Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 270
Vorher
RFT radio-television Brandenburg Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
10.4.2006
Branche
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der TelekommunikationstechnikHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialReparatur und Instandhaltung von Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
- die Erstellung, das Betreiben, das Vermieten und das Verpachten von Antennen- und Kabelnetzsystemen, - das Erstellen, Betreiben, Vermieten und Verpachten von Anlagen der Signal-, Sicherungs-, Nachrichten- und Kommunikationstechnik, - die Durchführung von Elektroinstallation, - der Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit Geräten und Zubehör der Signal-, Sicherungs-, Nachrichten- und Kommunikationstechnik sowie der Unterhaltungselektronik und - die Durchführung von Reparaturen und Dienstleistungen bezüglich des oben angegebenen Geschäftsgegenstandes

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Tiemann
seit 22.7.2010
Geschäftsführer
Frank Grüttner
seit 10.4.2006
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stefan Tiemann
Brandenburg
500.000 DM
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RFT Kabel Brandenburg GmbH

Brandenburg an der Havel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der RFT Kabel Brandenburg GmbH

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die RFT Kabel Brandenburg GmbH hat ihren Sitz in Brandenburg an der Havel und wurde durch ein MBO im Jahr 1990 gegründet. Gegenstand des Unternehmens sind die Erstellung, das Betreiben, das Vermieten und das Verpachten von Antennen- und Kabelnetzanlagen sowie Anlagen der Signal-, Sicherungs-, Nachrichten- und Kommunikationstechnik sowie die Durchführung von Elektroinstallationen, der Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit Geräten und Zubehör der Signal-, Sicherungs-, Nachrichten- und Kommunikationstechnik einschließlich der Durchführung von Reparaturen und Dienstleistungen bezüglich des voran genannten Geschäftsgegenstandes.

Die Bereiche der Elektroinstallation sowie der Errichtung von Brandmelde- und Einbruchsmeldeanlagen, Videoüberwachungs- und Sicherungsanlagen einschließlich aller damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen wurden im Jahre 2001 im Wege der Spaltung auf die neu gegründete Gesellschaft RFT elkom Brandenburg GmbH übertragen.

2. Wirtschaftsbericht

Die RFT Kabel Brandenburg GmbH betreibt selbsterrichtete Netze im Land Brandenburg, schwerpunktmäßig an den Standorten Brandenburg an der Havel, Potsdam, Ludwigsfelde, Premnitz, Rathenow, Bad Belzig, Luckenwalde, Teltow und an anderen Standorten. Über das Tochterunternehmen RFT Kabel Nord GmbH in Neuruppin werden weiterhin Netze in Neuruppin und Kyritz betrieben. Bei den Netzen handelt es sich vorrangig um Glasfaser basierende Netze.

Aufgrund der mit den Wohnungsunternehmen geschlossenen Gestattungsverträgen und den daraus mit Endkunden resultierenden Einzel- oder Sammelverträgen werden ca. 100 Tsd. Kunden mit den Dienstleistungen der RFT Kabel Brandenburg GmbH versorgt. Zu diesen Dienstleistungen zählt die Versorgung mit Fernseh- und Rundfunksignalen einschließlich Zusatzdiensten wie Wunsch-TV, IP-TV, Streamingdiensten und Ähnlichem, breitbandigem Internetzugang und Telefondienstleistungen. Schwerpunkt der Versorgung bilden derzeit Privatkunden. Darüber hinaus werden IT-Dienstleistungen, insbesondere in eigenen Rechenzentren überwiegend im B2B - Bereich angeboten.

An den Standorten, an denen die RFT Kabel Brandenburg GmbH Privat- und Geschäftskunden versorgt, ist sie der Konkurrenz der Marktbegleiter, die üblicherweise gleiche oder ähnliche Dienstleistungen anbieten, ausgesetzt.

Die Nachfrage nach höheren Bandbreiten bei der Versorgung mit Anschlüssen als Internetprovider steigt sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich stetig. Die RFT Kabel Brandenburg GmbH richtet daher bei der Errichtung und dem Neubau von Netzen ihren Schwerpunkt auf solche Netze aus, die auch künftig den Ansprüchen aller Kunden gerecht werden und zukunftssicher sind.

Bei der Versorgung mit Fernseh- und Rundfunksignalen ist die digitale Versorgung Standard und es werden Programme in einer hohen Vielfalt und in hochauflösender Qualität angeboten.

Insgesamt kann der Geschäftsverlauf in den Kerngeschäften als überwiegend zufriedenstellend bewertet werden. Im Geschäftsjahr konnten in Teilbereichen des Kerngeschäfts neue Verträge abgeschlossen.

