Stammdaten

Register
Amtsgericht Limburg a. d. Lahn HRB 3078
Eingetragen
10.5.1984
Branche
Großhandel mit Fleisch und FleischwarenEinzelhandel mit Fleisch und FleischwarenGroßhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Gegenstand
Die Herstellung, der Groß- und Einzelhandel von Fleisch und Wursterzeugnissen sowie von Lebensmitteln aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nina Grasmehr-Lorger
seit 28.5.2024
Geschäftsführer
Werner Grasmehr
seit 19.2.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
NutriUnited GmbHEigenbeteiligung
50.10%
49.90%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
106.600 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Edwin Grasmehr GmbH

Weilburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.299,00 5.093,00
II. Sachanlagen 888.215,58 1.006.569,58
890.514,58 1.011.662,58
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 614.955,11 647.693,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.264.723,11 1.413.734,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.125.080,85 206.057,05
3.004.759,07 2.267.485,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.572,73 170.262,82
3.900.846,38 3.449.410,56

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 106.600,00 106.600,00
II. Bilanzgewinn/-verlust 1.705.227,34 1.439.754,55
1.811.827,34 1.546.354,55
B. Rückstellungen 487.575,73 331.639,38
C. Verbindlichkeiten 1.601.443,31 1.571.416,63
3.900.846,38 3.449.410,56

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

01.01.-31.12.2023 01.01.-31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 7.058.628,71 6.617.770,69
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.570.157,33 2.317.650,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 513.598,80 491.518,82
3.083.756,13 2.809.169,57
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 261.492,91 243.011,13
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.039.916,93 2.963.008,88
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.391,75 91,76
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.081,67 15.210,67
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 227.549,89 163.966,02
8. Ergebnis nach Steuern 427.222,93 423.496,18
9. sonstige Steuern 11.750,14 11.059,87
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 415.472,79 412.436,31
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.439.754,55 1.327.318,24
12. Ausschüttung 150.000,00 300.000,00
13. Bilanzgewinn/-verlust 1.705.227,34 1.439.754,55

Im vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276, 288 Abs. 2 und 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Anhang haben wir den als Anlage beigefügten Bestätigungsvermerk erteilt.

Anhang

1. Allgemein

a) Allgemeine Angaben zum Unternehmen:

Die Edwin Grasmehr GmbH hat ihren Sitz in Weilburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgericht Limburg unter HRB 3078 eingetragen.

b) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Edwin Grasmehr GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Gemäß § 264 Abs. 1 Satz 1 HGB ist für Kapitalgesellschaften der Anhang "Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses", der denselben Prüfungs- und Offenlegungspflichten unterliegt wie die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung.

Der Anhang besteht aus folgenden Angaben, soweit im Jahresabschluss keine Angaben erfolgten:

Angaben zum Jahresabschluss insgesamt

Angaben über Ansatz und Bewertung von Posten der Bilanz

Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses

Aufgliederung und Erläuterung von Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

2. Gliederung und Darstellung

Die Bilanz wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches §§ 265 Abs. 1 S.2 HGB, 266 HGB aufgestellt.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den Vorjahren die Gliederung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

3. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

a) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten das Geschäftsjahr betreffende, noch nicht veranlagte Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

4. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

a) Bruttoanlagespiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten € 40.000,00 (Vorjahr: € 6.059,62) Forderungen gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr in Höhe von € 14.374,68 (Diese Forderungen waren im Vorjahr in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten und betrugen: € 26.426,83) enthalten.

c) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten ARAP

Die Auflösung des im Vorjahr gebildeten Abgrenzungsposten in Höhe von € 167.940,25 betrifft den Differenzbetrag aus der Ausgliederung der Pensionsrückstellungen.

Die Ausgliederung wurde im Jahr 2022 durchgeführt. Die Differenz aus der Ausgliederung hätte im Jahr 2022 nicht als Rechnungsabgrenzungsposten erfasst werden dürfen, da diese handelsrechtlich sofort Aufwand ist.

