Jahr 2022
preisbereinigt um 0,3 %. Kalenderbereinigt betrug der
Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wurde im
Jahr 2023 durch das krisengeprägte Umfeld und den nach
wie vor hohen Preisen in allen Wirtschaftsstufen
gedämpft. Hinzu kommen die ungünstigen
Finanzierungsbedingungen, aufgrund steigender Zinsen und eine
geringe Nachfrage nach nationalen Produkten aus dem In- und
Ausland. Insbesondere im produzierenden Gewerbe ist die
Bruttowertschöpfungsquote rückläufig. Die
Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen
Aktivitäten ausweiten und stützten die
Wirtschaftslage in 2023. Der Rückgang der privaten
Konsumausgaben um 0,8 % aufgrund gestiegener
Verbraucherpreise und eine Reduzierung der Staatsausgaben um
1,7 % führten zur Schwächung der allgemeinen
Wirtschaftsleistung. Die verhaltene weltwirtschaftliche
Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten
sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar. Die Importe
sanken jedoch kräftiger als die Exporte. Damit kam es zu
einem positiven Außenbeitrag, der das
Bruttoinlandsprodukt stützte. (Quelle: Destatis/
Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung vom 15.Januar 2024)
Die Branche, der kunststoffverarbeitenden Industrie in
Deutschland, verzeichnete im Jahr 2023 eine Umsatzreduzierung
von 6,0%. Im Vorjahr war eine Steigerung um 12,6%
ausgewiesen. Die verarbeiteten Mengen reduzierten sich um 1,2
Mio.t (VJ: -0,4 Mio.t). Die Branche der Hersteller von
Kunststoffwaren ist in Deutschland vorwiegend von
mittelständischen Unternehmen geprägt. Bei dieser
Umsatzentwicklung reduzierte sich die Beschäftigtenzahl
im Jahr 2023 um 2,2%, (VJ: -1,3%).
Aus den Pressemitteilungen vom Bundesverband Druck +
Medien vom 20.12.2023 und vom 31.01.2024 lässt sich
zudem ein sinkender Geschäftsklimaindex ableiten. Die
Erwartungen für das Jahr 2024 werden in der Branche
aufgrund der schwierigen Auftragslage, ausbleibender
gesamtwirtschaftlicher Erholung sowie aufgrund des
anhaltenden Kostendrucks eher pessimistisch
eingeschätzt.
2.
Umsatz- und Auftragsentwicklung
Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Umsatz von TEuro
17.508 erzielt.
In Anbetracht der Zurechnung der Produktionsergebnisse
nach Übernahme und Anwachsung der Gesellschaftsanteile
von der werba print & display GmbH & Co. KG zum
Stichtag 03.04.2023 haben wir in 2023 einen
außergewöhnlichen Umsatzanstieg zu verzeichnen.
Dazu beigetragen haben zwei Sonderprojekte Mitte 2023 mit
einem überverhältnismäßigem
Auftragsvolumen.
Aufgrund von unerwarteten Verzögerungen im
Entwicklungsprozess neuer Ladenbauelemente eines A-Kunden
entwickelte sich der geplante Umsatz des Jahres 2023, ohne
Berücksichtigung der Sonderaufträge, leicht
rückläufig. Die Auftragslage insgesamt erwies sich
dennoch als zufriedenstellend und aufgrund der Umstände
wie erwartet. Die Auftrags- und damit Umsatzentwicklung im
Projektgeschäft kann stark schwanken und ist deshalb
nicht prognostizierbar.
3.
Geschäftsergebnis
Die Gesellschaft hat im aktiven Geschäftsjahr 2023
ein handelsrechtliches Ergebnis vor Steuern i. H. v. TEuro
2.933 (Vj: TEuro 0,00) erreicht. Mit 23,8 % (Vj: 0,0 %) vom
Umsatz wurde der erwartete Ergebniskorridor stark
übertroffen. Die übertroffene Umsatzerwartung in
Verbindung mit der Reduzierung der laufenden Fixkosten hat zu
dem außergewöhnlich guten Geschäftsergebnis
beigetragen.
4.