Die Umsatzerlöse in den Kerngeschäftsbereichen (Versorgung mit Fernseh- und Rundfunksignalen, Internet und Telefonie) sind im Geschäftsjahr 2023 gegenüber der vorangegangenen Vergleichsperiode in Summe etwa gleichgeblieben. Im Einzelnen sind die Umsätze aus der Versorgung mit Rundfunk- und Fernsehsignalen einschließlich Wunsch-TV um ca. 5 % gesunken, die Umsätze aus dem Bereich der breitbandigen Internetversorgung sind um ca. 3 % gestiegen und die Umsätze aus Telefondienstleistungen sind um ca. 2 % gesunken.

Der Umsatzrückgang aus der Versorgung mit Rundfunk- und Fernsehsignalen ist unter anderem auf folgende Ursachen zurückzuführen:

rückläufige Entwicklung der Angebotspreise bei Verlängerung von Gestattungsverträgen,

Gestattungsverträge mit Wohnungsgesellschaften; bei denen die vereinbarten Laufzeiten abgelaufen waren wurden nicht im vollen Umfang verlängert, wodurch sich die Anzahl der Kundenverträge rückläufig entwickelte,

Verändertes Konsumverhalten von Kunden, die zunehmend von der TV-Versorgung über Kabel zu Streaming- und IP-TV-Diensten wechseln,

Beginn der Umstellung von Sammelinkasso über die Wohnungsgesellschaften in Einzelinkasso über Einzelverträge mit Kunden für TV-Dienstleistungen lt. Telekommunikationsgesetz (TKG) bei der nur eine begrenzte Kundenzahl (ca. 60%) für den Abschluss von Einzelverträgen gewonnen werden konnten.

Insgesamt entspricht die Höhe der gesamt getätigten Umsätze im Berichtsjahr den erwirtschafteten Umsätzen des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind leicht gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Der überwiegende Teil entfällt auf periodenfremde Erträge und betrifft mit 213 Tsd. EURO Zuschreibungen auf Kabelnetze, Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Entgegengesetzt zu den erzielten Umsätzen haben sich im laufenden Geschäftsjahr die Aufwendungen entwickelt. Sie stiegen insgesamt um 6%. Dies entspricht Mehraufwendungen im laufendem Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr in Höhe von ca. 0,8 Mio. EURO.

Wesentliche Änderungen in den Aufwendungen ergaben sich aus:

gestiegenen regulären Abschreibungen auf Sachanalagen in Höhe von ca. 120 Tsd. EURO aufgrund der in den Vorjahren getätigten Investitionen,

gestiegene Aufwendungen für den Bezug von Energiekosten sowie Bezugskosten für Wasser und Gas in Höhe von ca. 120 Tsd. EURO, was einer Steigerung um mehr als 50% entspricht,

Aufwendungen für Reparaturen an Netzen oder Netzanlagen (insbesondere Netzersatzanlagen und Klimatechnik) in Höhe von ca. 60 Tsd. EURO,

gestiegene Werbungskosten in Höhe von 40 Tsd. EURO insbesondere aus dem Erfordernis der Marktbegleitung und Vorbereitung der Umstellung von Sammelinkasso in Einzelinkasso,

Zunahme der Zinsaufwendungen in Höhe von ca. 100 Tsd. EURO aufgrund der aufgenommenen Darlehen,

gestiegene Personalaufwendungen in Höhe von ca. 390 Tsd. EURO .

Die gestiegenen Personalkosten ergeben sich wesentlich aus der gestiegenen Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich Beschäftigten (ohne Geschäftsführer und Auszubildende). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren durchschnittlich 66 Beschäftigte im Unternehmen beschäftigt. Im Berichtsjahr 2023 waren im Jahresdurchschnitt 71 Beschäftigte (inkl. Auszubildende und Studenten) im Unternehmen beschäftigt. Insbesondere betrifft dies Beschäftigte in den Bereichen Marketing und Vertrieb. Das Erfordernis der Mehrbeschäftigung ergibt sich aus der Notwendigkeit der Umstellung von Sammelinkasso auf Einzelinkasso aufgrund der Änderung des TKG bis zum 30.06.2024. Insgesamt sind ca. 17.000 Haushalte betroffen. Das Personal musste dafür entsprechen vorbereitet, qualifiziert und vorgehalten werden.

Zur Finanzierung der Investitionen in neue Glasfasernetze wurden im Geschäftsjahr 2023 zusätzlich Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 4,5 Mio. EURO in Anspruch genommen.

