Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 202747
Eingetragen
13.6.1986
Branche
Großhandel mit TextilienEinzelhandel mit TextilienGroßhandel mit Bekleidung
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung, sowie der Vertrieb von modischen Textilien und von Produkten im sogenannten Lifestyle-Segment, aller Art im Groß- und Einzelhandel im Inland sowie im Ausland, sowie der Entwurf und das Design von Textilien und Lifestyle-Segmenten (z.B. Schmuck, Sonnenbrillen, Einrichtungsgegenstände, Dekoartikel, Souvenirs usw.). im Groß- und Einzelhandel, einschließlich Franchisekonzepten sowie Onlineshops und Factory-Outlets-Stores. Desweiteren die Vermarktung der Marke "rich & royal" im In- und Ausland. Weiterer Gegenstand sind alle Dienst- und Warenleistungen, die zur Errichtung von Einzelhandelsgeschäften und Verkaufsflächen in Einzelhandelsgeschäften notwendig sind, insbesondere Einrichtungs- und Vermittlungsleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Patrick Stupp
seit 10.2.2009
Geschäftsführer
Denis Stupp
seit 10.2.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Patrick Stupp
71691 Freiberg a.N., Siemensstraße 11
550.000 €
50.00%
Denis Stupp
71691 Freiberg a.N., Blumenweg 12
550.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PETER STUPP DESIGN Mode GmbH

Freiberg a.N.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.357,00 29.944,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 244.097,00 220.132,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.003.183,00 814.594,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.905,25
1.247.280,00 1.042.631,25
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 602.393,00 394.012,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.023.464,00 3.235.312,00
5.625.857,00 3.629.324,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.830.458,91 1.842.272,05
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.372.931,20 1.686.065,40
3.203.390,11 3.528.337,45
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.455.278,59 4.835.847,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 65.816,48 36.450,51
11.618.979,18 13.102.534,95

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.100.000,00 1.100.000,00
II. Gewinnvortrag 5.666.569,11 4.345.196,68
III. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) -687.510,61 1.321.372,43
6.079.058,50 6.766.569,11
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 523.211,80 786.324,67
2. Sonstige Rückstellungen 1.293.144,60 1.178.571,47
1.816.356,40 1.964.896,14
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 34.200,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.813.521,73 2.307.654,99
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.910.042,55 2.029.214,71
3.723.564,28 4.371.069,70
11.618.979,18 13.102.534,95

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 31.453.087,03 29.377.757,54
2. Sonstige betriebliche Erträge 810.817,49 1.819.663,89
32.263.904,52 31.197.421,43
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 18.550.864,45 16.838.887,59
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 170.627,76 132.953,54
18.721.492,21 16.971.841,13
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.496.350,57 3.782.988,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 848.378,30 755.109,35
5.344.728,87 4.538.097,49
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 373.797,03 416.138,27
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.525.897,11 7.187.855,52
-702.010,70 2.083.489,02
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.540,29 6.538,20
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.484,61 37.408,48
9. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (i. V. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ) -97.364,19 626.135,08
83.419,87 -657.005,36
10. Ergebnis nach Steuern -618.590,83 1.426.483,66
11. Sonstige Steuern 34.419,78 57.111,23
12. Aufwendungen aus Teilgewinnabführungsverträgen 34.500,00 48.000,00
13. Jahresfehlbetrag (i. V. Jahresüberschuss) -687.510,61 1.321.372,43

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

der PETER STUPP DESIGN Mode GmbH, Freiberg am Neckar

I. Allgemeine Angaben

Die PETER STUPP DESIGN Mode GmbH hat ihren Sitz in Freiberg am Neckar und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart unter der Nummer HRB 202747 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

II. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung

Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden regelmäßig betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 2 und 15 Jahren angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung der handelsrechtlichen Mindestbestandteile angesetzt, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet, dabei wurden für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch die Bildungen von Wertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit den vorsichtig geschätzten Erfüllungsbeträgen angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern wesentlich, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 500.000,00 (Vorjahr: TEUR 0). Die ursprünglich bis zum 31. Dezember 2022 gewährten Darlehen wurden in 2022 bis zum 31. Dezember 2023 verlängert. Ende 2023 erfolgte eine Verlängerung bis zum 31. Dezember 2024 und Ende 2024 bis zum 31. Dezember 2025. Alle übrigen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital lautet unverändert auf EUR 1.100.000,00.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Warenrücklieferungen (TEUR 697), Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich (TEUR 126), Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (TEUR 220) und für Jahresabschlussarbeiten (TEUR 110).

