HopDog UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseVerwertungsgesellschaften zur Wahrnehmung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Hengeler seit 9.4.2025 | Prokura |
Armin Berghaus seit 17.6.2024 | Geschäftsführer |
Andreas Hilmar Bodczek seit 17.6.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IDnow Holding GmbH (vormals: IDnow GmbH)MünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Konzerngesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzernkapitalflussrechnung Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung Anhang zum Konzernabschluss 1 Grundlagen der Abschlusserstellung 1.1 Berichtendes Unternehmen 1.2 Grundlagen der Rechnungslegung 1.3 Erstmalige Anwendung der IFRS 1.4 Wichtige Schätzungen und Ermessensentscheidungen 1.4.1 Ermessensentscheidungen 1.4.2 Annahmen und Schätzungsunsicherheiten 2 Ergebnis des Geschäftsjahres 2.1 Umsatzerlöse 2.1.1 Leistungsverpflichtungen und Methoden der Erlöserfassung 2.1.2 Aufgliederung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden 2.1.3 Vertragssalden 2.1.4 Vertragskosten 2.2 Erträge und Aufwendungen 2.2.1 Kosten der Umsatzerlöse 2.2.2 Marketing- und Vertriebskosten 2.2.3 Forschungs- und Entwicklungskosten 2.2.4 Verwaltungskosten 2.2.5 Service- und Betriebskosten 2.2.6 Sonstige betriebliche Erträge 2.2.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.3 Finanzergebnis 3 Leistungen an Arbeitnehmer 3.1 Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen 3.1.1 Beschreibung der anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen 3.1.2 Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte 3.1.3 Im Gewinn oder Verlust erfasste Aufwendungen 3.2 Leistungsorientierte Verpflichtungen 3.3 Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer 4 Ertragsteuern 4.1 Im Gewinn oder Verlust erfasste Steuern 4.2 Im sonstigen Ergebnis erfasste Steuern 4.3 Direkt im Eigenkapital erfasste Steuern 4.4 Überleitung des effektiven Steuersatzes 4.5 Steuerliche Verlustvorträge 4.6 Veränderung der latenten Steuern in der Bilanz während des Jahres 5 Vermögenswerte 5.1 Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert 5.1.1 Überleitung des Buchwertes 5.1.2 Amortisationen 5.1.3 Aktivierung von Fremdkapitalkosten 5.1.4 Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Wertminderung 5.2 Sachanlagen 5.2.1 Überleitung des Buchwertes 5.3 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 6 Eigenkapital und Schulden 6.1 Eigenkapital 6.1.1 Gezeichnetes Kapital 6.1.2 Kapitalrücklage 6.1.3 Gewinnrücklage 6.1.4 Sonstige Rücklagen 6.2 Zuwendungen der öffentlichen Hand 6.3 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 6.4 Rückstellungen 7 Finanzinstrumente 7.1 Finanzielle Vermögenswerte 7.1.1 Langfristige finanzielle Vermögenswerte 7.1.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.1.3 Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 7.1.4 Zahlungsmittel 7.2 Finanzielle Verbindlichkeiten 7.2.1 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 7.2.2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.2.3 Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 7.3 Finanzinstrumente - beizulegende Zeitwerte 7.3.1 Einstufungen und beizulegende Zeitwerte 7.3.2 Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte 7.4 Überleitung der Bewegungen der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten 8 Kapital- und Risikomanagement 8.1 Kapitalmanagement 8.2 Risikomanagement 9 Zusammensetzung des Konzerns 9.1 Verzeichnis der Tochterunternehmen 9.2 Erwerb von Tochterunternehmen 9.2.1 Erwerb der identity Trust Management AG (heutige identity Trust Management GmbH) 9.2.2 Erwerb der ARIADNEXT SAS 10 Weitere Anhangangaben 10.1 Leasingverhältnisse 10.2 Nahestehende Unternehmen und Personen 10.2.1 Tochterunternehmen 10.2.2 Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 10.2.3 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen 10.2.4 Ausstehende Salden aus Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen 10.3 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag 11 Pflichtangaben und ergänzende Angaben nach HGB 11.1 Mitarbeiteranzahl 11.2 Honorare des Abschlussprüfers 11.3 Inanspruchnahme von Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen 11.4 Mitglieder der Geschäftsführung 11.5 Mitglieder des Beirats 11.6 Sonstiges 12 Rechnungslegungsmethoden 12.1 Bewertungsgrundlagen 12.1.1 Bewertung zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 12.1.2 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 12.2 Wesentliche Rechnungslegungsmethoden 12.2.1 Konsolidierungsgrundsätze 12.2.2 Fremdwährung 12.2.3 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 12.2.4 Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen 12.2.5 Leistungen an Arbeitnehmer 12.2.6 Ertragsteuern 12.2.7 Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert 12.2.8 Sachanlagen 12.2.9 Fremdkapitalkosten 12.2.10 Wertminderung 12.2.11 Zuwendungen der öffentlichen Hand 12.2.12 Rückstellungen 12.2.13 Finanzinstrumente 12.2.14 Derivative Finanzinstrumente 12.2.15 Zahlungsmittel 12.2.16 Leasingverhältnisse 12.3 Neue Standards und Standardänderungen 12.3.1 Anwendung neuer Standards und Interpretationen 12.3.2 Neue noch nicht übernommene Standards und Interpretation 13 Genehmigung des Konzernabschlusses Konzerngesamtergebnisrechnung
Konzernbilanz
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
Anhang zum Konzernabschluss1 Grundlagen der Abschlusserstellung 1.1 Berichtendes Unternehmen Die IDnow GmbH, mit Sitz in München, Auenstrasse 100, 80469 München, Deutschland, als Mutterunternehmen bildet gemeinsam mit ihren Tochterunternehmen die IDnow Gruppe (im Folgenden: "IDnow" oder "Konzern"). Die IDnow GmbH ist unter der Nummer HR B 210463 in das Handelsregister des Amtsgerichts München eingetragen. IDnow entwickelt und betreibt eine technik-basierte Software für die Verifikation von Identitäten (Identify verification-as-a-Service (IVaaS) Plattform). Der Fokus liegt hierbei darauf, die Effizienz der Anmeldeprozesse und die Datenqualität der Kunden zu erhöhen. Das Leistungsspektrum der Software deckt alle gängigen Kernprozesse der Identitätsverifikation ab, darunter insbesondere die videobasierte Identifizierung, die qualifizierte elektronische Unterschrift und die automatisierte Identifikation, und ist damit eine ganzheitliche Komplettlösung. Der Konzern tritt nach außen unter den Marken IDnow und Ariadnext in Erscheinung. 1.2 Grundlagen der Rechnungslegung Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (im Folgenden: "IFRS"), wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzenden Vorschriften nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (im Folgenden: "HGB") nach § 315e Abs. 1 und 3 HGB aufgestellt. Die IDnow GmbH erstellt und veröffentlicht ihren Konzernabschluss in Euro, welche ebenso die funktionale Währung der IDnow GmbH darstellt. Sofern nicht etwas anderes angegeben wird, werden die Zahlen auf tausend Euro (im Folgenden: "TEUR") gerundet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Konzernabschluss nicht genau zur angegebenen Summe addieren lassen und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Der Konzernabschlussstichtag entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens und dem aller Tochterunternehmen. Einzelheiten zu den Rechnungslegungsmethoden befinden sich in Anhangangabe 12. 1.3 Erstmalige Anwendung der IFRS Der Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr ist der erste Abschluss des Konzerns, der den Anforderungen der IFRS entspricht. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2022 erstmals verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Für die Geschäftsjahre bis zum 31. Dezember 2022 hat IDnow seine Jahresabschlüsse nach dem deutschen Handelsgesetzbuch erstellt. Die erste IFRS-konforme Konzernbilanz wird zum 1. Januar 2021 erstellt. Im Folgenden werden die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der IFRS auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von IDnow zum Umstellungsstichtag beschrieben. IFRS 1 erlaubt die Anwendung bestimmter Ausnahmen von der rückwirkenden Anwendung anderer IFRS für jeden Erstanwender der IFRS. IDnow wendet die folgenden Erleichterungswahlrechte an:
1.4 Wichtige Schätzungen und Ermessensentscheidungen Die Erstellung des Konzernabschlusses verlangt Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst. 1.4.1 Ermessensentscheidungen Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Abschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:
1.4.2 Annahmen und Schätzungsunsicherheiten Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten zum Abschlussstichtag, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:
2 Ergebnis des Geschäftsjahres 2.1 Umsatzerlöse Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.3 verwiesen. 2.1.1 Leistungsverpflichtungen und Methoden der Erlöserfassung Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden erfasst, wenn davon ausgegangen werden kann, dass die entsprechenden Verträge tatsächlich erfüllt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass ein Vertrag mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten besteht und die Einbringung der Gegenleistung wahrscheinlich ist. Die Gruppe berücksichtigt die Kreditwürdigkeit des Kunden und historische Daten, um die Wahrscheinlichkeit der Einbringung der Gegenleistung zu beurteilen. Die überwiegende Mehrheit der Verträge hat eine Mindestlaufzeit von ein oder zwei Jahren. Die Kunden schließen Verträge für die Nutzung der Plattformlösung ab und können dabei zwischen verschiedenen Paketen mit unterschiedlichem Umfang an Funktionalitäten aus dem Leistungsangebot und Laufzeiten wählen. Das Management Reporting unterscheidet folgende Produktgruppen (siehe hierzu auch Quantifizierung in Anhangangabe 2.1.2): Unter der Produktgruppe Agent-assisted zeigt IDnow Umsatzerlöse aus der Durchführung von Videoidentitätsverfahren, die mit dem Einsatz von Agenten durchgeführt werden. Die Produktgruppe Automated beinhaltet Umsatzerlöse aus KI basierten AutoIdent Produkten. Hybrid fasst Umsatzerlöse zusammen, die sowohl aus KI-basierten AutoIdent Produkten als auch der Videoldent-Plattform realisiert werden. Unter API Products sind Umsatzerlöse erfasst, die mit dem AutoIdent Produkt der französischen Tochtergesellschaft realisiert werden. Unter One-off werden Erlöse aus Integrationsdienstleistungen ausgewiesen. Diese können einerseits unterstützende Dienstleistungen andererseits auch die initiale Implementierung der Software umfassen. In diesen Produktgruppen spiegeln sich die im Folgenden dargestellten zwei Leistungsverpflichtungen wider: IDnow bietet sogenannte Full-Service Leistungen für verschiedene Video-Identitätsverifikationsverfahren (siehe dazu auch die Aufgliederung nach Produktgruppen: Agent-assisted, Hybrid, Automated und API Products) an. Im Fall der Full-Service Leistungen übernimmt IDnow den kompletten Verifikationsprozess inklusive der Datenprüfung entweder mit dem Einsatz von Agenten oder ausschließlich mit einer IT-gestützten Prüfung. Die Teilleistungen sowie die Bereitstellungen der Plattform und optionales Reporting werden zu einem Leistungsversprechen, dem einzelnen Identitätsverifikationsverfahren, zusammengefasst. Verträge über Full-Service Leistungen beinhalten feste Gebühren je durchgeführtem Identitätsverifikationsverfahren. Neben den Full-Service Lösungen bietet IDnow auch eine "SaaS"-Lösung an. In diesen Fällen stellt IDnow die Integration, Instandhaltung und Optimierung der Softwareanwendung als Service zur Verfügung. Die Verifikationsprozesse werden jedoch eigenständig durch Mitarbeiter des Kunden durchgeführt. Verträge über SaaS-Leistungen beinhalten feste Gebühren für jeden Monat der erbrachten Dienstleistung. Des Weiteren stehen den Kunden zusätzliche unterstützende Dienstleistungen wie Account Management oder laufende Unterstützung zur Verfügung. Für die initiale Implementierung der Software für den Kunden werden Set-up Aktivitäten sowohl bei der Full-Service Leistung als auch bei der SaaS-Lösung durchgeführt. Das Set-up ist dabei keine separate Leistungsverpflichtung, sondern aus bilanzieller Sicht eine administrative Aktivität. Entgelte für Set-up Aktivitäten werden auf die Leistungsverpflichtung des jeweiligen Vertrags verteilt und linear über die durchschnittliche Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren als Ermessensausübungen durch das Management allokiert. Der Umsatz wird auf Grundlage der erwarteten Gegenleistung realisiert, welche der im Vertrag festgelegten Gegenleistung entspricht. IDnow gewährt seinen Kunden grundsätzlich ein Zahlungsziel von sieben Tagen. Die Vergütung ist hinsichtlich der Erreichung von Zahlungen, die über eine Mindestgarantie hinausgehen sowie Service Level Agreements (SLAs) und Fore- cast Commitments variabel. Sofern im Fall der Service Level Agreements bei Nichterreichung vereinbarter Servicequalitäten oder durch die Über- oder Unterschreitung der Forecasts im Fall der Forecast Commitments eine Anpassung des Preises vereinbart ist, stellt diese eine variable Gegenleistung dar, die im Transaktionspreis berücksichtigt ist. Die Rechnungstellung erfolgt auf Monatsbasis und beinhaltet sowohl die im Monat erbrachten Identitätsverifikationsverfahren und zusätzlichen unterstützenden Dienstleistungen als auch die monatlich vereinbarten Vergütungen für SaaS. IDnow ordnet den Transaktionspreis auf der Grundlage beobachtbaren Einzelveräußerungspreisen den separaten Leistungsverpflichtungen zu. Der Konzern erfasst Erlöse, wenn er die Verfügungsgewalt über ein Gut oder eine Dienstleistung an einen Kunden überträgt. Umsatzerlöse für die Identitätsverifikationsverfahren werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die einzelnen Identitätsüberprüfungsdienste erbracht wurden. Umsatzerlöse für die SaaS-Lösung werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst, da die für die Leistungserbringung entstehenden Kosten im Wesentlichen gleichmäßig über den Leistungszeitraum verteilt sind. Umsatzerlöse für zusätzliche Dienstleistungen werden unter Anwendung der praktischen Behelfe des IFRS 15.B16 über den Zeitraum erfasst, zu dem die Dienstleistungen erbracht werden. 2.1.2 Aufgliederung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden IDnow berichtet und untergliedert Erlöse aus Verträgen mit Kunden auf der Grundlage geografischer Hauptregionen sowie den wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien. Diese werden in den folgenden Tabellen aufgeschlüsselt. Geografische Hauptmärkte
Produktgruppen
2.1.3 Vertragssalden IDnow weist Vertragsverbindlichkeiten und Vertragsvermögenswerte als separate Posten in der Bilanz aus. Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden:
Die Vertragsverbindlichkeiten beinhalten überwiegend Rechnungsabgrenzungsposten, erhaltene Anzahlungen und erhaltene Gegenleistungen der Kunden, für die IDnow noch keine Leistungsverpflichtung erfüllt hat. Der Konzern hat ausschließlich Verträge im Sinne des IFRS 15 mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr, sodass die Angabe des auf die verbleibenden Leistungsverpflichtungen zugeordneten Transaktionspreises entfällt. In 2022 werden TEUR 7.003 (2021: TEUR 1.751) als Umsatzerlöse erfasst, die zu Beginn der Periode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren. 2.1.4 Vertragskosten IDnow prüft, ob die an interne Vertriebsmitarbeiter oder externen Vertriebspartner gezahlten Provisionen als zusätzliche Kosten bei der Anbahnung eines Vertrags aktiviert werden können. Ein Unternehmen setzt einen Vermögenswert für zusätzliche direkt zurechenbare Kosten an, die ohne den Abschluss des Vertrags nicht entstanden wären und das Unternehmen davon ausgeht, dass es diese Kosten zurückerlangen wird. Die von IDnow gezahlten Verkaufsprovisionen sind teilweise als direkt zurechenbare zusätzliche Kosten für die Vertragserlangung mit einem Kunden zu klassifizieren. Es handelt sich dabei um Provisionen, die nur bei erfolgreichem Abschluss des Vertrags gezahlt werden. Darüber hinaus erwartet IDnow, die für den erfolgreichen Vertragsabschluss gezahlten Provisionen über die im Preis der verkauften Güter und Dienstleistungen zurückzuerhalten. IDnow zahlt keine Verkaufsprovisionen für die Verlängerungen von Kundenverträgen. Aktivierte Kosten aus Kundenverträgen werden innerhalb des Postens "Vertragskosten" in der Bilanz ausgewiesen. Die Vertragserlangungskosten werden linear über die erwartete Vertragslaufzeit von zwei Jahren unter Berücksichtigung der Vertragslaufzeit und des durchschnittlichen Produkt- und Kundenlebenszyklus abgeschrieben. Die Bestimmung der erwarteten Vertragslaufzeit erfordert Ermessensentscheidungen und wird für alle Kundenverträge einheitlich ausgeübt. Die Abschreibungen der aktivierten Vertragserlangungskosten werden als Marketing- und Vertriebskosten eingestuft. Etwaige in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung für die Geschäftsjahre 2022 und 2021 ausgewiesenen Verkaufsprovisionen werden eliminiert. In der konsolidierten Eröffnungsbilanz erfolgt der Ansatz der vor dem 1. Januar 2021 gezahlten Verkaufsprovisionen, abzüglich aller Abschreibungen, die bis zu diesem Zeitpunkt angefallen wären. Aufgrund der Geschäftsentwicklung der Gruppe werden die vor dem Geschäftsjahr 2020 gezahlten Verkaufsprovisionen als unwesentlich angesehen, so dass nur die im Geschäftsjahr 2020 gezahlten Verkaufsprovisionen Teil der Eröffnungsbilanz sind. Die Vertragserlangungskosten haben sich wie folgt entwickelt:
