Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH

Am Hangenwald 1, 88074 Meckenbeuren, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 727860
Eingetragen
2.5.2012
Branche
Verlegen von BüchernVerlegen von ComputerspielenVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
der Verlag, die Konzeption, Redaktion, Herstellung und der Vertrieb von Büchern, Zeitschriften, Spielen, Druckerzeugnissen, Lehrmitteln, sowie Artikeln für den Sport-, Trainings- und Freizeitbereich im In- und Ausland. Die Gesellschaft ist außerdem im Sinne einer Agentur Full-Service-Anbieter für spielerische Tournee-Veranstaltungen und Großspieleaktionen sowie Marketing-Problemlösungen für Dritte, und damit berechtigt, die Organisation von Veranstaltungen, Transporte und Medienschaltungen sowie alle damit zusammenhängenden unmittelbaren und mittelbaren Geschäfte zu tätigen. Die Gesellschaft errichtet und betreibt weiter Spiele- und Freizeitparks mit dem Schwerpunkt Unterhaltung und Bildung von Kindern, insbesondere unter der Marke Ravensburger, im In- und Ausland sowie ein Museum.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sieglinde Nowack
seit 14.1.2019
Geschäftsführer
Rainer Hartel
seit 14.1.2019
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
6.144.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ravensburger Aktiengesellschaft

Ravensburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT FÜR 2022

ÜBERBLICK RAVENSBURGER AG UND KONZERN

Der Ravensburger Konzern ist eine international agierende Unternehmensgruppe mit mehreren renommierten Spielwarenmarken. Seine Mission lautet: "Wir inspirieren Menschen zu entdecken, was wirklich wichtig ist." So fördern Ravensburger Angebote das Miteinander, vermitteln Wissen und soziale Fähigkeiten, bieten Entspannung und schaffen bleibende Erinnerungen. Die bedeutendste Marke des Unternehmens, das Ravensburger blaue Dreieck, ist eine der führenden europäischen Marken für Spiele, Puzzles und Kreativprodukte sowie für deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher. Weltweit werden Spielwaren mit dem blauen Dreieck verkauft. Zudem erweitern die internationalen Marken BRIO und ThinkFun das Angebot der Unternehmensgruppe. Ravensburger ist seit seiner Gründung 1883 ein Familienunternehmen, geprägt von Tradition und gewachsenen Werten. Ravensburger unterhält eigene Werke in Ravensburg (Deutschland), Policka (Tschechien) und Banskä Bystrica (Slowakei).

Die Ravensburger AG ist die geschäftsleitende Holding des Ravensburger Konzerns. Verschiedene Funktionen des Konzerns werden von Fachbereichen der Ravensburger AG zentral wahrgenommen. Dies betrifft vor allem die Funktionen globales Marketing, Unternehmenskommunikation, Personalwesen, Finanzen, Gruppencontrolling, IT und Digital sowie Recht und Unternehmensentwicklung.

Neben der Holdingfunktion überlässt die Ravensburger AG den Gesellschaften des Konzerns die Nutzung der Marke Ravensburger im Rahmen von Lizenzvereinbarungen und steuert das konzernweite Risikomanagementsystem. Zudem vermietet die Ravensburger AG die in Ravensburg gelegenen Grundstücke und Gebäude an das operative Tochterunternehmen Ravensburger Verlag GmbH.

Das operative Geschäft des Ravensburger Konzerns wird durch die Tochtergesellschaften der Ravensburger AG wahrgenommen.

Dabei folgt die Organisation einer funktionalen Aufstellung. Wesentliches Merkmal sind einerseits die global agierenden Funktionen Vertrieb und Supply Chain und andererseits die Bündelung des Produktmanagements und der Produktentwicklung in sechs Kategorien (Games, Puzzles, Books+, Playsets, Construction / Arts & Crafts, Leisure). Darüber hinaus sind auf Ebene der Ravensburger AG alle querschnittlich unterstützenden Funktionen zusammengefasst.

Die Kategorien tragen die Geschäftsverantwortung für ihr Produktportfolio auf internationaler Ebene und werden nach einheitlichen Kennzahlen, insbesondere nach Umsatz (Gross Sales) und Profitabilität (Operational EBIT), gesteuert. Das Operational EBIT ergibt sich aus dem HGB-EBIT nach Korrektur von nicht-operativen Kosten, insbesondere Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie Fremdwährungssicherungen. Jede Kategorie wird von einem eigenständigen Managementteam geführt. Das Produktportfolio der Kategorie Games umfasst im Wesentlichen Kinder-, Familien- und "Brain & Logic"-Spiele. Das Produktportfolio der Kategorie Puzzles beinhaltet neben 2D-Erwachsenen- und 2D-Kinderpuzzles auch die 3D-Puzzles. Die Kategorie Books+ unterteilt sich im Wesentlichen in tiptoi® und Kinder- und Jugendbuch. In der Kategorie Playsets werden die Produkte der Marke BRIO geführt. Die Produktmarke GraviTrax zählt - neben Malen nach Zahlen und weiteren Kreativprodukten - zur Kategorie Construction / Arts & Crafts. Die Kategorie Leisure ist im Wesentlichen für den Betrieb des Ravensburger Spielelands, der eigenen Geschäfte sowie für das Museum Ravensburger verantwortlich.

Die Aufgabe des zentral geführten Vertriebs ist der Verkauf aller Produkte des Konzerns über alle Kanäle. Die global aufgestellte Supply Chain organisiert den Einkauf, die Fertigung, die Logistik und das Qualitätsmanagement für alle Kategorien. Mit der Bündelung in globale Funktionen werden die Hebung von Synergien, die Fokussierung auf Kernkompetenzen und eine einheitliche Ausrichtung gegenüber Kunden und Lieferanten verfolgt.

Innerhalb des Vorstands verantwortet Clemens Maier, als Vorsitzender des Vorstands, den globalen Vertrieb, die Kategorien sowie die zentralen Funktionen Corporate Development und globales Marketing inklusive Unternehmenskommunikation. Unter die Verantwortung von Hanspeter Mürle fallen die globale Supply Chain sowie die zentralen Funktionen Personalwesen, Finanzen, Controlling, IT und Digital sowie Recht. Die Geschäftsführer bzw. Leiter der einzelnen Verantwortungsbereiche berichten jeweils direkt an die verantwortenden Vorstände.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 2.534 Vollzeitkräfte (Vorjahr 2.413, unter Berücksichtigung der Saisonkräfte im Jahresdurchschnitt) im Ravensburger Konzern beschäftigt.

Entwicklung und Innovation

Produktneuheiten und Innovationen sind in der Spielware und im Kinder- und Jugendbuch, wie bei den meisten Konsumgüterproduzenten, von sehr hoher Bedeutung. Insbesondere Markenhersteller wie Ravensburger müssen deshalb kontinuierlich Neuheiten entwickeln und vermarkten, um nachhaltig erfolgreich zu sein.

Vor diesem Hintergrund investierte der Ravensburger Konzern im Jahr 2022 über 60 Mio. € in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Pro Jahr erscheinen dabei über 2.100 Neuheiten, mit denen der Konzern im Jahr 2022 über 20 % des Umsatzes bestritten hat.

Für die Entwicklung neuer Produkte bedient sich Ravensburger sowohl externer als auch interner Quellen. Dabei werden zunehmend interne Ressourcen aufgebaut und genutzt, um Produkte und innovative Ideen schneller in Konzepte und Prototypen zu überführen. Dafür setzt Ravensburger auch agile Innovationsmethoden ein. Weiterhin besteht ein großes Netzwerk an externen Partnern und Dienstleistern für Konzeption, Design und technische Umsetzung, um neue Produkte und Konzepte zu entwickeln und diese zur Marktreife zu führen.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Marktentwicklung und Konsumentenumsatz des Ravensburger Konzerns

Der Spielwarenmarkt, der insbesondere relevant für die Kategorien Games, Puzzles, Playsets, Construction / Arts & Crafts ist, profitierte in den vergangenen beiden Jahren von der durch die Covid-19-Pandemie und Lockdowns ausgelösten hohen Nachfrage. Das Jahr 2022 war hingegen stark beeinträchtigt durch Logistik- und Lieferengpässe, teilweise enorme Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten sowie ein zurückhaltendes Konsumentenverhalten, was sich auch in der Entwicklung der Spielwarenmärkte darstellt.

Insgesamt entwickelten sich die fünf größten europäischen Spielwarenmärkte (UK, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien) - nach Jahren des Wachstums - im abgelaufenen Geschäftsjahr in Summe mit -3 % negativ. Diese rückläufige Entwicklung zeigt sich (mit Ausnahme von Spanien, wo der Markt auf Vorjahresniveau abschloss) in allen oben genannten Ländern.

In diesen fünf europäischen, sehr stark umkämpften Märkten musste Ravensburger beim Konsumentenumsatz (Umsatz vom Handel an den Endkunden) im vergangenen Jahr ein Minus von 6 % verzeichnen. In UK und Italien entwickelte sich Ravensburger jedoch positiver als der Markt (Quelle: NPD EPoS Panels).

Für den wichtigen US-amerikanischen Spielwarenmarkt werden keine kompletten Daten erhoben. In der für den Ravensburger Konzern relevanten Sub-Kategorie Games, die 2022 in Summe um 10 % zurückging, musste im Konsumentenumsatz ein Minus von 14 % verzeichnet werden. Der ebenfalls bedeutende Puzzlemarkt war in den USA, nach einem Rückgang um 11 % im Vorjahr, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mit -24 % insgesamt stark rückläufig. Mit einem nur geringen Minus von 2 % bei Puzzles konnte Ravensburger sich in diesem negativen Umfeld jedoch sehr gut behaupten und somit Marktanteile gewinnen (Quelle: NPD EPoS Panels).

Die Buchmärkte Deutschland, Österreich und Schweiz schlossen, nach der positiven Entwicklung des Jahres 2021 (+3 %) mit einem leichten Minus von 1 % ab. Der für die Kategorie Books+ relevante Kinder- und Jugendbuchmarkt in diesen Ländern musste nach einem Wachstum im Vorjahr nun einen Rückgang von knapp 2 % verzeichnen. Der Konsumentenumsatz des Ravensburger Konzerns bewegte sich hierbei unter dem Niveau des Vorjahres. Der Marktanteil von Ravensburger in diesen Buchmärkten lag im Geschäftsjahr 2022 bei 10 % und somit fast auf Vorjahr (Quelle: Media Control).