Produktion
Wesentliche Änderungen in der Produktion ergeben
sich nach der Fortführung der Prozesse der bisherigen
werba print & display GmbH & Co. KG nicht.
Firmenweit hängt die Auslastung der Produktion
nach wie vor direkt an den akquirierten
Projektaufträgen. Die Produktion im Bereich Siebdruck
sowie in der Weiterverarbeitung verlief weitgehend im
1-Schichtbetrieb, teilweise je nach Auftragslage auch im 2-
bzw. 3-Schichtbetrieb. In der Konfektion und
Weiterverarbeitung sind die Beschäftigungsschwankungen
je nach Produkt sehr deutlich und wurden 2023 kontinuierlich
über Zeitarbeit aufgefangen. Wir können im Jahr
2023 über eine dauerhafte Auslastung der Produktion
berichten.
5.
Beschaffung
Die Beschaffung folgt der auftragsbezogenen Fertigung.
Nachdem sich der überproportionale Anstieg der
Materialpreise im Jahr 2023 wieder weitgehend beruhigt hat,
haben sich gegen Ende des Jahres die Beschaffungszeiten
reguliert. Die Preise stagnierten weiterhin auf hohem Niveau.
In der Beschaffung der Verpackungsmaterialien sind erstmals
Preissenkungen zu verzeichnen, ebenso vernehmen wir eine
schrittweise Reduzierung der Einkaufspreise für
Kunststoffplatten. Grundsätzlich lagen keine
Engpässe bei der Beschaffung unserer Rohmaterialien vor
und sind nicht zu erwarten.
6.
Investitionen
Die größte Investition des Jahres 2023
entfiel auf den Erwerb der Kommanditanteile der werba print
& display GmbH & Co. KG zu einem Kaufpreis von TEuro
7.000. Mit anschließender Anwachsung sind hieraus
Anlagegüter zu Buchwerten in Höhe von TEuro 448
sowie ein erworbener Firmenwert in Höhe von TEuro 3.203
dem Anlagevermögenzugegangen. Daneben waren
Neuinvestitionen in Maschinen und in die Betriebs- und
Geschäftsausstattung in Höhe von TEuro 327zu
verzeichnen.
7.
Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben
Der Kauf der Geschäftsanteile an der werba print
& display GmbH & Co. KG wurde durch die
Gesellschafterin im Wege einer Zuzahlung in die
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
finanziert. Anschließende produktionsbedingte
Investitionen und die Finanzierung der laufenden Ausgaben
konnten mit der vorhandenen Liquidität erfüllt
werden. Finanzierungsinstrumente wie Leasingverträge
oder Bankdarlehen wurden, bis auf einen
Fahrzeugleasingvertrag, nicht eingesetzt.
8.
Personal- und Sozialbereich
Im gewerblichen und kaufmännischen Bereich gibt es
nur geringe Schwankungen im Beschäftigungsstand. Auf die
Angaben im Anhang wird verwiesen.
9.
Umweltschutz
Durch die Verarbeitung von Kunststofffolien fallen
für einen verarbeitenden Betrieb vergleichsweise wenige
Schadstoffe an. Abfälle werden in eigenen Containern
getrennt erfasst und über Fachbetriebe entsorgt und im
Kreislauf gehalten. Die hergestellten Produkte aus den
genannten Rohstoffen stellen aus heutiger Sicht keine
Gefährdung der Umwelt dar.
10.
Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im
Geschäftsjahr
Die Gesellschaft wurde als MAURITIUS 243.
Vermögensverwaltungs GmbH, Sitz Bergisch Gladbach, in
2022 gegründet und mit Wirkung vom 30.01.2023 zur werba
print & display GmbH mit Sitz in Bühl umfirmiert.
Zum 03.04.2023 erfolgte der Kauf der Kommanditanteile
an der werba print und display GmbH & Co. KG mit
anschließender Anwachsung des gesamten Vermögens,
nach Austritt der Komplementärin, und Fortsetzung der
bisherigen Produktionsprozesse. Die bisherige KG ist
aufgelöst. Gesellschafter der werba print & display
GmbH ist die HL Display AB in Schweden.
B.