2.2 Erträge und Aufwendungen 2.2.1 Kosten der Umsatzerlöse Die Kosten der Umsatzerlöse umfassen folgende Positionen:
Die sonstigen Kosten der Umsatzerlöse beinhalten u.a. Lizenzgebühren für Software in Höhe von TEUR 243 (2021: TEUR 83). 2.2.2 Marketing- und Vertriebskosten Die Marketing- und Vertriebskosten umfassen folgende Positionen:
Die sonstigen Marketing- und Vertriebskosten beinhalten u.a. Bewirtungskosten in Höhe von TEUR 56 (2021: TEUR 16), Kosten für Geschenke in Höhe von TEUR 56 (2021: TEUR 14) und Fortbildungskosten in Höhe von TEUR 33 (2021: TEUR 53). 2.2.3 Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen folgende Positionen:
Die sonstigen Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten u.a. Reisekosten in Höhe von TEUR 200 (2021: TEUR 61). 2.2.4 Verwaltungskosten Die Verwaltungskosten umfassen folgende Positionen:
Die sonstigen Verwaltungskosten beinhalten u.a. Reisekosten in Höhe von TEUR 210 (2021: 127), Versicherungskosten in Höhe von TEUR 152 (2021: 128), Recruitingaufwendungen in Höhe von TEUR 230 (2021: TEUR 22) und Fortbildungskosten in Höhe von TEUR 133 (2021: 186). 2.2.5 Service- und Betriebskosten Die Service- und Betriebskosten umfassen die folgenden Positionen:
2.2.6 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen die folgenden Positionen:
In den periodenfremden Erträgen sind u.a. die Auflösungen von Rückstellungen enthalten. 2.2.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen die folgenden Positionen:
2.3 Finanzergebnis Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.4 verwiesen. Weitere Informationen befinden sich in Anhangangabe 7. Das Finanzergebnis umfasst die folgenden Positionen:
3 Leistungen an Arbeitnehmer 3.1 Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.5 verwiesen. 3.1.1 Beschreibung der anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen Im Rahmen des Virtual Share Programs gewährt die IDnow GmbH Mitarbeitern virtuelle Geschäftsanteile der Gesellschaft, um sie an der Wertsteigerung des Unternehmens zu beteiligen. Die Zusage berechtigt die Planteilnehmer zum Erhalt eines Barzahlungsanspruchs im Fall eines Exits (bspw. Kontrollwechsel, bei dem mehr als 50 % aller eingetragenen Aktien von IDnow übertragen werden, der Verkauf von 50 % aller IDnow-Vermögenswerte (Asset Sale) oder Liquidation der IDnow GmbH). Die Ansprüche werden in monatlichen Tranchen über einen Zeitraum von vier Jahren Dienstzeit erdient. Für einen Teil der virtuellen Anteile wurde eine sog. Cliff Period i.H.v. zwölf Monaten definiert. Im Falle eines Exits vor Ablauf des Erdienungszeitraums erhält der Planteilnehmer unverzüglich eine Zahlung in Bezug auf die unverfallbaren virtuellen Aktien. In Bezug auf die virtuellen Anteile, die zum Zeitpunkt des Exits noch nicht unverfallbar sind, erfolgt die Erdienung bis zum Ende des vierjährigen Erdienungszeitraums. Im Falle eines Kontrollwechsels wird jedoch der Betrag, der zum Zeitpunkt des Exits den noch nicht erdienten virtuellen Anteilen zugewiesen würde (unter der Annahme, dass die virtuellen Anteile unverfallbar sind), zum Zeitpunkt des Exits festgelegt und auf ein Treuhandkonto eingezahlt. Die Höhe der Barzahlung ist von der Entwicklung des Unternehmenswerts der Gesellschaft zwischen dem Tag der Gewährung und dem Exitzeitpunkt abhängig. Die Gewährung der virtuellen Geschäftsanteile wurde nach IFRS 2.30 als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich klassifiziert und bewertet. Der beizulegende Zeitwert der virtuellen Geschäftsanteile wird an jedem Bilanzstichtag unter Anwendung einer Monte-Carlo Simulationund unter Berücksichtigung der Bedingungen, zu denen die virtuellen Geschäftsanteile gewährt wurden, neu bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Unternehmenswerts der Gesellschaft wird zu jedem Stichtag auf Basis des Multiplikatorenverfahrens ermittelt. Zum 31. Dezember 2022 existieren im Konzern die folgenden anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen im Rahmen des Virtual Share Programs:
Der Posten Leistungen an Arbeitnehmer beinhaltet zum 31. Dezember 2022 TEUR 23.025 (31. Dezember 2021: TEUR 11.922, 1. Januar 2021: TEUR 8.119) Schulden im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen. 3.1.2 Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte Der beizulegende Zeitwert der Wertsteigerungsrechte wurde mittels einer Monte-Carlo Simulation bestimmt. Folgende Parameter wurden bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte am Tag der Gewährung und an den Bewertungsstichtagen der Wertsteigerungsrechte verwendet.
Die erwartete Volatilität basiert auf einer Beurteilung der historischen Volatilität der Aktienkurse von Vergleichsunternehmen in dem Zeitraum, der der erwarteten Laufzeit entspricht. Der berücksichtigten erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von historischer Volatilität auf künftige Trends geschlossen werden kann, sodass die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Der risikolose Zins wurde auf Basis der historischen Renditen deutscher Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit, die der erwarteten Laufzeit der zu bewertenden virtuellen Aktien entspricht, abgeleitet. Die erwartete Laufzeit der Instrumente basiert auf der Einschätzung des Managements für einen möglichen Exit-Zeitpunkt. Die erwartete Dividendenrendite basiert ebenfalls auf der Einschätzung des Managements hinsichtlich einer Dividende bis zur Auszahlung. Der verwendete Unternehmenswert basiert auf den erzielten Anteilspreisen aus den jeweiligen Eigenkapitalerhöhungen. 3.1.3 Im Gewinn oder Verlust erfasste Aufwendungen Genaue Angaben zu den mit den Leistungen an Arbeitnehmer verbundenen Aufwendungen enthält Anhangangabe 3.3. 3.2 Leistungsorientierte Verpflichtungen Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.5 verwiesen. Bei einer Gesellschaft des Konzerns in Frankreich existieren leistungsorientierte Pensionspläne, bei denen anspruchsberechtigte Mitarbeiter mit dem Renteneintritt eine Einmalzahlung erhalten. Diese Ruhestandsentschädigungen fallen unter den Tarifvertrag "Syntec". Die Höhe der Leistungen ist abhängig von der Betriebszugehörigkeit der anspruchsberechtigten Mitarbeiter. Um den wirtschaftlichen Gehalt der Ruhestandsentschädigungen bewerten zu lassen, hat IDnow für die leistungsorientierten Pensionspläne ein aktuarisches Gutachten beauftragt. Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt-(Anlage-)Risiko. Veränderung der Nettoschuld (des Nettovermögenswertes) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des Anfangsbestands auf den Endbestand für die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und deren Bestandteilen.
Der Konzern erwartet, dass 2023 Beträge in Höhe von TEUR 183 in die leistungsorientierten Pläne einzuzahlen sind. Versicherungsmathematische Annahmen Die folgenden finanziellen Annahmen werden bei der Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung zugrunde gelegt.
Die Annahmen am Abschlussstichtag beruhen auf einem erwarteten Renteneintrittsalter von 67 Jahren (31. Dezember 2021: 67 Jahre) und den öffentlich zugänglichen Vorruhestandssterbetafeln TH TF 17-19. Sensitivitätsanalyse Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachstehenden Beträgen beeinflusst.
Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen. Die bei der Erstellung der Sensitivitätsanalyse verwendeten Methoden und die Auswahl der Annahmen blieben gegenüber der Vorperiode unverändert. 3.3 Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer umfassen folgende Positionen:
4 Ertragsteuern Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.6 verwiesen. 4.1 Im Gewinn oder Verlust erfasste Steuern
Unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Gewerbesteuer-Hebesatzes von 490 % (2021: 490 %) ergibt sich in Deutschland eine Gewerbesteuerbelastung von etwa 17 % (2021: 17 %). Einschließlich Körperschaftsteuer (15 % zzgl. Solidaritätszuschlag von 5,5 %) beträgt die gesamte Steuerbelastung in Deutschland somit rund 33 % (2021: 33 %). Die von den ausländischen Tochtergesellschaften erzielten Gewinne werden mit den im jeweiligen Sitzland gültigen Steuersätzen versteuert. Diese liegen zwischen 19 % und 31 %. 4.2 Im sonstigen Ergebnis erfasste Steuern
4.3 Direkt im Eigenkapital erfasste Steuern
4.4 Überleitung des effektiven Steuersatzes
4.5 Steuerliche Verlustvorträge Die steuerlichen Verlustvorträge, die nicht angesetzt wurden, verfallen wie folgt:
4.6 Veränderung der latenten Steuern in der Bilanz während des Jahres
5 Vermögenswerte 5.1 Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.7 verwiesen. 5.1.1 Überleitung des Buchwertes Anschaffungs- und Herstellungskosten
Amortisationen und Wertminderungen
Buchwert
5.1.2 Amortisationen Die Abschreibung auf Kundenbeziehungen ist in den Umsatzkosten enthalten. Die Nutzungsdauer des im Rahmen des Erwerbs der iTM in 2021 erworbene Technologie für das Offline-Produkt wurde aufgrund Änderung der Nutzungsabsicht von ursprünglich zehn Jahre in 2022 auf drei Jahre reduziert. 5.1.3 Aktivierung von Fremdkapitalkosten In den Entwicklungskosten sind im Laufe des Jahres aktivierte Fremdkapitalkosten von TEUR 271 (2021: TEUR 64) als Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert worden. Der Finanzierungskostensatz beträgt 9,52 % (2021: 9,34 %). 5.1.4 Überprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts auf Wertminderung Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.9 verwiesen. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 38.470 (31. Dezember 2021: TEUR 38.787). Der Konzern überprüft jährlich, ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Für die Berichtsperioden 2022 und 2021 basiert die Bestimmung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Nutzungswert-Berechnungen unter Einsatz von erforderlichen Annahmen. Dabei wird die Überprüfung auf oberster Ebene der IDnow Gruppe durchgeführt. Im Rahmen der Erwerbe in 2021 wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte der IDnow Gruppe insgesamt als zahlungsmittelgenerierender Einheit zugeordnet. Die Berechnungen verwenden Cashflow-Prognosen für einen Zeitraum von fünf Jahren, die auf den von der Geschäftsleitung genehmigten Finanzplänen für ein Jahr basieren. Die Cashflows jenseits des Zeitraumes von fünf Jahren werden unter Zugrundelegung einer konstanten jährlichen Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Der im Rahmen der Wertminderungstests verwendete Vorsteuer-Diskontierungssatz für die Cashflow-Prognosen beträgt im Geschäftsjahr 2022 zum 31. Dezember 2022 17,59 % (31. Dezember 2021: 10,5%). Der Konzern verwendet einen laufzeitabhängigen Abzinsungssatz nach Steuern von 13,34 % (31. Dezember 2021: 7,79 %), der auf den historischen branchengewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten basiert, mit einem möglichen Fremdkapitalhebel von 3,67 % (31. Dezember 2021: 1,94 %) und einer Markrisikoprämie von 7,5 % (31. Dezember 2021: 7,5 %). Der so ermittelte erzielbare Betrag liegt über dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, so dass die Erfassung einer Wertminderung nicht nötig war. Zu den weiteren Schlüsselannahmen zählen die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA). Umsatzerlöse stellen eine Messgröße für das Wachstum der Gruppe dar und basieren auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und den Erwartungen des Managements bezüglich der Marktentwicklung. Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) stellt die Messgröße für das operative Ergebnis des Konzerns dar. Der Konzern hat eine Analyse der Sensitivität des Wertminderungstests gegenüber Änderungen der wichtigsten Annahmen zur Bestimmung des erzielbaren Betrages durchgeführt. Der erzielbare Betrag übersteigt den Buchwert um annähernd TEUR 97.000 (zum 31. Dezember 2021: TEUR 306.000). Auf Basis der Unternehmensplanung würde der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigen, wenn entgegen der Erwartung ab 2024 kein positives EBITDA erzielt wird. 5.2 Sachanlagen Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.8 verwiesen. 5.2.1 Überleitung des Buchwertes Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen und Wertminderungen
Buchwerte
5.3 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten die folgenden Positionen:
Zu weiteren Informationen zu Zuwendungen der öffentlichen Hand verweisen wir auf Kapitel 6.2. 6 Eigenkapital und Schulden 6.1 Eigenkapital Das Eigenkapital beinhaltet die folgenden Positionen:
6.1.1 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital der IDnow GmbH beträgt zum 31. Dezember 2022 EUR 159.776 (31. Dezember 2021: EUR 159.776, 1. Januar 2021: EUR 100.044) und ist eingeteilt in Geschäftsanteile mit einem Nennbetrag von je EUR 1,00. Bei der Beschlussfassung gewährt jeder Geschäftsanteil im Nennbetrag von EUR 1,00 eine Stimme. Im Hinblick auf das Restvermögen des Unternehmens haben zum 31. Dezember 2022 alle Anteile den gleichen Rang. Erst mit der Kapitalerhöhung im März 2023 wurde für die dann neu ausgegebenen Anteile eine zweifache Beteiligung der Anteilsinhaber an einem etwaigen Liquidationserlös vereinbart. Während des Geschäftsjahres 2021 wurden alle ausgegebenen Wandelanleihen in 11.629 Stammanteile umgewandelt (siehe Anhangangabe 10.2.3 für weitere Informationen). Die Gesellschafterversammlung hat am 3. Dezember 2020 ein genehmigtes Kapital von EUR 4.459 geschaffen, welches am 21. Dezember 2020 in das Handelsregister eingetragen worden ist. 6.1.2 Kapitalrücklage Der jeweilige Stand der Kapitalrücklage zu den Bilanzstichtagen und die Entwicklung der Kapitalrücklage in den Geschäftsjahren ergeben sich aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung. In der Kapitalrücklage werden Aufgelder aus der Ausgabe von Anteilen ausgewiesen. Die Kapitalrücklage ist während des Geschäftsjahres 2021 um TEUR 267 aus der Ausgabe von Wandelanleihen und anschließend um TEUR 10.839 aus der Wandlung dieser gestiegen. Die zwischen dem 4. Januar 2021 und dem 23. Februar 2021 unterzeichneten Wandelanleihen stellen zusätzliche Finanzmittel für den Ausbau der Geschäftstätigkeit des Unternehmens bereit, wozu auch Akquisitionen gehören können. Die Wandeldarlehen werden mit 0,1 % verzinst und haben eine Laufzeit bis maximal 30. Juni 2021. (siehe Anhangangabe 10.2.3 für weitere Informationen). 6.1.3 Gewinnrücklage Der jeweilige Stand der Gewinnrücklage zu den Bilanzstichtagen und die Entwicklung der Gewinnrücklage in den Geschäftsjahren ergeben sich aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung. Die Effekte aus der erstmaligen Anwendung der IFRS wurden in der Gewinnrücklage erfasst. 6.1.4 Sonstige Rücklagen Fremdwährungsumrechnung Währungsdifferenzen aus der Umrechnung eines beherrschten ausländischen Geschäftsbetriebs werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen und in einer gesonderten Rücklage im Eigenkapital kumuliert. Der kumulierte Betrag wird in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, wenn die Nettoinvestition veräußert wird. Zum 31. Dezember 2022 sind in den sonstigen Rücklagen Währungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Höhe von TEUR 15 (31. Dezember 2021: TEUR 11,1. Januar 2021: TEUR 0) enthalten. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste Gewinne und Verluste aus Neubewertungen von Pensionszusagen aus leistungsorientierten Plänen sowie den Beträgen, die in den Nettozinsen auf die Nettoverbindlichkeit (den Nettovermögenswert) enthalten sind, die sich aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen ergeben, werden in der Periode, in der sie entstehen, direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Die kumulierten Neubewertungen sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung und in der Bilanz in den sonstigen Rücklagen ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2022 sind in den sonstigen Rücklagen versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) in Höhe von TEUR -36 (31. Dezember 2021: TEUR -144, 1. Januar 2021: TEUR 0) enthalten. 6.2 Zuwendungen der öffentlichen Hand Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangaben 12.2.11 verwiesen.
