Sparkasse NördlingenLiquidiert

Nördlingen

Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRA 13394
Eingetragen
21.12.1999
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
Betreiben aller banküblichen Geschäfte

Historie

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Management

NameRolle
Karlheinz Wiesinger
seit 30.5.2003
Vorstandsmitglied
Wolfgang Winter
seit 29.8.2002
Vorstandsmitglied

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sparkasse Nördlingen

Nördlingen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

Lagebericht

1 Geschäftsmodell der Sparkasse

Die Sparkasse Nördlingen ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts nach dem bayerischen Sparkassengesetz mit Sitz in Nördlingen. Sie untersteht der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen sowie der Regierung von Schwaben.

Sie betreibt grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte, soweit es das bayerische Sparkassengesetz und die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen oder die Satzung der Sparkasse vorsehen.

Der Träger der Sparkasse ist der Zweckverband Sparkasse Nördlingen. Mitglieder des Sparkassenzweckverbandes sind die Stadt Nördlingen sowie der Landkreis Donau-Ries.

Die Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse und überwacht den Vorstand. Er setzt sich aus insgesamt vier Mitgliedern zusammen. Der Vorstand leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung, vertritt sie und führt ihre Geschäfte. Die Zusammensetzung der Organe ist im Anhang dargestellt.

Die Sparkasse ist Mitglied des Sparkassenverbandes Bayern und über diesem dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband angeschlossen. Sie haftet mit den anderen bayerischen Sparkassen gemäß § 8 Abs. 2 der Satzung des Sparkassenverbandes Bayern für die Verbindlichkeiten des Sparkassenverbandes Bayern.

Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenstützungsfonds des Sparkassenverbandes Bayern und damit Teil des Sicherungssystems der deutschen Sparkassenorganisation. Dem Sicherungssystem der deutschen Sparkassenorganisation sind die Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen angeschlossen. Als institutsbezogenes Sicherungssystem mit anerkannter Einlagensicherung schützt dieses System den Bestand der angeschlossenen Institute und erfüllt zugleich die gesetzlichen Anforderungen an ein Einlagensicherungssystem im Sinne des Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG).

Als regionales Wirtschaftsunternehmen verfolgt die Sparkasse das Ziel, auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse vorrangig im Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen. Dabei berücksichtigt sie die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der Region. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, unterhalten wir sechs Filialen im Geschäftsgebiet.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Der Aufschwung der Weltwirtschaft gewann 2017 an Tempo und Breite. Die OECD beziffert das Wachstum der Weltproduktion (an dem praktisch alle großen Weltwirtschaftsregionen beteiligt waren) im Jahr 2017 auf 3,6 %. Das sind 0,5 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Während es in Ländern der zweiten Reihe wie Russland, Brasilien oder Argentinien 2016 noch lokale Rezessionen gab, sind für 2017 durchgängig Pluszeichen beim BIP auszumachen.

Die Erholung im Euroraum gewann 2017 an Fahrt und kann inzwischen als fortgeschrittener Aufschwung bezeichnet werden. Mit einem Wachstum von 2,4 % (2016: 1,6 %) wurde ein Tempo erreicht, das über dem Potenzialwachstum liegt. Die Arbeitslosenquoten konnten dadurch in den meisten Ländern abgebaut werden.

Laut der ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes erreichte die deutsche Wirtschaft 2017 ein Wachstum von 2,2 Prozent (2016: 1,9 %). Der Aufschwung wurde vor allem von der Binnenwirtschaft getragen, aber auch der deutsche Außenhandel konnte erneut einen Wachstumsanteil beisteuern. Sowohl die Exporte als auch die Importe erhöhten sich mit preisbereinigten Raten von 4,7 bzw. 5,2 % sehr deutlich. 2017 erhöhten sich die Bruttoanlageinvestitionen real um 3,0 %. Stärkste Teilkomponente waren die Ausrüstungsinvestitionen mit einem realen Zuwachs um 3,5 %. Auch die Bauinvestitionen legten mit 2,6 % deutlich zu, darunter die Teilkomponente der Wohnbauten mit 3,1 % überproportional. Die privaten Konsumausgaben stiegen um 3,8 % Prozent; die Sparquote der privaten Haushalte blieb trotz anhaltender Nullzinsphase konstant bei 9,7 %. Der moderat expandierende Konsum fand 2017 in der guten Arbeitsmarktlage eine solide Grundlage, die sich in hoher Arbeitsplatzsicherheit und allmählich auch stärker in Lohnsteigerungen niederschlägt. 2017 stieg die Zahl der Erwerbstätigen noch einmal um rund 1,5 %. Die Arbeitslosenquote sank weiter auf 5,7 % im Jahresdurchschnitt und erreichte den niedrigsten Stand Gesamtdeutschlands seit der Wiedervereinigung (Quelle: DSGV).

2017 war für den bayerischen Arbeitsmarkt erneut ein erfreuliches Jahr. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote wies mit 3,2 % (Bund: 5,7 %) den niedrigsten Wert seit 1994 auf und sank seit 2014 das dritte Jahr in Folge. Die Nachfrage nach Arbeitskräften im Freistaat wies deutliche Zuwächse auf. Einen neuen Höchststand erreichte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % wuchs. Im Vorjahresvergleich zeigen sich über alle bayerischen Regierungsbezirke und Altersklassen hinweg rückläufige Arbeitslosenzahlen (Quelle: Arbeitsagentur). Der bayerische Arbeitsmarkt insgesamt ist somit hervorragend für die Zukunft gerüstet.

2.1.2 Regionale Wirtschaftsentwicklung

Nach der Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Schwaben vom Herbst 2017 blieb die Stimmung unter den schwäbischen Unternehmen sehr gut, denn die Wirtschaft wuchs mit einer hohen Kapazitätsauslastung. Jedoch gewann der Fachkräftemangel weiter an Brisanz und drohte die gute Entwicklung auszubremsen. Ein weiteres Mal übertraf die Einschätzung zur aktuellen wirtschaftlichen Lage die Werte der Umfrage vom Frühjahr 2017. 61 % der befragten Unternehmen beurteilten die Geschäftslage als gut, ein neuer Rekordwert. Wachstumsimpulse kamen dabei aus einem starken Außenhandel und einer weiterhin stabil wachsenden Inlandsnachfrage. Dank der aktuell guten Einkommenssituation und der unverändert niedrigen Sparquote der privaten Haushalte, blieb der Konsum eine wichtige Säule der wirtschaftlichen Entwicklung. 39 % Prozent der Unternehmer verzeichneten in den letzten Monaten ein steigendes Auftragsvolumen aus dem Inland. Europa bleibt ein wichtiger Markt für schwäbische Unternehmer. Zwar sind die Sorgen um Auswirkungen des Brexit bei den Unternehmen deutlich zurückgegangen, dafür sahen über 40 % der Befragten in der Instabilität einzelner europäischer Mitgliedstaaten ein Risiko für ihr Unternehmen. Die Entwicklung der Auftragseingänge beeinflusste diese Verunsicherung noch nicht. Zusätzlich blieben auch die Impulse aus dem Außenhandel weiterhin kräftig, wobei der Blick auf einzelne Märkte zunehmend geopolitische Schwierigkeiten sichtbar machte. Die Exportaktivitäten nach Nordamerika haben eindeutig an Volumen eingebüßt. Für den Handelsraum Ost/Südosteuropa, Russland und Türkei gab es einen leichten Positivimpuls bei einem insgesamt recht geringen Gesamtvolumen.

Die regionale Wirtschaft im Landkreis Donau-Ries zeigte sich unverändert zufrieden zur aktuellen Konjunkturentwicklung, so die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage zum Herbst 2017. 59 % der Unternehmen bestätigten eine gute Geschäftslage. Wachstumsimpulse kamen in den vergangenen Sommermonaten verstärkt von Auslandmärkten, aber auch die Inlandsnachfrage hat sich gut entwickelt und sorgte bei einem Drittel der Unternehmen für ein gestiegenes Auftragsvolumen.

Die Wirtschaft im Geschäftsgebiet weist einen breiten Branchen-Mix auf. Dadurch sind konjunkturelle Schwankungen in der Regel nicht sehr stark. Nach einem Bericht der Augsburger Allgemeinen beläuft sich die Arbeitslosenquote im Ries per Dezember 2017 auf 2,5 % und ist damit tendenziell niedrig (geringes privates Insolvenzrisiko).

2.1.3 Branchen- und Konkurrenzsituation

In Deutschland bleib die Preisdynamik entgegen der sehr guten Konjunktursituation weiterhin moderat. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Verbraucherpreise per nationaler Definition um 1,8 %. Im Euroraum war der Anstieg mit 1,5 % schwächer und lag damit deutlicher unter der Zielmarke der Europäischen Zentralbank. Vor diesem Hintergrund ließ die EZB ihre Leitzinsen 2017 unverändert; insbesondere die Verzinsung für Guthaben der Geschäftsbanken auf der Einlagefazilität und für Überschussreserven bei der schon seit März 2016 geltenden Negativverzinsung von -0,4 Prozent. Die Ankaufprogramme von Wertpapieren wurden 2017 fortgesetzt. Zunächst mit Nettokäufen von 80 Mrd. Euro monatlich, dann ab April 2017 mit 60 Mrd. Euro monatlich.

Die längerfristigen Kapitalmarktzinsen entwickelten sich im Euroraum 2017 per Saldo seitwärts. Bei deutschen Bundesanleihen lagen Restlaufzeiten mit bis zu sechs Jahren durchgängig bei einer Negativverzinsung. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen bewegten sich nach Tiefstständen im Februar 2017 die meiste Zeit des Jahres in der Spanne zwischen 0,3 und 0,5 % (plus), am Jahresende an deren oberem Rand. An den Devisenmärkten steigerte der Euro im Jahresverlauf seinen Außenwert (Quelle: DSGV).

Die Sparkassen stehen weiterhin vor unverändert hohen Anforderungen durch die Erfordernisse einer zunehmenden Digitalisierung von Bankgeschäften, einer kostenintensiven Bankenregulierung sowie einer zunehmenden Margen-Erosion infolge der europäischen Nullzinspolitik. Die Folgen dieser Belastungen müssen weiterhin durch eine Ausweitung des zinsunabhängigen Geschäfts, eine Reduktion des Personalkörpers und die Schließung nicht rentabler (weil nicht ausreichend frequentierter) Geschäftsstellen kompensiert werden, während die Digitalisierung von Bankdienstleistungen entsprechende Investitionen in Technik bedingt.

Regional steht die Sparkasse Nördlingen vor allem im Wettbewerb mit mehreren Raiffeisenbanken, der HypoVereinsbank, Postbank und Commerzbank. Auch die Konkurrenz der Direktbanken wird stärker. Durch ihre flächendeckende Präsenz ist die Sparkasse kompetenter Ansprechpartner in ihrem Geschäftsgebiet.

Der harte Wettbewerb in der Bankenwelt verschärft sich zusehends. Das Geschäftsmodell der Sparkassen zeigt sich weiterhin als Stabilitätsanker.

Auch in 2017 wurden vom Gesetzgeber weitere Regulierungsmaßnahmen in Kraft gesetzt, die die Sparkassen weiter belasten.

Seit 2017 haben auch die nicht systemrelevanten Kreditinstitute (LSI - Less significant institution) erhöhte Kapitalanforderungen aus dem sogenannten SREP (Supervisory Review and Evaluation Process) Prozess zu beachten. Mit dem SREP Bescheid erfolgt die nationale Umsetzung der EZB Anforderungen an einen gemeinsamen Prozess des Risikomanagements. Da die Bescheide nicht allen Instituten gleichzeitig zugingen, mussten die Institute, für die noch kein SREP Bescheid erging, bis dahin über die sogenannte Allgemeinverfügung für das Zinsänderungsrisiko zusätzliches Kapital halten. Dort sind die Institute aufgefordert quartalsweise einen Eigenmittelzuschlag für das Zinsänderungsrisiko zu berechnen und zu melden. Im SREP Bescheid dagegen werden neben dem Zinsänderungsrisiko auch die weiteren wesentlichen Risiken, die nicht Säule 1 Risiken darstellen, berücksichtigt. Mit Eingang des SREP Bescheid fiel die Allgemeinverfügung für das jeweilige Institut weg.

Daneben erhielten die Institute bzw. erhalten sie in 2018 ein weiteres Schreiben der Aufsicht über die sogenannte Eigenmittelzielkennziffer, die zusätzliche Eigenmittelanforderungen aus der Umfrage bzgl. Stresssituationen darstellt. Diese ist mittelfristig für die Institute zu beachten.

Seit Juni 2017 sind Kreditinstitute verpflichtet, im Rahmen des FINREP-Meldewesens quartalsweise umfangreiche Finanzdaten über die Deutsche Bundesbank an die Europäische Zentralbank einzureichen. Hierdurch wurde der Umfang der zu meldenden Daten deutlich erweitert. Für die Kreditinstitute ist somit ein deutlich höherer Ressourceneinsatz die Konsequenz.

Am 26. Juni 2017 ist das neue Geldwäschegesetz (GwG) in Kraft getreten. Das völlig neu systematisierte und im Umfang deutlich erweitere Gesetz führt zu einem hohen Umsetzungsaufwand in den Kreditinstituten.

Die Bafin hat im Oktober 2017 die seit langem erwartete finale Fassung der novellierten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) vorgelegt. Das Rundschreiben tritt mit Veröffentlichung in Kraft. Während Klarstellungen umgehend anzuwenden sind, gilt für sogenannte Neuerungen eine Umsetzungsfrist bis 31. Oktober 2018. Die neuen MaRisk belasten die Institute durch verschärfte Anforderungen an das Berichtswesen (Umsetzung aus BCBS 239), erhöhte Anforderungen an die Auslagerungen insbesondere Auslagerungsmanagement sowie Sonstiger Fremdbezug versus Auslagerung, aber auch Anforderungen an Methoden und Verfahren sowie Risikokultur und Verhaltenskodex.

Im November 2017 hat die BaFin darüber hinaus als Interpretation der MaRisk nach § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 und 5 KWG die Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT von Banken (BAIT) veröffentlicht. Sie stellen die aufsichtliche Auffassung der Ausgestaltung von IT-Systemen im Bankensektor in Deutschland dar und sind ab ihrer Veröffentlichung in Kraft.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Erwartungen der Sparkasse haben sich im Wesentlichen erfüllt. Auch das Jahr 2017 war wieder ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der bedeutendsten Bestände:

Bestand
31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Veränderung
TEUR
Geschäftsvolumen 1) 466.027 451.228 +14.799
Bilanzsumme 461.050 445.559 +15.491
Kundenkreditgeschäft einschließlich Verbindlichkeiten aus Bürgschaften Gewährleistungsverträgen 295.976 287.009 +8.967
Eigenanlagen 146.999 143.468 +3.531
Beteiligungen 8.206 7.845 +361
Kundeneinlagen einschließlich der begebenen Schuldverschreibungen und nachrangigen Verbindlichkeiten 371.522 357.137 +14.385
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.151 36.365 -214
Anzahl Anzahl Anzahl
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 106 112 -6

1) Bilanzsumme zuzüglich Passivposten 1 unter dem Strich

Das Geschäftsvolumen erhöhte sich um 3,3 % auf 466.027 TEUR. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 3,5 % auf 461.050 TEUR und liegt über unserer im letzten Jahr prognostizierten Entwicklung. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Kundeneinlagen zurückzuführen, welcher noch an anderer Stelle erläutert wird.