Die Kategorie Leisure konnte den positiven Nach-Corona-Trend aus dem Vorjahr fortsetzen und auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine positive Entwicklung verzeichnen. Zu diesem positiven Trend trugen alle Bereiche der Category (Freizeitpark mit Feriendorf, Museum und Retail) bei. Vergleichbare Marktdaten werden in diesen Märkten nicht erhoben, sodass kein Marktvergleich möglich ist.

Geschäftsverlauf des Ravensburger Konzerns

Unter diesen Rahmenbedingungen konnte der Ravensburger Konzern einen Umsatz in Höhe von 599,5 Mio. € erreichen, was einem Rückgang von 5,9 % zum Vorjahr entspricht. Wechselkursbereinigt sank der Umsatz um 7,6 %.

In Deutschland reduzierte sich der Umsatz um 9,3 % auf 255,2 Mio. €. Im Ausland erzielte der Ravensburger Konzern einen Umsatz von 344,2 Mio. €, was einem Rückgang von 3,1 % bzw. währungsbereinigt von 6,3 % entspricht.

Mit Ausnahme von Österreich (+26,7 %) musste Ravensburger in allen europäischen Märkten ein teilweise zweistelliges prozentuales Minus verzeichnen. Dies vor allem in den Niederlanden und Belgien (-17,3 %), UK (-17,2 %) und in der Schweiz (-12,7 %). Auch die skandinavischen Länder waren mit einem Minus von 13,9 % deutlich rückläufig.

Nach einem prozentual zweistelligen Umsatzverlust im Vorjahr (-17,9 %), konnte der für Ravensburger wichtige Markt Nordamerika im Jahr 2022 stabilisiert werden (-1,1% währungsbereinigt).

Der Auslandsanteil bewegt sich mit 57,4 % über dem Niveau der Vorjahre. Der hier beschriebene Umsatz entspricht der Vertriebssicht (Warenlieferung an die Absatzmärkte).

Lage des Ravensburger Konzerns

Ertragslage

Der Ravensburger Konzern verzeichnete im Jahr 2022 einen rückläufigen Geschäftsverlauf der unter den Erwartungen blieb. Dabei sank der Umsatz um 5,9 % auf 599,5 Mio. € nachdem in den Pandemiejahren 2020 und 2021 zweistellige Umsatzzuwächse verzeichnet werden konnten. Das EBIT reduzierte sich dabei signifikant gegenüber Vorjahr.

Die Kategorie Puzzles musste 2022 nach dem Puzzle-Boom der vergangenen zwei Pandemiejahre Umsatzrückgänge verbuchen. Auch die Kategorien Games und Books+ konnten sich nicht gegen die negative Marktentwicklung behaupten und mussten Umsatzverluste hinnehmen. Hingegen konnte die Kategorie Construction / Arts & Crafts das gute Umsatzniveau des Vorjahres halten. Positiv entwickelt hat sich die Kategorie Playsets mit einem fast zweistelligen Umsatzwachstum. Ebenso konnte die Kategorie Leisure, den positiven Trend des Vorjahres fortsetzen.

Das EBIT lag mit 30,0 Mio. € weit unter Vorjahresniveau (95,5 Mio. €). Das Rohergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 44,0 Mio. € spürbar reduziert. Wesentlich hierfür ist der Umsatzrückgang sowie eine, bedingt durch gestiegene Erzeugerpreise im energieintensiven Sektor Papier und Pappe, höhere Materialeinsatzquote. Weiterhin haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge reduziert, aufgrund von Einmaleffekten im Vorjahr aus realisierten Buchgewinnen. Der Personalaufwand stieg - bedingt durch einen höheren Personalstand sowie durch allgemeine Erhöhungen der Löhne und Gehälter - auf 154,7 Mio. € (Vorjahr 142,4 Mio. €).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände erhöhten sich um 0,9 Mio. € auf 16,8 Mio. €, entsprechend den höheren Investitionen in den Jahren 2021 und 2022.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 8,3 Mio. € auf 237,8 Mio. € vor allem aufgrund von gestiegenen Vertriebskosten und Mietaufwendungen für Lagerkapazitäten. Dagegen steht die weitgehend umsatzproportionale Reduzierung des Aufwands für Absatzhonorare.

Das Finanzergebnis hat sich um 0,7 Mio. € auf -2,4 Mio. € verbessert, insbesondere verursacht durch einen niedrigeren Abzinsungsaufwand bei den Pensionsrückstellungen.

In Summe lag das Ergebnis vor Steuern mit 27,6 Mio. € weit unter dem Vorjahr (92,4 Mio. €). Die Aufwendungen für Ertragssteuern beliefen sich im Berichtsjahr auf 11,4 Mio. € und lagen damit, bedingt durch das schlechtere Ergebnis, um 14,4 Mio. € unter dem Vorjahr. Die Steuerquote erhöhte sich auf 41 % (Vorjahr 28 %) aufgrund von höheren Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz.

Vermögenslage und Investitionen

Die Bilanzsumme des Konzerns zum 31. Dezember 2022 lag mit 677,7 Mio. € um 27,8 Mio. € unter dem Vorjahr (705,5 Mio. €), was im Wesentlichen auf die Reduzierung der liquiden Mittel zurückzuführen ist.

Das Anlagevermögen stieg per saldo um 15,9 Mio. € auf 233,1 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2022 wurde in den immateriellen Wirtschaftsgütern der Firmenwert der Erstkonsolidierung der Ravensburger Wood Slovakia berücksichtigt. Aufgrund der Größenordnung dieser Akquisition ergeben sich jedoch keine weiteren, wesentlichen Einflüsse auf die Vermögenslage. Daher reduzierte sich die Bilanzposition der immateriellen Wirtschaftsgüter aufgrund der planmäßigen Abschreibungen um 3,3 Mio. € auf 28,3 Mio. €.

In die Sachanlagen wurden 24,6 Mio. € (Vorjahr 22,7 Mio. €) investiert. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen auf Sachanlagen (11,8 Mio. €) sowie von Währungsdifferenzen erhöhten sich die Sachanlagen damit auf 102,0 Mio. €. Das Finanzanlagevermögen stieg um 4,4 Mio. € auf 102,8 Mio. €. Dies resultiert insbesondere aus der Beteiligung an zwei Startups sowie aus der Wiederanlage von Erträgen in einen Spezialfonds.

Das Umlaufvermögen reduzierte sich per saldo um 44,1 Mio. € auf 441,4 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 17,2 Mio. € auf 202,6 Mio. € aufgrund des Umsatzrückgangs im Vergleich zum Vorjahr. Die Vorräte sind gegenüber dem Jahresende 2021 um 36,2 Mio. € gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus den unter den Erwartungen gebliebenen Absatzzahlen zum Jahresende sowie den aufgrund der Preiserhöhungen höher kalkulierten Herstellkosten.

Die Pensionsrückstellungen lagen mit 38,6 Mio. € um 2,8 Mio. € über dem Vorjahr (35,8 Mio. €). Dies ist begründet durch die in der Rückstellungsberechnung enthaltene inflationsbedingte Erhöhung des Rententrends auf 2 % (Vorjahr 1,0 bis 1,5 %) sowie die weitere Absenkung des anzuwendenden Abzinsungszinssatzes. Die Steuerrückstellungen lagen mit 6,8 Mio. € um 1,8 Mio. € über dem Vorjahr, bedingt durch niedrigere Steuervorauszahlungen im laufenden Jahr. Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12,9 Mio. €. Hierfür sind insbesondere umsatzbedingt die Rückstellungen für Handelskonditionen verantwortlich.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 42,6 Mio. stichtagsbedingt um 9,0 Mio. € unter dem Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Ravensburger Holding GmbH & Co. KG lagen mit 7,5 Mio. € auf Vorjahresniveau und wurden Anfang des Jahres 2023 in voller Höhe bezahlt. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich aufgrund von niedrigeren Steuerabgrenzungen zum Jahresende um 3,7 Mio. € auf 8,6 Mio. €.

Liquidität

Im Berichtszeitraum ergab sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -9,0 Mio. € (Vorjahr +32,3 Mio. €). Der gegenüber dem Vorjahr um 50,1 Mio. € gesunkene Konzern-Jahresüberschuss und der weitere Aufbau des Net Working Capital um 45,0 Mio. € von 161,5 Mio. € auf 206,5 Mio. €, haben sich negativ niedergeschlagen. Der Aufbau des Net Working Capital lag damit zwar leicht unter dem Vorjahr (47,0 Mio. €), aber durch den im Vergleich zum Vorjahr stark gesunkenen Konzern-Jahresüberschuss hat sich der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit deutlich verschlechtert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei -29,6 Mio. € und beinhaltet im Wesentlichen die getätigten Investitionen in Sach- und Finanzanlagen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -26,7 Mio. €. Hierin enthalten sind die Dividenden an die Aktionäre sowie die Tilgungen von Bankkrediten.

Der Finanzmittelfonds verringerte sich daher auf 95,1 Mio. € (Vorjahr 160,2 Mio. €). Trotz stark saisonalem Geschäft war die Liquidität jederzeit gegeben.

Finanzierungsstruktur

Die Finanzierung des Ravensburger Konzerns basiert über Jahre hinweg auf positiven operativen Cashflows sowie einer sehr guten Eigenkapitalausstattung mit 67,4 % zum 31. Dezember 2022. Zur unterjährigen Finanzierung der Kapitalbindung aufgrund des saisonalen Geschäftsverlaufs standen Rahmenkreditverträge mit den Hausbanken in Höhe von durchschnittlich 40 Mio. € zur Verfügung, die im Jahr 2022 nicht in Anspruch genommen wurden. Langfristige Finanzierungen erfolgen über Bankdarlehen (Stand zum 31. Dezember 2022: 29,2 Mio. €).

Die Finanzierung der Konzerngesellschaften erfolgt insbesondere durch die Ravensburger AG. Der Zahlungsverkehr innerhalb des Ravensburger Konzerns wird über ein konzerninternes Clearingsystem der Ravensburger AG durchgeführt. Das zentrale Finanzmanagement durch die Ravensburger AG ermöglicht eine kosteneffiziente Fremdkapitalbeschaffung für den Konzern.

