Großhandel mit Anstrichmitteln
Edinger Fachmarkt GmbHLiquidiert
Chemiestraße 12, 68623 Lampertheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Edinger seit 23.5.2008 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Edinger Fachmarkt GmbHLampertheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit Edinger Fachmarkt GmbH betreibt neben zwei Baumärkten einen Internethandel im Baumarkt- und Freizeithandel. Hier bieten wir die klassischen Artikel eines Freizeit- bzw. Baumarktes an. Neben Garten- und Grillartikeln sowie Öfen verfügen wir über ein weites Spektrum an weiteren Artikeln wie Spielwaren, Heimwerkbedarf, Wintergerätschaften bis hin zur Sauna. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung Politische Risiken haben weder das weltweite Wirtschaftswachstum noch die Finanzmärkte bremsen können. Das über alle Länder aufsummierte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2017 um rund 3,5 % gewachsen (2016 rund 3 %). In Deutschland konnte das BIP in 2017 mit der florierenden Konjunktur und anhaltend niedriger Zinsen um 2,2 % (Vorjahr 1,9 %) wachsen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Unternehmen des deutschen Baumarkthandels sind auch im Geschäftsjahr 2017 gemäß Pressemitteilung bhb (Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V.) weiter auf Erfolgskurs: Mit einem Gesamtbruttoumsatz von 18,45 Mrd. EUR konnte die Branche im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 1,1 % erzielen. Beim Blick auf die Sortimentsentwicklungen im Gesamtjahr erzielten die deutschen Bau- und Heimwerkermärkte 2017 laut GfK-Total-Store-Report die höchsten Umsätze mit den Sortimenten Bauchemie/Baumaterial (1,83 Mrd. EUR), Sanitär/Heizung (1,78 Mrd. EUR), Werkzeuge/Maschinen/Werkstattausstattung (1,27 Mrd. EUR), Elektro (1,26 Mrd. EUR), Anstrichmittel/Malerzubehör (1,25 Mrd. EUR) und Gartenausstattung (1,24 Mrd. EUR). Die Gesamtheit aller Gartensortimente, bestehend aus den Warengruppen Gartenausstattung (1,24 Mrd. EUR), Gartenmöbel (317,5 Mio. EUR), Gartengeräte/Be- und Entwässerung (999,6 Mio. EUR), Lebend Grün (1,01 Mrd. EUR) und Gartenchemie/Erden/Saatgut (588,1 Mio. EUR), erzielte einen Umsatz von 4,16 Mrd. EUR und damit 22,5 % des gesamten Jahresumsatzes. Betrachtet man die Sortimentsentwicklung im Vorjahresvergleich, zeigten sich 2017 die Sortimente Bauchemie/Baumaterial (+4,5 %), Lebend Grün (+4,0 %), Gartenausstattung (+3,9 %), Werkzeuge/Maschinen und Werkstattausstattung (+3,6 %) als Wachstumstreiber. Zum Teil zu deutlichen Umsatzrückgängen kam es hingegen in den Warengruppen Gartenmöbel (-9,6 %), Wohnen/Dekoration (-6,6 %) und Möbel (-3,8 %). Wie in den vergangenen Jahren zeigt sich auch 2017 eine zunehmende Kundennachfrage nach DIY-Produkten im Vertriebskanal Online - der Wunsch zum E-Commerce ist auch bei den Heimwerkern und Hobbygärtnern ungebrochen: So setzten der stationäre Handel, der Versandhandel und die Pure-Player in Deutschland nach Angaben der Marktforscher von Teipel Research & Consulting im E-Commerce 3,23 Mrd. EUR mit DIY-Kernsortimenten im Geschäftsjahr 2017 um. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2016 (2,81 Mrd. EUR) um 14,9 %. Dabei lagen die Produkte des Heimwerkersortiments in der Gunst der Kunden mit einem Gesamtjahresumsatz von 2,17 Mrd. EUR deutlich vor den Artikeln des Gartensortiments (880 Mio. EUR) und Baustoffen/Baumaterialien (177 Mio. EUR). Der Marktanteil der Bau- und Heimwerkermärkte an den E-Commerce-Umsätzen mit DIY-Kernsortimenten lag 2017 laut Teipel bei 18,7 %, den deutlich größten Marktanteil haben die E-Commerce-Pure-Player mit insgesamt 50,6 %. Beim Blick auf das gesamte Marktvolumen des erweiterten DIY-Kernmarkts (49,1 Mrd. EUR), d.h. aller Umsätze der Bau- und Heimwerkermärkte, des Fachhandels, der Kleinbetriebsformate und des Distanzhandels, ist der Anteil der E-Commerce-Umsätze (3,23 Mrd. EUR) mit 6,6 % aber im Vergleich zu anderen Branchen noch weiterhin gering. Der Erfolg des