Staatliche Unterstützungsmaßnahmen im Bereich Forschung und Entwicklung Die französische Tochtergesellschaft des Konzerns Ariadnext hat im Geschäftsjahr 2022 steuerliche Gutschriften in Höhe von TEUR 301 (2021: TEUR 136) im Zusammenhang mit der Unterstützung von Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung erhalten (Credit Impöt Recherche (CIR)). Die als passivischer Abgrenzungsposten erfasste Zuwendung wird über den Zeitraum der Nutzungsdauer der korrespondierenden selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte abgeschrieben. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2022 weitere Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Erstattung von angefallenen Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung in Frankreich in Höhe von TEUR 532 (2021: TEUR 502) von den Forschungs- und Entwicklungskosten abgesetzt. Staatliche Unterstützungsmaßnahmen im Zuge der COVID-19 Pandemie Im Rahmen der Unterstützungsmaßnahmen im Zuge der COVID-19 Pandemie im Jahr 2020 erhielt die französische Tochtergesellschaft Ariadnext von seinen Bankenpartnern staatlich garantierte Darlehen (Prêts garantis par l'etat (PGE)) in 2021 in Höhe von TEUR 2.524. Im Jahr 2022 hat sich Ariadnext dazu entschieden, die Darlehen in voller Höhe zurückzuzahlen. 6.3 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten die folgenden Positionen:
6.4 Rückstellungen Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.12 verwiesen.
Restrukturierungsrückstellungen Im Laufe des Jahres 2022 hat die IDnow Gruppe einen Plan zur Restrukturierung des Konzerns infolge von Strukturanpassungen beschlossen. Nach der Ankündigung des Planes erfassten einzelne Gesellschaften der IDnow Gruppe Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 2.351 für erwartete Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit den geplanten Maßnahmen. Die geschätzten Restrukturierungskosten enthalten hauptsächlich Leistungen an Arbeitnehmer aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Fremdleistungen, Rückstellungen für Boni für Fremdleistungen und Rückstellungen für Prozessrisiken. Rückstellungen für Fremdleistungen und Rückstellungen für Boni für Fremdleistungen bestehen aus variablen erfolgsabhängigen Beträgen die von Drittanbietern in Abhängigkeit vom Umfang der von IDnow in Anspruch genommenen Leistungen in Rechnung gestellt werden. Der Zeitpunkt des Abflusses wirtschaftlicher Ressourcen kann hierbei zuverlässig ermittelt werden. Die Ermittlung der Höhe der wirtschaftlichen Ressourcen, die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich sind, unterliegt jedoch Schätzungen. Die geschätzten Kosten basieren auf den Bedingungen der entsprechenden Verträge. Demzufolge handelt es sich hierbei um eine Rückstellung gem. IAS 37. IDnow erwartet eine Erfüllung der Verpflichtung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag. Somit erfolgt der Ausweis innerhalb der kurzfristigen Rückstellungen. Rückstellungen für Prozessrisiken beinhalten Prozesskosten aus laufenden Rechtsstreitigkeiten, die aus der Vergangenheit resultieren. Das Management stuft die jeweiligen rechtlichen Verfahren stets als kurzfristig ein. Die Ermittlung der Höhe der wirtschaftlichen Ressourcen, die zur Erfüllung etwaiger Verpflichtungen erforderlich sind, unterliegen jedoch Schätzungen. Somit unterliegen sowohl die Identifizierung des Zeitpunkts des Mittelabflusses als auch dessen Höhe gewissen Schätzungen und sind mit Unsicherheiten behaftet. Demzufolge handelt es sich bei Rückstellungen für Prozessrisiken um Rückstellungen gem. IAS 37. Basierend auf den Einschätzungen des Managements erfolgt der Ausweis innerhalb der kurzfristigen Rückstellungen. 7 Finanzinstrumente 7.1 Finanzielle Vermögenswerte 7.1.1 Langfristige finanzielle Vermögenswerte Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangaben 12.2.13 und 12.2.14 verwiesen. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten die folgenden Positionen:
Kreditzusagen Die Kreditzusagen resultieren aus der am 3. Dezember 2020 abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarung mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) über TEUR 15.000. Die Kreditzusagen stellen eine Option für IDnow dar, innerhalb einer Laufzeit von drei Jahren drei Tranchen i.H.v. insgesamt TEUR 15.000 zu den vereinbarten Konditionen zu ziehen. Mit der Inanspruchnahme der Kreditzusagen bekommt der Darlehensgeber Rechte aus Optionsscheinen zur Umwandlung in Stammaktien oder Barauszahlung von diesen (siehe hierzu auch Anhangangabe 7.2.1). Die einzelnen Darlehenstranchen wurden jeweils im September 2021, Dezember 2021 und März 2022 in Anspruch genommen. Vorzeitige Rückzahlungsoption Die im Jahr 2022 abgeschlossene Kreditvereinbarung sieht eine Option für die Gesellschaft vor, ausstehende Beträge aus dem Darlehen (siehe Kapitel 7.2.1) vorzeitig gegen eine Gebühr zurückzuzahlen. Diese Kündigungsoption stellt ein getrennt zu bilanzierendes eingebettetes Derivat dar, da diese der Gesellschaft, abhängig von der Entwicklung des Marktzinssatzes, eine Option zu einer potenziell günstigeren Refinanzierung gibt. Zinscap Die IDnow setzt für die Absicherung bestimmter variabler Kreditaufnahmen Zinscap ein, um die Zinsrisiken zu begrenzen (Zinsänderungsrisiko ist im Kapitel 8.2 aufgeführt). Die Laufzeit des Zinscaps beginnt am 30. Dezember 2022 und beträgt 2,75 Jahre. Der Strike beträgt 3,25 %. Die Zinsbegrenzung wurde für einen Nominalbetrag i.H.v. TEUR 30.000 abgeschlossen. 7.1.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.13 verwiesen. Zu weiteren Informationen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Anhangangabe 8.2 verwiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten die folgenden Positionen:
7.1.3 Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.13 verwiesen. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten die folgenden Positionen:
7.1.4 Zahlungsmittel Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.15 verwiesen. Zu weiteren Informationen zu Zahlungsmitteln wird auf Anhangangabe 8.1 verwiesen. Die Zahlungsmittel beinhalten die folgenden Positionen:
7.2 Finanzielle Verbindlichkeiten 7.2.1 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten Zu den Rechnungslegungsmethoden siehe Anhangangabe 12.2.13. Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten die folgenden Positionen:
Darlehen von Kreditinstituten und sonstigen Finanzdienstleistern Die ausstehenden Darlehen von Kreditinstituten zum 31. Dezember 2021 resultieren zu einem aus der Übernahme von Schulden der Ariadnext (siehe Anhangangabe 9.2.2) im Rahmen des Erwerbs mit einem Nennbetrag in Höhe von insgesamt TEUR 3.026. Der Nominalzinssatz betrug zwischen 0,55 % und 2,25 %. Die Darlehen waren ursprünglich in den Jahres 2022 bis 2026 fällig. Die Darlehen waren nicht besichert. Im Laufe der Geschäftsjahre 2021 und 2022 hat IDnow von der Europäischen Investitionsbank ein Darlehen in drei Tranchen mit einem Nominalbetrag von insgesamt TEUR 15.000 (2022: TEUR 4.000, 2021: TEUR 11.000) erhalten. Der Nominalzins für das Darlehen betrug 3,9 % - 4,9 %. Das Darlehen war ursprünglich in den Jahren 2026 und 2027 in voller Höhe fällig. Das Darlehen wurde durch Ausgabe von Optionsscheinen besichert. Während des Jahres 2022 wurden alle oben beschriebenen Darlehen frühzeitig getilgt und durch eine neue Finanzierung ersetzt. Im August 2022 hat IDnow GmbH einen Darlehensvertrag in Höhe von TEUR 60.000 unterzeichnet. Die erste Tranche in Höhe von TEUR 40.000 wurde im August 2022 an die Gesellschaft ausgezahlt. Ab dem Zeitpunkt der Auszahlung wird der Betrag mit dem 3-Monats-EURIBOR und einer Zinsmarge, die wiederum vom Verschuldungsgrad der Gesellschaft abhängig ist, verzinst. Sollte der 3-Monats-EURIBOR Zinssatz während der Laufzeit unter 0 % fallen, wird der variable Anteil des Zinssatzes auf 0 % begrenzt. Die Laufzeit des Darlehens beträgt sechs Jahre. Der Vertrag enthält die Anforderung, bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Bei Nichteinhaltung erhöht sich die Zinsvergütung für den Darlehensgeber. Das Darlehen ist die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Optionsscheine (Warrants) Im Zusammenhang mit dem Darlehen wurden an den Kreditgeber Optionsscheine ausgegeben, welche nach Wahl des Inhabers nach Fälligkeit oder Rückzahlung des Darlehens in 4.459 Stammaktien des Mutterunternehmens umgewandelt oder an das Mutterunternehmen zum Marktpreis der Aktien, aber maximal TEUR 11.000, zurück verkauft werden können. Für die Bewertung der Bezugsrechte zum beizulegenden Zeitwert sind Annahmen zu treffen, da die Bezugsrechte nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden. Die Gesellschaft verwendet eine Monte-Carlo-Simulation zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Bezugsrechte, unter Einbeziehung des nicht notierten Anteilspreises der Gesellschaft und der historischen Aktienvolatilität einer Peer-Gruppe als wesentliche Inputfaktoren. Zur Ermittlung des Preises der Anteile der Gesellschaft wurde die Multiple-Methode (Umsatz-Multiple) angewandt. 7.2.2 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.13 verwiesen. Zu weiteren Informationen zu den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wird auf Anhangangabe 8.1 verwiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten die folgenden Positionen:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten zum 31. Dezember 2022 Posten für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 865 (31. Dezember 2021: TEUR 946, 31. Dezember 2020: TEUR 89). 7.2.3 Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.13 verwiesen. Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten die folgenden Positionen:
7.3 Finanzinstrumente - beizulegende Zeitwerte 7.3.1 Einstufungen und beizulegende Zeitwerte Zu den Bewertungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.1.2 verwiesen. Die nachstehenden Tabellen zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten. Sie enthalten keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Im Folgenden ist eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den Stufen in der Fair Value-Hierarchie dargestellt.
7.3.2 Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte Bewertungstechniken und wesentliche, nicht beobachtbare Inputfaktoren Die nachstehenden Tabellen zeigen die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 und 3 für Finanzinstrumente verwendet wurden, sowie die verwendeten wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Wiederkehrende beizulegende Zeitwerte der Stufe 3 Überleitung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3 Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des Anfangsbestands auf den Endbestand für beizulegende Zeitwerte der Stufe 3.