Die Korrektur der Fehlbuchung im Jahr 2023 führt in diesem Jahr zu einmaligem Aufwand, der das Betriebsergebnis schmälert.

d) Eigenkapital

Die Bilanz wurde nach der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Der in den Ergebnisvortrag einbezogene Gewinnvortrag beträgt € 1.439.754,55.

e) Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

- Rückstellung für Rückvergütungen € 131.001,78
- Rückstellung für Resturlaub und Überstunden € 72.000,00
- Rückstellung für Konditionsabzüge € 36.900,84

f) Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 932.746,68 (Vorjahr: € 988.130,29).

In den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind € 23.932,67 Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern enthalten.

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren beträgt € 551.882,79 (Vorjahr: € 396.807,06).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt € 116.813,84 (Vorjahr: € 186.479,28).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt € 699.022,62.

g) Nicht bilanzierte sonstige finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von € 959.709,70, aus Leasingverträgen in Höhe von € 57.157,20 sowie aus Wartungsverträgen in Höhe von € 350.179,74.

Bei dieser Bewertung wurden die Miet- u. Leasingverträgen mit der tatsächlichen Restlaufzeit nach dem Bilanzstichtag bewertet. Damit wurde der Zeitraum herangezogen, den die Gesellschaft ernsthaft zur Erfüllung der Verpflichtung in Aussicht nimmt.

Die Restlaufzeit liegt zwischen 1 und 60 Monaten.

h) Erläuterung der sonstigen betrieblichen Erträge

Sachbezüge und Eigenverbrauch 59.238,72 €
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 15.774,31 €

i) Erläuterung der wesentlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen

Raumkosten 816.588,97 €
Reparaturen und Instandhaltungskosten 491.567,75 €
Kosten der Warenabgabe 477.622,37 €
übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 366.833,34 €
Reinigungsarbeiten, Reinigungsmittel, Hygieneüberwachung 196.877,04 €
Fahrzeugkosten 171.179,78 €
Auflösung Korrektur ARAP VJ im Handelsrecht (Pensionsrückstellung) 167.940,25 €
Werbe- und Reisekosten 147.603,64 €
Pacht bewegliche Wirtschaftsgüter 105.880,54 €

5. Sonstige Pflichtangaben

a) Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Name des ersten Geschäftsführers: Herr Klaus Grasmehr

 

Ausgeübter Beruf: Diplom-Betriebswirt

 

Name weiterer Geschäftsführer: Herr Werner Grasmehr

 

Ausgeübter Beruf: Metzgermeister

a) Gesamtbezüge der Geschäftsführer

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf eine Angabe der Bezüge der Geschäftsführer verzichtet.

b) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation sowie wesentlichen Unsicherheiten und den Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Lagebericht.

c) Anzahl der Arbeitnehmer im Berichtszeitraum

Es wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 72 Arbeitnehmer beschäftigt.

Aufgliederung wie folgt:

Arbeiter: 52
Angestellte: 20

 

Weilburg- Gaudernbach, den 23. April 2024

Klaus Grasmehr

Werner Grasmehr

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die Edwin Grasmehr GmbH produziert unter dem Label frische Wurst- und Fleischspezialitäten für den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und den Großverbraucher (GV) Bereich. Verbreitungs- und Bekanntheitsgrad liegen im Wesentlichen im mittel- und südhessischen Raum sowie im angrenzenden Rheinland Pfalz.

Die Regionalkunden in diesem Gebiet werden frisch mit eigenem Fuhrpark beliefert. Überregionale Kunden und Zentralläger werden per Spedition angedient.

Das Unternehmen kann sich auf Grund seiner fachlich gut ausgebildeten Mitarbeiter flexibel auf sich ändernde Markterfordernisse einstellen. Die Produktpalette besteht aus regional handwerklichen Artikeln (Metzgerware), die die im LEH- und GV-Bereich gehandelte Industrieware ergänzen. Die daraus gegebene Marktpositionierung wird durch eine persönliche Kundenbeziehung des Familienunternehmens gefestigt.

Zur Auslastung der Kapazitäten wird ein eng begrenztes Discountsortiment geführt.

Die inzwischen eingeführte Regionalmarke "GQH" (geprüfte Qualität Hessen), deren Label von der Marketinggesellschaft "Gutes aus Hessen GmbH" lizensiert genutzt wird, hat zu einer deutlichen Differenzierung im LEH geführt. Damit verbunden ist eine Verbesserung der erzielbaren Margen.