interaktiven Handels, d. h. des Multichannel Online- und Versandhandels, ist weiterhin ungeschlagen. Dieser Erfolgstrend wurde auch im Jahr 2017 wieder durch ein erneutes Wachstum bestätigt. Wie vom bevh (Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e.V.) vorausgesagt, wuchs der Umsatz mit Waren im E-Commerce in 2017 zweistellig auf 58,466 Mrd. EUR (+10,9 %). Der stationäre Handel nimmt weiter ab, der Onlinemarkt hingegen ist ein stetiger Wachstumsmarkt. Neben steigender Kauffrequenz und wachsenden Warenkörben ist vor allem die zunehmende Zahl an Käufern eine solide Basis für dieses Wachstum. Zudem wird die Kundschaft treuer, rund 80 % bestellen heute mindestens einmal im Monat online. 3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Geschäftsverlauf Wir blicken auf ein Geschäftsjahr einerseits mit Umsatzzuwächsen (+5 % ggü. Vorjahr) aus dem Internethandel und andererseits mit rückläufigen Ergebnissen zurück. Die im Vorjahr prognostizierte Steigerung der Umsätze wurde - durch unseren Internethandel und dem Branchentrend folgend - realisiert. Der Umsatz im Präsenzhandel nahm wiederum ab. Das Rohergebnis wurde um 144 TEUR (2,7 %) gesteigert. Die Personalaufwendungen stiegen infolge unseres Wachstums um 131 TEUR auf 1.862 TEUR. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, welche um 181 TEUR auf 3.440 TEUR anstiegen, wuchsen im Wesentlichen die variablen Kosten, wie Ausgangsfrachten/Logistikkosten in Höhe von 209 TEUR sowie Nebenkosten des Geldverkehrs in Höhe von 50 TEUR. Das Finanzergebnis stieg um 28 TEUR auf -15 TEUR. Insgesamt wurde ein - im Vergleich zum Vorjahr - geringeres Jahresergebnis in Höhe von 34 TEUR (Vorjahr 132 TEUR) erzielt. Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2017 -448 TEUR. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme stieg um 630 TEUR auf rd. 6.970 TEUR. Dabei entwickelten sich einzelne Bilanzposten unterschiedlich. Während das Anlagevermögen durch geringe Investitionen und der Verrechnung von Abschreibungen um 54 TEUR abnahm, stiegen das Umlaufvermögen und die Abgrenzungen um 684 TEUR an. Die Finanzierung des Anlagevermögens geschieht ausschließlich durch Eigenmittel sowie langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital. Die Anlagenintensität beträgt 26,8 % (Vorjahr 30,3 %). Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeiten beträgt +3 TEUR. Unser kurzfristig gebundenes Vermögen beträgt 62,2 % (Vorjahr 68,8 %) der Bilanzsumme. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich insbesondere das Vorratsvermögen von 2.537 TEUR um 551 TEUR auf 3.088 TEUR. Ursächlich dafür war neben der Umsatzsteigerung und damit auch der höheren Bevorratung von Waren das abrupte Sommerende, was den Abverkauf von Sommerartikeln nahezu ansatzlos beendete, sowie der vermehrte Rückzug von Direktlieferungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 96 TEUR angestiegen, was im Wesentlichen an der Erfassung von Steuerforderungen und Periodenabgrenzungen liegt. Die liquiden Mittel machen rd. 1,7 % (Vorjahr 1,4 %) der Bilanzsumme aus. 3.3 Finanzlage Das Eigenkapital stieg um 42 TEUR auf 1.679 TEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 24,1 % (Vorjahr 25,8 %). In Verbindung mit dem mittel- und langfristig zur Verfügung gestellten Mitteln beläuft sich der Anteil auf 41,4 % (Vorjahr 47,3 %). Änderungen an der Finanzierungsstruktur bzw. -höhe haben sich in 2017 bei den Verbindlichkeiten ergeben: Die Bankverbindlichkeiten stiegen wegen der frühzeitigen Inanspruchnahme der Saisonfinanzierung in Höhe von 600 TEUR um fast genau diese Höhe an und decken sich mit der Höhe des Bestandaufbaus an Vorräten. Der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um 80 TEUR korrespondiert im Wesentlichen mit der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe 92 TEUR. Hingegen nahmen die sonstigen Verbindlichkeiten um 35 TEUR zu. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt 395 TEUR im Geschäftsjahr 2017. 