Sensitivität Die Sensitivität der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten der Fair Value Kategorie Level 3 zu den wesentlichen, nicht beobachtbaren, variablen Inputfaktoren bei Konstanthaltung aller anderen Faktoren sind der folgenden Tabelle dargestellt:
Die vertraglich festgelegten, nicht beobachtbaren Inputfaktoren werden nicht sensitiviert, da diese keiner marktabhängigen Variabilität unterliegen. 7.4 Überleitung der Bewegungen der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten
Siehe Anhangangabe 10.2.3 für weitere Informationen bezüglich der an Gesellschafter ausgegebenen Wandelanleihen. 8 Kapital- und Risikomanagement 8.1 Kapitalmanagement Die Ziele des Kapitalmanagements der IDnow sind primär darauf ausgelegt die Wachstumsstrategie des Konzerns zu finanzieren sowie ein effizientes Working-Capital Management sicherzustellen. Die Gesamtstrategie des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Geschäftsführung überwacht im Rahmen des regulären Managementreportings insbesondere das Eigenkapital sowie den Zahlungsmittelbestand und stellt damit eine adäquate Finanzierung der IDnow sicher. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der Geschäftssegmente der Gruppe zählen die Umsatzerlöse und das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern). Darüber hinaus soll der Zahlungsmittelbestand einen Mindestbetrag von TEUR 5.000 nicht unterschreiten. Gemäß den Vertragsbestimmungen des im Jahr 2022 erhaltenen Darlehens darf das Verhältnis der Gesamtschulden zu wiederkehrenden Umsatzerlösen das Verhältnis von 0,75 : 1,00 sowie darf ab 2024 das Verhältnis der Verschuldung von EBITDA 7,00 : 1,00 nicht überschreiten. Die Strategie des Geschäftsjahres entspricht der des Vorjahres. Die Ziele des Kapitalmanagements wurden im Berichtsjahr sowie auch im Vorjahr erreicht. 8.2 Risikomanagement IDnow ist den folgenden Risiken aus dem Einsatz von Finanzinstrumenten ausgesetzt:
Grundsätze des Risikomanagements Die Geschäftsführung der IDnow GmbH trägt die Verantwortung für den Aufbau und die Kontrolle des Konzern-Risikomanagements. Die Gesellschaft verfügt über ein angemessenes System zur Risiko- und Chancensteuerung und Überwachung. Dieses System gewährleistet die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken. Verantwortlich für die Chancen- und Risikosteuerung ist die Geschäftsführung. Regelmäßig und bei bedeutenden Geschäftsvorfällen wird eine Neueinschätzung der identifizierten Chancen und Risiken vorgenommen. Bei Bedarf werden Maßnahmen eingeleitet. Die Mitglieder der Geschäftsführung sind für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung bezieht sich auch auf alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements. Zentrale Überwachungs- und Kontrollfunktionen übernehmen außerdem die der Geschäftsführung organisatorisch zugeordneten Funktionen Compliance, Regulatorik, der IT-Sicherheitsbeauftragte, sowie der Datenschutzbeauftragte. Das Unternehmen verfügt über ein der Größe und dem Wachstum angemessenes internes Kontrollsystem und setzt regelmäßig verschiedene geeignete Instrumente für das Risikomanagement im Controlling ein. Die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt der Geschäftsführung. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko von finanziellen Verlusten, falls ein Kunde oder die Vertragspartei eines Finanzinstruments seinen bzw. ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Ausfallrisiken entstehen aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie aus Forderungen aus Verträgen mit Kunden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte entsprechen dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Das Ausfallrisiko für finanzielle Vermögenswerte wird durch die IDnow auf Konzernebene gesteuert. Das Ausfallrisiko des Konzerns wird hauptsächlich durch die individuellen Merkmale jedes Kunden beeinflusst. Bei einzelnen Forderungen besteht ein Ausfallrisiko, insbesondere, wenn Zahlungsmittel nicht gedeckt sind oder falsche Daten übermittelt werden. Vereinzelt besteht hierbei ein erhöhtes Risiko, da die Leistung der IDnow auch bei innovativen Unternehmen, welche ggf. eine erhöhte Insolvenzwahrscheinlichkeit aufweisen können, nachgefragt wird. Wie in den Vorjahren erwartet die Geschäftsführung einen geringen Forderungsausfall, da die IDnow einen sorgfältigen Auswahlprozess der Kunden im Rahmen des Vertriebsprozesses etabliert hat und ein konsequentes Forderungsmanagement in Zusammenhang mit der etwaigen Sperrung des Zugangs bei nicht fristgerechter Zahlung durchführt. Signifikant erhöhte Forderungsausfälle, geprägt durch die wirtschaftliche Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, erwartet die Geschäftsführung nicht; vereinzelt kann es jedoch zu Forderungsausfällen oder Stundungen der ausstehenden Forderungen kommen, um in Schieflage geratene Kunden kurzfristig zu unterstützen. Der Konzern verlangt für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen keine Sicherheiten. Der Konzern hat keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Vertragsvermögenswerte, für die keine Wertminderungen aufgrund von Sicherheiten erfasst wurden. Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind die einzige Art von finanziellen Vermögenswerten des Konzerns die dem vereinfachten Modell der erwarteten Kreditverluste unterliegen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen ebenfalls den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9, aufgrund der kurzfristigen Instrumente und deren Ausfallwahrscheinlichkeit bestand keine Notwendigkeit zur Bildung einer Risikovorsorge. Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; demzufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Vertragsvermögenswerte betreffen noch nicht fakturierte laufende Arbeiten und weisen im Wesentlichen die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für die gleichen Vertragsarten auf. Die erwarteten Verlustquoten beruhen auf den Zahlungsprofilen der Umsätze über Perioden von 12 Monaten vor dem 31. Dezember 2022, 31. Dezember 2021 und 1. Januar 2021 und den entsprechenden historischen Ausfällen in diesen Perioden. Die historischen Verlustquoten werden angepasst, um aktuelle und zukunftsorientierte Informationen zu makroökonomischen Faktoren abzubilden, die sich auf die Fähigkeit der Kunden, die Forderungen zu begleichen, auswirken. Der Konzern hat das weltweite Bruttoinlandsprodukt als relevantesten Faktor identifiziert und passt die historischen Verlustquoten aufgrund der erwarteten Veränderungen bei diesem Faktor an. Auf dieser Grundlage wurde die Wertberichtigung im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 1. Januar 2021, 31. Dezember 2021, und zum 31. Dezember 2022 wie folgt ermittelt:
Der Schlussbilanzwert der Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember wird wie folgt vom Eröffnungsbilanzwert der Wertberichtigung übergeleitet:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist. Zu den Indikatoren, wonach nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist, zählen unter anderem das Versäumnis, für eine Periode von mehr als 150 Tagen Zahlungsverzug, vertragliche Zahlungen zu leisten sowie die individuelle Beurteilung der Rechtsabteilung, dass der Schuldner ausfallgefährdet ist. Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte werden im Betriebsergebnis als Wertminderungsaufwendungen, netto, dargestellt. In Folgeperioden erzielte, früher bereits abgeschriebene Beträge werden im gleichen Posten erfasst. Wesentliche Schätzungen und Ermessensausübung Die Wertminderungen für finanzielle Vermögenswerte beruhen auf Annahmen zum Ausfallrisiko und zu den erwarteten Verlustquoten. Der Konzern übt bei der Aufstellung dieser Annahmen und der Auswahl der Inputfaktoren für die Berechnung der Wertminderung Ermessen aus, basierend auf den Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit, bestehenden Marktbedingungen sowie zukunftsorientierten Schätzungen zum Ende jeder Berichtsperiode. Die wichtigsten verwendeten Annahmen und Inputfaktoren werden in den vorstehenden Tabellen im Einzelnen dargestellt. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Das Ziel des Konzerns in der Steuerung der Liquidität ist es sicherzustellen, dass - soweit möglich - stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen wie auch unter angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste zu erleiden oder die Reputation des Konzerns zu schädigen. Um die finanziellen Mittel in Zukunft sicher zu stellen, hat die Geschäftsleitung ein Darlehen mit BlackRock Inc. abgeschlossen. Aus dem Finanzierungsrahmen in Höhe von TEUR 60.000 wurden in 2022 TEUR 40.000 abgerufen. Die ausstehenden TEUR 20.000 sind seitens der Gesellschaft jederzeit abrufbar. Darüber hinaus bestehen Möglichkeiten der Finanzierung über die bestehenden Gesellschafter. Bestandsgefährdende Risiken aus der Finanzierung sind insofern aus jetziger Sicht nicht erkennbar. Bedeutung des Liquiditätsrisikos Im Folgenden werden die vertraglichen Restlaufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten am Abschlussstichtag einschließlich geschätzter Zinszahlungen dargestellt. Es handelt sich um nicht diskontierte Bruttobeträge inklusive vertraglicher Zinszahlungen, jedoch ohne Darstellung der Auswirkung von Verrechnungen:
Die Zuflüsse (Abflüsse), die in der Tabelle oben angegeben werden, stellen die nicht diskontierten Zahlungsströme im Zusammenhang mit derivativen finanziellen Verbindlichkeiten dar, die zu Risikomanagement-Zwecken gehalten und normalerweise nicht vor ihrer vertraglichen Fälligkeit ausgeglichen werden. Die Darstellung zeigt die Nettozahlungsströme von Derivaten mit einem Nettobarausgleich und die Bruttomittelzuflüsse und -abflüsse von Derivaten, bei denen ein gleichzeitiger Bruttozahlungsausgleich vorliegt. Wie in der Anhangangabe 7.1 angegeben, verfügt der Konzern zum 31. Dezember 2022 über ein Bankdarlehen, das eine Auflage enthält. Ein künftiger Verstoß gegen die Auflage kann dazu führen, dass das Darlehen früher als in der Tabelle angegeben zurückzuzahlen ist. Entsprechend der Vereinbarung werden die Auflage systematisch durch die Treasury-Abteilung des Konzerns beobachtet und der Status regelmäßig an den Vorstand berichtet, um die Übereinstimmung mit dem Kreditvertrag zu gewährleisten. Die Zinszahlungen für variabel verzinsliche Darlehen und Anleihen in der vorstehenden Tabelle spiegeln die Marktverhältnisse für Terminzinssätze am Ende des Geschäftsjahres wider. Diese können sich mit der Veränderung der Marktzinssätze ändern. Außer für diese finanziellen Verbindlichkeiten wird nicht erwartet, dass die in die Fälligkeitsanalyse einbezogenen Zahlungsströme erheblich früher oder zu einem wesentlich abweichenden Betrag anfallen könnten. Marktrisiko Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich die Marktpreise, zum Beispiel Zinssätze, ändern und dadurch die Erträge des Konzerns oder der Wert der gehaltenen Finanzinstrumente beeinflusst werden. Ziel des Marktrisikomanagements ist es, das Marktrisiko innerhalb akzeptabler Bandbreiten zu steuern und zu kontrollieren und gleichzeitig die Rendite zu optimieren. Zur Steuerung der Marktrisiken erwirbt der Konzern Derivate bzw. geht auch finanzielle Verbindlichkeiten ein. Zinsänderungsrisiko Das wichtigste Zinsänderungsrisiko des Konzerns geht auf Kreditaufnahmen mit variablen Zinsen zurück, die die IDnow einem Cashflow-Zinsrisiko aussetzen. Die Kreditaufnahmen des Konzerns lauteten im Berichtszeitraum auf Euro. Die IDnow setzt für die Absicherung bestimmter variabler Kreditaufnahmen Zinscap ein, um die Zinsrisiken zu begrenzen. Bedeutung des Zinsänderungsrisikos Das Zinssatzprofil der verzinslichen Finanzinstrumente des Konzerns, wie es auch dem Vorstand berichtet wurde, stellt sich wie folgt dar:
Sensitivitätsanalyse der Zahlungsströme für variabel verzinsliche Instrumente Eine für möglich gehaltene Veränderung der Zinssätze von +200 bzw. -25 Basispunkten (bp) zum Abschlussstichtag hätte das Eigenkapital und den Gewinn oder Verlust um die unten aufgeführten Beträge erhöht oder vermindert. Bei dieser Analyse wurde unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben.
9 Zusammensetzung des Konzerns 9.1 Verzeichnis der Tochterunternehmen Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.1 verwiesen. Nachstehend sind die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns aufgeführt, die im Rahmen der Vollkonsolidierung in diesem Konzernabschluss einbezogen werden:
* Die IDnow Expansion GmbH wurde aufgrund
mangelnder Wesentlichkeit nicht in den Konsolidierungskreis
und Konzernabschluss nach IFRS miteinbezogen.
9.2 Erwerb von Tochterunternehmen Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.1 verwiesen. 9.2.1 Erwerb der identity Trust Management AG (heutige identity Trust Management GmbH) Am 26. Februar 2021 erwarb der Konzern 100 Prozent der Anteile an der identity Trust Management AG (nachfolgend auch "iTM"), einem Anbieter, der auf dem Gebiet der Know Your Customer ("KYC") und digitaler Identifikationslösungen für natürliche Personen und Unternehmen spezialisiert ist. Des Weiteren bietet iTM Softwarelösungen an, um Verträge physisch oder mit einer qualifizierten elektronischen Signatur rechtsverbindlich zu signieren. Das strategische Ziel dieser Transaktion ist die Vergrößerung der Kundenbasis in Deutschland und das Heben von Synergien zwischen IDnow und iTM. Übertragene Gegenleistung Die übertragene Gegenleistung für den Erwerb der iTM beträgt TEUR 8.810 und wurde in Zahlungsmitteln beglichen. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten Bei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von TEUR 233 für Rechtsberatung und Notarkosten angefallen. Diese Kosten sind in den Verwaltungskosten erfasst. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst.
Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte waren wie folgt:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von TEUR 1.115, wovon TEUR 113 zum Erwerbszeitpunkt als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus dem Gewinn von Marktanteilen sowie den erwarteten Synergien aus der Zusammenführung der Plattformen. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig. Umsatz- und Ergebnisbeitrag In den zehn Monaten bis zum 31. Dezember 2021 trug iTM Umsatzerlöse von TEUR 7.298 und einen Verlust von TEUR 1.595 zum Konzernergebnis bei. Hätte der Erwerb am 1. Januar 2021 stattgefunden, hätten die Konzernumsatzerlöse nach Schätzungen der Geschäftsführung bei TEUR 46.333 und der Konzernverlust für das Jahr bei TEUR -22.597 gelegen. Bei der Ermittlung dieser Beträge hat das Management angenommen, dass die vorläufigen ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2021 gültig gewesen wären. 9.2.2 Erwerb der ARIADNEXT SAS Am 20. Juli 2021 erwarb der Konzern 100 Prozent der Anteile an der ARIADNEXT SAS (nachfolgend: Ariadnext), einem Anbieter, der sich auf den Bereich Know Your Customer ("KYC") und digitale Identifikationslösungen für natürliche und juristische Personen spezialisiert hat. Darüber hinaus bietet Ariadnext Softwarelösungen an, um Verträge physisch oder mit einer qualifizierten elektronischen Signatur rechtsverbindlich zu unterzeichnen. Das strategische Ziel dieser Transaktion ist es, das Produktportfolio von IDnow und Ariadnext mit ihren jeweiligen Softwarelösungen zu ergänzen. Die Unternehmen können eine umfassende Plattform zur Identitätsüberprüfung anbieten, die von künstlicher Intelligenz bis hin zu menschengestützter Technologie und von Online- bis zu Point-of-Sale-Überprüfungsoptionen reicht. Die Kombination erweitert das Dienstleistungsangebot von IDnow für den britischen, französischen, spanischen und deutschen Markt sowie für internationale Kunden mit Identitätsüberprüfungsbedarf in verschiedenen Rechtsordnungen. Übertragene Gegenleistung Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:
Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen GmbH-Anteile basierte auf der Kapitalerhöhung der "Serie D", die mit einem Wert von EUR 1.127,54 je Geschäftsanteil abgeschlossen wurde. Im Rahmen der Kapitalerhöhung der IDnow wurden 29.261 Anteile an die ehemaligen Gesellschafter der Ariadnext ausgegeben und dafür als Sacheinlage Anteile an der Ariadnext in die IDnow GmbH eingelegt. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten Bei dem Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von TEUR 744 für Rechtsberatung und Notarkosten angefallen. Diese Kosten sind in den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst.
Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte waren wie folgt:
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfassen fällige Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen von TEUR 4.410, wovon TEUR 143 zum Erwerbszeitpunkt als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden. Geschäfts- oder Firmenwert Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:
Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus der Ergänzung des Produktportfolios, den erwarteten Synergien aus der Zusammenführung der Plattformen sowie dem Gewinn von Marktanteilen. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nichts für Steuerzwecke abzugsfähig. Umsatz- und Ergebnisbeitrag In den fünf Monaten bis zum 31. Dezember 2021 trug Adriadnext Umsatzerlöse von TEUR 3.984 und einen Verlust von TEUR 4.806 zum Konzernergebnis bei. Hätte der Erwerb am 1. Januar 2021 stattgefunden, hätten die Konzernumsatzerlöse nach Schätzungen der Geschäftsführung bei TEUR 54.548 und der Konzernverlust für das Jahr bei TEUR -18.452 gelegen. Bei der Ermittlung dieser Beträge hat das Management angenommen, dass die vorläufigen ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2021 gültig gewesen wären. 10 Weitere Anhangangaben 10.1 Leasingverhältnisse Zu den Rechnungslegungsmethoden wird auf Anhangangabe 12.2.16 verwiesen. Leasingverhältnisse als Leasingnehmer Der Konzern mietet verschiedene Bürogebäude, Fahrzeuge und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen von Bürogebäuden beträgt typischerweise zwischen einem und zehn Jahren. Bei vier Bürogebäuden besteht die Option, die Leasingvereinbarung nach diesem Zeitraum zu verlängern (zwischen 4 und 14 Jahren). Sobald IDnow die Ausübung einer Verlängerungsoption als hinreichend sicher einstuft, wird diese Option bereits in der Berechnung der jeweiligen Leasingverbindlichkeit berücksichtigt. Der Konzern mietet Geschäfts- und Betriebsausstattung mit vertraglichen Laufzeiten zwischen einem Jahr und drei Jahren. Diese Leasingvereinbarungen sind entweder kurzfristig oder (bzw. und) ihnen liegen Gegenstände von geringem Wert zugrunde. Demzufolge hat IDnow beschlossen, für diese Leasingvereinbarungen weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten zu erfassen. Informationen über Leasingverhältnisse, in denen der Konzern Leasingnehmer ist, werden nachfolgend dargestellt. Nutzungsrechte Nutzungsrechte im Zusammenhang mit gemieteten Immobilien, die nicht die Definition von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfüllen, werden als Sachanlagen dargestellt (siehe Anhangangabe 12.2.16).
Zugänge an Nutzungsrechten
Leasingverbindlichkeiten Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten die folgenden Positionen:
In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Beträge
In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge
Verlängerungsoptionen Sämtliche Leasingverträgen, welche eine Verlängerungsoption beinhalten, werden von IDnow als hinreichend sicher eingestuft. Folglich werden die zukünftigen Leasingzahlungen bereits in der Bewertung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigt. 10.2 Nahestehende Unternehmen und Personen 10.2.1 Tochterunternehmen Die Anteile an Tochterunternehmen können Anhangangabe 9.1 entnommen werden. 10.2.2 Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfassen die Geschäftsführung und den Beirat der IDnow GmbH (zur Zusammensetzung wird auf Anhangangabe 11.4 und Anhangangabe 11.5 verwiesen). Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfasst:
Auf die Angaben der Organbezüge wird gemäß § 286 (4) HGB verzichtet. Auf den Beirat entfallen im Geschäftsjahr anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 217 (2021: TEUR 83). Guillaume Despagne war während des Geschäftsjahres auch Geschäftsführer der ARIADNEXT SAS und wurde nur durch die Konzerngesellschaft vergütet. Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer oder einen Geschäftsführer und die Prokuristin vertreten. Der Beirat erhielt im Geschäftsjahr keine Vergütung. Die kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten u.a. Lohn- und Gehaltszahlungen. Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen beinhalten virtuelle Geschäftsanteile die im Rahmen des Virtual Share Programs gewährt werden (siehe Anhangangabe 3.1). Gegenüber diesen nahestehenden Personen bestehen Verbindlichkeiten für Bonusverpflichtungen in Höhe von TEUR 706 (31. Dezember 2021: TEUR 318, 1. Januar 2021: TEUR 142 und Verbindlichkeiten für anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen in Höhe von TEUR 10.208 (31. Dezember 2021: TEUR 4.947, 1. Januar 2021: TEUR 3.103). 10.2.3 Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Die folgenden Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen fanden statt:
Im Januar und Februar 2021 wurden Wandelanleihen an bestehenden Anteilseigner ausgegeben. Der Emissionserlös betrug insgesamt TEUR 10.998. Die Wandelanleihen hatten eine Laufzeit bis zu fünf Monaten mit einer Option zur Umwandlung in eine fixe Anzahl an Anteilen. Die Verzinsung lag bei 0,1 %. Alle ausgegebenen Wandelanleihen wurden während des Geschäftsjahres 2021 in insgesamt 11.629 Stammaktien umgewandelt. 10.2.4 Ausstehende Salden aus Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen Zum Abschlussstichtag waren folgende Salden aus Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen ausstehend:
10.3 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Guillaume Despagne ist zum 8. Februar 2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Die IDnow GmbH als 100 %-ige Mutter der identity Trust Management GmbH, beabsichtigt die Verschmelzung der identity Trust Management GmbH durch Aufnahme in die IDnow GmbH rückwirkend zum 01. Januar 2023. Die Verschmelzung wurde am 06. April 2023 im Registergericht eingetragen. Im Rahmen der Finanzierung durch BlackRock wurden bestimmte Meilensteine festgelegt. Eines dieser Meilensteine bestand darin, die rechtliche Struktur der IDnow-Gruppe zu aktualisieren, um eine Holding Struktur zu schaffen, die zur Größe und Komplexität der IDnow GmbH passt. Im Zuge dieses "Hive-Downs" wurde die IDnow NewCo GmbH am 17. Februar 2023 gegründet. Die Betreibergesellschaft (IDnow NewCo GmbH) wird eine Tochtergesellschaft der Holding (IDnow GmbH alt). Die Aufspaltung der IDnow GmbH hat keine Auswirkungen auf die heutigen Tochtergesellschaften. Die Tochtergesellschaften bleiben Teil der IDnow-Gruppe. Die Restrukturierung der IDnow Group wurde am 27. Juni 2023 in das Handelsregister eingetragen. Die Gesellschafterversammlung vom 27. April 2023 hat eine Erhöhung des Stammkapitals um EUR 10.399 beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 27. Juni 2023 in das Handelsregister eingetragen. 11 Pflichtangaben und ergänzende Angaben nach HGB 11.1 Mitarbeiteranzahl Während des Geschäftsjahrs vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 beschäftigte der Konzern durchschnittlich 570 Mitarbeiter (Vorjahr: 527). Die Aufteilung in operative und administrative Mitarbeiter ergibt sich aus der folgenden Tabelle:
11.2 Honorare des Abschlussprüfers Für die erbrachten Dienstleistungen von Abschlussprüfern sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
11.3 Inanspruchnahme von Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen Mit Einbeziehung in den Konzernabschluss der IDnow GmbH wurde von folgenden vollkonsolidierten verbundenen deutschen Unternehmen von der Regelung des § 264 Abs. 3 HGB, keinen Anhang und Lagebericht zu erstellen sowie auf die Offenlegung zu verzichten, Gebrauch gemacht:
11.4 Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsleitung gehören die folgenden Mitglieder an:
Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung und der Mitglieder des Beirats (siehe Anhangangabe 11.5) wird auf Anhangangabe 10.2.2 verwiesen. 11.5 Mitglieder des Beirats Dem Beirat gehören die folgenden Mitglieder an:
11.6 Sonstiges Dieser Konzernabschluss bildet den größten und kleinsten Konsolidierungskreis der Gesellschaft. 12 Rechnungslegungsmethoden 12.1 Bewertungsgrundlagen 12.1.1 Bewertung zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten und Verbindlichkeiten aus anteilsbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich mit jeweils abweichenden Bewertungsgrundlagen an den jeweiligen Abschlussstichtagen. 12.1.2 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern, soweit möglich, am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Der Konzern beauftragte externe und unabhängige Bewertungsexperten mit der Ermittlung der wesentlichen beizulegenden Zeitwerte, einschließlich der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3, und prüft die von Dritten erlangten Nachweise und Schlussfolgerungen. Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in den folgenden Anhangangaben enthalten:
12.2 Wesentliche Rechnungslegungsmethoden Der Konzern hat die nachstehenden Rechnungslegungsmethoden auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewendet, es sei denn, es ist anders angegeben (siehe auch Anhangangabe 5). Die folgenden Seiten enthalten Einzelheiten zu den im nachstehenden Inhaltsverzeichnis aufgeführten wesentlichen Rechnungslegungsmethoden. 12.2.1 Konsolidierungsgrundsätze Unternehmenszusammenschlüsse Der Konzern bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode, wenn die erworbene Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten die Definition eines Geschäftsbetriebs erfüllt und der Konzern Beherrschung erlangt hat. Bei der Bestimmung, ob es sich bei einer bestimmten Gruppe von Aktivitäten und Vermögenswerten um einen Geschäftsbetrieb handelt, beurteilt der Konzern, ob die Gruppe der erworbenen Vermögenswerte und Aktivitäten mindestens einen Ressourceneinsatz und ein substanzielles Verfahren umfasst und ob die erworbene Gruppe in der Lage ist, Leistungen zu erstellen. Die bei dem Erwerb übertragene Gegenleistung und die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein aus der Transaktion entstehender Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft. Ein etwaiger Gewinn aus dem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten werden als Aufwand erfasst, wenn sie anfallen. Tochterunternehmen Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet. Bei der Konsolidierung eliminierte Geschäftsvorfälle Konzerninterne Salden und Geschäftsvorfälle und alle nicht realisierten Erträge und Aufwendungen (außer Aufwendungen und Erträge aus Fremdwährungstransaktionen) aus konzerninternen Geschäftsvorfällen werden bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen mit Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, werden gegen die Beteiligung in Höhe des Anteils des Konzerns an dem Beteiligungsunternehmen ausgebucht. Nicht realisierte Verluste werden auf die gleiche Weise eliminiert wie nicht realisierte Gewinne, jedoch nur, falls es keinen Hinweis auf eine Wertminderung gibt. 12.2.2 Fremdwährung Geschäftsvorfälle in Fremdwährung Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden zum Kassakurs am Tag der Transaktion in die entsprechende funktionale Währung der Konzernunternehmen umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die am Abschlussstichtag auf eine Fremdwährung lauten, werden zum Stichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die mit dem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden zu dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des Zeitwertes gültig ist. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Wechselkurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust der Periode erfasst und innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Ausländische Geschäftsbetriebe Vermögenswerte und Schulden aus ausländischen Geschäftsbetrieben, einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes und der Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert, die beim Erwerb entstanden sind, werden mit dem Stichtagskurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Erträge und Aufwendungen aus den ausländischen Geschäftsbetrieben werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des jeweiligen Geschäftsvorfalls umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Währungsumrechnungsrücklage im Eigenkapital ausgewiesen, soweit die Währungsumrechnungsdifferenz nicht den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesen ist. Bei einem vollständigen oder teilweisen Abgang eines ausländischen Geschäftsbetriebs, der zum Verlust der Beherrschung, des maßgeblichen Einflusses oder der gemeinschaftlichen Führung führt, wird der in Zusammenhang mit diesem ausländischen Geschäftsbetrieb bis zu diesem Zeitpunkt kumuliert in der Währungsumrechnungsrücklage erfasste Betrag in den Gewinn oder Verlust als Teil des Abgangserfolgs umgegliedert. Bei nur teilweisem Abgang, ohne Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens, das einen ausländischen Geschäftsbetrieb umfasst, wird der entsprechende Teil der kumulierten Umrechnungsdifferenz den nicht beherrschenden Anteilen zugeordnet. Wenn der Konzern ein assoziiertes oder Gemeinschaftsunternehmen, das einen ausländischen Geschäftsbetrieb umfasst, nur teilweise veräußert, jedoch der maßgebliche Einfluss bzw. die gemeinschaftliche Führung erhalten bleibt, wird der entsprechende Anteil der kumulierten Währungsumrechnungsdifferenz in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. 12.2.3 Erlöse aus Verträgen mit Kunden Informationen zu den Rechnungslegungsmethoden des Konzerns für Verträge mit Kunden sind in Anhangangabe 2.1 enthalten. 12.2.4 Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen Die Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen des Konzerns umfassen:
Zinserträge und -aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode im Gewinn oder Verlust erfasst. Der Effektivzinssatz ist jener Zinssatz, der exakt die geschätzten künftigen Zahlungsaus oder eingänge während der voraussichtlichen Lebensdauer des Finanzinstruments
abzinst. Bei der Berechnung der Zinserträge und -aufwendungen wird der Effektivzinssatz auf den Bruttobuchwert des Vermögenswertes (wenn dieser nicht in der Bonität beeinträchtigt ist) oder auf den Restbuchwert der Verbindlichkeit angewendet. 12.2.5 Leistungen an Arbeitnehmer Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Verpflichtungen aus kurzfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Eine Schuld ist für den erwartungsgemäß zu zahlenden Betrag zu erfassen, wenn der Konzern gegenwärtig eine rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, diesen Betrag aufgrund einer vom Arbeitnehmer erbrachten Arbeitsleistung zu zahlen und die Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen Der beizulegende Zeitwert des Betrags, der an die Arbeitnehmer im Hinblick auf Wertsteigerungsrechte zu zahlen ist, die bar beglichen werden, wird als Aufwand mit einer entsprechenden Erhöhung der Schulden über den Zeitraum erfasst, in dem die Arbeitnehmer einen uneingeschränkten Anspruch auf diese Zahlungen erwerben. Die Schuld wird an jedem Abschlussstichtag sowie am Erfüllungstag basierend auf dem beilzulegenden Zeitwert der Wertsteigerungsrechte neu bewertet. Alle Änderungen der Schuld werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Beitragsorientierte Pläne Verpflichtungen für Beiträge zu beitragsorientierten Plänen werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Vorausgezahlte Beiträge werden als Vermögenswert erfasst, soweit ein Anrecht auf Rückerstattung oder Verringerung künftiger Zahlungen entsteht. Leistungsorientierte Pläne Die Nettoverpflichtung des Konzerns im Hinblick auf leistungsorientierte Pläne wird für jeden Plan separat berechnet, indem die künftigen Leistungen geschätzt werden, welche die Arbeitnehmer in der laufenden Periode und in früheren Perioden erdient haben. Dieser Betrag wird abgezinst. Die Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen wird jährlich von einem anerkannten Versicherungsmathematiker nach der Methode der laufenden Einmalprämien durchgeführt. Resultiert aus der Berechnung ein potenzieller Vermögenswert für den Konzern, ist der erfasste Vermögenswert auf den Barwert eines wirtschaftlichen Nutzens in Form etwaiger künftiger Rückerstattungen aus dem Plan oder Minderungen künftiger Beitragszahlungen an den Plan begrenzt. Zur Berechnung des Barwertes eines wirtschaftlichen Nutzens werden etwaig geltende Mindestdotierungsverpflichtungen berücksichtigt. Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Neubewertung umfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen (ohne Zinsen) und die Auswirkung der etwaigen Vermögensobergrenze (ohne Zinsen). Der Konzern ermittelt die Nettozinsaufwendungen (Erträge) auf die Nettoschuld (den Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen für die Berichtsperiode mittels Anwendung des Abzinsungssatzes, der für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung zu Beginn der jährlichen Berichtsperiode verwendet wurde. Dieser Abzinsungssatz wird auf die Nettoschuld (den Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zu diesem Zeitpunkt angewendet. Dabei werden etwaige Änderungen berücksichtigt, die infolge der Beitrags- und Leistungszahlungen im Verlauf der Berichtsperiode bei der Nettoschuld (dem Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen eintreten. Nettozinsaufwendungen und andere Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne werden im Gewinn oder Verlust erfasst. 12.2.6 Ertragsteuern Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind. Tatsächliche Steuern Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung steuerlicher Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Tatsächliche Steueransprüche und -schulden werden nur unter bestimmten Bedingungen saldiert. Latente Steuern Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche Zwecke erfasst. Latente Steuern werden nicht erfasst für