Die Produktgruppe GQH erzielte im Berichtsjahr einen Umsatzanteil von rund 10% am Gesamtumsatz mit weiter steigendem Potenzial.

Erwähnenswert ist noch, dass das Unternehmen inzwischen auch nach ITW (Initiative Tierwohl) zertifiziert ist. Dieses Label wird im Zusammenhang mit dem Label GQH geführt.

II Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Der Lebensmittelmarkt in Deutschland ist durch einen starken Angebotsüberhang und einen daraus resultierenden Preiswettbewerb auf der Absatzseite gekennzeichnet. Im LEH stehen im Zentralgeschäft nur wenige Handelskonzerne mit entsprechender Marktmacht zur Verfügung. Ebenso ist die Situation im zentralgebundenen GV-Bereich. Auf Grund dieser Situation ist ein deutlicher Margendruck gegeben.

Die Beschaffungsseite ist auch durch einen oligopolistischen Markt gekennzeichnet. Es besteht wenig Einfluss auf die Beschaffungspreise.

Die gesellschaftlichen und politischen Anforderungen ermöglichen derzeit neue Marktpositionierungen, indem Themen wie "Regionalität, Tierwohl oder Abkehr von Zusatzstoffen" Differenzierungsmöglichkeiten ergeben, die wertgebendere Umsätze ermöglichen.

Durch die mediale Berichterstattung hinsichtlich Massenkonsum, Klima- und Umweltbilanz sowie der nationalen und internationalen Krisen verändert sich die Verbrauchererwartung hin zu regionalen Anbietern und Produkten. Von dieser Entwicklung profitiert auch unser Unternehmen, indem die Verbraucher und somit auch die Handelsunternehmen verstärkt regionale Marken und Artikel nachfragen. Wir sehen in dieser Entwicklung eine Stärkung der Marktposition zum Handel.

Wie bereits im Vorspann erwähnt trug die Entwicklung und Etablierung der Regionalmarke erheblich zu einer positiven Sortimentsveränderung und einer damit verbundenen positiveren Wertschöpfung bei. Der Umsatzanteil der Artikel "geprüfte Qualität Hessen" entwickelte sich von 6,7% im Vorjahr auf 9,9% im Berichtsjahr mit weiter steigendem Potenzial.

Im volkswirtschaftlichen Kontext einer inflationsbedingten deutlichen Preiserhöhung der Lebensmittelpreise behaupteten sich die GQH-Artikel wesentlich stabiler als z. B. reine "Bio- Qualitäten".

Grund ist der wesentlich geringere Preisabstand zur normalen Basisqualität als bei Bio. Die Regionalmarke bietet dem Verbraucher einen Einkauf mit "gutem Gewissen" zu einem annehmbaren Preis.

Insgesamt hat sich im Berichtsjahr inflationsbedingt das gesamte Preisniveau für Lebensmittel und insbesondere auch das Preisniveau für Fleisch- und Wurstwaren deutlich verteuert.

So trug auch die politische und gesellschaftliche Entwicklung zu einer Verknappung des Rohstoffes "Fleisch" bei, in dem die Rahmenbedingungen für die erzeugende Landwirtschaft sich dergestalt verändert haben, dass wesentlich weniger Schweinefleisch erzeugt wurde. Hinzugekommen sind für die Landwirtschaft noch Kostensteigerungen für Dünge- und Pflanzenschutzmittel, die neben der Verknappung zu einem deutlichen Preisanstieg des Rohstoffs "Schweinefleisch" geführt haben.

Weitere Belastungen haben sich für die Branche auch in anderen Kostenarten ergeben.

So sind durch den Ukrainekrieg deutliche Verteuerungen für sämtliche Industrieartikel durch höhere Energiekosten entstanden. Dies betrifft Verpackungen, Folien, Kunstdärme, Frachtkosten etc.; aber auch die direkten Produktionskosten im Hinblick auf die Verteuerungen bei Gas und Strom.

Unter diesen gesamtwirtschaftlichen Belastungen und notwendigen Verteuerungen von Fleisch- und Wurstwaren konnte sich das Unternehmen im Berichtsjahr gut behaupten.

2. Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr konnte der geplante Umsatz deutlich überschritten werden. Die Umsatzentwicklung beträgt +9,9% gegenüber dem Vorjahr. In absoluten Zahlen entwickelte sich die Gesamtleistung inclusive Bestandsveränderungen von 12.378.000,00 Euro im Vorjahr um 1.198.000,00 Euro auf 13.576.000,00 Euro. Die Umsatzentwicklung resultiert zum einen aus einer Preisentwicklung, die ab Mai des Berichtsjahres beim Handel umgesetzt werden konnte. Zum anderen resultierte die Umsatzentwicklung aus einem positiven Absatzmengen-Wachstum, insbesondere mit der Regionalmarke (GQH) und dem Großverbrauchersegment (GV). Erwähnenswert ist der angestrebte Rückgang von margenschwächeren Umsätzen beim Discount von einem Anteil von 27% im Vorjahr zu einem Anteil von 23% im Berichtsjahr bei gleichzeitiger Steigerung von margenstärkeren Umsätzen im LEH sowie im GV Bereich.

Durch eine engagierte Einkaufspolitik entwickelte sich trotz der vorgenannten Rohstoffpreissteigerung die Wareneinsatzquote nur leicht um 1,2%. So verminderte sich die Rohertragsquote gegenüber dem Vorjahr lediglich um 1,5%.

In absoluten Zahlen ergab sich durch diesen Effekt ein Rohertragsplus von 464.000,00 Euro, dies entspricht einem Verhältnis von plus 7,15% gegenüber Vorjahr.

Die Inflationsentwicklung erforderte im Berichtsjahr eine erhebliche Anpassung der Personalkosten, um sich eine qualifizierte Personalstruktur zu erhalten. Aus der positiven Umsatz- und Rohertragsentwicklung konnte somit eine deutliche Steigerung der Personalkosten in Höhe von rund 275.000,00 Euro gegenüber Vorjahr getragen werden, bei gleichzeitig unveränderter Personalkostenquote.

Ferner konnten durch den gestiegenen Rohertrag auch die aus vorgenannten Gründen gestiegenen sonstigen Kostenarten aufgefangen werden, so dass ein gutes Ergebnis nach Steuern in der fast gleichen Größe des guten Vorjahresergebnisses erreicht werden konnte.

3. Darstellung der Lage

a) Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage hat sich im Berichtsjahr positiv entwickelt.

Die Bilanzsumme beträgt 3.901.000,00 Euro. Sie ist zum Vorjahr um 452.000,00 Euro gestiegen.

Auf der Aktivseite stellt sich die Anlageintensität mit 23 % der Bilanzsumme, d. h. mit rd. 891.000,00 Euro dar.

Im Umlaufvermögen belaufen sich die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an Fertigerzeugnissen auf 615.000,00 Euro.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 1.172.000,00 Euro und sind um 103.000,00 Euro gegenüber Vorjahr gesunken.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen werden mit 40.000,00 Euro ausgewiesen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen 1.125.000,00 Euro. Sie sind gegenüber Vorjahr um 919.000,00 Euro angewachsen und ergeben sich aus dem guten Geschäftsverlauf des Berichtsjahres.

Auf der Passivseite beläuft sich das Eigenkapital auf 1.812.000,00 Euro und ist um 266.000,00 Euro gegenüber Vorjahr angewachsen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 46%.

Die vorgehaltenen Kontokorrentlinien brauchten nicht in Anspruch genommen zu werden.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen belaufen sich auf 488.000,00 Euro.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 641.000,00 Euro im Vorjahr auf 547.000,00 Euro im Berichtsjahr vermindert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 857.000,00 Euro und sind um 93.000,00 Euro gegenüber Vorjahr auf Grund Investitionstätigkeit gestiegen.

b) Ertragslage

Die Gesamtleistung des Unternehmens (Umsatz und Bestandsveränderung) ist gegenüber dem Vorjahr um 1.198.000,00 Euro , d. h. um 9,7% auf 13.576.000,00 Euro gestiegen.

Der daraus abgeleitete Rohertrag erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,15%, d. h. um 464.000,00 Euro auf 6.953.000,00 Euro. Quotiell minderte sich der Rohertrag von 52,4% im Vorjahr auf 51,2% im Berichtsjahr.