3.4 Ertragslage Erhöhte Umsätze wurden von steigenden Wareneinsätzen und Fremdleistungen wie z.B. Internetkosten (+265 TEUR) fast wieder aufgezehrt, weshalb unser Rohergebnis um nur 0,15 Mio. EUR von 5,37 Mio. EUR auf 5,52 Mio. EUR stieg. Die Personalkosten liegen bei 1,86 Mio. EUR (Vorjahr 1,73 Mio. EUR). In Bezug auf das Rohergebnis erhöhte sich der Anteil auf 33,8 % (Vorjahr 32,2 %). Die Abschreibungen betragen unverändert 151 TEUR (Vorjahr 150 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 3,26 Mio. EUR um 0,18 Mio. EUR auf 3,44 Mio. EUR; im Verhältnis zum Rohergebnis stieg die Quote von 60,7 % auf 62,4 %. Den größten Anteil an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen nehmen dabei die Verpackungs- und Vertriebskosten sowie die Nebenkosten des Geldverkehrs ein. Kostenerhöhungen mussten in den Bereichen Frachten/Logistik und Nebenkosten des Geldverkehrs hingenommen werden. Die Beteiligungserträge wuchsen um 40 TEUR auf 65 TEUR an. Das Finanzergebnis liegt bei -15 TEUR, das bedeutet eine Verbesserung von 28 TEUR gegenüber dem Vorjahr und ist im Wesentlichen den höheren Beteiligungserträgen zuzuschreiben. Das Ergebnis vor Steueraufwand fiel von 188 TEUR auf 47 TEUR. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und der sonstigen Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 34 TEUR (Vorjahr 132 TEUR). 4. Risikobericht 4.1 Allgemeiner Risikobericht Wir sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind und auf die mit geeigneten Maßnahmen reagiert werden muss. Unter Risikomanagement verstehen wir ein verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Verhalten beim Umgang mit Unsicherheiten. Dies betrifft in unserem unternehmerischen Umfeld u.a. Absatz- und Lieferantenrisiken, finanzielle Risiken und Forderungssicherung, Rechtsrisiken, Datensicherheit und IT-Risiken sowie Unfallverhütung, Brand- bzw. Diebstahlschutz usw. Die uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende eigene Vorsorgemaßnahmen oder durch entsprechenden Risikotransfer ausreichend berücksichtigt. 4.2 Spezieller Risikobericht Lieferantenrisiko Wir arbeiten seit Jahren - unter Einbindung von Einkaufsverbänden - mit zuverlässigen Lieferanten zusammen. Lieferverzögerungen und minderwertige Qualität wirken sich direkt auf das Kundenvertrauen aus, aus dem sich eine negative Entwicklung für unsere Gesellschaft ergeben könnte. Durch eine lange und enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, Onlinedienstleistern, Logistikunternehmen sowie durch den Verkauf qualitativ hochwertiger Produkte werden diese Risiken begrenzt. Absatzrisiko/Bestandsrisiko Wenngleich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit eine gute Ausgangslage für eine positive Entwicklung unserer Gesellschaft bieten, sind wir doch von der jeweiligen Konsumnachfrage der Verbraucher, insbesondere im Bereich Bau- und Heimwerkermarkt, abhängig. Unsere Branche ist geprägt von einem hohen Wettbewerbsdruck und einer rabattierenden Geschäftspolitik. Rückläufige Erträge sind insbesondere im Bereich "Ofenshop" aufgrund des niedrigen Ölpreises, der milden Winter und der Übersättigung des Marktes zu erwarten. Entgegengewirkt wird dieser Entwicklung "Werkzeugshop", welcher uns langfristig auch die Erschließung von Märkten im EU-Ausland ermöglicht. Im Bereich "Grillshop" wurden weitere Marken integriert, welche wiederum den Zubehörverkauf fördern. Daneben wurden vermehrt klassische Verbrauchsartikel angeboten um die Kundenbindung zu verstärken. Weiteres Potential wird im "Gartenshop" gesehen, wobei Preiserhöhungen aufgrund des schwachen EUR gegenüber dem US-Dollar hier unumgänglich waren. Dem Bestandsrisiko wird über Bestandsanalysen sowie gezieltem Abverkauf von langsam drehenden Produkten und Produktrückgabemöglichkeiten entgegengewirkt, wenngleich für 2017 wiederum ein signifikanter Bestandaufbau zu verzeichnen ist. Als Gründe hierfür sind zu nennen:
Zugunsten der Kundenzufriedenheit und der dafür anfallenden Kosten werden wir den Direktversand weiter reduzieren. Finanzielle Risiken/Forderungssicherung Wir erzielen unsere Umsätze in unterschiedlichen Sortimentsbereichen/Warengruppen, welche im Wesentlichen über unseren eigenen Webshop und über Onlinemarktplätze generiert werden. Ergänzend betreiben wir zwei Präsenzmärkte. Der wesentliche Teil des Umsatzes wird mit vielen verschiedenen privaten Endkunden getätigt. Trotz des steigenden Anteils von Bestandskunden ist das wirtschaftliche Risiko des Entfalls einzelner Privatkunden nicht wesentlich. Ein Ausfallrisiko im Sinne eines Forderungsrisikos besteht im Geschäft mit privaten Endkunden, aber wir versuchen dieses entweder durch vereinbarte Vorleistung (Vorkasse, Sofortüberweisung) oder durch Absicherung mittels Dienstleistern (Kreditkarte, PayPal, Payolution, Sixx) zu reduzieren. Ein untergeordneter Anteil der Umsätze wird auf Rechnung ohne besondere Absicherung getätigt. Hier ist jedoch in den kompletten Bestell- und Zahlungsprozess - vom Scoring bis zur Beitreibung im Einzelfall - ein Inkasso- bzw. Auskunftsunternehmen eingeschaltet. Die Finanzierung unserer Gesellschaft und unseres Wachstums ist auf unsere Einzelerfordernisse ausgerichtet. Langfristig Sachanlagenfinanzierungen, Saison- bzw. Kontokorrentfinanzierungen und die Finanzierung über Einkaufsverbände bzw. Zentralregulierer sowie Lieferanten sorgen für einen ausreichenden Finanzmittelbestand. Es besteht das Risiko, dass Kreditlinien durch das Ausbleiben prognostizierter Entwicklungen und fälliger Verbindlichkeiten verstärkt in Anspruch genommen werden. Insbesondere durch nicht planbare starke Witterungsabweichungen können Umsatzschwankungen entstehen, aus denen Liquiditätsabweichungen resultieren können. Unser Geschäftsmodell erfordert - für die Vorfinanzierung von Beständen - in hohem Maße kurzfristig zur Verfügung stehende liquide Mittel bzw. Refinanzierungsmöglichkeiten durch Lieferanten oder Einkaufsverbände bzw. Zentralregulierer. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft ist daher davon abhängig, dass die Kontokorrentlinien bzw. alternative Refinanzierungsmöglichkeiten aufrecht erhalten bleiben. Rechtsrisiken Unsere Gesellschaft ist im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäftsbetrieb auch verschiedenen unternehmens- bzw. branchenüblichen Rechtsrisiken ausgesetzt. Im Falle von Rechtsstreitigkeiten erfolgt die juristische Begleitung durch spezialisierte Anwälte. Bilanzielle Vorsorge wird durch entsprechende Rückstellungen getroffen. Wir sind nicht in Verfahren involviert, die einen maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben können. Sonstige Risiken Unser Versicherungskonzept sichert die Deckung von wesentlichen Großschäden ab. Zur Schadensvorsorge sind umfangreiche Maßnahmen getroffen (z. B. Feuer-, Haftpflicht-, Gebäude-, Einbruchdiebstahl- bzw. Betriebsunterbrechungsversicherung). Datensicherheit/IT-Risiken Die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten jeglicher Art erfolgt unter größter Sorgfalt. Wir haben fundierte prozessuale Grundlagen geschaffen, um der neuen gesetzlichen Lage gerecht zu werden. Zur Gewährleistung der IT-Sicherheit wurden im Unternehmen angemessene Vorkehrungen getroffen, indem unsere Systeme permanent auf ihre Sicherheit überprüft und optimiert werden. Die Back-Up-Sicherung unternehmensbezogener Daten sowie der Schutz vor unberechtigten Zugriffen Dritter ist sichergestellt. 4.3 Zusammenfassung Das Gesamtbild der Risikolage, welches sich aus der Zusammenfassung der beschriebenen Risiken anhand von Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt, führt zu unserer Einschätzung, dass einzelne Risiken bestandsgefährdenden Charakter haben könnten. Die Kostensteigerungen im Bereich Ausgangsfrachten, Internetkosten, Zahlungsabwicklung und Kosten der Warenabgabe in Verbindung mit dem witterungsbeding rückläufigen Verkauf von Saisonartikeln hatten eine hohe Kapitalbindung zur Folge und entzogen uns dementsprechend Liquidität. Durch Einleitung verschiedener Gegenmaßnahmen, wie Veränderung unseres Geschäftsmodells durch Fokussierung auf ein margenträchtigeres Sortiment, Kostenreduzierungen und Verhandlungen der Zahlungsfristen/-konditionen, soll diesem Effekt entgegengewirkt und unser Liquiditätsbedarf angepasst werden. Wir sind überzeugt, die sich aus den genannten Risiken ergebenden Herausforderungen auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu meistern. 