Das gesamte Kreditgeschäft mit Kunden einschließlich der Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen weist einen Zuwachs von 3,1 % (8.967 TEUR) auf 295.976 TEUR aus, welcher vor allem in dem langfristigen Bereich zu verzeichnen ist. Zuwachsraten verbuchten wir hauptsächlich im Verarbeitenden Gewerbe, im Bereich Beratung, Planung, Sicherheit und im Kredit- und Versicherungsgewerbe. Des Weiteren kam es ebenfalls beim privaten Wohnungsbau zu einem Anstieg. Vor allem der Bereich öffentliche und private Dienstleistungen sowie der Bereich Gesundheit und Soziales verzeichneten einen Rückgang. Das Kreditgeschäft entwickelte sich erfreulicher als im Vorjahr prognostiziert.

Die Eigenanlagen der Sparkasse inklusive der Forderungen an Kreditinstitute sind gegenüber dem Vorjahr um 3.531 TEUR (2,5 %) auf 146.999 TEUR gestiegen. Dabei erhöhten sich die Wertpapieranlagen um 18.881 TEUR (20,4 %) auf 111.347 TEUR. Die bei Kreditinstituten unterhaltenen Guthaben sind teilweise kurzfristig verfügbar. Sie reduzierten sich um 15.349 TEUR (30,1 %) auf 35.652 TEUR.

Der unter den Beteiligungen ausgewiesene Anteilsbesitz der Sparkasse erhöhte sich aufgrund von Zuschreibungen um 361 TEUR auf 8.206 TEUR. Zuschreibungen aufgrund von Neubewertungen gab es bei den mittelbaren Beteiligungen an der Bayerischen Landesbank und an der Versicherungskammer Bayern.

Die Kundeneinlagen einschließlich der begebenen Schuldverschreibungen erhöhten sich um 14.385 TEUR (4,0 %) auf 371.522 TEUR und betragen damit 80,6 % der Bilanzsumme. Der Zuwachs fand überwiegend im Bereich der Sichteinlagen statt. Dagegen kam es vor allem bei den Sondersparformen zu einem deutlichen Rückgang. Das Einlagengeschäft entwickelte sich besser als im Vorjahr erwartet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 214 TEUR (0,6 %) auf 36.151 TEUR vermindert. Dabei handelt es sich überwiegend um zweckgebundene Weiterleitungsmittel.

Die Umsätze im Wertpapiergeschäft mit Kunden (ohne eigene Inhaberschuldverschreibungen) haben sich im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Sowohl die Käufe, als auch die Verkäufe verzeichneten eine Steigerung. Insgesamt weist der Nettoabsatzes im Wertpapiergeschäft mit Kunden ein positives Ergebnis aus.

Die Ergebnisse aus den weiteren Dienstleistungsgeschäften einschließlich des Verbundgeschäftes entwickelten sich insgesamt zufriedenstellend. Während sich vor allem die Provisionseinnahmen aus dem Giroverkehr und dem Wertpapiergeschäft positiv entwickelten, blieben die Erträge aus dem Bauspargeschäft und dem Versicherungsgeschäft unter den Erwartungen.

In Anbetracht der konjunkturellen Rahmenbedingungen haben sich die Geschäfte der Sparkasse insgesamt befriedigend entwickelt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Produktpolitik

Die Versorgung breiter Bevölkerungsschichten mit qualitativ hochwertigen und preislich attraktiven Finanzdienstleistungen entspricht der Aufgabenstellung, aber auch dem Selbstverständnis einer regional verwurzelten Sparkasse.

Personal und Sozialbereich

Die Gesamtzahl der im Jahresdurchschnitt 106 Beschäftigten ist gegenüber dem Vorjahr um 6 niedriger. 3 Auszubildende beendeten ihre Ausbildung mit Erfolg, davon wurden 2 in das Angestelltenverhältnis übernommen.

Eine wesentliche Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg sind motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter. Angesicht der ständigen Weiterentwicklung der Sparkassengeschäfte sowie technischer Neuerungen bildeten auch im vergangenen Jahr die gezielte Förderung, Weiterbildung und Höherqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Schwerpunkte der Personalentwicklung.

Um flexiblere und damit auch ökonomischere Arbeitszeitregelungen zu verwirklichen, können die Mitarbeiter unterschiedliche Modelle - von variablen Arbeitszeiten über Teilzeit bis zur Altersteilzeit - nutzen.

Kundenbeziehungen

Durch intensive interne und externe Schulungen werden unsere Mitarbeiter optimal auf sich verändernde Kundenansprüche vorbereitet. Die langjährige Beratung und Betreuung der Kunden durch kompetente Mitarbeiter hat zu einer engen Beziehung und zu einem hohen Vertrauensverhältnis geführt, welches eine wesentliche Voraussetzung für den geschäftlichen Erfolg ist.

Umweltschutz

Die Sparkasse Nördlingen sieht sich dem Umweltschutz verpflichtet. Neben dem schonenden Umgang mit Ressourcen, die zum allgemeinen Geschäftsbetrieb notwendig sind, wird von der Sparkasse selbst ein Blockheizkraftwerk betrieben.

Soziales Engagement

Als Ausdruck ihrer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung engagiert sich die Sparkasse im erheblichen Maße in ihrem Geschäftsbezirk. Mit Spenden, durch Sponsoring und aus den Erträgen einer Stiftung fördert sie die wirtschaftliche Entwicklung und Attraktivität der Region. Im vergangenen Jahr betrug das Gesamtvolumen über 56 TEUR. Es wurden soziale Einrichtungen unterstützt und die kulturellen und sportlichen Aktivitäten in der Region gefördert.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzstruktur der Sparkasse stellt sich wie folgt dar:

AKTIVA

2017
TEUR
2016
TEUR
2017 in % BS 2016 in % BS
Barreserve 12.741 10.555 2,8 2,4
Forderungen an Kreditinstitute 35.652 51.001 7,7 11,4
Forderungen an Kunden 290.999 281.340 63,1 63,1
Wertpapieranlagen 111.347 92.466 24,1 20,8
Beteiligungen 8.206 7.845 1,8 1,8
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 752 831 0,2 0,2
Sonstige 1.353 1.521 0,3 0,3
Bilanzsumme (BS) 461.050 445.559 100,0 100,0
davon Anlagevermögen 9.135 8.908 2,0 2,0

PASSIVA

2017
TEUR
2016
TEUR
2017 in % BS 2016 in % BS
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.151 36.365 7,8 8,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 371.522 357.137 80,6 80,2
Eigenkapital (einschließlich Fonds für allgemeine Bankrisiken) 45.887 44.473 10,0 10,0
Sonstige 7.490 7.584 1,6 1,6
Bilanzsumme (BS) 461.050 445.559 100,0 100,0

Während der Bilanzstrukturanteil der Position Forderungen an Kunden konstant blieb, reduzierte sich der Anteil der Forderungen an Kreditinstitute gegenüber dem Vorjahr. Dagegen erhöhten sich die Anteile der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und der Wertpapieranlagen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergab sich in 2017 eine geringfügige Reduzierung. Insgesamt blieb die Struktur der Passivseite weitgehend konstant. Das Kredit- und das Einlagengeschäft sind weiterhin die bestimmenden Positionen der Bilanz.

Die Bewertung der Wertpapiere erfolgte unter Anwendung des strengen Niederstwertprinzips. Mit den gebildeten Wertberichtigungen ist den Risiken im Kreditgeschäft und den sonstigen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen worden. Die übrigen Vermögensgegenstände wurden vorsichtig bewertet. Durch die kontinuierliche Ausübung von Bewertungswahlrechten bestehen stille Reserven.

Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu beschließenden Zuführung des Bilanzgewinns wird sich die Sicherheitsrücklage auf 29.637 TEUR erhöhen, was einer Zunahme um 1,9 % entspricht. Neben der Sicherheitsrücklage und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 16.250 TEUR verfügt die Sparkasse über weitere Eigenkapitalbestandteile im Sinne der CRR. Die Eigenkapitalanforderungen wurden auch unter Berücksichtigung der durch die BaFin im Rahmen des SREP festgelegten Kapitalzuschläge im Berichtsjahr jederzeit eingehalten. Die zur Deckung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen vorhandenen Eigenmittel übertreffen die Anforderungen. Ebenso erfüllen wir die steigenden Eigenmittelanforderungen nach Basel III bereits heute. Zum Bilanzstichtag liegt die gemäß Artikel 92 CRR ermittelte Gesamtkapitalquote als Relation der Eigenmittel zum Gesamtrisikobetrag, insbesondere bestehend aus Kreditrisiken, Marktrisiken und operationalen Risiken bei 16,5 % (Vorjahr 16,5 %) und damit über der Gesamtkapitalquote von 8,3 %, die von der Sparkasse ab dem 01.01.2018 zu erfüllen ist. Die Sparkasse weist damit eine gute Kapitalbasis auf. Zukünftige Geschäftsausweitungen sind aufgrund der Eigenkapitalausstattung möglich.

Die Entwicklung der Vermögenslage entsprach weitgehend den Erwartungen.

2.4 Finanzlage

Im Berichtszeitraum hatte die Sparkasse einen uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt. Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die Finanzmarktkrise hatte für die Liquidität unseres Hauses keine Auswirkungen.

Die eingeräumten Kreditlinien bei der Bayerischen Landesbank wurden dispositionsbedingt teilweise in Anspruch genommen. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von ständigen Fazilitäten (Übernachtkredite) abzuschließen, wurde nicht genutzt. Zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften wurden entsprechende Guthaben bei der Deutschen Bundesbank unterhalten.

Die Vorschriften zur Einhaltung der Liquiditätskennziffer gemäß Liquiditätsverordnung (LiqV) waren stets erfüllt. Im Jahresverlauf bewegte sich die Auslastung der Liquiditätskennziffer in einer Bandbreite von 2,76 und 3,03 deutlich über dem vorgeschriebenen Mindestwert von 1,00. Auch die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) lag mit 1,30 bis 2,22 ebenfalls oberhalb des im Jahr 2017 zu erfüllenden Mindestwerts von 0,8. Die Liquiditätskennziffer (31.12.2017: 3,03) und die LCR-Quote (31.12.2017: 1,46) lagen somit im Berichtszeitraum durchgängig über den in der Risikostrategie festgelegten Mindestwerten.

Die Zahlungsbereitschaft der Sparkasse ist aufgrund der zu erwartenden Liquiditätszuflüsse und Kreditvolumina auch künftig gewährleistet.

2.5 Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich auf Basis der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar:

Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Veränderung
TEUR
Zinsüberschuss 1) 8.324 8.342 -18
Provisionsüberschuss 2.857 2.626 +231
Nettoergebnis des Handelsbestands - - -
Sonstige betriebliche Erträge 229 279 -50
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen: 7.750 7.919 -169
- Personalaufwand 5.448 5.539 -91
- andere Verwaltungsaufwendungen 2.302 2.380 -78
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 137 146 -9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 480 466 +14
Ergebnis vor Bewertung 3.043 2.716 +327
Bewertungsergebnis -926 -168 -758
Ergebnis nach Bewertung 2.117 2.548 -431
Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 850 1.150 -300
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.267 1.398 -131
Außerordentliches Ergebnis - - -
Steuern 703 824 -121
Jahresüberschuss 564 574 -10
Einstellungen in Gewinnrücklagen 100 100 0
Bilanzgewinn 464 474 -10

1) einschließlich laufender Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen

Die Ertragslage der Sparkasse stellt sich insgesamt noch als zufriedenstellend dar.

Der Zinsüberschuss einschließlich laufender Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 18 TEUR (0,2 %) auf 8.324 TEUR. Eine Ursache dafür ist das anhaltend niedrige Zinsniveau. Negative Zinsen hatten in 2017 keine wesentlichen Auswirkungen. Das Zinsgeschäft ist weiterhin die bedeutendste Ertragsquelle.

Der Provisionsüberschuss stieg um 231 TEUR auf 2.857 TEUR. Unter anderem konnten in den Bereichen Giro-Gebühren, Wertpapiergeschäft und im Immobiliengeschäft die Vorgaben für das Jahr 2017 erreicht werden, während die positiven Erwartungen in der Versicherungsvermittlung, in der Vermittlung von Bausparverträgen und im Auslandsgeschäft nicht erfüllt wurden. Im Lagebericht 2016 wurde prognostiziert, dass sich der Provisionsüberschuss für 2017 deutlich über dem Niveau von 2016 bewegen wird. Mit dem aktuellen Ergebnis konnte diese Prognose erreicht werden. Das Verhältnis von Provisionsüberschuss zu Zinsüberschuss - einschließlich laufender Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen - stieg im Geschäftsjahr auf 34,3 % (Vorjahr 31,5 %).

Die Sparkasse Nördlingen hat keinen Handelsbestand, somit ergeben sich auch keine Ergebnisbeiträge für den Posten "Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands".

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich um 169 TEUR (2,1 %) auf 7.750 TEUR. Die darin enthaltenen Personalaufwendungen einschließlich der sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung konnten wie prognostiziert gesenkt werden. Es war ein Rückgang von 91 TEUR (1,6 %) auf 5.448 TEUR vorhanden. Bei den Sachaufwendungen kam es wie erwartet ebenfalls zu einer Reduzierung. Insgesamt konnten die Sachaufwendungen um 78 TEUR (3,3 %) auf 2.302 TEUR gesenkt werden.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen reduzierten sich leicht um 9 TEUR (6,2 %) auf 137 TEUR.

Die Nettoerträge aus den GuV-Posten 1 bis 9 erhöhten sich insgesamt um 163 TEUR (1,4 %) auf 11.410 TEUR. Die betrieblichen Aufwendungen (GuV-Posten 10 bis 12) reduzierten sich um 164 TEUR (1,9 %) auf 8.367 TEUR.

Im Prognosebericht des Jahres 2016 wurde erwartet, dass das Jahresergebnis 2017 unter dem des Vorjahres liegt. Für die Sparkasse ist diese Prognose eingetroffen. Hauptursache hierfür ist die niedrigere Zinsspanne.

Aus den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft ergibt sich im Geschäftsjahr nach Kompensation mit entsprechenden Erträgen ein Aufwand in Höhe von 1.281 TEUR (im Vorjahr Ertrag 47 TEUR). Durch die Zuführung zur Risikovorsorge wurde zukünftigen regulatorischen Anforderungen Rechnung getragen.

Aus den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere ergibt sich nach Verrechnung mit entsprechenden Erträgen ein Ertrag von 356 TEUR (im Vorjahr Aufwand 215 TEUR). Ursächlich hierfür sind insbesondere die Zuschreibungen bei den mittelbaren Beteiligungen an der Bayerischen Landesbausparkasse und an der Versicherungskammer Bayern.

Die Risikovorsorge entwickelte sich schlechter als im Vorjahr prognostiziert.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit sank gegenüber dem Vorjahr um 131 TEUR auf 1.267 TEUR, was einem Rückgang von 9,4 % entspricht.