Temporäre Differenzen in Bezug auf ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit für ein bestimmtes Leasingverhältnis werden zum Zwecke der Erfassung latenter Steuern zusammengefasst (das Leasingverhältnis) betrachtet. Ein latenter Steueranspruch wird für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, noch nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, für die sie genutzt werden können. Zukünftig zu versteuernde Gewinne werden auf Basis der Umkehr zu versteuernder temporärer Differenzen ermittelt. Sollte der Betrag nicht ausreichen, um latente Steueransprüche vollständig zu aktivieren, werden die zukünftig zu versteuernden Gewinne - unter Berücksichtigung der Umkehr temporärer Differenzen - auf Basis der individuellen Geschäftspläne der Tochterunternehmen ermittelt. Latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden wird; Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn sich die Wahrscheinlichkeit zukünftig zu versteuernder Ergebnisse verbessert. Die Bewertung latenter Steuern spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Erwartung des Konzerns im Hinblick auf die Art und Weise der Realisierung der Buchwerte seiner Vermögenswerte bzw. der Erfüllung seiner Schulden zum Abschlussstichtag ergeben. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. 12.2.7 Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert Erfassung und Bewertung Geschäfts- oder Firmenwert Der im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Forschung und Entwicklung Ausgaben für Forschungstätigkeiten werden im Gewinn oder Verlust erfasst, wenn sie anfallen. Entwicklungsausgaben werden nur aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt sowie über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Sonstige Entwicklungsausgaben werden im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald sie anfallen. Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte, die vom Konzern erworben werden und begrenzte Nutzungsdauern haben, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Abschreibung Immaterielle Vermögenswerte werden über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Geringwertige immaterielle Vermögenswerte mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die geschätzten Nutzungsdauern betragen:
Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. 12.2.8 Sachanlagen Erfassung und Bewertung Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Jeder Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Sachanlage wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Abschreibung Die Abschreibung wird berechnet, um die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen abzüglich ihrer geschätzten Restwerte linear über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauern abzuschreiben. Geringwertige Vermögenswerte mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Abschreibung wird grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die geschätzten Nutzungsdauern für das laufende Jahr und Vergleichsjahre von bedeutenden Sachanlagen betragen:
Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. 12.2.9 Fremdkapitalkosten Allgemeine und spezifische Fremdkapitalkosten, die unmittelbar im Zusammenhang mit dem Erwerb, der Errichtung oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts stehen, werden in dem Zeitraum aktiviert, der erforderlich ist, um den Vermögenswert fertigzustellen und für dessen beabsichtigte Nutzung oder Verkauf vorzubereiten. Qualifizierte Vermögenswerte sind Vermögenswerte, für die notwendigerweise ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, bis sie zu ihrer beabsichtigten Nutzung oder zum Verkauf fertiggestellt sind. Die sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. 12.2.10 Wertminderung Nicht finanzielle Vermögenswerte Die Buchwerte der nicht finanziellen Vermögenswerte des Konzerns - mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen - werden an jedem Abschlussstichtag überprüft, um festzustellen, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt. Ist dies der Fall, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt. Der Geschäfts- oder Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung überprüft. Um zu prüfen, ob eine Wertminderung vorliegt, werden Vermögenswerte in der kleinsten Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen, die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder ZGEs sind. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, wird den ZGEs oder Gruppen von ZGEs zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer ZGE ist der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Abgangskosten. Bei der Beurteilung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Cashflows auf ihren Barwert abgezinst, wobei ein Abzinsungssatz vor Steuern verwendet wird, der gegenwärtige Marktbewertungen des Zinseffekts und die speziellen Risiken eines Vermögenswertes oder einer ZGE widerspiegelt. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer ZGE seinen/ihren erzielbaren Betrag übersteigt. Wertminderungsaufwendungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Wertminderungen, die im Hinblick auf ZGEs erfasst werden, werden zuerst einem etwaigen der ZGE zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet und dann den Buchwerten der anderen Vermögenswerte der ZGE (Gruppe von ZGEs) auf anteiliger Basis zugeordnet. Ein Wertminderungsaufwand im Hinblick auf den Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht aufgeholt. Bei anderen Vermögenswerten wird ein Wertminderungsaufwand nur insofern aufgeholt, als der Buchwert des Vermögenswertes den Buchwert nicht übersteigt, der abzüglich der Abschreibungen oder Amortisationen bestimmt worden wäre, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. 12.2.11 Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden so lange nicht erfasst, bis eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass der Konzern die dazugehörigen Bedingungen, die mit den Zuwendungen in Verbindung stehen, erfüllen wird und die Zuwendungen auch gewährt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand sind planmäßig in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen, und zwar im Verlauf der Perioden, in denen der Konzern die entsprechenden Aufwendungen, die die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, als Aufwendungen ansetzt. Konkret werden Zuwendungen der öffentlichen Hand, deren wichtigste Bedingung der Kauf, der Bau oder die sonstige Anschaffung langfristiger Vermögenswerte (einschließlich Sachanlagen) ist, als Abgrenzungsposten in der Bilanz erfasst und auf einer systematischen und vernünftigen Grundlage erfolgswirksam über die Laufzeit des entsprechenden Vermögenswertes erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die als Ausgleich für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zur sofortigen finanziellen Unterstützung ohne künftig damit verbundenen Aufwand gezahlt werden, werden in der Periode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht. 12.2.12 Rückstellungen Die Höhe der Rückstellungen wird ermittelt, indem die erwarteten künftigen Cashflows mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst werden, der die aktuellen Markterwartungen im Hinblick auf den Zinseffekt sowie die für die Schuld spezifischen Risiken widerspiegelt. Die Aufzinsung wird als Finanzierungsaufwand dargestellt. 12.2.13 Finanzinstrumente Ansatz und erstmalige Bewertung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ausgegebene Schuldinstrumente werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird. Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht zu FVTPL bewertet wird, werden die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb bzw. ihrer Ausgabe zurechenbar sind, hinzugerechnet bzw. abgezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. Klassifizierung und Folgebewertung Finanzielle Vermögenswerte Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:
Alle derivativen finanziellen Vermögenswerte werden zu FVTPL eingestuft und bewertet. Weitere unter IFRS 9 mögliche Klassifizierungsmethoden für finanzielle Vermögenswerte werden in den Berichtsperioden derzeit nicht genutzt. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung des Geschäftsmodells Der Konzern trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:
Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten an fremde Dritte durch Übertragungen, die nicht zur Ausbuchung führen, sind in Einklang damit, dass der Konzern die Vermögenswerte weiterhin bilanziert, für diesen Zweck keine Verkäufe. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind Für Zwecke dieser Einschätzung ist der "Kapitalbetrag" definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und eine Gewinnmarge. Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern beim Zugang des Finanzinstruments die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt der Konzern
Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages enthalten sein kann. Zusätzlich wird eine Bedingung für einen finanziellen Vermögenswert, der gegen einen Auf- oder Abschlag gegenüber dem vertraglichen Nennbetrag erworben worden ist, die es erlaubt oder erfordert, eine vorzeitige Rückzahlung zu einem Betrag, der im Wesentlichen den vertraglichen Nennbetrag plus aufgelaufener (jedoch nicht gezahlter) Vertragszinsen (die ein angemessenes Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages beinhalten können) darstellt, zu leisten, als im Einklang mit dem Kriterium behandelt, sofern der beizulegende Zeitwert der vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit zu Beginn nicht signifikant ist. Finanzielle Vermögenswerte - Folgebewertung sowie Gewinne und Verluste Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten - Klassifizierung, Folgebewertung und Gewinne und Verluste Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) eingestuft und bewertet. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird zu FVTPL eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, ein Derivat ist oder beim Erstansatz als ein solches designiert wird. Finanzielle Verbindlichkeiten zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne oder -verluste, einschließlich Zinsaufwendungen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst. Zusammengesetzte Finanzinstrumente Durch den Konzern emittierte zusammengesetzte Finanzinstrumente umfassen Wandelanleihen in Euro, welche nach Wahl des Inhabers in Eigenkapitalanteile umgewandelt werden können, soweit die Zahl der auszugebenden Aktien festgelegt ist und sich nicht durch Änderungen des beizulegenden Zeitwertes ändert. Die Fremdkapitalkomponente des zusammengesetzten Finanzinstruments wird beim erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert einer ähnlichen Verbindlichkeit, die keine Option zur Umwandlung in Eigenkapital enthält, erfasst. Die Eigenkapitalkomponente wird beim erstmaligen Ansatz als Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert des zusammengesetzten Finanzinstruments und dem beizulegenden Zeitwert der Fremdkapitalkomponente erfasst. Direkt zurechenbare Transaktionskosten sind im Verhältnis der Buchwerte von Fremd- und Eigenkapitalkomponente des Finanzinstruments zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zuzuordnen. Im Rahmen der Folgebewertung wird die Fremdkapitalkomponente des zusammengesetzten Finanzinstruments zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Eigenkapitalkomponente des zusammengesetzten Finanzinstruments wird mit dem beim erstmaligen Ansatz erfassten Wert fortgeführt. Zinsen in Verbindung mit der finanziellen Verbindlichkeit werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Bei Umwandlung am Fälligkeitsdatum wird die finanzielle Verbindlichkeit in das Eigenkapital umgebucht, ohne dabei den Gewinn oder Verlust zu berühren. Ausbuchung Finanzielle Vermögenswerte IDnow bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn
Finanzielle Verbindlichkeiten Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der Konzern bucht des Weiteren eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn dessen Vertragsbedingungen geändert werden und die Zahlungsströme der angepassten Verbindlichkeit signifikant anders sind. In diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit basierend auf den angepassten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt (einschließlich übertragener unbarer Vermögenswerte oder übernommener Verbindlichkeiten) im Gewinn oder Verlust erfasst. 12.2.14 Derivative Finanzinstrumente Der Konzern hält derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken und im Rahmen von emittierten Bezugsrechten auf eigene Aktien (Warrants). Eingebettete Derivate (z.B. Kündigungsoption) werden unter bestimmten Voraussetzungen vom Basisvertrag getrennt und separat bilanziert. Derivate werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden Derivate mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Sich daraus ergebende Änderungen werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst. 12.2.15 Zahlungsmittel Barmittel und Bankguthaben in der Bilanz umfassen Barbestände, auf Abruf zur Verfügung stehende Bankguthaben. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung umfassen die die oben definierten Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Kontokorrentkredite, die auf Verlangen rückzahlbar sind und einen integralen Bestandteil des Cash-Managements des Konzerns bilden. Solche Kontokorrentkredite werden in der Bilanz als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. 12.2.16 Leasingverhältnisse Bei Vertragsbeginn beurteilt der Konzern, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Leasingnehmer Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf. Für Immobilien-Leasingverträge hat der Konzern jedoch beschlossen, von einer Trennung der Nicht-Leasingkomponenten abzusehen und stattdessen Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren. Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize. Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass der Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesen Fällen wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst. Erstmalig wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, abgezinst mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns. Normalerweise nutzt der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz. Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der Konzern Zinssätze von verschiedenen externen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen und die Art des Vermögenswertes zu berücksichtigen. Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen
Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-)Satzänderung verändern, wenn der Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechtes auf Null verringert hat. In der Bilanz weist der Konzern Nutzungsrechte, die nicht die Definition einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie erfüllen, in den Sachanlagen und Leasingverbindlichkeiten in den anderen finanziellen Verbindlichkeiten aus. Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen Der Konzern hat beschlossen, Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, sowie für kurzfristige Leasingverhältnisse, einschließlich IT-Ausstattung, nicht anzusetzen. Der Konzern erfasst die mit diesen Leasingverhältnissen in Zusammenhang stehenden Leasingzahlungen über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Aufwand. 12.3 Neue Standards und Standardänderungen 12.3.1 Anwendung neuer Standards und Interpretationen Die folgenden Standards, Änderungen und Interpretationen gelten erstmalig im Jahr 2022, hatten jedoch keinen Einfluss oder keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der IDnow: Standards/Interpretationen/Änderungen
12.3.2 Neue noch nicht übernommene Standards und Interpretation Die folgenden vom IASB veröffentlichten Standards und Interpretationen sind noch nicht verpflichtend, da das Datum der erstmaligen verpflichtenden Anwendung noch nicht erreicht ist; die IDnow Group wendet diese auch nicht vorzeitig an.
13 Genehmigung des Konzernabschlusses Der vorliegende IFRS-Konzernabschluss wurde durch die Geschäftsführung am 28. Juli 2023 genehmigt und für die Veröffentlichung freigegeben.