5. Chancen- und Prognosebericht Für Deutschland erwartet die EU-Kommission weiterhin robuste Wachstumsraten. Starker Privatkonsum sowie eine hohe Nachfrage aus dem Ausland sollen 2018 für ein BIP-Plus 2,3 % sorgen. Hintergrund der Entwicklung sind unter anderem eine bessere Situation am Arbeitsmarkt sowie eine starke Weltwirtschaft und ein brummender Welthandel. Im Jahr 2018 wuchs die deutsche Wirtschaft um 1,5 %, nach jeweils 2,2 % in den Vorjahren (Statistisches Bundesamt). Für den erweiterten DIY-Kernmarkt (Bau- und Heimwerkermärkte, Fachhandel, Kleinbetriebsformate und Distanzhandelsumsatz mit DIY-Kernsortimenten) sehen die Marktforscher von Teipel Research & Consulting, Köln, ein Marktvolumen von 49,9 Mrd. EUR Gesamtbruttoumsatz und ein Umsatzwachstum von 1,5 % für das Jahr 2018 als realistisch an. Potenzial für Umsatzzuwächse 2018 in der Baumarktbranche sieht der bhb (Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V.) insbesondere auf dem Gebiet des privaten Renovierungs- und Wohnungsbaus, der nach wie vor starken Bauwirtschaft, die Handwerk und Baumarkthandel zugutekomme, sowie dem starken Privatkonsum, bedingt durch eine gute Arbeitsmarktsituation mit sicheren Jobs und Löhnen. Der Verband der Onlinehändler erwartet, dass sich die Erfolgsstory auch im Jahr 2018 fortsetzen wird. Aktuell schätzt der bevh das Umsatzwachstum für 2018 auf 9,3 % beim gesamten interaktiven Handel, was einem Umsatz von rund 63,9 Mrd. EUR entspricht. Der Bereich E-Commerce verzeichnete 2018 einen Zuwachs von 9,6 %, das ist ein gestiegenes Brutto-Umsatzvolumen auf 68,09 Mrd. EUR. Der bevh erwartet aufgrund des Wachstums im Bereich E-Commerce auch für das Jahr 2019 ein starkes Wachstum von 10,5 % auf rund 71,94 Mrd. EUR. Das stärkste Umsatzwachstum fand in den Warengruppen Unterhaltung, Freizeit und Einrichtung statt (Umsatz 2018 5,28 Mrd. EUR, + 18,8 %). Die Warengruppe Freizeit umfasst ein breites Feld, beginnend bei Do-it-Yourself Produkten und Blumen über klassische Spielwaren bis hin zu Autos sowie Motorrädern inklusive Zubehör und verzeichnete ein Wachstum von 9,5 % auf 7,89 Mrd. EUR. Diese Entwicklungen eröffnen uns die Chance, an den aktuell interessantesten und weiterhin mit Wachstumspotential ausgestatteten Internethandel teilzunehmen. Mit dem Onlinehandel steigen jedoch auch die Preistransparenz und die Konkurrenz durch Direktlieferungen von Lieferanten und Großhandel. Wir versuchen diesen Preisrisiken durch Optimierung unseres Online-Shops und unseres Warenangebots zur Gewinnung von Neukunden und Steigerung der Kundenbindung sowie Servicequalität entgegenzuwirken. Ebenso werden im Bereich Logistik weitere Optimierungen der Bearbeitungszeit und Kostensenkungen erarbeitet. Im Vorjahr hatten wir für 2017 einen moderaten Umsatzanstieg und eine leichte Ergebniserhöhung prognostiziert. Die Prognose konnte im Bereich der Umsatzerlöse bestätigt werden, das Jahresergebnis 2017 fiel jedoch geringer aus als geplant. Es zeigt sich, dass die Erhöhung des Werbe- und Vertriebsaufwands das Ergebnis immer stärker belastet. Neben steigenden Frachtkosten und Aufwendungen für moderne Zahlungsmittel, nehmen gerade die Internetkosten der großen Marktplätze beständig zu. Der benötigte Personalaufbau in umsatzstarken Monaten erhöhte die Fixkostenbelastung, welche sich in Zeiten einer witterungsbedingt verhaltenen Umsatzentwicklung negativ auf unser Ergebnis auswirkte. Für 2018 werden die Umsatzerlöse, vor allem durch