Der Steueraufwand verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 121 TEUR auf 703 TEUR.

Der ausgewiesene Jahresüberschuss von 564 TEUR liegt 10 TEUR unter dem Vorjahresergebnis (Jahresüberschuss: 574 TEUR). Er ermöglicht eine angemessene Aufstockung des Eigenkapitals als Basis für die zukünftige Geschäftsausweitung. Vom Jahresüberschuss wurden 100 TEUR vorweg der Sicherheitsrücklage zugeführt. Es ist vorgesehen, den Bilanzgewinn in Höhe von 464 TEUR nach Feststellung des Jahresabschlusses durch den Verwaltungsrat vollständig in die Sicherheitsrücklage einzustellen.

Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme, beträgt 0,1 %.

Zur weiteren Analyse der Ertragslage wird für interne Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation eingesetzt. Dieser beinhaltet eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses der Sparkasse in Relation zur Durchschnittsbilanzsumme. In das danach errechnete Betriebsergebnis vor Bewertung gehen die ordentlichen Erträge aus Zins-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäften ein. Zur Ermittlung des Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden. Auf dieser Basis beträgt das Betriebsergebnis vor Bewertung 0,63 % (im Vorjahr 0,56 %) der durchschnittlichen Bilanzsumme des Jahres 2017. Dies deckt sich mit unserer Vorjahresprognose, in der eine Steigerung erwartet wurde. Entgegen der Vorjahresprognose (1,69 %) entwickelte sich der Zinsüberschuss mit 1,68 % der durchschnittlichen Bilanzsumme etwas ungünstiger als erwartet. Beim Provisionsüberschuss wurde im letzten Jahr 0,66 % der Durchschnittsbilanzsumme prognostiziert. Das Ergebnis 2017 liegt mit 0,64 % der Durchschnittsbilanzsumme darunter. Im Vergleich mit den bayerischen Sparkassen wurde ein Wert erzielt, der in etwa dem Durchschnitt entspricht. Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses inklusive der Veränderungen der Vorsorgereserven nach § 340f und § 340g HGB ergibt sich das Betriebsergebnis nach Bewertung. Das Betriebsergebnis nach Bewertung kann als befriedigend angesehen werden. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Steuern verbleibt das Jahresergebnis.

Auf Basis der Betriebsvergleichswerte wird als Zielgröße zur Unternehmenssteuerung die Cost-Income-Ratio eingesetzt. Die Cost-Income-Ratio im Bereich Rentabilität ist die Relation des dem Kundengeschäft zuordenbaren Aufwands zum dem Kundengeschäft zuordenbaren Ertrag. Über diese Kennziffer wird eine Aussage darüber getroffen, welcher Anteil des Ertrages durch den Aufwand verbraucht wird. Per 31.12.2017 beläuft sich die Cost-Income-Ratio auf 73,2 % und liegt damit deutlich unter dem Vorjahr mit 76,3 %. Somit ist hier die Vorjahresprognose eingetroffen. Die Ursachen hierfür wurden bereits an obiger Stelle erläutert.

2.6 Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftsentwicklung und der Lage der Sparkasse

Unter Berücksichtigung der konjunkturellen und finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, vor allem auch vor dem Hintergrund des niedrigen Zinsniveaus, konnte das Jahr 2017 zu unserer Zufriedenheit gemeistert werden.

Der ausgewiesene Jahresüberschuss, welcher nahezu auf Vorjahresniveau liegt, ermöglicht eine Stärkung der Sicherheitsrücklage als Basis für die künftige Geschäftsausweitung.

Insgesamt kann unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen die Vermögens- und Finanzlage als befriedigend, die Ertragslage noch als befriedigend bezeichnet werden.

3 Risikobericht

3.1 Risikomanagement

3.1.1 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Die bewusste Übernahme, aktive Steuerung und gezielte Transformation von Risiken unter Berücksichtigung eines risiko- und ertragsadäquaten Einsatzes des Eigenkapitals stellen Kernfunktionen von Kreditinstituten dar. Im strategischen Rahmenwerk hat die Sparkasse eine Geschäfts- bzw. Risikostrategie festgelegt. In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der Sparkasse für jede wesentliche Geschäftsaktivität sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie wiederum ist in Teilstrategien unterteilt, um die Ziele der Risikostrategie in allen wesentlichen Geschäftsaktivitäten zu erfassen. Die Risikostrategie ist dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis der Risikotragfähigkeit, die in der Geschäftsstrategie niedergelegten Ziele und Planungen berücksichtigt. Mit Hilfe von Risikolimiten und Risikotoleranzen wurde bestimmt, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen die Sparkasse bereit ist, Risiken einzugehen.

Ausgehend von der jährlich einmal erstellten Risikoinventur, deren Dokumentation sich im Risikohandbuch der Sparkasse niederschlägt, werden für die Zwecke der Risikosteuerung folgende Risikoarten als wesentlich definiert:

Adressenausfallrisiko

Marktpreisrisiko

Liquiditätsrisiko

operationelles Risiko

Absatzrisiko

Für alle Teilschritte des Risikomanagements sind Verantwortlichkeiten festgelegt worden. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse und erlässt Geschäftsanweisungen für den Vorstand und überwacht dessen Tätigkeit. Über die Risikosituation der Sparkasse wird er durch den Vorstand vierteljährlich anhand des Risikoberichts informiert. Eine Ad-hoc-Berichterstattung ist bei Risikoereignissen von wesentlicher Bedeutung vorgesehen.

Der Vorstand legt neben der geschäftspolitischen Zielsetzung die wesentlichen strategischen und methodischen Ausrichtungen fest und bestimmt die Höhe des zur Risikoabdeckung zur Verfügung stehenden Risikodeckungspotenzials sowie dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten. Die Aufgabe der Risikosteuerung wird dann dezentral in den verschiedenen Geschäftsbereichen wahrgenommen. Die Steuerung der Adressenausfallrisiken aus den Kunden- und Handelsgeschäften erfolgt in der Kreditsachbearbeitung. Die Operationellen Risiken werden im Beauftragtenwesen gemanagt. Der Geschäftsbereich Risikocontrolling steuert eigenverantwortlich die Marktpreisrisiken, die Absatzrisiken und die Liquiditätsrisiken.

Das Risikocontrolling, das aufbauorganisatorisch von Bereichen, die Geschäfte initiieren oder abschließen, getrennt ist, hat die Funktion, die Marktpreis-, Absatz- und Liquiditätsrisiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Dem Risikocontrolling obliegt die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren und die Errichtung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungs- und -controllingprozesse. Zusätzlich verantwortet das Risikocontrolling die Umsetzung der aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnungen und die laufende Überwachung der Einhaltung von Risikolimiten. Es unterstützt den Vorstand in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der Risikostrategie beteiligt. Diese für die Überwachung und Steuerung von Risiken zuständige Risikocontrolling-Funktion obliegt der Leiterin der Abteilung Risikocontrolling. Unterstellt ist sie dem Marktfolgevorstand.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikomanagementaktivitäten wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) durch die Interne Revision geprüft.

3.1.2 Risikomanagement und Risikocontrolling

Zur Steuerung und Überwachung der mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken hat die Sparkasse ein Risikomanagement- und Kontrollsystem eingerichtet. Das System ist darauf ausgerichtet, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und gegensteuernde Maßnahmen im Sinne eines aktiven Risikomanagements und -controllings einzuleiten. Die angewandten Methoden zur Messung, Steuerung und Aggregation aller Risikoarten werden kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig den Anforderungen der Sparkasse und den aktuellen Marktgegebenheiten angepasst. Ein Gesamtbanklimitsystem mit entsprechenden Unterlimiten für die Hauptrisiken der Sparkasse besteht und wurde eingehalten.

Die Ausgestaltung des Risikomanagement- und Controllingsystems richtet sich nach Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt unserer Geschäftstätigkeit. Im Mittelpunkt des Risikomanagements steht die Gesamtheit aller geeigneten Maßnahmen mit der Zielsetzung der Wertsteigerung der Sparkasse auf Basis einer aktiven und bewussten Steuerung aller unternehmerischen Risiken. Das Risikocontrolling beinhaltet die Identifizierung, Quantifizierung und Überwachung sowie das Reporting der Risiken.

Im Rahmen der Gesamtbankrisikosteuerung werden neben der Messung und Steuerung von Risiken in den einzelnen Bereichen in regelmäßigen Abständen Risikotragfähigkeitsanalysen und Stresstests durchgeführt. Im Rahmen der vierteljährlich durchzuführenden Risikotragfähigkeitsberechnung stellt die Sparkasse ihr Risikodeckungspotenzial den eingegangenen Risiken gegenüber. Dabei stellen die installierten Verfahren zur Messung und Steuerung der Risiken sicher, dass die wesentlichen Risiken jederzeit durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Dazu werden die quantifizierbaren Einzelrisiken zu einem Gesamtbankrisiko zusammengefasst. Gleichzeitig wird mittels Szenarien dieses Gesamtbankrisiko und dessen Abdeckung mit den zur Verfügung stehenden Deckungsmassen aufgezeigt. Die Darstellung der Gesamtrisikolage erfolgt auf Grundlage handelsrechtlicher Vorschriften unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher Eigenmittelerfordernisse. Neben der Risikotragfähigkeit werden regelmäßig Stressszenarien berechnet, bei denen die Anfälligkeit der Sparkasse gegenüber unwahrscheinlichen, aber plausiblen Ereignissen analysiert wird. Dabei wird auch das Szenario eines schweren konjunkturellen Abschwungs analysiert.

Über die eingegangenen Risiken wird dem Gesamtvorstand der Sparkasse regelmäßig schriftlich berichtet. Gegenüber dem Vorjahr stellt sich die Risikolage im Wesentlichen unverändert dar.

3.2 Risikoarten

3.2.1 Adressenausfallrisiko

Unter Adressenausfallrisiko wird der potenzielle Verlust verstanden, der durch den Ausfall eines Geschäftspartners sowie durch Wertminderungen aufgrund nicht vorhersehbarer Verschlechterungen der Bonität von Geschäftspartnern entstehen kann. Das Kreditgeschäft ist ein wesentliches Kerngeschäft der Sparkasse. Das Eingehen von Adressenausfallrisiken sowie die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken zählt somit zur Kernkompetenz der Sparkasse. Die Sparkasse steuert die Adressenausfallrisiken im Sinne der MaRisk mittels dem von der Sparkassenorganisation entwickelten internen Ratingverfahren ("DSGV-Rating") im gewerblichen Kreditgeschäft und den Scoringverfahren im Privatkundenkreditgeschäft.

In der Risikostrategie werden die Rahmenbedingungen des Kreditgeschäfts definiert. Die Steuerung der Adressenausfallrisiken des Kreditgeschäfts erfolgt unter besonderer Berücksichtigung der Bonität des Kreditnehmers und einer angemessenen Sicherstellung. Neben der Neuvergabe von Krediten gehört auch die Betreuung von stabilisierungs- und sanierungsbedürftigen Kreditengagements zu unserem Aktivgeschäft. Der Vorstand räumt der Risikobegrenzung im Kundenkreditgeschäft den absoluten Vorrang ein. Durch eine laufende Bonitätsbeurteilung bzw. Bonitätsüberwachung über Risikofrüherkennungssysteme können Kreditrisiken frühzeitig erkannt und durch entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen begrenzt werden.

Das Kreditgeschäft der Sparkasse gliedert sich, unter Berücksichtigung der reinen Buchwerte (ohne Berücksichtigung der Risikovorsorge und der Pauschalwertberichtigungen) wie folgt:

Buchwerte
Kreditgeschäft der Sparkasse 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
Firmenkunden 103.164 94.327
Privatkunden 144.821 141.641
Weiterleitungsdarlehen 36.249 36.374
- darunter für Wohnungsbau 13.979 10.209
Kommunalkredite und kommunalverbürgte Kredite 12.214 13.652
Gesamt 296.448 285.994

Die folgenden Darstellungen enthalten den Gesamtbetrag der Forderungen zum Offenlegungsstichtag, aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Forderungsarten und verteilt auf Hauptbranchen und vertraglichen Restlaufzeiten. Die bilanziellen und außerbilanziellen Geschäfte werden jeweils mit ihren Werten nach Abzug der Risikovorsorge ausgewiesen. Die Ermittlung der Zahlen wird gemäß den Vorgaben der CRR (gegliedert nach Forderungsarten) vorgenommen.

Hauptbranchen Kredit, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva
TEUR
Wertpapiere
TEUR
Derivative Finanzinstrumente
TEUR
Banken 45.005 87.754 51
Investmentfonds (inkl. Geldmarktfonds) 181 15.132 -
Öffentliche Haushalte 13.601 1.500 -
Privatpersonen 190.723    
Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Personen, davon: 171.740    
- Land und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur 7.213    
- Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, 7.548    
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden      
- Verarbeitendes Gewerbe 39.349   51
- Baugewerbe 15.875    
- Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz 22.102    
- Verkehr und Lagerei, Nachrichtenübermittlung 8.415    
- Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 8.200 6.624  
- Grundstücks- und Wohnwesen 22.761    
- Sonstiges Dienstleistungsgewerbe 40.277    
Organisationen ohne Erwerbszweck 3.771    
Sonstige 4.848    
Gesamtbetrag der Forderungen 429.869 111.011 102

Die Größenklassenstruktur zeigt insgesamt eine breite Streuung des Ausleihgeschäftes. Der zum 31.12.2017 bestehende Gesamtbetrag der Forderungen nach Forderungsarten verteilt auf Hauptbranchen zeigt, dass die Ausleihungen im Kreditgeschäft im sonstigen Dienstleistungsgewerbe mit 9,4 % den Schwerpunkt bilden.

Forderungsarten gegliedert nach Restlaufzeiten:

Restlaufzeiten Kredit, Zusagen und andere nicht derivative außerbilanzielle Aktiva
TEUR
Wertpapiere
TEUR
Derivative Finanzinstrumente
TEUR
<1 Jahr 111.398 13.369 102
1 Jahr bis 5 Jahre 76.164 54.868  
> 5 Jahre bis unbefristet 242.307 42.774  
Gesamtbetrag der Forderungen 429.869 111.011 102

Bei den Krediten, Zusagen und anderen nicht derivativen außerbilanziellen Aktiva überwiegt mit 242,3 Mio. EUR das Laufzeitband > 5 Jahre, während bei den Wertpapieren der Schwerpunkt im mittleren Laufzeitband 1 Jahr bis 5 Jahre liegt.

Das Länderrisiko, das sich aus unsicheren politischen oder wirtschaftlichen Verhältnissen eines Landes ergeben kann, ist für die Sparkasse von untergeordneter Bedeutung. Das an Kreditnehmer mit Sitz im Ausland ausgereichte Kreditvolumen einschließlich Wertpapiere betrug per 31.12.2017 2,0 % des Gesamtkreditvolumens.

Die Sparkasse verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfallrisiken bei Kreditengagements zu erkennen, zu steuern, zu bewerten und im Jahresabschluss durch Risikovorsorge (Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen. Die Kreditengagements werden permanent dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf besteht.