Insgesamt betrug das Investitionsvolumen im Berichtszeitraum 6,0 Mio. EURO. Davon wurden 5,7 Mio. EURO in Technische Anlagen investiert. Die Investitionen in Technische Anlagen dienten der Errichtung neuer Netzinfrastrukturen. Bei den Netzinfrastrukturen handelt es sich um FttB/H-Netze (Fiber-to-the- Building/Home - Netze). Durch die Investitionen in neue Glasfasernetze wurden zu einem großen Teil bestehende HFC-Netze überbaut. Insgesamt betrug der daraus resultierende Anlagenabgang alter HFC-Netze bewertet zu den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten insgesamt 2,9 Mio. EURO im Geschäftsjahr. Die in den Vorjahren gebildete Teilwertabschreibungen auf die Netze aufgrund Wohnungsleerstand wurde im Geschäftsjahr 2023 aufgelöst (Zuschreibungsertrag von 168 Tsd. EURO). da die Gründe, insbesondere die deutlich gesunkenen Leerstandsquoten bei den versorgten Wohneinheiten als auch die überwiegenden Investitionen in Glasfasernetze, weggefallen bzw. sich geändert haben.

Der verbleibende Investitionsbetrag in Höhe von 0,3 Mio. EURO betraf Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (Software) und Investitionen in andere Betriebs- und Geschäftsausstattungen (überwiegend PC-Ausstattungen).

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Vermögen der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 3.059 Tsd. EURO von 28.084 Tsd. EURO auf 31.143 Tsd. EURO erhöht. Wesentliche Anstiege resultierten aus der Investitionstätigkeit des Unternehmens. Im Geschäftsjahr 2023 stieg aufgrund der getätigten Investitionen das Vermögen für Technische Anlagen und Maschinen um 3.535 Tsd. EURO auf 23.362 Tsd. EURO. Das Vermögen resultierend aus den Betriebs- und Geschäftsausstattungen stieg um 109 Tsd. EURO auf 639 Tsd. EURO.

Das kurzfristig gebundene Vermögen ist insgesamt um 376 Tsd. EURO auf 4.215 Tsd. EURO gesunken. Das Vorratsvermögen ist dabei um 258 Tsd. EURO auf 1.048 Tsd. EURO angewachsen. Gründe für das Wachstum des Vorratsvermögens ist die Anschaffung von Investitionsgütern, die erst im Verlauf der weiteren Investitionen verbaut werden, sowie der Erwerb größerer Bestände an Modems und IPTV-Boxen für die Markteinführung des neuen Produktes IPTV. Die Forderungen saldiert aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Leistungen im Verbund sind um 185 Tsd. EURO auf 751 Tsd. EURO gesunken. Aufgrund der Veräußerung von Depotanteilen und dem Erwerb einer Anleihe in Höhe von 500 Tsd. EURO ist das Vermögen an Wertpapieren im Umlaufvermögen von 719 Tsd. EURO auf 918 Tsd. EURO angestiegen. Die Beteiligung an der SKB - Stadt und Kabelrundfunk Brandenburg a. d. Havel GmbH & Co. Betriebs KG i.L. in Höhe von 179 Tsd. EURO (Anteile an verbundenen Unternehmen) soll im Jahr 2024 in bilanzierter Höhe zurückgewährt werden, da die Gesellschaft zum 30. November 2023 ihre Liquidation beendet hat und die Löschung beantragt wurde. Die flüssigen Mittel sind um 649 Tsd. EURO auf 489 Tsd. EURO gesunken, da bereits zum Stichtag 31.12.2022 ausgezahlte Darlehen im Berichtszeitraum investiert wurden.

Das Vorratsvermögen ist durch Aufbau von Material- und Warenbeständen um 258 Tsd. EURO angestiegen. Dies dient dazu, Lieferengpässen vorzubeugen und insbesondere kontinuierlich hochwertige aktive Komponenten für den weiteren Netzausbau vorzuhalten, um den geplanten Netzausbau nicht zu unterbrechen.

Zudem werden Warenbestände (Breitbandgeräte) zur Bedienung der Kundennachfragen vorgehalten.

Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind aufgrund der Inanspruchnahme von Darlehen zur Finanzierung der Investitionen in die Kabelnetze um 3,6 Mio. EURO auf 19,4 Mio. EURO angestiegen. Weitere Darlehensaufnahmen von insgesamt 1,5 Mio. EURO sind in 2024 geplant.