Lage der Gesellschaft
Die vor Übernahme am 03.04.2023 bestehende
Gesellschaft verfügte vorher über keinen aktiven
Geschäftsbetrieb. Aus diesem Grunde können keine
Vergleichszahlen mit dem Vorjahr herangezogen werden.
1.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt
TEuro 13.477.
Die Gesellschaft verfügt zum Stichtag über
eine Eigenkapitalquote von 83 %.
Das Verhältnis Verbindlichkeiten zur Bilanzsumme
weist einen Wert von 5% aus.
Die Anlagenintensität beträgt 27 %. Die
Gesellschaft nutzt fremde Immobilien. Das Anlagevermögen
ist in Höhe von 311 % mit Eigenkapital gedeckt.
Die Intensität der Vorräte liegt bei 24 % und
die Forderungsquote bei 17%.
Die Summe der flüssigen Mittel macht fast ein
Drittel der Bilanzsumme aus. Diese liegt bei 32%.
Die Vermögenslage wird insgesamt als sehr gut
eingeschätzt.
2.
Finanzlage / Liquidität
Die Finanzierung des Unternehmens erfolgte im
Geschäftsjahr 2023 durch Gesellschafterfinanzierungen
und aus dem laufenden Cashflow. Der einfache Cashflow
beträgt zum Stichtag TEuro 3.309. Die Liquidität 2.
Grades errechnet sich flüssige Mittel + kurzfristige
Forderungen x 100 / kurzfristige Verbindlichkeiten = 990 %
Die Liquidität des Unternehmens im Jahr 2023 war
außerordentlich stabil und zu keiner Zeit in Gefahr.
3.
Ertrags- und Erfolgslage
Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem
Jahresüberschuss in Höhe von TEuro 2.933
abgeschlossen.
Der Materialaufwand im Verhältnis zur
Gesamtleistung beträgt 40,74 %.
Die Personalaufwandsquote ist mit 23,16 % zu beziffern.
Die Rentabilitäten und Renditen stellen sich wie
folgt dar:
| Umsatzrentabilität:
Betriebsergebnis / Umsatzerlöse = |
16,75% |
|
Eigenkapitalrentabilität: Jahresüberschuss x
100 / Eigenkapital = |
26,22% |
| Gesamtkapitalrendite:
Jahresüberschuss + Zinsen x 100 / Bilanzsumme
= |
21,93 % |
Die Ertragslage für 2023, einschränkend ab
Beginn 03.04.2023, stellt sich als überdurchschnittlich
erfolgreich dar. Hierzu haben die 2 Sonderaufträge und
die Reduzierung der laufenden Fixkosten beigetragen.
4.
Entwicklung und Lage des Unternehmens
Die Umsatzentwicklung des Unternehmens hat alle
Erwartungen für 2023 übertroffen. Gleiches gilt
für die sich daraus ableitende Ergebnisentwicklung der
Gesellschaft. Um weiterhin stabile Umsätze zu
generieren, setzen wir verstärkt auf die Entwicklung
neuer Artikel und Produkte sowie auf einen aktiven Vertrieb,
der ab Mitte 2024 auch noch verstärkt in den
Ländern Schweiz, Frankreich und in den Benelux-Staaten
zum Einsatz kommt. Die zukünftige Vermögens- und
Finanzlage der Gesellschaft stufen wir daher weiterhin als
solide und stabil ein.
C.
Voraussichtliche Entwicklung mit Hinweisen auf wesentliche
Chancen und Risiken
der künftigen Entwicklung
1.
Voraussichtliche Entwicklung
Die Entwicklung des Unternehmens im Berichtsjahr zeigte
außergewöhnlich hohe Umsätze und
Erträge. Diese werden sich voraussichtlich in 2024 nicht
in diesem Maße wiederholen. Aufgrund der Neuausrichtung
des Vertriebs in die angrenzenden Nachbarländer und den
langjährig guten Geschäftsbeziehungen zu namhaften
Firmen rechnen wir für 2024 jedoch mit stabilen
Umsätzen auf einem Niveau von ca. 10% unter dem des
Jahres 2023. Entsprechend planen wir auch beim
Jahresüberschuss mit zufriedenstellenden aber leicht
rückläufigen Erträgen.