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022

davon Restlaufzeiten davon durch Grundpfandrechte gesichert
Gesamt unter 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 34.200,00 34.200,00 0,00 0,00 34.200,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.813.521,73 1.813.521,73 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 2.307.654,99 2.307.654,99 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.910.042,55 1.310.042,55 600.000,00 0,00 0,00
Vorjahr 2.029.214,71 1.429.214,71 600.000,00 0,00 0,00
3.723.564,28 3.123.564,28 600.000,00 0,00 0,00
Vorjahr 4.371.069,70 3.771.069,70 600.000,00 0,00 34.200,00

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte auf den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 590 (Vorjahr: TEUR 590), Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 329) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 9).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten eine nachrangige stille Beteiligung in Höhe von TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 600).

6. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 567 (Vorjahr: TEUR 1.431) enthalten, die aus der Gewährung von Corona-Überbrückungshilfen resultieren.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen aufgrund von Betrugsbestellungen, die zu voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen und damit einer Erhöhung der Einzelwertberichtungen um TEUR 438 geführt haben.

7. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 25) enthalten.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2).

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

TEUR
aus Mietverträgen 3.336
aus Leasingverträgen 252
3.588

2. Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane

Im Geschäftsjahr wurde die Geschäftsführung durch

Herrn Patrick Stupp, Freiberg a.N. (insbesondere zuständig für die Produktentwicklung und -beschaffung sowie Marketing und Vertrieb)

Herrn Denis Stupp, Ludwigsburg (insbesondere zuständig für den kaufmännischen Bereich, Business Development sowie interne Prozesse)

wahrgenommen.

Herrn Denis Stupp wurden zwei Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 500 bis zum 31. Dezember 2025 gewährt. Die Darlehen werden mit 2% verzinst und sind nicht gesichert.

3. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

Die durchschnittliche Zahl von Beschäftigten setzte sich wie folgt zusammen:

Personen
Angestellte 61
Gewerbliche Arbeitnehmer 77
138

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.979.058,50 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Freiberg am Neckar, 11. März 2025

Patrick Stupp

Denis Stupp

Entwicklung des Anlagevermögens der PETER STUPP DESIGN Mode GmbH, Freiberg am Neckar, im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 202.128,35 2.636,80 0,00 204.765,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 434.016,60 52.241,69 0,00 486.258,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.069.621,30 522.885,54 0,00 2.592.506,84
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.905,25 0,00 7.905,25 0,00
2.511.543,15 575.127,23 7.905,25 3.078.765,13
2.713.671,50 577.764,03 7.905,25 3.283.530,28
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.184,35 11.223,80 0,00 183.408,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 213.884,60 28.276,69 0,00 242.161,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.255.027,30 334.296,54 0,00 1.589.323,84
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.468.911,90 362.573,23 0.00 1.831.485,13
1.641.096,25 373.797,03 0,00 2.014.893,28
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.357,00 29.944,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 244.097,00 220.132,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.003.183,00 814.594,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.905,25
1.247.280,00 1.042.631,25
1.268.637,00 1.072.575,25

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der PETER STUPP DESIGN Mode GmbH, Freiberg am Neckar

1. Der Gegenstand des Unternehmens

Gegenstand der PETER STUPP DESIGN Mode GmbH ist der Entwurf und das Design von modischen Textilien und von Produkten im Lifestyle-Segment und deren Vertrieb im In- und Ausland durch den Groß- und Einzelhandel sowie im E-Commerce. Zudem wird in diesem Zusammenhang die Marke "Rich & Royal" vermarktet. Weiterer Gegenstand sind alle Dienst- und Warenleistungen, die der Errichtung von Einzelhandelsgeschäften oder Verkaufsflächen in Einzelhandelsgeschäften dienen.