Lage der Ravensburger AG

Ertragslage

Das EBIT der Ravensburger AG liegt mit 7,3 Mio. € leicht über Vorjahr (7,1 Mio. €). Allerdings ist der Jahresüberschuss um 43,3 Mio. € auf 21,2 Mio. € gesunken. Hierfür ist insbesondere ein um 58,5 Mio. € niedrigeres Finanzergebnis, bedingt durch ein niedrigeres Ergebnis aus der Ergebnisabführung der Ravensburger Verlag GmbH, Ravensburg, verantwortlich. Der Steueraufwand reduzierte sich entsprechend um 14,9 Mio. € auf 7,7 Mio. €.

Vermögenslage und Investitionen

Die Bilanzsumme der Ravensburger AG zum 31.12.2022 lag mit 447,9 Mio. € um 7,2 Mio. € unter dem Vorjahr (455,1 Mio. €). Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 4,5 Mio. €, da in Umbaumaßnahmen zur Erweiterung und Verbesserung von Arbeitsplätzen am Standort Ravensburg investiert wurde und daher im Verhältnis die Investitionen über den Abschreibungen lagen.

Das Finanzanlagevermögen sank per saldo um 1,1 Mio. € auf 222,8 Mio. €. Ursächlich hierfür war die Tilgung von konzerninternen langfristigen Darlehen, wobei die Beteiligung an einem Startup sowie die Wiederanlage von Erträgen in den Spezialfonds gegenläufig wirkte.

Der Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ist aufgrund konzerninterner Verrechnungen im Cash-Pool gestiegen.

Die Steuerrückstellungen erhöhten sich auf 6,5 Mio. € aufgrund von niedrigeren Steuervorauszahlungen im laufenden Jahr 2022. Die sonstigen Rückstellungen lagen mit 9,5 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund von reduzierten Tantieme-Rückstellungen, um 2,7 Mio. € unter Vorjahr.

Die Veränderungen der sonstigen Vermögensgegenstände und sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen auf Steuerabgrenzungen zum Jahresende zurückzuführen.

Liquidität

Das Guthaben bei Kreditinstituten verringerte sich auf 79,5 Mio. € (Vorjahr 131,3 Mio. €). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage 2022 des Konzerns und der AG

Die Umsatzprognose des Konzerns und der Ravensburger AG konnte nicht erreicht werden und blieb somit hinter den Erwartungen zurück. Hintergrund dieser Entwicklung sind insbesondere die für die Unternehmensgruppe relevanten Spielwaren- und Buchmärkte, die sich im Berichtszeitraum negativ entwickelt haben (Details siehe oben).

Diese Entwicklung spiegelt sich unmittelbar auch im Ergebnis des Konzerns wider. Bereits im Vorjahr wurde ein EBIT signifikant unter Vorjahr prognostiziert. Dies ist bedingt durch den leicht sinkenden Umsatz bei gleichzeitig stark gestiegenen Kosten. Zudem wurden geplante strategische Investitionen und Projekte umgesetzt. Anders als 2021 wurden keine positiven Einmaleffekte verbucht.

Die Geschäfte des Ravensburger Konzerns haben sich im Berichtsjahr somit insgesamt negativ entwickelt. Der Vorstand ist daher mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres nicht zufrieden. Die Ravensburger AG hingegen lag mit dem Ergebnis (EBIT) erwartungsgemäß auf Vorjahresniveau.

An dieser Stelle möchte der Vorstand der gesamten Belegschaft für die dennoch außerordentliche Leistung in einem schwierigen abgelaufenen Geschäftsjahr ausdrücklich danken.

PROGNOSEBERICHT

Die Prognoseberichterstattung fußt auf den Erwartungen für den Ravensburger Konzern, wirkt sich über die Holdingfunktion der Ravensburger AG jedoch auch dort aus.

Das Jahr 2023 steht weiterhin unter dem Einfluss des Ukrainekriegs, welcher nun seit über einem Jahr anhält. Dabei kann die international instabile wirtschaftliche und geopolitische Lage auch weiterhin Auswirkungen auf das Geschäft haben, z. B. über Wechselkursschwankungen, eine anhaltend hohe Inflation oder anhaltend hohe Energiekosten.

Im Jahr 2022 stiegen Preise für Rohstoffe, Material und Vorprodukte sowie alle Dienstleistungen betreffend Logistik unvorhersehbar stark an. Diese Kostensteigerungen konnten nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden und belasteten deshalb die Profitabilität. Wie sich die Preise auf den Beschaffungsmärkten im Jahr 2023 verhalten werden ist ungewiss. Der Vorstand geht jedoch, trotz hoher Volatilität dieser Märkte von einer Beruhigung der Beschaffungspreise aus, was vor allem im Bereich der Logistik bereits offensichtlich wird.

Jedoch muss damit gerechnet werden, dass sich hohe Tarifabschlüsse und Lohnforderungen in stark ansteigenden Personalkosten widerspiegeln werden. Die für das erste Halbjahr prognostizierte schwache Handelsnachfrage kann zudem zu Unterauslastung in der Produktion führen, was eine Kostenbelastung nach sich ziehen würde.

Zusätzlich könnte es - bedingt z. B. durch neue staatliche Sanktionen - zu Lieferengpässen von Energie, Rohstoffen, Material und Vorprodukten kommen, was zu Einschränkungen der Lieferfähigkeit führen kann.

Auch ist ungewiss, wie sich die Konsumentennachfrage bei einer zu erwartenden hohen Inflation (und somit hohen Lebenshaltungskosten) und deshalb sinkender Kaufkraft verhalten wird. Eine fundierte Einschätzung bezüglich möglicher Auswirkungen auf den Umsatz ist aus heutiger Sicht nur eingeschränkt möglich: neben den beschriebenen negativen Einflüssen können auch positive Impulse, beispielsweise über den Cocooning-Effekt, wirken.

Durch gestiegene Mieten und Unterhaltskosten sowie einer unter Umständen nachlassenden Konsumnachfrage könnte das Insolvenzrisiko im stationären Handel verstärkt werden. Trotz umfangreicher Warenkreditversicherungen kann dies zu Forderungsausfällen führen. Gleichzeitig würde sich die Anzahl von Absatzpunkten für Spielwaren sowie Kinder- und Jugendbücher reduzieren, was negative Auswirkungen auf den Umsatz haben könnte. Weiterhin auf hohem Niveau könnte sich demgegenüber der Absatz über Onlinekunden behaupten.

Bezüglich der Gefährdung von Vermögenswerten des Konzerns, wie etwa Anlagevermögen, Vorratsvermögen und Forderungen, sieht der Vorstand keine wesentlichen neuen Risiken. Um dem Bestandsrisiko zu begegnen, wurden verstärkt Maßnahmen zum Abbau der Vorräte zwischen Vertrieb und Supply Chain initiiert.

Bezogen auf die gesamtwirtschaftliche Lage geht der Vorstand für den Konzern von einer im Vergleich zum Vorjahr stabilen bis leicht positiven Entwicklung für das Jahr 2023 aus; abhängig insbesondere von der Dauer und Schwere des Ukrainekrieges und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Dabei erwartet der Vorstand eine leicht rückläufige Entwicklung der für den Ravensburger Konzern relevanten Märkte Spielwaren und Kinder- und Jugendbücher.

Unter diesen Voraussetzungen geht der Vorstand von einem leicht steigenden Umsatzniveau des Ravensburger Konzerns aus. Das EBIT wird dabei ebenfalls leicht über Vorjahr erwartet. Begründet ist dies einerseits durch eine innovative Erweiterung des Produktportfolios sowie andererseits durch bereits eingeleitete globale Sparmaßnahmen.

Für die Ravensburger AG erwartet der Vorstand unter den gegebenen Umständen Umsatzerlöse leicht über denen des Vorjahres und ein EBIT auf Vorjahresniveau.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Risikomanagement und internes Kontrollsystem

Unternehmerisches Handeln vollzieht sich im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken. Der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken ist eine Grundvoraussetzung für nachhaltigen geschäftlichen Erfolg. Risiken können sich sowohl aus den internen Abläufen und Handlungen, vor allem aber auch aus dem operativen Geschäft ergeben.

Das Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, operative Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden vom Konzern abzuwenden und eine Bestandsgefährdung der Ravensburger AG auszuschließen. So können Gefahren rechtzeitig erkannt, bewertet und ihnen begegnet werden. Überschaubare Risiken, die in einem angemessenen Verhältnis zu dem erwarteten Nutzen aus der Geschäftstätigkeit stehen, ist das Unternehmen bereit einzugehen.

Neben regelmäßig durchgeführten Risikobewertungen und Audits sind die laufende Berichterstattung täglicher, wöchentlicher und monatlicher Kennzahlen sowie Abweichungsanalysen zu Plänen und Vergleichsperioden die Basis des Risikomanagementsystems. Im Risikomanagementsystem werden die Risiken sowohl nach betragsmäßiger Auswirkung als auch nach Eintrittswahrscheinlichkeit kategorisiert.

Das interne Kontrollsystem hat die Aufgabe, die Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften, internen Regelungen und Anweisungen sicherzustellen und Schaden durch betrügerische Handlungen zu verhindern. Dazu sind die ablauforganisatorischen Regelungen, Anweisungen und Richtlinien systematisch niedergelegt und zum größten Teil im Onlinezugriff verfügbar. Regelmäßig wird die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und interner Unternehmensregeln überprüft, teils durch eigene Untersuchungen, teils durch Beauftragung externer Beratungsunternehmen.

Wesentliche Chancen und Risiken

Die folgenden wesentlichen Risiken für den Ravensburger Konzern und die Ravensburger AG wurden im Rahmen der Risikoberichterstattung identifiziert:

Absatzmärkte

Das Risikomanagementsystem der Absatzmärkte basiert auf systematischen Analysen des Konsumentenverhaltens, der Vertriebswege und der Handelslandschaft. Marktchancen werden im Rahmen der eingeführten Systeme identifiziert und bearbeitet.

Die Veränderung und Konzentration der Handelslandschaft schreitet weiter fort. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei der ständig anteilsmäßig wachsende Onlinehandel, der sich insbesondere auf wenige internationale Plattformen beschränkt. Diese verdrängen in zunehmendem Maße den stationären Handel. Die Covid-19-Pandemie hat dies noch beschleunigt, auch wenn im Jahr 2022 ein gegenläufiger Effekt erkennbar wurde. Damit verbunden sind ein zunehmender Druck auf höhere Handelskonditionen und verbesserten Service, ebenso wie größere Clusterrisiken.