Für das Jahr 2024 gehen wir von einer Fortsetzung
der positiven Geschäftsentwicklung aus.
2.
Risiken der künftigen Entwicklung
Wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung
sehen wir nicht. Durch die gute Bekanntheit am Markt, der
ständigen Entwicklung und Verbesserungen neuer und
altbewährter Produkte sowie unserer Flexibilität,
sich schnell an das Wirtschaftsgeschehen anzupassen,
erarbeiten wir uns stets neue Chancen. Eine der
größten Aufgaben für die Zukunft ist es, dem
bekannten Fachkräftemangel entgegenzuwirken, um die
zukünftige Weiterentwicklung des Unternehmens
sicherzustellen.
3.
Chancen der künftigen Entwicklung
Wir bewerten die Chancen der künftigen Entwicklung
des Unternehmens vor dem Hintergrund der Vielseitigkeit der
entwickelten Kundenlösungen, wie auch der
organisatorischen Entwicklung und Eingliederung in die
Konzernstrukturen der HL- Gruppe als positiv.
Da das Hauptkundenklientel in dem funktionierenden und
systemrelevanten Handel (Lebensmittel und Drogerien)
angesiedelt ist, sehen wir hier weiteres
Entwicklungspotential und eine gute Basis für die
Zukunft.
D.
Sonstige Angaben
1.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des
Geschäftsjahres
Weitere Angaben zu Vorgängen nach Schluss des
Geschäftsjahres sind nicht veranlasst.
2.
Verwendung von Finanzinstrumenten
Angaben zur Verwendung von Finanzierungsinstrumenten
sind nicht veranlasst.
3.
Forschung und Entwicklung
Auf die Neu-Eintragung von Geschmacksmustern für
Neuentwicklungen wurde wegen der geringen Schutzwirkung meist
verzichtet.
4.
Bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft
Es bestehen keine Zweigniederlassungen.
Bühl, den 28. Februar
2024
gez.Lennart
Johansson, Geschäftsführer
gez.
Dietmar Leppert, Commercial Direktor, Prokurist
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
3.601.922,18 |
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
2.994.186,45 |
|
| 1.
Geschäfts- oder Firmenwert |
2.962.867,07 |
|
| 2.
Sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
31.319,38 |
|
| II.
Sachanlagen |
607.735,73 |
|
| 1.
technische Anlagen und Maschinen |
240.653,36 |
|
| 2.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
367.082,37 |
|
| B.
Umlaufvermögen |
9.796.765,88 |
12.523,62 |
| I.
Vorräte |
3.214.839,14 |
|
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.281.080,28 |
|
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
19.260,52 |
|
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
2.261.819,76 |
|
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
99.773,00 |
|
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
4.300.846,46 |
12.523,62 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
54.511,92 |
|
| D.
Aktive latente Steuern |
24.023,25 |
|
| Aktiva |
13.477.223,23 |
12.523,62 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
11.187.829,35 |
12.500,00 |
| I.
eingefordertes Kapital |
25.000,00 |
12.500,00 |
| 1.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| 2.
nicht eingeforderte ausstehende Einlagen |
0,00 |
-12.500,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
8.229.554,00 |
|
| III.
Jahresüberschuss |
2.933.275,35 |
|
| B.
Rückstellungen |
1.623.249,17 |
23,62 |
| C.
Verbindlichkeiten |
664.686,39 |
|
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
104.142,01 |
|
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
104.142,01 |
|
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
560.544,38 |
|
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
560.544,38 |
|
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
1.458,32 |
|
| Passiva |
13.477.223,23 |
12.523,62 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
10.841.421,15 |
| 2.
Personalaufwand |
4.223.918,70 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.470.907,54 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
753.011,16 |
| davon
für Altersversorgung |
173,80 |
| 3.
Abschreibungen |
376.420,33 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
376.420,33 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
2.111.264,29 |
| davon
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
116,73 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
56.815,62 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
22.537,35 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
1.230.820,75 |
| davon
Erträge aus der Zuführung und Auflösung
von latenten Steuern |
24.023,25 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
2.933.275,35 |
| 9.