Die Gesellschaft kann gleichartige oder ähnliche Unternehmen erwerben oder sich an solchen beteiligen, deren Vertretung übernehmen und Zweigniederlassungen errichten sowie im Übrigen alle Geschäfte tätigen, die dem Gesellschaftszweck mittelbar oder unmittelbar dienlich sind.

2006 gründete das Unternehmen die Marke "Rich & Royal". Die Marke positioniert sich im Modern Woman Premium Segment, also im mittleren bis gehobenen Bekleidungssegment für Damenoberbekleidung.

Für den Absatz der Produkte sind folgende Vertriebs-Kanäle etabliert:

Stationärer Großhandel - B2B-Absatz an Textileinzelhandel

Multibrand-Verkaufspunkte

Shop-in-Shop-Flächen (durch Partner geführt)

Soft-Shop-Flächen

Stationärer Einzelhandel - B2C-Monomarken-Stores

Own Retail-Stores

Outlet Own Retail-Stores

E-Commerce

Online-Shop in Eigenregie

Online-Marktplätze

Die Geschäftsführung steuert die Gesellschaft mit den Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und Jahresergebnis.

2. Marktentwicklung

Der deutschsprachige Raum ist der wesentliche Absatzmarkt der PETER STUPP DESIGN Mode GmbH.

Nach dem laut den amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Quelle: https://germanfashion.net/zahlen-fakten/modeindustrie; abgerufen am 05.07.23) die deutsche Modeindustrie im ersten "Corona-Jahr" 2020 einen Umsatzrückgang von 18,9% hinnehmen musste, hatte sich der Markt in den darauffolgenden zwei Jahren dahingegen erholt, so dass sich der Branchenumsatz im Jahr 2022 nur noch 1,2% unter dem Vorkrisen-Niveau aus 2019 befand.

Die PETER STUPP DESIGN Mode GmbH bewegt sich im Bereich "Sonstige Oberbekleidung", welcher nach einem Umsatz-Minus von 23,2% im Jahr 2020 bis zum Betrachtungsjahr 2022 sich parallel zur Gesamtbranche entwickelte und in 2022 noch 1,7% unter dem Vorkrisen-Niveau lag.

Die Anzahl der Beschäftigten in der deutschen Modeindustrie stabilisierte sich in 2022 mit einem leichten Zuwachs von 0,2% gegenüber dem Vorjahr, nachdem in der Corona-Zeit ein Rückgang von bis zu 9,2% zu verzeichnen war. Bezogen auf den relevanten Bereich "Sonstige Oberbekleidung" setzte sich der Abwärtstrend mit einem Rückgang von -1,8% weiter fort (im Vorjahr -21,2% gegenüber 2019).

Die seit Mitte 2021 vollzogenen Lockerungen der pandemiebedingten Einschränkungen - wie beispielsweise Kontaktbeschränkungen, dem Zugang zum Einzelhandel, zu Kinos oder Gaststätten - wirkten sich positiv auf die Kundenfrequenz im Bekleidungseinzelhandel aus. Dennoch war davon auszugehen, dass das weiterhin übliche Homeoffice-Arbeiten die Nachfrage nach modischer Kleidung negativ beeinflusste.

3. Geschäftsverlauf

Nach den pandemiebedingten Umsatzrückgängen in 2020 und 2021 konnte die PETER STUPP DESIGN Mode GmbH im Jahr 2022 ein Umsatzwachstum von 7,1% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen und holte damit einen Teil der vom Gesamtmarkt erzielten Erholung ein. Die Entwicklung steht im Einklang mit der im Vorjahr berichteten Umsatzentwicklung für das Jahr 2022.