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, ist derzeit ungewiss, wie sich die Konsumentennachfrage bei einer zu erwartenden hohen Inflation, damit einhergehenden hohen Lebenshaltungskosten und einer deshalb sinkenden Kaufkraft verhalten wird. Neben den beschriebenen negativen Einflüssen könnten auch positive Impulse (Stichwort Cocooning-Effekt) wirken.

Ravensburger arbeitet proaktiv daran, diese Risiken zu beherrschen. Durch die Entwicklung innovativer und attraktiver Produkte, auf die Handelskanäle abgestimmte Vertriebsarbeit, die Entwicklung des notwendigen Know-hows für den Internethandel sowie durch eine moderne, leistungsfähige Produktion und Logistik, ergeben sich somit auch Wachstumschancen, die Ravensburger konsequent nutzt. In ausgewählten, erfolgversprechenden Ländern werden Tochtergesellschaften gegründet, um die dortigen Märkte spezifischer und mit mehr Kundennähe bearbeiten zu können.

Beschaffungsmärkte und eigene Supply Chain

Das Jahr 2022 stand im Zeichen der Ukrainekrise sowie der globalen Unsicherheiten, wie zum Beispiel einem drohenden Energieausfall. Zudem kam es zu Kostenexplosionen auf den Beschaffungsmärkten. Dies alles stellte auch die Ravensburger Supply Chain vor große Herausforderungen, wobei das abgelaufene Jahr zweigeteilt war: Im ersten Halbjahr standen die Risiken des Ukraine-Krieges, der Energiekrise und der hohen Inflation im Vordergrund, die zu hohen Kostensteigerungen bei gleichzeitig notwendigem Bestandsaufbau geführt haben. Zur Mitte des Jahres traten die Risiken an den Absatzmärkten in den Vordergrund: Auf die abnehmenden Bedarfe musste durch schnelle Reduzierung der Fertigungs- und Beschaffungsmengen reagiert werden.

Positiv anzumerken ist, dass die Herausforderungen der Covid-19-Pandemie sowie der globalen Lieferkettenkrise sich 2022 entschärft haben. Die Pandemie führte zu keinen nennenswerten Störungen in der Beschaffung oder an den eigenen Standorten. Allerdings war der Krankenstand an den Standorten auf einem sehr hohen Niveau.

Die Lieferfähigkeit könnte durch Lieferengpässe von Energie, Rohstoffen, Material und Vorprodukten (z. B. durch staatliche Sanktionen) eingeschränkt werden. Diesen Beschaffungsrisiken konnte im vergangenen Jahr durch kontrollierten Bestandsaufbau und frühzeitiges Bestellen von kritischen Materialien, insbesondere Elektronikkomponenten, in weiten Teilen entgegengewirkt werden. Wie bereits im Jahr 2021 waren Lieferzeiten signifikant verlängert und Materialpreise deutlich gestiegen. Die verlängerten Lieferzeiten führten teilweise auch zu Verzögerungen bei der Einführung von Neuheiten.

Währungsschwankungen stellen im Bereich der Beschaffung ein wesentliches Risiko dar. Insbesondere durch die Beschaffung von Produktionsmaterialien, Halbfabrikaten und Fertigwaren in China in US-Dollar ergibt sich ein negatives Exposure gegenüber dem Euro. Bedingt durch die Fertigungsstätte am Standort Policka ergibt sich darüber hinaus ein negatives Netto-Exposure in Tschechischen Kronen. Die genannten Währungsrisiken werden durch systematisches Hedging so weit wie möglich minimiert. Details zum Währungshedging sind im Anhang unter dem Punkt "Derivative Finanzinstrumente" beschrieben.

Bereits 2021 zeichnete sich eine starke Erhöhung der Logistikkosten ab, insbesondere bei den für Ravensburger relevanten Schiffscontainerraten. Als Konsequenz stiegen im Jahr 2022 die Kosten für Containerfrachten drastisch an. Das Management der Containerfrachten wurde daher gruppenweit zentral koordiniert, wodurch zum einen verbesserte Servicebedingungen umgesetzt werden konnten, zum anderen konnten die Frachtraten deutlich gesenkt werden.

Im Jahr 2022 übernahm Ravensburger in der Slowakei den holzverarbeitenden Betrieb "Designwood". Das Unternehmen produziert bereits seit mehreren Jahren Holzelemente und Holzschienen für Ravensburger. Der Betrieb firmiert nun als neue Tochtergesellschaft "Ravensburger Wood Slovakia". Mit diesem Schritt vergrößert Ravensburger seinen hohen Anteil an Eigenfertigung. Künftig sollen Fertigungskapazitäten und Produktionstechniken des slowakischen Werkes erweitert werden und damit auch die Unabhängigkeit von externen Lieferanten wachsen.

Standortrisiken

Der Ravensburger Konzern produziert einen großen Teil seiner Produkte selbst an den Produktionsstandorten Ravensburg (Deutschland), Policka (Tschechien) und in Banskä Bystrica (Slowakei). Die Produktionskapazitäten wurden durch Investitionsmaßnahmen erweitert und dem Wachstum angepasst.

Zudem sichern moderne Technik und regelmäßige Wartung sowie ständige Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen die Standorte bestmöglich gegen die Auswirkungen von Elementarrisiken. Eine moderne Insurance Policy regelt den Versicherungsschutz.

Das größte Standortrisiko bleibt weiterhin die angespannte Lage am Arbeitsmarkt. Dies gilt insbesondere an den beiden personalstärksten Standorten Ravensburg und Policka. Dies gilt sowohl für den Bereich der gewerblichen Mitarbeiter als auch für den Bereich der Angestellten. Die Rekrutierung und das Halten bestehender Mitarbeiter stellen deshalb eine große Herausforderung dar.

Wie im Prognosebericht erwähnt, ist zusätzlich damit zu rechnen, dass sich hohe Tarifabschlüsse und Lohnforderungen in stark ansteigenden Personalkosten widerspiegeln.

Eine für das erste Halbjahr prognostizierte schwache Handelsnachfrage kann zudem zu einer Unterauslastung in der Produktion führen, was eine weitere Kostenbelastung nach sich ziehen würde.

Informationstechnologie und Digitalisierung

Vor dem Hintergrund stark gestiegener Cyberkriminalität und einer sich stetig verändernden Bedrohungslage gewinnen Informationssicherheit und Business Continuity Management weiterhin an Bedeutung für den Konzern.

Ransomware-Attacken stellten dabei auch im Jahr 2022 die größte Bedrohung für die Business Continuity dar. Dieses Risiko konnte durch den Einsatz moderner Sicherheitssysteme wie z. B. einem Security Information Eventsystem (SIEM) und Email-Security-System sowie der Einführung von Zwei-Faktor-Authentifizierung, aber auch durch die Erhöhung des Bewusstseins aller Mitarbeiter, erfolgreich minimiert werden.

Sämtliche eingesetzten Softwaretools wurden sowohl aus Sicht des Datenschutzes als auch auf allgemeine Rechtssicherheit geprüft.

Für Datenschutz und IT-Compliance ist neben den Abteilungen OIS und Digital Center vor allem der interne Datenschutzbeauftragte zuständig. Mit Unterstützung von professionellen externen Beratern sichert der Datenschutzbeauftragte die Umsetzung und Einhaltung der EU-Datenschutzgrundverordnung im Unternehmen.

Interne IT-Experten, unterstützt durch verschiedene externe Berater, sicherten die fachgerechte Betreuung der IT-Infrastruktur und die fortwährende Optimierung von IT-gestützten Prozessen - auch und gerade im internationalen Kontext. Einer Beeinträchtigung wichtiger Unternehmensabteilungen durch den Ausfall von IT-Systemen oder IT-Infrastrukturkomponenten wurde durch redundant gespiegelte IT-Systeme, den Einsatz virtueller Server sowie moderner IT-Security- und Backup-Tools entgegengewirkt.

Ebenso konnte weiterhin die hohe Qualität und Performance von eingesetzter Hard- und Software sowie Cloudsysteme gewährleistet werden. Externe Audits für IT-Security, IT- Berechtigungs- und Datensicherungssysteme sicherten organisatorisch, prozessual und softwareseitig Sicherheit, Aktualität und Qualität ab.

Eine überwiegend standardisierte und normierte IT-Infrastruktur ist die Voraussetzung, um Veränderungen und neue Anforderungen im operativen Geschäft in IT-gestützten Prozessen wiederzugeben. Das Verständnis von Konsumentenanforderungen steht dabei immer im Vordergrund.

Finanzwirtschaft

Finanzwirtschaftliche Risiken werden vom Zentralen Treasury und dem Debitorenmanagement der Ravensburger AG gesteuert. Im Wesentlichen werden Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken, Anlagerisiken, Zahlungsausfallrisiken und Versicherungsrisiken zentral analysiert, bewertet und abgesichert.

Hierbei dienen derivative Finanzinstrumente ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte. Währungsrisiken werden insbesondere durch Devisentermingeschäfte rollierend absteigend auf 36 Monate abgesichert. Diese Devisentermingeschäfte werden nur über Banken abgeschlossen, deren Bonität über der von Ravensburger festgelegten Mindestbonität liegt, um das Kontrahentenrisiko zu minimieren.

Debitorenrisiken werden in der Regel und soweit möglich durch Versicherungen abgedeckt. Wechselkursrisiken werden durch systematisches Hedging reduziert.

Zur optimalen Steuerung der Liquidität des Konzerns wird diese im Rahmen des Cash Pools bei der Ravensburger AG verwaltet. Bei kurzfristigen Liquiditätsüberschüssen werden nur Anlagen mit erstklassiger Bonität getätigt, zudem wird die überschüssige Liquidität auf verschiedene Kreditinstitute verteilt. Langfristige Liquiditätsüberschüsse werden in einem Spezialfonds verwaltet, um ein professionelles Management der Anlagen zu gewährleisten.

Produktsicherheit

Für Ravensburger steht die Sicherheit der vertriebenen Produkte an oberster Stelle. Daher werden alle Produkte bei namhaften unabhängigen Prüfinstituten und in eigenen Laboren getestet.

