Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg mbH
Rathausstraße 26, 04416 Markkleeberg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olaf Schlegel seit 14.3.2023 | Geschäftsführer |
Katja Hildebrandt seit 24.2.2004 | Prokura |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 66.66% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg mbHMarkkleebergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben Die Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg mbH hat ihren Sitz in Markkleeberg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig (HRB 3622). Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Gliederung richtet sich gemäß § 330 HGB nach der Formblattverordnung für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen vom 22. September 1970, zuletzt geändert durch Gesetz vom 17. Juli 2015. Der Jahresabschluss ist entsprechend § 14 Abs. 2 des Gesellschaftervertrages nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das branchenübliche Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über drei Jahre, angesetzt. Grundstücke mit Wohn- und Geschäftsbauten werden aus den Wertansätzen der DM- Eröffnungsbilanz zum 1. Juli 1990 entsprechend den alters- und nutzungsbedingten Wertminderungen fortentwickelt. Gebäude, die vor 1925 errichtet wurden, sowie Plattenbauten wurden mit 2,5 % linear abgeschrieben, bei nach 1925 errichteten Gebäuden wurden Abschreibungen von 2 % p.a. angesetzt. Das Betriebsgebäude Rathausstraße 26 wird gemäß § 7 Abs. 4 Einkommenssteuergesetz (EStG) mit 3 % abgeschrieben. Komplexe Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen wurden nach Abzug von Skonti und Rabatten bzw. nach Abzug erhaltener Fördermittel aktiviert. Die für Sanierungsmaßnahmen erbrachten Eigenleistungen wurden zu Einzelkosten sowie angemessene Teile der Fertigungsgemeinkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung bewertet. Das übrige Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer nutzungsdauerbedingter Abschreibungen unter Zugrundelegung von Nutzungsdauern zwischen drei und dreizehn Jahren bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr ihres Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Der körperliche Abgang wird ebenfalls im Zugangsjahr unterstellt. Die Finanzanlagen enthalten die Beteiligung an der Markkleeberger Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Markkleeberg (MGV) und der Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen mbH, Markkleeberg (EGW). Die Anteile sind zu Anschaffungskosten bewertet. Unter den unfertigen Leistungen werden die auf die Mieter umlagefähigen, aber noch nicht abgerechneten Betriebskosten vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ausgewiesen. Nicht abrechenbare Betriebskosten sowie Erlösschmälerungen aufgrund Leerstands werden wertmindernd berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind mit ihren Nominalbeträgen bilanziert. Der Ausfallwahrscheinlichkeit bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wird u.a. ein zwischen der Stadt Markkleeberg und der WBG mit Datum vom 30.11.2011 geschlossener Mietvertrag über 20 Tiefgaragenstellplätze in der Quartiersgarage ausgewiesen. Für dieses Nutzungsrecht hat sich die WBG mit 316 T€ an den Baukosten der Tiefgarage finanziell beteiligt. Mit dieser Mietvorauszahlung steht der WBG ein bis 31.12.2036 begrenztes Nutzungsrecht von 20 Stellplätzen zu. Die Mietvorauszahlung wird entsprechend der Laufzeit des Mietvertrages abgeschrieben. Die Eigenkapitalbestandteile sind zum Nennwert angesetzt, die Sonderrücklage wurde nach den Vorschriften des D-Markbilanzgesetzes gebildet. Investitionszulagen nach dem Investitionszulagengesetz 1999 wurden für die aktivierten Investitionen in einen Sonderposten eingestellt und wie im Vorjahr ratierlich aufgelöst. Der Sonderposten ist zum 31.12.2023 nach 20 Jahren aufgelöst. Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Unter der passiven Rechnungsabgrenzung werden Einnahmen vor dem Stichtag bilanziert, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Angaben zur Bilanz Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibung des Geschäftsjahres 2023 und die weiteren Angaben nach § 284 Abs. 3 HGB sind - soweit zutreffend - im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft ist zum 31.12.2023 an der MGV zu 100 % beteiligt. Das Eigenkapital der MGV betrug zum 31.12.2023 rd. T€ 1.160, der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 rd. T€ 101. Außerdem ist die Gesellschaft zum 31.12.2023 an der EGW zu 66,67 % beteiligt (31.12.2022: 100%). Durch die Übernahme des Kanuparks von der Stadt Markkleeberg zum 01.01.2023 wurde die Stadt Markkleeberg Gesellschafter der EGW mit einem Anteil von 33,33 % Das Eigenkapital der EGW betrug zum 31.12.2022 rd. T€ 3.572. Der Jahres- überschuss zum 31. Dezember 2022 beträgt rd. 235 T€. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 603 T€ (Vorjahr 325 T€) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 32 T€ (Vorjahr 37 T€) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Abrechnung der MGV auf Grund der umsatzsteuerlichen Organschaft über die Umsatzsteuernachzahlung für Dezember 2023 (T€ 10). Das Gezeichnete Kapital (T€ 6.200) entspricht dem Gesellschaftsvertrag und ist zum Vorjahr unverändert. In die Bauerneuerungsrücklage (T€ 20.366) wurde der 2022 entstandene Jahresüberschuss (T€ 1.361) eingestellt. Die für die Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten und gewährten Sicherheiten gehen aus dem folgenden Verbindlichkeitsspiegel hervor.
Die erhaltenen Anzahlungen umfassen Vorauszahlungen der Mieter auf Betriebskosten. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Rechnungen der MGV für Hauswartleistungen (T€ 21) und zwei Darlehen der MGV (T€ 14) mit einer Restlaufzeit von einem Jahr ausgewiesen. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sind zwei Darlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren ausgewiesen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Überzahlungen von Mieten im Dezember 2023, die den Januar 2024 betreffen (T€ 74). IV. Sonstige Angaben Zum 31.12.2023 bestanden Kautionsbestände in Höhe von T€ 1.568 (31.12.2022 T€ 1541), die nicht bilanziert sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen durch Leasingverträge für 4 PKW mit einer Laufzeit bis 05/2024 und Zahlungsverpflichtungen in Höhe von T€ 6. Ab 06/2024 bestehen Leasingverträge für 4 PKW mit Zahlungsverpflichtungen in Höhe von jährlich T€ 19 mit einer Laufzeit von 4 bzw. 5 Jahren. Weiterhin besteht ein Mietvertrag über die Telefonanlage mit jährlichen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von T€ 6 und einer Laufzeit bis 2028 sowie Softwarepflegeverträge mit Zahlungsverpflichtungen pro Jahr in Höhe von T€ 58. Die Softwarepflegeverträge laufen unbefristet mit einer Kündigungsfrist von drei bzw. sechs Monaten zum Jahresende. Im Jahr 2024 wurde ein Leasingvertrag für Bürotechnik mit einer Laufzeit von fünf Jahren und Zahlungsverpflichtungen pro Jahr in Höhe von T€ 30 abgeschlossen. Anzahl der Beschäftigten Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl betrug im Berichtsjahr ohne Geschäftsführer und Auszubildende 16 Mitarbeiter (31.12.2022: 15). Zum 31.12. 2023 sind 16 Mitarbeiter beschäftigt. Es handelte sich dabei ausschließlich um Gehaltsempfänger. Geschäftsführung Geschäftsführerin der Gesellschaft war bis zum 28.02.2023 Frau Jana Thomas. Seit dem 01.03.2023 ist Herr Olaf Schlegel zum alleinigen Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Mitglieder an:
An den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2023 Vergütungen in Höhe von 550 € gezahlt. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 2.190.717,59 € in die Bauerneuerungsrücklage einzustellen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Im Jahr 2024 ist Europa und die Welt weiterhin durch den Ukraine-Krieg sowie die Konflikte in Nahost gekennzeichnet, die nach anfänglichen Auswirkungen auf die Energiepreise und Beeinträchtigungen der weltweiten Handelswege einen deutlichen allgemeinen Inflationsschub nach sich gezogen haben. Auch wenn gegenwärtig eine gewisse Stabilisierung eingetreten ist, ist die Prognose zur weiteren Preisentwicklung mit großen Risiken verbunden. Außerdem rechnen wir mit einer weiteren Verstärkung des Fachkräftemangels als Auswirkung der demographischen Entwicklung. Wir gehen derzeit davon aus, dass unser Unternehmen durch die Auswirkungen beeinträchtigt, aber nicht gefährdet ist. Darüber hinaus verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
Markkleeberg, den 08.05.2024 Olaf Schlegel, Geschäftsführer Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen 1.1. Geschäftsmodell Die Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg (WBG) ist ein 100 %iges Tochterunternehmen der Stadt Markkleeberg. Ihr hauptsächlicher Gesellschaftszweck liegt in der Bewirtschaftung, Erhaltung, Sanierung und Vermietung ausschließlich eigener Wohn- und Gewerbeobjekte. Ihre Tätigkeit ist auf das Stadtgebiet von Markkleeberg begrenzt. Der Marktanteil am Gesamtwohnungsbestand der Stadt Markkleeberg beträgt knapp 17 %. Damit erfüllt die WBG eine wichtige Aufgabe ihres kommunalen Gesellschafters im Bereich der Daseinsfürsorge - die Bereitstellung von Wohnraum für breite Kreise der Bevölkerung. Zur Erhaltung und Verbesserung der Vermietbarkeit der Wohnungen wurden in den vergangenen Jahren erhebliche finanzielle Mittel zur Sanierung aufgewendet. Mittlerweile ist der Wohnungsbestand im Wesentlichen saniert. Durch die Vermietung der Wohnanlage Sonnesiedlung 1a und Mieterhöhungen bei Neuverträgen konnten die Mieteinnahmen weiter gesteigert werden. Die WBG ist alleinige Gesellschafterin der Markkleeberger Grundstücksverwaltungsgesellschaft (MGV), deren Geschäftszweck in der Durchführung von Serviceleistungen im Bereich der Wohnungswirtschaft besteht. Die MGV erzielte im Jahr 2023 ein negatives Jahresergebnis. Von 2006 bis 2022 war die WBG auch alleinige Gesellschafterin der EGW Entwicklungsgesellschaft für Gewerbe und Wohnen mbH (EGW), deren Geschäftsfeld in der Bewirtschaftung des Gewerbegebietes Wachau sowie der Markkleeberger Seen mit ihren umliegenden Strand- und Freiflächen liegt. Mit dem Einbringen des Kanuparkes durch die Stadt Markkleeberg in die Gesellschaft veränderten sich die Geschäftsanteile zum 01.01.2023. Die WBG hat noch einen Anteil von 66,7%, die Stadt Markkleeberg 33,3%. Die EGW erzielte im Jahr 2023 ein positives Jahresergebnis. 1.2. Geschäftsziel Die Gesellschaft verfolgt neben der für jedes Wirtschaftsunternehmen obligaten Gewinn-erwirtschaftung das Ziel, die Entwicklung und Bewirtschaftung ihres Wohnungsbestandes entsprechend den wohnungspolitischen Zielstellungen ihres städtischen Gesellschafters sowie gemäß den Bedürfnissen der potentiellen Mieterschaft zu gestalten. Dabei hat sie auch die städtebaulichen und infrastrukturellen Ziele ihres Gesellschafters im Bereich ihrer Wohn- und Gewerbeimmobilien zu berücksichtigen. Zur Erreichung der Ziele bedient sie sich auch ihrer Tochtergesellschaften. 