die ab dem Sommer 2018 eingeschlagene Fokussierung unseres Produktspektrums auf margenträchtigere Produkte, sinken. Dies geht einher mit relativ sinkenden Wareneinsätzen und einen geringeren Personaleinsatz sowie sinkenden variablen Sachkosten. Insbesondere einige einmalige Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit der im Risikobericht genannten Maßnahmen werden das Ergebnis 2018 belasten, so dass wir von einem rückläufigen Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2018 ausgehen. Wir sind davon überzeugt, dass die umgesetzten Maßnahmen in 2019 für eine Ergebnissteigerung sorgen werden, so dass wir ein deutlich positiveres Jahresergebnis erzielen werden als in den vorangegangenen Geschäftsjahren.
Lampertheim, den 26. Februar 2019 Dieser Bericht enthält Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Diesen Aussagen liegen Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere der des Baumarkt- und Heimwerkerbedarfs bzw. Internethandels zugrunde, die wir auf Basis uns vorliegender und als realistisch empfundener Informationen getroffen haben. Aufgrund dieser, mit Risiken behafteten Einschätzungen, kann die tatsächliche Entwicklung von den Planungen abweichen. Sollte es daher zu unerwarteten Veränderungen kommen, kann das unsere Geschäftsentwicklung entsprechend beeinflussen. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Edinger Fachmarkt GmbH hat ihren Sitz in Lampertheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HR B 61535 eingetragen. Die Edinger Fachmarkt GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und § 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Bilanz wurde nach § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "sonstige Finanzanlagen" erweitert. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz oder Anhang anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die beweglichen Anlagegegenstände werden linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände bis zu einem Wert in Höhe von EURO 410,00 wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnungen waren nicht notwendig. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die von uns angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt bzw. ist angegeben. Angaben zur Bilanz Der Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist im Anhang dargestellt (Anlagespiegel). Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 713.432,70 EUR (VJ 7.913,07 EUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr, davon in Höhe von 516.632,70 (VJ EUR 2.813,07) eine Restlaufzeit von über 5 Jahren. Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen am Bilanzstichtag insgesamt 62.932,77 EUR (Vorjahr EUR 83.986,25) und bestehen insgesamt aus sonstigen Vermögensgegenständen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich insgesamt aus sonstigen Vermögensgegenständen zusammen. Zum Abschlussstichtag beliefen sich die von der Edinger Fachmarkt GmbH an die Geschäftsführung ausgereichten Kredite insgesamt auf 194.880,48 EUR (Vorjahr 187.365,33 EUR). Die Kredite erhöhten sich im Geschäftsjahr um die 4 %-ige Verzinsung in Höhe von 7.515,15 EUR. Im Berichtszeitraum erfolgten keine Tilgungen. Sicherheiten wurden nicht bestellt. Die Kredite unterliegen keinen Fälligkeiten. Weitere wesentliche Bedingungen wurden nicht vereinbart. Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Das Eigenkapital beträgt 70.000,00 DM (35.790,44 EUR). Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst (in EUR):