Coronabedingt wurde das Re-Audit 2021 und 2022 des mechanischen Labors vom TÜV Rheinland ausgesetzt, sodass das Audit aus dem Jahr 2020 weiterhin Bestand hat. Für 2023 wurde ein Audit durch die Dekra terminiert.

Die andauernde Veränderung der Gesetzeslage in Europa und in den USA hat zu weiteren Verschärfungen und Ergänzungen geführt. Um in diesem Umfeld schneller informiert zu sein und effektiv in der Industrie mitzuwirken, ist Ravensburger als Mitglied dem europäischen Verband "Toy Industries of Europe" beigetreten. Durch diesen Beitritt konnte Ravensburger 2022 einiges an fachlichem Input zu verschiedenen Gesetzesvorhaben der EU-Kommission liefern.

Durch eine proaktive Vorgehensweise stellt Ravensburger die Einhaltung dieser Neuerungen meist schon vor Inkrafttreten sicher. Die strenger werdende Regulierung von chemischen Substanzen stellt die Supply Chain weiterhin vor Herausforderungen und bindet Ressourcen.

Gesamtrisiko und Chancen

Der Ravensburger Konzern und die Ravensburger AG haben alle erforderlichen Systeme und internen Regelungen, um größere, für den Konzern relevante Risiken, zu erkennen und zu beherrschen. Die Kosten des Risikokontrollsystems stehen in angemessenem Verhältnis dazu.

Sowohl die Entwicklung und Einführung von neuen Produkten und Produktkategorien als auch die geografische Ausweitung der Vertriebsaktivitäten können einerseits Wachstumschancen eröffnen, andererseits können diese bei einer drohenden Abkühlung der Konjunktur dabei helfen, die Auswirkungen für den Ravensburger Konzern und die Ravensburger AG zu minimieren.

Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht der Ravensburger AG

Die Ravensburger AG hat nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten.

 

Ravensburg, 27. April 2023

Clemens Maier

Hanspeter Mürle

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31-12-21
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Rechte 19.664.496,75 22.631
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.529.173,88 8.916
3. Geleistete Anzahlungen 117.173,36 106
28.310.843,99 31.653
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 38.958.855,15 34.124
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.509.974,09 19.025
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.773.141,35 25.618
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.742.817,86 8.395
101.984.788,45 87.162
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.436,83 25
2. Beteiligungen 7.911.978,05 7.293
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.272.653,70 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 91.547.733,75 91.048
102.757.802,33 98.366
233.053.434,77 217.181
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.512.363,21 16.153
2. Unfertige Erzeugnisse 14.276.642,75 8.966
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 83.731.390,88 60.498
4. Geleistete Anzahlungen 2.362.362,67 1.067
122.882.759,51 86.684
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 202.574.915,18 219.831
2. Sonstige Vermögensgegenstände 20.833.865,96 18.827
223.408.781,14 238.658
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 95.074.013,61 160.222
441.365.554,26 485.564
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.591.856,26 1.521
D. Aktive latente Steuern 1.722.087,01 1.269
677.732.932,30 705.536

Passiva

31-12-21
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 12.480.000,00 12.480
II. Kapitalrücklage 39.050.000,00 39.050
III. Andere Gewinnrücklagen 378.793.314,82 327.481
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 11.043.872,81 8.441
V. Konzern-Jahresüberschuss 15.604.560,66 65.713
456.971.748,29 453.165
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 38.573.397,67 35.826
2. Steuerrückstellungen 6.855.299,15 4.981
3. Sonstige Rückstellungen 84.702.576,20 97.619
130.131.273,02 138.426
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.167.777,00 40.102
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.215.254,33 1.188
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.624.401,69 51.582
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.555.557,60 7.599
5. Sonstige Verbindlichkeiten 8.563.062,57 12.310
89.126.053,19 112.781
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.503.857,80 1.165
677.732.932,30 705.536

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2021
T€
1. Umsatzerlöse 599.457.652,01 636.794
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 17.226.025,09 11.036
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 322.078,19 83
4. Sonstige betriebliche Erträge 15.018.754,61 22.573
632.024.509,90 670.486
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 169.448.143,35 163.537
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 23.292.805,54 23.690
192.740.948,89 187.227
439.283.561,01 483.259
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 123.721.223,52 116.190
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 25.411.374,32 22.778
c) Aufwendungen für Altersversorgung 5.547.996,41 3.506
154.680.594,25
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16.864.563,35 15.864
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 237.782.398,78 229.455
409.327.556,38
29.956.004,63 95.466
9. Erträge aus Beteiligungen 555.875,27 325
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 500.000,00 500
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145.916,32 89
1.201.791,59
12. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 737.669,38 0
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.868.085,24 4.007
3.605.754,62
-2.403.963,03 (3.093)
27.552.041,60 92.373
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.385.730,01 25.817
15. Ergebnis nach Steuern 16.166.311,59 66.556
16. Sonstige Steuern 561.750,93 843
17. Konzern-Jahresüberschuss 15.604.560,66 65.713

Konzernanhang für 2022

I. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der Ravensburger AG, Ravensburg, für das Geschäftsjahr 2022 wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und die Davon-Vermerke im Anhang gemacht.

II. Registerinformationen

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Ravensburger AG mit Sitz in Ravensburg im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 551302 eingetragen.

III. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst - neben der Ravensburger AG - fünf (Vj. fünf) inländische und 22 (Vj. 21) ausländische Tochter- bzw. Enkelunternehmen. Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises hat sich die Zusammensetzung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen nicht wesentlich geändert.

Nicht einbezogen wurden nach § 296 Abs. 2 HGB drei (Vj. drei) Unternehmen, die - auch zusammengefasst - für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wird nach der Buchwertmethode vorgenommen. Es handelt sich um eine ausländische Gesellschaft. Im Vorjahr wurde keine Beteiligung an assoziierten Unternehmen bilanziert.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

Für Unternehmenserwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, erfolgte nach der Buchwertmethode oder der Neubewertungsmethode zu den Zeitpunkten des Erwerbs bzw. der erstmaligen Einbeziehung. Dabei entstandene aktivische Unterschiedsbeträge wurden nach Zuordnung von stillen Reserven zu einzelnen Vermögensgegenständen als Firmenwert offen mit den Rücklagen des Konzerns verrechnet. Die bei der Erstkonsolidierung zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung vorhandenen passivischen Unterschiedsbeträge aufgrund von Gewinnthesaurierungen der Tochterunternehmen in früheren Jahren wurden in den Rücklagen des Konzerns erfasst.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam behandelt.

Die assoziierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Es wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode angesetzt. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben.

Die aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr resultierenden Zwischenergebnisse werden eliminiert.

Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet bzw. umgegliedert, Beteiligungserträge werden storniert.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Ravensburger AG einbezogenen Unternehmen wurden unverändert nach den folgenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.

Die Jahresabschlüsse von ausländischen assoziierten Unternehmen werden nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der Abschreibungszeitraum entspricht den branchenüblichen Nutzungszeiten der Anlagegüter. Er beträgt bei entgeltlich erworbener Software, Lizenzen und ähnlichen Rechten drei bis 15 Jahre. Gebäude und Betriebsvorrichtungen werden zwischen zehn und 33 Jahre, technische Anlagen und Maschinen überwiegend in zwei bis zehn Jahren sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ebenfalls in zwei bis zehn Jahren abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt.

Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten neben erworbenen Anteilen Einlagen und anteilige Jahresüberschüsse. Unter den Abgängen sind anteilige Jahresfehlbeträge sowie Dividendenausschüttungen und veräußerte Anteile erfasst.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Vorräte werden zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten (Materialeinzelkosten, Fertigungslöhne zuzüglich Lohnnebenkosten sowie sogenannte Erstkosten) auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Weiterhin umfassen die Herstellungskosten auch die Vorausgaben bei der Buchherstellung (Kosten für noch im Stadium der Planung und Vorbereitung befindliche Bücher). Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit, niedrigeren Reproduktionskosten oder gesunkenen Wiederbeschaffungspreisen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten abzüglich angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken angesetzt. Unverzinsliche oder valutierte Forderungen werden abgezinst. Für das allgemeine Kreditrisiko besteht außerdem eine Pauschalwertberichtigung.

Die Rückstellungen für Pensionen werden zum einen nach der "Projected Unit Credit Method", zum anderen nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der 10-jährige (Vj. 10-jährige) durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 bzw. 7 Jahren von 1,78 % bzw. 1,42 % (Vj. Laufzeit 15 bzw. 7 Jahren von 1,94 % bzw. 1,37 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden, sofern erforderlich, mit 2,0 % (Vj. 2,0 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,0 % bis 2,0 % (Vj. 1,0 % bis 1,5 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde beachtet.

Wertpapiergebundene Pensionszusagen sind nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, soweit dieser den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Kongruent rückgedeckte Altersversorgungszusagen, deren Höhe sich somit ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs bestimmt, sind mit diesem bewertet, soweit er den garantierten Mindestbetrag (diskontierter Erfüllungsbetrag der Garantieleistung) übersteigt. Eine Rückdeckungsversicherung ist als kongruent zu bezeichnen, wenn die aus ihr resultierenden Zahlungen sowohl hinsichtlich der Höhe als auch hinsichtlich der Zeitpunkte mit den Zahlungen an den Versorgungsberechtigten deckungsgleich sind. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung).

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive latente Steuerdifferenzen aus den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aus den Vorräten, den Rückstellungen für Pensionen sowie den sonstigen Rückstellungen. Passive latente Steuerdifferenzen ergeben sich aus dem Anlagevermögen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In Anwendung der "Einfrierungsmethode" werden sich ausgleichende Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

VI. Währungsumrechnung

Die erstmalige Erfassung der aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Vermögensgegenständen und Schulden im Rahmen der Währungsumrechnung in der Handelsbilanz II erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Transaktionstag.

Auf fremde Währung lautende monetäre Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Rahmen der Folgebewertung grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr und weniger wird das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) bei nicht wechselkursbedingten Wertänderungen nicht angewendet.

Nichtmonetäre Vermögensgegenstände, die in fremder Währung erworben wurden, werden nur zum Zugangszeitpunkt umgerechnet. Die Folgebewertung wird auf Basis der zum Zugangszeitpunkt erfassten Anschaffungskosten in Landeswährung vorgenommen.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu den historischen Devisenkassamittelkursen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet wird, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Konzerngewinnrücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

Währungsbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung langfristiger Fremdwährungsdarlehen werden ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt und erst bei Rückzahlung des Darlehens erfolgswirksam gebucht.