München, 28. Juli 2023 Andreas Bodczek, Chief Executive Officer Joseph Lichtenberger, Chief Financial Officer Armin Bauer, Chief Technical Officer Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Informationen Einige der im Lagebericht enthaltenen Angaben, einschließlich Aussagen zu künftigen Umsatzerlösen, Kosten und Investitionsausgaben sowie zu möglichen Veränderungen in Branche oder zu den Wettbewerbsbedingungen und der Finanzlage, enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung der IDnow Group beruhen. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Solche Aussagen schließen auch die Aussagen ein, die in den Kapiteln Prognosebericht und Risiko- und Chancenbericht beschrieben sind. I. Grundlagen des Konzerns Im Geschäftsjahr 2022 erstellt die IDnow GmbH einen Konzernlagebericht für die Gruppe (im Folgenden auch "IDnow Group", "IDnow"). Die IDnow GmbH bündelt als Muttergesellschaft wesentliche Finanzierungsaufgaben sowie andere Management-Aufgaben, sodass die Chancen und Risiken der IDnow GmbH und der IDnow Group weitestgehend identisch sind. A. Geschäftsmodell des Konzerns Die IDnow GmbH, mit Sitz in München, ist die Muttergesellschaft der IDnow Group. Der Konsolidierungskreis umfasst die Muttergesellschaft IDnow GmbH, München, sowie die folgenden Tochtergesellschaften:
Die IDnow Expansion GmbH, München, wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung und unter der Berücksichtigung von Wesentlichkeitsaspekten nicht in den Konsolidierungskreis und Konzernabschluss nach IFRS miteinbezogen. Das Geschäftsmodell der IDnow Group umfasst die Entwicklung und den Betrieb einer technikbasierten Software für die Verifikation von Identitäten. Der Fokus liegt hierbei darauf, die Effizienz der Anmeldeprozesse und die Datenqualität der Kunden zu erhöhen. Das Leistungsspektrum der Software deckt alle gängigen Kernprozesse der Identitätsverifikation ab, darunter insbesondere die videobasierte Identifizierung, die qualifizierte elektronische Unterschrift und die automatisierte Identifikation, und ist damit eine ganzheitliche Komplettlösung. Grundsätzlich tritt die IDnow Group nach außen unter den Marken IDnow und Ariadnext in Erscheinung und schließt mit Kunden Verträge für die Nutzung der Software zur Verifikation der Kunden (Verification-as-a-Service; VaaS) ab. Die Kunden können dabei zwischen verschiedenen Paketen mit unterschiedlichen Umfängen an Funktionalitäten und unterschiedlicher Laufzeit wählen. Neben den verschiedenen Identitätsverifikationsverfahren, bietet IDnow sogenannte Full-Service Leistungen an; in diesem Fall übernimmt IDnow den kompletten Verifikationsprozess inklusive der Datenprüfung durch IDnow Identifikations-Spezialisten in Ergänzung zur technikgestützten Prüfung, welche in bestimmen Anwendungsfällen aufgrund von regulatorischen Anforderungen in diesem Umfang durchzuführen sind. Neben den Full-Service Lösungen bietet IDnow auch ein Produkt mit dem Namen "SaaS" an. In diesen Fällen stellt IDnow die Integration, Instandhaltung und Optimierung der Softwareanwendung zur Verfügung; die Verifikationsprozesse werden jedoch eigenständig durch Identifikations-Spezialisten des Kunden durchgeführt. Des Weiteren stehen den Kunden Dienstleistungen wie Account Management, die initiale Implementierung der Software und die laufende Unterstützung bei der Optimierung der Prozesse zur Verfügung. Das Kundenportfolio von IDnow ist auf Unternehmenskunden fokussiert und erstreckt sich über eine Vielzahl von Branchen, etwa Finanzsektor, Mobilität, Telekommunikation und Versicherungen. Um die Erschließung weiterer internationaler Märkte voranzutreiben, erfolgten in den Vorjahren weitere Gesellschaftsgründungen unter anderem in Großbritannien (IDnow UK Limited) und in den Vereinigten Arabischen Emiraten (IDnow Middle East Limited). Neben den Neugründungen wurden neue Märkte auch strategisch durch weitere Unternehmensakquisitionen erschlossen. Hierbei stellte die Akquisition der ARIADNEXT S.A.S., Cesson-Sevigne, Frankreich, im Geschäftsjahr 2021 einen weiteren Meilenstein dar. Des Weiteren wurde die identity Trust Management GmbH im Geschäftsjahr 2021 erworben. Die Geschäftstätigkeiten der Tochtergesellschaften ARIADNEXT S.A.S. und identity Trust Management GmbH ergänzen die IDnow GmbH im Bereich der KYC-Identifizierungen. Die IDnow Services GmbH und ARIADNEXT RO S.R.L. unterstützen den operativen Bereich, wohingegen die IDnow UK Limited und die IDnow Middle East Limited im Bereich Sales Support tätig sind. B. Aktivitäten im Rahmen der Entwicklungstätigkeit Innerhalb der IDnow Group investieren die IDnow GmbH, ARIADNEXT S.A.S. und identity Trust Management GmbH in Forschung und Entwicklung und damit in die Weiterentwicklung der Produkte. Mit insgesamt 31% des im Geschäftsjahr erzielten Umsatzes und einem Betrag in Höhe von TEUR 20.823 steigerte die Gruppe ihre Investitionen in Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten um ca. 72 % im Vergleich zum Vorjahr. Gegenstand der Entwicklungstätigkeit im vergangenen Jahr 2022 waren dabei insbesondere die Verbesserung bestehender Produkte, die Neuentwicklung weiterer Verifikationsverfahren, die Optimierung der Benutzerfreundlichkeit des Produkts sowie der Ausbau der Infrastruktur für weiteres Wachstum. C. Unternehmensinternes Steuerungssystem Die Geschäftsführung der IDnow GmbH steuert die Gruppe, gibt strategische Entwicklungen vor und trifft Entscheidungen zusammen mit den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften. Die Überwachung der Zielerreichung und Steuerung basiert auf kurz-, mittel- und langfristigen Planungen, welche auf Basis der Vorjahreswerte und sich verändernder Marktbedingungen angepasst werden. Die Konzernjahresplanung wird ergänzt durch einen Forecast Prozess. Erfolgskontrollen zu den Budgetgrößen werden monatlich überwacht. Zu den finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der Geschäftssegmente der Gruppe zählen die Umsatzerlöse und das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern). II. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die globale gesamtwirtschaftliche Situation hat sich im Berichtszeitraum 2022 verschlechtert. Die Weltkonjunktur hat sich auf breiter Front und stärker als erwartet verlangsamt, und die Inflation hat Höchstwerte, wie seit Jahrzehnten nicht mehr erreicht. Die Lebenshaltungskostenkrise, die Verschärfung der finanziellen Bedingungen in den meisten Regionen, der Einmarsch Russlands in der Ukraine und die anhaltende COVID-19-Pandemie stellten erheblich Belastungen dar. Das globale Wachstum wird sich voraussichtlich von 6,0 % im Jahr 2021 auf 3,2 % im Jahr 2022 und 2,7 % im Jahr 2023 abschwächen. Dies ist das schwächste Wachstumsprofil seit 2001, abgesehen von der globalen Finanzkrise und der akuten Phase der COVID-19-Pandemie. Die globale Inflation wird voraussichtlich von 4,7 % im Jahr 2021 auf 8,8 % im Jahr 2022 ansteigen, dann aber auf 6,5 % im Jahr 2023 und auf 4,1 % im Jahr 2024 zurückgehen. 1 2 B. Geschäftsverlauf des Konzerns Für die IDnow Group ergaben sich Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 67.193 (Vorjahr: TEUR 45.125). Das Umsatzwachstum von 49 % im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Umsatzanstieg bei der IDnow GmbH (66 % der Umsatzerlöse des Konzerns), der ARIADNEXT S.A.S. (23 % der Umsatzerlöse des Konzerns) sowie der identity Trust Management GmbH (13 % der Umsatzerlöse des Konzerns) zurückzuführen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Umsatzanstieg der ARIADNEXT S.A.S. und der identity Trust Management GmbH aufgrund der unterjährigen Akquisitionen im Februar und Juli 2021 nur anteilig in den Umsatzerlösen des Vorjahres enthalten sind. Die Steigerung der Umsatzerlöse ist somit leicht hinter den Erwartungen des Managements.
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https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2022/10/11/world-economic-outlook-october-2022
Die Entwicklung des EBITDA auf Konzernebene war durch den Ukrainekrieg und die Corona Pandemie beeinflusst und sank im Vergleich zum Vorjahr um 65 % auf TEUR -30.176 (Vorjahr: TEUR -18.297). Das EBITDA wurde wie folgt berechnet:
Das EBITDA der IDnow GmbH beträgt im Jahr 2022 TEUR -28.609 (Vorjahr: TEUR 14.186), das der ARIADNEXT S.A.S. TEUR 50 (Vorjahr: TEUR -3.303) und die iTM trägt TEUR - 355 (Vorjahr: TEUR -764) negatives EBITDA auf Gruppenebene bei. Das EBITDA im Konzern bewegte sich damit hinter den Erwartungen des Managements, die allerdings auch ein negatives EBITDA auf Konzerneben prognostizierten. C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns C.1 Ertragslage des Konzerns Die nachfolgenden Erläuterungen sind im Zusammenhang mit dem Abschluss des IDnow Konzerns zu sehen. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung der IDnow Group gibt einen vollständigen Überblick für 2022. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Konzernumsatzerlöse in Höhe von TEUR 67.193 (Vorjahr: TEUR 45.125) erzielt, die damit den Vorjahreswert um 49 % übertrafen. Das Umsatzwachstum ist im Wesentlichen auf eine gesteigerte Anzahl von Neukunden und eine Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Kunden in der D-A-CH Region sowie in Frankreich zurückzuführen. Hier konnte vor allem bei den Produkten API (Umsatzerlöse aus Produkten der französischen Gesellschaft) um TEUR 11.118 auf TEUR 14.282, Automated (Umsatzerlöse aus KI-basierten AutoIdent Produkten) um TEUR 6.681 auf TEUR 9.421 sowie Agent-assisted (Videolent Umsatzerlöse durch Agenten gestützte Identitätsverifikationsverfahren) mit TEUR 3.747 auf TEUR 36.426 ein Anstieg verzeichnet werden. Die Umsatzkosten belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 24.593 (Vorjahr: TEUR 20.564) und haben sich somit mit einem Anstieg von 20 % unterproportional zum Umsatzanstieg in Höhe von 49 % entwickelt. Grund hierfür ist im Wesentlichen die Neuausrichtung der bezogenen Leistungen von externen Partnern. Die weiteren Funktionskosten belaufen sich im Berichtsjahr auf insgesamt TEUR 77.623 (Vorjahr: TEUR 46.071) und sind damit um 67 % gestiegen. Die Marketing- und Vertriebskosten sind um 68 % auf TEUR 17.917 (Vorjahr: TEUR 10.677), die Forschungs- und Entwicklungskosten um 72 % auf TEUR 20.823 (Vorjahr: TEUR 12.130), die Verwaltungskosten um 82 % auf TEUR 33.429 (Vorjahr: TEUR 18.357) und die Service- und Betriebskosten um 11 % auf TEUR 5.454 (Vorjahr: TEUR 4.907) gestiegen. Der Anstieg der verschiedenen Kostenarten resultiert jeweils überwiegend aus dem Anstieg des Personalaufwandes und der Fremdleistungskosten. Dies ist auf das generelle Wachstum der Gruppe zurückzuführen. Um die Wachstumspläne umzusetzen, hat die Gruppe in den Aufbau von Personal und Freelancer investiert. Das Finanzergebnis des Konzerns ist von TEUR -2.088 auf TEUR -8.288 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Stichtagsbewertung der ausgegebenen Bezugsrechte an die Europäische Investitionsbank sowie den nach der Effektivzinsmethode ermittelten Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Darlehensaufnahmen im Geschäftsjahr. Folglich beträgt der Jahresfehlbetrag TEUR 43.150 und liegt damit um TEUR 19.333 deutlich unter dem Vorjahresfehlbetrag von TEUR 23.817 im Wesentlichen aufgrund der einmaligen Restrukturierungskosten sowie Aufwendungen für ein Projekt zur Refinanzierung. C.2 Vermögenslage des Konzerns Für die IDnow Group ergab sich eine Bilanzsumme in Höhe von TEUR 103.149 (Vorjahr: TEUR 101.242). Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die immateriellen Vermögenswerte, welche leicht von TEUR 59.152 auf TEUR 59.118 aufgrund von planmäßigen Abschreibungen gesunken sind. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 38.470 (Vorjahr: TEUR 38.787). Davon entfällt TEUR 5.807 auf den Geschäfts- oder Firmenwert für die am 26. Februar 2021 erworbene identity Trust Management GmbH. Des Weiteren entfallen TEUR 32.663 des Geschäfts- oder Firmenwerts auf die am 20. Juli 2021 erworbene Tochtergesellschaft ARIADNEXT S.A.S. (nachfolgend: Ariadnext). Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert bei beiden Transaktionen hauptsächlich aus den Marktanteilen sowie den erwarteten Synergien aus der Zusammenführung der Plattformen. Die selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte sind von TEUR 2.212 im Vorjahr auf TEUR 4.303 im aktuellen Geschäftsjahr aufgrund von Entwicklungsleistungen für neue Produkte gestiegen. Die kurzfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 16.927 (Vorjahr: TEUR 11.217), die aus den im Q4/2022 im Quartalsvergleich überdurchschnittlich gestiegenen Umsatzerlösen resultieren. Die Zahlungsmittel sind im Geschäftsjahr auf TEUR 13.278 (Vorjahr: TEUR 16.027) gesunken. Das Konzerneigenkapital beträgt TEUR -3.842 (Vorjahr: TEUR 39.195). Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus dem negativen Gesamtergebnis der Periode. Die langfristigen Schulden enthalten finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 45.274 (Vorjahr: TEUR 15.291). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme eines Venture Debts von BlackRock im Geschäftsjahr 2022. Die langfristigen Leistungen an Arbeitnehmer haben von TEUR 12.140 im Vorjahr auf TEUR 23.168 im aktuellen Geschäftsjahr aufgrund von im Geschäftsjahr neu ausgegebener virtueller Anteile und einer höheren Bewertung der Anteile in Folge eines gestiegenen Unternehmenswerte zugenommen. Der Anstieg der kurzfristigen Schulden um TEUR 5.176 von TEUR 23.041 im Vorjahr auf TEUR 28.217 im aktuellen Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie einem Anstieg der Rückstellungen. Die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.674 auf TEUR 7.920 ergibt sich im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen operativen Aufwendungen. Die Rückstellungen sind auf TEUR 2.823 (Vorjahr: TEUR 362) gestiegen was insbesondere auf den Ansatz von Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 2.351 zurückzuführen ist. C3. Finanzlage des Konzerns Grundsätzliches Ziel der Geschäftsführung ist die Sicherstellung der Liquidität der IDnow Group. Die ausstehenden Darlehen von Kreditinstituten zum 31. Dezember 2021 resultieren zum einen aus der Übernahme von Schulden der Ariadnext im Rahmen des Erwerbs mit einem Nennbetrag in Höhe von insgesamt TEUR 3.026. Der Nominalzinssatz betrug zwischen 0,55 % und 2,25 %. Die Darlehen waren ursprünglich in den Jahres 2022 bis 2026 fällig. Die Darlehen waren nicht besichert. Im Laufe der Geschäftsjahre 2021 und 2022 hat IDnow von der Europäischen Investitionsbank ein Darlehen in drei Tranchen mit einem Nominalbetrag von insgesamt TEUR 15.000 (2022: TEUR 4.000, 2021: TEUR 11.000) erhalten. Der Nominalzins für das Darlehen betrug 3,9 % - 4,9 %. Das Darlehen war ursprünglich in den Jahren 2026 und 2027 in voller Höhe fällig. Das Darlehen wurde durch Ausgabe von Optionsscheinen besichert. Während des Jahres 2022 wurden alle oben beschriebenen Darlehen frühzeitig getilgt und durch eine neue Finanzierung ersetzt. Im August 2022 hat IDnow GmbH einen Darlehensvertrag in Höhe von TEUR 60.000 unterzeichnet. Die erste Tranche in Höhe von TEUR 40.000 wurde im August 2022 an die Gesellschaft ausgezahlt. Ab dem Zeitpunkt der Auszahlung wird der Betrag mit dem 3-Monats-EURIBOR und einer Zinsmarge, die wiederum vom Verschuldungsgrad der Gesellschaft abhängig ist, verzinst. Sollte der 3-Monats-EURIBOR Zinssatz während der Laufzeit unter 0% fallen, wird der variable Anteil des Zinssatzes auf 0% begrenzt. Die Laufzeit des Darlehens beträgt sechs Jahre. Der Vertrag enthält die Anforderung, bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Bei Nichteinhaltung erhöht sich die Zinsvergütung für den Darlehensgeber. Das Darlehen ist die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Liquidität Cash-Flow aus der operativen Tätigkeit Die IDnow Group hat im Geschäftsjahr 2022 einen negativen Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von TEUR 19.980 erzielt (Vorjahr: TEUR 8.416). Ursächlich dafür ist die Expansionsstrategie, die zu höheren Auszahlungen für Verwaltung, Forschung- und Entwicklung sowie Marketing- und Vertriebskosten im Vergleich zum Vorjahr geführt hat und diese Auszahlungen aktuell die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit übersteigen. Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit Die IDnow Group hat im Geschäftsjahr 2022 einen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 3.963 erzielt (Vorjahr: TEUR 19.771). Dies ist insbesondere auf die Entwicklungskosten für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.943 zurückzuführen. Im Vorjahr waren Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis durch die Erwerbe der Ariadnext und identity Trust Management GmbH in Höhe von TEUR 16.562 enthalten. Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit Die IDnow Group hat im Geschäftsjahr 2022 einen Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 21.247 (Vorjahr: TEUR 38.790) erzielt. Im August 2022 wurde mit BlackRock Inc., New York City, New York/USA, ein Finanzierungsrahmen in Höhe von bis zu 60 Mio. EUR abgeschlossen. Im Jahr 2022 wurden seitens IDnow daraus finanzielle Mittel in Höhe von TEUR 40.000 abgerufen. Im Zuge dessen wurde das von der Europäischen Investitionsbank an die Muttergesellschaft ausgereichte Darlehen in Höhe von TEUR 15.000 sowie ein von Dritten an die französische Tochtergesellschaft ausgereichtes Darlehen vorzeitig getilgt. Die finanziellen Mittel des IDnow Konzerns belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 13.278 (Vorjahr: TEUR 16.027). Insgesamt war IDnow im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. D. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Mit dem Ziel, auch im Jahr 2022 weiteres Umsatzwachstum zu generieren, hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der IDnow Group trotz einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld im Vergleich zum Vorjahr erneut positiv entwickelt, was sich insbesondere in der Steigerung des Umsatzes um 49 % zeigt. Das Ergebnis entwickelte sich planmäßig negativ und beinhaltet darüber hinaus einmalige Belastungen aus einem Projekt zur Refinanzierung sowie Restrukturierung. Die Erwartungen der Geschäftsführung an die Entwicklung der IDnow im Jahr 2022 wurden aufgrund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umstände jedoch nicht vollends erfüllt. III. Chancen- und Risikobericht sowie Prognoseberichterstattung Dieser Bericht behandelt die Risiken, mit denen sich die IDnow Group im Geschäftsjahr 2022 bzw. zum Bilanzstichtag konfrontiert sah. A. Prognosebericht IDnow geht davon aus, dass der Markt für software-basierte Identitätsverifikation weiterhin wachsen wird und die Investitionsbereitschaft von Unternehmen aufgrund der möglichen Kosteneinsparungen hierfür weiterhin vorhanden sein wird, jedoch in einem deutlich geringeren Umfang. Des Weiteren wird im kommenden Geschäftsjahr mit einem langsameren Wirtschaftswachstum weltweit gerechnet, welches allerdings weiterhin negativ von dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine beeinflusst werden kann. Die Geschäftsführung geht von einem weiterhin geringeren Wachstumspotenzial für das Geschäftsjahr 2023 aus und hat bereits zum Ende des Jahres 2022 entsprechende Maßnahmen eingeleitet, hier wurde u. a. die Verteilung zwischen intern und extern bezogenen Dienstleistungen im Rahmen der Verifikationen neu ausgerichtet. Ziel dieser Maßnahmen ist es die laufenden Kosten zu verringern und das Unternehmen kosteneffizienter aufzustellen, um somit den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen 2023 flexibel entgegentreten zu können. Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Produktangebotes, der Weiterentwicklung unserer Marketing- und Vertriebsexpertise sowie der aktiven Bearbeitung anderer europäischer Märkte geht IDnow für das kommende Geschäftsjahr davon aus, erneut eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen zu können. Die Steigerung wird im niedrigen zweistelligen Bereich erwartet. Des Weiteren plant IDnow zum Ende des Jahres 2023 ein positives EBITDA Ergebnis auf Monatsbasis zu erzielen. Dennoch wird für das Gesamtjahr ein negatives EBITDA im höheren negativen einstelligen Millionenbereich erwartet. Dabei ist die Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds grundsätzlich zu berücksichtigen, allerdings sind zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung die konkreten Auswirkungen noch nicht in Gänze absehbar. B. Chancen-Risikobericht B.1 Risiko- und Chancenmanagementsystem Der Konzern verfügt über ein angemessenes System zur Risiko- und Chancensteuerung und Überwachung. Dieses System gewährleistet die Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Chancen und Risiken. Verantwortlich für die Chancen- und Risikosteuerung ist die Geschäftsführung. Regelmäßig und bei bedeutenden Geschäftsvorfällen wird eine Neueinschätzung der identifizierten Chancen und Risiken vorgenommen. Bei Bedarf werden Maßnahmen eingeleitet. Die Mitglieder der Geschäftsführung sind für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Diese Verantwortung bezieht sich auch auf alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements. Zentrale Überwachungs- und Kontrollfunktionen übernehmen außerdem die der Geschäftsführung organisatorisch zugeordneten Funktionen Compliance, Regulatorik, der IT-Sicherheitsbeauftragte, sowie der Datenschutzbeauftragte. B.2 Internes Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Der IDnow Konzern verfügt über ein der Größe und dem Wachstum angemessenes internes Kontrollsystem und setzt regelmäßig verschiedene geeignete Instrumente für das Risikomanagement im Controlling ein. Die Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems obliegt der Geschäftsführung. B.3 Chancen Die Entwicklung von IDnow in den abgelaufenen Geschäftsjahren hat gezeigt, dass der Markt für die Nutzung software-basierter Identitätsverifikationen im Zusammenhang mit verschiedenen regulatorischen Verpflichtungen und die damit einhergehende Digitalisierung und Verbesserung von Prozessen nach wie vor stark wachsend ist und IDnow in der Lage ist, diesen zur Zufriedenstellung der Kunden zu bedienen. Neben dem nach wie vor sehr großen Potenzial in Deutschland ergeben sich dabei kurz- bis mittelfristig weitere Wachstumsmöglichkeiten in weiteren europäischen und internationalen Regionen. Im Jahr 2022 hat IDnow dabei die Expansion in weitere Länder wie Frankreich und Großbritannien vorangetrieben. IDnow plant diese Aktivitäten im Jahr 2023 weiter zu intensivieren. Mittelfristig sieht IDnow die Möglichkeit, weitere europäische und internationale Märkte anzugehen und damit den adressierbaren Markt noch weiter zu vergrößern. Darüber hinaus wird IDnow weiter am strategischen Ausbau der Plattform-Lösung arbeiten und so perspektivisch den "Share of Wallets" bei Bestands- und Neukunden weiter steigern. B.4 Risiken Als wesentliches Risiko hat IDnow das operationelle Risiko identifiziert. Unter operationellem Risiko versteht IDnow die Möglichkeit von Verlusten durch fehlerhafte interne Prozesse, Systeme, menschliche Fehler oder externe Ereignisse. Externe Ereignisse durch eine Schwächung der Konjunktur im Allgemeinen könnten sich negativ auf die Investitionsbereitschaft verschiedener Unternehmen und damit auf die Umsatzerlöse auswirken. Aus konjunktureller Sicht sind insbesondere die Auswirkungen des Ukrainekriegs, die Corona-Pandemie in China und die Auswirkungen der hohen Lebenshaltungskosten auf die Wirtschaft und die einhergehenden Risiken für Liefer- und Materialengpässen zu nennen. Aufgrund des geringen Investitionsbedarfs für die von IDnow angebotene Software für Neu- und Bestandskunden, die zentrale Verankerung der Software in die bestehenden Prozesse von Bestandskunden (bspw. Einhaltung der Vorgaben durch das Geldwäschegesetz) sowie dem großen Anteil an langfristig abgeschlossenen Verträgen von mehr als 12 Monaten Laufzeit schätzt die Geschäftsführung die Abhängigkeit von einer schwachen Konjunkturentwicklung jedoch vergleichsweise gering ein. Neben etablierten Wettbewerbern wie beispielsweise Jumio oder Onfido drängen auch neuere Wettbewerber wie Veriff insbesondere in Frankreich und Deutschland auf den Markt. Neben diesen anderen breit aufgestellten Anbietern gibt es zudem einige Anbieter von Insellösungen, welche versuchen, ein spezifisches Problem im Bereich Identitätsverifikation zu lösen, beispielsweise im Bereich der Orchestrierung verschiedener Verifikationsverfahren. Aufgrund der derzeitig hohen Anzahl an länder- und industriespezifischen Lösungen sowie der gesamtwirtschaftlichen Lage ist eine kontinuierliche Konsolidierung des Marktes in den kommenden Jahren durchaus realistischer. Risiken, Verluste durch fehlerhafte interne Prozesse, Systeme oder menschliche Fehler zu erleiden, minimiert die IDnow durch konstante Weiterbildung der Mitarbeiter und Automatisierung einzelner Prozesse sowie eine regelmäßige Überprüfung der Systeme. Durch diese Maßnahmen werden auch Reputationsrisiken minimiert, welche als Risiken aus negativen Ergebniseffekten, bedingt durch unerwünschte Reaktionen von Kunden oder anderen Stakeholdern, hervorgerufen werden können. B.4.1 Rechtliche und regulatorische Risiken Rechtsrisiken bestehen in der Gefahr der fehlerhaften Anwendung von Gesetzen, sowie der Nichtbeachtung, Nichtanwendung oder Übertretung von Gesetzen. Aufgrund des Geschäftszwecks und der Rolle als Auftragsverarbeiter von personenbezogenen Daten besteht originär ein Risiko für IDnow im Zusammenhang mit datenschutzrechtlichen Verletzungen im Zusammenhang mit der EU DS- GVO und anderen einschlägigen gesetzlichen Vorschriften. Aus der Bereitstellung der Software zur Nutzung durch die Kunden bestehen für IDnow grundsätzlich auch Risiken wie Haftung, Gewährleistung oder Ansprüche aufgrund der Nichteinhaltung vereinbarter Service Level Agreements. IDnow wird hierbei seit jeher von internen und externen Juristen zu den unterschiedlichen Rechtsgebieten und Jurisdiktionen beraten, um etwaige rechtliche Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen und zu minimieren. Um die vorstehenden Risiken zu minimieren, wurden entsprechende Abstimmungsprozesse und Meldewege implementiert, um etwaige Risiken bereits im Vorfeld zu identifizieren. Zur Minimierung von Datenschutz- und IT Sicherheitsrisiken wurde Anfang 2017 ein internes Datenschutz- und Sicherheits-Team installiert, welches sich regelmäßig zu entsprechenden Risiken austauscht und Prozesse zur Mitigation der Risiken installiert. Weiterhin besteht ein regelmäßiger Austausch mit dem schon in früheren Jahren bestellten externen Datenschutzbeauftragten der IDnow, welcher die Datenschutzkonformität überwacht und sicherstellt. Regulatorische Risiken ergeben sich insbesondere aus den Anforderungen der hoheitlich regulierten Kunden der IDnow. Diese regulatorischen Anforderungen gelten zwar direkt nur für diese Kunden; Gesetzes- oder Normenänderungen für diese Kunden können jedoch zu notwendigen Anpassungen und damit Aufwendungen durch Änderungen in der Serviceerbringung führen. Die IDnow hat hierzu eine eigene Abteilung für Regulatory Affairs, um die normative Umgebung national und international nicht nur zu beobachten, sondern idealerweise auch positiv zu beeinflussen. Hierzu steht IDnow in regelmäßigem Kontakt mit Bundes- und Landesbehörden, ist aktives Mitglied in den einschlägigen Branchenverbänden und unterhält ein internationales Netzwerk mit Branchenspezialisten. Das Management schätzt das Risiko der angeführten Risiken als gering ein. B.4.2 Technische Risiken Ein technisches Risiko stellt insbesondere ein längerer Ausfall der Plattform und die damit einhergehende eingeschränkte Verfügbarkeit der Services von IDnow dar. Diesem Risiko wird durch eine Vielzahl von Maßnahmen wie einem entsprechenden Kapazitätsmanagement, dem kontinuierlichen Monitoring und der Verbesserung der Server-Infrastruktur sowie der regelmäßigen Sicherung aller relevanten Daten begegnet. Ein weiteres Risiko besteht darin, jederzeit geeignetes Personal für die technische Weiterentwicklung der Software zu finden. Diesem Risiko wird zum einen durch den entsprechenden Fokus des Recruiting Teams sowie der Zusammenarbeit mit externen Agenturen begegnet. Darüber hinaus wird die Vergütungsstruktur der IDnow kontinuierlich überwacht und den Marktbedürfnissen angepasst. Weiterhin bestehen technische Risiken in Bezug auf die IT-Sicherheit, beispielsweise im Zusammenhang mit Cyber-Attacken oder Social Engineering/Phishing. Diesen Risiken begegnet IDnow mit dem bereits oben genannten Sicherheits-Team, welches entsprechende Prozesse dokumentiert und notwendige Sensibilisierungsmaßnahmen plant und umsetzt. Darüber hinaus sind gängige Sicherheitsmaßnahmen wie ein Incident Response Management Prozess, ein Host-Based Intrusion Detection System oder eine serverseitige Firewall implementiert. Außerdem wurden im Jahr 2022 kontinuierlich Penetrationstests der verschiedenen Applikationen durchgeführt, um etwaige Schwachstellen zu identifizieren. Es wurden dabei keine kritischen Schwachstellen entdeckt. Daher wird das technische Risiko als gering bewertet. Im Geschäftsjahr 2022 führten keine der oben genannten Angriffe zu Ausfällen der Server-Infrastruktur. B.4.3 Finanzielle Risiken Bei einzelnen Forderungen besteht ein Ausfallrisiko, insbesondere, wenn Zahlungsmittel nicht gedeckt sind oder falsche Daten übermittelt werden. Vereinzelt besteht hierbei ein erhöhtes Risiko, da die Leistung der IDnow auch bei innovativen Unternehmen, welche ggf. eine erhöhte Insolvenzwahrscheinlichkeit aufweisen können, nachgefragt wird. Wie in den Vorjahren erwartet die Geschäftsführung einen geringen Forderungsausfall, da die IDnow viel Zeit in die sorgfältige Auswahl der Kunden im Rahmen des Vertriebsprozesses legt und ein konsequentes Forderungsmanagement in Zusammenhang mit der etwaigen Sperrung des Zugangs bei nicht fristgerechter Zahlung durchführt. Signifikant erhöhte Forderungsausfälle, geprägt durch die wirtschaftliche Entwicklung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, erwartet die Geschäftsführung nicht; vereinzelt kann es jedoch zu Forderungsausfällen oder Stundungen der ausstehenden Forderungen kommen, um in Schieflage geratene Kunden kurzfristig zu unterstützen. Um die finanziellen Mittel in Zukunft sicher zu stellen, hat die Geschäftsleitung ein Darlehen mit BlackRock Inc. abgeschlossen. Aus dem Finanzierungsrahmen in Höhe von EUR 60 Mio wurden in 2022 EUR 40 Mio abgerufen. Die ausstehenden EUR 20 Mio sind seitens der IDnow Group jederzeit abrufbar. Bestandsgefährdende Risiken aus der Finanzierung sind insofern aus jetziger Sicht nicht erkennbar. C. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Guillaume Despagne ist zum 08. Februar 2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Die IDnow GmbH als 100%-ige Mutter der identity Trust Management GmbH, beabsichtigt die Verschmelzung der identity Trust Management GmbH durch Aufnahme in die IDnow GmbH rückwirkend zum 01. Januar 2023. Die Verschmelzung wurde am 06. April 2023 im Registergericht eingetragen. Im Rahmen der Finanzierung durch BlackRock wurden bestimmte Meilensteine festgelegt. Eines dieser Meilensteine bestand darin, die rechtliche Struktur der IDnow-Gruppe zu aktualisieren, um eine rechtliche Struktur für die Gruppe zu schaffen, die zur Größe und Komplexität der IDnow GmbH passt. Im Zuge dieses "Hive-Downs" wurde die IDnow NewCo GmbH am 17. Februar 2023 gegründet. Die Betreibergesellschaft (IDnow NewCo GmbH) wird eine Tochtergesellschaft der Holding (IDnow GmbH alt). Die Aufspaltung der IDnow GmbH hat keine Auswirkungen auf die heutigen Tochtergesellschaften. Die Tochtergesellschaften bleiben Teil der IDnow-Gruppe. Die Restrukturierung der IDnow Group wurde am 27. Juni 2023 im Handelsregister eingetragen. Die Gesellschafterversammlung vom 27. April 2023 hat eine Erhöhung des Stammkapitals um EUR 10.399 beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 27. Juni 2023 im Handelsregister eingetragen.
München, den 28. Juli 2023 Andreas Bodczek Joseph Lichtenberger Armin Bauer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die IDnow GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der IDnow GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der IDnow GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 31. Juli 2023 KPMG
AG
Sandhaas, Wirtschaftsprüferin Beu, Wirtschaftsprüfer |
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