Hierbei zeigten alle Absatzkanäle eine positive Entwicklung. Das E-Commerce-Geschäft leistete dabei absolut den größten Beitrag, während das Einzelhandelsgeschäft mit den eigenen Retail- und Outlet-Stores den prozentual höchsten Aufholeffekt zum Vorjahr hatte. Der deutliche Anstieg der Umsätze im E-Commerce-Bereich war unter anderem auf den zusätzlichen Absatz über Online-Marktplätze zurückzuführen.

4. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von 500 TEUR (Vorjahr: 233 TEUR) zuzüglich Anschaffungen in geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 78 TEUR (Vorjahr: 131 TEUR) getätigt. Diese umfassten vor allem die Beschaffung von Firmenfahrzeugen nach dem Auslaufen mehrerer Leasingverträge sowie von weiterer Geschäftsausstattung und Software für die zentrale Verwaltung. Des Weiteren wurde in diverse Ausbauten und Ersatzinvestitionen im Bereich der Showrooms, Outlet-Stores und Shop-in-Shop-Ausstattungen investiert.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

5.1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich in Summe um 1.484 TEUR auf 11.619 TEUR. Auf der Passivseite war dies insbesondere auf einen Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (494 TEUR), einen Verbrauch von Steuerrückstellungen (263 TEUR) sowie dem Jahresfehlbetrag (688 TEUR) zurückzuführen.

Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um 196 TEUR (vor allem Investition in Firmenfahrzeuge), während sich das Umlaufvermögens um 1.709 TEUR verringerte; hierbei verringerten sich vor allem die liquiden Mittel um 3.381 TEUR und die sonstigen Vermögensgegenstände um 313 TEUR (unter anderen durch die Eingangszahlung der Corona- Überbrückungshilfe III), während sich hingegen die Vorratsbestände um 1.997 TEUR erhöhten.

Bei den Vorräten erhöhte sich der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an fertigen Erzeugnissen und Waren aufgrund einer geringeren als erwartet ausgefallenen Nachfrage und dem sich daraus resultierenden schwierigeren Absatz.

Die liquiden Mittel verringerten sich vor allem aufgrund des Aufbaus von Vorratsbeständen sowie einer Darlehensgewährung an Gesellschafter (500 TEUR), der Investitionen in das Anlagevermögen (578 TEUR) und des Abbaus der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (494 TEUR).

Die Höhe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieb mit 1.830 TEUR in etwa auf der Höhe des Vorjahres (1.842 TEUR), jedoch wurden die Einzelwertberichtigungen um insgesamt 477 TEUR erhöht, hauptsächlich um voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen infolge von Betrugsbestellungen im E-Commerce Rechnung zu tragen. Auf uneinbringliche Forderungen aus Betrugsbestellungen entfallen hiervon 438 TEUR. In dieser Höhe ist die Zuführung zu den Einzelwertberichtigungen als Sonderaufwand zu betrachten. Zur Risikoeliminierung wurde nach dem Bekanntwerden im Jahr 2023 die bisherige Möglichkeit des Kaufs auf Rechnung vorübergehend eingestellt und durch sichere Zahlungsarten ersetzt.

Das gezeichnete Kapital betrug unverändert 1.100 TEUR. Der Bilanzgewinn verringerte sich um den Jahresfehlbetrag in Höhe von 688 TEUR auf insgesamt 4.979 TEUR. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich allerdings aufgrund der geringeren Bilanzsumme von 51,6% auf 52,3%.

5.2. Finanzlage

Die Finanzlage war als ausreichend zu bezeichnen. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks hatten sich im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich verringert, waren aber jederzeit zur Finanzierung des operativen Geschäfts ausreichend und die gewährten Kontokorrentlinien mussten nicht in Anspruch genommen werden. Neben der Erhöhung der Vorratsbestände führte ein Abbau der sonstigen Verbindlichkeiten sowie die Darlehensgewährung an Gesellschafter und die Investitionen in das Anlagevermögen zu einem negativen Effekt auf die liquiden Mittel.