*davon aus Steuern 48.965,78 EUR (Vorjahr EUR 33.157,94) *davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vorjahr 2.140,23 EUR) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 1.729.000,00 EUR durch Grundpfandrechte gesichert. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen in Höhe von 132.238,08 EUR, Raumsicherungsübereignung des Warenbestands und des Inventars, Forderungsabtretungen, Abtretung von Rückvergütungen in Höhe von 500.000,00 EUR sowie im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetz entstehende Sicherheiten. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Die KFZ-Leasingverträge führen bis zu ihrem Laufzeitende zu einem Aufwand in Höhe von insgesamt 74,3 TEUR. Leasingverträge für bewegliche Vermögensgegenstände führen zu rund 21,8 TEUR Aufwand jährlich. Weiterhin bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen für Immobilien in Höhe von 100,8 TEUR pro Jahr. Die Wartungsverträge für Hard- und Software führen zu rund 14,7 TEUR Aufwand pro Jahr. Factoring: Im Rahmen der Zusammenarbeit mit einem Anbieter von rechnungsbasierten Zahlungslösungen für Onlineshopbetreiber wurde die Möglichkeit von Factoring und Ratenkauf vereinbart. Zielsetzung ist es, den Zufluss von Zahlungsmitteln zu beschleunigen und das Risiko des Forderungsausfalls zu transformieren. Vorteile dieser Gestaltung bestehen im Risikotransfer auf den Dienstleister sowie dem schnellen Forderungsausgleich; dem stehen Risiken aus zusätzlichen Aufwendungen, wie Gebühren und Provisionen, gegenüber. Es besteht eine Bürgschaft für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 400 TEUR. Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität als modert ein; Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns derzeit nicht vor. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 67 (Vj. 65) Arbeitnehmer beschäftigt, davon gewerbliche Arbeitnehmer 16 (Vj. 17) und Angestellte 51 (Vj. 45). Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte die Geschäftsführung der Edinger Fachmarkt GmbH durch Herrn Oliver Edinger, Einzelhändler. Auf die Angabe der Bezüge nach § 285 Nr. 9a HGB wird gemäß § 286 Abs.4 HGB verzichtet. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 34.275,30 EUR mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 1.582.771,40 EUR zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich Vorgänge von besonderer Bedeutung insoweit ergeben, dass wir unseren Einkaufsverband geändert sowie darüber hinaus über Direktbezüge mit Lieferanten verhandelt haben. Finanzelle Auswirkungen erwarten wir hierdurch nicht. Im Geschäftsjahr 2018 haben wir zeitlich befristet teilweise das Instrument der Kurzarbeit genutzt, um die Personalkapazitäten kurzfristig anzupassen. Langfristig wurden die Personalzahlen an ein verändertes Geschäftsmodell angepasst, so dass sich hieraus Kosteneinsparungen ergaben.
Lampertheim, den 27. Februar 2019 Oliver Edinger, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 28.03.2019 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersDer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Edinger Fachmarkt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass der Bestand der Edinger Fachmarkt GmbH insbesondere durch Liquiditätsrisiken bedroht ist. Im Lagebericht wird dies im Risikobericht detailliert im Abschnitt 4.3 "Zusammenfassung" beschrieben und zusammenfassend dargestellt. Die Geschäftsführung kommt zum Ergebnis, dass in der Gesamtbetrachtung aller Chancen und Risiken festzustellen ist, dass sich die Risikosituation der Edinger Fachmarkt GmbH im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr bezüglich der Liquidität deutlich verschlechtert hat. Das Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko ist als das wesentlichste Risiko der Edinger Fachmarkt GmbH anzusehen. Aufgrund der nur befristeten Verlängerung einiger Zahlungsziele des Zentralregulierers ist für den Fortbestand der Edinger Fachmarkt GmbH entscheidend, dass die geplanten Gegenmaßnahmen planmäßig umgesetzt werden um den Liquiditätsbedarf bei Fälligkeit zu decken. Die Geschäftsführung hält den Fortbestand der Edinger Fachmarkt GmbH für überwiegend wahrscheinlich. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hof, den 28. März 2019 abts
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Diplom-Betriebswirt (FH) Bernd Herpich, Wirtschaftsprüfer |
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