Zur Beurteilung der Adressenausfallrisiken bei Krediten erfolgen individuelle Bonitätsbeurteilungen sowie laufende Bonitätsüberwachungen. Hierzu werden verschiedene Bonitätsmerkmale, wie z.B. die wirtschaftlichen Unterlagen und das Kontoverhalten analysiert und gewichtet. Die Bonitätsbeurteilung erfolgt durch die Kreditsachbearbeitung.

Für die Risikoklassifizierung setzen wir neben dem Rahmenkatalog der Prüfungsstelle des SVB die von der Sparkassen-Finanzgruppe entwickelten Rating- und Scoringverfahren ein. Mit diesen Verfahren werden den einzelnen Kreditnehmern zur Preisfindung und zur Steuerung des Gesamtkreditportfolios entsprechend individuelle Ausfallwahrscheinlichkeiten zugeordnet. Auf dieser Basis ermittelt die Sparkasse die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft. Die Abschirmung der Adressenausfallrisiken ist im Rahmen unserer Risikotragfähigkeitsrechnung durch das zugewiesene Risikodeckungspotenzial sichergestellt.

Kundenkreditgeschäft

Daneben werden auch externe Ratings zur Bonitätsbeurteilung herangezogen. Das von der Sparkasse geratete Kundenkreditvolumen in Höhe von 364.804 TEUR ist überwiegend (72,3 %) in den Ratingnoten 1 bis 4 eingestuft. Insgesamt werden 97,8 % der gerateten Kundenkredite ohne erhöhte Ausfallrisiken (Ratingklasse 1-10) zugeordnet. 2,0 % der gerateten Kundenkredite werden als Kredite mit erhöht latenten Ausfallrisiken (Ratingklassen 11-15) eingestuft. Nur 0,2 % der gerateten Kundenkredite werden den Ratingklassen 16-18 zugeordnet, die akute Risiken aufweisen.

Für latente Ausfallrisiken bildet die Sparkasse Pauschalwertberichtigungen, die auf den Erfahrungen der Vergangenheit beruhen. Darüber hinaus bestehen Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken nach § 340f HGB. In den Arbeitsanweisungen sind die Berechnungsweisen sowie die Prozesse der Risikovorsorge geregelt. Für konkret bestehende Ausfallrisiken eines Kreditnehmers wird durch eine Risikovorsorge in Höhe des potenziellen Ausfalls Vorsorge getroffen. Der Ansatz von Sicherheiten erfolgt dabei mit Realisationswerten.

Von dem Gesamtbetrag der Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen (2017: 150 TEUR; 2016: 149 TEUR) entfällt der überwiegende Teil auf Unternehmen und wirtschaftlich selbständige Personen. Die Direktabschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen, Kredite in Verzug und Veränderungen im Bereich der EWB entfallen ausschließlich auf im Inland ansässige Unternehmen und Privatpersonen. Der Anteil der Forderungen in Verzug (ohne Wertberichtigung) außerhalb Deutschlands ist von keiner Bedeutung. Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Insgesamt ist unser Kreditportfolio sowohl nach Branchen und Größenklassen als auch nach Ratinggruppen breit diversifiziert. Die Adressenausfallrisiken entwickelten sich im vergangenen Jahr konstant. Das Bewertungsergebnis Kreditgeschäft bleibt auf einem unverändert relativ niedrigen Niveau. Die Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft bewegen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb des vorgesehenen und auf die Risikotragfähigkeit der Sparkasse abgestimmten Rahmens.

Im Hinblick auf den geringen Umfang der Auslandskredite ist das Länderrisiko aus dem Kreditgeschäft ohne Bedeutung.

Für außergewöhnliche Marktentwicklungen führt die Sparkasse Stresstests durch. Hierbei wird der unerwartete Verlust mit Hilfe der Software Credit Portfolio View (CPV) berechnet.

Das Kreditportfolio unserer Sparkasse ist gekennzeichnet durch eine angemessene Diversifizierung sowohl nach Branchen, als auch nach Größen- und Ratingklassen. Risikokonzentrationen sehen wir grundsätzlich durch die mit dem Regionalprinzip verbundene Beschränkung auf das Geschäftsgebiet. Diese werden von der Sparkasse jedoch nicht als schädlich angesehen.

Vor dem Hintergrund der sich aus den Bonitätsbeurteilungssystemen ergebenden Erkenntnisse stufen wir die Entwicklung unserer Risikolage aus dem Kreditgeschäft als nicht erhöht ein. Zum Jahresende war das Limit der Blankokreditanteile (40,0 %) mit 93,7 % ausgelastet. Das im Rahmen der Risikotragfähigkeit von der Sparkasse vorgegebene Kreditlimit (2,0 Mio. EUR) war zum Jahresende mit 98,3 % ausgelastet. Insgesamt gehen wir von einer als angemessen einzustufenden Risikosituation aus.

Handelsgeschäfte

Zu den Handelsgeschäften zählen wir alle in den MaRisk festgelegten Geschäftsarten. Zur Begrenzung der Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften bestehen sowohl Limite je Partner, als auch Emittentenlimite. Ergänzend besteht ein zusammenfassendes Limit für alle Handelsgeschäfte. Die Risiken werden durch die sorgfältige Auswahl unserer Vertragspartner nach den Regeln der Kreditwürdigkeitsprüfung begrenzt. Die Auslastung der Limite wird durch die Abteilung Risikocontrolling berechnet und überwacht.

Die Handelsgeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 147 Mio. EUR. Wesentliche Positionen sind dabei Tages- und Termingelder (36 Mio. EUR) und die Schuldverschreibungen und Anleihen (96 Mio. EUR). Die von der Sparkasse gehaltenen Wertpapiere verfügen nahezu alle über ein Rating im Investment-Grade. Die von der Sparkasse hinsichtlich außergewöhnlicher Marktentwicklungen durchgeführten Stresstests basieren auf simulierten Ratingverschlechterungen.

Die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften bewegten sich im gesamten Geschäftsjahr 2017 innerhalb der im Rahmen der Risikotragfähigkeit festgelegten Grenzen. Zum Jahresende 2017 war das Risikolimit für diese Risiken in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr 0,4 Mio. EUR) mit 0,1 Mio. EUR zu 27,5 % ausgelastet. Die Risikosituation kann somit als günstig angesehen werden.

Risikokonzentrationen sieht die Sparkasse bei den Anlagen in Forderungen und Wertpapieren der Bayerischen Landesbank, DekaBank, LfA und Landesbank Hessen-Thüringen. Vorstehende Konzentrationen wurden bewusst aufgrund des Verbundgedankens eingegangen. Das Länderrisiko aus dem Handelsgeschäft ist ohne größere Relevanz.

Der Notwendigkeit eines angemessenen und zeitnahen Risikoinformationswesens tragen wir durch den Kreditrisikobericht Rechnung. Er wird dem Vorstand vierteljährlich vorgelegt. Er beinhaltet die Gliederungen des Kreditportfolios hinsichtlich vieler Sichtweisen. Des Weiteren gibt er Auskunft über die Sicherheiten- und Ratingstruktur, sowie über die Entwicklung bemerkenswerter Kreditengagements.

Beteiligungen

Unter Beteiligungsrisiko wird das Risiko eines möglichen Bewertungsverlusts aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Unternehmenswerte der im Beteiligungsportfolio der Sparkasse enthaltenen Beteiligungen verstanden.

Bei den Beteiligungen der Sparkasse handelt es sich nahezu ausschließlich um Beteiligungen zur Stärkung des Sparkassenfinanzverbundes. Wesentliche Beteiligungen sind die Versicherungsbeteiligungsgesellschaft, die LBS, die Bayerische Landesbank und die Beteiligung an der Deka Erwerbsgesellschaft. Teilweise werden die Beteiligungen auch indirekt über den SVB gehalten.

Die Beteiligungsrisiken werden in das Risikotragfähigkeitskonzept der Sparkasse einbezogen. Das Beteiligungscontrolling erfolgt für die Verbundbeteiligungen durch den SVB und für die sonstigen Beteiligungen durch die Abteilung Rechnungswesen und die Kreditsachbearbeitung. Das Beteiligungsrisiko wird anhand Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt. Neben der Risikoquantifizierung erfolgt zusätzlich eine qualitative Beurteilung. In der Risikotragfähigkeitsberechnung erfolgt hier eine durchschnittliche Abschreibung von 20,0 % über alle Beteiligungen.

Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband Bayern. Als Mitglied ist sie verpflichtet, über Umlagen den nicht anderweitig gedeckten Verbandsaufwand entsprechend dem maßgeblichen Umlageschlüssel abzudecken. Dies gilt auch für den Fall, dass die erwarteten Erträge die aus den im Rahmen dieser Konstruktionen möglicherweise entstehenden Aufwendungen nicht abdecken. Zum Erwerb der Landesbank Berlin Holding AG (LBBH) durch die S-Finanzgruppe haben wir uns über den Deutschen Sparkassen- und Giroverband ö. K. (DSGV) an der Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG (Erwerbsgesellschaft) als Kommanditistin unterbeteiligt. In diesem Zusammenhang besteht ein Aufwendungsersatzanspruch des DSGV gegenüber den Unterbeteiligten für den Fall, dass die über die Erwerbsgesellschaft auszuschüttenden Dividenden der LBBH die laufenden Aufwendungen (im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung) nicht abdecken. Die für die Erwerbsgesellschaft in 2013 gebildete Rückstellung wurde im Jahr 2016 vollständig verwendet.

Das Risiko aus Beteiligungen bewegt sich im Rahmen der Limite.

3.2.2 Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht oder nicht vollständig erfüllt werden können (Liquiditätsrisiko i.e.S.), zusätzliche Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktzinsen beschafft werden können (Refinanzierungsrisiko) oder vorhandene Vermögenswerte nur mit Preisabschlägen verwertet werden können (Marktliquiditätsrisiko).

Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine angemessene Liquiditätsplanung, eine tägliche Disposition und eine möglichst ausgewogene Strukturierung der Aktiva und Passiva vorgebeugt. Dabei werden die aufsichtsrechtlichen Vorgaben zum Liquiditätsgrundsatz (Liquiditätsverordnung zu § 11 KWG) berücksichtigt. Die Liquiditätsbeschaffung erfolgt überwiegend über Kundeneinlagen. Kurzfristige Liquidität wird primär über den Geldmarkt sichergestellt.

An liquiditätsmäßig engen Märkten ist die Sparkasse nicht investiert. Es erfolgt eine laufende Überprüfung inwieweit die Sparkasse in der Lage ist, einen Liquiditätsbedarf decken zu können. Um mögliche Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen zu können, hat die Sparkasse Schwellenwerte mit einem Ampelsystem als Auslöser für Handlungsoptionen zur Liquiditätssicherung festgelegt. Handlungsalternativen für einen sich abzeichnenden Liquiditätsengpass wurden definiert und ein Notfallplan für einen tatsächlichen Liquiditätsengpass erstellt. Zur Messung und Limitierung der Liquiditätsrisiken orientiert sich die Sparkasse an den Anforderungen des § 11 KWG in Verbindung mit der Liquiditätsverordnung und den MaRisk.

Daneben wird das Liquiditätsrisiko (Zahlungsunfähigkeit) auch mittels eines cashflow-orientierten Ansatzes turnusmäßig ermittelt, dargestellt und berichtet. Es werden hierbei vierteljährlich im Rahmen des Stresstestings drei verschiedene Szenarien simuliert, die unterschiedlich hohe Intensitäten an Liquiditätsabflüssen unterstellen. Als Ergebnis erhält man jeweils eine Survival Period (Überlebenszeitraum) der Sparkasse. Für die Sparkasse wurde dabei eine Risikotoleranz von 4 Monaten definiert. Im Januar 2018 lag die Survival Period im Risikoszenario bei 31 Monaten. In den weiteren Szenarien lag die Survival Period ebenfalls über der Risikotoleranz für das Risikoszenario.

Die durch § 11 KWG in Verbindung mit der Liquiditätsverordnung und den MaRisk vorgegebenen Anforderungen über eine ausreichende Liquidität wurden zu jedem Zeitpunkt eingehalten. Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die Sparkasse verfügt insgesamt über ausreichend Liquidität, um dies auch für die Zukunft zu gewährleisten.

Die seit dem 01.10.2015 zu erfüllende LCR-Kennziffer (Liquidity Coverage Ratio = Bestand an hochwertigen liquiden Aktiva geteilt durch die Nettoabflüsse über die Stressperiode von 30 Tagen) trat mit einer Mindesterfüllung von 60 % in Kraft (d.h. die LCR-Kennzahl muss größer oder gleich 0,60 sein). Im Jahr 2017 musste diese zu 80 % erfüllt sein. Per 31.12.2017 betrug die LCR-Kennziffer 1,46, so dass auch auf Basis der neuen Kennzahl genügend Liquidität vorhanden ist.

Zusätzlich werden bei der Deutschen Bundesbank zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften entsprechende Guthaben unterhalten.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass eine ausreichende Liquidität gewährleistet ist. Es sind keine Liquiditätsengpässe zu erwarten.

3.2.3 Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiko wird das Risiko eines möglichen Verlustes aufgrund von nachteiligen Veränderungen der Marktpreise oder der preisbeeinflussenden Parameter verstanden. Marktpreisrisiken werden gesteuert mit dem Ziel, Ertragschancen wahrzunehmen, ohne die finanziellen Ressourcen unangemessen zu belasten.

Zusätzlich wird in den Marktpreisrisiken der Eigenanlagen das Spreadrisiko berücksichtigt.

Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften des Handels- und Anlagebuchs

Für Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften wird im Bereich der GuV-orientierten Limitierung im Risikomesssystem ein Gesamtlimit festgelegt. Das Gesamtverlustlimit wird aus der periodenorientierten Risikotragfähigkeit abgeleitet und durch die Summe aller Handelsergebnisse ausgelastet. Hierfür werden die Marktpreisrisiken täglich auf Basis aktueller Marktpreise und möglichen Marktpreisveränderungen durch die Abteilung Risikocontrolling ermittelt und auf die aus dem Risikotragfähigkeitskonzept abgeleiteten Limite angerechnet.

Die Auswirkung potenzieller Zinsänderungsrisiken auf die Handelsgeschäfte der Sparkasse wird börsentäglich auf Basis von Szenarioanalysen simuliert und überwacht. Zur Überwachung des Marktpreisrisikos wird im Risikocontrolling das Programmsystem SimCorp Dimension eingesetzt, um die tägliche Prüfung der Einhaltung bestehender handelsrechtlicher Limite sicher zu stellen. Bei Überschreiten von Limiten bzw. vordefinierten Frühwarngrenzen sind umgehend der Überwachungsvorstand und anschließend der Gesamtvorstand zu informieren. Der Bestand der bilanzwirksamen Handelsgeschäfte hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % erhöht.