Für mögliche Steuernachzahlungen aufgrund von Folgewirkungen eines erfolgreich abgeschlossenen Gerichtsverfahrens wurden für den Zeitraum 2013 bis 2022 Steuerrückstellungen von 111 Tsd. EURO gebildet. Möglichen Zinsnachzahlungen sind mit einer Risikovorsorge in Höhe von 48 Tsd. EURO unter den sonstigen Rückstellungen Rechnung getragen.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 72 Tsd. EURO auf 188 Tsd. EURO betrifft die bereits erwähnte Zinsrückstellung für mögliche Steuernachzahlungen sowie Zuwächse bei den Urlaubs- und Überstundenrückstellungen.

Insgesamt beträgt das langfristig gebundene Vermögen 86,6 % (Vj. 83,8 %) der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 24,2 % (Vj. 29,2 %); die Fremdkapitalquote beträgt entsprechend 75,8 % (Vj. 70,8 %).

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Finanzlage ist stabil. Im Jahr 2023 sind Anleihen zum Nominalwert von 0,5 Mio. EURO im Rahmen der Finanzmitteldisposition erworben worden. Insgesamt wurde im Jahr 2023 ein operativer Cashflow von 2,0 Mio. EURO (Vj. 2,4 Mio. EURO) erwirtschaftet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -5,9 Mio. EURO (Vj. -4,1 Mio. EURO) und der aus der Finanzierungstätigkeit 3,4 Mio. EURO (Vj. 4,6 Mio. EURO).

Das Betriebsergebnis im Geschäftsjahr ist gegenüber dem Vorjahr von 359 Tsd. EURO auf -296 Tsd. EURO gesunken. Die Betriebsleistung ist mit 13,1 Mio. EURO gegenüber dem Vergleichszeitraum gleichgeblieben. Die Aufwendungen für die Betriebsleistung sind im gleichen Zeitraum um 5,4 % von 12,7 Mio. EURO auf 13,4 Mio. EURO gestiegen.

Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag betrug -563 Tsd. EURO (Vj. 115 Tsd. EURO). Als Jahresüberschuss wurden -674 Tsd. EURO erzielt (Vj. 54 Tsd. EURO).

4. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2024 werden die Investitionen in die Kabelnetze wie geplant fortgesetzt. Zusätzliche Finanzierungszusagen für Investitionen gibt es nicht. Der Umfang der Investitionen wird deshalb im Geschäftsjahr 2024 mit ca. 2 Mio. EURO wesentlich geringer ausfallen. Schwerpunkt der Investitionen bildet weiterhin die Errichtung neuer Glasfasernetze, um künftige Nachfragen, insbesondere nach höheren Bandbreiten, aus geändertem Nutzungsverhalten der Kunden befriedigen zu können. Für das Geschäftsjahr 2024 wird aufgrund der betrieblichen Gesamtsituation mit Umsätzen gerechnet, die in der Höhe mindestens dem Niveau des Vorjahresvergleichszeitraumes entsprechen. Gleichfalls wird erwartet, dass die operativen Kosten gleich bleiben werden. Zusätzliche Einstellungen von Personal sind nicht geplant. Es wird auch erwartet, dass die Energiekosten sich auf dem gleichen Niveau bewegen werden.

5. Chancenbericht

Künftig wird der Bedarf an breitbandigen Internetzugängen weiterhin steigen. Die klassische lineare Fernsehversorgung wird auf lange Sicht der Versorgung mit IP-basierten Produkten (IPTV, Streaming - Diensten, Pay - TV) immer mehr weichen. Dementsprechend baut die RFT Kabel Brandenburg ihre Netze immer weiter aus und etabliert damit überwiegend Netze als FttB/H-Netze. Der Anteil von Diensten (hier insbesondere breitbandiger Internetzugang) wird künftig weiter steigen.

Für das Geschäftsjahr ist die intensive Vermarktung des eigenen IP-basierten TV-Produktes Choice Schwerpunkt. Ziel ist es, zusätzlich zu den bisherigen TV- Kunden, weitere Kunden zu gewinnen, die vorzugsweise Fernsehen verbreitet über das Internet nutzen.

Aufgrund der künftigen, voraussichtlichen Entwicklung der Märkte wird der Schwerpunkt der abzusetzenden Angebote auf IP-Dienstleistungen insbesondere einer breitbandigen, zuverlässigen Internetzuwegung über moderne FttB/FttH - Netze und der Vermarktung von Ersatzdienstleistungen (IPTV) neben der klassischen linearen Fernsehversorgung liegen.