Die sonstigen währungskursbedingten Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt.

Infolge der Umrechnung mit den Stichtagskursen ergeben sich bei der Entwicklung des Anlagevermögens Umrechnungsdifferenzen, die im Anlagenspiegel separat gezeigt werden.

VII. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens des Konzerns ist aus der gesonderten Übersicht "Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022" ersichtlich.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert entstand im Rahmen der Erstkonsolidierung der ThinkFun, Inc., Alexandria, Virginia/USA, zum 1. Oktober 2017 und im Rahmen der Erstkonsolidierung der Ravensburger Wood Slovakia, s.r.o., Banskä Bystrica/Slowakei zum 12. August 2022. Der Geschäfts- oder Firmenwert ThinkFun, Inc. wird seit dem 1. Oktober 2017, der Geschäfts- oder Firmenwert Ravensburger Wood Slovakia, s.r.o. wird seit dem 12. August 2022 jeweils über einen Zeitraum von zehn Jahren linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum entspricht der wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Der ausgewiesene Wert der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthält einen Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 2.355 T€ (Vj. 0 €).

Die im Anlagevermögen erfassten Abgänge der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten die anteiligen Ergebnisanteile aus der Fortschreibung des Equity- Wertansatzes.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Angaben zum Anteilsbesitz sind in einer gesonderten Übersicht "Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2022" enthalten. Die Angaben zu einer einbezogenen und einer nicht einbezogenen Gesellschaft sind nach § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB vollständig unterblieben, da sie geeignet wären, der Ravensburger AG und diesen Gesellschaften einen erheblichen Nachteil zuzufügen.

Für zwei im Anteilsbesitz gekennzeichnete inländische Tochterunternehmen werden die nach § 264 Abs. 3 HGB möglichen Erleichterungen hinsichtlich der Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie der Offenlegung in Anspruch genommen.

Anteile an Investmentvermögen

Der Konzern verfügt über mehr als 10 % der Anteile an inländischen Investmentvermögen. Die Informationen zu diesen Anteilen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 18 HGB sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Fonds Anlageziel Buchwert Marktwert
T€ T€
Spezialfonds Vermögens -anlage 91.548 92.657
Fonds Differenz Ausschüttung im Gechäftsjahr tägliche Rückgabe möglich Unterlassene Abschreibung
T€ T€
Spezialfonds 1.109 500 ja nein

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 202.575 219.831
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.849 0
2. Sonstige Vermögensgegenstände 20.834 18.827
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 757 941
223.409 238.658

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten größtenteils Forderungen gegen Finanzbehörden, Honorarvorauszahlungen auf Absatzhonorare, geleistete Anzahlungen an Lieferanten sowie Abgrenzungsposten.

Latente Steuern

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
Latente Steuern auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
Sachanlagen -1.780 -1.524
Forderungen -21 460
Vorräte 623 618
Rückstellungen -6 109
Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen
Fortführung Erstkonsolidierung (immaterielle Vermögensgegenstände BRIO AB) -4.201 -4.801
Fortführung Erstkonsolidierung (immaterielle Vermögensgegenstände ThinkFun, Inc.) -1.435 -1.738
Schuldenkonsolidierung 0 0
Zwischengewinneliminierung 8.542 8.145
1.722 1.269

Der Berechnung wurde für inländische Steuern ein Steuersatz von 30,0 % zugrunde gelegt. Für ausländische Steuern kamen folgende Steuersätze zur Anwendung: 19,0 %, 20,6 %, 25,0 % und 30,0 %.

Die erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen wurden im Rahmen der Fortführung der Erstkonsolidierung des Teilkonzernabschlusses der BRIO AB, Malmö/Schweden, der Fortführung der Erstkonsolidierung der ThinkFun, Inc., Alexandria, Virginia/USA, der Zwischengewinneliminierung bei den Vorräten und dem Anlagevermögen sowie bei erfolgswirksamen Buchungen auf Konzernebene durchgeführt.

Entwicklung der latenten Steuern

Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Saldo
T€ T€ T€
31.12.2021 9.753 -8.484 1.269
31.12.2022 8.744 -7.022 1.722
Veränderung -1.009 1.462 453

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von 12.480 T€ entspricht dem der Ravensburger AG. Das Grundkapital ist in 480.000 Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt. Sämtliche Aktien lauten auf den Namen. Die Ravensburger Holding GmbH & Co. KG, Ravensburg, hält eine Mehrheitsbeteiligung an der Ravensburger AG.

Die Gewinnrücklagen umfassen neben denen der Ravensburger AG die Gewinnrücklagen und Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält das Eigenkapital Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.

Der Bilanzgewinn 2022 der Ravensburger AG beläuft sich auf 318.297.192,77 €. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Dividende 7.200.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 311.097.192,77
318.297.192,77

Rückstellungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 6 HGB beträgt 2.743 T€.

Die Pensionsrückstellungen für frühere Organmitglieder betragen 12.872 T€.

Für bestimmte Versorgungszusagen gegenüber Mitarbeitern und Vorständen hat die Gesellschaft Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgeschlossen. Die Angaben zur Verrechnung nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB sind:

T€
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 18.744
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 17.068
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 18.456
Verrechnete Aufwendungen 595
Verrechnete Erträge 595

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Verpflichtungen aus Werbekostenzuschüssen, Kundenboni, Tantiemen und Mitarbeiterboni, Remittenden/Retouren, Urlaubs- und Gleitzeitansprüche, Abfindungen, ungewisse Risiken, ausstehende Rechnungen sowie Mitarbeiterjubiläen.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit Gesamt
unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.874 21.294 0 29.168
(Vorjahr 10.935 26.262 2.905 40.102)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.215 0 0 1.215
(Vorjahr 1.187 0 0 1.187)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.624 0 0 42.624
(Vorjahr 51.582 0 0 51.582)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.556 0 0 7.556
(Vorjahr 7.599 0 0 7.599)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 8.442 121 0 8.563
(Vorjahr 12.081 229 0 12.310)
davon aus Steuern 5.116
(Vorjahr 8.936)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.032
(Vorjahr 1.718)
67.711 21.415 0 89.126
(31.12.2021 83.384 26.491 2.905 112.780)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen aus kurzfristigen Darlehen und aus Cash-Pooling.

VIII. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Gliederung nach Regionen zeigt folgendes Bild:

Mio. €
Bundesrepublik Deutschland 201,6
EU-Ausland 224,4
Übriges Ausland 173,5
599,5

Die Aufgliederung nach Produkten und Dienstleistungen ergibt:

Mio. €
Spielwaren 483,2
Bücher 86,7
Freizeit und Promotion 28,9
Sonstiges 0,7
599,5

Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 5.506 T€ (Vj. 5.735 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.349 T€ (Vj. 2.083 T€), aus der Auflösung von sonstigen Passivposten in Höhe von 632 T€ (Vj. 1.519 T€) sowie aus der Auflösung von Debitoren-Wertberichtigungen in Höhe von 3.147 T€ (Vj. 1.332 T€). Außerdem enthalten sind empfangene Schadensersatzleistungen in Höhe von 71 T€ (Vj. 482 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus der Währungsrechnung betragen im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 5.645 T€ (Vj. 2.460 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen periodenfremde Aufwendungen aus Honoraren in Höhe von 325 T€ (Vj. 648 T€), außergewöhnliche Aufwendungen aus der Abwertung von sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 0 T€ (Vj. 885 T€) sowie Aufwendungen aus der Ausbuchung sonstiger Aktivposten in Höhe von 59 T€ (Vj. 241 T€).

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens einschließlich Abgangsgewinnen und Zuschreibungserträgen

Die ausgewiesenen Beträge betreffen Ausschüttungen aus den Spezialfonds.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen betragen 2.115T€ (Vj. 3.090 T€).

Auf verbundene Unternehmen entfallen 7 T€ (Vj. 8 T€).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern sind Erträge in Höhe von 453 T€ (Vj. 2.921 T€) enthalten.

IX. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 21 aufgestellt.

Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Konzerns durch Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Geschäftsjahres verändert haben. Entsprechend DRS 21 wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird demgegenüber ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns indirekt abgeleitet.

Die Veränderung des Verrechnungskontos mit der Ravensburger Holding GmbH & Co. KG wird im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

X. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Das Obligo aus fest vereinbarten Lizenzkäufen und Garantiehonoraren beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 9.567 T€.

Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (EDV und Fuhrpark) belaufen sich auf:

T€
2023 5.609
2024 - 2027 15.189
2028 ff. 2.091

Daneben besteht ein langfristiger Mietvertrag mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2057 mit einer jährlichen Verpflichtung von 315 T€.

Zum 31. Dezember 2022 beläuft sich das Bestellobligo auf 25.470 T€. Außerdem bestehen zum Stichtag Abnahmeverpflichtungen in Höhe von 6.631 T€.

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern setzt zur Absicherung zukünftiger Fremdwährungs-Zahlungsströme in US-Dollar, Norwegischen und Tschechischen Kronen, Schweizer Franken, Britischen Pfund, Kanadischen Dollar und Japanischen Yen Devisentermingeschäfte (Kauf/Verkauf) ein. Das Gesamtvolumen der Devisentermingeschäfte setzt sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt zusammen:

Art/Kategorie Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert
T€ T€
Devisenterminkäufe
Positive Marktwerte 140.612 9.955
Negative Marktwerte 24.246 -145
Devisenterminverkäufe
Positive Marktwerte 29.138 907
Negative Marktwerte 24.081 -979

Da es sich bei den zugrunde liegenden Geschäften um geschlossene Positionen handelt, ergab sich kein Rückstellungsbedarf.

Der Zeitwert der Devisentermingeschäfte wird mittels des Zero-Kupon-Spot-Verfahrens ermittelt.

Die genannten derivativen Finanzinstrumente wurden vollumfänglich zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Bewertungseinheiten

Grundgeschäft/ Sicherungsinstrument Risiko/Art der Bewertungseinheit Einbezogener Betrag Höhe des abgesicherten Risikos
in TLW in T€
Zukünftige Fremdwährungs Cashflows/Devisentermingeschäfte Währungsrisiko/Antizipativer TUSD 54.700 0
TCZK 3.120.000 0
Macro-Hedge TGBP 17.500 -28
TCAD 11.000 0
TCHF 21.500 -808
TJPY 300.000 0
TNOK 20.000 0

Es ist Unternehmenspolitik, Währungsrisiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften zu begrenzen beziehungsweise auszuschließen. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden durch das Konzern-Treasury zentral durchgeführt bzw. koordiniert.