Ausgehend von diesem Rohgewinn führten Personalkosten in Höhe von 3.084.000,00 Euro (+9,8% = +275.000,00 Euro zum Vorjahr) Abschreibungen in Höhe von 261.000,00 Euro sowie sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 3.040.000,00 Euro (+77.000,00 zum Vorjahr) zu einem Betriebsergebnis von 673.000,00 Euro. Das Betriebsergebnis lag somit um rund 70.000,00 Euro über dem Vorjahr und resultiert insbesondere aus dem guten Rohertragsergebnis!

Aus diesem Betriebsergebnis ergibt sich unter Verrechnung neutraler Aufwendungen und Erträge sowie unter Verrechnung von Zinsaufwand und Zinsertrag sowie einer Steuerlast in Höhe von 227.000,00 Euro ein Jahresüberschuss von 415.000,00 Euro. Dieser Jahresüberschuss liegt leicht über Vorjahresniveau. Er resultiert aus der Auflösung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 168.000,00 Euro im Betriebsjahr und schmälert das Betriebsergebnis durch den einmaligen, außerordentlichen Aufwand.

4. Hinweise auf Chancen und Risiken der Zukunft

Die Geschäftsleitung geht für das laufende Jahr auf Grund ihrer vertrieblichen Planungen von einem sich leicht steigernden Unternehmensumsatz aus. Diese Annahme geht von einer Zunahme der Absatzmenge aus. Das Preisniveau hat sich zum Ende des Berichtsjahres und zu Beginn des laufenden Jahres auf hohem Niveau stabilisiert mit einer Tendenz einer leichten Preisreduzierung in einigen Kundengruppen des LEH.

Die Beschaffungspreise werden für industrielle Rohstoffe sowie für die Energie nach Einschätzung der Geschäftsleitung als unvermindert auf hohem Niveau angenommen.

So wird das Betriebsergebnis des lfd. Jahres im Wesentlichen vom Wareneinsatz des Hauptrohstoffes "Fleisch" beeinflusst werden. Die Geschäftsleitung geht auf Grund der Knappheit insbesondere des Schweinefleisches von einem leicht höheren Wareneinsatzverhältnis aus. Der Rohertrag wird etwas geringer erwartet.

Die Personalkosten werden sich nach Einschätzung der Geschäftsleitung auf Grund der angespannten Marktsituation ähnlich wie im Berichtsjahr entwickeln.

Auf Grund seiner regionalen Marktstellung und insbesondere den regionalen Artikel (GQH) sieht die Geschäftsleitung das Unternehmen auch im laufenden Jahr gut aufgestellt. Die Geschäftsleitung sieht neben diesem Potenzial weitere Marktchancen im GV-Bereich sowie in der weiteren Entwicklung von frischen SB-Fleischspezialitäten und der Convenience Marke "FerTisch".

Unsicherheiten können sich auf Grund des preislich angespannten Konsumverhaltens bei den Discount-Umsätzen ergeben, da die Verbraucher auf Grund der gestiegenen Lebensmittelpreise auf preiswertere Produkte zurückgreifen. Jedoch lässt sich trotz dieser Entwicklung auch beim Discount eine Präferenz für regionale Produkte erkennen, die unseren Discountartikeln wiederum eine gewisse Resilienz geben werden.

Im Kontext der geschilderten Umstände, insbesondere der schwer einzuschätzenden Entwicklung des Rohstoffs "Fleisch" geht die Geschäftsleitung derzeit von einem leicht unter dem Niveau des Berichtsjahres liegenden Betriebsergebnisses aus. Dieses liegt nach wie vor auf einem guten Niveau. Abschließend bleibt anzumerken, dass die Geschäftsleitung insbesondere im Hinblick auf die hohen Energiekosten im laufenden Jahr wesentliche Verbesserungen im Bereich "Energieeffizienz" vornehmen wird, die sich in Investitionen und Verbesserungsaufwendungen wiederspiegeln werden.

 

Weilburg-Gaudernbach, 23.04.2024

Klaus Grasmehr

Werner Grasmehr

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Edwin Grasmehr GmbH, Weilburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Edwin Grasmehr GmbH, Weilburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Edwin Grasmehr GmbH, Weilburg für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsohentierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Limburg, den 03. Mai 2024

MCP Schmidt Treuhand GmbH
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Wolfgang Schmidt, Wirtschaftsprüfer

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