Für die unterschiedlichen Portfolien der Sparkasse werden differenzierte Parametereinstellungen (Konfidenzniveau, Haltedauer) verwendet. Beim Portfolio festverzinsliche Wertpapiere erfolgt die Prognose des zukünftigen Verlustes über eine Szenarioanalyse, bei der ein Zinsanstieg in Höhe der Renditeveränderung mit 95 % Konfidenzniveau über einen Zeitraum von 250 Tagen unterstellt wird. Dagegen erfolgt beim Portfolio Investmentfonds die Simulation auf Basis der jährlichen Volatilität mit einem Konfidenzniveau von 250 Tagen incl. eines Sicherheitsaufschlags von 15,0 %. Durch ein jährliches Backtestingverfahren wird die Qualität der Risikomodelle überprüft und ggf. die Parameter angepasst.

In der Risikostrategie hat der Vorstand die grundlegende Anlagestrategie festgelegt. Zur Begrenzung von Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften wird eine tägliche Bewertung (Market-to-Market) durchgeführt und die erzielten Handelsergebnisse werden bestimmt. Zusätzlich wird das potenzielle Verlustrisiko (Value at Risk) ermittelt. Dabei wenden wir das Verfahren der Modernen Historischen Simulation an. Die angenommene Haltedauer liegt bei 10 Tagen. Der Value at Risk wird mit einem Konfidenzniveau von 99 % ermittelt. Die angewandten Risikoparameter werden täglich einem Backtesting unterzogen, um deren Vorhersagekraft einschätzen zu können. Die anhand des Value at Risk ermittelten Marktpreisrisiken betragen 0,8 Mio. EUR.

Um mögliche außergewöhnliche Marktentwicklungen zu berücksichtigen wird vierteljährlich ein Worst-Case Szenario für den Value at Risk durchgeführt. Dabei wird die historische Simulation mit 99,9 % Konfidenzniveau und 10 Tagen Haltedauer angewandt.

Ebenso werden in der GuV-orientierten Sichtweise Stresstests durchgeführt. Hier werden ein schwerer konjunktureller Abschwung und ein aus historischen Entwicklungen abgeleiteter Stress simuliert. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei unerwartet hohen Marktschwankungen die Risikotragfähigkeit gegeben ist.

In 2017 war das vom Vorstand vorgegebene Limit in der periodenorientierten Sichtweise stets eingehalten. Zum Jahresende 2017 war das Risikolimit aus Handelsgeschäften in Höhe von 5,4 Mio. EUR (Vorjahr 5,4 Mio. EUR) mit 3,8 Mio. EUR zu 69,8 % ausgelastet, so dass die Sparkasse von einer als günstig einzustufenden Risikosituation ausgeht.

Die Überwachung des Marktpreisrisikos wird im Risikocontrolling mit Hilfe des Programms SimCorp Dimension unter Beachtung der Funktionstrennung zum Handel wahrgenommen. Es wird täglich geprüft, ob sich die Marktpreisrisiken innerhalb der vorgegebenen handelsrechtlichen Limite bewegen. Darüber hinaus werden in der Risikotragfähigkeitsrechnung Einzellimite als Teillimite des Gesamtbanklimits vergeben.

Der Überwachungsvorstand wird monatlich über die Ereignisse und die Risikosituation informiert und dieser informiert den Gesamtvorstand regelmäßig anhand des monatlichen Risikoberichts Handelsgeschäfte über die Risiko- und Ertragslage der Handelsgeschäfte der Sparkasse.

Gesamtinstitutsbezogenes Zinsänderungsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko wird in der periodisch orientierten Sichtweise die negative Abweichung des Zinsüberschusses von einem zuvor erwarteten Wert verstanden. Die Abschreibungsrisiken für festverzinsliche Wertpapiere berücksichtigen wir in den Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften. In der wertorientierten Sichtweise ist dieses Risiko als negative Abweichung des Barwerts am Planungshorizont vom erwarteten Barwert definiert. Die Messung und Steuerung der Zinsänderungsrisiken erfolgt sowohl auf perioden- als auch auf wertorientierter Basis. Beide Steuerungsansätze werden eingesetzt, um Erträge zu optimieren und Risiken aus der Fristentransformation zu begrenzen.

Die Sparkasse setzt im Rahmen der institutsspezifischen Risikosteuerung bei der periodischen Ermittlung des Zinsspannenrisikos des Gesamtinstituts regelmäßig den GuV-Planer ein. Die Ermittlung und Bewertung des Zinsänderungsrisikos erfolgt monatlich.

Die wertorientierte Quantifizierung und Steuerung erfolgt mittels sDIS OSPlus anhand des Risikomaßes Value at Risk. Dabei wird ein Konfidenzniveau von 95% und einer Haltedauer von 3 Monaten zugrunde gelegt. Die Berechnung des Value at Risk beruht auf einer historischen Simulation der Markzinsänderungen.

Die anhand des Value at Risk ermittelten Marktpreisrisiken betragen per 31.12.2017 3,3 Mio. EUR. Die Entwicklung der Risiken entsprach unseren Zielen.

Darüber hinaus wird mit Hilfe dieses Instruments die Kennzahl RORAC (return on risk adjusted capital) monatlich ermittelt, bei der die Mehrperformance in Relation zum Risiko des Portfolios gesetzt wird.

Der auf der Grundlage des BaFin-Rundschreibens 11/2011 vom 09.11.2011 (Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch; Ermittlung der Auswirkungen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung) zum 31. Dezember 2017 ermittelte Zinsrisikokoeffizient gemäß § 25a Abs. 1 Satz 7 KWG betrug 14,48 % und lag damit unterhalb des aufsichtlich für erhöhte Zinsänderungsrisiken definierten Grenzwertes von 20 %. Er errechnet sich anhand einer Barwertveränderung des Zinsbuchs zu den regulatorischen Eigenmitteln bei einer Adhoc-Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um + 200 Basispunkte.

Für außergewöhnliche Marktentwicklungen werden in der periodenorientierten Sichtweise vierteljährlich Stresstests durchgeführt. Hierfür wird ein Zinsaufschlag mit 99 % Konfidenzniveau aus der historischen Pfandbriefkurve gerechnet. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei Eintritt des Stresstest die Risikotragfähigkeit jederzeit gegeben ist.

In 2017 war das vom Vorstand vorgegebene Limit in der periodenorientierten Sichtweise immer eingehalten. Im wertorientierten Limitsystem kam es ebenfalls zu keiner Überschreitung. Zum 31.12.2017 beträgt das Limit 0,4 Mio. EUR und ist nicht beansprucht. Das wertorientiert gemessene Zinsänderungsrisiko stufen wir -bezogen auf den Verbandsdurchschnitt - als durchschnittlich ein. Zinsänderungsrisiken bestehen in erster Linie bei steigenden Marktzinsen.

Zur Steuerung und Überwachung der Zinsänderungsrisiken werden dem Vorstand monatlich die Berichte über die wertorientierte Zinsänderungsrisikosteuerung zur Verfügung gestellt.

3.2.4 Operationelle Risiken

Operationelle Risiken werden als die Gefahr von Schäden definiert, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten.

Unser Ziel ist es, alle wesentlichen Risiken zu erkennen, um so den kontrollierten Umgang mit den Risiken zu ermöglichen und letztendlich die Eintrittswahrscheinlichkeit von Verlusten zu verringern.

Für den adäquaten Umgang mit operationellen Risiken ist letztendlich der Vorstand verantwortlich, dem in diesem Zusammenhang die Aufgabe der Festlegung, der regelmäßigen Überprüfung und der Sicherstellung der Rahmenbedingungen im Umgang mit operationellen Risiken zufällt.

Bei der Sparkasse werden operationelle Risiken einmal jährlich identifiziert und dokumentiert.

Dem operationellen Risiko wird mit zahlreichen Maßnahmen entgegengewirkt. Zu den installierten Regelungen zum Management operationeller Risiken zählen insbesondere zentrale Vorgaben durch Arbeitsanweisungen, laufende Kontrollen, Verwendung von rechtlich geprüften Vertragsformulierungen, Einsatz von auch gesetzlich geforderten Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten und Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Versicherbare Gefahrenpotenziale hat die Sparkasse durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgeschirmt.

Zur umfassenden Identifikation und Bewertung dieser Risiken kommen die Methoden "Schadensfalldatenbank" und seit 2012 die "Risikolandkarte" zum Einsatz. Die "Risikolandkarte" dient neben der Identifikation operationeller Risiken der szenariobezogenen Analyse von risikorelevanten Verlustpotenzialen (ex ante Betrachtung). In der "Schadensfalldatenbank" werden tatsächlich eingetretene Schäden aus operationellen Risiken ab einem Betrag von 500 EUR erfasst (ex-post Betrachtung).

Der Umfang der operationellen Risiken wird als gering eingeschätzt. Das vorgegebene Risikolimit in Höhe von 200 TEUR war zum 31.12.2017 mit 88,0 % ausgelastet. Für 2017 beträgt das gesamte Jahresverlustpotenzial im Rahmen der Risikolandkarte 1,1 Mio. EUR. Die tatsächlichen Schäden der letzten Jahre lagen deutlich unter diesem Wert.

Neben einer ad-hoc-Berichterstattung bei bedeutenden Schadensfällen erfolgt die Information über eingetretene Schadensfälle im Rahmen der vierteljährlichen Berichterstattung durch das Beauftragtenwesen an den Vorstand.

Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Sparkasse nicht wesentlich beeinträchtigen.

3.2.5 Absatzrisiken

Neben dem Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationellem Risiko wird seit 2012 auch das Absatzrisiko als wesentliche Risikoart eingestuft.

Unter dem Absatzrisiko wird das Risiko verstanden, dass die in der Vertriebsplanung festgelegten Neugeschäftsziele, insbesondere Margen und Provisionen nicht erreicht werden können. Vor allem durch ein verändertes Kundenverhalten oder auch durch Aktivitäten von Wettbewerbern können Absatzrisiken eintreten. Eine Veränderung der Nachfrage kann einerseits durch die Wettbewerbsstrategien und das Verhalten der Wettbewerber, andererseits auch durch marketingpolitische Maßnahmen (wie Produkt- und Preispolitik, Kommunikation und Vertriebswege) verursacht werden.

Ende 2017 ist das vorgegebene Risikolimit (0,2 Mio. EUR) zu 92 % ausgelastet. Eine Überwachung des Risikos erfolgt monatlich durch einen Soll-/Ist-Abgleich im Rahmen des Vertriebscontrollings. Des Weiteren erfolgt eine Betrachtung über geeignete Szenarien im Rahmen der vierteljährlichen Berichtserstattung.

3.2.6 Sonstige Risiken

Sonstige Risiken, die von den vorherigen Risikokategorien nicht erfasst werden, sind nicht von Bedeutung.

3.3 Gesamtrisikolage

Die Risikolage wird im Berichtszeitraum nicht nur von den vorgenannten Risiken geprägt, sondern insbesondere durch die stark steigenden aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen seit dem 01.01.2014 durch Basel III/CRR. Unter Berücksichtigung der von uns erwarteten Ausgestaltung der neuen Eigenmittelanforderungen ist die Risikotragfähigkeit nach derzeitigem Planungstand in den Berichtszeiträumen 2018 und 2019 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens/Substanzsituation der Sparkasse gegeben. Für Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse haben, wird ein wirksames Risikomanagement- und controlling eingesetzt. Die Risikolage ist insgesamt als nicht erhöht einzustufen. Zum Jahresende war das Gesamtbanklimit (10,0 Mio. EUR) zu 75,8 % ausgelastet. Ebenso halten wir die Eigenkapitalausstattung hinsichtlich der Unterlegung der aktuellen und zukünftigen Aktivitäten der Sparkasse für angemessen.

Risikokonzentrationen bestehen vorwiegend im Bereich der Beteiligungen und hier bei der Bayerischen Landesbank und der DekaBank, da sich eine Verschlechterung der Ertragskraft auf die Abschreibungen im Bereich Beteiligungen auswirkt. Insbesondere eine Ratingverschlechterung der Bayerischen Landesbank hat wiederum Auswirkungen auf das Adressrisiko im Eigenanlagebereich. Diese Risiken sind jedoch in der Risikotragfähigkeit über Szenarien und dazugehörige Limite abgedeckt.

Insgesamt entsprechen die Risikomanagementsysteme der Sparkasse ihrem Risikoprofil und ihrer Strategie.

4 Prognosebericht

4.1 Geschäftsentwicklung

4.1.1 Rahmenbedingungen

Die meisten aktuellen Prognosen aus Forschungsinstituten und internationalen Organisationen gehen für 2018 von einem fortgesetzten Aufschwung der Weltwirtschaft aus. Allerdings schweben einige große Risiken über diesem Ausblick, wie zum Beispiel die Gefahr protektionistischer Tendenzen. Diese würden vor allem langfristig auf Wohlstand und Wachstumsdynamik drücken. Von den Steuerreformen in den USA dürfte kurzfristig eine stimulierende Wirkung ausgehen. Geopolitische Risiken aus militärischen Konflikte und Terror können jederzeit kurzfristige Schocks auslösen. Zur Wachstumsbremse könnten auch die Schuldenstände einiger Länder und Haushalte werden. Zu den politischen Störfaktoren gehören in Europa der Brexit sowie die unklaren Perspektiven der institutionellen Weiterentwicklung der EU und des Euroraums. All diese Risiken sind für Konjunkturprognosen kaum konkret zu kalkulieren. Die einschlägigen Vorhersagen gehen in ihren Hauptszenarien jedoch davon aus, dass die Wirtschaftsentwicklung nicht in größerer Dimension beeinträchtigt wird.

Der Euroraum, der 2017 sogar etwas stärker als Deutschland gewachsen ist, dürfte auch 2018 wieder eine vergleichbar gute Rate erreichen. Weil der Aufholprozess gemessen am Arbeitsmarkt und der Kapazitätsauslastung aber in den meisten Ländern noch nicht so weit gediehen ist wie in Deutschland, bleibt der Preisauftrieb auf der Ebene des gesamten Währungsraums voraussichtlich noch etwas geringer.

In einem freundlichen außenwirtschaftlichen Umfeld kann auch die deutsche Wirtschaft in 2018 ihren Aufschwung kraftvoll fortsetzen. Der Außenhandel könnte erneut einen Beitrag zum Wachstum leisten. Der Hauptantrieb stützt sich hierzulande aber auf die Binnennachfrage. Die gute Beschäftigungslage und Einkommensentwicklung, anhaltend günstige Finanzierungsbedingungen, die Abwesenheit von breiten kreditfinanzierten Überkapazitäten und die soliden Staatsfinanzen verleihen der deutschen Wirtschaft eine sehr solide Basis (Quelle: DSGV).

Was die bayerische Wirtschaft angeht, wird für das Jahr 2018 eine stabile Wachstumsdynamik erwartet, wobei die entscheidenden Impulse erwartungsgemäß wieder von privatem Konsum und Bausektor ausgehen werden (Quelle: vbw). Laut BIHK-Konjunkturumfrage vom Herbst 2017 erreicht die Zufriedenheit der bayerischen Betriebe einen neuen Rekord. Demnach bezeichnen 58 % ihre Geschäftslage als "gut", nur 5 % sind unzufrieden. Getragen wird die Stimmung von einer robusten Nachfrage aus dem Inland. Die Konsumfreude der privaten Haushalte ist im Rahmen sicherer Arbeitsplätze, steigender Einkommen und günstiger Zinsen ungebrochen hoch. Auch die Nachfrage aus dem Ausland hat zugenommen, wovon die bayerischen Unternehmen dank ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit profitieren. Den bayerischen Unternehmern beschert die ultralockere Geldpolitik der EZB niedrige Wechselkurse und damit preisliche Wettbewerbsvorteile. Der Fachkräftemangel allerdings bleibt für die bayerische Wirtschaft weiterhin die größte Wachstumsbremse. 59 % der befragten Unternehmen im Freistaat sehen im Mangel an Fachkräften ein Risiko für ihr Unternehmen (Quelle: BIHK).