Für die geplanten Umsätze sowie für die geplanten Beschaffungen des folgenden Geschäftsjahres, die in US-Dollar, in Norwegischen und in Tschechischen Kronen, Schweizer Franken, Britischen Pfund, Kanadischen Dollar und Japanischen Yen fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Angesichts des zuverlässig planbaren Umfangs und zeitlichen Anfalls der Grundgeschäfte wurden zwischen diesen und den genannten Sicherungsinstrumenten antizipative Bewertungseinheiten gebildet.

Die gegenläufigen Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich in vollem Umfang im Sicherungszeitraum aus, weil den Devisentermingeschäften Grundgeschäfte in gleicher Höhe gegenüberstehen. Damit ist die prospektive Wirksamkeit auf Basis der "Critical Terms Match Method" gegeben.

Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Unwirksamkeit, da alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument übereinstimmen. In diesen Fällen kann keine bilanziell relevante Unwirksamkeit bezogen auf die Bewertungseinheit entstehen.

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Dieter Kurz, Lindau

 

Vorsitzender

 

Mitglied des Prüfungsausschusses

 

Vorsitzender des Stiftungsrats der Carl-Zeiss-Stiftung, Heidenheim an der Brenz und Jena (bis 31.12.2021)

Albert Hess, München

 

Stellvertretender Vorsitzender

 

Mitglied des Prüfungsausschusses

 

Geschäftsführer Ravensburger Holding GmbH & Co. KG, Ravensburg

Florian Haller, München

 

Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Group SE & Co. KG, München

Claus-Dietrich Lahrs, Stuttgart

 

CEO, s.Oliver Group, Rottendorf (bis 31.12.2022)

Dr. Valerie Maier, Heidelberg

 

Biochemikerin

Dr. Thomas Vollmoeller, Hamburg

 

Vorsitzender des Prüfungsausschusses

 

Aufsichtsratsvorsitzender der eDreams ODIGEO SA, Madrid, Spanien

Die Vergütung für den Aufsichtsrat betrug im Jahr 2022 323 T€.

Vorstand

Clemens Maier, Langenargen

 

Vorsitzender

 

Produktkategorien

 

Vertrieb

 

Marketing

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Corporate Development

Hanspeter Mürle, Neu-Ulm

 

Supply Chain

 

Finanzen und Controlling

 

Personal

 

IT und Digital

 

Recht

Mitarbeiter

Die Anzahl der Beschäftigten wird als Monatsdurchschnitt der Vollzeitkräfte angegeben.

Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden beschäftigt:

Angestellte 1.289
Gewerbliche 1.133
Saisonarbeitskräfte 43
Auszubildende 69
2.534

Honorar des Abschlussprüfers

Das Abschlussprüferhonorar setzt sich wie folgt zusammen:

T€
Abschlussprüfungsleistungen 249
Steuerberatungsleistungen 547
Andere Bestätigungsleistungen 5
801

Der Posten Abschlussprüfung umfasst die Honorare für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Ravensburger AG und die Prüfung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften.

Die anderen Positionen umfassen ebenfalls die Honorare für die Ravensburger AG und für die in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Tochtergesellschaften.

Konzernverhältnisse

Die Ravensburger AG erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Ravensburger Holding GmbH & Co. KG, Ravensburg, erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt. Die Ravensburger AG wird in diesen Konzernabschluss einbezogen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Ravensburg, 27. April 2023

Der Vorstand

Clemens Maier

Hanspeter Mürle

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022

2022 2021
T€ T€
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzern-Jahresüberschuss 15.605 65.713
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens und Wertpapiere des Umlaufvermögens 16.865 15.864
Zunahme der Pensionsrückstellungen und sonstiger langfristiger Rückstellungen 3.224 1.965
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Steuerrückstellungen und sonstiger kurzfristiger Rückstellungen -11.566 944
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 874 2.068
Zunahme der Vorräte -35.853 -21.122
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.323 -27.501
Zunahme der anderen Aktiva -1.978 -6.221
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltener Anzahlungen -10.624 11.404
Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der anderen Passiva -1.500 12.929
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -18 -9.882
Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.722 3.919
Sonstige Beteiligungserträge 181 0
Ertragsteueraufwand 11.386 25.817
Ertragsteuerzahlungen -15.678 -43.592
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -9.037 32.305
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -558 -693
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 159 8.237
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -24.606 -22.724
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögen 0 5.554
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -5.129 -21.749
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -105 0
Erhaltene Zinsen 122 82
Erhaltene Dividenden 556 325
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -29.561 -30.968
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -11.482 -10.935
Gezahlte Zinsen -733 -923
Gezahlte Dividende -14.400 -14.400
Veränderung des Verrechnungskontos mit der
Ravensburger Holding GmbH & Co. KG, Ravensburg -40 42
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -26.655 -26.216
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -65.253 -24.879
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 105 -682
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 160.222 185.783
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 95.074 160.222
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 95.074 160.222

Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2022

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen
T€ T€ T€
1.1.2021 12.480 39.050 278.528
Umgliederung in die Gewinnrücklagen 0 0 63.370
Dividende 0 0 -14.400
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 -17
Währungsumrechnung 0 0 0
31.12.2021 12.480 39.050 327.481
1.1.2022 12.480 39.050 327.481
Umgliederung in die Gewinnrücklagen 0 0 65.713
Dividende 0 0 -14.400
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
31.12.2022 12.480 39.050 378.794
Mutterunternehmen
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Konzern-Jahresüberschuss Konzerneigenkapital
T€ T€ T€
1.1.2021 2.481 63.370 395.909
Umgliederung in die Gewinnrücklagen 0 -63.370 0
Dividende 0 0 -14.400
Konzern-Jahresüberschuss 0 65.713 65.713
Sonstige Veränderungen 0 0 -17
Währungsumrechnung 5.960 0 5.960
31.12.2021 8.441 65.713 453.165
1.1.2022 8.441 65.713 453.165
Umgliederung in die Gewinnrücklagen 0 -65.713 0
Dividende 0 0 -14.400
Konzern-Jahresüberschuss 0 15.605 15.605
Währungsumrechnung 2.602 0 2.602
31.12.2022 11.043 15.605 456.972

Anteilsbesitz zum 3 1. Dezember 2022

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital 1)
%
I. Neben dem Mutterunternehmen einbezogene Unternehmen
Inland
Ravensburger Verlag GmbH, Ravensburg k. O. 100,0
Ravensburger Freizeit und Promotion GmbH, Ravensburg k. O. 100,0
RPS Handels GmbH, München 100,0 2)
BRIO GmbH, Ravensburg 100,0 3)
Ausland
BRIO AB, Malmö/Schweden 100,0
BRIO AS, Sem/Norwegen 100,0 3)
BRIO Danmark ApS, Kopenhagen/Dänemark 100,0 3)
BRIO Toy Oy, Turku/Finnland 100,0 3)
BRIO Hong Kong Ltd., Hongkong/China 100,0 3)
BRIO Japan KK, Tokyo/Japan 100,0 3)
Carlit + Ravensburger AG, Würenlos/Schweiz 100,0 2)
Jeux Ravensburger S.A.S., Pfastatt/Frankreich 100,0
Ravensburger B.V., Amersfoort/Niederlande 100,0 2)
Ravensburger CEE s.r.o.,Prag/Tschechien 100,0 2)
Ravensburger Gesellschaft m.b.H., Wiener Neudorf/Österreich 100,0 2)
Ravensburger Hong Kong Ltd., Hongkong/China 100,0 5)
Ravensburger Iberica S.L.U., Madrid/Spanien 100,0 2)
Ravensburger Karton s.r.o., Polička/Tschechien 100,0 2)
Ravensburger Ltd., Bicester/Vereintes Königreich 100,0 2)
Ravensburger North America, Inc., Seattle, Washington/USA 100,0 6)
Ravensburger Polska sp.zo.o., Warschau/Polen 100,0 7)
Ravensburger S.A./N.V., Brüssel/Belgien 100,0 2)
Ravensburger s.r.l., Mailand/Italien 100,0 4)
Ravensburger Trading Shanghai Co., Ltd., Shanghai/China 100,0 2)
Ravensburger USA, Inc., Portsmouth, New Hampshire/USA 100,0 2)
Ravensburger Wood Slovakia s.r.o., Banská Bystrica/Slowakei 100,0 5)
II. Assoziierte Unternehmen
Gamefound sp.z.o.o. , Wroclaw/Poland 8) 36,4 2)
III. Nach § 296 Abs. 2 HGB nicht einbezogene Unternehmen
F.X. Schmid Unterstützungskasse GmbH, Prien am Chiemsee 100,0 2)
F.X. Schmid GmbH, Meckenbeuren 100,0

Die mit k. O. (keine Offenlegung) gekennzeichneten Unternehmen werden die nach § 264 Abs. 3 HGB möglichen Erleichterungen hinsichtlich der Aufstellung eines Anhangs und eines Lageberichts sowie der Offenlegung in Anspruch nehmen.