1.3. Steuerungssystem Durch regelmäßige unterjährige Auswertungen der Ergebnisse der Geschäftstätigkeit und ein internes Berichtswesen ist jederzeit ein direkter Einfluss im Sinne einer Optimierung der Geschäftsgänge sowie notwendiger Korrekturen möglich. Die Überwachung der Risikofelder, insbesondere der Entwicklung der monatlichen Ertragssituation und des Leerstandes sowie die Gewährleistung der Liquidität erfolgt kontinuierlich. Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung, die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat. Hinsichtlich der Zusammensetzung der Organe wird auf den Anhang verwiesen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Wohnungswirtschaft ist ein relativ stabiler Wirtschaftsbereich und unterliegt in ihrer Entwicklung keinen größeren Schwankungen. Markkleeberg selbst ist ein bevorzugter Wohnstandort mit einer hohen Nachfrage nach Wohnraum in allen Segmenten. Insofern kann die WBG ihre Geschäftstätigkeit unter stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausüben. 2.2. Geschäftsverlauf Das Hauptgeschäft der WBG, die Vermietung ihres eigenen Wohnungsbestandes, verlief im Geschäftsjahr ohne Probleme. Aufgrund von Mietanpassungen und der Neuvermietung der Wohnanlage Sonnesiedlung 1a stiegen die Mieteinnahmen, als Hauptumsatzquelle des Unternehmens, auf 11,2 Mio € gegenüber 10,9 Mio € im Vorjahr. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Gesellschaft konnte so weiter erhöht werden. Die Eigenkapitalquote, die bei 69,1 % liegt, ist im Vergleich mit den anderen kommunalen Wohnungsunternehmen in Sachsen ein Spitzenwert und stellt damit eine außerordentlich sichere Grundlage für die weitere Tätigkeit des Unternehmens dar. Der Bestand an Wohnungs- und Gewerbeimmobilien hat sich im Berichtsjahr u.a. durch den Zugang der Sonnesiedlung 1a erhöht und stellt sich im Vergleich zum Vorjahr folgendermaßen dar:
Die Bewirtschaftung dieser Wohnungs- und Gewerberaumbestände erfolgte durch 16 Mitarbeiter. 2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den letzten Jahren spiegelt sich in folgenden wichtigen Bilanz- und Leistungskennzahlen wider:
Der dynamische Verschuldungsgrad gibt an, wieviel Jahre die Gesellschaft zur Rückzahlung ihres Fremdkapitals aus dem cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit benötigt. Der Anstieg im Berichtsjahr ist in dem Neubau der Sonnesiedlung begründet; denen Mieterträge lediglich für ein halbes Jahr gegenüberstehen. Der Anlagendeckungsgrad beträgt in 2023 102 % und hat sich im Fünfjahresvergleich deutlich verbessert. Dies zeigt, dass das Anlagevermögen vollständig durch Eigen- und langfristiges Fremdkapital gedeckt ist. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war aufgrund ausreichender Bankbestände im Jahre 2023 stets gesichert (T€ 5.321 zum Bilanzstichtag, Vorjahr: T€ 4.557). Die Mietrückstandsquote hat sich gegenüber dem Vorjahr (1,5 %) durch die Leerstände vor der Vermietung der Sonnesiedlung 1a leicht erhöht (1,6 %). 3. Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Markkleeberg ist ein bevorzugter Wohnungsstandort, der in den vergangenen Jahren durch erhebliche Zuzüge gekennzeichnet war. Insofern ist die Nachfrage nach Mietwohnungen bei der WBG gleichbleibend hoch und kann nicht immer sofort befriedigt werden. Damit ist die Vermietbarkeit des eigenen Wohnungsbestandes grundsätzlich gesichert. Mit Beginn des Jahres 2024 sind alle Wohnungen in der Sonnesiedlung 1a vermietet. Ab dem Jahr 2025 geht der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses in Markkleeberg-Großstädteln am Standort des