Jahresüberschuss |
2.933.275,35 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
I.
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firma: |
werba print & display
GmbH |
| Sitz: |
Bühl |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Mannheim |
| Register-Nr.: |
HRB 747132 |
Die Gesellschaft ist verpflichtet, einen
Jahresabschluss im Sinne des § 264a HGB geltenden
Vorschriften zu erstellen. Sie weist zum Abschlussstichtag
die Größenmerkmale einer mittelgroßen
Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Die
Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme
der Unternehmensfortführung. Abweichungen in der
Darstellungsform aufeinander folgender Jahresabschlüsse
sind nicht gegeben.
Angaben zur betragsmäßigen
Unvergleichbarkeit von Abschlussposten des laufenden
Geschäftsjahres mit denen des Vorjahres und zu notwendig
gewordenen betragsmäßigen Anpassungen von
Abschlussposten des Vorjahres sind nicht veranlasst.
Ergänzungen des Jahresabschlusses um für
zusätzlich vorhandene Geschäftszweige vorgesehene
Gliederungen sind nicht erforderlich. Abschlussposten sind
nicht aus Gründen der Klarheit zusammengefasst worden.
Besondere Umstände, auf Grund derer der Jahresabschluss
trotz Beachtung der GoB kein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt, liegen
nicht vor.
Größenabhängige Erleichterungen wurden
in Anspruch genommen. In Aufbau und Gliederung folgen Bilanz
und Gewinn- und Verlustrechnung den Vorschriften der
§§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung
wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt (§ 275
Abs. 2 HGB).
Die Gesellschaft wurde als MAURITIUS 243.
Vermögensverwaltungs GmbH, mit Sitz in Bergisch
Gladbach, am 05.12.2022 in das Handelsregister eingetragen
und mit Urkunde vom 30.01.2023 zur werba print & display
GmbH mit Sitz in Bühl umfirmiert. Zum 03.04.2023
erfolgte der Kauf der Kommanditanteile an der werba print und
display GmbH & Co. KG. Nach Austritt der
Komplementärin aus der Tochtergesellschaft ist deren
gesamtes Vermögens nach § 738 Abs. 1 Satz 1 BGB
angewachsen. Die Übernahme der
Vermögensgegenstände und Schulden des vorherigen
Rechtsträgers wurden nach Erstellung einer Schlussbilanz
als laufender Geschäftsvorfall in der Buchführung
der Gesellschaft erfasst. Die Bewertung der Posten erfolgte
dabei zu Buchwerten. Die Gesellschaft hat zudem die
Bilanzierungsentscheidungen und Bewertungseinheiten des
übertragenden Rechtsträgers in dessen Schlussbilanz
in seine zu berichtende Schlussbilanz im Sinne des § 254
HGB übernommen.
II.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen
den Vorschriften des HGB, sie wurden stetig angewendet.
Für steuerliche Zwecke wurde eine gesonderte
Steuerbilanz erstellt. Bewertungserhebliche Umstände
nach dem Abschlussstichtag sind nicht bekannt geworden.
Anlagevermögen
Die Vermögensgegenstände des immateriellen
Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens wurden
mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich
planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die aus der
Übernahme der werba print & display GmbH & Co.
KG stammenden Anlagegüter wurden zu Buchwerten
fortgeführt. Die Aufnahme dieser Wirtschaftsgüter
in die Anlagenbuchführung wurde als Zugang erfasst.
Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die
Herstellungskosten einbezogen worden. Die Abschreibungen
wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände
planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode
unter Beachtung der allgemeinen Abschreibungsgrundsätze
berechnet. Bei Anlagenzugängen und noch nicht
vollständig abgeschriebenen Anlagenabgängen wurde
die zeitanteilige Abschreibung verrechnet. Die
voraussichtliche Nutzungsdauer des entgeltlich erworbenen
Geschäfts- und Firmenwerts konnte nicht verlässlich
geschätzt werden. Die planmäßige Abschreibung
erfolgt dehalb über einen Zeitraum von 10 Jahren gem.