Die Rückstellungen wurden leicht von 1.965 TEUR um 149 TEUR auf 1.816 TEUR reduziert. Etwas weniger als 29% der Rückstellungen zum 31. Dezember 2022 sind auf Steuerrückstellungen zurückzuführen, welche gegenüber dem Vorjahr um 263 TEUR verringert wurden. Bei den sonstigen Rückstellungen ergab sich im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Erhöhung um 114 TEUR. Hierbei wurde vor allem die Rückstellung für Gutschriften (Retouren, Defekte, etc.) erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hatten sich durch die Rückführung eines Darlehens von 34 TEUR auf 0 TEUR verringert. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten eine stille Beteiligung der S Wagnis- und Beteiligungskapital GmbH der Kreissparkasse Ludwigsburg über insgesamt 600 TEUR, welche zur Finanzierung der Wachstumsstrategie dient. Diese stille Beteiligung endet am 30. Mai 2026.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 2.308 TEUR auf 1.814 TEUR verringert, da vor Ende Dezember 2022 noch Ausgangszahlungen an Lieferanten im größeren Umfang angewiesen wurden.

5.3. Ertragslage

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwendungen) verbesserte sich von 12.406 TEUR auf 12.731 TEUR. Jedoch fiel damit die Rohertragsquote in Höhe von 40,5% ungünstiger aus als im Vorjahr (42,2%). Der Grund hierfür liegt vor allem in gestiegenen Einkaufspreisen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem die bewilligte Corona-Überbrückungshilfe IV für die förderfähigen Monate im Jahr 2022 und die Nachforderungen aus den Schlussabrechnungen der Überbrückungshilfen III und IV.

Der Personalaufwand erhöhte sich von 4.538 TEUR auf 5.345 TEUR. Nach der coronabedingten Verminderung des Personalbestands in den Vorjahren wurden wieder vermehrt Arbeitnehmer eingestellt, um die Wachstumsstrategie voranzutreiben. Zudem entfielen die Kurzarbeitszuschüsse der Agentur für Arbeit.

Die Abschreibungen waren im Jahr 2022 mit 374 TEUR geringer als im Vorjahr (416 TEUR), da vor allem weniger geringwertige Wirtschaftsgüter beschafft wurden; das höhere Investitionsniveau zeigte noch keine wesentlichen Effekte, da die meisten Anschaffungen erst gegen Jahresende 2022 getätigt wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen von 7.188 TEUR auf 8.526 TEUR zu und lagen damit wieder über dem Vorkrisen-Niveau von 2019, wobei allerdings ein Effekt aus Einzelwertberichtigungen in Höhe 477 TEUR, hauptsächlich infolge von Betrugsbestellungen mit uneinbringlichen Forderungen enthalten war. Die sonstigen erhöhten Aufwendungen folgten dabei der Wachstumsstrategie und waren vor allem auf höhere Kosten für Werbung im Online-Bereich, E-Commerce-Fulfillment sowie auf höhere Raumkosten für Showroom, Retail- und Outlet-Stores zurückzuführen. Zudem befanden sich im Jahr 2022 die Werbekostenzuschüsse für die Großhandelskunden wieder auf dem Niveau wie vor der Corona-Pandemie.

Durch den körperschaftsteuerlichen Verlustrücktrag in das Jahr 2021 sowie Steuererstattungen für Vorjahre entstand im Jahr 2022 ein Steuerertrag von insgesamt 97 TEUR gegenüber einem Aufwand für Steuern aus Einkommen und vom Ertrag im Vorjahr von 626 TEUR.

Das Jahresergebnis war entsprechend der im Vorjahr berichteten Ergebnisentwicklung mit einem Verlust in Höhe von 688 TEUR somit um 2.009 TEUR schlechter als im Vorjahr (Jahresüberschuss von 1.321 TEUR).