ehemaligen Nahkauf-Marktes in die Vermietung. Die WBG realisiert zwei Bauvohaben im Bereich der Neuen Mitte, das Geschäftshaus Rathausstraße 27 und der Bau eines Wohn- und Geschäftskomplexes gegenüber der Rathausgalerie (Entwicklungsgebiet I) Für die Rathausstraße 27 wurde der Bauantrag gestellt, hier wird mit einem Baubeginn im März 2025 gerechnet. Für das Neubauvorhaben im Entwicklungsgebiet I wurde ein Planungsbüro vertraglich gebunden. Ein erster Zeitplan sieht einen Baubeginn Mitte 2026 und die Fertigstellung im Laufe des 2. Halbjahres 2028 vor. Chancen und Risiken liegen darin, auf die demographischen Entwicklungen und die sich daraus ändernden Anforderungen auf dem Wohnungsmarkt frühzeitig und richtig zu reagieren. Der Erfolg der Gesellschaft wird ganz wesentlich von nachfragegerechten Investitionsentscheidungen abhängen. Die WBG wird durch regelmäßige Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten, verbunden mit einer weiteren Verbesserung des Wohnkomforts, auf eine gute Vermietbarkeit ihres Wohnungsbestandes hinwirken. Zum Stichtag 31.12.2023 standen 64 Wohnungen mit insgesamt 3.779,84 m 2 Wohnfläche leer; bei einer vermietbaren Gesamtwohnfläche von 131.245,60 m 2 ergab sich daraus eine Stichtagsleerstandsquote von 2,9 % (Vorjahr 1,5 %). Durch insbesondere altersbedingt höhere Leerstände und eingeschränkte Handwerkerkapazitäten hat sich die Leerstandsquote erhöht. Die WBG hat organisatorisch und personell reagiert um perspektivisch eine Reduzierung zu erreichen Die offenen Mietforderungen betrugen per 31.12.2023 228 T€. Dies entsprach 1,6 % der Umsatzerlöse 2023. Zum 31.12.2022 betrugen die Mietschulden 234 T€, was 1,5 % der jährlichen Umsatzerlöse des Jahres 2022 entsprach. Wirtschaftlich bedenklich ist dieser Betrag nicht. Schwierigkeiten mit der Mietzahlung haben vor allem sozial schwächere Mietergruppen. Um zu sichern, dass die von Sozialämtern gewährten Mietzuschüsse auch tatsächlich an den Vermieter gelangen, was in Einzelfällen nicht immer der Fall ist, steht die WBG in enger Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, welches im Bereich Markkleeberg für die Vergabe der Mietzuschüsse zuständig ist. Im Geschäftsjahr 2024 wird - bei angenommener vergleichbarer Geschäftsentwicklung wie im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 - mit einem Gewinn von 123 T€ gerechnet. Mit dem bisherigen Geschäftsverlauf ist davon auszugehen, dass dieses Ziel erreicht wird. Im Jahr 2024 ist Europa und die Welt weiterhin durch den Ukraine-Krieg sowie die Konflikte in Nahost gekennzeichnet, die insbesondere Auswirkungen auf die Energiepreise und Beeinträchtigungen der weltweiten Handelswege haben. Außerdem setzt sich der Fachkräfte-mangel als Auswirkung der demografischen Entwicklung fort. Es wird damit gerechnet, dass die genannten Faktoren einen negativen Einfluss sowohl auf die Kosten der Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen als auch auf die Ausführungszeit haben können.
Markkleeberg, den 08.05.2024 Olaf Schlegel, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg mbH, Markkleeberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg mbH, Markkleeberg - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wohnungsbaugesellschaft Markkleeberg mbH, Markkleeberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, ein-schließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig,08.05.2024 MERITO
GmbH
J. Wollenberg, Wirtschaftsprüfer Hinweis: Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen nur teilweise veröffentlicht. Der vorstehend wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. |
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