Die bestehende Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Brandenburg wird insbesondere in Hinblick auf die Gewinnung von Fachkräften weiterentwickelt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt beschäftigt das Unternehmen eine Reihe von Werkstudenten bei der Entwicklung neuer Produkte, der Verbesserung von Marktchancen durch gezieltes und kundenorientiertes Marketing sowie der Implementierung neuer, moderner Abrechnungssysteme sowie im Bereich der betriebswirtschaftlichen Analyse und Steuerung.

Die Entwicklung der Branche wird wesentlich durch den wachsenden Bedarf an breitbandigen Internet-Anbindungen durch Wirtschaft und Privathaushalte bestimmt. Dies führt zu stetig wachsendem Investitionsbedarf in moderne Hochgeschwindigkeitsnetze. Durch die RFT Kabel Brandenburg GmbH wurden bisher insgesamt 20,2 Mio. EURO in die Errichtung von Fttx-Netzen investiert. Damit werden bereits 72% aller Kunden der RFT Kabel Brandenburg GmbH über Glasfasernetze versorgt.

6. Risikobericht

Die gegenwärtige Lage, gekennzeichnet durch Inflation, Störung von Lieferketten und dem Ukraine-Krieg führt dazu, dass Investitionen einerseits nicht mehr im Rahmen der geplanten Höhe durchgeführt werden können, sondern auch teils signifikant in den Kosten steigen und andererseits geplante Investitionszeiträume sich verlängern. Die Finanzierung aller geplanten Investitionen ist aber trotzdem sichergestellt. Zusätzliche Finanzierungen müssen nicht aufgenommen werden.

Damit besteht kein Zinsrisiko aufgrund steigender Zinssätze für kommende Investitionen.

Künftige gesetzliche Regelungen insbesondere in Bezug auf die Umsetzung der NIS-2-Richtlinie der Europäischen Union wird für das Unternehmen zu nicht unerheblichen zusätzlichen Aufwendungen führen, die momentan nach Art und Umfang noch nicht bestimmbar oder quantifizierbar sind.

Der Ukraine-Krieg selbst hat bislang keine direkten negativen Auswirkungen auf die RFT Kabel Brandenburg GmbH. Allerdings führte die Energiepreiskrise aufgrund Energiepreisänderungen zu einer Steigerung der Energiekosten um bis zu 50% und somit von ca. 100 Tsd. EURO im Geschäftsjahr 2023. Weitere nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden nicht erwartet.

Der Wegfall der Umlagefähigkeit der TV-Kosten als Betriebskosten durch die Vermieter auf die Mieter hat dazu geführt, dass Sammelinkassoverträge, die mit Wohnungsgesellschaften abgeschlossen waren, beendet wurden. Ziel ist es, diese Kunden, die bisher auf diese Weise versorgt wurden, zu akquirieren. Insgesamt konnten bisher mit ca. 60% der Kunden ein Vertrag abgeschlossen werden. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein erheblicher Teil der Kunden eine alternative Versorgung in Anspruch nimmt. Dies führt dazu, dass entsprechende Umsätze nicht generiert werden können und sich das Unternehmenswachstum verringert.

Es sind - auch durch die Ukraine-Krise - keine Risiken bekannt, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Brandenburg an der Havel, 31.07.2024

Stefan Tiemann, Geschäftsführer

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 149.742,87 163.700,87
II. Sachanlagen 24.186.321,86 20.556.171,62
III. Finanzanlagen 2.180.779,85 2.180.779,85
26.516.844,58 22.900.652,34
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 1.048.176,15 789.931,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.782.789,49 2.154.275,61
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 430.477,92 EURO ( Vorjahr: 586.436,21 EURO)
III. Wertpapiere 1.098.141,22 898.617,79
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 489.458,11 1.138.864,08
4.418.564,97 4.981.688,83
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 207.322,38 201.863,62
31.142.731,93 28.084.204,79

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 255.645,94 255.645,94
II. Gewinnrücklagen 1.138.939,20 1.138.939,20
III. Gewinnvortrag 6.808.796,07 6.755.144,47
IV. Jahresüberschuss -674.022,37 53.651,60
7.529.358,84 8.203.381,21
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.280.151,51 1.158.812,26
C. VERBINDLICHKEITEN 22.333.221,58 18.722.011,32
- davon aus Steuern: 48.376,53 EURO (Vorjahr: 47.372,03 EURO)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 4.431,25 EURO (Vorjahr: 795,34 EURO)
- davon gegenüber verbundene Unternehmen: 119.478,47 EURO (Vorjahr: 122.094,86 EURO)
31.142.731,93 28.084.204,79