6. Personal

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl betrug im Bilanzjahr 138 (ohne Geschäftsführer) und war damit knapp 10% höher als im Vorjahr (126 Mitarbeiter). Insgesamt war die Mitarbeiteranzahl weiterhin durch einen starken Rückgang aufgrund der Corona-Pandemie geprägt und befand sich deutlich unter dem Vorkrisen-Niveau (2019: 169 Mitarbeiter).

7. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Chancen- und Risikobericht)

Naturgemäß ist die Performance der Produkte in den Absatzkanälen der Kunden, dem stationären als auch dem Onlinehandel, für den Erfolg oder Misserfolg der Marke und somit für die Umsatzentwicklung des Unternehmens maßgeblich. Das Zusammenspiel von Optik, Qualität, Preis und dem Zeitpunkt der Wareneinsteuerung zuzüglich der gesamten Flächenbetrachtung hinsichtlich des Erscheinungsbildes, dem Warenvolumen und der Aktualität sind hierbei die entscheidenden Faktoren.

Die Entwicklung der Absatzmärkte hinsichtlich Konjunktur und Konsumverhalten, vor allem im deutschsprachigen Raum, beeinflusst die Wachstumsaussichten. Das Unternehmen beobachtet die relevanten Absatzmärkte permanent und detailliert, um frühzeitig Trends und Entwicklungen aufzunehmen und in die Kollektionsentwicklungen einfließen zu lassen. Aufgrund der im Branchenverhältnis kurzen Zeitspanne von der Entwicklung bis hin zur Auslieferung an den Einzelhandel können eventuell unerwartet auftretende Trends schnell umgesetzt werden. Die kurze Reaktionszeit wird als Chance gewertet.

Dem hohen modischen Anspruch im Modern Woman Premium Segment mit einem entsprechenden Erscheinungsbild sowie die Sicherstellung eines profitablen Wachstums liegen alle Unternehmensentscheidungen zugrunde.

Das Unternehmen befindet sich in einer geringen Abhängigkeit von einzelnen Großkunden, da es über einen großen Kundenstamm verfügt.

Kontinuierliche Investitionen im Bereich der EDV Hard-& Software sorgen für eine Sicherung und Weiterentwicklung der immer intensiveren Beziehungen zu den Kunden und sorgen zudem für eine hohe Ausfallsicherheit.

Um dem Risiko durch Unterbrechungen und/oder Umsatzausfällen durch Warenausfall gerecht zu werden, bestehen entsprechende Versicherungen mit adäquaten Deckungssummen. Es findet eine jährliche Anpassung an den Geschäftsverlauf statt.

Um das Risiko der Warenbeschaffung gering zu halten, bezieht das Unternehmen die Ware aus unterschiedlichen Produktionsländern, vor allem aus Europa, und dort von mehreren Lieferanten. Diese dezentrale Beschaffung ermöglicht es auch, eventuelle Produktionsausfälle durch einen alternativen Lieferanten nachträglich produzieren zu lassen. Es besteht das Risiko, dass Preissteigerungen im Einkaufsbereich - vor allem durch steigende Kraftstoffpreise und Energiezuschläge von Speditionen - nicht vollumfänglich und/oder nur zeitversetzt weitergegeben werden können, was möglicherweise zu Ergebnisbelastungen führt.

Ein weiteres Risiko ist, dass die Präsentation der Produkte auf den Einzelhandelsflächen flächenmäßig verringert oder optisch vernachlässigt werden könnte.

Das Unternehmen sieht sich für die Zukunft generell gut aufgestellt. Die breite Kundenstruktur und die große Anzahl an Handelspartnern geben Sicherheit. Die vom Unternehmen vertriebene Marke "Rich & Royal" erfreut sich großer Beliebtheit, sowohl beim Einzelhandel als auch beim Endverbraucher. Für viele Einzelhändler stellen die Produkte von "Rich & Royal" einen wichtigen Bestandteil ihrer Umsätze dar. Aus dem zunehmenden Bekanntheitsgrad der Marke "Rich & Royal" und der Wichtigkeit für den Handel als starker Partner bieten sich Chancen hinsichtlich weiterer Umsatzsteigerungen. Die überdurchschnittliche Performance der Marke ermöglicht ein Umsatzwachstum mit Bestandskunden, aber auch ein Wachstum über Neukundenakquise, Erhöhung der Flächen und der Erschließung neuer Absatzmärkte.