Die Europäische Zentralbank hat sich geldpolitisch für das Jahr 2018 schon weitgehend festgelegt. Ihre Anleihekäufe wird sie bis mindestens September 2018 fortzusetzen, auch wenn das monatliche Kaufvolumen mit Start zum Januar 2018 halbiert wurde. Spätestens im Sommer 2018 sind Signale der EZB dahingehend zu erwarten, wie es mit dem Anleiheprogramm weitergehen wird. Ein abruptes Ende der ultraexpansiven Geldpolitik ist jedoch nicht zu erwarten. Somit ist für 2018, wenn überhaupt, allenfalls ein sehr moderater Anstieg der Leitzinsen zu erwarten (Quelle: DSGV/BayernLB Research).

Regionale Wirtschaftsentwicklung

Gemäß der Konjunkturumfrage der IHK Schwaben zum Jahresbeginn 2018 erwartet ein Viertel der Unternehmen eine weitere Verbesserung der Geschäftslage und blickt damit wieder positiver als im Herbst in die Zukunft. 30 % rechnen mit mehr Aufträgen aus dem Inland und für den Außenhandel erwarten sogar noch etwas mehr einen erneuten Zuwachs. Besonders gute Zukunftserwartungen kommen aus der Industrie, 30 % der produzierenden Unternehmen rechnen mit einer nochmal besseren Geschäftslage, mit steigenden Auftragsvolumen aus dem In- und vor allem auch aus dem Ausland. Ähnlich optimistische Einschätzungen kommen noch von den Dienstleistungsunternehmen, aber auch in den anderen Branchen überwiegen die positiven Nennungen. Die optimistischen Aussichten stehen vor dem Hintergrund einiger Sorgen, die die Wirtschaft aktuell umtreibt. Bei den regelmäßig abgefragten wirtschaftlichen Risiken für die nächsten zwölf Monate kristallisiert sich der Fachkräftemangel als immer größer werdende Bedrohung heraus. 66 % sehen darin ein ernstes Risiko, 44 % fürchten sich vor steigenden Arbeitskosten, auch dieser Wert steigt seit einem guten Jahr stetig an. Trotz der angespannten Arbeitsmarktsituation erwarten fast ein Viertel der Unternehmen, dass sie ihre Beschäftigtenzahl weiter steigern werden. In der außenpolitischen Betrachtung sorgen sich 37 % um die Instabilität europäischer Mitgliedsländer, dieser Wert ist im Vergleich zum Herbst leicht zurückgegangen. Erfreulich ist, dass sich der Optimismus und die wirtschaftliche Entwicklung nun scheinbar auch allmählich auf die Investitionen durchschlagen 34 % der Unternehmen möchten ihre Investitionen steigern, innerhalb der Industrieunternehmen sind es sogar 37 %. Diese Werte haben sich im Vergleich zu den Vorumfragen verbessert.

4.1.2 Geschäftsentwicklung der Sparkasse

Die nachfolgenden Einschätzungen haben Prognosecharakter. Die Prognosen, die sich auf die Entwicklung der Sparkasse für das nächste Jahr beziehen, stellen Einschätzungen dar, welche die Sparkasse auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen hat. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können. Hier verfügt die Sparkasse im Rahmen ihrer Risikosteuerung über Instrumente und Prozesse, um die Abweichungen von den Erwartungen zu erkennen, zu analysieren und gegebenenfalls steuernd einzugreifen. Eine verlässliche Prognose ist aufgrund der ungelösten Staatsschuldenkrise im Euro-Raum sowie der zunehmenden Regulierung der Banken zurzeit besonders schwierig.

Chancenbericht

Aufgrund des regionalen öffentlich-rechtlichen Geschäftsmodells steht bei der Sparkasse die Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft, insbesondere des Mittelstands, und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen im Vordergrund und nicht die Gewinnmaximierung. Dies ermöglicht der Sparkasse auch einkommensschwachen Mitgliedern der Gesellschaft ihre Leistungen anzubieten. Zudem ist es möglich eine konservativ ausgerichtete Risikostrategie zu betreiben, so dass die Sicherheit der Einlagen im Vordergrund steht. Dadurch war es der Sparkasse möglich, die Belastungen der letzten Jahre aus der Finanz- und Wirtschaftskrise, sowie der Staatsschuldenkrise in der Eurozone ohne größere Belastungen zu bewältigen.

Durch unsere gute Eigenkapitalbasis sehen wir uns für die quantitativ und qualitativ zunehmenden Kapitalanforderungen gut gerüstet. Damit sind wir in der Lage bei anziehender regionaler Konjunktur jederzeit eine Kreditausweitung vornehmen zu können.

Bei einer positiven Entwicklung auf dem Aktienmarkt besteht die Chance im Kundengeschäft sowohl die Provisionserträge, als auch die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft zu steigern.

Zur Sicherung des Marktanteils wollen wir verstärkt Neukunden gewinnen, um die natürliche Fluktuation auszugleichen. Der Mediale Vertrieb soll weiter ausgebaut werden. Weitere Produkte werden zum Vertrieb auf der Online-Produkt-Homepage angeboten werden. Die Quoten des Online-Bankings und des Elektronischen Postfachs werden weiter erhöht. Ein Ziel hierbei ist die Zufriedenheit unserer Kunden zu steigern, um mehr Kundenbindung und -wachstum zu erreichen.

Weitere, bereits in der Vergangenheit identifizierte Einsparpotenziale im personellen Bereich sollen durch zusätzliche Anpassungen der Vertriebsstrukturen und Prozessvereinfachungen realisiert werden, um die Tariferhöhungen sowie die sonstigen tarifvertraglich bedingten Steigerungen größtenteils zu egalisieren und die Personalkostenquote weiter an den Vergleichsdurchschnitt heranzuführen.

Bilanzsumme

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchensituation erwarten wir für das Geschäftsjahr 2018 eine moderat steigende Bilanzsumme. Grundsätzlich verfolgen wir entsprechend unserer strategischen Ausrichtung ein Wachstumsziel, um durch ein gesteigertes Kundenvolumen eine höhere Auslastung der bestehenden Strukturen und eine höhere Rentabilität zu erreichen. Diese Ausrichtung gilt auch weiterhin in vollem Umfang für das Kreditwachstum. Die Entwicklung der Kundeneinlagen soll sich dagegen mittelfristig hauptsächlich in der Entwicklung des Verbundgeschäfts niederschlagen.

Einlagengeschäft

Um Marktanteile zu halten, wäre es grundsätzlich notwendig, ein Wachstum beim Geldvermögensziel zu erzielen. Wobei die bilanzwirksamen Bestände nur leicht steigen sollen und der Zuwachs vor allem im Wertpapierbereich erfolgen soll. Daneben sollen sich auch die Absatzzahlen der weiteren Produkte des Finanzverbundes positiv entwickeln. Aufgrund der mittelfristigen niedrigen Anlagezinsen soll bei Kundeneinlagen vermieden werden, dass sich aus den Geschäften Minusmargen ergeben. Aus diesem Grund wird auf eine Vorgabe einer Struktur (Einlagen/Wertpapiere) verzichtet.

Für das bilanzwirksame Einlagengeschäft wird eine leichte Steigerung erwartet. Darunter werden die kurzfristigen Spareinlagen, sowie die Sicht- und Geldmarkeinlagen aufgrund der Zinssituation einen Zuwachs erzielen, während bei Kapitalspareinlagen ein Rückgang der Bestände einzuplanen ist.

Im Bereich der Altersvorsorge wird die Gefahr einer rückläufigen Sparneigung gesehen. Trotzdem gilt weiterhin die Notwendigkeit, für das Alter finanziell vorzusorgen, da der Druck auf die gesetzlichen und betrieblichen Renten ebenfalls steigt. Staatliche Prämien und Zulagen werden unter Renditegesichtspunkten in einer Niedrigzinsphase an Bedeutung gewinnen. Der Fokus der Sparkasse soll daher, wie im vergangenen Jahr auf dem staatlich geförderten Vorsorgesparen liegen.

Kreditgeschäft

Im Kreditgeschäft gehen wir unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen von einem moderaten Wachstum des Bestandes aus. Maßgeblich für diese Erwartung ist einerseits, dass aufgrund unseres öffentlichen Auftrages die Kreditversorgung vor Ort gesichert werden soll, andererseits ein zu hohes Wachstum aber auch nicht zu einem Anstieg der Risiken führen darf. Nach dem weiteren Anstieg des privaten Kreditvolumens in 2017 wird auch für 2018 mit einer anhaltend regen Nachfrage nach Krediten für energetische Sanierungsmaßnahmen und Modernisierungsmaßnahmen im privaten Wohnungsbau gerechnet.

4.2 Vermögenslage

Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage ist eine angemessene Eigenkapitalzuführung gesichert. Die Sparkasse kann das für die Geschäfts- und Risikostrategie notwendige Kernkapital aus dem erwarteten künftigen Gewinn weiterhin erwirtschaften.

Die Sparkasse hat einen Prozess zur Planung des künftigen Kapitalbedarfs bis 2021 installiert. Danach können die künftig zu erwartenden regulatorischen Anforderungen auch über den Planungshorizont der Risikotragfähigkeit hinaus erfüllt werden. Neben der Planung betrachtet die Sparkasse auch adverse Szenarien.

4.3 Finanzlage

Nach unserer Finanzplanung wird die Liquidity Coverage Ratio - LCR auch im Jahr 2018 über dem in der Risikostrategie festgelegten Mindestwert liegen, so dass die aufsichtsrechtlichen Vorgaben jederzeit eingehalten werden können. Wir gehen davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist.

4.4 Ertragslage

Zinsüberschuss

Die Entwicklung des Ergebnisses vor Bewertung gemäß Betriebsvergleich wird maßgeblich durch den Zinsüberschuss geprägt. Besondere Herausforderungen werden sich in 2018 aus der Stabilisierung des Zinsüberschusses ergeben. Durch die stark zurückgehenden Zinserträge - insbesondere bedingt durch das Auslaufen höher verzinslicher Kundenengagements und Eigenanlagen - liegt der Fokus weiterhin auf der Durchsetzung von ausreichenden Margen im Kredit- und im Einlagengeschäft. Die Möglichkeiten zu einer weiteren deutlichen Reduzierung des Zinsaufwandes für Kundengelder sind allerdings aufgrund des unverändert hohen Preiswettbewerbs, insbesondere mit Direktbanken, begrenzt. Hingegen wird nur noch bei besonders preissensitiven Privatkunden mit Einlagenabzügen zu rechnen sein. In Relation zu der Durchschnittsbilanzsumme wird ein Zinsüberschuss in Höhe von 1,53 % erwartet, der deutlich unter dem diesjährigen Ergebnis liegt. Wesentliche Auswirkungen negativer Zinsen werden in 2018 nicht erwartet.

Provisionsüberschuss

Die für die Erzielung des Provisionsüberschusses notwendigen Verbundgeschäfte sind in ihrer Zielsetzung wiederum anspruchsvoll. Insbesondere die Erhöhung der Preise im Girobereich und die erhöhten Planerträge für das Wertpapiergeschäft, für das Geschäft mit S-Kreditpartner, für das Kreditkartengeschäft und für das Versicherungsgeschäft lassen ein deutlich höheres Provisionsergebnis gegenüber 2017 erwarten. Des Weiteren wird erwartet, dass das relative Ergebnis auch im Jahr 2018 in Bezug auf die Durchschnittsbilanzsumme mit 0,71 % ein Ergebnis über dem Niveau von 2017 erreichen wird.

Verwaltungsaufwendungen

Die aktive Steuerung der Personalkosten bleibt weiterhin eine wichtige Aufgabe der Sparkasse. Es wird angestrebt, die Personalkapazitäten weiter zu reduzieren. Unter der Voraussetzung, dass es zu einer natürlichen Fluktuation in gleichem Umfang wie in den Vorjahren kommt und durch ausscheidende Ruheständler frei werdende Stellen nicht nachbesetzt werden, erscheint eine Reduzierung der personellen Ausstattung möglich. Unter der Berücksichtigung einer tariflichen Gehaltssteigerung von 2,30 % für das Jahr 2018 - ergeben sich danach Personalkosten von 1,19 % der DBS und liegen leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

In der Planaufwandsrechnung werden die Sachkosten in 2018 gegenüber dem Vorjahr in Relation zur Durchschnittsbilanzsumme mit 0,55 % stabil bleiben. Für 2018 sind keine umfangreicheren Investitionen geplant, welche das Ergebnis besonders belasten könnten. Die technisch organisatorische Ausstattung ist angemessen und wird bei geänderten Anforderungen angepasst.

Die bisher national im Restrukturierungsfondsgesetz (RStruktFG) und der dazugehörigen Durchführungsverordnung geregelte Bankenabgabe wurde auf EU-Ebene im Rahmen der Bankenabwicklungsrichtlinie (Richtlinie 2014/59/EU (BRRD) mit Wirkung vom 01.01.2015 neu geregelt. Sie führte in 2017 zu einer zusätzlichen Belastung der Ertragslage in Höhe von 6 TEUR. Die Sparkasse geht für das Folgejahr von einer Bankenabgabe in ähnlicher Höhe aus.

Betriebsergebnis

Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir daher ein, auf 0,50 % der Durchschnittsbilanzsumme sinkendes Betriebsergebnis vor Bewertung. Die Cost-Income-Ratio wird voraussichtlich aufgrund der obigen Ausführungen leicht ungünstiger als im Jahr 2017 ausfallen. Bei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage ist eine Eigenkapitalzuführung entsprechend den aufsichtsrechtlichen Erfordernissen auch in Zukunft gewährleistet.

Bewertungsergebnis

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der Konjunkturentwicklung auch durch die regionale Wirtschaftsentwicklung erheblich beeinflusst. Wir rechnen auf der Basis unserer gegenwärtigen Einschätzungen auch für das laufende Jahr mit einer moderaten Risikovorsorge. Abschreibungen werden voraussichtlich für unsere Eigenanlagen im Wertpapiergeschäft entsprechend der allgemeinen Zinsentwicklung nur in geringem Umfang erforderlich sein. Auf Beteiligungen könnten voraussichtlich auch im Jahr 2018 wieder Abschreibungen notwendig werden. In Summe ist davon auszugehen, dass das Bewertungsergebnis auf dem Niveau von 2017 sein wird.