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2023 Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 9.322.599,54 9.277.179,91
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.277.045,01 2.941.734,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 644.654,25 586.811,71
- davon für Altersversorgung 51.637,92 EURO (Vorjahr: 51.637,92 EURO)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.509.362,39 2.392.955,07
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.011.420,58 2.854.591,51
5. Erträge aus Beteiligungen 7.500,00 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: 0,00 EURO (Vorjahr: 0,00 EURO)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.483,03 21.688,71
- davon aus verbundenen Unternehmen: 12.047,25 EURO (Vorjahr: 13.360,67 EURO)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 51.203,32
8. Verluste aus Beteiligungen 2.607,39 13.784,82
- davon aus verbundenen Unternehmen: 12.047,25 EURO (Vorjahr: 13.784,82 EURO)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 461.239,10 335.893,64
- davon aus Aufzinsungen: 22.611,00 EURO (Vorjahr 42.841,00 EURO)
- davon gegen verbundene Unternehmen 0,00 EURO (Vorjahr: 6.298,91 EURO)
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 111.264,22 61.741,87
11. Ergebnis nach Steuern -667.010,37 60.152,60
12. Sonstige Steuern 7.012,00 6.501,00
13. Jahresüberschuss -674.022,37 53.651,60

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Sitz der RFT Kabel Brandenburg GmbH ist Brandenburg an der Havel. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HR B 270 im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie des D-Markbilanzgesetzes erstellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um die planmäßigen linearen Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Zugänge bei abnutzbaren Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden planmäßig linear nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese orientiert sich bei den Kabelnetzen an der durchschnittlichen Laufzeit der Gestattungsverträge; mindestens jedoch acht Jahre. Bei Glasfasernetzen erfolgt die Abschreibung über 30 Jahre. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit eine voraussichtlich dauernde Wertminderung besteht. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an die geltenden steuerlichen Vorschriften bewertet. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden ebenfalls zu Anschaffungskosten bilanziert.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Warenbestände werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederwertprinzips angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bilanziert. Auf nicht einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird, sofern nicht von untergeordneter Bedeutung, eine Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko von 1 % gebildet. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden, sofern gleichzeitig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber einer Gesellschaft bestehen, saldiert ausgewiesen. Als verbundene Unternehmen werden auch Unternehmen betrachtet, die zur selben Unternehmensgruppe gehören, ohne dass die RFT Kabel Brandenburg GmbH Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB ist. Dies betrifft zusätzlich die beiden Gesellschaften RFT elkom Brandenburg GmbH, Brandenburg an der Havel und BNMG Brandenburgische Netz- und Media-Service GmbH, Brandenburg an der Havel OT Klein Kreutz.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Bankguthaben und Barmittel werden zu den Nennbeträgen ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für die erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe der Beträge bilanziert, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu deren Erfüllung erforderlich sind.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1. Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang wiedergegeben.

Im Posten "Technische Anlagen und Maschinen" wurden Zuschreibungen auf die Kabelnetze in Höhe von insgesamt T€ 168 vorgenommen. Aufgrund geänderter Verhältnisse (geringer Leerstand bei Wohneinheiten sowie zunehmender Ausbau von Glasfasernetzen) besteht nicht länger die Notwendigkeit von außerplanmäßigen Abschreibungen.

Eine Übersicht der zum Stichtag gehaltenen Finanzanlagen ist in der Anlage "Anteilsbesitz" zum Anhang aufgeführt.

Die im Umlaufvermögen gehaltenen Beteiligungen an der SKB - Stadtfernsehen und Kabelrundfunk Brandenburg a. d. Havel GmbH & Co. Betriebs KG i.L., Brandenburg an der Havel, und an der SKB - Stadtfernsehen und Kabelrundfunk Brandenburg a. d. Havel GmbH i.L., Brandenburg an der Havel, haben die Liquidation zum 30. November 2023 beendet. Die Löschung der Gesellschaften ist beantragt. In Höhe des Bilanzansatzes (T€ 179) wird eine Kapitalrückzahlung erwartet.

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten zwei Annuitätendarlehen, die zusammen mit einem Betrag von T€ 389 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Mietkaution von T€ 21 ausgewiesen, die ebenfalls eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr hat. Sämtliche weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen die TrendHaus Brandenburg GmbH, Brandenburg an der Havel, die RFT elkom Brandenburg GmbH, Brandenburg an der Havel sowie die AGILIScom AG, Brandenburg an der Havel. Diese beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 4, die mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 2 jeweils gegenüber der gleichen Verbundgesellschaft saldiert ausgewiesen werden. Die übrigen Forderungen betreffen nahezu vollständig gewährte Darlehen mit T€ 428.