Zwar hatte sich die deutsche Wirtschaft von der zurückliegenden Corona-Pandemie und dem Schock des Russland/Ukraine-Kriegs etwas erholt, dennoch liegen bedeutende Risiken in einer länger anhaltend niedrigen Nachfrage im Zuge einer regionalen oder globalen Rezession. Hierbei bleiben gesellschaftliche, makroökonomische und geopolitische Faktoren wie Pandemie-Nachwirkungen, eine hohe Inflation, eine weitere Eskalation des Russland/Ukraine-Kriegs, Probleme in den Lieferketten sowie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung die wesentlichen Unsicherheitsfaktoren für das Konsumentenverhalten. Bis dato haben weder der GfK- Konsumklimaindex noch der HDE-Konsumbarometer das Niveau von 2019 wieder erreicht (Quelle: https://www.dashboard-deutschland.de/indicator/tile_1667983271066; abgerufen am 28.11.2024).

Rückblickend beeinflussten die unerwartete Corona-Pandemie sowie die danach nicht eingetroffene Erholung des Konsumklimas die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens im Vergleich zum Jahr 2019 wesentlich und führten zu deutlichen Umsatzrückgängen in den Jahren 2020 bis 2022. Aufgrund der ungewissen und daher nicht verlässlich prognostizierbaren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen ist die Prognose der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens erschwert. Das größte Risiko sieht das Unternehmen in diesem Zusammenhang in einer geringen Nachfrage der Endkunden und damit einhergehend mit dem Zahlungsverhalten der Einzelhändler sowie einer sich ausweitenden Insolvenzwelle im Einzelhandel, hervorgerufen durch Frequenz- und Umsatzrückgänge. Eine geringe Nachfrage der Endkunden würde sich ebenfalls negativ auf den Online-Handel auswirken.

8. Ausblick

Das Unternehmen hatte im Geschäftsjahr 2020 sehr schnell auf die Corona-Pandemie reagiert. Der Wareneinkauf und das daran angeknüpfte Re-Order-Management wurden an die neuen Herausforderungen angepasst. Zudem verordnete sich das Unternehmen einen radikalen Einsparungskurs. Durch den hohen Anteil an Mitarbeitern im Einzelhandel wurde für weite Teile des Geschäftsjahres 2020 Kurzarbeit angeordnet. Die hier getroffenen Maßnahmen haben das Unternehmen auch durch das Geschäftsjahr 2021 gebracht.

Im Jahr 2022 wurde die Wachstumsstrategie wieder weiterverfolgt, so dass die steigenden Umsatzerlöse sich zwar Richtung Vorkrisen-Niveau annäherten, jedoch unter den Erwartungen blieben. Als Konsequenz erhöhten sich auch die Vorratsbestände, was sich infolge entsprechend ausgebliebener Umsätze nicht positiv auf den Rohertrag auswirkte. Dadurch und sowie aufgrund gestiegener Material- und Logistikkosten, welche nur mit einem Zeitverzug an die Verbraucher weitergegeben werden konnten, erhöhten Personalkosten zur Umsetzung von für das angestrebte Wachstum erforderlichen Strukturanpassungen sowie nicht zuletzt der uneinbringlichen Forderungen infolge der Betrugsbestellungen im E-Commerce wurde ein negativer Jahresfehlbetrag erwirtschaftet.