Zusammenfassender Ausblick

Die Perspektiven hinsichtlich der Geschäftsentwicklung beurteilen wir für das Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 tendenziell negativer. Soweit aus heutiger Sicht prognostizierbar, erwarten wir unter dem Einfluss eines weiter zurückgehenden Zinsüberschusses und nach Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses ein niedrigeres Jahresergebnisses nach Steuern. Die Sparkasse kann das für die Geschäfts- und Risikostrategie notwendige Kernkapital aus dem erwarteten künftigen Gewinn weiterhin selbst erwirtschaften. Aus heutiger Sicht ist das Ergebnis nur schwer prognostizierbar und von einer hohen Unsicherheit geprägt.

 

Nördlingen, den 20. März 2018

Sparkasse Nördlingen

Vorstand

Winter

Wiesinger

 

Nördlingen, den 04. Mai 2018

Sparkasse Nördlingen

Vorsitzender des Verwaltungsrats

Faul

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

der Sparkasse Nördlingen

Sitz Nördlingen
eingetragen beim  
Amtsgericht Augsburg
Handelsregister-Nr. HRA 13394

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktivseite

EUR EUR EUR 31.12.2016
TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     3.257.054,21   2.666
b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank     9.483.704,76   7.888
        12.740.758,97 10.555
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
b) Wechsel     0,00   0
        0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     1.413.226,15   8.767
b) andere Forderungen     34.238.637,48   42.235
        35.651.863,63 51.001
4. Forderungen an Kunden       290.998.810,11 281.340
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 153.697.422,52 EUR       (148.822)
Kommunalkredite 12.494.861,76 EUR       (13.958)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00     0
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 EUR       (0)
      0,00   0
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   1.500.000,00     1.500
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 1.500.000,00 EUR       (1.500)
bb) von anderen Emittenten   94.086.201,29     75.115
darunter:          
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 94.086.201,29 EUR       (75.115)
      95.586.201,29   76.615
c) eigene Schuldverschreibungen     0,00   0
Nennbetrag 0,00 EUR       (0)
        95.586.201,29 76.615
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       15.760.863,23 15.851
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen       8.205.719,82 7.845
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00 EUR       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 178.270,08 EUR       (178)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00 EUR       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR       (0)
9. Treuhandvermögen       11.709,00 92
darunter:          
Treuhandkredite 11.709,00 EUR       ( 92 )
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     982,00   1
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00   0
        982,00 1
12. Sachanlagen       751.273,33 829
13. Sonstige Vermögensgegenstände       1.179.960,98 1.253
14. Rechnungsabgrenzungsposten       161.585,98 176
Summe der Aktiva       461.049.728,34 445.559

Passivseite

         
    EUR EUR EUR 31.12.2016
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     3,73   0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     36.150.880,76   36.365
        36.150.884,49 36.365
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   91.105.492,04     83.045
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   48.009.047,89     58.649
      139.114.539,93   141.694
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   221.378.374,91     198.459
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   11.029.484,05     16.984
      232.407.858,96   215.442
        371.522.398,89 357.137
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     0,00   0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00   0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00 EUR       (0)
        0,00 0
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       11.709,00 92
darunter:          
Treuhandkredite 11.709,00 EUR       (92)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       445.137,95 447
6. Rechnungsabgrenzungsposten       68.807,21 38
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     5.037.229,00   4.682
b) Steuerrückstellungen     249.922,40   294
c) andere Rückstellungen     1.676.808,60   2.031
        6.963.960,00 7.006
8. (weggefallen)          
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter:          
vor Ablaufvon zwei Jahren fällig 0,00 EUR       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       16.250.000,00 15.400
12. Eigenkapital          
a) gezeichnetes Kapital     0,00   0
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Gewinnrücklagen          
ca) Sicherheitsrücklage   29.172.898,63     28.599
      29.172.898,63   28.599
d) Bilanzgewinn     463.932,17   474
        29.636.830,80 29.073
Summe der Passiva       461.049.728,34 445.559
1. Eventualverbindlichkeiten      
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00   0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 4.976.920,90   5.669
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00   0
    4.976.920,90 5.669
2. Andere Verpflichtungen      
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00   0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00   0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 24.528.572,89   22.922
    24.528.572,89 22.922

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

EUR EUR EUR 1.1.-31.12.2016
TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   7.529.459,13     8.066
abgesetzte negative Zinsen 39.962,86 EUR       (7)
aus der Abzinsung von Rückstellungen 0,06 EUR       (0)
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   968.207,68     1.002
abgesetzte negative Zinsen 0,00 EUR       (0)
      8.497.666,81   9.068
2. Zinsaufwendungen     1.133.470,02   1.491
abgesetzte positive Zinsen 6.395,43 EUR       (3)
aus der Aufzinsung von Rückstellungen 3.343,19 EUR       (10 )
        7.364.196,79 7.577
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     733.287,75   531
b) Beteiligungen     226.283,07   235
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00   0
        959.570,82 765
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     2.959.734,56   2.729
6. Provisionsaufwendungen     102.271,55   102
        2.857.463,01 2.626
7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       228.645,08 279
aus der Fremdwährungsumrechnung 29.783,86 EUR       (29)
aus der Abzinsung von Rückstellungen 0,00 EUR       (0)
9. (weggefallen)          
        11.409.875,70 11.247
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   4.234.492,50     4.249
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   1.213.795,77     1.290
darunter:          
für Altersversorgung 438.644,46 EUR       (486)
      5.448.288,27   5.539
b) andere Verwaltungsaufwendungen     2.301.560,77   2.380
        7.749.849,04 7.919
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       137.009,73 146
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       479.960,04 466
aus der Fremdwährungsumrechnung 6.867,74 EUR       (4)
aus der Aufzinsung von Rückstellungen 428.187,76 EUR       (162)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     1.281.358,15   0
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00   47
        1.281.358,15 47
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     0,00   215
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     355.619,19   0
        355.619,19 215
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken       850.000,00 1.150
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       1.267.317,93 1.398
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 0
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     690.691,97   812
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     12.693,79   13
        703.385,76 824
25. Jahresüberschuss       563.932,17 574
26. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        563.932,17 574
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen          
a) aus der Sicherheitsrücklage     0,00   0
b) aus anderen Rücklagen     0,00   0
        0,00 0
        563.932,17 574
28. Einstellungen in Gewinnrücklagen          
a) in die Sicherheitsrücklage     100.000,00   100
b) in andere Rücklagen     0,00   0
        100.000,00 100
29. Bilanzgewinn       463.932,17 474

Anhang

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

In Ausübung des Wahlrechtes nach § 11 Satz 3 RechKredV enthalten die zu Posten oder Unterposten der Bilanz nach Restlaufzeiten gegliederten Beträge keine anteiligen Zinsen. Das jeweilige Wahlrecht zur Aufrechnung gemäß § 340f Abs. 3 HGB und § 340c Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Forderungen

Forderungen an Kunden und Kreditinstitute (einschließlich Schuldscheindarlehen) haben wir zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt.

Für akute Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen an Kunden in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Aufgrund der geringen Forderungsausfälle in der Vergangenheit war im Geschäftsjahr keine Pauschalwertberichtigung zu bilden.

Wertpapiere

Die Wertpapiere der Liquiditätsreserve und des Anlagebestands werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. Marktpreis oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Beteiligungen

Beteiligungen werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. In 2008 erfolgte bei neu erworbenen beweglichen Vermögensgegenständen der Wechsel von der degressiven auf die lineare Abschreibung auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Bis 2009 erworbene oder selbst erstellte Gebäude werden planmäßig mit den höchsten steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Ab 2010 angeschaffte oder selbst erstellte Gebäude werden linear nach dem Wertverzehr abgeschrieben. Liegt der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen über dem Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist und handelt es sich dabei um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 150 Euro ohne Umsatzsteuer nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst.

Die in der Vergangenheit vorgenommenen steuerlichen Abschreibungen i.S.d. § 254 HGB a.F. werden vollständig fortgeführt.

Für geringwertige immaterielle Vermögensgegenstände von über 150 Euro bis einschließlich 410 Euro jeweils ohne Umsatzsteuer sowie für geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens von über 150 Euro bis einschließlich 1000 Euro jeweils ohne Umsatzsteuer wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Unterschied zwischen dem Erfüllungs- und dem Ausgabebetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen und zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst.

Rückstellungen

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Soweit erforderlich werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt keine Abzinsung. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln 2005 G ermittelt. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 3,71 %. Aus der Berechnung der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und der vergangen sieben Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 620 TEUR. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,25 % (ohne Karrieretrend) und Rentensteigerungen von jährlich 2,25 % unterstellt. Der Karrieretrend wurde gesondert berücksichtigt. Bei der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wurde unterstellt, dass sich der Verpflichtungsumfang sowie der Diskontsatz erst zum Ende der Periode ändern. Die Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes bzw. Zinseffekten einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden saldiert mit dem Aufzinsungsergebnis im sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

Für die Verpflichtung zur Leistung von Beihilfen an Pensionäre und aktive Mitarbeiter für die Zeit ihres Ruhestandes in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen wird eine Rückstellung gebildet. Der Bemessung wird die aktuelle Sterbetafel des BMF (Bundesministerium der Finanzen) zur Bewertung einer lebenslangen Nutzung oder Leistung gemäß § 14 Abs. 1 BewG und die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB für die Ermittlung des Abzinsungssatzes zugrunde gelegt. Bei dieser sowie allen übrigen wesentlichen Rückstellungen wird die Änderung des Verpflichtungsumfangs bei der Aufzinsung unterjährig berücksichtigt. Die Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Falle von Rückstellungen für Bankprodukte im Zinsbereich, ansonsten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Erfolge aus Zinseffekten einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden in dem GuV-Posten ausgewiesen, in dem auch die Aufwendungen zur Rückstellungsdotierung ausgewiesen werden. Auch bei der Ermittlung der Aufzinsungserfolge dieser Rückstellungen haben wir unterstellt, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes erst zum Ende der Periode eintritt.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)

Zur Ermittlung eines ggf. bestehenden Verpflichtungsüberschusses ist eine Gesamtbetrachtung aller bilanziellen und außerbilanziellen Finanzinstrumente des Bankbuchs unter Berücksichtigung aller bis zur vollständigen Abwicklung zu erwartenden Risiko- und Verwaltungskosten vorgenommen worden. Hierbei ist die Ermittlung anhand einer barwertigen Betrachtung erfolgt. Eine Rückstellung war nicht erforderlich.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Im Geschäftsjahr wurde eine weitere Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB vorgenommen.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 256a i.V.m. 340h HGB. Eine besondere Deckung gemäß § 340h HGB sehen wir als gegeben an, soweit eine Identität von Währung und Betrag der Gesamtposition je Währung vorliegt. Die Umrechnungsergebnisse aus Geschäften, die in die besondere Deckung einbezogen sind, werden saldiert je Währung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung außerhalb der besonderen Deckung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Aktivseite

Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute

In diesem Posten sind enthalten: 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
- Forderungen an die eigene Girozentrale 21.515 36.874
Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:    
Posten 3 b) andere Forderungen    
- bis drei Monate 4.000 9.000
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 10.115 13.095
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 15.000 15.000
- mehr als fünf Jahre 5.000 5.000

Posten 4: Forderungen an Kunden

In diesem Posten sind enthalten: 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
- Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.165 4.168
Die Forderungen gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:    
- bis drei Monate 11.041 7.404
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 26.477 22.610
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 99.395 102.472
- mehr als fünf Jahre 146.909 140.556
- mit unbestimmter Laufzeit 6.735 7.994

Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

In diesem Posten sind enthalten: 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
- Im folgenden Geschäftsjahr fällige Wertpapiere 13.079 8.035
- Börsenfähige Wertpapiere (ohne antizipative Zinsen), davon sind 95.082 76.124
- börsennotiert 70.458 70.476
- nicht börsennotiert 24.624 5.648

Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

In diesem Posten sind enthalten: 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
- Börsenfähige Wertpapiere, davon sind 15.585 15.620
- börsennotiert 449 0
- nicht börsennotiert 15.136 15.620

Posten 7: Beteiligungen

Unter den Beteiligungen werden die Anteile an folgenden Unternehmen ausgewiesen. Die Unternehmen weisen nach den letzten uns vorliegenden Jahresabschlüssen Eigenkapital und Ergebnis wie folgt aus:

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des Kapitalanteils
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des Geschäftsjahres
TEUR
Deka Erwerbsgesellschaft mbH & Co. KG, Neuhardenberg 0,05 1.820.999 ---
    (31.12.2016)  
Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG, Bad Homburg v.d. Höhe 0,04 626.764 45.284
    (30.09.2016) (2015/2016)
LBS-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, München 0,27 360.775 ---
    (31.12.2016)  
Versicherungsbeteiligungsgesellschaft bayerischer und rheinland-pfälzischer Sparkassen mbH & Co. KG, München 0,24 1.308.360 ---
    (30.06.2017)  
Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG, Neuhardenberg 0,05 3.309.325 ---
    (31.12.2016)  
Bayern Card-Services Beteiligungs GmbH & Co. KG, München 0,27 2.792 3.894
    (31.12.2016) (2016)
IZB SOFT Verwaltungs-GmbH & Co. KG, München 0,27 22.491 -45
    (31.12.2016) (2016)
S-Immo-Beteiligungs-GmbH & Co. KG, München 0,22 5.452 797
    (31.12.2016) (2016)

Darüber hinaus ist die Sparkasse Nördlingen an folgenden Unternehmen beteiligt, die keinen Jahresabschluss offenzulegen haben:

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des Kapitalanteils
%
Sparkassenverband Bayern Körperschaft des öffentlichen Rechts, München (Stammkapital I) 0,27
Sparkassenverband Bayern Körperschaft des öffentlichen Rechts, München (Stammkapital II) 0,38

Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB ist für die Beurteilung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung.

Posten 9: Treuhandvermögen

Das Treuhandvermögen betrifft in voller Höhe Forderungen an Kunden.

Posten 12: Sachanlagen

In diesem Posten sind enthalten: 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 58 53
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 386 456

Posten 14: Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält 13 TEUR (im Vorjahr 27 TEUR) Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag, soweit dieser höher ist als der Ausgabebetrag.

Latente Steuern

Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz und außerbilanzieller Korrekturen inklusive negativer/positiver Anleger-Aktien-/Immobiliengewinne bestehen zum 31. Dezember 2017 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen durch absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Künftige Steuerentlastungen ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen bei den Forderungen an Kunden, Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, Sachanlagen und Rückstellungen. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 27,675 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zuzüglich Solidaritätszuschlags). Aus Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden bei den Berechnungen mit 15,825 % bewertet. Verlustvorträge, die zu einer Steuerentlastung führen und kompensatorisch in die Berechnung der latenten Steuern einzubeziehen sind, bestehen nicht.

Entwicklung des Anlagevermögens

Entwicklung des Anlagevermögens (Angaben in TEUR)
Immaterielle Anlagewerte Sachanlagen Sonstige Vermögensgegenstände
Entwicklung der Anschaffungs- Herstellung Stand am 1.1. des Geschäftsjahres   52 5.509 1
  Zugänge   --- 59 ---
  Abgänge   4 171 ---
  Umbuchungen   --- --- ---
  Stand am 31.12. des Geschäftsjahres   48 5.397 1
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen Stand am 1.1. des Geschäftsjahres   51 4.680 ---
  Abschreibungen im Geschäftsjahr   0 137 ---
  Zuschreibungen im Geschäftsjahr   --- --- ---
  Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen --- --- ---
    im Zusammenhang mit Abgängen 4 171 ---
    im Zusammenhang mit Umbuchungen --- --- ---
  Stand am 31.12. des Geschäftsjahres   47 4.646 ---
Buchwerte Stand am 31.12. des Geschäftsjahres   1 751 1
  Stand am 31.12. des Vorjahres   1 829 1

Soweit das bewegliche Sachanlagevermögen über der Grenze der geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG) liegen aber 3.000 EUR nicht übersteigen, wird als Abgangszeitpunkt für den Anlagespiegel erstmalig pauschal der Zeitpunkt der vollständigen Abschreibung herangezogen.