1) Unmittelbar und mittelbar.
2) Anteile werden von Ravensburger Verlag GmbH, Ravensburg, gehalten.
3) Anteile werden von BRIO AB, Malmö/Schweden gehalten.
4) 60 % gehalten von Ravensburger Verlag GmbH, Ravensburg, 40 % gehalten von Ravensburger AG, Ravensburg.
5) 99,9 % gehalten von Ravensburger Verlag GmbH, Ravensburg, 0,1 % gehalten von Ravensburger AG, Ravensburg
6) Anteile werden von Ravensburger USA, Inc., Portsmouth, New Hampshire/USA, gehalten.
7) 99,98 % gehalten von Ravensburger Verlag GmbH, Ravensburg, 0,02 % gehalten von Ravensburger AG, Ravensburg.
8) Nach den Grundsätzen der Equity-Methode bilanziert.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ravensburger AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Ravensburger AG, Ravensburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Ravensburger AG für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Lageberichts des Konzerns geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Bericht des Aufsichtsrats, von dem wir eine Fassung bis zur Aufstellung des Bestätigungsvermerks erlangt haben.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Ravensburg, 27. April 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bürkle, Wirtschaftsprüfer

Engelmann, Wirtschaftsprüfer

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022 Währungskursdifferenzen Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Rechte 42.972 -54 0 422
2. Geschäfts- oder Firmenwert 37.048 0 1.204 0
3. Geleistete Anzahlungen 106 0 0 136
80.126 -54 1.204 558
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 126.294 1.254 961 337
2. Technische Anlagen und Maschinen 56.659 869 0 3.097
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.298 304 267 6.948
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.395 183 79 14.224
279.646 2.610 1.307 24.606
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 0 0
2. Beteiligungen 7.293 0 0 619
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 4.010
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 91.048 0 0 500
98.367 0 0 5.129
458.139 2.556 2.511 30.293
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen Abgänge 31.12.2022
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Rechte 125 1.528 41.937
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 38.252
3. Geleistete Anzahlungen -125 0 117
0 1.528 80.306
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.801 0 133.647
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.399 301 61.723
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -68 2.905 92.844
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -6.132 6 16.743
0 3.212 304.957
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 25
2. Beteiligungen 0 7.912
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 737 3.273
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 91.548
0 737 102.758
0 5.477 488.021
Kumulierte Abschreibungen
1-1-2022 Währungskursdifferenzen Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Rechte 20.341 -54 0 3.514
2. Geschäfts- oder Firmenwert 28.132 0 0 1.591
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
48.473 -54 0 5.105
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 92.170 692 112 1.714
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.634 596 0 4.023
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.680 235 165 6.017
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 6
192.484 1.523 277 11.760
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
0 0 0 0
240.957 1.469 277 16.865
Kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen Abgänge 31-12-22
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Rechte 0 1.528 22.273
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 29.723
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0
0 1.528 51.996
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0 0 94.688
2. Technische Anlagen und Maschinen 186 226 42.213
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -186 2.840 66.071
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 6 0
0 3.072 202.972
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0 0 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0
0 0 0
0 4.600 254.968
Bilanzwert 31-12-22 Bilanzwert 31-12-21
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Rechte 19.664 22.631
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.529 8.916
3. Geleistete Anzahlungen 117 106
28.310 31.653
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 38.959 34.124
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.510 19.025
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.773 25.618
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.743 8.395
101.985 87.162
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 25
2. Beteiligungen 7.912 7.293
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3.273 0
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 91.548 91.048
102.758 98.366
233.053 217.181

Bericht des Aufsichtsrats

der Ravensburger Aktiengesellschaft

Im Geschäftsjahr 2022 nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat wurde in drei ordentlichen Aufsichtsratssitzungen sowie anhand schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands frühzeitig und eingehend über die Lage des Unternehmens, den Gang der Geschäfte und wichtige anstehende Entscheidungen unterrichtet. Darüber hinaus wurde in der Sitzung des Prüfungsausschusses der Abschluss für das Geschäftsjahr 2022 vorbesprochen und die Ergebnisse in die im Anschluss stattfindende Bilanzsitzung des Aufsichtsrats eingebracht. Zwischen den Gremiensitzungen stand das Aufsichtsratspräsidium in einem engen Austausch mit dem Vorstand und trat zu drei Sitzungen zusammen, um sich über wesentliche Entwicklungen zu informieren. Wichtige Erkenntnisse daraus wurden spätestens in der folgenden Aufsichtsratssitzung besprochen und entschieden. Weiterhin wurden auch Beschlüsse im Wege des Umlaufverfahrens gefasst.

Mit turnusmäßigen Berichten des Vorstands zur aktuellen Geschäftsentwicklung ist der Aufsichtsrat zeitnah informiert worden. Sie beinhalteten die wichtigsten Kennzahlen zur Umsatz-, Ergebnis-, und Beschäftigungssituation, zur Risikolage und zum Risikomanagement, zu Compliance sowie zur Auftrags-, Markt- und Finanzlage der Ravensburger Gruppe und deren Geschäftsbereiche. Diese wurden in den Aufsichtsratssitzungen vom Vorstand ausführlich erläutert, Abweichungen von den Planungen wurden im Detail dargelegt.

Im Zentrum der Beratungen stand neben der eingehenden Analyse des operativen Geschäfts insbesondere der Ukraine-Krieg und dessen makroökonomische Konsequenzen sowie - damit zusammenhängend - die wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Unternehmen im Nachgang der COVID-19-Pandemie. Aufgrund der sich im Jahresverlauf verschärfenden Kostensituation in Kombination mit einem tendenziellen Rückgang der Nachfrage in 2022 sowie den daraus resultierenden drohenden Folgen für die Profitabilität des Unternehmens, diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat intensiv über eine notwendige Flexibilisierung der Kosten und weitere wirksame Maßnahmen, die der Vorstand im Rahmen des Programms "Stormproof" zusammengefasst hat. Weiter wurden die Konsequenzen von "Stormproof" im Zusammenhang mit den strategischen Initiativen des Unternehmens für die Jahre 2023 bis 2025 besprochen.

Vor dem Hintergrund eines sich immer stärker wandelnden Vertriebsumfelds wurde die Notwendigkeit, sich noch weiter auf den Endkonsumenten auszurichten, festgestellt - "Consumer First". Zur Umsetzung dieses sowie der weiteren vom Unternehmen verfolgten Ziele wurde intensiv über das Thema verbesserte Digitalisierung, insbesondere durch erfolgreiches Management von Online-Kanälen und durch den Ausbau des Direktkundengeschäfts diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussionen war die Internationalisierung des Unternehmens durch die geplante Neugründung einer Vertriebstochter in Mexiko und den weiteren Ausbau der Aktivitäten in Asien, insbesondere in China. Darüber hinaus wurden notwendige Investitionen in den Bereichen Fertigung und Logistik zur Sicherstellung ausreichender Kapazitäten im Rahmen des geplanten Wachstums besprochen. Auch durch Reduzierung der Abhängigkeit von internationalen Lieferketten (China) soll der Bereich Fertigung und Logistik gestärkt werden, namentlich durch den Erwerb eines holzverarbeitenden Betriebs in der Slowakei. Ferner wurde über die Innovations- sowie die M&A- Strategie des Unternehmens im Zeitraum bis 2025 diskutiert.

In seiner Sitzung vom 28. April 2022 beschloss der Aufsichtsrat eine Satzungsänderung zur Erleichterung der Einberufung und Abhaltung von Aufsichtsratssitzungen und Hauptversammlungen. Des Weiteren gab der Aufsichtsrat seine Zustimmung zur Besetzung von Organen in unmittelbaren wesentlichen abhängigen Unternehmen und genehmigte die Anpassung der Geschäftsordnung des Vorstands.

In seiner Sitzung vom 24. November 2022 befasste sich der Aufsichtsrat schließlich auf Basis detaillierter Unterlagen mit dem Budget für das Geschäftsjahr 2023, dem außerordentlichen Investitionsbudget und stimmte im Übrigen der vorgeschlagenen Jahresplanung zu.

Personalia

Herr Clemens Maier trat mit Wirkung zum 1. April 2022 die vom Aufsichtsrat am 22. Juli 2021 beschlossene neue Amtsperiode als Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Vorstands für die Dauer von weiteren fünf Jahren an.

Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 26. Juli 2022 wurde ferner Herr Hanspeter Mürle mit Wirkung zum 1. Mai 2023 für die Dauer von weiteren fünf Jahren als Vorstandsmitglied wiederbestellt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Die von der Hauptversammlung wiedergewählte Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat die Buchführung, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den Lagebericht der Ravensburger AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr 2022 gemäß § 317 HGB geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dem vom Vorstand aufgestellten und vom Abschlussprüfer geprüften Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG wurde vom Abschlussprüfer der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Hiernach sind die tatsächlichen Angaben des Berichts korrekt. Bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften war die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch.

Die Bilanz-Schlussbesprechung mit dem Abschlussprüfer fand am 26. April 2023 im Rahmen einer Sitzung des Prüfungsausschusses statt. Sämtliche Abschlussunterlagen und Berichte lagen rechtzeitig vor.

In der Aufsichtsratssitzung vom 27. April 2023 berichtete der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer und den Prüfungsausschuss und schlug dem Aufsichtsrat die Zustimmung zu den Prüfungsergebnissen und die Billigung des Jahresabschlusses vor. Der Abschlussprüfer stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat stimmte den Prüfungsergebnissen zu und billigte den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht der Ravensburger AG und des Konzerns. Der Jahresabschluss 2022 ist damit festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung angeschlossen. Ebenso hat er den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Schließlich hat der Aufsichtsrat seine Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungspunkten der ordentlichen Hauptversammlung 2023 verabschiedet.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Führungskräften und Mitarbeitern für das erreichte Ergebnis der Ravensburger Gruppe des Geschäftsjahres 2022. Er spricht den Vorstandsmitgliedern für ihr außerordentliches Engagement und die Flexibilität im Umgang mit den Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sowie für ihre kontinuierliche und vorausschauende Arbeit in einem Umfeld mit weiterhin sehr unsicheren Rahmenbedingungen seine Anerkennung aus. Er dankt auch den Führungskräften und allen Mitarbeitern für ihr ebenfalls außerordentliches Engagement und ihre hohe Leistungsbereitschaft, ohne die dieses Ergebnis nicht erzielt worden wäre.

 

Ravensburg, den 27. April 2023

Der Aufsichtsrat der Ravensburger AG

Prof. Dr. Dieter Kurz

Niederschrift über die 31. ordentliche Hauptversammlung der Ravensburger Aktiengesellschaft am 27. April 2023 im Verlagsgebäude der Gesellschaft, Robert-Bosch-Straße 1, 88214 Ravensburg

Zu Punkt 2 der Tagesordnung (Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns)

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 von 318.297.192,77 € wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von € 15,00 je Stückaktie auf 480.000 Stückaktien für das Geschäftsjahr 2022 € 7.200.000,00
Gewinnvortrag auf neue Rechnung € 311.097.192,77
Bilanzgewinn € 318.297.192,77

Die Dividende ist zahlbar am 3. Mai 2023.

Der Antrag wurde durch Handzeichen/Zuruf einstimmig angenommen. Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt und stellte fest, dass hiermit die von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Verwendung des Bilanzgewinns von der Hauptversammlung beschlossen ist.

 

Ravensburg, den 28. April 2023

Ravensburger Aktiengesellschaft

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats

Prof. Dr. Dieter Kurz

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