§ 253 Abs. 3 HGB. Bei Geringwertigen
Wirtschaftsgütern wurden die Vorschriften gem. § 6
(2) EStG angewandt. Sofern die Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens dauerhaft im Wert gesunken sind,
wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.
Umlaufvermögen
Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten bzw.
Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips
bewertet. Warenposten und Erzeugnisse mit verminderter
Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden
Wert abgeschrieben. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht
in die Herstellungskosten einbezogen.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände wurden mit den
Anschaffungskosten, die den Nominalbeträgen entsprachen,
bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos, von
Zahlungsabzügen und notwendigen Mahn- und
Beitreibungskosten wurde eine Pauschalwertberichtigung auf
die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.
Einzelwertberichtigungen waren nicht zu veranlassen.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten
wurden mit den Anschaffungskosten, die den Nennbeträgen
entsprachen, bilanziert.
Aktive Rechnungsabgrenzung
Die Aktive Rechnungsabgrenzung betrifft Ausgaben vor
dem Abschlussstichtag die Aufwand für eine bestimmte
Zeit nach diesem Tage darstellen (transitorische
Abgrenzungsposten).
Aktive latente Steuern
Vom Wahlrecht der Bildung aktiver latenter Steuern
wurde Gebrauch gemacht. Ursächlich dafür ist der
Ansatz unterschiedlichen Nutzungsdauern in der Handelsbilanz
und Steuerbilanz für den entgeltlich erworbenen
Geschäfts- und Firmenwerts und das damit differierende
Abschreibungsvolumen.
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen der
Gesellschaft. Sie wurden mit den nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbeträgen bewertet.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten wurden mit den
Erfüllungsbeträgen passiviert.
Erhaltene Anzahlungen
Die erhaltenen Anzahlungen wurden zum vereinnahmten
Betrag angesetzt.
Passive Rechnungsabgrenzung
Die Passive Rechnungsabgrenzung betrifft Einnahmen vor
dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte
Zeit nach diesem Stichtag darstellen.
III.
Angaben zu den Posten der Bilanz
Angaben zu AKTIVA
1.
Anlagevermögen
Bezüglich der Aufgliederung der Anlagepositionen
und ihrer Entwicklung verweisen wir auf den
Bruttoanlagenspiegel (Anlage zum Anhang).
2. Vorräte
Die Bewertung der Vorräte erfolgte mit den
Anschaffungskosten bzw. dem niedrigen beizulegenden Wert am
Bilanzstichtag.
3.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände weisen folgende Restlaufzeiten
auf.
|
Art der Forderung
zum |
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
|
31.12.2023
|
|
kleiner 1 Jahr
|
größer 1 Jahr
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
| aus Lieferungen und
Leistungen |
2.105,4 |
2.105,4 |
0,0 |
| gegenüber verbundenen
Unternehmen |
19,3 |
19,3 |
0,0 |
| sonstige
Vermögensgegenstände |
156,4 |
56,6 |
99,8 |
|
Summe
|
2.281,1
|
2.181,3
|
99,8
|
4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im
Wesentlichen Lizenz- und Software-Wartungsverträge,
Versicherungen sowie Werbeaufwand soweit diese auf einen
Zeitraum nach dem Stichtag entfallen.
5. Aktive latente Steuern
|
Handelsbilanz
|
Steuerbilanz
|
Unterschied
|
Geschäfts- u.
Firmenwert
|
|
|
|
Buchwert 31.12.2023
|
2.962.867,07 €
|
3.042.944,56 €
|
80.077,49 €
|
davon 30 % Steueraufwand
|
|
|
24.023,25 €
|
Angaben zu PASSIVA
1.
Eigenkapital / Ergebnisverwendung
Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgte gem. §
272 HGB.
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt Euro
25.000,00 und ist vollständig einbezahlt.
Mit Beschluss vom 30.03.2023 hat die Gesellschafterin
eine freiwillige Zahlung in die Kapitalrücklage nach
§ 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von Euro
8.229.554,00 beschlossen und geleistet.
2. Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEuro
1.113,5 beinhalten die zu erwartende Körperschaftsteuer-
und Gewerbesteuernachzahlung für den Erhebungszeitraum
2023.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im
Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus
Urlaubs- und Zeitguthaben von Mitarbeitern, Bonus- und
Tantiemevereinbarungen sowie Rückstellungen für
Bonusvereinbarungen mit Kunden, ausstehende Frachkosten und
Energieverbrauchskosten.
Sonstige
3.
Verbindlichkeiten
Art der Verbindlichkeit zum
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
31.12.2023
|
|
kleiner 1 J.
|
1 bis 5 J.
|
größer 5 J.
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
erhaltene Anzahlungen
|
23,2
|
23,2
|
0,0
|
0,0
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
423,5
|
423,5
|
0,0
|
0,0
|
gegenüber verbundenen
Unternehmen
|
104,1
|
104,1
|
0,0
|
0,0
|
sonstige Verbindlichkeiten
|
113,9
|
113,9
|
0,0
|
0,0
|
Summe
|
664,7
|
664,7
|
0,0
|
0,0
|
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten
Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEuro 106,3.
Haftungsverhältnisse
Haftungsverhältnisse bestanden zum
Abschlussstichtag nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen § 285 S.1 Nr. 3a
HGB
Sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung,
soweit nicht bereits in der Bilanz enthalten, bestanden zum
Bilanzstichtag aus Miet- und Pachtverträgen mit
Laufzeiten bis maximal zum Jahr 2028 in Höhe von ca.
TEuro 1.193,0. Daneben bestanden Verpflichtungen aus
Lieferverträgen über Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und Waren.
IV.
Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) erstellt. Diese
enthält im wesentlichen das Ergebnis des operativen
Geschäftsbetriebs ab 03.04.2023. Die Umsatzserlöse
resultieren aus der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Auf die
Aufgliederung der Umsatzerlöse gem. § 285 Nr. 4 HGB
wurde unter Bezug auf § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von
TEuro 1.230,8 belasten in vollem Umfang das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
V.
Sonstige Angaben
1.
Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 133
Arbeitnehmer beschäftigt.
| Heimarbeiter |
32 |
| Arbeitnehmer
Aushilfskräfte |
15 |
| Arbeitnehmer Angestellte +
Arbeiter |
86
|
| Arbeitnehmer Summe |
133 |
2.
Organe der Gesellschaft
Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer
der Gesellschaft sind / waren :
| Frau Sandra Bott, geb.
25.09.1973, Bergisch Gladbach |
vom 26.09.2022 bis
30.01.2023 |
| Herr Reinhard Rollet, geb.
24.11.1961, Mödling / Österreich |
vom 30.01.2023 bis
22.12.2023 |
| Herr Lennart Johansson,
geb. 15.01.1974, Akersberga / Schweden |
ab 22.12.2023 |
mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als
Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschliessen.
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe
der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.
Herrn Dietmar Leppert, geb. 26.06.1963, Hügelsheim
wurde Einzelprokura erteilt.
3.
Beteiligungen
Es bestanden keine Beteiligungen an anderen
Unternehmen.
4. Nachtragsbericht
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine
Vorgänge eingetreten, die die Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage der Gesellschaft maßgeblich beeinflusst
haben.
5. Gewinnverwendung
Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen den
Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von Euro
2.933.275,35 auf neue Rechnung vorzutragen.
sonstige Berichtsbestandteile
Bühl, 28. Februar
2024
gez.
Lennart Johansson, Geschäftsführer
gez.
Dietmar Leppert, Commercial Direktor, Prokurist
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 08.08.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die werba print & display GmbH, Bühl
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der werba print &
display GmbH, Bühl, - bestehend aus der Bilanz zum
31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie
dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der werba print
& display GmbH, Bühl, für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt
ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen
wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang
mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er
die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist
der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts
in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von dem
gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt
des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass
der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den
von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen
wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Ulm, den 28. Februar 2024
Dr. Werdich Wirtschaftstreuhand GmbH
gez.
Prof. Dr. Hans Werdich, Wirtschaftsprüfer
gez.
Alexander Grohe, Wirtschaftsprüfer
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