Bilanzposten Buchwert 31.12.2016
TEUR
Nettoveränderungen
TEUR
Buchwert 31.12.2017
TEUR
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 231 - 55 176
Beteiligungen 7.845 + 361 8.206

Passivseite

Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In diesem Posten sind enthalten: 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
- Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale 36.151 36.365
- Durch eigene Vermögenswerte besicherte Verbindlichkeiten 36.151 36.365
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:    
Posten 1 b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist    
- bis drei Monate 1.054 1.119
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 3.153 3.413
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 14.595 15.001
- mehr als fünf Jahre 17.346 16.826

Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

In diesem Posten sind enthalten: 31.12.2017
TEUR
31.12.2016
TEUR
- Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 1
Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach ihren Restlaufzeiten wie folgt:    
Posten 2 a ab) Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten    
- bis drei Monate 5.173 5.050
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 31.715 35.827
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 11.121 17.772
- mehr als fünf Jahre 0 0
Posten 2 b bb) andere Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist    
- bis drei Monate 1.209 4.255
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 4.283 4.507
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 4.383 6.878
- mehr als fünf Jahre 1.154 1.344

Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten

Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen in voller Höhe auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält 69 TEUR (im Vorjahr 38 TEUR) Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von Hypothekendarlehen und anderen Forderungen mit ihrem Nennbetrag, soweit dieser höher als der Auszahlungsbetrag oder die Anschaffungskosten ist und Zinscharakter hat.

Mehrere Posten betreffende Angaben

Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung

Auf Fremdwährung lauten Vermögensgegenstände im Gesamtbetrag von 981 TEUR und Verbindlichkeiten im Gesamtbetrag von 900 TEUR.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN UNTER DEM BILANZSTRICH

Posten 2: Andere Verpflichtungen

Wir gehen derzeit davon aus, dass die unwiderruflichen Kreditzusagen von den Kreditnehmern in Anspruch genommen werden. Es sind keine wirtschaftlichen Belastungen der Sparkasse aus den unwiderruflichen Kreditzusagen erkennbar. In den unwiderruflichen Kreditzusagen sind nach den Erkenntnissen der Sparkasse keine ausfallgefährdeten Kredite enthalten.

ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die angefallenen und mit den Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen verrechneten negativen bzw. positiven Zinsen werden abweichend zum Vorjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung als darunterPositionen zu GuV-Posten 1a bzw. 2 ausgewiesen und nicht mehr im Anhang angegeben. Dies gilt auch für die Vorjahreszahlen.

Posten 5: Provisionserträge - Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung

Die wesentlichen an Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung entfallen auf die Vermittlung von Produkten der Verbundpartner (Versicherung, Bausparverträge, Immobilien, Investmentzertifikate, Leasingverträge).

Posten 29: Bilanzgewinn

Der Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 in seiner für den 16. Juli 2018 vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn vollständig der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

Ausschüttungssperre

Am Abschlussstichtag bestehen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB (Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und der vergangenen sieben Geschäftsjahre) ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 620 TEUR.

Der Bilanzgewinn unterliegt keiner Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB, da in Vorjahren bzw. aufgrund der Vorwegzuführung bereits in diesem Zusammenhang 674 TEUR der Sicherheitsrücklage zugeführt wurden.

SONSTIGE ANGABEN

Derivative Finanzinstrumente

Die Arten und der Umfang derivativer Finanzinstrumente, bezogen auf die Nominalwerte der zu Grunde liegenden Referenzwerte, sind in folgender Aufstellung zusammengestellt:

Derivative Finanzinstrumente
Nominalbeträge
nach Restlaufzeiten
- in TEUR - Bis 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Insgesamt
Währungsrisiken        
Devisentermingeschäfte 3.502 --- --- 3.502
Davon Handelsgeschäfte --- --- --- ---
Davon Deckungsgeschäfte 1.751 --- --- 1.751

Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente

- in TEUR - Nominalbeträge Zeitwert positiv Zeitwert negativ Buchwert Bilanzausweis
Währungsrisiken          
Devisentermingeschäfte 3.502 46 39 --- ---

Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte werden aus den Barwerten der gegenläufigen Zahlungsströme (in Fremdwährung und in Euro) unter Anwendung der Zero-Zinsstrukturkurve der jeweiligen Währung zum Bilanzstichtag ermittelt, die den Veröffentlichungen Reuters entnommen werden. Die Umrechnung erfolgt anhand der zuletzt verfügbaren WährungsSpotkurse.

Angaben zu nicht passivierten pensionsähnlichen Verpflichtungen

Der Träger bzw. die Sparkasse ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZVK). Versichert sind bei dieser Kasse alle Beschäftigten, die unter den Geltungsbereich des TVöD-S fallen. Der TVöD-S gewährt den unter den Geltungsbereich des TVöD-S fallenden Beschäftigten grundsätzlich einen Anspruch auf Verschaffung einer Zusatzversorgung. Der Anspruch entsteht bei beiderseitiger Tarifgebundenheit oder wenn die Arbeitsvertragsparteien die Anwendbarkeit des TVöD-S im Arbeitsvertrag vereinbart haben. Grundlage der Versicherung bei der ZVK ist seit dem 01.01.2002 der Tarifvertrag über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (ATV-K). Nach wie vor gewährt die ZVK eine Alters- und Hinterbliebenenrente sowie Erwerbsminderungsrenten. Die Höhe der Versorgungszusage errechnet sich nach der Betriebsrentenformel der ZVK. Das Punktemodell basiert auf dem Prinzip, dass Beiträge zur Zusatzversorgung, multipliziert mit einem Altersfaktor, Versorgungspunkte für die Beschäftigten ergeben. Es werden Leistungen zugesagt, die sich ergeben würden, wenn eine Gesamtbeitragsleistung von 4 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts vollständig in ein kapitalgedecktes System einbezahlt werden würde.

Bei der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden werden seit der Umstellung vom Gesamtversorgungsmodell auf ein betriebsrentenrechtliches Punktemodell sowohl Umlagen als auch Beiträge erhoben. Die Erhebung von Umlagen ist erforderlich, um die Anwartschaften und laufenden Rentenverpflichtungen aus der Zeit vor der Umstellung finanzieren zu können. Der Umlagesatz beträgt 3,75 % der Bemessungsgrundlage. Der Zusatzbeitrag (4 % der Bemessungsgrundlage) dient dem Aufbau einer Kapitaldeckung für Anwartschaften, die seit der Umstellung entstehen. Die Aufwendungen der Sparkasse belaufen sich in 2017 auf 303 TEUR. Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter beträgt 3.753 TEUR.

Der für den derzeit nicht vorgesehenen Fall einer Beendigung der Mitgliedschaft oder eines Wechsels in einen kapitalgedeckten Abrechnungsverband nach der Satzung der ZVK anfallende Ausgleichsbetrag belief sich am Ende 2017 auf 9.777 TEUR. Der Ausgleichsbetrag wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen von der ZVK berechnet und umfasst den Barwert der Leistungsverpflichtungen der ZVK, die aus der Mitgliedschaft der Sparkasse Nördlingen im umlagefinanzierten Abrechnungsverband resultieren. Für die Ermittlung wird ein Rechnungszins von zurzeit 0,90 % (gemäß Deckungsrückstellungsverordnung) herangezogen; das Kassenvermögen der ZVK (Kollektivvermögen aller Mitglieder im umlagefinanzierten Abrechnungsverband) bleibt unberücksichtigt. Im Hinblick auf die Vergleichbarkeit des bei Ermittlung des Ausgleichsbetrages zu Grunde gelegten Rechnungszinses mit dem für die Berechnung der unmittelbaren Pensionsverpflichtungen verwendeten Abzinsungssatz geben wir informativ zusätzlich den Betrag an, der sich bei einem Zinssatz von 3,71 % ergeben hätte. Dieser Betrag beläuft sich auf 6.443 TEUR.

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Verwaltungsrates

Im Hinblick auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes wurde von der Möglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

An die Mitglieder des Verwaltungsrates wurden vor Abzug kommunalrechtlich notwendiger Abführungen an die jeweiligen Trägerkommunen Gesamtbezüge in Höhe von 62 TEUR vergütet.

Pensionsrückstellungen und -Zahlungen für bzw. an frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene

An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden 173 TEUR gezahlt; die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen am 31.12.2017 1.936 TEUR.

Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat

Die Sparkasse hatte zum 31.12.2017 Kredite an Mitglieder des Verwaltungsrates in Höhe von 4 TEUR gewährt.

Honorare für den Abschlussprüfer

Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern ist gemäß § 22 SpkO sowie § 340k HGB gesetzlicher Abschlussprüfer unseres Jahresabschlusses. Für Abschlussprüfungsleistungen fielen im Geschäftsjahr 2017 Aufwendungen in Höhe von 147 TEUR an; davon betrafen 9 TEUR das Vorjahr. Die Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen belaufen sich auf 21 TEUR.

Verwaltungsrat und Vorstand

Verwaltungsrat

Vorsitzender: Hermann Faul, Oberbürgermeister der Stadt Nördlingen
Stellvertretender Vorsitzender: Stefan Rößle, Landrat des Landkreises Donau-Ries
Mitglieder: Ulrich Lange, Mitglied des Bundestages
  Erich Schmidt, ehemaliger Geschäftsführer eines Kommunikationsunternehmens
  Jörg Schwarzer, Geschäftsführer eines Reise- und Verkehrsbüros

Vorstand

Vorsitzender: Wolfgang Winter
Mitglieder: Karlheinz Wiesinger

Mitarbeiter / -innen

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: 2017
Vollzeitkräfte 45
Teilzeit- und Ultimokräfte 55
  100
Auszubildende 6
Insgesamt 106

 

Nördlingen, den 20. März 2018 Sparkasse Nördlingen

Vorstand

Winter

Wiesinger

 

Nördlingen, den 04. Mai 2018

Sparkasse Nördlingen

Vorsitzender des Verwaltungsrats

Faul

Offenlegung nach § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2017

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Sparkasse Nördlingen hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Sparkasse Nördlingen besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Sparkasse Nördlingen definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2017 11.410 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 78,09.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 1.267 TEUR.

Die Steuern auf den Gewinn betragen 691 TEUR. Die Steuern betreffen laufende Steuern.

Die Sparkasse Nördlingen hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sparkasse Nördlingen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sparkasse Nördlingen, bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sparkasse für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31.12.2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften von der Sparkasse unabhängig und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. § 340 k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bewertung der Forderungen an Kunden

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang, Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

Das Risiko für den Abschluss

Die im Jahresabschluss zum 31.12.2017 unter der Bilanzposition Aktiva 4 ausgewiesenen Forderungen an Kunden weisen in Relation zur Bilanzsumme ein beträchtliches Volumen auf. Die Identifikation eines Wertberichtigungserfordernisses und die Ermittlung einer Einzelwertberichtigung für eine Kundenforderung beinhalten wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten ergeben. Die Bewertung der Forderungen an Kunden hat daher wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Bereits im Rahmen unserer vorgezogenen Prüfung des Kreditgeschäfts haben wir die Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Prozesse zu den Risikoklassifizierungsverfahren im Kundenkreditgeschäft geprüft. Hierdurch haben wir unter anderem verifiziert, ob die Prozesse der Sparkasse geeignet sind, Kreditnehmer mit erhöhten latenten Ausfallrisiken und akuten Ausfallrisiken zeitnah zu identifizieren.

Ferner haben wir die Prozesse zur Kreditüberwachung und Risikovorsorgebildung sowie die Verfahren zur Risikofrüherkennung im Kundenkreditgeschäft analysiert und daraufhin beurteilt, ob diese Prozesse bzw. Verfahren geeignet sind, drohende Kreditausfälle zeitnah zu identifizieren sowie die Werthaltigkeit der Forderungen an Kunden angemessen abzubilden. Relevante Schlüsselkontrollen haben wir anhand von Einzelfällen aus dem Kreditbestand auf deren Wirksamkeit getestet.

Darüber hinaus haben wir anhand einzelner Kreditengagements untersucht, ob Indikatoren für Kreditausfälle bestehen und ob zeitnah in angemessener Höhe Einzelwertberichtigungen gebildet wurden. Die Auswahl der Kreditengagements erfolgte risikoorientiert, unter besonderer Berücksichtigung von Bonitäts- und Besicherungsaspekten. Bei Feststellung von Indikatoren für Kreditausfälle wurden die von der Sparkasse getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit, Konsistenz und Widerspruchsfreiheit untersucht.

Unsere Schlussfolgerungen

Die eingerichteten Prozesse zur Risikoklassifizierung, Kreditüberwachung und Risikovorsorgebildung sowie die Verfahren zur Risikofrüherkennung sind angemessen und wirksam, um drohende Kreditausfälle im Kundenkreditgeschäft zeitnah zu identifizieren und Einzelwertberichtigungen im Einklang mit den einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften zu ermitteln und fortzuschreiben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter (Vorstand) und des Aufsichtsorgans (Verwaltungsrat) für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten und unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssach-verhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind nach § 22 Abs. 3 der Sparkassenordnung i. V. m. § 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht nach Artikel 11 EU-APrVO in Einklang stehen.

Die wesentliche Leistung, die von uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Sparkasse erbracht haben und die im Jahresabschluss oder im Lagebericht nicht konkretisiert ist, betrifft die Prüfung gemäß § 36 Wertpapierhandelsgesetz.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer für die Prüfung ist Herr Markus Eckhardt.

 

München, den 7. Mai 2018

PRÜFUNGSSTELLE DES SPARKASSENVERBANDES BAYERN

Schmidt, Wirtschaftsprüferin

Eckhardt, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Nördlingen hat während des Berichtsjahres die ihm nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen obliegenden Aufgaben wahrgenommen. In seinen 7 Sitzungen wurde der Verwaltungsrat vom Vorstand laufend über die wirtschaftliche Entwicklung, grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik sowie über alle wichtigen Angelegenheiten der Sparkasse eingehend unterrichtet.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und Lagebericht hat die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Verwaltungsrat hat von dem Prüfungsergebnis Kenntnis genommen und stimmt diesem zu. Mit Beschluss des Verwaltungsrats vom 16. Juli 2018 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 festgestellt sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2017 gebilligt.

Entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes beschloss der Verwaltungsrat, den Bilanzgewinn des Jahres 2017 von 463.932,17 EUR in voller Höhe der Sicherheitsrücklage zuzuführen.

 

Nördlingen, den 16. Juli 2018

Vorsitzender des Verwaltungsrats

Hermann Faul, Oberbürgermeister

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