Im Jahr 2023 zeigte sich eine gewisse Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung, auch wenn diese weiterhin unter den Erwartungen blieb. Unsicherheiten wie der Russland/Ukraine-Krieg, die hohe Inflation und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie prägten weiterhin das Bild. Der ifo- Geschäftsklimaindex für den Handel war nach einer Erholung zum Jahresbeginn 2023 im weiteren Jahresverlauf deutlich gefallen. Nichtsdestotrotz fiel die Umsatzentwicklung des Jahres 2023 positiv aus und es konnten deutliche Umsatzsteigerungen vor allem im Großhandel und im E- Commerce-Bereich erzielt werden. Die Fortführung der Wachstumsstrategie sowie die Maßnahmen für eine verbesserte Präsentation am Point of Sale zeigten hier bereits ihre Wirkung. Der Abbau der hohen Vorräte aus dem Vorjahr drückte nur unwesentlich auf die erzielten Verkaufspreise und auf die Rohertragsmarge des Jahres 2023. Durch initiierte Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Fokussierung auf Profitabilität konnte hier allerdings teilweise entgegengesteuert werden. Insgesamt wird ein positiver Jahresüberschuss 2023 auf niedrigem Niveau erwartet. Die Jahresabschlussbuchungen für das Jahr 2023 sind noch nicht abgeschlossen.

Im Jahr 2024 setzte sich die positive wirtschaftliche Entwicklung für das Unternehmen weiter fort. Es wird gemäß den vorläufigen Zahlen im Vergleich zum Jahr 2023 ein moderates Wachstum bei den Umsatzerlösen erwartet sowie eine durch besseres Warenmanagement günstigere Rohertragsmarge. Dies wird voraussichtlich trotz weiter gestiegener Kosten zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung gegenüber dem Jahr 2023 führen. Für ein weiteres profitables Wachstum wurden die internen Management-Prozesse und -Ziele auf die identifizierten Wertetreiber optimiert und bei der strategischen und operativen Planung berücksichtigt. Im Rahmen des monatlichen Reporting werden Plan- und Ist-Zahlen gegenübergestellt und es werden Abweichungsanalysen mit Handlungsempfehlungen durchgeführt. Diese Inhalte werden in den monatlichen Management-Sitzungen diskutiert und Maßnahmen formuliert und verabschiedet.

Die Planung für das Jahr 2025 sieht weiter leicht steigende Umsatzerlöse insbesondere aufgrund einer weiteren Ausweitung des E-Commerce-Bereichs vor. Aufgrund stärker steigender variabler Kosten und Fixkosten und dem Wegfall des körperschaftsteuerlichen Verlustvortrags aus 2022 wird allerdings ein deutlicher Ergebnisrückgang gegenüber 2024 erwartet. Im Vergleich zu 2022 werden die Umsatzerlöse in 2025 deutlich steigen und es wird auch ein positives Jahresergebnis im 6-stelligen Bereich erwartet.

Die Zahlungsmoral der B2B-Kunden ist unter Anbetracht der Umstände weiterhin in Ordnung und die Anzahl an Insolvenzen von Kunden bewegt sich im einstelligen Bereich, wobei Zahlungsausfälle durch ein konsequentes Mahnwesen sowie Inkassoverfahren minimiert werden können. Der B2C-Bereich (Einzelhandel und E-Commerce) wurde auf ausschließlich sichere Zahlungsarten umgestellt, um Forderungsverluste zu vermeiden. Das Unternehmen verfügt trotz der unsicheren und volatilen Situation über eine stabile Liquidität, welche allerdings auf das Überleben des Einzelhandels und dessen Zahlungsfähigkeit angewiesen ist. Im Hinblick auf die künftige Liquidität sieht das Management kein Risiko, künftigen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen zu können.

 

Freiberg am Neckar, 11. März 2025

Patrick Stupp, Geschäftsführer

Denis Stupp, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PETER STUPP DESIGN Mode GmbH, Freiberg am Neckar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PETER STUPP DESIGN Mode GmbH, Freiberg am Neckar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PETER STUPP DESIGN Mode GmbH, Freiberg am Neckar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 11. März 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Uwe Fiedler, Wirtschaftsprüfer

Michael Rutz, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 12. März 2025 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

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