Die sonstigen Vermögensgestände beinhalten Steuererstattungsansprüche für 2022 bis 2023 in Höhe von T€ 467.

3.3. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet ein Disagio von T€ 3, das über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verbindlichkeit abgeschrieben wird.

3.4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt DM 500.000,00 (€ 255.645,94). Eine Umstellung auf Euro ist noch nicht erfolgt, so dass in der Bilanz der zum amtlichen Kurs umgerechnete Betrag ausgewiesen wird.

3.5. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (PUC-Methode) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,82 % und einem Rententrend von 2 % nach den Richttafeln Heubeck RT2018G bewertet. Der Unterschiedsbetrag zur Neubewertung nach dem BilMoG wird gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB auf 15 Jahre verteilt. Der Wert der zum Stichtag noch nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungsbeträge beträgt T€ 32. Die Rückstellung mit einem Erfüllungsbetrag von T€ 1.512 (Neubewertung nach BilMoG) ist im Geschäftsjahr mit zur Sicherung angelegten Rentenpapieren in Höhe von T€ 500 (Anschaffungs- und Zeitwert) verrechnet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 10 für das Geschäftsjahr 2023. Verrechnete Aufwendungen und Erträge liegen nicht vor.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen den Personalbereich mit T€ 88, mögliche Zinszahlungen auf Steuernachzahlungen mit T€ 48, Prüfungs- und Beratungskosten mit T€ 32 sowie ausstehende Eingangsrechnungen mit T€ 21.

3.6. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederungen der Restlaufzeiten der einzelnen Verbindlichkeitsposten sind als Anlage zum Anhang im Verbindlichkeitsspiegel dargestellt.

Zur Absicherung der längerfristig aufgenommenen Bankkredite (zum Stichtag: T€ 20.306) bzw. noch nicht abgerufener Bankkredite sind Sicherheiten in gleicher Höhe durch Sicherungsübertragung an Kabelnetzen und ausstehenden Kundenforderungen (teilweise) von der Gesellschaft als auch Grundschulden sowie Bürgschaften von anderen Unternehmen im RFT-Verbund bzw. vom Gesellschafter bestellt worden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber der BNMG Brandenburgische Netz- und Media-Service GmbH, Brandenburg an der Havel, der SKB - Stadtfernsehen und Kabelrundfunk Brandenburg a. d. Havel GmbH & Co. Betriebs KG i. L., Brandenburg an der Havel und der RFT Kabel Nord GmbH, Neuruppin. Diese beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von T€ 118, die mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€ 1 jeweils gegenüber der gleichen Verbundgesellschaft saldiert ausgewiesen werden sowie ein auszugleichendes Beteiligungsergebnis von T€ 3.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Zuschreibungserträge auf die Kabelnetze von T€ 168, Erlöse aus Anlagenverkäufen von T€ 34 sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen von T€ 36 enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Forderungsverluste von T€ 64 sowie mit T€ 32 die Zuführung von 1/15 des Unterschiedsbetrages zur Pensionsrückstellung nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB enthalten.

Die Verluste aus Beteiligungen in Höhe von T€ 3 betreffen die SKB - Stadtfernsehen und Kabelrundfunk Brandenburg a. d. Havel GmbH & Co. Betriebs KG i. L. Die Liquidation wurde zum 30. November beendet und die Löschung beantragt.

5. Sonstige Angaben

5.1. Zusammensetzung der Organe

Geschäftsführer ist Herr Dipl.-Wirtsch.-Ing. Stefan Tiemann.

Auf die Angaben der Gesamtbezüge des Geschäftsführers im Geschäftsjahr 2023 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5.2. Anzahl der Beschäftigten

Neben der Geschäftsführung, einem Auszubildenden und im Schnitt vier Studenten wurden in 2023 durchschnittlich 69 (Vj. 66) Mitarbeiter beschäftigt, davon 15 gewerbliche Arbeitnehmer und 54 Angestellte.

5.3. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Für den Avalkredit der RFT elkom Brandenburg GmbH, Brandenburg an der Havel, wurde eine Bürgschaft von T€ 51 zu Gunsten der kreditgebenden Bank erteilt. Ebenfalls für diese Gesellschaft wurde eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft von T€ 500 zur Absicherung einer weiteren Avalkreditlinie über den genannten Betrag übernommen.

Die Gesellschaft hat für das verbundene Unternehmen RFT Kabel Nord GmbH, Neuruppin, eine selbstschuldnerische Bürgschaft von T€ 500 für die Absicherung eines von dieser Gesellschaft aufgenommenen Darlehens erteilt.

Das Risiko einer Inanspruchnahme der eingegangenen Bürgschaften wird als gering eingeschätzt.

5.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. 285 Nr. 3a HGB

Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage jedoch von untergeordneter Bedeutung sind.

5.5. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

5.6. Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge nach dem Bilanzstichtag mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 sind nicht bekannt.

 

Brandenburg an der Havel, 31. Juli 2024

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Stefan Tiemann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

RFT kabel Brandenburg GmbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 738.990,85 12.434,29 751.425,14
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 738.990,85 12.434,29 0,00 751.425,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 361.196,93 361.196,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 52.209.836,24 5.707.226,83 2.873.990,05 55.043.073,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 2.753.846,86 237.543,51 15.833,85 2.975.556,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 154.532,49 154.532,49
Summe Sachanlagen 55.479.412,52 5.944.770,34 0,00 2.889.823,90 58.534.358,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.167.099,17 2.167.099,17
2. Beteiligungen 8.180,68 8.180,68
3. Sonstige Ausleihungen 5.500,00 5.500,00
Summe Finanzanlagen 2.180.779,85 0,00 2.180.779,85
Summe Anlagevermögen 58.399.183,22 5.957.204,63 2.889.823,90 61.466.563,95
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Zuschreibungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 575.289,98 26.392,29 601.682,27
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 575.289,98 26.392,29 601.682,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 315.827,54 14.282,44 330.109,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 32.382.995,52 2.340.338,16 168.350,00 2.873.990,05 31.680.993,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 2.224.417,84 128.349,50 15.833,85 2.336.933,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Summe Sachanlagen 34.923.240,90 2.482.970,10 168.350,00 2.889.823,90 34.348.037,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
3. Sonstige Ausleihungen
Summe Finanzanlagen
Summe Anlagevermögen 35.498.530,88 2.509.362,39 168.350,00 2.889.823,90 34.949.719,37
Buchwert
31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149.742,87 163.700,87
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 149.742,87 163.700,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.086,95 45.369,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 23.362.079,39 19.826.840,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 638.623,03 529.429,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 154.532,49 154.532,49
Summe Sachanlagen 24.186.321,86 20.556.171,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.167.099,17 2.167.099,17
2. Beteiligungen 8.180,68 8.180,68
3. Sonstige Ausleihungen 5.500,00 5.500,00
Summe Finanzanlagen 2.180.779,85 2.180.779,85
Summe Anlagevermögen 26.516.844,58 22.900.652,34

Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023

RFT kabel Brandenburg GmbH, Brandenburg an der Havel

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
% EUR EUR
RFT kabel Nord GmbH, Neuruppin 100,00 2.571.803,74 115.930,85
AGILIScom AG Brandenburg an der Havel 100,00 1.647.497,12 153.440,89
TrendHaus Brandenburg GmbH Brandenburg an der Havel 100,00 8.115,13 19.821,46
Südsport-Marketing- Brandenburg/Havel GmbH, Brandenburg an der Havel 22,00 8.229,09 (1)

(1) Der Stand des Eigenkapitals wurde aus dem hinterlegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 im Unternehmensregister entnommen. Aktuellere Informationen liegen nicht vor.

Verbindlichkeitenspiegel

RFT kabel Brandenburg GmbH, Brandenburg an der Havel

Restlaufzeit Gesamtbetrag
bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber 1. Kreditinstituten 896.538,00 19.409.809,50 13.040.006,30 20.306.347,50 16.702.885,50
Vorjahr 896.538,00 15.806.347,50 9.926.077,80
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und 2. Leistungen 1.261.287,24 0,00 0,00 1.261.287,24 1.275.852,89
Vorjahr 1.275.852,89 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 3. Unternehmen 119.478,47 0,00 0,00 119.478,47 122.094,86
Vorjahr 122.094,86 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 646.108,37 0,00 0,00 646.108,37 621.178,07
Vorjahr 621.178,07 0,00 0,00
2.923.412,08 19.409.809,50 13.040.006,30 22.333.221,58 18.722.011,32

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RFT Kabel Brandenburg GmbH, Brandenburg an der Havel

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RFT Kabel Brandenburg GmbH, Brandenburg an der Havel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RFT Kabel Brandenburg GmbH, Brandenburg an der Havel, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 14. August 2024

BPG Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Peter Nappert, Wirtschaftsprüfer

Dr. Uwe Braun, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendung:

Durch Gesellschafterbeschluss vom 28. August 2024 wurde der Jahresabschluss 2023 festgestellt. Der Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von 674.022,37 EURO wird in voller Höhe auf das Geschäftsjahr 2024 vorgetragen.

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